Beiträge von Goodie

    Die Turner haben bei den Kindern und Jugendlichen eine Wettkampfform "Mehrkampf" mit Turnieren über zwei Tage


    Aus acht Disziplinen müssen vier ausgewählt werden:

    1. Turnen

    2. Tanzen

    3. Gymnastik mit Handgerät

    4. Singen

    5. Staffellauf

    6. Medizinballweitwurf

    7. Schwimmen

    8. Orientierungslauf


    Außerdem gibts beim DTB die Bestrebungen, die Konkurrenz von Leichtathletik und Turnern aufzubrechen und hier ebenfalls Mehrkämpfe anzubieten.

    ja, aber das ist ja sehr idealisiert. Allzuhäufig kommen die Trainer irgendwann dahin, die Einsatzzeiten an der Trainingsbeteiligung zu spiegeln, was ich auch ab einem gewissen Alter für Richtig erachte.


    Ich habe im Urlaub mit einem Vater gesprochen, der genauso einen E1- Jungen hat. Er spielt Fußball weil die Kumpels das auch machen. So richtig hats ihn nicht gepackt. Er sagt bei schlechtem Wetter das Training allzuhäufig ab und die Eltern tolerieren das Verhalten, andere stehen da aufm Platz. Er wird jetzt auch immer weniger eingesetzt, was ja logisch wäre wenn er so selten hingeht (lt. Vater). Er wird nach der Saison aufhören.

    Will man irgendwem einen Vorwurf machen? Zwei seiner Mannschaftskameraden brennen für Fußball, einen Gruseltrainer haben die nicht...

    Was sicherlich ein großes Unterschied zu früher ist, die Gesellschaft wird immer reicher und hat mehr Zeit.

    Dadurch ist es möglich Kinder in die Stadt zu den verschiedensten Aktivitäten zu fahren.

    Na das nenn ich ja mal wirklich ne gewagte These. In Zeiten, wo in fast allen Familien beide Elternteile (teilweise) berufstätig sind, ist es ein Spagat, allen gerecht zu werden. Von "viel Zeit" sehe ich nix! Der Aufwand erhöht sich nur marginal, ob ich mein Kind 3 km zum Fußballplatz oder 7 km zum Judo oder schwimmen fahre. Bei einer Gesamtabwesenheit von ca 2,5 h (Fahrtzeit, umziehen, Training und retour) macht die reine Fahrzeit kaum was aus.


    Ich glaube, das ist einfach eine sehr natürliche Entwicklung eines Kindes. Am Anfang geht man halt zum Fußball oder turnen, dann zündet das halt oder nicht. Gerade in der D-Jugend verändern sich für die Kinder auch nochmal massiv die Freudschaften. Grundschulfreundschaften brechen auseinander, neue Kumpels mit neuen/anderen Interessen treten auf den Plan.


    Und warum auch nicht? Muss ein Kind bei dem Sport bleiben, wo es seine Eltern vor 6 Jahren mal angemeldet haben oder dürfen sie eigene Interessen entwickeln? Selbst wenn der Trainer ein Feuerwerk an guter Laune und Ausbildungsqualität abfeuert, dann wird er einige Spieler verlieren.

    Würde man bei Trainern aus dem vollen schöpfen können, so würde man wohl auf Teamfähigkeit sehr großen Wert legen. Doch da man quasi nehmen muss, was da ist, sieht das leider allzuhäufig anders aus. Und da reicht ja schon einer, der quer schießt, um funktionierende Strukturen zu sprengen. Wenn es gelingt, diesen links liegen zu lassen und ihm konsequent aus dem Weg zu gehen, ist einiges gewonnen. Muss man aber immer wieder mit solchen Leuten kooperieren, wird es echt schwer. Da braucht man schon ein seeeehr dickes Fell.

    Während das alles schon echt nervig klingt, wäre der Typ an dem Punkt weg gewesen.

    ja ja, das lässt sich ja immer schnell tippen. In den Vereinen sieht es dann leider anders aus. Der JL ist froh, wenn er überhaupt für jedes Team einen Trainer findet.


    Homogene Teams würde das Problem ja gar nicht entstehen lassen, oder?

    Zitat

    Weil solche Typen entweder so eloquent sind und dermaßen blenden, dass du im Verein (Eltern, Vorstand,...) sowieso den kürzeren ziehst. Oder sie fliegen nach gewisser Zeit auf, geben auf, oder werden gegangen.


    Zuvor wird er sich aber aller Mittel bedienen um sich am Leben zu halten...


    Anders habe ich persönlich es noch nicht erlebt.

    Diese leidvolle Erfahrung habe ich auch schon mehrfach machen müssen. Das erste Mal hat zum "Frustabbau" - Beitrag geführt.

    Bei Eltern, die ruhig bleiben, können die Scouts ja so lange um den A-Platz schleichen wie sie wollen. Und die Vollgas-Eltern schleppen ihre Kinder eh in die entsprechenden Vereine und lassen sie vorspielen. Kein Unterschied also.

    Die NLZs bekommen die Kinder sowieso vorselektiert präsentiert. Das nennt man Stützpunkttraining. Kann mir doch keiner erzählen, dass dort niemand rumlungert.


    Der große große Vorteil ist aber nicht der A-Platz sondern die Tatsache, dass jeder Spieler sofern alle gut einsortiert sind, gegen gleich- oder ähnlich starke Gegner antreten darf. Wie sieht das denn auf den Dorfplätzen aus in der E- und F-Jugend? 2-4 Kinder rocken das geschehen, werden selten ausgewechselt und haben 80% der Bälle. Der Rest sind die nützlichen Idioten.

    Ich sehe keine Alternative zum Funino, will man diesen Spuk beenden.

    Und wie sich dann diese Kinder entwickeln, wenn man sie in die Ball- und Gegneraktion "zwingt", ist doch viel spannender, als alle anderen Gedankenspiele.

    Weniger Massen = weniger Auswahl = weniger Qualität in der Spitze

    Nach der Logik dürften ja nur große Länder Chancen im internationalem Wettbewerb haben und Länder wie Kroatien hätten nie eine Chance, da die Basis sehr viel kleiner ist.


    Ist es wirklich entscheidend, ob man noch ne Kreisliga C oder D hat? Oder ist nicht viel mehr entscheidend, die die brennen richtig gut und altersgerecht auszubilden?

    dann dreh ich mal die Argumente um und polarisiere mal durch meine eigene weibliche Brille:


    Mädchen haben es sehr viel einfacher, eine geeignete, ihrer Könnens- und Entwicklungsstufe gerechten Mannschaft zu finden weil sie bei den Mädchen UND bei den Jungs gucken können. Sie können nicht nur aus den 22 Mädchenteams sondern auch aus den 461 Jungenteams wählen und werden sicher Heimatnah fündig. Auffällig guten Jungs bleibt nur der Weg in die nur begrenzt verfügbaren ambitionierten Vereine / NLZs oder sie versauern genauso in ihrer Dorftruppe wie die talentierten Mädchen in Mädchenmannschaften.

    Mädchen werden inzwischen in den Stützpunkten gefördert, was ich natürlich uneingeschränkt begrüße (Diesen Satz meine ich ernst, ganz ohne Polemik)

    Was ich allerdings vollkommen daneben finde ist, dass sie sogar einigen Jungs den Platz im Jungsstützpunkt wegnehmen. Wo es für unzählig viele Jungen sowieso nur wenige Plätze gibt. Sind sie im Überhang? Fein, dann könnte der Trainer ja auch noch 1-2 Jungs mehr dazu nehmen.

    Aufstiegschancen der Mädchen bis in die Bundesligateams sind ungleich größer als bei den Jungs weil es wesentlich weniger Konkurrenz gibt. Mit etwas Zusatztraining könnte das für talentierte Spielerinnen fast zum Selbstläufer werden. Zumindest im Vergleich zu den Jungs.


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    Aber mal im Ernst:

    Ich kenne auch einige Mädchen, die bei den Jungs locker mithalten. Sie sind in den

    Mannschaften integriert und anerkannt. Die Kinder machen da keine Unterschiede. Ist doch prima, so lange sich die Kinder wohlfühlen.

    Ich glaube aber auch, dass mit der Pubertät eine Trennung nach Geschlechtern sinnvoll sein müsste. Jungs werden da so unfassbar kindlich und doof!!! Zumindest aus der Sicht von den Mädchen, die ihren männlichen Alterskameraden locker 1-2 Jahre voraus sind. Nicht ohne Grund schielen 13 Jährige zum schnuckeligen Sören-Jason aus der 10a. ;)



    Ich finde die Verpflichtung bei Jungs spielen zu müssen, die man talentierten Mädchen in den Landesauswahlen aufbürdet, vollkommen daneben. Daher ja auch meine Forderung, für die Mädchen verbandsseitig Strukturen zu schaffen, die das nicht nötig machen.

    Ich hätte mit Sport aufgehört, wenn man mich dazu verpflichtet hätte. Beim Volleyball werden gerne zu Weihnachten vereinsinterne Mixedturniere ausgerichtet. Ich habe das immer gehasst. Die Jungs kamen mir immer vor, als ob sie den Mädchen mal zeigen müssen, wo der Hammer hängt. *uärks*

    Erst mit 30 bin ich in ein Hobbymixedteam gewechselt und hatte dann noch viele Jahre ne Mengel Spaß dort. Auch weil aus den Jungs Männer geworden waren, die es nicht mehr nötig hatten, sich zu produzieren.

    Ok, aber jetzt dürfen wir in der Diskussion nicht mischen: Wir reden doch jetzt von der Talentförderung... Dann ist einmal Stützpunkt und zwei mal Vereinstraining ja quasi normal. Und an die Stelle der Spiele im Jungenteam könnte der Mädchenstützpunkt rücken... Dann wäre der Zwang raus, bei den Jungs spielen zu müssen.

