Ausbildungs-Orientierung statt Ergebnis-Orientierung im Kinderfußball

  • Coach31 du interpretierst hier etwas rein das nie so geschrieben wurde. Wo habe ich von einer goldenen Generation gesprochen, wo habe ich davon gesprochen das in Österreich alles so toll ist?!

    Ich habe lediglich darüber gesprochen das die Umstellung viel gebracht hat, die Intensität höher ist und das alles einen Mehrwert auf die Entwicklung hat.


    Ich bin auch nicht so realitätsfremd und Vergleiche mich mit TOP-Nationen sonder sehe die Entwicklung wo mittlerweile überall Österreicher spielen. Früher waren wir froh wen wir 1-2 Leginoäre hatten. Mittlerweile sind es sehr viele und das in TOP-Ligen bei ganz ansehnlichen Vereinen.

    Also ganz so verkehrt kann der Weg nicht sein wenn Österreicher in Spanien, England und Deutschland spielen?!


    Das die Kontaktanzahl höher ist, es zu mehr 1vs1 Situationen kommt weil weniger Distanzschüsse zum Torerfolg führen ist alles nicht belegbar? Das ist offensichtlich und sollte dir mit deiner Erfahrung ja eigentlich auch auffallen!


    Auf die andern Einflüsse bzw wie viel Profis werden habe ich keinen Einfluss und steht hier auch nicht zu Diskussion! Bleib beim Thema und schweife nicht ab.


    Ich durfte durch meine Trainertätigkeir bei einem BL-Verein in Österreich viele sehr gute und Erfahrene Trainer kennenlernen die alle von dem Ausbildungssystem überzeugt sind. Ich spreche hier von Personen mit teilweise UEFA- Pro Lizenz, Sportwissenschaftler usw.


    Also wenn es so wenig bringen würde wären das die ersten die gerufen hätten lässt und auf das alte System zurückgehen aber genau das Gegenteil ist passiert. Es ist für die U6 und U7 sogar noch eines draufgelegte worden. 2er und 3er Fußball...

    http://www.jhgwaldviertel.at/s…x?fileid=137272&sprache=1

    Ich glaube nicht das ein Konzept aus Jux und Gaudi entsteht weil gerade eine gesellige Runde bei einer Flasche roten zusammensitzt.

    Wenn das nicht mit Studien belegbar wäre würde denen das nur so um die Ohren fliegen.

  • Trainer die ihre schwächeren Spieler nicht einsetzen, weil sie nicht verlieren wollen haben im Kinderfussball und den Gedanken des Mannschaftssport sowas nichts verstanden und nichts zu suchen im Jugendbereich. Die sollen einen Kreisliga Herrenmannschaft trainieren und dort ihr Ego ausleben mit dem Sieg im Lokalderby gegen Kleinkleckersdorf. Deswegen bin ich ein starker Befürworter des Funino 3 vs 3 auf Spielfesten bis U9.

  • maider187

    Prinzipiell wirst du mir nicht "den Mund" verbieten. Ich bin beim Thema und Schweife auch nicht ab. Wenn dir meine Meinung nicht passt, dann diskutiere nicht mir. Ansonsten lebe mit meiner Meinung.


    Wenn du aber eine niveauvolle Diskussion führen willst, dann solltest du verstehen worum es mir wirklich geht.

    Mir ist das 3 gegen 3 herzlich egal, ob es kommt oder nicht kommt tangiert mich nicht. Es betrifft mich auch nicht.


    Aber, das war auch nicht der Punkt. Ich habe diese neue Regelung als Aktionismus bezeichnet, weil man nach dem WM-Debakel und keiner deutschen Mannschaft im Viertelfinale der CL nun wieder meint irgendwas machen zu müssen.


    Immer dann, wenn es bei der Nationalmannschaft nicht läuft, kommt eine suuuuuper Idee. Ob die was bringt, die NLZs, bringen anscheinend nicht viel, denn die U-Junioren-Nationalteams, werden immer schwächer, wird sich zeigen und will ich gar nicht bewerten oder in die Zukunft schauen.


