Beiträge von Thommy

    Also bei uns im Kreis ist man durchaus aktiv und versucht Änderungen nicht nur im Kifu zu etablieren, sondern macht sich auch Gedanken über ältere Jahrgänge.


    Speziell jetzt A und B Jugend, so gibt es demnächst eine Sondersitzung:


    Bei der jeder Jugendleiter ob er eine A/B Jugend hat oder nicht teilnehmen muss, sowie die Trainer der Altersklassen !



    Bitte macht euch vorrab über die Spielformen:

    1. Zusammenschluss der A+B Jugend

    2. Norweger Model

    3. Kreisübergreifender Spielbetrieb in der Region

    sowie über die Durchführungsbestimmungen Gedanken.


    habt ihr das am Beispiel Funino gelernt?


    Ist natürlich genau die Frage, die ich mir stelle.


    Wir spielen seit 6 Jahren in unseren Teams Funino und ich hatte subjektiv nie das Gefühl, dass es zu anstrengend ist (Außer bei sehr korpulenten Kids)

    Hi,
    nicht am Beispiel Funino speziell, sondern in der Belastungssteuerung generell.
    Bei 3vs3 hiess es 3 Minuten, danach Pause.


    So kannst du übrigens gut die fußballspezifische Ausdauer trainieren. In kleinen/ mittleren Spielformen, von 1vs1 - 4vs4.

    Die Belsatung ist unregelmäßig und variierend, wie beim Fußball üblich.

    Pausen machst du unvollständig.


    Was ich vergessen habe: Spielzeit 1v1= 1 Minute, 2v2= 2 Minuten usw.

    Du solltest der Übersichtlichkeit halber ein eigenes Thema machen.


    Ich kann dir das nur aus Hessen, dezentral gemacht, wiedergeben.


    Du wirst in der Theorie bestmöglich auf die Prüfung vorbeteitet. Das Interesse jemanden durch die C Prüfung fallen zu lassen ist äusserst gering.


    Was nicht heissen soll du brauchst nix zu machen, dann rasselst du natürlich durch, wenn du in der Theorie und Praxis gut mitarbeitest wird das berücksichtigt werden.


    Ebenso ist gern gesehen wenn du ein Teamplayer bist.


    Hör auf das was dein Ausbilder sagt, und wenn du Prüfung hast, geh auf Einwände der Prüfer ein. Selbst wenn du findest es ist der größte Käse.


    In der Prüfung wirst du sagen: Guter Punkt, hatte ich noch nicht bedacht, werde ich auf jeden Fall berücksichtigen.


    Die Prüfer stellen meist unterschiedliche Anforderungen.


    Ich habe in meiner Lehrprobe zB tote Bälle vermeiden wollen, mein Prüfer meinte: Was soll das Andribbeln? Lass ihn gleich vom Startpunkt passen und dem Pass nachlaufen.


    In meiner Ausarbeitung sollte der Spieler ein paar Schritte laufen, passen und zur nächsten Position rücken.


    Was ich sagen will. Anforderungen sind selbst von Prüfer zu Prüfer verschieden, dann wird es auch von Region zu Region unterschiedlich sein.

    Ich würde einfach mal den Ausbildungsbeauftragten anrufen und nachfragen.

    In Hessen wirst du nur für eines der Profile zugelassen, wenn du den Basis Lehrgang hast.


    Persönlich fand ich den Basis Lehrgang sogar recht gut. Den Schiri Teil übernahm ein Regio Schiri der auch viele

    interessante Anekdoten erzählen konnte die man als aussenstehender gar nicht so mitbekommt. ZB auch Sportgerichtsbarkeit

    in Grünberg.


    Ähnlich dann der Physio, der ebenfalls einen Part unterrichtete. Da hatten wir vermutlich auch das Glück, daß er Paralympics Athleten betreut und mit diesen sogar schon bei Olympia war.

    Ich kann jetzt nur vom Handy aus Antworten, seht Fehler bitte nach.

    Persönlich hab ich ja auch immer wieder nach sinnvollem Trainingsaufbau gefragt und tat mich bei der Gestaltung schwer.


