Beiträge von Thommy

    Teilaktive oder ganz und gar passive Gegenspieler werden Kinder aber in 99% der Fälle auch nicht kennenlernen. Später bei Junioren mag es Sinn machen, bei Kindern sehe ich das nicht.


    Natürlich kommen ruhende Bälle nicht vor, Anstoß usw ausgenommen, dennoch halte ich es für Fußballanfänger über die ich schreibe für sinnvoll so erste Erfahrungen zu sammeln.


    Bei uns gibt es zB keine Bambinis, sondern eine allgemeine Ballspiel- und Bewegungsgruppe. Wenn die Kinder dann in die F kommen, haben sie zwar auch schon Erfahrungen im Fußball, aber eben nur geringe.


    Zitat

    Inaktive neutrale zur Vermittlung zur Absicherung des Ballverlusts bereits im Ballbesitz z.b. sind ein tolles Werkzeug spätestens ab 'd'


    Eher frühestens ab der D.

    Ich kann nur von der C Lizenz sprechen. Hatte einen tollen Referenten der auch neuem gegenüber aufgeschlossen war und nicht stur die DFB Vorgaben umgesetzt hat. Natürlich war vieles im Lehrgang Basis/ Kinder/ Jugend nach DFB Standard und meine Prüfer haben da auch vollsten Wert drauf gelegt und wollten Abweichungen nicht tolerieren.


    Viel neues gab der Lehrgang wirklich nicht her. Ich behaupte jeder der hier mitliest und sich aktiv bildet kennt fast alles aus dem Lehrgang schon und ist vermutlich sogar etwas weiter.


    Vorige Woche habe ich an einem Webinar des HFV zum Thema 1vs1 teilgenommen. Der Leiter ist auch an einem DFB Stützpunkt und hält zum Beispiel gar nichts davon Kindern unterhalb der E Jugend (am liebsten erst ab E1/ u11) Finten beizubringen. Das hat er auch immer wieder betont. Sehe ich ganz und gar nicht so. Ich fand auch den Vorschlag passive oder teilaktive Gegener im Kinder- und Jugendbereich nicht so prall.


    Ich möchte die Ausbildung des DFB nicht verteufeln, glaube aber es hängt immer auch ganz stark damit zusammen wie der Referent ist. Meiner war ein Menschenfänger, der hatte die ganze Gruppe sofort. Das Klima war spitze, wir hätten ihm alles geglaubt und wäre er unser Trainer, wir wären durchs Feuer für ihn gegangen.


    Persönlich würde ich mir wünschen man würde sich beim DFB in der Ausbildung nicht so allgemein halten, sondern man sollte den Trainern auch einen (groben) Lehrplan an die Hand geben. Ich hab es auch mal an anderer Stelle geschrieben, hier tun sich viele schwer und es werden die größten Fehler gemacht, in dem man die Kinder überfordert. Nur weil man selbst etwas kann, werden es die Fußballanfänger noch lange nicht können.


    Ich stelle mir das bei einer F-Jugend so vor: die Kinder sollen lernen den Ball mit Innen- wie Außenseite zu führen, mit dem Spann, sollen flach gespielte Bälle stoppen lernen, annehmen, mitnehmen mit Innen- und Außenseite, sollen Richtungswechsel erlernen, ruhende Bälle mit der Innenseite spielen und schießen, ruhende Bälle schießen können, alle angreifen, alle verteidigen usw. (Ohne Reihenfolge und Kategorie ;-) )


    Mein Sohn hat für sich die Streetkickers App entdeckt. Ist ein bisschen so aufgebaut wie Freeletics und ähnliches.


    Für das absolvieren bestimmter Aufgaben oder Trainings bekommt man Punkte die einem zum einen in einer Rangliste nach oben bringen, zum anderen erwirbt man Fahigkeitenpunkte auf einer Karte wie bei FIFA.

