Spielabbruch E Jugend verursacht

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  • @skippy


    Das stimmt nur teilweise! Denn es ist ein wesentlicher Unterschied, ob ein "Gesicht in der Menge" oder "eine Person mit Namen und weiteren persönlichen Daten" ohne vorheriges Einverständnis genutzt wird. So ist es im Leistungs- und Profifussball seit Jahren üblich, das Erziehungsberechtigte oder volljähige Spieler vor der Saison eine schriftliche Einverständniserklärung zur Nutzung des Bildmaterials abgeben.


    Hier wurde der Schiedsrichter X ungefragt gefilmt und ein Sportgericht hat es als Beweismaterial genutzt. Dies darf nur mit schriftlicher Genehmigung der dargestellten Person geschehen. Ferner muß die Person darüber vorher aufgeklärt werden, dass er sich durch die Nutzung dieses Beweismaterials selbst belasten kann. Deshalb dürften nur "auf legale Weise erworbene Beweismittel" vor Gericht Verwendung finden. Selbst, wenn es sich beim Sportgericht nicht eine Versammlung von ausgebildeten Juristen handelt, können geltende Gesetze nicht einfach ausser Kraft gesetzt werden.


    Allerdings ist die Situation vom Recht auf den Schutz von personenbezogenen Daten momentan ein wenig "in der Schwebe". Denn in der von bestimmten Kreisen gewünschten "Vorratsdatensammlung" geht es im Kern ja auch nur darum, von allen Personen ohne deren Einwilligung bestimmte Daten zu sammeln. Jeder Bürger kann sich nach einem so verabschiedeten Gesetz nicht mehr dagegen wehren, in den Status eines "potenziellen Täters" gesetzt zu werden. Selbst, wenn sich später alles als ein Irrtum herausstellen sollte, werden seine Daten ohne sein Wissen und Einwilligung zur Erstellung eines präzisen Täterprofils vervollständigt. Das kann in Einzelfällen sogar bis hin zur Befragung von Freunden und Kollegen führen. Leider gibt es auch eine Dunkelziffer in der Justiz, da irrtümlich Verurteilte nur ein Recht auf finanzielle Entschädigung erhalten, nicht aber auf eine vollständige Rehabilitation, denn verloren gegangene Arbeitskollegen und Freunde lassen sich nun einmal nicht mehr zurück kaufen!


    Auch, wenn der Schiedsrichter wahrscheinlich emotional näher an seinem Verein und seiner Mannschaft bei eurem Spiel war, kann es doch nicht sein, dass bei einem "normalen E-Jugend-Spiel" ein Sportgericht tagen muß, das unter äußerst zweifelhaften Bedingungen ein Urteil fällt? Man muß sich dann nicht wundern, warum die Vereine immer weniger Schiedsrichter finden!

  • TW-Trainer
    Nichts für ungut, aber das kann man ( ich ) nicht so stehen lassen. Wenn Du schon Feinheiten wie Einführung von Beweismitteln und deren Verwertbarkeit ( richtigerweise ) beschreibst und sauber trennst, solltest Du es bei Erhebung von Vorratsdaten und deren Einführung (= Nutzung ) in das Verfahren auch tun und dies nicht mischen. Die Entscheidung zur Erhebung und Nutzung bleibt einem Richter vorbehalten. Nach ganz bestimmten Kriterien in Verbindung mit eng eingegrenzten Starftaten.
    Zur "Erstellung eines Täterprofils" Daten vervollständigen kommt darin nicht vor. Hatten wir mal in den 70ern. Sog. Rasterfahndung. Ist höchstrichterlich verboten worden.

  • Natürlich können wir noch lange diskutieren ob das Video hätte zugelassen werden dürfen oder nicht.
    Fakt ist,es wurde zugelassen und damit ein absolut gelogener Sonderbericht widerlegt.
    Dieses Video wurde im gesamten aufgenommen weil ich öfter Spiele von meinem Sohn für später einmal aufnehme.
    Früher haben wir Fotos gemacht,heutzutage Videos.
    Ist es Euch lieber das ein Schiedsrichter der gleichzeitig:1 Vorsitzender,Jugendleiter,Platzwart und Trainer von diesem Verein mit seiner Lüge durchkommt ?
    Nochmal, bevor es zu diesem Abbruch kam wurde in unfairster Weise gespielt und vom Schiedsrichter bewertet.
    Ebenso habe ich bereits erfahren das dieser Schiedsrichter schon öfter Spiele abgebrochen hat um seiner Mannschaft einen Vorteil zu verschaffen.
    Er ist also beim Verband bekannt.
    Es handelt sich hier nicht um einen Jungschiedsrichter der mal einen Fehler macht oder etwas übersehen hat.
    Eine Aussage von ihm wie " es ist ja nichts passiert darum habe ich das Spiel fortgesetzt." ist bei einem Kind was laut weinend am Boden liegt eine Frechheit.

