Beiträge von Goodie

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    Die Diskussion hängt etwas, weil ihr zwei unterschiedliche Themen mischt


    Konzept in einem leistungsorientierten Verein vs überhaupt mal ein Konzept, passend zum Verein - wie auch immer dieser aussieht.


    Da der Thread lt. Titel auf einen Breitensportverein zielt sag ih mal so: in einem "reichen" Verein erwarte ich, dass meine Spieler vollumfänglich ausgestattet werden, also Trikotsätze, Leibchen etc. vorhanden sind, die Trainer entlohnt werden, alles an Material vorhanden ist und die Duschen nicht stinken.

    Wenn das alles bezahlt ist, dann darf von mir aus auch Geld von der Jugend in den Topf der Erwachsenen fließen.


    Ist man jedoch wie ich in einem arme-Leute-Verein wo man für ein Grillfest pro Saison arbeitet und die Trikotsätze von den Eltern (Sponsoren selber suchen) gestemmt werden müssen, dann wäre das für mich in Grund zum Austritt, wenn hier auch nur eine müde Mark zu den Erwachsenen gingen. (Das passiert hier aber auch nicht)


    Generell glaub ich, dass ein Konzept (ob das nun aufgeschrieben ist oder "nur" gelebte Realität) schon sinnvoll und wichtig ist. Wurschtelt jeder nur für sich, wird wirklich viel "Potential und Material" verschleudert.


    Als Beispiel sei hier der genannte Trikotsatz genannt, der von den Eltern finanziert wird. Weil das so ist verbleiben die Trikots bei den Spielern, ob sie nun rausgewachsen sind oder nicht. Gerne wird auch noch der Name drauf geflockt... :-(

    Würde man hier mal einen Cut machen, einen Sonderbeitrag Trikots über alle Mitglieder erheben und noch kaufen was fehlt, dann könnte man pro Jugend einen Trikotsatz haben und von Jahr zu Jahr weiterreichen. Das ist unterm Strich viel billiger!



    Zum Aufstellen eines Konzeptes kann man sich bei der Arbeitswelt bedienen und zum Beispiel den PDCA-Kreislauf hernehmen.

    Also

    • Plan - planen
    • Do - machen
    • Check - kontrollieren
    • Act - verbessern


    - Wer sind wir und was was wollen wir

    - welche Handlungsmöglichkeiten haben wir überhaupt und sind die Ziele ambitioniert aber auch realistisch

    - wer macht was (Verantwortlichkeiten auf viele Schultern verteilen)

    - wie sind die nächsten Schritte. (machen)

    - in regelmäßigen Besprechungen festhalten was gut und was nicht gut läuft

    - ggf. ändern, verbessern, verwerfen und die entsprechende Umsetzung planen



    Woran fehlt es (in meinen Augen)? An Leuten, die solche Entscheidungen treffen (wollen)

    Angenommen: 200 Kids x 200 EUR Beitrag sind knapp 40.000 EUR , Hauptsponsor 5.000 EUR und kleinere Sponsoeren nochmal 5000 EUR. Vereinsheim: 10.000 Pacht. Wir wären bei 60.000 EUR.
    Sagen wir 50% geht für die Bewirtschaftung des Vereins darauf.
    30.000 EUR übrig. 10 Jugendteams . Minimalverdienst für die Trainer 100 EUR/mtl - sind auch schon 10.000 EUR weg.
    1. Herren die etwas höherklassig kickt. 20.000 EUR pro Saison kaum vorstellbar aber nehmen wir es mal an. Das Geld ist weg.

    Joh, wenn man so rechnet, kann das nicht klappen. 200 Kids finanzieren die erste Herren? Ich hoffe du hast da nur einen Denkfehler.

    Wenn ich dieses "Emotionen" schon höre, hab ich im Reallife schon genug. Damit wird wirklich jegliche Unverschämtheit entschuldigt. Zuschauer, Spieler, Trainer, SR... munter jeder gegen jeden. <X Als ob es in anderen Sportarten seelenlos zuginge.


