Beiträge von Charles De Goal

    Nunja, nur weil es woanders schlimmer ist, verharmlost es ja nicht das Verhalten des einen. Wenn ich dir deine Geldbörse klaue und das damit rechtfertige, dass jemand anderes eine Bank ausgeraubt hat, macht es das Verbrechen ja auch nicht harmloser. Nur, weil in der Kita jemand einen Mittelfinger zeigt und du dich nicht darüber aufregst, muss ich nicht akzeptieren, dass jemand einem anderen Schläge androht.


    Meiner Meinung ist der Begriff zeitgemäß nicht angebracht. Ich bin mir sicher, dass das auch in 20 Jahren noch so sein wird:

    Wenn ein Spieler das Training erheblich stört und auch nach mehreren Belehrungen nicht aufhört, dann gefährdet er die Ziele der Gruppe (nämlich in erster Linie Lernerfolg). Und sollen 20 Spieler wegen einem Spieler weniger Lernerfolg haben? Wenn ich das Training vorbereite und denke "was mit abwerfen kann ich nicht machen, weil er eine dann wieder anderen ins Gesicht wirft", dann läuten die Alarmglocken bei mir.

    Die Situation in der Dusche, eine Verständnisfrage:

    Wie bist du denn mit dem Spieler umgegangen, der offensichtlich ja unstreitbar der Anstifter war und überdies noch deine Bestätigung, dass das so abgelaufen ist?


    Nach deinen Schilderungen bin ich mir auch nicht so sicher, ob es nicht zu diesem speziellen Jungen, ein grundsätzliches Problem im sozialen Mannschaftsgefüge gibt. Gerade in der Alterklasse C-Jugend ist das auch alles nicht so einfach, da ein gut funktionierendes Mannschaftsgefüge zu händeln.

    Der hat für seine Idee natürlich auch entsprechenden Ärger bekommen. Aber eine Idee, so dämlich sie auch sei, ist für mich nicht so strafbar wie die Durchführung.

    Sagt der eine hinter vorgehaltener Hand zum anderen "Stell dir vor, das wird einem auf den Kopf gekippt", ist in meinen Augen nicht so schlimm, wie es tatsächlich zu tun.

    Noch dazu ist dieser Spieler weder davor, noch danach, jemals negativ aufgefallen.



    Also grundsätzlich bin ich mit dem Verhalten der Mannschaft in vielen Punkten zufrieden. Die Jungs kommen meistens eine halbe Stunde früher, helfen mir beim Aufbauen, kicken schonmal ein bisschen, geben sich Hilfestellungen, ein Junge mit Behinderung wird im Training von vielen regelrecht gehyped und angefeuert, wenn er gute Aktionen hat. Abbauen nach dem Training klappt auch zu 95%. Wir besuchen regelmäßig Fußballspiele, machen Fifa-Turniere, gehen zusammen Essen, waren mehrfach im Hallenbad und trainieren auch Samstags, wenn wir spielfrei haben.

    Und bei all diesen Aktionen merke ich, dass auch verschiedenste Spieler (vom Jungen mit Behinderung bis zum Auswahlspieler des Landesverbands) miteinander auskommen und gerne zusammen Fifa spielen oder im Bulli nebeneinander sitzen.

    Ich sehe hier kein grundsätzliches Problem in der Mannschaft. Nur manchmal ist im Training etwas Unruhe und Unkonzentriertheit drin, was aber eher durch blöde Witze, Lachen und Ausgelassenheit kommt. Eher ein Zeichen, dass die Jungs zusammen Spaß beim Fußball haben und sich dabei vergessen. Als Trainer hätte ich natürlich lieber konzentriertes Arbeiten, aber manchmal lasse ich die Jungs eben auch Jungs sein.


    Womit du Allerdings Recht haben könntest: Der Mannschaftsrat fordert ja keine Strafe für diese Vergehen. Dies mag daran liegen, dass sie mit dem "Angeklagten" befreundet sind. Wenn natürlich hier das Amt ausgenutzt wird, um einen Freund rauszuboxen und andere härter bestraft werden sollen, dann könntest du wohl recht haben, dass da etwas nicht passt.

    Es scheint ja so, als wenn du als JL den Abteilungsleiter auf deiner Seite hast. Die ersten drei Vergehen hätte ich auch im Alleingang gelöst. Bei vier und fünf wäre mir der Kragen geplatzt. Eine Strafe ausgesprochen, und da die Eltern das versuchen kleinzureden.... Hätte ich Abteilungsleiter und Vorstand ins Boot geholt und würde da ganz klare kante zeigen.... Ja.. Sogar ein Exempel statuieren.

    So wird es jetzt passieren, wenn diese Strafe nicht fruchtet. Offenbar findet jetzt zumindest Kommunikation über das Thema in deren Hause statt und ich habe der Mutter nochmal detailliert diese 5 Situationen beschrieben.

