Beiträge von golfstrom

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    Liest sich sehr frustriert.
    C-Jugendliche werden ohne Hilfe ihrer Eltern Schwierigkeiten haben, dir sehr persönliche Abschiedsgeschenke zu erstellen.

    Das ist in dem Alter so.

    Das solltest du nicht persönlich nehmen. ChatGPT nehmen sie, weil sie es professionell machen wollen und es sich selbst nicht zutrauen. Sie meinen es gut und können noch nicht so unterscheiden, ob es persönlicher rübergekommen wäre, wenn sie selbst etwas geschrieben hätten. Die "persönlichsten und besten" Geschenke wirst du erhalten als Dank, wenn die Eltern hier das Heft in die Hand genommen haben.


    Auf die Antwort auf deine letzte Frage würde ich antworten, das war schon immer so.


    Ansonsten ist es natürlich nicht so fair, dass sie ihren Abgang scheinbar nicht angekündigt haben oder zumindest nicht das Gespräch gesucht haben vorab mit dir. Ich habe aber diese Erfahrung auch schon gemacht und dann hatte ich nochmal nachgebohrt bei den Jungs und sie gaben mir zu verstehen, dass sie in einer Diskussion mit uns Trainern sich rhetorisch nicht auf Augenhöhe gesehen hätten und die Entscheidung für sich treffen wollten. Also quasi Angst hatten uns weh zu tun mit ihrer Entscheidung und überredet zu werden oder keine richtigen Argumente dafür zu haben.

    Häufig sind die Gründe für Wechsel in dieser Altersklasse nicht die Trainer oder die Methodiken, die du anwendest. Das spielt bei den Jugendlichen nicht immer die entscheidende Rolle. Häufig sind die Gründe eher, dass sie mit Kumpel X oder Y zusammenspielen möchten, oder einfach eine andere Spielklasse oder andere Gegner/Sportanlagen mal spielen und ausprobieren möchte.

    Das gehört dazu und sollte nicht immer persönlich genommen werden. Manchmal sind sie auch genervt von Mitspielern oder möchten mal eine Veränderung.

    wie alle immer glauben, dass in 50 Minuten am Samstag sich alle Entwicklungen ergeben.
    Also in Wahrheit passiert die Entwicklung auch und vorallem (vor dem Spiel am Samstag) durch Bolzen in der Freizeit und Training im Verein.

    Ja, da muss ich auch immer nur schmunzeln.

    Bei einer angenommen Wachzeit von 112 Std in der Woche (7*16h) und evtl 2x1,5h Training kommt man auf grobe 3% der Wachzeit die mit Fussball verbracht wird.

    Wenn man die "freie Restzeit" (nach Schule und Hausaufgaben) der Woche mit 42h (7*6h) ansetzt, bist Du bei 7% der Zeit die mit Fussball verbracht wird.

    Absolut - meine Erfahrung in vielen Jahren als Trainer.


    Die besten Spieler waren jene, welche regelmäßig auch außerhalb der normalen Trainingszeiten gebolzt haben. Mit dem Bruder im Garten, mit den Kumpels auf dem Bolzplatz usw..


    Wenn eure Platzverhältnisse es hergeben, die Eltern und Kids Bock, dann bietet den Kids eine dritte Trainingszeit in der Woche an!

    Auch das bewirkt Wunder. Müssen keine 1,5 Stunden sein. Selbst eine Stunde intensives Zocken bringt richtig viel.

    Mein Lieblingsthema und vermutlich eine Thematik, die jeder kennt, der in einem Dorfverein oder weniger ambitionierten Verein trainiert.


    Meine Erfahrung ist ganz klar, dass in den Jahrgängen G, F und E überhaupt keine Ergebnisorientierung vorhanden sein darf. Wenn man von Anfang an seine Philosophie den Eltern beibringt, dann sind unterschiedliche Positionen, Rotationen und abgestimmte Wechsel auch überhaupt kein Thema. Es kann einzelne geben, die diesen Weg nicht mitmachen möchten, aber der Großteil, vorausgesetzt es wird konsequent gemacht und transparent kommuniziert, werden diesen Weg mitgehen und ab der D-Jugend davon auch profitieren.


    Profitieren in der Form, dass ihr nicht so ein eklatantes Leistungsgefälle haben werdet!

