Beiträge von stefan1977

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    "Arg negativ" würde ich so nicht sagen, dass sind halt meine Erfahrungen.


    Des Weiteren unterscheide ich mittlerweile immer zwischen Großfeldbereich und Kleinfeldbereich.

    Beides lässt sich nur schwer vergleichen. Was im Kleinfeld möglich ist und gut ist, muss nicht zwingend im Großfeldbereich funktionieren.


    Ganz nebenbei. Lese ich das richtig? Ihr habt 5 F-Jugendmannschaften und 5 E-Jugendmannschaften. Bei uns gibt es max. 3 Mannschaften pro Jugend und das sind auch nicht viele Mannschaften die das haben.

    Ja, wir haben im Kinderbereich regelmäßig 4-5 Mannschaften, sind ein großer Breitensport-Verein.



    Sonstiges zum Thema:

    Aktuell haben wir die Überlegung einer Trainings-App, die vom Verein dann kostenpflichtig erworben werden müsste.

    Hierüber würden Übungen je nach Altersgruppe vorgegeben, und diese sollten möglichst auch befolgt werden.

    Ich denke, dass solche technischen Lösungen Vereine einen Schritt nach vorne bringen können, wenn es um einheitliche Trainingsvorgaben geht.

    Natürlich hat so etwas auch Schwächen.

    Wenn die Trainingseinheiten aber relativ einfach und gleichzeitig sinnvoll sind, sollte ein Breitensportverein davon insgesamt profitieren.


    Na ja, dass ist aber schon arg negativ.


    Ich bin auf beiden Positionen unterwegs gewesen, Trainer und Koordinator für einzelne Jugendbereiche (z.B. Mini, F, E-Jugend, jeweils 4-5 Teams).



    Als Koordinator:

    - Ziel 1 ist ganz klar "überhaupt" Trainer zu finden.

    - Ziel 2 kann es aber sein, dass die Jugendleiter/Koordinatoren usw. schon im Training "helfen".


    Im Training helfen meine ich jetzt keine hochtrabenden Konzepte, sondern einfache Tipps für ein besseres Training.

    Ich habe ganz klar die Meinung, dass man Trainingsinhalte nicht fest vorgeben sollte/kann. Beispiel ich selbst als Trainer habe schon immer viel Funino gespielt, weiß aber, dass ich damit fast alleine unterwegs war. Ich habe es für richtig gehalten, andere Trainer aber für Quatsch.

    ABER: Es gibt auch einfache Tipps, z.B. alle Spieler möglichst immer einen Ball am Fuß. Keine Kondition powern in den jüngeren Jahrgängen, spielnah trainieren (mit Beispielen), und so weiter. Es sollte also mehr um grundsätzlich Tipps und Tricks gehen.

    Ich trainiere aktuell in der Halle, mache aber nur Training und keine Freundschaftsspiele.

    Ein Hallenturnier habe ich noch abgesagt, ist mir doch etwas zu heikel.


    Dort laufen dann 100 Kinder rum. Natürlich sind alle geimpft, genesen oder unter 18. Aber den Mundschutz hat man bei der Sportausübung schon mal nicht auf, so dass in der Halle eine Ansteckung durchaus möglich ist.

    Ist die Gefahr groß? Ich kann es nicht beurteilen, vermute aber eher nicht. Da auch Sporthallen recht groß sind und dann auch verhältnismäßig wenig Personen drinnen sind. Nicht vergleichbar mit Diskos mit vielen Feiernden.


    Aber gleichzeitig finde ich es auch richtig, in der aktuellen Situation solche Veranstaltungen zu vermeiden. Man kann nicht immer nur verlangen, dass "die Anderen" sich einschränken.

    Wenn man in der Presse nämlich liest, dann sind je nach Aussage der Interessengruppen Diskos/Geschäfte/Arbeitsplätze/Busse/Schulen/draußen/Stadien usw. kein Infektionstreiber.


    Aber soll auch kein Vorwurf sein. Es ist eine schwierige Entscheidung, die jeder Trainer für sich treffen sollte.


    Ich habe meinen Eltern auch per WhatsApp mitgeteilt, dass es kein Problem ist, wenn diese ihre Kinder vom Training wegen der hohen Inzidenzen abmelden.

    Tatsächlich wurde aber kein einziges Kind abgemeldet, sogar zum Turnier wären alle Jungs mitgekommen.