    Das Vergehen unter der Dusche dürftest Du ja gar nicht mitbekommen haben. Generell kann man Vergehen, die man nur vom Erzählen kennt, als Trainer nur schwer sanktionieren. Wie hast Du davon erfahren? Solche Dinge dürften Jungs dieses Alters in den allermeisten Fällen unter sich regeln, ohne dass Du davon etwas erfährst.

    Korrekt, ich war natürlich nicht unter der Dusche und habe das nicht selbst sehen können/dürfen. Der andere Junge kam weinend mit diesem Zeugs auf dem Kopf aus der Kabine und hat mir und meinem Co-Trainer das gesagt. Der Junge, der das ganze angestiftet hat, hat bestätigt, dass dies so passiert ist.

    Ich weiss das Thema Erziehung ist sehr komplex und ein Rasierklingenritt.

    Nur wenn der Junge so weitermacht, landet er nächstes Jahr vor dem Richter landen und ich finde, dass man da als Trainer schon was tun sollte, damit das nicht so eintritt.

    Ich möchte niemandem vorschreiben, wie er sein Kind zu erziehen hat. Hier kann es leicht eskalieren, vor allem habe ich bisher noch keine Kinder großgezogen und kann die Arbeit und Mühe nicht nachvollziehen. Aber ich kann Eltern vorschreiben, welche Bedingungen Kinder erfüllen müssen, die ich trainiere oder die in der Mannschaft spielen wollen. Und hier statuiere ich nun ein Exempel, denn der Bogen ist einfach überspannt. Und auch deinen Beitrag mit dem Richter muss ich bestätigen: Wird der Junge weiterhin in Schutz genommen, wird er in seinem Handeln bestätigt, weil er hat ja nichts zu befürchten. Und irgendwann wird es dann mal Ernst und alles kommt zusammen. Was sollte ich als Trainer im Zeugenstand sagen, wenn ich nach seinem Verhalten beim Training gefragt werde?!


    Ich bin froh, dass nicht die Eltern der geschädigten Kinder bei mir auf der Matte stehen und Konsequenzen fordern. Wenn beim nächsten mal was passiert und ein Elternteil mir sagt, ich hätte das viel früher unterbinden müssen und mir wäre das doch bekannt gewesen, wird mir der schwarze Peter zugeschoben.

    Danke, dass du mir meine Meinung bestätigst. Wir haben die Institution "Mannschaftsrat" geschaffen, damit eben Entscheidungen auch von Vertretern der Mannschaft getroffen und mitgetragen werden. In diesem Fall scheint das aber nach hinten loszugehen, da der "Angeklagte" ein Freund von zwei Mitgliedern des Rates ist. Dies hat man leider auch in der Argumentation gemerkt. Diese unmöglichen Verhalten sollten relativiert werden, da ja andere auch was dazu beigetragen haben. Anstatt die Fälle für sich zu betrachten und zu sehen, dass solche Vergehen NICHT geduldet werden können, wird immer der Auslöser gesucht. Na klar - der arme Junge kann nichts dafür, dass er ständig zu solchen Sachen gezwungen und provoziert wird. 8o

    Bei 4 und 5 mit Androhen und Anwenden (mit Ball abwerfen) von Gewalt wäre bei mir persönlich die Grenze aber deutlichst überschritten. Zumal du da dank der Elternsicht auch keine Besserung erwarten kannst. Ich möchte nicht, dass liebe, disziplinierte Jungs wegen dieses Jungen die Lust verlieren. Und auch ICH möchte in meinem Hobby nicht mit solchen Leuten verkehren.

    Korrekt. Den Punkt 1) mit dem Müll finde ich persönlich am schlimmsten, da der andere Spieler dann nach Hause gefahren ist und dadurch eine Freizeitaktion der Mannschaft (Fifa-Turnier) nicht mitgemacht hat.

    Wende dich an die Jugendleitung und lass sie das Problem klären. Wenn sie - warum auch immer, aber selbst erlebt - Wert darauf legen, dass der Junge im Verein bleibt ("sind ja Breitensportverein, können keinen rausschmeißen", blablabla, ...), sollen sie den in der zweiten oder nächstjüngeren Mannschaft parken/trainieren lassen. ICH würde ihn anhand deiner Schilderung zu erwartender weiteren Entwicklung (Stichwort Elternsicht) nicht mehr trainieren.


    Ich bin selbst der Jugendleiter und habe bereits mit der nächst-höheren Instanz - dem Abteilungsleiter - gesprochen. Er gibt mir Recht, dass eine Sperre von mindestens 4 Wochen angebracht wäre und man die Bitte um eine bessere Defensivarbeit nicht als Auslöser für solche Beleidigungen nehmen kann. Gleiches gilt für die anderen 4 Aktionen zuvor.

    Der Spieler ist jetzt im C-Jugend-Alter, leider stellen wir nur eine C-Jugend, sodass er entweder bei mir spielt oder gar nicht. Trainieren könnte er allerdings auch bei der D1, nur eben nicht spielen.


