Stümperhafte Kontaktaufnahme von Bezirks-/Landesligisten

  • Ich finde, der Zeitpunkt des Wechsels ist primär maßgeblich: Während der Saison habe ich kein Verständnis dafür, nach der Saison werden die Karten neu gemischt, ein Vereinswechsel aus welchen Gründen auch immer ist dann akzeptabel.

  • Ich habe mal von einem Spieler und seinem Vater gehört, dass die Mannschaft ihm zu schlecht sei und er besser wäre, somit wechseln würde.

    Aber genau hier ist doch der Knackpunkt. Diese Aussage stammt doch eher vom Vater, als vom Spieler. Und da bin ich wieder bei dem Punkt, den ich vorher schonmal beschrieben habe. Bis zu einem bestimmten Alter, kann man Kindern keinen Vorwurf machen wenn sie wechseln.


    In deinem konkreten Fall ist der Vater doch unzufrieden und nicht das Kind selbst. Und da heutzutage oftmals die Eltern ihre große Chance wittern, müssen die Kinder halt einfach mitspielen. Ob sie wollen oder nicht! Egoistisch ist in diesem Fall nur der Vater.


    Was ich nicht nachvollziehen kann ist, das dieser Junge bei dir und deinem Team unten durch ist. Du als Trainer hättest den anderen Kids das doch genau so erklären können, wie du es oben anders formuliert wiedergibst.


    Spieler XY will die Chance bei einem anderen Team ergreifen. Er sieht dort für sich eine bessere Perspektive (hat nicht immer was mit der Spielklasse zu tun). Sollte er irgendwann mal den Weg zurück finden, dann freuen wir uns als Team, das wir einen guten Spieler wieder dabei haben.


    So hättest du die komplette Schärfe aus der Sache nehmen können und möglicherweise bald einen guten Spieler wieder bei dir im Team. Manchmal kommt es nämlich auch bei "ERFOLGSGEILEN ELTERN" zu dem Punkt, wo sie das Kind einfach spielen lassen. Und wenn dieses Kind dann den Wunsch hat wieder bei dir zu spielen, kannst du es doch gar nicht wegschicken.

  • Letztendlich ist das doch beides dieselben Gründe, nur dass das einmal höflich und einmal unhöflich kommuniziert wurde. Klar ist letzters unschön, aber es gibt halt viele Leute, die sich nicht benehmen können, das ist nicht nur im Fußball so.


    Als mein Sohn vor zwei Jahren seinen Heimatverein verlassen hat - am Ende der E-Jugend - da haben wir das natürlich auf erstere Art gemacht. Trotzdem sagte er mir unter vier Augen Dinge wie: "Der Spieler X kann immernoch kein Pass mit der Innenseite über fünf Meter spielen, mit links schon gar nicht." Oder: "Der Spieler Y wird immer dicker, der ist jetzt ja schon nach 5 Minuten platt". Ein nicht so gut erzogenes Kind äußert das dann halt öffentlich, wenn es zum Vereinswechsel kommt. (Im übrigen ist Y sein bester Kumpel, es gibt ja auch noch was anderes als Fußball.)

  • Ich hätte das so kommunizieren können, hätten Sohn und Vater das nicht selbst den anderen Eltern und Kindern schon gesagt.


    Da kommen Kinder zum Training und fragen ""Hat XYZ uns wirklich verlassen, weil er uns zu schlecht findet? Hat er nämlich in der Schule gesagt".


    Und in der Schule sagt das kein Vater, sondern das Kind selbst.


    Ich weiß schon, dass das vom Vater ausging, aber der Sohn hat es mindestens mitgetragen, wenn nicht sogar den Ausschlag gegeben.


    Und ich brauchte da gar nichts zu beitragen oder der Mannschaft erklären, dass hat die entsprechende Familie schon selbst getan.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg