Beiträge von Goodie

    Hallo zusammen,

    ich erstelle ja immer Trainings mit Rahmengeschichten, wie ausm Lehrbuch. Nicht weil es in selbigem steht sondern weil es funktioniert. Ich habe aktuell die Jahrgänge 15/16 und es ist ein heilloses Gewusel. Mit Rahmengeschichte bleiben die Kinder ne knappe Stunde bei der Sache, ohne keine 40 Min.
    Dennoch funktionieren einige Geschichten besser als andere. Macht ihr auch solche Erfahrungen und habt Lust, die besten Trainings zu tauschen?


    Mein Shaun das Schaf-Training funktioniert jedenfalls super.

    Zitat

    ich hab keine ahnung wie man die spieler betreuen soll, gleichzeitig den eingang kontrolliert und die abstände im auge hat.

    Delegation heißt das Stichwort. Bei uns gibt's in dieser Saison konsequent zwei Ordner samt Leibchen beim Spieltag und 1-2 Elternteile, die den Eingang kontrollieren / protokollieren...

    Ganz anders hier: Der Kreis wollte Bambinispielfeste mit 4 Teams durchführen lassen. Erst als die Vereine massiv auf die Barrikaden gegangen sind, hat der Kreisjugendausschuss eingelenkt. Dass die Durchführung nach unserer Coronaschutzverordnung so schlicht nicht zulässig war, hat man geflissentlich ignoriert.

    Reicht da nicht ein Blick in die Statistik?

    Mädchen haben ihre Wachstumsschübe mit 12, Jungs mit 14. Während ein 15 Jähriges Mädchen nahezu ausgewachsen ist, legen die Jungs da erst tüchtig zu.


    Ich kenne bisher nur ein fußballspielendes Mädchen in der Pubertät persönlich und selbst sie entwickelt gerade ihre weibliche Seite...
    Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich dann in einem Umfeld von Testosteron-Anfängern nicht mehr wirklich wohl fühlt...

    Wir sind jedenfalls mächtig bedient und ich fürchte, dass sich diese Regelung auf die Motivation von vielen Spielern und auch Trainern auswirken wird - mit allen sozialen, psychologischen Folgen, die das mit sich bringen kann. Das wird m.E. von Politik viel zu wenig mitgedacht, welche positiven Effekte hier der Fußball hat.

    Ich verstehe deinen Frust, finde aber dennoch, dass die Fußballer insgesamt noch sehr gut da stehen.

    • Hallensportarten sind deutlich mehr gekniffen.
    • Chöre zum Beispiel sind noch im totalen Lockdown.
    • Schule mit Masken ohne gescheites Konzept und keine Verbesserung in Sicht! (und kommt mir nicht mit Freiwilligkeit, der Druck auf die Schüler ist immens)
    • Kulturschaffende, Schausteller oder ähnliche Gruppen stehen gar vor dem finanziellen Ruin.
    • Vom Tourismus möchte ich derzeit auch lieber nicht abhängig sein.

    Wenn man gedanklich schon das große Rad dreht, dann sollte man auch übern Tellerrand gucken. Und da steht für mich Fußball definitiv auf der Sonnenseite in diesen Zeiten.


    Sorry wenn ich mal pathetisch werde aber diese Pandemie ist für uns hier zur Zeit bestenfalls lästig. Aber frag mal die mit Langzeitschäden... Und es geht rund um den Globus noch mächtig zur Sache.

    Mich macht das eher demütig, dass wir hier weiter in Saus und Braus leben dürfen. Ich hasse die Maske aber das ist für mich persönlich zur Zeit die einzige Einschränkung. Damit kommen wir noch ziemlich gut weg, oder?

    In der F , zumal im Jungjahrgang, kommt es ja noch häufig zu Knubbelfußball. Ich habe mal ein Team gesehen, das hatte klar die Anweisung, den Ball diagonal nach vorne auf die andere Feldhälfte zu dreschen, sobald sie ihn aus dem Knubbel heraus hatten.
    Unterm Strich nicht die schlechteste Anweisung. So haben die Kinder den Knubbel zumindest temporär aufgelöst und so vielleicht gelernt, dass das Feld doch ziemlich breit ist. Zumal sich das Team damit zahlreiche Großchancen erarbeitet hat.


    Ich selber beschränke mich in der F, die Positionen wie Stürmer und Abwehrspieler vorzugeben, vorallem weil die Kinder das einfordern. Allerdings rotiere ich in der F auch noch sehr wild. Niemand ist da Stürmer oder TW. Alle sind alles. Basta. Sprüche wie "der Papa sieht mich aber lieber im Sturm" prallen gekonnt an mir ab. Mir ist auch wurscht, ob die Spieler dann im Spiel ihre Positionen im Eifer des Gefechtes verlassen. Nur beim Einwurf oder sonstigen Unterbrechungen sollen alle wieder auf ihre Position.