    Diese Leistungsgefälle kommen nämlich zumeist daher zustande, weil die sogenannten schlechten Spieler einfach deutlich weniger Spielzeit bekommen. Dadurch geht logischerweise von Jahr zu Jahr die Schere immer weiter auseinander.

    Die Trainer, welche diese Vorgehensweise anwenden, reden sich raus, dass ja die Lernkurve bei den schlechten Spielern nicht so vorhanden ist, dabei sind sie eigentlich von Anfang an das Grundübel und die Ursache dessen.


    Ja, man macht nicht aus jedem Spieler einen Lionel Messi. Aber konsequent identische Spielzeiten in G-, F- und E-Jugend wird die Schere nicht soweit auseinandergehen lassen und die weniger talentierten Spieler zumindest auf Breitensportniveau einsatzbereit machen.

    Du hast ja richtig was bewegt. Respekt.

    Nun zur Situation - wir spielen im untersten Kreisspielbetrieb, obwohl wir von der Veranlagung teilweise Landesniveau spielen können.

    Gegnerische Trainer loben häufig unsere Spielanlage.

    Wir betreiben viel Aufwand im Spiel, aber die Effektivität lässt zu wünschen übrig.

    Also ohne jemals ein Spiel von euch gesehen zu haben. Könnte das eventuell das Problem sein? Du hast eine Kreissklasse Mannschaft siehst sie aber auf Landesliganniveau (normalerweise fast immer Altjahrgang). Freu dich über die gute Spielanlage, mit dem Wechsel in den älteren Jahrgang ist auch die körperliche Differenz kleiner und ihr werdet automatisch vor dem Tor effektiver, da ihir zu mehr Chancen kommt.

    Ja, ich betreue diesen Jahrgang schon seit einigen Jahren und im Altjahrgang sind wir im Kreisspielbetrieb immer auch oben dabei.

    Wir haben auch bereits einige sehr starke Spieler aus unterschiedlichen Gründen verloren. Einer ist zu einem höherklassigeren Verein gegangen, einer hat die Sportart gewechselt, unser Kapitän der C-Jugend ist mit seinen Eltern in ein anderes Bundesland gewechselt, einer wechselte wegen seinem Kumpel zum Nachbarverein.


    Ja, das werden wahrscheinlich die Hauptursachen sein. Eine Mischung aus mangelnder Technik bei einigen Jungs und schwachen Fähigkeiten in der Entscheidungstreffung bei anderen Jungs.

    Hey Charles De Goal


    was du schilderst ist absolut typisch und vermutlich in sehr vielen Vereinen anzutreffen.

    Die meisten Vereine haben eine Ausbildungsphilosophie, sehr häufig orientiert diese sich an den Leitlinien des DFB.


    In den wenigsten Vereinen wird diese Philosophie allerdings konsequent durchgedrückt.

    Ursache ist meistens, dass Instanzen im Verein fehlen, die die Philosophie bei den Trainern vernünftig platzieren und darüber wachen, dass die Philosophie auch umgesetzt wird.

    Zweite Ursache ist meistens, dass keine Alternativen zu den vorhandenen Trainern vorhanden sind. Also wenn ihr mehrere widerwillige Trainer vorfindet, könnt ihr sie zwar aus den Mannschaften nehmen, aber ihr werdet meistens keine Alternativen schnell finden.


    Was kannst du tun?

    Dein Hauptaufgabenfeld kann zusammen mit dem Vorstand nur Überzeugungsarbeit sein!

    Diskutiert die jeweiligen Philosophien gemeinsam aus und erläutert warum ihr als Verein eure Leitlinien durchgesetzt haben wollt. Kündigt an, dass ihr bei fehlender Einsicht euch zur neuen Saison trennen müsst.

    Da habt ihr genügend Vorlauf für Ersatz bei Bedarf zu sorgen und setzt auch für andere Trainer eures Vereins ein Zeichen, dass euch eure Philosophien und Leitlinien wichtig sind.

    Kurz mal zu meiner Ausgangssituation.

    Ich habe eine B-Jugend mit in dieser Saison überwiegend jungem Jahrgang.

    Nächste Saison werden wir etwa halbe/halbe sein. Hälfte Jungjahrgang/Hälfte Altjahrgang.