    Vor allem da ich ein Fan von Horst Wein bin, der sich aber irgendwie mit der traditionellen Philosophie des DFB beisst.


    Mir fiel es immer schwer gerignete Spielformen zu (er)finden, dabei ist es eigentlich kein Hexenwerk.


    Etwas die Augen geöffnet hat mir der Ausbilder zur C Lizenz. Er sagte immer:


    Setzt euch einen Schwerpunkt und denkt euch dazu eine Spielform aus. Optimal ist wenn ihr den Rest darum aufbaut.


    Also zB eine Übungsform die einen Teil der Spielform abbildet. Gleiches auch fürs Aufwärmen usw.


    Er ging auch so weit und empfahl das schweizer/ österreichische Model: Spielen, Üben, Spielen.


    Abschlussspiel dann frei, oder durch Provokationsregeln nochmal akzentuiert.


    Um nochmal drauf zurück zu kommen warum mir Spielformen nicht mehr ganz so schwer fallen, dazu bekamen wir ein Schaubild diverser Steuerungsgrößen das ich euch anhänge.


    Wenn man dann noch vom leichten zum schweren, vom einfachen zum komplexen und vom bekannten zum unbekannten geht, kann man Spielformen auch immer mal wieder verwenden die schon gut ankamen, nur eben etwas modifiziert.


    Dazu jetzt noch Provokationen wie so viele Pässe müssen, in x Sekunden muss geschossen werden usw, und schon hat man den Schwerpunkt getroffen.


    Klar ist, es kommen meist viele Elemente vor: Zweikampf, Passen, Schuss usw.


    Ich coache dann aber auch nur den Schwerpunkt. Gehen die Kids abends heim, sagen die von sich aus was heute das Thema war, weil sie das so oft gehört haben und dahingehend gecoached wurden.


    Klappt für mich und meine Breitensporttruppe im jungen Alter gut.


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    Ich kann dir nicht genau sagen, ob der Trainer keine Lizenz hat, Geld bekommt er auf jeden Fall. Auch wenn es natürlich nicht üppig ist. Vater ist er nicht. Also nicht von einem Spieler. Und die Inkompetenz äußert sich so, dass die Kinder leider vor ihr wenig Respekt zeigen und mehr oder weniger machen was sie wollen. Sie findet keine Mittel und Wege, die Kinder vernünftig anzuleiten, geschweige denn, dass sie Ihnen etwas vor machen könnte. Darüber hinaus beginnt nach dem warm machen eigentlich sofort ein Spiel auf kleine Tore ohne Torwart. Ein Torwart Training gibt es bei ihr nicht. Das bin ich so von ihrem Mann nicht gewohnt.

    Nachdem Aufwärmen gehts bei mir auch direkt mit einer Spielform los. Finde ich schonmal sehr gut. Finde es immer blöd und eintönig wenn ein Training nur aus üben besteht und im Abschlussspiel dann das einzige Spiel erfolgt, schlimmstenfalls noch 10 gegen 10.


    Bei mir gibts nach dem Aufwärmen eine Spielform, dann eine Übungsform und wieder eine Spielform.


    Wie soll sie denn allein ein Torwarttraining machen, was machen die anderen Kids in der Zeit.


    Ich weiß nicht wie leistungsorientiert, ich schüttel mich gerade, euer Verein ist, aber in der E sollte man sich noch nicht auf Positionen, Torwart schon gar nicht festlegen.


    Ausserdem denke ich: Besser kein TW Training, als ein unqualifiziertes. Und das werden die allermeisten im Breitensport anbieten.


    Und was das mangelnde Benehmen betrifft, da sollten sich zum Einen die Eltern hinterfragen, und zum anderen mal Klartext mit den Kids reden.


    Würde sie hart durchgreifen, wäre sicher das Gemecker groß, und man würde mehr Empathie einfordern.


    Ich glaube die Tatsache das hier eine Frau aktiv ist, ist das größte Problem.

    Meine Frau hat soviele Einheiten von mir gesehen, so viele Planungen mitbekommen, die könnte locker ein Training durchführen wie meins.


