Beiträge von Constantin

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    Wäre den Schritt selber vermutlich nicht gegangen, finde ihn aber nachvollziehbar. Sofern die Trainingsbedingungen akzeptabel sind, ist das bestimmt ein spannendes Projekt.


    Zum Einwand von let1612 : Eventuell kommen für Euch ja auch 9:9 Modelle (in Bayern gibt es soweit ich weiß ein Modell bei dem man spontan entscheidet, ob genug SPieler da sind) in Frage?

    Mich würden mal nur die Auswirkungen der verschiedenen Gesetze bzw. Maßnahmen interessieren.

    Ich trainiere eine C-Jugend in Bayern - hier kommt nun das 14 Jahre zur Anwendung.

    Ich habe 21 Jugendliche. Bei mir fallen 4 Jugendliche aufgrund der Bestimmungen gerade im Training in der Halle aus (ca. 20%).

    Wie sieht das bei euch aus? Welche Quote habt ihr?

    Im Fußball müssen wir ja "nur" die Wintermonate in der Halle überbrücken. Andere Sportarten (z.B. Eishockey in der Halle) berichten mir über eine höhere Anzahl an Jugendlichen, die gerade nicht trainieren können bzw. deswegen aufhören. Hat da auch jemand Zahlen?

    2G soll ja in Bayern (nach aktuellem Stand) ab 13.Januar auch für Trainingseinheiten draußen gelten. Wir trainieren ab heute mit der u15 wieder auf dem Kunstrasen...sind von dieser Problematik aber dann natürlich auch betroffen. Stand vor den Ferien waren bei uns 25% ungeimpft und hatten auch kurzfristig keinen Plan das zu ändern.

    Ich sehe das, besonders beim Sporttreiben im Freien, sehr kritisch. Insbesondere da die Entscheidung für oder gegen eine Impfung nicht von den Jugendlichen selber getroffen wird. Hier erscheint mir Druck auf die Kinder als der völlig falsche Weg.

    Grund zur Freude: morgen ist Trainingsauftakt

    Wann sind eure ersten Spiele?
    also wieviel zeit vor spielbetrie fangt ihr an, ich hab irgendwie das gefühl zu früh zu sein

    Man kann nicht "zu früh" anfangen. Natürlich sind ausreichende Pausen wichtig, aber die würde ich nicht davon abhängig machen, wann das nächste Spiel ist. Zumindest ich kenne es so, dass die Kinder/Jugendlichen auch dann gerne ins Training kommen, wenn die Liga nicht unmittelbar bevorsteht.


    Wir fangen am Mittwoch wieder an...die ersten Spiele der Rückrunde sind allerdings (aufgrund der Corona bedingt verkleinerten Ligen) erst in ein paar Monaten.

    Passt zum Thema: ein Spieler der C, großer kräftiger Junge, checkt aus vollem Lauf seinen Mitspieler weg und bekommt die gesamte Wucht und Energie selber ab. Richtig übel, man sah schon in der Entstehung das das nicht gut ausgehen kann. Der Spieler bleibt benommen liegen. Die gegnerischen Eltern fordern lautstark "weiter spielen, der ist doch selber schuld". <X

    Ich bin bei solch empathielosen Hirnbesitzern (in Abgrenzung zu Hirnbenutzern) immer komplett fassungslos und hoffe auf Karma, Wiedergeburt als Amöbe oder das Fegefeuer - halt irgendeine Instanz, die am Ende abrechnet.

    Zum Glück entscheiden die Eltern nicht, ob weitergespielt werden soll oder nicht ;)


    Aber so wie Du den Fall schilderst, da sind wir uns glaube ich alle einig, dass das Spiel unterbrochen werden muss. Und wenn ein Schiedsrichter wie hier, bei einer Kopfverletzung (?), das Spiel nicht unterbricht, dann würde ich natürlich auch von meinen Spielern fordern, dass sie den Ball rausspielen (bzw. eigentlich sollte es bei einer entsprechend schweren Verletzung auch egal sein, ob der Ball im Spiel ist oder nicht...)


    Aber diese Implikation, dass der Schiedsrichter das nicht entscheien könnte, finde ich schwierig. Vor ein paar Wochen habe ich hier eine Diskussion darüber geführt, ob der Schiedsrichter immer recht hat (und wie man mit ihm reden soll), jetzt geht es darum, die Entscheidungen des Schiedsrichter einfach zu ignorieren. Bei kleinen Verletzungen, wo es nun wirklich nicht um jede Sekunde geht, kann man da mE schon die Verantwortung von den Kindern nehmen und dem Schiedsrichter geben.

