Beiträge von let1612

    Habe einige Jahre auf Kunstrasen mit Sand gespielt (war in den 90igern fast normal). Wie überall bzw. auf allen Belägen kommt es auf das Schuhwerk an. Schürfwunden waren allerdings fast normal bei Bodenkontakt - das soll ja heute besser sein.


    Beim Lesen der Posts habe ich mich gefragt, ob ihr schon mal nach "Made in ..." auf Bällen, Trikots, Popup-Toren oder Schuhen geschaut habt - und wie "umweltfreundlich" diese produziert werden und für wen die produziert werden.


    Hier mal ein Link zum Global Footprint Network - Vorbild Deutschland? Vorbild Europa?

    Und beim CO2 mit Platz 24 von 148 sind wir aus meiner Sicht auch nicht in einer Position um uns als Vorbild hinzustellen - Quelle: www.wikipedia.de

    Dirk W. : dass es eine Abwehr geben muss, ist selbstverstaendlich. Wie allerdings verteidigt wird, kann man aus meiner Sicht diskutieren. Und ob ich da hinter dem Stuermer oder Mittelfeldspieler stehen muss auch - v.a. spaeter auf dem Grossfeld. In Bezug auf die Orientierung und Entscheidungsfreiheit der Spieler ist es aus meiner Sicht kein "Muss" hinter einem Spieler zu verteidigen.

    Coach31 : stimmt, weder gesagt noch geschrieben ;) - es war meine Interpretation.

    Die FUNino Festivals werden bei G- und F-Jugend diskutiert. Vor 30 Jahren gab es nur einen F-Jugend Spielbetrieb. Das funktioniert seit Jahren. Was würdest du bei der G-Jugend als Spielbetrieb vorschlagen? Feste Strukturen und Gewöhnung gibt es da ja noch nicht und du erlebst es gerade mit deinem Sohn mit.

    Coach31 : bei vor 30 Jahren kann ich mitsprechen - ich habe das Alter dazu ;)

    - vor 30 Jahren (1990) gab es flächendeckend noch keine G-Jugend und an Spielbetrieb mit ihr dachten die wenigsten (man sprach meistens von Fußballkindergarten)

    - auch mit 11 gegen 11 auf das Großfeld ab der G-Jugend hätte Deutschland eine schlagkräftige Nationalmannschaft (bei 80 Mio. würde man da auch am Schluss 11 zusammen bekommen)

    - ja, es wurde auch mal 4 gegen 4 oder 3 gegen 3 gespielt (sogar 1 gegen1 und 2 gegen 2) - die Frage ist wie oft und was sonst noch die Trainingsinhalte waren (ich muss doch mal meine Trainingsdokumentation aus den 90igern veröffentlichen) - und wenn ich 40 Jahre zurück gehe, wird es noch schlimmer. Hatten erst kürzlich ein Treffen mit unserem Team und Trainer und da war schon interessant, was bei uns Spielern hängen blieb und was der Trainer behauptete.

    - Weltmeister werden und ausscheiden, ist für Deutschland auch nicht neu (1974 - 1978) - da war ich aber noch zu klein, um jetzt darauf einzugehen

    - bitte unterscheidet zwischen Breitensport und Leistungssport - die ambitionierten Teams machen Leistungssport (u.a. mit Selektion)


    Goodie : frag mal Erwachsene wenn sie vom Stadion heim kommen - da haben auch wir gewonnen, Spaß gehabt und 2 Tore geschossen ;) (bei einer Niederlage waren es die)

    feu92 : "Leute die kämpfen sind "Krieger"..." - ich glaube, dass Friedensaktivisten oder M. Luther King das nicht unterschreiben würden und die kämpfen (bzw. haben gekämpft) auch.


    Die Diskussion zeigt mir allerdings, dass wir auf unsere Kommunikation achten sollten. Ein Beispiel für mich: Ich kämpfe für FUNino, ziehe aber nicht in den Krieg gegen das 7 gegen 7.

    Oder: auch am "ganz normal" kann man arbeiten. Lieder wie "BVB Hur...söhne" oder "Schwarze S.." waren auch mal normal und müssen nicht sein. Konflikte gehören für mich in die Pädagogik, aber ob "Krieg" zur normalen Entwicklung (eines Jungen) dazu gehört, mag ich bezweifeln.

    Goncare : "Der wahre Kämpfer kämpft nicht, weil er die hasst, die vor ihm stehen, sondern weil er die liebt, die hinter ihm stehen." von Goncare würde mir besser gefallen.


    Für mich beinhaltet der Satz extrem viel Pädagogik (meine Interpretation) - ist wahrscheinlich auf den 1. Blick nicht zu sehen:

    - seid mutig

    - spielen

    - neugierig sein

    - selbst Entscheidungen treffen

    - Verantwortung übernehmen

    - Freude haben

    - Mannschaft, Zusammenhalt, Gemeinschaft


    Könnte aus meiner Sicht auch von einer guten Kindergärtnerin sein.

