Beiträge von Coach1976

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    Ich bin auch der Meinung, dass Spieler und Trainer im Fußball oft die Regeln nicht gut kennen.

    Mein absolutes Lieblingsbeispiel ist hier die Sache mit dem "Abschießen" von Spielern, die sich beim Freistoß vor den Ball stellen. Das hat so eine krasse Dynamik entwickelt, weil leider die meisten Schiedsrichter die Regel selber nicht kennen.

    Selbst in der Verbandsliga habe ich neulich noch erlebt, wie der Coach seine Spielerin dazu aufgefordert hat, unsere Spielerin abzuschießen, weil er der Meinung war sie müsste dafür gelb bekommen. Diese Meinung tat er dann auch direkt lautstark kund und wurde dafür von dem - glücklicherweise - sehr guten Schiedsrichter mit der gelben Karte bedacht.

    Geht natürlich gar nicht.

    Noch besser wäre es Deine Spielerin würde sich nicht vor den Ball stellen um die Spielfortsetzung zu verzögern.

    Das hat Dein Team ja vorher schonmal regelwidrig vollzogen als es gefoult hat ;)

    Goodie natürlich gibt es auch beim Tischtennis, Tennis, Golf, Volleyball auch um Emotionen und das zum Glück nicht zu wenig.
    Ohne Bindung keine Emotionen. Wollen wir das?

    Es ist aber schon ein Unterschied, ob man Emotionen durch Jubel, Ärger und Enttäuschung auslebt, oder ob man den Schiedsrichter zur Verantwortung zieht und bei jeder Entscheidung bei der man sich benachteiligt fühlt (oft ja auch ohne das objektiv beurteilen zu können) anfängt zu meckern, abzuwinken und schlimmeres.
    Auch beim Tennis gibt es ja gelegentlich die Unart, dass Schläger und Bälle durch die Gegend geballert oder der Schieds- bzw. Linienberichter beschimpft wird. Auch hier wird frühzeitig durch Ermahnungen und Strafen eingegriffen, obwohl es wesentlich weniger krass zugeht als beim Fußball.

    Ich bin überzeugt, das Spiel wäre nicht weniger attraktiv und beliebt, wenn man durch strengere Regeln dafür sorgen würde, dass sich Spieler, Trainer und Betreuer gesitteter und respektvoller gegenüber dem Schiedsrichter und auch dem Gegner verhalten. Ganz im Gegenteil. Weniger Spielunterbrechungen, die Spieler konzentrieren sich auf das was sie beeinflussen können , nämlich ihre Leistung und als Nebeneffekt ist man noch Vorbild für Kinder und Amateursportler...

    Ist doch vollkommen ausreichend, wenn die Zuschauer toben und pfeifen. (denen möchte man es ja gar nicht verbieten, obwohl das zumindest auf dem eine oder anderen Amateursportplatz tatsächlich angebracht wäre.)

    Es könnte so einfach sein...

    Der Aspekt mit dem Gewicht, das Fehlentscheidungen bzw. Entscheidungen generell des Schiedsrichters auf den Spielausgang haben sorgt sicherlich dafür, dass mehr Emotionalität rund um die Entscheidung entsteht als in den genannten anderen Sportarten.

    Ich habe es im übrigen auch im Basketball schon erlebt, dass Spieler und Trainer permanent lamentieren. Nicht wegen einzelner Entscheidungen, sondern weil sie das Gefühl haben, dass generell das ganze Spiel über mehr für den Gegner gepfiffen wird.

    Die heftigen Reaktionen, auf einzelne Entscheidungen im Fußball sind aber einzigartig.

    Auf der anderen Seite sind wir alle (Medien, Zuschauer, Fußballinteressierte) doch Teil des Prozesses. Man denke nur an die Diskussion über die Rote Karte von Hummels hier im Forum vor kurzem. Oder welche Welle der Platzverweis für Dahoud wegen zu heftigem Reklamierens erzeugt hat.

    Ich bin bei nero . Die Regeln würden es hergeben, dass etwas mehr Kultur einzieht. Wichtig dabei klare Leitlinien für alle Schiedsrichter, die Konsequent umgesetzt werden.

