Beiträge von let1612

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Deswegen sehe ich es auch als eine wichtige Aufgabe von uns Trainern mit der Kraft unserer Vereine und seinen Mitgliedern dafür zu sorgen, dass Sportplätze entstehen und frei zugänglich sind!

    Hier müssen wir erklären/argumentieren/aufzeigen, welche Bedeutung dies auch für die Qualität unserer Fußballer hat.

    Wenn ihr als Verein in der Position seid, selber die Sportplätze errichten und unterhalten zu können, sorgt dafür, dass sie auch außerhalb des Trainings für Kinder und Jugendliche zugänglich sind. Werbt dafür, dass die Plätze frei auch außerhalb des Trainings genutzt werden können. Es wird euch bessere Fußballer hervorbringen, als ihr je mit Training erreichen könnt!

    Hast du hierfür ein Konzept, Idee oder Beispiel? Ich wäre sehr daran interessiert.

    Sondern wir erwarten doch eher auch im 7 gegen 7, dass Paul mal an einem Spieltag vorne rechts spielt und der Ball dann von hinten nach vorne durch Kombinationen und natürlich auch Dribblings nach vorne gebracht wird und dann Paul von einer sinnhaften Position heraus sich mit Dribblings/Finten und Abschlüssen probieren kann. Und am nächsten Spieltag spielt Paul dann eben mal in der ersten Position vor dem Torwart und ein anderer Spieler kann sich vorne probieren.

    Ich erwarte das nicht mehr. Bei ca. 80% der Trainer spielen die meisten Kinder spätestens ab der E-Jugend bzw. ab dem 7 gegen 7 auf einer oder zwei Positionen.

    Wobei ich schon der Meinung bin, dass die Entwicklung beschleunigt wird, wenn ich vorab mit den Kids schon die besten Lösungen theoretisch gemeinsam erarbeite und sie dann in den Spielformen diese Lösungen praktisch probieren lasse.

    Warum müssen wir die Entwicklung immer beschleunigen? Da schulen Eltern ihre Kinder später ein, aber beim Fußball sollen sie einen Jahrgang höher spielen oder der Trainer versucht ihnen in einem langfristigen Prozess etwas beizubringen, dass später viel einfacher umgesetzt werden kann.

    Trener : bei uns ist es gerade umgekehrt - Hallen im ländlichen Raum bekommt man, Hallen in der Stadt bekommt man nicht.

    Futsal und die Altersklasse (4-14 Jahre): von 4-7 Jahre (U7) ist im BFV nur Fußball 3 in der Halle erlaubt (FUNino - kein Futsal). U9 nur Fußball 3 oder 4 - auch kein Futsal. In der U11 kann man Fußball 5 spielen - sind aber auch keine Futsal-Regeln. Somit kommt Futsal bei uns erst ab der U12 ins Spiel (siehe Durchführungsbestimmungen).


    Und zum Thema Hallen. Ich habe im letzten Winter ohne Probleme Hallenzeiten in einer "ausgebuchten" Halle bekommen (1x im Monat). Da kann man dann zwar kein Turnier spielen, aber für einen Trainingsvergleich reicht es. Diese Möglichkeit wird aus meiner Sicht viel zu wenig genutzt. Kapazitäten für einen Regelbetrieb sehe ich allerdings auch nicht.

    zu Punkt 1: haben wir tatsächlich zu wenig freie Spielmöglichkeiten für Kinder? Einen interessanten Ansatz bringt Hannes Wolf im Podcast "From coach zu coach": wir haben genügend Fußballfelder in Deutschland, die oft ungenutzt sind. Das gehe ich mit - aber wie kann man sie besser nutzbar machen?

    - oftmals sperren Vereine ihre Plätze, dass diese sich erholen können (da jage ich auch Kinder vom Sportplatz, weil ich darf mit meinen Vereinskindern darauf auch nicht trainieren)

    - Haftungsfragen - als Vorstand würde ich meinen Sportplatz bzw. die (Jugend)Tore auch absperren

    - wie kann man das gestalten, dass die Plätze einigermaßen vernünftig aussehen bzw. verlassen werden (z.B. Müll, Flaschen, kein Vandalismus usw.)

