Beiträge von Waldläuferin

    TW-Trainer
    Kommt darauf an, wie der Trainer den Positionswechsel verkauft. Wenn Rotation im Tor nicht üblich ist und die "Verpflichtung" als TW auf einen Konflikt folgte, könnte es sein, dass die Tochter das als Strafe sieht und es vielleicht auch so gemeint ist, dann sehe ich das wie du.
    Wenn es aber nicht auf einen unmittelbaren Konflikt folgte und der Trainer ihr das Ganze als "auch die Zweitbesetzung, die du bist, weil du keine Angst vorm Ball hast und auch mal eine Halbzeit Spielpraxis kriegen sollst" etc., verkauft, sehe ich da kein großes Problem (vielleicht, das vermute ich, ist es als "pädagogische Maßnahme" gedacht, um das Mädel aus seiner Komfortzone zu holen). Generell wäre Rotation auf allen Positionen wohl trotzdem das beste Mittel (gerade bei Bambinis). So würde jeder mal aus der Komfortzone kommen, ohne dass dies einen eventuellen Strafcharakter hätte.

    Für den Bereich ab B-Jugend, vor allem aber auch Senioren, abgewandelt für alle Altersklassen finde ich Cross-Fit super. Es beinhaltet Kondition, Kraft, Stabi, Willensspannkraft und -stärke.
    Je nach Abwandlung geht das Prinzip schon recht früh, in der "Reinform" würde ich ab ältere B-Jugend sagen, vllt. besonders in der Vorbereitung, aber auch immer mal zwischendurch.

    Ist völlig Off-Topic, bitte verschieben, falls es hier nicht passt!


    Habe ich im Archiv der Sporthochschule bei einer Sonderausstellung zum Frauenfussball gefunden ;-)


    […] erfordert das Treten zu zweit, also das „Urfußballspiel“, bereits ein wechselseitiges Zurücktreten. Das führt zu einer noch stärkeren und heftigeren Form von Aggression, weil diese sich nicht nur gegen den Ball, sondern durch ihn gegen den Mitspieler richtet. Ihn sucht man zu treffen, wenn auch nicht im buchstäblichen Sinn, so doch in seinem Unvermögen, den Ball aufzuhalten. Noch in anderer Hinsicht unterscheidet sich das Treten vom Werfen. Das Treten ist allgemein „gewagter“ als das Werfen, deshalb, weil es einen Verlust an Sicherheit in der Körperhaltung bedingt. Das schnelle und genaue Treten kann sich daher zu einer Akrobatik entwickeln, die häufig irgendwie der Waghalserei entspricht, zu der Männer und vor allem Jungen neigen. Außer dem Bewusstsein der Überlegenheit vermittelt bereits das Urfußballspiel, das zwei Jungen miteinander spielen, ein starkes Gefühl des Selbst-Könnens, es verbindet sich daher mit einem gesteigerten Selbstgefühl.
    Der bedeutsamste Gegensatz zwischen Werfen und Treten ist aber wohl, dass letzeres mehr als der Wurf zu einem Verlust an Geschlossenheit der „Haltung“, der normalen Körpergestalt führt. In der starken Beinspreizung sehen wir denn auch das Gegenteil der Bedeutung des weiblichen Rocks. Treten als Bewegung ist also vor allem expansiver. Man kann wohl wie ein Mädchen werfen – und „richtige“ Mädchen werfen auf ihre eigene Art, das heißt, weniger zentrifugal-, aber man kann nur wie ein Mann treten, auch wenn man eine Frau ist! Darum haben jungenhafte Mädchen durchaus Spaß am Fußballspiel und finden es herrlich zu treten.
    Das Fußballspiel als Spielform ist also wesentlich eine Demonstration der Männlichkeit, so wie wir diese auf Grund unserer traditionellen Auffassungen verstehen und wie sie zum Teil durch die körperliche Anlage (die hormonale Irritation) hervorgerufen wird. Es ist noch nie gelungen, Frauen Fußball spielen zu lassen, wohl aber Korbball, Hockey, Tennis und so fort. Das Treten ist wohl spezifisch männlich; ob darum Getretenwerden weiblich ist, lasse ich dahingestellt. Jedenfalls ist das Nicht-Treten weiblich! Im Fußballspiel zeigt sich in spielender Form das Grundschema der männlichen Neigungen und der Werte der männlichen Welt.
    Butendijk, F.J.J. (1953). Das Fußballspiel – Eine psychologische Studie. Würzburg: Werkbunk Verlag.

    Also generell sind Frauen physisch einfach nicht mit Männern zu vergleichen.


    Aber meine Erfahrung ist, dass ein gewisser Leistungsgedanke unabdingbar ist. Kommt natürlich auf die Mannschaft an, aber -auch in der Kreisliga- ist die Tabelle für die Damen nicht unwichtig. Ich widerspreche TW-Trainer in dem Punkt, Frauenmannschaften als eine primär gesellige biertrinkende Truppe, die auf alles übertrieben emotional reagiert, anzusehen.


    Wenn der Trainer den Richtigen Wechsel zwischen Leistungsanforderung -die Trainings, die meine Kreisliga Damen im Nachhinein am Besten fanden, waren die, wo es echt an die Grenzen ging- und auch mal locker lassen (mitlachen, nicht jedes Gespräch direkt unterbinden) hinkriegt, ist schon viel gewonnen.


    Ich habe auch in 11 Jahren noch nie erlebt, dass jemand ein Problem damit hat, wenn er mal einen Namen falsch sagt (gerade am Anfang!!!). Da hilft ein bisschen Selbstironie und fertig. Guck dir die Mädels an, rede mit ihnen, mach auch mal härtere Einheiten (konditionell) und guck, wie sie darauf reagieren. Wenn während der Übung gestöhnt wird, heißt das nicht unbedingt, dass sie das Verausgaben schlecht finden. Zumindest nicht nachher ;-)


    Ganz wichtig: Sei authentisch, steh hinter deinem Konzept bzw. den Kernpunkten, die dir wichtig sind. Wir haben z.B. nach vielen Jahren Manndeckung mit neuer Trainerin auf Raumdeckung umgestellt und es war überhaupt kein Problem, weil es überzeugend rüberkam. Gerade grundlegende Techniken (Vollspann etc.) und Taktik sind Themen, bei denen viele Damen einfach nicht die "Grundbildung" wie die Jungs/Männer haben. Eine Verbesserung ist daher eher schnell möglich, es gibt da ein großes Potential. Allerdings geht das nur, wenn man dich fachlich und menschlich respektiert. Brüllaffen ohne eigenen fussballerischen Hintergrund haben keine Chance. Es liegt aber auch am Trainer, ob die Damen zu einer Spasstruppe oder einer engagierten, leistungsbereiten Mannschaft (gibt es auch in der Kreisliga, wir haben halt nicht die "Begabung zu Höherem") gehören.
    Es ist doch eigentlich kein Unterschied, ob Kreisliga-oder Bundesliga-Spieler alles geben, nur das Niveau ist objektiv anders.

    Stimmt. Im Grunde geht es darum, die Mädels zu unterhalten/Freizeitanimateur zu sein.
    Auf der einen Seite ist das ja nichts Schlimmes, da es gerade für die sozial benachteiligten Mädels trotzdem einer der wenigen Kontakte zu "normalen" Lebensverhältnissen ist. Wäre dann eben eine Freizeitsport/Kinderturngruppe mit Fussballschwerpunkt.
    Obwohl ich nicht "erfolgsgeil" bin, möchte ich aber Fussball trainieren. Die spielen halt auch Meisterschaft, wo ich nicht ganz untergehen möchte. Ohne eine klare Aufgabe (Fussballtraining/(Spiele/Turniere) kann ich mich schwer motivieren, soviel Zeit und Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Dann könnte ich auch an meinem Wohnort eine Kinderfreizeitsportgruppe übernehmen, was ich aber nicht will, da ich eh schon genug Freizeitstress habe.

    Sehe ich ähnlich, werde die Jugendleiterin noch mal darauf ansprechen. Die kleineren wären jeweils die einzigen Mädchen in der Jugendmannschaft und es gibt wohl Bedenken, dass sie dann eher aufhören würden. Ich kenne das Team aber auch nicht besonders gut, da ich eigentlich auch nicht Trainer werden wollte/will, mich jetzt aber doch damit beschäftige. Wenn ich da mal zugucke, ist das bei der miserablen Trainerlage im Verein schon fast eine Zusage ;-)
    Im Moment wird die U13 von einer sehr jungen Person trainiert, die dieser Aufgabe noch nicht gewachsen ist, aber vielleicht in ein paar Jahren soweit wäre. Sonst gibt es keinen. Wäre schon toll, überhaupt einen Co zu kriegen. Die Jugendleiterin meinte, das Training wäre für mich sehr leicht, da müsste man nicht viel können, einfach irgendwie kicken. Aber das entspricht nicht meiner Erwartungshaltung, da ich schon gerne Fussball trainieren und die Mannschaft weiterbringen würde. Dazu gehört für mich eben auch, jeden zu fördern und spieltechnisch zumindest eine Chance zu haben.

    Ich überlege zur Zeit, eine U13 Mädchen zu übernehmen. Wäre für mich zeitmäßig sehr schwer (da 1 Std Anfahrt, ist aber mein "Heimatverein", in dem ich selbst aktiv 3x pro Woche spiele) und ich bin mir trotz C-Breitensport nicht ganz sicher, ob ich als Trainer bestehen könnte. Ohne Co mache ich es eh auf keinen Fall wegen der Anfahrt und meinen beruflichen Verpflichtungen.


    So, jetzt die Hauptfrage:
    Die U13 besteht aus 6-12jährigen. Ich frage mich, ob und wie man so eine Mannschaft trainieren sollte. Kifu und DFB-Konzept kenne ich, aber was mache ich dann mit Bambini bis E/D Jugend in einem Team (ca. 10 Mädels)? Die nächste Altersgruppe wäre U17, dann Damen. Da die Kleineren der U13 leider auch sozial und motorisch nicht sehr stark sind, hat der Jugendleiter von einer Teilnahme am Training der altersentsprechenden Jungenmannschaft abgeraten. Ich bin nicht auf Meisterschaftsgewinne aus, würde aber schon gerne gutes Fussballtraining, das die ganze Mannschaft weiterbringt, anbieten. Habt ihr Erfahrungen/Tipps zu dieser Thematik?

    Ich würde die Teamleiterausbildung auch jetzt schon in Anspruch nehmen. Je eher, desto besser, da dir dort vielleicht viele Fragen beantwortet werden können bzw. du einen Ansprechpartner hast. Du machst schon viel für den Verein und musst nicht weiter in "Vorleistung treten". Wenn du das Gefühl hast, dass diese Ausbildung dir gut tut, würde ich auch einfordern, die Breitensportlizenz gezahlt zu kriegen. Da hat dann der Verein ja auch wieder finanzielle Vorteile, besonders, da du ihm ja anscheinend treu bleiben willst.

    Da ich keine Ahnung habe, wie es bei Jungs/Männern ist, versuche ich hier mal meine Damenmannschaft (Kreisliga) zu beschreiben. Wäre für mich interessant, ob diese Verteilung auch im männlichen Bereich vorhanden ist oder in eine andere Richtung abweicht (Hinweis: eine Profikarriere ist in unserem Alter, also Damen/untere Ligen Herren, eh nicht mehr Thema):


    ca. 3 Spielerinnen (inkl. Spielertrainerin), bei denen Fußballtermine, soweit irgendwie machbar, erste Priorität haben.
    6 bei denen vereinzelte wichtige Privat- und Schul-/Berufstermine vorgehen,
    4 bei denen ein Training auch mal nicht ganz so wichtig ist, die aber dennoch meistens kommen und Fußball eine wichtige Sache ist
    1 die alles eher als unverbindlichen Spaß sieht.

    Kann man da keine Zuschüsse für Landschaftspfleger beantragen, die die Pflege des Wurm-Habitats als Alternative zur Einbetonierung der Erdbewohner gewährleisten???

    Ich habe selber mal vor und während der WM in Deutschland als Security in der Personenkontrolle im Stadion gearbeitet (war übrigens auch bei dem Spiel Düsseldorf-Leverkusen als Zuschauer und Düsseldorf-Fan).


    Sinn des Nicht-Reingreifen-Dürfens ist 1. dass sich die Securities nicht verletzen und 2. dass keine Klagen bezüglich Diebstahl, Sachbeschädigung etc. entstehen, da der Durchsuchte immer selber sieht, was geschieht. Klar auch, dass bei der Masse an Personen nie eine genaue Untersuchung "per Hand" möglich ist. Detektoren wie am Flughafen könnten da Abhilfe schaffen. Ich hatte z.B. ein Tauchmesser gekauft, Pfefferspray im Rucksack gehabt und das erst realisiert, als ich vor der Kontrolle in Düsseldorf stand.
    Wenn man alles im allgemeinen Chaos entsprechend positioniert und die Tasche/den Rucksack wie vorgeschrieben selber hält/öffnet, merken die das meistens nicht. Da ich das Prozedere aus eigener Erfahrung kannte, hatte ich berechtigter Weise keine Angst, erwischt zu werden. Lief dann auch problemlos. Hatte mein Messer, Pfefferspray und Feuerzeug -eigentlich ja unbeabsichtigt- drinnen. Das soll jetzt nicht zu Nachahmungen anregen, war wirklich aus Versehen (vorher vergessen zu Hause zu lassen) und ich habe auch keinen angegriffen ;-)


    Was mich wundert ist, dass du nicht aufgefordert wurdest, die Sitzpolster rauszunehmen und der Dame zu zeigen. Das wäre nämlich eigentlich deren Pflicht gewesen...

    Andre : ich habe nicht gesagt, dass ich damit an den Zielen vorbei fördern würde. Meine Meinung ist eher: Konzept ist super, dennoch sollte man sogenannte "Hochbegabte" auch in ihrer Fortgeschrittenheit anerkennen/bestärken und nicht durch mangelndes Feedback kleinhalten.


    Die Ziele sind Trainingsinhalt und zwar sukzessive aufeinander aufbauend für mich (d.h. eine E aus Neulingen, die vielleicht dem DFB-Konzept F entspricht, würde erstmal schwerpunktmäßig Inhalte aus der F trainieren). Ich meinte, ähnlich wie du, dass man kein Sakrileg begeht, vorhandene Spielzüge zu Loben, auch wenn sie noch nicht in die Altersklasse gehören. So kann man eben auch Leute wertschätzen, die "schon etwas weiter" sind und sie damit indirekt auch fördern.


    Wenn eine "Erkenntnis" (Pass statt 1:1 in dieser Situation besser) von der Mannschaft selbst erkannt wird, würde ich zwar nicht den Schwerpunkt auf Gruppen-/Mannschaftstaktik legen, aber das Verhalten dennoch loben.


    Ist doch auch eine Art Förderung. Wenn ich von meiner Welt, also den unteren Ligen ausgehe.

    Mal ausgehend davon, dass ich die DFB-Ausbildungsinhalte der Altersstufen als Schwerpunkt trainiere und meine Mannschaft auch darin korrigiere, bestärkte etc.:
    Wenn ein F-ling z.B. einen super Pass (auch in freie Räume, der dann auch ankommt) oder sonstiges im Training/Spiel zeigt, würde ich ihn dafür positiv bestärken ("super Pass, klasse!"). Dadurch würde er sich in seiner (evtl. nicht altersgemäßen Fähigkeit) bestätigt fühlen und dieses Verhalten evtl. nochmals zeigen, also eine Art der Förderung nicht-altersgerechter Ziele stattfinden. Dies fände ich aber völlig richtig, wenn ich andere genau so in ihrer altersgemäßen "Leistung" lobe. Wäre dies eurer Meinung nach falsch oder auch eine Art der "individuellen Förderung"?

    Ich stelle fest dass sich hier während der letzten Monate praktische immer nur die gleichen Schreiber tummeln.
    Interessant wäre zu wissen a) wieviele verschiedene Personen sich hier auch nur lesend tummeln und b) welche Beiträge für sie hilfreich sind, welchen sie zustimmen und welchen eher nicht.
    Like Buttons könnten helfen. Bewertungsmöglichkeiten, wie 1-5 Sterne auch.
    Also für mich persönlich wäre es wichtig wenn was in diese Richtung ginge. Sonst überlasse ich das Feld hier gerne wieder denen die sich hier lieber ihren Wust und "Philosophie" mit ihren festen 5-6 Mitschreibern teilen ;-)


    zu a) ich lese fast nur, aber das mehrmals täglich und gerne -weil manchmal schon das dasteht, was ich meine oder weil ich einfach nichts Qualifiziertes beitragen kann-.
    b) ich kenne die "Hauptakteure" hier vom Lesen her gut (habe wohl fast alle Beiträge -wenn auch teils Jahre später- gelesen) und schätze dieses Forum daher sehr. Da brauche ich keine Punktebewertung für Beiträge. Hilft den an der Thematik interessierten überhaupt nix, es geht um eigene Meinungsbildung und nicht um Beliebtheitsskalen. Wer eine vorgefertigte Mainstream-Meinung will kann ja zu Facebook.

    Ich melde mich mal als eine von denen, die sich sonst kaum aktiv beteiligen (aber eigentlich alle Beiträge lesen, wie wahrscheinlich viele andere).
    Ich will gar nicht weiter auf die Inhalte eingehen, macht wohl auch kaum Sinn. Die Vereinheitlichung von den Forenmitgliedern als ignorante und ewig-gestrige erhöht zwar meinen Puls, aber ich glaube hier muss sich keiner für seine Qualifikationen (die teils wohl durchaus beachtlich sind -auch nach "harten Leistungskriterien") rechtfertigen.


    Die Grundsatzfrage ist letztendlich: Hat organisierter Fußball (Sport) eine Berechtigung jenseits der Leistungsebene? Und wo fängt diese an?
    Meine Meinung: Jeder Sportler (Mensch) freut sich über persönliche Fortschritte/Erfolge. Aber diese müssen nichts damit zu tun haben, ob irgendwann eine hohe Liga erreicht werden kann. Gerade bei Kindern kommt es darauf an, diese persönlichen Erfolge (sicherer Pass...) auch als solche zu (be-) werten. Es gibt auch Menschen, die damit glücklich sind, in der Kreisliga gut mithalten zu können und eine nette, ambitionierte Mannschaft zu haben. Es wird immer (per Definition der Ligen) unterklassig spielende Menschen geben. Und dass nicht jeder aktive Fußballbegeisterte das Zeug zur 1. Liga hat, ist auch klar. Und auch in der Kreisliga gibt es daher Mannschaften, die durchaus ehrgeizig sind und sich im Training auch durchaus gerne an ihre körperlichen Grenzen bringen (Ausdauer, Intervallläufe...). Trotzdem ist diesen Leuten klar, dass es nicht viel weiter höher gehen wird, da es einfach limitierende, teils genetische Faktoren (z.B. Schnelligkeit) gibt. Sollten die es also lassen?


    Und ist es nicht ein Wert für sich, dass man Kinder/Erwachsene dazu bringt, lebenslang Spaß an Sport und Bewegung zu haben? Das ist doch ureigenster Sinn und Zweck von Breitensportvereinen. Eine Kinderturn-/Seniorengymnasikgruppe hat doch auch nicht unbedingt das Ziel, für Olympia auszubilden (sondern manchmal auch nur, die aktuellen körperlichen Fähigkeiten zu bewahren). Warum sollten also G-Dorfmannschaften, die eine allround-Motorik-Ausbildung mit Schwerpunkt Fussball bieten keine Daseinsberechtigung haben? Und warum sollten Bambinis, die Fußball als ihren Zugang zu Bewegung ausgewählt haben nicht auch die Chance kriegen, dies zu tun, auch wenn keine Nationalmannschaftskarriere draus wird?


    Grundregeln der Disziplin müssen natürlich wie in jeder Gruppe (Familie, Kindergarten, Schule, Freunde) gelten. Das hat aber doch inhaltlich nun gar nichts mit Fußball als solchem zu tun.