Beiträge von EifelMoselHunsrueck

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    Lass dein Kind sein eigenes Hobby finden.

    Vielleicht kommt er zum Fussball, vielleicht nicht. Ich habe den damals komplett ohne äußere Einflüsse für mich entdeckt.

    Mein Sohn hat Fussball, Basketball und Handball ausprobiert. Meine Tochter spielt Musicals.

    Das wichtigste ist das es ihm Spaß macht. Egal was es ist.

    Ach du lieber des Herrn... U9?

    Ich bin gedanklich jetzt schon wenigstens bei U12-14 gewesen...


    Das Gute: In dem Alter können solche "Feindschaften" sich sehr schnell in Luft auflösen.


    Das Schlechte: In dem Alter schon Schlägereien und an den Kragen gehen ist echt hart. Das habe ich in dem Alter noch nicht erlebt.


    Also ich sehe es so das du dich da als Trainer nicht "erpressen" lassen kannst. Wenn du jetzt einmal damit anfängst das du auf das Gejammer einer Mutter eingehst und reagierst wird das immer so weiter gehen.

    Entweder der Junge spielt mit dem anderen zusammen oder er muss sich eine neue Mannschaft suchen. Ende.

    Sollte die Mutter irgendwann mal direkt an dich herantreten und mit verständlichen Argumenten kommen ist es was anderes, aber bis dahin ist das für mich Gejammer bzw ein Versuch die eigenen Interessen auf dem Rücken eines anderen durchzusetzen.


    Wo ich aber Handlungsbedarf von deiner Seite aus sehe ist bei den beiden Jungs. Absichtliches treten oder schlagen und vor allem Schlägereien oder Gerangel gehen gar nicht. Das musst du mMn sofort unterbinden und Konsequenzen folgen lassen. Welche musst du dann entscheiden was du für angebracht erachtest. Ich würde aber empfehlen sachte anzufangen und dann zu steigern wenn es keine Früchte trägt.

    Klare Regeln, klare Kommunikation der Regeln und dann klares durchsetzen der Regeln.

    Dann zuerst einmal die Frage an dich: Von welchem Altersklasse reden wir hier?


    Und dann zu deinen Fragen:

    - Welche Maßnahmen würdet ihr in dieser Situation ergreifen?

    siehe oben, kommt ganz aufs Alter an


    - Habt ihr ähnliche Fälle erlebt und wie habt ihr sie gelöst?

    Ich hatte zwei Kinder bisher die nur auf die Knochen gegangen sind. Zuerst Ermahnung, dann Ausschluss vom Rest des Trainings (mit Gespräch nach dem Training mit dem Spieler), dann ein oder zwei Wochen Trainings- und Spielpause (mit Gespräch mit den Eltern).

    Einer kam dann von sich aus nicht mehr, den anderen (sehr ausgeprägtes ADHS) haben ich leider "rauswerfen" müssen weil es wirklich auf die Gesundheit der anderen Kinder ging.


    - Wie geht ihr generell mit Eltern um, die auf die Aufstellung Einfluss nehmen wollen?

    Ignorieren.

    Ich erkläre gerne warum/weshalb/wieso und gehe auf Wunsch in den Austausch mit den Eltern aber Sache wie "meiner muss mehr spielen", "der muss weiter vorne spielen" oder "der will nicht mit dem spielen" ignoriere ich komplett.

    Hier macht auch der Ton die Musik, wie wird es an dich herangetragen.

    Schade... Ich verstehe die Abneigung zu Neuem nicht. Gerade wenn man sieht, wie die individuelle Klasse bspw. bei den Spaniern ist, sollte man einsehen, wie gut FUNino sein kann. Die Folge 4 bei 1x1 Sport-Podcast kann ich dabei nur empfehlen. Thomas Staack zeigt da super auf, wie man das Ganze umsetzen kann. Leider erreichen diese Nachrichten meistens eh die, welche bereits viel gut machen. Daher ich kann deinen Frust sehr gut verstehen. Kenne das selber, wenn man da nicht angehört wird.

