Beiträge von Constantin

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    Grundsätzlich sollte ab einem gewissen Alter (ca. U14) immer die Möglichkeit einer Kühlung von Verletzungen verfügbar sein. Bei bestimmten Verletzungen (insbesondere Muskelfaserrisse und strukturelle Bänderverletzungen) führt Kühlen zu einer deutlichen Verbesserung der Prognose, verhindert ein übermäßiges Anschwellen und lindert Schmerzen. Die PECH-Regel ist ein ganz guter Leitfaden für den Umgang mit diesen Verletzungen: PECH-Regel: Erste Hilfe leisten | BARMER


    Hier ist allerdings ein Kühlen mit Eis bzw. Coolpacks dem Kühlen durch Eisspray in allen Belangen überlegen. Eisspray kann oftmals nur kurzfristig angewandt werden, ist extrem schlecht steuerbar und hat ein deutlich höheres RIsiko von Kälteverletzungen. Ich persönlich würde Eisspray eigentlich unter keinen Bedingungen verwenden, sondern schauen, dass ich adäquates Kühlmaterial organisiere.

    CoachT : nach deiner Beschreibung würde ich die Anführungszeichen bei Leistungsteams weg lassen ;) - hier handelt es sich wahrscheinlich um den Nachwuchs aus der 1.-3. Liga (eigene Teams erst ab U11; Trainingscamps; Kaderplätze; Kinder wollen unbedingt da hin (Vorbilder)). Ihr habt von F bis A-Jugend sicher keine Probleme Spieler zu haben und die obersten Klassen zu halten.

    Ehrt mich - repräsentativ für den Verein - wobei wir es nicht regelmäßig schaffend die Klassen in der oberste Ligen zu halten (also Jugend-BuLi nein, Regio mit ganz viel Mühe)

    Dass man erst in älteren Jugendmannschaften mit Selektion und Leistungssport anfängt ist ja auch sinnvoll. Wir sind (denke ich mal) vergleichbar aufgestellt wie Ihr, also U15, U17 und U19 im Mittelfeld der zweithöchsten Spielklasse: Dennoch bieten wir bei den kleineren Jahrgängen nur echten Breitensport an. D.h. dass bis zur U13 keinerlei Selektion statt findet und die Spieler nur aus dem nächsten Umkreis in den Verein aufgenommen werden (ich bin da nicht direkt drin, aber ich glaube, dass es maximal 10 Minuten Fahrzeit mit dem Auto sind).


    Grundsätzlich ist das mMn auch die nachhaltigste Art und Weise zu arbeiten. Es gibt bei uns in der Region Vereine, die verlangen teilweise über 150€ Monatsbeitrag für "Leistungsteams" oder sichten sich Mannschaften bereits im Kleinfeldbereich zusammen. Gleichzeitig sehen wir viele Vereine im Umkreis, die lange letzteres Modell gefahren sind und jetzt große Schwierigkeiten haben im Großfeld Mannschaften zu stellen bzw. ihre entsprechenden Spielklassen zu halten.

    Man muss sich da finde ich auch im Klaren sein, was für Kinder (und Eltern) man dazu bekommt, wenn man bei einer U10, U11 oder U12 schon damit "Leistungsteams" anzubieten oder "Scouting" betreibt. Ich sags mal so: Nur bei einer kleinen Minderheit der Kinder spielt die intrinsische Motivation der Kinder eine entscheidende Rolle, sondern vielleicht eher extrinsische Aspekte. Uns ist schon wichtig, dass ein Spieler, der zu uns kommt, auch möglichst lange (im Leistungsbereich) mit dabei ist.

    Vielleicht ist es hier auch so? In der E3 ist er der stärkste Spieler, aber schon in der E2 wäre er nur noch einer unter vielen?

    Ich vermute hier, dass die Einteilung im Verein der Erstellerin nach Jahrgang statt findet. Also E1 = U11-1 E2=U11-2 E3=10-1 E4= U10-2


    Unter diese Umständen könnte man vorschlagen, dass der Junge mal in einem höheren Jahrgang mitkickt, unbedingt notwendig ist das allerdings mMn nicht.

    Ich hatte letzten Saison so einen "Fall" beobachtet: ein sehr guter U13 Feldspieler ist im Stützpunkttrainig, aber als Torhüter, weil er angeblich als Feldspieler nicht gut genug ist. (Kann ich nicht beurteilen, weil ich das Stützpunkttraining nicht kenne)

    Der Stützpunkttrainer hat nun darauf bestanden, dass er in der Halle im Tor eingestzt wird.

    Das würde ich als Mannschaftstrainer aber geflissentlich ignorieren ;)

    Ich habe das Gespräch mit den einzelnen Elternteilen gesucht da ich es in der großen Runde nicht für Zielführend halte.

