Beiträge von Charles De Goal

    Also jetzt muss ich doch noch antworten, ich habe mehrfach geschrieben:

    Ich trainiere Erwachsene, Erwachsene, Erwachsene. Ich weiß nicht wie oft ich das in meinen Beiträgen betone hinsichtlich des Thematik, ob man auch auf Eigenverantwortung bauen kann.

    Nochmal nur für Dich: Ich trainiere Erwachsene, Erwachsene, Erwachsene, reicht hoffentlich ?

    Sportsfreund, das hast du in unser Diskussion kein einziges mal erwähnt. Ich habe es nun in einem Beitrag auf Seite 5 oder 6 gelesen. Wie wäre es, wenn du das gegenüber mir ein paar Beiträge früher geschrieben hättest? Ich habe nämlich nicht den ganzen Thread studiert, sondern habe auf deine nach wie vor unglaubliche Aussage reagiert.


    Das ändert nämlich nichts daran, dass du der Trainer bist und - wenn dein Verein nicht extra einen Aufpasser abstellt - auch für die Einhaltung der Regeln verantwortlich bist. Da du selbst geschrieben hast, dass du das nicht bewerkstelligen kannst und trotzdem 18 Leute einlädst und niemandem absagen willst, macht es keinen Unterschied, ob es um Erwachsene oder Kinder geht. Denn das ist auch bei Erwachsenen ein Risiko und wenn man es laut eigener Aussage nicht überwachen kann ein noch größteres!


    Ich will dir ja nichts böses, aber offenbar bist du nicht genügend sensibilisiert worden. Wenn der falsche mitbekommt, dass du mit 18 Personen auf dem Platz stehst und keinen Überblick darüber hast, dann ist euer Platz demnächst für alle Teams gesperrt und der Verein kann sich vor dem Ordnungsamt rechtfertigen, warum er das zulässt. Und ich gehe davon aus, dass du das nicht möchtest.

    Der ehrenamtlich tätige Trainer muss bei Euch das alleinige Risiko auf sich nehmen? Wenn zwei Spieler sich trotz Verbotes zur Begrüßung abklatschen sollten, ist der Trainer dafür vernatwortlich? Puuh... Ich glaube nicht, dass ich mich in diesem Verein wohlfühlen könnte...

    Über was für ein Risiko reden wir hier? Der Trainer hat die Regeln gehört und bestätigt, dass er sie verstanden hat. Fällt der Trainer dem Vorstand oder anderen Trainern wiederholt negativ auf (z.B. zu viele Kinder, Abstände werden nicht eingehalten oder Hygieneregeln missachtet), dann darf er eben, während die Bestimmungen gelten, nicht mehr trainieren.

    Kommt das Ordnungsamt und verhängt eine Strafe, wird natürlich der Verein/Vorstand aktiv, da wird kein Trainer beim Vereinstraining alleine gelassen.

    Es geht hier nur um das Risiko, dass der Trainer von Vereinsseite zur Corona-Zeit kein Training mehr leiten darf, wenn er sich nicht an die Regeln hält. Und damit er dann nicht sagt "das hat mir aber keiner gesagt", hat er eben unterschrieben, dass er die Regeln gehört und verstanden hat.

    Kommt das Ordnungsamt und schließt uns die Anlage, weil sich einer nicht dran hält, wäre das ziemlich blöd für ALLE. Und ich glaube, dass man da durchaus so streng sein kann, damit auch jeder darauf achtet und nicht sein normales Training durchzieht und ab und zu mal "bisschen auseinander dahinten" reinruft.


    Finde das ehrlich gesagt nicht so schlimm, dass man sich nicht wohlfühlen kann. Abgesehen davon ist das Trainingsangebot auch freiwillig: Wenn jemand sich nicht an die Regeln halten kann/will, muss er ja kein Training anbieten (so wie übrigens 9 von 10 Vereinen im Umkreis bei uns).

