Beiträge von golfstrom

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    Was cooles, was mich richtig erstaunt hat. Probiert in der E mal Fussball-Tennis aus.

    Mein Sohn kam am Sonntag damit um die Ecke. Wir haben gestern und heute auf Kunstrasen gespielt. Mehrere kleine Tore zusammen als Netz und ein Feld mit Hütchen aufgebaut.

    Regeln: der Ball darf 3 mal aufkommen und man darf 3 mal den Ball berühren.

    Das hat richtig toll geklappt und richtig Spaß gemacht.

    Ich werde das demnächst mal im Training ausprobieren

    Ja, Fussballtennis kannst du in allen Altersklassen machen. Je nach Alter und Niveau dann, wie du schon geschrieben hast, mit unterschiedlicher Anzahl wie oft der Ball aufkommen darf.

    Es kann schon sein, dass dort Unterschiede zu beobachten sind, wenn man genau hinschaut und das analysiert. Ich habe über den Stand des Mondes aber nie Gedanken gemacht als potentielle Ursache.

    golfstrom Natürlich erwarten wir Trainer von den Kindern, dass das Training und die Spiele eine zentrale Rolle bei der Freizeitgestaltung spielt.


    Wenn die Kinder sich für einen Mannschaftssport entscheiden, dann müssen sie auch bereit sein "Opfer" zu bringen. Dann geht man halt mal eine Stunde späte zum Geburtstag eines Freundes. Dann versucht man einen Arzttermin auf einen anderen Tag als den Trainingstag zu verschieben. Irgendwann kommt auch einmal der Punkt, wo sich ein Spieler entscheiden muss, ob er z.B. Handball und Fußball zeitgleich betreiben kann. Wenn sich die Spieler dann entscheiden, mit Fußball aufzuhören, dann finde ich das Schade aber ich kann es niemanden verübeln.

    Was ich aber schwer oder gar nicht akzeptieren kann ist dieses Cherrypicking: "Ich komme nur zum Training, wenn sonst nichts anliegt." Wir -Eltern/Kinder etc.- müssen mal wieder lernen Entweder-Oder-Entscheidungen zu treffen.

    ParkerS - ich bin absolut bei dir und sehe das ganz genauso wie du. Ich bin seit 15 Jahren Trainer in einem Breitensportverein in den Altersklassen E-B-Jugend und habe früher selbst auch gespielt, aber genau diese verpflichtende Teilnahme sehen die Leute und auch Eltern heutzutage leider nicht mehr in der Häufigkeit so.


    Ich spreche in den Elternversammlungen und Besprechungen mit den Kindern dies auch immer genauso an wie du und versuche auch ein Verständnis zu vermitteln, dass auch wir Trainer es als respektlos uns gegenüber empfinden, wenn Unzuverlässigkeiten vorhanden sind.

    In der Praxis wird dann immer fleißig zugestimmt bei den Versammlungen und man spürt in den ersten Wochen danach auch immer eine Verbesserung, aber spätestens nach einigen Wochen sind wir wieder beim selben Punkt.


    Ich habe auch das Gefühl, dass heute einfach die Kids und Teenager empfindlicher sind. Sie sind nicht mehr so bereit, sich auch mal leicht angeschlagen durch ein Training zu quälen.

    Ich hatte zeitweise auch den Montag als Trainingstag einige Jahre und wir haben häufig Sonntags unsere Punktspiele gehabt.

    Was denkt ihr wie häufig wir Montags Absagen hatten mit Knie tut weh, Schmerzen vom Spiel, usw.

    Einige sogar ganz dreist mit "Muskelkater".

    Ich bin dann immer darauf eingegangen, dass dies nunmal dazugehört und sich auch rausläuft etc., Muskelkater in dem Sinne keine Krankheit ist.


    Dazu kommt, dass viele Kids mittlerweile in Ganztagsschulen sind. Das bedeutet, dass bestimmte Termine bei Ärzten, Friseur etc. nunmal häufig in den kurzen und wenigen Zeitfenstern am Nachmittag stattfinden.