    Aus meiner Erfahrung heraus kommt dir Ablehnung gegen Funino gar nicht mal wegen der Spielform selbst sondern eher aus dem organisatorischen Aufwand und den daraus resultierenden Problemen für Spieler, Vereine und auch Eltern.

    Ich war zuerst auch kritisch, habe das aber schnell abgelegt. Meine Trainings sind inzwischen fast ausschließlich auf Kleingruppen von maximal 4vs4 ausgelegt, lieber 3vs3.


    Wie gesagt, meine Erfahrungen damals aus dem Fussballkreis Trier:

    - Funino Turniere mit bis zu 12 Mannschaften aus nur 3-4 Vereinen, also mussten die Kiddies auch gegen ihre eigenen Mannschaftskameraden ran

    - alle vier Wochen gegen ein und dieselben Gegner bis jede Mannschaft (nicht jeder Verein!!!) einmal ein Turnier veranstaltet hatte. Also hatten wir mit unserer F-Jugend-Gruppe mit 15 Kindern/drei Teams dreimal das Turnier zu veranstalten.

    - vier bis sechs Felder aufbauen (was alleine oder zu zweit schon ewig dauert), dazu dann 16 bis 24 Tore organisieren.

    - Turnierlängen von über vier Stunden waren nicht selten

    - wegen der Länge der Turniere musste teilweise schon um 8 Uhr morgens gestartet werden


    Dazu kommt natürlich auch schlechte Kommunikation bezüglich der Vorteile von Seiten der (negativ eingestellten) Trainer in Richtung Eltern.



    Mein Wunsch wäre ja für die Spielformen:

    G+F Funino

    E 5vs5

    D 7vs7

    C 9vs9

    B+A 11vs11

    Der Sprung von Funino auf 7vs7 ist in meinen Augen einfach zu groß.

    Das Amt kam zu früh. Ich hatte es damals so verstanden, dass er mit Wagner nur eine Interimslösung sein sollte. Und als Interimslösung mit Wagner hat es ja auch halbwegs passabel geklappt. Warum man das dann zur Dauerlösung umfunktioniert hat, habe ich nicht verstanden. Verlängerung vor der WM schon gar nicht.


    Nach den letzten Spielen der WM frage ich mich, ob sich nicht der Fußball nochmal (weiter) entwickelt hat. Das ist schon alles ziemlich robust und stark organisiert, was man so sieht. Extrem schnelles Umschalten.


    Die Stars kommen zu enorm viel Toren, auch wenn die die nicht unbedingt selbst die komplett herausgespielt haben. Aber sie waren, wenn sich die Situation ergab, halt an der richtigen Stelle und bereit. Das gab es in der Häufung m.E. noch nicht.

    Das sie Star so viele Tore schießen liegt mMn aber auch zu einen großen Teil daran das so viele Mannschaften bei der WM dabei sind die da nichts zu suchen haben.

    Ja, ab und zu hat ein Underdog mal ein Spiel lang überrascht. Aber im Großen und Ganzen hätten Messi, Mbappe und Kane nicht so viele Tore wenn es wie früher nur 32 qualtitativ hochwertige Teams gegeben hätte. Das gleiche im Sechzehntelfinale. Da sind Mannschaften reingekommen für die spätestens nach der Vorrunde hätte Schluss sein sollen.

    Was du "robust und organisiert" nennst nenne ich "hinten rein stellen und vorne das Beste hoffen"


    Guckt euch die Vorrunde mal an, wie viele Spiele waren da dabei wo man wirklich gesagt hat: Da hab ich Bock drauf?

    Ich komme auf drei. ENG-KRO, NED-SWE und ARG-AUT

    Dann vielleicht noch mit Abstrichen USA-PAR und BEL-EGY.


    Seit dem Achtelfinale werden die Spiele besser und interessanter. Und schon tun sich die Starspieler sich auch schwerer zu treffen.

    Haaland ist die Ausnahme und bestätigt die Regel :)

    Ich denke ich stelle mich dann mal in die Grauzone.

    Es gibt beim Fussball im allgemeinen und beim Kinder/Jugend-Fussball im speziellen nicht DIE EINE Lösung.

