Beiträge von Goodie

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    Ich möchte das mein Sohn [natürlich Spaß hat und] möglichst lange beim Fußball bleibt.

    Hallo,


    Kinder benötigen Anerkennung, Aufmerksamkeit und Liebe. Wenn ihr eine lange Zeit im Auto hockt, dann ist naturgemäß viel Zeit für Austausch und natürlich spricht man da auch über das Training und das drumherum. Die Frage ist halt, mit welcher Grundhaltung du in das Gespräch gehst.


    Wenn du willst, dass er möglichst lange beim Fußball bleibt - und das hast du zwei mal so formuliert - dann vertrittst du deine Interessen. Überlege einfach was du machen würdest wenn er in drei Monaten lieber 3x3 Basketball spielen oder zum Parcours möchte. Nur weil du ihn mit 4 oder 5 beim Fußball angemeldet hast und er seine Sache (sehr) gut macht, heißt das ja nichts. Er kennt kaum was anderes und gerade sportliche Kinder können ja in nahezu jeder Sportart gut werden. Fußball ist halt bei den Jungs fast immer der Einstieg. Aber frage dich: Könnte er das aussprechen? Wie wäre deine Reaktion? Würde sich euer Verhältnis ändern?


    Wenn du ihn fördern willst, dann als Person, nicht als Fußballer. Vielleicht tauschst du dich da mal intensiver mit einer Frau aus. Die kennt euch, im Gegensatz zu uns.

    Ich finde, man muss immer unterscheiden, zwischen Unterstützen und Helikoptern.


    Unterstützen in dem Alter heißt, ihn zu bringen und abzuholen, Wäsche waschen, ab und an neue Schuhe kaufen und vielleicht mal nen Kuchen backen.
    Du musst und solltest nicht jedem Training beiwohnen, im Auto alles kommentieren und an den anderen Tagen optimieren. Es ist das Hobby deines Sohnes. Lass die Kinder spielen, lass die Trainer machen.

    Natürlich kannst du zuschauen aber vom Mindset solltest du eher einen Kaffee in der Hand haben statt eines Klemmbrettes. Verstehst du wie ich das meine?

    Frag deinen Sohn, ob er mit seinen Freunden im Verein spielen möchte, es ist April, da kann man ja bald wechseln. Er ist der Führungsspieler in dieser Fragestellung.


    Und vertraue mal darauf, dass ihn auch Rückschläge und persönliche Niederlagen im Leben weiter bringen werden. Dass die Elterngeneration dazu neigt, den Kindern jedes Steinchen auf dem Lebensweg wegzuräumen, ist nicht gut.

    Habe mal "adhs im sport" gegoogelt.

    Fussball (Mannschaftssportarten) tauchen da nicht als Empfehlung auf...

    dort vielleicht nicht aber in Elternforen wird das regelmäßig empfohlen. Ich denke mir dann immer: nein nein nein. Geht mit euren Kindern zu Fachleuten, die sich auskennen. Ergo oder solche Angebote.
    Teilhabe ja, sicher. Aber einfach das Kind irgendwo abstellen nach dem Motto "du machst das schon" kanns ja nicht sein. Vorallem bei den kleinen nicht, wo fast immer Traineranfänger ihr Bestes geben.

    Das setzt dem Ganzen die Krone auf und ich bin kurz davor das Textfeld zu eliminieren.

    das klingt eher nach "schreib ein Buch". Aber mal im Ernst: erwartest du wirklich eine ehrliche Antwort? Keiner der Jugendlichen wird reinschreiben: War feiern, bin noch besoffen von gestern, geh auf ein Konzert, hab neuerdings ne Freundin... Statt dessen stirbt halt die 8. Tante und die Oma hat zum vierten Mal Geburstag dieses Jahr.

    Ich plädiere schon lange, sich weder auf die Starken oder die Schwachen zu konzentrieren sondern auf die in der Mitte. Wie bei einer Gauß'schen Kurve. Die Besten wollen eh irgendwann mehr und die Schwächsten hören auf. Die Mitte ist das Fundament.

    solche Untalente hat fast jedes Dorfteam.

    Und wenn du nur einen aufstellst und zwei Mal auf dieser Position tauschst, jeder also ein Drittel spielt.?. immer noch besser als nachher drei auf dem Platz zu haben und unter die Räder zu kommen.

    Wie wäre es denn, wenn du zwei deiner vier Spieler von Anfang an spielen lässt und dann Schwach gegen Schwach wechselst. So hat du keinen krassen Leistungsverlust, auch wenn das etwas zur Lasten der Performance der A-Mannschaft geht.

    Ich finde dein Verhalten falsch.


    Davon ausgehend, dass es eine "Last" ist, TW zu spielen, müssen die Lasten gleichmäßig verteilt sein. Du suchst dir dann ausgerechnet den raus, der schon länger kein Interesse mehr hat und wunderst dich?
    Ich hätte irgendeinen anderen als erstes genommen und deinen "Kandidaten" beim 3. oder 4. Spiel genommen. Reihum, jeder eins. Warum musste der Junge zwei Spiele rein? Ich glaube, das stört mich am meisten.


    Schnick schnack schnuck im Turniermodus und am Ende gibts einen Gewinner.

    Vielleicht ist das aber nur ein Wording-Problem.

