Beiträge von let1612

    "Es geht im Sport nicht darum, zu gewinnen, sondern darum, das Beste herauszuholen."

    "Was in Spanien nicht vorkommt, ist, dass eine Kindermannschaft 18 Spieler hat. In Spanien haben Mannschaften in solchen Altersgruppen zehn, vielleicht zwölf Spieler, und die sind immer da. Hier fahren viele Kinder am Wochenende weg, unternehmen etwas anderes - es wird alles lockerer genommen, nach dem Motto: Wenn ich mal nicht dabei bin, ist das auch nicht schlimm."

    Trainer Aito (Basketball; Alba Berlin)

    Quelle: Süddeutsche Zeitung; S. 43; 17.05.2019


    Sind die Kader im spanischen Kinderfußball auch kleiner als in Deutschland?

    Meiner Ansicht bzw. dem Leistungsniveau hier im Norden nach kann jeder Spieler, der ein- bis zweimal die Woche vernünftig trainiert wird problemlos Kresiliga spielen.

    Mit der Aussage musst du aufpassen ;)

    Ich sagte in einer Jugendtrainer-Sitzung in einer Diskussion, ab wann auch Leistung zählen sollte und was unser Ziel mit den Jugendlichen im Verein ist (da kam auch das Argument Spieler für die 1. Mannschaft), dass ich jeden Spieler von der G bis zur A zu einem Kreisligaspieler entwickeln könnte. Wenn Augen töten könnten, wäre ich jetzt tot. Unsere 1. ist letztes Jahr aus der Kreisliga abgestiegen ;) - und einige haben eine engere Bindung zu den Spielern (komme aus dem Süden :))

    Hängt die Hinweise aus!

    z.B. am Ballschrank (Hinweise zu Luftpumpe, Flutlicht, Bewässerung); am Computer (Hinweise zu elektronischer Spielberichtsbogen, Passantrag, Formulare); in der Trainerkabine (Hinweise zu Trainingsgrundprinzipien; Trainerverhalten); bei den Toren (Hinweise zu Sicherheitsvorkehrungen) usw.

    Fußballgolf im Wald (Ziel kann ein größerer Eimer sein oder ein Loch im Boden)

    Bäume abschießen

    Tempodribbling: Rundkurs über Stock und Stein

    Trimm-dich-Pfad mit Ball (Dribbeln, Prellen und Einbau des Balls an den Übungen z.B. Leiter hangeln mit Ball zwischen den Füßen; Fußballtennis über den Balance Stamm) - die Kids sind da auch immer ganz kreativ

    2 Anmerkungen zu den Punkten von EnterTrainer :

    a) ein FUNino Festival kann ich alleine aufbauen. ein 7 gegen 7 auf E-Jugend Tore nicht - ich kann das E-Jugend Tor nicht alleine tragen.

    b) ob Straßenfussball immer auf 2 Tore gespielt wird und wurde, kann ich nicht bestätigen. Wir haben oft nur auf ein Tor gespielt (im Schulhof in der Pause sogar ausschließlich)

    Coach31 : nachdem ich bei einem heutigen NLZ in früheren Jahren groß geworden bin (Spieler und Trainer) und die heutige Entwicklung beobachte (private Erfahrungsberichte von Trainern (u.a. einem langjährigen - die gibt es auch); Spielern (noch dabei nicht aussortiert) und Eltern), würde mich interessieren, was du als positive Entwicklung und was als negative Entwicklung durch die NLZ siehst.


    Ich sehe positiv:

    - Internat bzw. Gasteltern (gab es früher beim VfB z.B. auch schon, jetzt aber flächendeckend und mit mehr pädagogischen Kräften (Professioneller))

    - ärztliche Versorgung

    - Trainingsbedingungen (z.B. Plätze, Ausstattung)


    Relativ neutral sehe ich:

    - dein Einwand Kontinuität von Trainern - auch früher war da oft keine Kontinuität, heute kommt da der NLZ Leiter noch dazu (die Jugendleiter früher waren meist länger im Amt - zumindest mein Eindruck)

    - Professionalität von Trainern (Geld erzeugt auch eine gewisse Abhängigkeit - es gab aber auch schon früher Geld)


    Eher negativ sehe ich:

    - Spielbetrieb (Reisen auch schon in jüngeren Jahren; Balance zwischen Schule, Freunde und Sport)

    - Trainingshäufigkeit (Verletzungsanfälligkeit, trotz besserer ärztlicher Versorgung; keine Abwechslung (z.B. andere Sportart))

    - Druck ist aus meiner Sicht gestiegen (z.B. Halbjahresgespräche; Scouting)

    - Konzentration auf den Fußball (vieles wird den Kindern abgenommen bzw. irgendjemand kümmert sich darum)

    Die Kinder, die in den Verein kommen, wollen definitiv Fußball so spielen wie die Großen und zwar auf 2 Tore und nicht Funino auf 4 Tore mit ggf weiteren Provokationsregeln.

