Beiträge von Goodie

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    Deshalb sollte man die Eltern der jüngeren Jugendmannschaften von Anfang an auf eine Art und Weise einbinden, die eine Bindung zu den Mannschaften und indirekt auch eine Bindung an den Verein erzeugt. Anders ausgedrückt, die ersten Kontakte sollten anders ablaufen, als beispielsweise gleich einen Standdienst oder eine Kuchenspende einzufordern.

    Warum nicht? Eltern von Kindergarten- und Grundschulkinder sind doch Kummer gewohnt. Kuchenspenden und Standdienste sind vertrautes Terrain und gar kein schlechter Einstieg in Mitarbeit.
    Ich sage immer zu "meinen" Eltern: "wenn ihr euch für Fußball entscheidet, entscheidet ihr euch für viele Stunden am Platz. Ohne eure aktive Mitarbeit geht es nicht". Das hat zumeist gut funktioniert.

    Nur, dannach geht kaum einer den nächsten Schritt. Ich glaube, viele würden sich ein kleines Stückchen einbringen, wollen aber nicht vereinnahmt werden. So kann man immer die Trikotwäsche an Eltern delegieren. Wäre es nicht denkbar, die Vereinsarbeit - die ja recht umfangreich ist - in kleine Häppchen aufzuteilen und entsprechend viele zu finden, die ein bißchen machen?

    Hat eigentlich hier jemand Erfahrungen mit Arbeitsstunden und kann berichten?

    Vereinsfeste, Turniere, Jugendfahrten oder Zelten am Platz... ich finde es schon fast fahrlässig, wenn man das nicht macht. (schwierig, Corona, ich weiß). Was ich noch gut finde, ist das Thema Vereinskleidung wobei sich hier natürlich die Finanzierungsfrage stellt. Wobei, ein Verein im Stadtteil hat in einem Jahr Mützen in Vereinsfarben und mit Logo rausgebracht. Man sah sie ständig und überall. Die Jugendteams haben die Mützen zu Weihnachten ausgegeben. Ich glaube, 80% der Mitglieder hat diese Dinger getragen. Sah schon cool aus.

    Ein zweiter wichtiger Punkt ist für mich der "Verein im Verein". Ich beobachte oft, dass Mannschaften (inkl. Elternschaften) ein Eigenleben führen und vom Verein quasi abgekoppelt sind.

    Das ist wohl wahr. Hättest du denn ne Idee, wie man dem entgegen wirken kann, wenn diese Strukturen leider etabliert sind?

    Aus einem anderen Beitrag kristallisiert sich die Frage, was einen Verein attraktiv macht.


    Idealerweise liegen die Aufgaben auf vielen Schultern verteilt und alle können sich gut leiden. Aber häufig ist das auch anders.


    Was hilft, was hemmt?

    Im Erwachsensegment kann ich dem ja noch was abgewinnen aber nur weil die Eltern einen Fünfjährigen mal im FC Dorfvereine angemeldet hat, hat doch ein Verein keinerlei "Rechte".

    Vereinstreue entsteht oder eben nicht, je nachdem wie es läuft.


    Ich plädiere immer dafür, dass man Verein nicht konsumiert sondern dass Verein immer "mitmachen" bedeutet und das lebe ich auch vor. Aber ob dass dann hier oder dort ist, ist mir ziemlich egal.

    Dann werfe ich mal bewusst einen provokanten Gedanken in den Ring: einige Vereine haben es nicht besser verdient und sind selber schuld.

    Ich glaube, wir alle kennen min. so einen Verein, wo man schon mit ungutem Gefühl hinfährt und Sorge hat, dass es mal wieder eskaliert.


    Aber es gibt auch die, wo es nach außen manierlich aussieht, intern aber Querelen herrschen, Spieler wild hin und her geschoben werden, versprechen nicht eingehalten werden, mieses Training abgehalten wird etc...


    So, und irgendwann sind die Spieler alt genug und stimmen mit den Füßen ab. Dann kann es eben sehr viel attraktiver sein, in der B3 zu spielen, als sich im alten Verein in der B1 weiter zu ärgern...


    Das Vereinssterben ist auch eine Marktbereinigung.

    Statt sich gegenseitig das Wasser abzugeben könnte man ja auch Chancen sehen. In anderen Sportarten sind Zusammenschlüsse zu festen Kooperationen schon lange fest etabliert. BG West spielt Basketball, die HSG bietet Handball usw. und dahinter verbergen sich je 3-4 Vereine, die fest(!) zusammen arbeiten.

    Muss es wirklich pro Stadtteil 4 Fußballvereine geben?