    - Anzweifeln einer Entscheidung in Form von: "das habe ich anders Empfunden", oder die Nachfrage: "Was war der Grund für Ihre Entscheidung Herr Schiedsrichter?" sind erlaubt, so lange das auf der sachlichen Ebene von Diskussion und Kommunikation läuft.

    - sämtliche Gesten wie Abwinken, Anschreien, Fordern von Karten etc. werden beim ersten Mal ermahnt, beim zweiten Mal gibt es Gelb, beim dritten Mal erneute Ermahnung und beim vierten Mal Gelb-Rot. Im Falle von persönlichen Entgleisungen, körperlichen Attacken ist natürlich sofort rot fällig.

    Wichtig ist, dass das Thema flächendeckend (Europäische Wettbewerbe und Ligen, Amateur- und Jugendbereich) gleich gehandhabt wird. Es geht schließlich darum eine Kultur zu brechen, die sich über Jahre manifestiert hat. Wie schwer das ist, davon können Politiker und Unternehmer ein Lied singen.


    Der oben genannte Effekt, dass ein (!) Fehler bzw. der Ausgang einer strittigen Entscheidung (das muss gar kein Fehler gewesen sein) ein komplettes Spiel kippen und entscheiden kann ist dabei aber nach wie vor nicht zu vernachlässigen. Im Basket- / Handball fällt dadurch eben nur einer von vielen Treffern, der im Lauf des Spiels locker wieder aufgeholt werden kann.

    Wenn zwei Fußballmannschaften mit kompakter Defensive sich neutralisieren, dann kann der strittige Elfmeter oder die nicht getroffene Abseitsentscheidung nun mal der Gamechanger sein, der sich trotz aller Bemühungen nicht mehr geraderücken lässt.

    Deshalb ist in meinen Augen der Videobeweis im Profifußball trotz aller Nebengeräusche schon ok.

    Ihr habt natürlich beide recht. ( Fantomas & luibo )


    Man kann schon sehr früh mit kleinen Prinzipien anfangen. Das Beispiel von luibo mit den möglichst mindestens zwei Kontakten in der G ist da schon sehr gut. Dazu passt dann vielleicht noch "Alle greifen an und alle verteidigen".

    Wichtig ist aber, dass sich die Anzahl und der Anspruch der Prinzipien an den Fähigkeiten der Spieler orientiert. (Dabei gilt wie bei jedem Trainingsreiz: es darf gerne etwas mehr sein, d.h. eine leichte Überforderung schadet nicht um Reize zur Weiterentwicklung zu setzen.

    Genauso kann ich die Prinzipien innerhalb der Mannschaft differenzieren: Wenn ich 4-5 habe, die einfach weiter sind, bekommen die eben 4-5 zusätzliche Prinzipien vermittelt, sofern das im Mannschaftskonstrukt umzusetzen ist. Die anderen Spieler arbeiten zunächst mit Basic-Prinzipien, die ihrem Stand entsprechen, mit dem Ziel peu á peu weitere "dazuzuverdienen ".

    Vielleicht kann man das didaktisch tatsächlich mit "Levels" oder "Credits" darstellen, und so eine Brücke zwischen der fußballerischen Entwicklung und der virtuellen / digitalen Welt der Kids bauen.

    Das gilt es genauso zu hinterfragen.


    Allerdings reden wir da auch von Aktivitäten, die in Innenräumen oder mit deutlich mehr Kontakt stattfinden.


    Wie gesagt: fährt man Gebäudenutzung und Fahrgemeinschaften herunter, ist der Fußball mit 2G bzw. 3G für Schüler eines der ungefährlichsten Dinge, bei denen man in einer Gruppe aktiv ist.

    Dein letzter Satz ist dabei der wichtigste.

    Keine Gebäudenutzung, keine Fahrgemeinschaften, eine Gruppe.

    Das bedeutet bevorzugt Trainingsbetrieb, weil da die Gruppe fest ist.

    Spiele gegen einen Gegner im Freien, auch noch ok. Aber auch hier sollte man schon schauen, dass man nicht auf die Idee kommt Samstag, Sonntag und wenn sich noch ein Gegner in der Nähe findet auch nochmal unter der Woche zu spielen.

