Beiträge von let1612

    Constantin : welche taktische Maßnahme kannst du nur im 11 gegen 11 trainieren? Mir fällt keine ein. Wenn der nächste Schritt 11 gegen 11 ist, warum trainieren dann Bundesligamannschaften nicht im 13 gegen 13 oder 15 gegen 15? Für eine Bezirksligamannschaft kann ich es sagen - man ist als einzelner weniger gefordert.

    Ich bin bei dir, dass 11 gegen 11 komplexer ist als 9 gegen 9 (vom Einfachen zum Komplexen). Wie sieht es aus bei vom Leichten zum Schweren, vom Bekannten zum Unbekannten und vom Sicheren zum Risikoreichen? Diese Punkte sind oftmals bei den Jungs noch nicht ausgereizt.

    Und sind die Jungs wirklich die Begabten (Begabtenförderung)? Warum fallen auf dem Weg nach oben dann so viele noch raus?

    Aus meiner Sicht fördert dieses Verhalten den RAE enorm. Die Vereine versuchen dann 4er Kette, Diagonalpässe usw. - selbst wenn einer kognitiv stark ist, kann er das physisch nicht kompensieren bzw. ausführen.

    Der Einzelne wird weniger gefordert - weniger Ballkontakte, weniger Zweikämpfe usw.


    In meiner Definition gehören allerdings die von dir erwähnten Altersgruppen auch schon zur Jugend und nicht zu den Kindern. Somit müsste sich die Kommission dafür nur begrenzt Gedanken machen.

    EnterTrainer : zum Thema Vorbilder habe ich hier schon geschrieben - Frustabbau-Thread


    Fußball wie er im Fernsehen läuft:

    - 11 gegen 11 und auf große Tore: Kinder würden es machen (zu meiner Zeit wurde in der E-Jugend noch 11 gegen 11 und mit Abseits gespielt; ab D-Jugend auf das große Feld und die großen Tore)

    - nur 3x wechseln - auch das gab es früher


    Dinge, die den Kindern gefallen und ich auch schon selbst gemacht habe oder erlebt habe:

    - Spiel mit Gespann (Schiedsrichter und Linienrichter)

    - Musik beim Einlaufen

    - Mannschaftsaufstellung und Torschützen per Mikrofon

    - Hymnen vor dem Spiel

    - Auszeichnung des besten Spielers

    - Konfettiregen und Nebelshow bei Siegerehrungen

    - Meisterschafts-T-Shirts

    - Fanclubs beim Spiel


    Ich frage mich, will ich "Event-Kinder" oder "Fußball-Kinder" heranwachsen sehen? Muss ich alle Wünsche der Kinder bedienen? Oder sollen sie nach etwas streben, dass man erst später bekommt? Entwickeln die Kinder dadurch eine Leidenschaft für den Fußball oder im Mittelpunkt stehen?

    zum Thema Vorbilder: da dachte ich weniger an Nationalspieler, die mit dem Spiel groß wurden als viel mehr an die NLZs, DFB und die DFL

    Beispiele:

    - NLZs nehmen mit ihren F- und E-Jugendmannschaften nur noch an FUNino-Festivals teil oder veranstalten selbst welche

    - die Einlaufkinder spielen in der Halbzeit das Spiel

    - Vor- oder Einlagespiele werden so durchgeführt (nicht nur einmal sondern immer)

    - Zuschüsse bekommen nur die Vereine, die sich zu der Spielform bekennen und sie auch spielen

    -> Kinder und Eltern sind auch Zuschauer im Stadion und wenn sie dort nur das sehen, probieren sie es auch eher aus und machen es mit


    zum Thema Neustrukturierung/Konzept:

    - es wird nicht nur FUNino bindend eingeführt, sondern auch FORMino, 5er, 7er und 9er Fußball - und das gilt auch für die NLZs. Wenn die Spielformen besser sind, sind sie es für alle Spieler in dem Alter. Warum kommen Vereine darauf Spieler hochzuziehen, mit der E-Jugend sich bereits bei der D-Jugend zu melden, so schnell wie möglich 11:11 zu spielen usw. - weil sie den NLZs nacheifern (Vorbild).

