Frustabbau-Thread

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
  • bis einschl. U13 100%.
    Ab U15 beginnt es zu kippen, ab der U17 sinkt es bis zu 0%.


    Entschuldige bitte die harten Worten: Aber das absoluter Blödsinn. Das kippt viel früher. Ich könnte dir aus eigener Erfahrung mind, 30 Beispiele nennen, die das widerlegen. Bei U9 sind wir vielleicht bei 90%. In der U13 sind wir bereits weit unter 50%.


    Wenn Mädchen bei Mädchen die Prioritäten auf reine fussballerische Entwicklung liegen würde, könnte man vielleicht zustimmen. Aber dann auch nicht als reine Mädchenmannschaft.

    Ja, ich habe das falsch gelesen. Ich hatte im Sinn, "bis wann können sie ohne Weiteres bei den Jungs mithalten".

  • Entschuldige bitte die harten Worten: Aber das absoluter Blödsinn. Das kippt viel früher. Ich könnte dir aus eigener Erfahrung mind, 30 Beispiele nennen, die das widerlegen. Bei U9 sind wir vielleicht bei 90%. In der U13 sind wir bereits weit unter 50%.


    Wenn Mädchen bei Mädchen die Prioritäten auf reine fussballerische Entwicklung liegen würde, könnte man vielleicht zustimmen. Aber dann auch nicht als reine Mädchenmannschaft.

    Ja, ich habe das falsch gelesen. Ich hatte im Sinn, "bis wann können sie ohne Weiteres bei den Jungs mithalten".

    So hätte ich die Frage auch verstanden, kann sie aber im Fussball mangels Erfahrungen nicht beantworten.

    Zumindest in anderen Mannschaftssportarten würde ich aber deiner Aussage "bis einschl. U13 100%. Ab U15 beginnt es zu kippen, ... " eher zustimmen.


    Die körperlichen Unterschiede beginnen ja erst mit der Pubertät, und dass die sehr sehr unterschiedlich früh oder spät startet kann, aber bei Mädchen i.d.R. früher beginnt, ist Tatsache.

  • Bisher toller Auftakt mit viel Spielzeit. Im oberen Drittel der Leistungsklasse, jetzt zicken die ersten Eltern rum.


    Könnte diesen Ohrwurm abspielen " Du bist gut genug" aber leider ist nie gut genug

  • Unterschiede im körperlichen Leistungsstand bei Mädchen und Jungen beginnen schon viel früher. Welchen Anteil daran der Sozialisierung und die unterschiedliche körperliche Entwicklung (u.a. Pupertät) hat, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Die Ausarbeitung der Bedingungen für das deutsche Sportabzeichen erfolgen nach empirischen Untersuchungen. Da gibt es schon ab 8 Jahren Jährigen Unterschiede v.a. im Ausdauerbereich. Beim Sprint gibt es in der ambitionierten Kategorie (Gold) tatsächlich erst bei den 13jährigen deutliche Abweichungen zwischen Jungen und Mädchen, aber bei Bronze gibt es schon ab 8 Jahren große Unterschiede. Daraus ließe sich ableiten, dass ambitionierte Mädchen körperlich sehr wohl bis 13 mithalten können, aber der Durchschnitt der Mädchen eben nicht. Das deckt sich auch mit meinen Beobachtungen. Nicht nur im Fußball, auch im Handball.


    Und da wir jetzt schon etwas offtopic sind.... Was mich im Mädchen Fußball ärgert, ist die Tatsache, dass es immer noch Eltern gibt, die ihre Mädchen nicht zum Fußball lassen, weil das ein Jungensport wäre. Dadurch gehen auch geschätzt mind. 10% der Spielerinnen verloren.

  • Also aus meiner Erfahrung raus kippt das spätestens im 2. E-Jugendjahr. Ab da sind 90% der Mädchen körperlich komplett unterlegen.

    Keine Ahnung ob meine Jungs da bisher immer früher entwickelt waren aber so war es bei mir.


