Beiträge von ruffy85

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    1. Spielrunde im Frühjahr. 4 U7 Teams an 4 Orten im Einsatz.


    In der Gruppe, in der wir es am wenigsten erwartet hatten, wurde perfekt ausgerichtet im CL-Modus. Blöd, dass hier in Hamburg nur 4 Vereine zentral angesetzt werden. Da spielen Sub-Teams oft gegeneinander.


    Bei den anderen Ausrichtern ging's eher wild zu. Von "wir wollen aber 5 +1 auf Jugendtore spielen" bis 2 von 4 Teilnehmern erscheinen nicht, war Alles dabei.


    So macht es dann echt wenig Spaß. Und vor allem als Ausrichter, der selbst 3 Subteams hat und nur wir als Gast mit 1 Team vor Ort sind.


    Leider wird hier in Hamburg von der U6 bis zur U11 zentral mit genau 4 Mannschaften pro Platz angesetzt. Da fehlt jede Flexibilität und Phänomene wie beschrieben kommen jede Woche aufs Neue vor.

    Taktische Vorgaben sind das nicht. Und die Sprünge in den Altersklassen U7 bis U10 sind immens.


    Implizites Coachen durch Fragen nach den Spielen oder in Trainingspausen kann auch helfen.


    Zum Beispiel:

    Wir haben oft den Ball verloren. Wodurch könnte das passiert sein? ... Was wollt ihr anders machen / ausprobieren? ...


    Aber das braucht Zeit. Meine U7 darf ich seit ca. 18 Monaten betreuen, die erwähnten 10 Kinder sind von Tag 1 an dabei. Andere Kinder, die wesentlich kürzer dabei sind, laufen gerade mal geradeaus mit dem Ball. Und das ist vollkommen okay. Alles braucht seine Zeit.


    Strikte taktische Vorgaben machen keinen Sinn. Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und üben dagegen ist okay. Solange die Kinder auf dem Platz frei entscheiden können und Fehler machen dürfen.


    Fehler = Helfer 😉.


    In Vorbereitung auf die U8 und dem wahrscheinlichen Gruppenzwang zu 4+1, werden wir auch weiterhin an "vorne" und "hinten" ohne "feste Positionen" festhalten. Torwart wechselt von Spiel zu Spiel.

    In meiner U7 klappt das auch schon mit dem Rotieren im Spiel. Ein Kind bleibt - von alleine - etwas weiter hinten, zwei greifen an. Nach 2 bis 3 Angriffen rotieren sie.


    Wir haben mit Rondos und Anschlussaktion angefangen und das ganze "Magisches Dreieck" genannt. Irgendwas hat das scheinbar ausgelöst.


    Dauerhafte feste Positionen vor der D- oder C-Jugend? Nein, auf keinen Fall. Orientierung in vorne / hinten? Ja, das hilft den Kindern. Und je mehr Kinder zusammenspielen, desto feiner werden die Zonen.


    Bei den"weitesten" 10 in unserer U7 nutzen wir bereits 3 Zonen - vorne innen (Beute erlegen wie ein Löwe), vorne außen (schlau wie ein Fuchs) und hinten (gefräßig wie ein Krokodil).

    Heute endlich wieder Training auf dem Rasen - halber Platz - mit allen Kindern.


    Zu dritt drei Spiel-Stationen angeboten, die drei Gruppen waren nicht größer als jeweils 10 Kinder. Effektiv 80 von 90 Minuten trainiert, alle Kinder motiviert dabei, am Ende alle Kinder müde und erschöpft.


    So darf es die kommenden Wochen gerne weiter gehen. Dann sind auch mehr als 30 Kinder kein Problem und bereichern den Jahrgang.


    Unglaublich, was sich in einem Jahr alles zum Positiven verändert hat.

    HansUwrat

    Wird schon werden. Behalte deinen Einsatz für die dir anvertrauten Kinder und deine Linie bei. Der Rest fügt sich mit der Zeit.


    Fantomas

    Du liest freiwillig in einer Elterngruppe mit? 🤣 Als Trainer wollen wir diese Gespräche gar nicht mit bekommen. Auch dafür sind unsere Betreuer:innen zuständig.

    Ja, Trainingszeit ist ausschließlich für die Kinder, nicht für die Eltern. So meine bescheidene Meinung. Dafür gibt's auch Betreuer.