    Aber ist das nicht auch gewollt?

    Man hat über die Jahre den vierten SR etabliert um auf die Trainer aufzupassen und einen riesigen technischen Aufriss etabliert um dem SR ein Fehlverhalten nachzuweisen. (Kellerbande)

    Hätte man stattdessen einen zweiten gleichberechtigten SR aufm Platz und würde man weiter mit "Tatsachenentscheidung" arbeiten, könnte man den Spuk schnell beenden.
    Konsequent jedes Abwinken etc. ahnden... das wäre schon ein Anfang.

    Für mich gilt Safety first. Wenn also die Gefahr besteht, dass sich ein Kind verletzt hat, muss das Spiel unterbrochen werden.

    In der C-Jugend wird das Spiel schneller, das Feld ist groß und die auf einander prallenden Körper werden auch immer schwerer. Und der SR ist meist auch Laie. Ich finde es da aus Sicht des vielleicht schlimm verletzten Kindes fahrlässig zu sagen: warten wir mal was der Schiri sagt. Der muss das nämlich gar nicht mitbekommen haben.

    Ein ernsthaft verletztes Kind braucht so schnell wie möglich vorallem emotionale Unterstützung! Da tickt ein 14 Jähriger genau so wie ein 9 Jähriger. Das geht sogar den meisten Erwachsenen nicht anders.


    Und wenn es nicht so schlimm war... was hat man sich denn vergeben?

    Ich würde immer das Rausspielen fordern. Es ist Hobby, es sind Kinder!



    Passt zum Thema: ein Spieler der C, großer kräftiger Junge, checkt aus vollem Lauf seinen Mitspieler weg und bekommt die gesamte Wucht und Energie selber ab. Richtig übel, man sah schon in der Entstehung das das nicht gut ausgehen kann. Der Spieler bleibt benommen liegen. Die gegnerischen Eltern fordern lautstark "weiter spielen, der ist doch selber schuld". <X

    Ich bin bei solch empathielosen Hirnbesitzern (in Abgrenzung zu Hirnbenutzern) immer komplett fassungslos und hoffe auf Karma, Wiedergeburt als Amöbe oder das Fegefeuer - halt irgendeine Instanz, die am Ende abrechnet.

    Für mich ist das aber so etwas wie vorauseilender Gehorsam.

    Das würde ja im Umkehrschluss heißen, dass die Maßnahmen der Regierung stets angemessen und sinnvoll sind und nur wenn etwas verboten ist, es auch gelassen werden muss. *hüstel*
    In NRW hat man im November die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben. Nicht im Sommer... im November. Um sie im Dezember wieder einzuführen...


    Nun ja, dann mal ein anderes Beispiel: Wer mit einer heißen Unbekannten ohne Schutz in die Kiste springt, begeht auch keine Ordnungswidrigkeit aber eine große Dummheit. Ist auch nicht verboten!

    Oder Winterreifen... Über die Versicherung wurde ein gewisser Zwang etabliert aber im Gesetz findet sich meines Wissens auch nichts.


    Hat glaub ich auch viel mit dem persönlichen Umfeld zu tun. Wer alleinstehend ist wird damit anders umgehen als jemand, der noch um die 80 jährige Oma pflegt oder ein asthmakrankes Kind hat.
    Ich kenne inzwischen 14 Personen, die von "gar keine Symptome" bis "drei Wochen totkrank, dann wars wieder gut" durch den Infekt gegangen sind. Davon hat eine Person Long Covid und ja, die infizierten Kinder sind gut durchgekommen.
    Braucht man das wirklich? Drei Wochen vor Weihnachten?


    Und was die Intensivbetten angeht... es wird immer wieder aus den Augen verloren, dass uns nicht die Möbel fehlen sondern das Pflegepersonal, die einfach nicht mehr können, krank werden, überlastet kündigen. Auch und gerade diesen Menschen gegenüber sollten wir unserer Verantwortung nachkommen.
    Statt zu sagen: "hey Politik, da müsstet ihr mal was machen", könnten wir durch unser Verhalten sofort eine Verbesserung herbeiführen.