    Da gibt es aber auch beratungsresistente Eltern.

    Ich hatte ein Mädel das hat technisch fast alle in die Tasche gesteckt, konnte aber körperlich nicht gegenhalten.

    Ich habe dem Vater mehrfach gesagt das er mit ihr in den Nachbarort zur Mädels-Mannschaft wechseln soll. Die erste Frauenmannschaft von denen pendelt zwischen 2. und 3. Liga.

    Hat er dann im letzten Winter endlich gemacht. Spielzeit verdreifacht. Diesen Sommer wurde sie in die C-Jugend Verbandsauswahl berufen.

  • In der U11 haben Mädchen im Schnitt knapp 5% körperliche Nachteile im Vergleich zu Jungs im Bereich Schnelligkeit / Ausdauer. Damit kann man durchaus bei den Jungs mithalten. Natürlich will ich hier aber keinen Vorteil reindiskutieren.

    Mit einsetzen der Pubertät, geht die Schere rapide auseinander.


    Was ich allerdings vor allem sehe ist, dass die Jungs im Durchschnitt deutlich mehr Stunden auf dem Bolzplatz verbringen, als Mädels. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass Mädels in Jungsmannschaften sehr oft deutlich in der Unterzahl sind und mit den Jahren immer mehr zu Einzelkämpferinnen werden. Da fehlt oft die Gruppe. Wer sich da bis zur U13 durchbeißt, hat wirklich Talent und Motivation. Es müsste einfach mehr reine Mädchenmannschaften geben, oder man darf einfach den Zeitpunkt nicht verpassen dorthin zu wechseln. Da müssen wir Trainer schauen, dass dieser Wechsel auch begleitet wird. Die Eltern haben das nicht zwingend auf dem Schirm.


    Was ich auch schon gesehen habe ist, dass Mädchen aus der U15 in U13 Mannschaften gespielt haben. Mit Talent geht das...

  • Aus meiner Erfahrung passiert das etwa in der C-Jugend. Und dies deckt sich auch mit den Entwicklungsschüben bei Mädchen und Jungen im Allgemeinen und es deckt sich mit den Mannschaftskadern anderer Vereine, gegen die wir spielen. Bis Ende D-Jugend waren da die Mädels noch dabei und es wurden in der Folgezeit rapide weniger.

  • Ich bin mal gespannt, ob das Thema Jungs/Mädchen jemals endet.


    Die Kleinen fangen Mixed an und fertig.

    Wenn die Mädchen nicht mehr mithalten können, verweist man sie an geeignetere Teams. So wie ParkerS es auch gesagt hat und so wie man es übrigens auch mit Jungs macht, die nicht mehr mitkommen.

    Mit den Besten zu siegen kann jeder. Du musst es mit allen können!

  • Wenn die Mädchen nicht mehr mithalten können, verweist man sie an geeignetere Teams. So wie ParkerS es auch gesagt hat und so wie man es übrigens auch mit Jungs macht, die nicht mehr mitkommen.

    Dafür muss es allerdings auch ausreichend Mädchenteams geben. Und die gibt es halt nicht, wenn sich im Verein niemand darum kümmert, wenn Spielerinnen aufhören zu dohen.

  • Meine Erfahrungen - leider schon fast 20 Jahre her - ist, dass die Mädchen, die wirklich spielen wollen fast alle im oberen Leitungsdrittel lagen, wobei eben damals (im königlichen BFV) Mädchen nur bis zur u13 mit den Jungs spielen durften. Das war in NRW anders, da durften sie mit Ausnahmegenehmigung bis zur u17 spielen, und die, die ich gesehen habe waren auch im oberen Leistungsdrittel.

