Beiträge von eismann

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    Um das für mich in Kurzfassung aufzubröseln,


    warum wird ein 4:2:3:1 oder ein 4:1:4:1 gespielt,...offensiv wie defensiv?


    Hier geht es doch nicht um Mauertaktik, sondern um eine flexible Spielweise,...ball- und raumorientiert.
    In der Ofensive geht es in die Breite,...defensiv wird es enger,...gedoppelt und gepresst.


    Unter einer modernen Spielweise verstehe ich, eine klare taktische Ausrichtung, mit Überraschungseffekten im Angriffsspiel und einer stabilen Abwehr als Fundament.
    Sicher kann man jetzt ein Buch zu diesem Thema schreiben.


    bg

    Was haltet ihr davon?


    Ballverlust nach eigenem Anstoß!
    Ich bevorzuge das 1:2:1 in der Offensive und das 2:2 im deffensiven Verhalten.
    Nun bin ich im Herrenbereich tätig,...habe mir die Frage gestellt,... wieviel Ballverluste gibt es nach einem Anstoß, Prozentual gesehen.
    Ich nehme an sehr hoch!
    Die Folge - offensives handeln nach dem Anstoß, kann zu schnellen Gegentoren führen.
    Die mentale Ausrichtung beim Anstoß ist offensiv,...die des Gegners defensiv.
    Woraus lässt sich besser agieren?
    Aus der Defensive oder Offensive?

    ...ach wisst ihr was?
    Ich habe meine Jungs, bei Sauwetter, mit einem Medizinball Rugby spielen lassen.


    Fazit:
    Die Schlammschlacht hat uns für das kommende Punktspiel ( bei Sauwetter), die nötige Motivation gebracht.


    Günter, :thumbup: !

    Nun gut, Andre!
    Ausgehend davon, das ich mich nicht auf personifizierten "Mist" einlasse, ziehe ich folgendes in Betracht,


    gewinnen will gelernt sein und verlieren ebenso,...wie auch das beschriebene von Don Quijote.
    Ich glaube wir sind uns einig, das in kleinen Gruppen Über-und Unterzahl zu trainieren nicht unbedingt Sinn macht,...und das in der F Jugend.
    Trotzdem in der Vorbereitung,z.B. auf die C-Jugend zwingend dieses in Teilen von Nöten ist.
    Ich muß dir jetzt nicht erklären, wieviel B und A Jugendspieler uns in den letzen 20 Jahren verloren gegangen sind,...durch gewinndenkende, praktizierte Philosophien. Sie schafften es nicht,...nicht einmal in die Bezirksliga. Selbstzweifel und die wenige psychologische Einflußnahme durch den Trainer und Verein, lies sie verkümmern.
    Über- und Unterzahlspiel kann der Trainer auch durch die Aufstellung der einzelnen Mannschaften beeinflußen,...nach Stärke,...nach Mannschaftteilen,...nach körperlicher Größe und Robustheit, nach technischen Fähigkeiten oder ergeizigen lautstarken Egozentrikern u.s.w.
    Philosophien würden nicht einen Namen tragen, wenn sie entgültig währen!


    bg

    Bei einem Freistoß meiner Mannschaft,...Entfernung ca. 25 m,... Spielstand 1:1, rief ich laut - macht endlich den Sack zu!
    Wie vom Blitz getroffen, flogen die Hände der in der Mauer stehenden Gegenspieler in Richtung....


    beste Grüße

    Statistiken sind kein Gradmesser und doch werden sie oft zu Rate gezogen.
    Warum ist das so?


    In meiner einfachen Denke, ohne das Thema zu komplizieren, stellte ich mir schon vor mehr als fünf Jahren die Frage,...warum spielt man das 4-2-3-1.
    Die Antwort für mich,...es ist die flexibelste taktische Marschrute, offensiv und defensiv, welche für den Trainer beeinflußbar während des gesamten Spiels ist und bleibt.


    Wie passt das zu diesem Thema?
    Ob mehr Ballbesitz oder Laufarbeit sagt nichts über das Ergebnis aus, da es immer an der taktischen Marschrute gebunden ist. Einige Mannschaften geben das Mittelfeld fast auf, um hinten besser zu stehen. Andere beginnen mit dem raumorientierten Spiel schon in der gegnerischen Hälfte.
    Ich persönlich, habe versucht, beginnend immer in der eigenen Hälfte, sozusagen als Fundament, auf Sicherheit zu gehen, im Verbund anzugreifen, raumorientiert sich immer Richtung Ball zu bewegen, defensiv und offensiv. Schlußfolgernd hat der Gegner mehr Ballbesitz, wenn er z.B. in der eigenen Hälfte den Seitenwechsel über die Innenverteidiger vornimmt,...und das solange bis der Gegner aufmacht oder entsprechende förderliche Spielsituationen entstehen.
    Die multiplizierte Zweikampfquote sollte man auch sehr stark differenzieren,...in die verschiedenen Mannschaftteile oder einzelne Spieler.
    Während ein Stürmer manchmal nur fünf Minuten vom Spiel hatte und doch kurz vor Schluß den Siegtreffer erzielte, muß ein Verteidiger eine wesentlich höheren Zweikampfwert aufbringen.
    Für den Stürmer ist es wichtig mit nach hinten die Räume zu schließen, auch ohne Ballgewinn oder die unbedingte Zweikampfführung.


    Jetzt ist es völlig normal,...so schätze ich es ein, in der F - D Jugend diese taktischen Ausrichtungen nicht einzustudieren, außer das ...wir greifen alle an und verteidigen gemeinsam.
    Im BREITENSPORT, beginnend in der C Jugend, würde ich raumorientiert trainieren und spielen lassen,...da Zukunftsorientiert. Dabei steht die Defensive vor der Offensive,...die eigene Spielhälfte vor der des Gegners. Sicher sind hier zusätzlich die athletischen Grundvorrausetzungen ein Fundament.


    Eine flexiblere taktische Ausrichtung oder Umstellung, ob während des Spiels oder von Spiel zu Spiel, würde ich beginnend für B - A Jugend einräumen,...z.B. ein oder zwei Sechser.


    beste Grüße

    Günter,


    das ist nur eine Facette des "Geschäfts"!


    Mir sind zwei Fälle bekannt, wo das Elternhaus nicht die Aufwendungen aufbringen konnten, obwohl die Knaben das Zeug dazu gehabt hätten höherklassig zu spielen.
    Jetzt spielen sie in der Kreisoberliga und ich würde mal behaupten, daß das auch so bleibt,....sehr Schade!

    Ja Günter, wohl war.


    Die Ergänzung des eigenen Trainings mit einem Leichtathletiktrainer finde ich gut und sollte eine willkommene Abwechslung sein.


    Hin und wieder baute ich solche Sachen wie das Laufen auf den Ballen, Versen, vorwärts wie Rückwärts. Alle Formen des Antritts und des Stoppens, das Wippen. Das spezifische Krafttraining für den Fuß und die Wade, sowie alles um das Kniegelenk u.s.w.


    beste Grüße

    Mir geht es ählich wie Günter!


    Die Entwicklung im Fußball, auch im Nachwuchs, ging rasant voran. So auch die taktischen Schulungen.
    Ich will mich ehrlich gesagt garnicht an dieser Diskussion beteiligen, weil sie in ein gewisses Vakuum führt.


    Für mich persönlich habe ich die Form der taktischen Ausbildung versucht so zu vereinfachen, das möglichst alle ohne große Mühe diese umsetzen konnten.
    Beginnend mit dem Dreieckspiel, das Zick - zack Spiel, das prallen lassen / wieder anbieten in der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung u.s.w.. Alles Formen, welche taktische Zwänge vorprogrammierbar und bei einer gewissen athletischen Ausbildung leichter umsetzbar machen, da die geistige Frische, gepaart mit der Spielintelligenz, ihr übriges tun.


    beste Grüße
    und ein frohes neues Jahr an alle

    Ich denke auch, das die zeitlichen Gründe eine falsche Ansicht ist.


    Du hast nicht nur in den meisten Fällen den Platz zu bearbeiten, sondern ebenso die Vor- und Nachbereitung bei Spielen und dem Training. Zusätzlich mußt du dich intensiver mit der Elternschaft auseinandersetzen gegenüber einer B-Jungendmannschaft.
    Habt ihr einen JL? Er wird dir bei den Kleinen bestimmt eher mal auf die Finger schauen. Oder?


    beste Grüße

    So ist es, siebener!


    Zodiak, vor so einigen Jahren habe ich auch mal so gedacht.
    Bei meinen Spielern kam das nicht nur als Korsett an, sondern das Umschalten von einer taktischen Maßnahme auf die andere nahmen sie mehr oder weniger unbewußt war.
    Um dies für mich zu erzwingen, wechselte ich,...Stürmer ging raus - Verteidiger rein,...Verteidiger raus - offensiver Mittelfeldspieler rein u.s.w..
    Damit wollte ich unter allen Umständen verhindern, das sich die Mannschaft an den Gegner anpasst, sondern das eigene Spiel durchdrückt.


    Nachwuchs und Herrenmannschaft sind zwei verschiedene Schuhe,...neue, dir unbekannte Problemchen tauchen auf, andere wirst du locker wegstecken. Die Prioritäten werden verschoben,...das Umfeld verändert sich.
    In allen Belangen brauchst du viel Geduld und Spucke. Sobald du merkst das die Moral, Willensbereitschaft, Disziplien,...halt die Grundwerte verloren gehen, da es oft ein schleichender Prozess ist, bist du besonders gefordert. Dir nützt das beste, interessanteste und voll motivierteste Training nichts, wenn du das nicht auf einem gewissen Niveau halten kannst.
    Im Breitensport wird das eher weniger der Fall sein.


    beste Grüße