Beiträge von TW-Trainer

    @Sir Alex


    Großes Lob. Brillant erklärt!


    Ich hätte sicher noch den Part des Torwarts in diesen Situationen erklären können. Aber das schenke ich mir, denn wenn Mobbing hier erlaubt ist, dann bleibt man wohl besser nur Leser!


    Hoffe, dir ereilt nicht das gleiche Schicksal, nur weil dich ein Dummkopf man nicht versteht? Dann werde ich wohl auch nicht mehr was Gutes zum lesen bekommen!

    Melde mich nur kurz wieder zu Wort, denn ich habe mich aufgrund persönlicher Beleidigungen zurück gezogen. Leider wurde der Verfasser nicht vom Administrator gesperrt, wie es normalerweise geschieht, um eine gewisse Diskussionskultur aufrecht zu erhalten.


    Zum Glück hat @Sir Alex die Rolle gut übernommen. Wir beide haben das gleiche Ziel zur Förderung des Nachwuchses, aber nicht immer die gleiche Meinung darüber, was der bestmögliche Weg ist. Aber wir sind dabei immer sachlich geblieben und respektvoll miteinander umgegangen. Lest also seine Beiträge sehr genau, denn sie werden euch bei einige Fragen passende Antworten geben.


    Dieses Forum ist dafür bekannt das man sich hilft. Dazu gehört jedoch auch die Fairness im Umgang mit anderen Meinungen. Dümmliche Rechthaberei sollte hier kein Sprachrohr finden! <X !!!

    @TSV-Reini


    So paßt es! Fehlen nur noch die Abstände für die einzelnen Aufgaben.


    Vorschlag:
    1. Angreifer ca. 15 m vor Strafraumgrenze
    2. Teilaktiver Abwehrspieler ca. 6 m vor Strafraumgrenze
    3. Torwart am 5-er



    zu 1. Bei 9 m Abstand sollte der Angreifer genügend Zeit haben, um Tempo aufzunehmen und sich aufs Timing der Finte zu konzentrieren.
    zu 2. steht der teilaktive Abwehrspieler deutlich höher, werden die Aufgaben: Finte und Torabschluß getrennt (würde vermutlich ein 1vs1 daraus werden)
    steht der teilaktive Abwehrspieler deutlich tiefer, würde der Torwart sich ganz einfach den Ball in dem Moment greifen, wo der Angreifer bei seiner Finte den Ball am Abwehrspieler vorbei legt
    zu 3. Im Wettkampf weiß der Keeper nicht, ob der Angreifer schießt oder fintiert, weshalb er eine distanzneutrale Positon wählt


    Bei dieser Ausgangslage kannst du die Übung falls erforderlich erweitern und/oder die Schwierigkeitsgrad erhöhen. Wird jedoch bei 5 - 6 Minuten Übungszeit gar nicht der Fall sein. Aber es kann nicht schaden, sich auf Varianten vorzubereiten. (Manche Prüfer lassen sich gern ein paar "Gemeinheiten" dazu einfallen, wenn ihnen eine Übung zu langweilig erscheint.)


    Viel Erfolg!


    Hab noch na andere Frage? Bei dir steht E-Jugend! Hast du vorher schon mal im mittleren oder oberen Jugendbereich auf Großfeld trainiert?

    @TSV-Reini


    Lt. Skizze besteht der Übungsablauf aus:


    1. Andribbeln
    2. Finte im Viereck
    3. Doppelpaß mit Mitspieler
    4. Torabschluß
    5. Positionswechsel


    Aufgrund der Skizze soll eine Finte ohne finalen Torabschluß gewählt werden (weil erst danach zum Mitspieler gepaßt wird). Wenn ich dein Prüfer wäre, dann würde ich sagen, der Angreifer hat eine falsche Entscheidung getroffen. Denn er hätte einen möglichen Ballverlust beim Zweikampf (wozu sollte er sonst eine Finte machen?) vermeiden können, indem er zum Mitspieler gepaßt hätte.


    Also würde ich die Aufgaben-Reihenfolge verändern und erst den Doppelpaß mit dem Mitspieler und dann den finalen Zweikampf mit Finte machen.


