Beiträge von Bennoah

    Was mich gerade ankotzt ist das Verhalten von unserem AltJahrgang E.

    Wir haben es geschafft, mit einem komplettem 2010er Jahrgang, in die 1. Klasse zu kommen und sind somit Gegner des eigenen Altjahrgangs.

    Auf einem Turnier trafen wir zum erstenmal aufeinander... dort fragte der Trainer ob wir denen nicht 6! Tore schenken würden damit deren TD reicht um 1. zu werden... (NIEMALS!). In der normalen Meisterschaft durften aufeinmal deren Spieler nur noch in meiner E2 spielen (vorher wurden die Jungs fest in die E3 vom eigenen Trainer eingeplant). Obwohl ich diese Jungs mag sind diese doch schwächer als meine eigenen -welche ich jetzt runtergeben musste. Dieses Vorgehen wurde mir vom eigenen JL bestätig mit: das ist so.

    Jetzt kurz bevor wir in der Meisterschaft aufeinander treffen - wurden wir erneut gefragt ob wir nicht einfach ein Trainingsspielchen machen wollen und am Spieltag dann 2:0 für AltJ eintragen..... Ich könnt kotzen. Ganz besonders sogar weil wir unseren Torwart #1 ebenfalls in diese Mannschaft abstellen müssen.

    *ironie an* Gestern fragte ein ehmaliger Trainer ob wir überhaupt gewinnen dürfen *ironie aus*

    Unglaublich. Es ist immer wieder erstaunlich welche Aufwand manche Trainer betreiben um "erfolgreich" zu sein. Selbst im eigenen Verein zu mauscheln scheint da kein Tabu zu sein. und dann noch von der Jugendleitung abgesegnet.


    Ich erlebe gerade Gott sei Dank das Gegenteil. Wir sind auch in der gleichen Staffel wie unsere F1 eingeteilt und deren Trainer hat mich gebeten seinen Kader für unser Spiel mit ihm zusammen zu machen um möglichst gleichstarke Mannschaften zu stellen.

    Wir haben ausgemacht die Jungs das Ding dann nach allen Regeln der Kunst auskicken zu lassen und währenddessen mit einer Thermoskanne Kaffee eine gute Zeit zu haben.

    Ich freu mich drauf.

    stefan1977 Tja, wir befinden uns hier in einem Ballungsgebiet und gerade die leistungsorientierten Amateurvereine sind durchaus sehr aggressiv in ihren Abwerbeversuchen.

    Ich habe mehrere Gespräche mit Trainern des großen benachbarten NLZs geführt und dort wesentlich weniger Aggression erlebt als sie von bedeutend kleineren Vereinen kommt.

    Die ganz Großen wissen eben auch das sie am Ende dann doch die Jungs kriegen die sie wirklich haben wollen. Da kann man dann auch ein paar Jahre warten und beobachten.


    Ich finde 11 schon sehr wenig und bei der Aufteilung in 3 Mannschaften würde irgendwann eben auch ein Trainerproblem entstehen.


    @Mr.Rabona


    Ich weiß nicht in allen Fällen was die Eltern da planen. Wir haben drei Spieler die unser Bundesligist gerne für seine neue U9 genommen hätte, die Eltern finden das allerdings zu früh. Da steht demnächst wohl noch ein Gespräch zwischen den neuen Trainern unserer F1 und dem NLZ an. Da wurden einige Dinge angedacht. Praktika der Trainer im NLZ, unregelmäßige Fördertrainings für die 5-6 Topjungs durch das NLZ-Team, Verbleiben in der Talentschule etc.


    Spannend finde ich übrigens, dass gerade de Torhüter extrem im Fokus steht. Während alle über Funino reden und wir selbst im Dorfverein den Keeper rotieren, ist ein talentierter Torwart der umworbenste Spieler überhaupt. Der könnte aktuell zu 4 Profivereinen wechseln und diese werben vor allem mit Spezialisierung und professionellem Torwarttraining.