    Mich überzeugt alles nicht so wirklich. Ehrlicherweise auch das Coerver @ Home nicht. Im Gegenteil, ich weiß natürlich nicht was die zweite Woche bringt, aber 30 Minuten mit Soletaps und Varianten in einem 2m2 Feld zu verbringen finde ich jetzt auch nicht wirklich spannend.


    Edith: Ich beziehe mich jetzt auf viele sicher gut gemeinte Videoangebote auf den bekannten Kanälen.

    Ich auch. Klar gehen die Kids auch weiter in die Schule, aber wenn es nur minimal dazu beitragen kann die Menschen zu schützen und die Ausbreitung einzudämmen, halte ich mich daran.

    Bedingt durch die kleine Mannschaftsgröße wirst du auch eher eine weitestgehend homogene Partie haben. Dieses ausgeglichene Team für sich sorgt schon für mehr Aktionen.


    In meiner F gibt es einen Jungen der den Ball von der Mittellinie mit höchstens einmal aufspringen aufs Tor bringt, und es gibt Kinder die bringen den Ball selbst wenn er auf sie zurollt aus 9 Meter nicht bis in die Kiste.


    Gut, nach nem halben Jahr jetzt schon. Hab ich auch nur durch Spielformen erreicht. Die Steuerungselemente können da so vielfältig wie deine Fantasie sein.


    ZB Muss nach jedem Tor ein Spieler das Feld verlassen. Dann hast du irgendwann ein 1vs1. Spätestens jetzt trifft einer und zur Not geht's auf 1vs0 weiter und wenn der Einzelkämpfer aufs leere Tor getroffen hat, kommen die 5 von draussen rein.


    Ich fand einen Satz in meiner C Ausbildung für mich richtungsweisend und aufgenöffnend der eigentlich etwas total banales und naheliegendes beschreibt und Goodie hat ihn weiter oben ebenfalls gebracht:


    Kann das trainierte so im Spiel vorkommen?


    Jetzt kannst du zwar auf der einen Seite sagen: Wann muss denn im Spiel einer das Feld verlassen wenn ein Tor gefallen ist? Natürlich nie. Aber Überzahl- Unterzahlsituationen hast du ständig.


    Wer draussen ist steht übrigens nicht rum, für den gilt: Wer pausiert, jongliert.


    Das ist so fest bei meinen Kids drin, die gehen sofort an den Ball.


    Jongliert ist da aber eher ein Synonym. Gemeint sind leichte Jonglagen, Finten üben, Ballschule eben.

    Was Torschuss betrifft den kannst du mit Provokationsregeln und angepassten Feldgrößen eigentlich wunderbar erzwingen.


    Kleines Feld und kleines Team, Tore aus der eigenen Hälfte zählen dreifach, über die aussen zählen doppelt, die Ballbesitzzeit begrenzen, zB das ganze Team hat 10 Sekunden Zeit bis zum Abschluss usw.


    Da wird in einer Tour von überall gefeuert.


    Außerdem kannst du dir immer einen rausnehmen und ihm die Grobform vormachen.

    Ich meine das gar nicht negativ. Manchmal habe ich nur das Gefühl der Begriff Koordination wird falsch interpretiert. Darum schreibe ich auch: ... ist mehr als eine Schrittfolge in der Leiter...


    Ich nehme mal meine Einstimmung von gestern zum Thema Passen bei der F Jugend.


    In einem Feld liegen 5 Markierungsteller auf die vier Kinder ohne Ball verteilt sind. Vier andere Kinder dribbeln mit Ball im Feld. Durch Blickkontakt oder andere Kommandos wird ein Pass gespielt. Der Geber muss zu einem freien Hütchen laufen, gesperrt ist jedoch das seines direkten Empfängers.


    Einfache Übung zur Einstimmung die neben dem technischen Schwerpunkt Passen / Ballan- und mitnahme auch diverse koordinative Fähigkeiten fordert.