    ABER, mein Hauptpunkt war, dass die Idee mit dem 3 gegen 3 für viele Dribbler sorgen kann, dass dann aber nix bringt, wenn man sie in den NLZs nicht nimmt bzw. nicht spielen lässt, weil es nur um kurzfristigen Erfolg und Ergebnisse geht.

    Hoffe auch dir ist das jetzt klar.


    Ansonsten ist mir eure Nationalmannschaft, wie auch eure großteils, zweitklassigen Spieler völlig egal. Alaba und Sabitzer haben eine gute Klasse, der Rest ist absoluter Durchschnitt. Und gute Spieler ( Polster, Herzog, Krankel) gab es in Österreich früher auch schon.


    Die Österreicher als Trainer finde ich gut. Egal, ob Hütter, Stöger, Hasenhüttl usw., aber tun wir nicht so, dass diese Spieler, die du genannt hast, in der Jugend 3 gegen 3 Funino gespielt haben und deshalb kicken können.


    Fantomas


    Gebe dir 100% Recht, ist aber die Realität und vor allem die Regel bei NLZs und ambitionierten Amateurvereinen.

  • Ich kann die Argumentation bezüglich des Aktionismus sehr gut nachvollziehen.

    Bei den Dribblern bin ich nicht so ganz bei dir. Du gehst davon aus, dass diese zwar ausgebildet aber dann durchs Raster der NLZs fallen. Diese Argumentation funktioniert aber nur wenn man Dribbler mit kleinen Spätentwicklern gleich setzt. Ich beobachte im Kifu immer wieder, das auch robuste, körperlich weit entwickelte Spieler im 7vs7 das Dribbling nicht suchen. Sie nutzen Tempo und Schusskraft um Situationen möglichst schnell in einen Torabschluss umzumünzen. Und vor allem werden Dribblings bei 99% der Spieler durch die pure Quantität der Gegenspieler sehr häufig in einem Ballverlust enden. Erfolgserlebnisse sind also sehr rar gesät und das Dribbling wird seltener gesucht. Hinzu kommt ein immenser Gegner- und Zeitdruck, der schnell zu Hektik führt.

    Im 3vs3 sind mehr Zeit, die fehlende Option des Fernschusses, mehr Erfolgserlebnisse und einfach mehr Platz vorhanden. Auch körperlich starke Spieler können und müssen hier abseits ihrer körperlichen Vorteile das Dribbling suchen. Diese Spieler werden dann auch durch kein athletisches Raster fallen.


    Ich sehe in Funino keinesfalls ein Allheilmittel, aber ich sehe erstmals ein Instrument das sowohl im Leistungs- als

    Breitensport positive Auswirkungen haben könnte(!).

    Die Argumente sind klar vorgetragen und ich habe das Gefühl, dass es einen Versuch wert ist.


    Die Argumentation, dass auch mit 11vs11 in der E-Jugend Profis ausgebildet worden sind, ist aus meiner Sicht der Versuch eines Todschlagsarguments. Natürlich ist das so, es gab ja kein anderes System und es ist eben auch an dem alten System sicher nicht alles schlecht gewesen. Es gab immer schon gute Trainer in der Ausbildung und die haben auch auf ihre Art gute Spieler ausgebildet.


    Wo Z.B. ein M. Marin mit Funino heute wäre, kann leider niemand beantworten.

  • Egal, rede du von Breitensport, aber dann bitte mit jemand anderem, weil das gerade nicht mein Thema ist, weil unsere Kinder im TV nicht dem Hans aus Buxtehude zuschauen oder sie das Spiel Schneeweiß Betlehem gegen Schlappekicker Würzburg interessiert,

    Wenn du von F-Junioren und Bambinis sprichst, bewegst du dich ganz klar im Breitensport und darauf bin ich eingegangen. Ich muss dir zustimmten, dass Kinder den Profifußball im TV verfolgen. Und wo spielt der Großteil der Kinder? Etwa in NLZs oder doch eher im Breitensport? Ich kann doch nichts dafür, wenn du so viele Themen auf einmal aufgreifst.


