Beiträge von Arni

    Eigentlich müsste man die JL in Frage stellen. Ich weiß, dass es "auf dem Dorf" wahrscheinlich alles schwieriger ist, aber mglw. sollte man in Betracht ziehen, eine Stufe höher zu gehen, sprich Vereinsvorstand bzw. sogar den Verband. So ganz lapidar hören sich ja deine Schilderungen nicht an. Wenn alle die Augen zumachen ...

    Im Großen und Ganzen kann ich da OSV_Schlenthi zustimmen.


    Zwei zusätzliche Anmerkungen noch dazu:


    Positiv ist, dass die Verantwortlichen des Verbandes dem Thema FUNino sehr offen gegenüberstehen und der Hamburger Verband dies schon seit einiger Zeit eigenständig intern vorantreibt. Das habe ich auch aus dem Gespräch mit einem Verantwortlichen dort so mitgenommen.


    Nicht so gut gefiel mir, dass das vom HFV vorgestellte Modell bereits ab der U11 zum 7 gg. 7 übergeht. Prof. Dr. Lochmann empfiehlt dies erst ab der U12 und Horst Wein m. W. noch später.


    Ungeachtet dessen sind wir auf dem richtigen Weg. Jedoch beginnt jetzt der steinige Weg, dieses Thema bei den Trainerkollegen im eigenen Verein zu "promoten".

    weiß jemand, ob St. Pauli nächste Saison teurer wird.


    Bisher kostete 1 Spieltag 10,-. Man kann 2 Teams melden und somit 10 Kinder mitnehmen. Das finde ich OK.


    Die 20,- sind ja ein Turnier im Millerntor Stadion. Pro normalen Spieltag 20,- würde ich auch zu teuer finden.

    Für mich ist das Thema ganz einfach. Man braucht doch nur den normalen Menschenverstand einschalten. Kleine Kinder können komplexe Sachen noch nicht so richtig verstehen wie Jugendliche/Erwachsene. Überall im Leben läuft es doch so, dass man sich vom Einfachen zum Komplexen langsam steigert. Ich verstehe einfach nicht, warum das nur nucht im deutschen Fußball so ist.


    Für mich gibt es zu den vorgeschlagenen Neuerungen von Prof. Lochmann keine Alternativen. Punkt.


    Man muss sich auch mal bewusst werden, wieviele falsche Entscheidungen von den Kindern während eines 7 gg. 7 Spieles getroffen werden. Ich würde mal sagen mehr als 100. Alleine daran erkennt man doch sofort, dass diese Spielart für die Kinder voel zu komplex ist.


    PS: es wurde schon in mehreren Threads nach den Vorteilen von 7 gg. 7 ggü. FUNino gefragt. Genannt wurden m.E. genau Null.

    Zitat:


    Akzeptiert doch bitte mal, dass es auch einige Gründe gegen Funino als alleinige Wettbewerbsform gibt und setzt Euch damit auseinander. Mir konnte bisher zum Beispiel noch niemand erklären, wie man mit Funino einen Teamgeist innerhalb der gesamten Mannschaft erzeugen kann. Funino wirkt eher selektiv, wie kann man das kompensieren?


    Zitat Ende


    Wir reden hier von Kindern. Das Team sind diejenigen, die gerade als Mannschaft auf dem Platz stehen, egal, ob 3 oder 7 Kinder. Das ist wie in der Schule. Neue Freunde sind schnell gefunden und alte Freunde sind schnell vergessen.


    Von Teamgeist in diesem Alter zu sprechen finde ich absolut übertrieben.


    Hinzukommt, sobald (ehrgeizige) Eltern die Chance haben, ihr Kind in eine bessere/stärkere Mannschaft zu geben, werden sie das auch machen. Ach nee ... die Mannschaft meines Kindes ist ja ein tolles Team, dann bleibe ich doch hier (Ironie wieder aus). Soviel dazu, wieviel Teamgeist eigentlich wert ist.

    Alle meckern gegen FUNino ...


