Beiträge von Papatrainer83

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    Ein Trainer macht als Trainer die gleichen Fehler wie der Schiri, der Spieler und alle am Spiel beteiligten. Das sollte man jedem Kind bewusst machen. Fehler darf und soll man machen, ohne Fehler kein Lerneffekt, egal in welchem Aspekt des Lebens.

    Das geht schon in Richtung Autorität untergraben, denn man kann davon ausgehen, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist und in den eigenen vier Wänden in der Familie noch ganz andere Dinge kritisiert werden. Eltern wissen gar nicht, was sie dem Trainer und vor allem dem Kind damit antun, welches beim Fußball was gesagt bekommt, was dann eventuell vom Vater nach dem Training direkt als falsch abgestempelt wird.

    Ein sehr interessantes Thema: Eltern und eigene vier Wände.

    Sehe ich allerdings ein bisschen differenzierter. Ich habe meinen Sohn am Wochenende in seinen Entscheidungen bestätigt und unterstützt, auch wenn das der Trainer auf dem Platz anders gesehen hat und andere Anweisungen/Feedback gegeben hat. Warum sollte ich das zu Hause in den eigenen vier Wänden nicht machen (dürfen)?

    Ich bin selbst Trainer. Trainer machen auch Fehler - teilweise erkennen sie das erst Jahre später. Und Trainer kommen und gehen. Ich denke, dass es zur (Spieler-)Persönlichkeitsentwicklung dazu gehört.

    Interessanter Aspekt. Seit ich meine Kinder nicht mehr selber trainiere sind meine Worte vor dem Spiel nur noch: "Hab Spaß und genieße das Spiel." Nach dem Spiel (ich bin nicht bei jedem Spiel dabei) überlasse ich es den Kinder ob sie erzählen wollen oder nicht. Wenn ich dabei war und sie erzählen, dann sage ich aber schon was ich gesehen habe. Da ich aber weiß was die Trainer von meinen Kindern wollen und ich das unterstütze (Positionsrotation etc.) stärke ich immer die Trainer.

    Ja, es sind mehr (viel mehr sogar) als 15 Euro Startgeld. Aber du hast recht, ich werde das ganze absagen, notfalls fällt das Geld halt weg. Aber sinnvoll ist ein Hallenturnier derzeit nicht.

    Da finde ich schon wieder ein Haar in der Suppe. Wieso soll ein Bambini-Turnier mehr als 15€ kosten? In unseren Breiten haben sich die 15€ durchgesetzt, mehr als eine Medaille für jedes Kind gibt es aber auch nicht, Platzierungen werden nicht ausgespielt. Vielleicht bekommst ja wenigstens eine Spendenquittung? :-) Oder dein Verein übernimmt das? So sollte es zumindest sein.

    Bei uns (Sachsen) ist U16 Training und Spiel erlaubt. Die meisten Hallenturniere wurden abgesagt, auch die Verbände haben die Hallenmeisterschaften abgesagt.

    Gestern kam allerdings die Mail eines Turnierveranstalters (leider des einzigen bei dem wir im Vorhinein Startgeld bezahlte haben), dass sie ihr Turnier durchführen. Mit (für meine G-Jugend) sinnfreien Regeln:
    - Kinder müssen getestet sein (in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr)

    - Zuschauerbegrenzung - wenn ich das berechne dann darf jedes Kind einen Zuschauer mitbringen

    - Zuschauer sitzen auf der oberen Tribüne, Kinder unten - heißt ich habe für die 4 Stunden die das Turnier geht 7 bis 8 Kinder auf dem Hals, die nicht zu ihren Eltern dürfen

    Überlege nun, auch aufgrund der Zahlen, abzusagen. Allerdings hatten die sich schon komisch, als wir das Startgeld nicht im Voraus zahlen wollten.

    Da muss man sich schon fragen ob alles was erlaubt ist auch richtig ist.

    Sorry, aber zur Zeit mit einer G-Jugend zu einem Hallenturnier zu fahren, während bei euch im Freistaat Ärzte und Pfleger am Limit kämpfen, Schulen geschlossen sind, halte ich für nicht vertretbar. Geht es hier um mehr als 15€ Startgeld?

    Danke für die Eröffnung dieser Diskussion.

    Leider sieht man die JSGs immer öfter, teilweise dann mit dem Ergebnis, dass es 4 E-Jugenden gibt. Im wfv sind JSGs offiziell erst ab der E-Jugend erlaubt und siehe da, fast alle haben sowohl Bambini als auch F-Jugendmannschaften, die sich dann in den "Gemeinschaften" verteilen. Meiner Meinung nach könnten viele zumindest in der E-Jugend noch eigene Mannschaften stellen-->das Zugehörigkeitsgefühl würde sich verstärken und vielleicht auch weniger zum Aussteigen bewegen.

    Ein generelles Problem sehe ich aber darin, dass viele Vereine denken, sie müssen alle Sportarten anbieten. Wenn ein Verein/Ort stark im Handball/Volleyball/Tischtennis verwurzelt ist gehen traditionell viele Kinder dann automatisch zu diesen Sportarten, warum muss dann partout auch noch alles andere angeboten werden?

    Mal ganz abgesehen davon was der Verein da so macht, was machen die Eltern bitte mit Ihren Kindern? :cursing:

    Kann ich nur unterstreichen, wer schickt sein Kind mit 12 in eine WG? Das wurde ja sicher alles vorher angeschaut. Nur die Schuld bei Union zu suchen ist mir zu billig.


    Die NLZ gehen genau in die andere Richtung und haben schon U10 und U9 Teams. Ich persönlich finde vor U12 sollte kein Spieler im Kleinfeldbereich den Verein wechseln, sonder sich in der vertrauten Umgebung weiterentwickeln und eventuell Stützpunkttraining nehmen, wenn das Training nicht ausreicht. ich würde mir wünschen wir hätten mehr Stützpunktvereine die genau diese Aufgabe übernehmen in Zusammenarbeit mit dem Verband.

    Gehe ich 1:1 genau so mit.

    Überall herrscht aber auch das riesen Problem des Nachwuchsmangels und es entstehen immer mehr SG/JSG oder JFVs, wo ich mir nicht sicher bin, ob das eine Lösung des Problems ist oder vllt auch ein Teil davon... Aber das könnte ein andere eigener Thread werden

    Sehr interessante Diskussion (ich bin kein Freund von SG/JSG), wäre meines Erachtens auch ein eigener Thread wert.

    Generell würde ich den Druck vor dem "Vorspielen" aus Elternsicht rausnehmen und es eher zusätzliches Training nennen. Ein Kind wird dann positiv auffallen wenn es daran Spaß hat und nicht wenn es sich Gedanken macht ob es hier eventuell negativ auffallen könnte.

    In MV müssen wir jetzt mal abwarten, wie es weitergeht. Eine Entscheidung soll wohl diese Woche fallen.

    Sollte es dahin gehen, dass nur noch Geimpfte in der Halle trainieren können (Training draußen ist hier oben im Norden wirklich keine Alternative mehr), sehe ich bei meiner D-Jugend schwarz. Da scheint bisher kaum jemand geimpft zu sein (was auch klar ist, da die Spieler ab 12 sich erst seit zwei-drei Monaten impfen lassen können und die unter 12 sowieso noch nicht.

    Ernste Frage: wieso ist draußen trainieren keine Option mehr? Keine verfügbaren Plätze? In einem Beitrag weiter vorne lese ich von einer C-Jugend, die jetzt schon in die Halle will.

    Für mich ist Fussball eine Freiluftsportart, zu nicht-Corona-Zeiten kann man gerne auch mal 2-4 Monate in die Halle. Aber in der jetzigen Zeit mit einer D oder gar einer C auf Hallentraining zu drängen verstehe ich ehrlich gesagt nicht, sofern natürlich bespielbare Plätze vorhanden sind.

    und soll jetzt Vorspielen im einem Nachwuchsleistungszentrum.

    Als Info gab uns jemand mit das die Torhüter beidfüßig sein sollen, ist das wirklich der Fall oder kann es nur der private Anspruch des NLZ ?

    Hallo Elvis,

    wer sagt er soll da vorspielen?

    Ich habe kein Kind in einem NLZ, jedoch Kontakte zu Kindern, die da spielen. Wenn das Kind es nicht von sich aus zu 100% will, kann der Schuss ganz schön nach hinten losgehen. Das ist ein Aufwand, der nur zu stemmen ist wenn Kinder und Eltern das wollen.

    Ein beidfüßiger Torwart in der U9 halte ich ehrlich gesagt für eine reine Wunschvorstellung. Leider lassen 80% der Trainer in der U9 den Torwart einen langen Abschlag auf den schnellen, großen Stürmer machen. Sollte dein Sohn annährend beidfüßig sein, ist das schon sehr gut. Mir widerspricht es aber, dass bereits ein U9 Kind auf die Position Torwart fixiert ist. Bei den besten Mannschaften der U10 (NLZ oder Partner von NLZ), die ich gesehen habe, waren immer abwechselnd die Feldspieler im Tor. Diese konnten somit auch aktiv am Spiel teilnehmen und waren alle gute Fußballer.

    Doch natürlich. Jede Jugend ist immer ein Doppeljahrgang. Was spricht dagegen einen 2011er in der E2 spielen zu lassen? Nur unser Jahrgangsdenken

    Jahrgangsmannschaften sind bei uns die absolute Ausnahme.
    Die meisten Vereine stellen selbst mit Spielgemeinschaft nur eine F-Jugend und eine E-Jugend
    Außerdem was machst Du dann mit dem im Dezember 2012 geborenen U10 Spieler, der kann ja auch nicht in die F-Jugend zurück und ist in der U11-2 vielleicht trotzdem überfordert.
    Ich gebe Dir recht, dass es besser ist innerhalb der Doppeljahrgänge die Spieler nach Leistungsfähigkeit und körperlichen Kriterien zu mischen als stur an Jahrgangsmannschaften festzuhalten, aber im ländlichen Raum reicht diese Möglichkeit meist nicht aus.

