Beiträge von coulibaly

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

    Das kann ich Dir leider nicht erklären.

    Vielleicht orientiert nab sich an den Grundschülern?

    Mit 12 ist man in dere Regel in der 6. Klasse

    Das ist aber reine Spekulation.

    Das kann man wahrscheinlich nicht verallgemeinern, aber wenn ich mir meinen älteren Sohn anschaue: Bis zur E-Jugend, im Vorstadtverein, da kamen praktisch alle Kids aus derselben Schule. Jetzt (C-Jugend Landesliga), da kommen die Jungs aus der gesamten Stadt + Umfeld, da hat man 22 Kids, die in 22 verschiedene Klassen (und mindestens 12 verschiedene Schulen) gehen. Das ist - denke ich - schon ein Unterschied. Und selbst in seiner alten Mannschaft im Vorstadtverein sind die Jungs mittlerweile auf alle möglichen Schulen veteilt (mehrere Gymnasien, IGS, Realschulen, einer geht auf eine kirchliche Schule usw..) Könnte mir vorstellen, daß solche Überlegungen da eine Rolle spielen.

    Bei den Stützpunkten, wo ich das in den Jahrgängen 2006 bis 2009 einigermaßen beurteilen kann (Niedersachsen), sehe ich nicht, daß man nur körperlich weit entwickelte Spieler fördert, im Gegenteil! Bei den Teams, bei denen ich die Geburtsdaten kenne, sehe ich auch eine vergleichsweise gleichmäßige Verteilung über das Jahr. Auf den Leistungstests wird seit einiger Zeit auch eingetragen, in welchem Quartal man geboren wurde.


    Bei den NLZs scheint es verschiedene Philosophien zu geben: Da gibt es welche, wo (übertrieben gesagt) kein 14-jähriger mehr kleiner als 1.80 m ist, bei anderen haben die Spieler eher Durchschnittsgröße.

    Natürlich gibt es dafür Gründe. Trotzdem muss man ja deshalb keine Regel einführen, die insbesondere für die Kinder von Nachteil ist.


    Es mag sein, daß das früher (oder in manchen Fällen auch heute noch) üblich ist, daß NLZ so auftreten, wie von Dir beschrieben, ich kenne das aber nicht so (von allen NLZs hier in Niedersachsen und auch bei Bremen). Und auch in den anderen Fällen ist es üblich, daß der Verein, der Interesse hat, den bisherigen Verein anschreibt. Da gibt es vielleicht auch mal ne Ausnahme, aber die großen Vereine machen das. Es sind mir ehrlichgesagt mehr Fälle bekannt, bei denen das andersherum lief: Also Verein A (C1 in Regionalliga) schreibt Verein B (C1 Bezirksliga) wegen Spieler XY an, und B sieht keine Veranlassung, das XY weiterzuleiten. Und dann wundert man sich, daß Vereine dann die Spieler oder ihre Eltern direkt kontaktieren.

    let1612: Mag ja sein, ich sprach ja auch von meinen eigenen Erfahrungen, hier (Kreis Region Hannover) ist es nur üblich, daß der Verein/Trainer informiert wird. Da braucht es keine Genehmigung, deshalb habe ich das auch noch nicht gesehen, außer bei Kids, die in Wolfsburg oder Bremen vorgespielt haben. Aber halt nicht von den Truppen, wo die 1. Herren relativ hoch spielt (Regional- oder Oberliga) und schon gar nicht in anderen Fällen. Hier ist es übrigens auch üblich, auf die Aufwandsentschädigungen zu verzichten (also bei den größeren Vereinen untereinander, außer natürlich bei einem Wechsel in ein NLZ).


    Ich halte es für einen ziemlichen Unsinn, daß Vereine Probetrainings verhindern können. Denn dieses Training dient ja nicht nur dem aufnehmenden Verein sondern auch dem Spieler. Ich habe es es zumindest schon erlebt, daß nach ein, zwei Probetrainings und einmal Mitspielen bei einem Freundschafsspiel o.ä. der Spieler nicht wechseln wollte, weil es nicht passte, der Trainer komisch war, oder was auch immer. Wenn der Wechsel dann "blind" vonstatten gegangen wäre, hätte man eine unschöne Situation, die man durch "Beschnuppern" hätte vermeiden können.

    Zustimmung zu deinem Posting, aber einen Hinweis zu diesem zitierten Satz: Es gibt Landesverbände, die ein unangemeldetes Probetraining verbieten. D.h. der Verein, der einen Spieler probehalber mittrainieren lässt, muss sich von diesem die schriftliche Genehmigung des Stammvereins des Spielers geben lassen, da sonst Sanktionen vom Verband drohen. Vollkommener Humbug in meinen Augen, zumal im Nachwuchs. Aber leider Realität....

    Okay, ich dachte immer, daß der Verein informiert wird, ist einfach eine Frage des respektvollen Miteinanders. Manche NLZs haben auch Vordrucke, in denen der aktuelle Verein seine Zustimmung gibt. Bei einem Nicht-NLZ-Verein habe ich das allerdings noch nie gesehen. Ist halt (wie alles) in jedem Verband anders.

    Laut NFV (https://www.nfv.de/recht/entschaedigung/fuer-amateurspieler/) komme ich bei deinem genannten Beispiel auf 700 Euro. Die 1.400 Euro wären für einen U16-Spieler fällig.


    Wir können aber festhalten, dass ich mit den in den Raum geworfenen 200€ wahrscheinlich zu niedrig gegriffen habe, es aber auch keine Rolle spielt, da die Abmeldung seitens des Threadstarters ja nun schon durch ist.

    Sorry, stimmt, das Beispiel, das ich im Kopf hatte, war nach der C-Jugend, also U16.

    In Niedersachsen (und wahrscheinlich auch sonst), können das auch mal mehr als 1000 Euro sein, wenn die erste Herren des aufnehmenden Vereins entsprechend hoch spielt (bei Regionalliga und Wechsel nach dem ersten Jahrgang der C sind das etwa 1400 Euro...).


    Gründe für Vereinswechsel kann es viele geben: Das fängt bei unfähigen, cholerischen Trainern an (davon gibt es ja leider mehr als genug), geht über die Bedingungen im Verein (z.B. Training im Winter: Einmal pro Woche ne halbe kleine Halle oder dreimal die Woche draußen auf Kunstrasen?) und schlicht die Spielklasse. Ich weiß ja, daß es einige Trainer gibt, die Wechsel irgendwie grundsätzlich blöd finden, aber warum sollte z.B. ein 13 jähriger guter Stützpunktspieler in der C plötzlich unterste Liga spielen, wenn er ergeizig ist und drei Klassen höher in einer guten Mannschaft ein Leistungsträger sein kann? Aus den letzten Gründen ist mein älterer nach dem erstn D-Jugend Jahr gewechselt, er will halt möglichst viel Fußball auf gutem Niveau spielen, das war in seinem ersten Verein ab der D nicht mehr möglich.


    Ein Probetraining zu verbieten halte ich im übrigen für eine völlig unangemessene Verzweiflungstat. Meiner Meinung nach kann man auch niemanden verbieten, mal woanders mitzutrainiere, ich wüßte jedenfalls nicht, wie. (Höchstens natürlich indirekt, indem man den Jungen dann abstraft und ihn nicht mehr spielen läßt, was noch unangemessener ist.) Wenn in eigenem Verein alles in Ordnung ist, dann gibt es auch keine Massenabwanderung. Und mit Wechsel in höherklassige Mannschften muß man halt leben, die sind auch völlig legitim.

    Doch, leider ist es meiner Erfahrung nach doch so, dass vielfach Eltern das Hobby des Kindes mit dem eigenen Hobby verwechseln und mittels des Hobbys des Kindes ihre eigene - nicht erfolgte - Laufbahn erleben wollen.

    Und das im Fußball auf fast jedem Talentniveau.

    Bei NLZ Spielern, extrem häufig bei den Spielern, die eine Niveaustufe darunter agieren, also sehr guter Amateurverein plus Stützpunktspieler, aber sogar in “Dorfvereinen” oder unteren E-Jugendteams.


    Das ist alles Mist, denn wenn die Jungs nur von außen, von den Eltern motiviert sind, dass passiert es irgendwann, dass die Jungs sich dem Hobby völlig abwenden und obendrauf gibt es ein sehr “unentspanntes” Vater-Sohn Verhältnis. Und das ist dann nicht mehr so leicht narbenfrei zu kitten.

    Die Kinder bei ihren Hobbys unterstützen ist etwas ganz anderes, als das, was manche wirklich mit ihrem Nachwuchs machen, weil es eben die Eltern wollen, nicht das Kind.

    Es heißt immer, in Deutschland hängt der schulische Erfolg stark vom Elternhaus ab. Das Ganze gibt es auch in Extremform. Neulich am Rade eines Stützpunktturniers gehört: "Ich habe meinen Sohn extra nicht auf ein Gymnasium oder eine andere schwere Schule geschickt, damit er mehr Zeit zum trainieren hat." Besagtes Kind (2007) ist eher unteres Mittelmaß für einen Spieler aus diesem Stützpunkt und z.B. von einem NLZ meilenweit entfernt...

    ist auch egal weil es null Aussagekraft hat und einfach nur veraltet ist.. selbiges gilt für Cooper Test und ähnlichen Müll.

    Die Tests haben natürlich keine Aussagekraft im positiven Sinne, also wenn man da extrem gut abschneidet, ist trotzdem keinerlei Prognose möglich. Allerdings ist es umgekehrt so, daß man (etwas vereinfacht gesagt) schlußfolgern kann, daß Kinder, die in diesen Tests nicht unter den besten 20% waren, "noch nie" Profi geworden. Man hat halt mittlerweile Daten von fast 20 Jahrgängen. Ist schon länger her, daß ich mich mal damit beschäftigt habe, wenn ich mich richtig erinnere, ist das relevantetse Kriterium hier die Schnelligkeit. Dazu gibt es auch entsprechende wiss. Aufsätze (ich glaube von Leuten von der Sporthochschule Köln).


    Zum Ballhochhalten: Letztendlich ist es hier ähnlich wie oben: Natürlich sagt es nichts über das Potential aus, wenn jemand hier locker alle Hütchen schaft. Wenn man aber mit 13 immernoch gerade so eins schafft, dann kann man daraus schon eine (negative) Schlussfolgerung ziehen. Die Kids, die ich kenne, und die technisch sehr gut und ansatzweise beidfüssig sind, haben mit 12, 13 diesen Test locker geschafft, auch ohne das vorher explizit geübt zu haben.

    Jounglieren war allgemein ein Reinfall.

    Nur ein Mädchen schaffte den kompletten Parcour :rolleyes::)

    Das ist absolut normal. Das schaffen sogar in der U13 bei den Jungs die wenigsten komplett. Ich hab die Zahlen jetzt nicht wirklich im Kopf, aber der Durchschnitt über alle Stützpunkte in Deutschland dürfte so 3 bis 4 Hütchen betragen. Die schwächsten 30% der Jungs schaffen gerade 0-1.

    In vielen Fälle mag das so sein, manchmal liegt es aber auch an den Verbänden:


    In Hannover ist man vor ein paar Monaten auf die grandiose Idee gekommen, in der C-Jugend alles unterhalb der Bezirksliga zusammenzulegen. Da gibt es jetzt im Herbst (eine Unmenge) bunt gemischter Staffeln, in denen der ambitionierte Kreisligist (älterer Jahrgang), der vom Niveau auch Bezirksliga spielen könnte, gegen die vierte C (schwächere Hälfte des jüngerern Jahrgang) eines anderen Vereins auf Anfängerniveau spielt. Die Folge sind Ergebnisse mit mehr als 30 Toren Unterschied (kein Witz, ein Spiel ging 60:1 aus), und ich schätze mal, mehr als ein Drittel aller Spiele enden zweistellig. Etliche Mannschaften haben schon nach ein paar Spielen zurückgezogen (vernünftigerweise). Warum man die nicht einfach weiter in der 2. Kreisklasse kicken lässt, ist mir ein Rätsel.

    Ich weiß nur, daß der Junge in der Nähe von Hannover aufwuchs, dann sehr früh zu St. Pauli wechselte und anschließend zu Hannover 96. Mit 14 oder so ging es nach Leipzig. Es hieß damals, er hätte überall hingehen können, 96 habe keine Chance, ihn zu halten und daß da richtig Kohle geflossen ist (wie auch immer). Vor einem Jahr dann nach Amsterdam. Inwieweit diese individuelle Laufbahn nun wirklich beweist, daß in deutschen NLZs was schiefläuft, ist meiner Meinung nach eher zweifelhaft.