    Wir sollten alles tun, um sicherzustellen, dass die Kids während der aktuellen Welle weiter Sport treiben können, Training wäre da schon vollkommen ausreichend. Einzelne (gelegentliche) Spiele im überschaubaren Rahmen sind noch OK. alles was darüber hinausgeht, v.a. Turniere sollten entfallen...

    Ich kann Deinen Frust verstehen. Es ist ärgerlich, wenn man gegen einen körperlich überlegenen Gegner, der vermutlich als Tabellenführer auch einigermaßen spielstark ist gut dagegenhält und dann durch vermeintliche Benachteiligung doch verliert.

    Bei Deiner Frage zur letzten Situation hätte ich vor ein paar Jahren immer geantwortet: spielt den Ball immer ins Aus wenn jemand verletzt ist.

    Mittlerweile bin ich Fan von der Regel, die ja auch bei den Profis Einzug gehalten hat:

    der Schiedsrichter entscheidet, ob er die Partie unterbricht und dann mit Schiri-Ball fortsetzt oder ob er weiterlaufen lässt.
    Warum?: dieses ungeschriebene Gesetz der Fairness (Ball immer rausspielen, wenn jemand verletzt ist) wurde egal ob im Profi, oder Amateurbereich in der Vergangenheit zu oft Missbraucht, um Umschaltsituationen des Gegners zu unterbinden. Da wird dann mal ein Wadenkrampf simuliert oder nach einem verlorenen Zweikampf schmerzt der Knöchel so stark, dass man liegenbleiben muss. Nach der Blitzheilung sieht der betroffene Spieler aber nicht einmal die Notwendigkeit zumindest den Schiedsrichterball von der Seitenlinie zu verfolgen.

    Natürlich sind die meisten Kinder (jugendliche schon) meist noch nicht so gewieft, sich das zu Nutze zu machen, aber auch hier bleibt gern einer mal aus Frust heulend liegen, weil er den Zweikampf verloren hat etc.. Ich finde es von der Ballführenden Mannschaft dann zu viel verlangt den möglichen Gegenangriff zu unterbrechen bzw. zu entscheiden hat der sich jetzt wirklich ernsthaft verletzt und braucht Hilfe, oder hat er einfach keine Lust aufzustehen und hinterher zu rennen. Für diese Entscheidung gibt es nun mal den Schiedsrichter.

    Charles De Goal :
    das was Du beschreibst (Freundschaftsspiele im Freien) ist sicherlich handlebar und kontrollierbar und deutlich sicherer als vieles, was sonst noch so passiert.

    Nils1981 vertritt weiter oben explizit die Meinung, dass Hallenturniere kein Problem sind, weil es ja Regeln dafür gibt.

    Diese halte ich für bedenklich, weil ich überzeugt bin, dass die Regeln schwammig sind und es für einen "normalen" verein fast unmöglich ist, für eine vernünftige Umsetzung im Rahmen eines Kinderhallenturniers zu sorgen.

    Ich respektiere diese Meinung, gleich zuerst. Für mich ist das aber so etwas wie vorauseilender Gehorsam. Es gibt entsprechende Verordnungen der Länder, und an die halte ich mich. Kinder sind von Corona nahezu überhaupt nicht betroffen, die Jugendlichen und Erwachsenen haben sich nun lange genug impfen können. D.h. ich sehe keine Notwendigkeit, mehr zu tun als die Regierung anordnet.


    Einzig der Punkt mit der Belegung der Intensivbetten ist etwas, was mich nachdenklich stimmt. Aber letztlich hat die Regierung da wohl einen besseren Überblick als ich.

    Ich kann Deinen Standpunkt sehr wohl nachvollziehen, und finde es deshalb unter anderem auch nicht verwerflich, wenn man sagt: Freundschaftsspiele zwischen zwei Mannschaften im Freien, oder meinetwegen auch in der Halle sollten weiterhin stattfinden.

    Bei Hallenturnieren ist es in meinen Augen naiv zu denken, dass da nur Kinder Fußball spielen und sonst nichts pandemiebeeinflussendes stattfindet.