    Auch bei uns werden keine Ergebnisse veröffentlicht, sie werden allerdings in DFBnet eingegeben. Vor der Saison mussten wir unsere Mannschaften als schwach, mittel oder stark melden. (Leider nicht jahrgangsbezogen sondern im Bereich F-Jugend)

    Daraufhin wurden A,B und C-Staffeln gebildet. Nach der Hinrunde wurde anhand der Ergebnisse neu sortiert. Wir sind also z.B. von B in A aufgestiegen.


    Eigentlich finde ich das System sehr gut, da die Staffel schon deutlich ausgeglichener war. Bis auf einen Ausreißer nach unten gab es keine absolut überforderten oder unterforderten Mannschaften.

    Auch fußballerisch schwächere 11er Mannschaften können eine 12er-Truppe durchaus vor Probleme stellen. Da geht es dann eher um Physis aber auch diese Spiele haben meine Jungs durchaus weitergebracht.

    finde eure Lösung sehr interessant. Was ich aber nicht verstehen kann, warum man diesen Weg zu diesem Zeitpunkt gehen will...die 15 Jungs in eurer zukünftigen F1 werden doch wesentlich weniger Spielzeit bekommen?! Momentan sind sie doch bestimmt bei jedem Turnier in ihren jeweiligen Teams gesetzt. Nächstes Jahr muss ja durchgehend rotiert werden, oder wie plant ihr das?


    Bei uns in der F2 ist es sehr ähnlich. 17 Kinder, davon 7 starke und der Rest fällt auch deutlich ab. Jetzt machen wir uns aber noch keine großen Gedanken wie es nächste Saison in der F1 sein wird, weil wir ja noch jede Menge Zeit haben die Jungs, die noch hinterher hinken bis dahin zu entwickeln. Ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn wir jetzt schon in der F1 wären und nächstes Jahr die E-Jugend ansteht und die Umstellung von 4+1 auf 6+1.


    Aber bis dahin hoffen wir auf Entwicklungssprünge oder Neuzugänge. ;)

    Mir ist gerade aufgefallen, dass ich den ersten Teil deiner Antwort irgendwie überlesen habe.


    Zum Thema gesetzte Spieler:

    Alle drei Trainer haben sich bisher auch schon ausgeglichene Spielzeiten auf die Fahnen geschrieben, wobei ich zumindest für mich eingestehen kann, dass das nicht immer so 100% funktioniert.


    Warum sollten also Eltern ihre Kinder einer höheren Konkurrenz aussetzen?


    Wir versuchen, und ich bin da sehr optimistisch, diese Mannschaft wie eine ganz normale F-Jugend zu führen.

    Rotierende Positionen, gleichmäßige Spielzeiten, kindgerechtes Training, kein Leisrungsdruck etc.

    Das Ganze aber eben in einer Mannschaft, in der 6 Kinder die höchste Klasse der Fußballschule des regionalen Bundesligisten besuchen und die vom durchschnittlichen Leistungsstand her die mit Abstand beste im Kreis sein dürfte.

    Alle drei Mannschaften haben sich für die Rückrunde für die höchste Staffel qualifiziert und die fußballerisch besten Kinder aller Mannschaften werden sich, bis auf eine Ausnahme, in dieser Mannschaft treffen.

    Ein Trainingsspiel dieser Truppe wird ein höheres "Niveau" haben als die Meisterschaftsspiele.

    Da diese Truppe drei sehr engagierte Trainer haben wird, ist eine gute Förderung der Jungs ohne den Druck eines leistungsorienterten Trainings möglich.

    Mit dieser Gruppe kannst du ganz andere Übungen durchführen als beispielsweise in meiner aktuellen Truppe.

    Diese Idee und das Vertrauen zu den jeweiligen bisherigen Trainern hat die Eltern überzeugt diesen Weg zu gehen.

    Es wird sicherlich auch Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus der benachbarten Großstadt geben und somit kommt jedes Kind auf seine Spielzeit. Zumal die Rotation in einer deutlich homogeneren Truppe sicher auch deutlich leichter fällt.


    Es ist sogar so das ich von 9 Kindern dieser Mannschaft sicher von Abwerbungsversuchen großer Vereine bis hin zu mehreren Bundesligisten weiß.