    Manche Kids werden von den Eltern auch zu Hobbies regelrecht getrieben. Also die müssen dann noch zur Musikschule, oder in die Theatergruppe etc. Mitunter wollen die Kids das auch. Es gibt einfach mehr Angebote heutzutage und der Fußball steht nicht mehr als einziges Angebot komplett alleine da, wie das früher häufig so war.

    Guter Punkt.

    Für uns Trainer steht der Fußball sehr häufig im Mittelpunkt unserer Freizeitgestaltungen und wir neigen dazu dies auch von den Kindern und Jugendlichen zu erwarten.


    Was ich merke ist, dass ganz häufig der Familienhintergrund entscheidend dafür ist, dass du Kinder für den Fußball anzünden und begeistern kannst.


    Ich habe bislang kaum Familien erlebt, wo die Eltern sich nicht für Fußball interessiert haben, aber das Kind komplett fußballfixiert ist.

    Oftmals sind Kinder und Jugendliche aus solchen Familien auch die, die gerne mal absagen oder andere Dinge über den Fußball stellen.


    Und dann gibt es eben die fußballbegeisterten Familien, die ihrer Freizeitplanung um die Spiele und Trainings gestalten.

    Vielen sehr unterschiedliche Dinge, die du hier aufzählst.


    Individuelle Technik - du sagst, dass deine Spieler Probleme mit dem ersten Kontakt haben!

    Das ist ein ganz wesentlicher Aspekt. Nur wenn dieser kontrolliert und gut ist, können sinnhafte Folgeaktionen passieren.

    Also hier musst du erstmal ansetzen. Stelle die Technik mehr in den Mittelpunkt. Das ist bei B-Jugendlichen nicht mehr ganz so einfach, wie bei E- oder D-Jugendlichen. Da gibt es teilweise schon sehr eingeschliffene Verhaltensweisen.


    Konzentration - nehme mal die Konzentration raus aus deinen Analysen!

    Das wird immer gerne als Ausrede mit ins Spiel genommen. Aber niemand konzentriert sich absichtlich nicht. Normalerweise ist ein Spieler im Gedanken im Spiel und alle Sinne sind geschärft.

    Wenn Spieler mal abtauchen im Spiel, dann ist ihnen eher nicht bewusst, was sie tun sollen, wenn sie nicht am Ball sind. Mache ihnen klar, dass sie normalerweise nur max. 10 Prozent der Spielzeit überhaupt am Ball sind.

    Gebe ihnen Aufgaben für die restlichen 90% mit!

    Das kann Coaching sein, die Mitspieler unterstützen kommunikativ, pushen, supporten (Hintermann etc.).

    Dann tauchen sie auch nicht ab im Spiel, sondern bleiben geistig im Geschehen und sind grundsätzlich wacher.


    Spielsystem und Verantwortung:

    Das sich viele Spieler in kleineren Vereinen auf ihre Leistungsträger verlassen und ihnen die Verantwortung zuschieben, hat zumeist mit den enormen Leistungsgefällen in Dorfklubs oder kleineren Vereinen zu tun. Aus meiner Erfahrung heraus ist dies der Punkt, den du am schwierigsten herausbekommen wirst. Dein Kapitän ist den restlichen Spielern vermutlich deutlich überlegen technisch und vielleicht auch körperlich, dass die Chancen, dass er etwas Produktives kreiert einfach höher sind, als wenn die technisch schwächeren Spieler etwas probieren. Und das wissen schlicht und ergreifend auch alle Spieler auf dem Platz.

    Hier kannst du nur probieren über Spielformen und Zwangsregeln Besserung reinzubekommen. Bspw. jeder muss vor einem Tor am Ball sein, oder jeder Spieler muss in Trainingsspielen ein Tor erzielen bevor das Spiel gewonnen werden kann.


    Du schreibst der Stürmer soll immer auf die Ballbesitzseite verschieben.

    Das sehe ich komplett anders. Ein Stürmer sollte sich eigentlich in die freien Räume bewegen, damit er unbedrängter zum Abschluss kommen kann. Er muss sich also eher aus dem Pulk lösen und entweder in die Tiefe gehen oder auf die andere Seite bewegen oder dort anspielbereit sein und Laufwege anbieten, damit Pässe entstehen können. Aber das ist auch ein wenig Philosophiefrage. Es gibt auch mitspielende Stürmer, die in Passstaffetten eingebunden werden etc.

    In vielen Ländern ist der Sport relativ fest mit der Schule verbunden, allen voran in den USA. Aber auch in vielen anderen Ländern. Das mag im Hinblick auf eine Nachmittagsbetreuung auch durchaus sinnvoll sein. Ich denke schon dass mehr Kinder in den aktiven Sport kommen würden wenn man solche Angebote schafft. Es gibt aber auch NAchteile


    In Deutschland ist der Sport halt in Vereinen organisiert, die stehen häufig nicht im Zusammenhang mit Schulen. Auch das hat natürlich Vorteile insbesondere was soziale Aspekte, Durchmischung und Vereinsleben betrifft. Die Kids aus meiner Mannschaft kaommen aus 4 verschiedenen Grundschulen. Ohne den Fußballverein hätten viele von denen keinen Kontakt zueinander. Grad den Jungs aus der Vorstadt Grundschule tut es gut auch mal mit Kindern aus anderen Verhältnissen in Kontakt zu kommen.


    Ich denke man muss im Verein ein gutes Angebot schaffen und eine klare, transparente Linie fahren. Trainingsbeteiligung und Verlässlichkeit sind auch für mich zentrale Argumente für die Kadernominierungen.

    Ja, das gibt es hier in einigen Bundesländern auch.

    In Berlin bspw. kooperieren einige Vereine mit dem Senat und übernehmen die Nachmittagsbetreuung der Kinder unter Einbeziehung der Sporthallen und Sportanlagen der Schulen.

    Dafür bekommen die Vereine teilweise soviel Geld, dass sie davon eine hauptamtliche Stelle bezahlen können.

    Diese Stelle macht dann bspw. an den 5 Werktagen 2-3 Stunden Nachmittagsbetreuung an unterschiedlichen Schulen und kann die restliche Zeit der normalen Arbeitszeit von 30 - 40 Stunden mit Vereinsarbeit auffüllen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Zudem für den Verein auch der Vorteil für sich Werbung machen zu können und Talente in den eigenen Vereinen zu überführen.


    Alba Berlin macht dies bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich in Berlin und teilweise dem Standrand von Berlin und bspw. beschäftigt auf diese Art und Weise einige hauptamtliche Mitarbeiter. Sie werben für ihren Sport mit den Basketballangeboten an den Schulen und rekrutieren daraus natürlich auch einige Talente für sich.


    Auch Union Berlin macht dies seit vielen Jahren in Berlin.

    Aber neben den Profivereinen haben auch viele Kietzvereine seit vielen Jahren solche Programme und Kooperationen mit Schulen in ihrer Gegend

    Hey,

    Dirk Coerverfan - deine Tipps sind super und schön detailliert aufgelistet.

    Wenn ich Alex82 richtig verstanden habe, dann spielen sie viel und gut bis ins letzte Drittel und schaffen es nicht, dort in die Abschlusssituationen zu kommen bzw. sich hochkarätige Chancen herauszuspielen.


    Ich bin ebenfalls in der B-Jugend aktuell aktiv und folgende Sachen sollte man dabei berücksichtigen aus meiner Sicht.

    Hast du eine körperlich starke oder schwache Mannschaft?


    Ich habe bspw. ein körperlich sehr kleines Team mit vielen sehr schmächtigen Spielern, die teilweise noch Sachen aus der D-Jugend tragen können. Uns fehlt gegen manchen Gegner einfach noch das Durchsetzungsvermögen und mitunter ist auch unsere Schusskraft noch nicht ausreichend für bspw. Tore aus der zweiten Reihe.


