Beiträge von Chris

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    Erneut: Ich finde das System falsch, aber das geht zu weit, das nun grundsätzlich zu diskutieren.


    So wie es ist: Ich sehe nicht ein, warum man auf eine Ausbildungsentschädigung verzichten sollte, wenn die Ausbildung tatsächlich Geld gekostet hat (das hat sie in der Regel, und wenn es nur ehrenamtlicher Einsatz war) und wenn der aufnehmende Verein seinen Seniorenspielern Geld bezahlt.


    Du zahlst einem Seniorenspieler pro Monat mehrere hundert oder tausend Euro, aber willst mit mir um 500 Euro Ausbildungsentschädigung feilschen für den Jugendspieler, den ihr haben wollt? Ich denke nicht.


    Edit:

    Ein Erstligist hier zahlt ohne zu feilschen die Beträge, die in der Tabelle stehen, wenn er einen Spieler von uns holt. Ein anderer, der sogar reicher ist, versucht zu feilschen. Zweit-, Dritt- und Viertligisten wollen alle feilschen.

    Ich bin echt überrascht, dass das im WFV so ist.


    Das Argument mit dem finanzstarken Klub zieht bei uns in Hessen so nicht. Zwar kann der finanzstarke Verein sich theoretisch die Mannschaft "zusammenkaufen". Aber jedes Kind kann ohne Angabe von Gründen bis zum 1.11. zum Altverein zurückwechseln und ist direkt spielberechtigt. Damit wird also vorgebeugt, dass Vereine einfach so möglichst viele Spieler aufsammeln.

    Ich bin sicher, dass es auch im WFV die Möglichkeit gibt, die Sperre durch eine Ausbildungsentschädigung zu umgehen.


    Und daher ist es auch grundsätzlich OK, einen wechselnden Spieler erst einmal zu sperren.

    Sofern es keine andere Absprache gab, ist das dann ein Ding zwischen neuem und altem Verein.


    Nur zur Klarheit: Ich bin gegen dieses System. Aber man kann auch damit arbeiten.

    Ich kenne diesen Passus vom LVW bzw. WDFV


    Ich bin sehr, sehr sicher, dass das Ding vor einem ordentlichen Gericht blitzschnell kassiert werden würde, wenn dagegen jemand klagt.

    Das Ursprungsthema ist komplex genug. Ich will was Substanzielles zu Versicherungen beitragen.


    In meinen Augen ist das ein vorgeschobener Grund.


    Grundsätzlich ist erst einmal jeder über seine eigene Krankenversicherung versichert, wenn er sich beim Sport verletzt.

    Diese KV holt sich das aber gerne wieder von der Vereins-KV, sofern diese greift.


    Richtig ist, dass diese Vereins-KV natürlich nicht (!) automatisch bei Nicht-Mitgliedern greift. Das dürfte nicht verbandsabhängig sein.


    Da wir auch immer sehr viele Probespieler haben (Verein in Hessen), haben wir die von Don Quijote angesprochene Zusatzversicherung abgeschlossen, womit eben auch Nicht-Mitglieder in einem Probetraining vollen Versicherungsschutz genießen.


    Man ist also immer versichert: Entweder über die eigene KV oder eben die des Sportvereins.


    Edit zur Etikette:


    Ich erwarte von meinen Spielern, dass sie mir mitteilen, wenn sie woanders trainieren.


    Ich erwarte auch von den Spielern, die zu mir ins Probetraining kommen, dass sie ihrem Verein Bescheid geben.


    Das ist einfach genereller Anstand.

    Die Altersgrenze ist totaler Quatsch. Wie das Verbieten des Fußballtrainings insgesamt auch.
    EDIT: Vielleicht hat man die Grenze so gewählt, weil man von 0-13 gesetzlich "Kind" ist und ab 14 ist man "Jugendlicher". Da sehe ich in einer unlogischen Entscheidung wenigstens noch ein bisschen Logik und hatte mich gewundert, dass es in den letzten Wochen das Gruppentraining z.B. in Hessen bis inklusive 14 erlaubt war (noch willkürlicher gewählt als von 0-13).


    Aber wenn ihr über 100 liegt und die "Bundesnotbremse" greift, dürfen 14-Jährige nicht in 5er-Gruppen trainieren. Dann hat das Ordnungsamt einen Fehler gemacht. Wäre nicht das erste Mal, dass selbst die lokalen Stellen mit dem Wirrwarr an Regeln überfordert sind.