    Bei Kopfverletzungen, oder Verletzungen bei denen ein Krankenwagen kommen muss, würde ich das natürlich nicht so handhaben. Aber da wäre es mir, wie oben angedeutet, auch egal, ob der Ball im Spiel ist.

    Sowas kommt dann jedoch zum Glück vielleicht einmal im Jahr, eher seltener, vor.

    Habe auch den Schiedsrichter danach erklärt, dass aus meiner Sicht 4 Tore sehr fragwürdig waren. das erste Tor und das Abseitstor irregulär und der Freistoß zumindest sehr fragwürdig. Das mit dem Verletzen spieler ist nicht die Schuld des Schiris, aber auch da hatte er bestimmt 2 minuten zeit zu unterbrechen....


    Nun meine Frage: inbesondere beim letzten Fall, wenn ein Gegner verletzt auf dem Boden liegt, wie handhabt ihr das? Sagt ihr eurer Mannschaft direkt, dass sie den Ball ins aus schießen sollen. Lasst ihr noch eine Situation weiter laufen. Oder vielleicht interessiert es auch auch gar nicht?


    Würde mich mal interessieren.

    MMn ist es in fast allen Fällen die Aufgabe des Schiedsrichters das Spiel zu unterbrechen, wenn ein Spieler am Boden liegt. Besonders, wenn es (so zumindest scheint es hier), die Situation unmittelbar Torgefährlich ist, immerhin hat der Gegner ja auch daraus ein Tor erzielen können.

    Klar, ist es eine nette Geste, den Ball ins Aus zu spielen, aber eine Erwartungshaltung kann sich imho daraus nicht ergeben. Immerhin gibt es ja doch einige Dinge, die in dieser Situation wichtig sind:
    -Wie ernsthaft ist die Verletzung gerade (Zeitspiel vs. Kopfverletzung)

    -Wie gefährlich ist die Situation für den am Boden liegenden Spieler (z.B: wenn ein Spieler nach einem Eckball im Strafraum liegt)

    -Kann unmittelbar ein Tor erzielt werden?


    Ich sehe ehrlich gesagt nicht, dass ein Spieler, der sich gerade in einer Spielsituation befindet und dementsprechend sicher noch einiger andere Dinge im Kopf hat, diese Komponentnen adäquat überblicken können muss. Und dann auch noch die richtige Entscheidung trifft...


    Ich sage meinen Jungs, dass sie erstmal weiterspielen und auf den Pfiff des Schiedsrichters warten sollen. Das hat bis jetzt auch ehrlich gesagt noch nicht zu Diskussionen geführt.

    Ich komme ja aus Bayern und da ist es unverantwortlich (abseits dass es verboten ist) zu spielen.

    In Bayern ist es nach aktuellem Stand nicht verboten zu spielen. Auch wenn die meisten Vereine entschieden haben, auf Freundschaftsspiele momentan zu verzichten gibt es aktuell doch auch Mannschaften, die noch spielen.


    Ich persönlich würde, wenn mein Verein diese Entscheidung für mich nicht getroffen hätte, wohl aktuell auch Spiele austragen. Ich kann aber jeden verstehen, der in Bezug auf Spiele eine andere Abwägung treffen würde. Das Risiko ist im Wettkampf meines Erachtens nicht größer als bei einem Training. Und bei Letzterem fällt die Güterabwägung für mich ganz eindeutig aus. Der Trainingsbetrieb im Verein ist für viele Kinder- und Jugendliche gesundheitlich und sozial sehr wichtig. Die Gesundheit einer Bevölkerungsgruppe gegen die einer anderen Gruppe aufzuwiegen, besonders im Lichte dessen, dass es eine wirksame Möglichkeit gibt sich zu schützen, fände ich unethisch. Wenn man sich die aktuellen Beschlüsse ansieht (insbesondere in Bayern) scheint diese Erkenntnis wohl auch endlich bei den Verantwortlichen angekommen zu sein.

    Angesichts der ab heute fast flächendeckend geltenden "2G" Regel, (selbst in Niedrigstinzidenzbundesländern gilt die schon) haben sich die beiden Figuren ohnehin mit sofortiger Wirkung, spätestens wenn es in die Halle gehen soll, erledigt -geimpft werden die ja wohl kaum sein und es auch nicht vorhaben.

    Joh, jetzt auch in NRW...
    barridh Berichte mal, wer ab morgen die Truppe trainiert... Bin neugierig.

    Markus Anfang

    Weil der Wettkampf in diesem Alter* absolut vorrangig der sportlichen Entwicklung dient. Dementsprechend mache ich hier das, was dazu am besten geeignet ist.


    *nicht falsch verstehen: Das gilt auch bei deutlich älteren Spielern noch

    Dieses wortlose hinnehmen der Entscheidung klappt doch aber in den meisten anderen Sportarten.

    Warum nicht beim Fußball? Beim Hockey (um mal bei Sportarten mit wenigen Treffern zu bleiben) gibt es 0,0 Diskusion zum Schiedsrichter. Beim Handball ist es ähnlich. Da rennt keiner gestikulierend zum Schiedsrichter

    Ich habe mich ja auch in erster Linie auf die Sinnhaftigkeit und nicht auf die Funktionalität bezogen.

    Mal davon abgesehen muss man das von Dir beschriebene Verhalten schon abgrenzen. Das dient meiner Erfahrung nach weniger als Kritik, sondern mehr dazu den Schiedsrichter zu beeinflussen. Hummels hat allerdings ein Fernsehinterview zur Schiedsrichterleistung gegeben...und das kommt meiner Erfahrung nach auch im Handball vor.

    Ich will hier auch nicht alle Fußballspezifischen Unarten des Benehmens verteidigen. Dieses Darmstadt-mäßige belagern des Schiedsrichters finde auch ich nicht in Ordnung.


    Ein Kommentar (auf dem Platz) zur Leistung des Schiedsrichter ist in jedem Fall respektlos.

    Dich möchte ich sehen, wenn der Schiedrichter in einer Unterbrechung zu Dir kommt und berichtet, dass Deine Taktik auf den Flügeln mal überhaupt nicht zum Gegner passt.

    Wäre für Dich ebenfalls respektlos.

    Er spielt (pfeift) sein Spiel und ist auf Kommentare ganz sicher nicht angewiesen.

    Meine Leistung als Trainer beeinflusst aber eher weniger den Erfolg des Schiedsrichters. Umgekehrt sind da die Abhängigkeiten doch deutlich stärker ausgeprängt.

    Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass sich die wenigsten Schiris für die taktische Herangehensweise der Mannschaften interessieren.


    Unabhängig davon: Dass Schiedsrichter das Auftreten eines Trainers kommentieren ist doch eher die Regel als die Ausnahme. Da geht es dann ja auch um einen Bereich, der den Schiedsrichter unmittelbar betrifft. Wenn das dann respektvoll und auf Augenhöhe passiert, bin ich der Letzte, der dem Schiedsrichter einen Strick draus dreht.


    Dein letzter Punkt zeigt mMn ganz gut, wo sich unsere Standpunkte unterscheiden. Wie viel Meinung ist (auf dem Platz) erlaubt und was geht zu weit? Ich halte es so, dass ich auch anderen Personen zugestehe, dass sie ihre Meinung äußern, auch wenn sie mir mal nicht so gut gefällt. Das gilt für Spieler, für andere Trainer und natürlich auch für den Schiedsrichter. Um das auf Dein o.g. Beispiel zu münzen: Wenn der Schiedsrichter das machen würde, wäre ich erstmal natürlich etwas überrascht, es läge mir aber fern ihm per se Respektlosigkeit vorzuwerfen.

    Wie oben gesagt: Was meinst du, wie viele Fußballer sich das angeguckt haben und dadurch den Schluss ziehen, dass der Schiedsrichter Mist war und Unrecht hat und das verallgemeinern? Und was meinst du, wie viele das dann am Wochenende ausleben? Das ist doch Wind auf den Mühlen derer, die sowieso immer den Schiedsrichter unter Verdacht haben, wenn sie ein Spiel verlieren oder einen Platzverweis bekommen!


    Hummels stellt sich dahin und haut erstmal verbal auf alles drauf. Erstens wird diese Kritik nichts daran ändern (sondern die Folgen für ihn eher verschlimmern) und zweitens brauch ich in der Kreisliga niemanden, der sich nach dem Spiel hinstellt und den Schiedsrichter für Niederlagen oder Platzverweise verantwortlich macht.

    Es ist aber nunmal im Fußball so (bei einem "low scoring game"), dass die Schiedsrichter manchmal durch Fehlentscheidungen Spiele entscheiden. Genauso war es doch am Dienstag auch, ohne diese Entscheidung nimmt das Spiel einen völlig anderen Verlauf.


