Beiträge von Constantin

    Ich bin als Student auf die Überweisung einer signifikanten Aufwandsentschädigung seitens des Vereins angewiesen.


    Durch mein Traineramt habe ich nicht nur Kosten (Sprit, Fotbildung etc.) sondern es fehlt mir auch eine Menge Zeit um einen anderen Nebenjob wahrzunehmen. Wenn ich kein Geld bekäme, dann könnte ich dieses Ehrenamt wirtachaftlich gar nicht wahrnehmen.


    Oben hat jemand gefragt, ob man denn dann auch den Traineranfängern/Jungtrainern so viel bezahlen soll? Gerade denen! Denn die haben es ja meistens am nötigsten. Dass ein Vatertrainer, der noch einen richtigen Beruf hat, das nicht nachvollziehen kann, liegt eigentlich auf der Hand.

    Trainer E


    Das ist jetzt nicht persönlich gemeint, aber wenn ich solche Extremmeinungen höre (wie, das etwas Neues in jeder Hinsicht besser sein soll), setzt bei mir automatisch eine gewisse Skepsis ein. Das hat jetzt nichts damit zu tun, daß ich - wie ich schon oben geschriebe habe - der Meinung bin, daß 4 gegen 4 besser als 7 gegen 7 ist. Ob es nun unbedingt Funio sein muß, sei mal dahingestellt. Was ich auch merkwürdig finde: Kinder mit einem guten Trainer (und das sind ja sicher fast alle hier) haben im Alter zwischen sechs und neun sowieso schon mehr als 95% ihrer Zeit nur vier gegen vier oder ähnliches gespielt. (Praktisch sämtliche Trainingsspiele, die Hälfte des Jahres in der Halle usw..) Die zehn, zwölf Spiele sieben gegen sieben, die meine beiden vielleicht im Punktspielbetrieb pro Jahr gemacht haben, waren wahrscheinlich nicht mal ansatzweise 5% der Spielzeit, die nach "traditionellen" Regeln stattfanden.

    Wenn wir nur gute Trainer in Deutschland hätten, dann müssten wir uns über einige Dinge keine Gedanken machen. Aber leider ist das nicht so, deswegen passen wir die Wettkampfform an.

    Ich würde meine Position (immerhin bin ich Auslöser der Diskussion) gerne nochmal verdeutlichen:


    Ich bin es als Jugendtrainer gewohnt mit den Fehlern von Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Das ist ja meine Aufgabe als Trainer. Daher akzeptiere ich es selbstverständlich auch wenn Schiedsrichter Fehler machen. Da halte ich dann auch mal meine Klappe, wenn ich eine Situation vllt besser wahrgenommen habe.


    Wofür ich kein Verständnis habe ist es, wenn augenscheinlich die einzige Person auf dem Platz, die keine Leidenschaft für diesen Sport hat, der Schiedsrichter ist. Wenn sich 22 Spieler die Seele aus dem Leib rennen und einer sich eine ruhige Kugel im Mittelkreis schiebt, dann habe ich dafür kein Verständnis.

    Aber viele Schiris sind anscheinend unfehlbar, was, da gebe ich Follkao recht, wohl auch auf Missstände in der Schiri-Ausbildung zurückzuführen ist.

    @Christof1984 - Je höher die Liga, desto schärfer der Ton?

    Nee, genau umgehrt habe ich die Erfahrung gemacht.

    Je höher Trainer mal als Spieler gespielt haben, umso entspannter sehen sie das.

    Ist nach meiner Erfahrung komplett unabhängig. Tendenziell eher andersrum.


    Du musst eventuell bedenken, dass ein Ex-Buli Spieler der eine U12 coacht evtl. weniger ehrgeizig ist, als ein Ex-BZL Spieler, der in der Verbandsliga Trainer ist.

    Ab einem gewissen Punkt ist Ehrgeiz als Trainer einfach auch eine Vorraussetzung.

    Wie sieht dein Aufwärmen denn konkret aus?

