Beiträge von stefan1977

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

    in Niedersachsen laut NFV anscheinend kontaktloser Sport:


    FAQ NFV:

    Neu Kontaktloser Sport ist ab dem 08.03. wieder erlaubt. Für wen gilt das?

    Ab dem 08.03.2021 dürfen Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren unter

    freiem Himmel in nicht wechselnden Gruppen von bis zu 20 Kindern/Jugendlichen

    zuzüglich bis zu zwei Betreuer kontaktlos und unter Wahrung eines Abstands von

    mindestens 2 Metern trainieren.




    Eine Verordnung gibt es in Niedersachsen aber noch nicht.

    Erst einmal die Bundesländer abwarten. Die machen dann ja eh was sie wollen.



    Mit den Selbsttests gehe ich Mal ganz eindeutig davon aus, dass man sich dann schon beim Gesundheitsamt melden muss, einen richtigen Test macht und in Quarantäne muss.


    Und wahrscheinlich geht der Inzidenzwert auch erst hoch.

    Aber dann kann man viel schneller Infektionen lokalisieren und man sollte dann viel schneller sehr niedrige Werte erreichen.



    Wenn aber wir Deutschen dann aus Angst nichts sagen oder lieber gar keinen Test machen, dann geht es natürlich wieder voll nach hinten los. So wie die Datenschutz-Corona-App.

    Man muss es als Chance sehen, auch wenn man als Individuum vielleicht Mal derjenige ist, der in Quarantäne muss.

    Ich kann den Unmut mit der Grenze von 14 Jahren durchaus verstehen, wenn man genau in diesen Bereich fällt.

    Allerdings muss es irgendwo eine Grenze geben, und da macht ein Geburtsjahr meistens mehr Sinn als Altersgruppen im Sport. Die 14 Jahre sind ja nicht für den Fußball erfunden worden, sondern kommen daher, dass diese Kinder auch Treffen nicht mitgezählt werden.



    Insgesamt finde ich die Regelung sehr positiv.



    Ich bin mal gespannt, wie schnell es dann jetzt geht.

    Erst die Konferenz, dann die Bundesländer. Muss dann der Verband auch noch zustimmen? Und am Ende Gemeinde/Verein, die die Plätze wieder freigeben. Kann ganz schnell gehen, kann aber auch noch dauern.



    Ich würde auf jeden Fall schnell wieder Training anbieten wollen.

    Ich würde es den Eltern aber freistellen, ob sie ihre Kinder wieder zum Training schicken wollen. Eventuell haben nicht alle ein gutes Gefühl dabei.

    War ja absehbar, dass es grundsätzlich mit dem Lockdown weiter geht. Sport im freien für Kinder begrüße ich aus Sicht der Kinder. Ob es zum jetzigen Zeitpunkt bzw. unter den genannten Vorraussetzungen vernünftig ist, müssen andere entscheiden bzw. wird die Zeit zeigen.


    Auch das der Einzelhandel mit Terminbuchung öffnen darf, finde ich eine gute Lösung und wird vorallendingen den kleinen Läden/Fachgeschäften sicherlich helfen.


    Grundsätzlich finde ich aber, wenn man jetzt tatsächlich verstärkt individuell auf die Inzidienzwerte schaut, um über Öffnungen zu entscheiden, sollte man das Testverfahren vereinheitlichen. Ansonsten bleibt für einzelne Landkreise und Kommunen zuviel Spielraum die Werte zu steuern.

    Anscheinend ist die Gefahr einer Übertragung im Freien aber sehr gering:

    SR.de: Geringe Ansteckungsgefahr beim Fußball im Freien


    Ich wäre ja für eine baldige Wiederaufnahme des Trainings, vielleicht vorerst auch ohne Umkleidekabinen usw.

    Aktuell haben wir im Verein eine Lauf-Challenge, es soll insgesamt einmal um die Welt gelaufen werden.


    Für meine E-Mannschaft habe ich es noch umgestaltet. Innerhalb des Teams führe ich eine Rangliste, die zusätzlich motivieren soll.