    Hat da jemand eine Idee oder Beispiel zur Umsetzung? Danke

    Das ist der Kader der Nationalmannschaft nach Geburtsort:

    Quelle: ▷ WM 2026: Geburtsorte der deutschen Fußball-Nationalspieler » Fußball-Team


    Das ist die Bevölkerungsdichte von Deutschland:

    B77-Bevoelkerungsdichte-Kreise.png?__blob=normal&v=1

    Das deckt sich nicht 100%ig


    Das waren die Bundesligavereine 25/26

    Saison2526BundesligaTeilnehmerhdh.jpeg

    (Quelle: Die Bundesliga-Landkarte 2025/26 – Die falsche 9)


    Tipp an werdende Eltern: ihr müsst nicht nur auf den RAE (Relativer Alterseffekt), sondern auch auf den Geburtsort achten ;)


    Oder anders: was läuft falsch in unserer Talentförderung?

    Football expatriates Report 2020-2025


    Frankreich: 68,5 Mio. Einwohner - 1.189 Spieler im Ausland (Luxemburg (139), Belgien (84), Italien (93))

    Deutschland: 83,5 Mio. Einwohner - 475 Spieler im Ausland (Türkei (69), Österreich (52), Niederlande (38))

    Spanien: 47,85 Mio. Einwohner - 514 Spieler im Ausland (England (34), Italien (45), Polen (37))

    Brasilien: 215 Mio. Einwohner - 1.418 Spieler im Ausland (Portugal (182), Japan (88), Malta (37))

    Zahlen spiegeln das Jahr 2025.


    Über den Zeitraum von 5 Jahren spielten weltweit im Ausland:

    Brasilien: 3.020

    Frankreich: 2.293

    Argentinien: 2.171

    England: 1.510

    Spanien: 1.106

    Deutschland: 1.095

    9. Serbien: 915 (bei 6,6 Mio. Einwohner)

    10. Kroatien: 855 (bei 3,8 Mio. Einwohner)

    12. Portugal: 783 (bei 10,4 Mio. Einwohner)

    wenn du nichts vorgibst, woher weißt du dann, dass sich deine Kids mit Vorgaben nicht taktische noch besser Verhalten würden.

    Ich habe das Verhalten meiner Kinder mit dem Verhalten der Kinder anderer Trainer*innen verglichen, die taktische Vorgaben geben. Und da verhalten sich meine, aus meiner Sicht, gerade besser als die mit Vorgaben. Das geht in die Richtung von Zodiak - ich trainiere nicht etwas ab, dass ich später gerne wieder sehen möchte (z.B. ballorientiert, 1 gegen 1).

    Und ich habe Vertrauen in die Entwicklung der Kinder - das ist ein Marathon und kein Sprint ;)

    Auch hilft mir, dass ich mir oftmals sage, ich habe "nur" Bezirksliga gespielt, ich will aber dass die Kinder später höher spielen. Mit meinen Entscheidungen und Vorgaben wird es nicht funktionieren, die müssen besser sein ;) - und spreche mal mit Trainern von Mario Götze und/oder Julian Draxler aus deren Jugendzeit. Die werden dir erzählen, dass diese Jungs meistens bessere Entscheidungen getroffen haben als ihre Trainer gesehen haben.

    Ich bin da immer noch bei meinem Beatles Beispiel von oben. Ohne viele einstudierte Varianten (Tonleitern in allen möglichen Tonarten) werden nur sehr wenige Naturtalente eigene Variationen entwickeln können.

    Ich habe von Musik keine Ahnung, aber ich war kürzlich auf einem Konzert und da wurde mit einem Akkord unzählige Hits gespielt (sagten sie - für mich hörte sich das auch gleich an, aber wie gesagt, ich habe von Musik auch keine Ahnung).

    Thomas0815-2 : E-Jugend ist für mich Kinderfußball. Kinderfußball ist für mich: "Alle Kinder spielen mit und entwickeln eine Freude am Fußballspielen."

    Alle Kinder spielen mit, bedeutet zum einen, es gibt keine Auswechselspieler bzw. höchstens einen Rotationsspieler. Zum anderen bedeutet dies auch, dass alle Kinder auf dem Feld mitspielen. Und d.h. für mich alle greifen an und alle verteidigen - Angriff, wenn meine Mannschaft den Ball hat, und Verteidigung, wenn der Gegner den Ball hat. Und ja, ich fordere von allen, dass sie da mitmachen - ohne ihnen allerdings Laufwege mit zu geben (ich würde wahrscheinlich auch 75% andere Laufwege mitgeben, wie die Mehrheit der Trainer*innen).

    Und das alle mitspielen, sollten wir die Spielform verkleinern. E-Jugend 5 gegen 5 - dann müssen alle mitmachen.

    Dein Beispiel oben ist für mich komplett Gruppen- bzw. Mannschaftstaktik. Das dürfen die Spieler gerne in der Jugend lernen - hat für mich aber nichts in der Kindheit verloren.