    Kurz wegen der Koordination, die setzt sich aus Differenzierungsfähig, Orientierungsfähigkeit, Rhytmisierungsfähigieit, Kopplungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Umstellungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit. (Dorfkrug aus Fußball durch Fußball).


    Also weit mehr als ein paar Schrittfolgen in der Leiter.

    Ich kann jetzt nur von den bisherigen F Jugenden die ich auf dem Dorf habe sprechen und die sind mit vielen Übungen hoffnungslos überfordert. Jetzt könnte man natürlich sagen dann hinterfrage dich mal als Trainer.


    Ist auch durchaus richtig, aber in den 3 Stunden die Woche in den warmen Monaten und in der einen Stunde im Winter lege ich den Fokus dann doch etwas anders.


    Ähnlich wie du eher Richtung Horst Wein. Viel spielerisch vermitteln. Natürlich sind deren Videos top, aber ich muss mit den 12 Kindern arbeiten die ich habe und kann mir nicht die besten 12 aussuchen.


    Trotzallem ist deren Konzept nach meinem empfinden ein anderes. Die leben eher von der individuellen Ausbildung. Irgendwo auch logisch.


    Wenn du als Vater deinen Sohn dort anmeldest, erwartest du, daß er persönlich besser wird.


    Guckst du denen dann 1.5 Stunden zu und die trainieren nur in Spielformen und in spielnahen Übungen, fragst du dich auch wozu du monatlich Betrag x abdrücken sollst, wenn die "nur spielen".


    Was die Einheiten vom DFB betrifft stimme ich dir zu, zumindest die Online, da gefallen mir auch nur sehr wenige.


    Eine der Lieblingsübungen zum Thema passen meiner Kids ist zB ein einfacher Staffelwettbewerb.


    Start und Aktionshütchen platzieren, 3 Hütchen in Reihe aufstellen, zwischen Hütchen 1 und 2 steht ein Spieler. Der Startspieler versucht nach andribbeln im Aktionsraum das erste Hütchen umzupassen und läuft seinem Pass nach zwischen die Hütchen. Der zweite Spieler nimmt den Ball an, dribbelt kurz und passt zum nächsten in der Reihe.


    Du hast zwar keinen Gegnerdruck, aber Zeitdruck. Denn du willst ja vor Team 2 die Hütchen alle drei weg haben.


    Total einfache aufzubauen, super spannend und doch lehrreich.


    Die Spieler müssen zum gepassten Ball laufen wenn er neben das Hütchen geht, den Ball annehmen wenn er das Hütchen trifft und komplett die Richtung ändert, sie müssen ihn aus der Bewegung passen, usw.


    Das als Warm Up bei uns, und die sind sofort auf Betriebstemperatur. Das macht jedem Spaß.

    Ganz ehrlich, das Profil Kinder ist nichts anderes als Band 1 "Ausbilden mit Konzept" vom DFB. Wer das gelesen hat, weiß zumindest alles was der DFB theoretisch vermittelt.


    Selbst habe ich die Profile Kinder und Jugend gemacht und ich fand das Material was man bekommt und bearbeitet, war für mich nichts mehr neues.


    Praxisteil sieht wieder anders aus. Da fand ich unseren Referenten Top. Nicht nur das fand ich gut, sondern auch das direkte Feedback von ihm und den Kollegen wenn man seine Muster-Einheit vorgestellt und geleitet hat.


    Ausserdem natürlich Ideen und Anregungen der Kollegen und des Referenten, sowie das Netzwerk.


    Bei uns gab es einen ziemlich straffen Zeitplan für den ich tatsächlich einige Abende und Samstage freischaufeln musste. Genau darum habe ich aber den Kurs belegt, denn vom ersten Tag (mitte April) bis zur Prüfung (anfang Juni) hätte man zwar etwas Rennerei, aber dafür war man auch schnell davon.