    Eine gezielte Erwärmung im Sinne von Laufschule/Dehnen ist in diesem Alter eigentlich unnötig. Muskelverletzungen kommen hier sowieso nicht bzw. extrem selten vor. Viel eher macht es diesen Teil durch Koordination o.ä. zu ersetzen um die Jungs "mental" aufzuwärmen. Aufs Dehnen kannst du eigentlich komplett verzichten.

    Was ich in den letzten Wochen an Schiedsrichtern erlebt habe, ist mittlerweile echt nicht mehr lustig. Haben weder die Motivation mit Trainern oder Spielern zu sprechen, noch mehr als fünf Minuten vor Spielbeginn anwesend zu sein um sich aufzuwärmen oder die Tornetze zu kontrollieren.

    Letztens hat ein Schiri wissentlich einen Regelverstoß begangen und wenn ich ihn darauf anspreche lügt er mir ins Gesicht.

    Ein anderer wendet sich vom Ball ab, nur um den Torwart dann den Abstoß wiederholen zu lassen...da er nicht gesehen hat, dass dieser den Ball mehrere Meter (!!) vor der Auslinie abgefangen hat. Mal ganz zu schweigen vom Fitnesszustand mancher Verteter.


    Ich find es echt krass wie wenig Referees im Vergleich zu den Spielern auf diesem Niveau investieren müssen. Manchmal hat man den Eindruck, es reiche schon aus, wenn man geradeaus laufen kann um auf Bezirks oder Landesebene zu pfeifen.


    Ich hab eigentlich überhaupt keine Lust mich mit den Unparteiischen zu beschäftigen (gestern durfte ich mal ein Positivbeispiel erleben). Aber wenn teilweise nicht einmal ausreichende Regelkenntnis da ist (-> z.B. wann ein Spieler hinterm Tor das Abseits aufhebt...) dann finde ich das echt nicht mehr lustig.

    Die erste Frage bezieht sich auf das 3:0, also eine "Trockenübung". Daher fordert HW auch ein Verhalten welches im 3:3 sinnvoll wäre. Hier macht ein Dreieck logischerweise Sinn.


    Das 3:1 auf S.209/210 ist eine Überzahlsituation. Ähnlich wie im 3:2 bindet der ballführende Spieler den/einen Verteidiger durch Anlaufen und spielt dann einen Pass auf einen freiwerdenden Mitspieler. Dieser kann dann im Idealfall unbedrängt auf das Tor zu laufen.


    Stehen die Angreifer zu hoch (->Dreieck) kann der Verteidiger (mit etwas Glück) beide Spieler in den Deckungsschatten nehmen und so den Ballführenden in einen Zweikampf verwickeln. Ob eine Positionierung auf Höhe des Balles der Weisheit letzter Schluss ist, darf bezweifelt werden. Durch eine zu tiefe Positionierung steigt die Gefahr, dass der Verteidiger nach dem Pass noch eingreifen kann.

    Ideal ist aus meiner Sicht eine Positionierung auf Höhe des Verteidigers (->wer höher steht, ist dann irgendwann übrigens im Abseits).


    Das Prinzip "so breit wie nötig, so tief wie MÖGLICH" findet übrigens auch im 2:1 Anwendung. Hier sollte der 2. Angreifer so stehen, dass ein Pass in den Vorlauf gerade noch so möglich ist.

    Skriwer  


    Ich bin letzte Saison zweimal in ein Trainingslager gefahren. Einmal als Trainer mit Handyverbot für die Spieler und einmal als Spieler ohne Handyverbot.


    Der Unterschied war wie Tag und Nacht. Ohne Verbot konnte man das Hotel wenn Freizeit war mühsam nach seinen Mitspielern absuchen. Die meisten haben sich in ihrem Zimmer verkrochen und Musik gehört oder Filme geschaut.


    Auf der anderen Seite wirkte sich eine konsequente Regelung (es war auch das Mitnehmen von Büchern oder anderen "Einzelbeschäftigungen" verboten) sehr positiv auf die soziale Interaktion aus. Die Jungs haben gemeinsam gequatscht, Karten gespielt o.ä.