    Ich habe der Mutter nun mitgeteilt, dass ich ihr ein detailliertes Protokoll der Besprechung abtippen oder ich es ihr persönlich erzählen kann. Grundsätzlich bleiben mein Co-Trainer und ich aber bei unserer Meinung/Entscheidung und ich denke, drei Wochen sind schon eine sehr sehr gute Lösung für den Spieler, der von mir aus auch hätte 2 Monate zu Hause bleiben können.

    Wäre schön, wenn alles so geblieben wäre... Seit September gab es insgesamt 5 Situationen, die absolut daneben waren:


    1) Jemanden mit Müll abgeworfen und ihm den in den Nacken gesteckt, der Junge ist dann eigenmächtig nach Hause gefahren und wollte nicht mehr mitmachen

    2) Beim Duschen einem Jungen irgendeinen Saft über den Kopf geschüttet

    3) Gelbe Karte wegen Beleidigung eines Gegenspielers

    4) Einen Spieler mit einem Ball mit voller Kraft abgeworfen (Es gab hier die Info an die Mutter, dass beim nächsten mal eine Sperre kommt)

    5) Auf eine Taktische Anweisung eines Gegenspielers mit "Halt die Fresse, du Behinderter" reagiert und ihm danach vor der ganzen Mannschaft Schläge angedroht


    Nach Absprache mit dem Mannschaftsrat (3 gewählte Spieler der Mannschaft) sind wir auf eine Strafe für den Rest des Jahres (also knapp 3,5 Wochen) gekommen, was in meinen Augen viel zu wenig ist. Der Mannschaftsrat sagt, dass das viel zu hart ist.


    Jetzt meldet sich die Mutter zu Wort: Sie findet die Strafe ebenfalls viel zu hart und jedes mal wären die Kontrahenten die Auslöser gewesen. Sie und ihr Sohn sagen zu den Situationen:


    1) Andere haben angefangen und er hat nur mitgemacht

    2) Ein anderer hat ihm gesagt, er soll das machen

    3) Der Gegenspieler hat angefangen

    4) Der andere Spieler ist ihm vorher mit einem Tor an die Hacke gefahren

    5) Der andere Spieler hätte ihm die taktische Anweisung unhöflich gegeben


    Ich kann echt nur den Kopf schütteln*. Diese angeblichen "Auslöser" sind echt Pipifax im Gegensatz zu dem, was der Spieler letztlich daraus gemacht hat. Ich könnte kotzen*, dass ich mich mit sowas rumschlagen muss und es auch noch Eltern gibt, die ihr Kind für sowas in Schutz nehmen und eher anderen die Schuld geben wollen.

    Jetzt wird eine genauso lange Strafe für den Spieler gefordert, der eine Bitte ("arbeite mit nach hinten") geäußert hat, weil der das ganze ja ausgelöst hat. Und am besten soll die Strafe für den Jungen zurückgenommen werden, weil er ja nur davon provoziert wurde.


    *Hauptsache, ich mache nicht beides gleichzeitig ;)

    Naja, bei offensichtlichen Fehlentscheidungen darf man schon was sagen. Du machst dich doch unglaubwürdig vor den Kindern, wenn du sagst der Schiri hat immer Recht und der so ungerecht pfeift.

    Das verstehe ich nicht!


    Das hat doch nichts mit Glaubwürdigkeit zu tun - außerdem: wer sagt denn, dass der Schiedsrichter IMMER recht hat?


    Man sagt schon eher, dass die Entscheidungen des Schiedsrichters maßgeblich und unumstößlich sind. Dass auch er mal Fehler macht, sollte jedem klar sein.


    Gestern habe ich zwei Jugend-Turniere gepfiffen (Futsal - D- und C-Jugend). Auch hier ist mir ständig aufgefallen, wie sehr Spieler sich dem Verhalten des Trainers anpassen. Die ruhigen und gelassenen (und auch erfolgreichen und sympathischen) Trainer haben auch eine ruhige und gelassene Mannschaft (keine Diskussionen, kein Ball weg schießen, keine Unsportlichkeiten). Die Trainer, die hingegen schon bei einem falschen Einschuss reklamieren und nach Entscheidungen Worte an den Schiedsrichter richten, haben auch Spieler in ihrer Mannschaft, die Bälle wegschießen und selbst bei jeder Kleinigkeit "EY SCHIRI" rufen. Diese Trainer waren komischerweise der Turnierleitung, den Schiedsrichtern und anderen Trainern unsympathisch und auch nicht besonders erfolgreich. Also eine Bitte an euch hier: Missbraucht nicht eure Vorbildfunktion!!!


    Das kommt meiner Meinung nach durch den Profifußball, bei dem es tatsächlich um Millionen geht, und durch den Fußball, der sich für Profifußball hält (NLZ, überkreisliche Senioren- und Jugend-Ligen). Aujch dort gilt: Der Schiedsrichter hat nicht immer Recht, aber seine Entscheidungen (abgesehen VAR) sind unumstößlich. Hier wird aber bereits vorgelebt (von fußballinteressierten Eltern, Trainern, Funktionären, Spielern), dass Schiedsrichter schnell für Spielausgänge verantwortlich gemacht werden können.

