Beiträge von MightyReds

    Personengruppen, die sich im Rahmen der Kontaktbeschränkungen treffen dürfen, wird auch der nicht-kontaktfreie Sport im Freien wieder gestattet. [...] Im Übrigen bleibt der Sport-, Trainings- und Wettkampfbetrieb mit unvermeidbarem Körperkontakt weiterhin untersagt.

    Ich lese mir den Abschnitt jetzt mindestens zum zehnten mal durch und habe das Gefühl auf dem Schlauch zu stehen...

    Wenn der Körperkontakt in der Sportart vermeidbar ist, dann ist Körperkontakt / die Sportart erlaubt? Ist der Körperkontakt in einer Sportart unvermeidbar, ist Körperkontakt / die Sportart nicht erlaubt? Oder gilt die Kontakterlaubnis nur für eine Personengruppe, die sich privat zum Sporttreiben trifft, aber wieso wird daraus folgernd auf Wettbewerbe eingegangen?!


    :D

    Wie läuft die Begrüßung der Spieler wenn sie zum Platz kommen. Kriegt jeder ein Hütchen zugewiesen und muss dort verweilen?

    Das halte ich für die einfachste Lösung. Hände waschen und ab zu dem eigenen Hütchen. Ggf auch eine eigene "Zone", in der die Spieler schon ein bisschen mit dem Ball machen können. Zu diesem Platz nehmen die Kinder ihre Tasche / Trinkflasche mit und dort findet auch jede Trinkpause statt.

    TomGB


    Ein Hygienekonzept wird auch dann benötigt, wenn die allgemeinen Kontaktbeschränkungen in den nächsten Monaten aufgehoben werden. Denn auch dann werden infizierte Personen und Kontaktpersonen in Quarantäne müssen. Deshalb macht es Sinn, die Wahrscheinlichkeit hierfür so gut es geht zu reduzieren.


    Momentan gibt es jedoch noch glasklare Regelungen für den Breitensport. Es ist eben nur erlaubt, wenn du für einen Abstand von 2 Metern garantieren kannst, außer ich übersehe eine Ausnahmeklausel, wie es sie bspw. bei Fahrgemeinschaften gibt.


    Ich will es dir sicherlich auch nicht rausreden, möchte dich nur darauf aufmerksam machen, dass du (oder allgemeiner: jeder) extrem aufpassen muss und da bestmöglich absichern sollte. Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz sind keine Kavaliersdelikte! Da können schnell einmal Strafen (gerade für den organisierten Bereich) im höheren 4-stelligen Bereich anfallen.

    Ich muss da Charles De Goal zustimmen.

    In Art. 1 Absatz 8 heißt es in der aktuellen Verordnung des Landes Niedersachsen wie folgt: Die Sportausübung auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen und ähnlichen Einrichtungen ist zulässig, wenn


    1. diese kontaktlos zwischen den beteiligten Personen erfolgt,

    2. ein Abstand von mindestens 2 Metern jeder Person zu jeder anderen Person, die nicht zum eigenen Hausstand gehört, jederzeit eingehalten wird

    Gleichzeitig schreibst du:

    Das wäre dann ohnehin so, dass alle in Quarantäne müssten. Ich kann bei 12 - 18 Spielerinnen schon nicht dafür garantieren, dass beim Ankommen und Abfahren vor/nach dem Training keine Kontakte unterhalb von 2 Metern stattfinden. Soviel Aufpasserarbeit kann ich als einzelner Trainer nicht leisten.

    Nur das sich Spieler auch mal kurzfristig näher als 2 Meter kommen, das kann ich teilweise nicht ausschließen.


    Du und der Verein verstoßen mit dem Vorgehen ganz klar gegen Punkt (2) eurer Landesverordnung! Diesen Abstand MUSST du vor, während und nach der Einheit sicherstellen und nicht darauf vertrauen, dass sich die Spieler/innen von alleine daran halten. Wenn es dir bei solch einer großen Gruppe nicht gelingt, dann ist eine Reduzierung der Gruppengröße sinnvoll. Da braucht es auch keine gesetzliche Verpflichtung für, um den Sinn und Nutzen dahinter zu erkennen.

    Das Problem mit den nicht angemeldeten Spielern umgehst du einfach, in dem sie nicht mittrainieren dürfen! Ich weiß nicht, warum man sich als Trainer (und vllt auch Verein) manchmal so vor konsequenten Handeln scheut, aber in dieser Angelegenheit gibt es einfach keinen Spielraum für Nachlässigkeit und Laissez-faire.


    Was die Quarantäne angeht:

    Es ist eben nicht so, dass alle in Insolation müssen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Bisher mussten maximal Kontaktpersonen 1. Grades in Quarantäne. Kannst du durch ein geeignetes Konzept und strikten Vorgehen dem Gesundheitsamt zeigen, dass keiner aus der Trainingsgruppe zu diesem Personenkreis zählt, muss auch niemand in Quarantäne (außer die Betroffene). Wenn du so weitermachst wie bisher, dann ist es absehbar, dass alle quarantänisiert werden müssen.

    Mit solchen Dingen (nicht genau zu wissen, mit wie vielen Spielern das Training startet trotz Anmeldesystem über Spielerplus) müssen wir glaube ich alle leben. Zumindest wenn die Spieler es aus Arbeitsgründen manchmal nicht pünktlich schaffen.


    Ich bin deswegen der Meinung, dass ich entweder diesen Kompromiß ohne Pufferzonen auch mal gehen muss oder Training sonst ganz lassen muss zur Zeit.

    Und genau das wird dir dann als Fahrlässigkeit unterstellt. Aber okay, muss jeder für sich selbst verantworten.

    Ich schätze das Risiko einer Infektion bei Freiluftaktivitäten nicht sonderlich hoch ein. Dennoch ist so ein Hygienekonzept momentan sinnvoll und notwendig. Falls doch einmal ein infizierter Spieler das Training besucht und du ein gutes Konzept hast, ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle Spieler der Gruppe auch in Quarantäne muss. Deshalb sollte man es nicht so larifari-mäßig handhaben.

    Erlebe ich bei uns im Ort auch: Wir haben 6 Vereine und nur zwei lassen Training zu. Das finden die anderen vier Vereine nicht so toll, aber ist ja eher deren Problem als das derer, die ihre Plätze öffnen, weil sie es hinbekommen.

    Genau so sehe ich das auch! Anstatt das als Anreiz zu sehen um den Arsch hochzukriegen wird Stimmung gegen die gemacht, die es ausprobieren möchten. So lässt sich wenigstens sagen: "Die anderen lassen ihre Sportplätze auch noch gesperrt."


    Wir haben uns heute im Stammverein auf ein Konzept geeinigt, welches das Risiko minimieren sollte. Wobei ich das Risiko beim Freiluftsport als sowieso schon sehr gering einschätzen würde, auch mit Kontakt. Nur ein Bruchteil der Infektionen gehen auf Schmierinfektionen zurück. Wieso also das Material desinfizieren? Selbst Prof. Drosten (Berater der Regierung) von der Berliner Charité wird wie folgt zitiert:

    Zitat

    Da also der Großteil der Infektionen auf Tröpfchen und Aerosole in der Luft zurückzuführen sei, halte er auch "das ständige Hinweisen auf Händewaschen und Desinfektion, die man auf Oberflächen sprüht, für total übertrieben." Und man könne im Umkehrschluss auch nicht sagen, man mache jetzt hier alles auf, "weil wir ja jede Menge Desinfektionsmittel versprühen und uns immer schön die Hände waschen." Dass die Menschen in Restaurants jetzt wieder dicht an dicht sitzen, halte er sogar für gefährlich, so Drosten. Er gehe davon aus, dass erfahrene Hygieniker das ähnlich einschätzen.

    und

    Zitat

    Denn laut seiner Einschätzung seien Außenbereiche relativ sichere Zonen, da dort das Aerosol weggeweht werde, statt in der Luft stehenzubleiben. Er würde sogar so weit gehen, dass beispielsweise auf Terrassen zwei Meter Abstand gar nicht nötig seien.

    Hier in der JSG ist das Chaos perfekt :D


    Der Verein, der seine Sportanlage nur für seine Mitglieder öffnen wollte, hat dies nun aufgrund von Beschwerden aus Vereinen, die ihre Anlagen z.T. bis zum Ende der Sommerferien nicht öffnen wollen, wieder zurückgezogen und bleibt somit auch weiterhin gesperrt.

    In der Zwischenzeit haben wir für meinen Stammverein ein Hygienekonzept für dessen eigenen Platz ausgearbeitet, um ab Juni eine schrittweise Wiederaufnahme zu ermöglichen. Der Stammverein begrüßt das und möchte das so umsetzen.


    Sollten die anderen Vereine nun einen zu großen Druck auf uns ausüben, werde ich meine Tätigkeit in der JSG ab Sommer einstellen. :thumbdown:

    Einmal 2x2 auf 10 x 10 Meter, einmal 3x3 auf 14 x 10. Dabei dürfen die Spieler die Mittellinie nicht überqueren und müssen versuchen, aus der eigenen Hälfte Tore (Kleintor) zu erzielen. Das hat gut funktioniert, selbst mit den Abständen.

    Wie sah das aus? Jeder hatte seinen Bereich, den er nicht verlassen darf? Liest sich gerade so, als wenn sich 2 / 3 Spieler eine Spielfeldhälfte geteilt hätten.

    Muss das in einer JSG unbedingt so kompliziert gehalten werden? Bisher gibt nur ein Verein sein Trainingsgelände ab dem 01.06 wieder frei, allerdings erst ab D-Jugend und nur für Vereinsmitglieder.

    Teilweise dürfen so nur maximal die Hälfte der Spieler eines Teams trainieren. :D Die ersten Altersklassen haben schon entschieden, ihre Spieler nicht auszugrenzen und warten somit noch weiter ab.


    Ich kann es auf einer Seite schon verstehen, wenn alle anderen noch nicht öffnen und die Verantwortung auf einen von 7 Vereinen faktisch abgeben. Aber von dem vielfach angepriesenen Zusammenhalt und der Zusammenarbeit ist dann, wenn es darauf ankommt, nicht allzu viel zu sehen.

    Das bestärkt mich in meiner Meinung, dass die JSG nicht zukunftstauglich ist und man seit Jahren in einer Not- bzw. Zwischenlösung feststeckt.

    Ah okay, wenn du dich nur auf den spezifischen Fall beziehst. Wird bestimmt auch einige geben, die die Verantwortung nicht übernehmen möchten oder das Risiko selbst noch als zu hoch einschätzen. Wollte mit der Intervention nur verhindern, dass alle, die nicht sofort wieder trainieren, pauschal abgestempelt werden.


    Der Thread hier hat mich aber ein wenig zum Umdenken angeregt. Ich bin nicht mehr per se gegen ein Training unter diesen Umständen. Jetzt müssen erst einmal die Plätze aufgemacht werden und dann noch einmal neu über das Vorgehen nachgedacht werden.

    In den Corona-Zeiten werden sich sicherlich die kreativen und "mutigen" Trainer hervortun und die faulen langweiligen auf der Strecke bleiben.

    Sehr pauschal und bewusst(?) provokativ gedacht.

    Da bleibt nur zu hoffen, dass mich meine Spieler nicht auch als faul und langweilig wahrnehmen werden, weil die Gemeinde die Anlagen noch nicht freigegeben hat und einige Vereine diese bis zu den Sommerferien geschlossen lassen.

    Die Landesverordnung sowie der HFV sagen dazu nichts, es soll nur in kleineren, überschaubaren Gruppen trainieren werden bzw. maximal zu zehnt.


    Glaubt ihr, die Krise wirkt sich auch nach Corona negativ auf die Vereinsaktivität in Deutschland aus? Je länger der momentane Ist-Zustand anhält, es nicht absehbar ist, wann wieder normal trainiert und gespielt werden kann und Vereine evtl. nicht in der Lage sind, den Betrieb unter den angeordneten Maßnahmen wieder aufzunehmen, halte ich ein größeres Vereinssterben für nicht allzu abwegig. Auch wenn er durch finanzielle Unterstützung am Leben erhalten werden kann, funktioniert er dennoch ohne Mitglieder nicht.

    Gleichzeitig scheint das digitale Angebot (Netflix, Playstation und co.) in dieser Zeit krisensicher, weil auch mit Kontaktsperre machbar, zu sein. Auch die Verbände boten und bieten teilweise E-Sports Ligen an.


    Aus Vereinssicht sicherlich nicht einfach.

    Es war abzusehen, dass bei uns in der JSG einige Vereine vor den Auflagen kapitulieren werden. Die ersten gaben bereits bekannt, ihre Anlagen vorerst bis zum 30.06 geschlossen zu lassen. Man schaffe es nicht, die behördlich angeordneten Maßnahmen zu erfüllen.

    In Hessen wird nun auch abgebrochen. Offiziell muss die Entscheidung noch auf einem einberufenen Verbandstag im Juni bestätigt werden, man hat sich jedoch heute bereits auf folgendes Modell geeinigt:


    Quotientenregel, nur Aufsteiger und keine Absteiger. Pokalwettbewerbe sollen noch zu Ende gespielt werden.


    Finde ich persönlich extremst schade. Hatte noch die vage Hoffnung, die verlorene Zeit mit dem Team in den Sommerferien bzw. in der Zeit bis zum Beenden der verlängerten Saison nachzuholen. Jetzt kommt doch der Druck, trotz bescheuerter Auflagen Training anzubieten, um sich persönlich nach 4 Jahren zu verabschieden. :rolleyes::rolleyes:

    Mir scheint der Aufwand erheblich zu sein. Wieso kann man bitte keine einheitliche Regelung für die gesamte Republik aufstellen? Sind sich die Verbände so Spinnefeind und Profilierungsgeil wie die Politiker? Ein wenig mehr Zusammenhat grad jetzt würde Zeichen setzen.

    Die Verbände machen nicht die Gesetze. Jedes Bundesland hat andere Regelungen getroffen, weshalb auch die Empfehlungen der Verbände, die sich daran orientieren müssen, unterschiedlich ausfallen. Natürlich sind diese daran interessiert, es möglichst vielen Mitgliedern bzw. Vereinen zu ermöglichen, ihrem Sport wieder nachzugehen. Warum sollte also ein Verband, in dessen Bundesland keine Gruppengröße von 5 Personen gesetzlich vorgeschrieben ist, auf eine Kleinstgruppe bestehen?


    Gleichzeitig konkretisieren die Empfehlungen auch die Anordnungen des Landes, um den Vereinen eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie sie damit umgehen können. Hältst du dich als Verein an diese Empfehlungen, stehst du auf der sicheren Seite. Als "guter" Verein hält man sich an die Empfehlungen.

    Deine Sichtweise verstehe ich und so ist verständlicherweise der Tenor unserer Jugendleitung. Für meine Spieler hatte ich auch ein Programm aufgestellt (steht auch hier im Forum zur Verfügung), um ebenfalls in der Zwangspause zu zeigen, der Verein ist weiterhin aktiv für die Spieler da.

    Nachdem ich letzte Woche darum gebeten hatte, Fotos oder Videos zu schicken, um zu schauen, wie viele Punkte die Kids sammeln konnten, war die Resonanz enttäuschend gering. Von keinem einzigen Elternteil kam etwas. Wenn dann aber gleichzeitig mit der Meldung, wir dürfen seitens des Landes wieder trainieren, die Aufforderungen kommen, wir sollen doch so schnell es geht loslegen, weil die Kindern sonst "durchdrehen", kann ich das schlecht einordnen.


    Aber aus Vereinssicht hast du natürlich recht und das bestreite ich auch gar nicht. Ich wollte nur aufzeigen, dass sich niemand vorwerfen lassen muss, es sei unverantwortlich oder schlimm, wenn er nicht direkt mit dem Training wieder beginnt.

    Das klingt so ja noch machbar. Vor und nach dem Training zu desinfizieren, wird dann noch einmal etwas Zeit beanspruchen. Ein kurzer Zwischenbericht von nächster Woche wäre ganz nett. Das hilft vielleicht einigen dabei, den Mehraufwand für sich selbst besser abzuschätzen.


    Meine E-Jugend wird frühestens im Juni starten. Das wären dann aber auch nur noch 4 Wochen a eine Trainingseinheit bis offiziellem Saisonende. Mich persönlich reizt es mit dem Wissensstand (und der Tendenz des Saisonabbruchs) wenig, den Aufwand zu betreiben.