Frustabbau-Thread

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
  • Jetzt lag die Hallensaison dazwischen und einige Mannschaften (Eltern und Trainer) haben sich sehr in der Rolle gefallen, wenn ihre Gegner regelrecht abgeschossen wurden. Die schwachen Spieler haben ihre 1-Minuten-Einsätze bekommen und durften sich mit den 9-Minuten-Dauerbrennern zusammen feiern lassen.

    Hier in Hamburg werden u.a. am 12.4. verkleinerte Hallen-Spielformen in der F- und E-Jugend erprobt.


    Vom 4+1 in der 3-Feld-Halle wird auf 3+1 mit zwei Feldern quer gewechselt. Mehr Ballkontakte und weniger Athletik sind die Ziele.


    Fairerweise muss man aber auch anmerken, dass in ganz Hamburg mit 1,9 Mio Einwohnern max. 15 3-Feld-Hallen für Fußball zur Verfügung stehen...

  • ruffy85 In meiner Kritik ging es im Kern nicht um die Umsetzung während der Hallensaion. Wegen des Platzmangels in den Hallen sind die Kleinfeldspielformen organisatorisch kaum möglich. Dafür habe ich volles Verständnis.


    Erklärt zum einen nicht das Verhalten von Trainern und Eltern. Zum anderen hat der Spielauschuss bewiesen, dass er nicht verstanden hat, warum es beim u.a. im Kleinfeldfestivals bei den Kindern (eben bis E-Jugend) geht. Eben um möglichst viel Spielzeit für alle (!) Spieler und darum, dass man gegen Mannschaft mit einem vergleichbaren Leistungsvermöhen spielt.


    Aus der Mitgliederstatitik des DFB geht hervor, dass aktuell mehr Kinder als jemals zuvor in den Vereinen angemeldet sind. Der Anstieg passt zeitlich genau mit der Einführung des Kleinfeldfußballs in Deutschland überein. Im Jugend- und Herrenbereich stagniert oder ist die Anzahl der aktiven Spieler zurückgegangen.

  • ParkerS

    Ohne die genauen Zahlen zu kennen, beobachte ich seit der E-Jugend eher eine abnehmende Anzahl gemeldeter Mannschaften und eine höhere Anzahl Kinder pro Mannschaft, resultierend in weniger Spielzeit und eine Hürde (Nominierung / Einwechslung).


    In der G- & F-Jugend fanden wir viele Teams im Umkreis von 15km auf Augenhöhe. Jetzt in der E-Jugend beträgt unser Suchradius schon 50km und die Pflichtrunden sind bei normaler Besetzung eher zu schwach - dabei sind wir auf sehr stark gemeldet. Körperlich könnten wir 2015 spielen, jedoch sind diese in dieser Saison letztmalig im 6+TW unterwegs (2014 spielt schon 5+TW Twin).


    Wir reden von Hamburg & Umgebung mit rund 200 Jugendvereinen...


    Die Reformen ab Jg. 2014 führen zu einer früheren Verdichtung als bisher (U12), so dass auch in der U10/U11 weniger Teams auf mittlerer bis starker Spielstärke vorhanden sind.


    Dazu kommt der eklatante Mangel an Eltern, die eine Mannschaft betreuen möchten, statt nur zuzuschauen.


    Im ländlichen Raum kann ich 6+TW daher nachvollziehen, auch wenn ich es nicht gut finde vor der U13.


    Kennst du die Gründe für die erneute Änderung in deinem (Kreis)verband?

  • @ruffy Genau, die Anzahl der Kinder nimmt zu, die Anzahl der Mannschaft aber nicht in so starken Maße. Bei einem 3 gg. 3 Festival konnte man bei uns früher auch mal ganz flexibel bei 12 Spielern nach Verfügbarkeit 1-3 Teams anmelden. Da haben immer alle Spieler viel Spielzeit bekommen. Warum soll das jetzt nicht mehr gehen?


    Die Verdichtung bei der Leistungsstärke führe ich bei uns im Kreis eher darauf zurück, dass die stärksten Spieler schneller die Vereine wechseln oder Jahrgänge überspringen, weil sie da das (von deren Eltern?) heiß geliebte 6+1 spielen können. Eben weil viele Eltern talentierter Spieler am liebsten sofort auf das 11er Feld schicken würden.


    Der Rückkehr zum alten System ist damit begründet, dass die Feedbacks aus den Hallenrunden so positiv gewesen wären. Namentlich wurde mir im speziellen eine Mannschaft genannt, die sich so toll entwickelt hätte. Die "Entwicklung" resultiert aber vor allem darau, dass die neben dem einen noch einen weiteren "Superstar" dazubekommen haben. Rate mal, welche Spieler jetzt immer durchspielen und welche fast dauerhaft auf der Bank sitzen?