    Gleichzeitig poste ich bei den Gesamtkilometern, bis zu welchem Fußball-Stadion wir als Mannschaft inzwischen gelaufen sind.


    Diese Challenge vom Verein finden die Jungs aktuell noch sehr gut und machen auch größtenteils mit.

    Bei Fußball-Challenges hatte ich aktuell fast gar keine Resonanz mehr.


    Vorteil:

    - Die Jungs machen was, wobei meine Jungs nicht unsportlich sind.

    - Ich bekomme aktuell wieder mehr Rückmeldungen. Dann streue ich immer mal wieder Fußball-Videos (Youtube) ein, in der Hoffnung, dass sie etwas dabei machen.

    - Das Wir-Gefühl kann durch unsere eigenen Lauf-Ziele hoffentlich etwas erhalten werden.


    Nachteil:

    - Laufen ist nicht wirklich Fußballspezifisch.





    Zum Corona-Thema:

    Aktuell wird Sport hoffentlich wieder zum Thema. Corona-Lockdown: Millionen Kinder ohne Vereinssport | tagesschau.de

    Jetzt bin ich selbst wohl nicht auf dem Laufenden gewesen.

    Niedersachsen diskutiert aktuell über den Stufenplan. Vielleicht kommt da noch etwas neues.

    Coach1976 : auch Bayern (BLSV) hat bereits einen Stufenplan ausgearbeitet - siehe fussballn.de oder blsv.de

    Meine Aussage weiter oben bezog sich eher auf meine Vermutung, dass wir in Bayern etwas länger warten werden als in anderen Bundesländern bis generell an Lockerungen für den Sport zu denken ist. (Stichwort: Grenzlage, Mutationen, generelle Einstellung der politisch Verantwortlichen)
    Wenn ich mir das "Inzidenzzahlenhopping" der letzten 14 Tage in meinem Landkreis anschaue (fast die dreißig unterschritten, dann wieder hoch auf knapp fünfzig ...) dann bin ich nach wie vor frühestens im Zeitraum nach den Osterferien bis wieder Mannschaften auf dem Platz stehen werden, lasse mich aber gerne auch positiv überraschen.
    Der Stufenplan vom BLSV gefällt mir zumindest ganz gut, und die Erfahrung, wie konsequent das Hygienekonzept im letzten Jahr bei uns im Verein von Trainern, Eltern und Kindern mitgetragen wurde stimmt mich zuversichtlich, dass wir es auch in diesem Jahr wieder hinbekommen würden.

    Ich wäre, nach wie vor, auch für einen Stufenplan.

    Und wenn der Stufenplan vorsieht, dass ich erst wieder trainieren darf, wenn die Inzidenz z.B. zwei Wochen unter 35 ist, dann hätte ich da Verständnis für.

    Hauptsache man hat wieder einen Orientierungspunkt.


    Ich habe persönlich (bin natürlich kein Experte) auch die Meinung, dass das auch bei Mutationen helfen sollte.

    Sobald der Landkreis wieder über 35 kommt gelten sofort schärfere Regeln. Natürlich würden, durch die Verzögerung bei Ansteckungen, die Zahlen dann auch erst weiter steigen (können), aber es würde ja direkt wieder reagiert. Wenn der Wert z.B. über 50 oder sogar über 100 steigt, könnten ja noch stärkere Verschärfungen eintreten.

    Und dieser Landkreis dürfte dann erst wieder trainieren, wenn der Wert wieder 2 Wochen unter 35 ist.

    Und natürlich darf keine Mannschaft dieses Landkreises in andere trainieren oder spielen.


    Ein Spielbetrieb ist natürlich dann weiterhin sehr schwierig und bei knappen Zahlen sogar unmöglich.


    Und einen Fahrplan in etwa in dieser Art würde ich erwarten. Zumal, trotz schleppender Impfungen, inzwischen mehr Risiko-Fälle geimpft sein sollten.