    - es muss ein Konzept her, das langfristig und nachhaltig ist - die Fair-Play-Liga ist das nicht, die wird nur in der F-Jugend gespielt (zumindest in Bayern) und in der E- bzw. D-Jugend ist von Fair-Play nichts mehr übrig (ich bin übrigens auch ein Fan der Fair-Play-Liga und hätte keine Bedenken diese auszuweiten bis mit Abseits gespielt wird - wenn sie schon eingeführt ist).


    zum Thema Ausbildungsentschädigung:

    - heute gibt es erst ab der D-Jugend eine Ausbildungsentschädigung -> alles darunter wird nicht belohnt und honoriert => also auch nicht FUNino (das zeigt deutlich den Stellenwert des Kinderfußball)


    zum Thema Saison:

    - eine Weltmeisterschaft wird in 4 Wochen gespielt und ist auch interessant (da brauche ich keine Saison)

    - Turniere oder Festivals sind in einem Tag durch - warum muss man Monate für eine Tabelle spielen (bei uns ab E-Jugend)


    zum Thema Verbandsstrukturen:

    - eine vielseitige Sport- und Bewegungserfahrung ist aus meiner Sicht kindgerechter als eine Spezialisierung

    - warum nicht ein FUNino-Festival mit Fußball, Hockey und Handball zum Beispiel

    Zum Thema Dropout habe ich eine andere These: Umso früher Kinder mit dem Fußball beginnen, umso früher hören sie damit wieder auf.


    Taktiker_95 verlinkt in diesem Artikel auf eine Dissertation, in der nach Allgemeine Grundausbildung, Nachwuchstraining (Grundlagentraining, Aufbautraining, Anschlusstraining), Hochleistungstraining unterschieden wird (S. 16). Im Bereich des Grundlagentraining und Aufbautraining wird jeweils von einer 3-jährigen Phase gesprochen. Nehme ich die Abbildung 3 auf Seite 21 dazu, kommen nochmals ca. 3 Jahre Grundausbildung dazu. Das macht insgesamt ca. 9 Jahre.


    Meine Beobachtung ist, dass der Dropout in den vergangenen Jahrzehnten sich nach vorne verlagert hat. War er früher beim Übergang in den Aktivenbereich, ging es über die A- zur B-Jugend, erleben wir heute das Phänomen bereits in der C-Jugend. Früher ging das Fußballspielen in der E-Jugend los (+ 9 Jahre - Übergang Aktive), dann in der F-Jugend (+ 9 Jahre - B-/A-Jugend) heute Bambini/G-Jugend (+ 9 Jahre - C-Jugend) - zum Glück geht nicht mehr viel früher ;) (bei 3-4 Jahren müsste Schluss sein). (die Abbildung 3 auf Seite 21 fängt erst bei 7 Jahre an - da haben viele Kinder heute schon eine 3 jährige Fußballlaufbahn hinter sich)


    Und jetzt kommt FUNino (für mich ganz klar besser als 7 gegen 7). Das führt aus meiner Sicht dazu, dass die Vereine und Trainer noch mehr dazu tendieren immer jüngere Kinder in Wettkämpfe/Festivals zu schicken, weil es kindgerechter ist. Damit verlagert sich allerdings das Anfangsalter der Kinder noch weiter nach vorne und aus meiner Sicht auch der Dropout.


    Ich bin ein klarer Befürworter von FUNino, aber zweifel stark daran, dass es den Dropout verhindert - da wären andere Maßnahmen am Trainings- und Spielbetrieb in der Jugend aus meiner Sicht sinnvoller.

    Wer von euch hat Erfahrung mit Lizenzverlängerungen nach Ablauf von 3 Jahren? Mir wurde gesagt, dass die Lizenzverlängerung dem Übungsleiter dient und man einen C-/B-Schein nicht verlieren kann. Das würde bedeuten, dass man nach Jahren wieder eine Fortbildung macht und dann seine Lizenz verlängert bekommt. Stimmt das?

    Deshalb macht aus meiner Sicht auch ein "WIEDEREINSTEIGER-LEHRGANG FÜR ÜBUNGSLEITER" einen Sinn - gilt der dann auch für die Lizenzen?

    Nach dem Motte 20 Stunden alle 3 Jahre oder 30 Stunden nach mehr als 3 Jahren. Wer kann dazu etwas sagen?