    Auch hier bitte eine Quelle.

    Stand heute würde ich sagen, dass man dazu keine Quelle benötigt, weil die Kinder (und viele Erwachsene) FUNino nicht kennen. Sie haben allerdings evtl. schon mal ein Spiel gesehen oder zumindest einen Sportplatz (und da stehen meistens auch nur 2 Tore).


    Die Aussage kommt von mir, der den "Jünger" Begriff für sich selbst hier einführte und der im nächsten Ferienprogramm FUNino (Überschrift) anbietet ;)


    Aber ich sage auch, dass die Kinder bleiben, auch wenn man nur auf 4 Tore spielt :)

    Goodie : ich glaube, die Parteien sind gar nicht so weit auseinander. Nehmen wir EnterTrainer . Ich finde es super, dass er seine Fragen an Matthias Lochmann gestellt hat und ich fand auch die Antworten super.

    Ich erinnere an einen Post von EnterTrainer: Funino - Startschuss in Bayern

    Er hat nun mehr Argumente, um seine Überzeugung für Bambinis/G-Jugend zu unterstützen. Auch hat er mehr Argumente für ein 4+1 in der F-Jugend bekommen. Wir sind durch die Kommunikation somit aus meiner Sicht weiter aufeinander zu gegangen. Veränderungen gehen nicht von heute auf morgen.


    Meine Beobachtungen und Gedanken:

    - verbietet G-Jugendliche in der F-Jugend zu melden: somit hätten alle G-Jugenden an den Wochenenden Zeit

    - Was wäre, wenn der Verband weder Funino noch 7 gegen 7 anbieten würde? Was würde passieren? Ich habe für nach der Runde im Juli zig Turniereinladungen.

    - Warum spielen wir nicht 3+1 und Funino auf 2 Feldern nebeneinander? bzw. ist die Vorgabe des Verbandes, es muss eine Spielform gefunden werden, die den Einsatz aller Kinder gleichzeitig gewährleistet.

    - Warum besteht die Wettkampfform nur aus einer Variante? Warum nicht noch einen Slalomparcours, Zielschießen, Fußballgolf oder Sonstigem mit aufnehmen?

    - 11 von 12 Eltern waren bei mir zufrieden, dass es 3-4 Trainingsvergleiche (Funino) und 4-6 Turniere (Halle und Feld) in der G-Jugend gab - im Nachhinein: Anfangs gingen sie von einem Spiel pro Wochenende aus (hätten sie bei Nachbarverein bekommen -> keiner ging zum Nachbarverein)

    - und ja, ich spiele seit 2 Jahren auch 7 gegen 7 in der F-Jugend, weil ich am Wochenende sonst keine Gegner bekomme

    - im Training gab es bei mir noch nie ein E-Jugend-Tor (für mich übrigens ein interessanter Sprachgebrauch - keiner spricht von F-Jugend-Tor) - wir haben seit der G-Jugend nur einen Abgang (NLZ). Warum hören die Kinder nicht auf?

    Wir hatten letzte Woche bei uns in der Trainersitzung eine spannende Diskussion, die mich in den jetzigen Strukturen, dazu bringt hier zu schreiben, dass es aus meiner Sicht teilweise ein MUSS ist ergebnisorientiert zu handeln, um der Ausbildungsorientierung zu dienen.

    Beispiel: unsere D1 ist mit vielen Spielern (jüngerer Jahrgang) Tabellenerster (nur der ist aufstiegsberechtigt). Würde man hier nicht ergebnisorientiert Handeln, wären die Kinder im nächsten Jahr unterfordert (eher schlecht für die Ausbildung).

    Mir stellt sich dabei auch die Frage, warum es in der Jugend meistens nur einen Aufsteiger gibt? Ist das in den jetzigen Strukturen wirklich nicht anders zu lösen?

    Der Festivals Ansatz gefällt mir natürlich besser als die jetzigen Strukturen.

    Im Turnen gibt es bei den Wettkämpfen eine Einteilung in Breitensport und Leistungssport (olympisch).

    Das führt zu unterschiedlichen Wettbewerben und Anforderungen an die Übungen.


    Im Fußball ist das bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Förderliga, Talentliga) einheitlich.


    Matthias Lochmann schreibt im anderen Post zu den Wettkampfstrukturen:

    "Es geht darum einen Stufenplan zu etablieren, der zum 11 gegen 11 bis zum 15 Lebensjahr führt, da ab diesem Alter die psycho-/physischen Entwicklungsmerkmale des Menschen so ausgebildet sind, das die Komplexität des 11 gegen 11 angemessen bewältigt werden kann. Das Konzept G, F, E, D, C, B, A ist historischer Natur. In den Leistungszentren ist dies schon lange aufgebrochen. Dort wird jahrgangsweise gearbeitet, wie in Schulklassen. Noch sinnvoller ist es nach Entwicklungsstand zu gehen und Kinder mit gleicher physischer sowie technisch/taktischer und mentaler Leistungsstärke in Gruppen zu trainieren und spielen zu lassen. Dies zu steuern und zu organisieren ist jedoch komplex und kollidiert an vielen Stellen mit der aktuellen gesellschaftlichen Wirklichkeit. Unser Vorschlag ist daher ein Kompromiss aus reiner Lehre und bestehender Struktur."