    Und ich wette hinterher käme Gemaule und Kritik. Bewusst etwas überspitzt formuliert.

    Positionen rotiere ich zwar auch, aber von Spiel zu Spiel, nicht von Halbzeit zu Halbzeit, oder Wechsel zu Wechsel.


    Wir spielen gerade die Orientierungsrunde, jedes Kind kommt zum Einsatz, bekommt auch ausreichend Spielzeit. Also nicht nur die Alibiminuten.


    Aber, wir haben drei sehr starke Gegner, dort bleiben die schwächsten daheim. Das hat einfach keinen Wert. Ich würde auch im Trainingsspiel nie eine starke und eine schwache Truppe zulassen.

    Ich kann dich voll verstehen Ersatzbank . Ich mach es wirklich gern, mir machts Freude wenn die Kinder lachen, wenn es klick macht und sie gewisse Sachen umsetzen, wenn sie lernen und besser werden. Fortbildungen besuche ich regelmäßig, Bücher und DVDs habe ich nen Stall voll, Trainingsplanung und Nachbetrachtung nimmt einiges an Zeit in Anspruch, dann stöbere ich hier im Forum, in diversen Blogs usw.


    Alles ehrenamtlich. Den Ärger mancher Eltern nehme ich in Kauf, Kappeleien mit irgendwelchen Dorfkloppos, alles inklusive.

    Ich würde es auch geil finden wenn meine Truppe noch besser wäre, oder zumindest einzelne Kids. Aber mich daran aufzureiben, das seh ich nicht ein.


    Auch wenn das jetzt vielleicht abgehoben klingen mag, aber ich behaupte mal keiner betreibt einen solchen Aufwand bei uns im Verein wie ich. Da wird entweder nach "Ham wir schon immer so gemacht" trainiert, oder 08/15 nach Training online. Soll ich da jetzt noch ein drittes Training stemmen?


    Klar, wir waren jeden Tag kicken. Aber von uns waren die wenigsten in Ganztagschulen, Schulbetreuungen und hat ein solch riesiges Freizeitangebot wie heute.


    Ich kann euch sagen was ich anstrebe, bzw. umsetzen werde.


    Ein Fördertraining mit einer Fußballschule/ einem Bundesligisten. Kleine Gruppen, qualifizierte Trainer, Kostenpunkt 50€/ Monat/ Kind. Wer will, kann sein Kind da anmelden.

    Irgendwie verwendest du das Papa Trainer ständig als Alibi. Dir stehen die gleichen Möglichkeiten offen wie jedem anderen.


    Du hast Zugang zu den gleichen Büchern, DVDs, Videos im Netz, zu Training online, Fussball Training junior, zu Kurzschulungen, zur Lizenz usw.


    Auch dieses Totschlagargument Spaß was immer genannt wird. Altersgemäße Inhalte schliessen den Spaß doch nicht aus.


    Ich formulier es mal direkt, für mich ist das alles nur vorgeschoben.

    Das Problem ist das viele gar nicht sehen, daß sie eigentlich auch für das 7er Feld trainieren beim Funino.


    Was ist die Regel im 7er Feld?

    3-3 als Grundformation.


    Jetzt trainiere ich wunderbar die vorkommenden Situationen. Den Kindern wird sofort bewusst was passiert wenn die Verteidiger kreuzen.


    Ein Diagonalpass und der Gegner macht ein Tor. Diese Situation werden alle Kinder erleben, entsprechend brennt sich bei entsprechendem Coaching ein was sie nicht tun dürfen.


    Man kann für den “Realismus“ ja noch Tore aufbauen und statt Minitore Dribbeltore einsetzen.


    Hier gibts soviele Abschlüsse und soviele Situationen in denen der Torwart gefordert wird, wie in einem Standardtraining nie vorkommen.


    Oder er bleibt in der Schusszone und bewacht Minitore oder Dribbeltore.


    Es gibt so viele Möglichkeiten, man muss nur wollen.


    Wie du sagst.

    MightyReds

    Nächste Woche ist die Rundenbesprechung, da wird vorgeschlagen einen Spieltag der Spielfeste im Funino Modus auszutragen.


