Beiträge von Constantin

    Ok, aber nicht wirklich gerne! Bitte denkt daran, dass viele jetzt auch hier lesen und es bei bestimmten Themen hilfreich ist, dies hier, auch über Jahre, nachlesen zu Können. Momentan ist alles ziemlich weit runter, Besucherzahlen und Verkäufe sind eingebrochen. Dies betrifft alle, wie mir von verschiedenen Verlegern und Produzenten bestätigt wurde. Es wäre jetzt zwar die Zeit, sich fortzubilden, aber die Leute haben momentan den Kopf nicht frei.


    Aktiv werde ich mich nicht beteiligen (können) oder dies organisieren können, die Gründe sind insbesondere private Überlastung, meine Frau arbeitet hier nebenan in der UNI-Klinik und seit gestern wird an der Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Meckpomm kontrolliert. Wir haben uns zwar seit fast zwei Wochen bewusst nicht mehr mit unseren Kindern und Enkelkindern getroffen, aber jetzt würde es vielleicht gar nicht mehr gehen und das belastet schon. Genug gejammert:


    Bleibt alle gesund und freut wuch auf die Zeit "danach", dann werden alle dreifach motiviert sein. Mein Trainingstipp fürs erste Training: Spielen lassen ... stundenlang.

    Vielen Dank für deine Rückmeldung! Ich wünsche Dir in diesem Sinne viel Kraft in der kommenden Zeit!


    Was das ursprüngliche Thema betrifft. Falls jemand an einem Online-Treffen Interesse hätte, würde ich vorschlagen schreibt derjenige entweder hier oder mir privat eine Nachricht. Was die mögliche technische Umsetzung würde ich aus Bequemlichkeit einfach Skype nehmen. Wenn da jemand aber bessere Vorschläge hat, wäre ich natürlich offen.

    Ich habe mir mal die Freiheit genommen dieses Thema hier auszugraben:


    Ich kann mir gut vorstellen, dass in der aktuellen Situation sicher bei einigen das Interesse besteht, eine Aktion wie sie let1612 im OP beschrieben hat, mal durchzuführen. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass wir wohl alle im Moment sehr viel Zeit zu Hause verbringen, wäre es natürlich spannend sich mal "Face to Face" mit den Trainerkollegen hier im Forum austauschen zu können (da wir ja momentan alle auch unsere realen sozialen Kontakte reduzieren sollen hat das denke ich sicher auch einen Mehrwert gegenüber eines Foren-Eintrags). Unter der Voraussetzung, dass genug Leute an z.B. einer Skype/Teamspeak o.ä. Session haben und Uwe (bzw. er seine Meinung unter den aktuellen Umständen geändert hat) nichts dagegen hat, würde ich sowas privat(!) mal organisieren.

    Absolut überragende Idee! Danke dafür 👍

    Gibt es Gründe für einen Wechsel?


    Das wäre erstmal viel wichtiger. Bis jetzt liest es sich so, als würde er nur wechseln, weil der die Möglichkeit dazu hat und das wäre ein ziemlich dämlicher Pull-Faktor.

    Alleine die Ablehnung eines Probetrainings durch den JL und die Aussagen bzgl. einer Sperre wären für mich Grund genug.


    Just sayin'


    Ich würde das weniger nach Jahrgängen differenzieren, sondern eher davon abhängig machen, was meine persönliche Philosophie als Trainer ist.

    Ich persönlich bin in letzter Zeit dazu übergegangen, dass ich (auch technische Schwerpunkte) möglichst niemals ohne Gegnerdruck trainiere. Das heißt dann auch, dass selbst die Erwärmung (natürlich mit angepassten Bedingungen und mit entsprechend Anweisung an die Spieler, was die Intensität betrifft) in kleinen Spielformen statt findet. Ich gehe davon aus, dass ein Spieler im Leistungsbereich kein Problem damit hat, einen Ball ohne Gegnerdruck zu verarbeiten. Damit ich dann trotzdem eine ausreichende Varianz rein bekomme, muss ich halt versuchen den Druck, den der Spieler bekommt, nach und nach, zu maximieren.


