Beiträge von -Nils-

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    Ich rate davon ab. Als ich Turniere mit den Bambini und F-Jugendlichen gespielt habe, gab es am Ende nur gleiche Medaillen für alle Kinder und hier und da mal einen Fußball für den besten Schützen oder so.


    Der Leistungsdruck, der da entsteht, überträgt sich von den Eltern / Trainer auf die Kinder und das ist in dem Alter schlicht noch nicht nötig / nicht förderlich.

    Ich glaube nach wie vor, wir sollten uns im Kinderfußball sicher dem Kind anpassen, aber die Unterschiede zum "richtigen" Fußball nicht zu groß werden lassen. Mich nerven nämlich auch schon die Besonderheiten, die sich der Profifußball herausnimmt, ohne die man keine Lizenz bekommt. Ich finde, die Durchlässigkeit von der 10. Liga zur 1. Liga sollte immer gegeben sein. So darf es auch bei den Regeln sein. Im Kinderfußball haben wir viele Dinge angepasst, aber der klassische Einwurf darf bleiben. Wir können nicht aus jedem Aus ein Standard machen. Einwerfen geht schnell, der Ball kommt in einem guten Radius weit weg, das ist ok. Das Argument "wieso wirft man beim Fußball ein" lasse ich nicht mehr gelten, da wir ja auch ein Torwart haben, der den Ball auch mit der Hand spielen darf.

    Warum sollten wir uns kleiner machen als wir sind?

    Nun, wir sind pauschal gesagt davon abhängig, dass [hier Anzahl der Spieler beim Anpfiff + 2 Ergänzung] auch dabei sind. Tennis ist ja ein Einzelspieler-Sport. Wir können nicht darauf verzichten, bei der benötigten Spieleranzahl. Wir wollen den Spielbetrieb und die Nachwuchsarbeit aufrecht erhalten, da können wir keine gleich hohen Preise verlangen, da die Einzelförderung des zahlenden Sportlers nicht so groß ist wie bei Individualsportarten. Jeder sagt dann, für das gleiche Geld wird mein Kind im Kegeln aber deutlich besser trainiert.

    Das ist mir zu pauschal. Es gibt viele kleine Facetten des Kinderfußballs. Wenn der Papa-Trainer früher selbst gespielt hat, ist das im Grunde die halbe Miete.


    Wir wissen, dass viele Ballkontakte und kleinere Trainingsgruppen mehr Erfolg versprechen, das mag ideologisch sein, dann aber bin ich Teil dieser Ideologie.


    Ich würde mir vom Verein wünschen, die Aufwendungen gerade durch Kraftstoffkosten etc. zumindest finanziell auszugleichen. Zeit, Nerven, Vorbereitung, Trainingsarbeit etc. bleibt Herzblutsache.

    "Eine Neuaufnahme ist nur nach einem Probetraining in Abstimmung mit unserem Trainer ... möglich."

    Möglicherweise ist es ein aufstrebender Leistungsverein, bei dem viele Eltern ihr Kind gern spielen sehen würden. Da müsste sich der Verein irgendwie "wehren", indem er die Mitgliedschaft entsprechend verteuert bzw. nach Talenten aussiebt.

    Der Verein ist im Zwiespalt zwischen "es sind bereits zu viele Kinder da" und "die Talente wollen wir nicht verprellen".

    Naja, es ist eine konsequente Art der Einbindung einer eigenen Fußballschule in das Vereinsgeschehen. Niemand muss bei den Leistungsmannschaften spielen, aber es gibt Eltern, da liegt das Geld locker und der Ehrgeiz im Nacken, da sind die 39 EUR gut eingenommenes Geld für den Verein, der den Leistungstrainer bezahlen wird.

    Heftig finde ich natürlich die Eigenbeschaffung des Trikots durch die Eltern und das dies bereits im Alter von 6 Jahren beginnt. Da sollte man noch nicht von Leistung, sondern eher von - sagen wir mal - Frühtalent sprechen.

    - Auf die Wertung sollte ich besser achten

    Nein, die ist wirklich egal. Ich frage dich in zwei Wochen nochmal, ob die Kinder das alles noch wissen.
    Der WFV beispielsweise verbietet das Führen von Ergebnislisten und Tabellen. Ein Ausscheiden wie bei einem Turnier ist nicht zulässig.

    Trainer fordern ihre Kinder zum Foulen auf.

    Das ist unterste Schublade, Anti-Fair-Play und der Trainer sollte zur Rede gestellt werden.

    Eltern, die fünf Minuten vor Treffen um 09:30 Uhr beim Ausrichter noch Absagen mit "Zoo statt Fußball" oder "Kind ist noch müde", sind echt blöd für die verbliebenen Kinder.

    Das gibt es in dem Alter immer wieder, das ist blöd, deshalb sollte man aber kein Festival absagen.

    Turniere über mehr als zwei Stunden sind zu meiden in dem Alter

    Der WFV beispielsweise erlaubt für Bambini max. 2,5 Stunden und fordert für die Kinder neben den Spielfeldern auch eine Bewegungszone (Tummelzone).


    Ich halte fest: Der Ausrichter hat NICHT nach dem neuen Konzept / Spielform spielen lassen. Oder er will das absichtlich madig machen.