    Ich lese hier immer wieder von der "Ausbildung" im Fußball. Im klassischen Sinne macht man eine Ausbildung nach (!) der Schule um einen Beruf zu erlernen oder um einen Trainerschein zu erwerben. (klare Ausbildungsinhalte mit dem Ziel eine Abschlussprüfungen zu bestehen und ein Zertifikat zu erlangen)


    Gehts nicht beim Sport viel mehr um das "Erlernen"? Und gehts nicht für Trainer darum, den Kindern sein Wissen zu vermitteln und ihnen ein Spiel beizubringen?

    Ich mache doch auch einen Skikurs, ich gehe zur Musikschule, ich nehme Reitunterricht.

    Nix Ausbildung...


    In den Trainerlehrgängen bei denen ich war, wurde immer und immer wieder darauf hingewiesen, dass ein Training Spaß machen muss.


    Wenn du an den Strukturen nichts ändern kannst, bleibt dir ja nur "Augen zu und durch".


    Du solltest dich dringend mit deinen Co-Trainern zusammensetzen und a) eine gemeinsame Linie finden und b) einen Elternabend planen und durchführen.
    Neben den reinen sportlichen Erfolgen gibts ja auch andere Dinge, die ein Team zusammenhalten können: Ein Ausflug etwa oder eine Zeltübernachtung am Platz. Hier lässt man allerdings die Eltern organisieren, wenns gewünscht ist, dann machen die das schon ;)

    Ich weiß nicht, wieviel von dem Programm 2022 noch fortgesetzt wird


     


    Wenn man sieht, dass die Sportanlagen und Breitensportförderung mehr ist als der Leistungssport, dann dürfte das doch die Thesen stützen.


    Ich finde den Beitrag in den Mediatheken auf die schnelle nicht mehr aber da wurde in einem Sportgymnasium gedreht und betont, dass die eben nicht morgens, mittags und abends trainiert würde sondern weniger und gezielter

    Klar, sieht man z.B. den Tennisboom, den seinerzeit Boris Becker und Steffi Graf ausgelöst hatte, dann kann man sich dieser Aussage anschließen. Aber wann hat es das letzte Mal so krasse Auswirkungen gegeben?


    Denn genauso wie lineares TV kaum noch bei der Jugend funktioniert, ist auch im Sport die Identifikation anders geworden. Da feiert man einen Drittligafußballer, der ein "besonderes" Wasser rausbringt. Man schätzt, dass es ca 16.000 Fitnessinfluencer gibt, davon sollen immerhin rund 200 davon komplett leben können. Ganz ohne Sporthilfe oder Medaillen.
    Onlyfans als Finanzierung der Sportkarriere wurde ja bei Olympia auch thematisiert.


    Und wenn ich meine Kinder her nehme, dann interessiert sie Leistung, nicht Nationalität. Und so saß mein Großer fasziniert vor dem TV, hat Eiskunstlauf oder die "Wahnsinnigen" auf den Schanzen und Halfpipes gefeiert. Einfach weil sie was konnten, egal ob Koreaner oder Amerikaner. Einfach weil die Athleten was konnten.


    Was bleibt ist aber, dass Sport zu unserem kulturellen Gut gehört. Wie Theater, Musik, Kunst. Bei allem könnte man sich fragen, wofür wir das brauchen. Aber man kann auch sehen, was passiert wenn's fehlt. Ein kleiner Einblick hatte die C-Zeit ja schon geliefert mit Fußball in leeren Stadien...




    Thomas0815-2 Bist du dann auch für die Abschaffung der Fußballnationalmannschaften? Könnte man ja auch diskutieren, ob wir das noch brauchen...

    Zu den Norwegern kann ich noch beitragen, dass sie die Jugendarbeit generell umgestellt haben: keine Tabellen bis 13 Jahre, späte Spezialisierung, rel. wenig Training im Kinder- und Jugendalter. (Hier hatte ich mal einen Bericht der Biathleten gesehen) Norwegen-2022

    Wir hatten vor Jahren mal ein Bambini rausgeworfen, dass häufiger andere Kinder gebissen hat, ohne Vorwarnung, ohne erkennbare Vorgeschichte. Wir haben die Forderung an die Eltern gerichtet, dass sie bleiben und aktiv beim Training aufs Kind aufpassen müssen. Wollten sie nicht: Auf Wiedersehen!


    Bei allem sozialen Engagement hat alles seine Grenzen. Vor allem gilt es auch die Grenzen der Engagierten zu wahren. Wenn wir die nicht schützen, schmeißen die Trainer immer schneller hin und es wird immer schwerer, die Trainingsgruppen zu versorgen.

    Auf den Po schlagen muss echt nicht sein, aber sonst hinterer Rücken sollte dafür auch funktionieren, oder?

    also nur noch mal zur Klarstellung: bei diesem Spiel steht man sich gegenüber. Man wehrt ab und versucht zu treffen. Hier gehts um schnelle Beine, kleine Sidesteps... Man kommt maximal an die Seite ran und ganz gewiss tritt sich nicht gegenseitig in den Allerwertesten (überspitzt gesagt). Wer da Sorge hat, kann einfach mal einen Selbstversuch mit einem gleich großen Partner machen.
    Den Rücken finde ich dann mal gar nicht geeignet denn da sitzen die Nieren.