Beiträge von let1612

    R. Grindel ist DFB-Präsident. Er ist der Chef unseres Nationaltrainers. Und er äußert dies in einem DFB Journal. Da erwarte ich, wenn er sich schon zur sportlichen Neuausrichtung äußert, dass es auch die des DFB ist. Und das man dies dann auch sieht bzw. nachvollziehen kann.


    Was fehlt dem deutschen Spiel? Tore. Wo sind die Torjäger? Früher waren es Seeler, Müller, Rummenigge, Hrubesch, Klinsmann, Völler, Podolski und zuletzt Klose. Thomas Müller, Mario Gomez und Andre Schürrle (Platz 25 - hätte ich nicht vermutet) sind die 3 noch spielenden Torschützen in der Liste.


    Timo Werner ist als Torjäger bekannt - war z.B. Torjäger in der U19 Bundesliga Süd 2012/13. Wurde letztes Jahr 6. mit 13 Treffer. Das Jahr davor 4. mit 21 Treffern. Wer gilt zur Zeit noch als deutscher Torjäger? Uth, Füllkrug, Petersen? Wer schießt heute die Tore in den U19 Bundesligen und wo bzw. wie werden sie bei den Herren eingesetzt?


    Wenn ich mir die Torjäger so anschaue: wie bilde ich einen Spezialisten aus? Für mich sind die obigen Namen alles unterschiedliche Typen.


    Dann zu Positionen: welches Spielsystem wird in den nächsten Jahren die Oberhand gewinnen? Mit wie vielen Stürmern wird gespielt? Früher waren es mal 5, 3, 2 und jetzt sind wir bei 1. Zwischendurch bei 0 mit der "falschen 9".


    Übrigens werden die Torjäger nicht nur in der Bundesliga und Nationalmannschaft gesucht - auch in den unteren Ligen sind sie begehrt. Wie können wir sie ausbilden? Und da sind für mich Begriffe wie Egoismus, Stärken oder Individualität zielführender als Position.

    RedDevil :


    Belgien bei der WM 2018:

    Januar - März: 6

    April - Juni: 9

    Juli - September: 4

    Oktober - Dezember 4

    Erste Jahreshälfte: 15; Zweite Jahreshälfte: 8


    Deutschland:

    Januar - März: 9

    April - Juni: 5

    Juli - September: 6

    Oktober - Dezember 3

    Erste Jahreshälfte: 14; Zweite Jahreshälfte: 9


    Frankreich:

    Januar - März: 8

    April - Juni: 3

    Juli - September: 6

    Oktober - Dezember 6

    Erste Jahreshälfte: 11; Zweite Jahreshälfte: 12

    Mbappe: Dezember


    Kroatien:

    Januar - März: 9

    April - Juni: 6

    Juli - September: 5

    Oktober - Dezember 3

    Erste Jahreshälfte: 15; Zweite Jahreshälfte: 8
    Modric: September


    Vielleicht sollten wir wieder mehr nach Frankreich schauen - wie schon Anfang des Jahrtausend.

    Im DFB Journal steht auf Seite 3: "Wir brauchen mehr Spezialisten auf den einzelnen Positionen; Spieler, die schon in der Ausbildung der Bundesliga-Vereine nicht vielseitig gut eingesetzt werden können, sondern auf einer Position überragend."


    Und dann wird beim Spiel am Dienstag von einem guten Neuanfang gesprochen und Spieler wie Kimmich (im Verein Rechtsverteidiger), Ginter (im Verein Innenverteidiger), Werner (im Verein Stürmer), Gnabry (im Verein Flügelspieler) usw. gelobt.


    Das passt für mich mit obiger Aussage nicht zusammen.


    Noch dazu bin ich kein Freund der Aussage. Heutzutage muss sogar der größte Spezialist in der Fußballregel (Torhüter) ein guter Fußballspieler sein und neben seinen Händen auch mit den Füßen mitspielen können.

    Übrigens ist Abseits vom Ball und nicht vom Mitspieler abhängig ;-) (hinter dem Ball bin ich nie im Abseits) - es ist nämlich (wenn auch wahrscheinlich sehr selten) möglich hinter dem Passgeber, aber vor dem Ball zu sein -> und dann wäre es Abseits


    Zum Torabschluss im 16er ("in the box") gefällt mir das Video von Matthias Lust (ITK 2018)

    und das führt dann zu Bildern wie diesem von der MFS gepostet - wenn die Größen- und wahrscheinlich auch Altersunterschiede aller Spieler so aussehen, frage ich mich: muss das sein? Und wem bringt das etwas?

