Beiträge von nero

    Da haben wir ja echt Glück bei uns im Verein. Wir haben zwei Jugendleiter, drei die sich um den Spielbetrieb kümmern, einer der sich um Turniere kümmert, 1 sportlichen Leiter und 4 Jahrgangskoordinatoren.

    Danke für den Input.
    Ich nehme also mit, wenn man sich an die vielen, guten Ratschläge hier und von den Lehrgängen hält, sollte die Lust aufs kicken bei den Kindern von ganz alleine kommen. Wir reden hier aber vielleicht auch von einem Zeitraum halbes bis Jahr.
    Also muss ich mir nach den paar Monaten seit Sommer keine Sorgen machen, wenn einige Kinder noch sehr abwartend sind.

    Taktikmannschaft bedeutet bei mir: Eine Mannschaft die mit „Taktik“ spielt (in diesem Falle negativ besetzt), hinten zwei drin stehen die auf dem Ball warten und den Ball dann mach vorne klappen wo ein Schußstarker wartet der dann die Tore schießt.
    Team besteht aus 2014er und 2015er. Vereinzelt seit diesem Frühjahr dabei und für die G1 als zu „schlecht“ befunden, der Großteil hat aber erst im Sommer angefangen.
    Dafür haben sie sich auch echt wacker geschlagen. Aber mir ist halt aufgefallen, dass sie sehr abwartend spielen. Das würde ich gerne abtrainieren.

    Wir haben jetzt die ersten beiden Spiele hinter uns. Beide relativ deutlich verloren. Das erste mal, weil die andere Mannschaft deutlich reifer war, heute weil wir gegen eine Taktikmannschaft Bambini-Fußball gespielt haben. Im Grunde haben wir den tolleren Fußball gezeigt, aber ein langer Ball und unser Torwart war leider ein geringeres Hindernis als eine Stange. Da kommen einen schon Zweifel wie lange man das so durchziehen kann ohne das die Kinder sich das zu Herzen nehmen oder die Eltern ungeduldig werden.
    zwei Fragen ergeben sich mir aber aus den Erfahrungen der ersten beiden Spiele:

    1. wie macht ihr eure Kinder vor einem Spiel „warm“? Welche Übungen bieten sich da an?

    2. mir fällt auf, dass viele meiner Kinder im Spiel passiv sind. Und den Ehrgeiz auf den Ball noch nicht so entwickelt haben. Wie kann ich das im Training üben?

    Trainieren seit Sommer eine G-Jugend mit 2014er und 2015er. Es ist ein echt tolles Abenteuer mit so jungen Fußballern und manchmal ist man sich nicht sicher ob man aus Sicht der Kinder alles richtig macht.
    Aber gestern nach dem Training kam ein Papa zu mir und sagte: „du machst das so toll und läßt dir immer neue Sachen einfallen. Mein Sohn hat immer so viel Spaß und freut sich immer riesig auf das Training.

    Falls das wirklich alles so stimmt. Solltest du den JL schnellstmöglich auf die Missstände hinweisen. Und zwar gerade weil dir das wohl der Kinder so am Herzen liegt. Wenn du den „Trainer“ weiter mit trägst machst du dich ja mitverantwortlich. Da geht es ja nicht mehr nur um nicht kindgerechtes Training. Hier ist jemand für Kinder verantwortlich, der offensichtlich nicht dafür geeignet ist. Da sollte man sich als Verein oder auch als Papa/Trainer ganz klar von abgrenzen.

    Im Grundlagen kann man das ruhig in die allgemeinen Koordinationsaufgaben mit einfließen lassen. Wie andere schon geschrieben haben. Ball teicheln lassen und dann wieder in die Hand spielen. Wenn das sitzt pö a pö steigern.
    Nachher im Aufbau und Erwachsenen Bereich kann man es immer mal wieder als aktive Erholung und Konzentrationsübung nach Belastungsspitzen einsetzen. Also wenn der Puls so richtig schön hoch ist, jonglieren lassen. Damit wird es auch durchaus wieder Spielnah. Ich simuliere die Konzentration auf das Ballgefühl bei starker körperlicher Beanspruchung.

    Eine gute Idee.

    Bin auch seit dieser Saison bei der G-Jugend als Trainer aktiv.

    Zwei Dinge sind mir in den wenigen Wochen schon aufgefallen:


    1. es ist für mich extrem schwierig das Training so zu gestalten, dass sowohl 4 als auch 6 jährige gefordert, aber nicht überfordert werden. Die Unterschiede doch zum Teil riesig. Das Problem haben wir jetzt so gelöst, dass alle 2014er, die schon länger dabei sind und alle 2013er eine Trainingsgruppe 1 bilden und alle Neuen bilden Trainingsgruppe 2.


    2. bei den Neuen sind wir auch schon bei den nächsten Schwierigkeiten. Kommen neue zum Training muss man sowohl die Eltern als auch die Spieler im Grunde bei 0 abholen. Sie kennen den Verein nicht, sie Wissen nicht was Kinderfußball bedeutet und das Bürokratische muss aufgrund des Versicherungsschutzes relativ schnell geklärt werden.


    Das sind Zeit und Aufmerksamkeitsfresser, die ich im Vorfeld nicht so auf dem Schirm hatte.

    Da bin ich froh, dass sich schnell eine Mama und ein Papa gefunden haben, die mich beim Training unterstützen. Die werde ich jetzt Schritt für Schritt versuchen einzuarbeiten, damit sie selbständiger werden.

    Wie ich mich ohne die Kenntnisse aus meinem Lehrgang Teamleiter Kinder schlagen würde, möchte ich mir gar nicht ausmalen. Ich glaube ich wäre völlig überfordert.


    Die Erfahrungen der ersten Wochen zeigen aber auch, dass wenn man sich an die vermittelten Inhalte hält, haben die Kinder einen Riesen Spaß am Training und die 60 Minuten Training entschädigen extremst für den ganzen „Stress“ drumherum.

    Erster Schritt ist schon mal, das Spiel nicht nur zu schauen, sondern beim Spiel mitdenken. Welche Verhaltensweise erwarte ich von meinen Spielern in der Aktion, welche führen sie tatsächlich aus? Es kann auch helfen nicht immer nur in Richtung Ball zu schauen, sondern bewusst andere Bereiche des Spielfeldes zu analysieren. ZB zu schauen wie steht meine 4er Kette, wie die gegnerischen Angreifer, wenn die gegnerischen IV den Spielaufbau machen. Wie sieht die ballferne Seite aus, wenn ich selber über die andere Seite angreife?

    Im Grunde muss man vom Rand aus gedanklich mitspielen.

    Vieles richtige würde schon gesagt. Es gab mal auf der DFB-Seite eine Übersicht zu jeder Jugend, welche Eigenschaften in der Alterklasse vorwiegen und darauf aufbauend wie das Training aussehen sollte.

    Diese PDFs finde ich nicht mehr. Sind die rausgenommen? Weis jemand was ich meine?

    Super viel Arbeit die du uns hier zur Verfügung stellst. Danke dafür. Wir erarbeiten für unsere Jugend auch gerade ein Konzept und stellen uns darüber hinaus breiter auf. Das Konzept wird bei uns mehrere Bestandteile haben. Wir fangen im Moment mit den Leitlinien an. Leitlinien des Vereins ( wo wollen wir hin), der Trainer, des Trainings, der Spieler, der Eltern. Diese Leitlinien werden dann nach und nach durch zusätzliche Dokumente konkretisiert. Die Leitlinien als solche werden wir mit den aktuellen Trainern zusammen erarbeiten (wir wissen natürlich wie diese am Ende aussehen sollen).

    Anschließend hoffen wir, dass sich Arbeitsgruppen für die Unterthemen bilden, die das ganze mit Leben füllen und konkretisieren.

    Alles in allem wird es ein längerer Weg. Aber ich hoffe wir gehen ihn.

    Bin da voll bei Constantin. In den Jahrgängen in denen ausprobieren abgesagt ist, würde ich äußerst selten Ballkontakte in Spielformen vorgeben. Höchstens zum gegensteuern mal. Wenn ich also feststelle, dass meine Mannschaft versucht viel direkt zu spielen, vielleicht weil sie Angst hat den Ball zu verlieren, dann kann ich ihr mal vorgeben, wir dürfen nicht mehr direkt spielen. In den Jahrgängen in denen ich Anfange zu üben. Kann ich bei Trainingseinheiten mit Schwerpunkt Ball an- und Mitnahme durchaus mal vorgeben, dass sie mindestens zwei Kontakte haben müssen. Wenn man das so macht, muss man den Schwerpunkt aber auch aufgreifen und muss Hilfestellungen geben, für einen guten ersten Kontakt. Insgesamt sollte ein Spieler beides beherrschen, einen guten Direktpass, sowie einen guten ersten Kontakt.

    Persönlich glaube ich, dass es nur wenige Situationen im Spiel gibt, in denen ich trotz eines guten ersten Kontaktes das Spiel (zu) langsam mache.

    Das werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen.

    Das Konzept soll in wesentlichen die drei Bereiche Vereinsleben, soziale Entwicklung und sportliche Entwicklung abdecken. Bis zur E-Jugend sind wir ein klassischer Breitensportverein, der auf jeden Fall jeden nimmt. Hier gilt auf jeden Fall Ausbildung vor Ergebnis. Sobald es möglich ist, das Jugendmannschaften überkreislich spielen, soll mittelfristig diese Liga das Ziel sein. Ob das auf Kosten: "wir geben jedem Kind eine Heimat" geschehen soll, müssen wir noch diskutieren. Ebenfalls ist uns noch nicht ganz klar, wie Detailgenau das Konzept ausgearbeitet sein sollte, ob man zum Beispiel Details zum Training (sportliche Entwicklung) in einem gesonderten Dokument beschreibt, welches der sportliche Leiter der Jugend unkomplizierter anpassen kann.

    Hallo,


    wir als Jugendabteilung wollen uns ein Jugendkonzept geben. So dass offiziell festgelegt ist, nach welchen Leitlinien und Prinzipien wir in den einzelnen Jahrgängen bzw als Gesamtjugend ausbilden und handeln. Wir haben hierzu schon viele Ideen gesammelt, würden aber gerne strukturiert die Sache angehen. Gibt es hierfür Bücher die sich mit dem Thema beschäftigen oder gibt es öffentlich zugängliche Konzepte von anderen Vereinen? Wir möchten möglichst viele Informationen sammeln, damit wir an alle Themen die man aufgreifen sollte auch denkt und die Ansätze auch praktikabel sind.

    Oh, Achtung, je nach Bundesland ist der Bildungsurlaub auf berufliche und politische Bildung beschränkt worden. Da musst du dich genau erkundigen. In NRW gibts das nicht mehr für Trainer, bzw. nur wenn sie im sportlichen Umfeld beschäftigt sind, es also einen Bezug zum Job gibt..

    Laut FVN bekommt man für den Teamleiter Kinder aber noch Sonderurlaub?