Beiträge von Trainer E

    Mir ging es in erster Linie um das bogenförmige Anlaufen der Spieler, die ich durch die Kreise quasi dazu "gezwungen" habe.

    Ist ja ok. Da bin ich ja bei Dir.

    Das ist ja Fluch und Segen zugleich von Spielformen. Ich kann (muss) als Trainer die Spielform jederzeit dem Schwerpunkt und dem Können der Spieler, oder dem Schwerpunkt entsprechend anpassen.

    Auch das ist mir bekannt, und sehe ich genauso wie Du.


    In der Anschlußaktion bleibe ich dabei, das man die breite braucht, weil das spielnäher ist.

    Also Kreis innen, auf Tore außen würde ich mit Linien verlängern.

    Im Bereich Pressing, Gegenpressing habe ich immer einen Umschaltmoment mit drin. Auch wenn das nicht der Schwerpunkt deiner Spielform ist.

    Ein Knackpunkt ist oft eine neue Mannschaftseinteilung nach dem Kleinfeld. Diese Spieler schwimmen ja gerne im Sog der starken Mitspieler. Wenn die nicht mehr da sind und sie selbst eher die stärkeren Spieler in einer schwachen Mannschaft sind, setzt oft das Umdenken ein. Von den schwächeren Mitspielern wird das erwartet, was man selbst vorher nicht geleistet hat.

    Das kann ich -leider- total unterstreichen. Es geht noch weiter.die -starken -die dann mit dem älteren Jahrgang zusammenspielen, entwickeln sich meist hier aufgrund Ihrer (intrinsischen)Motivation, sehr gut weiter. Im darauffolgenden Jahr

    ist dann die Schere zwischen diesen Spielern noch weiter auseinandergegangen.

    Über Sinn und Unsinn der Leistungseinteilung und ab welchem Alter ist trefflich zu streiten. Meiner Meinung eben nicht ab D (ich habe mich dem selbst unterworfen/Mehrheitsentscheid), um auf dem größer gewordenen Feld,

    sich nicht mehr NUR auf die guten verlassen zu können, und dem obigen Effekt entgegenzuwirken. (im 7gg. 7 reichen 3,4 starke, im 9gg9 kaum mehr).

    Daneben spielen soziale Aspekte eine Rolle, ist aber ja nicht das Thema hier.

    Ich glaube, dass es durchaus förderlich ist von der Rechteckform immer wieder abzuweichen (differenzielles Lernen) um immer wieder neue Reize zu setzen. In diesem speziellen Spiel habe ich mich für die zwei Kreise entschieden, weil dadurch der bogenförmige Lauf des Stürmers zwangsläufig stattfindet. Das Spiel würde aber sicher auch in Rechteckform (oder was auch immer) funktionieren. Interessanterweise ist die äußere Begrenzung gar nicht notwendig. Die Spieler außen müssen sowieso das Zentrum attackieren und werden sich daher nur kurzfristig weiter außen anbieten. Dadurch wird es zwar schwerer für die äußeren Spieler von Rot funktioniert aber trotzdem.

    Wie gesagt war es ja eine Verständnisfrage und hier ging es mir eben um die AnschlußAktion in der VErlängerung der Linen auf die kleinen Tore. Da hätte ich Rechteck gewählt um die Breite im Spiel zu haben.

    Es wird immer und immer wieder in diesen Diskussionen ein schwarz und weiß hergestellt. Passen gut-Dribbling schlecht. Dribbling(Dribbler) toll, Passspieler(schlecht).

    Es geht gar nicht darum, eins von beiden auf Teufel komm raus zu unterbinden. Kein PAssspiel, damit wir Dribbler ausbilden und Individualität fördern. Was für ein Schwachsinn. Es geht darum in den unteren Jugenden bis Jungjahrg E meinetwegen, das Dribbling Situativ herbeizuführen, kleine Spielformen etc... Danach geht es nur noch um eins: nämlich die erlernten Dinge, und zu den Basistechniken gehören nunmal Dribbling und passspiel zielgerichtet anzuwenden. Wenn ich durch ein erfolgreiches Dribbling Raum schaffe und den durch einen PAss auf den mitgelaufenen Spieler nicht nutze , weil ich mir quasi den nächsten mann zum 1gg1. -suche-, dann bringt das nichts.

    Ganz einfach.

    Kreative Spieler werden auch ständig mit den Dribbelkönigen verwechselt. NAtürlich gehört das Dribbling zum Repertoire. Aber wenn ein Spieler durch ein Umblickverhalten in einer Umschaltsituation, sofort den PAss in die Schnittstelle spielt, dann ist das für mich ein kreativer Moment.

    Ansonsten wären ein Xavi und Iniesta ja nur mäßig kreative Spieler gewesen.

    Auf dem Niveau bei dem die meisten von uns Trainieren, und vor allem mit der gegebenen Zeit, gilt es wohl alles abzudecken, aber nur den Dribbler zu -entwickeln- der keine Vororientierung hat und dem die Wahrnehmung fehlt,

    ist wohl auch nichts, was dem Spieler dann gut tut.

    Wie ich schon schrieb. Du machst es, denke ich richtig und kommst nie auf 100% und alle gleich.

    Vllt. gibts irgendwann ein AHA-Erlebnis, keine Ahnung.

    Vormachen, nachmachen schrieb ich schon zu. Nur in der Form, das man es vormacht und das in Spielformen umgesetzt wird (Notwendigkeit). An Positivbeispielen festmachen. (mit Stopsignalen arbeiten-Situativ einfrieren, die richtige Technik die verwendet wurde, nochmals klar zeigen und loben/ damit keine direkte Ansprache an die, die es falsch machen, dann ermutigen das auch zu nutzen, auch wenn es schief gehen mag (versuch bestärken- dadurch akzeptanz für Fehlversuche schaffen- dadurch Verbesserung)

    Aber das wird evtl. ja bei deinen Kandidaten auch nichts bringen:/?

    Kein Mensch würde behaupten das Basistechniken durch vollkommen unangeleitetes Spiel erlernt werden.

    Die Vermittlung unterscheidet sich aber stark. Meiner Meinung nach werden Techniken eben nicht eingeschliffen.

    Ein Schwerpunkt zum Thema Passen, Dribbling etc. läßt sich wunderbar in einen ERwärmungsteil mit Anwenden in Bewegung fassen, auf den Spielformen folgen, die den technischen SChwerpunkt schulen.

    Im D Jugend Alter z.b. wo die Basistechniken vorhanden sein sollten, lassen sich diese sogar in Spielformen mit anderen SChwerpunkten wunderbar -nachschulen-. Z.b. Umschaltspiel - Notwendigkeit saubere Ball/an mitnahme.

    Da entsteht es über die zur Ausführung des Schwerpunktes nötige technische Voraussetzung. Das z.b. lernt ein Kind schneller als in einer Isoübung. Im Spiel lernt jedes Kind eine Technik schneller UND vor allem nachhaltiger als in einer Isoübung. Man könnte das jetzt noch ewig ausführen.

    Warum für Ballan/mitnahme halbhoch/hoch nicht Fußballtennis, anstatt Kinder gegenüberstehen lassen und sich den Ball zuwerfen.(dann noch meist ohne den Kindern die richtige Wurftechnik zu zeigen:().

    Ich habe den direkten Vergleich bei mir in der Mannschaft. Spielformen geprägte Kids und Iso-Übung geprägte Kids.

    Die einen haben Techniken ständig isoliert geübt. Die anderen haben Sie in Spielformen angewandt. und das über Jahre. Die Unterschiede sind eklatant!!!

    Es muss also versucht werden, die Frustrationstoleranz des Kindes zu steigern. Es muss lernen, mit negativen Gefühlen adäquat umzugehen. Bei einer niedrigen Frustrationstoleranz reicht ein kleiner Vorfall und das Kind explodiert.

    leviedelstein toller Post. Ich habe mir mal erlaubt den -Kernsatz- rausnehmen. Das ist für mich das wichtigste.

    Bei Kindern sehe ich es so. Ich lasse meinen Sohn nicht extra gewinnen, steuere das aber. Dadurch lernt er ja, das er nicht immer gewinnt, sondern sich durch anstrengung verbessert, also etwas dafür tun muß um zu gewinnen und erfolgserlebnisse zu generieren. das verlieren fällt eben in den bereich frustrationstoleranz und die konstruktive Art damit umzugehen. auch mit dem gefühl -schwächer- zu sein als andere. Das ist elementar für die Verbesserung der eigenen Fähigkeit.

    Mein Sohn läßt mich mittlerweile beim Kopfballjonglieren z.b. auch nicht mehr gewinnen. Das ist für mich auch frustrierend;)... habe mich aber schon verbessert (auf niedrigstem Niveau).

    Kindern Gegenbeispiele zu schaffen und eigenes(oder das anderer Kinder) Frustrationsverhalten und konstruktives Umgehen damit zu zeigen ist auch wichtig. Dann kommen Sie ins -vergleichen-, und führt im besten fall zur eigenen Verhaltensänderung

    Ich war lange Zeit im Glauben, dass die kleinen Spiele (bspw. Funino, 4vs4, etc.) genügend zur Entwicklung beitragen.

    Mittlerweile enteilen die Mitspieler ihnen im punkto Können immer mehr, so dass auch hier, wo sie sonst mit Spaß und Motivation dabei waren, immer häufiger weiterer Frust entsteht.

    Das bedeutet ja nicht im Umkehrschluß das Deine beiden Kandidaten bei Iso-Übungen jetzt die Raketenfußballer wären.

    Im Gegenteil, ich wage mal die These, das die übrigen 3/4 der Mannschaft sich nicht so weiterentwickelt hätten, wie Sie es anscheinend haben. Einschleifen von Techniken etc. bringen gar nichts.

    Wer beim Funino und generell Spielformen natürlich an - Kinder alleine fußball spielen lassen und fertig - denkt und das so praktiziert, hat es nicht verstanden. Spielformen, Positionsspiele etc. verfolgen natürlich, auch grad ab E und höher einen Schwerpunkt, der implizit vermittelt wird. Dabei sollte auch in den Spielformen immer variiert werden, sodaß keine -Muster- entstehen.

    Ich denke das du aber genau so auch vorgehst, und deshalb kann man anhand von 2 Negativbeispielen, die es evtl. in jeder heterogenen Mannschaft in evtl. abgeschwächter Form gibt, nicht seine Philosophie in Frage stellen.

    Natürlich braucht es gewisse Korrekturübungen. Der Hauptpunkt liegt aber nicht auf dem einschleifen von -Idealtechniken- die es nämlich gar nicht gibt.

    Es gibt (ISO)Übungsfanatiker, die bis zur E alles abräumen, und in der D, sobald das Feld größer wird auf dem harten Boden der Tatsachen aufschlagen. Da fehlt den Kindern in der Breite (also der Mehrzahl der Kinder, nicht im Körperumfang)nämlich eine Menge

    Ja zu sehr offtopic: Aber noch kurz. Es ist doch unbeaufsichtigt gar nicht möglich zu kontrollieren ob Vereinsmitglieder auf die Anlage gehen, oder auch andere. Alles andere ist Haftungsfrage per Gesetz. Da kann man den Vereinen mal gar nicht den Schwarzen Peter zuschieben! Im Gegenteil. Schulhöfe etc. sind insofern, je nachdem ob Stadt etc. die Träger sind, nach Schulschluß öffentliche Plätze!

    Was ich in dem Zusammenhang doof finde ist, dass es hier Vereine gibt, wo die Kinder außerhalb der angeleiteten Trainingseinheiten nicht willkommen sind. Das Kleinfeld einfach freigeben für lockeres Bolzen nach der Schule auf dem Vereinsgelände ist nicht drin. Irgendeiner schreit "Versicherung!" und das Thema ist durch. Bescheuert!

    Ne das ist ganz und gar nicht bescheuert. Ich würde das bei uns ebenfalls nicht freigeben.

    Wenn sich jemand, warum auch immer ernsthaft verletzt, hat KEIN vorstandsmitglied Bock dafür auch noch zu haften. Das ist alles andere als ein Spaß und auch kein Spießertum der Vereine. Heutzutage würde auch kein Elternteil sagen unsere Kids sind da ja freiwillig hin, da stellen wir mal keine Ansprüche, wg. Verkehrssicherungspflicht etc.

    Ich hatte so ein Kind noch nicht, kann ich dir leider aus ERfahrung heraus nicht beantworten.

    Gut eins hatte ich schon einmal, wobei ich mittlerweile glaube das da die körperlichen Einschränkungen zu groß waren.

    Ich kenne aber generell wenige bis gar keine Kinder, die nicht besser werden wollen?!? Oder anders: die nicht besser dastehen möchten als andere. (die letzteren probieren es mit weniger anstrengung, ok)

    rudimentär bedeutet -In Ansätzen vorhanden- je nach zusammenhang. Sollte heißen, das auch der schwache Fuß

    zwar ausbaufähig ist, aber dennoch -vorhanden- und benutzt wird.

    nahezu gleichstark mit beiden sind ca 4 Spieler.

    Was ich so rausgelesen habe, ist das Diskutiert wird, warum Übungen gemacht werden. Vorab bin ich, wie viele hier, ein Spielformfreund, und glaube man kann nahezualles darin verpacken.

    Akzeptanz für Übungen wirst du aber m.e. weder durch autoritäres Verhalten, Sanktionen oder sonstwas erhalten.

    Entweder funktioniert es, wie Follkao schrieb, mit dem Spiegeln der eigenen Verhaltensweisen oder mit dem Begreifen der Notwendigkeit einer Korrekturübung. Dazu würde ich eine Spielform wählen, die technische Fehler (die du dann schulen möchtest) provoziert und danach die Technik -üben-, danach in die gleiche Spielform zurück und

    über Loben die Sinnhaftigkeit der vorangegangen -Übung- deutlich machen. Motto: Klasse geübt, toll umgesetzt, besser geworden fürs spielen.

    wer Vorteile einer Korrekturübung im Spiel direkt merkt, hat keine Probleme mit der nächsten Korrekturübung.

    Innerhalb einer Trainingseinheit sollte man das aber nicht überfrachten.

    Generell bin ich auch eher für das implizite Vermitteln von Inhalten, was die SPielform eh meist zur Wahl der Mittel macht.

    Es ist schon bezeichnend, das es Profis gibt, die es noch immer vermeiden, den schwachen zu benutzen.

    Ich fördere die Beidfüßigkeit nicht mehr über schwacher Fuß zählt doppelt etc.

    Probiere in Spielen mal Situationen einzufrieren und Unterschiede deutlich zu machen. und zwar an den Positivbeispielen. Da die Jungs sich gern vergleichen, und jeder gut/besser dastehen möchte, wird auf einmal der schwache sinnvoll eingesetzt und so verbessert. Das ist aber eher mannschaftspezifisch und ich mache mir hier nur eine SChwäche, das ständige Vergleichen, zu nutze.

    Bei -meiner- Truppe bis E ist glücklicherweise 90% der Jungs rudimentär beidfüßig (will heißen, sie überlegen nicht welchen Sie benutzen).

    totog mach Dir keinen Kopf, ich denke persönlich aber auch, das spätestens ab D Jugend irgendwie die Teilnahme am Training auch Bedingung für das Spiel sein muß. Ich persönlich nehme auch in der D alle 13 mit, wenn denn alle können und müßte theoretisch nur 1 absagen. theorie, da einer ohnehin immer fehlt.

    Ich würde sogar mittlerweile am liebsten nur 11 oder max. 12 mitnehmen um genau die Trainingsbeteiligung(oder nicht Beteiligung) zu spiegeln. Das geht aber kaum, da es fast regelmäßig Absagen am Spieltag gibt. (Husten, Schnupfen, Heiserkeit). Kenne ich leider von früher nicht, in dem 2006 er Jhrg war es wohl gang und gäbe...

    Da hast Du mit 19er Kader doch auch Steuerungsmöglichkeiten.

    An dem Negativbeispiel würde ich mich deshalb nicht weiter aufhängen. Nicht immer trägt man eine Mitschuld.

    Das muß man sich auch mal klarmachen, ansonsten verzweifelt man am Ehrenamt

    maider187 hat grundsätzlich recht. ich finde das auch mit der Wertevermittlung richtig.

    Generell ist es einfach: Fügt der Junge sich ins Werte bild und sozialisiert sich ordentlich, ist doch alles ok.

    Ich habe jetzt einen 2005 der darf gar nicht spielen. möchte aber nur trainieren. lieber junge. möchte nicht bei der C trainieren (da würde er leider auch nicht spielen). ist doch ok. soll die paar Monate gern zum Training kommen jetzt.

    ich muß da an den verein denken. nächstes jahr ist er altjahrgang C und wenn ich nicht vieles jetzt falsch mache,

    dann zockt er da vielleicht wieder fußball auf dem rasen mit seinen 2006 er Kumpels, und nicht an der playse. haben wir nen Spieler mehr in der C Jugend, der hinterher mal evtl. 2te MAnnschaft spielt.

    Ebenfalls ist uns noch nicht ganz klar, wie Detailgenau das Konzept ausgearbeitet sein sollte, ob man zum Beispiel Details zum Training (sportliche Entwicklung) in einem gesonderten Dokument beschreibt, welches der sportliche Leiter der Jugend unkomplizierter anpassen kann


    Steht und fällt alles mit der Umsetzbarkeit. Wenn Ihr die Trainer dafür habt, die das umsetzen können (und WOLLEN).

    dann kann man das explizit beschreiben. WEnn nicht, lohnt sich der Aufwand nicht.

    Wenn Ihr ab D leistungsgemäß aufstellen wollt, sollte im sportlichen Konzept aber auf jeden Fall stehen, was die Kids dann können sollten und WIE ihr das erreichen wollt. Da ist eine Handlungsanleitung und ein klarer Plan für die Trainer ja unabdingbar. Die Kids sollen ja alle die Möglichkeit haben zu spielen und sich zu entwickeln.

    Und dafür ist der Trainer dann verantwortlich alles dafür zu tun, das die Kids das erreichen. Außerdem sollte auch eine HEimat für die Kids da sein, die nicht leistungsmäßig spielen können/wollen. (zweite Mannschaften etc.)