  • Seit ich einmal Zeuge war, wie ein Laienschiedrichter einfach Tor gepfiffen hat, sobald der Ball auch nur im Torraum war und ähnliches, bin ich der Meinung, dass auch die Leistungen von Schiedsrichtern differenziert zu betrachten sind.


    Und wer charakterlich ungeeignet ist, sollte auch nicht mehr pfeifen dürfen. Das ist für die übrige, große Mehrheit der engagierten und fairen Schiedsrichten nur von Vorteil.


    Die Regeln geben den Schiedsrichtern beim Fußball eine sehr hohes Maß an Entscheidungsfreiheit und -gewalt. Damit kommen manche Leute dann einfach nicht klar...

  • Wenn man schon etwas länger im "Geschäft" ist kennt man ja auch bald mal den ein oder anderen Schiri. Da lohnt es sich halt, auch mal mit denen zusammen ein Bierchen zu trinken. Am besten - und vor allem auch - gerade dann, wenn man meint er habe schlecht gepfiffen. Meistens sind es ja Junge die von ihren Vereinen zum pfeifen abkommandiert ohne wirklich Ahnung zu haben.
    So Kennenlern und -lehrgepräche vom Senior zum Jungen können dem Fussball nicht schaden. Und beim nächsten mal, bei entsprechender Begrüssung ist der Jung schon ganz anders eingestellt und top motiviert, weil er weiss, dass er, was immer auch kommen mag er einen Freund an der Seitenlinie hat der ihm nicht in den Rücken fällt.
    Let's face it. Wir spielen Spiele um unsere Jungs auszubilden. Resultate sind wurscht. Und wenn's zu ruppig wird, setz ich entweder meine eigene "Kampfmaschine" auf den Fouler an, oder, sollte das nichts bringen, lassen wir den Gegner einfach gewähren. Stehen dann auch schön brav auf die Seite. Wenn nötig schiessen wir auch noch ein paar Eigentore, damit wir dann immer auch ein Resultat von über 20 Toren haben, welches dem ganzen Verband aufzeigt, wo wir die Spielweise unseres Gegners nicht mehr goutiert und damit das Spiel im Rahmen der Regeln boykottiert haben (Das haben wir vor 4 Jahren genau einmal gegen den zweitletzten der lokalen Meisterschaftsgruppe gemacht. Das ging überall rum und so wie es scheint, ist die "Message" angekommen).

  • Steini


    Danke für den Hinweis, dass eine Täterprofilvervollständigung nur auf Basis eines richterlichen Beschlusses erfolgen darf. Schon deshalb stellt sich die Frage nach dem Sinn von Daten, die nur in seltenen Fällen als Beweismittel genutzt werden dürfen.


    Richtig ist ferner, dass es zwischen der Privatperson und der Schiedsrichterfunktion zu differenzieren gilt. Die Privatperson darf bei einem orgendlichen Gericht beurteilt werden, die Schiedsrichterfunktion bei einem Sportgericht. Eine Vermischung der Interessen darf zum Schutz der bürgerlichen Rechte nicht erfolgen. Das gilt unabhängig davon, wie gut oder wie schlecht ein Schiedsrichter gepfiffen hat.



    @skippy
    Wie du selbst schreibst, stellte sich bei der Verhandlung auf dem Sportgericht heraus, dass dieser Schiedsrichter bereits früher vorschnell Spiele abgebrochen hatte. Dies hätte sicherlich auch die Zeugenaussage der beteiligten Trainer ergeben. Ein Grund mehr, warum man hier auf einen Video-Beleg hätte verzichten können.

  • TW-Trainer
    Der Sinn liegt darin, dass der Richter nicht mehr zu entscheiden braucht weil keine Daten mehr vorliegen. Solange es einen nicht selber betrifft, kann ich verstehen das es den Anschein eines "Generalverdachtes" hat. Das ändert sich aber dann, wenn man Opfer einer Straftat im Internet wird und von den Verfolgungsbehörden die Auskunft bekommt "Kann man nichts mehr machen". Hier hat die Politik mal wieder ordentlich Grütze produziert und ein handwerklich hanebüchenes Gesetz erlassen. Der BGH hat das mMn völlig zu Recht der Regierung links und rechts um die Ohren gehauen. Nun sitzt man es seit geraumer Zeit aus und das auf die Gefahr hin, dass durch die drohende EU- Strafe ordentlich Steuergelder verbraten werden.
    Das wollte ich nur als zweite Seite dieser Datengeschichte zu Bedenken geben. Bin da selber hin- und hergerissen.


    Bei diesem Thema hier kann ich Deinem letzten Absatz aus Post 61 nur zustimmen.

  • Das Thema Vorratsdatenspeicherung und überhaupt die heute gegebenen Möglichkeiten der Überwachung durch die Kombination von ungeheuer leistungsfähiger, hochkomplexer und permanent verfügbarer und vernetzter Technik mit immensen Speicherkapazitäten und ungeheurer Rechenleistung ist ein sehr diffiziles, das sicherlich in diesem Forum nicht adäquat diskutiert werden kann. Ich gehe leider davon aus, dass nur sehr wenige Menschen den Themenkomplex wirklich erfassen, tatsächlich wird "Big Data" einerseits von Firmen und Behörden in evolutionärer Form implementiert und andererseits ist es Gegenstand der akademischen Forschung.


    Ein kurzer Weckruf: https://www.schneier.com/blog/…11/09/three_emerging.html


    Zum Thema Vorratsdatenspeicherung oder allgemein gesetzgeberischen Aktivitäten im Zusammenhang mit den neuen Techniken finde ich folgenden Kommentar nicht schlecht: https://www.schneier.com/blog/…data_survei.html#c1562601


    Weitere interessante Beiträge zum Thema Überwachung:


    Es ist nun aber mal so, dass die Technologie soweit ist, wie es nun mal der Fall ist. Die Büchse der Pandora lässt sich nicht mehr schließen. Wir sollten uns dessen aber bewusst sein.


    Noch unbedingt lesenswert: https://www.schneier.com/blog/…/10/the_battle_for_1.html


    Und das soll es dann von mir zu dem Thema gewesen sein.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • tobn


    Wir sind ein wenig vom Thema abgewichen, denn ursprünglich ging es um die Bewertung vom Schiedsrichter und die Einwirkung eines Zuschauers, was schließlich zum Spielabbruch führte. Jedoch kam durch die anschließende Sportgerichtsverhandlung eine bislang in weiten Teilen des Amateursports unbekannte Beweisführung mittels Video hinzu. Es stellte sich hierbei die Frage, ob das Recht auf das eigene Bild ein höheres und damit schützendswerteres Recht darstellt, als die Entscheidung darüber, ob ein Spielabbruch bei einem E-Jugendspiel auf Basis eines Videobeweises rechtmäßig eingesetzt werden darf. Nach meiner Überzeugung hätte der Schiedsrichter zur Wahrung seiner persönlichen Rechte eine vorherige Einwilligung geben müssen.


    Das Recht auf das eigene Bild wird dann verletzt, wenn man es mit weiteren, personenbezogenen Daten des Schiedsrichters (Name, Schiedsrichterfunktion, Handlungsdatum, Handlungsort) verknüpft. Wenn dies durch Einwilligung mit Aufklärung darüber erfolgte, dass man sich unter Umständen selbst dadurch belastet, ist die Nutzung O.K.


    Leider konnte @skippy diese Frage der Einwilligung des Schiedsrichter nicht beantworten!

  • TW-Trainer, danke dafür, dass du dir die Mühe machst, mir den Sachverhalt darzulegen. Es tut mir aber leid, mir ging es in meinem Beitrag gar nicht um diesen konkreten Fall, sondern um das Thema der Vorratsdatenspeicherung, welches, wenn ich mich nicht täusche, von Steini eingebracht wurde. Wie die aktuelle juristische Situation im vorliegenden konkreten Fall sein mag kann ich nicht abschließend beurteilen. Ich kenne aus dem WWW aus zweiter Hand auch die Informationen zum Recht am eigenen Bild, wie ihr sie nennt. Wie so oft in der Juristerei seid ihr unterschiedlicher Auffassung darüber, welche Situation vorliegt. Soweit ich weiß, sind das dann die Fälle, die vom Gericht entscheiden werden. Das führt dann zur Präzisierung der Rechtslage durch das sog. Richterrecht. Bis es zu einer solchen Entscheidung kommt, können wir nur mehr oder weniger fundierte Einschätzungen dazu abgeben, wie ein Gericht einen konkreten Fall entscheiden würde.


