Beiträge von Atzeikke

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    Spaß ist natürlich immer ein guter Antreiber, er holt die Kids in den Verein und zum Training und hält sie da auch.


    Dennoch beobachte ich, dass einige Kinder überhaupt nicht wissen, wann Spieltage sind und ob sie spielen sollen/können. Die Fragen mich dann ob sie für das Spiel angemeldet wurden. Sie wollen also gern spielen, "dürfen" aber nicht, weil es den Eltern halt nicht passt. Ich habe oft das Gefühl, das in einigen Familien da mit den Kindern darüber nicht geredet wird. Einige übernehmen selbst überhaupt keine Verantwortung für ihre Freizeitgestaltung.


    Aber du hast natürlich recht, wenn man es schafft die Kids richtig anzuzünden, dann gehen die Ihren Eltern richtig auf den Sack. Bei einem meiner Jungs hab ich das gut hingekriegt. Am Saisonbeginn war der nicht so regelmäßig dabei, auch aufgrund der Trennung der Eltern. Inzwischen ist der super zuverlässig und kommt immer.

    Ich beobachte, dass das Weter eine Rolle spielt. Wenn es ungemütlich ist, dann kommt die ein oder andere Absage mehr. Ob das jetzt zu deiner Osterflaute passt, weiß ich natürlich nicht. Bei uns war es nach Ostern noch recht ungemütlich. Bei mir ist aktuell eine Phase mit hoher Beteiligung im Schnit kommen so 75-80%. E1 etwas mehr als E2.

    In vielen Ländern ist der Sport relativ fest mit der Schule verbunden, allen voran in den USA. Aber auch in vielen anderen Ländern. Das mag im Hinblick auf eine Nachmittagsbetreuung auch durchaus sinnvoll sein. Ich denke schon dass mehr Kinder in den aktiven Sport kommen würden wenn man solche Angebote schafft. Es gibt aber auch NAchteile


    In Deutschland ist der Sport halt in Vereinen organisiert, die stehen häufig nicht im Zusammenhang mit Schulen. Auch das hat natürlich Vorteile insbesondere was soziale Aspekte, Durchmischung und Vereinsleben betrifft. Die Kids aus meiner Mannschaft kaommen aus 4 verschiedenen Grundschulen. Ohne den Fußballverein hätten viele von denen keinen Kontakt zueinander. Grad den Jungs aus der Vorstadt Grundschule tut es gut auch mal mit Kindern aus anderen Verhältnissen in Kontakt zu kommen.


    Ich denke man muss im Verein ein gutes Angebot schaffen und eine klare, transparente Linie fahren. Trainingsbeteiligung und Verlässlichkeit sind auch für mich zentrale Argumente für die Kadernominierungen.

    Schön zu hören, dass die Probleme überall die gleichen sind :)


    Bei mir ist es ähnlich ich habe einen harten Kern, die die immer kommen. Da sind die Eltern auch hinterher und kümmern sich. Es werden Fahrgemeinschaften organisiert, es wird sich ordenlich an und abgemeldet etc.. Das sind meist die Jungs bei denen Fußball einen hohen Stellenwert hat und häufig ist da auch in der Familie ein entsprechende Teamsporthintergrund. (40%)


    Dann gibt es den einigermaßen zuferlässigen Teil. Da ist der Stellenwert Fußball nicht ganz so hoch, aber es ist immernoch relativ verlässlich. Allerdings sind das dann die Eltern die sich am meisten über die Spielzeiten oder Nominierungen beklagen. (30%)


    Und dann gibt es die bei denen Fußball nur einen untergeordeten Stellenwert hat. Also wenns passt dann kommen sie. Aber sobald ein Aufwand betrieben werden muss zum Beispiel Auswärts oder ein Spiel unter der Woche sind die nicht dabei. Allerdings beklagen die sich auch nicht wenn ich sie für die Spiele nicht nominiere. (30%)

    Ich finde die Übung per se sehr gut. Ich hab sie allerdings gestern mit meiner U10 Breitensport probiert und hab da doch einige unvermutet überfordert. Einer hat sich seine Ziffer nicht merken können, ein anderer hat als Angreifer den Laufweg des Verteidigers gewählt und umgekehrt. Paar Mal sind Kinder als Verteidiger zu spät gestartet, sodass der Angreifer paar Sekunden vorne warten musste. Paar Mal haben Kinder nicht gedribbelt, sondern mit dem Ball herumgealbert oder sind gegangen. Einer hat gejammert, dass er nicht so lange laufen kann.