    Das sehe ich ehrlich gesagt ganz anders: Ein hoher Grad an Transparenz ist hier entscheidend. Wie oben bereits erklärt wurde, meckern Leute am meisten dann über Entscheidungen, wenn sie das Warum nicht verstehen.

    Wie viele Kinder hast du denn mitgenommen? 2/3 + 2/3 sind 6 und du schreibst ihr spielt 5+1 in der E-Jugend (Kinder sind 10 Jahre alt). Das kommt mir schon komisch vor (Halle kenne ich nur 4+1 ab der E-Jugend oder es sind sehr große Hallen evtl. sogar mit Bande dann kann ein 5+1 schon mal sein). Die 6 können das Problem nicht sein. Welche Anzahl X hast du noch mitgenommen? Und welche Anzahl hat dann nicht gespielt? Ich würde da Kinder (Eltern) eher zu Hause lassen als sie nicht einzusetzen.

    Ich hatte 11 dabei. Zwei haben sehr wenig gespielt und 2 weiter habe ich zwar immer mal gebracht aber auch nicht im gleichen Verhältnisse zu den ersten 6. Das zuhause lassen ist halt auch ein schwieriges Thema. Eigentlich möchte ich das sich die Jungs als Team verstehen egal wer spielt und da gehört es auch dazu das man mal weniger spielt. Zudem hätte ich die Spieler ja auch spielen lassen wenn es die Situation zugelassen hätte (z.B. wir sind früh sicher weiter oder klare Führung etc.) ... die Diskussionen hätte ich dann aber genauso gehabt. Tatsächlich habe ich zu dem "zuhasue lassen" für mich noch keine klare Linie gefunden und es ist normal auch nciht notwendig.. ausser in der Halle

    Ich kann aber verstehen, dass die Eltern keinen Bock haben, den ganzen Tag auf einem Turnier zu verbringen, wenn das Kind dann fünf Minuten spielt. Aus meiner Sicht sind 11 Spieler (bei 5 vs 5) eigentlich nur zu tolerieren, wenn Du im Block wechseln willst. Wenn nicht, würde ich da ganz klar sagen, dass Du weniger Kinder mitnimmst. Dann hast Du auf der einen Seite die Hallenmeisterschaften, bei denen die Schwächeren pausieren. Andererseits bietest Du Turniere an, bei denen die Stärken pausieren.


    In der Realität werden deine Trainingsweltmeister dann Trotzdem unterm Strich am meisten spielen, weil da ja auch eine höhere Verfügbarkeit für Turniere vorhanden ist.


    Aus meiner Sicht ist das eine Situation, die Du mit offener Kommunikation am besten löst: "Ich habe mitbekommen, dass die Situation für alle Beteiligten nicht ideal war. Wir haben die und die Lösung, damit es nächstes Mal besser läuft."

    In der Regel bekommen die Trainer den Spielplan nicht (signifikant) früher als alle anderen. Normalerweise rechne ich nicht mit Spielplänen vor Mitte Februar, aber das hängt natürlich sehr von Deinem Kreis ab. Der Jugendleiter kann hier auch eine Mail an den Kreisjugendleiter (oder den verantwortlichen Spielleiter) schicken, ob es denn eine ungefähre Tendenz gibt. Es ist aber so, dass alle Vereine vor Beginn der Runde ihren Heimspieltermin für die jeweilige Mannschaft angeben müssen (z.B. immer Sonntag 11:30 Uhr). Es ist grundsätzlich natürlich nicht klar, wann man genau Heimspiele hat, aber wenn die Tage beim Tennis immer gleich sind, sollte sich mit dieser Information für den Fußballverein Deines Sohnes schonmal einiges deutlich besser eingrenzen lassen.

    In den meisten Spielrunden kann man dann noch bis 14 Tage nach Veröffentlichung kostenfrei (und bei Heimspielen ohne Zustimmung des Gegners) Spiele verlegen. Die meisten Vereine dürften diesbezüglich im Kinderfussball recht kulant sein (und z.B. in der Stadt München die Spielleitung eigentlich auch). Dementsprechend sollte man da normalerweise eigentlich auch eine Lösung finden. Zumindest wenn ausreichend guter Wille vorhanden ist.

    Vorpubertären, die, aufgrund Ihrer Hormonsituation, vielleicht eher mal "dagegen" gehen. Vor allem , wenn man als Trainer "der Neue" ist.

    Was natürlich auch ein Argument Pro U14 wäre, dass die Jungs in diesem Alter schon mehr lernen ihre Meinung zu vertreten und Du als Trainer gefordert bist, das zu moderieren.


    Grundsätzlich ist natürlich auch die Frage, was Du perspektivisch mal machen willst. Wenn Du eher Richtung A/B/Herren willst, bringen Dir die Skills, die Du in der U14 lernst, sicher mehr als in der U12.


