Beiträge von Goodie

    haha, mein Großer war auch so ein Kandidat. Sei dir gewiss, es gibt diese Kinder!

    Beim Anschlusstreffer zum 3:5 im Abschlussspiel lief meiner wutheulend übern Platz. Er wollte dann nicht mal runter aber so in Rage? Auch schwierig. Wenn er das Abschlussspiel verloren hatte, war der restliche Abend gelaufen.

    Das war schon ein Running Gag. "tja, das wars mit dem ruhigen Abend, dein Sohn liegt zurück". haha, sehr lustig... Not!


    Wir haben ihm zu Hause eigentlich nur gesagt, dass er sofort zu einem deutlich schwächeren Spieler wird, wenn er heult oder tobt aber das natürlich Verlieren auch dazu gehört.

    Ich habe ihm dann ganz gerne von meinen Niederlagen erzählt. Dass ich mich manchmal total geärgert hatte, wenn ich das Gefühl hatte, dass sich die anderen nicht so reinhängen. Aber dass ich auch nie mehr machen konnte, als mein bestes zu geben. Und dann muss man gucken was dabei raus kommt. Meist konnte er dann auch verbalisieren, was ihn genau auf die Palme bringt: "immer muss ich mit den schlechten spielen."

    Ich hatte mal bunte Becher genommen... drei grüne für die besten, vier blaue für die mittleren, fünf rote für die schwächeren. Und er solle doch bitte zwei faire Teams zusammenstellen. Hat er gemacht: "die grünen, das sind x, y und ich. Gegen den ganzen Rest. Die sind dann mehr und das ist dann fair". Da hatte ich dann erstmal auserzählt. Dass jedes Team sechs Spieler haben sollte, hatte ich zuvor nicht gefordert. =)


    Ich würde dir empfehlen, viele sehr kurze Spiele mit ihm zu spielen, wo man permanent gewinnt oder verliert. Mäxchen (Würfeln), Mau Mau, Quartett.

    Auch cool und super zum Rechnen üben ist folgendes Spiel: man hat nur einen Würfel und würfelt mehrfach hintereinander bis man z.b. 50 Punkte hat. Man addiert einfach die Würfe. Und dann gibts zwei Regeln:

    1. man kann jederzeit seinen Zwischenstand einloggen und gibt den Würfel an den nächsten Mitspieler ab. Wenn man wieder dran ist, würfelt man dann ab dem Zwischenstand weiter.

    2. würfelt man eine 6 sind die Punkte futsch und der Spielzug sofort beendet. (die eingeloggten bleiben bestehen.)

    Ich kenne kein Spiel, bei dem man öfter Misserfolge hat.


    Hast du im Training einen Co? Dann würde ich versuchen deinen Sohn so oft es eben geht in die Obhut des Cos zu geben. Dann hat er einen Trainer zum reiben und landet nicht in der Vater/Kind-Rolle.


    Mit 7 war der Spuk beim Sohn dann übrigens von einem auf den anderen Tag vorbei. Dann kam übrigens noch die "ich motze meine Mitspieler an"-Phase, die aber recht kurz war. Inzwischen ist er 10 und ein soziales Wesen, auch aufm Platz! =) Bald kommt die Pubertät, ich freue mich schon :saint:

    Ich verstehe den Unterschied nicht (oder besser: ich will ihn nicht verstehen :evil:) zwischen a) einem Bolzplatz mit vielleicht sogar selbst zusammengezimmerten Toren die hoffentlich halten, mit Maulwurfshügeln und wenn es doof kommt, rollt der Ball auf eine Straße und b) einer wohl gepflegten, eingezäunten Platzanlage des Vereins in dem ich Mitglied bin.


    Dieses "Versicherung!"-gekreische finde ich ganz gräßlich.

    Mir würde es besser gefallen, wenn wir Regeln schaffen würden, die uns alle weiter bringen, statt uns immer weiter einzuengen. Gibt ja genug Beispiele: Schulhöfe sind hier zum Beispiel nach Schulschluss zu Spielplätzen erklärt worden. Ein Schild hin und fertig. Das ist pragmatisch und sinnvoll.
    Wenn ein Vereinsmitglied auf dem Vereinsgelände agiert, sollte es versichert sein, ob gerade eine angeleitete Trainingseinheit ist oder ob die Kinder frei zocken. Und natürlich muss man auch erwarten können, dass niemand des Vorstandes deshalb schon mit einem Bein im Knast steht. Die Aufsichtpflicht von Eltern sieht ja auch vor, dass man die Kinder je nach Alter auch aus den Augen lässt. Sowas müsste halt im Vereinsumfeld auch umsetzbar sein.


