Beiträge von Coach1976

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    Hier werden mal wieder die extreme diskutiert und gegeneinander gestellt bzw. Trainingsmethoden in polarisierender Weise gegenübergestellt.

    Der Ansatz von Charles De Goal , mit 95% Spiel zu 5% Technik lässt ja ganz sicher das allseits zurecht verteufelte Gasse stehen und Pässe spielen gar nicht zu.
    Gegen grundsätzliche kurze Technikerklärungen spricht ja nichts. Ob man die voranstellt, oder die Spieler erst mal machen lässt und anschließend erklärt ist dabei meines Erachtens egal und sollte von jedem Trainer so gehandhabt werden, wie er es am liebsten macht.
    Auch vangaalsnase wird die Spieler nicht ausschließlich alleine spielen und ihrem Schicksal überlassen, sondern sie zum einen durch die Spielformen steuern und durch gezieltes Coaching und Korrekturen Verbesserungen erzielen.

    Wo sich vermutlich alle, die hier im Forum unterwegs sind einig sind, ist dass 2/3 und z.T. mehr der Trainingszeit für isolierte Übungen (alleine oder mit Partner) + Torschusstraining draufgeht, damit dann am Ende noch 15-20 Minuten der Kader in zwei Mannschaften zum Abschlussspiel aufgeteilt wird. Das gibt es leider noch viel zu oft, sollte hier aber kein Thema sein.

    Manches verlagert sich irgendwie auch vom Verein in die Freizeit und umgekehrt.

    Ich bin als Kind noch mit "klassischem" Training im Verein aufgewachsen.:
    - Iso-Übungen in Einzelform, Zweier- oder Dreiergruppen,

    - Torschuss und Pass- / Flankenübungen

    - Abschlussspiel

    In der Freizeit ging es dafür fast täglich auf den Bolzplatz, die Wiese, das Scheunentor oder auf die Straße. (auf den Straßen, auf denen ich früher mit Kumpels gekickt habe, wäre es heute vermutlich lebensgefährlich so sehr hat der Verkehr selbst auf dem Dorf in den letzten 35-40 Jahren zugenommen - echt verrückt)


    Mein Sohn trainiert im NLZ aktuell eigentlich ausschließlich in Spielformen und hat das von der U7 - U11 bei meinem Training bis auf wenige Ausnahmen auch schon weitestgehend so kennengelernt.

    In der Freizeit waren und sind die Möglichkeiten zu bolzen aus Zeitgründen, aber vor allem, weil oft einfach zu wenig Spielpartner da sind begrenzt.

    Die 2-4 Jungs, die sich dann treffen, üben dann gemeinsam Freistöße, machen Jonglierwettbewerbe, schauen sich auf Youtube Videos mit Übungen à la Coerver an und machen diese nach etc.
    Natürlich wird auch mal 2 gegen 2 gespielt, aber klare Aussage der Jungs: "immer 2gg2 oder 1gg1 gegen die gleichen ist irgendwann langweilig, da üben wir lieber Technik."

    Abends vor dem Schlafengehen bearbeitet er im Garten gerne nochmal den Rebounder bzw. macht bei schlechtem Wetter Coerverübungen mit dem Miniball in seinem Zimmer (Zitat: " das hilft mir zum runterkommen nach dem Lernen." und mir persönlich ist das lieber als Fernsehen, Youtube oder Playstation).

    Ich will das jetzt gar nicht bewerten ob richtig oder falsch. Für mich zeigt sich aber ganz klar, dass das "klassische Training früher vielleicht nicht immer optimal war, aber z.T. eine ganz gute Basis geschaffen wurde, die wir dann auf dem Bolzplatz mit Spielpraxis gefüttert und ausgebaut haben.

    Heute ist die mehrheitliche Konzentration auf Spielformen im Training absolut erforderlich, weil diese in der Freizeit zu kurz kommen.

