Beiträge von ParkerS

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    golfstrom Ich denke, du hast mich falsch verstanden. Ich möchte doch nicht, dass Monate oder Jahre nachdem ein Spieler aufgehört hat, mit dem oder der Spielerin in Kontakt bleiben - mit den Spielern oder Spielerinnen sowie nicht direkt, hoffentlich sind die Eltern gemeint. Aber direkt, wenn ein Kind aufhört, spricht man doch noch einmal mit den Eltern, oder etwa nicht? Und genau in dem Gespräch bietet man andere Möglichkeiten an. Meistens merkt man doch sogar als Trainer, wenn ein Kind kurz vorm Aufhören ist, dann wäre doch auch ein Gespräch sinnvoll.


    Auch so eine große Datenbank halte ich nicht nur für übertrieben sondern rechtlich sogar für problematisch

    Wenn die Mädchen nicht mehr mithalten können, verweist man sie an geeignetere Teams. So wie ParkerS es auch gesagt hat und so wie man es übrigens auch mit Jungs macht, die nicht mehr mitkommen.

    Dafür muss es allerdings auch ausreichend Mädchenteams geben. Und die gibt es halt nicht, wenn sich im Verein niemand darum kümmert, wenn Spielerinnen aufhören zu dohen.

    Unterschiede im körperlichen Leistungsstand bei Mädchen und Jungen beginnen schon viel früher. Welchen Anteil daran der Sozialisierung und die unterschiedliche körperliche Entwicklung (u.a. Pupertät) hat, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Die Ausarbeitung der Bedingungen für das deutsche Sportabzeichen erfolgen nach empirischen Untersuchungen. Da gibt es schon ab 8 Jahren Jährigen Unterschiede v.a. im Ausdauerbereich. Beim Sprint gibt es in der ambitionierten Kategorie (Gold) tatsächlich erst bei den 13jährigen deutliche Abweichungen zwischen Jungen und Mädchen, aber bei Bronze gibt es schon ab 8 Jahren große Unterschiede. Daraus ließe sich ableiten, dass ambitionierte Mädchen körperlich sehr wohl bis 13 mithalten können, aber der Durchschnitt der Mädchen eben nicht. Das deckt sich auch mit meinen Beobachtungen. Nicht nur im Fußball, auch im Handball.


    Und da wir jetzt schon etwas offtopic sind.... Was mich im Mädchen Fußball ärgert, ist die Tatsache, dass es immer noch Eltern gibt, die ihre Mädchen nicht zum Fußball lassen, weil das ein Jungensport wäre. Dadurch gehen auch geschätzt mind. 10% der Spielerinnen verloren.

    Für wieviel Porzent der fussballspielenden Mädchenmacht es Sinn bei den Jungs zu spielen?

    bis einschl. U13 100%.
    Ab U15 beginnt es zu kippen, ab der U17 sinkt es bis zu 0%.


    Entschuldige bitte die harten Worten: Aber das absoluter Blödsinn. Das kippt viel früher. Ich könnte dir aus eigener Erfahrung mind, 30 Beispiele nennen, die das widerlegen. Bei U9 sind wir vielleicht bei 90%. In der U13 sind wir bereits weit unter 50%.


    Wenn Mädchen bei Mädchen die Prioritäten auf reine fussballerische Entwicklung liegen würde, könnte man vielleicht zustimmen. Aber dann auch nicht als reine Mädchenmannschaft.

    Warum erlischt das Interesse von Trainern und Vereinen an Spielern sofort, wenn sie nicht im eigenen Team spielen wollen? Wir in der letzten Dekade mehr als ein dutzend Spielern, Kontakte für andere Mannschaften vermittelt, sowohl stärkere als auch schwächere Teams, wenn sie drohten mit dem Fußball aufzuhören.


    Bei Mädchen im Jungenfußball erleben wir das gerade extrem. Spielerinnen werden wortlos aufgegeben, statt auf Mädchenmannschaften ind der eigenen Umgebung, schlimmer noch in bestehenden Spielgemeinschaften, hinzuweisen. Gerade am Wochenende wieder erlebt. Eine Spielerin hatte bei den Jungen keine Chance, Dauergast auf der Bank, aufgehört weil ihr keine Perspektiven aufgezeigt wurden. Und das obwohl es eine Asprache mit der Jungenmannschaft, bzw. dem Verein gab. Nach kurzer Recherche betrifft das vier Spielerinnen. Drei haben sich jetzt für ein anderes Hobby entscheiden, die oben angesprochene Spielerin ist nach einem Jahr Pause zu einem anderen Verein gewechselt. Immerhin ist die dann dem Fußball treu geblieben.