    Im Ruhrgebiet gibt es wie viele NLZ?

    Schalke 04, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln, Bayer Leverkusen, Fortuna Düsseldorf, MSV Duisburg, Arminia Bielefeld, VfL Bochum, SC Paderborn, RW Oberhausen, RW Essen....

    Muss ich da wirklich die Stützpunkte haben?

    Auf den ersten Blick natürlich richtig aber rechne mal die Anzahl der potentiellen Kandidaten dagegen. Bei 17 Mio Einwohnern haben wir nur ein NLZ im statistischem Mittel zu viel.

    Und dank des Verkehrschaoses hier zu den Stoßzeiten kann man auch nicht mal eben von Duisburg nach Essen oder von Wuppertal nach Düsseldorf, da bleibste nämlich schlicht und ergreifend im Stau stecken. Von den Rheinbrücken gar nicht erst zu sprechen.

    Aufm platten Land haste die Kilometer, im Ballungsgebiet den zeitlichen Aufwand. Beides Käse und ein enormer Aufwand. In sofern finde ich dezentrale Strukturen in allen Regionen sinnvoll.


    Was ich nach wie vor cool finde ist das Prinzip der DFB mobile. Wenn man das viel größer ausrollen würde, dass etwa in jedem Verein jährlich 2-3 Demotrainings (A/B, C/D, E/F) zu gewissen Themen angeboten würden, dann könnten hoffentlich gut geschulte Trainer die Spieler in Ruhe beobachten. Und die Vereinstrainer hätten permanente Fortbildungen.
    Auch Trainingscamps könnte man systematisch nutzen und ausbauen anstatt kommerziellen Anbietern dieses Feld zu überlassen.


    Denn kommerziell sind ja so ziemlich alle Bundesligisten mit ihren Fußballschulen mit Fördertrainings und Camps unterwegs und bitten die Eltern zur Kasse.

    Ich wäre dafür die Stützpunkte komplett abzuschaffen und das Fördertraining auf Vereinsebene zu Übertragen. NLZ die Spieler aufnehmen müssen dann die Jungs bis 16 in den NLZ verpflichten.


    Fördertraining auf Vereinsebene? Wo sollen denn die Trainer auf einmal her kommen? Das ist eher utopisch.

    Und wenn ein NLZ Spieler bis 16 nicht mehr austauschen dürfte, dann wäre auch die Türe für Spieler die sich mit 14/15 entwickelt haben, zu. So starre Systeme darf es in meinen Augen nicht geben.


    Dezentrale Förderprogramme finde ich nicht falsch. Aber die Sichtung müsste in meinen Augen anders laufen. Hier wurden Kinder aussortiert, weil sie mit dem Sichtungsgeschehen an sich überfordert waren und ihr Potential nicht auf den Platz bekommen haben. Andere Vereine schicken ihre Kinder gar nicht erst hin.

    Hier müssten die STP Trainer jede Woche ausschwärmen und die Spiele besuchen.

    STP, NLZs und Scouts müssten zusammen arbeiten. Aber hier, zumindest im Ruhrgebiet, wo an jedem Zaunpfahl ein NLZ steht, ist man wohl eher im Konkurrenzmodus.

    Und das ist das in meinen Augen perverseste: Schon die Kinder/Jugendlichen sind Teil des big Business.

    Fette Gehälter für A-Jugendliche, wo der Herr Papa nach 30 Jahren im Unternehmen die Hälfte verdient.

    Ausbildungsentschädigungen als Maßstab für Jugendarbeit (Stichwort wir verkaufen die Kinder in die NLZs).

    Eltern, die für die Kinder und im schlechtesten Fall für die ganze Familie auf das große Geld hoffen und ihre Kinder schon im Alter von 10 Jahren verheizen.


    Sorry, aber das hängt ALLES an der Kohle! Wäre in dem ganzen Konstrukt Fußball nicht so viel Geld drin, dann würde es auch anders laufen. Davon bin ich inzwischen fest überzeugt. Das korrumpiert die Menschen.


    Ich bin heilfroh, dass meine Jungs zwar ganz gut sind, es für die höchsten Weihen aber sicher nicht reicht. Ich glaube, da bleibt uns einiges erspart.


    Ich sage nur unsoziale Medien. Wie mit den jungen Spielern umgegangen wird, dass kann doch kein Elternteil seinem Kind wünschen. Soviel kann man gar nicht verdienen. Für mich ist der Beruf Fußballprofi definitiv kein Ziel, welches sonderlich attraktiv ist.

    Ja, sicher. Und alles was man bei den Minis, also sagen wir mal Jahrgang 2013 und jünger anstößt mag sich auch idealerweise in >10 Jahren auch positiv auswirken.


