Alles anzeigenIch sehe es ein wenig spezifisch je nach Altersklasse.
In den Spielklassen G - D-Jugend sollte ganz klar im Mittelpunkt stehen den Kids beizubringen, dass Fußball Spaß machen soll.Ergebnis- und Positionsfokussierungen sollten absolut im Hintergrund stehen. Gebt den Kids viele Ballkontakte und vielen unterschiedlichen Spielformen und bringt ihnen bei, dass Bewegung Spaß macht.
Und das muss auch unabhängig vom Verein geschehen.
Ab der D-Jugend sollten die Kids dann auch unterschiedliche Wege gehen. Also die Kids, welche talentierter und williger sind, sollten den Weg zu den Sportschulen, NLZ und Leistungsvereinen suchen. Und die Trainer der Breitensportvereine sollten hier auch hinarbeiten, dass diese Spieler dorthin gebracht werden. Das ist häufig nicht der Fall, oftmals werden die talentierten Spieler hofiert und in den Mittelpunkt gerückt, weil sie Ergebnisse garantieren. In fast jeden Dorfklub findest du 1-2 Kids in den Teams, die eigentlich viel zu stark sind im Verhältnis zu ihren Mitspielern. Das ist häufig deshalb der Fall, weil die Dorfklubs diese Spieler klammern und die Eltern dieser Kids kein Interesse haben, ihr Kind dort rauszulösen, damit sie sich weiterentwickeln können.
Im A-B- und C-Bereich muss man eben schauen, was die Vereinsziele sind. In Breitensportvereinen sollte der Spaß im Vordergrund stehen. Die Gruppe mitnehmen, ihnen Erlebnisse bescheren (Teamevents, Mannschaftsfahrten), Teamgeist, Vereinsleben und Spaß am Sport vermitteln sollte im Mittelpunkt stehen und nicht unbedingt die absolute Ergebnisfokussierung.
In Leistungsvereinen muss es eben dann um die spezifischen Weiterentwicklungen der Spieler gehen
Das ist auch meiner Meinung nach der Idealzustand. Ein großer "Störfaktor" in dieser Grundidee sind aber gar nicht hauptsächlich die Trainer, sondern zu einem erheblichen Teil auch die Eltern. Die müssen dann längere Fahrtwege auf sich nehmen, damit das Kind sich weiter entwickelt, aber am Ende dann bei den Spielen nicht so viel Spielzeit bekommt wie als Star in dem Team, in dem auch seine Freunde spielen.