    Einmal editiert, zuletzt von dschibi () aus folgendem Grund: Teppfuhler

  • Revolution in unserer G-Jugend. Kadergröße für die Spieltage wird nun auf 8 Spieler begrenzt um die Spielzeit zu erhöhen. Auch müssen "schwächerer Kinder" auf die Warteliste wenn es gegen stärkerer Gegner geht. Btw. Älterer Jahrgang!. Begründung: Man muss Chancen auf einen Sieg haben, weil die Kinder sonst den Spaß an Fußball verlieren würden. Weitere Felder aufbauen, dass die Kinder eine Spielrunde untereinander mit Leibchen spielen ist keine Option. Das würde den Kindern keinen Spaß machen. Diese Beobachtung hatte ich eigentlich nicht so recht, als ich das Team noch betreut hatte. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich kann es zwar grundsätzlich nachvollziehen. Aber mir kommt es ein wenig vor wie Ergebnisorientierung, Leistungsdruck und Trainer-Ego. Was meint ihr?

  • Also ich verstehe nicht warum das an anderen Gegenden nur so umständlich funktioniert. Sicherlich sind die Vorraussetzungen im urbanen Raum anders als bei uns auf dem Dorf aber die Problems sind eigentlich nur in den Köpfen von Erwachsenen.


    Bei uns läuft das völlig unkompliziert. Vier Vereine treffen sich zu einem Turnier. Wir bauen Felder auf je nach Anzahl der Teams (meist 3-5) und dann spielen wir Championsleaugemodus. Wir teilen die Teams entsprechend nach Leistungsniveau (in der Regel korreliert das mit dem Alter bzw. Trainingsalter) ein und kommunizieren das auch mit dem Gegener genau so.

    Alle die wollen können spielen. Wir haben in der Regel eine große G-Jugend, bei uns sind das dann oft 2-4 Teams. Oft sind die Spiele einigermaßen ausgeglichen. Wenn nicht dann mit Überzahl 4vs3 oder 4vs2.


    Wenn man das ganze Kinggerecht begleitet, hat ein G-Jugendlicher in der Regel auch persönliche Erfolgserlebnisse. Die Ergebniss sind meist schnell vergessen.


    Fertig ist das Erlebnis.

  • Warum erlischt das Interesse von Trainern und Vereinen an Spielern sofort, wenn sie nicht im eigenen Team spielen wollen? Wir in der letzten Dekade mehr als ein dutzend Spielern, Kontakte für andere Mannschaften vermittelt, sowohl stärkere als auch schwächere Teams, wenn sie drohten mit dem Fußball aufzuhören.


    Bei Mädchen im Jungenfußball erleben wir das gerade extrem. Spielerinnen werden wortlos aufgegeben, statt auf Mädchenmannschaften ind der eigenen Umgebung, schlimmer noch in bestehenden Spielgemeinschaften, hinzuweisen. Gerade am Wochenende wieder erlebt. Eine Spielerin hatte bei den Jungen keine Chance, Dauergast auf der Bank, aufgehört weil ihr keine Perspektiven aufgezeigt wurden. Und das obwohl es eine Asprache mit der Jungenmannschaft, bzw. dem Verein gab. Nach kurzer Recherche betrifft das vier Spielerinnen. Drei haben sich jetzt für ein anderes Hobby entscheiden, die oben angesprochene Spielerin ist nach einem Jahr Pause zu einem anderen Verein gewechselt. Immerhin ist die dann dem Fußball treu geblieben.

    Weil es kaum händelbar ist, mit allen Jugendspielern und Jugendspielerinnen, die nicht mehr im Verein sind, in Kontakt zu bleiben.

    Wer soll das denn machen?


    Ich habe es als Trainer meist noch hinbekommen mit Spielern in Kontakt zu bleiben, wenn sie gewechselt waren. Aber sobald ich den Jahrgang gewechselt hatte, klappte das meistens nicht mehr.


    Dafür bräuchte man sportliche Leiter, Teammanager oder ähnliches.
    Unser Teammanager im Herrenbereich pflegt eine riesige eigene Datenbank mit allen ehemaligen Spielern oder allen Spielern mit denen er mal in irgendeiner Art in Kontakt war. Da hat sich in den 10 Jahren, seit denen er diese Rolle macht, ein großes Netzwerk aufgebaut, auf das er zurückgreift, wenn es um Neuverpflichtungen geht.

