Beiträge von ParkerS

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    Ich halten den eingeschlagenen Weg mit kleineren Mannschaften für richtig. Die Gründe dafür hat Hannes Wolf ja schon tausend mal runtergebet und die leuchten mir auch ein. Mehr Ballkontakte -> mehr Entwicklung. Also alle U14 Spiele (im Breitensport), die ich mir mal so angeschaut habe, fand ich gruselig. Viel zu lange (Pass- und Lauf-) Wege für Spieler mit einer durchschnittlichen Größe.


    Das Abrutschen aus der Weltspitze sehen wir doch auch in anderen Sportarten, in denen wir früher eben dies waren. Man schaue sich nur die olympischen Disziplinen an. Von den Trainingsmethoden her, denke ich, sind wir immer noch recht weit vorne, die anderen Länder verringern aber den Abstand, bzw. viele Sportler trainieren ja bereits in Europa und den USA.


    Ich will hier wirklich keine politische Debatte starten. Ganz Deutschland ist doch ein Wohlfühloase. Der Traum als Fußballprofi platzt, egal, dann mach man Abitur, studiert und hat später ein gutes Einkommen. Und das halte ich so auch für richtig. Aber der ("Überlebens"-) Druck ist in anderen Ländern einfach größer und den werden wir auch nicht erreichen, indem wir im Bambini-Bereich wieder Tabellen einführen.

    Gruppenfähigkeit, Akzeptanz, Zuverlässigkeit lernen Kinder in der Schule und im Elternhaus -oder eben auch nicht. Natürlich vermittelt man als Trainer auch Werte, aber ein Kind auf rechts zu drehen, schafft man in der kurzen Zeit des Training kaum. Und selbstverständlich tut sich die meisten erst einmal schwerer, wenn sich Spielfeldgröße und Anzahl der Mitspieler ändert.


    Bei uns ist einmal eine ganze D-Mannschaft "aus dem Nichts" aufgetaucht. Total wild. Die haben aber erst einmal alle Vereinsmannschaften abgeschossen. Zur Rückrunde blieben die Erfolge aus, zum Ende der Saison sind die wieder verschwunden. Bei denen hat nur der Bolzplatz gezogen. (Der Trainer war übrigens ein ehem. NLZ-Trainer. Charakterlich ist der aber sehr fragwürdig.)

    EifelMoselHunsrueck, die Erfahrung kann ich so nicht bestätigen.


    Die Kinder bei mir sprechen immer davon, dass sie endlich den "richtigen Fußball" spielen wollen. Teils liegt aus meiner Sicht daran, dass sie von den Eltern (der Eindruck hat sich in Elterngesprächen auch gefestigt) indoktriert werden, zum anderen liegt es aber auch daran, dass sie den großen Vorbildern nacheifern wollen. Vor dem Training spielen die Jungs am liebsten auf die Erwachsenen-Tore -jeder Schuss ein Treffer.

    Aktuell übernehmen immer noch (Papa-)Trainer der alten Schule, die früher einmal höher gespielt haben, die Mannschaften. Argumente wie "Wir bilden ja gar keine TW mehr aus", "Ergebnisse zählen nicht mehr" sind zumindest im ersten Trainerjahr noch an der Tagesordnung. Und diese populistischen Meinungen verfangen sich immer noch bei den Eltern.


    Bei uns in der E-Jugend haben die gemischte Festivals durchgeführt. Da hat man immer abwechselnd 3 vs 3 und 4+1 im CL-Modus gespielt. Das war super. Nach anfänglichen Murren fanden das alle gut. Warum das wieder zurückgedreht wurde, habe ich bis heute nicht verstanden?

    Charles De Goal Grundsätzlich gebe ich dir ja recht. Du solltest jetzt aber nicht jede Trainingseinheit auf die Goldwaage legen.


    Ich richte mein Training auch größtenteils nach der Trainingsphilosophie Deutschlands aus. Das wird den Spielern (D-Jugend) aber teilweise auch langweilig wird. Ich baue dann auch einmal Kraft oder Sprinteinheiten in das Training ein. Und auch wenn die Spieler während des Trainings meckern, wenn es anstrengend wird, sind das die Trainingseinheiten, über die die Spieler einen Monat später positiv berichten.

