Freude-Thread

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  • Meiner Erfahrung nach hat sich das in den letzten Jahren aber auch verändert. Zumindest in meinem Kreis und Umfeld gab es vor 8-10 Jahren noch hohe Siege/Niederlagen und ich war auch an beidem als Trainer beteiligt (natürlich habe ich mich um Fair-Play bemüht). Sowas habe ich aber in den letzten Jahren eher nicht mehr mitbekommen, das mag auch an den neuen Spielformen in der F-Jugend liegen und vielleicht auch an der Ausbildung der Trainer. Wenn ich überlege, was für Trainer mir da vor einigen Jahren noch gegenüberstanden und ihre Mannschaft zum 14:0 gebrüllt haben, während Spiele Heute 12:12 ausgehen, weil Trainer reduzieren oder reagieren, sehe ich auf jeden Fall eine positive Entwicklung im unteren Jugendfußball (wie gesagt in meinem Umfeld).


    Ein Dorn im Auge sind mir allerdings die Quali-Runden unseres Nachbarkreises, in dem wirklich von der C-Jugend eines Drittligisten bis zur 7er-Mannschaft eines Dorfvereins alles aufeinandertreffen kann, um sich dann ab Herbst für die entsprechende Liga zu qualifizieren: es gibt da zum Teil 2X:0-Siege. Muss auch in der C-Jugend nicht sein, denke ich. Wenn es Trainern nur noch darum geht, wer am höchsten gegen den Tabellenletzten gewinnt, sind sie falsch auf ihrer Position. Wenn ich sehe, dass eine Mannschaft nach 3 Spieltagen 1:44 Tore hat, brauche ich nicht mit der besten Elf hinfahren. Andererseits: da kann ein Kreis auch mal reagieren und vielleicht das Konzept des Spielbetriebs anpassen.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Ich gehöre auch zu denen, die dann entsprechend wechseln oder reduzieren, wenn es angemessen ist. Ich will ja demnächst wieder ein Freundschaftsspiel machen vielleicht. Leider machen das zu wenige Gegnertrainer. Was soll ein 1:15, wenn es nach 20 Minuten 0:8 steht? Das hat nur dazu geführt, dass meine Spieler mich ungläubig ansehen, wenn ich einen Spieler rausnehme. "Wir wollen die anderen auch mal vernichten!" kam da und ich musste erklären, dass sich "kein Spieler so fühlen sollte wie ihr damals". Sie waren trotzdem sauer.

  • Reduzieren finde ich immer unglücklich. Dann bekommen meine Kinder ja weniger Spielzeit. Wenn man seine Mannschaften im Kreis kennt, sollte man sich die Gegner entsprechend aussuchen. Dann passiert sowas auch nicht.

    Aber bei dem Thema reagiere ich momentan eh etwas empfindlich. Unser Kreis fragt vor der organisierten Spielrunden immer eine Selbsteinschätzung ab. Wir melden stark und spielen von 4 Spielen nur eins auf Augenhöhe. Alle anderen sind deutlich. Aber unsere Truppe ist auch homogen Stark, da kann ich auch nicht wechseln. Ziemlich dumm. Bringt unseren Kindern nichts und den Gegnern erst recht nicht.

  • Ich mag reduzieren auch nicht da ich den Jungs die ich mitnehme auch Spielzeit geben möchte. Ich löse das eher immer so, dass ich dem anderen Trainer anbiete 2 oder 3 mehr aufs Feld zu tun. Das ist manchmal gar nicht so einfach weil einem da schnell Arroganz vorgeworfen wird, aber die meisten verstehen das Angebot richtig und machen das dann. Lustig ist dann immer, dass spätestens nach 1 Minute die ersten meiner Jungs das bemerken und anfangen durchzuzählen bis ich es Ihnen dann erkläre:)

  • Reduzieren finde ich immer unglücklich. [...]
    Aber unsere Truppe ist auch homogen Stark, da kann ich auch nicht wechseln. Ziemlich dumm. Bringt unseren Kindern nichts und den Gegnern erst recht nicht.