    Deine Aussage Kinder sind von Corona nahezu überhaupt nicht betroffen möchte ich so aber nicht stehen lassen.

    Zum Einen wären Hallenturniere egal ob Kinder mehr oder weniger betroffen sind eine Art Großveranstaltung, was angesichts der nackten Infektionszahlen derzeit einfach nicht stattfinden sollte (und wenn es nur um die Signalwirkung an die Unverbesserlichen geht, die in den letzten 3 Monaten der Meinung waren "Feuer frei alles ist vorbei!").

    Zum Anderen kenne ich mittlerweile drei Kinder / Jugendliche aus meinem näheren Umfeld, die sich von ihrer Infektion aus dem letzten Winter noch nicht wieder richtig erholt haben. Alle drei hatten übrigens damals nur leichte bis mittelschwere Erkältungssymptome.

    2x Sportler, die ihre Leistungsfähigkeit trotz halbprofessioneller Betreuung durch Trainer noch nicht wieder zurück haben. Einer hat asthmaähnliche Beschwerden, die dafür sorgen, dass er trotz begleitender Medikation beim Fußball nicht mehr in der Lage ist die gleiche Intensität wie vorher einzubringen. Der andere hat nach jedem Basketballspiel /-training Glieder und Muskelschmerzen , die eine längere Regeneration erfordern als vorher und ihm den Spaß am Auspowern, den er früher hatte nehmen.

    Die dritte im Bunde kommt jeden Mittag völlig erledigt von der Schule nach Hause, muss sich erst mal hinlegen und kann danach erst mit Hausaufgaben etc. beginnen, so dass sie ihre wenige Freizeit neben der Schule mittlerweile hauptsächlich im Bett verbringt.

    Man kann natürlich jetzt auch wieder sagen, solche Dinge kommen bei Jugendlichen in diesem Alter immer wieder vor, ich glaube aber nicht, dass es Zufall ist, dass es hier 3x unmittelbar nach einer Covid-Infektion passiert ist.

    Beim Verein meines Sohnes hat man sich zugunsten eines gesicherten Trainingsbetriebes (1x Halle / 1x draußen) dazu entschieden bis Ende Januar auf Spiele zu verzichten. Hallenturniere wurden komplett abgesagt bzw. finden eh nicht statt.

    Das ist eine Linie, die ich komplett vertreten kann.

    Das Training findet in einer festen Gruppe von max. 18 Kindern statt (aktuell ist eh immer jemand erkältet oder in Quarantäne ;)). Kinder werden 3x pro Woche getestet, Trainer sind geimpft und getestet.

    Freundschaftsspiele halt ich jetzt grundsätzlich nicht für verwerflich. Es besteht aber halt doch die Gefahr, dass es wieder zu dem einen zusätzlichen Kontakt kommt, der dafür sorgt, dass der Trainingsbetrieb des Teams auch ausgesetzt werden muss. Ich bin der Meinung, dass ein gesichertes intensives Training über 90-120 Minuten 2x pro Woche den Kindern im Moment mehr bringt, als ein Freundschaftsspiel mehr oder weniger. Außerdem bergen Spiele bei der Witterung, auch immer die Gefahr, dass sich der ein oder andere beim Draußensitzen eine Erkältung einfängt und in der aktuellen Situation deshalb gleich wieder der Schule fernbleiben muss.

    Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und ich kann verstehen, wenn andere so lange es Wetter und Regeln zulassen so lange wie möglich Spielpraxis im freien ermöglichen will.

    Bei Hallenturnieren ist für mit aktuell aber ein rote Linie erreicht. Kinder sitzen getestet mit Maske im Klassenzimmer (was auch wirklich gut so ist) und am Wochenende sollen sie dann mit 100 anderen Kindern in der Halle herumspringen und bunt durchmischt Fußball spielen und Bratwurst und Kuchen essen.

    Meine Hoffnung bleibt, dass der Trainingsbetrieb für Kinder auch Indoor bestehen bleiben darf.

    Gerne mit Erfassung der Teilnehmer auf Listen etc.

    Auf Wettkämpfe jeder Art (Turniere etc.) könnte ich zum Zwecke der Kontaktreduzierung verzichten.