    Ich lasse Spieler auch mal eigene Trainingseinheiten gestalten. Da werden häufig Hütchenparcours (keine Ahnung, wo die das herhaben,ich mache so ja kein Training) aufgebaut, den die Spieler durchqueren und das macht denen ja so viel Spaß -sagen sie zumindest-, die Körperhaltung und die Gesichtsausdrücke sagen aber was anderes.


    Ich will damit sagen, dass Abwechslung total wichtig ist. Hier gibt es ja einen ganzen Thread dazu "Aus anderen Sportarten lernen". Wenn ein Trainerteam jetzt in der Vorbereitung mal von der Trainingsphilosophie abweicht, dann ist das nicht zwingend schlecht. Du solltest den beiden auch eine reele Chance geben, sich zu beweisen. Auch wenn die Vorzeichen nicht gut sind.

    Ich kenne Vereine, die Probetrainings bei anderen Vereinen nicht zustimmen, solange die Saison noch läuft, weil die keine Unruhe in der Mannschaft schürren wollen. Probetrainings und Spielerwechsel kratzen immer auch ein bisschen am Ego des Trainers.


    Problematischer sind die Spieler, die gleich zu Saisonbeginn die Segel streichen, da sie über die Sommerferien gemerkt haben, dass Fußball doch nichts für sie ist. Wobei ich das auch ein Stück weit nachvollziehen kann.

    Leg0_o Das Problem liegt scheinbar bei dir :D


    Du sagst, dass DU ausgelaugt bist. Was du dann beschreibst ist dann beinahe der Idealfall. Hohe Trainingsbeteiligung, keine Über(!)forderung der Kinder, passendes Umfeld, Unterstützung im Trainerteam.

    Ich denke, deine Ansprüche sind einfach zu hoch. Ist jetzt von außen leicht gesagt: Aber schraub deine Ansprüche etwas herunter und mach genau so weiter. Orientiert dich weniger an den Ergebnissen in den Spielen. Für deine Spieler ist das Verlieren auch eine wertvolle Erfahrung, die im ersten Moment weh tut, aber wichtig ist, um Resilienz zu entwickeln.


    Mach einfach so weiter!

    Es klingt so naheliegend, die Anzahl der Spiele bei den Teams mit unzuverlässigen Spielern/Eltern zu reduzieren. Aber auch das führt bei uns komischerweise dazu, dass die Zuverlässugkeit noch weiter abnimmt.


    Die Vorschläge, die hier gamacht wurden, klingen immer sinnvoll und logisch. Leider halten sie in der Realität selten stand. Es hilft m.M.n. nur, die eigenen Ansprüche etwas herunterzuschrauben oder wirklich ein so gutes Mannschaftsklima zu schaffen, dass es den Spielern schwer fällt, mal nicht dabei zu sein -bei den gewachsenen Ansprüchen ist das aber nicht einfach. Und das hat auch nichts mit der aktuellen Generation zu tun, sondern mit der heutign Zeit an sich. Die Zuverlässigkeit ist uch bei den Seniore und Altsenioren zu beobachten.

    Spiele/Miniturniere in der Woche als Trainingsersatz kommen bei uns bis zur F-Jugend gut an. In der E-Jugend ist das Feedback eher gemischt. Ab der D-Jugend kaum noch möglich. Die Gründe wurden schon genannt. Freitagabendspiele sind super, allerdings sind da nur max. zwei pro Woche möglich und da müsste die Herren an manchen Tagen das Training aussetzen.


    Aber so viele Wochenenden sind es nicht unser B-Jugend hatte diese Saison 18 Spiele, die D-Jugend 22 Spiele, die E-Jugend 12 Spiele, die F-Jugend 8 Spiele. Das ist in etwa jedes dritte, jedes zweite, jedes vierte und jedes sechste Wochenende. Die Zuverlässigkeit korreliert übrigens negativ der Anzahl der Spiele

    Genau, ohne Meldung einer Mannschaft hält das meiner Erfahrung nach max. eine Saison. Mit einer Mannschaftsmeldung hat man vor jedem Spiel eine Menge Spaß dabei, die Spieler abzutelefonieren um ein Team voll zu bekommen. Muss man als Trainer halt bereit zu sein. Das ist bei den Senioren oder Altsenioren übrigens auch nicht anders.