    Da hängt alles von so vielen Faktoren ab.

    - Anzahl, Ausbildung, Erfahrung der Trainer

    - Anzahl und Alter der Kinder, gibt es eine oder zwei Mannschaften, ein oder zwei Jahrgänge

    - Anspruch von Team oder Verein

    - Mitziehen der Eltern

    und, und, und


    Methode A hat vielleicht vor 6 Jahren bei der D Jugend im Stadtteil-Verein super funktioniert, heute bei der D-Jugend in Hintertupfingen aber überhaupt nicht und nächstes Jahr mit der C-Jugend im Nachbarort läuft es wieder super.


    Ich denke jeder hat seinen eigenen Stil, seine eigenen Methoden. Man muss seien Erfahrungen machen. Nicht nur die Spieler machen beim Lernen Fehler auch wir Trainer machen welche und sollten daraus lernen. Auch aus Gesprächen und Diskussionen mit anderen Trainern und Ausbildern.

    Die eigenen Methoden als die einzig wahren darzustellen ist ganz sicher nichts was machen sollte und nichts was der Realität entspricht


    Jeder trifft seien Entscheidungen aufgrund seiner Erfahrungen.

    Meiner Erfahrung nach

    - brauchst du in der G und ggf im ersten Jahr F keine Trainer sondern Betreuer, am besten mit pädagogischem Hintergrund. Wenn die selber Fussball gespielt haben umso besser. Aber Ambitionen sind in der Altersklasse völlig fehl am Platz.


    - sollte man in der E die Positionen noch rotieren. Wenn du aber Kinder dabei hast die sich hinten viel wohler fühlen und mit mehr Spaß agieren dann lass sie hinten spielen.


    - haben die Eltern mehr Probleme mit Spielzeiten oder Spielpositionen als die Kinder


    - musst du in der F und E die Eltern noch miterziehen, vor allem was Disziplin angeht.

    3 Minuten Pause hatte ich immer dazwischen. Bei 4 Sprints waren es dann 12 Minuten, also "rund" 10 :)

    Die sollen dann ein paar Schritte ruhig gehen zum runterfahren und dann ausruhen.

    So habe ich das von einem Athletiktrainer erklärt bekommen.

    Die andere Gruppe macht 60m Läufe

    Gehe ich von einem Platz mit 100m aus und nehme die 2x 16er (33m) raus, bleiben 67m - d.h. die machen Sprints über den ganzen Platz. Frage sie mal, wie oft das im Spiel vorkommt. ;)

    "Analysen zeigen, dass 96 % der Sprints in einem Fußballspiel Distanzen von bis zu 30 m aufweisen. Dabei sind 49 % der Sprintdistanzen 10 m und kürzer (25). Aus dieser Verteilung der Sprintdistanzen kann abgeleitet werden, dass sowohl das Sprintantrittsverhalten als auch die maximale Sprintgeschwindigkeit wichtige Ausprägungen der Sprintleistungsfähigkeit im Fußball sind (29). Neuere Befunde aus der französischen Liga weisen darauf hin, dass die 10m-Sprintzeiten höherklassigere

    von niederklassigeren Spielern besser trennen als die 30m-Sprintzeiten (4)."

    Quelle: 125-131.pdf (aber wahrscheinlich ist die Quelle von 2006 den Trainern zu alt)

    Um die richtige Technik beim Sprinten zu erlernen (Körperhaltung, Armeinsatz) muss man über 30-60 m Sprinten.

    Auf 10-30m kommt man als "Anfänger", und nichts anderes sind Kinder und Jugendliche, kommt man sonst gar nicht so weit die Technik zu verbessern.

    Für den Antritt sind natürlich die kurzen Sprintstrecken besser.


    Steht übrigens auch in dem verlinkten Text:

    "Sie fanden, dass Sprintläufe über 20 m und 50 m die Maximalgeschwindigkeit signifikant verbessern können."


    Ich habe das auch regelmäßig (einmal pro Woche 3 oder 4 Sprints in rund 10 Minuten) von der Mittellinie zur Torlinie oder von 16er zu 16er machen lassen am Ende vom 2. E-Jugend Jahr.