    Die Kommunikation ist in der Tat sehr verbesserungswürdig, ich denke, da sind sich auch alle einig.


    Den Punkt mit der Spielfeldgröße sollte man etwas mit etwas Abstand dann differenzierter betrachten (Das hier ist der Frustabbauthread und es gut, dass man hier mal die Luft rauslassen kann.). Die Spiel- und Jugendausschüsse bekommen so häufig (teilweise unberechtigterweise) ihr Fett weg. Manchmal haben die aber auch einfach mehr Erfahrung und den Blick für das Ganze. Sie müssen auch immer abwägen, ob die Ausschreibungen für die spielerische Entwicklung förderlich sind aber auch in den Vereinen praktisch umsetzbar sind. Eine doppelte Verlängerung des Strafraumes ist für viele Vereine wahrscheinlich einfacher umsetzbar. Und kleinere Spielfelder bringen auch bei der spielerischen Entwicklung Vorteile. Wenn der Gegnerdruck bei der Ballannahme hoch ist, dann muss diese eben verbessern. Das wollen wir doch.


    Also: 1. Luft rauslassen, 2. beobachten und 3. abschließend bewerten.


    Als Mitglied im Jugendausschuss hat man kein leichtes Los gezogen. Ich bin ehrenamtlich in einigen Bereichen aktiv. Die zwei Aufgaben, die ich niemals übernehmen würde sind Staffelleiter im (Jugend-)Fußball oder Schiedsrichteransetzer.

    Ich halten den eingeschlagenen Weg mit kleineren Mannschaften für richtig. Die Gründe dafür hat Hannes Wolf ja schon tausend mal runtergebet und die leuchten mir auch ein. Mehr Ballkontakte -> mehr Entwicklung. Also alle U14 Spiele (im Breitensport), die ich mir mal so angeschaut habe, fand ich gruselig. Viel zu lange (Pass- und Lauf-) Wege für Spieler mit einer durchschnittlichen Größe.


    Das Abrutschen aus der Weltspitze sehen wir doch auch in anderen Sportarten, in denen wir früher eben dies waren. Man schaue sich nur die olympischen Disziplinen an. Von den Trainingsmethoden her, denke ich, sind wir immer noch recht weit vorne, die anderen Länder verringern aber den Abstand, bzw. viele Sportler trainieren ja bereits in Europa und den USA.


    Ich will hier wirklich keine politische Debatte starten. Ganz Deutschland ist doch ein Wohlfühloase. Der Traum als Fußballprofi platzt, egal, dann mach man Abitur, studiert und hat später ein gutes Einkommen. Und das halte ich so auch für richtig. Aber der ("Überlebens"-) Druck ist in anderen Ländern einfach größer und den werden wir auch nicht erreichen, indem wir im Bambini-Bereich wieder Tabellen einführen.

    Gruppenfähigkeit, Akzeptanz, Zuverlässigkeit lernen Kinder in der Schule und im Elternhaus -oder eben auch nicht. Natürlich vermittelt man als Trainer auch Werte, aber ein Kind auf rechts zu drehen, schafft man in der kurzen Zeit des Training kaum. Und selbstverständlich tut sich die meisten erst einmal schwerer, wenn sich Spielfeldgröße und Anzahl der Mitspieler ändert.


    Bei uns ist einmal eine ganze D-Mannschaft "aus dem Nichts" aufgetaucht. Total wild. Die haben aber erst einmal alle Vereinsmannschaften abgeschossen. Zur Rückrunde blieben die Erfolge aus, zum Ende der Saison sind die wieder verschwunden. Bei denen hat nur der Bolzplatz gezogen. (Der Trainer war übrigens ein ehem. NLZ-Trainer. Charakterlich ist der aber sehr fragwürdig.)

    EifelMoselHunsrueck, die Erfahrung kann ich so nicht bestätigen.