    Mein Wert von 35 und eine 2-Wochen-Frist sind nur ein Beispiel, um meinen Wunsch zu verdeutlichen. Was hier realistisch ist, müssen andere entscheiden.

    Und mein Landkreis ist noch deutlich über 35.



    Bei meinem Team versuche ich immer noch kleine Challenges und Weiterleitung von Videos die Jungs bei Laune zu halten.

    Bei den Wettbewerben macht aber nur 1/3 mit, also habe ich keine große Hoffnung, dass da aktuell viel passiert.

    Ich glaube trotzdem, dass auch diese Trainer nicht so mit ihren Spielern sprechen.

    Und auch ein Nagelsmann und Tuchel wird seine Spieler nicht komplett festnageln. Wenn ich z.B. Neymar und Mpappe in ein taktisches Korsett presse beschränke ich deren spielerische Genialität.

    Ich meine das Ancelotti mal sagte, dass er einigen Spielern fast gar keine Vorgaben macht, weil die viel besser wissen, was auf dem Platz zu tun ist. Wobei auch das sicherlich nicht die Wahrheit ist, sondern er wird auch diesen Spielern direkt oder indirekt eine Spielidee vermittelt haben.



    Und auch ein Trainer der auf einer Pressekonferenz so spricht, sagt seinem Linksverteidiger wohl eher "wenn" "dann" Sätze.

    "Wenn der Ball hier beim Gegenspieler ist, dann ziehst du rüber in den ungedeckten Raum" oder ähnliches.


    Solche Sätze machen beim Trainerschein Sinn, da dann alle verstehen was gemeint ist. Aber selbst beim Profi-Spieler brauche ich solche Sätze nicht (also ich schon mal gar nicht bei einer E-Mannschaft).


    Selbst Klopp hat bei Mainz damals anscheinend viele Stangen auf einem Fußballfeld verteilt und dann einige Tage mit allen Spielern trainiert, wer wann wohin verschieben muss. Das war die Taktik-Schulung, keine Taktik-Tafel, sondern live auf dem Feld.

    Und da fiel bestimmt nie ein Satz wie asymmetrischer Linksverteidiger.

    Ich habe aktuell eine Liste mit den voraussichtlichen Spielern der nächsten Saison von 2 Jahrgängen gesehen, durfte mal drüber gucken und meine Meinung sagen.

    Aufgehört/aus dem Verein ausgetreten haben/sind wohl nur 2 Kinder von ca. 40 Kindern.

    Und diese zwei sind auch noch absolute Nerv-Kinder, also absolut kein Verlust.


    Richtig spannend wird es natürlich erst, wenn das Training wieder losgeht.

    Dann erst können die Kids vergleichen, ob Fußball für sie wirklich noch so wichtig/interessant ist.



    Zum Thema Smartphone usw.:

    Ich denke ein absolutes Verbot kann nicht der richtige Weg sein.

    Wir haben aber alle Geräte begrenzt, Smartphone z.B. 1 Stunde, XBox 1 Stunde. Gefährlich finde ich nämlich, wenn die Kinder ihr Gerät nicht mehr weglegen.

    Facebook/Insta/Snapchat/Youtube/TikTok/Spiele usw. sind nämlich alle so ausgelegt, dass man möglichst lange auf der Seite bleibt.


    Und der Lerneffekt, wenn ein Kind 3 Stunden täglich bei Snapchat ist, ist sicherlich sehr begrenzt.

    Allerdings halte ich gar keine Nutzung auch für schwierig, dann fehlen auch Grundkenntnisse.


    Hier sehe ich auch den positiven Effekt beim Homeschooling. Hier lernen die Kinder sehr gut mit dem Notebook und sinnvollen Microsoft-Tools umzugehen.

    Ansonsten überwiegen aber natürlich die negativen Seiten, vor allem die fehlenden Sozialkontakte der Kinder.

    Den Vorschlag vom LSB kann ich auch überhaupt nicht nachvollziehen.


    Grundsätzlich geht das politische Spiel immer wie folgt:

    - Die Interessenvertretung begründet eine möglichst schnelle Öffnung. Wenn diese aktuell unrealistisch ist, wird ein Weg aufgezeigt, wie es auf kurze Sicht gehen könnte.

    - Die Politik muss dann entscheiden, was möglich ist und wird hier (bei Corona) regelmäßig härtere Maßnahmen anordnen.


    Der LSB sagt aber irgendwie, dass die aber gar keine Lust auf Sport haben.




    Mein Vorschlag ist immer noch, dass es, wie im Stufenplan von Niedersachsen, fest an Fallzahlen gemacht wird. Wo die Fallzahlen liegen, sollen die Experten entscheiden.

    Zum Beispiel:

    - Unter 100 Training draußen ohne Kontakt

    - Unter 50 Training draußen mit Kontakt oder Halle ohne Kontakt

    - Unter 35 Wettkämpfe draußen und Halle mit Kontakt usw.

    Und wenn mein Landkreis dann z.B. über 35 kommt, darf ich keine Spiele mehr machen. Auch keine Freundschaftsspiele in Nachbarkreisen.

    Kommt mein Landkreis über 50, ist das Training sofort wieder ohne Kontakt.

    Wie schon oben geschrieben: wo die sinnvollen Grenzen liegen könnten, müssen die Experten entscheiden.



    HansMcMans

    Dass das mit dem Lockdown so sehr umstritten ist finde ich irgendwie nirgends. Wo soll so etwas stehen.


    Gerade asiatische Länder gehen natürlich anders mit der Krankheit um, was mit unseren Freiheitsrechten nicht immer vereinbar wäre.

    - Da werden einfach alle Handydaten ausgewertet. Wir nutzen hingegen nur eine 100x auf Datenschutz geprüfte Spar-App. (Hier hätte ich tatsächlich einen anonymisierten Daten-Abgleich durch Google+Apple gewünscht, die werten uns doch so oder so aus)

    - Bist du mit einem infizierten am gleichen Ort gewesen, kommst du in Quarantäne. Egal ob du der Person näher gekommen bist oder nicht.

    - Da werden notfalls komplette Städte abgeriegelt, wenn mehrere Fälle vorkommen.

    - Einreisende kommen erst einmal 2 Wochen in Quarantäne. Egal ob Ausländer, Urlaub, Geschäftsreise.


    In den gleichen Staaten:

    - Wenn du gegen die Regierung bist, kommst du auch gerne mal mehrere Jahre in Gitter-Quarantäne

    - Und wenn du eine ungeliebte Minderheit bist, kommst du in ein Umerziehungslager.

    Danke, dass hört sich interessant an!

    Euer Verband hat ja wirklich einiges veröffentlich, den Kanal werde ich mal durchforsten!

    Nach dem (Achtung noch Entwurf) Stufenplan Niedersachsens wäre für Kids bis 14 Jahre Training draußen schon bei Inzidenz unter 100 möglich.

    Unter 50 sogar in der Halle und für Ältere draußen.


    Mal schauen, wie sich das entwickelt

    Danke für die Info, sehr interessant. Findet man u.a. hier

    Niedersachsens Umgang mit Corona in sechs Stufen | NDR.de - Nachrichten - Niedersachsen



    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die diesen Stufenplan in der Form kurzfristig umsetzten.

    Wahrscheinlich eher als Aussicht ab März oder so.


    Würde mich aber total freuen, wenn ich mit meinen Jungs wieder auf den Platz könnte!

    (aktuell wären die Plätze aber wahrscheinlich eh gesperrt bei dem Wetter)


    BTW: bei allem Enthusiasmus den Kids zu vermitteln, das Sie -was tun- sollen. Ich bin gespannt, wieviele Trainer nach dieser Zeit am Seitenrand stehen, die die Zeit sinnvoll genutzt haben um sich weiterzubilden!