    Im Schnitt sind die Kiddies, nachdem die Technik korrigiert wurde, über eine Sekunde auf die 50 Meter schneller geworden.

    Der Antritt hat in erster Linie mit Muskulatur und Muskelaufbau und auch Reaktionsschnelligkeit zu tun.

    Ersteres mache ich vor dem 2. D-Jugend Jahr nicht, zweiteres trainiere ich seit der F Jugend.


    Sollte man komplette Trainingseinheiten damit füllen? Nein, natürlich nicht.
    Aber zwischendurch mal 3 oder 4 Sprints um dem Kiddies zu helfen ihre Technik zu verbessern kann man machen.

    Gerade heutzutage wo viele Kinder nicht mehr so viel rausgehen wie früher und entsprechend weniger ausgeprägte Bewegungsabläufe haben.

    Wir haben unsere Sprintfähigkeiten doch schon damit verbessert wenn wir vom Nachbargrundstück den Ball geholt oder einen Apfel vom Baum stibitzt haben :)

    Mich wundert ja, dass viele Trainer meinen, es läge am Trainer.

    Wer ehrlich zu sich selbst ist, weiß, dass der EInfluss des Trainers auf ein Spiel gering ist.

    Sorry, aber dieses miserable Abschneiden geht zu 90% auf den Trainer.

    Angefangen bei den Nominierungen. Formschwache Spieler, keine Backups für diverse Positionen, man hatte allgemein das Gefühl das keine System oder Taktikgedanken für die Nominierung gab.

    Die Nichtnomminierung von Bisseck ist absolut unverständlich

    Dann die Kommunikation mit den Spielern. Ob es Das Rückgradlose Verhalten gegenüber Baumann war oder die offenschtliche Antipathie zu Undav.

    Als nächstes das Einsetzen von Kimmich als RV. Für die Position ist er geben etwas bessere Gegner zu langsam und er wurde in der Zentrale schmerzlich vermisst.

    Dann kommen wir zum festhalten an Dingen die offensichtlich nicht funktionieren. Wie die 3er Reihe Wirtz-Musiala-Sane die auch beim 7-1 absolut nicht wettbewerbsfähig war. Spätestens nach dem 2. Spiel hätte man korrigieren müssen.

    Zu guter Letzt dieses bockige Verhalten bei Interviews oder Pressekonferenzen.


    Was ihn dann noch, abseits der WM, angreifbar macht ist das er seeeehr wenige Spiele live im Stadion verfolgt. Das wusste ich vorher auch nicht, kam ja jetzt erst durch Didi Hamann und Loddar ans Tageslicht.

    Im Bereich C bis G Jugend gehen offizielle Spiele in der Ferienzeit gar nicht.

    Ich kann von den Eltern doch nicht verlangen das sie den Urlaub so planen das der Trainingsplan nicht gestört wird.

    Da spielen ja auch sonstige Betreuung während der Ferien, Arbeitgeber, Ex-Partner usw mit rein.


    Natürlich ist es Mist und teilweise ärgerlich.

    ich habe jetzt eine komplett neu zusammengewürfelte E-Jugend. Die Ferien gehen bis zum 09.08. und am 15.08. ist die erste Pokalrunde. Bis dahin habe ich ein einziges Mal alle Kinder im Training zusammen gehabt.


    Ich selber biete während den Ferien Training an bis auf die eine Woche in der ich selbst weg bin.

    Wenn mindestens 5 Kinder zusagen machen wir Training, wenn nicht fällt es aus.

    So, jetzt habe ich auch mal etwas zum Freuen :)


    Nach meinem Rauswurf letzten Spätsommer war ich jetzt seit 01.01. wieder als Co-Trainer einer D-Jugend in der Leistungsklasse tätig.

    Das lief wunderbar. Wir wurden mit einer Mannschaft die zur Hälfte aus dem jüngeren Jahrgang besteht zum Schluss Dritter von sechs mit einem Achtungserfolg beim 1:0 Heimsieg gegen den späteren Gruppensieger.