    Die Kinder bei mir sprechen immer davon, dass sie endlich den "richtigen Fußball" spielen wollen. Teils liegt aus meiner Sicht daran, dass sie von den Eltern (der Eindruck hat sich in Elterngesprächen auch gefestigt) indoktriert werden, zum anderen liegt es aber auch daran, dass sie den großen Vorbildern nacheifern wollen. Vor dem Training spielen die Jungs am liebsten auf die Erwachsenen-Tore -jeder Schuss ein Treffer.

    Aktuell übernehmen immer noch (Papa-)Trainer der alten Schule, die früher einmal höher gespielt haben, die Mannschaften. Argumente wie "Wir bilden ja gar keine TW mehr aus", "Ergebnisse zählen nicht mehr" sind zumindest im ersten Trainerjahr noch an der Tagesordnung. Und diese populistischen Meinungen verfangen sich immer noch bei den Eltern.


    Bei uns in der E-Jugend haben die gemischte Festivals durchgeführt. Da hat man immer abwechselnd 3 vs 3 und 4+1 im CL-Modus gespielt. Das war super. Nach anfänglichen Murren fanden das alle gut. Warum das wieder zurückgedreht wurde, habe ich bis heute nicht verstanden?

    Charles De Goal Grundsätzlich gebe ich dir ja recht. Du solltest jetzt aber nicht jede Trainingseinheit auf die Goldwaage legen.


    Ich richte mein Training auch größtenteils nach der Trainingsphilosophie Deutschlands aus. Das wird den Spielern (D-Jugend) aber teilweise auch langweilig wird. Ich baue dann auch einmal Kraft oder Sprinteinheiten in das Training ein. Und auch wenn die Spieler während des Trainings meckern, wenn es anstrengend wird, sind das die Trainingseinheiten, über die die Spieler einen Monat später positiv berichten.

    Ich lasse Spieler auch mal eigene Trainingseinheiten gestalten. Da werden häufig Hütchenparcours (keine Ahnung, wo die das herhaben,ich mache so ja kein Training) aufgebaut, den die Spieler durchqueren und das macht denen ja so viel Spaß -sagen sie zumindest-, die Körperhaltung und die Gesichtsausdrücke sagen aber was anderes.


    Ich will damit sagen, dass Abwechslung total wichtig ist. Hier gibt es ja einen ganzen Thread dazu "Aus anderen Sportarten lernen". Wenn ein Trainerteam jetzt in der Vorbereitung mal von der Trainingsphilosophie abweicht, dann ist das nicht zwingend schlecht. Du solltest den beiden auch eine reele Chance geben, sich zu beweisen. Auch wenn die Vorzeichen nicht gut sind.

    Ich kenne Vereine, die Probetrainings bei anderen Vereinen nicht zustimmen, solange die Saison noch läuft, weil die keine Unruhe in der Mannschaft schürren wollen. Probetrainings und Spielerwechsel kratzen immer auch ein bisschen am Ego des Trainers.


    Problematischer sind die Spieler, die gleich zu Saisonbeginn die Segel streichen, da sie über die Sommerferien gemerkt haben, dass Fußball doch nichts für sie ist. Wobei ich das auch ein Stück weit nachvollziehen kann.

    Leg0_o Das Problem liegt scheinbar bei dir :D


    Du sagst, dass DU ausgelaugt bist. Was du dann beschreibst ist dann beinahe der Idealfall. Hohe Trainingsbeteiligung, keine Über(!)forderung der Kinder, passendes Umfeld, Unterstützung im Trainerteam.

    Ich denke, deine Ansprüche sind einfach zu hoch. Ist jetzt von außen leicht gesagt: Aber schraub deine Ansprüche etwas herunter und mach genau so weiter. Orientiert dich weniger an den Ergebnissen in den Spielen. Für deine Spieler ist das Verlieren auch eine wertvolle Erfahrung, die im ersten Moment weh tut, aber wichtig ist, um Resilienz zu entwickeln.


    Mach einfach so weiter!

    Es klingt so naheliegend, die Anzahl der Spiele bei den Teams mit unzuverlässigen Spielern/Eltern zu reduzieren. Aber auch das führt bei uns komischerweise dazu, dass die Zuverlässugkeit noch weiter abnimmt.