    Ich hätte früher umdisponieren und die Übung abbrechen müssen, hab aber im Unglauben, dass meine Kids dermaßen danebenstehen, die Übung verlängert und das Abschlussspiel dafür gekürzt (gab gestern sowieso disziplinäre Themen mit Herumjammern, Mitspieler kritisieren, Übung nicht ordentlich durchführen oder Diskussionen zu Entscheidungen).


    Wie gesagt, tolle Übung. Gestern für meine Kids nicht geeignet gewesen so wie die meisten vom Kopf und disziplinär drauf waren.

    Einfach nächstes mal gleich nochmal machen, in der Regel klappen die Übungen dann gut. Das ist zumindest meine Beobachtung bei Übungen, die sie eigentlich können müssten und die beim ersten mal unererwartet daneben gehen.

    Ich mache das in etwa so wie du das machst. Also Schwerpunkte setzen vorplanen und immer iweder etwas anpassen je nach Bedarf.

    Auch die Detailplanung mache ich meist vorher, wobei das eigentlich immer wieder zerschossen wird weil dann doch einer nicht kommt oder sonst etwas passiert.


    Vor einiger Zeit habe ich mein Training aber auch im Kopf gehabt. Das hat sich erst entwicklelt, das ich das strukturierter mache. Insbesonere nach dem c-Lizenz Lehrgang habe ich das bei mir etwas profesionalisiert.

    Den Aufbau habe ich aber schon immer rechtzeitig gemacht. Mit 30 Minuten komme ich da nicht immer aus. Bei mir ist in der Regel weitesttgehend aufgebaut wenn die Kinder kommen.


    Letzendlich muss das ja jeder selbst entscheiden. Ich bin immer gern gut vorbereitet, auch in anderen Kontexten. Letzendlich sehr Typabhängig. Ist das Training des Kollegen den gut? Also im Sinne alle haben Spaß es werden Grundlagen trainiert etc..

    Das was du da beschreibst gibt es in dieser Form leider ganz sicher. In welchem Außmaß vermag ich nicht zu beurteilen.

    Ja, es ist immer wieder ein Genuss wenn man mit einer zweiten Mannschaft gegen die halbe erste spielt. Gibt es bei mir leider auch, dass man dann mal den Auswahlspieler auf dem Platz hat, da sehen dann weniger begabte Kinder natürlich kein Land. Mich ärgert daran am meisten, dass es für fast alle Beteiligten ein verschwendetes Wochenende ist. Denn auch die Siegemannschaft hat langfristig nix davon.

    Ich hab da eine einfache Regel: Die Spieler/Eltern auf die ich mich verlassen kann, die können sich auch auf mich verlassen. Die einfachste Möglichkeit viel Spielzeit zu bekommen, sooft wie möglich teilnehmen wollen.


    Ansonsten möglichst nicht aufregen nur wundern.

    Die Sachlage ist wie so oft Vielfältig. Die Faktoren Verein, Eltern, Trainer und Spieler varieren doch überall. Grundsätzlich würde ich das auch so wie meine Vorredner sehen aber es gibt immer Konstellationen, die gegen einen Vereinswechsel sprechen können. Zum Beispiel, dass Kind will einfach mit seinen Freunden Fußballspielen, und verzichtet dafür auf den Leistungsorientierten Weg.

    Schöne Übung. Was BambiniFuzi schrieb war auch mein erster Gedanke. Ansonsten denke ich, dass die Gruppengröße hier nicht zu groß sein darf sonst krieg ich die Wiederholungen gar nicht hin.


    Probier ich demnächst bestimmt mal aus, dem Thema nähern wir uns so langsam.



    Hallo, wir sind im Breitensport, da geht es um mehr als Gewinnen und eine Mannschaft hat nunmal die rote Laterne.

    Und wenn die Mannschaft bessere werden will, muss halt mehr trainiert und weniger gespielt werden.

    Als Trainer habe ich nix dagegen 😃

    Genau. Ich propagiere gegenüber der Mannschaft auch immer, dass es nicht ums Gewinnen geht und eher der Spaß am Spiel und das Besserwerden im Vordergrund steht. Aber das ist halt eher die Trainersichtweise. Die Kinder wollen hier und jetzt Spiele gewinnen. Das Besserwerden, um in 5 Jahren auch noch Spiele gewinnen zu können, ist zumindest in meiner E-Jugend Mannschaft nur bei den ambitionierteren Kindern von Interesse.
    Aber es sind halt 10-Jährige. Die denken sicherlich noch nicht in größeren Zeiträumen. Die Leben mehr im Hier und Jetzt. Ich vermute, das ändert sich mit zunehmenden Alter.

    Ist bei mir sehr ähnlich, ich persönlich war auch bei vielen Niederlagen mit der Leistung meines Teams zufrieden, insbesondere wenn wir unverdient verloren haben oder uns gegen einen stärkeren Gegner gut behaupten konnten. Aber wir haben in dieser Saison schon recht viel verloren, insbesondere zu Beginn der Saison gabs richtig dresche, da unsere Qualistaffel einfach zu stark war.

    Wir haben auch Spiele aus der Hand gegeben in denen wir 40 Minuten sehr überlegen waren und ich die Gelegenheit genutzt habe auch etwas auf den Positionen zu rotieren.


    Auf Dauer hat das bei meiner Mannschaft schon auf die Moral gedrückt. Auch ich war natürlich nicht sehr glaubwürdig, wenn ich Ihnen erzählt hab "ihr habt toll gespielt; wir waren besser als der Gegener" .... etc.. Letzendlich hab ich dann auch mal, auf Positionswechsel verzichtet, um dann auch mal ein Erfolgserlebnis mitzunehemen.



    Spielzeiten ist immer ein heißes Thema. Eine komplett gleichmäßige Verteilung ist aus meiner Sicht nur dann sinnvoll, wenn der Kader relativ homogen ist. Dann kann und sollte man das machen. In der Regel wird dann das Spiel auf unterschiedlichen Positionen auch kein Problem sein.


    Ich hab so eine Kader nicht, ich fahre auch eher den Kompromiss. Ich hab so drei Leistungsträger die schon mehr Spielzeit haben als der Rest. Das sind auch die Spieler die das Spiel strukturieren die den anderen Sicherheit geben. Sobald ich einen davon rausnehme ist schon eine deutliche Veränderung im Spiel.

    Ansonsten hab ich so die Zielmarke das jeder mindesten 20 Minuten auf dem Feld stehen sollte. Ich nehme auch nicht mehr als 10 Spieler mit, dann lässt sich das auch ganz gut umsetzen.

    Die Spielzeit am Gegner ausrichten, das würde ich auch gern, aber so richtig leichte Gegner haben wir nicht, nach der Qualistaffel ist das jetzt schon recht ausgeglichen.

    Morgen ist Zuckerfest und auf einmal sind die Gegner alle "krank" und wollen verschieben. Am Besten nach den Ferien.

    Stört dich das du angelogen wirst oder stört dich das Spiele aufgrund eines Feiertages verschoben werden müssen?

    Alles was du beschreibst sind die klassischen Problemchen im Breitensport. Die kennen die meisten in dieser oder ähnlicher Form, mal mehr mal weniger ausgeprägt.


