Beiträge von Charles De Goal

    Ich hätte das so kommunizieren können, hätten Sohn und Vater das nicht selbst den anderen Eltern und Kindern schon gesagt.


    Da kommen Kinder zum Training und fragen ""Hat XYZ uns wirklich verlassen, weil er uns zu schlecht findet? Hat er nämlich in der Schule gesagt".


    Und in der Schule sagt das kein Vater, sondern das Kind selbst.


    Ich weiß schon, dass das vom Vater ausging, aber der Sohn hat es mindestens mitgetragen, wenn nicht sogar den Ausschlag gegeben.


    Und ich brauchte da gar nichts zu beitragen oder der Mannschaft erklären, dass hat die entsprechende Familie schon selbst getan.

    Was sind denn egoistische Gründe für einen Wechsel?

    Mir würden da spontan keine einfallen!

    Ich habe mal von einem Spieler und seinem Vater gehört, dass die Mannschaft ihm zu schlecht sei und er besser wäre, somit wechseln würde.


    Es ist im Prinzip einzig und allein die Formulierung. Sagt diese Familie "Wir sehen bei einem höherklassigen Verein bessere Entwicklungschancen", dann ist das total nachvollziehbar, wenn der Junge das Talent hat.

    Aber heißt es (wie in diesem Fall) "der Spieler und der Spieler sind zu schlecht, mein Junge geht woandershin, weil ihm die bisherige Mannschaft zu schwach ist", dann ist das absolut egoistisch und auch ziemlich frech. Das ist nämlich eine Beleidigung für das eigene Team, mit dem man (in diesem Fall) 5 Jahre durch Dick und Dünn gegangen ist.


    Nochmal: Ein wechsel ist nicht verwerflich. Aber die Art und Weise steuert, ob ein Wechsel als egoistisch aufgenommen wird oder nicht. Dieser genannte Spieler braucht eben in der Mannschaft nicht mehr aufzutauchen, da sind sie die ehemaligen Mitspieler einig.


    Anders geht es auch: Wenn ein Spieler es so formuliert, dass er die Chance wahrnehmen möchte, in einem größeren Verein zu spielen und dann sagt, dass er beim Scheitern sofort wieder bei uns aufschlägt, sich sogar ab und zu Spiele anschaut - dann wird es eben nicht als egoistisch interpretiert sondern mit einer Träne verabschiedet und mit offenen Armen wieder empfangen.


    Beide Beispiele sind innerhalb von 2 Jahren in meiner aktuellen D-Jugend aufgetreten und zeigen, wie unterschiedlich der Umgang bei unterschiedlicher Kommunikation ist.

    Habe ähnliche Abmeldungen schon erlebt. Dann tagelang durchleuchtet und am Ende kommt man zu dem Schluss, der auch die erste Reaktion war: ich hab da nichts falsch gemacht. Wenn eine Reaktion des Gegenübers nicht versteht, hat das auch seinen Grund. Der Gegenüber hat eine nicht-fundierte Entscheidung getroffen.


    Manche Menschen/Eltern sind einfach so. Ist immer leicht, anderen die Schuld zu geben und sich über irgendwas zu beschweren und dann übertriebene Konsequenzen zu ziehen.


    Finde es einfach nur frech, dass sowas dann auf Kosten eines ehrenamtlichen Trainers ausgetragen wird.


    Ich weiß, dass es schwierig ist, das auszublenden: Aber lass dich bei einem 17er Kader nicht von sowas negativem runterziehen. Denk lieber ab die 16 anderen Kinder, die da sind und wollen!

    Was das Sportgericht angeht, habe ich die gleiche "Sorge". Der Spieler hat aber nun schon 3,5 Wochen "abgesessen", sodass die Sperre eigentlich nun vorbei sein sollte. Mildernde Umstände sollte es geben, da der Spieler laut Sonderbericht NICHT der Auslöser war: Der Schiedsrichter wenigstens angegeben hat, dass er ein hartes Foul an diesem Spieler geahndet hat und der danach als Reaktion getreten hätte und dann Rot bekommen hat. Im Regelwerk finde ich eben, dass Spieler, die nicht die erste unsportliche Aktion begangen haben, mit einer Reduzierung der Strafe rechnen können. Wie erwähnt ist außerdem im Sonderbericht das Wort "rücksichtslos" zu finden, was ZWINGEND Gelb ist und nicht Rot!!


    Ich habe insgesamt 9 Zeugen (Zuschauer, Abteilungsleiter, Spieler) gesammelt, die mir ihre Infos zukommen lassen haben. Diese habe ich zusammengefasst und im zeitlichen Ablauf mit Spielernummern niedergeschrieben. Eigentlich die perfekte Vorarbeit für die Justiz. Wir werden das angehen und auf jeden Fall vor dem Sportgericht erwähnen, dass diese Strafanzeige läuft.

    Die Frage ist: Wo liegt das Problem? Stört dich das Ergebnis oder die Leistung? Wo möchtest du ansetzen? Man kann auch mit einer guten Leistung verlieren, aber auch mit einer schlechten Leistung gewinnen. Wenn ihr einen Torwart hattet, der jünger ist und auf das große Tor keine Chance hatte, ist ja zumindest die Menge der Gegentore erklärbar.


    Wenn du das Gefühl hast, dass es den Jungs egal war, dann kannst du ruhig mal klare und auch harte Worte finden. Mir als Trainer sind schwache Spiele nicht egal und ich will das immer hinterfragen, weil wir es besser machen sollten. Wenn dann aber Spieler 10 Minuten nach Abpfiff wieder über Fortnite reden und am Handy sitzen, dann fühle ich eine gewisse Gleichgültigkeit. Und das kann ich nicht akzeptieren für die Zeit und Energie, die ich investiere.


    Ich habe auch gute Erfahrungen damit gemacht, so eine Ansprache ruhig und sachlich rüberzubringen (vor allem in Halbzeiten, wenn man zurücklag. Da bringt es ja keinem was, noch gesagt zu bekommen, wie schlecht man gespielt hat). Verständnis zeigen und seine eigene Sicht der Niederlage erklären - da kannst du ruhig Vorwürfe wie das mit den Handys an die Mannschaft anbringen. Aber letztlich ist es am interessantesten, was die Jungs selber dazu sagen und wie sie es erklären: Die (Nicht)-Leistung haben sie ja erbracht, deswegen sollten sie auch wie Goodie schreibt erstmal erklären, warum es so war.

    Also da muss definitiv Anzeige erstattet werden.


    Bei uns im Kreis ist es häufig so, das ein bestimmter Schiedsrichter mit roten Karten nur so um sich schmeißt und dadurch häufig Teams den Platz verlassen oder gar nicht mehr spielfähig sind. Da dreht es sich zwar nicht um Schlägereien oder andere harte Dinge, sondern um Kleinigkeiten wie Foulspiele, Zeitspiel, Pfiff überhören usw. !


    Der Schiedsrichter ist allen bekannt und wird bei jeder dieser Verhandlungen als der Schuldige hingestellt (von beiden Teams) und er kommt immer super weg. Ein Schiedsrichter wird nie vor einer Spruchkammer schlecht dargestellt werden. Er wird immer in seiner Handlungsweise unterstützt werden. Von daher wirst du auf dieser Ebene meiner Meinung nach nichts erreichen können. Die Frage ist ja auch, inwieweit es dir oder dem geschädigten Spieler hilft, wenn die Täter nachträglich gesperrt werden?!?!?!

    Mir persönlich würde das nicht helfen, auch dem geschädigten Spieler nicht. Es wäre lediglich Gerechtigkeit und Schutz für die nächsten Gegner des Spielers.


    Und letztlich geht es in unserem Fall ja auch darum, dass unser Spieler nicht weiter gesperrt wird, obwohl er hier das Opfer ist. Die beiden Sachen (also Bestrafung des einen und Aufhebung der Sperre des anderen) hängen sehr weit ineinander.


    Wir haben das heute beim Training bereits gesprochen, das mit der Anzeige werden wir machen, auch wenn es sich extrem lang hinziehen kann und viel Arbeit ist.

    Das ist eine gruselige Geschichte! Meine erste Empfehlung wäre, dass der attackierte Spieler bei der Polizei Anzeige erstattet, das würde ich nicht der Sportgerichtsbarkeit überlassen.

    Ja, gruselig vor allen Dingen. Das war ja sogar ein "Freundschaftsspiel" zwischen zwei C-Ligisten!!


    Das mit der Anzeige bei der Polizei haben wir auch schon überlegt, wollen diesbezüglich aber zunächst diese Verhandlung abwarten. Glücklicherweise ist einer der 4, die von uns hinfahren, Polizist und Fachmann für sowas. Wird a) für Glaubwürdigkeit sorgen und b) kann er die nächsten Schritte einleiten, wenn sich das beim Sportgericht in eine "komische" Richtung entwickelt.

    Ich habe diese Woche eine Verhandlung beim Sportgericht:

    In einem Freundschaftsspiel meiner Herrenmannschaft wurde ein Spieler meiner Mannschaft erst gefoult, auf dem Boden liegend ins Gesicht getreten, dann von mehreren Gegenspielern festgehalten und zweimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Nebenbei wurde er rassistisch beleidigt (er hat einen Migrationshintergrund).

    Daraufhin zeigte der völlig überforderte Schiedsrichter UNSEREM Spieler die Rote Karte (obwohl er das Opfer war), die Gewalt der Gegner ließ er unbestraft und wollte weiterspielen lassen. Seine Erklärung war: Unser Spieler war für die Rudelbildung verantwortlich und trat einen Gegner "rücksichtslos" (was natürlich nicht mit Rot, sondern in jedem Fall mit Gelb zu ahnden wäre). Ich nahm jedoch meine Mannschaft vom Feld und erwirkte einen Spielabbruch, da ich unter solchen Voraussetzungen meine Mannschaft nicht spielen lassen kann und will.

    So, nun ist unser Spieler für unbestimmte Zeit gesperrt, die Verhandlung soll zeigen, wie lange. Die Spieler des Gegners haben seitdem schon 2 Meisterschaftsspiele bestritten und haben offenbar nichts zu befürchten, weil der Schiedsrichter es entweder nicht gesehen hat oder es nicht sehen wollte. Wir haben allerdings 9 Zeugen (Zuschauer und Spieler), die die Vorgänge unabhängig voneinander bestätigt haben.


    Wie verhalte ich mich bei der Verhandlung? Wir fahren zu viert dorthin (der genannte Spieler, der Kapitän, ich als Trainer und ein weiterer Spieler, der in der Situation geschlichtet hat). Sollen wir uns nur auf unseren Spieler und dessen unberechtigte Sperre konzentrieren? Sollen wir die Unfähigkeit des Schiedsrichters ansprechen? Sollen wir ganz offensiv die brutalen Gegenspieler an den Pranger stellen? Ich habe leider keinerlei Erfahrung damit.

    Also sorry, da nimmt man sich selber wieder viel zu ernst.

    Ich gehe davon aus, dass es auch bei dir um Amateursport geht und da entscheiden einfach die Kinder bzw. Eltern wo sie im nächsten Jahr spielen wollen.

    Es geht weder um Verträge, noch um Geld, noch um irgendwelche relevanten Wettbewerbe...

    Richtig, aber auch im Amateursport gehört es zum guten Ton, dass man mit offenen Karten spielt.

    Da hast du mich missverstanden. Ich bin dann niemandem böse und werfe auch niemandem was vor. Ich möchte in diesem Fall nur die Info bekommen wegen der Planungssicherheit und weil es sich einfach gehört, dass man Bescheid sagt, wenn man sich trotz Versprechen umentscheidet. Wenn das Angebot attraktiv ist, dann kann man niemandem verdenken, wenn man es annimmt.

    Die Sichtung von Spielern in der Halle macht auch deshalb Sinn, weil es viele Umschaltmomente gibt.

    Ja, dagegen sagt niemand was.


    Aber Sichtung um jeden Preis, als 10-12 Mannschaften an einem Nachmittag durchboxen (bei uns waren es in der E2 noch 16 Teams) und auf das Wohl der Kids pfeifen kann auch nicht die Lösung sein.


    Und das nur, weil manche Auswahltrainer zu faul sind, sich einfach zwei Turniere anzuschauen anstatt nur eins.

    Also ich möchte als Trainer Planungssicherheit haben und plane in der Winterpause bereits die Mannschaft für die kommende Saison. Da kommt es ungelegen, wenn Stützen der Mannschaft im März irgendwo eingeladen werden und eventuell wegbrechen.

    Da ist es das Mindeste, wenn man darüber informiert wird. Natürlich kann sich auch im Sommer jemand entscheiden, mit dem Fussball aufzuhören.


    Aber eine grundlegende Sache für mich ist folgende: Fussball ist ein Mannschaftssport und wenn ich mich dazu entschließe, in einer Mannschaft oder in einem Verein Sport zu treiben, dann habe auch ich selbst eine Verantwortung gegenüber der Mannschaft. Und wenn ich im Winter sage, dass ich in der nächsten Saison zur Verfügung stehe, dann habe ich das auch zu tun (unabhängig vom Alter). Und als Trainer möchte ich einfach informiert sein, wenn sich da etwas ändert oder sich vielleicht neue Möglichkeiten ergeben.


    Und würde es diese Information vom suchenden Verein nicht geben und würden Spieler/Eltern den Trainer nicht informieren, dann sind im Sommer vielleicht ohne Vorwarnung mehrere (wichtige) Spieler weg. Das sollte so nicht sein!

    Für mich ist die Hallenrunde mit der unnötigste Wettbewerb innerhalb einer Saison. Meist zu wenig Platz für zu viele Teams. Wartezeiten von bis zu 40 Minuten zwischen den Spielen ist hier leider bei den normalen Hallen die Regel. Dann hast du mit etwas Pech dein letztes Spiel als drittletztes Spiel des Turnier, wartest als höflicher Gast bis zur obligatorischen Siegerehrung, die mitgereisten Eltern drängeln, dass sie nach Hause wollen, die Kids wollen Bewegung. In durchschnittlich 3 Stunden Turnierdauer kommt das eigene Team auf ca. 30 Minuten Spielzeit.

    Den Verband interessiert leider nicht, wie die Umstände für die Mannschaften sind. Die Kreishallenmeisterschaft ist nunmal die einfachste Möglichkeit, innerhalb von kurzer Zeit die "besten" Spieler im Kreis zu sehen und zu sichten.


    Um was anderes geht es doch dabei nicht. Und da hab ich mich schon öfter bei uns im Kreis beschwert, interessiert niemanden. Wir hatten in der D1 4 Vorrundenspiele verteilt auf 4 Stunden (einmal 60 Minuten Wartezeit) und dann 2 KO-Spiele nacheinander gegen einen Bezirksligisten und einen Regionalligisten. Uns wurde nur gesagt "Ihr seid doch weit gekommen" und "ihr habt tolle Spieler".


    Und wozu gibts das ganze dann? Kreisauswahl-Trainer und Stützpunkttrainer wollen einfach die besten sehen und für ihre Auswahlmannschaften rauspicken. Und nebenbei scouten die höherklassigen Vereine mit und suchen sich gleichzeitig Spieler raus. Traurig aber wahr.

    Vielleicht sollte man kalkulieren, dass nicht jeder gut deutsch schreiben kann. Viele Ausländer lernen zwar im Alltag gut sprechen aber nicht unbedingt auch gut schreiben...



    Ja, sicher ist das auch etwas penibel. Aber ganz ehrlich: Es geht darum, jemanden von einem Vereinswechsel zu überzeugen und man kann nunmal durch solche Kleinigkeiten einen ersten Eindruck richtig kaputt machen. Wenn mein Name falsch geschrieben ist, dann ist das schon suboptimal. Aber wenn dann Rechtschreibfehler drin sind, die sogar den U13-Kids auffallen, dann ist das ein Alarmsignal. Die Zeit zur Korrektur sollte man sich schon nehmen bei etwas, wo der Eindruck wichtig ist.

    Positiv würde ich auch herausheben, dass die Vereine überhaupt ihren Kontaktversuch ankündigen. Das ist nicht immer so, viele gehen auch den direkten Weg zum Spieler oder zu dessen Eltern.


    Grüße

    Oliver

    Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit, deshalb war ich auch bei der Geschichte, die ich oben erzählt habe, sehr erbost (als ein Verein den falschen Verein angeschrieben hat). Aber es mag sein, dass das nicht überall selbstverständlich ist, das will ich mir gar nicht ausmalen!

    Also sorry, aber wer sich nicht mal 2 Minuten Zeit nimmt seine Rechtschreibung zu überprüfen, muss auch mal sowas aushalten können :D

    Es ist dem Empfänger einfach unglaublich unhöflich gegenüber, weder auf Rechtschreibung noch auf Inhalt zu achten. Klingt ja schon fast wie der Prinz aus Nigeria der eine Überweisung von mir will :D

    Anbei eine dieser E-Mails:


    "Hallo nach ...,


    wir möchten euch hiermit, auf fromellen Weg, darüber informieren das wir mit den D-Jugendspielern:


    *falsch-geschriebener Spielername*

    *falscher Spielername*


    in Kontrakt treten werden.


    mit sportliche Grüßen"


    Ich glaube, dass sich so mancher nigerianischer Prinz mehr Mühe gibt, man möchte ja zumindest glaubhaft wirken. Ich finde es ebenso respektlos, einen Namen falsch zu schreiben, aber im persönlichen Gespräch wahrscheinlich zu erzählen, dass man den Spieler seit Jahren beobachtet.

    Gleichzeitig zeugt es von geringer Wichtigkeit, wenn solche Flüchtigkeitsfehler in einer eigentlich schon wichtigen Mail zu finden sind.


    Insgesamt wirft es einfach ein sehr schlechtes Bild auf einen Verein. Diesen Satzbau und die Rechtschreibfehler kann man sich echt nicht ausdenken. :D

    Wie sieht's denn bei euch mit dem Aufstieg in den Bezirk aus?

    In der Rückrunde spielen bei uns im Kreis die Top-6 gegeneinander den Kreismeister aus, der dann an der Bezirksliga-Relegation teilnimmt. Wir haben in der Hinrunde bereits die stärkste Liga gewonnen und gehen als Favorit in die Meisterrunde.

    Blöd ist natürlich, dass wir, wenn wir aufsteigen sollten, ab 19/20 in der C-Jugend spielen und wieder in der Kreisliga "festsitzen". Wir haben leider keinen entsprechend guten Jahrgang über uns.


    Ich werde eure Antworten beherzigen, die treffen eigentlich genau meinen Geschmack. Süffisante Antwort-Mails werden den anderen Verein vielleicht nicht unbedingt interessieren, aber sie geben mir doch ein besseres Gefühl bei der Sache. Die letztlich richtige Antwort ist dann aber die der Spieler/Eltern, die kein Interesse an einem Probetraining/Wechsel haben.

    Hallo zusammen,


    ich trainiere eine ziemlich gute Kreisliga-U13. Wir gehören seit Jahren zu den besten im Kreis, messen uns alle paar Wochen mit Bezirks- und Regionalligisten und können dort mithalten. Natürlich wächst die Mannschaft auch seit Jahren, sodass wir inzwischen einen 21er Kader haben und nach und nach alle Kids auch auf ein gutes Niveau bringen.


    Was natürlich dabei immer ein Thema ist: Vereine aus der Umgebung sind scharf auf unsere Leistungsträger. Im letzten Jahr wechselten 3 Spieler zu Bezirksligisten, vor 2 und vor 3 Jahren jeweils ein Spieler in nahegelegene NLZs von Zweitligisten. Und auch in den letzten Wochen kamen wieder Anfragen von liga-höheren Vereinen.

    Leider sind diese Anfragen absolut lächerlich und peinlich, einem Bezirksligisten absolut unwürdig. So sind die E-Mails, in denen die Kontaktaufnahme angekündigt wird voller Rechtschreibfehler. Die Namen der Kids sind falsch geschrieben und die Höhe war, dass ein Verein einfach einen Spieler nach einem Spiel angesprochen hat und nach seiner Adresse fragte. Es stellte sich heraus, dass der Verein allerdings sehr wohl eine Anfrage gestellt hat, aber diese an einen ganz anderen Verein geschickt hat.

    Heute kam eine Mail, in der die Kontaktaufnahme zu einem Spieler angekündigt wird. Der Name des Spielers ist aber niemandem in unserem Verein bekannt. Wahrscheinlich hat hier jemand einfach eine Liste abgearbeitet und ist in der Zeile verrutscht.


    Wie werden wir solchen Anfragen gerecht? Können wir den Verband bei besonders dreisten Abwerbeversuchen einschalten?


    Was Wechsel angeht, haben zumindest die Jungs aus der U13 kein Interesse - sie wissen, dass sie (dreimal in der Woche) gutes Training bekommen (Ich habe die B-Lizenz, mein Co-Trainer macht die C-Lizenz), wirklich gute Mitspieler haben, sich mit guten Teams messen können und in jedem Jahr zur Spitze des Fussballkreises gehören.


    Dennoch finde ich diese stümperhaften Anfragen einfach nervig und möchte den Vereinen eigentlich jedes mal sagen, dass es so nicht geht.

    es sollte eben immer möglichst unaufgeregt und hilfreich sein, sprich eine andere Handlungsoption/Alternative muss schon aufgezeigt werden.

    Eben! Was man mit gutem Ingame-Coaching und Hilfestellungen alles in den Jugendbereichen erreichen kann. Erfahrungen und andere Sichtweisen zurufen, das hilft den Kindern ungemein. Selbst im Erwachsenenbereich ist es sinnvoll, wenn die Spieler auf Hinweise hören und sie umsetzen.

    Als Trainer kann ich meine Erfahrungen und mein Wissen durch kurze prägnante Tipps weitergeben.


    Vor einigen Monaten erlebte ich einen Trainer, der seinen Kindern Liegestützen androhte, wenn sie Fehler machen. Als seine Mannschaft dann hinten lag, rief er nach jedem "Fehler" nurnoch "Und nochmal 10 dazu"...

    Hat den Kindern bestimmt geholfen, diese Fehler abzustellen, als sie beim nächsten Training dann 200 Liegestützen gemacht haben. 8o

    ist es so tragisch wenn sich ein Thread weiterentwickelt wenn ja das Thema eh schon abgehackt ist?

    Nein.


    Aber um die Übersicht zu wahren, sollte das vielleicht in einem Thread namens "Vergleich Futsal & Hallenfussball" diskutiert werden. Hier ging es ausschließlich um Trainingsmethoden und Trainingsgestaltung in der Wintersaison.