    Hier die Quelle:
    Leitfaden-Kinderfussball.pdf

    Wenn ich Vereinsverantwortlicher wäre, würde ich auch alle Mädchen bis zur D-Jugend in der Juniorenmannschaft spielen lassen, wenn sich nicht regelmäßig von klein auf (ab Bambini) genügend Mädchen zum Fußball anmelden, woran man erkennen könnte, dass es für spätere Jahrgänge (F, E, D) auch als reine Mädchenmannschaft reichen würde.

    Die C-Jugend würde ich mit allem auffüllen, was nicht B-Jugend-Mädchen spielen darf und nicht mehr D-Jugend spielen will.

    Warum nicht wie aktuell E-Jugend im 5gg5/7gg7 auf 5m-Tore, in der D-Jugend dann im 9gg9 auf 5m-Tore.

    Genau so machen wir es beim WFV. Bambini 3gg3 (Minitore), F-Jugend 5gg5 (ab hier Jugendtore), E-Jugend 7gg7, D-Jugend 9gg9, C-Jugend 11gg11 (große Tore).

    Ich hätte nichts dagegen, würde man bei der F-Jugend noch flexibler sein.

    Profis werfen auch jetzt schon "locker" bis in den Strafraum.

    Das hat sich allerdings erst entwickelt. Grundsätzlich holt der Spieler den Ball doch mit den Händen, sogar beim Elftmeter und oft auch beim Freistoß wird der Ball mit den Händen hingelegt.

    Der Einwurf hat ganz klar den Vorteil, dass der Ball schon über Kopfhöhe liegt und dennoch nicht so weit geschlagen werden kann, dass eine Spielverlagerung draus wird. Überlege ich einen Einstoß / Einkick zu machen, dann stellt sich sofort die Frage nach dem Verhalten der Ballgewinnmannschaft. Eng zustellen natürlich, womöglich mit 9 Meter Abstand. Das führt zu weiteren Problemen, die beim Einwurf eben nicht existieren, da ist das situative Spielfeld erst einmal deutlich größer. Der Einwurf war auch ein individualtaktisches Mittel (Gegner anschießen). Das fällt dann alles weg oder wiederholt sich ständig. Ich denke da sogar nicht unbedingt an die Profis, sondern an mittelstarke Amateure.

    Ich habe auch meine Probleme mit den zwei Toren pro Seite bei einem "offiziellen" Wettspiel, weil es nicht mehr originär mit dem Fußball zu tun hat. Zumindest ab der E- oder D-Jugend sollte man auf die Jugendtore spielen, um den Wechsel zur C-Jugend auf große Tore und dem "richtigen" Fußballspiel nicht zu heftig werden zu lassen. Bei den Bambini und auch in der F-Jugend ist das noch nicht so relevant, da steht ja die Bewegung, Ballkontakte und das Tore erzielen unabhängig vom Ergebnis im Vordergrund.

    Welche Jugend trainierst du, wenn ich fragen darf?

    E-Jugend 2011er! Ich habe auch zwei, drei Spieler, die nicht so gern laufen. Manchmal entscheide ich mich dann, einem von ihnen Extra-Aufgaben bzw. eine Sonderrolle zu geben, z.B. für beide Teams im Ballbesitz anspielbar zu sein und sowas.

    Ansonsten nutzt es, dass alle Spieler des Ballgewinnteams in der eigenen Hälfte sein müssen, sonst zählt das Gegnertor doppelt und genauso zählt das Tor nicht, wenn nicht alle Teammitglieder über der Mittellinie sind. Solche Sachen baue ich ab und an mit ein. Kenne es ja noch von meiner eigenen Jugendzeit.

    Mein Eindruck ist leider der, dass durch die neuen Spielformen insgesamt deutlich weniger Kinder am Spielbetrieb teilnehmen. Normal sind vielleicht zwei Festivals pro Halbjahr...

    Als jemand, der nun fünf Jahre im Kinderfußball tätig ist und NUR diese neue Spielform kennt (Bambini und F, ab der E haben wir Wettspiele und Liga, was die Kinder auch so wollen), kann ich berichten, dass es pro Halbjahr bei uns 4 Spieltage gibt und eine Menge Hallen- und Sommerturniere. Es nehmen deutlich mehr Kinder am Spielbetrieb teil und vorallem haben sie viel mehr eigene Ballkontakte. Es gibt viel mehr verschiedene Torschützen und es ist ein guter Start, mit gutem Gefühl für alle Kinder in den Fußballsport, der früh genug mit Nickligkeiten, rüden Fouls, Gelber und Roter Karte, etc.pp. aufwartet.

    Er hat es einfach nicht verstanden, dass da eine Komponente >Zeit< existiert. Alles, was er da machen will, kann er ja tun und darauf richtet sich der Kinderfußball ja aus. Aber das, was Michael da will, sollte er schlicht erst ab der C-Jugend umsetzen. Vorher ist das gar nicht nötig, LASST DIE KINDER SPIELEN. Er kann doch niemandem erzählen, dass er bei der G-Jugend bereits mit Viererkette spielt oder sonst irgendwas taktisches da einpflegt als Trainer. Da sind eins, zwei dribbelstarke Kinder, die machen das Spiel und er lässt sich als kommender Pep Guardiola feiern, während die anderen vier Kinder in 20 Minuten 2 mal den Ball berührt haben? Meine Güte! Das sind keine kleinen Erwachsenen. Diese Änderungen, die von den Verbänden nun umgesetzt werden, haben ja einen Grund.