    Ach, und in der Bundesliga muss die Polizei auch nicht so oft antanzen, um den Schiedsrichter vor Spielern und Zuschauern zu schützen, wie in der C-Klasse. Warum muss die Polizei da überhaupt antanzen? Aus der C-Klasse kann man bei uns nicht absteigen und diese Spieler kennen noch nichtmal ihre Tabelle???

    Wenn das ein Scherz sein sollte, lasse ich dir das durchgehen. Ansonsten ist der Vergleich großer Unsinn.


    Das ist alles Käse. Genau wie das neue Konzept aus Bayern. 3 gegen 3 auf kleine Tore ohne Torwart.

    Ist natürlich die große Kunst, Ideen als "Käse" zu bezeichnen, ohne darauf einzugehen.


    Ich habe nichts gegen das 3 gegen 3, es ist aber ein Irrglaube, dass nun garantiert ist, dass es dadurch mehr Dribbler in die Nationalmannschaft oder die Bundesliga schaffen.

    Wer behauptet sowas?


    Aber wie gesagt, rede du mal weiter über deinen Breitensport. Viel Spaß

    Da NLZs für nur einen geringen Teil aller Spieler von praktischen Interesse sein dürfte, deren Veränderungen demzufolge für den Großteil keine Auswirkungen haben und ich mich ehrlicherweise weder mit deren Struktur auskenne noch besonders dafür interessiere, wünsche ich dir ebenfalls viel Spaß im "Leistungsbereich" :)

  • Es klang ja auch schon bei einigen an, und den meisten ist es wahrscheinlich auch so schon klar, aber ich möchte es nochmal explizit ansprechen: das 3vs3 (oder auch 2vs2) auf 4 Mini Tore fördert nicht nur das Erlernen des Dribblings bei den Kleinen (also G und F), sondern auch relativ schnell und sanft das vernünftige Entscheiden, wie man vereinfachte Spielsituationen gemeinsam lösen kann. Die Kinder haben tatsächlich die Möglichkeit, das Spiel und seine Optionen zu verstehen, und erkennen sehr schnell von selbst, dass es ab und an erfolgreich ist abzuspielen und sich freizulaufen. Das passiert ganz automatisch, ohne das es vom Trainer eingefordert werden muss, da die Kinder sofort den Sinn (große Torchance, ggfs. Torerfolg) erkennen. Gleichzeitig nimmt ihnen das Funino nicht die Möglichkeit zu dribbeln, sondern zeigt den Kindern zielsicher auf, dass je nach Situation das Dribbling, das Abspielen oder der Torschuss sinnvoll ist. Ich denke, dass jeder aufmerksame und unvoreingenommene Beobachter leicht erkennen kann, dass das 3vs3 auf Minitore den Kindern riesigen Spaß macht, alle Kinder auf dem Feld zum mitmachen motiviert, enorm viele fussballtypische Situationen hervorruft und dabei eine unglaublich gute Rückmeldung an die Kinder bei erfolgreicher Entscheidung und Umsetzung liefert.


    Bei 5vs5 oder 7vs7 ist das meiste davon für viele Kinder nicht gegeben, und das am meisten erfolgsversprechende Rezept, langer Ball auf den Stärksten Spieler der vor gegenerischem Tor lauert, oder wahlweise die gegnerischen Verteidiger einfach in großen Bogen zu umlaufen (die schließlich noch nicht gut gestaffelt sind, und in dem Alter normalerweise nicht die Geschwindigkeit des Angreifers mit aufnehmen), sind sicherlich von kaum jemanden die Traumvorstellung eines guten Fußballspiels.

  • Coach31 ich habe kein Problem mit deiner Meinung, ich habe nur ein Problem wenn man vom eigentlichen Thema abschweift, bzw. weitere Baustellen aufmachst, aus welchen Grund auch immer.

    So wird aus einer zielgerichteten Diskussion eine philosophische Runde die sich irgdwann komplett verläuft.