    Wenn du eine C-Jugend-Landesauswahl als Übungsgruppe hast, kannst du erst mal mit einem einfachen"Übersteiger" als Finte starten. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, kannst du als nächstes den "Zidane-Trick" wählen.


    Noch was:


    Die Übung ist so noch nicht zu ende. Denn in den überwiegenden Fällen wird der Keeper den Ball fangen, weshalb die Aktion mit einer guten Spieleröffnung fortgesetzt werden kann. In diesem Fall würde ich entweder den Angreifer nach dem Torabschluß zum Mitspieler machen, der vom Torwart den Ball in den "offensiven Fuß" gerollt bekommt, damit er bereits beim 1. Ballkontakt einen Raumgewinn hat.


    Man kann aber auch das Viereck nicht frontal sondern etwas seitlich aufbauen. In diesem Fall würde sich ein Spielaufbau mit Seitenwechsel anbieten, weshalb du dort einen weiteren Aufbauspieler positionieren kannst. In diesem Fall kannst du auch die unterschiedlichen Techniken (Rollen, Schleuderwurf, Schlagwurf, Überkopfwurf, flacher, halbhoher, hoher Paß mit rechten/linken Fuß sowie unterschiedliche Abschlagtechniken) üben lassen.


    Der besondere Lerneffekt bei der Übung einer "vollständigen Aktion" besteht darin, als dass sie spieltypisch ist, während ein Ende mit Torabschluß lediglich ein Teil der Aktion darstellt.


    Viel Erfolg! Kannst ja schreiben, wie es gelaufen ist.

    @Andre


    Jetzt wird es klarer!


    Ja, das Problem mit einem "würdigen" Nachfolger hat wohl jeder Trainer (unabhängig davon, ob er Vatertrainer ist)! Denn gelingt es dem Verein nicht einen guten Nachfolger zu finden, so kann jahrelange, mühevolle Arbeit in kurzer Zeit vernichtet werden. Das ist ganz besonders schmerzvoll für den Trainer, der sein ganzes Herzblut in die Entwicklung des Teams gesteckt hat.


    Nur ging es hier um die schwierige Frage, ob man als Vater oder Mutter überhaupt ein Team trainieren sollte oder ob es besser für alle ist, wenn man dann ein anderes Team trainiert?


    Geht man davon aus, als das der Vater oder die Mutter ausreichend Trainerfähigkeiten mitbringt, so wäre es aus sportlicher Hinsicht ggf. einfacher ein anderes Team zu trainieren. Denn in dieser Konstellation gäbe es vermutlich weniger schwierige Kontaktfelder in der Mannschaftsführung. Problem wäre jedoch, dass es sich aus zeitlichen Gründen machen lassen würde. Denn die Trainer im unteren Jugendbereich werden ja meist auch noch als "Kinder-Taxi" eingesetzt.


    Es ist sicher nicht einfach zu entscheiden, weil sich jede Situation anders darstellt. Denn es gibt bestimmt auch Beispiele, in denen Vater/Muttertrainer die bestmögliche Lösung ist.

    Der eigentliche Irrsinn der Mittellinienregelung besteht ja darin, dass aus dem Torhüter-Langholz als Strafe ein Feldspieler-Langholz von der Mittellinie resultiert - sobald eine Mannschaft einen Spieler hat, der diese Distanz drauf hat (spätestens ab der D immer) wird der Ball hoch aufs Tor gedroschen, vor dem dann eine Spielertraube steht, immer mit der Hoffnung, dass noch jemand zufällig berührt oder der Torhüter nicht festhalten kann... Ein Einwurf in Höhe der Mittellinie könnte noch eine Alternative sein.

    Es sind aber meistens nicht die Kinder, die diese Variante von sich aus wählen würden, sondern ihre Trainer, die auf diese Weise einfache Tore und Siege erzielen wollen!


    Wenn ein Team übelegen ist, dann braucht es eigentlich nur in solchen Situationen auf die Fehler der gegnersichen Abwehr zu warten.
    Hinzu kommt, dass im unteren Bereich so gut wie kein TW-Training gemacht wird, weshalb die Keeper weder über das richtige Timing, noch die Technik verfügen, um einen eigentlich einfachen hohen Ball sicher zu fangen. Denn wenn der Keeper keine Probleme mit hohen Bällen hat, dann wird "Langholz" schon nach einigen Versuchen eingestellt.


