Beiträge von Oesi81

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    Wir haben im Verein jetzt 24 Kinder in der U11. Seit der U8 haben wir in eine leistungsorientierte A und eine B getrennt und getrennte Trainings gehabt, aber zu gemeinsamen Zeiten, damit sich alle Kids am Platz sehen. Die A hat bis inklusive U10 einen Jahrgang raufgespielt und 3 Mal in der Woche trainiert, während ich mit der B 2 Mal trainiert hab in der Woche und altersgleich gespielt habe.

    In der U8 und U9 war der Unterschied vom Entwicklungsstand und der Prioritätensetzung/Einstellung der Eltern und Kinder klar erkennbar - in der B bestand die Truppe aus den Kategorien "Wollen, aber noch nicht können " und "nicht wirklich wollen und auch nix können " und es waren einige dabei, wo Fussball Option 5 war in der Freizeitgestaltung und ich sogar knapp vorm Aufhören stand, weil Spielbetrieb ohne Aushilfe nicht möglich war.

    Zu Beginn U10 kam ein jüngeres Kind, aber leistungsorientiert, zu mir bzw. haben fast alle der "Nichtwollenden und Nichhtkönnenden" aufgehört/aufhören müssen. Nachdem die "Wollenden" sportlich einen Sprung nach vorne gemacht haben und fast nur "Wollende" übrig sind, hat sich eine Dynamik entwickelt, dass mittlerweile ebenso wie die A 3 Mal Training angenommen wird.


    Trennung nach Leistung hat sich bei uns bewährt, aber Training nach Teamentwicklung anpassen und gemeinsame Trainingszeiten haben. Irgendwann werden die Kids am Großfeld sowieso zu einer Mannschaft wieder vereint in der Regel.

    Meine Gedanken dazu (selbst aber GsD noch nie in so einer Situation gewesen):


    Mich überrascht, dass die Vereinsleitung noch nicht einschreitet. In meinem Verein gab es einen Fall in der U6, wo ein verhaltensauffälliges Kind andere Kinder abgewatscht hat während des Trainings oder Turniers. Es gab ein Gespräch mit den Pflegeeltern, dann nach einiger Zeit aufgrund beibehaltener Aggressivität ein verbindliches Gespräch mit der sportlichen Leitung und nach 20 Minuten Gespräch die fristlose Beendigung der Vereinszugehörigkeit.


    Also: Regeln ausdefinieren und vor Saisonbeginn einen verbindlichen Elternabend zusammen mit der Nachwuchsleitung einberufen, wo allgemeine Verhaltensregeln kommuniziert werden und Erwartungshaltungen definiert werden.

    Eine schriftliche Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte an alle Eltern aussenden, damit sich niemand durch Nichtteilnahme am Elternabend davonstehlen kann.


    Bei Schlägereien gibt es bei mir im Verein spätestens nach dem zweiten Vergehen ein verbindliches Gespräch mit den Eltern mit dem Zusatz, dass beim nächsten Vergehen innerhalb der Saison das Kind mit sofortiger Wirkung den Verein zu verlassen hat.

    In Österreich haben wir das Thema mit 9 Wochen Sommerferien. Mein Verband macht es halt in der Regel so, dass Ende Oktober die Herbstmeisterschaft ausgespielt sein muss. Bei 9-10 Spielen bedeutet das rückgerechnet einen Meisterschaftsbeginn Ende August. Naja,trifft andere Vereine auch, aber natürlich uncool. Noch dazu, wo die Ferien heuer bis 13.9. dauern. Da blieben nur 7 Wochen bis Ende Oktober,also englische Wochen manchmal. Naja,...

    Ein Klassiker zu Beginn der Sommerferien ist natürlich das Thema Sommerpause, Urlaubszeit, Trainingsbeginn, Meisterschaftsspiele.


    Ich biete bis zu meinem eigenen Urlaub Anfang August noch Training bis Ende Juli an für meine Kids (U11 Breitensport). Danach 3 Wochen Sommerpause und Trainingsbeginn ab 24.8., da am Ende dieser Woche (28.8.) vermutlich auch das erste Meisterschaftsspiel vom Verband angesetzt wird.


    Klar ist, dass immer wieder urlaubsbedingt Kinder im Training fehlen, aber ich habe vor Wochen kommuniziert, dass Meisterschaftsbeginn Ende August sein wird und ich hab bei 13 Kindern im Kader gehofft, dass ich mit zumindest 8-9 Kindern Ende August 6+1 spielen kann ohne eine Spielverschiebung in Erwägung ziehen zu müssen. Tatsächlich zeigt sich, dass die halbe Mannschaft bis Anfang September in Urlaub ist, obwohl die Eltern keine Newbies sind und aus den Vorjahren schon wissen, dass es Ende August losgeht. 1-2 Kinder sehe ich überhaupt die ganzen Ferien nicht.

    D.h. Spielverschiebung der ersten 1-2 Runden kann ich schon fix einplanen und Training haben auch wenig Kids bis dahin.


    Wie ist das bei euch so? Ist immer wieder mal zu rechnen, dass zu Meisterschaftsbeginn die halbe Mannschaft urlaubsbedingt fehlt, obwohl die Eltern wissen, dass es Ende August losgeht? Oder ist das eher Kategorie 'starkes Stück' und ich spreche das bei den Eltern an?

    Ich kann mal meine Erfahrungen mitteilen, die ich - nun im 4.Jahr als Trainer/Papatrainer einer durchschnittlichen U10 im Breitensport bisher gemacht habe.

    Ich habe eine Mischung aus leistungsorientierten eingestellten U9-Kids, die raufspielen um gefordert/gefördert zu sein, und 'normalen' U10-Kids, die brav ins Training gehen und gerne spielen, aber es für den Trainer der 1. Mannschaft aus verschiedensten kognitiven oder physischen Gründen nicht reicht.


    Ich orientiere mich im Training nach der Mannschaft und coache ziemlich wenig im Vergleich zu anderen. Ich gestalte die Übungen so, dass ich mittels Stationen/Gruppenaufteilung verschiedene Grundlagen erübe/erspiele und nur Grundprinzipien mitgebe oder nur bei komplett groben Fehlern stoppe und nochmal mit neuer Erklärung probiere.

    Es zeigt sich für mich in dieser Altersklasse gerade, dass sich fast alle Kinder, bei denen Fussball Hobby Nummer 1 ist, verbessern, weil sie das Spiel an sich besser verstehen und permanent Fussball spielen/schauen/nachahmen.

    Meinen Beitrag sehe ich in der Gestaltung einer Umgebung, wo die Kids gern hingehen und ein altersgerechtes Training bekommen. Das genetische Programm jedes einzelnen und die Beschäftigung mit Fussball im privaten Bereich bedingt eine gewisse Heterogenität im Entwicklungsstand, die ich in Wahrheit nicht ändern kann.

    Im Herbst hatte ich in meinem damals 13-Kinder-Kader 4 Kinder, mit denen ich vom Können und Spielverständnis zufrieden sein konnte, der Rest hat gern gespielt, war aber kognitiv "unreif" und hab auch ergebnismäßig wirklich heftig auf die Rübe bekommen. Ich hab meine Art des Trainings und das Positionsrotieren nicht umgestellt, dennoch spielten manche Kids im Winter in der Halle plötzlich deutlich schneller und intelligenter. Nach Zugang der leistungsorientierten U9-Kids nach der Halle hat sich eine Dynamik entwickelt, dass plötzlich fast alle einen Schub nach vorne gemacht haben und die Mannschaft aus einer überforderten zweiten Mannschaft eine Mannschaft wurde, die gegen viele erste Mannschaften aus der Umgebung die Mehrzahl der Spiele die bessere Mannschaft ist.

    Da ich nichts geändert habe, führe ich das auf das natürliche Programm der Kids in der kognitiven Entwicklung zurück und nicht an meiner Trainingsmethodik oder gar detailliertes Coaching mit Taktikvorgaben.

    Kleines Update zum Abschluss: ich habe gestern der Mutter des Scheidungskindes die Trennung mit Saisonende mitgeteilt. Nach Gespräch vor 2 Monaten mit der sportlichen Leitung kam der Junge insgesamt 4 Mal, seit 6 Wochen Absagen mit 'privater Grund' oder unentschuldigt.

    Auch wenn es hart klingt und dem Kind noch das letzte Bisschen Soziales genommen wurde: es ist für mich eine emotionale Befreiung

    In der Regel erstellen ich und manchmal mein Co am Tag vor dem Training oder am selben Tag am Vormittag den Trainingsablauf für das nächste Training mit meiner U10 Breitensport (B-Mannschaft) mit 12 Kindern. Montag hab ich nur ein kleines Feld, da mach ich Funino bzw. Stationen mit Spielformen für bis zu 6 Kinder oder Koordinationsparcour.

    Mittwoch hab ich ein U10 Spielfeld, wo ich gern Rondos, Passübungen oder Torschuss mache- ebenfalls in Stationen und die Gruppen leistungsmäßig aufgeteilt inklusive 4+1/5+1 Abschlussspiel.

    Donnerstag mach ich eine halbe Stunde Torwartübungen (de facto Fangübungen und einfachste Abrollübungen) und mein Co eine Übungsform/Standards. Danach eine halbe Stunde Abschlussspiel.


    Montag und Mittwoch plane ich und schicke meinem Co den Ablauf. Donnerstag plant er.

    Ich finde die Übung per se sehr gut. Ich hab sie allerdings gestern mit meiner U10 Breitensport probiert und hab da doch einige unvermutet überfordert. Einer hat sich seine Ziffer nicht merken können, ein anderer hat als Angreifer den Laufweg des Verteidigers gewählt und umgekehrt. Paar Mal sind Kinder als Verteidiger zu spät gestartet, sodass der Angreifer paar Sekunden vorne warten musste. Paar Mal haben Kinder nicht gedribbelt, sondern mit dem Ball herumgealbert oder sind gegangen. Einer hat gejammert, dass er nicht so lange laufen kann.


    Ich hätte früher umdisponieren und die Übung abbrechen müssen, hab aber im Unglauben, dass meine Kids dermaßen danebenstehen, die Übung verlängert und das Abschlussspiel dafür gekürzt (gab gestern sowieso disziplinäre Themen mit Herumjammern, Mitspieler kritisieren, Übung nicht ordentlich durchführen oder Diskussionen zu Entscheidungen).


    Wie gesagt, tolle Übung. Gestern für meine Kids nicht geeignet gewesen so wie die meisten vom Kopf und disziplinär drauf waren.

    Mich frustet ein wenig, dass in der eben begonnenen Frühjahrsmeisterschaft U10 einige gegnerische Mannschaften offenbar beginnen sich mit starken Kindern desselben Jahrgangs kräftig zu verstärken.

    Hab ja die zweite Mannschaft unseres Jahrgangs und im Herbst viel verloren. Daher im Frühling in der Unterliga mit dem Namen nach halbwegs gleichwertigen Grgnern.


    1.Runde Freitag: Gegner hat ebenso eine B-Mannschaft, die im Herbst alles verloren,hat. Trainer fragt, ob er mit 3 A Spielern kommen darf, damit sie bissl Land sehen. Hab eingewilligt, weil ich die Fortgeschritteneren meines Teams fordern will. Könnt euch denken, was passiert ist: Trainer lässt seine A fast durchspielen während ich Spielanteile gleich verteile und ich verliere dadurch.


    Übermorgen nächstes Match. Laut Namen ein Team, wo wir fast immer leicht die Nase vorne haben und wir Trainer uns gut verstehen. Schaue auf die Kadermeldung: 3 A-Spieler wieder beim Gegner, die ein Jahr raufspielen und offenbar Zeit haben.


    Mir kommt einiges hoch, wenn durch solche Aktionen die Gruppeneinteilung von einigen Trainern ad absurdum geführt wird und B Teams plötzlich mit der halben A Garnitur antreten,damit sie mal ergebnismäßig gut dastehen.

    Nun, ich habe ihn mir als ersten Kandidaten ausgesucht, weil er zwar kein Interesse an regelmäßigem Erlernen der Position hat, aber er geht im Training manchmal freiwillig ins Tor. Er war in den beiden Trainings vor dem Turnier ebenso bei den Abschlussspielen im Tor, d.h. er hat prinzipiell keine Abneigung gegen die Position und macht es nicht schlecht. Für Spiel 4 hat er sich freiwillig gemeldet, habe ich vergessen zu erwähnen, nachdem Spiel 3 gewonnen wurde und er seine Erfolgserlebnisse hatte.


    Spiel 1,2 und 5 waren andere drinnen.

    Wie gesagt, für Lose basteln bleibt 2 Minuten vor Spielbeginn keine Zeit. Es musste richtig schnell gehen und mich hat überrascht, dass sich niemand von 8 Kindern freiwillig meldet. Eine Wahl musste fallen, musste schnell fallen und ich stelle keine Kinder mit Angst vorm Ball rein - völlig sinnbefreit mMn.


    Meine Frage war und ist bei meinem konkreten Fall: Wie hättet ihr reagiert, wenn sich 2 Minuten vor Spielbeginn kein Tormann findet obwohl im Training bereit dafür und jeder verweigert? War mein Vorgehen akzeptabel?

    Aja, sorry. E-Jugend (U10). Ich bilde Torleute nicht dezidiert aus, aber ich hab halt ein Kind, das freiwillig gern ins Tor geht und einem Bundesligatormann als Idol nacheifert und spielt dementsprechend am öftesten im Tor. Ich hab ein paar Kinder, die Angst vorm Ball haben und keine Option sind. Mein Problem war wirklich der krankheitsbedingte Ausfall des geplanten Tormanns kurz vor Beginn des ersten Spiels und kein Kind bereit war freiwillig ins Tor zu gehen. Ich musste schnell handeln und jemanden bestimmen und natürlich fällt die Wahl auf die Kandidaten, die sich halbwegs anbieten ("Fliegenfänger" stellt kein Trainer bei einem Turnier freiwillig rein, denk ich). Wenn da auch Widerstand kommt, muss ich reagieren und auch konsequent sein, da es kein Nein gegenüber dem Trainer ohne Konsequenzen geben darf und ein Spiel ohne Torwart halt nicht geht.


    Meine Frage war und ist bei meinem konkreten Fall: Wie hättet ihr reagiert, wenn sich 2 Minuten vor Spielbeginn kein Tormann findet und jeder verweigert? War mein Vorgehen akzeptabel?

    Hallo zusammen,


    vielleicht eine Kleinigkeit, die das ein oder andere Mal im Kifu vorkommt, aber mich beschäftigt.


    Zur Ausgangslage: Gestern spielte ich mit 9 Kindern bei einem Hallenturnier rund 30 Minuten vom Heimatort entfernt mit. Im Kader hatte ich einen Torwart, der gerne ins Tor geht, und 8 Spieler. Von diesen 8 Spielern ist ein Kind dabei, das bis unlängst Interesse an der Torwartposition hatte und sich auch ab und zu im Training freiwillig fürs Tor meldet. Allerdings will er nicht verpflichtend rein oder die Position näher kennenlernen und verweigert bei Turnieren den Einsatz im Tor, weil er lieber im Feld spielen will. Er kam mir auch schön mit Ausreden - ein Monat lang tat ihm der Daumen weh - daher, damit er ja nicht im Tor spielen braucht. Nach Gespräch mit der Mutter, sagte sie, dass er seit einiger Zeit nicht mehr Tormann sein will, weiß aber auch nicht warum.


    Auf alle Fälle stand ich mit meinem Tormann und den anderen 8 beim Turnier da. Der Tormann ist sichtlich angeschlagen mit der Mutter gekommen und seine Mutter meinte, dass er den ganzen Tag über Bauchweh geklagt hat und es ihm nicht so gut geht, aber er will es probieren.

    Wie es der Teufel will, ging es bei ihm doch nicht und 2 Minuten vor dem ersten Spiel stehe ich mit 8 Kindern da und niemand will ins Tor.


    Ich hab in die Runde gefragt, wer ins Tor will und wenn sich niemand meldet, bestimme ich den Tormann. Könnt euch denken, dass sich keiner meldete und damit beschloss ich, dass das Kind mit dem Interesse bis vor kurzem ins Tor geht. Es kam zu sofortigen Verweigerung seitens des Jungen. Aufgrund der Zeitknappheit fiel mir nichts Besseres ein, als ihm zu sagen, dass der Trainer bestimmt und er zuschauen kann, wenn er sich weigert. Er stellte sich gegen mich und meinte, dass ich ihn halt dann ausschließen soll, das sei ihm egal. Ich hab ihn dann zum Vater rausgeschickt und dem Vater gedeutet, dass er mal nur für ein Spiel rein soll. Ich hab dann ein zweites Kind als Torwart nominiert und den Verweigerer draußen beruhigen lassen und aussetzen lassen.


    Beim zweiten Spiel hab ich ihn am Feld beginnen lassen, aber er war komplett von der Rolle und ich nahm ihn nach 3 Minuten wieder runter. Ich hab ihm in der Kabine nochmal erklärt, dass der Trainer das Sagen hat und ich ihn deswegen im Tor sehen will, weil er es kann und ohne Torwart kein Spiel möglich ist.


    Ob er es verstanden hat oder nicht, weiß ich nicht. Auf alle Fälle nahm er not amused die Tormannhandschuhe und stand Spiel 3 und 4 im Tor und machte es wie von mir erwartet ordentlich. Spiel 5 ließ ich ihn wieder am Feld spielen und war ok, sag ich mal.


    Wie hättet ihr reagiert, wenn sich 2 Minuten vor Spielbeginn kein Tormann findet und jeder verweigert? War mein Vorgehen akzeptabel?

    Fall 2 ist mehr als speziell. Das Kind leidet seit der Scheidung vor 5 Jahren unter dem Irrsinn der Eltern im Streit um Aufenthaltsrecht. Seit 2 Jahren ist das Kind bei der Mannschaft und Fakt ist, dass die Mutter für das Kind Cherrypicking in allen Lebensbereichen betreibt, weil die Welt da draußen ist böse zum Kind und der Ex ist an allem schuld. Sie versucht mit allen Mitteln, dass der Sohn - koste es was es wolle - vom Ex isoliert wird und macht alles, um dem Sohn die Bösartigkeit des Vaters einzutrichtern. Ich könnte Romane verfassen, welch grausame Gegebenheiten auf Kosten des Kindes seitens beider Eltern vorgefallen sind.


    Das hat so weit Blüten getrieben, dass sogar der Hort die Abmeldung des Kindes vom Hort nachdrücklich eingefordert und durchgesetzt hat, da er de facto nie im Hort war (die Mutter hat paranoide Angst, dass ihr Ex auf den 50 m zwischen Schule und Hort den Sohn ansprechen/mitnehmen könnte) und einem anderen Kind den Platz wegnimmt.


    Ich habe 2 Jahre versucht ihn mitzuschleppen und Gespräche gesucht,aber ich bin kein Psychologe, Pädagoge oder Sozialarbeiter und mittlerweile braucht das Kind professionelle Hilfe (die die Mutter verweigert trotz Anratens von Schule und Hort). Es ist nett gemeint mit der Berücksichtigung seiner Situation, aber die Mutter blockt jedes Gespräch und jede Hilfestellung auch seitens des Vereins ab. Sie sagt selber, dass ihr sämtliche Regeln und der Verein egal sind , wenn es um ihren Sohn geht. Sie erlaubt für sich und das Kind nur das, was ihm ihrer Meinung nach gut tut und pfeift auf den Rest der Welt. Der Verein kann gar nicht eine Abwechslung sein, weil das Angebot gar nicht wirklich angenommen wird/werden kann.


    Nun ist meine Energie für Sonderbehandlung am Ende nach 2 Jahren und der sportliche Rückfall ist das i-Tüpfelchen. Mit der obigen Haltung und Verhaltensweisen der Mutter hat die Leitung - auch um mich zu entlasten- das Ok gegeben, dass mit Saisonende Schluss ist.