    In dieser Diskussion wurde 2x nach den Vorteilen von dem herrkömmlichen 7 gegen 7 gefragt. In einer Antwort wurden einige Gründe genannt, die mich in keinster Weise überzeugt haben (Bsp. Torwartspiel --> kein Kind will in dem Alter Torwart spielen, in dem Alter wollen alle Tore schießen und einfach nur Fußball spielen, ins Tor wollen nur die Kinder, die nicht die Besten sind oder keine Kondition zum Laufen haben (alles meine Erfahrung)).

    Moin zusammen,


    ich trainiere eine alte F-Jugend, Jg. 2010 und tlw. 2011.


    Bis wann ist es sinnvoll mit den Kindern FUNino zu spielen und ab welchem Alter geht man in die nächste Stufe Fußball 5 über? Nach Horst Wein ab 10 Jahre. Die St. Pauli Rabauken spielen ab dieser Frühjahrssaison bei der U9 (also ab 8 Jahre) schon größtenteils 4+1.


    Ich weiß, dassdas natürlich auch vom Entwicklungsstand der Spieler abhängt, aber wie sind da so eure Erfahrungen?


    Viele Grüße

    Wir machen immer eine kleine "Olympiade". Das ist so ähnlich wie der Dekathlon von Horst Wein. 2-4 Kinder machen immer die Übungen und die Wartenden spielen einfach, meist mit oder gegen Eltern, denn das finden die Kids immer ganz toll. Für die Gewinner gibt es dann immer kleine Preise. Und oft sind das nicht die Besten, sondern die, die im Training am meisten aufpassen.

    Ob man das Ding Langeweile oder was auch immer nennt, ist doch vollkommen Banane. Nennt man es doch einfach das normale "langweilige" Familienleben.


    Das brauchen Kinder! Nach der Schule nach Hause kommen und einfach "nichts" tun. Und mit nichts meine ich einfach alleine spielen, dumm Fernseher schauen, im Garten spielen usw. und NICHT von Termin zu Termin eilen. Solche Familien haben sich dann in der Regel wenig zu sagen.

    Die Eltern kennen die Alternativen. Wir sind öfter bei den St. Pauli Rabauken und spielen beim Training viel FUNino.


    Es wird halt als "Kinderfußball " angesehen .... und jetzt zählen wir mal 1+1 zusammen Kinder + Fußball = Kinderfußball... welch Ironie des Schicksals ;-)

    Goncare :


    Jein. Ich kann es so sehen, aber leider Eltern etc. nicht.


    Dann würde ich auch lieber aus dem Pflichtspielbetrieb aussteigen und FUNino spielen. Dies habe ich sogar gerade erst versucht (wollte mich für die Herbstsaison nicht für den Pflichtspielbetrieb anmelden und nur FUNino spielen), bin aber komplett an Eltern etc. gescheitert.

    Viel wurde hier auf Breitensport abgezielt. Jeder hat das Recht, im Verein zu spielen. Allein diese Aussage widerspricht sich doch komplett mit der Realität. In allen Verbänden/Vereinen wird ergebnisorientiert gespielt und es ist meist ein Zwang, an den Pflichtspielen teilzunehmen.


    Dann braucht man sich doch über die Diskussionen hier nicht wundern. Solange es diese Vorgaben von oben gibt, wird sich auch nichts ändern.


    ==> wer diskutieren will, dass alle Kinder "durchgezogen" werden, muss sich eigentl. im gleichen Zuge gegen die heutige Pflichtspielpraxis wehren

    von Ersatzbank:


    "

    Mein Lösungsansatz der sich nun entwickelt hat:

    1.) Zuerst denke ich an mich: Ich entscheide, ich führe. Wenn es nicht passt, kann gehen. Zuerst kommt mein Spass - wenn ich keinen Spaß habe, kann ich auch keinen vermitteln."




    Das ist auch m.E. der beste Hinweis.


    Seit einem Jahr habe ich für mich ein ähnliches Motto:


    Ich bin der Trainer und sage, wie es läuft (egal, ob Kinder oder Eltern). Wem das nicht passt, der geht. Wenn das dem Großteil der Mannschaft/Eltern nicht passt, gehe ich.