    Kinder und Jugendliche entscheiden sich doch häufig für Fußball, nicht weil die Sportart an sich so toll wäre, sondern weil man in seinem Umfeld (Familie/Freunde) und in Medien (TV/Print/Social Media) ständig damit konfrontiert wird. Und dann geht es doch nicht um das Kicken an sich sondern um das Spielen in einer Mannschaft, damit man Teil von diesem ganzen Konstrukt ist.


    Ich ziehe vor jedem den Hut, der den Weg einschlägt, es mit einer Freizeittruppe zu probieren. Ich würde bei mir den Weg auch ein weiteres Mal gehen aber ohne eine große Erwartungshaltung. Und wenn die Mannschaft sich nach 10 Wochen auflöst, dann ist es halt so. Wenn das Team 25 Wochen durch hält, noch besser. Da helfen auch keine größere Transparenz, regelmäßigen Abfragen und weniger/kein Leistungsdruck. Aber das wäre dann eher etwas für den Frustabbau-Thread.

    Aber zwingend eine Mannschaft melden, das ist wichtig, sonst hören die Spieler wahrscheinlich schnell auf. Als Trainer von einer schwachen und unzuverlässigen Mannschaft muss man schon sehr leidensfähig sein. Das halten nicht viele Trainer lange durch.

    Coach_T Ich habe das im Übergang von E- und D-Jugend zweimal mit Spaßmannschaften probiert. Und es jeweils nach einem Jahr gescheitert. Die Anzahl der Spaßspieler ist immer weiter zurückgegangen. Irgendwann war dann die kritische Masse erreicht und ich habe das Training irgendwann eingestellt. Gerade habe ich eine ähnliche Konstellation, allerdings ist der jüngere Jahrgang die Spaßtruppe. Und ich bin gerade am struggeln, ob ich den Aufwand mit einer Spaßtruppe noch stemmen kann.


    In der Theorie klingt der Vorschlag mit der Spaßtruppe perfekt. Warum kann man Fußball nicht einfach zum Spaß spielen (was ja vor jedem Turnier propagiert wird)? Warum geht es immer auch um das Ergebnis? Bei anderen Sportarten wie z.B. Kinderturnen, Tanzen klappt das ja auch in der breiten Masse.

    Man darf, glaube ich, nicht unterschätzen, dass es den Kindern/Jugendlichen (ist bei den Erwachsenen auch nicht anders) nicht nur um den Sport an sich geht, sondern sie wollen im Familien- und Freundeskreis auch darüber sprechen. Und die Aussage "Wir spielen zwar nie oder nicht gut" steigert nicht gerade das eigene Ansehen.


    Also probiere gerne den Ansatz mit dem harten Kern und der Spaßtruppe. Wenn du dadurch einige Spieler für ein Jahr beim Fußballspielen halten kannst, dann hast du ja auch schon was erreicht. Langfristig wird das meiner Erfahrung nach aber keine Lösung sein.

    Goodie Also in Niedersachsen gibt es definitiv keine Pflicht, das jemand, der Aufsicht macht ein Führungszeugnis und einen Teilnahme für einen erste Hilfe-Kurs vorlegen. Verpfilichtend sind die, wenn man im NFV eine Trainer-Lizenz erwirbt. Und einige Vereine haben da eine Selbstverpflichtung.


    Du nennst den Versicherung ja selber die "Geißel der Gesellschaft". Der Versicherungsschutz ist häufig auchj nur ein Totschlagargument von Trainern, Vereinsverantwortlichen und Eltern, wenn jemand etwas nicht möchte. Es ist ja schwer das zu widerlegen. Stimmt aber häufig nicht. Da wird immer mit der Angst gespielt.


    Leodegar Wieder zum Thema zurück. Ich habe aktuell eine Mannschaft, die nicht am Spielbetrieb teilnimmt und hatte so eine auch schon vor einigen Jahren auch schon einmal. Die Halbwertszeit solcher Gruppen ist aber -zumindest aus meiner Erfahrung- relativ kurz. Die Kinder fragen mich quasi jedes Training, wann es wieder mal Spiele/Turniere gibt. Ironischerweise sind das die Kinder, deren Eltern die Spieler zu den Turnieren/Spielen immer abmelden.


