Moin.
Trau dich! Meine Biografie dazu in Kürze:
Als meine Tochter damals vor 3 Jahren in der U7 gespielt hat,gab es einen einzigen Trainer,der rund 20 Kinder auf dem Platz bespaßen durfte und ist geschwommen.
Als Ex-Goalie im Betriebsfussball wollte ich ursprünglich mich als Torwarttrainer einbringen, weil es mich gereizt hat einerseits und andererseits ich mir nicht vorstellen konnte, regelmäßig Zeit mit kleinen Rackern zu verbringen, die großteils nicht des Sports per se wegen im Verein sind.
Ich bin direkt zum Jugendleiter gegangen und hab mich als TW-Trainer ohne Ausbildung und Erfahrung im vereinsmäßigen Kifu angeboten. Er meinte, das macht der Verein erst ab der U11, aber ich könne beim aktuellen TW-Trainer paar Einheiten zusehen und lernen.
Als der U7-Trainer davon Wind bekommen hat, dass ich mich einbringen will, hat er seine Chance ergriffen und mich gefragt, ob ich ihm nicht helfen kann in der U7 als Co-Trainer. Er schlug vor, dass wir die Kids auf 2 Gruppen aufteilen (heute die A und die B Mannschaft) und ich laufe ein halbes Jahr mit ihm mit bis Saisonende und trainiere die B-Truppe mit meiner Tochter, da ich sowieso in dieser Zeit am Platz stehe.
Naja, nach anfangs holprigem Start ohne Erfahrung mit ersten Trainingseinheiten, wo ich mal den Stand der Kinder und deren Willen zu spielen ausfindig machen durfte, hab ich mich mit Büchern wie Horst Wein bzgl. Funino und Internettrainingsplänen in das Kifu-Training reingetigert. Wichtig ist, dass du ein Konzept hast wie du was trainieren möchtest, mit Eltern oft kommuniziert und deine Linie durchziehst mit situativen Anpassungen abhängig von Kader und Unterstützung der Eltern.
Es machte mit den Kids immer Spaß bisher - Regeln und Konsequenzen für Kids und Eltern wirst du sicher brauchen.
Manche Eltern wirst du aus meiner Erfahrung raus möglicherweise hie und da gerade in jungen Altersklassen auf Schiene bringen müssen bzw. den ein oder anderen auch ziehen lassen oder eine andere Sportart empfehlen müssen.
Und deine Familie muss mitziehen, denn wenn du deine Sache ordentlich machen willst, geht einiges an Zeit drauf mit Trainingsplanung, Spieleplanung, Kommunikation mit Eltern und anderen Trainern, Trainersitzungen usw.
Kurz: ich hab es nicht bereut als Rookie einzusteigen.