    Wir haben im Amateursport aber mMn auch gar nicht das Problem, dass die Schiedsrichter für Dinge verantwortlich gemacht werden, für die sie garnichts können. Vielmehr geht es darum, dass es Menschen gibt, die sich bei einer (gefühlten) Ungerechtigkeit nur noch mit verbaler und körperlicher Gewalt zu helfen wissen. Da bräuchte man Vorbilder. Dass man von mir aus auch mal miteinander Streiten kann, ohne dass Respekt vor dem Gegenüber verloren geht. Nur wird Respekt vorm Schiedsrichter von manchen als ein wortloses Hinnehmen jeder Entscheidung interpretiert.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass so eine Auffassung nicht in eine demokratische Gesellschaft passt. Ich empfinde den Fußball ein bisschen als Spiegel unserer Gesellschaft. Und da gehört es für mich auch dazu, dass man im Sport (respektvoll) seine Meinung sagen kann.


    Ich hatte vor ein paar Wochen ein Spiel:

    Ich war mit der Schiedsrichterleistung nicht wirklich einverstanden und habe nach ca. 10 Minuten (wörtlich, das ist so auf Video) dem Schiedsrichter zugerufen: "Ich finde, dass Ihre Linie absolut nicht zum Spiel passt...beide Mannschaften sind absolut fair und Sie pfeiffen hier jeden Körperkontakt ab"

    Der Schiedsrichter ist daraufhin zu mir gekommen und hat mir mitgeteilt er würde mich beim nächsten Kommentar zu seiner Leistung von der Trainerbank verweisen.

    Das Ganze kann ja jeder für sich bewerten, ich habe das damals weder als herablassend noch respektlos von meiner Seite empfunden.

    Meiner Meinung nach gab es in dieser Aktion nicht den Hauch einer Chance, dass sich Antony hätte verletzen können. Hummels ist weder zu spät (im Gegenteil ist er ja sogar "im Weg" von seinem Gegenspieler), noch hat er eine offene Sohle, noch ist sein Bein in der Luft. Für mich ist das weder rücksichtslos, noch verletzungsgefährdend.


    Das ist ein Foul, keine Frage, weil Antony schneller reagiert und Hummels deswegen auch den Ball nicht trifft. Und aufgrund der Intensität ist hier auch die gelbe Karte richtig. Aber trotzdem ist die rote Karte mMn klar falsch. Es gibt hier kein wirklich valides Argument um einen Platzverweis zu rechtfertigen. Aus der Perspektive von Michael Oliver sieht es vermutlich so aus, als Treffe Hummels seinen Gegenspieler mit den Stollen, aber wozu haben wir denn den VAR?


    Ich finde auch, dass es in Ordnung ist, den Schiedsrichter zu kritisieren:

    Diese "Der Schiedsrichter hat immer recht"-Mentalität zeugt mMn von einem gesellschaftsverständnis, was ich persönlich schwierig finde. Genauso wie man in der Lage sein muss, mit Kritik umzugehen, so muss es auch möglich sein, die Entscheidungen des Schiedsrichters zu kritisieren. Hummels war ja nicht polemisch oder hat dem Referee bspw. Bestechlichkeit vorgeworfen. Er hat nur eine Fehelentscheidung (mMn) sachlich und zugegeben auch emotional kritisiert.

    In der Regel sollten alle Fußballer, die auf hohem Niveau erfolgreich sein wollen, mit beiden Füssen umgehen können. Das gilt selbstverständlich auch für den Torwart.


    Wie wichtig es in dem konkreten Fall dem NLZ Trainer ist, können wir natürlich schlecht beurteilen, ein Fehlen dieser Fähigkeit dürfte sich aber in jedem Fall negativ auswirken.

    Heute wäre bei uns ein Pokalspiel gewesen. Gegner wäre eine (deutlich) unterklassige Mannschaft gewesen...die dann allerdings zum Spiel einfach nicht aufgetaucht ist.


    Ich meine, dass man mal nicht antreten kann, weil man keine Spieler hat oder von mir aus einfach keine Lust. Aber selbst dann, kann man doch wenigstens vorher absagen. Das kann man doch unabhängig von Liga o.ä. erwarten? Oder wie läuft das bei diesen Trainern dann im Berufsleben?


    Für die Jungs war es auf jeden Fall mega frustrierend. Man freut sich auf ein Spiel und wird dann so enttäuscht.