    Dementsprechend würde ich auch mit kleineren arbeiten. Alles was ich am Ball mache, sollte so spielnah wie möglich statt finden, also eben unter Gegnerdruck.


    Deswegen bin ich auch kein wahnsinnig großer Fan dieser Methodik: Spielen-Üben-Spielen. Warum muss dieses "Üben" immer in meinen Trainingseinheiten drin sein? Ich kann doch meine methodische Reihe ausschließlich in spielnahen Formen durchführen.

    Die Trainer-C Lizenz ist schon als klassische Breitensport-Qualifikation gedacht. Es werden inhaltlich Grundlagen der Trainingsgestaltung und Steuerung gelegt.


    Ich denke, dass, bei deinem Anforderungsprofil, das sicherlich eine geeignete Weiterbildung ist. Die Anforderungen in puncto Eigenkönnen sind schon sehr moderat. Wenn du in deiner Freizeit hin und wieder Fußball spielst (und ehrlich gesagt, selbst wenn das nicht der Fall wäre), solltest du da in jedem Fall durchkommen.

    Wie wird das genau gehandhabt? Gibt es dann jahrgangsreine Ligen (U11, U12, U13 etc.) oder weiter C-, B-, A-Jugend?

    Bei letzterem nehme ich ja dem Jungjahrgang der dann zum Altjahrgang wird die Möglichkeit in der Liga zu spielen in die sie aufgestiegen sind. Und der Altjahrgang der aufgestiegen ist, muss dann in der höheren Altersklasse als Jungjahrgang gegen überwiegend ein Jahr ältere in einer höheren Liga antreten?

    In München gibt es mittlerweile von U12 bis zur U15 (auf Kreisebene) Jahrgangsligen. Hier wird in jahrgangsreinen Spielklassen gespielt. Das ist aufgrund der hohen Mannschaftsdichte in München leistungshomogen möglich, dürfte in anderen Regionen aber Probleme bereiten.

    Nein, diese Spiele gehen dann oft in den Seniorenbereich oder hören ganz auf mit dem Fußballspielen. Viele U19-Teams bestehen heute in Wirklichkeit überwiegend aus dem U18-Jahrgang. Klar gibt es da auch Ausnahmen, aber das scheint schon häufig so zu sein.

    Ich habe da halt einfach komplett andere Erfahrungen gemacht. Und das nicht nur bei höherklassigen Teams. Auch in der Kreisklasse spielen bei uns die meisten Mannschaften mit zur Hälfte U19/U18.


    Es gehen ja nicht ansatzweise alle Spieler studieren, im Gegenteil.

    Wenn man sich mal die entsprechender Beiträge auf der Facebook Seite, wird aber auch deutlich, dass eine Mehrheit der Vereine diese Idee nicht gutheißt.


    Im ersten Kreis, der dazu Workshops durchegführt hatte, wurde der Vorschlag (bis auf eine Veranstaltung bei der es etwa 50:50 war) mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

    Naja, ganz Unrecht hat er in dem Video nicht. Eine der wichtigsten Fragestellungen beim Entwerfen einer Technikübung ist der Bezug zum Spiel. Dabei geht es nicht nur darum, ob man einen Trick oder eine Technik auch im Spiel anwenden kann, sondern noch einiges mehr (z.B.: Spielnaher Raum). Ob allerdings Slalomdribbling unter i.g. Gesichtspunkten sonderlich spielnah ist wage ich zu bezweifeln.


    Man sollte sich bewusst machen, welches Trainingsziel die unterschiedlichen Varianten an Techniktraining haben. Ab einem gewissen Alter geht es weniger darum neue Techniken zu erlernen (ein U15 Spieler sollte mMn schon alles können, was er in einem Spiel anwenden wird), sondern primär darum, diese zu festigen. Jetzt spielt auch die "Spielnähe" eine größer werdende Rolle, insbesondere was die Anwendung im spielnahen Raum und die Positions- /Spielsystemspezifität anbelangt. Große Entwicklungssprünge werde ich nun eher in taktischen Bereichen (-> Entscheidungsfindung) sehen. Dementsprechend muss ich versuchen, die erlernten Bewegungsmuster in einen taktischen Rahmen zu bringen und muss die Anwendung von falschen Bewegungsmustern verhindern.