    Wenn ein Ergebnis zu eindeutig war, habe ich die F-linge immer eingebremst, indem ich den nächsten Torschützen vorgegeben habe. Spätestens wenn der Dicke Paule dran war, hats gedauert. Witzigerweise haben die Kinder diese Aufgabe zumeist sehr engagiert angenommen. Positionen wurden im Spiel eigenständig getauscht, damit der vorgesehene Torschütze auch in Position kam.


    Aktuell ist unser Problem: Wir schaffen es, den Ball zu erobern und vielleicht sogar den ersten Pass zu spielen oder den ersten Gegenspieler auszudribbeln. Dann laufen wir aber auf 2 Verteidiger zu, die 5 Meter vor dem Tor stehen und am besten doppelt so groß und doppelt so schwer sind wie unsere Jungs.

    Wenn die da festgewurzelt stehen, kann man diese normalerweise mit Tempo gut umdribbeln. Eine meiner Einspielübungen vor dem Spiel ist: A passt von neben dem Tor zu B an der Mittellinie, B dribbelt los und A läuft ins Feld und wird zum Abwehrspieler.

    Keine Sorge, je erfahrener deine Kinder werden, um so weniger Mühe werden sie mit diesen statischen Abwehrspielern haben.

    Ich sehe MK auch durchaus kritisch. So manche Kasse ist prall gefüllt und dennoch wird man regelmäßig um die fälligen Beträge "gebeten". Rechenschaft gibt auch niemand ab und so verdoppelt sich so mancher Vereinsbeitrag. Dazu dann noch Eigenanteil für Trikots etc... wehe dem, dem diese Beträge weh tun.


    Dennoch gilt auch für mich: ich mache den Engagierten nicht das Leben schwer!


    Ich führe in meinen Teams keine MK und erbitte die Kostenübernahme, wenn die Kosten angefallen sind. So hat jedes Kind letztes Jahr einen Hoodie erhalten, den die Eltern a) abgesegnet und b) bezahlt haben.

    Mannschaftskasse in die Hand der Eltern legen und fertig.


    Die fairste Methode ist übrigens in meinen AUgen, am Ende der Saison alles auszubezahlen und zur neuen Saison frisch zu starten. Da man sich gewöhnlich auch für eine Saison verpflichtet, kann man das so auch verargumentieren.

    Ansonsten kann man mit den Kindern/Eltern durchaus auch mal sprechen, ob Fußball wirklich der richtige Sport ist. Manche brauchen nur einen kleinen Schubs, um sich etwas geeigneterem zuzuwenden. So hab ich mal mit einem Untalent gesprochen, der eigentlich lieber segeln wollte. Ein anderer tanzt inzwischen.


    Viele fangen in jungen Jahren an weil es alle machen oder weil der Papa auch... In der D wissen die meisten ihre Leistung einzuschätzen, dennoch finden sie manchmal keinen Absprung.

    Der Ball ist einfach nicht jedem gegeben und oft gibt es sinnvolle Alternativen.

    Ich bin da bei Sir Alex, dass es einfach eine Vielzahl von Geschichten / Familien / Gründe gibt und dass es DEN Standardfall gar nicht gibt.
    Beisteuern kann ich bei der Aufzählung nur noch die Eltern, die als Sprecher ihrer Kinder auftreten. Wo die Kinder zwar abends gefrustet daheim hocken, aber im Training nie den Mund aufmachen würden.


    Ich kenne genug Kinder denen man mit einer "Führungsrolle" keinen Gefallen tut, andere hingegen sind eher die Rampensau und sonnen sich im Mittelpunkt. Den richtigen Weg gibts wohl nicht aber das Feld der Möglichkeiten ist doch gerade beim Fußball ausreichend groß, so dass jeder sein Plätzchen finden kann. Auch wenn es vielleicht ab und an mal dauert.

    das mit dem Turnier ging mir auch durch den Kopf.

    Ich würde zur Zeit kein Turnier spielen lassen.

    Auch wenn ich draußen eher entspannt bin, möchte ich es dennoch nicht heraufbeschwören...

    Wie glaubst du fühlen sich die Spieler , wenn sie gegen 2 Jahre ältere Spieler antreten müssen ?

    na nix, weil der ältere vielleicht kleinwüchsig ist und ausschaut wie der Rest. Oder weil die älteren Spielerl spielerisch immer noch im unteren Drittel zu finden sind.


    Wenn sich Trainer "bereichern", dann kann das übel sein. Gelingt es aber, damit verantwortlich umzugehen, kann das schon funktionieren.

    tja, das ist wohl ne Typfrage ob man die Chancen sieht oder die Risiken scheut.

    Ich befürworte so ein System. Schon öfter habe ich Kinder gesehen, welches beim Jahrgang drunter wohl gut mitgekommen wären, im eigenen aber völlig überfordert sind.