    Das gehört schon fast in den (Schadens-)Freudethread: Das Spiel hat der Verein in einer anderen Altersklasse schon einmal genau so gemacht und jetzt spielen 4 Spieler bereits bei uns im Verein, einer der Superstars steht kurz vor dem Wechsel, weil sich sein Team in der Auflösung befindet.

  • Danke ! Genau das was ich in dem anderen Thread geschrieben habe. Es geht im Breitensportverein mittlerweile um günstige Betreuung und wenig Bereitschaft das Kind von A nach B zu fahren. Geschweige den mich als Trainer anzubieten. Gerade in dem jüngeren Altersbereich wäre es so wichtig das wir genügend Trainer hätten die regelmäßiges Training anbieten. Die Kleinspielformen da stehe ich dazu. Je größer die Mannschaften desto weniger Kinder werden eingesetzt.


    In einem großen Verein rotieren Sie zum Teil. Da wird nicht selektiert sondern alle 3 Wochen darf einer ran.

  • Hi! bin G-Jugend-Trainer einer riesigen Mannschaft (Spitze 27 Kinder). Leider kann ich nicht gewährleisten, Quatsch komplett zu unterbinden. Ich probiere schon alles, wie Beschäftigung hochhalten, Stationstraining und viel 2gg2 auf vielen Feldern. Auch bin ich noch der Ansicht ohne autoritäres Verhalten von oben herab den Kindern zu begegnen. Wobei ich mittlerweile der Meinung bin, dass es bei "bestimmten" Kindern nur dann funktioniert, wenn man sie einzeln anspricht und auffordert. Bin leider kein ausgebildeter Pädagoge. All in all klappt aber alles gut und die Teilnahmequote spricht für mich. Jetzt bleibt ein Kinder schon mehrere Wochen dem Training fern. Nach Rücksprache mit dem Papa will er aktuell nicht ins Training kommen, weil es ihm keinen Spaß macht, wenn andere Kinder treten und schubsen. Das ist frustrierend. Der Junge war immer dabei und hat Spaß am Fußball. Er ist super umgänglich und talentiert. Was soll ich tun? Habe seinem Papa angeboten, dass er mir die Namen nennen soll und ich explizit mit den Quatschköpfen ins Gespräch gehe. Außerdem, dass ich speziell ihn bei den Teams und Stationen von diesen Kindern separiere. Das frustriert mich. Habt ihr Tipps für mich? Oder ist der Junge einfach nur übersensibel? Auf alles kann ich halt keine Rücksicht nehmen. Aber es wäre traurig, wenn der Fußball diesen Jungen verlieren würde :(

  • Kann ich nachvollziehen.

    Und -obwohl ich selber überhaupt nicht der authoritäre Typ bin- glaube ich schon, dass in der G und F Jugend eine gewissen Authorität hilfreich ist. Gerade wenn es so viele Kinder sind. Wenn die Quatschmacher freie Hand haben, verselbstständigt sich das irgendwann und die ganze Mannschaft ist nur noch ein Hühnerhaufen.


    Bei uns im Verein wird die G Jugend von einem sehr strengen, authoritären Trainer mit kräftiger Stimme betreut. Da ist immer Ruhe und auch die frechen Kinder, trauen sich nicht, aus der Reihe zu tanzen. Das ist gut für die Kinder, die ohnehin immer die Regeln befolgen. Aber es haben auch schon Kinder wegen diesem Trainer aufgehört, weil sie mit seinem Ton nicht klargekommen sind.


    In unserer F Jugend das genaue Gegenteil. Da ist der Trainer der liebe Onkel, der sich nicht durchsetzen kann. Drei vier Chaoskinder tanzen ihm durchgehend auf der Nase rum und stecken die disziplinierteren Kinder auch damit an. Kindern ärgern sich gegenseitig, es wird viel geweint. Richtiges Training ist kaum möglich. Der Trainer meckert zwar, aber das geht im Lärm unter und undiszipliniertes Verhalten hat keine Konsequenzen. Auch hier hören Kinder auf...hier aber weil sie keine Lust auf diesen Chaoshaufen haben.