    Das Spielermaterial ist sehr unterschiedlich.

    Ich habe 4-5 technisch hervorragende, aber körperlich sehr schmächtige Spieler. Diese spielen bei mir meistens im Zentrum oder auf den Flügeln.

    Dazu kommen einige technisch und auch von der Spielintelligenz eher schwächere Spieler, die auch teilweise körperlich nicht besonders stark sind.


    Körperlich große Spieler habe ich grundsätzlich nur sehr wenige im Kader.


    Was fällt auf in unserem Spiel.

    Wir haben den grundsätzlichen Ansatz mit flachen Bällen das Spiel zu eröffnen. Meist spielen wir in einer 4-2-3-1-Formation.

    Ziel ist den Jungs beizubringen den Ball in den eigenen Reihen zu halten, zu verlagern, wenn die Seite zu ist und ansonsten im vorderen Bereich mit 1:1-Situationen und tiefen Bällen in die Spitze zu kommen.


    Nun zur Situation - wir spielen im untersten Kreisspielbetrieb, obwohl wir von der Veranlagung teilweise Landesniveau spielen können.

    Gegnerische Trainer loben häufig unsere Spielanlage.

    Wir betreiben viel Aufwand im Spiel, aber die Effektivität lässt zu wünschen übrig.


    Größte Fehler aus unserer Sicht sind, dass die Jungs häufig falsche Entscheidungen treffen.

    Also in Räumen dribbeln, wo passen besser wäre, zu lange den Ball halten oder sich in aussichtslose Situationen hineindribbeln oder unter Druck anfällig sind.


    Wenn wir in den vorderen Räumen sind, nutzen wir oftmals unsere Situationen nicht gut aus. Treffen die Bälle nicht richtig, oder schießen nicht hart oder präzise genug aufs Tor. Also Aufwand und Ertrag stehen nicht in einem guten Verhältnis.


    Auffällig ist auch das extrem große Leistungsgefälle innerhalb unserer Mannschaft. 3-4 Spieler sind auf Landesspielniveau unterwegs, der Rest spielt eher auf Kreisspielniveau. Das Spiel läuft in Sachen Effektivität auch häufig über diese 3-4 Spieler.


    Habt ihr Tipps, wie ich bessere Ergebnisse erzielen kann oder mehr Stabilität hineinbekommen kann?

    Ja, da bin ich natürlich absolut bei dir. Rasenplätze sind normalerweise auch nicht dafür geeignet sie frei zugänglich zu lassen. Zumindest nicht die Hauptplätze, welche für Punktspiele genutzt werden sollen.


    Ich glaube kaum, dass ein Trainer es durchgehen lässt, wenn Spieler X, nennen wir ihn mal Paul, jedesmal bei Abstoß zum Torwart läuft und sich den Ball geben lässt und dann bei einem 7 gegen 7-Spiel von hinten versucht mit unzähligen Dribblings an den eigenen Mitspielern vorbei nach vorne zu kommen.

    Richtig. Hier wären Prinzipien wichtig, wie -kein Dribbling ohne Absicherung- (das aber auch nicht schon in der F Jugend).

    So hätte Paul zig Optionen freie Entscheidungen zu treffen. Die Sinnhaftigkeit lernt er aber auch im unangeleitetem Spiel, eventuell über Fragen. Falsche Entscheidungen und Fehlerkultur gehören ja dazu.

    Wenn er schon weiß, das er ja jetzt nach rechts spielen muß, hilft ihm das in seiner Entwicklung wenig. der Spieler auf rechts muß dann natürlich Freilaufverhalten zeigen (was auch eine Qualität ist) aber vielleicht gibt die Situation eine viel bessere Lösung her.

    Ich glaube wir sind uns fast alle einig, dass Prinzipien der bessere Weg sind, die Kinder in der Entscheidungstreffung zu unterstützen.


    Und ja, ich kann dem Spieler natürlich auch durch seine eigenen Fehler lernen lassen. Wobei ich schon der Meinung bin, dass die Entwicklung beschleunigt wird, wenn ich vorab mit den Kids schon die besten Lösungen theoretisch gemeinsam erarbeite und sie dann in den Spielformen diese Lösungen praktisch probieren lasse.

    Das was Thomas0815-2 schreibt ist schon absolut richtig. Vielleicht etwas kompliziert ausgedrückt.