    Seit Mitte April habe ich dazu noch die E-Jugend des Jungen meiner Freundin als Cheftrainer betreut.

    Die Kinder hatten seit November kein Training mehr da der Trainer lieber im Januar schon seinen Job als A-Jugend-Trainer beim Nachbarverein angetreten hat den er eigentlich erst zum 01.07. übernehmen sollte.

    Ich habe da mit 3 Kindern angefangen. Die anderen hatten wegen der Umstände mit dem Kapitel schon abgeschlossen und waren auf der suche nach einem neuen Verein. Die meisten konnte ich überzeugen wenigstens mal ins Training zu kommen. Und die meisten sind geblieben.

    Ab Anfang Mai hatte ich die Kinde die im älteren F-Jugend Jahrgang sind auch gefragt ob sie ein zweites Training in der Woche mit ihren zukünftigen Teamkameraden machen wollen.

    Kurz: ich habe jetzt 13 Kinder in der neuen E-Jugend. Habe Sponsoren für neue Trikots und Trainingsanzüge gefunden.

    Ich werde jetzt ein Jahr die E-Jugend betreuen und dank Hyaluron-Spritzen ins Knie werde ich im Oktober versuchen den Eignungstest für die B-Lizenz zu bestehen. Sofern das klappt starte ich dann im November mit dem ersten von drei Lehrgängen.


    Darüber hinaus habe ich in meiner Funktion als Vorstand noch Sponsoren für zwei neue Trainerhäuschen/Ersatzbänke gefunden, Bandenwerbung befindet sich im Aufbau (hatten wir bisher keine), Social Media wurde für den ganzen Verein (von Kinderturnen bis Rentnergymnastik) eingeführt und hat uns schon einige Neuanmeldungen in allen Bereichen gebracht und wir haben hoffentlich bald einen langfristigen Partner was Sportausrüstung angeht (letzte Gespräche laufen).


    Alles in allem ein relativ erfolgreiches aber auch anstrengendes Jahr 2026 bisher.

    Deswegen sehe ich es auch als eine wichtige Aufgabe von uns Trainern mit der Kraft unserer Vereine und seinen Mitgliedern dafür zu sorgen, dass Sportplätze entstehen und frei zugänglich sind!

    Hier müssen wir erklären/argumentieren/aufzeigen, welche Bedeutung dies auch für die Qualität unserer Fußballer hat.

    Wenn ihr als Verein in der Position seid, selber die Sportplätze errichten und unterhalten zu können, sorgt dafür, dass sie auch außerhalb des Trainings für Kinder und Jugendliche zugänglich sind. Werbt dafür, dass die Plätze frei auch außerhalb des Trainings genutzt werden können. Es wird euch bessere Fußballer hervorbringen, als ihr je mit Training erreichen könnt!


    Vom Grundgedanken bin ich da komplett bei dir, aber das funktioniert einfach nicht mehr. Wir haben einen Naturrasenplatz komplett ohne Umzäunung. Wenn es nach mir geht wäre da nächste Woche ein 2 Meter hoher Zaun drumherum.


    Da wird mit Fahrrädern und Quads über den Platz gefahren, Tore bleiben auf dem Rasen stehen, überall Müll, Tornetze und Rasen gehen kaputt weil die Tore nicht getragen sondern gezogen werden, Bänke in den Trainerhäuschen müssen im Jahresrhythmus getauscht werden, und, und und...


    Und unser Platz ist in einem 500 Seelen Dorf. Bei meinem vorherigen Verein in der Großstadt musste sogar Kameraüberwachung angebracht werden um die Kosten für Reparaturen, die für Schäden trotz kompletter Umzäunung angefallen sind, an die richtigen Personen weitergeben zu können. Danach wurde es besser.

    Ohne Aufsicht kann man einen Platz einfach nicht frei zugänglich lassen.

    In der E- und D-Jugend haben wir nur eine Herbst und eine Frühjahrsrunde mit je 10 Spielen.

    Das sind 20 Spiele im Jahr. Dazu von mir aus 3 Sportfeste und 4 Testspiele sind rund 50% der Wochenenden im Jahr.

