Beiträge von let1612

    Der BFV hat auf seiner Homepage veröffentlicht, dass die Kreise in der nächsten Saison auch das Modell "Meldeliga" einsetzen können. (Quelle: bfv.de)


    Ich persönlich sehe das sehr positiv und hoffe, dass die Vereine im Sinne ihrer Spieler und deren Entwicklung handeln. Bin ich da zu "blauäugig"? Wie seht ihr das?

    vangaalsnase : Vielen Dank für die interessante Zusammenfassung.


    Was mich bestätigt:

    Flanken bei Standards sind gefährlicher als aus dem Spiel heraus

    -> Standards vermeiden (keine "dummen" Fouls um den Strafraum herum; lieber mal Flanken lassen, als "auf Kosten einer Ecke" zu klären)

    Warum sind Standards gefährlicher?

    Subjektive Vermutung: mehr Spieler / Abnehmer im Strafraum; Kopfballstarke Spieler im Strafraum (z.B. oftmals die Innenverteidiger des Gegners) und Standards werden öfters in Richtung Tor geschlagen, während Flanken meistens weg vom Tor geschlagen werden. (im Handball spielt der Rechtshänder Linksaußen und der Linkshänder Rechtsaußen - vielleicht wäre das auch eine Überlegung für den Fußball (z.B. A. Robben)).


    Was nicht berücksichtigt ist, aber aus meiner subjektiven Sicht ein ganz wichtiger Punkt ist, sind die Qualitätsmerkmale der Flanke - und hier vor allem die Schärfe/Härte und damit Geschwindigkeit der Flanke ("Schneeballflanke" vs. scharfe Hereingabe (Höhe egal, wobei ich davon ausgehe, je niedriger desto höher die Torwahrscheinlichkeit (Kopfball aus dem Lauf anstatt Sprung, abgefälschte Bälle))). Auch der Ort zur Verwertung ist entscheidend - auch die Nähe zum Tor ist für mich ein Qualitätskriterium, weil ich davon ausgehe, dass je näher am Tor der Ball verwertet werden kann, die Torwahrscheinlichkeit steigt.


    Auch der Punkt von Constantin (wie viel Prozent ...) sollte aus meiner Sicht berücksichtigt werden. So könnte ich z.B. sagen, Bayern hat 100 Tore mit 620 Torschüssen erzielt - 16% oder ca. jeder 6 Schuss (viel oder wenig?). Oder sie haben 20.689 Pässe gespielt, um 100 Tore zu erzielen -> ca. 207 Pässe für ein Tor - viel oder wenig? Lohnt sich passen?


    Auch habe ich mir heute die Lewandowski Tore dieser Saison angesehen - und da frage ich mich auch, was läuft da unter Pass und was unter Flanke. Ist das immer eindeutig?

    Um wen geht es?

    "Als ... 20 Jahre alt war, lehnte ihn die Kunstakademie ab. Also begann der Österreicher, Sport und Geografie auf Lehramt in Wien zu studieren. Fußball spielte er nur zum Spaß nebenbei in seiner Heimat, dem Burgenland. Vierte Liga.

    13 Jahre später spielt ... Bundesliga."

    Quelle und Auflösung

    vangaalsnase : freue mich darauf :-) - da bin ich mal auf die Ergebnisse gespannt.


    Habe mir mal gerade die Flankenstatistik der Bundesliga angesehen - da könnte man ja von Eintracht "Flankfurt" sprechen ;)


    C. Günter vom SC Freiburg hat die meisten erfolgreichen (51 - ca. 33%) und nicht erfolgreichen (105 - ca. 67%) Flanken geschlagen (Quelle: fussballtransfers.com) -> . Bei insgesamt 343 Flanken des SC Freiburg (ca. 45%).


    A. Davies ist mit 25 erfolgreichen Flanken auf Platz 5. Gesamt hat er 51 geschlagen (bundesliga.com) -> Quote: ca. 49% erfolgreich


    Erfolgreich heißt in dem Fall nur, dass die Flanken angekommen sind - sonst passen die 33 erfolgreichen Flanken von Thomas Müller nicht zu den 21 Torvorlagen bzw. C. Günter hat 8 Torvorlagen (falls es 8 Flanken waren, dann wären es 5% mit Torfolge). Die Statistik wird aus meiner Sicht sehr interessant.

    Taktiker_79 : woher nimmst du diese Information?


    Wenn ich unter

    https://www.landessportbund-he…bereich/news/coronavirus/

    schaue, steht da keine Begrenzung auf 10 Personen pro Spielhälfte:

    "So ist seit dem 11. Juni unter bestimmten Auflagen neben dem Trainings- nun auch ein Wettkampfbetrieb wieder möglich. Wird der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten, spielt die Gruppengröße keine Rolle. Gruppen von maximal zehn Personen können diesen Mindestabstand sogar unterschreiten. Auch die Schwimmbäder dürfen unter Auflagen wieder öffnen."


    oder Hessischer Fußballverband:

    "Das Training auf dem Platz kann mit bis zu zehn Personen in gewohnter Form – also ohne Mindestabstand und Kontaktverbot – durchgeführt werden. Ratsam ist es, die Zusammensetzung dieser Gruppe in unterschiedlichen Trainingseinheiten gleich zu halten. Damit sind jegliche Trainingsformen (Spiel- und Übungsformen) vom 1:1 bis 5:5, bzw. 3:1 bis 7:3 usw. , ratsam und ein wichtiger Schritt zur Normalität im Trainings- und Wettkampfbetrieb."

    Kürzlich begegnete mir der Begriff "Small Sided Games" - mir ist der Begriff und seine Definition bekannt. Allerdings habe ich ihn gestern im Training mal abgewandelt angewendet: kleine Spiele am Rand


    Ich machte ein Zielpassen mit 2 Kindern und jeweils 2 Bällen. Für jeden Passerfolg durften sie einen Deckel in das mit Reifen vorgegebene Tic-Tac-Toe-Spiel ("Drei gewinnt") setzen. Es wurde so lange gespielt bis ein Kind drei Deckel in einer Reihe (auch diagonal) hatte.

    Das Spiel machte den Kindern viel Spaß und deshalb überlege ich mir, welche kleine Spiele oder Aufgaben am Rand habt ihr schon ausprobiert, gibt es oder könnte man versuchen. Mir fallen folgende ein:


    Tic-Tac-Toe ("Drei gewinnt") - Steigerung wäre "Vier gewinnt"

    Torwandschießen oder Zielschießen für Extrapunkte

    Münzen oder Goldtaler sammeln (die Goldtaler sind begrenzt)


    Anwendungsbeispiele:

    - Spiel 3 gegen 3 und bei Torerfolg kann man einen Extrapunkt an der Torwand erzielen, während das Spiel weiter geht (evtl. auch werfen anstatt schießen)

    - 2 Spiele 3 gegen 3 und in der Mittel liegen 10 Goldmünzen und 4 Reifen für jedes Team einer. Man erhält pro Torerfolg eine Goldmünze und darf die in seinen Reifen legen. Sobald alle Goldmünzen in einem Reifen liegen, darf man bei den anderen sich eine Münze holen. Wer hat zuerst 4 Goldmünzen?


    Die Spiele haben für mich den Sinn, dass ich durch sie

    - kurze Überzahlsituationen schaffen kann (schnelles Umschalten)

    - Kinder müssen mehr Entscheidungen treffen

    - Spiel wird komplexer

    - Ich kann fußballerische Nachteile beim Spiel am Rand ausgleichen

    - die Kinder brauchen auch "den Kopf" im Training


    Was hat ihr noch für Ideen?

    Ich kann mich mit 3-4x (Fußball-) Training bei einem 8-jährigen nicht anfreunden. 3-4x Training (verschiedene Sportarten) haben meine Kinder mit 8 auch gemacht - und sie hatten Spaß daran. Ob das "im Rahmen", "grenzwertig" oder "verantwortungslos" ist, sieht wohl jeder anders - zumindest war das hier in dem Thread schon mal Thema (Training G-Jugend.1 oder 2 x pro Woche?) - auch wenn die Überschrift von G-Jugend spricht, wurde darin auch die F angesprochen.


    Nachdem es hier um Fußballschulen geht, kann ich aus meiner Erfahrung als Trainer bei Feriencamps sagen, dass es für Kinder meistens kein Problem ist, wenn sie dort niemanden kennen. Die machen ganz schnell neue Freunde.

    Und ein anderes soziales Umfeld im Fußballverein und Alltag (Freunde, Schule usw.) sehe ich im Nachhinein bei meiner eigenen "Fußballkarriere" als Bereicherung bzw. Vorteil.


    Belastend für die Familie könnte ich mir die Fahrzeiten vorstellen (und was macht der Fahrer in der Trainingszeit?).

    Trainer91 : ich sehe den Profi-Fußball nicht negativ und ich freue mich, wenn Kinder den Traum haben Profi-Fußballer zu werden und Jugendliche sehr viel dafür geben. Auch freue ich mich für jedes Kind, wenn es zum Stützpunkt, BFV-NLZ oder NLZ will und es auch dort hin schafft.