    Ich fürchte aber ehrlich gesagt es kommt die große Keule.

    d.h. Schulen bleiben offen, gehen aber 1 Woche früher in die Ferien.

    Alles andere sofort zu inkl. Sport in Innenräumen.

    Die Frage ist aber doch auch, wie viele der JFG´s oder SG´s denn aus Leistungsgründen existieren.

    Bei uns in der Region fällt mir keine einzige ein, in der einer der Mitgliedsvereine in der Lage wäre ohne die SG oder JFG eine Mannschaft in der Altersklasse (ich spreche da nicht von Jahrgangsmannschaften, sondern F(!), E, D, C ... - Jugend) zu stellen bzw. wäre vielleicht der größte Verein der SG dazu in der Lage, ist aber der SG beigetreten, weil die kleineren Nachbarvereine ihre Spieler gerne ohne Vereinswechsel unterbringen möchten. Bei uns gibt es Spielgemeinschaften in der E-Jugend, die aus vier Vereinen besteht und einen Kader von 12 Spielern hat. Man kann sich ja vorstellen, wo dass in den höheren Jahrgängen hinführt.

    Die Alternative wäre, dass ein Verein wie früher zwei Jugendmannschaften hat (z.B. D und A) in der alle Kinder und Jugendlichen des Vereins untergebracht sind. Ob das dann besser ist die Kids bei der Stange zu halten, wenn der 13-jährige gegen 19-jährige spielen muss bezweifle ich.

    In meiner Kindheit auf dem Dorf sah die Jugendarbeit so aus:

    Die Vereine in der Umgebung hatte meist zwei Nachwuchsmannschaften:

    C-Jugend (manchmal auch D-Jugend je nach aktuellem Demografiestatus)

    A-Jugend

    Da alle Vereine im Umkreis ähnlich strukturiert waren fanden trotzdem immer Spiele auf Augenhöhe statt. Gewonnen hat den aber meist das Team, das mehr ältere bzw. weniger jüngere Spieler einsetzen konnte.

    Ich hatte das Glück, dass als ich im E-Jugendalter war (jünger ist man bei uns damals einfach noch nicht in den Verein gekommen) tatsächlich 12 Kinder für die Jahrgangsstufe da waren und wir so mit 3-4 noch jüngeren eine eigene Truppe bis inkl. C-Jugend durchziehen konnten. Ich hatte als einziger Altjahrgang im Team das Problem, dass ich immer wenn ich aus der Altersklasse herausgewachsen bin einen Jahrgang überspringen musste.

    d.h. als U12-Spieler habe ich C-Jugend gespielt um dann als U13-Spieler wieder zurück in die D-Jugend zu gehen und als U14 Spieler spielte ich B-Jugend und bin dann als U15 wieder zurück in die C. Ab B-Jugend gab es dann Spielgemeinschaften.

    Für mich hat das mit dem höherspielen ganz gut gepasst, weil ich oben mithalten konnte und fußballverrückt genug war die negativen Begleiterscheinungen des hochrutschens auszuhalten. Ich bin mir aber sicher, dass der Verein über die Jahre mehr Spieler verloren hat, weil sie in der Jugend in der falschen Altersklasse eingesetzt wurden als durch mangelnde Identifikation wegen Spielgemeinschaften.

    Darum bin ich grundsätzlich Spielgemeinschaften gegenüber eher positiv eingestellt. Vor allem dann, wenn sie dazu dienen Spielermangel in einer Altersklasse zu kompensieren. Genauso sinnvoll können SG´s aus Leistungsgründen sein, indem man die besseren Spieler mehrerer Vereine zusammenfasst um sie besser zu fördern und auch höherklassig spielen zu lassen.

    Voraussetzung dafür ist natürlich, dass jeder Teilverein einen Trainer / Betreuer in die SG einbringt, der sich um die Spieler kümmert und als Brücke zum Heimatverein fungiert. Ich erlebe aktuell bei meinem Jugendverein, dass die Spieler nur noch von den Eltern zur SG gefahren werden, der größte Verein der SG mach die komplette Arbeit, stellt die Trainer etc und spielt natürlich auf bei den Herren am höchsten. Da muss man sich dann als Stammverein nicht wundern, wenn die Kids den Bezug verlieren und am Ende bei dem Club landen, der sich auch die komplette Jugend über um sie gekümmert hat.