    Wo ist das Problem? Die Kinder sind getestet, tragen eine Maske, die Erwachsenen sind geimpft oder genesen und tragen auch eine Maske.


    Was will man denn noch? Dann bleibt nur noch die Impfpflicht, denn sonst ändert sich rein gar nichts.

    Wo der Haken ist?
    Die Masken hängen auf halb acht, Abstände werden missachtet, muffige Hallen geben mir gedanklich den Rest.
    Wir stehen vor unserem wichtigsten Fest (Weihnachten), in dem wir gewöhnlich unsere Familie treffen und eng sind. Da möchte ich gesund rein- und rausgehen.

    Hier im Stadtteil rauscht der Virus derzeit durch die Grundschule und das Gymnasium. Ich kenne eine Familie, da war K1 erkrankt, K2 drei Tage negativ getestet und dann doch auch positiv. Das Gesundheitsamt hat K2 diese drei Tage in die Schule geschickt, die Eltern nicht.

    Für mich gilt Selbstverantwortung und ich höre auf mein Gefühl. Und da ist eine generelle Kontaktreduzierung ein wirksames Mittel. Ich hatte ja schon weiter oben geschrieben: Im Januar kann ich damit wahrscheinlich wieder gelassener mit umgehen.

    Mir ist aktuell nach einigeln, einem gesunden Weihnachtsfest und ab Januar mit mehr Gelassenheit dem Restrisiko begegnen...

    Mein Großer hat schon Pause, der Kleine spielt noch draußen, bei den Bambinis in der Halle habe ich mich für dieses Jahr zurück gezogen.

    Hier gibt es im Stadtteil eine HSG (Handball), an der seit über 20 Jahren drei Vereine beteiligt sind. Man spielt also bei der HSG und ist Mitglied in einem der drei Vereine. Die HSG hat eine eigene Identität und ein eigenes Zugehörigkeitsgefühl.

    Aus Vereinssicht können sich drei Vereine auf die Fahne schreiben, auch Handball anbieten zu können, was das alleine nicht können würden.

    In dieser Konstellationen finde ich SGs eher gut.

    In meiner Umgebung haben sich zwei unmittelbar benachbarte Fußballvereine zu einer JSG zusammengeschlossen und fahren alle von A-G über die JSG. Und ja, warum nicht? Statt sich gegenseitig das Wasser abzugraben ist das sicher eine gute Idee.

    Zwei andere Vereine haben diesen Ansatz gewählt: statt dass jeder eine A und eine B hat, legen wir zusammen und haben zusammen je zwei Teams. Somit können wir eine in die Leistungsklasse melden und bieten den besseren Spielern eine Perspektive bevor diese zu anderen Vereinen abwandern. Hier gibts aber durchaus "Anpassungsschwierigkeiten", vorallem in den A2/B2 Teams. (nicht unerwartet, oder?)

    Also ich glaube nicht, dass sie an die Schulen rangehen, wohl aber an den Sport in Innenräumen.
    Nils1981 scheint da ja schon Infos zu haben. Ne Quelle oder wenigstens ein Bundesland ...

    NLZ beginnt erst ab U12 (alles vorher hat formal mit den NLZ nichts zu tun!)

    Ich will dir da nicht widersprechen und die Vereine werden die Kleinen nur aus Imagegründen haben aber in der Außenwirkung wird das ganz anders dargestellt.

    Da ist die U10 in einer Liste mit der U19 geführt. Ich habe mir mal ein paar Internetauftritte angeschaut. Von Hamburg bis München überall der gleiche rums.
    RB Leipzig hat sogar ne U8-2 und ne U9-2. Jeder der rechnen kann weiß also wieviele Kinder da ausgemustert werden, wenn es dann mit einer U10 weiter geht.
    Dabei könnte man diesem Spuk ein schnelles Ende bereiten.

    Kann ich nur unterstreichen, wer schickt sein Kind mit 12 in eine WG? Das wurde ja sicher alles vorher angeschaut. Nur die Schuld bei Union zu suchen ist mir zu billig.