    Ich brauche nicht in ein Trainingslager/ auf ein Turnier zu fahren, wenn ich mir sowieso nur gegenseitig aus dem Weg gehen will. Der Sinn einer solchen Aktivitäz ist es ja die Bindung zwischen Spielern zu stärken, die sich sonst eher aus dem Weg gehen. Wir haben dementsprechend auch die Zimmer so eingeteilt, dass möglichst unterschiedliche Charaktere auf dem selben Zimmer waren.

    Hatte bis jetzt immer Handyverbot im Trainingslager und dabei gab es nie Probleme mit den Eltern.


    Die Trainer haben ihre Handys doch dabei. Welches wichtige Anliegen sollte denn mit den Eltern besprochen werden, was nicht auch über die Trainer laufen kann??

    Woher kommt das denn? Da werden beim Abstoß die gegnerischen Verteidiger in Manndeckung genommen und ein vernünftiger Aufbau ist auch nicht möglich. Ich kann verstehen wenn spielschwache Teams diese Lösung wählen und sich nicht von Pressingmonstern überrennen lassen.

    Defensive Raumdeckung fordert ein sicheres und geduldiges Ballbesitzspiel. Defensive Manndeckung erfordert dad Gewinnen von 1 gegen 1 Situationen, sowie Steil-Klatsch Kombinationen. Welches von beiden passt jetzt besser zu den Ausbildungszielen im Kleinfeld?

    Ich habe ab E unseren TW die -Rückpassregel- auferlegt. Was andere gemacht haben hat mich anfangs (wie im Eingangsthread beschrieben) genauso aufgeregt, auf der anderen Seite geht es um die Ausbildung meiner Jungs.

    Wenn der andere Trainer beratungsresistent ist, ist mir das egal. Nach ne Zeit kann man da auch als Mannschaft gut mit umgehen.

    Hab ich damals mit meiner U11 auch so gehandhabt.


    Wenn ich ehrlich bin finde ich das Spielen in der E-Jugend ohne Rückpassregel total bescheuert. Wirkt sich sehr negativ auf die Ausbildung der Spieler aus, ohne dass mir ein guter Grund für diese Regel einfällt.

    Ich kenne es so, dass bei einem Wechsel in eine höhere Spielklasse (und das ist in einem Einzugsgebiet meistens ein bestimmter Verein) ohne eine Benachteiligung oder Sperre des Spielers erfolgt. Genauso läuft es dann in die andere Richtung, wenn der Spieler es evtl. von der Leistung oder vom Aufwand her nicht mehr schafft.


    Wir hatten diese Saison in der Hinrunde einen Spieler der einen relativ langen Anfahrtsweg zum Training hatte und gleichzeitig wohl mit dem Mehraufwand den eine höhere Schulklasse mit sich bringt, nicht zurecht gekommen ist. Obwohl der Junge frühzeitig mitgeteilt hat, dass er im Winter zu einem unterklassigen Verein wechseln möchte, haben wir ihn genauso behandelt wie jeden anderen. Auch wenn es für die Mannschaft natürlich Schade ist, ist es die Verantwortung des Trainers, mit jedem Spieler fair umzugehen. Insbesondere wenn es sich um Kinder oder Jugendliche handelt.

    Ich würde so vorgehen:


    Spielsystem ist 2-1-2. Die beiden Verteidiger stehen tief und breit um so entweder Gegenspieler zu binden oder selbst Platz zu haben. Der Zentrale steht hoch. Die beiden Offensiven stehen maximal hoch und maximal breit. Die Spieler versuchen nun über Auftaktbewegungen (Entgegenkommen) anspielbar zu werden und den Ball auf Spieler einer früheren Linie zu klatschen. Gegen den Ball wird in Manndeckung verteidigt (->gegnerische Formation wird gespiegelt).

    Das ist tatsächlich ein recht komplexes Thema. Es sollte Einigkeit herrschen, dass eine Lizenz keine Garantie für vorhandenes Wissen ist, noch dass das Fehlen einer Solchen vorhandenes Wissen ausschließt. Dafür sind die Lizenzlehrgänge meist weder tiefgehend noch umfangreich genug. Desweiteren spielen soziale Kompetenzen bei der Ausbildung keine Rolle.