    Auch wenn Coerver jetzt hier als Beispiel für Koordinationstraining mit Ball verwendet wird, sollte man sich klarmachen, dass auch hinter den Bewegung bei dieser Coaching-Methode ein Konzept ist. Die Coerver-Trainer mit denen ich bis jetzt zu tun hatte, haben verdeutlichen können, dass hinter jeder Aktion ein konkreter Bezug zum Spiel steht. Der ist nicht immer zu 100% sauber und teilw. gibt es Bewegungen, die einfach nur dazu dienen, gewünschte Aktionen miteinander zu verknüpfen, aber im großen und ganzen ist schon ein gewisser Spielbezug vorhanden. Ob es jetzt aus fussballerischer Sicht sinnvoll ist, derart komplexe Abläufe einzuüben, wie sie im Video dargestellt werden sei mal dahingestellt. Immerhin sind wir Fußballer und keine Tänzer.


    Unabhängig davon: "Koordinationstraining mit Ball" hat insbesondere im Grundlagenbereich (und teilw. Aufbaubereich) seine Berechtigung. Immerhin geht es bei den Jüngeren weniger um das erlernen konkreter Handlungsoptionen, sondern um das Schaffen einer sportlichen und fußballerischen Basis.

    Die Angst im Zweikampf tritt nur im Spiel auf. Er hat keine schlaflosen Nächte und spielt im Training sowie täglich in seiner Freizeit mit voller Begeisterung Fußball. Es vergeht kein Tag ohne Fußball.

    Begrenztes Talent, vielleicht....., genau deswegen zögern wir auch noch mit der Fußballschule .

    Das wäre für mich gar nicht das Kriterium. Wenn der Junge das (von sich aus) gerne machen möchte, dann spricht das sicherlich dafür. Alles andere würde ich erst einmal aussen vor lassen. Auch die Frage, ob es dem Jungen hilft, sich in Zweikämpfen mutiger zu verhalten. Denn das ist in aller erster Linie vom verantwortlichen Trainer abhängig.

    Ich finde es immer wieder überraschend, dass oft die Ergebnisse in einer anderen Altersstufe als Kriterium für eine negative Entwicklung in einer älteren Jahrgangsstufe herangezogen werden. Kann es vllt sein, dass die Mannschaft jetzt weniger erfolgreich ist, weil die aktuelle Spielgruppe einfach stärker ist. Wenn der Trainer im Nachbarverein sagt, dass der junge leistungstechnisch nicht mithalten kann, dann spricht das ja doch dafür, dass die aktuelle Mannschaft, in der er spielt, nicht besonders stark ist.


    Sir Alex hat natürlich Recht. Ich würde mir als Trainer auch nicht von Eltern erklären lassen, wie ich mit meiner Mannschaft umzugehen habe.

    In dem Zusammenhang wäre es evtl interessant zu wissen, was denn eure taktischen und organisatorischen Vorschläge waren, bzw. wo ihr die Probleme bei der aktuellen Mannschaft seht. Dass das Tempo in einer leistungsstärkeren Mannschaft höher ist, ist natürlich naheliegend. Dass es aber auch gravierende Probleme geben kann, die mit dem Trainer zusammenhängen ist natürlich richtig. Das sind aber weniger Dinge, die sich auf konkrete Details beziehen ("Der schon wieder mit seiner Dreierkette, der hat doch keine Ahnung"), sondern eher solche die im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Trainings und dem Umgang mit den Spielern stehen.

    Ich finde die Situation irgendwie komisch. Zuerst einmal ist es natürlich die Entscheidung des Trainers, welche 9+Ersatzspieler er am Wochenende mitnimmt. Da spielt es auch keine große Rolle wie ein anderer Trainer den Leistungsstand des Jungen sieht. Dass man zu Beginn der Saison einen Spieler anders einschätzt als er sich im Verlauf der Spielzeit (in Trainings und Testspielen) präsentiert ist auch keine Seltenheit. Es ist auch legitim primär Leistungskriterien bei der Aufstellung heranzuziehen.