    Deine Truppe ist so gut aufgestellt, dass jeder auf jeder Position spielen kann ohne dass ihr schwächer werdet? Respekt.


    Es gibt ja einen Haufen hübscher Provokationsregeln, die man durchführen kann, wenn es erstmal 6:0 steht.

    Torschüsse nur mit links, Torschuss nur nach Finte oder nach nur 1 Kontakt, den nächste Torschützen vorgeben und die anderen dürfen dann erstmal nicht... was immer zu euch passt... und wenn man das im Training einführt und mit Keywords versieht, dann muss ein Gegner davon kaum was mitbekommen.

  • Zum Freude-Thread:

    Mein Sohn hat letzte Woche vier Partien gespielt und hatte richtig Lust. Freundschaftsspiel, Liga-Spiel, ausgeholfen bei einer unteren Mannschaft und ausgeholfen bei einer älteren unteren Mannschaft. Natürlich alles an verschiedenen Tagen.

    Von den vier Spielen wurde nur das Freundschaftsspiel gewonnen! ;)


    Als Papa: Er hatte nach vier Spielen noch richtig Lust aufs kicken, obwohl sie nicht erfolgreich waren.

    Als Trainer: Unsere Jungs haben als Aushilfen die anderen Mannschaften "beruhigt" und den Mannschaften wirklich geholfen. Das hat mich für die Mannschaften und für mich als Trainer gefreut.



    Zum Thema ungleiche Spiele:

    In unserem Landkreis werden Pokalspiele in den Jugendmannschaften ausgeführt, wo die E1/D1/C1 Teams die unteren Teams (teilweise 2-3 Ligen tiefer) regelmäßig abfertigen. Ich sehe da keinen Sinn drin.

    Aus meiner Sicht null (!!!) Lerneffekt für die starken Teams und Frustration für die schwachen Teams.


    Bei einem der Spiele meines Sohns hat der Gegner tatsächlich einen Spieler runter genommen. Danach war das Spiel für 20 Minuten ausgeglichen, was ich für unser Team sehr positiv fand.

    Das Argument der Einsatzzeiten kann ich verstehen, es ist bei absoluter Überlegenheit aber auch lächerlich. Da ist doch kein Trainingseffekt, wenn die Gegner wie Fahnenstangen umspielt werden.

    Das einzige Argument was zählen könnte, ist die Motivation der eigenen Jungs auf Kosten der Verlierer. Weil für die gewinnenden Kinder/Jugendlichen ist es natürlich toll, wenn sie richtig hoch gewinnen.

    Die Einsatzzeiten kann man früh steuern, man sieht ja schon nach fünf Minuten wie es läuft. Da kann ich alle bringen, möglichst auf ungewohnten Positionen.



    Aber es gibt noch zwei andere Möglichkeiten, um es nicht so demütigend zu machen:

    Man kann ein Spiel auch früher abpfeifen, haben wir auch schon mal gemacht. Ja, auch dann geht Spielzeit verloren, aber die Spielzeit hat für alle Beteiligten quasi keinen Trainingseffekt. Die Kinder merken es auch nicht, höchstens anwesende Eltern.

    Man kann nach dem Spiel vielleicht auch noch ein schnelles Penalty-Schießen oder Elfmeter-Schießen vereinbaren, just for fun. Dann schießen auch ein paar Spieler der schwächeren Mannschaft noch Tore und gehen mit einem besseren Gefühl nach Hause.

  • Am einfachsten und fairsten, ohne das Kinder in f,e,d, etwas groß merken, ist nicht nach einem 6-0 nach 5 minuten zu reagieren,

    sondern vllt. einfach von Anfang an (meist kennt man doch die gegner oder kann die einordnen) die Mannschaft so aufzustellen, auch in der Positionsrotation, das es erst gar nicht so deutlich wird. Das kann man m.e. als Trainer schaffen. So gibts auch für die eigene Mannschaft einen Lerneffekt. Kann dann trotzdem vllt. 8-1 oder ähnlich ausgehen, wobei ich das je nach Klasse und Alter gar nicht so extrem sehe. Ich habe auch Spiele in der E Jugend erlebt, bei denen es zur Pause 5-1 stand und das 6-7 ausging.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Deine Truppe ist so gut aufgestellt, dass jeder auf jeder Position spielen kann ohne dass ihr schwächer werdet? Respekt.


    Es gibt ja einen Haufen hübscher Provokationsregeln, die man durchführen kann, wenn es erstmal 6:0 steht.

    Torschüsse nur mit links, Torschuss nur nach Finte oder nach nur 1 Kontakt, den nächste Torschützen vorgeben und die anderen dürfen dann erstmal nicht... was immer zu euch passt... und wenn man das im Training einführt und mit Keywords versieht, dann muss ein Gegner davon kaum was mitbekommen

    Wir spielen F-Jugend und ohne Position. Wir wollen die Kinder nicht in Ihrer Bewegung einschränken. Die Kinder verteilen sich bei uns völlig selbstständig angemessen im Raum.

    Auch gegen den einen stärkeren Gegner haben sich schnell zwei Absicherungen (ich würde es mal IV nennen) gefunden. Das war gerade gegen den stärkeren Gegner gut anzusehen, wie steil die Lernkurve doch ist. Wir hatten relativ schnell 3 Tore kassiert, weil die Kinder es nicht gewohnt waren, auch ernsthaft zu verteidigen. Nachdem wir dann den Wechselspielern mit auf den Weg gegeben haben, dass es heute nicht nur um Tore schießen, sondern auch Tore verhindern geht. Wurde es besser. Die Kinder haben auf Grund des Hinweises dann selbst die o.g. Absicherung besetzt.

    Wir haben es mal mit Positionen (3 Verteidiger - 3 Angreifer) probiert. Aber nach zwei Minuten löst sich das ganze sowieso auf und man bekommt es von außen nicht eingefangen. Deswegen haben wir uns erstmal dagegen entschieden.

    Anfangen werden wir das Thema Positionen wieder in Vorbereitung auf die E. Dann wahrscheinlich ein 2-3-1.


    Provokationsregeln sind auch schwierig. Weil ich finde, dass es die freie Entscheidung einschränkt. Wenn ich Tore nur mit links vorgebe, der Ball kommt aber tatsächlich Ideal für den Rechten....Bei der B-Lizenz hat man uns erklärt, wenn ich ein Verhalten provozieren will, zählen die Tore doppelt oder dreifach. Tore nicht zu zählen wäre nicht spielnah.


    Die Idee, dem Gegner mehr Spieler aufs Feld schicken zu lassen, finde ich eigentlich ganz gut. So erhöht sich für unsere Kinder der Gegner- und Zeitdruck. Die andere Mannschaft kann vielleicht mehr am Spiel teilnehmen und für unsere Kinder wird es anspruchsvoller.

  • Irgendwie passend zum Thema: Unsere D-Mädels im Verein haben ihr erstes Spiel absolviert. Ging zwar knapp mit 15:1 verloren, aber die Mädels haben gespürt, dass der ganze Verein stolz drauf ist als kleiner Dorfverein eine weibliche U13 zu haben.

    Hab das Spiel nicht gesehen, aber ich glaube da hätten Provokationsregeln auch nicht geholfen. Es gibt Situationen da ist es für den Gegner demütigender kein Tor zu schiessen als eins zu schiessen. Die Mädels werden aber auf jeden Fall ihren Weg machen und müssen jetzt halt ein bisschen durch das Tal der Tränen. Jede Reise fängt mit einem ersten Schritt an.

  • Die Mädels werden aber auf jeden Fall ihren Weg machen und müssen jetzt halt ein bisschen durch das Tal der Tränen.

    Das sehe ich nicht so.

    Hatte jetzt 2 Spiele mit der C-Jugend und beide Male hat der gegnerische Trainer reagiert und seine Überlegenheit durch Positionswechsel abgeschwächt. Das kenne ich aus F- und E-Jugend so nicht bzw. ist mir dort nicht so begegnet.

    Das Verhalten der Trainer sind (gute und lobenswerte) Kompensationshandlungen.


    Für die G - E-Jugend könnte aus meiner Sicht das Wettbewerbssystem das Problem der hohen Niederlagen beseitigen. Festivals oder auch Turniere sind da dem Spielrundenbetrieb überlegen. Das fängt schon bei der Spielzeit an. In 7 oder 10 min. fallen nicht so viele Tore, wie in 2x 20 oder 25 min. Und selbst wenn ich 2x gegen die gleiche Mannschaft spiele und 2x 6:0 verliere, habe ich nicht 12:0 verloren - und wahrscheinlich zwischendurch ein Spiel gewonnen, sonst würde ich auf die Mannschaft nicht nochmal treffen (im Champions League Modus).


    Ein Beispiel in Bezug auf die Mädchen: bei uns spielten am Wochenende die E-Mädchen beim F-Jugend und die F-Mädchen beim G-Jugend-Festival mit. In einer E- oder F-Runde müssten sie "durch das Tal der Tränen", so hatten sie viel Spaß und meistens ein lachendes Gesicht. (Die D-Mädchen könnten ja bei den E-Festivals mitspielen)


    Auch in der D-Jugend könnte man aus meiner Sicht am Wettbewerbssystem feilen (z.B. Twin-Games). In Bayern wurde es auch durch die Meldeliga und die Herbst-/Frühjahresrunde besser.


    Für die C-Jugend habe ich noch keine Idee (hat die vielleicht jemand von euch?). Wir haben zwar die Meldeliga, die führt zu 3 Klassen (Kreisliga, Kreisklasse, Gruppe). Wir haben für Gruppe gemeldet. Ich bin z.B. skeptisch ob mehrere Abstufungen die Spielrunde ausgeglichener gestalten würden. Meine Überlegung wäre, ein Jahr später auf das Großfeld und die großen Tore zu wechseln und erst im 2. Jahr C-Jugend Großfeld zu spielen - passen evtl. die Größenverhältnisse wieder besser.


    Was ist ein hohes Ergebnis? Wenn man ein 7:0 (Bayern-Bochum) oder 8:1 (so haben wir am Wochenende verloren) nimmt, so lässt sich das auch auf höchster Ebene nicht verhindern - obwohl ich glaube, dass Bochum im Rückspiel nicht so hoch verliert (und wir haben zum Glück kein Rückspiel).


    Zum einen bin ich mal gespannt, ob mir das in der C-Jugend noch öfters passiert, dass die gegnerischen Trainer Rücksicht nehmen (übrigens auch zu ihrem Vorteil in der Ausbildung - z.B. sie testen Spieler auf anderen Positionen und die sammeln dort Erfahrung) und zum anderen beobachte ich mal meine Vermutung. In der C-Jugend im Breitensport habe ich wahrscheinlich Trainer, die sich nicht mehr beweisen müssen. Die Vatertrainer sind dann wahrscheinlich mehr ausgebildete Trainer und die anderen haben nicht mehr so den Druck von den Eltern, dass ihr Kind ein "Messi" werden muss (es schauen immer weniger Eltern zu und mischen sich ein - wird in der Schule mit zunehmendem Alter ja auch besser).

  • Für die C-Jugend habe ich noch keine Idee (hat die vielleicht jemand von euch?). Wir haben zwar die Meldeliga, die führt zu 3 Klassen (Kreisliga, Kreisklasse, Gruppe). Wir haben für Gruppe gemeldet. Ich bin z.B. skeptisch ob mehrere Abstufungen die Spielrunde ausgeglichener gestalten würden. Meine Überlegung wäre, ein Jahr später auf das Großfeld und die großen Tore zu wechseln und erst im 2. Jahr C-Jugend Großfeld zu spielen - passen evtl. die Größenverhältnisse wieder besser.