    Gruppendynamisch würde ich mir wünschen, dass mein Sohn öfter mit 8-10 Jungs auf den Bolzplatz könnte (das kommt auch vor, die kleine Gruppe ist aber eher die Regel), weil das für die implizite Entwicklung persönlicher Fähigkeiten förderlich wäre.
    Sportlich gesehen glaube ich nicht, dass es ihm schadet statt zu Bolzen manchmal auch bewusst an technischen Dingen zu arbeiten, v.a. da es ja nicht vom Vereinstrainer oder mir vorgegeben wird, sondern es intrinsisch motiviert ist und die Jungs sich selbständig dafür entscheiden.

    Im Lauf der letzten Jahr hat sich meine Überzeugung auch immer weiter in Richtung der Spielformen verschoben. Ob ich jemals bei 100% ankommen werde weiß ich nicht, halte das aber für möglich.
    Ich habe aber so meine Schwierigkeiten ausschließlich auf das implizite Lernen zu vertrauen.
    Auch in Spielformen kann ich unterbrechen und coachen, sowohl im taktischen Verhalten als auch in der Technik.
    Und warum soll ich dem Spieler, der permanent versucht mit der Pike oder Vollspann zu flanken nicht mal den Tipp geben, dass er es auch mal mit der Innenseite versuchen könnte weil er damit seinen Mitspieler besser treffen würde und dieser nicht permanent Kopfschmerzen hätte. Oder warum sollte ich dem Spieler, der es nicht schafft einen Flugball zu spielen den Tipp geben wie er den Ball am Besten treffen sollte, damit er nach oben steigt.
    Das heißt ja nicht automatisch, dass ich isolierte Technikdrill-Übungen machen lasse, sondern mir etwas Zeit spare indem ich den Spielern Hilfestellungen gebe, wie die Dinge, die sie nicht autodidaktisch hinbekommen mit meiner Unterstützung erlernen können.
    Ich glaube der Lernerfolg ist nicht wesentlich geringer, wenn ein Spieler erkennt, dass er bei einer Technik erfolgreich war, nachdem er die Hilfestellung des Trainers in seiner Ausführung berücksichtigt hat.

    Scheint so als ist mir der Perspektivwechsel da nicht ganz gelungen.

    Unter dem Gesichtspunkt Grundlagenausdauer macht das Thema sicher sin.

    Was mir trotzdem nicht gefällt ist die Sauberkeit der Ausführung, die die Profis hier an den Tag legen.

    Auch wenn die Übung was anderes trainieren soll, ist es nicht zu viel verlangt, dass der 1. Kontakt nach einem leichten Zuspiel (1. Station) sauber ausgeführt wird.

    Ich hoffe das war eine Regenerationseinheit um den Spaßfaktor innerhalb der Mannschaft anzukurbeln (wobei es selbst dafür mit Sicherheit bessere Möglichkeiten gibt.)

    Mal ernsthaft, jeder Kreisliga-Trainer müsste sich fragen lassen, was er denn mit der Trainingseinheit bezwecken will.

    Ich hoffe nur, es waren keine Hospitanten vor Ort, die was von Nico Kovac lernen wollten.

    Wenn ich ganz ehrlich bin, fehlen mir immer noch die Worte und mich würde tatsächlich mal eine komplette Trainingswoche oder gerne auch ein ganzer Monat interessieren um einordnen zu können was in dem Video gerade passiert ist.

    Je nachdem in welchem Bereich man sich befindet und wieviel Trainingszeit zur Verfügung steht, kann man ein breiteres Spektrum trainieren oder muss eben Priorisieren.

    Bei einer Profimannschaft, die im Trainingslager 2-3 Einheiten absolviert ist ein solches Einwurftraining sicher sinnvoll und ggf. sogar eine gut einzubauende Regenerationseinheit.

    Im Breitensport v.a. bis inkl. D-Jugend sollten die Jungs natürlich wissen wie ein richtiger Einwurf funktioniert und das Thema schnelle Spielfortsetzung sollte sowieso immer auf der Tagesordnung stehen. Aber statt durch Verbesserung der Einwurftechnik weite zu gewinnen, kann ich mir bei 2 Trainingseinheiten pro Woche sinnvolleres vorstellen.

