Beiträge von Goodie

    Schon, aber es ist wohl etwas viel verlangt, dass jugendliche SR für eine gute Atmosphäre zuständig sind. Die sollte von Anfang an da sein und der SR sollte diese möglichst nicht torpedieren.

    Meine Frage an das Forum wäre:

    Ab welcher Alterstufe sollte man vorwiegend Ergebnis-orientiert aufstellen?

    Das kann man doch pauschal überhaupt nicht beantworten!

    Wie ist der Verein ausgerichtet? was steht im Konzept? ists ne C1 oder die C3? in welcher Liga? was sagen die Spieler selber?

    Dass du dich ärgerst, dass dein Team nach 2:0-Führung das Spiel noch aus der Hand gegeben hat, kann ich natürlich verstehen.

    Im Ernst? Das glaubst du? Wenn es nach mir ginge, dann würde ich die Punkte fürs Rückspiel mit einem rosa Schleifchen versehen per Post rüberschicken!


    Mich frustriert, dass erwachsene Menschen so aggressiv auf Kinder einwirken, dass diese sichtbar einbrechen. Was gerufen wurde, entzieht sich ja meiner Sprachkenntnisse aber wie es gerufen wurde hatte nur einen Zweck! Wir brüllen den Gegner (10 Jährige) nieder.

    Auf der anderen Seite: so ist Fußball. Passiert.

    Das ist für mich das widerlichste "Argument" von allen! Das hört man ja auch immer wieder am Rand.


    Wenn Kinder vom Platz kommen und sagen: "das war furchtbar!", dann gehört das dazu? Nee, wirklich nicht! Das passiert, in der Tat. Aber dass ich mich damit abfinde? Niemals!

    Schlimmer geht scheinbar immer...

    Das Spiel letzten Samstag meines Kleinen war so grauenhaft, dass mir das immer noch nachläuft. In der ersten Halbzeit war eigentlich alles ok. Es war ein enges und soweit faires Spiel, welches mit 1:0 in die Halbzeit ging. Irgendwann nach 35 Min stand es 2:0 und direkt im Anschluss schafften die Gäste den Anschlusstreffer. Und dann gings los!


    Als ob die Eltern der Gäste Blut geleckt hätten wurde aus den "weiter, weiter"-Rufen, die bis dahin zu hören waren, ein Gebrüll und Getobe am Rande wie ich es noch nicht erlebt habe. In allen Sprachen die unsere Region zu bieten hat, wurde aufs Feld gebrüllt. Die Eltern verteilten sich immer weiter entlang der Seitenlinien und als sich zwei Elternteile hinters Tor vorgearbeitet hatten, wo auf grund der baulichen Begebenheiten kein Abstand eingehalten werden konnte, bin ich eingeschritten und habe die Eltern zurück in die "Fanzone" gebeten.


    Natürlich hat sich dies auch auf die Kinder ausgewirkt. Das Spiel fand nur noch vor unserem Tor statt und so kam der Ausgleich nicht überraschend. Nun drehten auch noch die Mütter durch und quitschten, als ob ein Totengesang angestimmt wurde.

    Unsere Kinder ließen sich immer mehr beeindrucken, ließen die Schultern hängen, es gelangen die einfachsten Ballannahmen nicht mehr. Mehrere Kinder guckten total verunsichert in unsere Richtung.

    Muss man erwähnen, dass das Spiel mit 2:3 zu Ende ging? Oder dass sich auch SR und Trainer haben anstecken lassen und zwischenzeitlich Nettigkeiten ausgetauscht haben? Dass eines unserer Kinder verletzt vom Platz getragen werden musste?


    Eine einzige Katastrophe!

    Das einzig Positive war, dass wir auf Elternseite ruhig geblieben sind. Wobei, Schockstarre dürfte es wohl eher treffen.

    guck doch einfach mal bei fussball.de rein, da siehst du, wann welche Spiele für ein Team aussehen...

    2008: D-Jugend

    2010: E-Jugend


    Wir (LV Niederrhein) haben außerhalb der Ferien von September bis Dezember wöchentlich ein Spiel. Dann ist Winterpause bis Feb/März und dann gibst wieder jede Woche ein Spiel bis Mai.

    Wie die Zeiten dazwischen gefüllt werden, kann jeder selber entscheiden. Die einen sind viel unterwegs, die anderen genießen die Pausenzeiten. Und woher sollen wir wissen, wie sich dein neuer Verein mit Freundschaftsspielen aufstellt?

    Ich habe für mich die Lehre daraus gezogen das ich nach die Kinder nach einer Eingewöhnungsphase ( G-Jugend, oder Neuzugang) nur dann noch mit gleicher Einsatzzeit „belohne“ wenn sie motiviert im Training mitmachen.
    Anders fände ich es auch ungerecht gegenüber den motivierten Kindern

    Ich sehe ein Spiel immer als eine weitere Trainingseinheit. In sofern ist es nur folgerichtig, dass auch alle mitmachen dürfen. (Gleiche Einsatzzeiten). Ich würde mir in der F die Freiheit nehmen, bei der Frage - wer gegen wen aussetzt so - eine Steuerung vorzunehmen.

    Die Eltern von den begabteren Kindern sahen dann ihr Kind dann lieber dort gewinnen als bei mir für ein schwächeres Kind ausgewechselt zu werden oder auch mal zuhause bleiben zu müssen.

    Ich finde, hier muss eine klare Ausrichtung des Vereins her. Wenn im Konzept steht: ab der D-Jugend wollen wir in allen Jugendklassen in der Leistungsklasse spielen, dann wissen alle Bescheid. Sprich: es wird irgendwann eine Selektion nach Leistung geben und man findet sich ggf. in der 2. oder 3. Mannschaft wieder.

    Steht drin: wir möchten alle Kinder entsprechend ihres Talentes entwickeln, dann findet man sich vielleicht dauerhaft in der Kreisklasse 5 wieder.

    Was nicht geht - finde ich - ist, dass ein motivierter Trainer einer F-Jugend es so machen darf, wie er möchte.

    Es gab Wochen, an denen er nur 1 !!! Fussball-freien Tag hatte (4 x Training + 2 Turniere an den we). Oder es gab auch schon Turnier-Tage, an denen er vormittags bei der F2 nahezu durchgespielt hat und direkt im Anschluss bei den Bambini‘s weiterspielte...

    Warum macht ihr so was? Was das den Vereinen bringt, ist klar: Ergebnisse und damit einhergehendes Ansehen. Aber was soll das deinem Jungen bringen?
    Fußball jeden Tag... von mir aus. Das machen meine auch. Aber doch nicht ständig angeleitet unter den Argusaugen von Erwachsenen. Wo bleibt das freie Spielen? Wann hat er Zeit für seine Freunde, für Schwimmbadbesuche oder nen Spaziergang im Wald.
    Ganz ehrlich? Das klingt eher gruselig.

    Welcher Verein nun der bessere ist, kannst nur du für deinen Sohn entscheiden. Mein Tipp wäre nur: entscheide dich bald. Und geh mal vom Gas! Du hast selber schon den Begriff verwendet: verheizen.

    Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht.

    Aber wir können es uns nicht mehr leisten, Spieler zu verlieren, weil Trainer meinen, dass es mit denen sowieso nix wird.

    Vielleicht muss man sich im Kleinfeldbereich auch einfach mal darauf besinnen, dass der Dorfverein an sich in erster Linie dazu da ist, den Kindern ne schöne Zeit zu bereiten! Wenn sie in 10 oder 15 Jahren gerne an ihre Anfänge zurückdenken, dann ist doch viel erreicht.


    Kinder, welche im Verein mit dessen Werteverständnis angedockt sind, dürften signifikant seltener mit Drogen, Suff und Gewalt auf der Straße landen als die, die keinerlei Halt haben. Hier hat "Verein" eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

    Eigentlich geht diese Debatte aber am Kernproblem vorbei. Lösungsansätze zu den beschriebenen Problemen gibts viele und alle könnten funktionieren, wenn die handelnden Personen einsichtig wären. Hier jedoch diskutieren wir mit einem gefrustetem Vater.


    Die Debatte, wie man mit der Nominierung von Trainerkindern umgeht ist ja nur ein Nebenstrang (aber ein durchaus interessanter ;))

    Wenn ich fünf Trainer samt Söhnen habe, dann wären bei mir per Definition drei Trainer beim Spieltag nur Eltern, denn zwei am Rand reichen völlig. Somit könnten die Trainer rotieren und die Söhne entsprechend auch aussetzen. Hilft dem TE aber nicht weiter.



    btw: ich habe das mal gemacht: habe meinen Sohn wie alle anderen bei einem Hallenturnier nicht nominiert. Statt dessen war er bei der Oma. Ich habe das Kind also am Abend vorher 70 km zur Oma gebracht und bin wieder heimgefahren. Am Sonntag dann die Prozedur zurück. 4 h im Auto und 280 km auf dem Tacho.

    Um es klar zu sagen: ich habe das aus eigenem Antrieb gemacht und die Oma hat sich auch gefreut. Aber in der Halle dann, beim Turnier wurde ich dafür kritisiert, dass ich doch den stärksten Spieler nicht zu Hause lassen könnte. Wie man denn so gewinnen wolle. :pinch:


    Ein anderes mal wollte ich das Team nicht im Stich lassen, obwohl mein Sohn bettlägerig krank war. Der Papa blieb daheim, ich habe meinen Großen (seinerzeit 9) 2 h vor seinem Spiel ohne weitere Aufsicht an seinem Platz abgekippt (Auswärts) und ich bin dann zum Spielfest meiner Mannschaft gefahren.