    Und es ist ja nicht so dass das ganze WE "hinüber" ist. Bei Heimspielen sind es 2 Stunden, bei weiten Auswärtsfahrten 3,5 Stunden.

    Klar kann ich das

    Ich versuche auch schon die Spiele auf Freitagabend und Sonntagvormittag zu legen damit der Samstag für Unternehmungen, Besorgungen und Erledigungen zur Verfügung steht. So dass dieser Grund für Abwesenheit weitestgehend wegfällt.

    Aber ich merke immer mehr das diese "Verpflichtung" Mannschaftssport von den Eltern einfach nicht mehr wirklich ernst genommen wird. Die Kinder würden gerne zum Spiel aber für die Eltern ist, überspitzt formuliert, das gemeinsame, chillige Eisessen in der stylischen Eisdiele drei Orte weiter an dem Tag wichtiger.

    Dieses Verbindliche wollen viele einfach nicht mehr. Aber so funktioniert kein Mannschaftssport.

    20 Minuten vor dem Training nachfrage es kommt starker Regen ob wir trainieren, bei 18 Grad.....


    JA ähm JA


    OK , Junge kam nicht, es war ca. 10 minuten regen und 10 Jungs da

    Ich habe gestern Abend zu meiner Freundin gesagt das ich jetzt eine Studie in Auftrag geben werde.

    Über den Zusammenhang zwischen möglichem Regenschauer beim Training und plötzlich auftretenden Kopf- und Bauchschmerzen.

    Ich bin in 3 Mannschafts-WhatsApp-Gruppen. 2xD, 1xE. In Summe kamen gestern zwischen 15 und 16 Uhr 7 Abmeldungen weil das Kind mit Übelkeit, Kopfweh oder Bauchweh aus der Schule heim gekommen ist.

    Ein Schelm wer böses dabei denkt :)

    Ich habe einige Erfahrung mit ADHS Kindern, mein Sohn hat selber eine leichte Form.

    Der bekommt leichte Medikamente damit er fokussierter ist. Funktioniert sehr gut.


    Dann hatte ich zeitweise zwei weitere Kinder mit einer etwas stärkeren Form. Da hat man während dem Training gemerkt das die Medikamente nachlassen und die Konzentration langsam nachlässt.

    Wenig Standzeiten helfen da ungemein.


    Dann war da aber noch der vierte Kandidat mit sehr ausgeprägtem ADHS im zweiten E-Jugend-Jahr. Den musste ich nach wenigen Trainings nach Hause schicken.

    Der hat nur gestört, diskutiert, Faxen gemacht und das Training in Gänze mehr oder weniger sabotiert. Als er sich dann eine Spaß daraus gemacht hat jeden Zweikampf mit einer Grätsche in die Knochen zu führen musste ich dieses Kapitel beenden.


    Also ADHS kann gut gehen, muss nicht und kann kein Grund sein das die anderen Kinder darunter leiden.

    Wo das herkommt?

    Ein großer Teil sind ganz sicher die Ganztagsschulen. Bei uns war früher um 13:05 Uhr Ende. Ab nach Hause, essen und dann mit Freunden treffen und dann zusammen um 17 oder 17:30 zum Training.

    Jetzt geht die Schule bis 16 Uhr, dann 30 Minuten mit dem Bus heim und dann direkt weiter zum Sportplatz. Keinerlei Verschnaufpause.

    Und auch das treffen mit Freunden fällt an Trainingstagen mehr oder weniger aus. Wenn man dann noch was für die Schule macht sind noch ein oder zwei Nachmittage pro Woche weg.

    Wenn du also nicht mit deinen Freunden in der gleichen Mannschaft bist siehst du sie kaum noch.


    Dann die Eltern. Heute müssen meist beide zumindest halbtags arbeiten. Viele auch Samstags (der klassische jugendspieltag). Dann muss danach noch der klassische Wocheneinkauf erledigt werden und man soll dann noch 2-3 Stunden für das Spiel rein quetschen. Und wenn man 2 oder 3 Kinder mit Hobbys hat? Oder selber noch irgendwo ehrenamtlich engagiert ist?