    Und Du bist sicher das Du in den letzten drei Monaten alle Auflagen, die für den öffentlichen Raum gelten, immer 100 % eingehalten hast ? Nie mal mit 2 Nachbarn gleichzeitig - mit etwas Abstand natürlich - ins Gespräch gekommen ? Nie auf irgendeiner Terasse gesessen, wo -mit Abstand natürlich- Personen aus mehr als zwei Haushalten zusammen gesessen hast ? Nie beim Bäcker in der Warteschlange mal auf 1,10 Meter Abstand gewesen statt auf 1,50 Meter ?

    Gehören die Leute, denen das passiert ist auch alle weggesperrt ? Merkwürdige Moralvorstellungen.

    Dir kann gerne der Kragen platzen, aber jemanden gegenüber äußern er gehört weggesperrt ist - zumindest bei diesem Hintergrund, ich bin ja nicht Jack the Ripper- absolut daneben. Es sind ja auch schon öfter Partys oder Demos aufgelöst worden, hier im Kreis erst am Wochenende eine Geburtstagsfeier. Gehören die Betroffenen nach Deiner Meinung - neben Platzverbot und Bußgeld - tatsächlich zusätzlich auch alle weggesperrt ?

    Du kannst jetzt gerne noch wieder was dranhängen, aber im Sinne einer übersichtlichen Diskussion in diesem Thread war das hier mein letzter Beitrag zu Dir, sonst schreiben wir uns vermutlich noch 20 mal hin und her.

    Du hast meine Aussage (und offenbar die aktuell geltenden Grundsätze für Mannschaftssport) grundlegend nicht verstanden. Du lädst 18 Kinder auf einen Haufen ein und kannst nicht gewährleisten, dass die aktuellen Regeln eingehalten werden. Das ist wahnsinnig zur aktuellen Zeit!! Und dann sagst du im Nachhinein: "Wie soll man das denn überhaupt schaffen?", als ob du dir da vorher keine Gedanken drüber gemacht hast.. Das ist noch viel wahnsinniger. Sehr wahrscheinlich war das mit dem "wegsperren" auch die falsche Formulierung, ich musste aber eine Steigerung zur Geldstrafe finden, mit der es bei so viel Ignoranz der Regeln nicht getan ist.

    Also nochmal: so ein Training ist kein "mit 3 Freunden auf der Terasse sitzen" oder "ich halte die 1,50m Abstand beim Bäcker nicht ein". Du bist hier nicht für dich alleine verantwortlich, sondern für 18 Jugendliche, denen du nicht gewährleisten kannst, dass sie wieder gesund nach Hause kommen, weil du 18 Personen laut eigener Aussage gar nicht überblicken kannst!! Und das scheinst du überhaupt nicht ernst zu nehmen und das ist mein Problem mit der ganzen Sache!!

    @charles de goal

    Wie läuft die Begrüßung der Spieler wenn sie zum Platz kommen. Kriegt jeder ein Hütchen zugewiesen und muss dort verweilen?

    Vielleicht kannst du uns hiermal ein wenig den Ablauf schildern mit deinem team.

    Am Eingangstor haben wir Ein- und Ausgang markiert, mit Kreide auf dem Boden Wartelinien. Dort kommen die Mannschaften zeitversetzt an. Ich hole die Jungs als Trainer dort ab, sie desinfizieren sich die Hände und haben natürlich beim Betreten einen Mundschutz auf. Ich geleite sie in Abstand zu ihren "Pausen-Hütchen", wo jeder seine Sachen ablegen kann. Dann mache ich eine kurze Ansprache und teile sie in zwei Kleingruppen auf, die dann in die Übungen gehen.


    Die Übungen sind dann so aufgebaut, dass man sich gar nicht näher kommen kann. In den Pausen ist wieder jeder an seinem Hütchen und hält dabei Abstand.


    Bei der Abreise lasse ich sie im Abstand von 20 Sekunden nacheinander mit Mundschutz zum Ausgang gehen. Danach räume ich alleine auf und desinfiziere alles.

    Immer höflich bleiben mit der Wortwahl. Weggesperrt gehöre ich wenn ich gewalttätig werde oder Oma's die Brieftasche klaue. Nicht wenn ich auf der Suche nach Anregungen und Verbesserungen bin.

    Ich bleibe dabei: Während Corona zu trainieren, die Maßnahmen missachten und das dann mit "das kann ich doch gar nicht bewerkstelligen" entschuldigen... Da ist es meiner Meinung nach mit einer Geldstrafe nicht getan. Auch wenn es unhöflich klingt, da platzt mir der Kragen!


    Es sind schwierige Zeiten und da sind Vorsicht und Rücksicht gefragt. Und das ist bei 18 Spielern im Training, bei denen man selbst sagt, dass man sie man gar nicht alle im Auge haben kann, nicht gegeben.


    Noch dazu gefährdet man die Trainingsmöglichkeiten des ganzen Vereins: Wenn es bei einer Mannschaft Probleme gibt, wird die Anlage zugemacht und niemand kann mehr trainieren.

    Ich will es dir sicherlich auch nicht rausreden, möchte dich nur darauf aufmerksam machen, dass du (oder allgemeiner: jeder) extrem aufpassen muss und da bestmöglich absichern sollte. Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz sind keine Kavaliersdelikte! Da können schnell einmal Strafen (gerade für den organisierten Bereich) im höheren 4-stelligen Bereich anfallen.

    So ist es. Und wenn du dann sagst "Wie soll ich denn alleine 18 Spieler beaufsichtigen", dann gehörst du zusätzlich noch weggesperrt.


    Es ist den Vereinen freigestellt zu trainieren, aber nur unter den Auflagen (wenn Verband und Stadt es erlauben).

    Wir haben alle Trainer 45 Minuten lang geschult und ihnen das mit deutlichen Worten erklärt. Dann konnte jeder entscheiden, ob er trainieren will oder nicht. Und wer will, der musste unterschreiben, sich daran zu halten und darauf zu achten - auf eigene Verantwortung.

    U.A. gehören dazu auch Einhaltung des Hygienekonzepts, Abstand halten und Training in Kleingruppen. Wenn ein Trainer das nicht gewährleistet oder sogar grob fahrlässig damit umgeht, war es das letzte Training des Trainers und der Mannschaft für die nächsten 3 Monate. Denn damit wird die Gesundheit der Teilnehmer riskiert und dazu noch der Trainingsbetrieb aller anderen Teams, falls das Ordnungsamt im falschen Moment vorbeischaut.


    Das ist kein Spaß, das ist purer Ernst. Wenn man bei 18 Spielern überfordert ist, lädt man entweder nur 8 ein oder man lässt es ganz bleiben.

    Das wäre dann ohnehin so, dass alle in Quarantäne müssten. Ich kann bei 12 - 18 Spielerinnen schon nicht dafür garantieren, dass beim Ankommen und Abfahren vor/nach dem Training keine Kontakte unterhalb von 2 Metern stattfinden. Soviel Aufpasserarbeit kann ich als einzelner Trainer nicht leisten. Selbst mit der Bildung von Aufenthaltszonen von z.B. je 5 Spielern müsste ich ja permanent meine Augen auf alle Gruppen haben, ob die 2 Meter eingehalten werden (jedem eine Abstandsstange in die Hand drücken ?) Und wie erkläre ich dann einer Gruppe die nächste Übung und Überwache gleichzeit die andere Gruppe auf Einhaltung der Abstände ? Und was mache ich wenn 3 Spielerinnen nach dem Training -mit Abständen- noch kurz zusammenstehen, obwohl sie nicht in einer Gruppe trainiert haben ?

    Ja, das sind die Dinge, wegen denen viele Vereine kein Training anbieten und die meisten Trainer davor zurückschrecken.


    1. Man kann doch keine 12-18 Personen einladen

    2. Man MUSS eben dafür garantieren, ansonsten lässt man es sein

    3. Man sollte es dann eben nicht alleine machen und die Gruppengröße so halten, wie man es sich ALLEIN zutraut

    4. JA, du musst die Augen auf alle SpielerInnen haben

    5. Du kannst dann eben nur eine Gruppe gleichzeitig betreuen

    6. Es DARF niemand zusammenstehen


    Ich weiß nicht, ob ich das jetzt missverstanden habe: Aber trainierst du so, wie in dem Beitrag geschrieben? Das wäre grob fahrlässig und damit würde ich sofort aufhören!!!