    Am Anfang sah ich das als Trainer-Frischling ähnlich wie du. Doch inzwischen weiß ich Prioritäten zu setzen und Aufgaben zu delegieren.

    Ich würde den Elternabend vor dem Start der Frühjahrsrunde machen und nicht bis zum Sommer warten.


    Auf diesen Elternabenden stehen wir Trainer auch für Rückfragen der Eltern zur Verfügung und erläutern die aktuelle Einschätzung der Kinder.


    3 Minuten x 25 Kinder, das macht 75 Minuten, die für Trainingsvorbereitung oder Training fehlen. Wäre mir zu viel.

    Hab mit jeden Eltern ein Feedback gespräch geführt, vor allem für diejenigen deren Kinder in die F Jugend kommen.


    Manche haben "Angst" ihr Kind wäre nicht "gut genug" oder "talentiert genug" für die F Jugend. Hab versucht Ängste zu nehmen (Die Kinder lernen doch erst, die anderen Kochen auch nur mit Wasser).

    Zusätzlich zum Elternabend führst du von dir aus Gespräche mit den Eltern von 25 Kindern? Respekt, dass du dir diese Zeit nehmen kannst.


    Wir haben für Elterngespräche unseren Betreuerstab, damit wir Trainer uns auf das Sportliche konzentrieren können.


    Höhepunkt war gestern als ich mit dem Vater eines 2017ers gesprochen habe und meinte er soll nicht soviel reinrufen bei Spielfesten. Dann ging es los wir würden zuwenig taktische Anweisungen den Kids geben. Meinte dann das macht man nicht bei Bambinis, lernt man in de Trainerausbildung , darauf kam die wissen ja auch nicht alles. Generell würde seine Sohn Anweisungen brauchen weil er so überfordert ist etc ( ist aus meiner Sicht nur überfordert weil der Vater ständig reinschreit).

    [...]

    Dann seh ich wie bei den Kleinen beim abschlussspiel ein Vater eines neuen Kindes neben dem Tor steht und reinbrüllt. Hab mein Cotrainer gefragt warum der da steht ob er ihn reingebeten hat, der hat verneint. Hab den dann vom FEld geleitet mit dem Hinweis dass Eltern nix auf dem Feld verloren haben. Mein Co meinte danach er hat reingeschrien sie sollen Dreiecke bilden.... (wir reden hier von 2017/2018er Jahrgang).

    Welche Spielregeln haben dein Co-Trainer und du mit euren Eltern vor Beginn dieser Saison bzw. der Frühjahrsrunde getroffen?


    Wir haben unseren Eltern die Videos vom BFV "no to aggressive parents" gezeigt und sie anschließend gefragt, wie sie es fänden, wenn jemand "fachfremdes" ihnen ständig laut mitteilen würde, wie sie ihre tagtägliche Arbeit besser machen können.


    Bei uns halten die Eltern deutlich Abstand zum Platz. Die Kinder haben ihre Wasserflaschen bei uns und gehen nur in Ausnahmefällen während eines Trainings oder eines Spiels zu ihren Eltern.


    Nur mit strikten Absprachen funktioniert es im Kinderfußball. Das müssen Eltern lernen und akzeptieren.

    HansUwrat

    Sehr schade, dass dein Verband nur 3 Seiten Papier füllt und dann - so verstehe ich dich - die Vereine alleine lässt.


    Am Beispiel von Berlin finde ich es gut gelöst. Auf einer Seite die wichtigsten, verbindlichen Rahmenbedingungen für alle Vereine aufgeschrieben und dazu - für die Interessierten - ausführliche Durchführungsbestimmungen.


    Goodie

    Klar, die Rückmeldung erfolgt über den Jugendleiter oder den Abteilungsleiter. Aber es sollte einen Rückkanal geben.


    Hier in Hamburg dürfen wir Trainerinnen und Trainer auch direkt mit dem "Verbandskoordinator" für die neuen Spielformen per E-Mail in Kontakt treten um Ausrichter zu loben, Kritik zu üben und Vorschläge mitzuteilen.


    Hier sind die neuen Spielformen bereits seit letzter Saison verpflichtend eingeführt. Die Umsetzung hat jedoch noch Pilot-Charakter und Anpassungen werden durchaus von Saison zu Saison vorgenommen.