    Meine Probleme habe ich mit der Verhältnismäßigkeit und oftmals auch mit den handelnden Personen. z.B.

    - müssen U9/10/11 schon Turniere in der ganzen Republik spielen?

    - eine Talentprognose ist bis ca. U13 kaum möglich. Wie viele Wechsel haben da manche Kinder schon auf dem Buckel?

    - ist die Entwicklung des Kindes im Mittelpunkt oder dient es dazu, dass der Status des Trainers steigt.

    Ich finde z.B. die Tendenz der NLZs die unteren Mannschaften nicht zu besetzen oder alternative Formen (siehe St. Pauli) anzubieten sehr gut. Das ist aus meiner Sicht im Interesse der Kinder.

    Auch die Förderligen der NLZs ab U12 sind für mich ein positiver Ansatz (finde ich z.B. für die NLZ Mannschaften besser als gegen Ältere zu spielen und für die anderen Mannschaften, dass sie nicht von Jüngeren vorgeführt werden).


    Und ja, auch unser Verein ist Stolz auf Spieler, die es zum Profivertrag oder ins NLZ geschafft haben (vom BFV-NLZ sind wir nicht betroffen). Beim Stützpunkt scheiden sich die Geister - und das nicht nur bei den Trainern und Eltern, sondern hauptsächlich auch bei den Kindern.


    Um auf die Frage des Threads zurück zu kommen: Ja, wenn nicht sogar noch später. Allerdings sage ich auch, dass ein soziales Engagement darunter ich für gut halte (Unterstützung der Trainer in der Region, Konzepte wie die Rabauken u.a.).

    Ballaufpumper : ich gehe davon aus, dass wenn alle Profivereine erst ab U10 anbieten, dass dann solche Fälle zur Normalität werden, weil irgendwo müssen sie ja ihre Spieler her bekommen. Und ob das für Quelle dramatisch ist, kann ich nicht beurteilen? 13 Spieler sind 13 Mitgliedsbeiträge - werden Ablösen gezahlt, ist es nicht dramatisch. 5x 2005er ist eine halbe Mannschaft - von der Anzahl wahrscheinlich für Quelle nicht dramatisch, aber von der Qualität dann vielleicht doch.

    Revilo : da würde ich es noch weniger verstehen. Zum einen kennt man seine Jungs im Verein und zum anderen (je nach Alter) passiert bei den Jungs ziemlich viel. Weder die Leistung vor einem halben Jahr noch heute (bei 1-2 Trainings) ist ein zuverlässiger Indikator, was in 0,5-1 Jahr sein wird - und es geht ja meistens nur um ein paar Jungs (wen nehme ich noch dazu oder wen lasse ich weg). Die Top Talente sind davon meistens nicht betroffen. Und ein Verein hat ja auch mehrere Experten: Jugendleiter und andere Trainer.

    Und wenn ich mich im eigenen Verein falsch entscheide, kann ich das wieder rückgängig machen. Dann spielt halt der bessere aus der 2er Mannschaft nach 4-5 Spieltagen in der 1. Mannschaft und anders herum (Zweitere dann halt mit einer Pause von ein paar Tagen je nach Verband und Jugend).

    Das Problem ist dann nicht das kontaktlose Training, sondern eine neue Mannschaft zusammen zu stellen. Das ist schon mein nächstes Ärgernis. Warum muss ich im Jugendbereich eine neue Mannschaft zusammenstellen? Oftmals, weil ich keinen Unterbau habe oder eine Liga halten will. Dafür mache ich dann ein "Sichtungstraining" und hole mir massenhaft Spieler von anderen Vereinen und schicke (teilweise) eigene weg. Das hat für mich mit guter Jugendarbeit nichts zu tun - höchstens gutes Scouting. Der FC Bundesligist macht das noch gut und da verstehe ich das auch, beim TSV Bezirksobliga ist es einfach nur lächerlich. Dort gibt es nämlich meistens keine Entwicklungsperspektive, die über 1-2 Jahre hinaus geht. Und hier bin ich der Meinung, dass man mit Jahrgangsauf- und abstieg das in den Griff bekommen könnte. Dann muss ich von Anfang an eine gute und breite Basis schaffen, wenn ich in der D- oder C-Jugend höher spielen möchte und die Spieler profitieren auch von ihren Erfolgen.

    Vor ein paar Wochen hätten wir uns gewünscht, dass man kontaktlos trainieren darf. Jetzt darf man das und viele meckern.


