Beiträge von Goodie

    Richtig ist auch, dass die breite Masse keine Topspiele aus Bundesliga und Championsleage mehr sieht, was dem Fußball als "Volkssport" auf Dauer sicher sehr schadet.

    Hochklassig sieht man statt dessen eine Nationalmannschaft die keinen Spaß macht!

    Die Rahmenbedinungen sind top. Was der Fußball dann daraus macht und wie er das mit Inhalt füllt, hat er doch selber in der Hand!

    Mannschaftsschwund dürfte sicher auch ein Gesellschaftsproblem sein, keine Frage. Ich glaube halt nur, dass die Fußballer auf derart hohem Niveau jammern, dass es nicht mehr feierlich ist.

    Ich beobachte die Volleyballszene schon sehr lange und es gibt immer mehr SGs. A-Jugendliche sind da nicht so relevant weil diese zumeist schon in die Seniorenteams integriert werden. Aber wenn ich überlege, dass wir als ich anfing noch

    • Kreisklasse
    • Kreisliga
    • Bezirksklasse
    • Bezirksliga
    • Landesliga ...

    hatten und die unterste Herrenspielklasse inzwischen die Landesliga ist... Jeder bessere Turnverein hatte Anfang der 90er min. ein Volleyballteam. Im Jugendbereich kann man selten alle Jugenden überhaupt besetzen. Bei den Volleyballern sind viele in die Hobbyszene gegangen. In einer Stadt wie Düsseldorf gibts zur Zeit ne Handvoll Ligateams aber 4 Staffeln Hobby (Waren vor 10 Jahren übrigens noch 6 Staffeln) Waren es anfangs eher ältere Spieler, so trifft man jetzt immer öfter auf junge Wilde.

    Unsere Handballabteilung ist seit Jahr und Tag eine SG über drei Vereine und bekommt mit ach und krach jede eine Jugend über die beiden Jahrgänge besetzt. Hockey? Basketball? Wasserball? Da macht sich keiner Gedanken über ne D3 oder ne B2


    Fußball hat ganz sicher von der WM 2006 profitiert. Auch die EM 24 dürfte ähnliche Effekte haben. Diese Möglichkeiten haben andere Sportarten nie, egal wie häufig man Großveranstaltungen ins Land holt, es findet kaum mediales Interesse... Handball hatte mit dem Wintermärchen mal einen leichten medialen Aufschwung. Doch auch der hielt nicht lange (also in der TV Präsenz). RTL wollte mal Beachvolleyball ähnlich pushen wie seinerzeit das Skispringen... wurde fix wieder abgesetzt.

    In Deutschland konnten ja Boris Becker und Steffi Graf mal nachhaltig Tennis in den Medien halten. Auch das ist inzwischen wieder eine Randerscheinung.

    Viele sportaffine Menschen sagen ja auch: bei den Olmpischen Spielen guck ich mir auch mal andere Sportarten an. Aber das reicht dann auch alle vier Jahre. Ich persönlich würde das ganze Jahr gerne was über andere Sportarten erfahren.

    Aber es ist halt doch Fußball, der die Massen begeistert und bewegt.

    Ich würde mir wünschen, dass die Sportsendungen im öffentlich-rechtlichen breit über viele Sportarten berichten, stattdessen kommt da inzwischen 3. Liga. *soifz* Von Freitag bis Montag kann ich mich fast ununterbrochen über Sport1 (von den Pay-TV-Sendern ganz zu schweigen) vom Fußball berieseln lassen... Also mehr Schützenhilfe kann eine Sportart wohl nicht bekommen!


    2008 als Maßstab zu setzen, ist aber dennoch in meinen Augen der falsche Blickwinkel.



    Wieviele Kinder gibts eigentlich? Eine gute Frage und heutzutage ja schnell herauszufinden. Quelle https://www-genesis.destatis.de



    1990 waren es 906.000

    2000 waren es 770.000

    2010 waren es 678.000


    Da wundert es wenig, dass es 2008 einen Haufen A-Jugendliche gab, die wir 10 Jahre später nicht mehr haben, wenn allein die Anzahl der Kinder um 15% zurückgegangen ist. Zur Zeit liegen die Geburtszahlen etwa wieder bei rund 770.000.

    Laut DFB Statistik nimmt die Zahl aller Mannschaften exakt seit 2008 kontinuierlich ab, und zwar sowohl bei den Herren, als auch bei den A/B Jugenden als auch bei den C-F Jugenden. Ein verzögerter Effekt bei den Herren aufgrund von weniger Teams im Kinderbereich in den Vorjahren ist nicht festzustellen.