    Nehme ich die Realität im Fußball sehe ich für viele Vereine eine große Problematik ab U14/U15 2 Mannschaften zu stellen - noch dazu ab U15 mit 11 Spielern (schließt ja dann U16/17/18/19) ein. Hier wird sich in der A-Jugend über Norweger Modell und Flexliga in den unteren Klassen unterhalten. Wäre es da nicht besser, wenn man sich auch über eine Zweiteilung (Breitensport / Leistungssport) im Fußball Gedanken machen und das dann auch in die Wettkampfstrukturen und Regeln aufnehmen würde?

    Mich nerven Vereine und Trainer, die G-Jugend-Mannschaften in der F-Jugend melden, weil es für G-Jugendliche kein Spielbetrieb gibt. Das macht weder den F- noch den G-Jugendlichen Spaß.

    Matthias Lochmann : Danke für Ihre Antwort

    Die Frage in Bezug auf die NLZs bezog sich auch auf den Altersbereich U12-15. Der Punkt h) wurde ja durch diese in der Jugendspielordnung aufgenommen:

    "h) Förderligen: Für die Bundesliga Nachwuchsleistungszentren können vom VJA für die U 13 und U 14 Junioren Förderligen eingerichtet werden."


    Eine weitere Frage zu diesem Bereich: Was hat Sie dazu bewogen die U14 und U15 zu unterscheiden? U6/7 (G-Jugend), U8/9 (F-Jugend), U10/11 (E-Jugend) und U12/13 (D-Jugend) deckt sich mit dem bisherigen System. In der C-Jugend hätten wir 2 unterschiedliche Spielformen.


    Im Bereich G-, F- und E-Jugend (FUNino, FORMino, 5) bin ich ein "Jünger" von Horst Wein und Ihnen - hier gehe ich auch davon aus, dass es sich durchsetzen wird, weil auch die NLZs mitmachen oder in diesem Bereich teilweise keine eigenen Mannschaften anbieten. Im Bereich D- und C-Jugend sehe ich das allerdings noch nicht, deshalb meine Fragen hier.


    Falls Sie sich hier auf den Kinderfußball konzentrieren wollen, kann ich auch mit ein Antwort: "Darum kümmern wir uns in 5 Jahren." leben. Danke.

    Als Ergänzung hierzu der Link aus

    Funino - Startschuss in Bayern :

    ruft man ihn auf steht dort: "Die neuen Spielformen ersetzen keinesfalls die aktuelle Spielform und die Einführung der neuen Spielform mit den entsprechenden Richtlinien ist ein erster Reformanstoß seitens des BFV. Vereine haben also ab Sommer die freie Wahl, beim "7-gegen-7" mit Torwart zu bleiben, oder neue Spielformen für sich auszuprobieren und zu etablieren." (zuletzt aktualisiert 28.03.2019)

    D.h. es muss nicht unbedingt Funino sein, auch andere Spielformen, die z.B. beim WFV schon länger gespielt werden, sind möglich.


    Meine Frage an Matthias Lochmann : die Überschrift lautet "Wettkampfstrukturreform im Kinder- und Jugendfußball". Die Ergänzung der Spielordnung bezieht sich auf G-, F- und jüngere E-Jugend - für mich ist das Kinderfußball (Sie können mich gerne korrigieren, falls ich hier (wissenschaftlich) falsch liege). Welche Strukturreformen sind für den Jugendfußball angedacht? Ich denke da an:

    - Auf- und Abstieg wird im Jahrgang mitgenommen - das würde aus meiner Sicht zu ausgeglicheneren Spielen führen und auch kleinere Vereine hätten die Chance mal höher zu spielen

    - 2 Runden (Herbst- und Frühjahresrunde) in einer Saison: was heute schon bei den F- und E-Junioren gemacht wird sollte auf die D- und C- Jugend ausgeweitet werden (in der A- und B-Jugend wird aus Spielermangel sogar vom Verband darüber schon nachgedacht)


    Da Sie gerade #16 veröffentlicht haben, ist meine Frage teilweise schon beantwortet. Liegen hierzu auch schon Pilotprojekte und Erfahrungen bei der U12-U15 vor?

    Sind da die NLZs auch Unterstützer dieser Spielform? (ich spreche da auf h) "Förderligen" in der Spielordnung des BFV an)

    aus meiner Sicht ein guter Bericht unter fupa.net


    Leider ist es in Bayern nicht verpflichtend, wie im Text geschrieben. Und nach ersten Informationen bekommt es unser Kreis (Augsburg-Land) nicht hin, ab Sommer damit zu starten - zumindest beim 5 gegen 5 für jüngere E-Jugend. Schade.