Beiträge von Constantin

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    Es ging beim Ausgangspost einzig und allein darum, dass ein Spieler, der keinen geraden Pass spielen kann und nicht dreimal jonglieren kann, nicht für die B-Lizenz geeignet wäre und dementsprechend tatsächlich beim Eignungstest bangen muss. Um NICHTS anderes. Ich verstehe nicht, warum mir ständig User in den Mund legen, ich hätte was gegen ehemalige Kreisligisten bei der B-Lizenz.


    (...)


    Außer Acht wird aber gelassen, dass der Eignungstest auch einen schriftlichen Teil beinhaltet, in dem man mangelnde Fähigkeiten (wenn sie nicht so drastisch wie beschrieben sind) ausgleichen kann.

    Es geht da weniger um Dich, sondern um die Verbände (bzw. die Trainer, die bei der Eignungsprüfung anwesend sind). Die sortieren solche Spieler aus. Das ist die Realität (zumindest in Bayern) was die Eignungsprüfung betrifft und die ist auch Gegenstand meiner Aussage.


    Ich glaube entsprechend auch nicht, dass wir da soweit voneinander entfernt sind, was den Rest angeht.


    Beim schriftlichen Teil wäre ich, wenn ich mir die eine oder andere Aussage von Verbandstrainern durch den Kopf gehen lasse, froh, wenn sich die Mehrheit den überhaupt ansieht.

    Wenn das tatsächlich der Anspruch wäre, dann würde ich Dir sogar grundsätzlich rechtgeben. Dass zumindest fußballerische Basics gegeben sein müssen, damit man die Eignungsprüfung besteht, dann wäre das völlig in Ordnung. Aber die Realität sieht (zumindest in Bayern) mittlerweile völlig anders aus. Ich kenne Fälle in denen Trainer tatsächlich in entsprechenden Ligen an der Seitenlinie standen (bspw. mit lizensiertem Co-Trainer/ Sondergenehmigung wegen Aufstieg) aber vom Verband nicht zur Lizenz zugelassen wurden. Da geht es dann nicht mehr vorrangig darum, dass man "einen Ball dreimal jonglieren kann" oder "einen sauberen Flugball spielen", sondern um deutlich weitergehende Fähigkeiten. Und da kommt dann mein Verständnis auch an seine Grenzen...ich studiere Medizin, trotzdem käme niemand auf die Idee mir meine Fähigkeiten als (zukünftiger) Arzt abzusprechen, weil ich noch nie schwer krank war. Die entscheidenden Fähigkeiten, die ich als erfolgreicher Trainer haben muss befinden sich auf einer ganz anderen Ebene als die, die ich als Spieler benötige.


    Die Argumentation mit der Prüfung des Eigenkönnens bei Lehrgängen halte ich für unlogisch. Da ist ja der selbe Haken wie bei der Eignungspüfung an sich. Welchen Grad an Eigenkönnen setze ich bei einem Trainer voraus.


    Dass Ex-profis sich über das geringe sportliche Niveau bei A-Lizenz Lehrgängen beschweren hat mMn mehr mit Arroganz zu tun. Denn die Trainer über die sich im Zweifel beschwert wird sind meistens deutlich erfahrene und (mit Verlaub) zu Zeitpunkt des Lehrgangs wohl auch deutlich bessere Trainer. Das ist so ein bisschen diese Mehmet Schollsche Sichtweise, dass man selber ja als Ex-Profi es wohl alles besser wissen müsse, obwohl man nur seinen eigenen Mikrokosmos und seine eigene Wahrnehmung überblickt.


    Um das nochmal zurückzuführen: Ein Fußballer, der bei Übungen in den Lehrgängen eher als Stolperstein fungiert und tatsächlich keinen geraden Pass spielen kann, bei dem sollte man sich tatsächlich nach der Eignung fragen. Aber alles was darüber hinaus geht, sollte nicht auf dem Platz, sondern an der Seitenlinie entschieden werden.


    Edit: Das Arzt-Beispiel ist evtl. etwas Missverständlich...deswegen zur Klarstellung: Die Demonstrationsfähigkeit bleibt natürlich unberührt. Aber warum sollte ein Trainer, der fußballerisch nicht so fit ist, nicht ernstgenommen werden? Ich glaube, dass den meisten Spielern, die fachliche Kompetenz wichtiger ist. Natürlich klingt es in der Zeitung toll: "Ex-Profi übernimmt Kreisligisten". Aber mehr kommt da nicht. Genauso wäre es beim Arzt. Käme einer von Euch ernsthaft auf die Idee den zu frgaen: "Das ist ja alles schön und gut, was Sie hier verschreiben: Aber hatten Sie diese Krankheit überhaupt schonmal?"

    Ich glaube nicht (ohne Hintergrundwissen), dass die Anforderungen ans Eigenkönnen bei der B-Lizenz höher gesteckt sind als bei der C-Lizenz. Ich gebe Dir recht, dass all diese Basics bereits bei der C-Lizenz nötig sind bzw. noch nötiger als für die B-Lizenz.
    Dementsprechend sollte bei der B niemand mehr ankommen, der damit Probleme hat.

    Die Anforderungen bei der B-Lizenz sind deutlich höher. Das wird von den Verbänden auch so kommuniziert. Die C-Lizenz ist ja bewusst so konzipiert, dass sie auch für Elterntrainer erreichbar ist.


    Mal davon abgesehen ist das Erlangen der C-Lizenz keine Vorraussetzung für die Teilnahme am B-Lizenz-Lehrgang.


    Ich sehe, du siehst das eigentliche Problem gar nicht: Nicht das Training an sich, sondern das Hinkommen, die Eltern, der Kontakt allgemein sollte so gut es geht unterbunden werden. Aber da gibt es wieder hier und da Sonderwürste und alle wundern sich, warum die Zahlen nicht rapide runtergehen angesichts der jetzt schon stringenten Regeln.

    Ich sehe komplett was Du meinst, es geht um die Gesamtreduktion der Kontakte. Aber wie ich oben schon geschrieben habe, ist das ein Ansatzpunkt bei dem wir die Kerze ausblasen, während das ganze Haus brennt. ÖPNV, Arbeitsplatz, Behörden sind bis auf die Maske kaum reguliert. Die sind der Grund warum die Fallzahlen nicht sinken und nicht die Rodelberge, auf denen ab und zu mehr los ist oder eben oben genanntes Einzeltraining.


    Ich finde es mittlerweile kaum noch vermittelbar, dass man im privaten Bereich immer weiter an kleinsten Schrauben zu drehen versucht, eine "Home-Office Pflicht" aber in der Bundesregierung panische Angst zu verursachen scheint. In anderen Ländern hat man durch mMn sinnvollere und durchdachtere Restriktionen einen deutlichen Rückgang erreicht. In den Niederlanden ist sogar Vereinssport noch zu einem gewissen Grad erlaubt.


    Aber das ist nur meine politische Haltung zu diesem Thema...die Entscheidung die Makaay treffen muss ist davon relativ unabhängig. Wenn er glaubt, dass er das ohne substanzielles Infektionsrisiko und ohne, dass er gegen geltendes Recht verstößt durchziehen kann, dann ist das in seinem Ermessen als mündiger Erwachsener (bzw. der Eltern von seinen Spielern) zu entscheiden, ob das legitim ist. Wenn ich persönlich die Möglichkeit hätte, etwas in diesem Rahmen zu organisieren (vmtl. dann aber 1 zu 1 tbh), dann würde ich das wahrscheinlich tun. Das ist aber eine persönliche Entscheidung, bei der ich die Widersprüche von Goodie, addi73 und Dir nicht richtig finde. Denn "verstehen" kann man dieses Vorgehen in jedem Fall.

    Ich habe mich hier in ähnlicher Weise schonmal geäußert: Ich denke nicht, dass es die Aufgabe eines ehrenamtlichen Trainers ist, sich in vorauseilendem Gehorsam neue Regeln auszudenken. Wir berufen uns ja immer auf den gesunden Menschenverstand und wenn das was Makaay hier plant tatsächlich so abläuft UND die zuständigen Stellen ihr grünes Licht gegeben haen gibt es ja mal absolut keinen Grund hier einen Einwand zu haben.