    Ein Weg wäre m.E. die Entwicklung eines "Nogo-Coachingkatalogs" für Trainer, durch die das freie Spiel der Kinder gefördert wird. Vielleicht hat ja jemand Vorschläge, wie man soetwas aufbauen könnte? Gibt ja neben dem "Langholz" noch einiges mehr, was das Spiel der Kinder stört.

    Wieso kann man es nicht einfach ein Kind entscheiden lassen, was es machen will.

    Das wäre doch viel zu einfach! Was sollten den wir Erwachsene dann noch hineinrufen?


    Der Trainer macht:
    - die Mannschaftsaufstellung
    - die Mannschaftsansprache
    - Trainer und Zuschauer rufen gemeinsam hinein


    Wozu braucht man noch die Entscheidung der Kinder, wenn man allein entscheidet, was gut oder schlecht war!


    Die FPL reduziert die Einmischung der Erwachsenen auf das Mindestmaß der Organisation eines Wettkampfs aus der Erfahrung heraus, dass man den "Druck vom Kessel" nimmt, wenn man den Kindern mehr Entscheidungsrechte gibt.


    Zunächst liefen die Eltern dagegen Sturm, weil sie meinten nur direkt am Spielfeldrand den Trainer kontrollieren zu können.
    Danach liefen Trainer Sturm, weil man auch sie nur noch gemeinsam entscheiden lassen wollte, wenn die Kinder sich nicht einigen können. Und weil es dafür nicht mal einen Schiedsrichter braucht, weil es gar nicht so sehr darauf ankommt, was wir Erwachsenen, sondern was die Kinder als Regelverstoß ansehen, gibts so gut wie keinen Grund mehr, sich nur über das tolle Spiel zu freuen.


    Ich finde diese Regeln toll. Problem ist nur, dass es ja beim Fussball nicht allein ums gewinnen und verlieren, sondern um Blut und Ehre und die entgültige Vernichtung des Gegners gehen muß, weil sich ja sonst die ganze Aufregung nicht lohnt!

    Bei vielen F-Junioren dürften bereits Pässe über 10 m als "weiter Pass" gelten. Das Passspiel sollte in der Ausbildung von F-Junioren nicht die zentrale Rolle einnehmen, weite Pässe schon gar nicht. Die Kinder sind bis auf wenige Ausnahmen nicht in der Lage solche Distanzen einschätzen zu können, geschweige denn platziert über größere Entfernungen ihren Mitspieler zu treffen.

    Da geb ich dir 100 % Recht! Denn es soll lediglich vermieden werden, dass sich die Torleute gegenseitig den Ball zu spielen, sodass gar kein Spielfluß entsteht.


    Denn für einen weiten Abstoß/Abschlag wird spezielles TW-Training im Erkennen, Entscheiden und Ausführen benötigt. So sollen geeignete Voraussetzungen im Spiel erkannt werden, um es ggf. durch einen weiten Paß schnell zu machen. Wenn dafür in aller Regel das gegeignte Personal fehlt, dann kann man es auch später erlernen? Es gab mal ein Thema, in der über "unumstößliche Regeln" beim Nachwuchsfussball ging. Hierfür würde es m.E. besser passen, weil es dort darum ging, was früher für unmöglich und unnötig gehalten wurde, aber heute bereits selbstverständlich und deshalb gar nicht mehr hinterfragt.


    Es war hier jedoch nach einer Regel für den Torwart gefragt, weshalb man sich über die Sinnhaftigkeit der Regel unterhielt.


    Dennoch sehe ich es wie du, dass es in der F-Jugend ganz andere Baustellen im Training und Spiel gibt als den weiten Abstoß/Abschlag eines F-Jugend-Keepers.

    @Andre


    Ich habe deinen Beitrag nun mehrfach gelesen, werde aber nicht so ganz schlau daraus?


    Bist du in den Fussball oder in die Politik gegangen, weil dort die meisten keine Ahnung haben und dich deshalb dringend brauchen? Oder gab es eine Zeit, wo du deinen Jungs einen Fussball oder Vatertrainer gegönnt hast, aber deinen Nachfolger als das schlimmere Übel angesehen hat? Dabei hast du das schlimmste Übel: ein Anderer ist der Trainer und gleichzeitig der Vater eines Kindes im Team deines Sohnes noch gar nicht beschrieben?