    Hat das jemand honoriert? Nö, stattdessen hab ich an diesem Tag mit einem Vater rumgezankt, warum sein Sohn nicht seine eigenen Stutzen anziehen dürfte, die gelben würden ihm besser gefallen als die schwarzen vom Trikotsatz.


    Mein Idealismus an der Stelle (behandle alle immer 100% gleich) hat über die Jahre mit den gemachten Erfahrungen jedenfalls einen Knacks bekommen. Denn egal wie gut man es versucht zu machen, es meckert eh immer einer rum. So what.


    Ich glaube, jeder muss in seinem Umfeld eine für sich gute Lösung finden. Sie muss zum Team, in die Familie und zum Kind passen.


    Ich finde es jedenfalls sehr entspannt, ein Team ohne eigenes Kind zu trainieren. Kann ich echt empfehlen

    Und was ist das Grundübel für diesen Thread? Die Wettkampfform.

    Oder die Größe der Trainingsgruppe.


    Wenn man aber @Ronaldo_73s Ausführungen vom ersten Beitrag nochmal zu gemüte führt, ist das Grundübel hier: richtig schlechte Trainer.

    Während die F2 sehr viel Zweikämpfe trainiert, schiebt die „Resterampe“ Pässe. Dafür stehen 10-12 Jungs hintereinander und warten, dass sie dran sind. Dass sich Nr. 9-12 irgendwann die Bälle auf die Köppe drischt, kann man ja schon fast nachvollziehen.

    Die Lösung scheint einfach: aus der Resterampe eine F3 gründen!

    Ob sie umsetzbar ist, müssen andere entscheiden.

    Ich freue mich, dass die Hallensaison begonnen hat. Ich mache das Hallentraining immer noch viel lieber, das das Training draußen. Der geschützte Raum ohne Ablenkungen von allen Seiten macht mir das Handeln so viel einfacher.

    Auch die Kinder können sich nach meiner Beobachtung besser organisieren. An der Wand ist ja nun mal schluss und die Kinder sind nicht im Eifer des Gefechtes irgendwo rumgerannt sondern waren aufm Spielfeld. Ich bin sehr zuversichtlich, dass diese Erfahrung im nächsten Frühjahr auf den Platz portierbar ist.

    Zudem waren die Kinder gestern sehr aufmerksam! Das mag aber auch dem Neuland Halle geschuldet gewesen sein.


    Hat echt Spaß gemacht und die Kinder haben dieses ganz andere Training dankbar angenommen.

    Das bekam ein F-Jugendlicher vor 10 Jahren

    nur dazu: ein F2 Jugendlicher ist 7... mit 10 spielt man E1.


    Ich kann SVM_MK s Beitrag auch komplett unterschreiben.

    Dennoch finde ich, dass sich ein Vater, der die berechtigten Interessen seines Sohnes vertritt, in einem Trainerforum die Sicht der Trainer anhören darf.


    Ich bin auch so seinerzeit hier ins Forum gestolpert... Es lief für meinen F2-Jungen alles andere als rund, Gespräche haben nicht geholfen und ich habe hier Rat und Gegenwind bekommen. Mein Junge hat kurz danach den Verein gewechselt und ich bin dann irgendwann ins Trainergeschehen eingestiegen.
    Mein Rat in Posting #3 war ja auch eindeutig: solche Konstellationen kann man ohne sich selber einzubringen nicht auflösen. Man kann den anderen zumeist nicht ändern. Bleibt also nur, dass man entweder die "Resterampe" selber übernimmt und den Kindern die Wertschätzung zukommen lässt, die jeder(!) verdient hat oder man sucht das Weite.


    Denn warum, lieber Ronaldo_73 wird denn dein Sohn nicht mitgenommen? Er wird den Trainern schlicht zu schlecht sein. Traurige Tatsache ist aber auch: diese Trainertypen sterben nicht aus. Denn sie werden doch immer wieder bestärkt: die erste Garnitur ist erfolgreich... also macht man doch alles richtig.
    Melden sich die Kinder gefrustet ab, dann heißt es: aus dem wäre eh nix geworden.

    Diesem Spuk könnte nur der Verein beenden und hier sind wir im Forum immer etwas auf dem idealisierten Holzweg... denn wie es sein müsste, ist uns allen geläufig und wir rufen oft danach. Aber wie es draußen in der freien Wildbahn ist ist eine ganz andere Geschichte. Leider.

    Ich arbeite zur Zeit in einem Verein, wo zwei solcher Untrainer seit Jahren agieren. Der Verein greift nicht durch. Mangels Alternativen oder ob andere Seilschaften dran hängen, weiß ich nicht.