    Wenn der Trainer (in einem echten Gespräch, also nicht nur zwischen Tür und Angel) als einziges Argument angeführt hat, dass es "noch nicht reicht", dann ist das tatsächlich inhaltlich ziemlich dünn. Ich würde mir von einem Landesliga-Trainer schon erwarten, dass er seine Sichtweise auf die Leistungsfähigkeit des Spielers etwas differenzierter darlegen kann. Denn dann hätte der Junge auch die Möglichkeit individuell den Abstand zu verkürzen.


    Aber ehrlich gesagt finde ich die aktuelle Situation bei euch ziemlich dumm, denn es gibt ja eine offensichtliche Lösung. Der Junge trainiert in der D1 (da der Trainer ihn perspektivisch ja anscheinend haben will) und spielt in der D2 (in die er leistungsmäßig hin gehört). Das würde ich an deiner Stelle auch so vorschlagen, denn einen Spieler in eine Mannschaft zu stecken in der er restlos unterfordert ist, ist definitiv nicht im Sinne des Spielers.

    EnterTrainer  


    Wie genau stellst du dir das vor, das zu unterbinden? Mit einem Megaphon über 80m?


    Ohne jetzt all zu detailliert zu werden, glaube ich kaum, dass jemand "im Affekt" zum Rassisten wird. Es geht ja nicht um die Beleidigung an sich, sondern die genaue Art der Beleidigung.

    Ich weiß nicht, welches Wertesystem du hast, aber bei mir ist eine emotionale Reaktion auf eine solche Reaktion eher nachvollziehbar als die Aussage selber.



    Übrigens ist der Verband unserer Sichtweise weitesgehend gefolgt, was zu einer Sperre für den minimalen Zeitraum an Spielen geführt hat. Leider kann ohne einen Bericht des Schiedsrichters der gegnerische Spieler wohl nicht bestraft werden, der wohl mit einer deutlich längeren Sperre zu rechnen hätte

    Ich denke, dass ein Finale schon ein Grund sein könnte um sich Gedanken zu machen.

    Ist Nachwuchsförderung im deutschen Fußball sportlich und finanziell rentabel?

    Ich finde das Argument schwach. Das ist keine Kausalität, sondern nur Korelation. Ich könnte sagen, dass Salzburg im Finale stand, weil sie mit Marco Rose einen guten Trainer hatten.


    Ich habe ja oben schon geschrieben, dass Österreich auf internationaler Ebene Erfolge verzeichnen konnte. Aber das ist letzten Endes ein Fass ohne Boden, wenn man einfach gute und schlechte Ergebnisse einzelner Verbände anführt.

    Ergiebig wird diese Diskussion erst, wenn wir uns inhaltlich mit den Vpr- und Nachteilen beider Konzepte auseinandersetzen.


    Wann war Österreich das letzte Mal bei einer WM dabei? Vielleicht nicht unbedingt das ideale Vorbild. In Frankreich bspw. wird in einer U19 gespielt. Warum genau man jetzt mit Vergleichen zu anderen Sportarten oder Ländern arbeiten muss ist mir noch nicht ganz klar. An den Sachargumenten ändert das ja nicht wirklich was. (Es sei denn jemand kommt aus diesem Land und kann mit entsprechenden Erfahrungen aufwarten.)


    Die selbe Argumentation kann ich aber so auch bringen. Wenn viele Jugendliche in der U13 den Sprung zum Jugendlichen machen, dann spielen die, die noch nicht so weit sind ja trotzdem gegen Erwachsene in der U14. Wo genau die Spieler ihre großen Entwicklungsschübe machen, spielt insofern nur dann eine Rolle, wenn sie diese genau in den Sommerferien zwischen U8 und U9 bzw. zwischen U14 und U15 machen. Die Erfahrung, dass Spieler von der U12 zur U13 in die Pubertät kommen, dann zwei Jahre Pause machen, nur um dann zwischen U14 und U15 nochmal kräftig zu wachsen, kann ich dementsprechend nicht bestätigen.