    Bei uns im Kreis steht man der Sache recht offen gegenüber, waren auch einer der ersten in Hessen die die Fpl einführten.


    Das Problem dürften eher die grauen Eminenzen beim DFB sein.


    Unser Referent hats auch gut gemacht, kannte ich auch von der C Lizenz nicht anders.

    Hat auch immer betont, gebt keine Lösungen vor, lasst die Kinder Lösungen finden, helft durch geschickte Fragen usw.


    Wie man es halt machen sollte.


    Ich denke dadurch das alle freiwillig hier waren, hatten auch die meisten Interesse daran und stehen der Sache offen gegenüber.


    Das geplante Turnier im Anschluss, musste hitzebedingt abgesagt werden.

    Das wäre nochmal interessant gewesen wie die Kinder das annehmen und spielen.

    Heute war ja hessenweit der Tag der Qualifizierung mit dem Thema Funino.


    War noch jemand von euch da? Wie zufrieden wart ihr mit eurem Referenten?


    Für mich gab es leider nichts neues, in der kürze der Zeit aber auch kein Wunder.


    Dennoch bin ich der Meinung es gab bei den Trainern die Funino nicht kannten viele A-ha Erlebnisse.


    Bei uns gabs einen kleinen Theorie Teil, dann ging's los mit 3-0, 3:1 mit Varianten, 3:2 und zum Schluss 3vs3 auf verschiedenen Feldern, unter anderem mit Dribbeltoren und Rotationsspielern.


    Glaube bei uns im Kreis Bergstraße kamen einige Fans dazu.


    Wer sich schon eingehender mit Funino beschäftigt hat, für den gabs wie gesagt nix neues, aber alle die Bock auf was neues hatten, hatten viel Spaß.


    Die Teilnehmer die den aktiven Part ausließen übrigens auch.


    Gab einige lustige Szenen und später auch geile Spielzüge.

    Deswegen ist es doch aus einer methodologischen sicht irgendwie schwachsinnig seine Schwerpunkte so zu setzten. Sowieso kann ich für eine "technische Blockperiodisierung" eigentlich kaum Argumente finden, außer das es vielleicht schön einfach ist und man dann gut mit Übungssammlungen und dergleichen Arbeiten kann. Nur zum Anfeuern beim Hütchenparcour geh ich aber nicht auf den Sportplatz.


    PS Mir ist sämtliche DFB-Propaganda bekannt ;-)

    Genau hier ist aber dein Irrtum, auch wenn du die DFB Propaganda kennst.


    Der DFB rät dazu den Haupteil im Verhältnis 2:1 zu gestalten. Zwei Spielformen, eine Übungsform.


    Scheinbar hat man sich hier bei der Schweiz (GAG) und Österreich (STS) bedient.


    Ich habe hier im Thread zwei Beispieleinheiten angerissen wie ich trainieren lasse. In beiden gibt es im Hauptteil zwei Spielformen zum Schwerpunkt.


    In der E Jugend findet der Übergang vom Spiel- ins Lernalter statt. Ich bin auch der Meinung viel Spielen ist in dem Alter angemessen, dennoch sollte es auch auch Übungsformen geben.


    Wenn man die in Wettkampfform anbietet sind sie dennoch motivierend.


    Ich bin der Meinung man kann für alle Grundtechniken Spielformen aufbauen die den Schwerpunkt fördern.


    Sei es durch Dribbeln in Endzonen, über Endlinien, durch Hütchtentore, durch Mindestkontakte usw, wenn wir beim Driblling sind.


    Auch Coachingpunkte gibts genug, gibt ja auch genügend Dribblingarten. Ballhaltend, Tempodribbling, Gegnerüberwindend.


    Klar ist, entsprechende Wiederholungen hole ich mir über die Übungsform, praktische Erfahrung in den Spielformen.


    Das ist auch das was ich in F und E Jugend haben will.


    Aber das wiederhole ich irgendwie dauernd. Scheinen die Kritiker nur nicht zur Kenntnis zu nehmen.

