Beiträge von Charles De Goal

    Natürlich ist das erlaubt. Noch besser fände ich Fragen zu stellen. Z.B.: Wo ist dein Gegenspieler? Gibt es einen Raum, der nicht abgesichert ist? Hast du etwas/jemanden vergessen?

    Natürlich dem Alter und dem Entwicklungsstand entsprechend. Fragen deshalb, weil sich dadurch früher oder später dieses Verhalten von selbst einstellt. Hinweise würde ich deshalb vermeiden, weil sich dann manche Spieler drauf verlassen von dir sowieso daran "erinnert" zu werden.

    Die Herangehensweise finde ich ziemlich raffiniert, da der Spieler hier selbst zum Denken und erkennen angeregt wird. Stumpfes Hinweisen löst die Situation, aber die Spieler verlassen sich dann zu sehr darauf. Fragestellungen erfordern Nachdenken und eigenständiges Antworten finden.

    Weniger ist mehr, wenn Anweisungen nötig werden, habe ich als Trainer meine Hausaufgaben vorher nicht gemacht (geht halt nicht immer zu 100%)

    Einerseits gebe ich dir da Recht: Es gibt diese Joystick-Trainer, die immer das Kind steuern, dass den Ball hat und ihm Anweisungen geben - keine Möglichkeit für das Kind, eigene Lösungen zu finden oder die Kreativität zu fördern.

    Andererseits sehe ich mich an der Außenlinie als Teil des Teams und ich predige, dass Kommunikation auf dem Platz herrschen soll, weil mehr Augen auch mehr sehen. Und wenn ich etwas sehe (Freiräume, freie Spieler, gefährliche Situationen), dann warne ich genauso wie es der Nebenmann auf dem Platz tun würde und gebe Hilfestellung.


    Sicherlich versucht man im Training, die Kinder bestmöglich fortzubilden und ihnen alles wichtige an die Hand zu geben. Aber man kann eben nicht ALLES im Training coachen und es gibt immer wieder Situationen, die man im Training vielleicht noch nie hatte (dafür ist Fussball zu flexibel). Und das passiert einfach sehr oft, auch wenn man seine Hausaufgaben gut macht.

    Also wir reden hier über einen Mannschaftssport. In einem Kader von 21 Kindern kann ich nicht 90% der Zeit und Energie für einen aufwenden, der am Ende trotzdem wahrscheinlich noch alle anderen stört. Ich habe den Thread erstellt und den Jungen 5 Jahre "durchgeschleppt" und irgendwann ist der Punkt gekommen, wo die Mannschaft (bzw. die anderen 20 Kinder) zu sehr darunter leiden.


    Wir sind Trainer einer Mannschaft, die wir fußballerisch und bestenfalls auch menschlich voran bringen wollen. Wir sind aber keine Erzieher für schwierige Kinder, die in manchen Fällen ALLEINE gegen ALLE ANDEREN stehen. Ich finde es toll, wenn Trainer trotzdem daran arbeiten und auch die pädagogischen Grundkenntnisse mitbringen. Und wie man in meinem Startbeitrag lesen kann, habe ich eine Menge versucht. Aber vorschreiben kann man den Einsatz niemanden und akzeptieren sollte auch jeder, wenn irgendwann für den Trainer Schluss ist (bei manchen früher, bei manchen später).


    Update zum Thema bzw. dem Kernpunkt:

    Der Spieler hatte von sich aus gesagt, dass er aufhören möchte. In den Wochen danach war er immer mal wieder mit anderen aus der Mannschaft am Sportplatz und in der Mannschaft kursierte dann ständig, dass er eigentlich schon gerne wieder spielen würde. Als ich ihn vor 3 Wochen mal zufällig traf, kam er mit einem etwas rotem Kopf zu mir und bat darum, dass er mal wieder vorbeischauen darf. Ich sagte ihm, dass er gerne kommen kann, dann aber zunächst mit der Mannschaft sprechen soll, wie das ganze weitergehen soll (Was will er in der Mannschaft? Was will die Mannschaft von ihm?). Leider hat er sich dann einen Tag später den Fuß gebrochen und kann erstmal nicht kicken. Dennoch kam er zum letzten Saisonspiel (Auswärts, 50 Minuten Fahrt) mit um uns zu unterstützen. Vielleicht ist doch noch nicht alles verloren und er hat die Fußballpause genutzt, um den Kopf frei zu bekommen.