    Er gibt den E-Kids, und vermutlich später den D-Kids, eine Grundformation mit und er gibt ihnen kleine Instruktionen mit, wie sie sich auf dem Feld sinnhaft bewegen können.


    Ich denke, das machen wir doch fast alle. Ich glaube kaum, dass irgendjemand seine E-Jugend im 7 gegen 7 ohne irgendwelche taktischen Instruktionen auf das Feld schickt.

    Wir alle geben doch eine Formation mit und geben den jeweiligen Positionen kleine einfache Vorgaben mit, wie sie sich auf den Positionen bewegen sollen. Und wenn wir einfach nur sagen, orientiere dich dort mehr zur Mitte, gehe dort die Linie hoch, oder positioniere dich beim Eckball im Rückraum an der Strafraumkante.

    Und schon wenn wir sagen spielt flach hinten raus, dann geben wir ihnen ja doch meistens mit, wie es sinnhaft funktionieren kann.

    Das alles wird Thomas0815-2 mit taktischen Vorgaben meinen.


    Und ich bin da absolut bei Thomas. Das alles macht Sinn, um alle Spieler aktiv ins Geschehen mit einzubringen und Fußball als Gemeinschaftssport auch zu erlernen und erleben.

    Ich glaube kaum, dass ein Trainer es durchgehen lässt, wenn Spieler X, nennen wir ihn mal Paul, jedesmal bei Abstoß zum Torwart läuft und sich den Ball geben lässt und dann bei einem 7 gegen 7-Spiel von hinten versucht mit unzähligen Dribblings an den eigenen Mitspielern vorbei nach vorne zu kommen.


    Sondern wir erwarten doch eher auch im 7 gegen 7, dass Paul mal an einem Spieltag vorne rechts spielt und der Ball dann von hinten nach vorne durch Kombinationen und natürlich auch Dribblings nach vorne gebracht wird und dann Paul von einer sinnhaften Position heraus sich mit Dribblings/Finten und Abschlüssen probieren kann. Und am nächsten Spieltag spielt Paul dann eben mal in der ersten Position vor dem Torwart und ein anderer Spieler kann sich vorne probieren.

    Also bei unserem örtlichen 5. Ligisten kann niemand vom Fußball leben. Auch in den Jahren in der 4. Liga konnte dort kein Spieler ausschließlich vom Fußball leben. Es ist eher ein zeitaufwendiges Hobby mit einer ordentlichen Aufwandsentschädigung.

    Das ist natürlich abhängig von den Vereinen.
    In der 4.Liga wirst du aktuell viele Spieler finden, die von ihrem Gehalt leben können!

    Ich würde sogar behaupten, dass dort Amateure eher in der Minderheit sind. Also wenn ich mal die Regionalliga Nordost aus meiner Region nehme, dann weiß ich dass zumindest bei den traditionsreichen Vereinen wie Rot Weiß Erfurt, Chemnitzer FC, Lok Leipzig, BFC Dynamo, FC Carl Zeiß Jena, Hallescher FC usw. fast alles Vollprofis im Kader sind.

    Ich gebe dir recht - nicht alle Vereine beschäftigen Vollprofis - insbesondere die Vereine aus den unteren Regionen spielen mit Amateuren, die aber 4-5x die Woche trainieren. Das sind sehr häufig Studenten oder Leute in Ausbildung.


    Bei den 5.Ligen und 6.Ligen sind es definitiv nur vereinzelte Spieler. Aber ich weiß, dass es auch dort Vollprofis gibt. Insbesondere bei den Traditionsvereinen und ambitionierten Vereinen dieser Ligen.

    Ganz klar im direkten Gespräch.

    Aufzeigen, dass auch du nur ein Ehrenamtler bist, der seine Freizeit für ihre Kinder aufbringt und natürlich als Neuling auch nicht über Qualifizierungen und Erfahrungen verfügt, sofort alles richtig zu machen.

    Sie fragen, ob sie direkt mit unterstützen wollen!

    "Bei uns ist am wichtigsten, dass jeder Spaß hat - und ich bspw. habe am meisten Spaß, wenn ich gewinne" - wer kennt ihn nicht - diesen Satz!