    Dort sind auch alle unseren ehemaligen Jugendspieler drin, die aus irgendwelchen Gründen aufgehört oder gewechselt hatten.


    Im Jugendbereich halte ich das aber kaum für machbar.

  • golfstrom Ich denke, du hast mich falsch verstanden. Ich möchte doch nicht, dass Monate oder Jahre nachdem ein Spieler aufgehört hat, mit dem oder der Spielerin in Kontakt bleiben - mit den Spielern oder Spielerinnen sowie nicht direkt, hoffentlich sind die Eltern gemeint. Aber direkt, wenn ein Kind aufhört, spricht man doch noch einmal mit den Eltern, oder etwa nicht? Und genau in dem Gespräch bietet man andere Möglichkeiten an. Meistens merkt man doch sogar als Trainer, wenn ein Kind kurz vorm Aufhören ist, dann wäre doch auch ein Gespräch sinnvoll.


    Auch so eine große Datenbank halte ich nicht nur für übertrieben sondern rechtlich sogar für problematisch

  • golfstrom Ich denke, du hast mich falsch verstanden. Ich möchte doch nicht, dass Monate oder Jahre nachdem ein Spieler aufgehört hat, mit dem oder der Spielerin in Kontakt bleiben - mit den Spielern oder Spielerinnen sowie nicht direkt, hoffentlich sind die Eltern gemeint. Aber direkt, wenn ein Kind aufhört, spricht man doch noch einmal mit den Eltern, oder etwa nicht? Und genau in dem Gespräch bietet man andere Möglichkeiten an. Meistens merkt man doch sogar als Trainer, wenn ein Kind kurz vorm Aufhören ist, dann wäre doch auch ein Gespräch sinnvoll.


    Auch so eine große Datenbank halte ich nicht nur für übertrieben sondern rechtlich sogar für problematisch

    ja könnte man machen, aber was dann ? Das Kind zum Fußball zwingen ? Wenn der Entschluß gefasst ist gibts meist kein zurück. Diese Jungs / Mädels kehren dann nur noch im Seniorenbereich in den 2 und 3 Mannschaften dieser Welt auf

  • golfstrom Ich denke, du hast mich falsch verstanden. Ich möchte doch nicht, dass Monate oder Jahre nachdem ein Spieler aufgehört hat, mit dem oder der Spielerin in Kontakt bleiben - mit den Spielern oder Spielerinnen sowie nicht direkt, hoffentlich sind die Eltern gemeint. Aber direkt, wenn ein Kind aufhört, spricht man doch noch einmal mit den Eltern, oder etwa nicht? Und genau in dem Gespräch bietet man andere Möglichkeiten an. Meistens merkt man doch sogar als Trainer, wenn ein Kind kurz vorm Aufhören ist, dann wäre doch auch ein Gespräch sinnvoll.


    Auch so eine große Datenbank halte ich nicht nur für übertrieben sondern rechtlich sogar für problematisch

    ja klar, bei anstehenden Vereinswechseln oder der Gefahr, dass das Kind/Teenager mit dem Sport aufhört, sollte man definitiv nochmal miteinander sprechen.

    Ich habe gerade in meinen ersten Jahren als Trainer es immer sehr persönlich genommen, wenn ein Kind/Teenager mit dem Sport aufhört oder die Sportart wechselt, mich immer stark hinterfragt und schlechtes Gewissen gehabt.

    Mit der Zeit habe ich natürlich gelernt, dass man nicht jeden bis zum Ende des Nachwuchsfussballs mitnehmen kann und es auch immer Veränderungen geben wird.

    Bei manchen merkt man schon als Trainer, dass das Interesse nachlässt, das Kind nicht mehr so häufig zum Training kommt etc.

    Es gab aber definitiv auch überraschende Beendigungen, die für mich nicht erkennbar waren oder sehr plötzlich in den Sommerferien die Erkenntnisse kamen, dass man etwas anderes machen möchte.