    Seid Ihr über 100 oder unter 100 Inzidenz?


    Falls über 100 - hast du alle 14-jährigen zuhause gelassen? 14-jährige dürfen nämlich nicht mehr in 5er-Gruppen trainieren...

    War mein allererster Gedanke am Sonntagabend.


    Habe ich dann schnell verworfen, wenn du überlegst, wie zerstört der Ruf einzelner handelnder Personen jetzt ist. Als Klub könnte man so handeln und der Ruf normalisiert sich. Aber Perez, Agnelli, die US-Eigentürmer der UK-Klubs usw., die sind absolut gebrandmarkt.

    Hätte auch nichts gegen eine Superliga in Europa. Sie müsste aber halt über den jetzigen 1. Ligen existieren und mit Auf- und Abstieg verbunden sein.


    Es gibt nur drei Lösungen dafür, dass einige Klubs wie Bayern/PSG für ihre zu groß geworden sind:


    1) Abschaffung der 50+1 Regeln, Kapital durch Investoren (siehe England)

    2) Gründung einer Superliga

    3) Komplett solidarische Verteilung von akquirierten Finanzmitteln, so dass jeder dieselben Startbedingungen hat bei TV-Einnahmen etc.


    zu 1) Finde ich nicht gut, siehe Entwicklung aktuell mit diesen Investoren

    zu 2) einzig gangbare Lösung, aber nicht so wie jetzt durchgeführt

    zu 3) wird niemals passieren, wäre mir die liebste Lösung

    Da werden teilweise ein paar Dinge durcheinander geworfen.


    Die großen Klubs versuchen seit Jahren, die UEFA zu erpressen, immer mehr Geld aus der Champions League zu pressen. Wenn die UEFA nicht mehr Geld anbietet, wird konsequent mit der "Super League" gedroht. Ergebnis waren bisher immer mehr Reformen, die mehr Garantiesummen in der CL hervorriefen, aber den Modus - aus meiner Sicht und dem der meisten Fans - unattraktiver machen.


    Bei der UEFA war quasi niemand von diesen Ideen überzeugt, sie wurde schlichtweg erpresst. Das hat sogar dazu geführt, dass die UEFA intern massiv einsparen musste, quer durch (fast) alle Abteilungen, nur um NOCH mehr Geld garantiert an die Großklubs abführen zu können. Um damit noch mehr Spieler teuer bezahlen zu können (und Berater).


    Zuerst sah es so aus, als würde dieses Jahr wieder das übliche Spiel stattfinden: Großklubs erpressen die UEFA, drohen mit Super League. UEFA knickt ein, schafft einen neuen Modus, der wieder mehr Geld hervorbringt (die CL-Reform, von der jetzt die Rede ist).


    Anscheinend haben die Großklubs aber einen Investor, der ca. das Dreifache an Geld garantiert, was die UEFA mit der neuesten CL-Reform garantieren würde. Außerdem wird - und das ist der wohl wichtigste Punkt - die Teilnahme der Großklubs quasi garantiert, auch wenn sie in den nationalen Ligen nicht gut genug sind. Vor allem in diesem Punkt war die UEFA eher nicht zu Zugeständnissen bereit.


    Das war für einige (außer BVB, Bayern, PSG) Anlass genug, dieses Mal wohl Ernst zu machen.


    Die Bemerkung mit den Fans als Heuchler stimmt: Solange TV-Abos und Merchandise gekauft wird, so lange geht das endlos so weiter. Die Großklubs sind zunehmend international fokussiert, haben längst mehr Interesse an Fans in Asien und Afrika als in der eigenen Stadt.

    Wahre Worte.


    Abbruch von Ligenspielbetrieb ist völlig ok, was die Begleitumstände betrifft, insbesondere bei höheren Ligen ist das nicht durchführbar (lange Anfahrten, Fahrgemeinschaften, Spielbetrieb ohne Kabinen ab gewissem Alter und Fahrtstrecke schwer vorstellbar.


    Aber: so schnell wie möglich sollten Freundschaftsspiele (keine Turniere oder LVs) erlaubt sein, ohne Kabinen, im nahen Umfeld (keine weiten Anfahrtswege).

    Das klang nur so allgemeingültig, weshalb ich dir nur sagen wollte, dass sich nicht überall so daran gehalten wird, wie es nötig wäre. Es ist nur immer schwierig, Einzelfälle auf die Allgemeinheit zu übertragen.