    Konnte mir den Bericht jetzt mal in der Mediathek ansehen.

    Grundsätzlich bin ich ja kein Fan von solchen Sensationsjournalismus-Produktionen.

    Wenn sich alles so zugetragen hat wie beschrieben, gibt es für mich trotz allem mehrere Schuldige.

    Ich bin da ganz bei Goodie, dass entweder bestehende Regeln durch Union übergangen oder zumindest extrem zurechtgebogen wurden. Sollte der Verein sich tatsächlich komplett Regelkonform verhalten haben, dann sind dringendst Regeln zu schaffen, die so etwas verhindern. Kinder in dem Alter gehören zu ihren Eltern. Sollten diese nicht in der Lage sein sie zu betreuen, oder eine Förderung Ihrer Begabung eine externe Unterbringung erfordern, dann entweder in einem vernünftigen Internat (was die DFL aber erst ab 15 zulässt) oder in einer "zertifizierten" Gastfamilie, aber sicher nicht in einer WG mit der beschriebenen Altersspanne.

    Ich bin mit (ohne es konkret zu wissen) ziemlich sicher, dass das Internatsverbot der DFL für unter 15-jährige eigentlich auch die Unterbringung in Gastfamilien und erst recht in WGs betrifft. Weiß hier jemand näheres über die Regularien?


    Mindestens genauso erschreckend wie die Tatsache, das Union überhaupt auf die Idee kommt 12 jährige auf diese Weise zu beherbergen, ist dass die Eltern der Kinder sich darauf einlassen. Der Gang an die Öffentlichkeit ist sicher gut um aufzuzeigen, dass hier eindeutig was falsch läuft, lenkt aber etwas vom unverantwortlichen Verhalten der Eltern gegenüber ihren Kindern ab.

    Andere Machen sich Gedanken, ob es für das Kind zumutbar ist dreimal in der Woche 30-40 km ins nächste NLZ zu fahren und hier werden Kinder mit 12 von Montag bis Freitag vom Dorf in die Großstadt umgepflanzt.

    Da fehlen einem eigentlich die Worte sowohl in Bezug auf den Verein als auch auf die Eltern...

    Sollte das tatsächlich so gelaufen sein wie in dem Artikel beschrieben, dann ist das eine Vorgehensweise, die dazu führen sollte, dass man Vereinen, die so handeln die NLZ-Lizenz entzieht, was gleichbedeutend mit dem Entzug der Profi-Lizenz wäre.

    Nicht umsonst gilt die Altersgrenze von 15 für einen Wechsel aufs Internat. Und dort wären die Kinder sicher besser aufgehoben als in irgendwelchen WG´s.

    Mindestens genauso zu verurteilen ist aber das verhalten der Eltern. Erst vernebeln einem die Dollarzeichen und der überströmende Stolz die Sicht auf die Realität und dann, wenn es nicht weitergeht, beschwert man sich...

    Eltern, die Ihr 12 jähriges Kind unter diesen Umständen weggeben, sollten sich mal Gedanken machen, ob sie überhaupt die richtigen Voraussetzungen erfüllen Eltern zu sein ...

    Das Thema ist natürlich nicht trivial und klar ist es alles andere als gerecht, dass Spieler, die geimpft sind auch wieder Einschränkungen haben. Aber die Situation, in die wir gerade hineinschlittern ist nun mal verheerend.

    In der Altersklasse in der ich unterwegs bin, ist aktuell die Impfung ja eh noch nicht möglich.

    Wenn ich aber sehe, was in dieser Altersklasse derzeit an Infektionen auftritt, meist ohne schwere Verläufe, aber noch nicht absehbar bezgl. langfristigerer Folgen bzw. ggf- Weitergabe an Ältere, wird mir schon etwas mulmig.

    Meine Priorität liegt im Moment darauf, dass Kinder und Jugendliche nicht wieder komplett auf Sport verzichten müssen und im schlimmsten Fall wieder 3-6 Monate komplett raus sind.

    Klar wünscht sich jeder Normalität und Spiele machen mehr Spaß als Training.