    Der erste Beitrag gleich im Frustabbau Thread :-(


    gestern das letzte Spiel der E-Jugendsaison, vom Gegner gab es 50min. nur auf die Knochen. Bei jedem Zweikampf Arm und Ellbogen draußen und am Spielfeldrand zwei Trainer, die nur am brüllen waren. Ich verstehe es einfach nicht, wieso man Kinder in dem Alter nicht einfach spielen lassen kann??? Ich habe zum Selbstschutz meine technisch stärksten Spieler rausgenommen, damit sich nicht noch einer verletzt. Leider gibts bei uns in der E-Jugend immer nur Schiedsrichter vom Heimverein. Leider hat er sich nicht getraut, mal zu pfeifen. Nachdem Spiel nur frustrierte Kinder und einen Gegner, der sich aufgeführt hat, als ob er die Deutsche Meisterschaft errungen hätte...

    Auf meine Nachfrage meinte der Schiedsrichter er hat es gesehen, dass ständig der Arm im Zweikampf draußen war...gepfiffen hat er es leider nie. Mir tun die Kinder im anderen Verein einfach leid. Das kann doch nicht der Sinn der fußballerischen Erziehung sein, dass man nur auf die Knochen geht und danach übertrieben Jubelorgien aufführt.

    Gibt es leider in allen Kreisen. Das kommt dabei heraus, wenn man Maßstäbe aus dem Profifussball in der Jugend anlegt: Da geht es nur ums Gewinnen mit allen Mitteln.


    Man muss das Verhalten akzeptieren und vor allem muss man akzeptieren, dass man die Kinder des anderen Vereins nicht "retten" kann und muss. Wenn man es selbst besser macht und auch mal Niederlagen in solchen Spielen hinnehmen kann, sollte man ein gutes Gefühl haben.


    Habe selbst heute in der D-Jugend etwas ähnliches erlebt: Der Trainer des Gegners war nur aufs Gewinnen getrimmt, das habe ich in seinen Ansprachen (beim warmschießen z.B. "Maaan, jetzt schießt doch endlich mal ins Tor!!") und seinem Coaching gehört. Die Mannschaft hat ebenfalls unfair gespielt und nach dem 1:0-Führungstreffer übertrieben gejubelt. Wir haben dann aber gewonnen und der Trainer war total bedient und angepisst. Auch hier: Maßstäbe wie bei den Profis für Kinder, die 12-13 sind - stört mich tierisch im Jugendbereich.


    Aber auch ich sage mir: Mein Team benimmt sich besser.


    Korrektes, faires und menschliches Verhalten (im Sport) macht dich zu einem guten Menschen. Ein Sieg im Sport (wie und wo auch immer er errungen wurde) nicht. Und am Ende ist man 5 Stunden in der Woche Fußballer, 163 Stunden nicht - was ist hier also mehr wert?!

    Das ist nichts anderes als ein frühes Pressing. Mindestens Mittelfeldpressing, wenn nicht sogar Angriffspressing.


    So ein Thema empfinde ich für die C-Lizenz aber ungewöhnlich, ist ja sehr gruppentaktisch. Das kommt in meinem Verband eher in der B-Lizenz.


    Aber zum Thema Pressing wirst du vieles finden und dich sicherlich auch von Lehrproben zum Angriffspressing inspirieren lassen können!

    Habe heute ein D-Jugendspiel aus Staffel 9 gepfiffen..


    Tabellensituation war klar: Zweiter gegen Vorletzter. Der Vorletzte ist mit 8 Spielern angereist, netterweise hat der Gegner sich dann dazu bewegt, auch zu acht zu spielen, feiner Zug! Ich habe bei der Begrüßung auch klar gemacht, dass ich trotz der unterschiedlich starken Teams ein faires Spiel haben möchte und kein abschlachten und keine Torrekorde.