    Ich gebe nichts vor und meine Kinder (F-Jugend) verhalten sich taktisch oftmals besser als mit Vorgaben - sie spielen ballorientiert, sie machen Passwege zu, sie spielen in die Tiefe -> alles von alleine, weil das Kinder machen, wenn man es ihnen nicht vorgibt. Wenn die Trainer*innen nicht "Erwachsen-Denken" würden, würde das den Kindern viel mehr helfen.


    Und zum Thema Disziplin - die kann es auch ohne Laufwege geben ;) (könnt ihr gerne bei meinen Eltern nachfragen)

    Goodie : interessante Gedanken


    Reduktion der Spieltage: wir bekommen gerade im Minifußball 6 (Herbst) + 8 (Frühjahr) = 14 Wochenenden von 52 unter (ca. 27% der Wochenenden). Das ist knapp über 1x im Monat auf das Jahr bezogen.


    Spieltage unter der Woche: meistens werden Fahrer hierzu und Fahrtzeit benötigt (arbeitende Bevölkerung). Durch die Arbeitszeit drängen schon die Trainingszeiten auf den Abend. Spieltage könnten auch nur dort stattfinden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sogar der Freitagabend schwierig ist - auch aufgrund der Schlafzeiten der Kinder. Bei C-A-Jugend kommt der Freitagabend gut an.

    Zum Thema Freizeitliga - die gibt es bei den Erwachsenen in fast jeder größeren Stadt. Beispiele:

    München: RBL - Royal Bavarian Liga 2026

    Augsburg: News - Augsburger Hobbyrunde

    Selbst der Verband macht das. z.B. bei den Frauen:

    hier mal eine Liga: Frauen Freizeitliga KF Mitte | Saison 25/26 | 13. Spieltag | BFV


    Fußball 9 oder Fußball 7 wird immer mehr Einzug erhalten, damit überhaupt noch Fußball gespielt werden kann.


    Und Spiele am Wochenende als Belohnung verstehe ich auch nicht.

    Ab der C bzw. B-Jugend brauchst du jeden um überhaupt spielfähig zu sein - somit ist das Kontraproduktiv. Und darunter erschließt es sich mir auch nicht - wir müssen den Spielbetrieb so organisieren, dass jeder spielen kann.

    Schwankungen bei der Beteiligung sind heutzutage völlig normal - sowohl beim Training als auch beim Spiel. Damit muss man heute umzugehen wissen und das in die Planung mit einbeziehen. Ihr werdet die "gute alte Zeit" (sofern sie das überhaupt war) nicht wieder bekommen.

    Ich trainiere gerade eine F-Jugend mit 30 Kindern (10x 2017er und 20x 2018er). Vor dem Training ist die Überlegung, wie viele Felder (Stationen) benötige ich heute (meistens 3-4). Vor den Spieltagen ist die Überlegung, wie viele Teams melde ich beim Fußball 5 und wie viele beim Fußball 3, weil wir mit 30 Kindern 2 Mannschaften gemeldet haben und ich die 30 Kinder am Wochenende auch einsetzen kann ;) - da ist mir übrigens auch egal, wenn jemand nur für die Festivals meldet und nicht ins Training kommt (der Vereinssatzung ist das auch egal :-)).

    Der Fußball (in seiner heutigen Form) wird auch nur überleben, wenn Verbände, Trainer und Funktionäre das akzeptieren und Lösungen anbieten.

    ich verstehe den Ansatz, denke jedoch, dass das scheitern würde.

    1. Wer führt Aufsicht?

    2. Wer würde eine solche Truppe trainieren und mit welchen Inhalten? Wie will man denn irgendwas vorbereiten, wenn man keine Ahnung hat ob 4 oder 24 kommen?

    3. wer nur lose kicken möchte, geht doch nicht in einen Verein.


    Sinnvoller wäre wohl, das in Form eines dritten Trainings anzubieten. Und dann wirklich nur als Spieltreff: Ein Ball, Leibchen, Aufsicht. Auch hier würde ich vermuten, dass man das in E und D aktiviert bekäme, in den älteren Jahrgängen schon nicht mehr. (Stichwort Freundin oder Gym)

    zu 1. z.B. Eltern

    zu 2. z.B. einer, der anders als die "normalen" Trainer veranlagt ist (z.B. Richtung Sozialarbeiter, Animateur)

    zu 3. wo gehen die dann hin? warum das nicht als Verein anbieten?


    Wir machen das als "Fußball 3-Bolz" Montags für die F-Jugend (wird von Eltern betreut).

    Bei den Älteren gab es mal einen "Sonntags-Bolz" - der ist allerdings wieder eingeschlafen (weniger wegen der Kinder, mehr wegen den Aufsichtspersonen)