    Die Wahrnehmung und Bewertung von Schiedsrichterleistungen ist total verschoben... Beispiel:

    Für viele gilt: Pfeift der Schiedsrichter knifflige Entscheidungen für uns, ist es ein guter Schiedsrichter. Pfeift er in unseren Augen gegen uns, ist es ein schlechter Schiedsrichter. Das führt zu kuriosen Situationen, in denen Trainer jede Entscheidung des Schiedsrichters mit "Gut Schiri" oder "Was pfeifst du da, Schiri?" bewerten und kommentieren.

    Aber das ist für mich gar nicht die Definition einer Schiedsrichterleistung.

    Viel wichtiger ist doch das korrekte Durchsetzen der Regeln, Kommunikation mit Spielern/Trainern, Autorität und die Körpersprache. Wenn das alles passt und ich die Regeln gut auslege, bin ich ein guter Schiedsrichter oder habe ein Spiel gut gepfiffen.


    Als Trainer kann ich nicht einen Schiedsrichter beleidigen, weil er etwas falsch wahrgenommen hat. Aber es wird leider immer sofort eine böse Absicht unterstellt, weil der das ja gesehen haben muss und bestimmt absichtlich falsch bewertet.

    So wurde gestern beim Turnier in einem Spiel ein Spieler gefoult. Der Trainer kam wutentbrannt zum Schiedsrichter gelaufen und sagte "Sag mal hast du sie noch alle??", weil dieser mit dem Pfiff gezögert hat, um Vorteil laufen zu lassen (grundsätzlich eine gute Entscheidung im Sinne des Spielflusses). Hat der Schiedsrichter gefoult? Nein, es wurde aber suggeriert, dass er Schuld am Foul war. Und anschließend fingen auch die Kinder immer mehr an zu meckern und kommentierten jede Entscheidung des Schiedsrichters, weil der sowieso schon durch den Trainer diskreditiert wurde. Anschließend kam der Trainer noch zur Turnierleitung und sagte mir, wir sollen mal auf unsere Schiedsrichter achten, weil die nur gegen seine Mannschaft pfeifen würde. C-Jugend-Landesligist aus dem näheren Umkreis - tolle Eigenwerbung!


    In einem Spiel habe ich auf Seitenaus und Einkick entschieden. Da ruft ein Spieler "Ey, Schiri, wo war der im Aus?"... Ich habe die Uhr anhalten lassen, den Spieler zu mir gerufen und ihm genau gezeigt, wo und warum der Ball im Aus war und gesagt "Hier war der im Aus, das wolltest du doch wissen". Ich gebe zu, das hätte unterschwellig als Provokation aufgenommen werden können, der Spieler grinste aber und nahm es mit Humor.

    Ein anderer Spieler rief bei JEDER Aktion, die im entferntesten ein Foul hätte sein können "EY SCHIRI". Ich habe dann nach einer Aktion bei der nächsten Unterbrechung die Uhr angehalten, bin zu ihm gegangen und habe gefragt, was er denn von mir möchte. Er wusste dann aber selbst nicht, was er sagen sollte und entschuldigte sich. Das zeigte mir eindeutig, dass der Spieler das nur rein gerufen hat, weil "man das alle so machen" oder weil der Trainer es auch macht. Denn Argumente dafür gab es ja offenbar keine.


    Als Inhaber der B-Lizenz würde ich auch gerne mal Spielern und Trainern Ratschläge geben, weil auch ich lieber Spiele pfeife, in denen attraktiver Fußball gespielt wird. Aber als Schiedsrichter halte ich mich zurück, konzentriere mich auf meine Aufgaben und würde niemals auf die Idee kommen zu rufen "EY NUMMER 10, BIST DU BLIND ODER HAST DU DEN LINKS NICHT GESEHEN?". Oder "Trainer, was sind das eigentlich für taktische Vorgaben hier?". Vielleicht ist es an der Zeit, dies mal eigenmächtig als Pilotprojekt durchzuführen. Nur um mal zu sehen, wie der kritisierte Kritiker sich verhält.

    Gestern, passend zum Frustabbau Thema - junge schiris ein tolles Erlebnis mit einem jungen Schiri C Jugend.

    der erklärte ganz kurz jeden pfiff den jungs. nicht oberlehrerhaft sondern ganz nett.

    hat zwar einen zweifelhaften elfer gepfiffen, und einen m.e. klaren nicht gegeben (beides für uns), aber das passiert, die jungs und ich auch machen auch genug fehler. war eine unheimlich gute Atmosphäre im Spiel!!!

    Spiel ging sehr deutlich für uns aus, was aber auch neidlos anerkannt wurde vom gegnerischen Trainer, der beide Elfersituationen genauso sah, war aber aufgrund der guten Spielleitung kein Thema.

    Da sieht man mal wieder: Kommunikation ist alles! Wenn man offen und kommunikativ mit anderen umgeht, sind auch "zweifelhafte" Entscheidungen ein kleineres Thema, weil man einfach für eine andere Atmosphäre sorgt.