    Die Kehrseite der aktuellen Situation ist doch die Arbeit im Büro oder die Situation in öffenlichen Verkehrsmitteln, die kaum an die aktuelle Pandemiesituation angepasst sind. Der private Bereich ist sowieso schon der Bereich mit den meisten EInschränkungen. Wenn man sich dann auch noch an alle Regeln hält finde ich da nichts verwerfliches

    Es gibt ja momentan durchaus die Perspektive, dass zumindest nach Ostern wieder ein gewisses Maß an Normalität einkehrt und die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Lockdowns ziemlich gering ist (insbesondere aufgrund der Mittlerweile doch recht hohen Impfbereitschaft).


    Aber wie denkt Ihr wird sich die Corona-Pandemie mit ihren durchaus anspruchsvollen letzten 12 Monaten auf die Entwicklung des Jugendfussball auswirken wird. Ich meine damit eher sekundär einen möglichen Mitgliederschwund (der mich zugegebenermaßen wohl eher nicht betrifft), sondern eher die Auswirkungen auf die konkrete sportliche Entwicklung der Kinder/Jugendlichen. Man hat im Sommer schon einiges beobachten können, was imo auf die Zeit des Lockdowns zurückzuführen war. Bspw. einige überraschend, positive/negative Entwicklungen von Mannschaften, teilw. extrem viele Tore, oft mangelnde Konstanz (besonders bei meiner Mannschaft:/). Aber auch im Konkreten sind bspw. bei deutlich mehr Spielern als sonst individualtaktische Schwächen sichtbar geworden oder solche, die trotz starker Leistungen vor dem Lockdown, lange mit Corona-Speck zu kämpfen hatten.


    Ich hab mal nachgerechnet. Sollten wir im April wieder trainieren können, haben die Spieler 12 Monaten gerade mal 2 bis 5,5 Monate (Bayern) reguläres Training gehabt. Insbesondere beim unteren Spektrum kann ich mir kaum vorstellen, dass dies keine langfristigen sportlichen Auswirkungen haben sollte. Wie seht Ihr das? Hattet Ihr konkrete Beobachtungen, die Eurer Meinung auf die lange(n) Pause(n) zurückzufahren waren? Was glaubt Ihr, wie sich Corona sportlich in den unterschiedlichen Altersstufen langfristig auswirken wird?

    Charles De Goal : "Unmotivierte bekommen keine Punkte und werden spätestens nach einer Woche von den motivierten zurechtgewiesen."

    Das finde ich etwas grenzwertig, sich bei Laufeinheiten und Kraftübungen den "Gruppenzwang bzw. Gruppendynamik" zu nutze zumachen. Warum fangen die Kinder und Jugendliche mit dem Fußball spielen an und warum spielen sie Fußball? Aus Spaß und Freude am Fußball, Sozialkontakte u.a. - Laufeinheiten und Kraftübungen sind wohl eher nicht die Hauptfaktoren (sonst wären sie entweder ins Leichtathletik oder zum Fitness gegangen - letzteres ist übrigens auch eine Sportart, die besonders ab der C-Jugend für Jugendliche interessant wird).

    Es gibt aber noch eine andere Seite der Medaille: Wir machen uns (vermutlich) alle Sorgen um die potentiellen Folgen des Lockdowns auf die Gesundheit der Kinder- und Jugendlichen. Viele (insbesondere solche bei denen der Sporverein keine Angebotene macht) sitzen momentan die erste Hälfte des Tages vor Schularbeiten und die zweite Hälfte des Tages vor Fernseher oder Konsole.


    Auch wenn es nicht der intrinsischste aller Motivationsfaktoren ist, so finde ich es schon zweckmäßig die Jungs über leichten Gruppenzwang zum Sporttreiben zu bewegen. Den selben Effekt hat man ja bspw. auch am Spieltag ("Ich will meine Mannschaft nicht im Stich lassen").


    Außerdem kommt bei etwas ambitionierteren Fußballern auch dazu, dass es beim Sport(!) Fußball eben auch um athletische Komponenten geht. Dementsprechend ist zwar nicht besonders spannend Kraftübungen zu machen, für die sportliche Entwicklung der Spieler in der jetzigen Situation aber das Beste was man machen kann.

    Wir gehen hier grad vom 100sten ins 1000ste. Haching (3.Liga) und 1860 (3.Liga) gewinnen resp. holen regelmäßig mehr Punkte gegen/als Würzburg (2.Liga) und Augsburg (1.Liga).