    Aber was ist mit den Jahrgängen dazwischen? Haben die nicht auch gute Konzepte verdient? Nur müsste man hier halt sehr fix eingreifen. Maßnahmen, die in 5 Jahren langsam greifen, helfen einem 16 jährigen wohl nicht mehr.

    Ich finde den Bogen etwas zu weit gespannt von einer Dorf-F bis zur nationalen Spitze...


    Talentförderung muss wie vieles andere auch permanent auf den Prüfstand.

    • Tut es den Talenten gut, schon im Alter von 9 Jahren in ein NLZ zu wechseln oder sollte man erst zur C-Jugend einsteigen?
    • Ist das System STP noch gut (genug)? Sind die Trainer qualifiziert, die Sichtungen gut und nachvollziehbar, die Ergebnisse ausreichend? Wie kann man das System verbessern?
    • Hat ein Talent aufm platten Land die gleichen Chancen, gefördert zu werden wie im Ballungsgebiet?
    • Ist der handelsübliche Trainer in der Lage, ein Talent zu bewerten und den Spieler gut zu beraten? Oder gar auszubilden?
    • ist der 8 jährige Minimessi überhaupt ein Talent? Und die Gretchenfrage: Was gehört zu einem Talent und wie erkennt man es zuverlässig?
    • Wie bekommen wir endlich den RAE in den Griff?

    Die sportmotorischen Tests der NLZ/STP Spieler ist ja ein Versuch, Leistungen zu vergleichen. Nicht messbar sind Leistungsbereitschaft, Kampfgeist, Mannschaftsdienlichkeit, Trainingsfleiß, Siegeswille...


    Ich fände es mal interessant zu erfahren, aus welchen Beweggründen so manche Karriere nicht ins Rollen gekommen ist. Also warum sind Spieler, die dem NLZ entwachsen, dann doch nicht im Profigeschäft angekommen?
    Familie/Freundin, klassischer Bildungsweg, Gesundheit, doch keine gute Idee im Rampenlicht zu stehen, others?

    Ich finde, man muss sich mal entscheiden was man eigentlich will.

    Im Bundesligaalltag jubeln wir den internationalen Stars zu und erfreuen uns an Harland, Lewandowski und wie sie alle heißen.

    Und pünktlich zur EM/WM ziehen wir uns dann das nationale Trikot an und wollen eine schlagkräftige Truppe Deutsche, die mindestens Turniersieger wird.


    Aber das Elend geht doch schon da los, wo Ausländer in die NLZs eingekauft werden und so die Ausbildungsplätze für Deutsche und hier lebende Migranten verknappt werden. Würde man darauf verzichten, wären wir vielleicht einen Schritt weiter.

    Oder wenn man die Ausländerquote etwa an der Bevölkerungsquote spiegeln würde. Im Fußball sind fast 50% der Spieler Ausländer, in der Gesellschaft aber nur 13%.


    Oder man erklärt das Modell "Nationalmannschaften" für beendet und stellt die Besten aus den Ligen zusammen. Best of Bundesliga gegen best of Premierleague und divisione wasweißich... :evil:

    Warum muss es diese Schere geben? Weil jeder der geilste und beste sein will und am höchsten spielen will. Dafür werden ständig Spieler hin- und hergeschoben und in diesem "Konzept" werden Spieler tatsächlich wie eine Ware behandelt. Ich habe genug Gespräche von Trainern (auch aus diesem Verein) gehört, nach denen ich mich gefragt habe, ob sie noch alle Tassen im Schrank haben.

    Aber auch diese Medaille hat zwei Seiten. Spieler der A-C Jugend sind keine Kinder mehr und wollen ggf. eben selber auch mehr. Es macht doch auch auf Dauer keinen Spaß, mit viel schlechteren Mitspielern zu spielen.

    Das geilste ist doch, mit gleich guten Mitspielern in der Liga zu zocken, die zu einem passt. (nicht zu hoch, nicht zu niedrig). Und dann muss es sich eben sortieren.


    Und wenn man eine gewisse Ligazugehörigkeit erreicht hat, dann lockt das auch Spieler anderer Vereine.


    Wenn man das verhindern will (durch welche Maßnahmen auch immer) damit die kleinen Vereine nicht ausbluten, muss man entweder die Ligen komplett abschaffen (oder auf zwei Ebenen begrenzen) oder man behindert die Spieler künstlich in ihrer Entwicklung.