    Heute: Mein Jungjahrgang C-Jugend gegen den Altjahrgang C-Jugend eines anderen Vereins. Hinspiel endete (unglücklich) 0:2, war aber letztlich auf die körperliche Überlegenheit der Gegner zurückzuführen.


    Ging auch heute wieder so los: Ein Gegenspieler dribbelt mit Tempo auf die Viererkette zu, macht einen Haken und schließt aus 17 Metern in den Winkel ab.

    Wir haben aber weiter dagegen gehalten und uns von den Nicklichkeiten des Gegners nicht beeindrucken lassen. Mitte der ersten Halbzeit wurde unser Torwart mit gestrecktem Bein am Knie getroffen - Gelbe Karte für den Treter und unser Torwart ist nun erstmal im Krankenhaus. Seine Mutter stütze ihn beim Verlassen des Platzes, dazu später mehr.

    Ein weiterer Spieler meiner Mannschaft (spielt später noch eine Rolle) wurde umgesenst und lag am Boden. Einer der Gegenspieler wollte den Ball ins Aus spielen, woraufhin 2 andere Spieler riefen "Nein, spiel den nicht raus, lass ihn liegen". Der Spieler spielte ihn aber fairerweise dennoch raus.

    Kurz nach der Pause machen wir das 1:1.

    Dann kommt der Spieler, der in der ersten Halbzeit unseren Torwart kaputtgetreten hat, auf die grandiose Idee, das nochmal zu machen und tritt den Feldspieler, der netterweise ins Tor gegangen ist, genauso weg - dieses mal mit dem gestreckten Bein in den Bauch - 5-Minuten-Strafe für den Wiederholungstäter, unser Spieler konnte weiterspielen.

    Dann haben wir die Überzahl genutzt und das 2:1 erzielt. Anschließend verließ der gegnerische Torwart das Feld und wollte nicht mehr spielen, der Schiedsrichter konnte ihn aber zum bleiben bewegen.

    Kurzer Einwurf, der in den Freude-Thread gehört: Meine Jungs haben in der kurzen Pause einen Kreis gemacht und sich nochmal eigenständig eingeschworen, die Nachspielzeit gut über die Runden zu bringen. Eins vorweg - wir haben 2:1 gewonnen, was mich unheimlich gefreut hat, auch wenn Siege für mich nicht das Wichtigste sind.


    Einer unserer Spieler (der eben genannte, der zwischenzeitlich am Boden lag) lief mit dem Ball Richtung Eckfahne - da rief tatsächlich ein Zuschauer/Vater der Gegner rein "DER KANN NICHTS". Unser Spieler verlor den Ball, wollte ihn zurückerobern und traf den Gegenspieler unglücklich. Freistoß und Gelb, gerechtfertigt. Daraufhin wurde unser Spieler nach eigener Aussage sowohl von dem Spieler als auch von den Eltern daneben beleidigt, worauf hin er sich dem anderen Spieler gegenüberstellte und ihn schubste, beide landeten auf dem Boden. Der Schiedsrichter hat das so offenbar nicht ganz wahrgenommen und sah nur die beiden Jungs auf dem Boden. Ich habe meinen Spieler sofort ausgewechselt, um weitere Eskalationen zu vermeiden.

    Am Ende saß der Schiedsrichter in der Kabine und ließ sich einen Sonderbericht vom gegnerischen Trainer diktieren.


    Dazu eine Verständnisfrage: Kann ein Foul, das mit Gelb geahndet wurde, überhaupt Konsequenzen nach sich ziehen?


    Ich persönlich werde die Situation mit dem Spieler und dessen Eltern aufarbeiten und entsprechende Konsequenzen ziehen, aber kann es auch vom Verband eine Strafe (für ein Gelbe Karte) geben? Der Schiedsrichter hat im Spielbericht auch eingetragen, dass es gewalttätige Vorkommnisse gab.


    Ich stellte nach dem Spiel den Vater zur Rede und sagte ihm, dass man als erwachsener Zuschauer bei einem Jugendspiel nicht fremde Kinder beleidigt. Er sagte daraufhin, die müssen das abkönnen. Wir wären ja nicht bei den Mini-Kickern und wenn Eltern verletzte Spieler vom Platz holen (Situation mit unserem Torwart), dann wären meine Jungs beim Fußball falsch.


    Diese Sache trübt wirklich die Freude über unser gutes Spiel und das positive Ergebnis. Ich bin echt schockiert, dass Eltern solchen Einfluss in der C-Jugend nehmen und solche Ansichten teilen. Eigentlich umso besser, dass wir die Mannschaft sportlich (mit insgesamt nur 4 Fouls im ganzen Spiel) geschlagen haben.

    Ich erlebe immer häufiger Sprüche der Kazegorie: "Oh Mann, wieder eine Türkentruppe..." oder "der Schwatte ist doch bestimmt eh 3 Jahre älter..." ohne das sich ein spürbarer Widerstand regt.

    Verallgemeinerungen in dieser Form sind tatsächlich nicht in Ordnung und sind auch für mich "versteckter" Rassismus.