    Ist es ein pubertärer Einzelfall, dann kann man ihn nicht ändern.

    bei Wahrnehmung könnte ich mir z.B. Sehtest oder Tests mit der VR-Brille vorstellen. Evtl. auch Life Kinetik Übungen Erfolgsquote

    Handlungsschnelligkeit: z.B. Reaktionstests

    Stress Tests gibt es auch.


    Was sind die Kriterien für Spielintelligenz? Wie kann ich die jemandem zusprechen, wenn es keine Kriterien gibt?



    Der RAE tritt durch ein objektives Einteilungskriterium auf: Geburtsjahrgang.

    Diesem will man jetzt mit subjektivem Sachverstand entgegen wirken? Was ist der subjektive Sachverstand? In Bezug auf Fußball könnten das Trainerlizenzen sein? Aus meiner Sicht: Nein, durch eine Trainerlizenz entsteht keine einheitliche Beurteilung von Spielern. In Bezug auf die Entwicklung des Kindes die Meinung der Eltern? Die wollen immer das Beste für das Kind - ist das wirklich auch immer das Beste?

    Mir persönlich wären da objektive Kriterien lieber. Nicht eines sondern eine Sammlung und Gewichtung von mehreren. Auf Anhieb fallen mir da z.B. folgende ein:

    Fußball: Größe, Gewicht, Schussgeschwindigkeit, Schnelligkeit mit und ohne Ball, Koordination, Sprungkraft u.a.

    Sozial: Geschwister, Schulstufe, Kontakte zur Altersklasse außerhalb des Fußballplatz, geistige Entwicklungsstufe u.a.

    Dieses Ergebnis könnte man dann nehmen und damit Einteilungen nach oben (älterer Jahrgang) und unten (jüngerer Jahrgang) objektiv zu begründen.

    und du unterstellst in der Gruppe der stärkeren gäbe es keine Entwicklung

    Falls das so bei dir angekommen ist, möchte ich sagen, dass es so nicht gemeint war. Zum einen schreibe ich nur von den Kompensationsstrategien und zum anderen von wenig und nicht von keinen.


    Was heißt physisch stark? groß, schnell, kräftig? -> Körper

    Was heißt technisch stark? Dribbling, Passqualität, Schusstechnik, Ballan- und mitnahme? -> Fuß

    Worunter fällt Spielintelligenz und Antizipation? -> Kopf


    Was davon kann ich beim Funino gewinnbringend einbringen? Was wird durch Regeln (kleine Tore, Schusszone, Spielfeldgröße usw.) schon "kompensiert"?


    durch die direkte Konfrontation die im 3vs3 häufiger stattfindet als im 7vs7.

    Ich würde sagen, dass ich bei Kompensationsstrategien gerade nicht diese "direkte" Konfrontation suche, sondern "indirekte" (2. Ball; Passspiel; Antizipation; Spekulation).

    „In der C-Jugend war ich mit einer Berliner Auswahl in Schweden, und weil alle Innenverteidiger verletzt waren, musste ich aushelfen. Das hat hervorragend geklappt, weil ich immer instinktiv wusste, was die Stürmer vorhatten. Seitdem bin ich Abwehrspieler.“

    Quelle und Auflösung

    Sorry, bei den Bällen komme ich nicht mit.


    Ich nutze z.B. kleinere oder leichtere Bälle im Training. D.h. die weniger Kräftigen können auch einen weiten Ball spielen. D.h. sie müssen nichts kompensieren. Beim schweren Ball sollten sie etwas anders machen - z.B. kräftiger Spieler schießt mit dem Spann hoch in die Mitte, schmächtiger Spieler mit der Innenseite in die Ecke (hat langfristig mehr Erfolg als beim kräftigen Spieler).

    mich hat das Wort: Kompensationsstrategien beschäftigt 😊


    Biete ich meinen Spielern die Möglichkeit diese zu entwickeln?