    1. In der E-Jugend sollte man den Kindern nicht das Dribbeln und die Lust auf 1gg1 Duelle abgewöhnen. Passspiel ist eine Option, aber kein Muss. Natürlich alles situationsabhängig. Nun ist es aber so, dass zu viele Alleingänge durch die stärkeren Spieler oft zu Unmut bei denjenigen führt, die zwar frei stehen, aber den Ball nicht bekommen. Hier mahne ich dann doch öfter dazu, nicht unbedingt jedes 1gg1 mitzunehmen, das sich anbietet. Nicht unbedingt, weil das erfolgsversprechender wäre, sondern einfach, damit alle mehr Spaß am Spiel haben. Auch wenn ich damit dem Dribbler ein wenig seine Entwicklung einbremse.

    Auch ich verbiete Dribbling nie oder sage etwas dazu, solange es zielgerichtet ist und zu einem Torabschluss führt. Wer trifft hat recht.


    Die Frage ist spielt der Dribbler nicht ab weil er nicht will oder weil er den Mitspieler nicht sieht. Wahrscheinlich mal so mal so.

    Mit Provokationsregeln kannst du da natürlich arbeiten. Zum Beispiel direkte Tore zählen doppelt. Oder du machst den Dribbler zum neutralen Überzahlspieler der keine Tore erzielen darf. Oder das erste Tor eines jeden Spielers zählt drei, das zweite zwei und ab dem dritten zählt es nur noch einen Punkt, auch das fördert das Teamspiel. Das alles und noch viel mehr kann man mal machen. Da darf man ruhig Kreativ werden.

    Vieleicht hast du ja auch den ein oder anderen guten Verteidiger, der den Dribbler aufhalten kann.


    1. Am liebsten möchten die Kinder zum Ende des Trainings ein klassisches Abschlussspiel machen. Ich werde öfter danach gefragt. Am liebsten 7gg7. Da haben die einfach Bock drauf. Zugunsten der besseren Ausbildung gebe ich dem Wunsch aber nur in Ausnahmefällen nach. Kompromisse sind dann 3gg3 oder 4gg4 auf zwei Feldern. Am liebsten wären ihnen vermutlich, wenn ich sie statt Training einfach nur anderthalb Stunden frei spielen lassen würde.


    Ich handhabe es wie du im Training ist 5vs5 das Maximum. 7vs7 habe ich einmal gemacht, wir waren halt genau 14 hat gepasst und war sowieso ein bisschen Geigeltraining. Wenn die Kids 90 min frei spielen wollen, dann können Sie das gern auf dem Bolzplatz tun. Aber Fußballtraining ist ja nicht betreutes Freispiel.


    Fair verteilte Spielzeit VS Spiele gewinnen: Der Ausgang der Spiele ist zweitrangig, wichtiger ist dass die Spielzeit der Spieler fair verteilt wird. Es sei denn, man fragt die Kinder. Zu meiner Überraschung habe ich schon öfter erlebt, dass manche lieber mehr auf die Bank wollen, um dafür vermeintlich bessere Spieler einzuwechseln und das Spiel eher zu gewinnen. Das hat sicher auch mit gefühltem Druck zu tun, wobei ich mir immer Mühe gebe, den Kindern keinem Erfolgsdruck auszusetzen und ihnen klar zu machen, dass wir das alles nur für die Freude am Spiel machen. Auch die Eltern scheinen die gleiche Philisophie zu vertreten. Aber es ist nun mal wie es ist...nach Siegen ist der Jubel groß und nach Niederlagen sind viele niedergeschlagen. Niederlagen zu verarbeiten gehört natürlich zum Reifeprozess dazu und wenn wir verlieren, dann gewinnt wenigstens die andere Mannschaft. Die Anzahl der Kinder, die sich über das Ergebnis freuen (Teamübergreifend) bleibt also in beiden Fällen gleich.

    Auch immer schwieriges Thema. Ich würde fairverteilte Spielzeit auch dem gewinnen vorziehen. Wobei fair bei mir nicht identisch bedeutet. Wichtig ist mir, dass alle die beim Spiel sind signifikant Spielzeit bekommen, also nicht nur 5 Minuten. Es gibt aber auch welche die Spielen aus unterschiedlichen Gründen mehr als andere.