    Allerdings werden solche Aussagen oft auch von Leuten getätigt, die nicht verallgemeinern, sondern aus eigener Erfahrung sprechen. In meinem Nachbarort spielte der Sohn einer Flüchtlingsfamilie, dessen Geburtsdatum eine Schnapszahl ist. Wirkt allerdings 3 Jahre älter und ist auch fußballerisch deutlich besser als alle anderen. Inzwischen spielt er im NLZ eines Bundesligisten. Selbst sein ehemaliger Trainer sagt, dass da etwas nicht stimmt.


    Außerdem gibt es sicherlich in jedem Kreis Mannschaften, mit denen Ärger vorprogrammiert ist. Meist leider Teams, deren Mehrheit einen Migrationshintergrund hat. Wenn es im Hinspiel Stress jeglicher Art gab, fährt man nicht frohen Mutes zum Rückspiel und erwartet Umarmungen und Küsse.


    Speziell bei diesem Spieler oder bei solchen bereits bekannten Risiko-Teams ist das für mich absolut kein Rassismus, da man ja nicht ins Blaue irgendwas behauptet und verallgemeinert, sondern bereits Erfahrungen mit dem Spieler oder den Teams hat. Denn genauso gibt es auch "nicht-schwatte", deren Alter unglaubwürdig ist und auch mehrheitlich Deutsche Mannschaften, mit denen es Stress gibt.


    Somit dulde ich beispielsweise, wenn jemand meiner C-Jugend sagt "Ach, das ist wieder der, der am 1.1. geboren ist" oder "Nicht schon wieder die, die machen immer Ärger".

    Nicht dulden kann ich dann aber "der ist bestimmt auch wieder am 1.1. geboren" oder "mit denen haben wir bestimmt auch Stress wie mit ihren Landsleuten letzte Woche".


    Es ist einfach ein total kompliziertes Thema, würde fast schon sagen, dass es ein "Minenfeld" ist. Und da sollte man auch kein größeres Fass aufmachen, als nötig - sprich: nicht die Eltern korrigieren. Aber als Trainer und Aufsichtsperson von Jugendlichen ist es meiner Meinung nach schon meine Aufgabe, rassistische Äußerungen im Kern zu ersticken. Vor allem, da ich niemanden in meiner Mannschaft haben möchte, der so denkt/redet und auch mein Verein sowas nicht möchte (Außenwirkung). Nichts wäre schlimmer, als wenn Eltern, andere Trainer oder Vereinsvorstand zu mir kommen und mich fragen, warum ich dagegen nichts sage.

    Habe schon ähnliches erlebt


    Kurze Zusammenfassung:
    Spieler wird auf dem Feld getreten und geschlagen, rassistisch beleidigt und dann selbst vom Platz gestellt, weil er angeblich "zurückgeschlagen" hat. Wir verlassen daraufhin das Spielfeld, um weitere Eskalationen zu vermeiden (Schiedsrichter war total überfordert).


    Erschreckenderweise kam es am Ende dazu, dass unser Spieler gesperrt blieb, wir Strafe für den "Spielabbruch" zahlen mussten und der Gegner nach der Verhandlung lachend den Gerichtssaal verließ. Traurig, ich habe im Sommer dann auch mein Traineramt der Herrenmannschaft abgegeben, da ich mich mit solchen Dingen bei einem Hobby nicht rumschlagen möchte.

    Mir fehlen echt die Worte...


    Hast du das alles genau so dem Jugendleiter geschildert? Bei uns im Verein/Ort/Kreis ist es gar nicht erlaubt, ohne Führungszeugnis eine Mannschaft zu trainieren.

    Abgesehen davon: Nach deinen Schilderungen muss doch auch jeder Elternteil sehen, dass der Mensch nicht dazu geeignet ist, als Jugendtrainer Vorbild und Übungsleiter zu sein.


    Lass den Jugendleiter mal mit zum Spiel oder zum Training kommen, wenn er immernoch der Meinung ist, dass alles okay ist, dann wechsel den Verein oder geh zum Fußball- oder Gesamtvorstand.

    Wie würder ihr reagieren? Nichts schenken? Trotzdem schenken? Was anderes schenken?;(

    Ich habe im letzten Jahr Handtücher mit Vereinsnamen und Mützen mit Vereinslogo (und initialen) angeboten. Die Eltern haben sie den Kids dann unter den Weihnachtsbaum gelegt. Einer wollte auch keins davon (Die Mutter sagt, er trägt keine Mützen und sie hätten genug Handtücher). Er hat dann halt beim ersten Training etwas blöd geguckt, weil alle anderen sowas hatten, aber er hat es überlebt.

    C-Jugend, kompletter Jungjahrgang:

    Wir haben es in unserer Liga schwer, da wir nur gegen die besten Altjahrgänge des Kreises spielen. Trotzdem halten wir gut mit: bei 2 knappen Niederlagen und einem Unentschieden und dem Wissen, dass wir spielerisch in jedem Spiel überlegen, nur körperlich chancenlos waren sind wir mit der Entwicklung zufrieden. Sogar gegen einen Altjahrgangs-Bezirksligisten konnten wir mithalten und verloren am Ende unglücklich mit 0:4 im Pokal.