    Ich finde es auch für ein Mannschaftsgefüge schlecht, wenn 1-2 Spieler über den Dingen schweben. Dann werden die meisten Ballkontakte bei diesen Spielern landen und der Rest rennt dumm neben her. Dann gewinnt der Verein vielleicht die Spiele aber die restlichen Spieler werden sich irgendwann fragen, warum sie dafür sonntags morgens aus dem Bett gekrochen sind. Und ja, Jugendliche ab 12 schneiden das sehr wohl mit. Ist da nicht die Gefahr eines Drop outs viel größer, als wenn man die 1-2 ziehen lässt?

    Nein, das verhindert gar nichts. Es sorgt nur dafür, dass kurzfristige Wechsel erschwert werden, zu Lasten von MInderjährigen übrigens. Die Wechselperiode endet am 30.6. Der TE hat davor gekündigt. In diesem Fall scheint mir das ausschließlich Nachtreten zu sein.


    Ich kenne es aus zig Jahren Mannschaftssport so, dass nach dem letzten Spieltag ein Treffen angesetzt wird und jeder Spieler seine Vorstellungen für die nächste Saison äußert. Da wusste man immer schon früh, wer weiter machen will und wer nicht oder wer auf der Kippe steht. Wer das nicht macht und sich dann wundert, ist selber schuld.


    Mir geht ja eher durch den Kopf, dass dieser Last-Minute-Wechsel schon komisch ist. Sind die ambitionierteren Vereine üblicherweise sehr viel früher im Kalenderjahr dran, ihren Kader zusammenzustellen?

    Ob das ein guter Wechsel für den Jungen ist, wird die Zukunft weisen. Wenns mies läuft, wollen sie nur noch den ein oder anderen Bankdrücker für schlechte Zeiten.

    Nur: bei dem Verhalten des abgebenden Vereins wird der Spieler wohl kaum zurückkehren, sollte sich der Wechsel als Fehler erweisen.

    Wenn sich ein finanziell stärkerer Verein an den umliegenden Vereinen einfach bedient, und diese haben anschließend ein Nachwuchsproblem, dann kann ich eine harte Linie durchaus verstehen

    Und das kann man durch Sperren vermeiden?

    Wohl kaum!


    Wenn ich mir die Welt malen könnte,

    joh, und dann gäbe es nur gute Vereine mit tollem Training an ausreichend viel Personal und alle Spieler wären in ihren Teams glücklich.


    Wenn man einen Leistungsgedanken mit div. Ligen im Jugendfußball gut heißt (und das machen ja die meisten) dann muss man auch mittragen, dass sich die besseren Spieler entsprechend orientieren.
    Ich würde es eher als Lob auffassen, wenn einer meiner Spieler den Sprung in einen leistungsorientierten Verein schafft. Denn aufhalten kann man das eh nicht.
    Ich würde mir nicht anmaßen und den meisten meiner Trainerkollegen die kenne zutrauen, ein echtes Talent ausbilden zu können, zumal im heterogenen Umfeld eines Dorfvereins.

    Nach einem einmaligen Probetraining zu der er sehr kurzfristig eine Chance hatte, hat er sich entschieden den Verein zu wechseln.

    Es wurde fristgerecht gekündigt

    Bist du nicht stutzig geworden, dass im neuen Verein niemand nach der Trainingserlaubnis gefragt hat? Das ist ziemlich unseriös.


    Ich ärgere mich auch seit Jahren über dieses Regeln, gerade im Jugendbereich weil das meinem Rechtsempfinden widerstrebt, aber schlussendlich hat man sie mit der Unterschrift auf dem Passantrag angenommen.

    Ein Lösungsansatz könnte sein, dass du deinen Sohn bittest, dich im Training mit dem Vornamen anzusprechen, so wie alle anderen Kinder es auch tun.

    Das nimmt ihm ein Stückchen die Sonderrolle...


    Achte darauf, dass du Training/Spiele nicht nach Hause verlagerst, also nicht auf der Rückfahrt oder beim Abendessen noch über diese Dinge philosophieren.

    Zitat
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    Und bis es soweit ist, lassen wir Frauen uns halt noch ein bißchen von den Ewiggestrigen beschimpfen, dass wir auf dem heiligen Rasen nix zu suchen hätten und besser Erbensuppe kochen gehen sollten! :)

    Wo ist das so? Nenn uns doch bitte mal konkrete Beispiele, bevor du so wahnsinnig freche Behauptungen aufstellst!!

    Mein letzter Post zu diesem Beitrag: ich sprach von den Ewiggestrigen. Ich gehe weiterhin davon aus, dass klar ist, wer oder was damit gemeint ist. Ich konkretisiere aber auch gerne, dass das nur einige von vielen sind.