    Ich würde einen Mittelweg suchen, bzw. so mache ich das mit meiner E-Jugend. Generell ganz relaxed sein, auch mal den einen oder anderen Spaß erlauben, aber mit klaren Regeln und deren Einhaltung auch einfordern, bzw. sanktionieren wenn sie nicht befolgt werden. Und das kann auch mal bedeuten, dass ein Störer dann im strengen Ton für den Rest der Übung auf die Bank verwiesen und zum zugucken verdonnert wird. Immer wieder mal ne zweite Chance geben, aber auf keinen Fall störendes Verhalten durchgehen lassen. Ich würde auch soweit gehen, richtig üble Störer (hatte ich bislang zum Glück nicht), vom Training auszuschließen, wenn wegen ihm/ihr andere Kinder keine Lust mehr auf Fußball haben.

  • Das Grundproblem ist, das WIR Erwachsenen eine Erwartung haben die die Kinder nicht nachvollziehen und verstehen können. Autorität im Kinderfußball ist ein schlimmes Wort und fehl am Platz. Die Tatsache das du der Trainer bist - alleine gibt dir so viel mehr Autorität - und gleichzeitig Verantwortung.


    Trainingsorganisation und viel Erfahrung ist der Schlüssel zum Erfolg.


    - Baue dein Training im besten Fall vor dem Training auf

    - Baue nach Möglichkeit so wenig um wie notwendig

    - Baue alles doppelt und dreifach auf um Stand- und Wartezeiten zu vermeiden, den Kinder sind Kinder und sollen das bleiben - und langweilen sich wenn sie stehen und nicht in Bewegung sind

    - Baue Wettkämpfe ein

    - Trainiere beidfüßig durch den Aufbau und die Organisation deines Trainings

    - Baue möglichst immer einen Torabschluss (kann auch ein Pass auf ein Hüttchentor sein) ein

    - Sei gut gelaunt auch wenn es nicht klappt - du bist nicht Pep, Klopp oder sonstwer - du trainierst beim "TuS Hirtenflöte" die Kleinkinder!

    - Hab Spaß - auch wenn es nicht klappt und Frage dich was DU machen kannst damit es besser läuft!


    27 Kinder für einen Trainer ist zu viel, das klappt nicht.... 12 Kinder pro Trainer - sollte das Maximum sein - erfahrene Coaches können vielleicht mit 16 Jungs arbeiten, aber das wird auch immer etwas sein, bei dem man Kompromisse eingehen muss.


    Grüße

    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Hi! bin G-Jugend-Trainer einer riesigen Mannschaft (Spitze 27 Kinder).

    Es gibt auch jugendliche Spieler, die Spaß an Kinder-/Jugendarbeit haben.

    Ggf. mal bei den Älteren fragen, ob da nicht 1-2 Lust haben zu unterstützen.

    Ideal ist es natürlich, wenn die im Anschluss selber Training haben.


    27 "Flöhe" sind für einen auf Dauer zu viel, die kann man doch garnicht alle im Blick haben.

  • Hi! bin G-Jugend-Trainer einer riesigen Mannschaft (Spitze 27 Kinder). Leider kann ich nicht gewährleisten, Quatsch komplett zu unterbinden. Ich probiere schon alles, wie Beschäftigung hochhalten, Stationstraining und viel 2gg2 auf vielen Feldern. Auch bin ich noch der Ansicht ohne autoritäres Verhalten von oben herab den Kindern zu begegnen. Wobei ich mittlerweile der Meinung bin, dass es bei "bestimmten" Kindern nur dann funktioniert, wenn man sie einzeln anspricht und auffordert. Bin leider kein ausgebildeter Pädagoge. All in all klappt aber alles gut und die Teilnahmequote spricht für mich. Jetzt bleibt ein Kinder schon mehrere Wochen dem Training fern. Nach Rücksprache mit dem Papa will er aktuell nicht ins Training kommen, weil es ihm keinen Spaß macht, wenn andere Kinder treten und schubsen. Das ist frustrierend. Der Junge war immer dabei und hat Spaß am Fußball. Er ist super umgänglich und talentiert. Was soll ich tun? Habe seinem Papa angeboten, dass er mir die Namen nennen soll und ich explizit mit den Quatschköpfen ins Gespräch gehe. Außerdem, dass ich speziell ihn bei den Teams und Stationen von diesen Kindern separiere. Das frustriert mich. Habt ihr Tipps für mich? Oder ist der Junge einfach nur übersensibel? Auf alles kann ich halt keine Rücksicht nehmen. Aber es wäre traurig, wenn der Fußball diesen Jungen verlieren würde :(

    Hi, trainierst du 27 Kinder alleine oder holst du Dir Eltern bei ? Ansonsten Respekt.... Zu deinem Problem was eigentlich kein Problem ist. Die Kinder in dem Altersbereich sind verspielt, aufgedreht und haben Bewegungsdrang. Das der ein oder andere hinten runter fällt wird in den nächsten 2-4 Jahren normal sein.