    Einzig deine Beschreibung über die nach wie vor sehr geringe Wertschätzung der Nachwuchs-Trainerarbeit, Jugendkonzept usw. kann ich gut nachvollziehen. Aber auch da weiß ich nicht ganz genau, ob du dich zu schade (weil keine Aufwandsentschädigung) oder zu gut (weil Trägheit und Unvernunft der Vereinsverantwortlichen) für diese Tätigkeit empfindest?


    Wie nun ist der Satz:


    Das soll bitteschön nicht arrogant klingen, ...ich kenne meine Fehler, aber unter dem Strich wäre das besser gewesen.

    zu verstehen?


    Es liest sich wie ein Gedanken-Puzzle. irgendwie scheint es auch um Respekt zu gehen? Aber ist nicht dabei zunächst einmal der Respekt gegenüber dem Anderen mit all seinen Stärken und Schwächen eine wichtige Vorausssetzung? Wie will man sonst erwarten, dass einem selbst der nötige Respekt geliefert wird?


    Aber vermutlich wolltest du ganz etwas anderes sagen und ich habe dich nur mißverstanden? Dann sorry!

    Ich sehe die Regel nicht ganz so optimistisch.

    Da bin ich ganz bei dir. Diese Regel ist aus mehreren Gesichtspunkten inkonsequent, weil:
    - sie einen weiten Paß als taktisches Mittel für einen Konter nicht fördert
    - sie nur für den Torwart gilt (die Feldspieler dürfen den Ball aus ähnlicher Positon weiterhin über die Mittellinie dreschen


    Kuios ist, dass diese Regel in der E-Jugend wieder abgeschafft wird, obwohl hier die Mittelfeldlinie lediglich 7,5 m weiter entfernt ist?


    Dabei sind es gar nicht mal die Kinder, sondern die Erwachsenen, denen man mißtraut? Die könnten ins Spiel hineinrufen und fordern, dass der Ball mögichst weit weggeschlagen wird. Müßte man eigentlich nur den Erwachsenen verbieten, soetwas hinein zu rufen, um es allein der Entscheidung der Kinder zu überlassen?


    Aber es gibt noch weitere seltsame Regeln. Z.B. bei der Torfläche. Hier beträgt sie 5 x 2 m von den Bambinies bis zur A-Jugend mit 7-er Mannschaft. Während die Feldgröße den altersgerechten Anforderungen angepaßt wurden, hat man keinen Bedarf gesehen auch den Torleuten entsprechende Erfolgserlebnisse durch Größenanpassung der Torfläche zu gewähren. Dabei würde es vollkommen genügen, wenn Pfosten und Latte aus 2 ineinander verschiebbaren Elementen bestehen würde, sodass sie in wenigen Sekunden auf die gewünschten Abmessungen eingestellt werden könnten.


    Man hat das Gefühl, dass sich die obersten Regelhüter nicht so sehr mit dem Nachwuchsfussball beschäftigen und selten an den Spielstätten anzutreffen sind, um das was sie angerichtet haben zu überprüfen?


    Regeln sollten m.E. einen Ausgleich schaffen, so dass Angriff und Abwehr gleichgroße Erfolgschancen haben. Korrigiert man es einseitig, so verärgert man Spiel, Eltern und Trainer. So wird an anderer Stelle darüber diskutiert, wie man die häufigen Tore beim Abstoß verhindern kann? Denn gerade hier kommt es aufs technische Vermögen und taktische Verständnis an. Verbietet man jedoch dem Torwart aus dem Nachteil, das seine direkten Anspielpartner gedeckt sind, einen Vorteil zu machen, in dem er einen weiten Abstoß macht, dann wird er zum "dummen August", wenn man ihm dies per Regel verbietet.


    Da stellt sich irgendwann die Frage, ob man bei der Regelerstellung nur den Torwarttyp klassischer Prägung (dumm, faul und träge) im Hinterkopf hatte, weil der sowieso nur eins kann: weit weg pöhlen! Damit aber die intelligenten Spieler nicht unnötig gestört werden, soll dem Keeper per Regel an die Kette gelegt werden, was die Abstoß- und Abschlagweite angeht?