    Und das man mal den Sieg mitnimmt und vieleicht nicht abselut fair war, finde ich auch in Ordnung, gerade wenn mann vieleicht oft verliert. Sollte halt eher die Ausnahme als die Regel sein.

    Gleiches gilt für unbeliebte Positionen. Ich setze Kinder oft auf verschiedenen Positionen ein. Unter anderem auch mal auf deren schwächsten Positionen. Und das führt nicht immer zu Begeisterung. Kennt ihr sicher alle auch. Für die Ausbildung ist das in der E-Jugend wohl sinnvoll. Für den Spaß am Spiel nicht immer (gibt natürlich auch Kinder, denen die Position ziemlich egal ist). Annekdote: Wir spielen ein 2-3-1 und am unbeliebtesten ist erstaunlicherweise die Stürmerposition.

    Auch das handhabe ich so, wobei ich schon versuche darauf zu achten, dass der Spieler die Aufgabe auch bewältigen kann. Also gegen den stärksten Gegner mache ich das weniger, gegen schwächere dann umso mehr. Das Zentrum besetzte ich auch nicht mit Spielern die das nicht leisten können, da spielen eher die stärkeren. Insgesamt hilft es den spielern auf dauer wenn sie alle Aspekte des Spiels beherschen. Auch als Verteidiger solte ich zu offensiven Aktionen in der Lage sein und auch als offensiver Spieler benötige ich defensive Fähigkeiten.

    Das der Stürmer unbeliebt ist finde ich nicht verwunderlich, da hat man am wenigsten den Ball.


    Insgesamt finde ich das so was du es beschreibst und wie du es handhabst schon ganz richtig. Und natürlich erkennen die Kinder den langfristigen Mehrwehrt aktuell noch nicht. Das muss man dann halt moderieren und versuchen in einem vernünftigen Gleichgewicht zu halten. Wenn du die Eltern an Bord hast, ist das schonmal top, dass wäre natürlich ein schwieriger Kriesenherd. Den Kindern kan man glaube ich schon recht viel erklären. Auch warum kleinspielformen sinnvoller sind als 11vs11.

    Bei uns im Kreis wird ist Funinio im Spielbetrieb seit einigen Jahren fest verankert. Meine E-Jugend ist mit Funino groß geworden und wir spielen im Training ausschließlich 3vs3, 4vs4 oder 5vs5 in unterschiedlichen Varianten, mit unterschiedlichen Toren.


    Man kann diesen Jahrgängen auch auf dem 7er-Feld ansehen, dass sie viel Funinio gespielt haben. Die technischen Fähigkeiten sind in der breite besser ausgeprägt, sie sind an spielerischen Lösungen interessiert. In der E1 ist das dann schon richtig ansehnlicher Fußball, und auch die E2 ist bemüht und versucht vernünftig "Fußball" zu spielen.


    Die jetzigte D-Jugend hat bisher kaum Funiono gespielt und auch imTraining wird es dort nicht oder nur sehr wenig gespielt. Und was soll ich sagen, dass kann man dann auch auf dem 7er oder 9er Feld sehen. Viel langer Hafer, wenig spielerische Lösungen und unzureichende Fähigkeiten im 1vs1. Der Fußball ist also nicht so ansehnlich.


    Ich kann jedem nur empfehlen Funinio oder ähnliches Spielen zu lassen. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass abwechslungsreich zu gestalten.