    Ich könnte mir auch eine Übergangslösung zwischen Kompakt- und Großfeld vorstellen:
    Kompaktfeld mit großen Toren. Geht natürlich nur, wenn der Verein große bewegliche Tore hat, und davon ist oft nur eines fürs TW-Training vorhanden.
    Der ein oder andere U13 Torwart stellt aufgrund von Größe und Qualität im Kleinfeldtor manchmal schon ein unüberwindbares Hindernis dar, das würde sich in der C-Jugend beim beibehalten der Tore noch verstärken. Mit größeren Toren bei nach wie vor verkleinertem Spielfeld ergeben sich verengte Räume und wieder mehr Chancen für Abschlussaktionen. Meine Beobachtung in der C-Jugend war meist, dass nicht die Tore das Problem darstellen, sondern eher, das große Spielfeld, dass die Jungs naturgemäß noch nicht vernünftig abdecken können. Es ergibt sich dann oft wieder das Bild, dass man aus der F-Jugend schon kannte, der große, kräftige Spieler der im ungünstigsten Fall auch noch schnell ist entscheidet mit Einzelaktionen die Spiele. Die Fußballerische Qualität, die man bis zur U13 aufgebaut hat geht wieder verloren...
    Gegen Deinen Ansatz im zweiten C-Jugendjahr aufs Großfeld zu wechseln spricht die Tatsache, dass genau ab diesem Alter kaum noch Jahrgangsmannschaften existieren (NLZ und Leistungsvereine ausgenommen)
    Denkbar wäre auch: Kompaktfeld mit großen Toren über die gesamte Breite und dafür mit 9 oder sogar 10 Feldspielern.
    Durch das Wegfallen der beiden 16er verdichtet sich das Geschehen, es gibt mehr 1gg1 mehr Abschlüsse und die Gefahr, dass ein schneller Konterstürmer jedes Mal à la "Forrest Gump" von der Mittellinie in Richtung gegnerisches Tor läuft wird auch reduziert.

  • Man hat ja leider hier auch schon wieder die Ausreden lesen können. Ich mag nicht reduzieren wegen Spielzeit... Mein Team ist zu ausgeglichen... Heute räche ich mich an dem Trainer, weil er so hoch gegen uns gewonnen hat... usw..


    Als Trainer hat man sehr grossen Einfluss auf die Spieler. Und ich denke man kann seinem Team sehr gut erklären, warum man nicht so hoch gewinnen sollte auch wenn man könnte. Ich glaube kein Trainer oder Spieler hat Lust 20:0 zu verlieren. Das Problem daran ist, dass die Spieler meistens nicht entscheiden, sondern nur der Trainer.


    Mein bester Spieler, der ohne Probleme 8 Gegner ausdribbelt und sein Tor macht versteht das mittlerweile auch. Spätestens nach 3 Toren nehme ich in raus, er spielt in der Verteidigung oder muss ins Tor. Es bringt ihm, seinem Team und dem Gegner nichts. Und wenn man mehr Spielzeit braucht kann man ohne Probleme Testspiele abmachen. Ich mache 2-3 Mal pro Halbjahr einen Test auf Grossfeld mit meiner D. Da kommt jeder auf genügend Spielzeit.


    Die Ideen von "let1612" sind gut, bräuchte es aber nicht bei ein bisschen mehr Rücksicht. Dann würden auch viel mehr Geschichten im Freude-Thread stehen. Aber solange es Trainer gibt, die meinen schon in der E-Jugend schon 2-stellig gewinnen zu müssen ändert sich nicht viel.

    In der Schweiz gibt es zum Glück die Möglichkeit, dass man sein Team für eine Stärkeklasse melden kann. Da hat es aber auch wieder solche Oberschlauen, die mit einer starken Mannschaft lieber eine Liga tiefer spielen damit man jedes Wochenende haushoch gewinnt.

  • Die Mädels werden aber auf jeden Fall ihren Weg machen und müssen jetzt halt ein bisschen durch das Tal der Tränen.

    Das sehe ich nicht so.

    Wie willst du es verhindern? Wir spielen mit den Mädels gegen Vereine deren Damenmannschaften 3. und 4. Liga spielen. Das sind 6 Mannschaften in der Liga und die weiteste Anreise sind 90 MInuten AUtofahrt. Das ist eine andere Welt. UNd wie gesagt den Mädels scheint es Spaß gemacht zu haben. Wir können das Niveau der Liga nicht senken.

  • Soweit ok - das mit den Ausreden kann ich so nicht stehenlassen.


    Mir tut es jedes Mal unheimlich weh, wenn ich einem meiner Spieler Spielzeit nehmen muss. Ich nehme nur Spieler runter, wenn der Gegner verletzungsbedingt in Unterzahl spielen muss.


    Aber du machst dir vorher vielleicht Gedanken, wie du deine Spielzeiten fair verteilen willst - und dann wird das total durchkreuzt. Ich hätte nichts dagegen, wenn der Gegner einen Spieler mehr nimmt, wenn wir total überlegen sind. Aber das ist immer schwierig, das nicht arrogant rüberzubringen.

  • Mit den Ausreden ist mir auch sauer aufgestoßen, wollte dazu aber erst nichts schreiben. Ich denke der Großteil der hier ist, will seine Kinder entwickeln, dazu gehören keine zweistelligen Siege.

    So wie die Spiele bei uns laufen, fehlt mir echt die Phantasie was ich machen kann, dass es nicht so schlimm wird für den Gegner. Verstehe da aber auch den Kreis nicht. Der fragt vorher ab (stark mittel schwach) Wir haben stark gemeldet. Spielen aber als Altjahrgang gegen komplett Jungjahrgang der (nach eigener Aussage) schwach gemeldet hat….?


    Dann soll ich meine Spieler einschränken und das heilen was der Kreis verbockt hat?

  • Mein bester Spieler, der ohne Probleme 8 Gegner ausdribbelt und sein Tor macht versteht das mittlerweile auch. Spätestens nach 3 Toren nehme ich in raus, er spielt in der Verteidigung oder muss ins Tor. Es bringt ihm, seinem Team und dem Gegner nichts. Und wenn man mehr Spielzeit braucht kann man ohne Probleme Testspiele abmachen. Ich mache 2-3 Mal pro Halbjahr einen Test auf Grossfeld mit meiner D. Da kommt jeder auf genügend Spielzeit.

    A) Kommt das regelmäßig vor und ist der Spieler allgemein unterfordert, auch im Training?


    B) Wenn ja, wäre es nicht besser einen solchen Spieler in einer älteren Jahrgangsstufe zu fördern, zumindest teilweise?



    Wenn ich zu einem schwächeren Gegner - passiert trotz Meldeliga - fahre, dann versuche ich mich selbst zu schwächen, indem ich einige bessere Spieler in die zweite Mannschaft der U16 schicke und stärkere Jungs aus der U12 in meine gemischte U13/U14 aufnehme. Die U16B hat so auch motivierte sowie ambitionierte Spieler zur Verfügung und wird verstärkt. Gleichzeitig haben die U12-Spieler ein besonderes Erlebnis in der U14 spielen zu dürfen.


    Glücklicherweise haben wir innerhalb des Vereins Strukturen, die mir ein solches Vorgehen ermöglichen.

  • Gegen Deinen Ansatz im zweiten C-Jugendjahr aufs Großfeld zu wechseln spricht die Tatsache, dass genau ab diesem Alter kaum noch Jahrgangsmannschaften existieren

    Eine Anpassung der Jahrgangsstruktur könnte da helfen. Anstatt U19, U17, U15, U13, U11 und U9 macht man U18, U16, U14 usw.

    Somit könnte

    U18 und U16 Großfeld 11 gegen 11

    U14 vergrößertes Kleinfeld 9 gegen 9

    U12 Kleinfeld 7 gegen 7

    U10 verkleinertes Kleinfeld 5 gegen 5

    U8 Funino-Feld 3 gegen 3 und

    U6 verkleinertes Funino-Feld 2 gegen 2

    spielen.

  • nero ne spielstarke F-Jugend kann man durchaus sinnvoll einbremsen.

    Bei uns war am erfolgreichsten, dass keiner ein zweites Tor schießen durfte, bis alle eins getroffen hatten. Das zwingt auch die nach vorne, die sich nach hinten orientieren und hat das Zusammenspiel gefördert. "Paul, komm nach vorne!" Und wer zwei mal "ausversehen" ein Tor gemacht hatte, durfte danach ins Tor 8o

    Außerdem konnte man die Kinder gut anstacheln, nur noch den schwachen Fuß zu benutzen und sie waren immer sehr stolz, wenn der mit links drin war.



    Eine Anpassung der Jahrgangsstruktur könnte da helfen. Anstatt U19, U17, U15, U13, U11 und U9 macht man U18, U16, U14 usw.

    Das hilft aber aktuell niemandem weil wir die Regeln nun mal nicht aufstellen. Die Realitäten sind sogar noch schlimmer als man hier annehmen darf. Am gesamten Niederrhein gab es bei den Bambinis nur fünf Vereine die Funino machen wollten. 5!

  • Wie willst du es verhindern?


    Ein Beispiel in Bezug auf die Mädchen: bei uns spielten am Wochenende die E-Mädchen beim F-Jugend und die F-Mädchen beim G-Jugend-Festival mit. In einer E- oder F-Runde müssten sie "durch das Tal der Tränen", so hatten sie viel Spaß und meistens ein lachendes Gesicht. (Die D-Mädchen könnten ja bei den E-Festivals mitspielen)


    UNd wie gesagt den Mädels scheint es Spaß gemacht zu haben.

    Und sollten die Mädchen nicht gegen jüngere Jungs spielen wollen, dann passt es für euch.


    Bei uns waren die Mädchen froh und glücklich gegen die Jungs zu spielen.

  • A) Kommt das regelmäßig vor und ist der Spieler allgemein unterfordert, auch im Training?

    Der Spieler hat sich innerhalb von einem Jahr von einem guten zu einem extrem starken Spieler entwickelt. Ziel war es, das er im Sommer in eine U13 wechselt. Leider haben das die U-Trainer anders gesehen und schauen auch nicht auf Entwicklungsmöglichkeiten. Er Spielt auch erst seit 2,5 Jahren aktiv im Verein und hat sich in dieser Zeit ernorm gesteigert. Aber Taktisch sind andere, die schon 6 Jahre spielen noch vorraus.

    Ich habe mir auch überlegt ihn zu einem grösseren Verein in der Nähe zu schicken. Aber aus diversen Gründen (Spieler werden wahllos zwischen Teams getauscht, keine Entwicklung von Spielern, Vetterliwirtschaft, Brülltrainer). Spielt er noch minimum bis Winter bei mir im Verein.


    Jetzt kommt das nicht oft vor, wir spielen eine Liga höher. Die Ergebnisse sind in der Regel knapp. Höchster Sieg 12:5 und 7:1, höchste Niederlage 1:9 und 0:8. Und wenn, dann kompensiere ich das relativ schnell. Spätestens nach 4 Toren Unterschied stelle ich um. Dann spielt der Spieler Verteidiger oder Torwart und sitzt mal ein Drittel draus. Er hat mittlerweile verstanden das dann die Förderung der Mitspieler in solchen Spieler wichtiger ist als seine Eigene.

    B) Wenn ja, wäre es nicht besser einen solchen Spieler in einer älteren Jahrgangsstufe zu fördern, zumindest teilweise?

    Wir spielen jetzt in der gleichen Liga wie die grossen Vereine. Da muss er sich beweisen. Er kommt jetzt nicht mehr so durch und kann meistens nur durch Fouls gestoppt werden.

    Er hilft auch ab und zu in der C-Jugend aus. Leider sind die Spiele am gleichen Tag. Das wäre bei anderen Vereinen auch nicht der Fall gewesen. Schlussendlich habe ich die beste Förderung bei mir gesehen.