    Aber mal andere Frage lukke1893 : Geht es bei Dir um richtigen Profi-NLZ Fußball oder eher leistungsorientierten Amateurfussball?

    Nur Tore führt tatsächlich gerne zu dem Effekt, dass man aus relativ großer Entfernung schon mit dem ersten Kontakt schießt, den Ball einfach kurz zur Seite legt und schießt oder sogar "durch den Gegenspieler hindurch" abschließt.

    Aber das kann man doch eigentlich ganz gut steuern, oder?: Tore dürfen erst ab der Mitte des Spielfelds erzielt werden; Tore dürfen erst nach drei Kontakten erzielt werden; und natürlich muss man dem Verteidiger auch vermitteln, dass er möglichst frühzeitig Druck auf den Angreifer ausübt und den starken Fuß zustellt, sodass ein Abschluss gar nicht möglich ist (das ist dann natürlich aber kein Trainingsziel für eine F-Jugend).


    Ich finde aber schon, dass es ein Trainingsziel ist zu entscheiden, wann ich mein 1 gegen 1 mit einer Anschlussaktion fortsetze. Und wenn ich es schaffe durch den Gegner hindurch ein Tor zu erzielen (bspw. durch einen Beinschuss), ist das natürlich im späteren 11 gegen 11 eine sehr wirksame Möglichkeit. Gleichzeitig fordert das vom Verteidiger natürlich auch ein möglichst aktives Verteidigungsverhalten.

    Prinzip MAMAM (Mitte-Außen-Mitte-Außen-Mitte: Konter) - Umschaltspiel offensiv (Balleroberung -> Konter)

    Der Zuordnung würde ich deutlich widersprechen. MAMAM ist als Prinzip dem geordneten Ballbesitz gegen einen kompakten Block zuzuordnen (um den dann entsprechend in Bewegung zu bringen). Ein Konter, bei dem ich mehrfach die Zone wechseln muss, lässt wohl gtundsätzlich einiges an Vertikalität vermissen.

    Ich würde das eher dem eigenen, kontrollierten Ballbesitz zuordnen.


    Pressingarten - Umschaltspiel defensiv (Ballverlust -> Gegenpressing)

    Ich kann den Versuch alle vier Phasen hier zu bedienen schon verstehen. Allerdings finde ich diese Zuordnung ebenfalls nicht ideal, denn es gibt beim negativen Umschalten eben genau diese eine Art von Pressing (oder alternativ das Zurückziehen in den eigenen Block, was ja per Definition kein Pressing ist). Hier passt mMn das Besser zu Spiel gegen den Ball.

    - Ballorientiertes Spiel

    Bisschen ungenau formuliert imho. Aber ballorientiertes "Spiel" ist meines Erachtens allen vier Phasen zuzuordnen. Natürlich ist beim Spiel gegen den Ball die Abgrenzung zum mannorientierten Verteidigen relevant, aber dann hätte man das natürlich auch so formulieren können.

    Aber kein Kind würde von sich aus auf die Idee kommen eine Tabelle zu führen, wer am Bolzplatz am häufigsten gewonnen oder verloren hat, oder beim verstecken Spielen von September bis November am häufigsten als erster gefunden wurde...


    Und das soll jetzt als valides Argument gegen Wertungen herhalten? Ernsthaft?


    Dann gilt genauso: kein Kind würde von sich auf die Idee kommen und vier Tore gleichzeitig aufbauen.

    Im Rahmen der Diskussion um: "Funino ist ungeeignet, weil die Kinder das nicht wollen" finde ich diese Argumentation durchasu gerechtfertigt. Die Begründung für die 4-Tore findet ja auf einer gamz anderen Ebene statt.

    Ich trainiere maximal mit 10 Spielern in Spielformen, da es sonst zu unübersichtlich wird

    Das heißt höchstens ein 5 gegen 5? Und das in der B-Jugend?

    4 gg 4 + 2 geht auch noch.;)


    Aber mal im Ernst: Gerne kleine Spielform zur Erwärmung und Hinführung, aber in diesem Altersbereich spielen natürlich große Spiele eine ganz gewichtige Rolle. Und gerade um die Möglichkeit im Training regelmäßig 11 gg 11 zu spielen werden Dich viele B-Jgd Trainer beneiden.

    Der Stellenwert eines klassischen Abschlussspieles hängt mit Sicherheit auch von der Altersklasse ab. Eine U9 muss sicher nicht regelmäßig eine große Spielform im Training haben.