    Nun steht heute das letzte Hinrundenspiel an - ungewohnt für uns an einem Freitag. Der Termin ist vor 6 Wochen kommuniziert worden und vor 10 Tagen von mir nochmal angekündigt worden mit der Bitte abzusagen, weil wir das Spiel auch verlegen könnten (der Gegner hat es angeboten).

    Kurz vor dem Spiel haben aber noch 5 Spieler abgesagt (u.A. wegen regelmäßigen Terminen an Freitagen und wegen dem Besuch eines Zweitligaspiels), sodass heute nur ein Kader von 10 Feldspielern und 2 Torhütern zur Verfügung steht. Körperlich und spielerisch ist die Truppe mit den Ausfällen definitiv dem Gegner nicht gewachsen. Bei einem Kader von 20 Spielern darf sowas nicht passieren.


    Besonders schlimm finde ich, dass 2 Eltern ihr Kinder am Tag vor dem Spiel abgemeldet haben, weil sie es "vergessen" haben. Das erschwert uns Trainern die Arbeit extrem und macht wirklich Lust auf weniger. Vor allem reden wir hier über eine C-Jugend, die schon den Anspruch hat, im nächsten Jahr als Altjahrgang um den Bezirksligaaufstieg mitzuspielen.


    Ich habe die Eltern in der Gruppe nochmal darauf hingewiesen, dass das so nicht funktioniert, aber eine Reaktion (absage der Musikstunde oder später zur Familienfeier) scheinen wohl keine Option zu sein. Ich akzeptiere jeden Termin, aber wenn diese Absagen nicht im Sinne der Mannschaft sind, weil sie einfach viel zu spät kommen, wird es schwierig, das alles hinzunehmen.


    :cursing::cursing:

    Spiel geht verloren, am Ende wird meine Tochter angemotzt, dass sie alles falsch gemacht hat, keine Zweikämpfe gewonnen, Einstellung falsch, etc.)

    Hierzu eine Frage: Ist das deine Wahrnehmung (warst du dabei) oder hat deine Tochter es dir nur erzählt?


    Frust kann bei Kindern sehr schnell dazu führen, dass ALLES ungerecht ist.

    Ich erlebe in meiner C-Jugend öfters, dass ich sage "Mir gefällt die Motivation mancher nicht" und vier Leute sagen "Wieso, ich bin doch immer da" und zwei weitere "was hab ich denn gemacht?". Und von diesen sechs Spielern habe ich bestimmt nur einen gemeint, aber fünf andere nicht. Trotzdem kommen sie vielleicht nach Hause und sagen ihren Eltern, ich hätte gesagt, dass ihre Einstellung nicht gut ist.


    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ein rational-denkender Trainer nach dem Spiel jemanden zum Sündenbock macht, der nur 1/6 der Zeit gespielt hat und während dessen Spielzeit das entscheidende Gegentor nicht fiel.

    Abgesehen davon: vielleicht hat er gegenüber allen Spielern gemotzt, du weißt es nur von deiner Tochter.

    Ich musste letzte Saison am letzten Spieltag (D-Jugend) ein Auswärtsspiel pfeifen, da der angesetzte Schiedsrichter einfach nicht gekommen ist. Da ich der einzige vor Ort war, der einen Schein hat, habe ich es gemacht. Habe mich dann natürlich von meiner Mannschaft "distanziert", mein Co-Trainer hat alles geregelt. Wie es so kommen musste, gab es eine strittige Handszene, bei der der Ball vom Bein unseres Spielers an seine Hand ging - im Strafraum. Nach Regelwerk kein Elfmeter, somit habe ich es auch nicht gepfiffen.

    Daraufhin konnte ich mir von draußen (zunächst Eltern, Großeltern, dann vom Trainer) echt unnötige Kommentare anhören, obwohl denen offenbar die Handregel nicht bekannt war. Die Mannschaft übernahm dies und fing an bei allem zu diskutieren und wollte mir vorwerfen, ich wäre parteiisch. Am Ende gewannen wir dann ziemlich deutlich und ich sollte Schuld sein, dass die Heimmannschaft verlor. Wenn man beim Stande von 0:1 einen Elfmeter nicht bekommt, ist natürlich der Schiedsrichter Schuld, wenn man 0:5 verliert. :/


    Also was daraus zu schließen ist: Es hat immer einen faden Beigeschmack, wenn jemand aus einem beteiligten Verein pfeift und es strittige Szenen gibt. Ich möchte das auch nie wieder tun, da mich schon der Gedanke stört, es könnte zu Problemen führen. Das Hauptproblem sind aber meist die Zuschauer mit gewisser Inkompetenz beim Regelwerk und ihrer Vorbildfunktion. Ich behaupte, dass Kinder nicht von selbst auf solche Ideen kommen.