    Aber wir schweifen ab...

    Klar für die Kinder der Helikoptereltern ist das zu viel, weil sie noch zur Musik müssen oder zum Schwimmen. Aber da sind vielleicht auch Jungs, die froh wären, jeden Tag zum Fußball zu können. Warum denn eigentlich nicht?

    Du hast es doch eigentlich schon selber beantwortet...


    1. es ist nicht zu stemmen! Selbst wenn man die Spitze Helikoptereltern überliest: Solange die Kinder noch nicht selber zum Fußballplatz kommen, können das eben viele Familien nicht stemmen, die Kinder im Alter von 5-10 Jahren vier oder fünf mal zum Fußballplatz zu bringen und wieder abzuholen. Arbeit, Haushalt, Geschwister, Eltern... nicht immer dreht sich alles um die Fußballstars von morgen! Und wer wohnt schon fußläufig zum Platz? Die wenigsten. Mit 10 Jahren macht man hier die Fahrradprüfung und überlässt die Kinder dann verkehrstechnisch ihrem Schutzengel. Danach erweitert sich der Aktionsradius und die Kinder werden nach und nach selbstständig.

    2. Bolzplatzeinheiten werden von den Kindern selber organisiert und gehen exakt so lange, wie das Kind Lust hat. So manches Gebolze hier hat sich nach 15 Min. erledigt weil man sich mal wieder nicht einig wurde. An anderen Tagen dauert es zwei Stunden. Und wenn man in 20 Min zur Musikschule muss, ist immer noch Zeit für ein paar Schüsse aufs Tor. Das ist doch mit Training mit festen Zeiten überhaupt nicht zu vergleichen.


    Was ich in dem Zusammenhang doof finde ist, dass es hier Vereine gibt, wo die Kinder außerhalb der angeleiteten Trainingseinheiten nicht willkommen sind. Das Kleinfeld einfach freigeben für lockeres Bolzen nach der Schule auf dem Vereinsgelände ist nicht drin. Irgendeiner schreit "Versicherung!" und das Thema ist durch. Bescheuert!

    Die Eltern des beschriebenen Falls haben aber keine Ansprüche gestellt (kann ich jedenfalls nicht rauslesen) sondern klar kommuniziert, dass er nicht mehr für Spiele zur Verfügung steht.

    Somit kommt das für den Trainer einer Abmeldung gleich.


    Davon abzuleiten, dass dem Jungen keine Werte mitgegeben werden, finde ich falsch. Wenn für ihn Fußball zur Ausgleichssportart geworden ist, ist das doch auch zu akzeptieren.


    Bleibt eigentlich nur noch die Frage, ob der Trainer gewillt ist in seiner E-Jugend einen solchen "Trainingsgast" dabei zu haben oder nicht. In meinen Augen wird das erst dann kritisch, wenn dieser Junge einen benötigten Platz blockiert. Aber dann kann man immer noch das Gespräch suchen.

    Ich denke mir wenn ich nicht für den Wettkampf trainiere wird auch nie die Bereitschaft da sein bis zum Letzten zacken alles zu geben

    Das ist wohl so aber warum sollte das für jeden wichtig sein?


    Unterscheidet man zwischen Wettkampfsport und Breitensport (Zumba o.ä.) dann ists einfach... Niemand erwartet beim Zumba, den letzten Zacken zu geben. Warum auch? Manchmal darf man was auch einfach mal machen, nur weil es Spaß macht. Auch kicken.

    Beim Musikunterricht käme auch keiner auf die Idee, einen Schüler auszuschließen, weil er häufiger fehlt. Dem bleibt dann sicher der Weg in höhere Sphären verwehrt aber am Ende kann er vielleicht ganz manierlich Bass spielen und macht in der Schulband mit.

    Blöd nur, dass es im Kifu normalerweise keine Thekentruppen gibt! Also bleibt ja nur der Weg in einen Breitensportverein.


    Man muss auch mit fünf noch nicht den "Ernst des Lebens" vollumfänglich begreifen und darf munter ausscheren, wenn die Erwachsenen von Verantwortung reden. Das sind dann eben die Kinder, die aufm Fußballplatz sitzen und Blümchen pflücken oder die Kreidelinien erkunden. So what! Nichts destotrotz muss man sich als Eltern bemühen, am Ende der Erziehungszeit diese Themen in die Birne der Kinder eingetrichtert zu haben und damit muss man auch früh genug anfangen.

    Mein Kleiner hat in der Bambinizeit häufiger darunter gelitten, dass er auch dann zum Training musste, wenn er mal partout überhaupt keine Lust hatte. Weil ich ja hin musste, egal ob das Kind noch mit Freunden die größte Sandburg aller Zeiten baute. Pflichtbewusstsein hat irgendwie auch seine Grenzen und mir tat das meist weh, ihn da raus zu holen.