    Die Vorschläge, die hier gamacht wurden, klingen immer sinnvoll und logisch. Leider halten sie in der Realität selten stand. Es hilft m.M.n. nur, die eigenen Ansprüche etwas herunterzuschrauben oder wirklich ein so gutes Mannschaftsklima zu schaffen, dass es den Spielern schwer fällt, mal nicht dabei zu sein -bei den gewachsenen Ansprüchen ist das aber nicht einfach. Und das hat auch nichts mit der aktuellen Generation zu tun, sondern mit der heutign Zeit an sich. Die Zuverlässigkeit ist uch bei den Seniore und Altsenioren zu beobachten.

    Spiele/Miniturniere in der Woche als Trainingsersatz kommen bei uns bis zur F-Jugend gut an. In der E-Jugend ist das Feedback eher gemischt. Ab der D-Jugend kaum noch möglich. Die Gründe wurden schon genannt. Freitagabendspiele sind super, allerdings sind da nur max. zwei pro Woche möglich und da müsste die Herren an manchen Tagen das Training aussetzen.


    Aber so viele Wochenenden sind es nicht unser B-Jugend hatte diese Saison 18 Spiele, die D-Jugend 22 Spiele, die E-Jugend 12 Spiele, die F-Jugend 8 Spiele. Das ist in etwa jedes dritte, jedes zweite, jedes vierte und jedes sechste Wochenende. Die Zuverlässigkeit korreliert übrigens negativ der Anzahl der Spiele

    Genau, ohne Meldung einer Mannschaft hält das meiner Erfahrung nach max. eine Saison. Mit einer Mannschaftsmeldung hat man vor jedem Spiel eine Menge Spaß dabei, die Spieler abzutelefonieren um ein Team voll zu bekommen. Muss man als Trainer halt bereit zu sein. Das ist bei den Senioren oder Altsenioren übrigens auch nicht anders.


    Kinder und Jugendliche entscheiden sich doch häufig für Fußball, nicht weil die Sportart an sich so toll wäre, sondern weil man in seinem Umfeld (Familie/Freunde) und in Medien (TV/Print/Social Media) ständig damit konfrontiert wird. Und dann geht es doch nicht um das Kicken an sich sondern um das Spielen in einer Mannschaft, damit man Teil von diesem ganzen Konstrukt ist.


    Ich ziehe vor jedem den Hut, der den Weg einschlägt, es mit einer Freizeittruppe zu probieren. Ich würde bei mir den Weg auch ein weiteres Mal gehen aber ohne eine große Erwartungshaltung. Und wenn die Mannschaft sich nach 10 Wochen auflöst, dann ist es halt so. Wenn das Team 25 Wochen durch hält, noch besser. Da helfen auch keine größere Transparenz, regelmäßigen Abfragen und weniger/kein Leistungsdruck. Aber das wäre dann eher etwas für den Frustabbau-Thread.

    Aber zwingend eine Mannschaft melden, das ist wichtig, sonst hören die Spieler wahrscheinlich schnell auf. Als Trainer von einer schwachen und unzuverlässigen Mannschaft muss man schon sehr leidensfähig sein. Das halten nicht viele Trainer lange durch.

    Coach_T Ich habe das im Übergang von E- und D-Jugend zweimal mit Spaßmannschaften probiert. Und es jeweils nach einem Jahr gescheitert. Die Anzahl der Spaßspieler ist immer weiter zurückgegangen. Irgendwann war dann die kritische Masse erreicht und ich habe das Training irgendwann eingestellt. Gerade habe ich eine ähnliche Konstellation, allerdings ist der jüngere Jahrgang die Spaßtruppe. Und ich bin gerade am struggeln, ob ich den Aufwand mit einer Spaßtruppe noch stemmen kann.


    In der Theorie klingt der Vorschlag mit der Spaßtruppe perfekt. Warum kann man Fußball nicht einfach zum Spaß spielen (was ja vor jedem Turnier propagiert wird)? Warum geht es immer auch um das Ergebnis? Bei anderen Sportarten wie z.B. Kinderturnen, Tanzen klappt das ja auch in der breiten Masse.

    Man darf, glaube ich, nicht unterschätzen, dass es den Kindern/Jugendlichen (ist bei den Erwachsenen auch nicht anders) nicht nur um den Sport an sich geht, sondern sie wollen im Familien- und Freundeskreis auch darüber sprechen. Und die Aussage "Wir spielen zwar nie oder nicht gut" steigert nicht gerade das eigene Ansehen.


    Also probiere gerne den Ansatz mit dem harten Kern und der Spaßtruppe. Wenn du dadurch einige Spieler für ein Jahr beim Fußballspielen halten kannst, dann hast du ja auch schon was erreicht. Langfristig wird das meiner Erfahrung nach aber keine Lösung sein.