    Erwachsene (die immer in der Vergangenheit oder Zukunft leben) verstehen bzw. wollen die Kinder (Leben in der Gegenwart) nicht verstehen. Die Kinder sagen, dass es ihnen Spaß macht und kommen auch jede Woche zum Training. Dann glaubt ihnen doch bitte und macht es ihnen und den Trainern nicht schlecht.

    wenn ich die von MightyReds angesprochene Akademie-Homepage mir so ansehe, stellt sich mir die Frage, ob wir (Vereine) falsch kommunizieren. Sollen wir auch unsere Spieler erwähnen, die es ins NLZ oder Fördertraining des NLZ, Stützpunkttraining oder Eliteschule des Fußball geschafft haben?

    Wenn ich dann noch die "Karriere"-Komponente des Instituts dazu nehme, dann könnten wir auch noch die Geschäftsführer, Chefärzte und Vorstände mit aufführen. Und das alles ohne Vorselektion und monatliche Beiträge von 55 Euro. Haben wir (Vereine) ein Kommunikationsproblem? Haben die Fußballschulen das bessere Marketing?

    Was wird empfohlen?

    "Das Präventionsprogramm 11+ wurde von einer internationalen Expertengruppe basierend auf ihren Erfahrungen mit verschiedenen Programmen zur Verletzungsprävention für Amateurspieler und -spielerinnen ab 14 Jahren entwickelt. Es ist ein komplettes Aufwärmprogramm und ersetzt das herkömmliche Aufwärmen vor dem Training."

    Quelle: dfb.de - pdf - Homepage


    Beantwortet leider die Frage nicht, weil die Frage sich auf D-Jugend (U13 bzw. U12) bezieht. (Im Forum hier wurde bisher immer nur C-Jugend diskutiert - die Beiträge helfen somit auch nicht weiter).


    Mir wäre wichtig, dass in der D-Jugend stets der Ball mit im Spiel ist ("Goldenes Lernalter"). Anstatt eines Lauf-ABC könnte man auch ein Finten-ABC zum Aufwärmen nutzen - gerne auch mit den Grundlagen des Lauf-ABC und verschiedenen koordinativen Elementen.

    Taktiker_95 : aus deiner Antwort nehme ich heraus, dass es 2 Arten von Jugendlichen gibt. Auch das könnte man doch in einem Modell berücksichtigen:


    - Leistungssport und Breitensport -> Ligensystem (feste Mannschaften) und Freizeitcharakter (Spieler aus unterschiedlichen Mannschaften)


    zum Freizeitcharakter: ich habe früher auch in einer normalen und einer Freizeitmannschaft gespielt - warum nicht? Und wenn ich an die S04 Jungs in Oberhausen denke, zocken die auch mal gerne mit Freunden - und die Freunde zocken auch gerne mit ihnen. Was aus meiner Sicht beiden zu Gute kommt.


    Meine Wahrnehmung besonders im Breitensport ist, dass es von U15-U19 immer mehr SG und JFG gibt. Kaum ein Verein hat noch eigene Mannschaften oder diese werden zusammen geholt.


    Mal ganz revolutionär: warum bietet man nicht 5er, 7er, 9er und 11er Ligen an, anstatt Kreisliga - Kreisklasse - Gruppe?

    Sir Alex : ich greife deine Punkte mal für neue Modelle auf.


    - Freunde treffen sich am Freitagabend -> Freitag wird zum Spieltag - vor dem Treffen mit den Freunden oder Donnerstag anstatt dem 2. Training (Wochenende ist frei)

    - 3-4x eine Verpflichtung -> man trainiert nur noch einmal und spielt einmal (2 Verpflichtungen) oder es gibt nicht wöchentlich ein Spiel, sondern 14-tägig ein Turnier (evtl. auf Kleinfeld anstatt auf Großfeld; und warum nicht im Champions League Modus wie bei den Kleinen? - dann muss man nicht so lange warten)

    - Treffen sich beim Beachvolleyball, Streetball usw. -> warum? kein Leistungsdruck, unterschiedliche Teams von Spiel zu Spiel, etwas ausprobieren ohne Trainer - was sind die Gründe? Fußball kann man auch mit "Beach" und "Street" spielen

    - kommen die Jugendlichen nicht zum Fußballplatz, muss halt der Fußballplatz zu den Jugendlichen kommen - z.B. im Grünen, am See (geht mit beweglichen Toren)


    Mit den bisherigen Vorgaben und Modellen werden wir keinen Umschwung schaffen. Was könnten neue sein? Gibt es hier auch Jugendliche, die mitlesen? Deren Meinung würde mich besonders interessieren - wer fragt die? Werden die in das Vereinsleben mit eingebunden und können sich dort verwirklichen?