    Es liegt jetzt in der Hand der zukünftigen Trainer dieser Mannschaft diese idealistische Idee mit Leben zu füllen und dann werden wir sehen wohin der Weg führt.

    finde eure Lösung sehr interessant. Was ich aber nicht verstehen kann, warum man diesen Weg zu diesem Zeitpunkt gehen will...die 15 Jungs in eurer zukünftigen F1 werden doch wesentlich weniger Spielzeit bekommen?! Momentan sind sie doch bestimmt bei jedem Turnier in ihren jeweiligen Teams gesetzt. Nächstes Jahr muss ja durchgehend rotiert werden, oder wie plant ihr das?


    Bei uns in der F2 ist es sehr ähnlich. 17 Kinder, davon 7 starke und der Rest fällt auch deutlich ab. Jetzt machen wir uns aber noch keine großen Gedanken wie es nächste Saison in der F1 sein wird, weil wir ja noch jede Menge Zeit haben die Jungs, die noch hinterher hinken bis dahin zu entwickeln. Ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn wir jetzt schon in der F1 wären und nächstes Jahr die E-Jugend ansteht und die Umstellung von 4+1 auf 6+1.


    Aber bis dahin hoffen wir auf Entwicklungssprünge oder Neuzugänge. ;)

    Also wir wollen einfach mit offenen Karten spielen. Es hat sich jetzt eben ergeben das gerade die beiden anderen Trainer nach Lösungen für die nächste Saison gesucht haben und der Plan nahm nach und nach Gestalt an.

    Für die beiden anderen Mannschaften ergibt sich das Problem aus den gemischten Mannschaften. Die hätten nach dieser Runde mit 7 bzw. 8 F-Jugendlichen dagestanden.

    Für mich gibt es die Möglichkeit die etwas "schwächeren" Jungs jetzt schon ab der F1 etwas gezielter fördern zu können.


    Als wir uns unserer Sache sicher waren, ich mich damit abgefunden hatte meine Mannschaft zu "zerschlagen" bzw. in andere Hände zu geben usw. gab es eigentlich keine Gründe mehr zu warten. Wir wollten fair mit den abgebenden Vereinen umgehen, den Eltern die Möglichkeit geben sich in Ruhe zu entscheiden usw.


    P.S. wir spielen bereits seit der G im 6+1! X/

    Ich würde gerne mal einmal dieses Thema wieder hoch holen, da sich jetzt doch eine Menge getan hat.


    Die Hinrunde´ist gelaufen und meine Mannschaft entwickelt sich spielerisch wirklich gut, leider zeigt sich immer mehr wie schwierig es ist eine so heterogene Mannschaft unter einen Hut zu bekommen. Aber ich glaube wir haben eine wirklich gute Lösung für die neue Saison gefunden.


    Zur Ausgangslage, ich habe 17 Kinder im Kader meiner F2. 7 spielstarke Kinder (in allen Abstufungen) und der Rest fällt mehr oder weniger stark ab.


    Ich habe oben bereits den Trainerkollegen erwähnt, mit dem ich zur Zeit immer mal wieder zusammen arbeite und im Laufe der Zeit ist noch ein weiterer Trainer mit seiner Mannschaft dazu gekommen. Beide trainieren gemischte Jahrgänge haben jedoch Söhne im 2012er Jahrgang.


    Im Laufe der Zeit kristallisierte sich immer mehr heraus, dass beide Mannschaften nach der Saison eigentlich zu klein sein werden um daraus eine Mannschaft zu formen.


    Also haben wir folgenden Plan geschmiedet und auch bereits mit unserer Jugendleitung und den betreffenden Eltern, als auch den abgebenden Vereinen abschließend besprochen.


    Beide Trainer wechseln mit ihren 2012er Kindern, so sie das denn wollen, in unseren Verein und wir bilden aus diesen Kindern die künftig die neue F1 und die neue F3. Die F2 wird der 2013er-Jahrgang stellen.


    Insgesamt kommen wir zusammen auf 32 Kinder. Die beiden neuen Trainer und einer meiner Co`s bilden mit 15 Kindern eine ziemlich homogene F1, die durchaus leistungsorientiert, bzw. automatisch ziemlich spielstark sein wird.

    Ich gehe mit meinem anderen Co und unseren Söhnen in die F3 und widmen uns der Entwicklung der Jungs, die diese besonders brauchen.


    Das Ganze ist in der Kommunikation insgesamt sehr angenehm gelaufen. Wir Trainer haben uns zu Beginn sehr genau abgestimmt, haben dann in den jeweiligen Vereinen angefragt, bzw. mitgeteilt was wir planen und dann jeweils zu dritt Infoabende mit den Eltern in den aktuellen Vereinen abgehalten.


    Die abgebenden Vereine waren natürlich nicht gerade begeistert aber ansonsten sind diese Änderungen sehr positiv aufgenommen worden. Wir haben alle Eltern aktiv gefragt in welcher Mannschaft sie ihr Kind sehen und haben nur 2 Fälle gehabt in denen Eltern anderer Meinung waren als wir. Diese Kinder gehen nun in ihren Heimatvereinen in die E-Jugend. Die armen Jungs!


    Insgesamt bin ich natürlich etwas wehmütig, das meine Truppe in einem halben Jahr auseinandergerissen wird und ich viele der Jungs nicht mehr trainieren kann aber ich glaube das wir nun für alle Kinder eine wirklich gute Lösung gefunden haben.


    Ich bin wirklich gespannt wie dieses Konstrukt hier gesehen wird.

    Auch hier herrscht gerade ein bisschen Frust über den Einteilungsmodus zur Rückrunde.


    Und das trotz oder gerade wegen einer extrem gelungenen Einteilung zur Hinrunde in unserer Staffel.


    Die Vereine konnten ihre Mannschaften (F-Jugend) vor der Saison unabhängig vom Jahrgang als stark (A), Mittelklasse (B) oder schwach (c) melden.

    Das Ergebnis waren 2 A-Staffeln und 2 B-Staffeln, mit C habe ich mich nicht beschäftigt.


    Wir haben einen eher starken Jungjahrgang mittelstark gemeldet, das Ergebnis war eine komplett jahrgangsgemischte, 10 Mannschaften starke Staffel. Zwischen den ersten 5 Mannschaften unterscheidet am Ende wohl nur die Tagesform über den Sieger , dann kommen 3 Mannschaften die gegen die oberen 5 meist knapp verlieren aber immer einen großen Kampf liefern und den Abschluss bilden dann leider 2 Mannschaften sie besser für Staffel C gemeldet worden wären.


    Diese Staffel als Ausgangspunkt habe ich mich gegen Ende der Runde (in Kenntnis einer groben "Tabelle") informiert wie die Einteilung zur Rückrunde vorgenommen wird. Und hier startet der Frust...


    Antwort: Die drei bestplatzierten Mannschaften aus Staffel B1 ( unsere Staffel) gehen in Staffel A1, die Mitte bleibt, die letzten beiden gehen in C1.

    Ich habe mir also mal Informationen über Staffel A1 eingeholt. Ergebnis: 9 Altjahrgänge, 1 Jungjahrgang und der steigt klar ab. Dieser Jungjahrgang war die dominante 2012er-Mannschaft der letzten 2 Jahre und hat in 9 Spielen ein Unentschieden und 7 zweistellige Niederlagen erreicht. In dieser Staffel A1 spielen alle drei leistungsorientierten F1-Mannschaften des Kreises, eine sehr stark selektierte Mannschaft eines Nachbarvereins und drei weitere starke Altjahrgänge.


    Ich habe also den Staffelleiter angerufen und ihm meine Bedenken mitgeteilt und folgenden Vorschlag unterbreitet.

    Lasst die absolut homogenen beiden B-Staffeln zusammen, mischt sie durch und schickt nur absolut dominante Mannschaften hoch (gibt es in Staffel B2) und überforderte Mannschaften runter, sonst werden alle Aufsteiger in Staffel A nur den letzten Platz untereinander ausspielen. Antwort: "Dann sieh zu das du nicht aufsteigst, wer soll sich denn diese Arbeit machen." Ich habe angeboten ihn zu besuchen und anhand der Ergebnisse die Staffeln einzuteilen, wurde aber erwartungsgemäß abgewiesen.