    Im Endeffekt geht es ja um die Frage, ob es im NLZ aufgrund der Stärke der Mannschaften (ergebnistechnisch) leisten kann schwächere Spieler einzusetzen oder ob es dazu unweigerlich zu weniger Punkten kommt.


    Nehmen wir exemplarisch Augsburg. Neben dem FC Bayern das einzige BuLi-NLZ in Bayern. Saison 2020/2021 (inkl. FS)


    U14: 5 Siege, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen Tordifferenz: 29:17

    U13: 4 Siege, 3 Unentschieden, 2 Niederlagen Tordifferenz 28:18


    In einer Liga wäre das ein gehobener Mittelfeldplatz. Ob die Gegner da starke ältere oder noch stärkere Gleichaltriga waren spielt aber keine Rolle...auf jeden Fall war es meistens eng.



    Du verkennst, dass auf höherem Niveau die Toleranz für Fehler geringer ausfällt. Wenn der dicke Paul als Innenverteidiger zehn von direkte Duelle verliert, der Stürmer aber nur schwach ausgebildete Fähigkeiten im Abschluss hat, macht er daraus vielleicht trotzdem nur 2 Tore.


    Verliert ein NLZ Spieler von den zehn Duellen nur zwei Stück (vielleicht solche, die ein andere Spieler gewonnen hätte) und der gegnerische Angreifer haut die Beide rein, dann tut das im Zweifel genauso weh.


    Die Zahlen sind natürlich nur exemplarisch und könnten in beide Richtungen angepasst werden, ich hoffe aber Du verstehst worauf ich hinaus möchte. Es steht hinter allem natürlich für den Trainer die Frage: Wie sehr tut es der Mannschaft weh, wenn ich diesen Spieler aufstelle? Im Hinblick auf die NLZ muss man dann aber auch fragen: Warum nehme ich als NLZ einen Spieler, bei dem ich es nichtmal rechtfertigen kann, ihm 50% der Spielzeit zu geben?


    Zuverlässigkeit: Macht es das nicht schwieriger zu rotieren? Wenn ich im Breitensport einen Jungen habe, der im Training gefehlt hat, habe ich bessere Argumente, als wenn ich (auch schon auf dem Niveau auf dem ich unterwegs bin) von Trainingsbeteiligungen >90% ausgehe. Ich meine, dass es die Sache nicht leichter macht zu rotieren.


    Zeit und Geld: Ist es wirklich so viel Aufwand Spiele auszumachen? Ich hab meine paar Trainerkollegen mit denen ich regelmäßig was vereinbare. Da gehts dann z.B. "Samstag 11.3. 11:00 bei uns KuRa. Interesse?" "Ja" "Ok, ich lass es eintragen". Geht meistens relativ flott.

    In Bayern gibt es ebenfalls reine NLZ-Runden in der U13 und U14.


    Wenn man jetzt die BL dazu nimmt, von denen Du sagst, dass NLz-Runden gespielt werden, so komme ich ungefähr auf die Hälfte der Einwohner Deutschlands. Die Regionen in denen das nicht so ist, sind dann auch eher die, in denen das wenig sinnvoll wäre (z.B. Thüringen, wo es keinen einzigen Profiverein gibt.)


    Und an der NLZ Runde in Bayern spielt Hertha BSC mit?

    What?


    Was die NLZs von 2. oder 3.Ligisten betrifft kann ich das (mit Ausnahme von FC Bayern, die tatsächlich fast alles gewinnen) nicht bestätigen. 1860 und Unterhaching spielen z.B. problemlos auf Augenhöhe mit Augsburg und Würzburg resp. Sind deutlich stärker.

    In Bayern gibt es ebenfalls reine NLZ-Runden in der U13 und U14.


    Wenn man jetzt die BL dazu nimmt, von denen Du sagst, dass NLz-Runden gespielt werden, so komme ich ungefähr auf die Hälfte der Einwohner Deutschlands. Die Regionen in denen das nicht so ist, sind dann auch eher die, in denen das wenig sinnvoll wäre (z.B. Thüringen, wo es keinen einzigen Profiverein gibt.)

    Wenn der Verband dadurch Geld bekommt, welches er dann in den Amateursport reinvestiert passt das doch. Wir sind doch alle Erwachsene und sollten uns von solcher Werbung nicht reinlegen lassen.


    Wobei die Behauptung es handele sich um eine Sonderkondition für Trainer, sollte sie nicht stimmen, wohl als unlauter zu bezeichnen wäre.

    Puh...12 Jahre ist schon sehr jung.


    Wenn Ihr eh schon bei der KG seid, würde ich mir da mal ein wenig Inspiration holen hinsichtlich mglw. auch Verletzungsprophylaxe (z.B. Training mit Wackelbretter o.ä. um eine bessere Stabilität in den Gelenken zu erhalten). Selbst wenn da nicht viel Fußballspezifisches dabei sein sollte, kann man das ja mit etwas Fantasie auch mit einem Ball verbinden. Im Prinzip würde ich erstmal näher in die Richtung gehen, dass ich Übungen aus der Krankengymnastik oder Physiotherapie mit Ball zu verbinden, als umgekehrt zu früh zu fussballspezifisch zu werden.


    Was sich in RIchtung Ballgefühl anbietet sind mMn Coerver-Übungen. Im regulären Training wären sie mir durch das fehlende Tempo/Gegnerdruck etwas zu spielfern, aber gerade deine spezifische Situation passt das ja relativ gut. Was ich besonders positiv finde ist die sehr sportartspezifischen, koordinativen Anforderungen.

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    ist imo eine gute Übersicht über die möglichen Abläufe. Die sind natürlich nicht alle für einen rekonvaleszenten Spieler geeignet.


    Darüber hinaus kann man natürlich das Standard-Programm hinsichtlich Verarbeitung hoher Bälle im Stand o.ä. machen. Also die Sachen, die man auch (isoliert) im Training machen würde: Ball hinwerfen -> Rückspiel mit Innenrist/Spann/Brust+Fuß/uvm.


    Mal davon abgesehen: Wenn ich deinen Beitrag lese habe ich den Eindruck, dass Dein Sohn sportlich etwas ambitionierter ist. Besonders außerhalb von NLZ würde ich mir (mit der Vorgeschichte) ein paar Gedanken zum Thema Verletzungsprävention machen. Ein Kreuzbandriss ist zwar oft unglücklich, kommt aber meist nicht gänzlich aus dem Nichts. Wichtig wäre (und zwar auch grundsätzlich allen Kickern die in die Pubertät kommen) über das Training im Verein Verletzungsprävention zu betreiben. Das ist regelmäßiges statisches Dehnen (mind. 2x/Woche), Nutzung von evtl. Blackroll o.ä. und zusätzliches Stabi-Training (abhängig von dem was schon im Verein passiert).

    Ich denke schon das die Politik da mittlerweile ganz gut informiert ist. Ich glaube es geht beim derzeitigen Sachstand um die Signalwirkung, die von so einer Lockerung ausgehen würde, nicht so sehr um das tatsächliche Infektionsgeschehen was vom Sport treiben ausgeht. Und ich bin mittlerweile auch umgeschwenkt und befürworte die Einstellung. Nur mit solchen Maßnahmen kommt es in den Köpfen an, dass die Lage ernst ist. Und das ist sie zweifellos was die Kapazitäten in den Krankenhäusern angeht. Nach allem was man lesen kann ist die Auslastung derzeit weit bedenklicher als in der ersten Phase im Frühjahr.

    Wegen einer Signalwirkung Grundrechte einzuschränken ist, denke ich, mit ziemlicher Sicherheit verfassungswidrig. Und das wissen wohl auch die Politiker. Ich glaube das vorangige Argument ist das drumherum (insb. An- und Abfahrt, alles andere könnte man ja spezifisch einschränken).

    Und Du glaubst, das nach diesem Lockdown (wenn der Winter erst so richtig los geht) die dann erreichten Zahlen stabil bleiben? Das ist wieder nur Flickschusterei.

    Wenn die grundsätzliche Einstellung der Menschen sich nicht ändert, springen wir von Lockdown zu Lockdown. Diese Änderung der Einstellung bewirkst Du aber nur, wenn die verordneten Maßnahmen für alle gleich und nachvollziehbar sind. Und wie man anhand der aktuellen Reaktionen erkennen kann, ist dies nicht der Fall und damit ist dieser Lockdown nur ein Mittel um die Zahlen kurzfristig zu senken um danach wieder vor den gleichen Problemen zu stehen.