    Ursprünglich zielte dieser Thread darauf, ob ihr auch aktuell (Ende April) einen ungewöhnlichen Anstieg bei den Trainingsabsagen habt. Das scheint nicht der Fall zu sein.

    golfstrom Natürlich erwarten wir Trainer von den Kindern, dass das Training und die Spiele eine zentrale Rolle bei der Freizeitgestaltung spielt.


    Wenn die Kinder sich für einen Mannschaftssport entscheiden, dann müssen sie auch bereit sein "Opfer" zu bringen. Dann geht man halt mal eine Stunde späte zum Geburtstag eines Freundes. Dann versucht man einen Arzttermin auf einen anderen Tag als den Trainingstag zu verschieben. Irgendwann kommt auch einmal der Punkt, wo sich ein Spieler entscheiden muss, ob er z.B. Handball und Fußball zeitgleich betreiben kann. Wenn sich die Spieler dann entscheiden, mit Fußball aufzuhören, dann finde ich das Schade aber ich kann es niemanden verübeln.

    Was ich aber schwer oder gar nicht akzeptieren kann ist dieses Cherrypicking: "Ich komme nur zum Training, wenn sonst nichts anliegt." Wir -Eltern/Kinder etc.- müssen mal wieder lernen Entweder-Oder-Entscheidungen zu treffen.

    Das mit der Kadernominierung klappt aber nicht immer. Ich habe häufig mehr Spieler beim Training als bei den Spielen. Zudem habe ich einen Spieler, der in der Entwicklung (Pubertät) weiter ist als die anderen. Der Spieler reagiert immer sehr gereizt auf Kritik (noch nicht einmal von mir, eher von den eigenen Eltern), die Trainingsbeteiligung ist da schlecht bei den Spielen hoch. Wenn ich den Spieler immer auf die Bank setzen würde, dann würde der in der aktuellen Phase aufhören.


    Ein Teil meiner Frage bezieht sich auf die niedrige Beteiligung im April (nach Ostern), die ich mir nicht erklären kann. Und das betrifft irgendwie alle Mannschaften von F-Junioren bis Altsenioren. Auch die Platzierung kann kein Faktor sein, von Meisterschaft, Klassenerhalt oder goldene Ananas ist alles dabei. Vielleicht sind wir aber auch gerade ein statistischer Ausreißer.



    Übrigens hat unseren Verein heute die Nachricht erreicht, dass uns Hallenzeiten wegen der Einführung der Ganztagsschule gestrichen werden. Betrifft uns im Fußball nicht ganz so hart, aber für die anderen Kindersportgruppen ist das quasi der KO. Etweder findet unser Verein Übungsleiter/innen, die auch von 13.00 Uhr - 15.00 Uhr ein Angebot im Rahmen der Ganztagsschule anbieten können oder uns bricht der halbe Kindersport (und damit ein Viertel der Vereinsmitglieder) weg. Unruhige Zeiten.

    Hallo,

    seit etwa zwei Wochen ist bei den Mannschaften in unserem Verein die Trainingsbeteiligung rapide zurückgegangen. Auch im Seniorenbereich und in den anderen Sportgruppen ist das gerade auch zu beobachten.


    In meiner Trainerlaufbahn sind mir Schwankungen schon häufiger aufgefallen. Bei hohen Temperaturen ist das Schwimmbad reizvoller (Juli/August), im Winter sind vor allem Krankheiten die Treiber (Mitte November - Mitte Februar). Und dann gibt es bei den Kindern noch die drei Wochen vor und zwei nach den Sommerferien, wo häufig Schulveranstaltungen stattfinden. Aktuell sind bei unsauch Konfirmationen ein Grund für die Absagen.


    Ich habe aber das Gefühl, dass diese Schwankungen bei der Trainings- und Spielbeteiligung zunimmt. Gerade die Häufung an einzelnen Einheiten ist sehr auffällig. D.h. an einem Tag gibt es nur 1-2 Absagen und zwei Tage später sind es gleich 6-7. Dazwischen ist irgendwie nie etwas. Die angegebenen Gründe für eine Absage sind häufig unterschiedliche, so dass ein Zusammenhang zwischen den Absagen (wenndie Gründe ehrlich angegeben werden) ausgeschlossen werden kann.