    Ich sehe aber die Gefahr, dass speziell Hallenturniere Ausbrücke in größerem Stil zur Folge haben und dann seitens der Politik aktionistisch der ganze Mannschaftssport wieder dichtgemacht wird.

    Darum fände ich es am sinnvollsten, wenn man sich bis März auf Training im festen Mannschaftsverbund konzentriert und das dafür auch wirklich über den ganzen Winter durchziehen kann.

    Bayern geht in die Winterpause. Die HInrunde war eh soweiso größtenteils gespielt, aber jetzt gibt es wenigstens Planungssicherheit. Wir hätten noch am Samstag ein Spiel gehabt, das wäre aber eh wegen angekündigten Schneefalls abgesagt worden.

    Was ich dabei wieder nicht verstehen ist, dass nur der Meisterschafts- und Pokalspielbetrieb eingestellt wird und nicht der Spielbetrieb generell bis auf weiteres ausgesetzt wird.

    Am wichtigsten ist doch dass die Kinder nicht wieder komplett ohne Sport durch den Winter müssen.

    Ich wünsche mit hier ein klares Signal von Politik, Verbänden und Vereinen, dass jeglicher Spielbetrieb egal ob Halle oder im Freien ab sofort eingestellt werden sollte, damit durch Kontaktreduzierung der Trainingsbetrieb so lange wie möglich aufrecht erhalten werden kann.

    Lasst mal die ersten Hallenturniere mit anschließenden Infektionsausbrüchen stattfinden, dann wird ganz schnell wieder das Sporttreiben an sich in Frage gestellt und vermutlich auch untersagt werden.

    Also sollte jeglicher falscher Ehrgeiz seitens Vereinen und Trainern ausgeblendet, und alle Energie dafür verwendet werden, dass die Kinder die Chance haben im Mannschaftsverbund (=feste Gruppe) so lange wie möglich zu trainieren.

    Somit entfallen schon mal räumliche Präferenzen wegen der Entfernung oder Vereinbarkeiten mit Ferienzeiten.

    In dem Alter deines Sohnes wird es tatsächlich auch schon "ernst" und die Vereine sprechen Spieler deutlich gezielter an, als das in jüngerem Alter der Fall ist.

    d.h. er ist in der Region sicher öfter aufgefallen, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass zwei NLZ in der Nähe auf ihn aufmerksam geworden sind.

    Wenn die beiden NLZ so nahe beieinander liegen herrscht zwischen ihnen vermutlich eine gewisse Konkurrenz um die regionalen Talente, weshalb ich eine Absprache zwischen den Trainern eher nicht vermute.

    Ich kann mir grundsätzlich nicht vorstellen, dass so etwas stattfindet. Wenn überhaupt, dann zwischen NLZ unterschiedlicher Spielklassen, wo ein Spieler, der es in dem "höheren" Verein nicht schafft vielleicht dem "niedrigeren" empfohlen wird, um ihm eine Förderung auf passendem Niveau zu ermöglichen.

    Deshalb würde ich an Eurer Stelle wie oben schon erwähnt auf alle Fälle die Chance wahrnehmen bei beiden Vereinen mit zu trainieren.

    Es gibt Euch Orientierung, wie groß der Sprung tatsächlich ist und auch die Vereine kennen zu lernen und zu prüfen, welcher besser für Euch passt.

    Viel Erfolg! Und falls am Ende aus beiden Optionen nichts werden sollte, seht es als Kompliment, dass er überhaupt auf den Schirm der Vereine geraten ist. Selbst wenn es im ersten Anlauf nicht reichen sollte, lohnt es sich weiter zu trainieren und zu arbeiten. So schnell lassen die einen nicht wieder aus den Augen...

    Wie alt ist euer Kind denn, und wo spielt er aktuell?

    Interessant wäre noch zu wissen, wie es mit der Entfernung der beiden NLZ zum Wohnort ausschaut.


    Grundsätzlich spricht gerade am Anfang natürlich nichts dagegen mehrere Optionen zu haben.

    Es hilft Euch und Eurem Sohn einzuschätzen, ob und wie man auf dem höheren Niveau mithalten kann und Feedback von zwei Seiten schadet natürlich auch nie.

    Das macht ja hoffentlich keiner. Meine Kids kicken auch sehr viel im Training und Anstellen wird so gut es geht verhindert, natürlich!

    Was ich meinte, war im Spieltag (mit Ergebnis, der Spannung, Trikots, Schiri, Zuschauer) muss ich nicht das Training fortführen, sondern lasse sie spielen und kontrolliere damit, ob das trainierte umgesetzt wird. Geht ja auch nicht anders, ich kann ja das Spiel nicht anhalten und Zeitlupe machen.

    Wir sind alle nicht weit auseinander, aber vier Tore statt zwei ist eben ein Ding, was mir nicht sonderlich gut gefällt. Beim Spieltag.

    Teilweise kann ich sogar nachvollziehen, was Du sagst.

    Ich finde Funino als Trainingsform genial und unverzichtbar.

    Im Spielbetrieb müsste es in meinen Augen tatsächlich nicht unbedingt sein, und Deinen Ansatz das Spiel dazu zu Nutzen die Erfolge des Trainings zu kontrollieren finde ich gar nicht so abwägig.

    Allerdings kann das Spiel dann eben kein 7 gegen 7 sein auf zwei eigentlich zu große Tore sein.

    d.h. in U7 und U9 müssten Anpassungen an Spielfeldgröße, Spieleranzahl und Größe der Tore gemacht werden.

    Wichtig wäre es außerdem, dass es eben nicht nur ein Spiel gibt, sondern so viele Spiele wie nötig sind, dass alle Spieler des Kaders unabhängig vom Ergebnis mit ausreichend Spielzeit bedacht werden können. Positionsrotation versteht sich ja von selbst.

    Da höchstwahrscheinlich eine Vielzahl der Trainer Wege suchen und finden würde diese Wünsche zu umgehen, wenn schon mal zwei Tore auf dem Feld stehen, ist es vermutlich einfacher wenn man Funino auch im Spielbetrieb einsetzt um den Kindern alters- und entwicklungsgerechte Wettkämpfe zu ermöglichen.

    Vorab: was Du beschreibst geht gar nicht!

    Als Neuling in Mannschaft und Verein wirst Du wenig Chancen haben hier kurzfristig etwas auszurichten.

    Du kannst natürlich mit den Eltern der anderen Kinder sprechen um herauszufinden, wie sie die Situation empfinden.

    Sollte hier die Mehrzahl ähnlich denken wie Du und sich bisher nur nicht getraut haben was zu sagen empfehle ich das Gespräch.

    Normalerweise immer mit dem Trainer direkt, so wie Du ihn aber beschreibst, könnte man auch darüber nachdenken direkt zum Vorstand oder Jugendleiter zu gehen.

    Wenn für die restlichen Eltern im Verhalten des Trainers kein Problem besteht, dann solltest Du das Thema klar und deutlich mit Deinem Sohn besprechen und ihm erklären, dass Du das Verhalten des Trainers nicht tolerieren kannst und ihm einen Vereinswechsel nahelegen.

    Sollte Dein Sohn tatsächlich die Gemeinschaft mit den anderen Jungs als so wichtig empfinden, dass er im Team bleiben will, solltet Ihr eine klare Vereinbarung treffen, dass er gerne mit seinen Freunden trainieren und spielen kann, Du ihn aber umgehend aus dem Team nehmen wirst, wenn Du feststellt, dass er sich durch das verhalten des Trainers und von Mitspielern, die dieses Verhalten nachahmen beeinflussen lässt.

    Grundsätzlich wünscht man seinem Kind natürlich einen besseren Umgang und bessere Rahmenbedingungen. Schlechte Vorbilder können aber auch zu positiven Ergebnissen führen, wenn in der Kommunikation mit dem eigenen Kind deren Verhalten entsprechend reflektiert wird und er sich ganz bewusst vom abschreckenden Beispiel des Trainers distanziert.

    Trotzdem schadet es nicht, sich mal nach Alternativen umzusehen, vielleicht findet Ihr ja eine Mannschaft, in der sich Dein Sohn auch wohlfühlen kann und in der die Rahmenbedingungen besser passen.