    Das System ist ab D-Jugend aufwärts gut.
    In der F und meiner Meinung nach auch in der E hat ein Ligensystem einfach nichts verloren.

    Hier müssten meiner Meinung nach zwingend Turniere / Festivals mit mehreren Teams in unterschiedlichen Spielformen angeboten werden. Da kann von 3:3 über 5+1 und wenn´s sein muss meinetwegen auch mal ein 7+1 alles dabei sein. Wichtig ist, dass alle beteiligten das Ziel haben spannende, knappe Spiele zu haben und die Spielformen und Regeln entsprechend untereinander abstimmen.

    Besser alle 2-3 Wochen eine Veranstaltung dieser Art als jede Woche 2*20 Minuten die Hucke vollzubekommen, oder jeden Gegner gnadenlos abzuschießen.

    Zu 4.

    Torschützen im Spielbericht in der F Jugend eintragen?

    Ja wird bei uns explizit gefordert.

    Zusammen mit Deinen Posts zum Thema "Staffeleinteilung" ergibt sich ein wirklich katastrophales Bild von den Gegebenheiten in deinem Verband. Wäre mal interessant zu wissen, ob es sich da um einen extrem rückwärtsgewandten Kreisspielleiter handelt, oder ob der komplette Landesverband so hinterwäldlerisch tickt.

    Warum wird das Schulfach Sport benotet?

    Wichtiger Punkt! Ich vertrete schon seit längerem den Standpunkt, dass die "kreativen Fächer" (Sport, Musik, Kunst, Religion/Ethik etc.) besser ohne Leistungsbeurteilung stattfinden sollten. Die Kinder, die eine Affinität dafür haben Performen in diesen Fächern egal ob sie eine 1 bekommen oder nicht. Diejenigen, die sich damit schwerer tun, werden durch schlechte oder mittelmäßige Noten eher demotiviert.

    Bezogen auf Sport: keine Noten bis inkl. 8. Klasse. Ab 9. Klasse können die Schüler Sport als Leistungsfach belegen und erhalten dann auch Noten darauf. Alle anderen dürfen/müssen weiterhin als "Breitensportler" am Unterricht teilnehmen, erhalten aber keine Noten, sondern tun lediglich etwas für Ihre Gesundheit.

    Die Punkte würde ich so komplett unterschreiben.

    Bei Punkt 2.) war wohl eher Ausbildung schlägt Scouting gemeint, oder?


    Besonders den Aspekt Sport-/Bewegungskindergarten finde ich interessant. Bei entsprechendem Wetter bieten die meisten Kitas (zumindest auf dem Land) durch große Freiflächen ja genug Möglichkeiten zum Toben und Bewegen, wobei der sportliche Aspekt unterstützt durch Fachkräfte da sicher nicht zum Tragen kommt.

    Schwieriger wird es, wenn wetterbedingt die Zeit drinnen verbracht wird. Mir sind wenige Kindergärten mit ausreichend großer Sporthalle oder Indoor-Klettergerüst bekannt.

    Ich würde eher sagen, in den Schulen und Kindergärten müssen deutlich mehr Bewegungserfahrungen für die Kinder angeboten werden.

    Bewegungserfahrungen ist das entscheidende. Egal, ob Schule, Kindergarten, Elternhaus etc. Alle müssten hier ihren Beitrag leisten. Das käme nicht nur dem Fußball, sondern allen Sportarten zugute. Langfristig profitiert die Gesellschaft im Gesundheitssektor und am allermeisten natürlich die Kinder.

    Wenn ich allerdings den Zeitaufwand, den meine Kinder heute am Nachmittag allein für die Grundschule aufbringen müssen / mussten (an der Weiterführenden wird´s nicht besser) mit meiner Kindheit vergleiche und dann fragt man sich leider immer wieder, wo und wann sie diese Erfahrungen sammeln sollen

    Dass Eltern während dem Spiel Einfluss nehmen oder gar den Trainer kritisieren, darf definitiv nicht passieren.

    Trotzdem muss es natürlich erlaubt sein, dass Eltern nachher gegenüber Ihren Kindern auch einmal eine andere Meinung vertreten als der Trainer. Das muss ja nicht unbedingt bedeuten, dass alle Eltern der Meinung sind, die Bälle müssen nach vorne oder ins ausgeschlagen werden.

    Es muss aber möglich sein, als Elternteil (v.a. wenn man fachlich ebenfalls einigermaßen qualifiziert ist) sein Kind z.B. gegen negative Kritik vom Trainer zu bestärken und ihn bei der Diskussion darüber auch mal (selbstverständlich sachlich) zu zu unterstützen.

    Dabei sollte aber immer das Kind als Einzelperson im Fokus stehen und nicht die Mannschaft als ganzes, die Taktik oder Mitspieler.

    Das alles geht Eltern nämlich wirklich gar nichts an.

    Charles De Goal
    das System, das ihr vor Corona hattet klingt ja Nahe am Optimum, wenn man Wettbewerbe mit Meisterschaftscharakter beibehalten will. Meldung nach stärke in ausreichender Detaillierung, kurze Findungsrunde und anschließend hoffentlich Endrunden mit möglichst ausgeglichenem Niveau.

    Aus welchem Grund wurde denn die Findungsrunde abgeschafft? Die ist doch das ideale Mittel um die subjektive Einschätzung noch einmal zu objektivieren.

    So wie Du die Situation und dein Vorgehen beschreibst, gibt es an Deiner Vorgehensweise eigentlich nichts zu verbessern.

    Die Nachfragen und den Wunsch immer zu spielen musst Du wahrscheinlich einfach aushalten und hinnehmen. Prinzipiell ist es ja positiv, dass alle spielen wollen. In älteren Jahrgängen würdest Du Dir die Situation wieder herbeiwünschen...


    Am meisten hilft vermutlich einfach mehr Spiele / Turniere (am besten Funino) auszumachen um möglichst viel Spielzeit anzubieten.

    Wenn die anderen Vereine nur eine Mannschaft zusammenbekommen, warum treffen sich nicht drei Vereine? Ihr mit 2 Teams und die anderen mit jeweils einem? Ihr könntet 2 Spiele parallel laufen lassen oder verkürzte Spielzeit und dafür ein kurzes Turnier mit jeder gegen jeden.
    Das Problem dabei ist halt, dass mehr Spiele + Termine für Spiele auch Dein Zeitbudget belasten. Da kommt es darauf an, wie gut Euer Trainerteam aufgestellt ist und wie gut die Aufgabenteilung funktioniert.


    Mit der Aussage: "wer nicht richtig beim Training mitmacht spielt am Wochenende nicht" tue ich mir etwas schwer. Es geht um 5-6 jährige...

    Besser finde ich da das was Goodie weiter oben anspricht:


    Was ich akzeptabel finde ist, dass die Kinder erst dann einen Spielerpass erhalten, wenn sie die Grundzüge der Spielregeln verstanden haben: in welches Tor wird geschossen, welches wird verteidigt und aus/Einwurf.

    Das bedarf einer halbwegs regemäßigen Trainingsteilnahme. Das würde ich an deiner Stelle auch protokollieren, so haste immer mal ein paar Fakten an der Hand bei Debatten.

    ...

    "einen Spielerpass" erhalten setzte ich in dem Fall mit "spielen dürfen" gleich...

    Die Trainingsbeteiligung bei der Aufstellung zu berücksichtigen ist grundsätzlich ok und auch richtig.

    Wichtig dabei: es muss trotzdem jeder Chancen auf Einsätze haben, auch die, die zwar regelmäßig, aber nicht immer kommen.

    Beispiel: Du hast einen 14er Kader und nimmst immer 10 Kinder mit zum Spiel.

    Jetzt hast Du 9 Spieler, die im letzten halben Jahr jedes Training da waren und die anderen 5 haben aus welchen Gründen auch immer nur an 60-75% der Einheiten teilgenommen.

    Für mich ist es dann nicht ok an die 9, die immer da sind 9 "Stammplätze" zu verteilen, und die anderen 5 teilen sich den einen freien Platz.

    Klar ist, dass jemand, der nie kommt oder nur alle 4 Wochen auftaucht gar nicht bzw. seltener spielt, wer aber alle 4-5 Wochen einmal fehlt, weil krank, Geburtstage etc., der zählt für mich genauso viel, wie die, die immer da sind. (bezogen auf Bambini bis E-Jugend. später sieht es dann ggf. anders aus).

    Leider führt uns die Diskussion wieder zum traurigen Thema spielformen bei Bambini.

    Mit Funino wäre es viel leichter alle unterzubringen, auch die die nur ganz selten beim Training sind.

    Grundsätzlich würde ich bei Bambini versuchen egal ob Funino oder 6+1, Spielwochenenden im Kalender festzulegen und von den Eltern verbindliche Rückmeldung verlangen wer an welchem Wochenende da sein kann.

    Je nach Rückmeldung würde ich die Anzahl an Mannschaften für den Spieltag festlegen und Gegner suchen.

    CoachT

    da sind wir ja gar nicht soweit auseinander.

    Deshalb war mein Vorschlag die Leistungsvereine einer Region (Bundesland, Verband, mehrere kleine Bundesländer - pragmatisch so, dass die Entfernungen erträglich bleiben und trotzdem ein vernünftiges Niveau garantiert wird) in 2-3 Ebenen einzustufen.

    Das aber nicht je Jahrgang, sondern den Verein an sich mit allen Mannschaften ab U15 (ggf. auch schon ab U14) aufwärts.

    Auf-/Abstiege gibt es nicht. Meisterschaften halte ich nicht für zwingend nötig, damit könnte ich mich aber noch anfreunden, gerne am Ende dann auch im Bundesweiten vergleich, so wie es heute ja auch die Endspielserien in der U17 und U19 gibt.

    Grundlage für die Einstufung sind Kriterien in Sachen Infrastruktur, Regionale Notwendigkeit eines LZ (oder einer LZ-artigen Jugendabteilung), Qualität der Ausbildung (Durchlässigkeit der Spieler in den Aktivenbereich), Ergebnisse der Teams über alle Altersklassen über mehrere Jahre

    Sportlicher Auf-/Abstieg innerhalb einer Saison in einer Altersklasse ist ausgeschlossen.

    Die Kriterien für "Auf-/Abstieg" sind stets mittel- bis langfristig (ca. 3 Jahre) zu bewerten und umfassen die oben genannten Grundlagen über alle betroffenen Jugendmannschaften.

    In meinen Augen wäre das System dann "teiloffen" so dass sich niemand auf seinem Staus als Ebene1-Verein (Bundesligist) ausruhen kann, aber auch nicht Gefahr läuft mit einem schlechten Jahr bestraft zu werden bzw seine Spielweise dauerhaft dem Ziel Klassenerhalt anpasst. Langfristige positive wie negative Entwicklungen würden sich trotzdem bemerkbar machen durch Hoch- oder Abstufung.

    Gerade die Betrachtung mehrerer Jahrgangsstufen gemeinsam hilft dem System zu mehr Nachhaltigkeit, weil dann der eingeschlagene Weg fortgeführt werden kann, auch wenn man mal ein schwächeres Jahr in einer Jahrgangsstufe hat.

    Wenn ein Jugend-Bundesliga Team absteigt, dann ist es auch ein indikator, dass in dem Jahr schlecht gearbeitet wurde, sei es, weil man selber keine Fortschritte gemacht hat oder durch schlechte Arbeit drum herum nicht den besten kader bekommen konnte.

    Oder einfach ein Jahr in dem es mal schlecht gelaufen ist, und man Pech mit Verletzungen, Spielglück oder einfach einem schwächeren Jahrgang hatte, obwohl die Grundsätzlich Ausrichtung und Nachhaltigkeit in der Nachwuchsausbildung passt.

    Mir steckt in Deiner Sichtweise zu viel Profi-/Erwachsenendenken und zu wenig Ausbildungsorientierung...


    Beispiel U19/U17 Bundesliga Süd:
    Fürth hat den Klassenerhalt mit der U19 verpasst. Die U17 hat die Klasse in der U17 Bundesliga mit deutlichem Abstand gehalten.

    Die Spieler, die aus der U17 in die U19 wechseln, müssen im nächsten Jahr Bayernliga spielen oder den Verein wechseln, wenn sie auf höchstem Niveau bleiben wollen. Grundsätzlich wenn man die letzten Jahre und auch die Durchlässigkeit aus der Jugend zu den Profis und Amateuren verfolgt, macht Fürth in der Nachwuchsarbeit wirklich einen guten Job und trotzdem werden Spieler mit dem Abstieg des Jahrgangs über ihnen bestraft.

    Ingolstadt und Heidenheim haben mit der U19 gerade so die Klasse gehalten mit der U17 steigen beide ab.
    3x darfst Du raten, wer im nächsten Jahr aus der U19 BuLi absteigt bzw. wohin vielleicht Spieler aus Fürth wechseln um weiter Ihr Spielniveau zu halten oder im Fokus zu bleiben.
    Die U19 ist das wichtigste Jahr im Übergang. Ist es wirklich gerecht, wenn Spieler, die mit seine Mannschaft eine richtig gute U17 Saison gespielt haben dieses "verlieren" weil sie eine Klasse tiefer antreten müssen.
    Ich gebe Dir recht, dass es keine Exklusivveranstaltung für Profi-Vereine sein darf, ohne dass die eine Gegenleistung bringen, aber ein "geschlossenes" System, für das man sich nach messbaren qualitativen Kriterien Qualifizieren kann macht in meinen Augen deutlich mehr Sinn. Je nach Situation im Bundesland könnten sie die Vereine von Regionalliga bis Bundesliga für das System bewerben und werden dann je nach Voraussetzungen in Leistungsklassen eingeteilt in denen sie gegeneinander Spielen.
    Dazu kann es immer wieder auch Vergleiche zwischen Teams gleicher Klassen aus unterschiedlichen Ländern geben bzw. auch mit welchen aus einer höheren oder niedrigeren Klasse.

    Also eigentlich ähnlich wie bisher, nur ohne Abstieg. Wenn ein Verein allerdings 3 Jahre lang immer abgeschlagen letzter ist und das über alle Altersklassen gesehen, sollte man eine "Versetzung" in eine niedrigere "Liga" diskutieren. Gleiches gilt im umgekehrten Fall.

    Der Unterschied dabei ist, dass eben nicht eine erfolgreiche oder schwache Saison in einer Altersklasse über auch oder Abstieg entscheidet, sondern die Mittelfristige Entwicklung über alle Altersklassen.


    Um nochmal den TV Elmsbüttel zu bemühen, der mit Sicherheit regional hervorragende und vorbildliche Jugendarbeit leistet. Trotzdem ist er von seinem Selbstverständnis mittel-/langfristig kein Junioren Bundesligist und in der Regio sicher gut aufgehoben.

    Bei 25 Kindern und 6+1 (über Sinn und Unsinn des Spielmodus wurde ja hier schon oft genug eingehend diskutiert, das spare ich mir jetzt).

    Bleibt nur 2 Mannschaften zu bilden und notfalls auch Kinder mitzunehmen, die nicht beim Training waren.

    Ich bin auch kein Freund davon zu viele Spieler im Kader für das Spiel zu haben, aber 10 Kids statt 9 würde schon noch funktionieren...