    Training:

    - Viel 1 gegen 1 -》wenig Kompensationsstrategien möglich

    - Techniktraining -》wenig Kompensationsstrategien möglich

    - Funino gleichstarke Mannschaften -》wenig Kompensationsstrategien möglich (weil nicht nötig)

    - Funino unterschiedliche Leistungsfähigkeit -》Kompensationsstrategien möglich ☺


    Spiel (7 gegen 7):

    - gleiche Spielzeit - nach Zeit ☺

    - Positionsrotation - mache ich, aber in Bezug auf das Thema könnte ich da mehr machen (Beispiel: ich habe einen 29.12. in meinem Kader. Er geht selten ins 1 gegen 1. Spielt meistens den Ball schnell weiter. Wenn er Torhüter spielt hat er eine gute Spieleröffnung. In defensiv Zweikämpfen wird er meistens überlaufen. Somit wechsel ich ihn meistens im Sturm oder Mittelfeld ein, um ihn vor den verlorenen Zweikämpfen mit Torfolge zu schützen -》er kann keine Kompensationsstrategien entwickeln)


    Ich mache mir somit Gedanken, was ich ändern kann, um die Kompensationsstrategien der Kinder zu entwickeln.

    Hier kommt wieder die gespaltene Persönlichkeit ;)


    Ich erlebe z.B. bei meinem Sohn, dass wenn er gegen schwächere (meist jüngere) spielt, er mehr Tricks ausprobiert als wenn er gegen stärkere spielt. Und ja, gegen stärkere spielt er seinen Ball schneller ab als gegen schwächere. Auch kann ich ihn beobachten, wenn er gegen ganz kleine spielt, dass er es ähnlich macht, wie wenn ich gegen ihn spiele (ich für mich würde das (wenn ich mit meinem Sohn spiele) z.B. nicht als Unterforderung für mich sehen) - eher Spaß am Fußball (und da eignet er sich viel Ballgefühl an - Konzentration liegt eher auf dem Fuß und Ball). Gegen seine 2 Jahre ältere Schwester verlagert es sich eher nach oben (wie schirme ich den Ball ab, wie stelle ich meinen Körper usw.).


    Ich stelle mir aber auch die Frage, wo fängt Unterforderung/Überforderung an? Wann bin ich im Flow (Modell von Csíkszentmihályi)? Und dazwischen gibt es noch viele weitere Zustände.


    Argumente pro "hochziehen":

    - von den Älteren lernen (übrigens nicht nur fußballspezifisch ;))

    - durchsetzen gegen körperlich und geistig weiterentwickelte Spieler

    - ansonsten keine Spielmöglichkeit

    - zwischenmenschliche Probleme (gibt es übrigens bei uns im Verein auch - jedoch nicht bei mir in der Altersklasse :)) oder Vereinfachung von Familienorganisation (Geschwisterkinder)

    - die NLZs machen es auch (teilweise mit ganzen Jahrgängen)


    Argumente conta "hochziehen":

    - unterschiedliche körperliche und geistige Entwicklung

    - Leistungsbeurteilung vs. Geburtsdatum

    - Kind nimmt anderem Kind den Platz weg

    - Förderung sozialer Fähigkeiten und/oder kognitiver Fähigkeiten vs. fußballerischen Fähigkeiten

    - Leistungsdruck

    - Bewegungserfahrungen (z.B. wird der jüngere Spieler auch an der Rotation im Tor beteiligt?)

    - anderes soziales Umfeld


    Woran werden den die fußballerischen Fähigkeiten der Kinder fest gemacht? An einer Trainermeinung? An einem Test? An einer wissenschaftlichen Untersuchung?

    Alters-Homogenität in verschiedenen Sportarten:

    Basketball: U10 - 2009/2010 (Quelle: http://www.bbvr.de/altersklassen/)

    Turnen: E-Jugend - 2009/2010 - erweitert durch Talentförderung 2011 (Quelle: https://ammersee-sportverein.d…hp/sport/wettkampf-turnen)

    Fußball: U9 - F-Jugend - 2010/2011

    Badminton: U9 - 2010/2011 (Quelle: https://www.badminton-nrw.de/index.php?id=1637) - meistens wird allerdings in Schüler (Jahrgang 2004 und jünger) und Jugend (Jahrgang 2000 und jünger) aufgeteilt

    Handball: Minis - 2010/2011 (Quelle:

    https://www.bhv-online.de/bezi…ern/spb/saison-18/19.html)


    Eine sportwissenschaftliche Erklärung dafür wird es wohl nicht geben. Die einen sind mit den geraden U (10, 12, 14 usw.) und die anderen mit den ungeraden (9, 11, 13, 15 usw.) unterwegs. Alle halten sich allerdings an den 01.01. - ist wohl der Einfachheit und dem internationalen Gedanken geschuldet.