    Jeder (gut geführte) Verein sollte die Kosten für alle Lizenzen übernehmen.

    Ehrlich gesagt finde ich es nie Aufgabe der Eltern über die Aufstellung zu sprechen. In gut geführten sportlich ambitionierten Vereinen gibt es Entwicklungsgespräche. Man kann sicherlich auch außerhalb dieser Gespräche mit den Trainern sprechen, aber eben nur über das eigene Kind. Warum die anderen Spieler nicht im Training sind wurde auch nicht geklärt, eventuell trainieren sie ja zusätzlich in einer höheren Jugend mit und dies ist so abgesprochen? Man darf ja nicht immer nur vom Schlechtesten ausgehen, diese Schilderung hier ist mir etwas zu einseitig.

    So meinte ich das im Grundsatz eigentlich schon. Dass Diskutieren ist in einer U10 Breitensportmannschaft genauso daneben.


    Im Leistungssport kommt aber noch dazu, dass man sich hier im Zweifel ins eigene Bein schießt.


    Wenn die Spieler da mit dem Trainer das Gespräch suchen, gar kein Problem. Das muss man als Trainer in diesem Altersbereich abkönnen und da muss man dann auch in der Lage sein, seine Entscheidungen/sein Vorgehen zu erklären.


    Aber alles andere was Du vorschlägst finde ich nicht nur gänzlich unpassend, sondern langfristig auch äußerst schädlich fürs eigene Kind. Wenn sowas bei mir passieren würde, dann würde der Spieler, dessen Eltern sowas "anzetteln" nicht mehr lange in der Mannschaft spielen. Auf dem Niveau, über das wir hier reden, gibt es genug Spieler, die gerne in der Mannschaft dabei wären, dass man auf Einzelne nicht angewiesen ist.


    Im Konkreten: Kümmert Euch als Eltern nur um die Interessen Eurer eigenen Kinder. Wenn sie nicht spielen, kann man mit dem Trainer das Gespräch suchen, auch von Seiten der Eltern - das ist natürlich legitim. Wenn die anderen Jungs nicht spielen dürfen, dann werden die früher oder später den Verein verlassen. Aber es ist die Verantwortung des Trainers alle Spieler "bei Laune" zu halten und sportlich weiterzuentwickeln (!). Wenn ihm das nicht gelingt und nach der Saison viele Spieler den Verein verlassen, dann wird das auch negativ auf den Trainer zurückfallen. Aber es ist nicht Aufgabe der Eltern, ihn davor zu schützen, sondern Aufgabe des Vereins, das zu steuern.


    Wenn jemand total unzufrieden ist, dann kann derjenige ohne Probleme zum Winter wechseln. Selbst bei 6 Monaten Sperre, wäre der Spieler zur Rückserie wieder spielberechtigt.

    Genau so ist es. Leistungssport !

    Mit dem Trainer kann man da leider nicht wirklich reden. Ganz am Anfang der Saison hat’s ein Vater versucht, mit dem Ergebnis das der Sohn seine Klamotten abgeben dürfe und nicht mehr zum Training sollte

    In der U15 Verbandsliga (Vermutung...bei 150km Anfahrt?) ist es aber auch ehrlicherweise nicht die Aufgabe der Eltern mit dem Trainer über die Aufstellung zu reden. Wenn überhaupt, dann über die Belange des eigenen Kindes, aber selbst da finde ich den Weg über den Jungen selber sinnvoller.


    Aber dem Trainer zu erklären, dass er die falschen Spieler aufstellt, davon würde ich auf dem Niveau ganz dringend abraten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der nämlich überzeugt davon ist, sportlich richtig zu handeln. Bestimmte Argumente sind dann für den sportlichen Laien auch nicht immer ganz nachzuvollziehen.

    Der Stürmer läuft den ZIV frontal an, die beiden Flügelspieler jeweils die Halbverteidiger (ballnah). Der ballferne Flügel versucht nach Einrücken eine (flache) Verlagerung auf den entfernten Außenverteidiger zu verhindern.


    Der eigene Außenverteidiger läuft den gegnerischen Außenspieler an. Im Zentrum herrscht Gleich- oder Überzahl. Hier kann mannorientiert verteidigt werden. Wenn durch Einrücken des ballfernen Flügels Überzahl erreicht werden kann, sollte ein freier Spieler (normalerweise der ballferne 6er) als freier Spieler vor der Kette absichern.