    Nehmt eure Kinder mit zum Spiel, hat keiner was dagegen. Deshalb müssen sie aber nicht zwangsläufig aufgestellt werden.

    Wow, wir reden über Kinder im Alter von 7 Jahren mit entsprechend niedriger Frustrationstoleranz. Und da erwartest du, dass der Trainer sein Kind mitbringt aber gar nicht aufstellt? Also wenn man mir gegenüber diese Forderung aufstellen würde, würde ich die Brocken hinwerfen. Ich sollte mich also um 10 fremde Kindern im Trikot kümmern und zeitgleich mein komplett bockiges Kind am Platz betreuen?


    Hast du dir mal Gedanken gemacht, wie ein Spieltag für einen Papatrainer aussieht?

    Als erster da sein, Gegner begrüßen und einweisen (Kabine etc.), Material rausholen und aufbauen, Spielbericht vorbereiten... In dieser Zeit helfen die anderen Eltern ihren Kindern beim Umziehen oder halten die erste Kaffeetasse fest.

    Nach dem Spiel den Spielbericht festhalten, für kurze Elterngespräche parat stehen, abbauen, alles wieder wegräumen, gucken ob die Kabinen ordentlich hinterlassen wurden.

    In der Zeit helfen die anderen Eltern ihren Kindern beim Umziehen und sind schon wieder auf dem Heimweg.

    Das Trainerkind? Och, kommt schon klar, ne?


    Zu Zeiten der Spielfeste, mit 3-4 Spielen auf zwei Feldern kommt man nicht mal dazu, einen Kaffee zu trinken, weil man in den Pausen ja noch das ein oder andere mit seinen Kindern besprechen möchte.


    Was entspannt das Traineramt? Wenn man z.B. nicht bitten muss, die Tore auf den Platz zu stellen oder abzubauen sondern das einfach einer macht. Wenn die Bälle und Materialien eingesammelt werden. Wenn man nicht bitteln und betteln muss, um jemanden fürs Trikotwaschen zu finden.

    zu Zeiten der Spielfeste haben wir eh immer alle Kinder mitgenommen und bei vier Spielen musste je ein Viertel für ein Spiel ganz aussetzen. Die bekamen ein Leibchen um und fertig. Da waren dann auch die Trainerkinder dabei. Alles eine Frage der Gestaltung.


    Aber dass man bei nur noch einem Spiel das eigene Kind nicht daheim lässt, finde ich ok und würde ich als Elternteil auch nie in Frage stellen. Schlussendlich haben es ja schon einige gesagt: das steht und fällt mit der Kadergröße. Wenn ich jedes vierte Spiel statistisch aussetzen muss ist das was anderes als wenn ich nur jedes vierte Spiel überhaupt mitmachen darf.

    Trainer E du hast natürlich erstmal Recht.

    Dennoch muss man auch anerkennen, dass man es neben Erziehung und Wertevermittlung auch mit Erfahrung zu tun bekommt.


    Und Testosteron-Bomber sind ein Problem. Es gibt schlicht Vereine, gegen die möchte keiner mehr antreten, weil sich eher viele nicht zu benehmen wissen. Einzelne sind ja schon ein Problem aber wenn die in unseren Augen vernünftig Sozialisierten auf einmal in der Unterzahl sind, wirds kritisch.

    Und auch die Gegenseite macht ja mit Alltagsdiskriminierung negative Erfahrungen, die sie in ihrem "Anderssein" bestärkt.


    Natürlich würde es helfen, sich mal gescheit kennen zu lernen aber da bietet der Fußballplatz die denkbar schlechtesten Voraussetzungen! Hier geht's ja erstmal um Abgrenzung ("wir" vs "die da").


    Und auch der DFB kann noch so viele Werbespots gegen Rassismus veröffentlichen: auf den Rängen wird trotzdem auf "richtige" Deutsche wert gelegt und die heißen gefälligst nicht Öztürk oder Smith sondern Meier oder Schneider und sie singen gefälligst die Nationalhymne mit.


    Ich habe ein echtes Problem mit Menschen, die die gängigen Werte unsere Gesellschaft mit Füßen treten. Dabei ist es mir egal welche Hautfarbe, Herkunft, Religion oder sonst was im Spiel sind. Idiot bleibt Idiot! Und ob rechte Wange auch noch hinhalten hilft, wage ich zu bezweifeln.

    Nach meiner Erfahrung sind die Kinder solcher Trainer aber absolute Top-Talente, die auf keinen Fall in der Zweiten oder Dritten (oder welcher darunter liegende Mannschaft auch immer) spielen können.

    Und die Teams gleichstark zu machen ist natürlich keine Option... :/


    Chris : mehr Spielzeit nicht aber eben mehr (alle) Nominierungstage...