    Auch wenn manche Regelhüter geistig noch fest im Sattel des gegnerorientierten kampfbetonten Zermürbungsspiel verharren, gibt es Lichtblicke bei der Regelveränderung:
    - die Regeln können im Kreis individuell gestaltet werden (d.h. man muß nicht jeden Unsinn, den sich eine Niete in Nadelstreifen ausgedacht hat, übernehmen)
    - man korrigiert sie hin und wieder (z.B. durfte mal der Torwart in der Halle seinen Kreis nicht verlassen, wodurch man ihn am Mitspielen hinderte)

    Ich habe in meinem Leben zweimal im Tor gestanden, als in meiner Mannschaft in der Bunten Liga alle anderen anwesenden Spieler noch schlechter im Tor waren als ich


    Ansonsten: In der E bei den Mädchen spielen diese Techniken aus meiner Sicht noch gar keine große Rolle. Schusshärte und -präzision sind zumeist so gering (Mädchen, die es besser können, spielen bei den Jungs), dass es völlig ausreichend ist, über eine gute Fangtechnik zu verfügen und flache Bälle vernünftig aufnehmen zu können, jeweils bei Bedarf kombiniert mit Zwischenschritten. Wer das kann und darüber hinaus nicht ausschließlich auf der Linie stehen bleibt, gehört bei uns schon zur Spitze. Hinzu kommen noch ganz zentral Spieleröffnungsfähigkeiten, also die Beherrschung des Abrollens und Abwerfens des Balls auf eine idealerweise in offener Stellung befindliche Mitspielerin. Rund die Hälfte aller Tore fallen bei den E-Mädchen in unserer Staffel aus einer misslungenen Spieleröffnung heraus, bei der der Ball direkt in den Fuß der Gegenspielerin gespielt wird. Da ist es sinnvoller, die Spieleröffung zu trainieren als das Hechten nach Bällen nach misslungener Spieleröffnung... Und wenn man fünf Mädchen hat, die gerne ins Tor gehen und das alles einigermaßen können, bekommt man nicht mehr viele Gegentore.

    Es ist mir nicht wichtig, ob hin und wieder ein Tor kassiert wird. Dies gebührt allein schon dem sportlichen Respekt vor dem Gegner. Es kommt jedoch darauf an, es dem Gegner immer schwieriger zu machen zum Torerfolg zu gelangen.
    Ein moderner Torwart muß mehr als nur Bälle halten können, weshalb es keinen Unterschied zwischen dem Erlernen von defensiven und offensiven Aufgaben geben sollte.


    Trainer, die fortwährend auf Ergebnissicherheit bedacht sind, mögen vielleicht 1 - 2 Spiele mehr gewinnen, nicht aber eine nachhaltige Weiterentwicklung der Fähigkeiten ihrer anvertrauten Kinder fördern. Denn ohne Risiko gibts auch keine Möglichkeit etwas Neues auszuprobieren und Erkenntnisse daraus zu gewinnen.


    Zum Schluß ein paar Tipps für die Spieleröffnung:


    1. Abstoß (klappt übrigens auch für andere Altersklassen):
    Den Ball beim Abstoß nicht links oder rechts legen, sondern in die Mitte!


    Diese Variante hat verschiedene Vorteile:
    - der Gegner weiß nicht zu welcher Seite der Ball geschossen wird, weshalb er sich nicht auf die eine oder andere Seite positionieren kann
    - die Distanz zum Mitspieler an den Außenbahnen ist gleich lang
    - der Abstoß sollte immer nach außen erfolgen - wird dort der Ball verloren, so sind zentrale Spieler hinter dem Ball
    - ein sofortiges Gegentor ist unwahrscheinlich, weil der Keeper mittig steht und die Torfläche gut zustellt


    2. Abwurf/Abschlag nach gegnerischen Standards
    Besonders viele gegnerische Spieler befinden sich im oder am eigenen Strafraum bei Standards wie Ecken und Freistößen (weil jeder glaubt selbst das Tor machen zu müssen:)! Deshalb lohnt sich hier eine schnelle Spieleröffnung besonders, weil jetzt viel Platz zum Kontern ist. Der Keeper sollte den Ball jedoch nicht überhastet wegdreschen, sondern zunächst in Richtung Strafraumgrenze (diese Distanz mitnehmen), um dann zum Mitpsieler je nach Distanz den Ball zu werfen oder zu schießen. Besonders günstige ist der Abwurf/Abschlag in den Lauf des Mitspielers, weil dabei bereits beim ersten Ballkontakt ein Raumgewinn erfolgt. Wird der Ball lediglich in den Fuß gespielt, so muß sich der Mitspieler zunächst drehen, um Tempo aufzunehmen.