    Sehe ich etwas anders...man hat bestimmte Faktoren (private Feiern/größere Zusammenkünfte) einfach unterschätzt und dann erst nachjustiert als im Herbst die Fallverfolgung nicht mehr möglich war. Ich glaube, dass man gut durch den Winter kommen kann, wenn man in den entscheidenden Punkten nachbessert und die Fallverfolgung wieder sicherstellt.


    Unter den deutlich strengeren Maßnahmen der letzten MPK (also u.a. strikte Begrenzung privater Feiern) war der 7-Tage-R-Wert bei 1,15 bis 1,2. Dabei war die Fallverfolgung an vielen Orten nur noch kaum bis gar nicht mehr möglich. Ich habe die Quelle nicht mehr gefunden, aber durch eine effektive Nachverfolgung kann R um ca. 30% gedrückt werden. Sollten wir es also im November schaffen, die Zahlen wieder so zu steuern, dass wir wieder einzelne Fälle nachtelefonieren können, halte ich es für sehr realistisch, dass man diese Zahlen entweder konstant halten kann oder erst im Februar/März in einen kritischen Bereich kommt. Zu einem Zeitpunkt zu dem wohl bereits mehrere Impfstoffe in großen Mengen zur Verfügung stehen werden.

    Wir werden zwei bis dreimal pro Woche mit den Jungs via Zoom trainieren. Im Frühjahr hatten wir 50/50 Technik und Athletik-Training. Immer so 30-45min.


    Anfang des Jahres war das komplett freiwillig, diesmal werden wir es so handhaben, dass jeder Spieler mind. (!) 1×pro Woche dabei sein muss.


    Wie ich das diesmal einteile weiß ich noch nicht...aus sportlicher Sicht finde ich das Athletiktraining spannender als dieses eingeschränkte Technik-Training. Auf der anderen Seite finden die Jungs Technik natürlich interessanter.

    Bis auf das Schulen/Kitas offenbleiben, ist das was jetzt kommt der generelle Lockdown.


    Fussball wird es vor März/April nicht mehr geben, auch kein Training. Daran werden jetzt richtig viele Vereine oder zumindest Mannschaften kaputt gehen.


    Dieser Lockdown wird brutaler wie der im Frühjahr, jetzt geht richtig viel kaputt. Mal sehen wie lange die Leute das mitmachen (...)

    Ich beschäftige mich auch mit Worst-Case Szenarien. Aber das von Dir geschilderte wird mit Sicherheit nicht eintreten.


    Auch Anfang diesen Jahres gab es Stimmen, nach denen wir nicht vor September 2020/März 2021 auf den Platz zurückgekehrt wären. Am Ende durfte Mitte Mai wieder kontaktfrei, und je nach Bundesland im Juni oder Juli wieder normal Fußball gespielt werden. Dieses Mal wird es schneller gehen. Die Zahlen sind niedriger als im Frühjahr (wenn man die Ausleuchtung der Dunkelziffer betrachtet) und wir sind im Großen und Ganzen besser vorbereitet. Ich glaube, dass es gute Chancen gibt im Dezember wieder zu trainieren und dann evtl. im Februar/März die Saison regulär fortzusetzen.


    Ich glaube, dass es für uns Trainer in den kommenden Wochen einfach wichtig ist einen gewissen Optimismus auszustrahlen.

    Es haben letztes Mal viele nicht gemacht: Aber versucht doch aus dem gelernten aus März/April zu profitieren. Bietet Online Trainingseinheiten/Challenges etc. an...

    Wir sind, in einer deutlich ungewissen Situation im April durch den Lockdown gekommen, jetzt werden wir diesen hier auch überstehen.

    So wie sich die Fallzahlen entwickeln werdet Ihr wohl noch eine ganze Zeit lang Rot bleiben. Ich persönlich werde so lange trainieren/spielen wie es erlaubt ist. Das Infektionsrisiko beim Sport ist sowieso vernachlässigbar und am Ende sinds eh wieder zuerst die Kinder die eingesperrt werden. In sofern sehe ich uns da als Trainer schon in der Verantwortung zuerst die Interessen unserer Kinder zu sehen und im Rahmen der Verordnungen möglichst viel zu ermöglichen.