    Aber spätestens ab der D-Jugend bin ich schon der Ansicht, dass die Zielspielform (also ein großes Spiel auf zwei Tore) auch seine Rolle im Trainig haben sollte. Die Komplexität dieser Form ist (naturgemäß) jeder kleinen Trainingsform überlegen. Und es ist nunmal Ausbildungsinhalt, dass die Spieler unter dieser Komplexität adäquate Entscheidungen treffen. Das kann ich in einem 3 vs 3 plus TW nunmal nur bedingt trainieren.


    Und noch ein anderer Take zu dieser Thematik: Ich glaube es ist schon unser aller Aufgabe auch die Dinge zu machen, die die Kinder und Jugendlichen gerne machen. Und da darf man dann auch mal den Wunsch nach einem "großen" Spiel erfüllen ohne, dass man seine Autorität als Trainer gefährdet.

    Zur "Sinnfrage":

    Zweimal pro Woche organisiert Fußball ist für einen G-Jugendlichen nun wirklich nicht zu viel des Guten. Wenn das Kind daran Spaß hat, dann würde ich ihn bei beiden Mannschaften trainieren lassen.

    Grundsätzlich sehr gute Sache, gerade in diesem Altersbereich sehr wichtig und förderlich.


    Wenn ich ein bisschen das Haar in der Suppe suchen darf: Ich finde es schon sinnvoll, den Kindern während eines Spiels auch die Möglichkeit zu geben, mit den Anforderungen an eine bestimmte Position zu wachsen. Daher würde ich zumindest keine gezielten Positionswechsel während eines Spieles anstreben (wenn es nicht andere Umstände nötig machen).


    Die Fähigkeit mehrere Positionen zu spielen ist gerade im Herrenbereich sehr gefragt, deswegen gibt es für mimch keinen Zeitpunkt, zu dem ich grundsätzlich eine Spezialisierung sinnvoll fände. I.A. würde ich nach der U15 einen weniger forcierten Ansatz wählen und die Spieler nur auf Positionen einsetzen auf denen sie zurecht kommen. Wenn das bei Spieler A vier verschiedene sind und bei SPieler B nur 2, dann würde ich das in höheren Altersstufen auch mehr berücksichtigen.

    RedDevil


    Welchen Verein hat der sportliche Leiter des DFB trainiert? Wie viel Trainererfahrung hat er im Jugend und Seniorenbereich?

    Um diese Frage konkret zu beantworten: Mehr als Aki Watzke, Thomas Helmer und Didi Hamann zusammen.

    Und zwar im Jugend und Herrenbereich.


    Und Dein Argument bzgl. Hermann Gerland und Peter Hermann verstehe ich nicht. Das sind Ex-Profis mit jahrzehntelanger Trainererfahrung, die beide starke Befürworter der Reform sind. Ist doch scheißegal nach welche Regeln die in den 60ern selber gespielt haben. Gerade aufgrund ihrer Erfahrung mit unterschiedlichen Systemen sind sie ja befähigt eine Aussage zu treffen.

    Ich finde, dass Sandro Wagner hier ein ganz gutes Beispiel ist. Er hat als Ex-Profi u.a. bei Bayeern München auf jeden Fall Erfahrungen, die ihm als Fußballtrainer weiterbringen (das kann man ihm zumindest unterstellen, wenn man sich seine letzte Saison bei Unterhaching ansieht).

    Gleichzeitig, das machen seine sportlichen Entscheidungen in den letzten paar Jahren deutlich, überschätzt er seine eigene Fähigkeiten offensichtlich nicht. Nach dem diesjährigen Aufstieg hätte er sicher bei einem ambitionierten Dritt- oder Zweitligisten annehmen können. Stattdessen entscheidet er sich für eine Co-Trainer Stelle bei der U20-Nationalmannschaft um sich weiterzuentwickeln.


    Das ist aus meiner Sicht genau der richtige Weg, den ein Ex-Profi einschlagen sollte. Und wenn es alle wie Sandro Wagner machen würden, dann wäre das ideal. Es gibt allerdings auch das Modell Effenberg: Ohne relevante Erfahrung bei einem Erstliga Absteiger ("Ja, ich bin es wirklich") anfangen, nach wenigen Monaten entlassen werden und danach nie wieder eine Profimannschaft trainieren. Das ist nicht gut und wird den Anforderungen an einen Trainer sicher nicht gerecht. Diesem Ansatz sollte der DFB auch mMn keinen Vorschub leisten, indem man Ex-Profis bei der Vergabe von Plätzen ungebührlich bevorteilt. Denn realistisch wird jeder Spieler aus o.g. Kategorie irgendwann einen Platz beim Fußball-Lehrer bekommen, auch wenn er erstmal Erfahrung als Trainer sammeln muss. Aber es sollte eben keine Vorteile aufgrund der Spielererfahrung geben. Diese Vorteile gibt es, so ehrlich muss man sein, bereits bei der Vergabe von Trainerposten im NLZ und Herrenbereich.