    Die Unterschiede in der Entwicklung einzelner Spieler kann ich nicht dadurch bändigen, dass ich die Jahrgänge verschiebe. Dafür ist die individuelle Entwicklung zu unterschiedlich und nicht auf einzelnen Lebensjahre festlegbar. Die großen Unterschiede entstehen in dieser Altersklasse nicht durch unpassende Jahrgangseinteilung, sondern dadurch, dass Kinder in diesem Alter nunmal in der Pubertät sind.


    Die Aussage, A-Jugend Mannschaften würden mehrheitlich aus U18 Spielern bestehen ist faktisch unwahr. Aufgrund mangelnder Motivation mehr zu recherchieren, mal ein paar Zahlen aus meiner Umgebung (Oberbayern):


    FC Bayern U19: 12x2001 7x2002 4x2003

    FC Ingolstadt U19: 14x2001 14x2002

    FC Augsburg U19: 14x2001 16x2002


    In Anbetracht dessen, dass ale drei Teams keine u18 haben, halte ich diese Zahlen für nicht sonderlich überraschend. Auch bei uns in der Liga hat die Mehrheit der Mannschaft zumindest ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen 2001 und 2002.


    Insofern reden wir beim Hochziehen von Spielern in den Herrenbereich von Einzelfällen. Und auch wenn es für zwei bis drei Spieler pro Mannschaft sicher sinnvoll sein kann, oben zu spielen, so verbleiben doch 80% der Spieler bis zum Ende in der A-Jugend.


    Das "zusammen" spielen als solches war für mich eher ein Argument im Breitensport. Im Leistungsfußball finde ich es gewichtiger noch ein Jahr gegen Gleichaltrige zu spielen.

    Ich glaube kaum, dass es aus ausbildungssicht sinnvoll ist, statt in der U19, in der Herren Kreisklass /-liga gegen Holzhackerbuan zu spielen. Ich glaube kaum, dass eine zweite Mannschft realistisch eine Perspektive sein kann, um Spieler an den hochklassigen Herrenfußball heranzuführen. Viele Vereine melden mittlerweile ihre U21/U23 vom Spielbetrieb ab (Oberbayern-> Wacker Burghausen), da es sich weder finanziell noch aus ausbildungssicht lohnt. Ich finde das sehr schade, aber man muss da auch realistisch sein, welcher Spieler spielt denn für Lau in einer zweiten Mannschaft, wenn er wo anders Geld bekommen würde (Man könnte jetzt einwenden, dass das auch alte A-Jugendspieler machen können. Aber meiner Erfahrung nach ist da die Perspektive erste Mannschaft doch noch etwas näher dran).


    Man darf im Herrenbereich erst ab 18 spielen. Ein Forist meinte im alten Thread, dass das "leidige" Hochziehen dadurch wegfallen würde. Ich sehe das genau andersrum. Gerade das Hochziehen in die Herrenmannschaft kann ein sehr sinnvolles Steuerungsinstrument sein, um in der individuellen Talentförderung mit Spielern zu arbeiten. Das dann aber auf einen ganzen Jahrgang anzuwenden halte ich für wenig sinnvoll.

    Sir Alex  


    Ich gehe davon aus, dass du diesen Beitrag meinst.


    Grundsätzlich bin ich ein Freund von Jahrgangsmannschaften, daher wäre es für mich persönlich unerheblich ob eine U9 mehr mit der U10 oder mit der U8 gemein hat. Da es aber doch bei einigen Vereinen die Regel zu sein scheint, dass Jahrgänge gemischt werden, möchte ich kurz darauf eingehen: Die größte Lücke die wir momentan haben ist mMn zwischen U14 und U15, was das Wachstum und die Entwicklung angeht. Ich bezweifle allerdings, dass diese Problematik durch eine Verlagerung der Jahrgänge behoben werden kann. Immerhin sind die Unterschiede auch innerhalb einer einzelnen Altersstufe teilweise gewaltig. Bei uns in München spielen auch in der reinen(!) u14-JGL oftmals Erwachsene gegen Kinder. Das selbe Argument ist mMn auch für die vermischung anderer Altersgruppen gültig, nicht nur hier. Das Zusammmenlegen zweier JHG ist nunmal eher ein Notnagel.