    Das war dann aber sicher der Peak als Nachwehe der WM2006. Ist das nicht ggf. ein ganz normaler Prozess?

    Ich persönlich finde das auch nicht sooo schlimm, wenn irgendwo ne E4 abgemeldet werden muss. Anderen Sportarten, die immer mit zu wenigen Kindern arbeiten müssen, wirds freuen wenn sie wieder ein paar mehr Kinder abbekommen. Dass man aufm Dorf irgendwann nicht mehr klar kommt und sich der Aufwand in Spielgemeinschaften erhöht, ist eine fiese Begleiterscheinung. Damit kämpfen aber alle anderen Mannschafstsportarten ebenfalls. Oder es gibt überhaupt keine entsprechenden Angebote außer Fußball und Turnen im Umkreis von 30 km...

    Perspektivwechsel? Wo denn? Weil du jetzt nach einer Pause Mädchen trainierst?


    Fußball ist überhaupt nicht wichtig! Aber die Kinder sind es. Ich bin dankbar, dass mich ein Trainer viele Jahre jede Woche im alpinen Skisport trainiert hat und ich denke gerne an meine Volleyballtrainer zurück. Ich habe es gehasst, dass meine Eltern sich nie die Zeit genommen haben, mich bei meinen Hobbys zu begleiten. Daher auch meine Motivation, mich zu engagieren. Vorab schon als VB-Trainerin und inzwischen mit und rund um meine Kinder. So wurde ich Leiterin einer Krabbelgruppe, Handballmini-Co-Trainer, Hilfsschwimmlehrerin, Fußballtrainerin... Das sportliche Umfeld liegt mir, es macht mir ganz persönlich Spaß! Aber ich hasse zum Beispiel die Theken- und Basteldienste in Kindergarten und Schule...


    in den letzten Wochen dachte ich, oh bei Andre hat sich was verändert. Er klingt entspannter.

    Na ja, jetzt ists wieder wie immer. Also werde ich tun, was ich seit zwei Jahren mache: ich werde deine Beiträge bestenfalls querlesen und dich wieder weitgehendst ignorieren. Was du zu sagen hast mag interessant sein. Wie du es sagst geht mir aufrichtig auf den Keks. Es ist nun mal so... man hört nicht jedem gleich gerne zu. Das ist im echten Leben so und hier auch. Ob ich dann was wesentliche verpasse? Sicher denn ich bekomme 99,9999999% aller weltweit geführten Gespräche nicht mit. Gott sei Dank!!!


    Auf Grund eines Nicks diagnostizierst du Sir Alex eine Persönlichkeitsstörung und wehrst gleichzeitig den Kritikpunkt, arrogant zu sein ab. Respekt. Das muss man erstmal hinbekommen.

    Ich habe ja nochmal ganz andere, persönliche Erfahrungen gemacht:


    Team A (Bambinis): 80% fußballverrückt, die hätten nie verstanden, warum der Beste draußen bleiben muss, nur weil er mal nicht zum Training gekommen ist. Die Kinder wollten gewinnen - durften sie auch denn es waren auch immer 1-2 der schwächeren aufm Platz. Und sie waren mit einer guten Quote beim Training und hatten Spaß. Als wir aufgehört hatten, gabs Tränen auf allen Seiten.


    Team B (F-linge): 20 % fußballverrückt, hier sind die Kinder mal gekommen, mal nicht. Man konnte froh sein, dass die Kinder überhaupt zu den Spieltagen erschienen. Sie fanden z.B. Rundläufe viel zu anstrengend, schließlich waren sie ein "Anstelltraining" vom Vorgänger gewohnt. :pinch: Das war kein Fußballteam sondern ein Betreuungskonzept.
    Ich selber habe mein Training an diese Kinder angepasst. Alles viel langsamer, Trainingsinhalte der Bambinis wieder vorgekramt, längere Pausen, größere Gruppen bei Staffelläufen etc.


    Anfangs hat mein Trainerherz echt geblutet... Ich habe ja bis dahin immer die These vertreten: jeder Trainer bekommt idealerweise das Team das zu ihm passt. Hier war es anders herum.

    Ich wollte zusammen mit den Kindern Gas geben aber die standen vor mir und guckten irritiert.

    Aber ich habe gelernt: Es gehts auch anders. Vereinbaren wir halt keine Freundschaftsspiele, machen wir halt keine Turniere. Regelmäßig Training mit niedriger Beteiligung, ab und zu ein Spielfest, fertig. Ganz entspannt. Das war als ich mich dementsprechend umgestellt hatte, eigentlich ne entspannte Zeit - schließlich lassen sich 8 Kinder anders trainieren als 16.