    Falls jemand am Wochenende Fußball mit Bande online sehen will: Göttingen

    Sind die Banden bei den großen Turnieren Tradition, scheuen NLZs Futsal oder ist es eine falsche Wahrnehmung von mir, dass diese Turniere meistens mit Bande gespielt werden?

    Handball: Henning Fritz

    "Wirklich geholfen hat mir aber nur "frequenzmodulierte Musik"."

    Quelle: t-online.de

    Kannte ich bisher noch nicht. Auch die Ansätze zur Belastungssteuerung sind interessant und wären evtl. auch für Fußball-Fans begrüßenswert (z.B. 2. Liga: am Freitag gegen St. Pauli und am Sonntag gegen den HSV - ein Wochenende in Hamburg )

    "Für mich war es zum Beispiel sensationell, dass ich junge Spieler aus dem Ausland gesehen habe, die überragenden Fußball gespielt haben und die mit Drucksituationen stark umgegangen sind. Das müssen wir analysieren und erkennen, was eben bei diesen Spieler in jungen Jahren trainiert wird."

    Quelle und Auflösung

    Fechter : soll ich ein paar Videos mit der "sicheren" Anspielstation (z.B. Torwart - mir fällt da spontan Zieler ein) bei youtube suchen?

    Wer gibt mir die Sicherheit, dass bei einem Abspiel/Pass ein Tor entstanden wäre?

    Warum coachen die wenigsten Trainer den Stürmer nicht im 1 gegen 1? Z.B. Finte war zu nah/fern zum Gegenspieler, Tempo war zu gering usw. und fordern ihn auf, dass auszuprobieren? -》dann geht er beim 4. Mal vorbei und macht das Tor.


    Meine Antwort: sie können es nicht und sie sind ergebnisgesteuert! Ich gehe davon aus, dass bei min. 60% der Spiele das Ergebnis egal ist - die spielen im "Niemandsland" der Tabelle (egal ob Kinder (sowieso zweifelhaft), Jugendliche oder Erwachsene). Spieler weiterentwickeln geht aus meiner Sicht anders.

    Ballaufpumper : ich hoffe mal, dass wir nicht auf die Überschüsse der EM 2024 warten müssen ;)

    Ich frage mich aber auch, ob es immer die beste Qualität sein muss. Ich spiele im Training mit Popup-Toren für ca. 50 Euro für 4 Tore (ein FUNino Spielfeld) - gehen wir von 3 vs. 3 (+ jeweils 1 Rotationsspieler aus), sind das ca. 50 Euro für 8 Kinder. Laut DFB Statistik 2018 gibt es 1.343.310 Mitglieder bei den Junioren bis 14 Jahre (dfb.de). Bei Gleichverteilung (2G, 2F, 2E, 2D 1C) könnte man durch 9 teilen (1.343.310/9=ca. 150.000 pro Jahrgang). Nehmen wir 4 Jahrgänge mit FUNino (1G, 2F, 1E) wären das 4*150.000=600.000. 600.000/8=75.000 FUNino-Felder * 4 Tore bzw. 50 Euro = 300.000 Tore oder 3,75 Mio. Euro (knapp über ein Zehntel der Minispielfelder - FAQ zu Minispielfelder). Das wäre mir lieber als Tore für 1.000 Vereine (bei 24.742 Vereine im DFB).


    Gegenargument:

    Popup Tore für Funino - Erfahrungen gesucht - dann kosten die 4 Popup-Tore 100 Euro und wir sind bei 7,5 Mio. (Kosten: 1/4 der Minispielfelder)

    fussipapa : wer in der Kommission ist, ist mir nicht bekannt (außer Herr Lochmann). Im Artikel werden auch die Jugendbeiräte angesprochen - hier denke ich, dass es sich um den DFB-Jugendausschuss handelt. Dessen Vorsitzender Herr Pothe möchte sich in "seiner zweiten Amtszeit verstärkt dem Thema „Drop-Out im Jugendfußball“ und möglichen Lösungsstrategien widmen" (Quelle: dfb.de (September 2016)).

    Transparenz ist für mich allerdings etwas anderes ;) - und ob man durch FUNino im Kinderbereich den Drop-Out im Jugendbereich verhindert, ist für mich stark diskussionswürdig.