    Im vorliegenden Fall haben wohl beide Seiten das Urteil akzeptiert, gegen die Verwendung des Films hatte scheinbar auch die Partei, der er zum Nachteil gereichte, keine Einwände. Ob das nun für sie geschickt oder nicht war, sei dahin gestellt, ebenso wie die Frage, ob der Schiedsspruch anders ausgefallen wäre, hätte es den Film nicht gegeben oder wäre er nicht zugelassen worden. Für Leser dieses Forums, die sich vielleicht mal vor einem Gericht irgendeiner Art wiederfinden werden, sind deine Hinweise auf die Anfechtbarkeit von ohne Zustimmung der Abgebildeten gemachten Aufnahmen aber sicher hilfreich, daher danke ich dir für sie.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Guten Morgen, meine Frage passt nicht 100 % Prozent zum Ursprungsthema, ich möchte aber kein neues Thema aufmachen.


    Wir sind eine gemischte E-Jugend.

    Bei uns im Fußballkreis gehen die Spiele, obwohl sich die Einteilung an die Stärke anlehnt, manchmal leider extrem deutlich aus. In der Hinrunde haben einige Mannschaften 29:1 oder auch 23:0 verloren. Hat mit dem DFB-Slogan "Erlebnis statt Ergebnis" gar nichts mehr zu tun.

    Uns "droht" in der Rückrunde jetzt das Spiel gegen einen extremen starken Gegner, keine Ahnung warum die nicht eine Liga höher gemeldet haben. Das Hinspiel ging 15:2 aus und ich fand unsere Mannschaft noch nicht mal besonders schlecht. An dem Spieltermin fällt mir jetzt wahrscheinlich auch noch einer der stärksten Spieler aus. Das Spiel werden wir sicher deutlich verlieren, ich möchte aber um jeden Preis vermeiden, dass die Kinder völlig gedemütigt werden.

    Mit dem Trainer hatte ich bei einem Turnier kurzen Kontakt. Ganz nett aber auch sehr ehrgeizig.


    Wir haben in der Vergangenheit bei sehr deutlicher Führung den Gegner mit einem Spieler mehr spielen lassen. Er könnte seinen Jungs auch Provokationsregeln geben. Ob er das machen würde, weiß ich aber nicht.


    Kurz und gut, ich überlege ernsthaft, das Spiel abzubrechen, wenn wir z.B. zur Halbzeit schon mit 10:0 zurückliegen. Unabhängig, was ihr davon haltet, stellt sich mir die Frage nach der rechtlichen Konsequenz.


    Geldstrafe und wenn ja in welcher Höhe ?


    Ansetzen eines Wiederholungsspieles ?

  • Natürlich sind solche Spiele nicht schön!

    Aber wenn man gegen den Ligaprimus antritt, dann kann das eben mal so ausgehen. Ein 15:2 finde ich jetzt nicht soooo dramatisch, das ist ein relativ normales E-Jugend Ergebnis.


    Überlege lieber, was du den Kindern mit gibts, wenn du das Spiel abbrichst.

    Das gibt die viel heftigeren Kommentare aufm Schulhof als eine heftige Niederlage.

    Und mit Fair Play hat das auch nichts zu tun.

  • versuche es doch mal halbzeitmäßig zu sehen. und besprich das vorher mit dem gegnerischen trainer.

    führen die zur hz 10-0 dann wird der gegner bestimmt irgendwas machen und nicht auf ein 20-0 gehen.

    gibt es dann ein 13-1 ist es den kindern am ende zu vermitteln, das sie sich in der 2ten hz stark geschlagen haben und nur knapp verloren. die erste hz war zum lernen da, die zweite wurde dann schon genutzt.

    zur hz abzubrechen bedeutet aber kapitulation. auch kapitulation vor lernerfolgen.

    ein fatales Signal!

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Danke für Eure Antworten


    Das wir nach 40 Minuten vom Platz gehen, glaube ich auch nicht wirklich.

    Wir haben auch in der Vergangenheit schon deutlich verloren. Auch mit einem 15:2 konnten wir bei aller Enttäuschung leben. Das Gespräch mit dem gegnerischen Trainer würde ich sicher suchen. Ich habe da bislang fast nur gute Erfahrungen gemacht.