    Erlebe ich bei uns im Ort auch: Wir haben 6 Vereine und nur zwei lassen Training zu. Das finden die anderen vier Vereine nicht so toll, aber ist ja eher deren Problem als das derer, die ihre Plätze öffnen, weil sie es hinbekommen.


    Ich hoffe, dass die Stadt jetzt keine Konsequenzen zieht und sagt "Alle oder gar nicht".

    wie hast du das 6vs3 Rondo mit 2m Abstand hinbekommen?

    Ich werde nächste Woche ein 10x10m großes Quadrat bauen, an jeder langen Seite ein Spieler. In der Mitte steht eine 1x1m große Raute. Die Spieler außen müssen versuchen, den Ball durch die Raute zu spielen, um die Raute ist ein Spieler, der versucht, die Bälle abzufangen. Abstand wäre gewährleistet und es geht quasi darum, Passwege durchs Zentrum zuzustellen. Ginge auch als 4 gegen 2, fördert dann das gruppentaktische Defensivverhalten beim Zustellen von Passwegen.

    ...

    Das deckt sich ja ziemlich genau mit meinen Erfahrungen!


    Aber in welchem Verband bist du unterwegs?


    Bei uns in NRW hat der Landessportbund die Info rausgegeben, dass jeder Spieler 10m² zur Verfügung haben muss. Ein Spielfeld hat knapp 8000m², wir haben dann für jeden Spieler einfach auf 100m² aufgestockt und dann 80 Personen zeitgleich festgelegt, aber nur eine Mannschaft pro Hälfte. Theoretisch könnte man also mit 40 Personen auf einer Hälfte trainieren, was total utopisch ist. Das ist natürlich fünfmal so viel wie bei euch, solche Unterschiede in den Verbänden fände ich extrem krass!

    Ich habe jetzt zwei Einheiten mit jeweils 6 Spielern hinter mir. Morgen kommt noch eine Gruppe mit 8 Spielern, die ich aber genauso beschäftigen kann (alles C-Jugend).

    Meine bisherigen Erkenntnisse:

    - nach der Pause reicht ein wenig Bespaßung und das kleinste Fußball-einmal-eins, es geht nicht um den großen Lernerfolg

    - die Jungs sind glücklich, sich wiederzusehen, Fußball zu spielen und wieder "Termine" zu haben

    - die Regeln sind für die Jungs locker einhaltbar, sie haben immerhin zwei Monate Social Distancing mitgemacht


    Mein Training habe ich diese Woche so aufgebaut:

    15 Minuten Fußballtennis zum aufwärmen

    10 Minuten Dribbling in einem 5x5m-Viereck (verschiedene Übungen und Hütchen andribbeln)

    15 Minuten Passspiel (Entfernung: 10 bis 15 Meter) + Flugballtechnik über 15 Meter

    25 Minuten Torschuss von 3 Positionen als Wettbewerb

    25 Minuten Torschuss auf gegenüberliegende Tore in zwei Teams


    Dadurch, dass es Kleingruppen waren, hatte jeder genug Ballkontakte und hat in den insgesamt 50 Minuten Torschuss mindestens einmal pro Minute geschossen. Ich bin damit sehr zufrieden und sehe eher, dass die Corona-Maßnahmen eine Chance sind, in Kleingruppen intensiver auf Spieler und ihre Fehler und Schwächen einzugehen. Außerhalb von Corona gibt es keine Argumente, jeden Spieler nur einmal in der Woche zum Training einzuladen und dadurch Kleingruppen zu bilden.


    Dennoch habe ich mich entschlossen, nächste Woche drei Trainingstage mit insgesamt 12-13 Spielern anzubieten, sodass jeder zweimal trainieren kann. Die Übungen sind Selbstläufer, sodass ich nicht überall eingreifen muss sondern zwischen zwei Gruppen hin- und herschauen kann.