    Wenn solchen Zentren recht zentral im Kreis lägen, könnte das zumindest eine Lösung für viele sein.


    na ja, sind ja auch nur Gedankenspiele...

    Warum muss man eigentlich im Fußball immer wieder die Mädchen an den Jungs messen? Beweggründe, Athletik, Einstiegsalter... Mich langweilt das. In anderen Sportarten ist das vollkommen normal: die Anfänger trainiert man gemischt, dann werden irgendwann separate Mädchen- und Jungsteams gebildet. Weder dass die ambitionierten Mädchen bei den Jungs verbleiben, noch dass man ab diesem Zeitraum die Gruppen vergleicht.


    Ist die Gruppe der Sportler klein, ist der Aufwand entsprechend groß. Die Wege werden weiter, es gibt nicht so viel Auswahl.

    Hier im Kreis (eine Großstadt mit ländlichem Rest) zählen sie freundlicherweise immer die Teams: 461 Jungsteams und nur 22 Mädchenteams. (Einzelne Teams ab D-Jugend, so richtig gehts erst ab der B-Jugend los). Es ist also eine Randerscheinung, da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Hier in der Grundschule gibts ein groß angelegtes Mädchenfußballprojekt (E/F-Jugend). Mädchen, die in Jungsteams wieder aufgehört haben, lassen sich in einem reinen Mädchenteam wieder motivieren. Und andere, die NIEMALS mit Jungs spielen würden, finden sich auf einmal bei Kicken wieder. Ja, hier zieht das Freundinnenprizip. Das ist aber bei allen anderen Randsportarten auch so.

    Und so ists wie so häufig: wenn Schule und Verein zusammenfinden, kann es gelingen. Ansonsten wohl eher nicht.



    In dem Artikel geht's ja speziell um die Frage der Talentförderung. Und da kenne ich das von den hiesigen Auswahltrainern auch: Spiel bei den Jungs oder du bist raus.

    ,,Leistungsteams'' für Mädchen sind rar, selbst in Ballungsgebieten. Das ist dann oftmals keinerlei Option, alleine schon aus organisatorischen und finanziellen Gründen! Da bleibt ambitionierten Mädchen eigentlich überhaupt nichts anderes übrig wie bei den Jungs zu spielen, sofern sie gefordert werden wollen.

    Huhn/Ei...

    Gibts so wenig Leistungsteams, weil die Mädchen bei den Jungs sind? Oder anders herum?
    Warum zieht man nicht etwa die Auswahlspielerinnen aus den Stützpunkten permanent zusammen und lässt sie im Ligabetrieb spielen? Da hat man doch dann seine Leistungsteams und hätte ein Zweispielrecht im Heimatverein. So könnte in jedem Kreis ein "Mädchenzentrum" entstehen, welches idealerweise eine gewisse Sogwirkung entfaltet.

    Es sind andere Voraussetzungen als bei den Jungs, dann muss man halt auch andere Lösungen finden.

    Die Thematik ist das die Kinder im Bambinialter den Fuß / Hüfte aus anatomischen Gründen nicht aufdrehen können, was im Endeffekt dazu führt, dass sie keine "richtigen" Flachpässe spielen können

    Diese Aussage habe ich schon oft gehört. Aber nie gabs ne Begründung. Guckt man sich aber zum Beispiel ein Baby in einer Tragehilfe an, so fällt es mir schwer zu glauben, dass sie diese Fähigkeit mit 5-6 Jahren wieder verlernt haben sollen. new-manduca-pure-cotton-baby-carrier-dark-grey.jpg

    Aber nur weil ich noch keine Begründung gelesen habe, muss es ja nicht falsch sein... Wenn du da also was hast: ich lerne gerne hinzu

    Ich würde es wohl so machen:

    Elternabend einberufen und die Trainingsbeteiligung an Hand von Daten erstmal vorstellen.
    Danach verkünden, dass die Mannschaft nach der Saison, also im Mai, geteilt wird.

    Die Teilung folgt der Trainingsbeteiligung ab Jan. 2019 (Neustart und gleiche Chancen für alle).


    1. Mannschaft: "Vollförderung" mit Spielbetrieb für alle

    2. Mannschaft: erstmal nur 1 x die Woche Betreuung und wahrscheinlich kein Spielbetrieb


    Ich würde das so verkaufen, dass man seine Planung an den Wünschen der Familien ausrichtet und sowohl eine Lösung für die Vollblutkicker anbieten will (kleinerer Kader, viele Spiele) wie auch eine an die "Blümchenpflücker". Wenn sich dann alle auf den Hosenboden setzen, laufen die Pläne dann halt "leider" ins Leere. ;) Wenn nicht, dann gibts bei diesen Eltern auch kein Gemecker wenn sie nur noch einmal kommen müssen.