    Ich habe nach langer Fußballpause erst vor einigen Jahren mit dem Kindertraining angefangen. Das einige meinen Gedanken absurd finden, kann ich durchaus nachvollziehen. Ich kann mich aber auch nicht daran gewöhnen, dass leistungsorientierte Vereine mittlerweile bereits ab der F-Jugend die stärksten Spieler aus der Umgebung zu sich holen und vermeintlich untalentierte Spieler aus dem eigenen Ort nicht aufnehmen. Dazu dass sicher meist bessere Training. Da kommt es dann eben zu Ergebnissen wie einem 23:0. Ich denke, bei solchen Ergebnissen lernt keiner irgendetwas. Die meisten warten dann nur noch darauf, dass diese Mannschaften ab der D-Jugend dann überkreislich spielen. Aber das Thema hat es in diesem Forum sicher schon mal gegeben.

  • Ich finde schon das man bei einem bestimmten Spielstand mal über einen Abruch (also nach Absprache mit anderem Trainer das Spiel vorzeitig beendet) nachdenkt.

    Bei uns im Kreis gab es schon E Jugend spiele die gingen 35:0 aus. Sowie ein A Jugendspiel am ersten Spieltag der Saison 40:0. Was ist mehr demütiger, vorzeitig vom Spielfeld zu gehen, oder abgeschlachtet zu werden.

    Ich habe selbst schon mal 20:0 gewonnen sowie auch schon mal 25:0 verloren. Bringen tut das beiden Teams nichts. Schön sind solche Spiele nicht. Abwehr in den Sturm gestellt, TW ins Feld alles versucht aber der Gegener war hoffnungslos überfordert. Habe dann von selbst mitgeteilt gesagt das wir 15 Minuten früher Schluss machen. Da tun mir die Kinder leid des anderen Teams.

    Gruß

    Frank

  • Ich überlege mir oft, wie breit und topbesetzt ein Kader sein muß im E Jugendbereich oder F Jugend der nach 10-0 PAusenführung ein 25-0 herausschießt. Mir ist nach JAhren noch KEINER untergekommen. Damit behaupte ich nicht, das es solche nicht gibt, aber meist sieht es doch anders aus. Da wird trotzdem kaum gewechselt oder Positionen getauscht, da wird beim Gegentor noch rumgeschrien, obwohl man 10-1 führt etc. etc.

    natürlich gibt es Beispiele in denen alles nichts hilft, wie von svtrainer beschrieben. ganz klar.

    Aber es bringt wie beschrieben ja nichts. Fördert Überheblichkeit auf der einen und Loosermentalität auf der anderen.

    Ich glaube man kann aber schon etwas steuern. Im E Jugendbereich ist ein 0-3 nach 5 Minuten vllt. noch ein 10-5 Sieg am Ende. In der D Jugend z.b. kann ich aber m.e. leicht erkennen wenn ein Gegner hoffnungslos unterlegen ist, und auch Gegensteuern. Da spielen Regelmäßig die Abwehrspieler komplett vorne und nicht nur mit Positionsrotation immer einer abwechselnd. Angreifer halten dann eben die Abwehrlinie und dürfen nachdem jeder berührt hat aufbauen.

    Ich kanns natürlich auch anders machen, die Abwehrspieler hochstehen lassen und als Verbund ins Pressing gehen und damit ein 30-0 für meinen Lebenslauf als Trainer rausholen. Wird mir aber nur bedingt zur großen Trainerlaufbahn verhelfen, deshalb lass ichs lieber.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Ich habe es da ähnlich wie Trainer E gehalten. Die beiden Halbzeiten wurden als einzelne Spiel gewertet und wurden unsererseits immer mit 0:0 begonnen. So kam unterm Strich sicher ein horrendes Ergebnisse zu Stande aber pro Halbzeit war es überschaubar und auch für die Kids noch im Akzeptablen Rahmen. Außerdem konnte man zur Halbzeit das Feuer in den Augen wieder sehen und zu 80% war die zweite Halbzeit viel erfolgreicher als die erste.


    Anderseits ist der andere Trainer ein mächtiger Arsch wenn er nicht auf den Spielverlauf reagiert und notwendige Umstellungen vornimmt oder auch schon im Vorfeld sich Gedanken um den Spielverlauf macht! Die Gegner und deren Spielstärke kennt man ja Großteils somit ist es ja ein leichtes ein Ergebnis in die richtige bahn zu lenken, habe ich auch immer so gehandhabt!

    Außerdem sollte es ja beim Aufwärmen schon erkennbar sein was das andere Team drauf hat und da kann Ich im Vorfeld meinen Kids schon mitgeben wer wie lange und wo spielt.

    Ist ja auch ein schöner, positiver Lerneffekt für die Kids aus dem eigenen Team das die starken einmal aus Respekt dem Gegner gegenüber nur auf 25% der Spielzeit kommen.