    Das Aquirieren (Rechtschreibung?) von Trainern kann also nur eine Einzelfallentscheidung sein, bei der individuelle Fähigkeiten evaluiert werden.


    Auf der anderen Seite frage ich mich, wie attraktiv ein Inserat, bei dem eine Lizenz explizit nicht gefordert ist, für mich wäre. Ich glaube, dass es zumindest den Eindruck erwecken würde, dass nicht besonders ambitioniert gearbeitet wird.


    Wenn ihr tatsächlich ambitionierte Trainer sucht, dann könnte es sich ja anbieten auch mal intrressante, junge Trainer persönlich anzusprechen. Das kommt denke ich eher bei den richtigen Leuten an, als eine schwammige Stellenanzeige.

    Ich würde einfach nur klarstellen, dass es keinesfalls deine Intention war, ihr Verantwortungslosigkeit o.ä. zu unterstellen.


    Genauso wie besagte Mutter, solltest du versuchen, ihre Aussage nicht als persönlichen Angriff aufzufassen (auch wenn du dies nur im Sinne einer funktionierenden Kommunikation ist). Du weißt nicht, wie die Situation ihr gegenüber (sie war ja nicht anwesend) dargestellt wurde. Was bedeutet in dem Zusammenhang "auf den Schlips getreten"; es gibt ja verschiedene Ausprägungen des sich echauffierens.


    Ich will damit nicht das Verhalten der Mutter (was ich eh nur aus der Ferne einschätzen kann) zu rechtfertigen kann. Ich denke nur, dass es hier nicht sinnvoll ist einen Konflikt vom Zaun zu brechen.

    Also bei uns läuft das relativ entspannt mit den Handys. Kann vielleicht auch damit zusammenhängen, dass in der Kabine kein Empfang ist. Viele Spieler haben meines Wissens beim Training gar kein Handy dabei.


    Andererseits würde ich das von der jeweiligen Mannschaft abhängig machen. Wenn deine Spieler diesbezüglich "falsch sozialisiert" sind, ist es durchaus sinnvoll da Regeln aufzustellen. Mein Vorschlag wäre, dass das Handy ab Treffpunkt (bzw. bei Mitfahrern ab dem Einsteigen ins Autp/Bus) komplett ausgeschaltet sein muss. Wer sich daran nicht hält braucht sich gar nicht erst umzuzehen/wird nicht eingesetzt.


    Handy auf der Bank ist ein No-Go. Da würde ich Konsequenzen folgen lassen (Ausschluss vom Training/Spiel oder in der konkreten Situation den Spieler nach Hause schicken). Das muss dem Spieler auch vorher schon klar sein, dass sowas nicht geduldet wird.


    Wie genau du das kommunizierst liegt bei dir. Pubertierende Jugendliche neigen dazu Grenzen auszutesten. Wenn sie merken, dass keine Konsequenzen folgen, dann werden sie sich auch nicht daran halten.

    :thumbup:. Verständnisfrage dazu: Warum sind es Kreise und keine Rechtecke? (innen der Kreis macht m.e. Sinn, außen verstehe ich es -noch- nicht?!?)

    Ganz pragmatisch würde ich sagen, dass man es so einfach im Mittelkreis spielen kann. 😁


    Aber Spaß beiseite: Ich verstehe die Kreise beide nicht so wirklich. Vielleicht kann mich ja jemand aufklären.

    Mir ist gerade nicht ganz klar, was es dem abgebenden Verein bringt, wenn er vor der Kontaktaufnahme informiert wird.


    In einem Alter in dem ein Spieler ohne ausführliche Beratung seines abgebenden Vereins keine differenzierte Entscheidung treffen kann, verbietet sich ein persönliches Abwerben doch sowieso. Und wenn dann ein U13 Spieler sich entscheidet zu einem interessierten Verein zu wechseln, kann er diese Entscheidung auch selber treffen.


    Selbstverständlich informiert der Spieler/seine Eltern seinen Trainer über Wechselabsichten oder ein Probetraining, aber das liegt dann in der Verantwortung des Spielers.