    Auch habe ich verstanden das der österreichische Fußball in deinen Augen zweitklassig ist, steht auch außer Diskussion wenn man die Tatsache betrachtet das wir ein Zehntel der Einwohner haben im Vergleich zu euch, die Infrastruktur und die finanziellen mitteln nicht da sind usw. Das alles ist ein Summenspiel wo so viele Faktoren mitspielen. Das kann man nicht an einer Sache festmachen.


    Die Tatsache das 4vs4 im Gegensatz zu 6vs6 Ausbildungstechnisch im Vorteil ist, ist leider nicht von der Hand zu weisen.


    Warum du dann aber gleich so bockig wirst verstehe ich auch nicht?

    Gehört auch nicht zu einer gesunden Diskussionsbasis...



    Es geht einfach dahin das die Kinder in jungen Jahren das dribbeln lernen, nicht das es dann reihenweise Solos von der Mittelauflage gibt. Es wird einfach der Drang der Kinder ausgenutz, „Ich und mein Ball“.

    Was aber aktuell das Problem ist, dass Kinder mit 6 Jahren schon auf Kurzpassspiel und Lochpassspiel gedrillt werden. Mit dieser Regelung wird das genommen, das Spiel rückt noch weiter in den Vordergrund und die Ergebnisse in den Hintrrgrund.

    Und ja derjenige der einen Tabelle führen möchte wird es so und so machen. Sehe das bei uns auch immer wieder das Eltern Meisterteller basteln und Leibchen drucken lassen, traurig!

    Solange man den Sinn dahinter nicht versteht wird das auch nix aber ich als Trainer und Verein muss das vorleben.

    Die kleinsten wollen mit dem Ball Erfahrungen sammeln, passen und usw. Ball teilen ist da nicht gerade ihr größtes Bedürfniss.

    Ist ja schon teilweise schwer genug wenn da jemand ist der dir den Ball wegnehmen will und dann sollst ihn noch freiwillig hergeben wenn du ihn dir gerade erkämpft hast???

    Ein Blick in den Kindergarten sollte reichen wenn man schaut wieviele Kinder MITEINANDER bzw NEBENEINADER spielen. Das wird gerne verwechselt!


    Das passen können die Kids dann auch noch mit 8 oder 9 Jahren lernen, vorher fehlt eh einfach die Kraft den Ball mal 10-15 m zu spielen bzw den Blick vom Ball zu lösen und den freien Mitspieler in dem ganzen gewusel zu erkennen und finden ohne das der Ball macht was er will...


    Ob die NLZ das auch so umsetzen oder nicht ist eine andere Sache und auch nicht wichtig für die Vereine, eigentlich besser denn dann bleiben die besseren Fusballer länger bei ihren Vereinen 🤷🏼‍♂️🤣🤣.

    Wenn die richtig Ausbilden führt irgendwann eh kein Weg dran vorbei das sie in die BL kommen und NLZ ist sicher kein Aufbahmekriterium.


    Warum das dann so ist kann ich auch nicht beurteilen und steht mir nicht zu weil ich zu weit weg bin und keinen Einblick habe. Da gibt’s Leute hier im Forum die dazu sicher mehr sagen können.


    Und ob das Aktionismus ist oder nicht kann ich auch nicht beurteilen. Ich kann dir nur sagen das dieses System in kleineren Nationen wie in

    der Schweiz, Belgien oder Österreich erfolgreich praktiziert wird. Belgien spielt in der U6/U7 auch ein 2vs2, später dann 5vs5 usw.

    Vielleicht hat man auch erkannt das dieses Ausbildungsstem gar nicht so schlecht ist wenn eine zweitklassige Nation wie Österreich, oder in den letzten Jahren erfolgreichere Nationen wie die Schweiz und Belgien diesem Weg weiterverfolgen und sogar noch eines drauflegen mit dem 2vs2 und sich die letzen Jahre permanent weiterentwickeln?!


    Ajo, Belgien spielt seid geraumer Zeit das 5vs5 😉trainertalk.de/attachment/712/



    Hier noch was zum lesen von den Belgiern.

    http://www.bfv.at/Flexible-Kleinfeldspiele.pdf?:hp=17;129;de

  • Bennoah

    Ich schreibe es gerne nochmal. Ich finde, dass 3 v 3 sollte optional sein und nicht verpflichtend. Die Gründe dafür habe ich bereits aufgezählt.