    Goodie Also in Niedersachsen gibt es definitiv keine Pflicht, das jemand, der Aufsicht macht ein Führungszeugnis und einen Teilnahme für einen erste Hilfe-Kurs vorlegen. Verpfilichtend sind die, wenn man im NFV eine Trainer-Lizenz erwirbt. Und einige Vereine haben da eine Selbstverpflichtung.


    Du nennst den Versicherung ja selber die "Geißel der Gesellschaft". Der Versicherungsschutz ist häufig auchj nur ein Totschlagargument von Trainern, Vereinsverantwortlichen und Eltern, wenn jemand etwas nicht möchte. Es ist ja schwer das zu widerlegen. Stimmt aber häufig nicht. Da wird immer mit der Angst gespielt.


    Leodegar Wieder zum Thema zurück. Ich habe aktuell eine Mannschaft, die nicht am Spielbetrieb teilnimmt und hatte so eine auch schon vor einigen Jahren auch schon einmal. Die Halbwertszeit solcher Gruppen ist aber -zumindest aus meiner Erfahrung- relativ kurz. Die Kinder fragen mich quasi jedes Training, wann es wieder mal Spiele/Turniere gibt. Ironischerweise sind das die Kinder, deren Eltern die Spieler zu den Turnieren/Spielen immer abmelden.


    Ursprünglich zielte dieser Thread darauf, ob ihr auch aktuell (Ende April) einen ungewöhnlichen Anstieg bei den Trainingsabsagen habt. Das scheint nicht der Fall zu sein.

    golfstrom Natürlich erwarten wir Trainer von den Kindern, dass das Training und die Spiele eine zentrale Rolle bei der Freizeitgestaltung spielt.


    Wenn die Kinder sich für einen Mannschaftssport entscheiden, dann müssen sie auch bereit sein "Opfer" zu bringen. Dann geht man halt mal eine Stunde späte zum Geburtstag eines Freundes. Dann versucht man einen Arzttermin auf einen anderen Tag als den Trainingstag zu verschieben. Irgendwann kommt auch einmal der Punkt, wo sich ein Spieler entscheiden muss, ob er z.B. Handball und Fußball zeitgleich betreiben kann. Wenn sich die Spieler dann entscheiden, mit Fußball aufzuhören, dann finde ich das Schade aber ich kann es niemanden verübeln.

    Was ich aber schwer oder gar nicht akzeptieren kann ist dieses Cherrypicking: "Ich komme nur zum Training, wenn sonst nichts anliegt." Wir -Eltern/Kinder etc.- müssen mal wieder lernen Entweder-Oder-Entscheidungen zu treffen.

    Das mit der Kadernominierung klappt aber nicht immer. Ich habe häufig mehr Spieler beim Training als bei den Spielen. Zudem habe ich einen Spieler, der in der Entwicklung (Pubertät) weiter ist als die anderen. Der Spieler reagiert immer sehr gereizt auf Kritik (noch nicht einmal von mir, eher von den eigenen Eltern), die Trainingsbeteiligung ist da schlecht bei den Spielen hoch. Wenn ich den Spieler immer auf die Bank setzen würde, dann würde der in der aktuellen Phase aufhören.


    Ein Teil meiner Frage bezieht sich auf die niedrige Beteiligung im April (nach Ostern), die ich mir nicht erklären kann. Und das betrifft irgendwie alle Mannschaften von F-Junioren bis Altsenioren. Auch die Platzierung kann kein Faktor sein, von Meisterschaft, Klassenerhalt oder goldene Ananas ist alles dabei. Vielleicht sind wir aber auch gerade ein statistischer Ausreißer.



    Übrigens hat unseren Verein heute die Nachricht erreicht, dass uns Hallenzeiten wegen der Einführung der Ganztagsschule gestrichen werden. Betrifft uns im Fußball nicht ganz so hart, aber für die anderen Kindersportgruppen ist das quasi der KO. Etweder findet unser Verein Übungsleiter/innen, die auch von 13.00 Uhr - 15.00 Uhr ein Angebot im Rahmen der Ganztagsschule anbieten können oder uns bricht der halbe Kindersport (und damit ein Viertel der Vereinsmitglieder) weg. Unruhige Zeiten.