    Nach 7 Minuten stand es 3:3. Bis dahin war das alles in Ordnung, bisschen viel zu schreiben für mich. =)

    Aber dann hat der Trainer des Tabellenzweiten es etwas zu ernst genommen: Zur Halbzeit waren es 7 Tore Vorsprung, am Ende 20 Tore Vorsprung. Ein Spieler hat 11 Tore geschossen, in dem er gegen die völlig-überforderten und jüngeren Gegner einfach durchmarschiert ist und den Torwart mit ins Netz geschossen hat. Leider gab es auch genauso viele Jubelstürme wie Tore, als ob es das Champions League-Finale wäre. Irgendwann folgen dann Sprüche wie "die 40 machen wir noch voll" oder es wurde gelacht, wenn dem klar schwächeren Gegner etwas misslungen ist. Dazu habe ich von irgendeinem Spieler gehört "Trainer, schick den Torwart mal mit nach vorne, hinten passiert eh nichts".


    Zum fremdschämen (obwohl natürlich sportlich völlig legitim)!!


    Ich war im Spiel schon damit beschäftigt, die unterlegene Mannschaft bei guten Aktionen zu loben und aufzubauen. Ich kann nicht verstehen, warum der Trainer seinen besten Spieler 50 von 60 Minuten spielen lässt, obwohl dieser alles kurz und klein schießt. Vor allem nicht, wenn er 13 Spieler im Spielkader hat. Ich fragte den Trainer danach, ob er das alles so richtig fand - seine Antwort "Wenn der Gegner so schwach ist, dann muss man das eben ausnutzen"... Klar, 60 Minuten lang nach jedem Anstoß den Gegner mit vollem Tempo anlaufen. :thumbdown:


    Kleine Genugtuung für mich: Vor 4 Monaten spielte ich selbst mit meiner D-Jugend gegen den Sieger von heute. Für die Quali zur Endrunde der Kreismeisterschaft brauchten wir einen hohen Sieg, sie ein unentschieden: Wir gewannen 9:0 und das komplett ohne Unsportlichkeit und kompletter Rotation, wir haben den Verlierer danach sogar getröstet und verabschiedet - es hieß dann aber, wir hätten Glück gehabt und sie haben sich einfach blöd angestellt (klar, 9 mal 8o). Schlechte Verlierer sind schlimm, schlechte Gewinner sind noch schlimmer. Manche können offenbar beides. :(

    sowas kenne ich auch zugenüge......so ein Schwachsinn, in dem Alter /Stadium...... bei diesen Aussagen könnte ich die Wände hochgehen

    Ich will so ein Verhalten in keinster Weise gut heißen, dennoch möchte ich es auch etwas relativieren:


    Selbst wenn für den Trainer die Entwicklung im Vordergrund steht, so erwartet jeder Außenstehende auf die Frage "Wie habt ihr gespielt?" nicht ein Adjektiv, sondern ein Ergebnis. Es ist ein langer Prozess, auch den Kindern einzutrichtern, dass die Ergebnisse im Jugendbereich zweitrangig sind. Bis das aber angekommen ist, wird sich jeder besonders toll fühlen und eventuell überheblich sein, der ein Siegtor geschossen hat und jeder, der vielleicht ein Tor zur Niederlage verschuldet hat besonders schlecht. Ich habe auch Sieger-Mannschaften erlebt, die die Verlierer ausbuhen oder beleidigen => Verlieren will man aus solchen Gründen nicht.

    Habe ich nun ein Kind im Team, dem ich nicht zutraue, gegen die Gegenspieler in diesem Spiel mitzuhalten und bei dem quasi vorprogrammiert ist, dass es am Ende von Mitspielern für eine eventuelle Niederlage verantwortlich gemacht wird, dann ist es sicher sinnvoller, das Kind NICHT in einer heißen Schlussphase einzuwechseln. Natürlich sollte es so ein Verhalten in einer Mannschaft nicht geben, aber Kinder können wirklich fies sein.


    Hier ist es allerdings Aufgabe des Trainers, Lösungen für so eine Situation zu finden:

    - weiß ich schon vorher, wie gut der Gegner ist und kann den Kader dementsprechend planen?

    - lasse ich die "schwächeren" Kinder vielleicht schon die erste Halbzeit spielen, sodass am Ende nicht alles auf DEN Fehler zurückgeführt werden kann?

    - lebe ich der Mannschaft durch einen schwächenden Wechsel vielleicht den NICHT-Ergebnisfussball vor, wenn ich es mit den richtigen Worten erkläre?

    - kann ich den Rest der Mannschaft mit ins Boot holen und von den anderen einfach mehr Unterstützung und Coaching für den Spieler fordern?


    Was ich mit dem Beitrag sagen will: Die Lösung, die der Trainer in diesem Beispiel gefunden hat, ist mit Sicherheit die allerschlechteste. Dennoch kann er rationale und sinnvolle Gründe (zum Schutz der Spieler) dafür gehabt haben, mit denen sich auch andere Trainer oft konfrontiert sehen - allerdings finden diese vielleicht bessere Lösungen (siehe oben) dafür.

    Hi Leute, ich trainiere eine Herrenmannschaft, in der ich jede Woche ca. 5 Asylbewerber zu Gast habe, diese sprechen hauptsächlich englisch (das aber sehr gut).


    Nun möchte ich denen natürlich auch etwas beibringen und allein durch vormachen ist das nicht getan. Ich möchte es auch erklären und mit ihnen darüber diskutieren können!


    Ich komme mit meinem Englisch da durchaus weit, aber mir fehlen einige Vokabeln, die dem ganzen Nachdruck verleihen würden und außerdem auch professioneller wirken.


    Andribbeln, Gegnernaher/-ferner Fuß, Deckungsschatten und Halbraum werden mir heute beim Thema Ballan- und Mitnahme fehlen, kennt jemand da adäquate Übersetzungen?


    Es ist mir nämlich zu blöd, das ständig mit zum Beispiel "dribble the ball towards the opponent" oder "the foot away from the opponent" zu beschreiben. :saint: Es gibt auch durchaus Spieler, die scherzhaft lachen, wenn mal wieder so eine dämliche 1-zu-1-Übersetzung aus dem deutschen kommt. Das mag lustig sein, ist aber nicht meine Intention beim Training.

    Der Sprung von F- zur E-Jugend ist in meinen Augen nicht besonders groß. Regeltechnisch ändert sich nichts, lediglich das Spielfeld wird größer. Somit ist das in diesem Punkt unbedenktlich.


    Ob die jüngeren Spieler das Zeug dazu haben, in der E-Jugend mitzuhalten, musst du als Trainer beurteilen. Aber warum den jüngeren Spielern das F1-Jahr "klauen"? Wenn sie auch gut genug für die E-Jugend sind, dann sollten sie die F-Jugend meistern können. Für die Entwicklung schadet es auch nicht, in einem Jahr mal überlegen zu sein. Aushelfen kann jeder, dem man es zutraut, in der E-Jugend jederzeit (nur nicht am gleichen Tag).


    Wir hatten die Diskussion im Verein auch, allerdings zwischen D- und C-Jugend. Hier ändert sich zwar regeltechnisch auch einiges, allerdings ist der Sprung in eine Liga, in der die meisten Gegner wirklich 2 Jahre älter sein können, viel zu groß. Das kann man auch normalerweise nicht kompensieren, wenn man "gut" ist. Deshalb haben wir keine halbe Mannschaft ein Jahr überspringen lassen.

    - Lizenz sehe ich eher als Teilnahmebestätigung als ein Qualifikationsnachweis

    Hier möchte ich anmerken, dass man sicherlich vieles aus dem Lehrgang mitnimmt. Viele neue Denkanstöße sowohl in der Praxis, als auch in der Theorie. Bei mir gab es viele Vorträge von z.B. TW-Trainer, Athletik-Trainer, Mentaltrainer und so weiter, um mal einen Einblick zu bekommen. Dazu dann der Austausch mit Kursleiter und Teilnehmern - das bringt einem ganz neue Denkweisen.


    Die Lizenz ist dann auf dem Papier im Prinzip nur eine Bestätigung der eigenen Fähigkeiten. Meiner Meinung nach kommt es sehr darauf an, wie man sich selbst verkauft und vor einer Gruppe präsentiert. Trainer, die in der Trainingsarbeit auf dem Platz sehr gut sind und sich dort wohl fühlen, werden sicher bestehen. Ich habe allein durch Vortrag, Lehrprobe und mündliche Prüfung die geforderte Punktzahl zum bestehen übertrumpft (13, 13 und 12 Punkte). Klausur, Praxis und zählen den geringsten Teil, jedoch ist die Klausur mit ein bisschen Vorbereitung machbar, die Praxis besteht jeder, der am Lehrgang teilnimmt mit mindestens 5 Punkten (da der Eignungstest bestanden wurde).


    Lange Rede kurzer Sinn: Im Prinzip gibt es viele neue Impulse und am Ende gibt es eine Bestätigung, ob man mit seiner Art und Weise qualifiziert genug ist.

    Ich habe auch von der Mannschaft gesprochen. Fand es nur schade um das Spiel.

    Ich will dir nicht zu nahe treten, aber du hast die Mannschaft in deinen Beiträgen im Prinzip in 2 Gruppen geteilt: In der einen nur deine Tochter und in der anderen der Rest. Der Begriff "Mannschaft" steht meiner Interpretation nach eher für den Rest der Mannschaft exklusive deiner Tochter.


    Sowas ähnliches hatte Trainer E schon angesprochen.


    Ist wie gesagt nicht böse gemeint, aber das macht es ganz schwer, das richtig zu beurteilen und zu helfen.


    Der Frust ist total verständlich und ich würde mich auch aufregen, wenn eine gesamte Mannschaft nicht in dem Maße funktioniert, dass Defensivarbeit organisiert wird.

    Letzten Samstag ein Testspiel. Es haben einige Kinder ferien- bzw. krankheitsbedingt gefehlt. Meine Tochter bittet noch vor dem Spiel die anderen, ihr hinten in der Abwehr zu helfen, weil Leute fehlen. Lapidare Antwort vereinzelter Mitspieler: es wird schon irgendwer helfen...

    Das Ende vom Lied. Spiel komplett versemmelt. Keine Hilfe hinten. Jeder Ball, den sie noch vorne gab, kam postwendend zurück, zusammen mit zwe oder drei Gegenspielern. Schlimm vor allem die Haltung jedes einzelnen. Keiner hat das gemacht, was er sollte. Alle schlecht, auch meine Tochter, die irgendwann verzweifelt ist...

    Ich habe das Spiel natürlich nicht gesehen und kann den Verlauf nicht beurteilen. Genauso wenig kann ich die Mannschaft und dessen Verhalten beurteilen.


    Aber diese Schilderung ist schon sehr einseitig. Du suggerierst, dass alle anderen nicht helfen/verteidigen wollen, nur deine Tochter macht das. Sie bekommt keine Hilfe und wird dann auch "schlecht", weil sie irgendwann verzweifelt ist.

    Dann gibt es sicherlich andere Eltern, die das sehen und vielleicht auch aus ihrer Sicht sagen "die spielt alleine hinten und spielt den Ball total schwach nach vorne, sodass ihr die Bälle um die Ohren fliegen. Die anderen versuchen wenigstens, offensiv was zu machen".


    Was ich damit sagen will: Du betrachtest das ganze sehr subjektiv, was natürlich auch dein gutes Recht als Elternteil ist. Aber so ein "Eine/r macht alles und der Rest macht nichts" ist dann doch schon so hart, dass es unglaubwürdig klingt.

    Ein Trainer wird das zum Beispiel objektiv betrachten und das niemals aus der Sicht deiner Tochter beurteilen. Er wird das Defensivverhalten ansprechen, aber dann geht es eben darum, dass DIE MANNSCHAFT das nicht gut gemacht hat. Bei dir klingt es halt so raus, als würde deine Tochter das gut machen und der Rest schlecht. Aber da alle zum gleichen Team gehören, hat DIE MANNSCHAFT es schlecht gemacht.

    In solchen Situationen merkt man dann, wer die richtige Einstellung hat und wer nicht. Fördere diejenigen, die wollen. Und diejenigen, die nicht wollen, werden das dann a) in ihrer Entwicklung und b) in ihrer Spielzeit merken. Am Ende ist es schade, weil du eine Mannschaft formen willst und das nur funktioniert, wenn ALLE mitziehen, aber man kann nicht jeden retten.

    Hallo zusammen. Da ich momentan die B-Lizenz erwerbe und schon ein bisschen auf die Elite-Jugend-Lizenz schiele, wollte ich mal diejenigen fragen die bereits die B-Lizenz erworben haben, wieviele in euren Kursen denn 10 oder mehr Punkte bekommen haben, bzw. was denn so der Durschnitt an Punkten in euren Kursen war.

    Verband ist übrigens der Bayerische Fußballverband.


    Vielen Dank für eure Antworten :)

    Ich habe in diesem Jahr die B-Lizenz gemacht und hatte auch die Sorge, dass ich die 10 Punkte nicht schaffe. Am ende waren es 11,5. Im Kurs waren einige, die ebenfalls den NC geschafft haben, bei denen ich nicht weiß, wie sie es geschafft haben. Mischverhältnis ist meiner Kenntnis nach im Durchschnitt 50/50, allerdings beim FLVW.


    Ich denke, wenn man den NC schaffen will und sich vernünftig auf die Prüfungswoche vorbereitet, kann nicht viel schiefgehen.

    Charles De Goal

    Anscheinend lebe ich in einer heilen Welt oder ihr in einer total verkorksten... Mehr fällt mir dazu nicht ein.

    Finde es trotzdem traurig wenn ich mir mit Freunden kein Bier holen darf und nebenbei ein Kindermatch anschauen kann.

    Ich glaube, wir haben unterschiedliche Auffassungen von heilen/verkorksten Welten.


    Bei uns im Verein ist das NICHT verboten (nur bei Hallenturnieren, da es in unserer Halle generell verboten ist) und ich habe es trotzdem noch nie erlebt oder gesehen - darüber bin ich sogar froh. Auch bei einem Verbot wäre ich froh, es würde zwar nichts für Eltern, Kinder und Trainer ändern, aber dann ist das ein klares Statement.


    Wenn der Genuss von Alkohol bei Jugendspielen für dich Okay oder erwünscht ist, dann redet dir da keiner rein, dann müssen entsprechende Personen mit den Konsequenzen (schlechtes Vorbild, eventuelles Brüllen) leben. Ich für meinen Teil bin froh, dass es in meinem Umfeld nicht dazugehört.

    Und warum soll es keinen Alkohol geben. Nur weil sich manche Leute nicht benehmen können müssen andere dafür büßen?

    Sind ja schon fast amerikanische Verhältnisse bei euch.

    Könnte mir vorstellen, dass das Radler nicht der Auslöser für das meckern und brüllen war. Stattdessen haben solche Personen das einfach "im Blut" und brauchen dafür keinen Alkohol. Aber warum "büßen"? Wenn jemand so dringend Alkohol braucht, dass er bei den nachmittäglichen Spielen seines Kindes trinken muss, dann ist das ein (Sucht-)Problem!!


    Deshalb denke ich, dass bei Jugendveranstaltungen kein Alkohol verkauft/ausgegeben werden sollte.

    Einmal sind die Zuschauer/Eltern Vorbilder, dann ist man nun mal einfach nicht zum trinken da, sondern um seinen Kindern beim spielen zuzuschauen und sie zu unterstützen. Das ist zwar auch beides gleichzeitig möglich, aber warum geht das nicht mit einem Wasser oder einer Cola?! Und sicherlich gibt es Menschen, die vom Alkoholgenuss lauter, aggressiver und ungehaltener werden.

    Es ist zwar davon auszugehen, dass Eltern die Jugendspiele nicht als Grund zum exzessiven Besäufnis sehen, aber empfehlen würde ich es aus den drei Gründen nicht.

    Wer es schafft nie etwas zum Schiedsrichter zu sagen muss enorme Selbstbeherrschung haben, oder hat nie selber Fußball gespielt.

    ...Oder ist vielleicht selbst Schiedsrichter und weiß knifflige Situationen, (Fehl-)Entscheidungen und harte Entscheidungen nach Regelwerk einzuschätzen.


    Für mich und meine Mannschaften ist der Schiedsrichter ebenfalls tabu. Wenn meiner Meinung nach etwas nicht mit den Regeln vereinbar ist, dann rufe ich (auch mitten im Spiel) den Schiedsrichter zu mir und rede und sachlich ruhig mit ihm. Ihr glaubt nicht, wie glücklich man jemanden mit so einem Gespräch machen kann, wenn er eigentlich erwartet, dass er zur Sau gemacht wird.


    Man muss einfach akzeptieren, dass Schiedsrichter genau wie Spieler Fehler machen. Und am Ende spielt vielleicht einfach die Mannschaft, die nach 90 Minuten auf 2-3 Pfiffe vom Schiedsrichter angewiesen wäre, einen schlechteren Fussball.


    Nachdem ich nun einige Spiele im höheren Jugend- und Herrenbereich gepfiffen habe, bin ich echt erschrocken, wie mit Schiedsrichtern gesprochen wird. Und ein kleiner Tipp: Man ist zwar unparteiisch, aber die Mannschaft, die ständig meckert und unsportlich ist, wird das in kniffligen Entscheidungen zu spüren bekommen.


    Meiner Meinung nach meckern diejenigen, die selbst nie (vernünftigen) Fussball gespielt haben, am meisten mit dem Schiedsrichter, weil sie auf dessen Entscheidungen angewiesen sind und nie etwas über Respekt im Sport gelernt haben.

    Kann ich total verstehen, sowas ist jawohl unmöglich. Hattet ihr keinen elektronischen Spielbericht? Auch in der F-Jugend ist der bei uns Pflicht und auch eine Passkontrolle kann angefragt werden, wenn man das Gefühl hat, dass dort was nicht mit rechten Dingen zugeht.


    Auf lange Sicht werden der andere Verein/die Mannschaft/der Trainer aber mit dieser Art und Weise auf die Nase fallen.

    So habe ich das noch nie gesehen und finde deine Ansicht ziemlich geil!


    Bisher habe ich Training mit weniger als 8 Kindern ausfallen lassen, da ich sowieso 3 Einheiten in der Woche anbiete. Und bin deshalb auch mal ganz froh, einen einzigen Nachmittag in der Woche mal frei zu haben (ich trainiere 2 Mannschaften).


    Aber so ein Einzeltraining hätte was und würde einen einzelnen wirklich weiterbringen können!

    @Charles De Goal


    Also in der West NLZ-U13 Liga ist Paderborn mit riesigem Abstand letzter. Die höchste Niederlage war ein 0:9 gegen Bochum, im Schnitt verlieren sie mit vier Toren Unterschied. Und in Paderborn ist sicher jedem klar, daß die Mannschaft nicht das Niveau von Gladbach, Bochum, Schalke etc. hat.. Also kann ich mir nicht vorstellen, daß da die Kinder zur Sau gemacht werden, wenn sie ne Klatsche kriegen. Nur mal so als Beispiel.

    Von "zur Sau gemacht" war nirgendwo auch nur ansatzweise die Rede. Ich bin überhaupt nicht auf den Umgang des Trainerteams mit Niederlangen eingegangen. Ich habe lediglich geschrieben, dass ein Junge niedergeschlagen nach Hause kommen kann und eventuelle (sogar konstruktive) Kritik des Trainers als beleidigend interpretieren könnte. Wer Im D-/C-Jugendbereich trainiert, wird wissen, wie unterschiedliche die Reaktionen sein können. Und Woche für Woche solche Niederlagen zu verdauen wird nicht jedes Kind einfach so wegstecken.


    Mein Beispiel hier bezog sich allerdings auf den 07er-Jahrgang, denn es geht hier ja offensichtlich um einen Spieler aus dem Jahr. Dort ist die U12 des gleichen Vereins Letzter mit 8:170 Toren in 14 Spielen (0,5:12 Tore im Schnitt). Zufällig kenne ich das NLZ recht gut (einige ehemalige Spieler aus meinem Team spielen dort), natürlich wird dort niemand zur Sau gemacht. Aber niederschmetternd kann so ein 0:22 schon sein und da passiert es schnell, dass ein 12-Jähriger mal Kritik missinterpretiert.