    Richtig, das geht nicht. was aber geht ist mit der E2 Spiele gegen F-Jugenden auszumachen. Hier ist dieses Kind dann im Normalfall zumindest körperlich überlegen. Aber die 1a-Lösung ist das auch nicht.

    Das Thema mit dem RAE kann man doch eigentlich als (Breitensport-) Verein ganz einfach lösen: Aufhören mit dem Jahrgangsdenken und das Jugenddenken fördern. So kann ein Kind immer dort spielen wo es von seinen spielerischen und körperlichen Anlagen richtig aufgehoben ist. Als Nebeneffekt hätte man auch dem Verein im Verein einen Riegel vorgeschoben. Zumindest in der F ist dies so auch von vielen Bezirken gewünscht.

    Aber ich weiß: mit dieser Meinung bin ich in der Minderheit und akzeptiere, dass die meisten mit U-Mannschaften arbeiten wollen.

    Starke Spieler nach oben schieben ist natürlich immer möglich.

    Das Problem, sind doch die schwächeren und oft auch jüngeren, die in ihrer eigentlichen Altersklasse nicht mithalten können. Die kann man nicht einfach mal einen Jahrgang tiefer schieben.

    Doch natürlich. Jede Jugend ist immer ein Doppeljahrgang. Was spricht dagegen einen 2011er in der E2 spielen zu lassen? Nur unser Jahrgangsdenken.

    Das Thema mit dem RAE kann man doch eigentlich als (Breitensport-) Verein ganz einfach lösen: Aufhören mit dem Jahrgangsdenken und das Jugenddenken fördern. So kann ein Kind immer dort spielen wo es von seinen spielerischen und körperlichen Anlagen richtig aufgehoben ist. Als Nebeneffekt hätte man auch dem Verein im Verein einen Riegel vorgeschoben. Zumindest in der F ist dies so auch von vielen Bezirken gewünscht.

    Aber ich weiß: mit dieser Meinung bin ich in der Minderheit und akzeptiere, dass die meisten mit U-Mannschaften arbeiten wollen.

    Genau so ist es. Leistungssport !

    Mit dem Trainer kann man da leider nicht wirklich reden. Ganz am Anfang der Saison hat’s ein Vater versucht, mit dem Ergebnis das der Sohn seine Klamotten abgeben dürfe und nicht mehr zum Training sollte

    In der U15 Verbandsliga (Vermutung...bei 150km Anfahrt?) ist es aber auch ehrlicherweise nicht die Aufgabe der Eltern mit dem Trainer über die Aufstellung zu reden. Wenn überhaupt, dann über die Belange des eigenen Kindes, aber selbst da finde ich den Weg über den Jungen selber sinnvoller.


    Aber dem Trainer zu erklären, dass er die falschen Spieler aufstellt, davon würde ich auf dem Niveau ganz dringend abraten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der nämlich überzeugt davon ist, sportlich richtig zu handeln. Bestimmte Argumente sind dann für den sportlichen Laien auch nicht immer ganz nachzuvollziehen.

    Ehrlich gesagt finde ich es nie Aufgabe der Eltern über die Aufstellung zu sprechen. In gut geführten sportlich ambitionierten Vereinen gibt es Entwicklungsgespräche. Man kann sicherlich auch außerhalb dieser Gespräche mit den Trainern sprechen, aber eben nur über das eigene Kind. Warum die anderen Spieler nicht im Training sind wurde auch nicht geklärt, eventuell trainieren sie ja zusätzlich in einer höheren Jugend mit und dies ist so abgesprochen? Man darf ja nicht immer nur vom Schlechtesten ausgehen, diese Schilderung hier ist mir etwas zu einseitig.

    Mein Tipp an euch, wäre gemeinsam mit Elternteilen der Bank-Wärmer und mit Eltern der Kinder die dauerhauft spielen das Gespräch mit dem Trainer zu suchen. Macht ihn drauf aufmerksam, dass viele Kinder, die durch das Nicht-spielen sehr frustiert sind und entweder dem Fußball den Rücken kehren oder sich andere Vereine suchen. Früher oder später braucht er genau diese Kinder!

    Im Originalpost ist die Rede von Fahrtwegen von bis zu 150km zu den Spielen. Das hört sich nicht nach Breitensport an, daher wird es sicherlich nicht so einfach sein dem Trainer hier beizukommen.

    Ich würde auch auf der Geschäftsstelle anrufen.

    Natürlich gelten einige der aufgeführten Beispielen als no-go, aber ein Punkt ist mir sauer aufgestoßen: Ansetzen von Freundschaftsspiele ohne Rücksprache mit den Eltern. Da bin ich komplett anderer Meinung, man kann nicht immer alles nach dem Gusto der Eltern machen. Sorry für offtopic

    Ihr vergesst einen wichtigen Punkt: die Motivation der Kinder/Jugendlichen. Den letzten Schritt zum besten des Jahrgangs/Profi/Nationalspieler können nur die machen, die bereit sind selber mehr zu investieren. Die Spieler sind zu früh satt und zufrieden.