    Interessant, wie unterschiedlich das schon wieder gehandhabt wird: in NRW ist die Grenze zu 2G die Vollendung des 15. Lebensjahres (also ab dem 16 Geburstag).


    Gab es nicht vor einem Jahr extra eine einheitliche Bundesnotbremse und Verordnung? Jetzt ist wieder alles unterschiedlich und ich kann mir schon wieder aussuchen, ob ich von NRW rüber nach Niedersachsen oder Hessen fahre, je nachdem wo mir die Regeln besser passen.


    ich muss jetzt leider politisch werden....

    Ich bin entsetzt über unseren Staat! Absolut keine strategische Planung, wir werden mit jeder Welle aufs neue überrumpelt. Bei den Volkswirtschaftlichen Kosten des nächsten Lockdowns hätte man aus meiner Sicht viel mehr Geld für die Bekämpfung für Corona investieren müssen.

    Das ist so, als wenn Straßendienste erst Salz bestellen, wenn die Straßen schon 1-2 Wochen zugefroren waren, um dann im Frühling die sauberen Straßen zu salzen. Und im nächsten Jahr wundern sie sich wieder, dass es friert.

    Im ersten Jahr habe ich die Politik noch verteidigt, da war alles neu und ungewiss. Da ist jede Entscheidung extrem schwierig. Aber jetzt, nach fast 2 Jahren?!?


    Und unser Föderalismus ist schon lange eine Katastrophe. Aber mit Corona kommt er extrem an seine Grenzen, und auch nach fast 2 Jahren will jeder Provinz-Fürst die anderen Minister übertrumpfen.

    (wobei ich tatsächlich die Regelungen in meinem Bundesland ganz gut nachvollziehbar finde)

    Leider hängen an den Bundesländern zu viele gutbezahlte Posten als Politiker oder Staatssekretäre usw., als dass man hier jemals etwas ändern könnte.

    Ich glaube ja tatsächlich nicht, dass die Bürger so sehr an ihren Bundesländern hängen, wie es die Politiker glauben. ;)


    Ich träume schon seit langem von vier Bundesländern. Nord, Süd, Ost und West. Hauptstädte Hamburg, Berlin, München und im Westen sollen sie sich darum streiten.

    Die eigentlichen Bundesländer können ja repräsentativ noch bestehen bleiben, aber bitte keine größeren Entscheidungen mehr treffen.


    Weniger Kosten, weniger Wahlen (=weniger Stillstand!!!), einheitlichere Regelungen, weniger Konkurrenzdenken.


    Sorry, völlig Off-Topic, musste aber irgendwie raus!

    Löscht es gerne wenn es stört....

    In Niedersachsen kommt es morgen wieder zu Verschärfungen, ab morgen müsste Warnstufe 2 gelten.


    Wir haben dann beim Sport Indoor 2G-Plus für ab 18-jährige. Also geimpft/genesen plus bescheinigter Test.

    Ich trainiere die Jungs in der Halle alleine, daher reicht es, wenn ich einen Test mache.


    Draußen ab morgen 2G ab 18 Jahre. Also nur geimpfte dürfen trainieren.

    Aber: Duschen und Umkleiden allerdings 2G-Plus!

    Ich bin bei Spielgemeinschaften etwas gespalten.


    Bei uns sind zwei relativ große Vereine als JSG unterwegs, damit die ersten Jugendmannschaften oben mithalten können.


    Die richtig heißen Kicker wollen immer in die jeweilige JSG A1/B1/C1.

    Allerdings wollen die nächstbesten Jungs mit weniger Ehrgeiz häufig nicht in einer JSG spielen. Der Aufwand scheint denen zu groß, Training in zwei Orten usw.

    Sie gehen dann z.B. in die C2/C3, die dann nicht mehr gemischt sind.

    Dadurch spielen in den ersten Mannschaften häufig gar nicht die 11 besten Jungs.


    Ob das optimal ist, weiß ich nicht.

    Eventuell fördert man dann ja auch nur die, die unbedingt wollen.

    Vielleicht würden sich einige Spieler aber besser entwickeln, wenn es keine JSG gäbe.