    Ich habe solche Situationen auch schon öfter erlebt, auch in die andere Richtung (Spieler in der D1 meint, nicht genug zu spielen, will lieber in die D2 -> kein Problem). Die Spieler bleiben so wenigstens im Verein und wechseln nicht. Das kann man doch flexibal handhaben und auch berücksichtigen, was die Kinder wollen. Auch wenn letzteres manchmal unverständlich ist, ohne Grund sträubt sich sicher niemand, in einer anderen Mannschaft zu spielen.


    Und man darf auch nicht vergessen, daß man das nie richtig beurteilen kann, ohne die handelden Personen zu kennen. Mein Kleiner hat in seinem Heimatverein in der F1 gespielt, wenn der in die F3 "versetzt" worden wäre, dann häte ich das nicht mitgemacht, einfach weil der Trainer dort ein Choleriker vor dem Herrn war, der noch dazu mit Methoden von 1970 trainiert hat. (F1 und F3 älterer Jahrgang, F2 und F4 jüngerer Jahrgang).

    Trainer E, das sehe ich im Prinzip auch so. Ab zwölf sollten sich die Kids da selbst drum kümmern und nicht die Eltern. Mein Sohn mußte im Stützpunkz auch von Anfang an selbst telefonisch absagen, und jetzt ist er untere C, da wird es im Verein mit der App auch so gehandhabt wie bei Dir. Allerdings sind die Anrufe meist vergeblich, weil die Trainer (verständlicherweise) im Job nicht ständig private Gespräche annehmen (können). Was das Ganze dann irgendwie auch wieder sinnlos macht.

    Ich finde das mit den Aufwandsentschädigungen im Prinzip richtig. Allerdings gibt es auch Situationen, in denen es zumindest fragwürdig ist. Das Folgende ist sicher ein Extrembeispiel, ich habe hier aber mal die Situation bei einem Verein mitbekommen, wo es eine Mannschaft gab, die praktisch autark gelaufen ist. Die Trainer: zwei Väter, einer mit langjähriger Erfahrung, der andere Neuling. Die haben die Kinder wirklich toll ausgebildet und hatten eine Top-Mannschaft. Der Verein hatte - leicht übertrieben gesagt - damit nichts zu tun, außer dass er den Platz gestellt hat. Bezahlt haben alles die Eltern, sogar die Trikots. Aufwandsentschädigungen für die Trainer gab es auch keine. Dann kam das Ende der D-Jugend (bis dahin wollten die beiden Trainer das durchziehen und haben es auch gemacht). Die C-Jugend dieses Vereins spielt in der untersten Liga. (Bis einschließlich D kann man die Mannschaften der Spielstärke angemessen melden, die Spielklasse hat also nichts mit der des Jahrgangs höher zu tun.) Mindestens 2/3 der Kids konnten locker Bezirksliga spielen und da der Verein Bezirksliga nicht wollte bzw. sich keiner gekümmert hat (es hätte wohl die Möglichkeit für eine Wildcard gegeben), haben sich fast alle Kinder entschlossen, den Veien zu wechseln. Auch die Trainersöhne. Jetzt witterte man das vergleichweise "große Geld" und es kam zu der absurden Situation, daß der eine Trainer, der jahrelang Zeit und Geld investiert hat, für seinen Sohn die Hälfte der Auswandsentschädigung gezahlt hat (den Rest hat der neue Verein übernommen).

    Es ist sicher überall etwas anders. Ich kann nur sagen, daß meinem Sohn (kommt jetzt in die C) die ersten beiden Jahre im Stützpunkt sehr gut gefallen haben. (Das ist ja nun auch nicht unwichtig!) Die Trainer waren wirklich super, und das Training war sicher anspruchsvoller als im Verein, schon allein, weil die Spieler im Schnitt auf einem deutlich höheren Niveau sind. Gerade für die Kids, die nicht in einem Verein spielen, der nahe an NLZ-Niveau/Aufwand kommt, ist das schon was besonderes. Die Turniere/Vegleiche gegen andere Stützpunktmannschaften und NLZs waren immer ein Höhepunkt. Und sein Stützunkt hat insofern auch seinen "Zweck" erfüllt, als am Ende der U12 und der U13 jeweils zwei Kinder in ein NLZ gewechslt sind. Wäre das auch so passiert? Wahrscheinlich schon, spricht aber trotzdem nicht dagegen.