    Ende vom Lied, ich habe die letzten zwei Spiele gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld der Staffel ergebnistechnisch so unauffällig wie möglich abgeschenkt um den Aufstieg zu verhindern.


    Während alle das Fairplay propagieren werden hier sehenden Auges Staffeln zusammengestellt, die Mannschaften absehbar zu Kanonenfutter degradieren obwohl es leicht umsetzbare Alternativen gäbe. Der Sinn dieser Maßnahme erschließt sich mir auch nach langem Nachdenken einfach nicht. Im Grunde habe ich meine Mannschaft nun vor diesem Schicksal bewahrt aber eine andere Truppe muss das jetzt für uns ausbaden, das ist einfach nicht richtig.

    Warum will er deinen Sohn nicht einsetzen aber in der Mannschaft haben? Landesliga ist schon ein ordentliches Niveau und diene Leistungsorientierung durch den Trainer ist durchaus zu erwarten.

    Welches Niveau haben D2 und D3 und welche Optionen sind im erreichbaren Umfeld zu finden? Gibt es keinen Bezirksligisten im Umfeld? Wärst du bereit auch ein wenig zu fahren?

    Ich erlebe bei meiner Mannschaft schon das dieses Dribbling gerade bei starken Spielern kritisch gesehen wird. Ich habe immer wieder Gespräche mit Vätern die solchen Spielern Eigensinn unterstellen.

    Tatsächlich habe ich einen Spieler der Dank seines hohen Tempos und seines guten Schusses gerne mal 4 Gegenspieler auf sich zieht und dann immer noch den Abschluss sucht statt den oder die alleingelassenen Spieler direkt vorm Tor abzuspielen. Das kann einen schon zum Verzweifeln bringen auch wenn man weiß das der Grund eher mangelnde Übersicht und Galligkeit auf den Abschluss sind als tatsächlicher Egoismus.

    ich trainiere eine eher spielstarke F2-Jugend, die ein reiner Jungjahrgang ist. Unsere G1 wurde in der Hinrunde als spielstark eingeschätzt und marschiert mit lauter zweistelligen Siegen durch ihre Staffel und ist absolut gegnerlos.

    Das bemerkenswerte daran ist das Fehlen eines Mini-Messis. Diese Mannschaft hat einfach 10 gleichstarke Spieler auf gutem Niveau.


    Wir haben im Training mal 15 Minuten locker gegeneinander gespielt. Unsere Jungs hatten sehr schnell herausgefunden, dass sie schneller und körperlich stärker sind und setzten zu langen Läufen mit folgendem Pass in die Mitte an.

    Die Jungs der G1 stellten fest, dass ihre Dribblings nicht mehr zum Erfolg führten und spielten, je nach Spieler, mehr oder weniger wahllos den Ball schnell wieder weg. Die Vermeidungsstrategie, die auch dein Spieler zeigt, setzte also sehr schnell ein. Da er augenscheinlich talentiert ist spielt er eben sinnvolle Pässe aber eigentlich befindet er sich ständig im Kompensationszustand. Ob das sinnvoll ist hängt davon ab wie unterfordert er ist, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass er irgendwann auf diesem Niveau alle Fähigkeiten einsetzen kann und wie er psychisch mit der latenten Überforderung umgeht.

    naja, mit abstand würde ich sagen: solange esfür dich Erfüllung ist, uns zu schlagen tue ich dir den gefallen und entwickele lieber meine Kids und in 3 Jahren sehen wir uns wieder.

    Und ohne Abstand hätte ich wahrscheinlich ähnlich reagiert wie Du. Schluß am Ende sind wir doch alle nur Menschen, die sich, wie die Kids auch irgendwann auch mal provozieren lassen. Der Unterschied zu vielen der Traineregos ist nur :

    der oben. die Fähigkeit sein Tun zu reflektieren!!!!

    Ja, ihr habt sicher beide Recht. Auch ich denke ja im Nachhinein, dass ich mich niemals so hätte provozieren lassen dürfen. Dieser Trainer und ich haben ja auch eine Vorgeschichte voll solcher Sprüche, das macht es dann nicht einfacher und vor allem haben meine Jungs die Antwort ja bereits auf dem Feld gegeben.

    Mir tut es leid für die Jungs die in der zweiten Hälfte quasi nicht eingesetzt wurden und um die Message die ich ihnen gesendet habe.

    Ich habe am Wochenende eine im Kern ähnlich gelagerte Situation wie Trainer E erlebt, wenn auch sicher nicht deckungsgleich musste ich sofort an meinen eigenen Frust denken.


    Wir hatten am Samstag ein Spiel gegen einen Gegner den wir von diversen Spielen und Turnieren gut kennen. Generell ist die Mannschaft wohl ein bisschen stärker als meine einzuschätzen und bisher haben wir auch immer verloren. Mal knapp, mal etwas deutlicher. Die Mannschaft spielt für eine U8 schon einen ganz netten Fußball und soweit ist das auch alles ok.

    Leider herrscht zwischen deren Trainer und mir eine gepflegte Antipathie. Für mich ist das ein arroganter Schnösel, der mir bei jeder Gelegenheit mitteilt wie überlegen seine Mannschaft, sein Training, sein Verein und vermutlich auch seine Blutgruppe mir ggü. doch sind.


    Leider habe ich mich heute provozieren lassen.

    Die erste Halbzeit war einfach ein schönes F-Jugendspiel beider Mannschaften. Beide Mannschaften bzw. einzelne Spieler hatten ganz tolle Momente im Spiel. Ein erster Abschluss mit links, ein zielstrebiger Spielzug über 4 Stationen, tolle Dribblings, enge Zweikämpfe - alles gut.

    Viele Torchancen auf beiden Seiten und leider mehr Schussglück beim Gegner. Halbzeitstand 1-4

    Zu diesem Zeitpunkt war ich mit mir noch im Reinen. Meine Mannschaft spielte toll, kämpfte und gab sich auch nicht auf. Genau das sagte ich ihr in der Halbzeit.


    Nachdem die Mannschaften wieder auf dem Platz waren, kommt der Trainer zu mir und sagt sinngemäß: " Ein paar gute Jungs hast du da, aber so lange du den so Zucker in den Arsch bläst, werdet ihr uns nie schlagen. Aber mach du mal weiter einen auf Pädagoge, irgendwann hast du die Jungs todgestreichelt...." Lacht und geht weg.


    Während ich noch mit dem Kopf schüttele, treten meine Jungs das Gaspedal durchs Bodenblech. 10 Minuten nach Anpfiff der zweiten Halbzeit stand es plötzlich 5:4 für uns und das auch hochverdient.

    Der Trainer neben mir kocht so langsam und kündigt an, "dann jetzt auch mal Ernst zu machen".

    Er stellte das Wechseln völlig ein, sagte jeden Spielzug an und peitschte seine Jungs nach vorne. Wir wurden so langsam eingeschnürt.

    Leider habe ich mich dann anstecken lassen und habe für die letzten 8 Minuten auf Idealformation umgestellt, nicht mehr gewechselt und mehr angesagt als ich das eigentlich will und tue.

    Ende vom Lied ein 5:5, was absolut okay war und vor allem hätten diese Mannschaften sich ohne einen Kampf der Traineregos, mit normalem Wechselpensum und ohne Geschrei wohl genau so getrennt.

    Ich habe mich direkt nach dem Spiel bei meinen Jungs entschuldigt und mir schwer vorgenommen, mein Ego und meinen Ehrgeiz nicht mehr so sehr in den Vordergrund zu stellen.

    Ich lobe jede gelungene Aktion überschwänglich und fordere den Spieler auf sich diese Aktionen einfach immer und immer wieder zuzutrauen. Generell komme ich immer mehr weg davon klare Instruktionen zu geben und/oder zu kritisieren. Ich lobe einfach nur noch gute Aktionen, weise in Spielpausen nochmal darauf hin und versuche den Jungs so gut es eben geht Selbstvertrauen zu vermitteln.

    Zum einen haben wir so alle mehr Spaß und zum anderen zeigt es auch die besten Ergebnisse. Wir drehen mittlerweile regelmäßig Spiele, wo wir vor einem halben Jahr noch komplett abgeschenkt haben.

