Beiträge von Charles De Goal

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    In anderen Sportarten - zB Hockey - bekommt man sofort eine Zeitstrafe (wäre ein Mittel auch für den Fussball), wenn man mit dem Schiedsrichter diskutiert bzw. Entscheidungen kommentiert. Sofort.

    Neben dem Fußball spiele ich noch höherklassig Basketball: Wer hier eine Entscheidung des Schiedsrichters kritisiert, meckert oder unsportlich ist, bekommt ein technisches Foul und der Gegner bekommt Freiwürfe und Ballbesitz. Beim zweiten technischen Foul ist der Spieler raus. Dadurch ist der Sport deutlich "fairer" und es wird weniger diskutiert und über Entscheidungen geredet.


    Leider ist das beim Fußball so nicht möglich, da sich die Spiele in ihren Regeln, in der Größe und der Punkteerzielung so sehr unterscheiden.

    Ich konnte mir selbst schon ein bisschen helfen und habe die App Evernote (wieder-)gefunden. Ich habe sie vor 8 Jahren mal benutzt, als es die einzige vernünftige App für Notizen war. Inzwischen ist sie wirklich gut weiterentwickelt worden, man kann per Copy und Paste Bilder einfügen, Schlagworte/Hashtags vergeben und filtern. Dazu kann ich alles am PC hochladen und am Handy abrufen, außerdem auch Notizbücher oder einzelne Übungen teilen/freigeben.


    Habe bis jetzt 15 Übungen eingefügt, so sieht das dann aus:

    Im Thread Komplette Trainingseinheiten nur mit Spielformen im Bereich D-Jugend bis C-Jugend wurde schonmal über Sammlungen und Databases gesprochen, wie man seine ganzen Übungen ordentlich organisieren kann.


    Ich will das für mich, meine Trainerkollegen und den Verein jetzt auch angehen und möchte eine Database erstellen, die ich am PC und auf dem Handy browsen kann. Wichtig dabei wären mir, dass ich die Übungen nach bestimmten Themen filtern kann (z.B. Stürmerverhalten, Pressing oder Spielaufbau), aber ihnen auch noch kleinere Unterthemen geben kann, nach denen ich sie auch filtern kann (z.B. Spieloffene Stellung, Schulterblick, Beidfüßigkeit). Dazu soll natürlich ein Bild, die Beschreibung, Coachingpunkte, die empfohlene Altersklasse und noch die nötige Spielerzahl dabei stehen.


    Sodass ich am Ende sagen kann "ich möchte eine Spielform für 12 C-Jugend-Spieler, die die Beidfüßigkeit schult" und dann werden mir meine entsprechenden Übungen angezeigt. Rohdaten habe ich, ich dokumentiere seit 2 Jahren alle meine Trainingseinheiten (insgesamt 5 pro Woche) mit Excel inklusive allen diesen Informationen und mit Foto aus ESG.


    Hat jemand mit sowas Erfahrungen oder kennt jemand eine einfache Möglichkeit? Am einfachsten wären natürlich die Google Dienste, allerdings ist dort die Übersichtlichkeit und die Möglichkeit mit Hashtags nicht gegeben. Google Keep ist fast perfekt, allerdings bekomme ich die Fotos nicht wieder vernünftig rauskopiert und da ich dort auch meine privaten Notizen sammle, wird es sehr unübersichtlich.

    Zumal ein 3-5-2 nicht mehr Offensivspieler unterbringen kann, als euer aktuelle System, eher weniger: habt ihr bisher mit einem 10er, zwei Flügeln und einem zentralen Stürmer gespielt, habt ihr im 3-5-2 nur zwei Stürmer und einen Zehner (ist so zumindest meine Interpretation). Habt ihr in der Viererkette zwei IVs und offensive Außenverteidiger, habt ihr mit der Dreierkette drei IVs und offensive Außenverteidiger. Also vorne theoretisch einen weniger.


    Ich würde dir wie Trainer91 auch raten, bei der (hoffentlich) eingespielten Viererkette zu bleiben, vom 4-2-3-1 ist es jeweils nur ein kleiner Schritt zum 4-4-2 oder 4-3-3, wo ihr deutlich mehr Offensivspieler unterbringen könnt. In meinem 4-3-3 habe ich einen zentralen Stürmer, zwei Flügel und zwei Achter, die sich mit einschalten - macht 5 Offensive + Außenverteidiger.