    Kleines Update zu meinen 2 Fällen:


    1) Die Situation mit dem Kind mit der desinteressierten Mutter hat sich zum Positiven bisher gewandelt. Die scharfe Botschaft damals im Sommer dürfte Wirkung gezeigt haben. Herbst und Winter hatte das Kind 85% Trainingsbeteiligung und hat fast alle Spiele und Turniere gespielt. Gefühlsmäßig hat auch dazu beigetragen, dass die Mutter eine sportliche Entwicklung der Mannschaft gesehen hat und die ergebnismäßigen Erfolge hinzukommen, wo sie gern jetzt auch das Kind dabeisehen möchte. Gibt anscheinend so Eltern, die glauben, dass ihr Kind nichts in einer 'Losertruppe' zu suchen hat statt selber Verantwortung für die Mannschaft zu übernehmen. Egal, das wurde jedenfalls deutlich besser und möge es so bleiben.


    2) Beim Scheidungskind wird wohl nach Ende der Saison Schluss sein. Es war keine substanzielle Veränderung in jeglicher Hinsicht zu erkennen. Im Gegenteil, das Kind hat die komplette Hallensaison wegen einer schwereren Krankheit verpasst und es hat nach seiner Rückkehr erschreckend viel emotionalen Stress gezeigt , fussballerisch alles verloren und ist psychisch komplett im Eck. Es folgten auf ein Telefonat mit der Mutter und meiner Aufforderung auf höhere Trainingsbeteiligung zum Aufholen der Defizite hin wie üblich nur gelegentliche Trainings und gleich wieder Absagen mit 'Bauchweh' etc. Nach mehreren internen Gesprächen mit der Jugendleitung wird es ein 6 Augengespräch mit der Mutter in einem Training geben, wo wir mitteilen werden, dass das Kind im Frühjahr vom Spielbetrieb rausgenommen wird und nach Saisonende endgültig Ende für das Kind ist. Wir werden angesichts der emotionalen Belastung und psychischen Verfassung des Kindes und der Vorfälle/Gegebenheiten/Entwicklungen in der Vergangenheit Verantwortung übernehmen (müssen). Gespräch folgt allerdings irgendwann im Frühjahr, weil das Kind sich wieder wehgetan hat und von der Mutter bis zumindest April wieder alles abgesagt wurde.


    Hab also nun 8 verlässliche Kinder für 4+1 im Kader, aber werde wie letztes Jahr Inserate schalten dürfen in der Hoffnung neue Kinder zu finden und netto ab Sommer mehr Kinder zu haben für 6+1 :|

    Moin.


    Trau dich! Meine Biografie dazu in Kürze:

    Als meine Tochter damals vor 3 Jahren in der U7 gespielt hat,gab es einen einzigen Trainer,der rund 20 Kinder auf dem Platz bespaßen durfte und ist geschwommen.


    Als Ex-Goalie im Betriebsfussball wollte ich ursprünglich mich als Torwarttrainer einbringen, weil es mich gereizt hat einerseits und andererseits ich mir nicht vorstellen konnte, regelmäßig Zeit mit kleinen Rackern zu verbringen, die großteils nicht des Sports per se wegen im Verein sind.


    Ich bin direkt zum Jugendleiter gegangen und hab mich als TW-Trainer ohne Ausbildung und Erfahrung im vereinsmäßigen Kifu angeboten. Er meinte, das macht der Verein erst ab der U11, aber ich könne beim aktuellen TW-Trainer paar Einheiten zusehen und lernen.


    Als der U7-Trainer davon Wind bekommen hat, dass ich mich einbringen will, hat er seine Chance ergriffen und mich gefragt, ob ich ihm nicht helfen kann in der U7 als Co-Trainer. Er schlug vor, dass wir die Kids auf 2 Gruppen aufteilen (heute die A und die B Mannschaft) und ich laufe ein halbes Jahr mit ihm mit bis Saisonende und trainiere die B-Truppe mit meiner Tochter, da ich sowieso in dieser Zeit am Platz stehe.


    Naja, nach anfangs holprigem Start ohne Erfahrung mit ersten Trainingseinheiten, wo ich mal den Stand der Kinder und deren Willen zu spielen ausfindig machen durfte, hab ich mich mit Büchern wie Horst Wein bzgl. Funino und Internettrainingsplänen in das Kifu-Training reingetigert. Wichtig ist, dass du ein Konzept hast wie du was trainieren möchtest, mit Eltern oft kommuniziert und deine Linie durchziehst mit situativen Anpassungen abhängig von Kader und Unterstützung der Eltern.

    Es machte mit den Kids immer Spaß bisher - Regeln und Konsequenzen für Kids und Eltern wirst du sicher brauchen.


    Manche Eltern wirst du aus meiner Erfahrung raus möglicherweise hie und da gerade in jungen Altersklassen auf Schiene bringen müssen bzw. den ein oder anderen auch ziehen lassen oder eine andere Sportart empfehlen müssen.


    Und deine Familie muss mitziehen, denn wenn du deine Sache ordentlich machen willst, geht einiges an Zeit drauf mit Trainingsplanung, Spieleplanung, Kommunikation mit Eltern und anderen Trainern, Trainersitzungen usw.



    Kurz: ich hab es nicht bereut als Rookie einzusteigen.

    Danke mal für eure Beiträge.


    Es ist schon meine 3. Hallensaison und ich sag mal: es wird von Jahr zu Jahr besser.


    Typischerweise läuft es bei mir in der Halle so ab, dass ich die Kids nach einem Spiel in der Umkleide zusammentrommle und wir über das Spiel kurz sprechen. Danach heißt es 'ab auf die Tribüne zu den Eltern' und wir sind damit auch in den Pausen alle zusammen.


    Bzgl. Fürze unterscheide ich sehr wohl, ob sie jemandem zwischendurch ausgekommen sind, oder während einer Ansage oder Besprechung absichtlich abgedrückt werden wie es bei meinem Spezialkandidaten einmal war. Im zweiten Fall folgt die Konsequenz sofort mit Nachdenkpause und Verweis auf erwartetes Benehmen.


    Ich gratuliere allen, die ein Handyverbot durchsetzen können. Meist hat ein älteres Geschwister oder die Eltern ein Handy(da sie sowieso am Handy livetickern, googeln, facebooken etc.) und dann wandert schon das Handy zur Zeitüberbrückung rüber zum Kind. Eltern kann ich kaum die Handynutzung verbieten.


    Das Herumtoben toleriere ich, solange es nicht gefährlich wird oder dies in den letzten Minuten vorm eigenen nächsten Spiel passiert, da sich die Kids die Energie fürs Match sparen sollen und ich paar Minuten brauche um alle Kids beisammenzuhaben für die Vorbesprechung.


    Die Idee mit den Kartenspielen ist nicht schlecht, die greif ich mal auf für die Spezialisten, die Flaschenwerfen oder anderen Blödsinn im Kopf haben.

    Hallo zusammen,


    wie steht ihr zum Thema Verhalten und Benehmen in Pausen und abseits des Platzes in einer E-Jugend? Wieviel Blödsinnmachen und Blödeln lässt ihr zu und wo zieht ihr Grenzen? Und wie sehen die Konsequenzen aus bei Überschreiten der Grenzen?


    Typischerweise haben die Kids in diesem Alter viel Blödsinn im Kopf, wenn sie nicht beschäftigt sind und dementsprechend haben mehrminütige Pausen Potential, dass Kinder Blödsinn machen/sich nicht diszipliniert benehmen.


    Beispielsweise die Pausen zwischen den Spielen bei Hallenturnieren oder auch im Training zeigen mir manchmal was den Kindern so einfällt. Als Trainer kann man nicht überall sein und die Eltern sitzen meist tratschend oder im Handy versunken auf der Tribüne und passen auf ihre Kids auch nicht wirklich aktiv auf.


    Ein Kind schmeißt gern im Tratschmodus die Wasserflasche in die Luft bis Wasser austritt und 2 andere finden es witzig. Oder ein Kind will auffallen und findet Fürze megawitzig.


    In meiner Anwesenheit gibt es natürlich Ermahnung und Konsequenzen (Kinder, die Flasche werfen und witzig finden, dürfen das Wasser aufwischen bevor sie spielen dürfen. Wer furzt, weil er es witzig findet und auffallen will, schaut paar Minuten zu und kriegt eine Nachdenkpause).

    Aber oft passiert Kinderblödsinn abseits der Spiele in den Pausen,wo die Kinder örtlich verteilt sind und ich nicht alles mitkriegen kann.


    Wie ist das bei euch? Wie handhabt ihr das Thema Verhalten/Benehmen in Pausen und abseits des Spiels?

    Hi.


    Ich begleite auch die zweite Hälfte aka B Mannschaft des 2016er Jahrgangs im Verein seit Mitte U7 als engagierter Papa-Trainer und hab da auch einiges erfahren und lernen dürfen.


    Vom sportlichen Aspekt her braucht es Geduld und Durchhaltevermögen, um die Grundlagen Schießen, 1:1, Dribbeln, Passtechnik und Handlungsschnelligkeit nahezubringen. Ich handle diese Themen nur wochenweise als Schwerpunkt ab, weil die Kids Abwechslung und Spaß haben wollen.

    Dazu verwende ich Spielformen und Übungsformen (60 Minuten) mit Provikationsregeln und immer ein Abschlussspiel (30 Minuten). Abschlussspiel mit Stopp und Coaching wenn ganz grobe Patzer gemacht werden, aber zu 95 % beobachten und zuschauen.


    Wichtig ist, dass Eltern mitkriegen, dass Ergebnisse geringe Bedeutung haben und dies einerseits kommuniziert wird und vor allem sichtbar praktiziert wird durch gleiche Spielzeit für alle Kinder, sofern das Wollen/Bemühen bei den Kindern erkennbar ist die Disziplin von Kindern passt und auch die Eltern dich nicht als Bespaßungsonkel ihres Kindes sehen.


    Ich z.B. habe in der U8 bei Funinoturnieren im Championsleaguemodus fast nur mit 2 Teams die hinteren Plätze abgegrast, hab ab der U9 im 4+1 permanent Positionen rotiert und kriege auch jetzt noch in der U10 2:16, 0:12 Niederlagen in der Meisterschaft.

    ABER: die Kinder steigern sich spürbar Monat für Monat und belohnen sich auch automatisch imner öfter ergebnismäßig.


    Was auch hilft sind Freundschaftsspiele mit ähnlichen Mannschaften oder dem Jahrgang darunter. Da sollte sich Torerfolg einstellen und damit auch Motivation.


    Hinsichtlich Disziplin: zu den Kindern bin ich der väterliche Typ. Ruhig, aber mit klaren Ansagen und Konsequenzen bei Fehlverhalten oder wenn der Kopf nicht beim Training oder Spiel ist (einmal ermahnen, zweites Mal Sonderübung oder 5 Minuten Nachdenkpause).


    Strenger bin ich mit Eltern, die das Kind im wesentlichen nur bei mir parken, damit das Kind paar schöne Stunden unter Freunden verbringen kann oder am Wochenende oft etwas anderes vorhaben. Da gibt es 1-2 Gespräche und bei unverändertem Verhalten dann sichtbare Zeichen wie Spielzeitreduktion oder Nichtnominierung. Ich hab von U7 bis jetzt netto dadurch Kinder verloren, hab aber dadurch 8 von 9 Kindern, die von sich aus kicken wollen und Spaß haben und durch diese Kombi aus Wollen und Spaß sich motiviert weiterentwickeln.

    Einen schwierigen Fall in Form eines psychisch kranken Scheidungskindes habe ich noch, aber sonst habe ich aktuell eine kleine aber feine Truppe an Kindern mit 80% und mehr Beteiligung bei Training und Spiel...was mich für eine zweite Mannschaft mehr als freut.

    1. Gleiche Spielzeit im Kinderfussball für alle Kinder sofern die Disziplin bei Kind und Eltern passt.


    2. Eltern, die ihre Kinder wirklich nur dann im Verein anmelden, wenn die Kinder von sich aus oft, gerne und regelmäßig kicken können und wollen und Training sowie Spielbetrieb als Fixtermine im Kalender sehen und nicht als eine Option unter mehreren Aktivitäten.


    3. Verpflichtende Verhaltensregeln und Melderegister für TrainerkollegInnen (inklusive Strafen für den Verein und/oder TrainerIn), die vom Verhalten am Seitenrand eine offensichtliche Zumutung für den Kinderfussball sind.


    4. Ausreichend spielwillige Kinder in jeder Altersklasse an jedem Spieltag.