    Da bleibt auch weniger Zeit für das Vereinsleben.


    Erledigungen die früher unter der Woche gemacht werden konnten wie neue Schuhe, Arzt oder wasweißich bekommt man mit Job und Ganztagsschule auch kaum noch gemacht.


    Wie viele Kinder ich zu Spielen oder auch Trainings abgeholt habe weil die Eltern arbeiten waren, da reichen 500km Umwege im Jahr ganz sicher nicht.



    Es gibt sicher auch einige die keine Lust auf das Hobby der Kinder haben. Das ist aber die Minderheit.

    Bei allem Verständnis das ich habe (ich war auch im Schichtdienst mit Wochenenden, mein Sohn hat Fussball und Basketball gespielt, meine Tochter Basketball) war ich da auch gezwungen hart zu bleiben: wer unzuverlässig ist spielt weniger.

    Trainingsbeteiligung und Pünktlichkeit sind das A und O damit alles funktioniert.

    Bei meinem alten Verein habe ich zuerst 30€ im Monat bekommen. Mit dem Basis-Coach 70€ und mit der C-Lizenz 125€.

    Da war ich aber auch einer von 3 oder 4 Trainer mit irgendeiner Lizenz im ganzen Verein. Das gab es für 10 Monate im Jahr.

    Jetzt haben die annähernd alle Trainer in den letzten 12 Monaten gedrängt die C-Lizenz zu machen.

    Auf jeden Fall wurde es dann doch zu teuer bei über 15 Trainern, seit 01.01.26 bekommen die Trainer mit C-Lizenz "nur" noch 40€ monatlich. Und damit müssen Sie erst die Kosten für den Kurs beim Verein abbezahlen.

    Das Geld das ich bekommen habe habe ich annähernd komplett ins Team gesteckt. Bälle, Trinkflaschen, Shirts, Ausflüge etc


    Aktuell bekomme ich bei meinem neuen Verein für Vereinsvorstand, JSG-Vorstand, Co-Trainer bei D-Jugend und E-Jugend... gar nichts.

    Aber es macht wieder Spaß.

    Ich persönlich habe 2 Kinder "rausgeworfen". Beide in der E-Jugend.

    Der erste hatte eine massive Form von ADHS. Der hat 0 gehört, war mit den Gedanken immer woanders, hat andere Kinder böse umgetreten, dampfte zwischendurch einfach vom Sportplatz wenn ihm was nicht gepasst hat und hat auch versucht mich und meinen Co zu schlagen. Da hat das komplette Training drunter gelitten. Von meinen Nerven ganz zu schweigen.

    Zwei andere Kinder, einer davon mein Sohn, haben eine leichte Form von ADHS. Da muss man etwas sensibler drauf eingehen aber damit kann man mit etwas Geduld auf jeden Fall vernünftig arbeiten.


    Der zweite Fall war ein Freund von einem meiner Spieler. Kam immer mit Lederjacke und Jeans und normalen Sneakern zum Training.

    Die Nummer seiner Mutter hab ich nicht bekommen, die Unterlagen zum Anmelden hat er nicht mitgebracht.

    Auch nach zwei Wochen und mehrmaligen Gesprächen mit ihm.

    Als er dann im vierten Training auch noch alles und jeden massiv beleidigt hat sowie einen Spieler geohrfeigt hat war das Thema dann endgültig vorbei und ich habe ihm Platzverbot erteilt.


    Als Trainer hat man viel zu tun. Und ich sehe es nicht ein meine eigene Zeit und die Zeit der anderen 10-15 Kinder zu verschwenden um mich als Sozialarbeiter zu bestätigen.

    Ich bin 1,5 Jahre lang zu jedem Training und Spiel rund 70km (ein Weg) gefahren.

    Das war aber auch weil ich nach der Trennung meinen Sohn weiter trainieren wollte. Dafür habe ich das gerne in Kauf genommen.


    Wenn dein Herz daran hängt wie du sagst, musst du nur wissen ob das finanziell und zeitlich für dich machbar ist.

    Dann lohnt sich die Zeit im Auto eigentlich immer.