    Ich habe mich also ans Team angepasst und dann konsequenterweise nach der Saison aufgehört. Das ist echt nicht meine Welt!


    FAZIT: es gibt überhaupt nicht DEN Weg. Was für das eine Team genau richtig ist, ist fürs nächste zu viel oder zu wenig.

    Für mich sind das die alten Fehler!!!

    E Jugend.... wieso instruiert hier... bezogen auf das Eingangsstatement... ein Trainer dieser Altersgruppe, dass sich sein Team hinten reinstellt?

    E-Jugend? Da haben wahrscheinlich 90 % der Spieler ein Smartphone und ziemlich wahrscheinlich auch fussball.de drauf. Also kennen die Kinder die Tabellensituation und reagieren schon von alleine. Da muss gar kein Trainer im Spiel sein...

    Daa würde ich eher Kreppband für nehmen. Nicht das man wegen Schmierereien Ärger bekommt.

    Klar, wenn der Untergrund so ist, dass es sich nicht wegwischen lässt! Hier geht das aber gut. Einfach mit nem Lappen oder Ärmel wegwischen...

    Eine andere Alternative wäre, dem Gegner mal bewusst Luft zum Atmen zu lassen. TW hat den Ball? Alle Mann zurück in die eigene Hälfte und den Gegner kommen lassen. Dann den Ball erst in der eigenen Hälfte erobern und ab die Post.


    Dass Ballbesitzfußball stinklangweilig langweilig ist, hat uns ja die WM vortrefflich bewiesen. ;)

    nach dem Motto: training ist unwichtig, spielen ja eh alle gleich!

    Bei allen eigenmotivierten Kinder läuft dieses Argument ja vortrefflich ins Leere.

    Die Frage ist wohl immer, wie man mit den 2-3 Spielern umgeht, die das eher locker sehen. Nach meiner Beobachtung läuft das meist schön nach Nasenfaktor. Ist das Kind gut, wird großzügig darüber hinweggesehen. Im anderen Fall heißt es schnell: der ist eh aufm Absprung.

    Meist ist es auch so aber ob das nachlassende Interesse der Trainer daran mitverantwortlich sind oder nicht, lässt sich ja nicht belegen.


    Ich denke, in einem kleinen Team ist die Motivation sich über das Training zu empfehlen eher niedrig ausgeprägt. Denn dann spielt man ja wirklich immer, egal ob man beim Training war oder nicht.


    Ich habe für dieses Phänomen auch keine Lösung. Ich habe es als Spielerin immer gehasst. Wenn man wirklich mal freitags nicht konnte, hatte man gleich nen Platz auf der Bank gewonnen. Ob die andere dienstags gefehlt hatte, war schon wieder vergessen. Später, im Hobbybereich, galt: alle die sich die Zeit nehmen, zum Spieltag zu kommen sind motiviert! Also spielen sie auch. Da wurde der Spieltag in der Denke wichtiger genommen als das Training. (ok, wir waren alles erwachsene, erfahrene Spieler)



    Ich fände es eine Frechheit, wenn der Trainer fordern würde, dass die Kinder (und damit ja auch die Eltern) zum Spieltag erscheinen müssten. Würde ich auch niemals fordern. Der Trainer kann sich ja mal überlegen, wie er das Team so zusammenschweißt, dass die Kinder ihren Eltern die Hölle heiß machen würden, damit sie wenigstens zugucken dürfen.


    Im Team meines Großen ist das nämlich durchaus gelungen. Dort kommen einige Spieler, wenn sie aussetzen müssen. Nicht alle. Das hat auch damit zu tun, dass sich die Eltern gut verstehen... Meiner sollte vor zwei Wochen aussetzen, da wollte er dann auch zum Spiel und ob ich ihn fahren würde. Er "musste" dann doch spielen, weil es einige Absagen gab.

    Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass der Beitrag schon seit über zwei Jahren lebt... Ist das schlimm? Ich denke nicht.

    Aber wir können ja einen frischen aufmachen und diesen hier ins Archiv laufen lassen

    Ich glaube, das Thema Jungs/Mädchen ist ja in allen Sportarten ähnlich gelagert. Allerdings ersparen sich die anderen Sportarten den direkten Vergleich m/w. Wie du ja selber geschrieben hast, ist das auch eher dumm...