    Diesen Einwand verstehe ich nicht. Wenn der Verein ein Konzept hat, befreit mich das doch nicht davon strukturiert an die Sache ranzugehen.


    Selbst wenn ich mich am Konzept des DFB orientiere, sollte ich doch vorher wissen was ich wann vorhabe.


    Was ich oben aufgezählt habe sind mehr oder weniger die Grundlagen, wie man sie in dem Alter trainieren soll.


    Ich halte es für unsinnig von allem ein bisschen was zu machen. In der Schule mache ich auch nicht ein bissi Rechtschreibung, ein bissi Aufsatz und ein bissi Grammatik.


    Es kommt zwar alles vor, aber dennoch habe ich einen Schwerpunkt.


    Auch hier mache ich das blockweise. Und so ist es auch hier. Der Schwerpunkt mag Dribbling sein, dennoch habe ich Torschuss, Passspiel, Ballan- u. Mitnahme.

    DenSen

    Ich glaube der Auszug ist aus dem Buch "Taktische Periodisierung im Fußball", und zwar 1:1 übernommen.


    Sags dir ganz ehrlich, ich würde darauf keinen Gedanken verschwenden bei einer E-Jugend. Du schulst die Ausdauer in kleinen Spielformen ausreichend. Das muss hier kein 11vs11 auf Ballhalten sein, und auch kein 5vs5 oder 7vs7. Die "Faulenzer" werden das als Schlupfloch nehmen und sich verstecken.


    In kleinen Spielformen geht das nicht.


    Ich würde da mit Funino, 4vs4 usw arbeiten. Aber auch kleinere Spiele im 1vs1, 2vs2 oder in Überzahl und Unterzahl.


    Das beste was du in der Hinsicht machen kannst, ist Spiel- und Übungsformen so zu wählen, daß deine Kids immer in Bewegung sind.

    Danke schonmal für eure vielfältigen Meinungen.

    Sehr interessanter Einblick MichaelW98 , davon ist meine Truppe aber leider sehr weit weg. Dennoch konnte ich auch hier einiges mitnehmen.


    Ich möchte nochmal kurz begründen, warum Fintieren eine losgelöste Einheit vom 1vs1 bei mir bekommen würde.


    Meine Truppe ist ein gemischter Jahrgang, Breitensport heterogen. Etwa die Hälfte Gelegenheitskicker die in der Freizeit nie kicken, und sicherlich auch nicht beide Trainingstermine wahrnehmen, ebenso bei den Spielen.


    Wenn ich jetzt als erstes in zwei Einheiten meine Finte lehre, ist der Aufbau:


    allg. Erwärmung: Fangspiel. Das will ich ja später auch in Übungs- und Spielform sehen.

    fussballspez. Erwärmung: vormachen der Finte, freies ausprobieren für alle, ich kann mir jeden rausnehmen, erklären, vormachen usw.


    Spielform: ein Jugendtor, Startpunkt, zwei Dribbellinien besetzt mit "Verteidigern", Kontertore. Mein Spieler geht in den Zweikampf gegen den ersten Verteidiger, der darf die Linie nur verlassen wenn er den Ball erobert und und auf die Kontertore abschliessen, kommt mein Stürmer vorbei, gehts gegen den nächsten Linienverteidiger, kommt er auch hier vorbei, sucht er den Abschluss.


    Ist das zu schwer, kann ich den Aktionsradius des Verteidigers noch einschränken. Ich will ja die Finten sehen.


    Übungsform ohne Gegnerdruck am Ende mit Torschuss, als Rundlauf um wieder viele Wiederholungen zu haben.


    Spielform: siehe oben, nur diesmal statt mit Linie, wird es eine Zone, so aufgebaut, daß der Stürmer immernoch im Vorteil ist.

    Klappt das nicht, gehe ich wieder zurück zur Linie.


    Abschlussspiel.


    Ich fokusiere also nur auf die Finte, gebe nur dem Stürmer Hilfestellungen. Mein Ziel sind viele, viele Wiederholungen mit vielen, vielen Erfolgserlebnissen. Wenn ich nur mal kurz die Finte einstreue, werden das meine Topjungs vielleicht schaffen, die breite Masse aber nicht.

    Dabei glaube ich, daß es auch dem Selbstvertrauen des dicken Paule gut tut, wenn er weiß, auch er kann fintieren und kann damit Erfolg haben.


    Im Block danach kommt das 1vs1, ich erinnere noch kurz an die Finte, lass sie auch bei der fussballspez. Erwärmung einfliessen, aber ansonsten gehts jetzt nur ums 1vs1, hier coache ich, hier lasse ich die Kids durch gezielte Fragen Lösungen finden.


    Was Andre sagt glaube ich auch. Meine Hoffnung dahingehend ist, die Kinder ahmen das gelernte mit Freunden oder allein beim kicken im Hof nach und holen sich weitere Wiederholungen und Aha Effekte.

    Als Richtlinie würde ich Zeiträume von 4-6 Wochen empfehlen, je nachdem wie der Fortschritt ist und was für Fähigkeiten die Kinder bereits vorher in der entsprechenden Technik haben.


    Nachtrag: Als Reihenfolge würde ich dir eher Dribbling, 1vs1, Fintieren, 1vs1, Passen, Torschuss o.ä. empfehlen. Dribbling, 1vs1 und Fintieren gehören eng zusammen und sind m.E. in dem Bereich auch wichtiger als Passtechniken. Aus einem guten Dribbler mache ich dir in wenigen Wochen einen passablen Passer, umgekehrt wird das, je höher man im Jugendbereich kommt, immer schwieriger.

    Jein, bei 4- 6 Wochen würde ich dir in einer D-Jugend zustimmen, wenn man sich im goldenen Lernalter bewegt. Bei einer E-Jugend wo man den Übergang vom Spiel- ins Lernalter macht halte ich zwei Wochen mit 4 Einheiten für ausreichend. Hier wollen wir ja noch nicht so ins Detailcoaching gehen. Ist natürlich nicht in Stein gemeiselt, und ich werde abweichende Argumente auf jeden Fall zur Kenntnis nehmen und vielleicht auch übernehmen.


    Bei der Reihenfolge sprichst du den Punkt an, der mich eigentlich zu dem Thema bewegt hat. Bin auch der Meinung Dribbling könnte den Auftakt machen. Vor dem 1vs1 würde ich aber eher das Fintieren setzen, damit die Kinder dann die gelernte Finte auch im 1vs1 anwenden können.


    Ich möchte eigentlich immer nur eine Finte pro Schwerpunkt Fintieren machen. Mein Gedanke ist, lieber üben die Kinder 200 (wahlloses Zahlenbeispiel) mal den Rivelino und holen sich Sicherheit, als drei Finten einzuüben und keine davon klappt so richtig.


    Da ist Grätsche noch dazwischen gegrätscht während ich schreibe.


    Ich kenne einen Teil der Truppe. Bei manchen wären 6- 8 Einheiten wirklich angebrachter, aber die kicken halt nur im Training und kommen leider auch unregelmäßig. Wenn ich danach gehe, müsste ich das sogar noch länger machen.

    Werd mir auf jeden Fall offen halten den Intervall höher zu setzen.

    In den vier Einheiten handle ich ja nur den Schwerpunkt ab, das heißt für mich, den coache ich intensiv.

    War zB das letzte Thema Finten und hier von mir aus der Rivelino, dann kommt der in den nächsten

    Einheiten trotzdem noch vor.


    Wenn ich jetzt Dribbling als nächsten Schwerpunkt habe, baue ich als letzte Aktion vorm Torschuss drei Hütchen (als Dreieck, spitze nach vorn zum Spieler) auf und verlange vorm Abschluss einen Rivelino.


    Im Prinzip setze ich darauf den Schwerpunkt in einer Übungsform trainieren zu lassen und versuche hier viele Wiederholungen reinzubringen.
    In den beiden Spielformen habe ich den gleichen Schwerpunkt, den ich mit Provokationsregeln und Steuerungselementen "erzwingen" möchte. Allerdings sind wir hier mehr ganzheitlich und es kommen noch andere Elemente des Spieles vor.