    Voraussetzung ist natürlich, dass alle Hygiene-Regeln eingehalten werden. Aber das hat diese Woche wie gesagt wunderbar geklappt, auch bei der F-, E- und D-Jugend auf den anderen Trainingsflächen.


    Also wer die Chance in seinem Verein hat, Training anzubieten, sollte diese wahrnehmen!! Ich muss hier nochmal über die schimpfen, die die Chance hätten aber sie nicht nutzen, weil sie "keinen Bock" haben. Es mag verständliche und rationale Gründe geben, kein Training anzubieten. "Kein Bock" oder "zu viele Regeln" sind aber kein vernünftiger Grund.

    Ah okay, wenn du dich nur auf den spezifischen Fall beziehst. Wird bestimmt auch einige geben, die die Verantwortung nicht übernehmen möchten oder das Risiko selbst noch als zu hoch einschätzen. Wollte mit der Intervention nur verhindern, dass alle, die nicht sofort wieder trainieren, pauschal abgestempelt werden.

    Mir ist schon klar, dass nicht jeder Trainer, der kein Training anbietet, faul und langweilig ist. Natürlich verhindern an manchen Stellen Landesverbände, Städte und Vereine das Training.


    Aber die wunderbare Möglichkeit zu trainieren mit "keinen Bock" verstreichen zu lassen (wie im Beispiel) - obwohl man die Möglichkeit vom Verband, der Stadt und dem Verein hat, ist eben faul und langweilig und wird hoffentlich von Spielern auch so interpretiert.

    Sehr pauschal und bewusst(?) provokativ gedacht.

    Da bleibt nur zu hoffen, dass mich meine Spieler nicht auch als faul und langweilig wahrnehmen werden, weil die Gemeinde die Anlagen noch nicht freigegeben hat und einige Vereine diese bis zu den Sommerferien geschlossen lassen.

    Das hast du missverstanden. Ich bezog mich auf den Trainer, der sagte, dass er keinen Bock hat.

    Ich habe allerdings auch von einem Jugendtrainer aus einem Nachbarort gehört, der nach dem Training (B Jugendliche) gesagt hat mit den Auflagen hat er keinen Bock und er macht erstmal nichts mehr.

    Wow, das ist ja eine tolle Einstellung. Hoffentlich hat er das vor seiner Mannschaft nicht so formuliert. Aber die werden das schon erfahren, wenn du es bis in den Nachbarort gehört hast.


    In den Corona-Zeiten werden sich sicherlich die kreativen und "mutigen" Trainer hervortun und die faulen langweiligen auf der Strecke bleiben.

    Wir hatten heute unseren ersten Trainingstag mit Einschränkungen, insgesamt waren 4 Mannschaften da (F1, E1, C- und B-Jugend). Insgesamt waren dann ca. 40-50 Personen am Platz. Aber ich habe mit allen Trainern gesprochen, bei allen Teams hat das mit den Regeln bestens funktioniert.


    Ich denke, ich kann das ganze empfehlen. Und entgegen aller Sorgen war eine richtig lockere Stimmung am Platz, man kann auch mit 1,5m Abstand kommunizieren, erklären und tolle Sachen machen. Ich hatte 6 Kids da, mehr will ich auch erstmal nicht. Ich weiß nicht, ob ich mehr hätte überblicken können und ihnen gerecht hätte werden können.

    Das klingt so ja noch machbar. Vor und nach dem Training zu desinfizieren, wird dann noch einmal etwas Zeit beanspruchen. Ein kurzer Zwischenbericht von nächster Woche wäre ganz nett. Das hilft vielleicht einigen dabei, den Mehraufwand für sich selbst besser abzuschätzen.


    Meine E-Jugend wird frühestens im Juni starten. Das wären dann aber auch nur noch 4 Wochen a eine Trainingseinheit bis offiziellem Saisonende. Mich persönlich reizt es mit dem Wissensstand (und der Tendenz des Saisonabbruchs) wenig, den Aufwand zu betreiben.

    Dass das Training nach dem Abbruch und mit den Einschränkungen fußballerisch vielleicht nicht so viel bringt, denke ich auch.