    Meine Zeit als Damenspielerin (Volleyball) war in jungen Jahren davon geprägt, dass man dem Trainer gefallen wollte. Man wollte aufsteigen in Damen 3, Damen 2, Damen 1... (Beim Damenvolleyball zieht man zumeist B-Spieler schon hoch, dann ist das Netz auf Damenhöhe). Jugend war dann eher ne Art lustiger Ausgleich.
    Wenn der Trainer attraktiv war, dann hat man ihn sowieso angehimmelt und wollte ihm ganz besonders gefallen.


    Wobei mir ein Trainer mal gesagt hat, dass ihn bei den Damen stört, dass er die Kabinengespräche nicht mitbekommt. Hier lag er aber komplett daneben denn in der Kabine gab es ganz andere Gespräche. Wer jetzt mit wem..., ob man die paralell trainierenden Basketballer mal einlädt... freitags wurde sich für die Disko gestylt.

    Mir persönlich sind schlechte Spiele durchaus länger nachgelaufen aber da war ich eher allein. Viele andere haben mit dem Duschen in der Tat alles abgehakt.


    Ob man viel auf dem Feld quatscht, ist typabhängig. Hier konnte ich in 15 Jahren Mixedvolleyball keine Regelmäßigkeiten ableiten. Es gab stille Männer und stille Frauen.

    10/11 Jahre, die vorpubertäre Zeit, ist eine tolle Zeit. Noch haben die Kinder vollstes Vertrauen in die Eltern, lassen sich verhältnismäßig gut führen und leiten.

    Aber ich bin fest überzeugt, dass das alles Geplänkel ist.

    Nicht so große Entscheidungen wie ein Internat. Diese Entscheidung ist so groß, dass sie in meinen Augen unbedingt in die Hand der Eltern gehört. Aber ob ein Kind nun 4 oder 5 mal die Woche zum Fußballplatz rennt, spielt überhaupt keine Rolle. Bald kommt die Pubertät und die Welt gerät aus den bekannten Fugen. Dann wirds wohl erst spannend. Kommt dann die Welt der Schminke, den Jungs hinterherkichern und dem Herzchenmalen weil der Nils soooo niedlich ist? Wenn ja, ist ein Fußball ggf. schnell vergessen oder sie schraubt das ganze auf ein üblicheres Maß runter. Oder der Nils spielt in ihrem Team =)


    ich portiere Fragestellungen gerne mal in einen anderen Kontext: würde ich intervenieren, wenn mein Kind jeden Tag 2 h Geige üben würde? Würde ich die Stirn runzeln, wenn das Kind jeden Tag Sport treibt aber sich mit 4 Sportarten die Zeit vertreibt und am 5. Tag Eislaufen ginge?


    Die alte Trennung "ich bestimme das was, die Kinder das wie" (Beispiel: ich bestimme dass eine Jacke angezogen wird aber die Kinder suchen aus, welche. Oder ich gebe die Schulform vor aber die Kinder können zwischen zwei Schulen wählen) funkioniert bald nicht mehr. Ihren Job werden sich die Kinder ja sinnvollerweise komplett selber aussuchen ;)... Schon die zweite Fremdsprache dürfte in der Hand der Kinder liegen. Das ist wohl der Loslösungsprozess, denn Pubertät fordert ja nicht nur die Kinder sondern auch die Eltern.


    Ich finde es schön, wenn die Kinder während der Pubertät was haben, was ihnen Halt gibt. Fußball, Geige, Jugendfeuerwehr... mir wäre alles recht solange es nicht die anderen komischen Sachen werden wie Alkohol, Schuleschwänzen, so was. Ich glaube, hier legt man mit einem sportlichen Umfeld sehr gute Grundlagen.

    Anders herum! Wenn einem das Paretoprinzip erst mal bewusst ist, lassen einen Anfeindungen eher kalt als ohne dieses Wissen. Man muss sich nur immer wieder bewusst machen, dass es mit vielen, vielen richtig gut läuft.

    Der Minimessi mit seinem Managerpapa zieht eh bald weiter... Also braucht man hier gar keine zusätzliche Power reinstecken.

    Mir geht aber diese Elternschelte auch auf den Keks. Denn wenn man darüber nachdenkt, dann funktioniert die Zusammenarbeit mit rund 80% gut. 10% sind vielleicht unterschwellig nicht einverstanden und nur 10% gehen einem ernsthaft auf den Sack!


    Das einen diese 10% über die Maßen nerven, ist klar. Aber deshalb über alle anderen ein Ei zu kloppen wird denen auch nicht gerecht.

    Von Eltern fordern wir nämlich auch recht viel ein. Fahrdienste, Trikotwäsche, nicht selten noch Unterstützung bei Turnieren, Kuchen backen... von den finanziellen Verpflichtungen in ärmeren Vereinen ganz zu schweigen. Da werden dann gerne mal 100€ fällig für Trikot, Trainingsanzug und Mannschaftskasse weil alles die Eltern tragen müssen.


    Ich hatte Eltern, die habe ich nie gesehen. Das Kind wurde von anderen mitgebracht und abgeholt... auch nicht angenehm.


    Hier gilt wohl wie so häufig ein gesundes Mittelmaß beim Miteinander. Und allzuhäufig haben Eltern auch was sinnvolles zu sagen. Vor kurzem hat hier eine Elternschar offen gegen einen vollkommen unfähigen Trainer rebelliert. Wurde echt Zeit, wenn schon der Vorstand diesem Spuk keinen Einhalt gebietet. Hier war ich nur Zuschauer... GsD!


    Ich hatte seinerzeit auch als Mutter versucht, der unguten Entwicklung in der F-Jugend meines Großen was entgegenzusetzen und habe das offene Gespräch gesucht. Habe in einer Mannschaftssitzung versucht, zu erläutern was nicht gut läuft. (Stichworte waren seinerzeit Strafrunden, Art der Ansprache "was machst du da!!?!!", Druck "die müsst ihr weghauen, die können nix" und Rotation "warum müssen die Guten eigentlich nie aussetzen") Ich war nicht alleine aber offensichtlich auch nicht in der Mehrzahl. Geholfen hat es nichts. Mein Großer hat ein halbes Jahr später (zu der Zeit habe ich mich längst zurückgezogen und das geschehen nicht mehr kommentiert) die Brocken hingeworfen. "ich will nicht mehr angemeckert werden und ich will auch kein Strafrunden mehr laufen"


    Zum Thema Spieltagsnominierung machen sich übrigens die Trainer nen schlanken Fuß. Das kommt nämlich auch nur noch per Whatsapp in die Elterngruppe... "es spielen x, y, z..." Dann können ja die Eltern den enttäuschten Kindern erklären, warum sie schon wieder nicht dabei sind. Sehr praktisch.


    Klingt das jetzt gefrustet? Wenn ja, gehts mir wie Steini. Ist nicht so. Hier läuft es gerade so vor sich hin... alles gut.

    Um Herauszufinden, wie die Kinder gestrickt sind, helfen neue koordinative Übungen, bei denen man super ablesen kann, bei wem die Lernkurve steil nach oben geht und bei wem sie eher lange dauert.


    etwa eine kompliziertere Abfolge in einer Leiter...

    oder ne "Schuhplattlerübungen" wie hebe das rechnte Knie und berühre mit der rechten Hand den rechten Fuß außen, dann hüpfe auf den anderen Fuß und wiederhole das mit links, dann wieder zurückhüpfen und zwischen den Beinen mit der rechten Hand den rechten Innenschuh, dann links. Das ganze dann sofort wiederholen. Langsam vormachen und dann das Tempo erhöhen. Ist nicht schwierig wenn man es raus hat =) 


    Wenn deine Strategen hier eine sehr schnelle Umsetzung haben, dürfte das deine These der Faulheit stärken.

    Ich habe kürzlich einen Bericht über -Rasenmäher Eltern- gelesen. Also die jedes Problem für den Nachwuchs weg-mähen-. Folge ist eben eine Mentalität die bei auftretenden Problemen oder besser -Herausforderungen-, die -selbst- bewältigt müssen, oft kapituliert wird.

    uiuiui, ich hab mal gegoogelt. Das ist ja die Steigerung zu den Helikoptereltern...

    Mir obliegt ja immer die jährliche Klassenpflegschaftssitzung der Schulen. Ein Schaulaufen von "engagierten Eltern":

    "Müssen die Kinder (3. Klasse) wirklich in ganzen Sätzen antworten?"

    "wie sollen die Kinder denn 65-29 rechnen wenn sie das nicht schriftlich machen dürfen?"


    Bennoah ist es nicht so, dass wir zur Zeit die Mitte insgesamt verlieren? Politisch und gesellschaftlich...

    Die G8 Generation hats aus der Schule gespült und die jungen Menschen, die ich persönlich kenne sind völlig fertig! Sabbatjahr/Auszeiten sind die Stichworte. Nach einem Jahr rätseln sie dann immer noch was sie eigentlich werden wollen. Realschulen gibts hier flächendeckend nicht mehr und Gesamtschulen sind Ganztagsschulen.
    Zeit, gute Hobbys zu kultivieren, die Halt und Identität stiften, war häufig nicht übrig, so dass man darauf verzichtete. Und nun?