    Ich vermute die Ursachen im Freizeit- und Arbeitsverhalten der Kinder bzw. Eltern, die Wochenenden sind häufig für die Familien (Kurzausflüge, Geburtstage) verplant. Und an den Werktagen, sind die Schul- und Betreuungszeiten der Kinder teilweise so lang, dass das Training die einzige freie Zeit am Tag ist.

    Bei einigen Kindern/Eltern habe ich dagegen das Gefühl, dass ihnen nicht bekannt ist, bzw, sie nicht bereit sind, die Nachteile -neben den ganzen Vorteilen- die ein Mannschaftssport mit sich bringt, in Kauf nehmen. Dieser Punkt würde auch u.a. die hohe Absagenquote bei den Senioren erklären.


    Beobachtet ihr diese Häufung an einzelnen Tagen auch? Oder ist das eher so eine gefühlte Wahrheit? Wie geht ihr damit um? Lasst ihr einzelne Trainingseinheiten ausfallen? Bietet ihr in Zeiten hoher Beteilung weitere Trainingseinheiten an?

    @ruffy Genau, die Anzahl der Kinder nimmt zu, die Anzahl der Mannschaft aber nicht in so starken Maße. Bei einem 3 gg. 3 Festival konnte man bei uns früher auch mal ganz flexibel bei 12 Spielern nach Verfügbarkeit 1-3 Teams anmelden. Da haben immer alle Spieler viel Spielzeit bekommen. Warum soll das jetzt nicht mehr gehen?


    Die Verdichtung bei der Leistungsstärke führe ich bei uns im Kreis eher darauf zurück, dass die stärksten Spieler schneller die Vereine wechseln oder Jahrgänge überspringen, weil sie da das (von deren Eltern?) heiß geliebte 6+1 spielen können. Eben weil viele Eltern talentierter Spieler am liebsten sofort auf das 11er Feld schicken würden.


    Der Rückkehr zum alten System ist damit begründet, dass die Feedbacks aus den Hallenrunden so positiv gewesen wären. Namentlich wurde mir im speziellen eine Mannschaft genannt, die sich so toll entwickelt hätte. Die "Entwicklung" resultiert aber vor allem darau, dass die neben dem einen noch einen weiteren "Superstar" dazubekommen haben. Rate mal, welche Spieler jetzt immer durchspielen und welche fast dauerhaft auf der Bank sitzen?


    Das gehört schon fast in den (Schadens-)Freudethread: Das Spiel hat der Verein in einer anderen Altersklasse schon einmal genau so gemacht und jetzt spielen 4 Spieler bereits bei uns im Verein, einer der Superstars steht kurz vor dem Wechsel, weil sich sein Team in der Auflösung befindet.

    ruffy85 In meiner Kritik ging es im Kern nicht um die Umsetzung während der Hallensaion. Wegen des Platzmangels in den Hallen sind die Kleinfeldspielformen organisatorisch kaum möglich. Dafür habe ich volles Verständnis.


    Erklärt zum einen nicht das Verhalten von Trainern und Eltern. Zum anderen hat der Spielauschuss bewiesen, dass er nicht verstanden hat, warum es beim u.a. im Kleinfeldfestivals bei den Kindern (eben bis E-Jugend) geht. Eben um möglichst viel Spielzeit für alle (!) Spieler und darum, dass man gegen Mannschaft mit einem vergleichbaren Leistungsvermöhen spielt.


    Aus der Mitgliederstatitik des DFB geht hervor, dass aktuell mehr Kinder als jemals zuvor in den Vereinen angemeldet sind. Der Anstieg passt zeitlich genau mit der Einführung des Kleinfeldfußballs in Deutschland überein. Im Jugend- und Herrenbereich stagniert oder ist die Anzahl der aktiven Spieler zurückgegangen.

    Der Kinder- und Jugendfußball ist verloren. Bei uns im Kreis wurde zur letzten Saison für E-Junioren der Kinderfußball eingeführt. Festivals, die Felder abwechselnd 3 gg. 3 und 4+1. CL-Modus. Hat ein wenig gedauert, aber bis zum Herbst hatte sich das eingeruckelt und lief bei den letzten zwei Festivals auch echt gut.