    Von positiven Einzelfällen rede ich ja nicht, sondern von negativen Einzelfällen. Ich habe 2020 insgesamt 30 Vereine bei mir im (Um-)Kreis erlebt und davon war eben ein einziger der Einzelfall, bei dem es nicht vernünftig lief. Bei dieser Gesamtzahl darf man sich sicherlich ein Urteil erlauben und das auch auf die Allgemeinheit (wenn auch lokal beschränkt) übertragen!


    Du hast offenbar andere Erfahrungen gemacht, das ist bedauerlich und ich lasse das gerne auch in meine persönliche Bewertung einfließen. Bis eben war für mich aber klar, dass Vereine, Eltern und Trainer Wert darauf legen, sich an die Regeln zu halte

    Meine Erfahrung ist eine andere. Definitiv.


    Ich bin immer noch für Training draußen und halte das für ungefährlich. Aber es läuft sicher nicht alles gut und sorgfältig.

    Auch wenn man es manchmal meinen möchte, sind die Leute, die sowas entscheiden, ja nicht nur doof.


    Es geht im Endeffekt nicht darum, dass man das Sporttreiben im Freien für gefährlich hält, sondern all das, was damit verbunden ist. Da geht es nicht mal um Kabinen.


    Es geht um Mobilität. Seit wir wieder trainieren, kommen Spieler wieder mit dem ÖPNV auf unser Gelände. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet, ob man das nun abrät oder nicht, usw. usw.

    Und diese Hygienekonzepte haben im Sommer ganz sicher nicht überall immer richtig funktioniert, auch wenn das gerne behauptet wird.


    Es geht also um diese Begleiterscheinungen. Sehr schwierig, das richtig zu entscheiden.


    Damit wir uns richtig verstehen: ich halte die Risiken eines Trainingsbetriebs (für alle) für vertretbar. Aber es ist nicht so, dass das alles total dufte und problemlos ist und mit Hygienekonzepten ja problemlos läuft.

    Nein, das ist genau diese Überdramatisierung, die Eltern und Trainer gerne machen.


    Ich kann mich noch sehr gut an die Umstellung erinnern. Da wurden Weltuntergangsszenarien entworfen, ganze Mannschaften würden aufhören, jede Menge Spieler dem Fußball verloren gehen, usw. usw.


    Was ist passiert?
    Die Umstellung und Trennung von Schulfreunden verlief völlig problemlos. Warum sollen Kinder nicht im Sport ein paar neue, andere Freunde kennenlernen, als nur die aus der eigenen Klasse? Erweiterung des Horizonts und so...


    Und übrigens kann auch weiterhin in einer Mannschaft gespielt werden mit Schulklassen - man muss dann nur in Kauf nehmen, dass die Ergebnisse nicht so gut sind...


    Indem man die Mannschaft eben ein halbes Jahr nach "oben" meldet.

    Für mein Verständnis und meine Corona-Erfahrung muss ein Inzidenzwert unter 50 liegen, damit die Gesundheitsämter Kontakte nachvollziehen können, ein Lockdown beendet wird und z.B. Fußball wieder erlaubt wird (so war es 2020). Jetzt lese ich von Niedersachsen, dass sie völlig unrealistisch unter 10 kommen wollen. Warum durfte im Oktober bei 50 gespielt werden, jetzt müssen aber 10 erreicht werden?

    Ich will nur kurz hierauf antworten, das ist nicht meine Argumentation, aber ich sehe, dass es in diese Richtung geht:


    Warum wird nicht wieder so geöffnet, wie es im Sommer/Herbst war, wen wir 50er-Werte erreichen? Die Logik dahinter ist doch genau diese, dass die Infektionszahlen mit den Öffnungen wie im Sommer/Herbst und den damaligen 50er-Werten in den Folgewochen explodiert sind. Also wird eben nicht dann direkt alles wieder erlaubt, um keine dritte Welle zu erhalten.

    Heiner Da du ja auch aus Hessen kommst - das ist theoretisch in Hessen erlaubt. 2 Sportler dürfen zusammen trainieren, egal welche Sportart (Indoor ist schwieriger).


    Es können auch mehrere 2er-Gruppen auf einem Sportplatz individualsportlich tätig sein.

    Findest du alles hier: Landessportbund Hessen e.V.


    Es hängt dann eben davon ab, ob die Kommune den Sportplatz dafür öffnet oder geschlossen lässt. Frankfurt z.B. hat die Sportplätze offen gelassen, Wiesbaden so weit ich weiß geschlossen.