    Du hast völlig recht. Ich persönlich muss aber zugeben, dass ich aktuell völlig faul bin, da mir die direkte Motivation fehlt.

    ich bin aber der totale Breitensport-Trainer mit einer Breitensport-Mannschaft ohne richtige Talente. Ich plane mein Training nicht Monate im voraus, sondern meistens erst am selben Nachmittag.

    Dabei versuche ich schon eine gewisse Struktur zu haben, also ähnliche Schwerpunkte. Und ich halte meine Trainingsinhalte auch alle schriftlich fest.

    Aber der große rote Faden für die ganze Saison fehlt definitiv!



    Exkurs:

    Erschwerend kommt hinzu, dass ich vom Typ her der Mensch bin, der nicht gut planen kann. Ich kann zum Beispiel auch nicht mit Aufgaben-Listen arbeiten, funktioniert bei mir einfach nicht. Bin eher der "Volltischler" im Büro.

    Habe inzwischen auch gelernt (Führungskräfte-Seminar), dass ca. 50 % aller Menschen entweder super mit Listen arbeiten oder es überhaupt nicht können. Und das ist völlig wertungsfrei, weder Listen-Führer noch die anderen 50 % sind besser oder schlechter.

    Wobei meistens jede Partei die Anderen etwas seltsam findet ;)^^



    Und aktuell tu ich mich extrem schwer damit mich mit dem Training zu beschäftigen, wenn alles so unklar ist.

    Und, so ehrlich muss ich sein, kann ich mich aktuell für das Thema nicht motivieren, wenn ich die Jungs erst wieder in 1-2-3-4 Monate sehe. Und dann ist schon wieder Sommerpause, und dann geht es in die nächste D-Jugend hoch...



    Was mir aber auch ganz ehrlich fehlt:

    - Eine vernünftige Auswahl von Online-Seminaren vom DFB oder von den Verbänden.

    - Gerade jetzt wäre die Zeit, die Trainer mit Webinaren und Videos zu erschlagen.

    - Es lässt sich auch sicherlich ohne neue Aufnahmen aus alten Videos noch vieles zusammenstellen.

    (Hier finde ich Advanced Football wieder super mit ihrem Angebot, allerdings will ich als Breitsportler nicht noch mehr Geld investieren)

    Danke für den Hinweis! Im Artikel findet sich viel "sollte, könnte, wäre gut", aber wenig konkrete, verbindliche Vorgaben seitens des DFB.


    Grüße

    Oliver


    Ich bin E-Jugend-Trainer und für mich war Kopfballtraining noch überhaupt kein großes Thema.



    Sicherlich habe ich schon mal kleine kurze Übungen gemacht, die Jungen haben da teilweise Bock zu.


    Aber Kopfballtraining widerspricht ja eigentlich im Kinderbereich immer dem spielnahen Training, bzw. mir fällt keine spielnahe Übung dazu ein. Deshalb war es noch nie ein großes Thema bei mir.

    (Genau wie Einwürfe, die bei meiner Mannschaft gruselig sind, aber es wird trotzdem nicht trainiert)

    Niedersachsen hat nun ein Öffnungsmodell gezeigt, leider finde ich kein komplettes und die Medien berichten nur Stückweise.

    So richtig soll Sport vollumfänglich erst wieder ab einer Inzidenz von unter 10 erlaubt werden. Also defacto gar nicht (zumindest in diesem Jahr), das bedeutet maximal 1,4 neue Infektionen pro Tag auf 100.000 Menschen. Reine Utopie. Das werden wir selbst in den nächsten Jahren maximal im Sommer erreichen. Vielleicht kehrt man davon ab wenn ein Medikament vorhanden ist, da dieses aber bisher kaum finanziell gefördert wird (zumindest nicht in Deutschland), ist es eher unrealistisch das dies noch 2021 geschehen wird.

    .....


    Bei diesen ganzen Modellen muss aber beachtet werden, in wie weit die Impffortschritte berücksichtigt werden.