    Ansonsten einfach regelmäßige Rotation mit gleicher Verteilung der Einsätze je Kind.

    d.h. am Besten von vornherein festlegen, wer an welchem Spieltag dabei ist. Das gibt den Eltern Planungssicherheit. Bei der Anzahl von Kindern kannst Du kurzfristige Ausfälle ja locker ausgleichen.

    Ich möchte mich jetzt nicht am Beispiel Elmsbüttel / Holstein festbeißen, aber daran zeigt sich der Konflikt zwischen nachhaltiger Ausbildung und Wettbewerb ganz gut.

    Holstein Kiel ist in der Saison 17/18 mit der U19 aus der Bundesliga abgestiegen und wurde im Folgejahr mit 14 Punkten Vorsprung Meister in der Regionalliga. Seitdem sind sie wieder in der Bundesliga.

    Elmsbüttel ist 19/20 aufgestiegen, 20/21 wegen Saisonabbruch Corona dringeblieben und 21/22 mit 8 Punkten Rückstand abgestiegen.


    Ich unterstelle mal ohne es zu wissen, dass die U19 Trainer und Spieler des TV Elmsbüttel in der vergangen Saison in erster Linie damit beschäftigt waren das eigene Tor gegen tendenziell überlegene Gegner zu verteidigen.
    Was hat es dem Verein und der Mannschaft gebracht eine Saison und eine abgebrochene in der BuLi zu spielen außer das Erlebnis?
    Genauso war es für Holstein Kiel in der Saison 18/19 entwicklungstechnisch sinnvoll relativ widerstandslos durch die Liga zu marschieren.

    Natürlich gibt es immer wieder die klassischen Fahrstuhlmannschaften, die zwischen den Ligen pendeln. Für den Ausbildungsbereich ist das aber Gift. Ein Jahr in einer höheren Liga mit Spielausrichtung auf den Abstiegskampf macht doch keinen Jugendlichen besser.


    Wäre es für Elmsbüttel nicht besser dauerhaft in einem auf Regionalliganiveau angesiedelten Wettbewerb gute Spieler auszubilden und sich keine Gedanken um Auf- und Abstieg machen zu müssen.

    Und würden die Teams, die heute in der Bundesliga hinten stehen nicht trotzdem versuchen Fußball zu spielen und dagegenzuhalten wenn es gegen die Topmannschaften geht als ein 0:0 zu ermauern?
    Meine Erfahrungen mit den Förderligen für U12-U14 in Bayern (natürlich andere Altersklasse) zeigen genau das.


    Die Einteilung welcher Verein in welches "Regal" gehört ist natürlich nicht einfach und vielleicht braucht es auch alle paar Jahre objektive Kriterien mit denen diese hinsichtlich Ausbildungsqualität und Ausbildungsergebnis bewertet werden um eine Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Ebenen zu ermöglichen.

    Reduzierung auf 3 Trainer. Bei fünf denken doch drei, dass man selbst heute mal aussetzen kann, da es ja noch vier sind.

    Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht festzulegen, wie viele Trainer man mindestens pro Training braucht.

    Bei 27 Spielern mindestens 3 (4 wäre schöner, kommt aber auch darauf an, ob Du noch weitere regelmäßige Helfer aus der Elternschaft hast.) Ausgehend von Mindestbedarf 3 legt man einen rollierenden Terminplan fest, wer wann Anwesenheitspflicht hat.

    Die anderen zwei können an dem Tag entweder frei machen, oder wenn sie nichts besseres zu tun haben ;) trotzdem zum Training kommen. Kann jemand an einem Tag an dem er eigentlich fix dran ist nicht, muss er sich rechtzeitig um Ersatz kümmern...

    Die Verlässlichkeit steigt aber wie von Nils angedeutet wenn man nicht das Gefühl hat, dass man ruhig mal wegbleiben kann, weil es die anderen schon richten werden.