  • ich hätte wohl besser als Trainer nach der C-Jugend aufgehört. B-Jugend geht noch gerade so, aber A-Jugend ist schon sehr hartes Brot.


    In unserer Spielerplusapp gibt es ein Textfeld um zu begründen, warum man keine Zeit für Training hat. Das setzt dem Ganzen die Krone auf und ich bin kurz davor das Textfeld zu eliminieren.


    Ich mache es mittlerweile mehrere Jahre und muss sagen es liegt nicht an Jahrgängen. Die Trainingsbeteiligung pendelt sich immer bei 50% ein und wird zur Rückrunde noch einen Tick schlechter.


    Was ich immer ganz nett finde sind Trainersitzungen, dort wird im D - und C-Jugendbereich immer diskutiert wer spielen sollte bzw. wen lässt man nicht spielen.


    Das ist im A-Jugend Bereich ganz einfach, es spielt einfach immer derjenige der Zeit hat. Mit 25 Spielern hätten wir nicht mal einen kleinen Kader, aber es ist genau 0x in dieser Saison passiert das ich einem Spieler mitteilen musste das er zum Spiel nicht dabei ist weil wir zu viele Spieler haben.


    Was mir auch Sorgen bereitet, die Einstellung zum Fußball wird sich auch im Seniorenbereich nicht ändern und die haben deutlich mehr Spiele als wir.

  • Ja, das wird bitter.


    Letztes Wochenende hatten wir (alte C-Jugend) ein Auswärtsspiel, Fahrtzeit ein Weg = eine Stunde. War vielen wohl zu viel, dazu Ferienende in SH. Wir waren exakt 11. Dieses Wochenende haben wir ein Heimspiel und jetzt schon 15 Teilnehmer. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.


    Ich bekomme den Eindruck das auch Fussball (Mannschaftsportarten) immer mehr als Dienstleistung wahrgenommen wird.

    Wenn es passt: Gerne - Irgendetwas dem Teamsport zu liebe anders planen? Auf keinen Fall....

    Wer im KiFu nur auf Ergebnis spielen läßt, liebt das Spiel nicht. Und seine Spieler werden es auch nicht lieben können.


    KiFu bedeutet nicht Wissen weiter zu geben, sondern ein Feuer zu entfachen.

  • Das fängt bei uns leider schon viel früher an. Wir haben das schon in der F bzw E-Jugend. Und es sind immer die gleichen Pappenheimer. Da frage ich mich woran das liegt und woher das kommt.

    Vielleicht ist die angebotrne Dienstleistung einfach zu günstig...

  • Ich hab da eine einfache Regel: Die Spieler/Eltern auf die ich mich verlassen kann, die können sich auch auf mich verlassen. Die einfachste Möglichkeit viel Spielzeit zu bekommen, sooft wie möglich teilnehmen wollen.


    Ansonsten möglichst nicht aufregen nur wundern.

  • Wo das herkommt?

    Ein großer Teil sind ganz sicher die Ganztagsschulen. Bei uns war früher um 13:05 Uhr Ende. Ab nach Hause, essen und dann mit Freunden treffen und dann zusammen um 17 oder 17:30 zum Training.

    Jetzt geht die Schule bis 16 Uhr, dann 30 Minuten mit dem Bus heim und dann direkt weiter zum Sportplatz. Keinerlei Verschnaufpause.

    Und auch das treffen mit Freunden fällt an Trainingstagen mehr oder weniger aus. Wenn man dann noch was für die Schule macht sind noch ein oder zwei Nachmittage pro Woche weg.

    Wenn du also nicht mit deinen Freunden in der gleichen Mannschaft bist siehst du sie kaum noch.


    Dann die Eltern. Heute müssen meist beide zumindest halbtags arbeiten. Viele auch Samstags (der klassische jugendspieltag). Dann muss danach noch der klassische Wocheneinkauf erledigt werden und man soll dann noch 2-3 Stunden für das Spiel rein quetschen. Und wenn man 2 oder 3 Kinder mit Hobbys hat? Oder selber noch irgendwo ehrenamtlich engagiert ist?

    Da bleibt auch weniger Zeit für das Vereinsleben.


    Erledigungen die früher unter der Woche gemacht werden konnten wie neue Schuhe, Arzt oder wasweißich bekommt man mit Job und Ganztagsschule auch kaum noch gemacht.


    Wie viele Kinder ich zu Spielen oder auch Trainings abgeholt habe weil die Eltern arbeiten waren, da reichen 500km Umwege im Jahr ganz sicher nicht.