    Für mich extrem problematisch ist das Wegfallen des U19 Jahres (Und das ist nunmal der signifikanteste Einschnitt). Ich weiß ja nicht, wie die 18-Jährigen, die ihr so kennt, aussehen, aber ich kenne genügend Spieler (auch in höheren Spielklassen), die von der Saison als alter A-Jgd Jahrgang auf jeden Fall noch profitieren. Wir reden ja immer vom RAE und ärgern uns darüber, dass körperlich akzelerierte Spieler im höherklassigen Fußball deutlich bessere Chancen haben sich durchzusetzen. Dass es signifikante Unterschiede auch zwischen jungen Erwachsenen in der körperlichen Entwicklung gibt, wird hier ganz gerne mal unterschlagen.

    Es besteht ja immmer die Möglichkeit Spieler aus der U19 im Herrenbereich einzusetzen, aber warum man wegen den Jungs, die bereits etwas weiter sind, den anderen die Möglichkeit nehmen soll sich noch ein weiteres Jahr zu entwickeln ist mir schleierhaft. Es kommt sicher oft vor, dass einzelne Spieler aufrücken, aber die Mehrheit der Spieler spielt noch in der A-Jgd.


    Das Argument, dass man dadurch dem A-Jugendsterben entgegentreten möchte ist ja wohl (sorry!) der größte Witz. Mal davon ab, das A-alt ja nicht plötzlich ein Jahr jünger wird, unterstützt man dadurch ja gerade eventuelle Drop-Out Ursachen (Jetzt natürlich eher im Breitensport). Der Übergang in den Herrenbereich ist für die meisten jungen Spieler nicht einfach. Auch die sozialen Kontakte, die man vielleicht in den Jugendmannschaften hatte brechen weg (immerhin wechseln viele Jungs beim Übergang in den herrenbereich den Verein).


    Die Umsetzung im Speziellen wäre wohl eine mittlere Katastrophe, ich denke da sind wir uns einig. Zusätzlich zu dem was du geschrieben hast ein Szenario. Eine Mannschaft steigt als U17 aus der Verbandsebene in die Bezirksebene ab, und muss jetzt also U16 spielen. Die Mannschaft selber betrifft das nicht, sie wird nächste Saison als A-alt U18 spielen. Der Jahrgang der aus der U16 aufrückt hat ein Problem. A-jung gab es in dem Verein zuvor nicht, immerhin hat die U17 ja als B-Jugend gespielt. Wie soll man das jetzt lösen? Eine Mannschaft die davor evtl. selber auf Verbandsebene gespielt hat, soll jetzt in die unterste Spielklasse?

    Constantin : der Bezirk Oberbayern bekommt viel Gutes hin - z.B. FUNino oder Mitnahme des Aufstieges im jeweiligen Jahrgang genauso wie Jahrgangsligen.

    Dann hoffe ich wirklich, dass du recht hast. Denn dann sollte diese Idee sehr schnell wieder begraben sein.


    Es gibt mMn nach sehr viele gute Gründe die gegen diese Idee sprechen, im Allgemeinen und spezifisch gegen die isolierte Umsetzung auf Kreis/Bezirksebene.


    Und ich weiß echt nicht, was denn dafür sprechen sollte. Oder kann mir das mal jemand sinnig erklären?

    Unabhängig davon halte ich das für eine Ente. Wie will denn der Verband Oberbayern sowas im Alleingabg durchbringen? Immerhin würden ja davon auch Spielklassen oberhalb des Bezirks betroffen sein.


    Oder steige ich dann mit der U18 auf und muss dann im nächsten Jahr U19 spielen?