    Spätestens wenn die Risikogruppen geimpft sind, muss darüber "diskutiert" werden, in wie weit Beschränkungen gelockert werden.

    (nicht falsch verstehen, bin gegen Querdenker, AFD und Verschwörungsanhänger!)


    Aber eine echte Diskussion muss dann wieder möglich sein.

    Und dann müssen auch harte (moralische) Themen angesprochen werden, ab wann die Übersterblichkeit nicht so hoch ist um Ausgangsbeschränkungen zu rechtfertigen.

    Man verbietet ja auch nicht den Straßenverkehr (Unfalltote) und in Grippejahren gab es auch keine Ausgangssperren.


    Noch mal zur Klarstellung!

    Ich bin kein Corona-Gegner (na ja, gegen Corona bin ich natürlich schon!).

    Ich finde die Corona-Maßnahmen im Großen und Ganzen auch richtig.

    Aber: Wenn die Risiko-Gruppen oder größere Bevölkerungsteile geimpft sind muss "Ergebnisoffen" diskutiert werden.



    Und dann kann es nachher schneller zu Öffnungen kommen als es jetzt absehbar ist, vielleicht sogar bei leicht erhöhten Werten.

    Allerdings kann eine solche Diskussion auch dazu fürhren, z.B. bei Mutationen usw., dass es keine Lockerungen gibt.


    Man sollte es, in Bezug auf Fußball, nur nicht zu negativ sehen sondern abwarten.

    Ich persönlich bin tatsächlich immer noch sehr zufrieden mit unserer Politik. Wir Bürger sind ja auch nicht so einfach, wenn unsere Rechte beschränkt werden. Und Frau Merkel hat hier schon frühzeitig gewarnt, aber kein Gehör gefunden.


    Und zur Realität gehört es auch, dass man sich schnell an die höheren Werte gewöhnt. Hier werden im Kopf Anker gesetzt.

    Ich war im September oder Oktober entsetzt über 2.000 neue Fälle Deutschlandweit. Ich war entsetzt, als mein Landkreis einen Wert über 50 hatte.

    Inzwischen hört sich 10.000-15.000 schon wieder wenig an und man ist froh, dass der Wert bei uns unter 100 gesunken ist.



    Aber zum Thema Fußball. Ist meine Meinung, muss nicht alles richtig sein:

    - Bevor die Schulen nicht wieder öffnen, sollte Fußball einfach nicht erlaubt werden. Ganz einfach als Priorität. Bei den meisten Jugendlichen geht faktisch ein komplettes Schuljahr verloren. Da muss ein Jahr Fußball hinten anstehen.

    - Gleichzeitig erwarte ich aber auch endlich mal ein Öffnungsmodell, so wie z.B. von Schleswig-Holstein. Damit man auch etwas Orientierung hat.

    - Und die erste Öffnung sollte dann Training sein. Erst mit Abstand, dann irgendwann normales Training.

    - Dann als Schritt zwei Freundschaftsspiele.

    - Und zum Schluss dann wieder normaler Sport.


    Ich als E-Jugendtrainer fände es aber schon jetzt gut, wenn die aktuelle Saison einfach beendet wird.

    Und ich erreiche mit Hometraining meine Jungs leider auch nicht mehr. Traurig, aber Realität.


    Bei vielen hier höre ich aber immer noch den Ehrgeiz heraus. Darum sollte es aber aktuell überhaupt nicht gehen.

    Es sollte aktuell auch dem letzten egal sein, ob man bei Wiedereröffnung seine Spiele gewinnt oder verliert.

    Ich persönlich finde allerdings auch, dass man es von Breitensport-Trainern nicht generell erwarten muss, dass er jetzt plötzlich Online-Training macht.


    Ich haben Anfang November damit angefangen, allerdings nur per gefilmter Videos über WhatsApp und Challenges

    erste Woche viele Rückmeldungen

    zweite Woche auch noch gut

    dritte Woche nur eine Rückmeldung

    vierte Woche läuft jetzt, warte ich noch mal ab.

    fünfte Woche wird es auch noch geben, vielleicht versuche ich es dann auch mit einem Live-Training.


    Aber wenn es sich nicht bessert werde ich mich auch in die Winterpause verabschieden.

    Ich habe zu den vorherigen Threads die Meinung, dass hier zwei Punkte (siegen wollen und viel trainieren) durcheinander geworfen werden.


    1. "Nicht nur gewinnen wollen"

    - Der Punkt zielt aus meiner Sicht vor allem auf die Trainer im Kinderfußball, nicht auf die Kinder. Meine Spieler sollen gewinnen wollen. Und sie sollen sich auch freuen über einen Sieg und auch eine Niederlage sch*** finden.

    - ich als Trainer spiele hingegen nicht nur auf Sieg, sondern fordere z.B. ein flaches Herausspielen aus der Abwehr statt lange Bälle und es gibt gleiche Spielanteile für alle Jungs statt nur die starken Jungs spielen zu lassen. Also mir ist der Sieg nicht so wichtig. Bei einer Niederlage muss ich die Jungs wieder aufbauen. Die sollen eine Niederlage natürlich schnell vergessen, aber sie dürfen sich kurz ärgern.

    - Bei Älteren Spielern sollte es aber ruhig ums Gewinnen gehen. Man macht doch Wettkämpfe, um Gewinnen zu wollen. Nach dem Spiel sollte man natürlich nicht in Depressionen verfallen, aber eine Niederlage darf einen schon ärgern. Und ein Sieg darf einen freuen. Das gilt nicht nur für den Profi-Bereich, sondern für alle Ligen.

    - Und um richtig gut zu werden, erfordert es aus meiner Sicht sogar einen unbedingten Siegeswillen.


    2."Moukoko macht viel mehr als andere"

    Ja, er trainiert freiwillig viel mehr als andere Jungs.

    Jedem Trainer sollte klar sein, dass er keinen Profi "erschaffen" kann, wenn dieser sich nicht neben dem Training noch viel mit dem Ball beschäftigt.

    Ich sehe bei meinem Training häufig die "besseren" Kicker der höheren Jahrgänge, die einfach so auf dem Platz spielen und schon vor dem Training da sind.

    Moukoko ist auch ein Spieler, der immer noch extra Einheiten gemacht hat. Auch ein Ronaldo ist dafür bekannt, dass er nach dem Training noch einige Freistöße geschossen hat.



    Oder andere Sportart und nur schwer vergleichbar:

    Eine Bekannte von uns ist seitdem sie ein kleines Kind ist eine begeisterte Reiterin. Und sie hatte gute Möglichkeiten, der Vater ist Reiter und es waren immer Pferde vorhanden, die sie reiten konnte.

    Als Vergleich gibt es dann ReiterInnen im Verein, die kein eigenes Pferd haben und nur 1-2 pro Woche für eine Stunde auf dem Pferd sitzen.

    Unsere Bekannte hingegen saß jede freie Minuten auf einem Pferd, sobald die Pflichtaufgaben erfüllt waren.

    Und sie hat es im Sport jetzt weit gebracht, während viele Mädels im Reitverein mit 16-18 Jahren mit dem Sport aufhören.



    Oder ich habe mal von einem Golfspieler gelesen (leider fehlt mir Name und finde keinen Internet-Verweis), der auf die Frage nach seinem "Talent" ungefähr so etwas geantwortet hatte:

    Wenn sie es Talent nennen, wenn man seit dem 3. Lebensjahr täglich mehrere Stunden auf dem Golfplatz steht...



    Zurück zum Fußball:

    Natürlich gibt es auch hier Talent, dass sind sicherlich die körperlichen/athletischen Voraussetzungen. Und wahrscheinlich noch einige weitere Eigenschaften.

    Aber wenn die Jungs sich nicht neben dem Training noch Stundenlang mit Fußball oder anderen Sportarten beschäftigen, werden andere Jungs diese "Talente" überholen.