    Ohne Vorwissen und Know-How wird eine Dreierkette schnell zum Libero mit zwei Manndeckern. Und die Zeiten sind seit 15 Jahren auch im Amateurfußball vorbei.

    Welche Gründe gibt es für das System? Was versprichst du dir davon? Was habt ihr zuvor gespielt und warum wollt ihr das nicht mehr spielen?


    Die Infos braucht man eigentlich, um es zielgerichtet einzustudieren! Daraus ergeben sich aktueller Leistungsstand und das Ziel.

    Wer bei Entscheidungen erhöhtes Diskussionpotential sah musste 5 Liegestütze machen.

    Ist eigentlich (für Senioren) eine gute Idee: einfach alle bestrafen, die wegen sowas diskutieren wollen und der Rest kann in der Zeit schon weiterspielen.

    es hängt von den Spielern und dem Mannschaftsklima ab und sicher auch von der Spielklasse in der Ihr unterwegs seid. In der C-Klasse sollte ein Schiedsrichter sicher nicht nötig sein, in der Verbandsliga macht er vermutlich Sinn.

    Das ist richtig. Wir reden hier von einer ambitionierten A-Liga-Truppe, wo schon etwas Zug drin ist. Da gibt es manchmal schon härtere Zweikämpfe, allerdings werden die dann eben unterschiedlich interpretiert. Geht was das diskutieren angeht schon fast Richtung Altherren.

    Ich bin der Meinung, dass das Verhalten der Mannschaft im Training das Verhalten des Trainers widerspiegelt bzw. der Trainer in der Sozialisation der Spieler.

    Für die Jugend gebe ich dir recht. Bei Senioren allerdings, wo jeder in seinem Beruf und seinem Leben unterwegs ist und ein gestandener Mann ist, prallen dann unterschiedliche Charaktere aufeinander. Da ist der Trainer dann nicht unbedingt mehr das Vorbild, an dem sich die Spieler orientieren.

    Wie behandelt ihr Foulspiele im Training? In meiner B-Jugend habe ich kein Problem damit, die Jungs sind mit der Fairplay-Liga großgeworden und einigen sich immer schnell selbst: Mal wird der Ball zurückgespielt, es geht beim TW weiter oder es gibt auch mal Freistöße. Ich muss da gar nicht eingreifen.


    Bei meiner Seniorenmannschaft (Kreisliga B, bin dort nur spielender Co-Trainer) sieht das anders aus: da werden ständig Wortgefechte ausgetragen und es gibt Diskussionen. Der eine sagt "hört doch mal auf zu foulen", der andere sagt "Sonntags ist das auch kein Foul" und es schaukelt dann hin und her. Wenn ich mitspiele, ergreife ich dann keine Partei, weil ich ja selbst als Spieler involviert bin und auf solche Streitigkeiten keine Lust habe. Der Cheftrainer schaut sich das aus der Entfernung an und greift nicht ein. Gibt es bei euch Lösungen für sowas? Der gefoulte entscheidet? Oder es wird grundsätzlich weitergespielt? Denn es sorgt immer wieder für schlechte Stimmung und senkt die Konzentration, wenn einige "Heißsporne" sowas ausdiskutieren müssen.

    Oder kann man sich bei euch zum Teamleiter Lehrgang anmelden und dann nur die Themen z.B. B-/A-Junioren mitmachen?

    Teamleiter will man ja nicht werden. Ist nur blöd für diejenigen die den Teamleiter machen wollen und dann keinen Platz mehr bekommen.

    Ja, das kann man (bei uns). Unser Lehrwart im Kreis ist da sehr offen: es gab einige, die ihren Teamleiter bei der C-Lizenz mitgemacht haben, andere kamen für bestimmte Themen und haben es sich dann für Verlängerungen anrechnen lassen. Auch Kurzschulungen werden immer wieder in Lehrgänge integriert.


    Nichtsdestotrotz behaupte ich, dass der Teamleiter niemandem schadet. Das ist wirklich meckern auf hohem Niveau: Wer eine A-/B-/C-/D-Jugend trainiert, bekommt sein spezifisches Wissen im Schwerpunkt und eben noch 30 LE Basiswissen, welches mit Sicherheit hilft.

    Aber diese 40 LE spezifisch für D-/C- oder B-/A-Junioren bekommt man doch im Teamleiter, wenn man sich für das entsprechende Modul entscheidet!


    Die anderen 30 LE sind Basiswissen, vermutlich ähnliches Basiswissen wie beim Junior-Coach.