    Es gibt sicher auch einige die keine Lust auf das Hobby der Kinder haben. Das ist aber die Minderheit.

    Bei allem Verständnis das ich habe (ich war auch im Schichtdienst mit Wochenenden, mein Sohn hat Fussball und Basketball gespielt, meine Tochter Basketball) war ich da auch gezwungen hart zu bleiben: wer unzuverlässig ist spielt weniger.

    Trainingsbeteiligung und Pünktlichkeit sind das A und O damit alles funktioniert.

  • Vielleicht ist die angebotrne Dienstleistung einfach zu günstig...

    Vielleicht oder ziemlich sicher, ist das so.

    Unser Team war über Ostern bei einem internationalen Turnier, der Gardasee Trophy, im Einsatz. Im Vorfeld mal reingeschaut bei der Konkurrenz auf der Homepage. In Irland Dublin Familienmitgliedschaft 500€. Klar ein Einzelbeispiel.

    Wenn die Kohle dann nicht in dunkle Kanäle sondern in Infrastruktur / Trainer / gemeinsame Erlebnisse fließt, dann gerne mehr, wenn es nach mir geht.

    Trotzdem brauchen wir natürlich eine niedrige finanzielle Einstiegshürde...

  • Ich bekomme den Eindruck das auch Fussball (Mannschaftsportarten) immer mehr als Dienstleistung wahrgenommen wird.

    Wenn es passt: Gerne - Irgendetwas dem Teamsport zu liebe anders planen? Auf keinen Fall....

    Ich finde das immer bezeichnend, wenn jemand aus der Mannschaft seinen Geburtstag feiert, zufällig genau dann, wenn ein Spiel ist. Und natürlich lädt er die halbe Mannschaft ein. Da sieht man mal, wie da die Prioritäten liegen.


    Immerhin hatte ich aber auch Spieler, die zwar bei der Geburtstagsfeier eingeladen waren, aber dennoch zum Spiel gekommen sind.

  • Das setzt dem Ganzen die Krone auf und ich bin kurz davor das Textfeld zu eliminieren.

    das klingt eher nach "schreib ein Buch". Aber mal im Ernst: erwartest du wirklich eine ehrliche Antwort? Keiner der Jugendlichen wird reinschreiben: War feiern, bin noch besoffen von gestern, geh auf ein Konzert, hab neuerdings ne Freundin... Statt dessen stirbt halt die 8. Tante und die Oma hat zum vierten Mal Geburstag dieses Jahr.

    Mit den Besten zu siegen kann jeder. Du musst es mit allen können!

  • Das setzt dem Ganzen die Krone auf und ich bin kurz davor das Textfeld zu eliminieren.

    das klingt eher nach "schreib ein Buch". Aber mal im Ernst: erwartest du wirklich eine ehrliche Antwort? Keiner der Jugendlichen wird reinschreiben: War feiern, bin noch besoffen von gestern, geh auf ein Konzert, hab neuerdings ne Freundin... Statt dessen stirbt halt die 8. Tante und die Oma hat zum vierten Mal Geburstag dieses Jahr.

    Hatten wir nicht mal vor einigen Jahren die "witzigsten" Abmeldungen, können wir gerne wieder starten ;)

  • Mich frustet ein wenig, dass in der eben begonnenen Frühjahrsmeisterschaft U10 einige gegnerische Mannschaften offenbar beginnen sich mit starken Kindern desselben Jahrgangs kräftig zu verstärken.

    Hab ja die zweite Mannschaft unseres Jahrgangs und im Herbst viel verloren. Daher im Frühling in der Unterliga mit dem Namen nach halbwegs gleichwertigen Grgnern.


    1.Runde Freitag: Gegner hat ebenso eine B-Mannschaft, die im Herbst alles verloren,hat. Trainer fragt, ob er mit 3 A Spielern kommen darf, damit sie bissl Land sehen. Hab eingewilligt, weil ich die Fortgeschritteneren meines Teams fordern will. Könnt euch denken, was passiert ist: Trainer lässt seine A fast durchspielen während ich Spielanteile gleich verteile und ich verliere dadurch.


    Übermorgen nächstes Match. Laut Namen ein Team, wo wir fast immer leicht die Nase vorne haben und wir Trainer uns gut verstehen. Schaue auf die Kadermeldung: 3 A-Spieler wieder beim Gegner, die ein Jahr raufspielen und offenbar Zeit haben.


    Mir kommt einiges hoch, wenn durch solche Aktionen die Gruppeneinteilung von einigen Trainern ad absurdum geführt wird und B Teams plötzlich mit der halben A Garnitur antreten,damit sie mal ergebnismäßig gut dastehen.