    Auf der anderen Seite muss man natürlich sagen, daß es auch sehr viele Kinder in Stützpunktmannschften gibt, die nie eine Auswahl oder ein NLZ sehen werden. Das ist irgendwie auch logisch: In Niedersachsen z.B. gibt es 36 Stützpunkte, bei denen mit kleinerem Einzugsgebiet sind auch Spieler dabei, die deutlich abfallen. Und die Auswahl hat am Anfang einen sehr großen erweiterten Kader (etwa 70 bis 80 Kinder werden zu den Lehrgängen eingeladen), da kommt dann aber schon mehr als die Hälfte aus NLZs, das heißt, aus den 36 Stützpunkten ist im Schnitt pro Stützpunkt einer dabei. Spätestens bei der U15 ist dann (bis auf ein, zwei "Exoten") nur noch NLZ in der Auswahl, ist ja auch logisch.


    Daß die Auswahl der Spieler irgendwas mit dem Verein zu tun hat, der die Plätze stellt, kann ich auch nicht bestätigen, das ist hier ein relativ kleiner Verein, der seit Jahren keinen Spieler mehr im Stützpunkt hatte, und es gibt keinerlei Verbindung von den Trainern zu diesem Verein. Aber, wie gesagt, ist halt überall anders.

    Natürlich sind einzelne (!) Parameter messbar. Schau Dir die Leistungsdiagnostik der Stützpunkte an. Du kannst in all diesen Dingen Spitzenklasse sein - es hilft Dir nur nichts, wenn Du unter Gegnerdruck den Flattermann bekommst oder Dir die Spielintelligenz für kreative Entscheidungen fehlt.

    Stimmt. Die halbjährlichen Leistungstests können nur für eine Prognose im negativen Sinne verwendet werden.


    Also: Wenn man überall spitzenmäßig abschneidet, hat das keinerlei Aussagekraft darüber, ob man mal ein guter Fußballer wird. Dafür sind die Unterschiede in den Leistungen der oberen zehn Prozent (auch das sind ja deutschlandweit gesehen noch weit mehr als 1000 Kinder in einem Jahrgang) viel zu gering und außerdem können bestimmte Dinge, wie von Dir angesprochen, so gar nicht erfasst werden. Das erste ist sozusagen ein mathematisch/statistisches, das zweite ein methodisches Problem. Da diese Tests nun aber schon seit mehr als 15 Jahren mehr oder weniger unverändert gemacht und zentral ausgewertet werden, kann man Aussagen machen, wie: Ein Zwölfjähriger, der in der oder der Disziplin nicht unter den besten x% war, ist praktisch noch nie Jugendauswahlspieler/Profi gewoden. Dazu gibt es einige Veröffentlichungen - ich glaube von der Sporthochschule Köln. Wenn ich mich richtig erinnere, ist die Disziplin, bei der man das x "am kleinsten machen kann" die Schnelligkeit.


    Zum eigentlichen Thema: Klar sind nicht alle Stützpunkttrainer wirklich "professionell". Ist jedenfalls mein Eindruck. Ich kenne z.B. einen Stützpunkt, da werden offenbar nur Kinder aufgenommen, die schon als elfjährige mindestens 1.60 groß sind. Andere Kriterien scheinen da eine untergeordnete Rolle zu spielen. (Aussage beruht auf mehrjähriger Beobachtung.) Sowas finde ich kaum nachvollziehbar.

    Bei uns (ältere D-Jugend) gibt es eine Duschpflicht. Der Trainer (und auch die meisten Eltern) wollten das. Nicht zuletzt, weil nicht mehr ansatzweise alle Eltern bei den Spielen dabei sind, man also teilweise vier Jungs im Auto hat, und in dem Alter fangen die langsam aber sicher an unangenehm zu riechen. Ich hätte keine Lust auf eine einstündige Autofahrt mit vier ungeduschten, schwitzenden Kindern.


    Die ersten zwei, drei Monate hat der eine oder andere mal versucht zu tricksen, jetzt haben sich aber alle dran gewöhnt, und es gibt keine Diskussionen mehr.