    Ich habe den Bericht noch nicht angschaut aber immer, wenn es ein Angebot gibt, wird es auch genutzt. Und die Strahlkraft von NLZs ist hoch. Aber hier gilt es aber Kinder zu schützen! Entweder, hier wurden bestehende Regeln umgangen, dann ist das zu ahnden und zu unterbinden oder es fehlen klare Vorgaben, dann müssen diese umgehend geschaffen werden!

    Angesichts der ab heute fast flächendeckend geltenden "2G" Regel, (selbst in Niedrigstinzidenzbundesländern gilt die schon) haben sich die beiden Figuren ohnehin mit sofortiger Wirkung, spätestens wenn es in die Halle gehen soll, erledigt -geimpft werden die ja wohl kaum sein und es auch nicht vorhaben.

    Joh, jetzt auch in NRW...
    barridh Berichte mal, wer ab morgen die Truppe trainiert... Bin neugierig.

    Du kannst das meiner Meinung nach nur verlieren.

    Wenn da schon mal jemand Anzeige erstattet hat, dann muss der Verein doch davon Kenntnis haben! Wenn der Vorstand also weiter wegguckt, wird er das auch weiter tun, selbst wenn du dich beschweren würdest.

    Das kann nicht gut ausgehen für dich!

    Man muss nicht immer trainieren, "lass sie kicken", wenigstens am Spieltag.

    Öhm, bei mir kicken sie im Training...


    Wer freilich seine Kinder in Reihen aufstellen lässt, 1-2 Aktionen und dann wieder anstellen, wird das als Vorbereitung zum Spiel sehen. Die auf Spielformen setzen, dürften das Spiel dann wohl eher als Fortsetzung ansehen.


    Als mein Kleiner von einem Übungsformentrainer zu einem Spielformentrainer wechselte meinte er nach den ersten Trainings zu mir: "Mama, das macht ja Spaß aber das ist gar kein Training, wir spielen ja fast nur"

    Mir hat mal einer gesagt: Jeder Trainer bekommt idealerweise das Team, das zu ihm passt.

    Und das stimmt.

    Solche Brüllaffen sterben leider nicht aus und es laufen auch nicht alle davon (sonst wäre der Spuk ja fix vorbei)


    Warum? Tja, keine Ahnung! Du kannst als Neuer diese Dinge wohl eher nicht verändern, in sofern würde ich sofort kündigen und den Winterwechsel nutzen.

    Denk dran, dass du ne schriftliche Erlaubnis brauchst, wenn dein Sohn in einem anderen Verein zum Probetraining gehen soll.


    Wenn bei euch noch gespielt wird (einige Kreise sind ja schon durch, andere noch nicht) dann guck dir die Spiele von in Frage kommenden Vereinen an. Im Gespräch sind ja alle nett und man sieht nur in Action ob sie zum Hulk mutieren.


    Und auch beim Fußball gilt "der Fisch stinkt am Kopf". Dass das auf die Jungs abfärbt, bleibt leider nicht aus, zumal sich die Jungs in der Pubertät andere Vorbilder suchen als die Eltern.

    Libra Im Grunde ist es ganz einfach: Frag die Spieler! Ich bin immer wieder erstaunt, dass das scheinbar nicht üblich ist. Beim Volleyball gehört eine Mannschaftsbesprechung zu jeder Saison bei der die Ziele für die nächste Saison fixiert werden. Und da kann man mit ner D-Jugend schon besprechen, ob man so spielt dass alle eingesetzt werden und man ggf. mal deshalb verliert oder ob man ergebnisorientiert spielen will und dann ggf. mal welche genau deshalb auf der Bank bleiben. Auch eine Differenzierung nach Liga und Pokal ist ja denkbar und klar läuft das idealerweise im Kontext mit der Ausrichtung des Vereins.

    Der Vorteil liegt ja klar auf der Hand: du hast sofort Klarheit und musst nicht rumrätseln welche Methode das beste ist.