    Aus bestimmten Gründen ist es in meinem Verein in dieser Saison nicht möglich, eine B1 und eine C1 zu bilden, es fehlen einfach zwei Jahrgänge (Trainer sind mit der Mannschaft zu einem anderen Verein gegangen, soll aber hier nicht das Thema sein).


    Nun haben wir eine B2-Mannschaft aus reinem 04er Jahrgang (14 Spieler) und eine C2-Mannschaft 06er Jahrgang (19 Spieler), die ich trainiere.


    Bereits vor der Saison wurde ich ständig aus Richtung B-Jugend gefragt, ob es Spieler gibt, die dauerhaft in die B-Jugend hochgezogen werden können. Ich habe mich dagegen gewehrt, da Spieler dann gegen 3 Jahre ältere Spieler spielen müssten und das ist meiner Meinung nach nicht zu verantworten. Beim Hochgeben für ein Spiel habe ich weniger Bedenken, bin trotzdem nicht begeistert, Leistungsträger aus der C in der B auf die Bank zu setzen, damit sie dort vielleicht ein paar Minuten spielen können. Leider ergibt sich auch nicht die Möglichkeit, in der relativ hohen Spielklasse der C-Jugend beliebig auszutauschen oder D-Jugendliche einzusetzen, da einige Spieler den Gegenspielern aus dem Altjahrgang einfach nicht "gewachsen" sind.

    Ich wies den B-Jugendtrainer darauf hin, dass man mit einem so kleinen Kader keine 11er Mannschaft melden solle, sondern auf Nummer sicher gehen und eine 9er Mannschaft melden sollte. Er sagte "das klappt schon". Zwar ist die Problematik seit Winter bekannt, doch bis auf einen Facebook-Post ist nicht wirklich die Initiative ergriffen worden, neue Spieler zu gewinnen.

    Nun ist es am dritten Spieltag bereits das zweite mal soweit, dass ich nach Spielern gefragt werde. Ich bin der Meinung, dass ein paar Minuten bei der B-Jugend weniger bringen als 50-70 Minuten bei der C-Jugend, in die der Spieler eigentlich gehört. Bisher hatte ich auch nie genügend Spieler zur Verfügung, um welche abzugeben, da wir dann selbst nur 12-13 Leute gewesen wären (Krankheitswelle, Klassenfeier).

    Hinzukommt, dass es nicht förderlich für Teamgeist und taktische Vorgaben ist, wenn der eine mal woanders spielt und man ständig irgendwelche Notlösungen finden muss, weil der älteren Mannschaft 5 Stunden vor Anpfiff einfällt, dass sie 2 Spieler zu wenig haben.


    Wie löst ihr das in euren Vereinen? Oder falls die Problematik nicht auftritt: wie würdet ihr es lösen?

    Aktueller Stand:

    Der Junge ist bereits Ende der letzten Saison wieder zum Training gekommen und hat sich vor der Mannschaft entschuldigt. Wir haben dann ein Gespräch mit dem Jungen und dem Vater geführt, damit alle wissen, woran sie sind und was sie voneinander erwarten.


    Seitdem war er zu 80% beim Training (abzüglich Urlaubszeit) und hat sich gut benommen - keine Probleme. Ganz im Gegenteil, er scheint sehr gut integriert, spielt im Sinne der Mannschaft (auch ohne mosern ungeliebte Positionen) und ist richtig locker drauf. Außerdem hat er sich selbstkritisch gezeigt und mir in einem persönlichen Gespräch gesagt, was seiner Meinung nach seine Schwächen sind und woran er jetzt arbeiten möchte. Im letzten Spiel wurde er mehrfach von Gegenspielern hart gefoult, hat es aber ohne körperliche Reaktion hingenommen und sportlich mit einem Tor geantwortet.


    Entweder brauchte er einfach mal ein paar Wochen Pause oder er hat gemerkt, dass er sich anders besser einbringen kann. Jedenfalls sind wir im Trainerteam zufrieden (regelrecht begeistert) mit seiner persönlichen Entwicklung!

    Heute stand das erste Meisterschaftsspiel meiner C-Jugend auf dem Plan... Wir sind komplett aus dem Jahrgang 06 (Jungjahrgang) mit drei 07ern dazwischen. Vor dem Spiel erreichten mich 2 Absagen und 2 Spieler meldeten sich angeschlagen. Dann kam der Gegner: 3/4 Altjahrgang, ein Spieler war ca. 1.85 groß. Blöde Vorzeichen.

    Aber wir bekommen beim ersten Angriff einen Elfmeter und treffen. Der große Gegenspieler schießt danach durch zwei Einzelaktionen, die er nur aufgrund seiner Größe und seiner Schnelligkeit bekommt, das 1:1 und 1:2 vor der Pause.

    Wir hielten aber weiterhin gut dagegen, ließen kaum etwas zu und hatten ab und an Chancen. Ein Abseitstor von uns zählte nicht.

    Mit dem letzten Angriff gab es dann noch das 2:2 und die Mannschaft war einfach nur glücklich, sich noch belohnt zu haben, obwohl man körperlich aussichtslos unterlegen war.