    Dann kannst du Spielformen aufbauen, mit Spielern neben den Toren, die von den spielenden Teams immer angespielt werden müssen. Tore zählen nur, wenn diese nach Pass von den Spielern neben den Toren erzielt werden.


    Das fördert das Spiel in die Tiefe und auch das Nachsetzen/Nachgehen von Pässen/Schüssen.


    Generell solltest du mit deinem Team das Spiel in die Tiefe üben. Gebe den Spielern das Vertrauen, dass bei Tiefenpässe immer auch Risiken dabei sind. Dort können + dürfen Fehlpässe passieren. Mut zur Kreativität beim Spiel in die Tiefe.


    Dann was Dirk Coerverfan schon ansprach. Häufig hängt eine geringe Anzahl von selbst erzielten Toren auch einfach mit fehlender individueller Klasse zusammen.

    Das Herausspielen + Erzielen von Toren ist der komplexeste Ablauf im Fußball!

    Passen und Bälle wegschlagen kann jeder schnell erlernen. Auch Rennen kann so gut wie jeder.

    Aber einen guten ersten Kontakt zu haben, um sich den Ball gut vorzulegen für den Torschuss + dann noch einen präzisen oder zumindest harten Torschuss unter Gegnerdruck hinzubekommen, dazu gehören schon einige komplexe Abläufe, die beherrscht werden müssen.


    Viele Trainer und auch Spieler reden vergebene Torchancen immer mit Pech heraus. Das ist meine Beobachtung.

    Aber ist das wirklich immer Pech??

    Beobachte mal, wie die Torabschlüsse deiner Spieler sind? Ist da genug Kraft dahinter? Legen sie sich die Torschüsse sauber vor?

    Wie ist generell der erste Kontakt? Wie ist die Technik beim Schuss (Vollspann/Innenriss) Wieviel Ruhe haben sie vor dem Abschluss?

    Ich denke auch, dass dies Teil der Gesellschaft ist.


    Fußball steht nunmal nicht mehr überall an erster Stelle. Vieles hängt aber auch davon ab, ob du im Breitensport unterwegs bist oder im leistungsorientierten Fußball.

    Im Breitensport kannst du keine so große Erwartungshaltung haben, sondern nur versuchen eine gute Linie mit dem Team zusammen zu finden, sodass sie gerne zum Training kommen und Spaß haben und somit das Thema Fußball relativ weit oben in ihrer Prioritätenliste setzen.

    Ich habe immer das Thema Trainingsbeteiligung in meinen Teams sowohl gegenüber den Eltern als auch gegenüber den Kindern und Jugendlichen aktiv in den Mittelpunkt gerückt. Auch die Aufstellungen an den Spielen an den Wochenenden haben sich in meinen Teams immer stark an der Trainingsbeteiligung und auch Motivation während des Trainings orientiert. Also nur wer regelmäßig am Training teilnimmt und während des Trainings mit hoher Motivation mitmacht, kann Ansprüche an Aufstellungen an den Wochenenden stellen.


    Gegenüber den Eltern auch vermitteln, dass mit sinkender Trainingsteilnahme auch deine Motivation als Trainer sinkt. Ich habe immer klar vermittelt, dass ich Ambitionen habe und die Kids entwickeln möchte. Und das dies nur mit hoher Trainingsbeteiligung zu erreichen ist. Damit wollte ich erreichen, dass die Eltern auch Überzeugungsarbeit daheim machen gegenüber den Kids + Jugendlichen.

    Ich finde es auch schwierig, dir Tipps zu geben, wenn man den Körper des Kindes nicht kennt und das Kind nicht gesehen hat.


    Wie Goodie schon meinte, könnte der Bewegungsablauf nicht ideal sein und therapeutische Maßnahmen helfen.

    Ansonsten sind Athletiktrainer oder Leichtathletikvereine möglicherweise auch die richtigen Ansprechpartner. Beides kann parallel zum Fußballtraining durchgeführt werden.


    Aus meiner Erfahrung von über 15 Jahren als Trainer und vorher als Spieler, haben sehr langsame Kinder meist koordinative Probleme oder Gewichtsprobleme. Auch beides zusammen findet man bei sehr langsamen Kindern häufig.

    Die Länge der Vereinszugehörigkeit ist überhaupt kein Kriterium. Das würde ja Neuankömmlinge regelrecht ausschließen oder die Gruppe zu einer geschlossenen Gesellschaft machen. Zudem setzt man damit auch ein absolut falsches Zeichen an die Kids, gegen Offenheit etc.


    Trainingsbeteiligung muss ein Kriterium sein bei den Nominierungen. Und ich finde ab der E-Jugend auch den Willen und die Disziplin beim Training ein wichtiges Kriterium für die Nominierungen.


    Wer also gut mitmacht und motiviert mit hoher Entschlossenheit die Übungen absolviert, sollte auch bevorteilt werden gegenüber unmotivierten Kids.


    Ab der C-Jugend aufwärts kann auch die Leistungsstärke ein Kriterium sein bei der Teamzusammenstellung.


    Diese Kriterien gehören auch transparent an Kinder und Eltern kommuniziert, sodass allen klar ist, wie du handelst. Das schließt spätere Diskussionen aus.

    Die Sachlage ist wie so oft Vielfältig. Die Faktoren Verein, Eltern, Trainer und Spieler varieren doch überall. Grundsätzlich würde ich das auch so wie meine Vorredner sehen aber es gibt immer Konstellationen, die gegen einen Vereinswechsel sprechen können. Zum Beispiel, dass Kind will einfach mit seinen Freunden Fußballspielen, und verzichtet dafür auf den Leistungsorientierten Weg.

    Ja, natürlich. Es gibt Kids die definitiv nicht wechseln wollen oder einfach auch gerne die Stars in ihren Teams sein wollen.

    Aber aus meiner Beobachtung heraus aus den letzten 20 Jahren sind viele kleinere Klubs und deren Trainer einfach gar nicht bereit, die Spieler entsprechend dorthin zu fördern.

    Also sie sprechen mit den Eltern und Kindern meist gar nicht darüber. Sie sind froh, dass diese deutlich besseren Spieler in ihrem Team sind und diese Spieler garantieren ja häufig auch die Ergebnisse. Das ist meine Beobachtung.

    Und nicht jedes talentierte Kind hat interessierte Eltern, die das halbwegs beurteilen können und ihren Kindern dann diesen Weg bereiten. Mitunter wollen die Eltern diese Förderung auch gar nicht und erfreuen sich, dass ihr Kind der Star in dem Dorfklubteam ist und gefeiert wird.

    Ich kenne Vereine, die ihre Kids noch nicht mal von den DFB-Sichtungstrainings berichten und ihre Kids noch nicht mal dorthin führen, weil sie Angst haben, dass die Kids dann den Klub verlassen. Das ist leider Realität.


    Und Kinder bzw. Teenager, die eine leistungsorientierte Fuballausbildung genossen haben, spielen normalerweise später nicht Kreisliga. Sie haben in der Regel dann das Rüstzeug auch im höheren Amateurbereich Fußball zu spielen und können sich als junge Erwachsene sogar den einen oder anderen Euro damit hinzuverdienen.

    Ich sehe es ein wenig spezifisch je nach Altersklasse.

    In den Spielklassen G - D-Jugend sollte ganz klar im Mittelpunkt stehen den Kids beizubringen, dass Fußball Spaß machen soll.

    Ergebnis- und Positionsfokussierungen sollten absolut im Hintergrund stehen. Gebt den Kids viele Ballkontakte und vielen unterschiedlichen Spielformen und bringt ihnen bei, dass Bewegung Spaß macht.

    Und das muss auch unabhängig vom Verein geschehen.


    Ab der D-Jugend sollten die Kids dann auch unterschiedliche Wege gehen. Also die Kids, welche talentierter und williger sind, sollten den Weg zu den Sportschulen, NLZ und Leistungsvereinen suchen. Und die Trainer der Breitensportvereine sollten hier auch hinarbeiten, dass diese Spieler dorthin gebracht werden. Das ist häufig nicht der Fall, oftmals werden die talentierten Spieler hofiert und in den Mittelpunkt gerückt, weil sie Ergebnisse garantieren. In fast jeden Dorfklub findest du 1-2 Kids in den Teams, die eigentlich viel zu stark sind im Verhältnis zu ihren Mitspielern. Das ist häufig deshalb der Fall, weil die Dorfklubs diese Spieler klammern und die Eltern dieser Kids kein Interesse haben, ihr Kind dort rauszulösen, damit sie sich weiterentwickeln können.


    Im A-B- und C-Bereich muss man eben schauen, was die Vereinsziele sind. In Breitensportvereinen sollte der Spaß im Vordergrund stehen. Die Gruppe mitnehmen, ihnen Erlebnisse bescheren (Teamevents, Mannschaftsfahrten), Teamgeist, Vereinsleben und Spaß am Sport vermitteln sollte im Mittelpunkt stehen und nicht unbedingt die absolute Ergebnisfokussierung.


    In Leistungsvereinen muss es eben dann um die spezifischen Weiterentwicklungen der Spieler gehen

    Vom Verein 0,00€

    Bin ja der Meinung, dass ein Hobby Geld und Zeit kosten darf, will daher auch kein Benzingeld o.ä.

    Für mich bedeutet das auch einen gewissen Grad an Freiheit.


    Muss fairer weise sagen, dass ich bei Turnieren etc. von Eltern auch mal zu Kaffee und Kuchen, einer Wurst etc. eingeladen werde.

    Also Benzingeld würde ich schon erwarten, wenn ich als Ehrenamtlicher in einem Verein als Trainer tätig bin.
    Als Spieler sollte das nicht zu erwarten sein, aber als Trainer gibst du eher als das du nimmst und da sollten die Ausgaben für Benzin schon irgendwie vom Verein getragen werden.

    Ich sehe es immer so. Als Spieler gehst du deinem Hobby nach, aber du nimmst vor allem eine Leistung in Anspruch. Nämlich das dir die Sportanlage gestellt wird, ein Trainer gestellt wird, Schiedsrichter gestellt werden und Klamotten für die Spiele vorhanden sind.

    Als Trainer gibst du eher eine Leistung. Und hier sollten zumindest die Ausgaben schon gedeckt sein.

    ich hätte es die Mannschaft selber regeln lassen. Wenn sie möchte, dass sie mitspielen möchte, dann braucht sie einen Torwart.

    Wie auch immer sie das regelt, ihr habt zwei Minuten Zeit, diskutiert es aus und nennt mir einen Torwart oder als weitere Option, jeder geht mal ins Tor - diese Option musst du mit reinbringen in die Diskussion

    Was du beim Hallenturnier hättest machen können, wäre mit einem letzten Mann, also fünften Feldspieler spielen.

    im Brandenburger Raum werden bei den meisten Breitensportvereinen keine Aufwandsentschädigungen für Jugendtrainer bezahlt.

    Was manchmal gemacht wird ist, dass die rund 300,-, die der Landesverband für jeden Lizenztrainer an die Vereine bezahlt, direkt weitergegeben werden an die jeweiligen Lizenztrainer. Da kommst du dann umgerechnet auf rund 25,- bis 30,- im Monat an Aufwandsentschädigung. Also ich rede hier von Lizentrainer im Nachwuchs, die im Kreisspielbetrieb oder niedrigen Landesspielbetrieb aktiv sind.

    Aufwandsentschädigungen im Nachwuchsbereich bekommen hier meist nur Trainer von Großfeldnachwuchsteams, die mit ihren Teams min. 3x die Woche trainieren und mindestens im Verbandsspielbetrieb aktiv sind.

    Das was du beschreibst sind die ganz klassischen Themen in Breitensportvereinen.


    Erstmal muss euch bewusst sein, wofür euer Verein steht.

    Ich gehe von Breitensport aus.


    Du machst mit deinem Ansatz grundsätzlich erstmal im Sinne der Ausbildung schon extrem viel richtig.

    Wer in den Leistungssport möchte und das Talent dazu hat, sollte von euch auch dahin gefördert werden, den Verein zu wechseln. Dazu gehört also auch, dass ihr die Eltern beratet und eventuell auch mal ein Probetraining bei einem Leistungsverein begleitet oder das Sichtungstraining vom DFB begleitet.

    Das wird in vielen Breitensportvereinen nicht gemacht, weil diese Spieler die Ergebnisse garantieren und die Trainer Angst haben, diese Spieler zu verlieren.


    Dann solltest du tatsächlich auch abwägen. Die Kids in Dorfvereinen wollen normalerweise einfach nur Spaß haben und ab und zu auch Spiele gewinnen. Und wenn sie mal oben in der Tabelle dabei sind, wollen sie auch durchaus die Meisterschaft im Kreisspielbetrieb mal gewinnen.

    Das sollte man definitiv auch mal berücksichtigen, wenn es um Aufstellungen und Einsatzzeiten geht.

    Ihnen geht es normalerweise nicht um den Männerfußball oder sie haben dieses weitsichtigen Denken von uns nicht so ausgeprägt. Sie leben eher im Moment und im Hier und Jetzt.


    Meiner Erfahrung nach merken die Kids sehr schnell, ob sie eher zu den stärkeren Spielern oder schlechteren Spielern gehören. Und auch ich habe schon die Beobachtung gemacht, dass diese Kids dann Einwechslungen im Sinne des Ergebnisses sogar ablehnen. Ich habe ein solches Verhalten immer als sehr teamdenkend vor der ganzen Mannschaft gelobt und diesen Spieler dann im nächsten Spiel deutlich mehr oder sogar komplett spielen lassen.

    Auch so kann sich ein Handeln im Sinne des gesamten Teams bilden.


    Also grundsätzlich kann ich dir nur raten, mache weiter so - du bringst sehr gute Ansätze dort hinein und ich denke, dass deine Mannschaft auch gut mitspielen kann in ihren Spielligen.

    Wir erfinden schon immer noch eine ganze Menge Dinge in unserem Land.

    Bei den Anmeldungen an Patenten liegen wir in den Top5 weltweit.
    Nur die wenigsten Erfinder machen mit ihrer Erfindung ein Geschäftsmodell daraus, weil das heutzutage einfach schwieriger ist als vor 100 Jahren, weil es eben schon unzählige Geschäftsmodelle gibt und die Entwicklung von Geschäftsmodellen nicht immer im Naturell eines Erfinders ist. Zudem neigen wir Deutschen auch nicht unbedingt dazu, Erfindungen zu hypen und gut darzustellen.


    Viele Erfinder verkaufen ihre Patente sehr früh für sehr großes Geld an große Unternehmen. Erfinder arbeiten heutzutage auch weniger allein in ihrer Garage, wie man sich das häufig vorstellt, sondern sind oft in Teams bei Start-Ups, in Forschungseinrichtungen und in großen Industriekonzernen.


    Viele heutige Erfindungen sind auch nicht mehr sichtbar, stecken in Chips, Software oder Prozessen.


    Sorry, ich bin etwas am Fußball vorbei mit diesem Posting. Aber so richtig, wollte ich deinen Standpunkt nicht so stehenlassen ;)

    Hey Dirk Coerverfan,


    aber das ist doch das, was ich in meinem Beitrag, vielleicht zu umständlich beschrieben, schreibe.

    Wir erzeugen viel zu wenige Weltklassespieler gemessen an der Anzahl der Bevölkerung und der Anzahl der aktiv Fussball spielenden Kinder und Jugendliche.

    Und in meinem Beitrag habe ich weiter versucht aufzuzählen woran das liegt.

    Wir machen einfach in den zur Verfügung stehenden Trainings nicht das Richtige. Oder zu wenig richtige Sache.

    Fall 2 klingt aber relativ dramatisch.

    Mit diesem Kind würde ich mich erstmal überhaupt nicht fussballerisch kümmern. Defizite hin oder her - hier sollte erstmal nur im Mittelpunkt stehen, als Verein mitzuwirken, dieses Kind wieder emotional stabil zu bekommen und als Mensch aufzufangen.

    Und wenn da mal eine Absage steht, dies nicht mit anderen Kindern zu vergleichen, sondern seine Situation zu berücksichtigen.

    Vielleicht tut der Verein auch gut, um es abzulenken

    Ich glaube dass wir nach wie vor in den Top10 sind, was die Ausbildung von Talenten für die absolute Spitze angeht.

    In der Breite erzeugen wir leider meiner Meinung nach wenig Weltklasse. Wir haben also seit vielen Jahren nicht die Talentvielfalt wie Frankreich, Spanien, Portugal oder England, wenn wir mal nur bei den europäischen Nationen bleiben.

    Zwischen 2000 und 2005 hatten wir auch weniger als 5 Weltklassespieler. Zwischen 2005 und 2020 hatten wir mal sehr viele wirkliche Weltklassespieler, seitdem ist es wieder etwas gesunken, aber nicht auf dem Niveau von 2000 - 2005.

    In Italien oder auch bei den Niederländern ist ähnliches zu beobachten.


    Was in Deutschland verloren gegangen ist, ist der Bolzplatzfußball!

    Dort wurden die Stürmer und Techniker ausgebildet.

    Also technisch starke und durchsetzungsfähige Vollblutstürmer wie Rudi Völler, Jürgen Klinsmann, Ulf Kirsten oder Rummenigge das waren.

    Die letzten Weltklassestürmer, die wir hatten, waren Miroslav Klose und Mario Gomez.


    Der DFB hat dies aber erkannt und möchte mit seinen Transformationen im Nachwuchs dem entgegenwirken und die Kinder, wenn sie dann mal beim Fußballtraining sind, wieder mit den kleinen Spielformen mehr Bolzplatzfußball spielen lassen.


    Was ich ebenso sehr häufig beobachte ist, dass die Trainer sich über die Ergebnisse ihrer Teams profilieren.

    Also schon bei E-Jugenden und F-Jugenden die Kinder dazu bringen auf Ergebnis zu spielen. Also nicht mehr dribbeln, einstudierte Passabläufe zu spielen und damit Ergebnisse zu bringen. Das gab es früher auch schon - nur früher haben die Kids deutlich mehr neben dem Training gesocct und konnten so ihre individuellen Fähigkeiten trainieren. Heute soccen sie häufig nur noch im Verein und müssen dann Fußball in massiv regulierter Form spielen ohne Möglichkeiten sich auszuprobieren.


    Ich sehe im Kreisspielbetrieb B-Jugend als Beispiel ganz viele Teams mit Spielern, die technisch eklatant schwach sind, obwohl die Jungs seit 10 Jahren Fußball spielen. So ein schwaches Niveau im unteren Bereich gab es früher nicht. Das habe ich nicht so in Erinnerung. Da gab es einzelne schwache Spieler mal, aber nicht in der Menge.

    Das kommt davon, weil diese Kids nicht mehr frei spielen dürfen. Sie soccen dann nur noch 2xpro Woche im Training in massiv regulierten Trainingseinheiten stupide Passabläufe oder Torschüsse ohne Gegnerdruck und spielen einmal die Woche auf unterstem Niveau einen streng regulierten Ergebnisfussball, der ebenso kaum Freiheiten den Kids gibt oder wo nur 2-3 Spieler auf festgespielten Positionen kreativ sein können. Der Rest kloppt den Ball einfach weg oder soll nur zerstören oder den Ball sofort weitergeben.


    Also zusammengefasst:

    Weniger Bolzplatzfußball

    Stupide Trainingsmethodiken

    Veraltete Spielprinzipien

    Falsche Fokussierung in den Spielen


    Hier muss angesetzt werden und wenn wir in einem großen Fußballland wie Deutschland an den richtigen Stellschrauben drehen, dann werden wir schnell auch wieder tolle Talente wie jetzt Florian Wirtz oder Lennart Karl entwickeln. Das Potential ist riesig.