    Jetzt lag die Hallensaison dazwischen und einige Mannschaften (Eltern und Trainer) haben sich sehr in der Rolle gefallen, wenn ihre Gegner regelrecht abgeschossen wurden. Die schwachen Spieler haben ihre 1-Minuten-Einsätze bekommen und durften sich mit den 9-Minuten-Dauerbrennern zusammen feiern lassen.


    Und jetzt hat der Spielausschuss tatsächlich beschlossen, dass wieder zu den alten Formaten: 5+1, normaler Turniermodus zurückgekehrt werden soll. Das Feedback bei den Hallenturnieren sei ja so positiv gewesen. Kein Wunder, wenn das Tor zum 12:0 der eigenen Mannschaft noch wie die deutsche Meisterschaft gefeiert wurde.


    Ich kann gar nicht soviel essen...

    Coach_T Bist du ich? :D


    Die Struktur deines Vereins und den meinigen kann man scheinbar sehr gut vergleichen. Ich halte es so wie Mittelfeld#6, den Stein des Weisen hat keiner, man kann nur die Erfahrungen aus dem eigenen Verein wiedergeben. Man kann beim Verein und bei den Eltern immer wieder nach Unterstützung fragen. Hat nie, und wenn ja immer nur sehr kurzfristig, geklappt.


    Zur Mannschaft: Ich habe immer allen Spieler (F- bis D-Jugend), die gleiche Spielzeit gegeben. Das kommuniziert, alle fanden das gut und richtig. Nach und nach kam immer ein Elternteils des gerade stärksten Spielers an und sprach an, dass man die Spielzeiten vielleicht anders verteilen könnten. Spoiler: Ein halbes Jahr später war der Spieler weg. (Schon etwas lustig, weil die häufig die glühendsten Verfechter von gleichen Spielzeiten waren, als noch die leistungsstärkeren Spieler dabei waren.) Damals gab es den Kinderfußball in seiner jetzigen Form nur in der F2.

    Eine Mannschaft habe ich immer voll bekommen, weil ich jedes Jahr eine großen Zulauf hatte. Vom Leistungsniveau halt immer schwächere Spieler. Ein paar Spieler haben sich gut weiterentwickelt, einige mit Höchen und Tiefen, einige überhaupt nicht. Das Leistungsniveau ist immer konstant gesunken (siehe Wechsel).Eigentlich hatte ich mein Ziel erreicht. Von etwa 40 Spielern (über 6 Jahre verteilt) spielen 20 noch im Verein. 10 bei leistungsstärkeren Mannschaften und 10 haben aufgehört. Hat mich aber viel Körner gekostet und glücklich hat mich das nicht wirklich gemacht.


    Jetzt im zweiten Durchlauf mache ich das etwas anders. Ich habe nach Leistung eingeteilt. Die Spieler bekommen zwar immer noch eine annähernd gleich Spielzeit, aber die Spieler sind vom Leistungsniveau getrennt (nicht strikt, Freundschaften und Fahrgemeinschaften fließen auch mit ein). Mir macht das als Trainer viel mehr Spaß. Ich würde behaupten, dass die Spieler sich ähnlich wie im ersten Modell entwickelt haben, eher etwas besser.

    Im stärkeren Team habe ich bei allen Spielern ein eine Beteiligung von 80% +, bei dem schwächeren Team zwischen 50% und 80%. Ich rege mich bei zweiteren Team auch nicht über Absagen auf. Das Training der stärkeren Mannschaft ist sehr Fußball-spezifisch, das der schwächeren besteht auch manchmal -je nach Lust der Spieler- aus anderen Bewegungsspielen. Und mir und scheinbar auch die Eltern ist das vollkommen recht.


    Coach_T, du hast schon selbst erkannt, das deine Ansprüche vielleicht etwas zu hoch sind. Bei 5 Vereinen (18 Mannschaften) in deiner Gruppe kann immer nur ein Team ganz oben stehen, statistisch ist deine Chance nur bei 20%. Und bei den anderen Vereinen sind vermutlich auch Trainer mit ähnlichen Ambitionen. Und am wichtigsten (und das bläuen wir den Kindern doch auch immer ein): Du musst daran Spaß haben.

    :D :D :D Vielen Dank, Oesi81, dich trifft es scheinbar noch härter als mich. Meine Laune hat sich dadurch sichtlich aufgehellt. Geteiltes Leid ist halbes Leid, oder bin ich einfach nur ein schlechter Mensch?