    Bei uns sind die Ämter und Behörden ohne Publikumsverkehr... Meine Frau ist zb beim Jobcenter. Pro Büro 1 Mitarbeiterplatz. Bei Bewegung über die Flure mit Maske. Direkter Kundenkontakt so gut wie gar nicht mehr. Ich in der Industrie... Direkt am Arbeitsplatz ohne Maske... Kann man den Abstand nicht einhalten sofort Maske auf. Bewegung durch die Halle nur mit Maske.... Innen Stadt.. Wochenmarkt nur mit Maske... Dann brauchen wir nicht über 2 Kinder und Trainer auf dem sportplatz zu reden... Das ist in meinen Augen grob fahrlässig

    Das kann man diskutieren. Vielleicht nicht in diesem Thread.


    Wie siehst du den in dem Zusammenhang die Tatsache, dass NLZs ganz normales Mannschaftstraining abhalten können (U15 und älter)?

    Ich war sowohl im NLZ (auch wenn es länger her ist) als auch im Breitensportverein und kann das, was Sir Alex schreibt, fast komplett bestätigen.


    Grundsätzlich liegst du auch nicht falsch, aber Dir fehlt einfach ein bisschen der Einblick in Details, oft spielt z.B. auch die U12 als U13 und wird auch in fussball.de so gelistet, während die U13 gar nicht gelistet wird oder als C3 o.ä.


    Die Aussage, dass die NLZ-Trainer nicht so oft kritisiert werden, wie die Trainer im Breitensportverein, ist leider auch sehr falsch. Da ist die Kritik oft noch viel größer, das läuft halt oft aber hinter dem Rücken ab und nicht so offen.


    Dass der Ergebnisdruck nicht so groß ist im NLZ und die Sportlichen Leiter ja nicht so eindimensional denken würden, ist leider zu 80-90 Prozent auch falsch. Man sagt es anders, man verkauft es anders, aber wenn die Ergebnisse nicht stimmen, musst du dich sofort erklären. Wenn du angesehen bist, überstehst du ein Jahr ohne gute Ergebnisse. Ein zweites aber in der Regel nicht. Absteigen, wie Sir Alex schon meinte, ist ein absolutes No Go.


    Umgekehrt ist es aber eben auch nicht so, wie Sir Alex meinte, dass im Breitensportverein es so viel leichter sei, die schwachen Spieler mitlaufen zu lassen - denn die zerstören dir in der Tat auch die Ergebnisse sehr einfach (siehe Ausführungen von Don Quijote) - mal dahingestellt, wie schlimm das nun ist.


    Ich würde es daher relativ einfach zusammenfassen: Schwache Spieler ziehen dich ergebnistechnisch runter, egal ob NLZ, ambitionierter Breitensport oder normaler Breitensport.

    Generell möchte ich dir was die SP Trainer betrifft nicht widersprechen, die Qualität ist nicht so, wie sie vielleicht sein sollte, das weiß man aber auch beim DFB.


    Angebot und Nachfrage eben...


    Was die NLZ betrifft muss ich dir aber widersprechen - es gibt kaum Mannschaften, die so sehr den RAE im Negativen fördern, wie die NLZ... Deren Kader bestehen oft zu 80 oder mehr Prozent aus Spielern der ersten Jahreshälfte, oft sogar des ersten Quartals.

    Lieblinge gibt es auf jeden Fall. Da sollte man sich als Trainer selber auch immer wieder kritisch hinterfragen. Ich weiß, dass ich welche habe. Das lässt sich schwer vermeiden denke ich. Die wissbegierigen, fleißigen Spieler, die schnell Dinge kapieren, sich selber ausprobieren, mitziehen, usw.

    Ich denke jeder Mensch "klickt" mit anderen Menschen.

    Ich versuche oft, mich zu hinterfragen: "Wenn Spieler X ("Liebling") das jetzt gemacht hätte - würde ich genauso reagieren wie bei Spieler Y?" Das hat schon einige Male dazu geführt, dass ich Entscheidungen überarbeitet habe.


    Aber: Eltern denken sehr oft, dass Entscheidungen fallen, weil Trainer Lieblinge haben. Oft stecken da auch ganz andere Gründe dahinter. Häufig auch mangelndes Wissen (z.B. taktische Überlegungen, taktische Stärken etc.) oder Fokus nur auf das eigene Kind, während ein Trainer Fokus auf alle legt.