    Bericht bei der Tagesschau online:

    Nachwuchsfußball: Die Ware Kind | tagesschau.de


    Da steht als ein Fazit folgendes:

    Junge Fußballer könnten langfristig darunter leiden, wenn sie früh bei den Bundesligisten landen. Zu diesem Schluss kommen die Sportwissenschaftler Arne Güllich und Paul Larkin. Sie haben 57 Studien zur Talentförderung untersucht, das unveröffentlichte Ergebnis ihrer Auswertung liegt Kontraste und "Ippen Investigativ" exklusiv vor. Ihr vernichtendes Fazit: Je früher ein Spieler in ein NLZ aufgenommen wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er jemals Fußballprofi wird.



    Über dieses Thema berichtet das ARD-Magazin „Kontraste“ am 25. November 2021 um 21:45 Uhr.

    Habe ich nicht gesehen, sollte aber in der Mediathek zu finden sein.

    Es ist doch wahrscheinlich so, dass hier die Motivation unterschiedlich ist.


    Wir haben einen großen Verein. Und hier sehe ich auf dem Sportgelände regelmäßig einige Jungs, die dort kicken. Es sind vor allem Spieler aus den jeweiligen ersten Mannschaften (E1, D1, C1), ergänzt mit deren Freunden aus vielleicht niedrigeren Mannschaften.

    Bei uns ist das Sportgelände immer offen, im Dorf ist so etwas noch möglich. Und wir haben auch ein kleines Soccerfeld vom DFB, welches auch immer gerne genutzt wird.



    Die Jungs hängen am Sportplatz zwar auch rum oder chillen teilweise nur.

    Aber wenn ich mich ehrlich an meine Kindheit zurück erinnere, haben wir auch nicht nur gebolzt. Wir saßen dort auch gerne nur im Gras, haben Mutproben gemacht und das Highlight war ein simples Elfmeterschießen um eine Dose Cola.

    Es war nicht so, dass wir von zwei bis sieben durchgehend gekickt hätten. Aber wahrscheinlich schon deutlich mehr als ein Durchschnittskind heute.


    Die Playstation/X-Box ist bei uns gar nicht die größte Konkurrenz. In meinem Bekanntenkreis werden die Jungs noch nach draußen geschickt, wenn es nicht regnet. Aber wenn die lieber aufs Trampolin gehen, mit dem Rad durchs Dorf fahren oder verstecken spielen, ist es auch vollkommen in Ordnung.

    Nur kann man dann nicht erwarten, dass es die nächsten Messis werden.

    Zur Grund zur Spielzeit.

    Ich trainiere auch eine D-Mannschaft Breitensport. Wir haben auch 2-3 schwächere Spieler, einer fällt davon sogar deutlich ab. Die Spieler bekommen trotzdem angemessene Spielzeiten, meistens kommen sie zweimal so ca. 15 Minuten. Den schwächsten Spieler wechseln wir hingegen noch etwas später ein, er kommt dann eher auf 2x 10-12 Minuten.

    Die Spieler sollen nicht direkt merken, dass sie weniger spielen. Sie meckern bislang auch nicht.


    Wenn wir Spiele klar verlieren oder klar gewinnen, dann ist die Entscheidung alle spielen zu lassen richtig.

    Bei knappen Niederlagen und unnötigen Unentschieden, ist es hingegen sehr ärgerlich, wenn man mit den schwächeren Spielern verliert.



    Aber auch die Wahrheit:

    Wir haben zwei Torhüter, wovon ich einen deutlich stärker einschätze. Der zweite Torhüter bekommt aber trotzdem immer eine Halbzeit.

    Und gerade der zweite Torwart hat in den letzten Spielen einen gewaltigen Sprung gemacht. Wenn er nie spielt, hätte er wahrscheinlich die Lust verloren und fehlt dem Verein dann in den kommenden Jahren.

    Ich sehe es so, dass der Wettkampf die Kontrolle des Trainings ist. Im Wettkampf steht natürlich das Anwenden des Erlernten und der Spaß im Vordergrund. Man muss nicht immer trainieren, "lass sie kicken", wenigstens am Spieltag.

    Und genau dass ist der Hintergrund von der Umstellung auf Funino.

    Gerade die Verbände, wo die Minis und F-Jugend im 6+1 gegen 6+1 antreten, trainieren viele für den Wettkampf.

    Die Jungs machen dann viel Torschuss und möglichst Abschlussspiele 6+1.


    Ich habe es damals schon anders gemacht und meistens im Training Funino und ähnliches gespielt. Sogar vor dem Spiel habe ich teilweise statt dem klassischen Torschuss ein Spiel auf 4 Tore mit Hütchen aufgebaut.

    Und ich sehe erst jetzt, in der D-Jugend, das meine Jungs durchschnittlich ein besseres Spielverständnis als andere Jungs haben. Ich finde sie auch dribbelstärker und auf das Passspiel erscheint mir besser. Verglichen mit anderen mittelguten Kickern ;)

    Die Spiele damals habe ich allerdings häufig verloren. Im Extremfall gegen Mannschaften die hinten nur rausbolzen und dann ab der Mittellinie auf die viel zu großen Tore schießen (im Bezug zum kleinen Torwart).

    Meine Jungs hingegen sollten hinten den Ball flach rausspielen und haben alleine damit viele Gegentore eingefangen.



    Ich bin im Wettkampf-Bereich tatsächlich auch nicht nur für Funino, sondern ich fände 6+1 und Funino-Spieltage als Mischung super.

    Aber solange die meisten Trainer ab dem Mini-Bereich auf Erfolg im normalen Fußball setzen und so trainieren, ist Funino vielleicht die bessere Lösung.

    Meine D-Mannschaft hat am Wochenende knapp gegen eine besser platzierte Mannschaft verloren.

    Trotzdem ist es im Freude-Thread, da meine Jungs aus meiner Sicht die beste Saisonleistung auf den Platz gebracht haben. Sie haben kollektiv stark verteidigt und wir hatten auch einige eigene Angriffe auf das gegnerische Tor. Und verloren haben wir die Party dann erst kurz vor Ende.


    Für die Tabelle ist es schade, dass wir diese Leistung gegen schwächere Gegner nicht abrufen konnten und deshalb im Tabellenkeller stehen.

    Aber für diesen Spieltag war es mal eine gute Partie.


    Gepfiffen hat übrigens ein junger Schiedsrichter, der kaum größer als unsere Spieler war. Und er hat es recht gut gemacht.

    Müssen Profi-Fußball-Diskussionen in den Frust-Thread? Finde eher nicht, da gäbe es sonst jede Woche reichlich zu diskutieren.



    Trotzdem gebe ich meinen Senf dazu:

    - Es sieht in real sehr hart aus. Da sah es auch nach rot aus.

    - Aber wenn man sich die Videos dann anschaut, dann ist es für mich kein Rot mehr. Und der Schiri und der VAR gucken sich die Situation an. Deshalb finde ich die Entscheidung falsch.

    - Als Tatsachenentscheidung ohne Video fände ich die rote Karte, wie gesagt, in Ordnung.

    - Der Unterschied ist für mich, dass der Schiri sich die Videos anschaut und trotzdem bei der gleichen Meinung bleibt.


    Man muss aber nicht darüber diskutieren, dass Hummels hier unnötig reingeht. Eine gelbe Karte ist natürlich völlig berechtigt.


    Gleichzeitig ist Hummels, dass hat mit der Entscheidung natürlich nichts zu tun, nicht für unsaubere Grätschen bekannt. Er ist nicht der Spieler, der Verletzungen von anderen Spieler riskiert.

    Ich glaube es ist auch immer ganz nett, wenn man mit dem Schiri nach dem Spiel versucht Small-Talk zu machen. Vielleicht ein Getränk anbietet, ältere Schiris trinken ja gerne ein Bier mit ;)


    Und dann gerne auch loben. Wer hört nicht gerne ein Lob. Ruhig auch kritisch, also auch vielleicht erwähnen, wenn man 1-2 Situation anders gesehen hat und dann wieder loben, welche Situation er besonders gut gemacht .


    Ein echtes positives Feedback hängt glaube ich länger nach als ein Geschenk, auch wenn eine solche Geste natürlich sehr nett ist.

    Eine Aufteilung nach Alter (bzw. nach Leistung) im Training in zwei Gruppen finde ich persönlich schon sinnvoll.

    Auch Abschlussspiele kann man in kleinen Mannschaften aufteilen, also 2:2 / 3:3 / 4:4. Da werden die besseren mehr gefördert und die Schwächeren bekommen auch mehr Spielanteile.


    Ich würde wahrscheinlich sogar andersherum herangehen, wenn ihr zu zweit seid. Dann grundsätzlich die Spieler im Training trennen und nur ab und zu gemeinsame Übungen/Spiele machen.

    Das Training kann trotzdem identisch sein, nur halt links die besseren und rechts die schwächeren/jüngeren.



    Und generell bieten sich bei kleinen Spielen 1:1 oder 2:2 vielleicht Champions-League-Varianten an.

    Das mit dem Vorstand ist wohl normal. Bei uns wird jedes Jahr diskutiert, dass wir eine gemeinsame Schulung oder ein Auftakttraining für ältere/jüngere Mannschaften machen. Fazit ist bislang immer, dass eigentlich nichts passiert. Leider.

    Es wäre schon schön, wenn man hier von erfahrenen Trainern (gerne auch erfahrene Papa-Trainer) Tipps bekommt.


    Ich wollte es auch schon mal selbst für jüngere Teams anbieten, bin dann aber davon abgewichen.

    Hintergrund ist hier, dass viele Papa-Trainer auch ihre eigene Meinung haben. Und die ist, leider, häufig noch trainieren wie früher und wichtig ist ob man Spiele gewinnt oder nicht.



    Deine 3 Punkte sind super, leider schaffe ich es bei Punkt 1 nicht mich immer daran zu halten. Ab und zu werde ich leider trotzdem noch laut.

    Punkt 3 sieht mein Trainer-Kollege leider ganz anders. Er erzählt mir immer ganz stolz, dass die Jungs richtig auf Kondition trainiert haben. Er ist aber auch wie ich Papa-Trainer, deshalb erwähne ich immer nur beiläufig, dass ich Training am Ball wichtiger finde, aber er ist da in seiner Schiene und findet wahrscheinlich meine Spielideen mit breiten Dribble-Toren und ähnliches völlig beknackt.

    Punkt 2 sehe ich genau so. Vor allem, wenn ich mir die DFB-Übungen anschaue, die alle 2 Wochen vorgeschlagen werden. Die wären für meine Jungs wahrscheinlich zu hoch, aber ich gucke mir dort gerne Ideen ab. Beim DFB finde ich aber generell die Broschüren sehr gut und die Trainingseinheiten nicht so toll.

    Wollte ich auch gerade schreiben. Nicht nur im Internet suchen, was wäre wenn, sondern auch mit den betroffenen Vereinen sprechen.


    Es ist gut zu wissen, wie die grundsätzlichen Regeln sind.

    Aber vielleicht ist der abgebende Verein überhaupt nicht abgeneigt und verlangt keine oder nur eine geringe Entschädigung.

    Bei uns im Verein wechseln in den letzten Jahren auch regelmäßig Spieler ab der D-Jugend, in der E eigentlich noch nicht.


    Wenn sie zu höheren Vereinen oder NLZs wechseln, ist der Verein nicht froh, legt aber auch keine Steine in den Weg.

    Aber in den letzten Jahren wechseln häufiger Jungs in einen Verein in der gleichen Liga. Wobei unsere ersten Mannschaften A-D jeweils einen C-Trainer haben. Dafür habe ich tatsächlich wenig Verständnis.


    Und gleichzeitig hört man später häufig Sprüche, dass die anderen Vereine "Max" haben wollten und dann auch gleich auch nach "Fritz" fragen. Wenn zwei Spieler gefragt werden fällt das Überreden leichter. Die zweiten Spieler haben dann aber grundsätzlich kaum eine Chance.

    So wurde vor 2-3 Jahren tatsächlich mal ein Spieler, der bei uns überhaupt nicht herausstach, mit zum Konkurrenzverein genommen. Der ist jetzt Stamm-Ersatz, was immer er sich eigentlich davon erträumt hat. Der damalige Trainer hat es den Eltern auch so verkauft, aber dem Trainer wurde nicht geglaubt.

    Ich gehe fast gar nicht mehr in die Halle, bei uns bekommt man nur 1 Stunde. Daher bleiben wir so lange es geht draußen und dann ist Winterpause. Vielleicht 1-2 Trainingseinheiten in der Halle, dann wird vor allem gekickt.


    Aber früher:

    - Funino mit kleinen Matten, ist schnell aufgebaut und es reicht auch ein kleiner Hallenteil

    - Dann Überzahlspiele. Auch wie oben erwähnt mit Ansage oder Variante Team rot fängt an mit 1:0, nach Abschluss kontert blau im 1:1, dann kontert direkt rot wieder im 2:1 usw., dann eine zweite Runde wo blau startet mit 1:0. Und dann noch Runde 3+4 mit umgedrehter Startreihenfolge, sonst ist Spieler 1 durchgehend auf dem Platz und Spieler 5 fast gar nicht.


    Ansonsten habe ich gerne die Hallenwände genutzt:

    - Z.B. ganz einfaches Dribbel-Wettrennen (nur 3-4 Hütchen) dann ein Pass gegen die Wand und zurück. Die Spieler können selbst entscheiden, ab wo sie passen. Um so schlechter der Pass, um so schlechter kommt der Ball zurück. Dass finde ich ein schönes direktes Feedback für die Spieler, die bekommen nämlich ihre eigenen Pässe zurück. Natürlich kann man auf Passräume vorgeben, oder einen Korridor mit 2 Hütchen abstecken, oder oder oder.

    - Einfachen Trick üben. Spieler dribbelt Richtung Hallenwand. Spielt dann einen Pass gegen die Wand, lässt den Ball dann durch die Beine laufen und läuft hinterher. Wenn möglich mit Abschluss, z.B. Matte, Wand, kleines Tor, Kasten oder was auch immer. Soll den Stürmer darstellen, der einen Pass nicht annimmt sondern durchlaufen lässt und sofort hinterher startet.

    - Einfache Technik-Übungen an der Wand, angefangen mit werfen und fangen. Dann sich selbst abwechselnd links/rechts den Ball zuwerfen und mit dem Fuß zurück gegen die Wand und dann in die Hände werfen. Meine Kicker waren immer Breitensport, daher finde ich so einfache Übungen nicht vollkommen verwerflich, auch wenn nicht Spielnah.


    Ich hoffe man versteht, was ich mit den Übungen beschreiben wollte :/

    Ich persönlich finde es ja schlimmer, wenn ich als Trainer selbst Schiri sein muss. Das gehört für mich zu den schlimmsten Teilen meines Trainer-Jobs.

    Ich habe darauf keine Lust und bin darin auch unglaublich schlecht. Ich bin sicherlich nicht parteiisch, jedenfalls nicht bewusst. Aber einfach unglaublich schlecht, weil ich mit dem Kopf häufig schon woanders bin.

    Wir wussten leider nicht, dass es im Jugendfußball so viele Dinge gibt, die man beachten muss. Wir haben daher nur dem jetzigen Trainer die Info gegeben, dass das Kind mal in der D-Jugend zur Probe trainiert. Von ihm kam dazu überhaupt kein Feedback. Nach einigen Training-Teilnahmen haben wir den jetzigen Trainer informiert, dass das Kind wechseln möchte. Er findet es natürlich nicht so gut, da er dann auf einen guten Spieler verzichten muss. Die Idee zu wechseln kam von uns Eltern. Unser Kind kam von jedem Training frustriert nach Hause. Nach dem neuen Training haben wir ein strahlendes Kind zu Hause...

    Ich war selbst eine Zeit für die Einteilung von Jahrgangsbereichen zuständig, bei uns Koordinator F oder E-Jugend genannt.

    Ich war hier auch kein Fan von einem Höherziehen von Jungs. Und ich muss ganz ehrlich sein, erst recht nicht, wenn der Vorschlag von den Eltern kam. Wenn Trainer den Wunsch an mich herangetragen haben, habe ich es eher gemacht.


    Grundsätzlich meine ich, dass die Jungs in ihrer Altersklasse spielen sollten, es sei denn, dass sie wirklich sehr stark herausstechen.



    Als ich als Koordinator für die F- bzw. E-Jugend zuständig war, hat mich das Anspruchsdenken von Eltern tatsächlich genervt.

    Man hat als Koordinator schon genug mit der Mannschaftseinteilung zu tun, weil grundsätzlich freiwillige Trainer fehlen. Das hört sich immer so einfach an, ist aber jedes Jahr ein großes Puzzle, vor allem, wenn die Mannschaften langsam nach Leistung gemischt werden und meistens unten dann die Papa-Trainer fehlen.

    Heutzutage wird auch von vielen Eltern von einem ehrenamtlichen Verein, wo niemand Geld für seine Tätigkeit bekommt, viel zu viel erwartet.

    Und als Koordinator musste ich mir auch einiges von Eltern und Trainern anhören, was auch der Grund war, warum ich meine Tätigkeit als Koordinator ohne Nachfolger beendet habe. Trainer bin ich immer noch, aber da redet auch niemand rein.



    Ich kann natürlich nicht deinen Fall beurteilen. Aber vielleicht mal als Info, was die andere Seite denken könnte. Aber auch hier ist jeder Verein anders.