    Und wie könnt ihr Trainerinnen und Trainer eurem Verband zurückmelden, dass diese Altersunterschiede, bspw. 2018 vs 2016 oder 2017 vs 2014, zukünftig vermieden werden?


    2015/16 oder 2016/17 kann funktionieren. Aber auch bei diesen zusammenhängenden Jahrgängen können die Entwicklungsunterschiede schon enorm sein.

    Das man bei den Bambinis gegen 2 Jahre ältere Kinder spielen muss ist einfach nur Banane, ich kenn das, mir tun meine Kleinen dann immer unendlich Leid.....aber der Gegner kann auch nix dafür, mehr als dem Veranstalter melden mit welchen Jahrgängen man kommt kann man halt nicht und im Bambinibereich tummeln sich halt 3-4 Jahrgänge...

    Bei euch wird also nicht nach festen Jahrgängen gespielt?


    Ich kenne es nur so, dass Jg. 2016 unter sich bleibt sowie Jg. 2017. Jg. 2018 darf noch nicht am Spielbetrieb teilnehmen.


    Es ist nur im Rahmen von Freundschaftsspielen und Vereinsturnieren möglich von diesen strikten Vorgaben abzuweichen und selbst dann nur 1 Jahrgang älter, sprich 2016/17 zusammen. 2018 und jünger darf in dieser Saison überhaupt nicht spielen.

    Wenn sie am Ende so sehen Sieger aus gesungen haben, dann schauen sie aber auf die "Tabelle" und nicht auf das Spiel an sich.

    Den Kindern die Freude am Sieg und am Wettkampf auszureden ist sicher nicht unsere Aufgabe als Trainer.

    Wichtig ist ihnen Fairness und Respekt beizubringen.

    Es ist aber nicht Aufgabe der Kinder einen Gang zurückzuschalten, wenn der Gegner zu schwach ist, sondern Aufgabe desTrainers.

    Wenn ihr bei einem Festival im CL-Format dauerhaft unterfordert seid, dann liegt es vielleicht an der Wahl des falschen Festivals, oder ihr habt die Mannschaften zu stark gebildet und müsstet auf mehr Heterogenität bei der Zusammenstellung achten.

    wir hatten, wie eingangs geschrieben, ein Kind aus der "G1" und vier Kinder aus der "G2" dabei. Die Spiele wurden vom Verband vorgegeben. Es wird jeder gegen jeden gespielt auf 1 Spielfeld mit in unserem Fall 5 Teams.


    Wir wollen unsere Kinder nicht das Siegenwollen verbieten. Die Kinder dürfen sich über jeden Sieg freuen. Sie vergessen die meisten Spiele eh am nächsten Tag wieder.


    Auch haben wir unsere Kinder etwa 10m zurückbeordert, damit die gegnerische Mannschaft das Spiel eröffnen kann. Was passiert?! - die G2 Kinder bzw. die "schwächsten" auf dem Platz decken und zwingen das gegnerische Kind mit Ball in einenn Zweikampf. Nach zwei bis drei verlorenen Zweikämpfen sind die Köpfe unten und jedes Kind erobert den Ball. Anlaufen reichte schon aus.


    Was sollen wir als Trainer da noch machen? In Unterzahl spielen empfinde ich als Bestrafung der Kinder? Sonderaufgaben, die es schwieriger machen "sollen", hatten wir. Das G1 Kind gar nicht mehr einwechseln?

    Coach1976

    Mir scheint, die Kinder sind heutzutage in vielerlei Hinsicht "frühreif". Mir ist bewusst, dass Übergänge fließend sind - anders als vom DFB in der Lizenzausbildung dargstellt - und das manche Kinder nach einem Entwicklungssprung plötzlich gefühlt 1 bis 2 Jahre "älter" auftreten.


    Dass eine U7 nach einem für sie erfolgreichen Festival jedoch "so sehen Sieger aus" singen, finde ich falsch. Ich teilte auch mit, dass es mehr um Spaß und das Lernen geht, aber ich glaube, da habe ich sie an dem Tag nicht erreicht.


    Während der Hallenrunde gaben wir Zusatzaufgaben, wie "nur 1 Gegentor" oder "Pass vor Torschuss" aus, aber das fiel den Kindern an diesem Tag leicht.


    Sie spielten sich gegen manche Gegner in "Ekstase", wir kamen mit der Rotation nicht mehr hinterher und konnten sie auch nicht einbremsen. Hierbei war wohl das Kind aus der stärkeren Mannschaft ausschlaggebend. Die vier anderen Kinder spielten motiviert wie selten.


    Für mich ist das unfaires Verhalten und das bleibt hoffentlich die Ausnahme. Es ist Kinderfußball und eben nicht Jugendfußball.

    WJM3

    Gemischte Mannschaften mit sehr unterschiedlichen Entwicklungsständen haben bei mir und den Trainerinnen und Trainer, die ich kenne, in keiner Altersklasse von der U7 bis zur U11 funktioniert.


    Daher meine Frage, wieso nicht 3 Teams aus dieser einen Mannschaft machen? Die Kinder trainieren zusammen, spielen aber getrennt. Wobei die Übergänge fließend sein sollten.


    Bis zur E-Jugend sind die meisten Kinder kleine Egoisten. Kinder mit "Altersvorteil" oder "Fußballverrückte" brauchen weder Talent noch Training um andere "Nass" zu machen.


    Zwangsweise ihre Kreativität und ihren Mut einzuschränken, fände ich falsch. Vielleicht könnten deine "Überflieger" ein oder zwei Jahrgänge überspringen, um eine größere Herausforderung zu bekommen und allen anderen Kindern mehr Freiheit zur Entfaltung zu ermöglichen.

    Hier in Hamburg haben wir bis zur U11 die Einteilung in drei Leistungsklassen. Das hilft ein wenig, Anfangs war ich sehr kritisch, inzwischen verstehe ich die Gedanken dahinter.


    Es treffen sich immer 4 Mannschaften (U6 bis U11) zu einem Kreisturnier (Festival), es werden 2 bis 4 (selten 6) aufgebaut. Spielmodus soll CL sein. Sinn macht das nicht, daher ist's meist "jeder gegen jeden".


    Unsere beiden "schwächeren" Teams freuten sich sehr über ihre Siege, das war für die Kinder reinste "Bauchpinselei". Auch das Spiel mit ihren "internen Vorbildern" gab einen Motivationsschub.


    Dennoch wird das wohl eine Ausnahme bleiben. Denke ich weiter in die Zukunft, so möchte ich 12 bis 14 spielstarke und spielintelligente Kinder in der Mannschaft haben. Können sich bereits in jungen Jahren Kinder "verstecken", wird das Ziel nie erreicht werden und die "Spätzünder" der Kinder hätten keine faire Chance bekommen. Als Trainer sollte ich mir in diesem Fall ein neues Hobby suchen.


    Wie geht ihr mit solchen Situationen um bzw. was gibt euer Verband vor?


    Überzahl durch Einwechslung wäre vielleicht was. Aber spielstarke Kinder kümmert es nicht, ob es 3, 4 oder 5 Gegner auf dem Platz sind.


    Oder vielleicht Meldung in der nächst höheren Altersklasse. Zumindest ab der U9 wird das hier in Hamburg gerne gemacht. Beispielsweise wird aus einer starken U9 im 4+1 eine mittlere U10 im 6+1

    Das beruhigt mich etwas. In der Lizenzausbildung wird zumindest hier in Hamburg ein recht trennscharfes Bild der kindlichen Entwicklung gezeichnet und die U7 bid U9 als Phase der egoistischen Blümchenpflücker gezeichnet.


    Das Zurückbeorden haben wir versucht, viel Luft hat es dem Gegner nicht gebracht.

    Wieso auch immer - es gab kein Coaching - deckten zwei Kinder, so dass immer ein 1 gegen 1 gespielt werden musste. Und auch das konsequente Anrennen, sobald der Ball rollt, war mir in dieser Form neu.

    Die schwächeren verloren mal Zweikämpfe, doch spätestens beim zweiten 1 gegen 1 hatten wir den Ball. Das starke Kind machte hingegen kurzen Prozess, das gefiel mir überhaupt nicht.


    Wir hatten dann auch Sonderaufgaben, z.B. maximal 1 Gegentreffer. Die wurden erfüllt. Auch ohne das besonders starke Kind auf dem Platz.

    WIe habt ihr in einer solchen Situation reagiert? Ich war überfordert, weil es so unerwartet ausfiel. Hätte ich das Kind oder meine Mannschaft durch Spiel in Unterzahl bestrafen sollen?


    Championsleague mit 4 Teams auf 1 Feld in der Halle bzw. 6 bis 8 Teams auf 3 bis 4 Feldern auf dem Rasen ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.


    Aber ja, in Niedersachsen durften wir ordentlich ausgerichtete Festivals auf bis zu 6 Feldern miterleben. Leider war es dort nach 2 - 3 Runden so, dass wir immer wieder gegen die gleichen 2 Teams spielten.


    Wie erlebt ihr die Ergebnis-Wahrnehmung eurer Kinder? Nach besagtem Spieltag feierten die Kinder und sagten sinngemäß "die Siege haben sich richtig gut angefühlt und sie hatten den meisten Spaß seit sie Fußball spielen".


    Ich schreibe über 6 bis 7 Jährige, deren Lust auf Siege mich negativ überrascht. Sollte so ein Verhalten nicht erst im Alter von 10 oder 11 vorkommen?

    Welche Erfahrung habt ihr im "3 gegen 3 auf 4 Minitore" mit besonders "starken" Kindern gemacht? Liegt hier vielleicht eine Schwäche gegenüber den alten Spielformen?


    Zum Hintergrund: In der letzten U7 Hallenrunde haben wir in unseren beiden Teams, die als "normal" gemeldet waren jeweils ein Kind des Teams, das "leistungsstark" gemeldet ist, spielen lassen.


    Das Ergebnis war, dass jeweils dieses Kind aus der stärkeren Mannschaft selbst bei später Einwechslung das Spiel alleine entschied. Dessen Mitspieler passten ihr Spiel dahingehend an, dass die gegnerischen Kinder ohne Ball nicht abspielbar waren oder sie überließen bewusst dem stärkeren Kind den Ball und blieben hinten.


    Heftig und mir im Gedächtnis geblieben ist Folgendes:


    Nach einem Torerfolg wird das gegnerische Kind angegriffen, sobald der Ball rollt. Es verliert in wenigen Sekunden den Ball und es fällt ein Tor für uns. Dabei wurde der Abstand von ca. 6m eingehalten. Anspielmöglichkeiten gab es für das Kind nicht, es musste in den Zweikampf.


    Nachdem 3 oder 4 Tore in kurzer Zeit auf diese Art und Weise gefallen waren, schafften auch die weniger starken Kinder solche Aktionen. Sie kopierten das Verhalten.


    Wir konnten dieses unfaire Spiel nicht mehr unterbinden, auch nicht in den folgenden Partien. Insbesondere sobald das "starke Kind" eingewechselt wurde.



    Vielleicht ist die Einteilung in drei Entwicklungsstufen/ Leistungsklassen doch gerechtfertigt, damit sowas eher nicht passiert. Was denkt ihr?

    Coach1976

    Ja, der zuständige Verband könnte mit ein Problem sein. Und nein, weder Funino noch die neuen Spielformen lösen alle Probleme.


    Von den Schilderungen WJM3 verstehe ich, dass er bereits in der F Jugend wert auf Ergebnisse legt und erste gruppentaktische Entwicklungen erwartet. Beides ist meinem Verständnis und meiner Erfahrung nach falsch.


    Und das sowohl im "alten 6+1" als auch im neuen "4+1 / Funino". Bis zur U11 sollte es nur um Spielerlebnis gehen, jedes Kind ungefähr gleich viel Spielzeit bekommen, starke Zweikämpfer mit hoher Spielintelligenz und grundlegenden Techniken ausgebildet werden.


    Ab der U11 dürften die ersten Kinder soweit sein, dass Taktik durch bspw. Rondos sinnvoll geschult werden können.


    In meinem Verein wird von der U8 bis zur U11 min. 1x / Woche ein ganzer Jahrgang, teilweise aus bis zu 5 Mannschaften bestehend, gemeinsam trainiert. Alle bunt durcheinander. Zusätzlich gibt es noch 1x Training für jede Mannschaft. Diese Mannschaften bilden dabei unterschiedliche Entwicklungsstände ab, manche Kinder sind 2 Mannschaften zugeordnet, weil sie genau am Übergang stehen.