Beiträge von Charles De Goal

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    Der Link hat nicht funktioniert, aber man kommt über die Startseite vom LSB dahin, der hier aber: LSB Neue Coronaschutzverordnung


    Du hast recht, das sind ja mal wieder eindeutige Verschärfungen und auch der Teil mit der "Hospitalisierungsinzidenz unter 3 pro 100.000 Einwohner" ist rausgenommen worden, OBWOHL dieser Wert seit Weihnachten (also 2,5 Wochen) in NRW bereits unterschritten ist und laut der Verordnung von Anfang Dezember die 2G-Regeln aufgehoben sein müssten. Jetzt ist die Rede von "den relevanten Parametern", was auch immer das sein soll.


    Mir persönlich ist es egal: meine Mannschaft ist davon nicht betroffen, weil die Ü16-Spieler geimpft sind. Aber da wird wohl noch der ein oder andere Gegner absagen. :(


    EDIT: Das muss ja die Anfang 06er-Generation komplett kaputt machen. Letztes Jahr wurden durften sie mit 15 nicht mehr trainieren, dieses Jahr dürfen sie mit 16 nicht mehr ohne 2G trainieren. Nächstes Jahr ist die Grenze dann wohl 17. :pinch:

    Hier in Thüringen gilt für alle bis 18 Jahre, dass die regelmäßigen Tests in den Schulen als Nachweis ausreichen. Sprich: alle ungeimpften Kinder und Jugendliche benötigen nur ihren Nachweis aus der Schule und dürfen trainieren.

    Mir sind keine Fälle bekannt, in denen Kinder nicht in die Schule gehen (wenn sie gesund sind). Also nehmen alle an den Tests teil und dürfen trainieren.

    NRW das gleiche. Wer zur Schule geht, der ist frei für das Training und mit 2G gleichgestellt. Ob auch 2G+ weiß ich nicht, müsste es aber.


    Ist mir persönlich aber egal, wir haben unsere Hallensaison nach draußen verlegt und spielen unser Hallenturnier mit Futsalregeln auf dem Kunstrasen draußen. Wird mal was Neues und hat ein anderes Feeling, aber unterm Strich wird es hoffentlich ein gutes Event.

    Eigentlich gibt es diese Diskussionen in mehreren Threads hier zuhauf, es gibt auch immer wieder die gleiche Pro- und Contra-Argumente bei der Sache.


    Ich vertrete auf jeden Fall die Meinung, dass gewisse Grundlagen sowohl während der Ausbildung (Praxis-Teil) und auch im Trainerjob wichtig sind. Damit meine ich nicht, dass man als Trainer beim Ausdauertraining vorneweg läuft, sich quer durch die ganze Mannschaft dribbeln kann oder jeden Ball im Knick versenkt.

    Aber wie will ich etwas vermitteln, wenn ich es selbst nicht kann? Wie soll ich Spielern einen Flugball erklären, wenn ich ihn nicht vormachen oder zumindest die Technik vorführen kann? Soll ich ihnen Dribbling mit dem Außenrist vormachen und dabei stolpern?


    Ein gewisser Standard sollte es da schon sein, allein um den Spielern das Gefühl zu vermitteln, dass ich weiß, wovon ich rede. Ich wills mal so formulieren: Der Trainer muss wissen, wie man an die Kugel tritt. Und es gab hier Threads, da wollten Leute die B-Lizenz machen und konnten den Ball nicht dreimal jonglieren. Aber das ist eine Grundlage, die man zumindest für den höheren Bereich schon erfüllen sollte, das kann fast jeder E-Jugendliche.


    Es mag sicherlich in Einzelfällen auch ohne die fußballerische Qualität funktionieren. Aber pauschal zu sagen, jeder kann ohne an den Ball treten zu können Trainer werden, ist der falsche Weg.


    Ganz im Ernst bin ich immer davon ausgegangen, dass je höher der Lizenzgrad, desto eher werden sportwissenschaftliche und taktische Aspekte wichtig und die eigenen Fähigkeiten treten immer mehr in den Hintergrund.

    Und das ist ein interessanter und sinnvoller Aspekt: Denn wenn ich bei der B-Lizenz (mit z.B. 25 Jahren) schon mein Können nachweisen muss und es dort erfolgreich gezeigt habe, sollte es mit 40 Jahren bei der A-Lizenz nicht mehr so maßgeblich sein. Da bin ich nun mal älter, körperlich nicht mehr so fit und habe dem DFB ja nun schon 15 Jahre vorher gezeigt, dass ich mit der Kugel was kann.

    Wie gesagt: fährt man Gebäudenutzung und Fahrgemeinschaften herunter, ist der Fußball mit 2G bzw. 3G für Schüler eines der ungefährlichsten Dinge, bei denen man in einer Gruppe aktiv ist.

    Dein letzter Satz ist dabei der wichtigste.

    Keine Gebäudenutzung, keine Fahrgemeinschaften, eine Gruppe.

    Das bedeutet bevorzugt Trainingsbetrieb, weil da die Gruppe fest ist.

    Spiele gegen einen Gegner im Freien, auch noch ok. Aber auch hier sollte man schon schauen, dass man nicht auf die Idee kommt Samstag, Sonntag und wenn sich noch ein Gegner in der Nähe findet auch nochmal unter der Woche zu spielen.

    Darauf wollte ich nicht hinaus. Die Betonung liegt nicht auf "einer" Gruppe, sondern darauf, dass es Sport in einer "Gruppe" ist. Dass es eine feste Gruppe sein muss, habe ich damit explizit nicht gemeint.


    Ich würde mich da lieber (wie mehrmals geschrieben) auf den Menschenverstand verlassen und auf die Idee kommen, dass ich aus vielen Gründen keine 3 Spiele pro Woche machen muss.


    Aber dass die Gruppe die gleiche bleiben sollte, weil sonst ganz viel passieren kann, halte ich unter den Gesichtspunkten der Ansteckungsmodelle für Blödsinn.


    Wenn uns erzählt wird, dass Gefahren in Innenräumen und bei 15-Minütigen Gesprächen mit 1,5m Abstand lauern - also im Gegensatz dazu im Freien und bei maximal sekündlichen Kontakten eben nicht - dann ist der Fußball (bzw. allgemein der Sport) an der frischen Luft keine Gefahr. Und das ändert sich auch nicht, wenn 11 Leute einer anderen Gruppe dazustoßen.


    Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, wenn es Beispielfälle gibt, in denen sich ganze Mannschaften oder auch nur einzelne Spieler bei Spielen angesteckt haben. Solange dies aber nicht passiert, muss man sich diese Einschränkungen nicht selbst auferlegen. Ich habe seit Ende Juni fast 30 (Trainings-, Test- und Meisterschafts-)Spiele mit meiner B-Jugend gemacht: Meine Spieler sind also insgesamt fast 500 anderen Spielern auf dem Platz begegnet. Nicht einmal mussten wir wegen eines Corona-Falls die Nachverfolgungslisten in die Hand nehmen. Und warum? Weil die Schultestungen und Schnelltests bereits alle Gefahren vorher aussortieren (einige Gegner und auch wir hatten Corona-Ausfälle oder Quarantäne-Fälle). Und wenn dann doch jemand infiziert zum Spiel gekommen sein sollte, reden wir hier bei Meidung von Innenräumen von einer extrem ungefährlichen Aktivität mit wenig Kontakten.

    Wir schließen im Einzelhandel Millionen von Menschen aus, weil irgendwann mal irgendwas passieren könnte... Oder gibt es Evidenz für Infektionsherde im Einzelhandel? Von denen nur Ungeimpfte betroffen sind? Dann rechnen wir da mal die Wahrscheinlichkeit einer Gefahr aus. Steht auch in keinem Verhältnis.

    Das sind politische Entscheidungen. In diesem Fall um die Impfungen voranzutreiben. Man verbietet mal eben Millionen von Menschen am öffentlichen Leben teilzunehmen.

    Das gilt es genauso zu hinterfragen.


    Allerdings reden wir da auch von Aktivitäten, die in Innenräumen oder mit deutlich mehr Kontakt stattfinden.


    Wie gesagt: fährt man Gebäudenutzung und Fahrgemeinschaften herunter, ist der Fußball mit 2G bzw. 3G für Schüler eines der ungefährlichsten Dinge, bei denen man in einer Gruppe aktiv ist.

    Die Kinder werden nicht täglich getestet und die Inkubationszeit beträgt anscheinend bei der Delta Variante 4 Tage.

    Mittwochs infiziert. Freitag negativ getestet.

    Und wie oft ist das ganze schon nachweislich oder auch nur vermutlich beim Fußball passiert? Man kann doch nicht schon wieder TROTZ aller Erkenntnisse zum Freiluftsport alles schließen, weil ja irgendwann mal irgendwas passieren könnte. Vorsicht ist gut, aber nicht pauschal jede Eventualität schließen. Man muss doch immer die Wahrscheinlichkeit einer Gefahr und die Schließungen gegenrechnen: Lohnt es sich für die 0,001% (nur eine Beispielzahl) Ansteckungen den Sport um 100% runterzufahren? Soll man 2 Millionen Menschen den Fußball verbieten, weil sich deutschlandweit 20 (auch nur eine Beispielzahl) Spieler bei der Sportart infiziert haben? Das steht in keinem Verhältnis und man trifft fast 2 Millionen Unbetroffene, die problemlos und ohne Gefahr ihrem Sport hätten nachgehen können.


    Falls du andere Studien zur Gefahr und Ansteckung beim Fußball hast, dann kannst du sie ja gerne teilen. Allerdings habe ich davon bislang weder etwas in meinem Umfeld mitbekommen, noch irgendwo gelesen.

    Samstags in einer Fahrgemeinschaft zum Spiel... oder in einer Kabine nach dem Spiel.

    Ich glaube, im Verlauf des Threads steht eindeutig geschrieben, dass Kabinen und Fahrgemeinschaften genau das sind, was zu vermeiden ist. Es geht hier einzig und allein um die mit Menschenverstand durchgeführten Freundschaftsspiele an der frischen Luft.

    Braucht man das wirklich? Drei Wochen vor Weihnachten?

    Nein, das braucht man nicht. Aber man muss auch abwägen, welches Risiko man nun für welche Aktivitäten eingeht.


    Man tut ja teils so, als wäre eine Infektion vorprogrammiert, wenn man jetzt ein Fußballspiel macht. Zu einer Infektion gehört immer noch jemand, der andere ansteckt (wer soll das sein bei den Schultestungen und den strengen Auflagen für Erwachsene?) und eine Umgebung, die die Ansteckung begünstigt (beim Fußball sind wir draußen und sind so gut wie kontaktlos im Sinne der Ansteckungs-Modelle).


    Hier werden Präzedenzfälle angeführt und mit Sicherheit ist eine Infektion in einigen Fällen wirklich schlimm und hat Folgen. Aber wo sind denn die Berichte über Ansteckungen beim Fußball (und ausgeklammert Duschen, Kabinennutzung und Fahrgemeinschaften, die vermeidbar sind)? Und die müssten ja eigentlich dann als Präzedenzfälle angeführt werden, um zu zeigen, wie gefährlich der Fußball ist.


    Mit der Einhaltung der Regeln des Landes und des LSB kommt man auf dem Sportplatz (unter den genannten Regeln) annährend zu 100 Prozent gut durch die Pandemie und das auch mit Aufrechterhaltung des (Freundschafts)-Spielbetriebs. Wie Nils1981 schon sagt: Warum eigene Einschränkungen auferlegen, wenn die Sicherheit im Prinzip gewährleistet ist?

    Wahrscheinlich wird nix passieren wenn man ein Freundschaftsspiel gegen den Nachbarverein macht wo sich die Schüler jeden Tag in der Schule sehen. Wenn aber dann 1000 Freundschaftsspiele stattfinden brichts wo aus.

    Da stimme ich dir ja auch zu. Wie gesagt: "Solange man im Rahmen der Regeln und mit Menschenverstand handelt" - die Situation sollte kein Startsignal für exzessive Freundschaftsspiele in den nächsten 12 Wochen sein!


    Aber unbedenklich ist es mit Sicherheit, wenn man sich für die Samstage andere Teams sucht, die ebenfalls mit den geltenden Regelungen eine Mannschaft auf den Platz bringen können und verantwortungsvoll damit umgehen.

    Solange man im Rahmen der Regeln und mit Menschenverstand handelt, ist das wohl sehr unbedenklich und es bedarf keinen eigens auferlegten Einschränkungen (ich rede aber auch von den Zahlen in NRW).


    Speziell beim Fußball gilt ja inzwischen für alle Schüler 3G (ALLE sind negativ getestet und größtenteils geimpft), alle darüber sind 2G (oder mit PCR-Test getestet). Was soll also großartiges in einer Jugendmannschaft passieren, wenn die Spieler am gleichen Tag in der Schule getestet wurden und sie sowieso nur 90 Minuten zusammen ohne viel Kontakt an der frischen Luft herumlaufen? Bei Verzicht auf Kabinen, Gebäuden, Duschen und große Fahrgemeinschaften ist das Risiko wirklich minimal und einen sichereren Ort als auf dem Fußballplatz mit 15 anderen Getesteten & Geimpften gibt es momentan wohl nicht für eine so große Gruppe.


    Larius Ich kann natürlich durch den Bildschirm die Einzelheiten nicht bewerten, aber eine dreiköpfige Familie verbringt ja noch andere Lebenssituationen miteinander als einen Martinsumzug. Vielleicht hat sich auch nur einer dort angesteckt und dann die anderen angesteckt?! Pauschal zu sagen, dass sich drei (!) Personen gleichzeitig dort angesteckt haben, klingt ohne weitere Details zu wissen sehr hochgegriffen. Dazu muss es ja nicht dort passiert sein. Und selbst wenn doch, ist das erstmal kein Indiz, dass es an der frischen Luft grundsätzlich gefährlich ist.

    ich muss jetzt leider politisch werden....

    Ich bin entsetzt über unseren Staat! Absolut keine strategische Planung, wir werden mit jeder Welle aufs neue überrumpelt. Bei den Volkswirtschaftlichen Kosten des nächsten Lockdowns hätte man aus meiner Sicht viel mehr Geld für die Bekämpfung für Corona investieren müssen.

    Das ist so, als wenn Straßendienste erst Salz bestellen, wenn die Straßen schon 1-2 Wochen zugefroren waren, um dann im Frühling die sauberen Straßen zu salzen. Und im nächsten Jahr wundern sie sich wieder, dass es friert.

    Im ersten Jahr habe ich die Politik noch verteidigt, da war alles neu und ungewiss. Da ist jede Entscheidung extrem schwierig. Aber jetzt, nach fast 2 Jahren?!?

    Ich finde zumindest diesen Teil nicht zu politisch, den er betrifft ja auch den Fußball mit ständig wechselnden Regeln. Schaut man sich den Ablauf seit März 2020 an, erkennt man diesen Schlingerkurs mit völlig widersprüchlichen Regeln und Vorschriften ziemlich gut. Ich hatte die Hoffnung, dass die Erkenntnis "Sport an der frischen Luft ist nicht gefährlich" sich etabliert hat, aber offenbar ist das auch wieder in Vergessenheit geraten. Die Inzidenzen sind nicht mehr maßgeblich, in jeder Corona-Überschrift werden sie aber genannt und sorgen für Angst und Schrecken. Dagegen könnte man ja auch mal von folgendem berichten:

    Die 7-Tage Inzidenz (die gar nicht mehr maßgeblich ist, aber dennoch in jeder Überschrift Angst macht) ist seit einer Woche nicht mehr gestiegen. Der R-Wert (der ganz am Anfang der Pandemie mal die maßgebliche Zahl sein sollte) liegt seit einem Monat bei maximal 1,2, im Moment sinkend und jetzt bei 0,8 (das ist fast der Wert der Sommermonate). Die Hospitalisierungsrate ist deutschlandweit ist seit 2 Wochen nicht gestiegen, hat sich innerhalb der letzten 7 Tage fast halbiert. Die Impfquote steigt zwar langsam, aber inklusive nicht registrierten Impfungen (5% vom RKI angegeben) und der Genesenenzahl (~5 Mio. Menschen) sollten ca. 88% der "Impfbaren" inzwischen Immun sein. Das empfinge ich jetzt erstmal nicht als so beängstigend, da die Zahlen ja eine positive Tendenz haben. Dann solle man die Einschränkungen und Maßnahmen bitte an etwas koppeln, was dann auch für uns alle verständlich ist. Ständig wechselnde Indikatoren sorgen wirklich für Unglaubwürdigkeit - weil Unverständlich.

    Ich träume schon seit langem von vier Bundesländern. Nord, Süd, Ost und West. Hauptstädte Hamburg, Berlin, München und im Westen sollen sie sich darum streiten.

    Dann bitte Gelsenkirchen 8)

    Interessant, wie unterschiedlich das schon wieder gehandhabt wird: in NRW ist die Grenze zu 2G die Vollendung des 15. Lebensjahres (also ab dem 16 Geburstag).


    Gab es nicht vor einem Jahr extra eine einheitliche Bundesnotbremse und Verordnung? Jetzt ist wieder alles unterschiedlich und ich kann mir schon wieder aussuchen, ob ich von NRW rüber nach Niedersachsen oder Hessen fahre, je nachdem wo mir die Regeln besser passen.


    Glücklicherweise sind meine 05er alle geimpft und die 06er noch nicht 16 Jahre alt (allerdings zu 90% geimpft). Da ist der Betrieb nicht eingeschränkt, allerdings haben auch die nächsten zwei Freundschaftsspielgegner abgesagt, weil sie leider nicht eine solche Quote aufbringen können.

    Ich habe dem gegnerischen Trainer heute unseren Corona-Infozettel geschickt (beinhaltet Lageplan der Anlage, die wichtigsten Regeln und QR-Codes zur Nachverfolgung). Direkter Rückruf und folgende Beschwerden:

    - Warum dürfen wir nicht mit allen Spielern in die Kabine/Dusche?

    - Wie sollen wir Mannschaftsbesprechungen machen? Etwa draußen?

    - Muss wirklich jeder bei der Nachverfolgung mitmachen?

    Auch dieser Kumpel sollte nochmal eine Chance bekommen, ist aber leider (wie auch die meisten seiner Spieler) nicht geimpft und somit fällt das flach. Er hat mir großzügig angeboten, auf seiner Anlage zu spielen, denn da würde es sowieso keinen interessieren und man könnte machen, was man will. Ich habe dankend abgelehnt. =)

    Für mich persönlich ist das kein Grund, warum JSGs gebildet werden müssen, weil mehr als 1-2 Spieler verliert selten ein Dorfverein bei uns.

    Du hast mit diesem Kreislauf und den Vereinsarten sicherlich recht.


    Allerdings geht es bei den "Dorfvereinen" nicht zwingend um die Qualität, sondern um die Quantität. Wenn da 1-2 Spieler einen Jahrgang verlassen, ist sogar der Spielbetrieb schon in Gefahr. Der Sprungbrettverein hat dann 2-3 Mannschaften in den Altersklassen und kann hin- und herschieben, im besten Fall kommen eben neue Spieler. Das NLZ hat sowieso freie Auswahl.


    Aber woher kommen die Spieler, die den Dorfverein auffüllen? Richtig, die gibt es nicht. Das können nur komplette Neuanfänger sein oder kommen aus dem Pool der umliegenden Dorfvereine, die dann selbst wieder Personalprobleme bekommen.


    Das Angebot in allen Ehren, dass Spieler im "Sprungbrettverein" tolle Entwicklungsmöglichkeiten haben und gute Trainer bekommen. Aber sobald dort mehr Spieler als notwendig für den Spielbetrieb "gehortet" werden, ist das Gift für die Vereine im Umfeld. Vielleicht muss man da auch einen Schritt weiterdenken: Wenn die Vereine irgendwann zumachen müssen oder mit D-Jugendlichen in der B-Jugend spielen müssen, wird auch die Quelle des größeren Vereins versiegen.

    Hallenturniere sehe ich auch noch mit viel Skepsis.


    Allerdings war hier und in allen Diskussionen eindeutig Konsens, dass Fußball an der frischen Luft (OHNE Nutzung von Kabinen und Gebäuden) absolut keine Gefahr darstellt. Wieso das trotzdem wieder einschränken?


    Signalwirkung 1 ist, dass wir wieder aufpassen müssen und das ganze nicht vorbei ist, das geht sicher in die Richtung, die du auch siehst. Signalwirkung 2 ist aber, dass wir rein gar nichts gelernt haben und wieder etwas (für Kinder) zumachen, was nachweislich überhaupt keinen Einfluss hat.


    Warum sollen meine Spieler am Samstag nicht umgezogen zum Sportplatz kommen, sich aufwärmen und gegen eine andere Mannschaft spielen, die das gleiche macht? Hier besteht nicht mehr Gefahr als bei einem Training, wenn man die ganze Aktion auf den reinen Fußball reduziert.

    Nunja, ich freue mich sehr, dass wir mit unserer Impfquote im Team weiterhin trainieren und auch Freundschaftsspiele machen können. Jetzt alles zu machen trifft ja auch viele, die geimpft sind und theoretisch weiterhin alles machen dürften. Möchtest du deinen Spielern erklären, warum sie als 2G fast überall Eintreten dürfen, aber dann nicht zum Fußball können?


    Ich denke, dass der alleinige Grund für die Absage der Pflichtspiele ist, dass Verbände erwarten, dass die meisten Spiele sowieso abgesagt werden müssen, da die Impfquote nicht ausreicht, um Mannschaften zu stellen.

    Bei uns in den letzten Jahren leider gerade in der alten D- und C-Jugend so passiert. Nachdem die Trainer jeweils aus Zeitgründen aufgehört hatten und es jeweils einen neuen Trainer gab, sind danach reihenweise die Spieler zu anderen Vereinen gegangen (Trainer sind nicht mal "Brülltrainer" oder so und auch eigentlich super nett, aber das Training ist halt unterirdisch).

    OK, sicherlich ist das auch ein selbstgemachtes "Problem", da leider (noch) nicht nach einem durchgehenden Konzept trainiert etc wird. Frage ob das den Weggang verhindert hätte, das kann ich nicht beurteilen)

    Im Bereich C-Jugend gehen aber dann auch die Vorstellungen des Sports bei vielen auseinander: Manche sind froh und glücklich, an den Ball zu treten, andere wollen ihre Kumpels sehen, wieder andere wollen sich verbessern und noch andere schielen auf höherklassige Vereine. Der Spagat zwischen Breitensport und ambitioniertem Fußball wird immer schwieriger. Es werden weniger Spieler, die Mannschaften müssen größer werden (11er Feld braucht eigentlich schon mindestens 18 Spieler) und die Ansprüche gehen weit auseinander.


    Ich habe auch erlebt, dass Spielern das Training zu "ambitioniert" war und sie eigentlich nur kicken wollen. Dann gibt es wieder andere, die weiterkommen wollen und die noch Extra-Schichten schieben, weil ihnen das Training nicht reicht. Es gibt da nicht "richtig" oder "falsch" als Trainer, man muss nur alle ins Boot holen und für jeden einen Platz und ein Angebot im Training und im Spiel finden.


    Man kann nicht pauschal sagen, dass ein bestimmtes Training passend für eine Mannschaft ist, das lässt sich von außen nicht beurteilen. Ich weiß ja nicht, welche Leistungsklasse CoachT erreicht und was für Spieler sich seiner Mannschaft anschließen. Genauso hätten vielleicht die alternativen Trainer in seinem Fall auch wieder eine andere Zielgruppe angesprochen. Wissen wir nicht.

    Es wird spannend, ob die Senioren-Saison in NRW fortgesetzt wird. Ich glaube, das wäre eine Wettbewerbsverzerrung und Vereine können nichts dafür, wenn sie ungeimpfte Spieler haben. Unsere Seniorenteams bleiben spielfähig, aber ich fürchte, dass das nicht die Regel ist.


    In der B-Jugend bei mir sind 3/4 unter 16 (somit von 2G ausgenommen) und das andere Viertel ist 2G, wir werden weiterhin Freundschaftsspiele machen können und Hallenturniere spielen. Das macht mich schonmal sehr glücklich für die Jungs, weil sie keine erneuten Einschränkungen haben!

    Charles De Goal

    ich finde dein Vorschlag echt gut und werde den mal in Angriff nehmen

    Ich werde aber den Stamm der "besseren" Spieler da offen mit einbinden und denen meine Entscheidungen kommunizieren (allein deswegen, weil ich ein offenen ehrlichen Dialog von allen in der Mannschaft fordere und das ja auch vorleben muss)

    In einer C-Jugend kann man das auf jeden Fall tun. Wenn du das immer wieder predigst, wird das ab der B-Jugend ein Selbstläufer!

    Mal etwas weltfremd gedacht. Man stelle sich nur so mal vor, die Ergebnisse wären völlig irrelevant und es würde nirgends stehen wer wie hoch gewonnen hat und wer wieviele Tore geschossen hat so wie auf dem Bolzplatz in der Kreisklasse bis hoch in die C-Jugend. Kein Trainer kann sich mit dem anderen vergleichen und konzentriert sich nur auf die Mannschaft. Wer will vereinbart FS-Kicks gegen andere Mannschaften. Will man in einer Kreisliga, Gruppenliga, Landesliga kicken gibt es ein großes Fussballturnier und die besten Mannschaften spielen im kommenden Jahr eben dort.

    Aber auch da wird es dann Dinge geben, die die bessere Mannschaft besser macht und die schlechtere Mannschaft schlechter.


    Die Tore entscheiden ja auch nicht darüber, ob ein Spiel gut oder schlecht war. Wenn ich kaum Ballbesitz habe oder keinen einzigen Zweikampf gewinne, bin ich ja auch am falschen Ort mit der Mannschaft.


    Ob ich 7:0 verliere oder das ganze Spiel über 20% Ballbesitz habe ist vollkommen egal, in beiden Fällen bin ich offenbar mit dem Gegner überfordert. Und dann können Ergebnisse so irrelevant sein, wie sie wollen: die Unterlegenheit wird trotzdem deutlich und wahrscheinlich kaum jemanden weiterbringen.