    Im Fall von Dorfverein16 würde ich gucken, ob das Team voll ist. Ich fände es sträflich, einen potentiellen Neuzugang wegschicken zu müssen und ein anderes nur sehr halbherzig dabei ist und den letzten Platz blockiert. Solange aber noch Platz für neue ist, würde ich ihn einfach mitmischen lassen. Der Junge dürfte eh aufm Absprung sein...


    Mein Großer schwimmt noch nebenher. Er trainiert einmal pro Woche in der Wettkampfgruppe eines Breitensportvereins. Die anderen trainieren zwei mal pro Woche. Die Trainer wissen, dass das für ihn nur Ergänzung ist und es ist ok für sie. Sie wissen auch, dass sie uns jederzeit ansprechen können, wenn sie den Platz in der Trainingsgruppe bräuchten.

    "Kein Handy im Trikot" (vorallem bei Turnieren) hat bei uns bisher ausgereicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass man diese Regel im weiteren Altersverlauf ausdehnen muss in Richtung "kein Handy ab erreichen des Treffpunktes".

    Wenn aber mitten in der Saison oder ohne langfristige Vorankündigung ein plötzlicher Vereinswechsel vorgenommen wird, ist das aus meiner Sicht egoistisch und schadet mutwillig der Mannschaft. So etwas ist weder bei Kindern, noch bei Jugendlichen, noch bei Erwachsenen entschuldbar und zeugt von Charakterschwäche des Kindes bzw der Eltern.

    Na das ist ja ein sehr einfaches Weltbild!

    Wenn ein Kind mitten in der Saison eine Sperre in Kauf nimmt, muss es schon sehr unglücklich im alten Verein gewesen sein.

    Wir kennen alle Brülltrainer. Wenn denen die Kinder mitten in der Saison abhauen, dann kann man nur sagen: endlich!
    Wenn Kinder Druck aushalten sollen, dämlichen Trainervorgaben folgen sollen oder ungerecht behandelt werden, dann ist es egoistisch und schadet mutwillig der Mannschaft?


    Sorry, dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen!

    Wenn einem mitten in der Saison Spieler abhauen, dann sollte man ein sehr großes Interesse haben, die echten Gründe zu erfahren, damit man daraus lernen kann.

    Für mich klingt das vielmehr, als ob Regeln aus dem Profibereich bis zu den Kindern runtergebrochen wurden. Wenn einer einen festen Arbeitsvertrag hat und ich möchte diesen pieler abwerben, mag es die Höflichkeit unter Konkurrenten gebieten, die Information zu teilen.

    Aber bei Kindern?

    Die Kinder sind doch nicht "Eigentum" eines Vereins.

    Genau so wie das Theater mit den Trainingserlaubnissen.


    Ich spiele in Verein A Fußball und will in Verein B zum Probetraining Fußball <- Erlaubnis erforderlich.

    Ich spiele in Verein A Handball und will in Verein B zum Probetraining Fußball <- Erlaubnis nicht nötig.

    Ich spiele in Verein A Fußball und will in Verein B zum Probetraining Handball <- Erlaubnis nicht nötig.

    Ich spiele in keinem Verein und will in Verein B zum Probetraining Fußball <- Erlaubnis nicht nötig.


    Ich kenne es so, dass Vereine eine Versicherung haben, die Probetrainings generell abdecken.

    Na ja, mir hat mal anfangs einer geraten, mir ein dickes Fell zuzulegen... Guter Rat! :thumbup:

    na ja, lass mal die Kinder wählen, dann hast du ein recht präzises Ranking. Da bleibt am Ende der dicke Paule übrig. wie seit eh und je. Die Kinder wissen sehr wohl, wer gut und wer schwächer ist.

    Ich verstehe nur nicht, wo dein Kommunikationsproblem ist. Wenn diese Väter bei dir anfragen, ob du die Kinder nimmst, dann kannst du ihnen sofort deine Philosophie klar machen und zwar bevor sie wechseln. Wenn ihnen nicht gefällt, dass du jedes Kind partizipieren lässt, sind sie bei dir nicht richtig. Ist doch eher kommod.


    Wenn es dann noch ein Jugendkonzept im Verein gibt, in dem das so festgeschrieben ist, hast du doch alle Argumente auf deiner Seite...

    Du hast aber in Gedanken zur Zeit vier deiner Minimessis auch aufm Platz stehen. Dieser Ansatz ist falsch. Wenn du alle nimmst, musst du nominieren und rotieren. Und wenn du immer über alle Kinder gleichmäßig rotierst und allen, vorallem den Schwachen die gleichen Spielanteile gibst (vorallem auch in der Startformation), dann hast du ein Team etwas besser aber nicht unschlagbar.

    Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit,

    Ich finde das aus Elternsicht eher unangenehm. Als bei uns die erste Anfrage im Verein reinschneite, waren sofort alle in heller Aufregung. Es wusste ruck zuck der halbe Verein. Und alle sahen uns mit großen Augen an.
    Also sahen wir uns genötigt, uns mitten in der Saison damit zu befassen und eine Entscheidung zu treffen.


    Der Verein hat es ein paar Monate später auf Vereinsebene noch ein zweites Mal probiert. Wieder haben wir freundlich abgesagt.

    Der Trainer des Teams hat dann bei einem Turnier nochmal persönlich bei uns vorgesprochen und wollte wissen, ob denn die Anfrage an uns überhaupt weitergeleitet wurde.

    Bei dem Gespräch kam dann heraus, dass unsere Absage den Weg zurück ins Trainerteam nicht gefunden hatte. Auch irgendwie stümperhaft.

    Dein obiges Zitat ist also nur eine Momentaufnahme bei 6(?)-Jährigen.

    Ich glaube, das ist Bennoah durchaus bewusst.



    Ich würde auf diese Minimessis nicht so viel Augenmerk legen.

    Klar, mit guten Kindern im Team gewinnt man und somit ist Ruhe an der Elternfront und die Kinder sind glücklich.

    Aber die Minimessis sind auch die, die sicher irgendwann weiter ziehen.


    Ich kenne diese Konstellation auch. Wir hatten bei den Bambinis 7 richtig flinke und 9 normale... Ich habe gedanklich immer ein Ranking gemacht und dann die drei in der Mitte hergenommen zur Trainingssteuerung. Die drei sollten die Übungen immer gut schaffen können. Die drüber bekamen dann ggf Zusatzaufgaben, für die drunter konnte man es ggf. vereinfachen.


    Sehr beliebt waren z.B. Wettläufe um den Ball mit Torabschluss. Da hab ich bei sehr ungleichen Laufduellen einfach den schnelleren noch kurz festgehalten.

    bei aller sportlichen Entwicklung sollte man das Thema Schule noch im Auge behalten.


    Kurze Beispielrechnung an Hand eines Trainingsplans einer Buli U14:
    vier mal die Woche Training, 17:00 - 18:30 Uhr

    heißt: Abfahrt 15:45 Uhr, Heimkommen 20:15 Uhr und noch nichts gegessen.


    Wann hat man da Zeit für Hausaufgaben? Ein Ausweichen aufs Wochenende ist auch schwierig, da die Fahrtstrecken zu den Spielen/Turnieren sicher auch üppig sind. Klar kann man Vokabeln im Auto pauken aber ideal ist was anderes.


    Immer wenn ich darüber nachdenke komme ich zu dem Schluss, dass ein Wechsel so spät wie möglich (B-Jugend) und dann direkt in ein Internat wohl unterm Strich am sinnvollsten ist (außer man hat einen Buli-Verein vor der Haustüre). Schule und Leistungsfußball mit einer normalen Schule, welche keine Rücksicht nimmt, dürfte wohl echt schwierig werden.


    Und will man die oben genannte Belastung familiär stemmen, müssen alle mit im Boot sein. Denn auch Geschwister oder ein Haushalt erwarten eine gewisse Aufmerksamkeit. Was sagt denn der Rest der Familie? Wer würde die Fahrdienste machen müssen? Gibts einen Abholservice?

    Die Außen sagen, dass wenn sie mitlaufen sie nicht angespielt werden und deshalb sie nicht jeden Angriff voll mitstarten. Wenn es schnell über die Flügel geht, dann pennt der Rest.

    hehe, das kenne ich noch aus meiner aktiven Zeit am Volleyballnetz. "Lohnt eh nicht..."

    Unser Trainer ist dem so begegnet, dass man die ausgelassene Aktion vor den nächsten Aufschlag nochmal nach machen durfte.

    Hier ein Blocksprung, da ein Scheinangriff und sehr gern genommen noch ne Rolle in der Abwehr. Manchmal auch weils so schön ist, 2x. Dann hat man sich irgendwann überlegt ob man die Aktion direkt im Spiel macht wo sie bekanntlich einem gewissen Nutzen hat oder im Nachgang während der kurzen Verschnaufspause.


    Außen laufen nicht mit? Kurze Unterbrechung zur Regeneration der Anderen und die Verweigerin darf bis zur Torlinie und zurück sprinten und dann direkt weiter... :evil: