Beiträge von Trainer E

    Flanken müssen, auch wenn sie nicht zum Torerfolg führen, immer eine Option bleiben. Besonders im Profibereich, in dem man sich gezielt auf jedes Spiel vorbereitet.

    So bleibt die Offensive unberechenbar.

    Wenn nie auch nur der Versuch einer Flanke gemacht wird, brauche ich Stürmer nicht so sehr im Strafraum verfolgen und kann meine vertikale Kompaktheit aufrecht erhalten und bekomme so gegen flache Verlagerungen mehr Druck auf den Ball oder kann einfacher flache Hereingaben ins Zentrum abfangen.

    Man verlangt dem Gegner einfachere, oder sogar weniger Entscheidungen ab und dieser hat so auch weniger Möglichkeiten, Fehler zu machen.
    Flanken als Hauptmerkmal einer Mannschaft funktionieren sicherlich nur mit außergewöhnlichen Abnehmern und sehr Guter Strafraumbesetzung, aber auch nur bis die Gegner sich darauf eingestellt haben.

    Eine Offensive auf Topniveau beherrscht ein variantenreiches Abgriffsspiel. So findet man auch leichter Lücken.

    Ich möchte mal gar nicht so sehr auf die Erfolgsquote eingehen, das wurde hier ja schon hinlänglich beschrieben.

    Ich finde es aber relativ interessant zu sehen, wie die Mannschaften das Mittel -Flanken- anwenden.

    Unabhänigig der Faktoren, WARUM sie das tun. Also sehr oberflächlich, trotzdem interessant.

    In der Statistik : -Flanken aus dem Spiel- der abgelaufenen Saison finden Sich unter den letzten 9(!), also den 9 Mannschaften mit den wenigsten Flanken, die Plätze 2-6 der Bundesliga. Einzig Bayern findet sich auf Platz 2. Was erklärbar scheint.


    https://www.bundesliga.com/de/…/club-statistiken/flanken


    Edit:

    wer da tiefer einsteigen möchte, hier gibt's Daten die man in Verbindung bringen kann:

    z.b.


    https://www.fussballtransfers.…atistik/tore-im-strafraum

    Aber dafür reichen in dem Alter doch einfachste Spielprinzipien. Wenn die Option x im Aufbau nicht gegeben ist, wählen wir y lösen das durch das anbieten im raum z.

    Also was auch immer, nur würde ich da keine Formationsdiskussion führen wollen.


    Ich habe bei meinen Jungs in dem Alter gar keine Formation gesehen. Da habe ich 3-3 so locker vorgegeben, und irgendwie verhielt sich das alles sehr fluide, führte aber dazu das mal der nach vorne ging, und ein anderer blieb mit der zeit etc. etc.


    gg. Mannschaften die im 2- was auch immer spielten, konnte ich aber genau sehen, das auf jeden fall 2 absicherten. zum teil 30 meter vom spielgeschehen entfernt.

    Was gebe ich meinen Jungs da taktisch mit auf den Weg bzw trainiere im Training (Übungs-Spielformen und Kommandos)? Sodass die Jungs es schaffen den Ball rauszuspielen, auch wenn der Gegner aktiv die Mitspieler zustellt.

    Ich würde mich bei 8 Jährigen überhaupt nicht mit Formationsgeschichten aufhalten, sondern nur eine sehr einfache Grundordnung als Orientierung vorgeben. die einzige -Maßnahme- ist freie Räume zu erkennen und aufzulaufen, damit Anspielbarkeit da ist.

    Fehlertoleranter trainieren und spielen lassen.


    Das gelingt über diverse Spielformen mit Regeln.


    In dem Alter war der Hauptsatz im Training: Wo ist der Raum? Damit die Kids Anspielstationen schaffen und irgendwann schon vor dem Zuspiel eine Aktion zeigen.

    Trainer E hat es schon auf den Punkt gebracht. Wenn paar Absagen, dann hat das manchmal wie eine Sogwirkung auf die anderen. Deswegen bestehe ich darauf eine persönlich WA Nachricht, nicht im Gruppenchat.

    Exakt so halte ich das auch. 78 Std vor Training erinnerung sich an oder abzumelden. 48 std vorher keine ab und Anmeldung per app mehr möglich. Nur noch persönlich...

    Ich finde diesen Thread insofern etwas lustig, weil ich meinen Leuten sage, dass es mir egal ist, warum sie nicht kommen. Von mir aus kann man mal auch nicht kommen, wenn man einfach mal keine Lust hat. Überprüfen kann ich die Gründe doch eh nicht (krank, verletzt, Geburtstag etc.). Wichtig ist mir nur, dass ich weiß, wenn welche nicht kommen, damit ich nicht unnütz 2 Trainer auf dem Platz habe, wenn dann im Extremfall nur 8 oder 10 Spieler komme. Ich sage auch mal ein Training ab, wenn das Wetter einfach zu schlecht ist (Dauerregen), da ich genau weiß, dass ansonsten viele von sich aus absagen werden.


    Die Spieltermine gebe ich direkt am Beginn der Saison durch und bitte, diese bei den Terminplanungen zu berücksichtigen. Insbesondere bitte ich, an diesen Tagen möglichst keine Kinder-Geburtstage zu feiern, weil dann immer gleich mehrere aus dem Team fehlen.


    Mit dieser "Taktik" fahre ich ganz gut. Im Schnitt sind drei Viertel der Mannschaft da und das reicht mir auch.

    Das finde ich ehrlich gesagt befremdlich. Ich möchte natürlich den grund wissen( nein nicht welche krankheit). Die Kids sind nicht so dumm das ihnen selber egal ist, das sie immer kommen und xy keinen bock hat. Ein Training abzusagen, weil ohnehin dann viele absagen? Erstmal habe ich den Anspruch an mich selbst das mal mindestens 90% totalen bock aufs training haben. 2tens lebe ich vor das mir das training total wichtig ist.

    Ich muss öfter mal spieler bremsen die trotz Krankheit unbedingt kommen wollen, anstatt mich um spieler kümmern denen alles egal ist

    Würde ich auch differenzierter betrachten. Ich finde es zum beispiel schon wichtig, das im Nachwuchs "Entwicklungsfußball" und nicht "Ergebnisfußball" gespielt wird. Jetzt kann man sich natürlich darüber streiten, ob Vorgaben hier das richtige Mittel sind (intrinsische vs extrinsische Motivation). Aber grundsetzlich zusagen, das solche Vorgaben kontraproduktiv sind halte ich für falsch.

    Ok wenn das mit der vorgabe der-Spielweise- gemeint war gebe ich dir natürlich recht. War für mich jetzt selbstverständlich aber wenn nicht für jeden, ok🤷‍♂️

    Sind m.E. im Nachwuchsfußball nur für den Trainer von Bedeutung und müssen sich in der Spielweise nicht unbedingt wiedererkennen lassen. Es geht mehr darum, dass der Trainer weiß was sein Ausbildungsziel ist. Dafür ist dann durchaus von Bedeutung wie für einen "idealer" Fußball aussieht, aber auch das hat nur geringfügigen Einfluss. Als Bsp. RB Leipzig
    https://rblive.de/nachwuchs/me…talente-im-rb-kader-12560 . Auch ich habe Spielprinzipien (93), aber diese haben kaum Einfluss auf meine Arbeit als Jugendtrainer.

    du hast 93 spielprinzipien . Hut ab. Teile die doch mit uns. Warum haben die den keinen einfluss auf dich als jugendtrainer?? Und warum hast du die dann überhaupt? Natürlich müssen sich meine spielprinzipien in der spielweise erkennen lassen. Natürlich dient das direkt dem Ausbildungsziel. Warum sonst sollte ich die sonst vermitteln?


    Zum absatz : es geht mehr darum das der Trainer weiss was sein Ausbildungsziel ist

    Für mich absolut nicht: es geht darum das auch die kids wissen was unser gemeinsames ziel ist. Da helfen eben Prinzipien

    rumstehen gibt es auch😅

    ..

    Für mich geht es darum räume zu erkennen und zu nutzen. Lehre ich die blosse Orientierung am ball werde ich irgendwann in höherer jugend wohl ein größeres Problem haben räume zu besetzen die evtl. Aber für meine spielidee wichtig sind...

    Haltet ihr Vorgaben, bezogen auf die Spielweise (Das muss ja nicht die Manndeckung sein, sondern könnte alles Mögliche sein), auch im Fußball für sinnvoll/möglich?

    Ich finde Prinzipien, wie wir uns als Mannschaft verhalten, elementar. Die sollten verinnerlicht werden und sich auch im Training wiederspiegeln. Wie Du ja sagst bedingen sich, optimalerweise, Spiel- und Trainingsweise.(bzw. Trainingsgestaltung im Hinblick auf meine Spielidee)


    Ich glaube Nagelsmann hat mal davon gesprochen 31 Prinzipien zu haben. Seine Spieler kennen diese nicht auswendig, können Sie aber benennen, wenn es im Training gefordert wird.

    Oft wird die Manndeckung, oder besser gesagt Mannorientierung, als veraltet verpönt und diese Einstellung findet ihren Weg in den Kinderfußball und in die Spielweisen der Mannschaften. Die Folgen sind: schlechtes Freilaufverhalten, kein gutes 1 gegen 1 und geringere Intensität und Handlungsschnelligkeit in allen Aktionen. Lasst eure Spieler Kind gegen Kind verteidigen!

    Es geht, für mich, viel mehr um das erkennen und besetzen von Räumen(def/off) bereits in der -frühen- Ausbildung.

    Vom Nummerndressieren halte ich deswegen wenig. Wenn ich in den ganz jungen Jahrgängen im individualtaktischen Bereich bin,

    kann ich, anstatt pure Manndeckung zu fordern, einfache Prinzipien, wie - je näher zum eigenen Tor, je näher zum mann- bei gegnerischem Ballbesitz, vermitteln.

    Das Wort -Freilaufverhalten- stört mich irgendwie ohnehin. Das impliziert ja schon die Orientierung am Mann (von dem man sich freiläuft).

    Eine geringere Intensität und weniger Handlungsschnelligkeit, oder ein schlechtes 1 gg.1 entsteht m.e. nicht aus der Tatsache das man keine Manndeckung fordert, sondern generelle Defizite in der Trainingsgestaltung hat.

    ich habe einen Spieler in der C der 4mal die woche trainiert.( verein, dfb stp, dfb stp schule) Da ist eben zu beachten das der auch eben höhere Belastung gewohnt ist.

    Das hat für mich null einfluss auf mein Training. Belastungssteuerung spielt für mich ab nlz eine rolle. Es gibt eben auch kids die fahren 40 km fahrrad die Woche. Und andere die spielen in der zeit eben fortnite.

    die noch an den fachlichen Kompetenzen arbeiten müssen.

    …. es aber zum Großteil nicht tun werden....

    In den letzten Minuten hieß es nurnoch "wir haben es gleich geschafft" oder "haut den Ball raus". Das ließ für mich nur die Interpretation zu, dass die Mannschaft in einem Trainingsspiel (!) auf Sieg und das Ergebnis gespielt hat.

    was heißt denn -geschafft- ? in Überzahl gg. die C1 gewonnen zu haben? wahrscheinlich erzählt der denen wie stark Sie seien,

    weil Sie ja dann mal mit Hilfe der C1 gg. diese gewonnen haben.

    Die Sorte Trainer ist Gold wert für jede fußballerische Entwicklung der Kinder:/.

    Die armen Kids.

    Ich habe erst mal gegen keinen Trainer was. Es ist bestimmt alles andere als einfach, den Job zu machen. Mein Respekt. Und der Trainer ist auch der, der aufstellt. Nicht die Eltern. So sollte es zumindest sein. Ist es leider meistens nicht

    Ist es definitv. In den meisten Fällen(also das der Trainer aufstellt- und nicht die Eltern)!!!! Nur meinen evtl. einige Eltern mehr Ahnung als der Trainer zu haben, und da das eigene Kind ja besser ist, als xy, unterstellen einige dem Trainer eben andere Motive. Leistung kann es ja nicht sein. Aus Elternsicht zumindest.

    Mir fällt bei deinen Schilderungen nur auf, das es sowohl bei Deiner älteren, als auch bei deiner jüngeren Tochter, für Dich, wohl Benachteiligungen gibt.

    Ganz frei machen kann sich von Sympathie/Antipathie, wahrscheinlich niemand.

    Ich gehe aber, ganz wertfrei, stark davon aus, das es wesentlich mehr Fälle gibt, in denen Eltern Trainern Sympathie/Antipathie in der Entscheidung unterstellen, weil Sie mit was auch immer, nicht einverstanden sind, als dass Sie tatsächlich vorkommen.

    Letztendes wird der Trainer am Ende vllt. nur andere Kriterien zugrunde legen, aus dem Fakt heraus, das er nun mal Trainer ist, und im Zweifel mehr Ahnung hat, als die Eltern.

    Ich denke aber, dass ihr das für ihre persönliche Entwicklung sehr entgegenkommen wird, auch die Landesauswahl und den DfB Stützpunkt musste sie sich erarbeiten (wir hatten keine persönlichen Kontakte wie andere)

    Das ist doch toll. DAs müssen sicher 90% der Mädchen und Jungs sich selbst erarbeiten, die alle keine persönlichen Kontakte haben.

    Von daher geht's eurer Tochter wie dem allergrößten Teil aller DFB-STP oder Landesauswahlspieler.

    Ich bin sehr nah an unserem STP in verschiedenen Altersklassen. Hab selten was von persönlichen Kontakten als Auswahlkriterium gehört.

    Wie kann man sowas überhaupt klassifizieren???? Oder warum beschäftigt man sich damit?!? Verstehe nicht was das bringen soll.

    Was nicht funktioniert weiß ich, die alt bekannten Teambuildingmaßnahmen.

    Zusammen einen Ausflug, zum Pizzaessen etc.

    Ich nahm hierauf Bezug. Eine immer wiederkehrende Gemeinsamkeit, also ein gemeinsames Erlebnis (wie eben der Besuch des Heimspiels der Senioren) ist für mich persönlich zielführender.

    Das Thema habe ich auch vermehrt die letzten Jahre beobachtet, obwohl die Trainingsbeteiligung darunter glücklicherweise nicht gelitten hat. Die Kids definieren sich halt über andere Dinge, als über die Zughörigkeit eines Fußballvereins, damit fängt es schon mal an.

    Gedanken die ich mir dazu gemacht habe sind eben Gemeinsamkeiten außerhalb des Trainings zu schaffen, die Real und Greifbar sind und sich nicht in dem -epischen Sieg- bei Fortnite oder sonstigem manifestieren.

    Die altbekannten Teambuildingmaßnahmen sind da relativ unwirksam, dem stimme ich zu. Da ich immer vor der ersten trainiert habe,

    sind eben ein paar Jungs immer früher gekommen, und haben dann zum Ende mal kurz mittrainiert. Daher kannten auch die Kids, die sonst nicht zu den SPielen der ersten kommen, die Jungs. Dann habe ich den Kids mal vorgeschlagen Sonntags zum Spiel zu kommen (die unterstützen euch- wir die), Essen frei Getränk frei (mit Verein vorher besprochen). Alles freiwillig, ganz klar.

    Auf jeden Fall sind einige gekommen anfangs. Dann immer mehr. mittlerweiler sind (vor Corona) immer 14-18 Jugendliche da aus meinen Mannschaften, durchaus gemischt, also nicht immer die gleichen. Spieler aus der ersten ist mittlerweile mein Co. (die kennen die Kids dann eben auch).

    Seitdem gibt es auch Jungs deren Ziel die Landesliga ist, was erreichbar scheint, und es gibt eine Gemeinsamkeit in der Mannschaft außerhalb des Trainings, die allen zugänglich ist.


    Funktioniert besser, wenn man das im frühen Alter anfängt, von den C Jugendlichen älterem Jahrgang letztes Jahr, die dazukamen,

    ist kaum einer gekommen...