    Nehmen wir mal an, dass wie in Bayern FUNino in eurem Landesverband ausgerollt wird. Was würdet ihr von eurem Landesverband bzw. Kreisverband wünschen in Bezug auf die Einführung?


    Trainerschulungen? Festivals durch den Verband oder private durch die Vereine? Schnupperfestivals oder gleich eine komplette Veranstaltungsserie? Aufklärungsmaterial (Broschüren, Flyer, Digitale Medien usw.) oder Präsenzveranstaltungen? Konkurrenz zum 7 gegen 7 oder zusätzliches Angebot? (z.B. auch in Bezug auf den Spieltag - Samstag in Konkurrenz oder Sonntag zusätzlich) Überzeugung und Angebote gleich für zwei (bzw. 4) Jahrgänge - also G und F oder nur für einen? Mit welchem würdet ihr dann anfangen? G oder F? usw.


    Zur Organisation: viele Vorgaben oder wenige? Finanzierungsmöglichkeiten von Toren? Vorstellung Qualität von Toren? zeigen sämtlicher Möglichkeiten von Anfang an oder erst im Laufe der Zeit? usw.


    Was wäre für euch in der Kommunikationsstrategie wichtig?


    Und für die Skeptiker und 7 gegen 7 Anhänger: was würde bei euch zu noch mehr Unmut und Ablehnung führen? bei was könntet ihr euch vorstellen euch einen Schritt zu bewegen und eventuell "ein bisschen" teilhaben?

    Trainer E : korrekt. Eine halbe Stunde auf dem Trainingsplatz geht für mich nicht mal im Erwachsenenbereich - und ja, weder im Leistungs- noch im Breitensport.

    Andere Methoden z.B.:

    - Kooperationsspiele bzw. Aufgaben

    - nicht im E-Jugend-Bereich: Bootcamp

    - Gruppendynamische Spiele und Aufgaben

    - nicht im E-Jugend-Bereich: (Einzel)Gespräche (kein Monolog)


    Hier eine kleine Anekdote von mir:

    Hatte letzte Woche Training. Und seit ein paar Trainingseinheiten (ältere F-Jugend) stört es mich, dass ich Übungen und Spiele öfters erklären muss und sie dann nicht so ausgeführt werden, wie ich mir das vorstelle. Teilweise, weil sie sich stritten oder mit irgendetwas nicht zufrieden waren (ich könnte jetzt wahrscheinlich auch von Mentalität, Teamgeist oder Konzentration sprechen). Also holte ich die Kinder zusammen und hielt einen Monolog (wahrscheinlich ca. 2-3 min.). In dem Monolog sagte ich auch, dass mir meine Zeit zu schade ist, wenn die Kinder machen was sie wollen. Dann lies ich sie noch 1-2 min. für sich alleine zum Streit schlichten und mir mitzuteilen, ob sie weiter trainieren möchten.

    Die Kinder wollten weiter trainieren, nur meine Lust war noch nicht da. Also machte ich ein Spiel 5 gegen 5 um mich zurück zu nehmen. Das freute die Kinder - da dachte ich mir, ich kann sie für das Verhalten nicht belohnen und baute seitlich noch 2 Tore ein (da protestierte einer, warum wir nicht normal spielen können - wird EnterTrainer freuen ;-)).

    Warum erzähle ich das? Nach dem Training sagt ein Spieler in der Kabine zu meinem Sohn: "was glaubt dein Vater, wer er ist? Wir können auch ohne ihn trainieren." Gleicher Spieler erzählte zu Hause, dass "er ja seine Zeit opfere zum Training zu kommen und nicht der Trainer". :) - Recht hat er! Ist normal etwas für den Freudethread, weil die Kinder mitdenken und sich gegen das (Erwachsene)Verhalten wehren.


    Das "wir gewinnen sowieso Gefühl" werden sie aufgrund der Ergebnisse auch ohne deine Worte nicht mehr haben.


    Angesprungen bin ich auf "halbe Stunde" (zu lang), "ernst reden" (warum tröstet der mich am Wochenende, wenn er heute wieder drauf haut?) und "Siegesserie" (Ergebnis ist doch Nebensache - was passiert mit uns, wenn nun keine Siegesserie kommt).

    Ich denke, ich werde halbe Stunde vom Training dazu nutzen um mit den Kindern mal richtig ernst zu reden. Das letzte Mal als ich sowas gemacht habe, kam nämlich die Siegesserie.

    Das würde ich mir an deiner Stelle nochmals überlegen. Fußballtechnisch bringt sie das keinen mm weiter. Dem Einzigem, dem es etwas bringt, bist du selbst - und da gibt es aus meiner Sicht bessere Methoden als die Kinder "vollzulabern".