    Spielen, spielen und nochmal spielen.

    Bei meinen Jungs habe ich dieses Phänomen schon häufiger gesehen.

    Normalerweise legt sich diese Unsicherheit und Vorsicht erst im Training und dann etwas später auch im Spiel.


    Bring ihn im Training immer wieder in 1vs1-Situationen, zu Beginn gegen nicht ganz so körperliche Kinder, und vertraue ansonsten auf den Lauf der Dinge.

    Ich habe vor einem halben Jahr einen Spieler dazu bekommen, der eine absolut verkorkste Motorik aufweist.

    Es ist ihm bis heute absolut unmöglich die Fußspitze zum Spannstoß lang zu machen, einen echten Sprint anzuziehen usw.


    Einen entsprechend schwierigen Start hatte er bei unseren Jungs. Wir haben als Trainerteam immer dagegen gearbeitet, uns hinter vorgehaltener Hand aber au h gefragt wie wir diesem Jungen auch nur die Basics des Fußballs beibringen sollen.


    Jetzt zum freudigen Teil. Diesem Jungen fällt im Abschlussspiel im Training der Ball vor die Füße, er läuft aufs Tor zu unser bester Spieler steht im Tor, läuft auf ihn zu und macht sich breit. Unser Spezialist Bagger unter den Ball und dieser fliegt in einer eleganten Kurve über den Keeper ins Tor. Nach einer Schrecksekunde stürzen 15 Kinder auf unseren Paule zu und feiern diesen als hätte er ihnen die Weltmeisterschaft gewonnen.

    Jedes Kind wusste das er das niemals so wollte und doch haben sie die Möglichleit genutzt ihm seinen Erfolgsmoment so groß wie möglich zu machen.

    In solchen Momenten liebe ich meine Jungs!

    was heißt denn -auf dauer- ?!?

    generell wird sich in der zeit, die ich mit den Kids verbringen, nicht verletzend oder abwertend geäußert. ganz einfach. man definiert sich nicht über andere sondern sich selbst. es werden auch keine blöden sprüche gemacht, wenn einem im Training mal was nicht gelingt.

    das ist eine einfache regel, und damit hat es sich. da kommt dann das Rassismus Thema erst gar nicht auf, wenn man schon in diesem Bereich Empathie und Respekt vermittelt und einfordert. gerade im -kleinen- kann man hier ein bisschen Sozialisation im verein erreichen! Da braucht man gar nicht mit Rassismus zu kommen, oder Sexismus oder sonstigem. Es geht um den grundsätzlichen Respekt des anderen MENSCHEN. Um mehr geht es gar nicht.

    Der Trainer kann das schön vorleben, indem er z.b. bei Niederlagen Respekt und Anerkennung zeigt!

    Ganz einfach. Auf Dauer bedeutet für mich, dass Kinder die sich nicht an diese Regeln halten können irgendwann nicht mehr von mir trainiert werden.

    Jedes aber wirklich jedes diskriminierende Verhalten wird von mir IMMER und SOFORT unterbunden und bisher hat das auch gereicht.

    ich verstehe was du meinst, allerdings haben deine Beispiele ja am Ende nichts mit der Nationalität zu tun. Ist ein Spieler sichtbar älter, darf das selbstverständlich geäußert werden und ist eine Mannscjaft negativ aufgefallen gilt das Gleiche.

    Die Nationalität gehört da aber einfach nicht hin.


    Ich gebe dir ein Beispiel: Wir hatten letzte Woche ein Spiel gegen einen sehr starken Gegner. Aus der ohnehin extrem tief besetzten Mannschaft des Gegners ragte ein dunkelhäutiger Junge extrem heraus. Es war eine absolute Freude diesem Jungen beim Kicken zuzusehen. Nach dem Spiel sagt ein Vater: "was meinst du wie alt der Junge war." Meine Antwort: " Der ist im Juni 7 geworden", wurde mit "Ja, das steht vielleicht im Pass!" beantwortet.

    Der Junge war weder größer noch sonst irgendwie auffällig, er war einfach nur richtig gut. Diese Aussagen gegen ein vermutlich in Deutschland geborenes Kind, sind eine rassistische Voreingenommenheit die ihn sicher auf seinem Weg begleiten werden. Kein deutsches Kind hätte diesen Kommentar so hervorgerufen.

    Das sind die Situationen die mich ärgern.


    Innerhalb meiner Mannschaft, da ich eine U8 trainiere ist das Gott sei Dank noch hypothetisch, werde ich solche Aussagen in keiner Form dulden. Dabei ist mir die Außendarstellung des Vereins, die Meinung der Jugendleitung und alles andere herzlich egal. Ich trainiere keine Kinder die sich rassistisch äußern, genau so wenig wie ich auf Dauer Sprüche gegen dicke, sportlich schwächere oder sonstwie auffällige Kinder akzeptieren werde.

    Aus meiner Sicht ist das Thema Rassismus ein gesellschaftliches Problem und somit ist es nicht überraschend, dass er auch im Volkssport Fußball auftaucht.


    Dieser "Scheiß- Ni**er-Rassismus" den der TE hier beschreibt, ist allerdings nicht die Form Rassismus die mich gerade umtreibt. Diese Form von Rassismus ist gesellschaftlich geächtet, durch den Ausschluss solcher Spieler zu ahnden und er ist sicher zumindest aus dem Großteiö des Fußballs auch fernzuhalten. Selbstverständlich ist das nur eine Verschiebung des Problems, aber die Bekämpfung des Rechtsradikalismus kann nicht zur Aufgabe des Fußballs werden. Die Verdrängung aus dem Fußball allerdings sehr wohl.


    Mich treibt zur Zeit eher der gesellschaftlich tief verwurzelte Alltagsrassismus um.

    Ich erlebe immer häufiger Sprüche der Kazegorie: "Oh Mann, wieder eine Türkentruppe..." oder "der Schwatte ist doch bestimmt eh 3 Jahre älter..." ohne das sich ein spürbarer Widerstand regt.

    Diese Haltung ist scheinbar kein Tabu mehr und absolut in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen.

    Sollte ich solche Sprüche von meinen Spielern hören würde ich sicher massiv eingreifen, den Eltern gegenüber tue ich das nicht. Ich will die politischen Diskussionen an dieser Stelle nicht führen und mache mich damit vielleicht selbst zum Teil des Problems.

    Vielleicht habe ich das alles ein wenig zu geschwollen ausgedrückt. Sie standen vorne rum, haben auf den Ball gewartet und das Tore schießen als ihre einzige Aufgabe betrachtet. Dem wollte ich entgegen wirken indem ich sie einfach nicht mehr Stürmer genannt habe- und es funktioniert.

    Ich spiele mit meinen Jungs ein 2-4, wobei ich im Grunde eine Raute spiele und es nur nicht als 2-3-1 benenne um den "Stürmer" auf diese Art und Weise zur aktiven Teilnahme an Aufbau und Verteidigung zu bewegen.

    Meine Jungs haben im 2-3-1 die Stürmerrolle oft allzu passiv ausgelegt, also habe ich sie schlicht gestrichen.

    Ich mache den Freude-Thread jetzt zu meinem wöchentlichen Tagebuch - wenn meine Jungs so weitermachen.


    Nach der, in diesem Thread beschriebenen, unglücklichen Niederlage vom letzten Wochenende wartete nun eine Altjahrgangsmannschaft mit 4 Siegen aus vier Spielen auf uns.


    Ich habe meinen Jungs einen starken Gegner angekündigt und ihnen gesagt, sie sollen einfach die gleiche Leistung wiederholen und sich diesmal einfach belohnen.


    Die Jungs haben ZWEI Torschüsse im gesamten Spiel zugelassen, Fußball gespielt, Chancen genutzt, keine Hektik aufkommen lassen und 40 Minuten lang voll durchgezogen.

    Am Ende steht ein hochverdientes 5:1 einer MANNSCHAFT.


    Ich bin so stolz auf meine Jungs und die Art und Weise wie sie sich diesen Sieg verdient haben. Wir haben Größe gezeigt in der Niederlage und wir haben als Mannschaft zurückgeschlagen.

    Und ja, heute freue ich mich auch im KiFu einfach mal über einen Sieg!!!