    Anekdotisch kann ich folgendes berichten. Der Trainer unserer Mannschaft (U11) hält sich zB an die Empfehlung der aktuell maßgeblichen Experten und lässt alle Kinder immer wieder auf unterschiedlichen Positionen spielen. Bei den diversen Leistungsvergleichen ist hingegen zu beobachten, dass die leistungsorienten Vereine genau so nicht agieren. Deren Mannschaften sind klar durchstrukturiert, jedes Kind spielt auf der ihm angestammten Position. Es wird positionsgetreu gewechselt, manchmal sogar in ganzen Blöcken. Das führt regelmäßig dazu, dass gegen solche Mannschaften nicht nur verloren wird, sondern hohe Niederlagen eingesteckt werden. Kaum spielt unsere Truppe aber einmal mit der vermeintlich besten Aufstellung, d.h. mit den Kindern auf deren Lieblingpositionen, sieht die Geschichte schon ganz anders aus. Natürlich gewinnen auch unsere Kinder lieber oder verlieren nur knapp, als wenn sie regelrecht abgeschossen werden. Das führt natürlich zu der Frage, wie viel von dem, was in der Breite an Empfehlungen für die Talententwicklung tatsächlich so umgesetzt wird. Es scheint mir so, als wenn außer Lippenbekenntnissen nicht viel bleibt. Ich habe jedenfalls noch nie gesehen, dass der Topstürmer eines leistungsorientierten Vereins bei einem Leistungsvergleich plötzlich als Abwehrspieler aufgelaufen wäre. Das passiert scheinbar schlicht und ergreifend nicht. Entschieden wird das aber doch einzig und allein durch die Trainer.Führen wir also am Ende eine Diskussion in einer intellektuellen Fußball Bubble, die mit der handfesten Realität nur wenig zu tun hat?

    Das beobachte ich auch häufig. Aus meiner Sicht könnte man gerade wenn, man über einen sehr guten Kader wie die leistungsorientierten Vereine verfügt, die Positionen gut tauschen. Denn der Top-Stürmer wird in der Abwehr nicht völlig versagen. Meine Beobachtung ist, dass gerade die guten Spieler eigentlich auf allen Posituionen eine gute Figur abgeben. Natürlich gibt es Fähigkeiten die auf bestimmten Positionen mehr zur Geltung kommen aber im Großen und Ganzen können sie sich auf jede Position einstellen.


    Ich versuche in meiner Mannschaft die Positionen möglichst zu wechseln. Dabei achte ich darauf, dass die Spieler nicht völlig überfordert werden. Gegen einen etwas schwächeren Gegenen nutze ich die Gelegenheit und tausche etwas mehr, gegen stärkere Gegener tausche ich weniger oder nur vereinzelt.

    Krösche



    Die DFL-Zahlen zur U21-Einsatzzeit zeigen zwar einen Rückgang, aber daraus lässt sich nicht automatisch ableiten, dass die Ausbildung schlechter geworden ist. Vielmehr stellt sich die Frage: Wie viel Vertrauen erhalten junge Spieler im Profibereich? Und wie stark wirken wirtschaftliche Zwänge, kurzfristiger Erfolgsdruck und internationale Transfers auf Einsatzchancen einheimischer Talente?


    Das ist ja genau der Punkt den Krösche in diesem Interview anspricht. Alle wollen ja gern junge deutsche Talente spielen lassen, aber die hier ausgebildeten Talente sind häufig nicht gut genug. Also werden Talente aus dem Ausland genommen.


    Und dann ist die Frage warum sind sie nicht gut genug. Die Zukunft des deutschen Fußballs wird sicherlich nicht in Klein Kleckersdorf entschieden. Aber ich denke schon das wir uns hinichtlich unser Ausbildungskultur auch in der Breite verändern müssen. Die Reformen im Kinderfußball sind ein Anfang aber es gibt in vielen Verbänden noch viel zu tun und es muss insbesondere bei vielen Erwachsenen eine Veränderung im Kopf einsetzen.


    Ich bin überzeugt, wenn wir die Reformen weiterführen wird sich langfristig auch das Niveau in der Breite verbessern und das wird auch Auswirkungen auf die Spitze haben.


    Das fängt schon damit an, dass Opa den 8 Jährigen Enkel fragt wann denn auf richtige Tore gespielt wird. Daraus schließt dieser das Funiniotore keine "richtigen" Tore sind. Also wird der Trainer gefragt spielen wir heut auch noch "richtigen" Fußball (gestern erst wieder mehrfach erlebt). Genauso ist es mit der Frage: "Wie habt ihr heute gespielt!"

    Hallo,


    wie viele dir ja schon mitgeteilt haben ist das was du beschreibst das tägliche Brot im Breitensport.


    Ich will nochmal auf den Aspekt der Teameinteilung eingehen. Leider haben wir vom Spielmodus unterschiedliche Vorraussetzungen bei uns wird im 3vs3 Championsleaguemodus gespielt und auch an den 5vs5 Spieltagen haben sich Spielfelder mit unterschiedlichem Niveau etabliert. Außerdem gibt es bei uns keine Teammeldung zu Saisonbeginn sondern nur zum jeweiligen Spieltag und dann auch nur in Absprachem mit dem organisierendem Verein. Also alles sehr unkompliziert.


    In meiner ersten Halbserie in der F-Jugend habe ich die Teams (meist 2 Teams/ manchmal 3 Teams) immer ungefähr gleichstark eingeteilt. Das hat mich immer ungemein gestresst, da ich mir nicht nachsagen lassen wollte jemanden benachteiligt zu haben und es den Eltern möglichst recht machen zu wollte.


    Insgesamt hat das immer dazu geführt, das durch die Mischung die Leistungstarken das Ruder übernommen haben und das Spiel abselut dominiert haben. Die Schwächeren haben nur rudimentär am Spiel teilgenommen.

    Im Nachhinein würde ich sagen hat diese Phase den Leistungstarken sogar geholfen, da sie maximale Herausforderungen im 1vs1 hatten. Grad die Topspieler haben sich da extrem weiterentwickelt, auch wenn sie nicht immer gewonnen haben (was ja sowieso nicht das Ziel sein sollte) hielt sich der Frust da in Grenzen.

    Die schwächeren haben von diesem Vorgehen nicht profitiert. Sie hatten zuwenig Ballkontakte, wenige Erfolgserlebnisse und insgesamt wenig Spielanteile. Zwar haben Sie öfter gewonnen als verloren aber ich glaube, dass sie auch gemerkt haben, dass ihr Anteil an den Siegen nur gering war.


    Später bin ich immmer mehr zu Leistungshomogenen Teams übergegangen. Nicht immer die gleichen aber schon deutlich nach Leistung sortiert. Das hat bei mir den Stress deutlich reduziert. Das Ganze habe ich auch gegenüber den Eltern offen kommuniziert. Grad in meinem 2. Jahr F-Jugend hab ich das so durchgezogen. Da wir in dieser Zeit auf über 30 Kinder gekommen sind, haben wir auch an den Spieltagen Minimum 4 Teams aufgestellt.

    Im Nachhinein haben von diesem Vorgehen alle Kinder profitiert. Alle haben gespielt, alle haben dazugelernt. Einziges Problem war häufig, dass meine Topspieler oft keine Gegner mehr auf Augenhöhe hatten, dem sind wir dan begegnet, dass wir sie nur noch zu zweit spielen lassen haben also 2vs3 oder 2vs4.


    Zwei Dinge hab ich dabei als sehr wichtig empfunden zum einen hab ich als "Cheftrainer" immer wechselnde Teams betreut. Mal die ganz Unerfahrenen mal die Stärkeren je nachdem. Man muss unbedingt vermeiden immer die gleichen Teams am Spieltag zu begleiten. Die Kinder wollen gesehen werden.

    Das zweite ist das Wording, auch in diesem Beitrag haben sich wieder Begriffe wie gut und schlecht eingeschlichen, das gilt es zu vermeiden, auch in der Kommunikation mit den Eltern. Lieber von 1./2. Team sprechen oder Erfahren und Unerfahren, wie auch immer. Sprache prägt denken.


    Letztendlich sind es die Eltern, die es nicht aushalten können, dass ihr Kind Spiele verliert, weil es noch nicht so gut spielen kann. Den Kindern ist das ersteinmal egal. Ich stelle den Kindern nach den Spielen nur eine einzige Frage "Hat es Spaß gemacht" und das hat es bisher immer.