    Aber zumindest die sozialen Strukturen stellt es wieder her und es gibt den Jungs Bewegung an der frischen Luft bei ihrem Hobby, welches 2 Monate ruhen musste. Gleiches gilt auch für Erwachsene.


    Bei uns im Ort gibt es 6 Vereine und nur zwei starten wieder. Was meinst du, welche Vereine für Kids aktuell am attraktivsten sind und welche Kinder aus der Schule nach Hause kommen und sagen "Beim FC XYZ wird schon wieder trainiert, warum nicht bei uns?"?


    Es geht mir nicht darum, dass das Training die Jungs jetzt weiterbringt. Es geht darum, dass sie sehen, dass der Verein und der Trainer sich darum bemühen, ihnen ein Angebot zu schaffen und sie zu denen gehören, die etwas machen können. Gleichzeitig ist in der momentanen Phase, in der der ein oder andere über Wechsel entscheidet, der persönliche Kontakt wichtig. Und da hat man als Trainer vor den Jungs und als Verein, der sich die Mühe macht, das Training anzubieten, bessere Karten als der Trainer, der noch weitere Wochen warten will und der Verein, dem das zu viel Aufwand ist.


    Muss man nicht so sehen, aber so sehe ich es und so läuft es auch bei unseren Herrenteams: Ab Montag geht es los und es haben sich schon mehrere Spieler bei den Trainern gemeldet, die gerne mal mittrainieren möchten oder sogar wechseln wollen, weil ihr aktueller Verein (vielleicht auch verständlicherweise) nicht aus dem Quark kommt. Das muss halt jeder Verein für sich entscheiden, aber man muss sich vielleicht auch dem beugen, was die Spieler wollen.

    Ich kenne auch keine. Aber irgendwie muss man doch darauf kommen, dass Materialien gewaschen werden müssen. Könnte natürlich auch einfach nur dazu gut sein, um zu zeigen, man tue doch etwas gegen die Ausbreitung und dabei spielt die Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit eher eine untergeordnete Rolle.


    Wenn das Virus für eine Infektion die Schleimhäute erreichen muss, dürfte es doch keine Rolle spielen, ob jeder seinen eigenen Ball hat oder sich mehrere einen teilen.

    Also ich kenne viele Übungen, in dem man Hütchen in die Hand nimmt oder sich Bälle zuwirft - hauptsächlich bei Aufwärmspielen. Zu den "gefährlichen" Bewegungen zählen außerdem Kopfbälle, da der Ball durchaus auch unglücklich ins Gesicht fliegen kann.

    Ich bräuchte z.B. 5 Trainer/Betreuer für meine U14 denen ich jeweils vier Kinder fest zuteilen müsste. Falls der Betreuer mal ausfällt, haben die vier dann Pech, da auch kein Ersatz einspringen dürfte.

    Ich biete drei Einheiten an und lade jeweils 6 Spieler ein. Das ist überschaubar und jeder kann nächste Woche einmal trainieren. Wenn das gut funktioniert, kann ich drüber nachdenken, auch mehr pro Einheit einzuladen. Dann kann ich als alleiniger Trainer in der Woche alle Kinder beim Training gehabt haben. Gruppe 1 und 2 machen dann privat Fitness oder joggen, wenn Gruppe 3 Training hat.


    Es gibt (zumindest in NRW) keine Regel zur Gruppengröße, das sind alles nur Empfehlungen. Theoretisch kannst du eine Gruppe von 12 Spielern haben, solange gewährleistet ist, dass alle Regeln eingehalten werden. Je jünger die Spieler, desto schwieriger ist das natürlich.

    Wir haben heute alles klargemacht:

    Sportplatz hergerichtet, Platzbelegung geklärt und alle Trainer eingeladen und (mit Abstand und Mundschutz) alle Regeln bekanntgegeben.


    Nun erfüllen wir und die Trainer alles, was zum Training zur Corona-Zeit von Nöten ist. Ab Montag fangen wir an und lassen maximal 3 Gruppen gleichzeitig auf dem Platz.