    Mir geht es nicht darum, ob das gut oder schlecht ist. Gebe dir in vielen Punkten recht, aber mir geht es darum, dass es sich hierbei wieder um puren Aktionismus handelt, weil die Nationalmannschaft ein schlechtes Turnier gespielt hat.


    Und das ist Fakt, sonst hätte man das 3 v 3 schon nach dem WM-Sieg 2014 eingeführt. Hat man aber nicht, weil man sich auf die Schulter geklopft hat.

    Und da meinte man noch : Ha, das ist dir Arbeit der NLZs bzw. die Früchte des Konzeptes. Nein, ist es nicht!


    Es war vorher nicht alles schlecht und nicht alles gut. Aber es hat auch zu guten Fußballern und zu Titeln geführt. Mi h nervt nur dieser Aktionismus.


    Meine zweite Aussage war, dass das 3 v 3 Vorteile haben kann, aber das alles nichts bringt, wenn in den NLZs und ambitionierten Amateurvereinen Trainer arbeiten, denen es um. Ihren Job geht. Was ich nachvollziehen kann.


    Ich habe mich bewusst gegen diesen Weg entschieden mit 27,weil ich nach meinem Studium einen sicheren Job wollte.


    Mittlerweile ist es wirklich sehr lukrativ in einem NLZ, eines Bundesligisten, eine U19 oder U17 zu trainieren. Auch die Trainer, der U16, U15 und U14 bekommen ganz nettes Geld, aber vor allem wollen sie vorankommen und der Leiter des NLZ will Ergebnisse sehen. Wenn es die nicht gibt, dann fliegt der Trainer.


    Die meisten Eltern und Spielern in den älteren Jahrgängen denken zu dem auch nur an sich und ihre Karriere. In einem NLZ ist sich jeder selbst am nächsten. Und deshalb sage ich, dass genau da das Problem liegt und nicht, ob in der F-Jugend 3 v 3 oder 7 v 7 gespielt wird.


    Marko war in der F-Jugend schon überragend. Hat die Fritz Walter Medaille bekommen und war in seinem Jahrgang Jahre lang der beste Spieler in Deutschland. Woher ich das weiß? Ich habe von F bis einschließlich C-Jugend regelmäßig gegen seine Teams gespielt.


    Der Junge war überragend!!! Warum? Klar hatte er extrem viel Talent, aber er hatte unglaublich Biss, eine überragende Technik und war clever. In der F-Jugend hat er seine Gegner schon am Trikot gehalten, ohne dass der Schiri es sieht, und er wusste wie er seinen Körper einzusetzen hatte.


    Halten wir fest, Marco Reus war eine kleine Nummer in Gladbach als Marin da spielte. Marin spielte in Bremen und wurde Nationalspieler und unterschrieb dann einen Vertrag über 6 Jahre bei Chelsea London. Hat diese Saison wieder Champions League bei Belgrad gespielt.


    Also, wenn du jetzt behaupten willst, dass er mit Funino Weltfußballer geworden wäre... Naja.


    MightyReds


    Die Profis, die DFL und auch die DFB-Oberen interessiert die Basis nur dann, wenn die Kameras dabei sind.

    Wenn also, vom Verband, ein 3 v 3 in der F-Jugend eingeführt wird, nach einer Blamage der Nationalmannschaft bei einem Turnier, dann geht es um die perspektivische Ausbildung für den Leistungsbereich und nicht, ob die Jungs irgendwann in der Kreisliga ihre Gegenspieler austanzen.


    Mein Vergleich mit der C-Klasse im Seniorenbereich und dem Polizeischutz für Schiedsrichter, hast du schön aus dem Kontext rausgerissen. Ich wollte damit verdeutlichen, dass eine Abschaffung der Tabellen im Internet, im F-Jugendbereich, keinen Sinn macht, wenn man Pöbel de Eltern oder überehrgeizige Trainer minimieren will.

    Es liegt nicht an den Tabellen im Internet,sondern den Leuten selbst.