    Für mich ist die C Lizenz eher als Durchgang zur B zu sehen, wenn man sich vorher über die gängigen Medien schon mit den Grundlagen beschäftigt hat. Ansonsten uneingeschränkt zu empfehlen.


    Was mir in der Ausbildung fehlt, ist irgendwie ein Rahmenlehrplan. Das ist doch sehr vage gehalten alles.


    Da heisst es dribbeln, schiessen, passen in der Grobform für F Jugendliche. Das ganze muss man dann selbst für sich aufschlüsseln. Gerade Einsteiger werden hier vermutlich oft mehr wollen als eigentlich nötig. Vor allem wenn man den durchschnittlichen Breitensportverein nimmt und Videos der Münchner Fussball Schule als Maßstab nimmt.


    Da verweise ich gerne auf das kostenlose PDF "Nachwuchs-Fußball-Ausbildungs-Konzept" von Richard Cieslar.


    Daran kann man sich gut orientieren.

    Eigentlich wollte ich editieren, dann aber versehentlich gelöscht. Um welche Lizenz geht es denn? Welches Profil und wie lautet die genaue Beschreibung der Aufgabe?


    Wir mussten damals eine Übungsform und eine Spielform planen und durchführen.


    Wir konnten den Lehrgangsleiter lang und breit zur Aufgabenstellung befragen und ihm die ausgearbeitete Einheit vorlegen und checken lassen.


    Er war auch einer der Prüfer.


    C Lizenz.

    Ich glaube im groben dürfte die Ausbildung in der Spitze gut bei uns sein, wo man aber mal schauen sollte was im Ausland besser gemacht wird, ist beim Thema Wettbewerb und Spielpraxis.


    Woher bekommen junge Spieler diese auf höchstem Niveau? Bayern 2 spielt dritte Liga, verstärkt sich aber weltweit mit vielversprechenden Talenten. Vermutlich würde ich mein Kind eher zu Unterhaching schicken als zu den Bayern.


    Die sind eher drauf angewiesen durch den Kosten/ Nutzen Faktor gut auszubilden und mehr Spieler rauszubringen.


    Lassen wir mal Top Teams aussen vor die sich Talente aus aller Herren Länder nachkaufen, und richten den Fokus auf den durchschnittlichen Profiklub von Liga 1- 3.


    Wie kann man es da schaffen, Jugendspieler so zu fördern und zu fordern das sie konkurrenzfähig sind.


    In Liga 3 musst du eine gewisse Anzahl U23 Spieler im Kader und auf der Bank haben, das macht diese Spieler zwar überproportional teuer, aber geholfen ist ihnen damit nicht.

    Ich betreue derzeit wieder eine F Jugend und bin eigentlich ein großer Freund davon in Spielformen oder in spielnahen Übungsformen zu trainieren.


    Die Truppe besteht aus 12 Kindern. Die Hälfte spielt auch in der Schule oder in der Freizeit Fußball, die andere Hälfte kommt gerne ins Training, spielt aber nur da Fußball.


    Das sieht man ganz deutlich. Natürlich mache ich im Training zwei Gruppen, dennoch sieht man bei Gruppe B kaum Verbesserungen. Klar, die hat ja auch kaum Wiederholungen und Ballkontakte (eben nur im Training).


    Ich werde daher definitiv nach den Ferien ins Warm Up solche Sachen wie den Tannenbaum usw einbauen.


    Einfach um den Kindern Wiederholungen zu geben. Ihnen Richtungswechsel und Möglichkeiten dazu zu zeigen und hoffe das bringt sie näher an die anderen Kids.

    Danke, so hab ich's verstanden. Der abgebende Verein hat aber den Eltern des Kindes gesagt sie geben keine Freigabe.


    Es wäre sinnvoller noch bis Sommer zu bleiben, da er sonst nur Freundschaftsspiele machen dürfte, da zur Verbandssperre noch die Vereinssperre käme.


    Sehr fragwürdiges Vorgehen.