Funino - Startschuss in Bayern

  • So leute... wir haben zusammen mit 5! Kindern unser erstes Funino-Turnier gespielt.

    Anwesend waren 20 Mannschaften und es war das schnellste Turnier das ich je gesehen habe. Es kam keine 'Langeweile' auf da wir ständig beschäftigt waren und nicht warten mussten bis wir wieder an der Reihe sind.

    Ich persönlich finde es für Kinder in dem Alter sehr anspruchsvollen Fußball, höher als im 7vs7, vorallem bei der Konzentration aufs Spiel in kombination mit der Ausdauer.

    Was mich etwas überrascht hat war das ein paar Mannschaften stärker waren als noch im 7vs7 allerdings bleibt meine Lieblings-NLZ Mannschaft ne Rumpeltruppe denen ich gerne einen Spielleiter gönnen würde.


    Negativ für mich und den Ausrichter: Der Umsatz an Essen & Trinken war wohl geringer, da expliziet aufgefordert wurde ans Essen zu denken, was ich auch gemacht habe..... nur keine Zeit hatte :-) .


    Als Fazit: Jederzeit wieder.

  • Anwesend waren 20 Mannschaften und es war das schnellste Turnier das ich je gesehen habe. Es kam keine 'Langeweile' auf da wir ständig beschäftigt waren und nicht warten mussten bis wir wieder an der Reihe sind.

    in welchem Turniermodus und auf wie vielen Feldern wurde denn gespielt? Wie lange hat das Turnier insgesamt gedauert? Würde mich mal interessieren, da wir jetzt auch Ende April zum ersten mal ein Funinoturnier ausrichten und ich für die Zukunft immer bereit für Input bin :thumbup:

  • "Ziel muss es sein, mehr Individualisten auszubilden, technisch starke Spieler. Weniger Konzeptspieler - mehr freche Straßenkicker. Dabei halte ich das Drei-gegen-drei auf Minitore für alternativlos, um mehr Ballaktionen zu haben, Eins-gegen-eins-Situationen, Abschlüsse. Auch körperlich schwächere Spieler kommen so häufiger an den Ball."

    Julian Nagelsmann - Quelle: Kicker.de


    Oder Sandro Schwarz im gleichen Artikel: "Ich empfinde das als gute Idee, weil die Kinder im Drei-gegen-drei mehr Ballaktionen bekommen. Durch die höhere Wiederholungszahl kann die Balltechnik noch besser geübt und verinnerlicht werden. Auch auf vier Tore spielen zu lassen halte ich für vorteilhaft, da so die Orientierung auf dem Platz verbessert werden kann."

  • in welchem Turniermodus und auf wie vielen Feldern wurde denn gespielt? Wie lange hat das Turnier insgesamt gedauert? Würde mich mal interessieren, da wir jetzt auch Ende April zum ersten mal ein Funinoturnier ausrichten und ich für die Zukunft immer bereit für Input bin :thumbup:

    10 Felder und nicht im CL Modus. 1 Spiel 8 Minuten (6 Spiele insgesamt) . Die erstgenannten blieben auf den Feldern stehen und die 2. rotierten immer ein Feld weiter (wurde aber nachher individuell geregelt da wir expliziet als Gegner von der Leitung, warum auch immer, angefordert wurden- fand ich und meine Jungs Doof).

    Anpfiff um 11:00- tatsächlich war ich um kurz nach 13 Uhr im Auto inkl, Medallienvergabe, Quatschen mit Eltern, usw.

    Eingeplant war von 10:30 bis 14:00 Uhr.

    Die Trainerrunde am Anfang hatte etwas länger gedauert .... wegen der .... ich nenne es mal Regelkunde - wo es eben noch (auch bei mir) Lücken gibt.

    8 Felder waren auf dem Hauptplatz und 2 weitere auf einem Nebenplatz aufgebaut, wobei die 'Auslinie' manchmal für die Spieler verwirrend gewesen ist, da wurde schon mal vom Nachbarfeld ein- und aus- gespielt- ggf Farbtreue könnte hilfreich sein.

    Mannschaften die mehr als 5 Spieler hatten wurden gebeten diese in ein Mixed-Team zu geben, was genau aufging, da dieses Team dann Team #20 war. Die Minitore selbst waren alle aus Metal 2x wäre mir fast einer dort verünglückt.

  • Danke für die Ausführung.

    10 Felder und nicht im CL Modus. 1 Spiel 8 Minuten (6 Spiele insgesamt).

    Das klingt erstmal so, als hättet ihr keine Pause zwischen den Spielen bzw. eine größere zur Halbzeit gehabt. Das stelle ich mir ganz schön anstrengend vor bei 8 Minuten Spielzeit.

    Anpfiff um 11:00- tatsächlich war ich um kurz nach 13 Uhr im Auto inkl, Medallienvergabe, Quatschen mit Eltern, usw.


    Eingeplant war von 10:30 bis 14:00 Uhr.

    Der größte sportliche Vorteil am Funino ist gleichzeitig auch der größte Nachteil aus finanzieller Sicht. Es macht zeitlich keinen Unterschied, ob du 8, 16 oder 24 Teams einlädst. So sind große Turniere mit 24 Teams ebenso schnell durch, wie kleine mit 8 Mannschaften. Verkaufen wirst du aber bei längerer Turnierdauer mehr.


    Für unseres sind 2 1/2 Stunden bei 8 Teams angesetzt. Wir spielen in 2 Gruppen a 4 Teams mit Vor- und Endrunde auf 2 Felder. Die Vorrunde ist zufällig gemischt, die Endrunde wird dann anhand der Platzierung (1. und 2. Plätze in eine Gruppe, 3. und 4. Plätze in die andere) eingeteilt, so dass am Ende hoffentlich jede Mannschaft seine Erfolgserlebnisse gesammelt hat. Durch die beiden Felder hat jedes Team zwischen ihren eigenen Spielen immer nur ein Spiel Pause. Vor der Endrunde gibt es eine "längere" Pause, in der in Ruhe etwas warmes gegessen werden kann. Sonst wären wir locker in unter 2 Stunden fertig.

  • Man sollte die Funino-Turniere nicht als klassisches Turnier oder wie das jährliche Event des Vereins ansehen wo das Ziel unter anderem darin bestehen Einnahmen aus dem Verzehr zu generieren.


    Das Funino-Turnier ist ja lediglich die Alternative zum "üblichen" Spieltag und sollte um den Vereinsspielplan nicht zu strapazieren nicht viel länger dauern als die Zeit für ein Staffelspiel.


    Von daher ist es kein "normales" Turnier, sondern der normale Spieltag mit dem Unterschied, dass man nicht gegen ein einziges Team 40min, sondern gegen mehrere Teams je 7/8min spielt.


    "Funino-Spieltag" trifft es da besser, finde ich.


    In dieser kurzen Zeit sollen die Kids auch einfach nur viel Netto-Spielzeit haben. Und bei 7/8min Spielzeit und anschliessenden 3/4min Pause ist es für die Kinder intensiv, aber nicht so, dass sie nahe dem Kollaps stehen.


    Zum Thema Modus habe ich schon mehrere Modi ausprobiert, abhängig von der Anzahl der teilnehmenden Teams, der Spielstärke der teilnehmenden Teams, der verfügbaren Zeit und verfügbaren Felder.


    CL-Modus, Jeder gegen jeden, 2 Gruppen nach Spielstärke aufgeteilt, etc. Letzteres hat sich ganz gut umsetzen lassen, da man bei einem grossen Kader sehr grosse Unterschiede in der Spielstärke hat.


    Wir Trainer geben dann dem jeweiligen Veranstalter die Anzahl der Teams durch und teilt ihm seinen Wunsch mit, dass z.B. 2 Teams spielschwächer sind und bitte in die jeweilige Gruppe kommen.


    Das dauert aber meist eine Hinrunde (wenn man die Teams noch nicht kennt) und nachher pendelt es sich von alleine ein.

    "Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, ein Künstler zu bleiben, während man grösser wird." - Pablo Picasso

  • Meine Kinder hatten von Anfang an gute Trainer (der kleine dann später leider nicht mehr, aber das ist ein anderes Thema...). Sie haben im Training wirklich sehr viel Funinio gespielt und haben auch an diversen Turnieren teilgenommen etc.. Daß für siebenjährige 4 gegen 4 besser als 7 gegen 7 ist, das steht für mich außer Frage. Ich frage mich aber, warum das nun plötzlich unbedingt (und wenn ich manche hier richtig verstehe) außschließlich Funio sein soll/muß, also vier Tore in der Ecke statt zwei in der Mitte, die beim 4 gegen 4 ja auch kleine Tore sein könnten?


    Ich habe wirklich viel Funino gesehen, und finde es im Prinzip auch super. Aber: Nach meiner Erfahrung ist es da auch schon bei siebenjährigen so, daß ein guter Pass (z.B. von einer Seite auf die andere) fast noch mehr zum Erfolg beiträgt, als beim Spiel auf nur zwei Tore. Und dass auch hier die Teams die Spiele gewinnen, die auch mal zwei, drei gute Pässe spielen, und dass das für den "Erfolg" mindestens so entscheidend ist, wie ein Dribbling. Auch ist es hier genauso wichtig, daß die Teams homogen zusammengesetzt sind, denn wenn der Blümchenpflücker mit zwei Minimessis spielt, hat er hier genauso wenig mit dem Spiel zu tun, wie in der traditionellen Variante.


    Eine Frage, die ich mir auch schon ab und zu gestellt habe: In der D und C beobachte ich es immer wieder, daß ein Offensivspieler, wenn er z.B. bei einem Konter kurz hinter der Mittellinie an der Außenlinie den Ball bekommt, statt den schwereren aber erfolgsversprechenderen Weg zu nehmen (nämlich mit Speed diagonal in Richtung Tor) in Richtung Eckfahne dribbelt. Ist halt leichter. Dieses Phänomen bekommt ma man durch Funinio garantiert nicht in den Griff. (Okay, war nicht ganz Ernst gemeint=))

  • Eine Frage, die ich mir auch schon ab und zu gestellt habe: In der D und C beobachte ich es immer wieder, daß ein Offensivspieler, wenn er z.B. bei einem Konter kurz hinter der Mittellinie an der Außenlinie den Ball bekommt, statt den schwereren aber erfolgsversprechenderen Weg zu nehmen (nämlich mit Speed diagonal in Richtung Tor) in Richtung Eckfahne dribbelt. Ist halt leichter. Dieses Phänomen bekommt ma man durch Funinio garantiert nicht in den Griff. (Okay, war nicht ganz Ernst gemeint)

    ;). doch das kriegst Du in den Griff. Wenn der Spieler nämlich nicht -automatisiert- in Richtung Eckfahne läuft, sondern situativ die Möglichkeit wahrnimmt den diagonalen Weg richtig Tor zu nehmen, weil er durch Umblickverhalten gecheckt hat, das keine Anspielstation da ist, wenn er mit Speed richtung Eckfahne läuft.

    Und ganz sicher kann das der Funino Spieler eher überblicken.

    Warum ich das so bestimmt sage? WEil ich den direkten Vergleich habe. und weil ich in nahezu jedem Spiel der D Jugend sehe, WIE die Kinder mit 4 JAhren Funino Vergangenheit spielen(2007er und 2008er), und die ohne(2006er).

    Und dieser Unterschied ist (leider ) eklatant. Wie im Frustabbauthread beschrieben. Die Funino Kids werden in Manndeckung genommen?(. Sicher nicht weil Sie oft die falschen Entscheidungen treffen. Auch nicht weil es Supertalente sind.

    Edit: Übrigens finden sich die -Funino- Kids in jeder Spielform bzgl. veränderten Bedingungen(z.b. Spielfeldform-diamantform) sofort zurecht. Das ist nur bei 2 Spielern des älteren Jahrgangs so, dauerte aber auch etwas.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Eins vorneweg, Funinio ist bei mir ein Hauptbestandteil des Trainings. Womit ich mit schwer tue ist der Gedanke, das diese Festivals den aktuellen Ligabetrieb ersetzten sollen. Wie soll das funktionieren?


    Rahmenbedingungen bei uns im Kreis:

    • Wir haben bei uns im Kreis ca. 30 F-Teams mit einer Kadergröße von 12-15 Spielern. Das bedeutet jeder Verein kann 3 bis 4 Funinio-Teams zusammen stellen, macht über 100 Funinio-Teams.
    • Wenn wir vom Standard bei uns ausgehen, bei dem nur ein Großfeld vorhanden ist, können max. 8 Felder aufgebaut werden. Manche Vereine haben 2 Teams am Start. Das bedeutet ca. 25 Kinder in der Altersklasse pro Verein, somit ca. 6 Teams (4 pro Team) in einem Verein möglich.


    Bei allen Vorteilen des Funinios habe ich keine Infos oder Konzepte gefunden wie der Ligabetrieb ersetzt werden soll. Und wie weiter?

    • Wer richtet wie oft die Festivals aus.
    • in meinem Fall bei 100 Teams müssten ja Staffeln je 20 Teams gemacht werden
    • wird bei dieser Staffeleinteilung schon auf Stärke geachtet?
    • ...


    Es fallen mir noch eine Vielzahl von Fragen ein

    • Wer ist Veranstalter, der Landesverband oder der Verein
    • Wer hat die Aufsichtspflicht, Eltern oder Trainer?
    • ...


    ich möchte nicht über die ausbildungtechnischen Vorteile diskutieren, denn die sind mir bekannt. Mich interessiert das Konzept wie die Funinio-Festivals den Ligabetrieb ersetzen sollen.


    Ich lese hier zwar von vielen erfolgreichen Turnieren. Als Sommerturnier oder Highlight für eine Verein ist das alles kein Problem. Da wäre ich auch dabei. Es geht aber um regelmäßig stattfindenden Festivals innerhalb eines Spieljahres.


    Wenn sich das Ganze auf nur 3-4 Turniere beschränkt soll, dann haben meine Jungs in den Liga- und Testspielen mehr Einsatzzeiten. Ballkontakte haben Sie im Training genügende, da bei mir wie gesagt Funinio ein Hauptbestandteil des Trainings ist.

  • severus


    Ein Festival dauert 67min vomersten Anpfiff bis zum letzten Abpfiff.


    Aktuell finden bei euch 15 Spiele für 30 Teams statt. (Mehr als die Hälfte der Spieler sind bei deiner Rechnung auf der Bank oder nicht im Kader)


    Ein Festival (allerdings auf einem Großfeld) wird mit 16-20 Teams gespielt. Für eure 100 Teams wären das 6 Festivals statt der 15 Spiele.

    Zeitaufwand, wie erwähnt 1h6min.

    Könnten also alle Spiele eines Spieltages an 2 Spielorten in unter 4 Stunden über die Bühne gehen.

  • Nur die Basis hats schon immer so gemacht, und lehnt es ab.

    Aber da stehen heute auch noch 20 Kids beim Schusstraining in Reihe, passen vom Mittelfeld nen toten Ball zum Trainer der klatschen lässt und schiessen in 10 Minuten sagenhafte 5 mal.

    Das Problem löst aber nicht Funinio!!! Insofern ist dies NICHT das Allerheilmittel. Was mir sauer Aufstößt ist das der DFB wiedermal mit solchen sicherlich gut gemeinten Aktionen etwas verändern will. Aber seien wir doch mal ehrlich. Wir sind über jeden Vater glücklich der eine Mannschaft übernimmt, damit die Jungs Fussball spielen können. In vielen Vereinen gibt ein einen Trainer auf 15 Jungs.... Wo ist hier die Unterstützung des DFB? Die Trainingsübungen des DFB sich oftmals mit nur einem Trainer und viel mehr als in den Übungen beschrieben Kindern nicht umsetzbar.

  • Aktuell gibt es 3x 10er Staffeln, mit Hin und Rückspiel also 18 Spiele. Hinzu kommen Freundschaftspiele und Pokalspiele. Ich komme also auf 25-30 Spiele pro Saison.


    Da ich sehr genau Statistik führe wer wann wieviele Minuten gespielt hat kann ich die sagen, das jeder meinen Jungs über eine durchschnittlich Spielzeit von 20-25 Minuten pro Spiel kommt. (Spielzeit F-Junioren 2x 20). Auch wenn er er mal ein oder 2 Spiele nicht mitgespielt hat. Dafür hat er ja in einem anderen Spiel mal 30 oder sogar 40 Minuten gespielt.


    Also 25 Spiele * 20 Spielminuten = 500 Minuten


    Funinio: 7 Spiele a 8 Minuten = 56 Spielminuten * 6 Festival = 336 Minuten


    In meinen Augen kann Funinio den Ligabetrieb nicht ersetzten sondern nur ergänzen. Am sinnvollsten halte ich ein Kombination aus beidem. In unserem Fall wären das bei 30 Teams eben 5 Staffeln a 6 Mannschaften Hin- und Rückspiel = 10 Spiele. Und an verschiedene freien Wochenenden eben Funiniofestivals.

  • Trainer E


    Das ist jetzt nicht persönlich gemeint, aber wenn ich solche Extremmeinungen höre (wie, das etwas Neues in jeder Hinsicht besser sein soll), setzt bei mir automatisch eine gewisse Skepsis ein. Das hat jetzt nichts damit zu tun, daß ich - wie ich schon oben geschriebe habe - der Meinung bin, daß 4 gegen 4 besser als 7 gegen 7 ist. Ob es nun unbedingt Funio sein muß, sei mal dahingestellt. Was ich auch merkwürdig finde: Kinder mit einem guten Trainer (und das sind ja sicher fast alle hier) haben im Alter zwischen sechs und neun sowieso schon mehr als 95% ihrer Zeit nur vier gegen vier oder ähnliches gespielt. (Praktisch sämtliche Trainingsspiele, die Hälfte des Jahres in der Halle usw..) Die zehn, zwölf Spiele sieben gegen sieben, die meine beiden vielleicht im Punktspielbetrieb pro Jahr gemacht haben, waren wahrscheinlich nicht mal ansatzweise 5% der Spielzeit, die nach "traditionellen" Regeln stattfanden.

  • Trainer E


    Das ist jetzt nicht persönlich gemeint, aber wenn ich solche Extremmeinungen höre (wie, das etwas Neues in jeder Hinsicht besser sein soll), setzt bei mir automatisch eine gewisse Skepsis ein. Das hat jetzt nichts damit zu tun, daß ich - wie ich schon oben geschriebe habe - der Meinung bin, daß 4 gegen 4 besser als 7 gegen 7 ist. Ob es nun unbedingt Funio sein muß, sei mal dahingestellt. Was ich auch merkwürdig finde: Kinder mit einem guten Trainer (und das sind ja sicher fast alle hier) haben im Alter zwischen sechs und neun sowieso schon mehr als 95% ihrer Zeit nur vier gegen vier oder ähnliches gespielt. (Praktisch sämtliche Trainingsspiele, die Hälfte des Jahres in der Halle usw..) Die zehn, zwölf Spiele sieben gegen sieben, die meine beiden vielleicht im Punktspielbetrieb pro Jahr gemacht haben, waren wahrscheinlich nicht mal ansatzweise 5% der Spielzeit, die nach "traditionellen" Regeln stattfanden.

    Wenn wir nur gute Trainer in Deutschland hätten, dann müssten wir uns über einige Dinge keine Gedanken machen. Aber leider ist das nicht so, deswegen passen wir die Wettkampfform an.

  • Wenn wir nur gute Trainer in Deutschland hätten, dann müssten wir uns über einige Dinge keine Gedanken machen. Aber leider ist das nicht so, deswegen passen wir die Wettkampfform an.

    Ob dadurch weniger Runden gelaufen, Toschüsse (alle in einer Schlange!) geübt werden etc.. sei mal dahingestellt. Ich finde nur, man soll nicht übertreiben. Und ob die oben zitierten 2006er bei gleichem Training/Trainer wirklich soviel schwächer wären als die 2007er und das alles nur an einer Sache liegt, die vielleicht 5% der Beschäftigung mit dem Ball ausmacht, das würde ja an einer Wunder grenzen. Ich glaub da nicht dran. Sicher ist es ein Schritt in die richtige Richtung, das wirkliche Problem sind aber die vielen ungeeigneten Trainer. Lösen kann man letzteres wahrscheinlich kaum.

  • coulibaly ja. War extrem formuliert. Aber ich kenne beide jahrgänge seit jahren. Auch traue ich mir zu das zu beurteilen. Ausserdem kann man das noch breiter aufziehen und z.b. nlz im Ruhrgebiet vergleichen. Da gibt es ein erfolgreiches mit h.wein system. Ich werde da nicht näher drauf eingehen. Wer da einblick hat sieht das sich hier spieler entwickeln die auch keine Gardemasse im u11 bereich aufweisen. Die kommen extrem über spielintelligenz etc. Zum funino thema. Es geht m.e. für den Durchschnittstrainer nicht darum ein System zu haben in dem er möglichst alles richtig macht. Das ist gar nicht möglich. Für die breite Masse geht es darum möglichst wenig FALSCH zu machen. Und da ist funino perfekt.

    Ich stimme zu, das ein trainer der ein training in kleinen, altersgerechten

    spielformen macht und das dynamisch gestalten kann genauso Entwicklungsergebnisse erzielt. Ehrlich gesagt traue ich das den wenigsten zu.das wettkampfsystem bedingt einfach das die trainer quasi -

    gezwungen- werden auch so zu trainieren

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Meine Beobachtung ist folgende: die meisten F-Jugend-Mannschaften bei mir im Kreis kommen mit min. 2 Begleitpersonen (Trainer/Betreuer; Trainer/Co-Trainer). Weiterhin kommen bei der F-Jugend noch viele Elternteile mit, die alle meinen sie wären Trainer (wenn ich mir die Kommentare und "Anfeuerungsrufe" so anhöre). Somit kann ich mir nicht vorstellen, dass man für die Festivals nicht 3/4 Begleiter (z.B. 3(4)*4 Spieler=12(16) Spieler) findet. Und ganz ehrlich, im ChampionsLeague-Modus würde ich das auch alleine machen, weil die Kinder hier außerhalb des Platzes nicht mehr Hilfe benötigen, wie heute beim 7 gegen 7 (und auf dem Platz sogar weniger, weil ich muss nicht nach Zeit auswechseln).

    Und das Training läuft wie heute ab - da finde ich heute Trainer oder auch keine (ist ja unter der Woche und da arbeiten die meisten). Dieses Argument ist aus meiner Sicht keines bzw. der Vortragende hat die Idee/Philosophie hinter FUNino noch nicht verstanden.