    Ja, du hast recht... NLZs sind für viele Kinder kein Thema, weil sie oft zu schwach sind, um dort zu spielen. Für die, die die nötige Qualität haben sind NLZs interessant, weil sie denken, dass sie das dem Status ihrer Idole näher bringt.


    maider187


    Ich werfe keine Themen durcheinander, sondern antworte oder Beziehe mich auf Beiträge von Diskussions-Partnern. Und dabei werden auch mal andere Themen angesprochen.


    Und doch... Du musst zu 95 % in einem NLZ sein, wenn du Profi werden willst. Das ist Fakt und mittlerweile leider so.

  • Bei der ganzen Diskussion der letzten Tage ging es in diesem Thread nur darum, wie im KIFU am besten ausgebildet werden kann. Ich stelle jetzt aber mal die These auf, dass es bei mehr als 50 % aller Vereine zunächst mal NUR darum geht und gehen sollte, den Kindern die Freude am organisierten Fußballspielen zu vermitteln.


    Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass im jeweiligen Team einer G-, F- oder E-Jugend später mal ein zukünftiger potentieller National- Bundes- oder Landesliga-Spieler dabei ist. Demzufolge kann (ich persönlich meine sogar "muß") dem betreffenden Trainer in einem Verein von der Basis das spätere fussballerische Schicksal seiner Schützlinge erstmal vollkommen egal sein. Trotzdem wird er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten immer auch um eine möglichst gute Ausbildung bemühen

  • Bei der ganzen Diskussion der letzten Tage ging es in diesem Thread nur darum, wie im KIFU am besten ausgebildet werden kann. Ich stelle jetzt aber mal die These auf, dass es bei mehr als 50 % aller Vereine zunächst mal NUR darum geht und gehen sollte, den Kindern die Freude am organisierten Fußballspielen zu vermitteln.


    Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass im jeweiligen Team einer G-, F- oder E-Jugend später mal ein zukünftiger potentieller National- Bundes- oder Landesliga-Spieler dabei ist. Demzufolge kann (ich persönlich meine sogar "muß") dem betreffenden Trainer in einem Verein von der Basis das spätere fussballerische Schicksal seiner Schützlinge erstmal vollkommen egal sein. Trotzdem wird er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten immer auch um eine möglichst gute Ausbildung bemühen

    Ich melde mein Kind auch beim Tennis an, damit es Tennis nicht lernt, sondern die die Freude am organisierten Tennisspielen

    Kann keinen Aufschlag, keine Vorhand und keine Rückhand. Und gibt nach 10 Jahren gefrustet auf.


    Ich melde mein Kind auch in einer Musikschule an....kann aber 10 Jahre später keine Noten lesen.....

  • Kinder lernen spielerisch.

    In bestimmten Bereichen lernen Kinder am besten wenn sie SPIELEN.

    Kaufmannsladen, Räuber und Gendarm, Verstecken, Playmobil, Lego....

    ...Aber nur wenn man sie lässt.


    Musik und Fussball ist nicht zu vergleichen.

    Tennis lernt man in erster Linie auch durch Spielen.

    Techniktipps, Technikkorrekturen etc. alles nur on top.

    Das Spielen ist das A und O.


    Eigentlich ziemlich einfach alles.

  • Klavier lerne ich dann auch ohne Lehrer am besten?

  • - um das OffTopic zu komplettieren... 8o


    Und dann mein Senf mal in die Runde - wer von den Kritikern hat sich einmal praktisch im Trainingsbetrieb offen (ohne Deklassifizierung als "Nichtfußball") auf Funino eingelassen? Meine Erfahrung aus unserer kompletten Jugendabteilung, diversen Fußballcamps, dem Zweitligisten von nebenan, als Spieler... - durchweg positiv.


    Funino ist nicht die Wahrheit und der neue Fußball. Das soll es auch nicht sein oder werden - es ist ein Teil einer vielseitigen fußballerischen Tätigkeit (in gewissen Altersgruppen auch sinnigerweise im Spielbetrieb). Und es funktioniert.

    "Football is a simple game. Twenty-two men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans always win."

    - Gary Lineker