    Punkt. Ganz einfach. Und mit dieser Einstellung lebt es sich sooo entspannt.


    Es vergessen halt Alle, dass wir das ehrenamtlich machen und warum soll ich mir in der Freizeit mit soetwas Stress machen.


    Viele Grüße

    wenn wir Freundschaftsspiele 7:7 machen dann läuft das mit meiner Funino Truppe so:( ich leite nichts an, es gibt keine Aufstellung und keine Positionen): erstes Drittel: 1:5. zweites Drittel: 3:3. Die Drittel 4:2.

    Wir benötigen immer für Eingewöhnung. aber innerhalb kurzer Zeit haben wir die Gegner eigentlich im Griff oder sind zumindest gleichwertig.

    Das kann ich leider bei meinen Jungs überhaupt nicht behaupten. Würde ich gar keine Aufstellung vorgeben etc., so würden innerhalb von Minuten sich Spielertrauben bilden, fast alle Spieler in der gegnerischen Hälfte sein und wir 0:3 zurückliegen. Teilweise ist das wahrscheinlich auch dem geschuldet, dass ich Spieler in der Mannschaft habe, die absolut kein Verständnis von dem Fußballspiel haben, sich seit einem Jahr fast gar nicht weiterentwickelt haben und dann eben irgendwo auf dem Feld herumirren bzw. den eigenen ballführenden Spieler "bewachen". Und da kommt dann wahrscheinlich die Aussage von Totog ins Spiel, dass in dem Alter eben die "Spielerqualität" entscheidet.


    Ich persönlich hab mir wahrscheinlich durch das Konzept von HW/Funino eine etwas bessere Entwicklung - gerade bei den schwächeren Spielern - erhofft, als sie tatsächlich stattfindet. Die besseren Spieler komnen mit Funino tatsächlich super klar und sind den Gegner tlw. spielerisch (nicht unbedingt technisch) sogar überlegen.

    Danke schonmal für die Antworten.


    Das mit dem immer wieder erklären ist schon richtig. Es ermüdet jedoch sehr, wenn man immer wieder "produktive" Antworten der Eltern erhält: "Aber die KInder wollen doch viel lieber auf große Tore spielen. Das ist doch viel besser für sie und macht ihnen viel mehr Spaß." ;-)


    MightyReds :

    Ob Training oder Pflichtspiel, ich versuche sehr wenig Anweisungen zu geben.


    Ich versuche schon, das Training nach dem Buch aufzubauen.

    Spielen (Funino) - Übungen - Spielen - Übungen - Spielen etc.

    Die Übungen versuche ich auch in Spielformen zu integrieren. Momentan bin ich bei Teil C Zweite Entwicklungsstufe: Spiele für Funino, also 2 vs. 1 auf breite Tore etc. Jedoch trennt sich bei solchen Übungen relativ schnell die "Spreu vom Weizen". Den besseren Spielern sind die Übungen zu einfach und die schlechteren Spieler verstehen diese Übungen noch nicht einmal. Horst Wein schreibt ja auch immer wieder, dass die Kinder relativ schnell durch gezielte Fragestellungen lernen, wie sie am erfolgreichsten das Ziel erreichen. Das kann ich leider nur bei einem kleinen Teil meiner Spieler feststellen. Selbst bei dem Spiel 3 gegen 3 auf 4 Tore bilden sich immer noch Spielertrauben.


    Bozo :

    Ja und Nein. Vom Spielansatz finde ich schon, dass meine Jungs teilweise besser zusammenspielen als die anderen Mannschaften. Aber das reicht halt nicht, um dann am Ende auch mal zu gewinnen, weil dann doch immer wieder der beste Spieler des Gegners vorne steht und die Tore schießt und ich meinen Spielern nicht eintrichtern möchte, dass die Verteidiger hinten "dumm" rumstehen/verteidigen und die Hälfte des Spiels gar nichts machen. Wenn man nur alle 2-3 Wochen mal 7 gegen 7, reicht das m.E. nicht aus, um dies zu lernen. Es ist eher nur deprimierend für die Kinder, wenn man fast nur verliert.