    Die meisten Vereine in der Umgebung haben verlauten lassen, dass sie den Aufwand nicht betreiben und noch zwei Wochen warten wollen. Dafür mag es Argumente geben, aber es sprechen mehr Argumente dafür, die Chance zu ergreifen und langsam loszulegen. Kinder können endlich wieder in ein soziales Umfeld, das sie gewohnt sind, Trainer helfen sich gegenseitig und vor allem ist Bewegung auf dem Platz. Und der Aufwand ist tatsächlich überschaubar (Desinfektionsmittel, Pausenzonen, Handtücher, Seife, Ein- und Ausgang kennzeichnen). Organisatorisch müssen natürlich Listen geführt werden und Trainer müssen sich was einfallen lassen, um alle Regeln einzuhalten.


    Aber man wächst mit seinen Aufgaben und damit wächst auch der Verein enger zusammen!

    Wir haben soeben in einer kleinen Runde ein paar Dinge diskutiert: Es gibt bei uns (NRW) offiziell KEINE Begrenzung der Gruppengröße - nur Empfehlungen vom Landessportbund. Wir werden diese Empfehlung weitertragen (10m² pro Person) und somit theoretisch auch in Gruppengrößen von 10 Personen trainieren lassen. Dies natürlich nur unter Berücksichtigung der Altersklasse.


    Es wäre eigentlich sehr schön, wenn das zumindest deutschlandweit gleich wäre.

    Unser D Jugend hat schon gefragt, wie wir dazu stehen, aber bei diesen Vorgaben sehe ich darin nicht wirklich einen Sinn für ein FUSSBALL Training. Und ich denke auch, dass es zu früh ist. Der kleine Bruder eines der Mitspieler meiner Tochter ist lungenkrank...

    Und deshalb soll es niemandem ermöglicht werden? Dann sollte man eher darüber nachdenken, ob dieser eine Spieler nicht am Training teilnehmen kann. Oder willst du eine ganze Mannschaft oder einen ganzen Verein wegen eines Einzelfalls zu Hause lassen?


    Und was meinst du mit zu Früh? Aktuell gibt es knapp 15.000 Menschen in Deutschland, die in Quarantäne sind (0,02% der Bevölkerung) - die tauchen sicher nicht bei einem Training auf. Sicherlich gibt es Menschen, die draußen mit einer Infektion herumlaufen (Dunkelziffer) und es nicht wissen. Da momentan nicht mal alle Testkapazitäten ausgeschöpft werden, OBWOHL man bei nachvollziehbaren Kontakten testet, können das logischerweise nicht deutlich mehr sein. Und wegen diesen paar Menschen haben wir schon diese ganzen Einschränkungen. Und deshalb sollen wir jetzt trotz Ermöglichung des Trainings unter Einhaltung der Regeln weiterhin Mannschaften und Vereine wegen Einzelfällen zu Hause lassen? Dafür habe ich absolut kein Verständnis.

    Außerdem wird sich die Infiziertenzahl/Dunkelziffer nicht signifikant nach unten verändern. Wenn das nun dein Argument ist, wird es das auch noch in 2 Jahren sein und solange kann es dann keinen Sport für diesen Verein geben. Außer man gesteht sich ein, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben.


    Also wir haben die Auflagen im Vorstand durchgesprochen und werden für unseren Verein einen Plan machen. Ich finde diese Auflagen zum kotzen, weil total penibel und kompliziert. Dennoch muss man mit der Situation jetzt umgehen. Man muss halt das beste daraus machen. Nur weil die Auflagen kompliziert sind und man als Verein keinen Bock darauf hat, sollte man nicht weiter Corona-Pause machen. Dann steht man ratzfatz ohne Mannschaften da, wenn die Vereine in der Umgebung schon was tun.


    Bei uns haben schon einige Trainer signalisiert, bei anderen Teams zu helfen, damit dort in Kleingruppen trainiert werden kann und der Trainer nicht alleine ist.


    Nennen wir es mal nicht Krise, sondern "temporär veränderte Bedingungen". Schon sieht man es als Chance!