    Tatsächlich finde ich die Beiträge hier sehr konstruktiv und definitiv erzeugen sie ausreichend Output.
    Das Schöne am Fußball ist doch, dass viele Wege am Ende sehr gute Resultate hervorbringen können. Mit Resultate meine ich keine Ergebnisse in dem Sinne, sondern gut ausgebildete Fußballspieler, die mit Spaß beim Sport bleiben.

    Gerade die Nachwuchsarbeit hat sich in den letzten 20-25 Jahren massiv verändert, weil mittlerweile einfach mehr über die Tellerränder geschaut wird und die unterschiedlichen Ansätze aus verschiedenen Länder und von verschiedenen Coaches mit in die Konzepte hineinfließen.


    Ich glaube die Herausforderungen für uns Trainer sind so groß wie nie zuvor. In vielen Gegenden haben wir Schwierigkeiten noch Teams zu stellen, weil der Nachwuchs fehlt. Die Kinder + Jugendlichen haben heutzutage deutlich mehr Alternativen zum Fußball in ihrer Freizeitgestaltung als noch vor 30-40 Jahren. Die Eltern sind heutzutage deutlich sensibler als früher. Die Anzahl der Bolzplatzkicker nimmt deutlich ab.

    Für mich ist der letzte Punkt tatsächlich der schwierigste Punkt von allem. Es wird deutlich weniger außerhalb der Vereine gezockt und dadurch fehlen den Kids schlicht und ergreifend in ihrer Kindheit und Jugend die Ballkontakte.


    Ich habe in meinen über 15 Jahren als Nachwuchstrainer sehr deutlich beobachtet, dass die Kids technisch am stärksten waren, welche viel Zeit außerhalb des Trainings auch gebolzt haben. Brüder/Geschwister, die in ihrem Garten gegeneinander gebolzt haben, Kids, die ganze Wochenenden auf dem Bolzplatz gekickt haben usw.

    Du kannst als Trainer noch so ein gutes Training anbieten, das freie und kreative Spiel über viele viele Stunden auf dem Bolzplatz kannst du nicht ersetzen.


    Deswegen sehe ich es auch als eine wichtige Aufgabe von uns Trainern mit der Kraft unserer Vereine und seinen Mitgliedern dafür zu sorgen, dass Sportplätze entstehen und frei zugänglich sind!

    Hier müssen wir erklären/argumentieren/aufzeigen, welche Bedeutung dies auch für die Qualität unserer Fußballer hat.

    Wenn ihr als Verein in der Position seid, selber die Sportplätze errichten und unterhalten zu können, sorgt dafür, dass sie auch außerhalb des Trainings für Kinder und Jugendliche zugänglich sind. Werbt dafür, dass die Plätze frei auch außerhalb des Trainings genutzt werden können. Es wird euch bessere Fußballer hervorbringen, als ihr je mit Training erreichen könnt!

    In Deutschland kannst du bis in die 5. oder 6.Liga hinein vom Fußball komplett leben.

    Vollprofis sind normalerweise fast alle Spieler in den ersten 4 Ligen in Deutschland.

    In England ist das ebenso der Fall. Dort kannst du teilweise sogar bis in die 5.Liga (National League) vom Fußball vollumfänglich leben.


    Ich glaube, wenn wir nicht solch ein starkes Ligengerüst hätten, mit Vollprofibezahlungen bis in die 4.Liga hinein, dann wären wir auch bei über 2000 weltweit spielenden Profis.

    let1612 wenn du nichts vorgibst, woher weißt du dann, dass sich deine Kids mit Vorgaben nicht taktische noch besser Verhalten würden.


    Weißt du wieviele Akkorde der Musiker konnte oder nur wieviele er verwendet hat.

    Tipp: wenn man mit einem Akkord unzählige Hits spielen kann, ist man ein brillanter Musiker und die beherrschen in der Regel deutlich mehr Akkorde, als durchschnittliche Musiker.

    Mit taktischen Vorgaben kannst du definitiv erfolgreicher spielen. Das ist völlig klar.

    Ich habe Teams in der E-Jugend erlebt, die quasi einstudierte Laufwege spielen und nach klaren taktischen Vorgaben agiert haben und damit zumeist erfolgreicher waren, als das beschriebene "freie" Spiel.


    Die Frage geht doch dahin, was ALLEN Spielern in Bezug auf ihre eigene fußballerische Ausbildung mehr hilft?

    Und da sind Positionsrotationen und eher freies Spiel bis zur D-Jugend definitiv sinnvoller und das ist ja auch wissenschaftlich belegt.


    Wenn du deinem Kinderteam ein Korsett anlegst, kannst du mit Sicherheit schneller erfolgreich sein, weil du damit quasi verbietest Fehler zu machen.

    Zumeist sind in diesem Korsett auch bestimmte Spieler für bestimmte Positionen vorgesehen, da sie dort am erfolgreichsten agieren. Du erreichst damit eine einseitige und sehr spezifische Ausbildung und zumeist einen großen Entwicklungsunterschied innerhalb des Teams. Das führt häufig dazu, dass spätestens in der D-Jugend die ersten Kids aufhören mit Fußball. Einzelne Spieler können so sehr gut werden, weil sie deutlich häufiger im Spiel in der Verantwortung stehen. Andere Spieler werden zu Mitläufern.

    Die Eltern fordern meist eine solche Spielweise ein, weil sie den Erwachsenenfußball in den Kinderfußball hineinprojizieren. Bedeutet, du musst als Trainer deine Prinzipien und Vorgehensweisen sehr gut erklären und auch damit rechnen, dass bestimmte Eltern mit ihren Kids möglicherweise zu anderen Vereinen gehen.

    Bei der Taktik gibt es auch im Herrenfußball sehr unterschiedliche Vorgehensweise, die beide sehr gut funktionieren können.


    Ich habe Trainer kennengelernt in meiner aktiven Zeit, die kaum taktische Dinge mitgegeben haben.

    Die eine Grundformation vorgegeben haben, teilweise in Absprache mit den Führungsspieler/Mannschaftsrat und dann nur ein paar wenige Grundprinzipien mitgegeben haben und dann von dem Team die Kreativität erwartet haben, daraus das Beste zu machen.

    Und es hat teilweise hervorragend funktioniert. Und ich weiß, dass es auch im Profifußball sehr erfolgreiche Trainer gibt, die genau so handeln.

    Und dann habe ich auch Trainer kennengelernt, die sehr konkrete taktische Vorgaben mit dem Team erarbeitet haben. Lauf- und Passwege trainiert und vorgegeben haben, positionsspezifische Verhaltensweisen trainiert und erwartet haben, Gruppentaktiken mitgeben und sehr klar das Team an die Leine nehmen und auch von außen taktisch führen.

    Auch diese Vorgehensweise kann hervorragend funktionieren, kann aber auch mächtig in die Hose gehen. Ich habe Beides selbst erleben dürfen. Auch im Profifußball findet man Trainer, die auf diese Weise sehr erfolgreich agieren.


    Das ist doch das Schöne am Fußball, dass es soviele Wege gibt, die hervorragend funktionieren können.

    Ich denke es gibt keinen idealen Weg.

    Im Kinderfußball bis zum Beginn des Großfelds darf und sollte aber die Taktik keine große Thematik sein. Die Kinder sollten frei und ohne große Zwänge spielen dürfen und sich vor allem ausprobieren dürfen. Dribblings, Torabschlüsse und Mut sollten im Mittelpunkt stehen.

    Mittlerweile sind seine E-Jugend-Kids von 2019 vermutlich in der A-Jugend.

    Wäre mal interessant zu wissen, ob sie immer noch stören ;)

    Es klingt so naheliegend, die Anzahl der Spiele bei den Teams mit unzuverlässigen Spielern/Eltern zu reduzieren. Aber auch das führt bei uns komischerweise dazu, dass die Zuverlässugkeit noch weiter abnimmt.


    Die Vorschläge, die hier gamacht wurden, klingen immer sinnvoll und logisch. Leider halten sie in der Realität selten stand. Es hilft m.M.n. nur, die eigenen Ansprüche etwas herunterzuschrauben oder wirklich ein so gutes Mannschaftsklima zu schaffen, dass es den Spielern schwer fällt, mal nicht dabei zu sein -bei den gewachsenen Ansprüchen ist das aber nicht einfach. Und das hat auch nichts mit der aktuellen Generation zu tun, sondern mit der heutign Zeit an sich. Die Zuverlässigkeit ist uch bei den Seniore und Altsenioren zu beobachten.

    Sehe ich auch sehr ähnlich.
    Fußball ist nicht mehr jedem Spieler das Thema Nummer 1.


    Ich kenne Kinder die Handball, Fußball und einen Kampfsport machen. Insbesondere bis zur C-Jugend ist es nicht selten der Fall, dass Kinder 2 Sportarten machen.


    Bei Erwachsenen beobachte ich, dass gerade an den Wochenenden die Punktspiele nicht immer das Thema Nummer 1 sind und die Freizeitgestaltung um die Punktspiele herum gebaut werden, sondern die Punktspiele müssen in die sonstige Wochenendgestaltung hineinpassen.


    Ich sehe es ähnlich wie ParkerS - man kann nur versuchen, die Trainings gut zu gestalten und eine angenehme Teamatmosphäre zu schaffen, wo Kinder/Jugendliche/Erwachsene einfach gerne hingehen. Das Ganze muss natürlich mit der Vereinsphilosophie zusammen passen. Wenn das gegeben ist, dann macht man schon sehr viel richtig. Und dann natürlich schauen, ob die eigene Trainingsphilosophie auch zu den Mitgliedern des Vereins passt. Ansonsten macht es mehr Sinn den Verein zu wechseln, als innerhalb des bestehenden Verein das Ganze übers Knie zu brechen

    Meine Erfahrung in mittlerweile fast 15 Jahren als Trainer sind, dass man bis zur D-Jugend, oder besser gesagt, dem Großfeld, eigentlich kaum Zeit für taktische Abläufe verschwenden sollte.


    Die Kinder sollten sich mit der Verbesserung ihrer individuellen Technik beschäftigen. Du gibst als Trainer den Rahmen dafür vor, erklärst verständlich und geduldig und gibst vor allem Spielformen vor, indem die Kinder viele Ballkontakte, viel Bewegung und viel Erfolgserlebnisse in Form von Toren haben.


    Ab der C-Jugend und dem Großfeld ändert sich der Fußball signifikant. Die Kinder merken selbst, dass reine individuelle Klasse häufig nicht mehr reicht, das Team als Mannschaft funktionieren muss mit all ihren Bestandteilen.


    Und hier wirst du insbesondere bei Breitensportvereinen große Unterschiede im Fußballverständnis beobachten können.

    Da hast du die fussballbegeisterten Kids, die Fußball regelrecht suchten und auch Spiele im TV schauen, auf der PS spielen und sich auch sonstwie für Fußball interessieren. Diese haben meist einen großen Vorsprung im Fußballintellekt gegenüber den anderen Spielern.


    Sie verstehen den Sinn von taktischen Abläufen, können dies auch schnell umsetzen, coachen ihr Team auch aktiv auf dem Platz und werden sich jetzt auch in großer Geschwindigkeit mit dem richtigen Training weiterentwickeln.


    Die weniger interessierten Jugendlichen spielen Fußball meist weiter instinktiv ohne häufig den Sinn ihrer Aktionen zu hinterfragen. Sie handeln dadurch häufig taktisch fragwürdig und nicht immer ergebnisorientiert sondern eher situativ.


    Hier musst du stark aufzeigen, erklären usw. Auch mit Hilfsmitteln wie Taktikboards, Videoaufzeichnungen etc. Für diese Kids ist der Sinn nicht automatisch klar.

    Das ist genau das was ja oft heiß diskutiert wird.


    Kinderturnen, Tanzen etc. sind Dinge die ohne Ergebnis auskommen. Dort wird einfach gemacht und die Leute schauen zu.

    Beim Fußball dreht es sich immer um das Ergebnis. Man geht hin, um mitzufiebern, ob das eigene Team gewinnt.


    Ich bin fast 50 und spiele in einer Freizeitmannschaft einmal wöchentlich. Und auch da werden zwei Teams gebildet und die Motivation bildet sich daraus, dass man gewinnen möchte.

    Das ist das Naturell eines Duells!

    Wenn ich Darts gegen jemanden spiele, möchten beide gewinnen, wenn ich Kampfsport gegen jemanden mache, möchte ich gewinnen.

    Wir dürfen dieses Naturell eines Duells, und nichts anderes ist ein Fußballspiel, nicht aus den Augen verlieren!