    Wenn jetzt das einzige Problem die Anzahl der Lerneinheiten (40 LE vs. 70 LE) ist: worum geht es jetzt? Ausbildung dauert nun mal und es ist doch offensichtlich, dass bei 70 LE mehr mitgenommen werden kann also bei 40 LE.


    Der Junior-Coach für den mittleren oder oberen Jugendbereich ist der Teamleiter. Und wenn man keinen Bock auf oder keine Zeit für 70 LE hat, dann klärt man eben mit seinem Verband/Ausbilder, dass man die 30 LE Basiswissen nicht mitmacht und sich nur beim Modul dazusetzt. Der Lerneffekt sollte der gleiche sein.

    Bei uns heißt es "Zusatzbeitrag", der ist bei jeder Abteilung unterschiedlich. Das ist aber für jeden transparent ersichtlich, die Zusatzbeiträge jeweils aber auch im Kleingedruckten. Ist jemand in zwei Abteilungen aktiv, zahlt er nur einmal den Vereinsbeitrag, aber beide Zusatzbeiträge.


    Ich gehe stefan1977 recht: Vereine arbeiten (hoffentlich) nicht gewinnorientiert. 50€ im Jahr für Trainerkosten sind 1€ pro Woche, wenn man es mal aus Trainersicht sieht, ist das sogar noch viel zu wenig. In manchen Sportkursen kann der Kursleiter insgesamt 50€ in einer Woche (bei 3-4 Kursen) bekommen.

    Kann man so sehen.


    Man kann es aber auch so sehen: Als Trainer im unteren Bereich kann man im Kleinen anfangen und sich die Grundlagen beim DFB/Verband in kurzen Schulungen aneignen. Je höher es geht, sollte man eben mehr Zeit investieren (z.B. C-Lizenz). Ich bin mir relativ sicher, dass es für das 9 gegen 9 keine gesonderte Schulung geben muss, immerhin spielt man diese Feldgröße (zumindest in meinem Verband) nur in der D-Jugend.


    Für beide Beispiele eignet sich übrigens wunderbar der Teamleiter. Sag doch mal, welcher Umfang und welche Themen dir fehlen und dann erkläre, warum dafür nicht der Teamleiter in Frage kommt. Lies dir aber vorher noch die Inhalte vom Teamleiter durch.

    Für mich ist es genau das Gegenteil.

    Ein Familienvater wird die C Lizenz nicht mal eben nebenbei machen. Zu einer Schulung oder dem DFBmobil kommen sie sehr wohl, wenn die Themen passen. Dort herrscht eine Unterversorgung.


    In den Ferien ist Familienzeit angesagt und nicht mal eben eine Woche oder 2 Wochen für eine Lizenzausbildung.

    Und die Familienväter bilden bei uns die deutliche Mehrheit in den Altersgruppen unter der C Jugend.

    Zwischen Kurzschulung (6 Lerneinheiten, laut dir zu wenig) und C-Lizenz (120 LE, laut dir zu viel) gibt es aber doch einige Optionen:

    - DFB-Kindertrainer in 20 LE (speziell für Minis und F-Jugend)

    - Basiswissen in 30 LE (für alle Kinder- und Jugendmannschaften)

    - DFB Junior-Coach in 40 LE (Minis bis E-Jugend)

    - Teamleiter in 70 LE (im Prinzip eine abgespeckte C-Lizenz)


    Dazu gibt es etliche Weiterbildungsmodule, bei denen man sich je nach verfügbarer Zeit einschreiben kann.

    Ich finde eigentlich, dass der untere Bereich gut abgedeckt ist. Mit einem Kindertrainer-Zertifikat, dem DFB-Junior-Coach und dem Teamleiter kann man sich schon ziemlich gut weiterbilden, um Mannschaften im unteren Bereich (bis E-Jugend) zu trainieren. Die C-Lizenz eignet sich dann für alles darüber, wer ambitioniert ist kann auch die B-Lizenz (oder mehr, wenn Anforderungen erfüllt sind) machen.


    Es ist sicherlich schöner, wenn sehr spezifisch ausgebildet wird. Allerdings hat Nils1981 schon gesagt, dass der zeitliche Aspekt und der Nutzen eine Rolle spielen: Wie oft sollen solche Lehrgänge stattfinden, zum Teil müssen C-Lizenz-Lehrgänge abgesagt werden wegen mangelnder Teilnehmer.

    Und mehr Lizenzen zwischen Kindertrainer und B-Lizenz werden vielleicht spezifischeres Wissen vermitteln, aber mit Sicherheit in der Breite nicht mehr als die aktuellen Lizenzen.

    Ach und, als wir erfahren haben das Jonas nun wieder zuhause war, gingen wir alle statt zum Training, zu unserem verletzten und machten bei ihm eine pizzaparty... :-)

    Das ist eine tolle Idee! Unser Spieler kommt wohl Ende der Woche aus dem Krankenhaus, entweder fährt bis dahin noch eine kleine Delegation zu ihm (Kapitäne und Trainer, sofern Corona es erlaubt) oder wir werden ihn dann zu Hause besuchen. Pizza-Party klingt natürlich super, wenn er wieder mobil ist, machen wir das bei uns am Sportplatz für ihn.

    Wow, das letzte Thema hier war unser Schlüsselbeinbruch. Gestern der nächste Bruch:


    Dreikampf am 16er, unser Spieler geht gegen zwei Gegenspieler zu Boden (handelsübliches Foul) und versucht sich mit links abzustützen. Beide Unterarmknochen durch. ;(;(


    Ich bekomme das Bild nicht aus dem Kopf, wie er schreiend auf dem Boden sitzt und ruft "Was ist mit meinem Arm??" und der Arm einfach nur schlaff und schief runterhängt. Zum Glück war seine Mutter am Platz, konnte ihn beruhigen. Ich habe ihm die Augen zugehalten und meine Jacke über seinen Arm gelegt, damit er es selbst nicht sehen muss. Der Krankenwagen kam schnell, 20 Minuten Behandlung auf dem Platz inklusive Tropf und Betäubung, weil die Schmerzen so heftig waren. Abends noch operiert worden, jetzt zwei Platten im Arm und noch 4 Tage Krankenhaus. Dazu wahrscheinlich 3 Monate kein Sport für ihn und unheimliche Schmerzen.


    Ich trainiere die Jungs jetzt seit 9 Jahren (inzwischen B-Jugend), vielleicht geht es mir deshalb so nahe. Aber Lust auf Fußball hatte ich heute keine mehr. :( Habe in der Pause die Mannschaft gefragt, was sie machen wollen und auch gesagt, dass ich jetzt keinen Fußball mehr brauche. Sie wollten es für ihn zu Ende bringen, haben noch den Anschlusstreffer geschafft aber das Spiel verloren. Erster Punktverlust seit der Corona-Unterbrechung, aber ich fand es total gut, wie das Ergebnis niemanden interessiert hat, sondern es Eltern, Spielern und dem Gegner nur um unseren Verletzten ging.


    Selbst der punktgleiche Tabellenzweite war mit einigen Spielern am Platz und hat nach dem Spiel seine Genesungswünsche ausgesprochen. Wenn man sieht, dass jede Rivalität und jedes Ergebnis in solchen Situationen egal ist, ist dieser Aspekt eher etwas für den Freude-Thread.

    Eine Übung kann vom Grundprinzip her noch so gut sein - daraus lernen wird ein Spieler denke ich nur, wenn er den Sinn dahinter versteht und ihn dann auch ins Spiel 11gg11 zu übertragen weiß.

    Das sehe ich ganz genauso! Die sind ja alle nicht doof, schauen Fußball im TV und interessieren sich dafür. Aber alles nach Gefühl lernen und unterbewusst die Instinkte ausbilden, kann auch in die falsche Richtung gehen: körperlich bessere und schnellere Spieler würden dann das Stellungsspiel nicht verbessern, weil sie die anderen ja immer noch einholen können.


    Mit voller Transparenz bei jeder Übung erklären, was das Thema ist, wo man es auf dem Feld braucht und wie man zu einer Lösung kommt, ist der Schubser, den viele brauchen. Das Training ist ein Angebot mit Hilfestellung, die Dinge zu lernen, die dann im Spiel umgesetzt werden sollten.


    Spielformen machen ohne etwas zu erklären verfehlt meist den Sinn.

    Das Problem ist: Mit Taktiktafel und minutenlangen Ansprachen kommst du in der Regel nicht weit, gerade in dieser Altersgruppe nicht. Verpacke ich das ganze in Übungen/Spielformen stelle ich aber auch keinen positiven Effekt fest. Zwar kann ich beispielsweise im Training eine Spielform zur Spielverlagerung einbauen. Das klappt auch oftmals ganz gut. Aber im Spiel erkennen meine Spieler dann z.B. trotzdem nicht, in welcher Situation es sinnvoll wäre, zu verlagern.

    Also meiner Erfahrung geht das alles in Hand in Hand. Wenn du eine Spielform oder eine Übung hast, in der du etwas erwartest, solltest du kurz und prägnant schildern, was du von den Jungs willst bzw. was ein Lösungsansatz der Situation wäre. Das muss kein Vortrag sein, am besten stellst du Fragen und lässt die Jungs selbst drauf kommen. Und wenn du dann ein paar gute Durchgänge der Übung gesehen hast, machst du die ganze Übung flexibler, sodass sie neue und unterschiedliche Situationen lösen müssen, in dem sie die ihnen nun bekannte Lösung adaptieren. Und schon hast du einen Lerneffekt, in dem sie erst Dinge nach Muster "nachmachen", dann selbst Lösungen finden und später dann immer wieder reproduzieren müssen, möglichst in ganz neuen Situationen! Dafür eignet es sich natürlich, eine ganze Woche ein bestimmtes Thema zu machen und immer wieder darauf einzugehen.

    Es gab allerdings auch schon Gastmannschaften, die das abgelehnt haben. "Tiefer Latten? Was soll das denn?", "Ne, die Ersatzspieler sitzen draußen und halten sich für Wechsel bereit" oder "So ein kleines Spielfeld? So wenig Spieler? Was ist mit unserer Taktik?"... Kopfschütteln, aber ich glaube das einzige Hindernis dabei sind dann die Trainer, nicht die Kids. Die wollen spielen und das bekommen sie, wenn sie 45 Minuten lang - egal auf welches Feld und mit welcher Spieleranzahl - kicken können! Ich war auch erst skeptisch, weil man es eben anders kennt. Aber wir machen es ja für die Kids und für die ist es das beste, wenn sie viele Aktionen haben!

    Heute war es dann mal wieder soweit, der gegnerische Trainer unserer F-Jugend wollte unbedingt 6+1 spielen. Von 4+1 hätte er noch nie was gehört und das hat doch nichts mit Fußball zu tun. Man hat sich dann darauf geeinigt, dass eine Halbzeit 4+1 mit den Ersatzspielern auf einem kleinen Spielfeld gespielt wird, anschließend in der zweiten Halbzeit dann 6+1.


    Es war nach der ersten Halbzeit dann schon so deutlich, dass unser Trainer mit 4+1 weitergespielt hat, während der andere Trainer auf 6+1 aufgestockt hat. Endstand war dann zweistellig zu 0 für die 4+1-Mannschaft. :(


    Man könnte fast glauben, dass es kein Zufall ist, dass die Mannschaft, die lieber 6+1 spielen wollte, deutlich schwächer ist. Bislang hatten beide Teams alle ihre Saisonspiele gewonnen, unsere aber alles in den 4+1-Spielen mit vielen Kontakten, während das andere Team eben nur 6+1 mit deutlich weniger Kontakten und Entwicklungschancen für jeden einzelnen gespielt hat.

    Das Punktesystem könnte sich gerne danach aufbauen wie viele Jahre man in welcher dieser 3 Ligen gespielt hat.

    So ähnlich ist es auch, hier einsehbar. Ist schon eine Staffelung nach Ligen und es wird natürlich nur der Zeitraum bewertet, in dem man dort gespielt/trainiert hat. Ändert aber nichts daran, dass eine Saison Regionalliga viermal so viel wert ist wie eine Saison in der Landesliga. Und es auch egal ist, WANN das gewesen ist. Vor 08/09 ist die Regionalliga sogar 6 mal so viel wert, weil sie damals noch dritte Liga war.

    Viele Unis gehen ja mittlerweile weg von der reinen Notenbeurteilung und ersetzen / ergänzen diese durch ein Interview in dem man sich persönlich ein Bild vom Bewerber macht, mit dem man Nachteile in den Unterlagen / Voraussetzungen ausgleichen, genauso aber Vorteile verlieren kann.
    Auch so etwas könnte ich mir hier gut vorstellen, fürchte aber, dass die Kompetenz der verschiedenen Lehrgangsleiter hier unter Umständen an Grenzen stößt.

    Also quasi wie der Eignungstest mit einem kurzen Gespräch. Nimmt man sich pro Bewerber 10 Minuten Zeit (wie es in der mündlichen Prüfung der B-Lizenz ist) und redet mit ihm über 2-3 fußballspezifische Themen, kann man eigentlich sehr schnell feststellen, ob das jemand für die entsprechende Lizenz ist oder nicht. Fände ich eine gute Idee!