    Viel Spaß dabei!

    @Mittelfeldstratege


    Hab mal gezählt: in deinem Beitrag steht 26 x "ich", aber nur 11 x "Sohn"! Vielleicht hilft dir das bereits bei deiner Entscheidung, was für deinen Sohn das Beste ist?


    Der Verein hat natürlich am liebsten Eltern als Trainer. Denn die sich schon deshalb sehr viel leidensfähiger gegenüber Anfeindungen, weil sie ihrem Kind weiterhin sein Hobby ermöglichen wollen. Der Satz: "Wenn du das Team nicht mehr trainierst, müssen wir es abmelden" wird sehr erfolgreich eingesetzt.



    Vielleicht fällt dir die Antwort leichter, wenn du mal in einer ruhigen Stunde mit deinem Sohn darüber sprichst. Denn es ist sein Hobby, weshalb es gerade in dieser Frage durchaus andere Ansichten haben kann.

    @Godie


    Wenn ich jetzt deiner Theorie folge, dann wirkt sich eine besonders gute Trainerarbeit für den Verein immer negativ aus? Denn wer will schon die "Kinderstube" der Ausbidung für einen größeren Verein sein? Sollen die doch selbst ihre Leute ausbilden!


    Nun ja, so ganz abwägig ist diese Haltung nicht. Denn es ist festzustellen, dass viele Vereine mit Leistungsfussball im Seniorenbereich ihre Torleute selbst nur noch auf Breitensportniveau ausbilden. Sie sparen sich damit Geld, denn gute Nachwuchs-Torwarttrainer sind rar und kosten Geld! Man kann es nicht 1 : 1 mit der den Feldspieler-Talenten vergleichen! Denn die bekommen nicht nur im Verein, sondern auch in der Kreisauswahl und dem DFB-Stützpunkt eine zusätzliche Förderung, während die Keeper dort lediglich gebraucht, aber nicht ausgebildet werden, weil dafür gar kein extra Fachpersonal im Budget vorhanden ist.


    Soll man die Torleute deshalb auch dann nicht ausbilden, wenn man eigenes Fachpersonal hat, damit andere Vereine sie nicht abwerben? Ich denke, diese Keeper mag zunächst die höhere Liga locken, aber wenn es dort nicht ansatzweise ein gleichwertiges TW-Training gibt, dann sind sie schnell wieder zurück. Es sei denn, ihnen wurde der Abschied schwer gemacht, wesahlb sie eine Rückkehr ausschließen.


    Hinzu kommt, dass viele größere Vereine immer noch Torhüter für die Reservebank holen. Das mögen sich die avancierten Nachwuchskeeper noch vor ein paar Jahren gefallen lassen haben. Aber heute sind sie selbstbewußt genug, um zu erkennen, dass sie dort in eine Sackgasse gelaufen sind, weil ihnen die Spielpraxis genommen wird. Sie wechseln meist schon zum Ende der Hinserie in einen Verein mit besserer Perspektive. Die Zeiten, in denen man allein mit der Liga seiner 1. Seniorenmannschaft ergeizige Talente werben konnte, aber ihnen kein gutes neues Zuhause bot, die sind vorbei!


    Auch die Frage, wann Keeper wechseln sollten, definiert sich aufgrund ihrer etwas anderen Entwicklung ein wenig anders. Eine Ausbildungsverweigerung käme jedoch für mich nicht infrage.


    Aber ich denke der Bereich der Talentförderung von Torleuten würde hier doch ein wenig weit vom eigentlichen Thema, ab wann Torwartübungen sinnvoll ist, abweichen?


    Nach meiner Meinung kann man bis einschließlich des jüngeren E-Jugend-Jahrgangs Torwartübungen mit der gesamten Mannschaft ins normale Training einfließen lassen. Dazu ist es jedoch wichtig, dass sich die Trainer vorher etwas näher mit den Torwartaufgaben beschäftigen. Sonst kann es passieren, dass sie wie zu früheren Zeiten bei den Senioren beim TW-Training lediglich die "Ballmaschine" spielen, die pausenlos aufs Tor ballert, aber keine nützlichen Hinweise gibt, wie man Erfolgserlebnisse sammelt.
    Ab dem älteren E-Jugend-Jahrgang sollte man eine weitere Ausbildung Torwarttrainern überlassen, um den Kids nichts falsches beizubringen, was später kaum noch korrigiert werden kann. Selbstverständlich kann man sich als Mannschaftstrainer auch für Torwartaufgaben weiterbilden. Dazu sollte man sich Vereine suchen, die für eine gute Torwartausbildung bekannt sind. Man sollte jedoch dabei Geduld haben, denn die Fähigkeiten als Torwarttrainer Situationen spielnah zu gestalten, brauchen zeit. Auch braucht es Erfahrung, Detailfehler beim Keeper zu erkennen und sie erfolgreich zu korrigieren. Dennoch ist es ein sehr interessanter weil intensiver Trainerjob!

    @Grätsche


    Sehr guter Hinweis, finde ich!


    Zwar kommt es mal vor, dass sich auch im Spiel jemannd schützend umdreht, wenn der Gegner direkt vor ihm zum Schuß ansetzt, aber der Torwart kennt eigentlich nur frontales Positionsspiel!


    Selbst wenn es immer die selbe Reihenfolge:


    1. Erkennen
    2. Entscheiden
    3. Ausführen


    gibt, so können unterschiedliche Angstsituationen wahrgenommen werden, wie:
    1. Keeper dreht sich weg, weil er nicht vom Ball in schmerzhafte Regionen (Gesicht, Unterleib) getroffen werden will,
    2. Keeper bleibt auf der Linie stehen, weil so der Gegner leichter an ihm vorbei ins Tor schießen kann
    3. Keeper kniet und streckt Arme aus, weil er so nicht in Gesicht und Unterleib getroffen werden kann


    Neben der reinen Angst vor schmerzhaften Ballkontakten gibt es Verunsicherungsmomente, die leider ganz besonders häufig zu Verletzungen führen.


    Dabei gibt es eine Reihe von Situationen, bei denen der Keeper mehr oder weniger Angst hat, weil er von seinem Trainer keine Möglichkeiten gezeigt bekommt, wie er sich in dieser Situation verhalten kann.
    Dazu zählt die falsche Fangtechnik (parallel seitlich zum Körper, mit vollständig ausgestreckten Armen) sowie das Abdrücken (Hechten) mit falschem Abrollen (Bogensprung mit Landung auf dem Kopf oder Schulter)


    Die Kinder, die gern ins Tor möchten, sollten wendigstens die Grundtechniken erlernen, mit denen sie sich vor schmerzhaften Ballkontakten und Verletzungen schützen können. Dann sollte ein gutes Gefühl vor, während und nach dem Spiel auch auf dieser Position möglich sein.

    Hallo Thorsten,


    das ist auch meine Meinung!


    Wer geglaubt hat, alle Probleme wären mit der FPL gelöst, der sieht sich früher oder später einer Realität gegenüber, die es woanders schon länger gibt, aber eben nun auch auf dem Sportplatz!


    Wir sind ein Land, wo jeder seine Meinung sagen darf! Darauf sind wird sehr stolz, weil uns der Meinungspluralismus schon 70 Jahre lang davor bewahrt hat, gegen anders Denkende gewaltsam zu werden.


    Wenn wir aber wollen, dass sich alle so friedlich benehmen, dann geht es manchmal nicht anders, als dass wir dafür kämpfen! Denn ganz ohne eigene Verantwortung geht es nicht. Vor Ort kann man vieles gemeinsam und sofort umsetzen.


    Jedoch funktioniert eine Lenkung von Fairness am Besten, wenn man sie gar nicht häufig genug lobt. Das gilt für die Mannschaftsführung und das gilt sicher auch für den partnerschaftlichen Umgang beim sportlichen Vergleich mit dem Gegner und dessen Anhang.


    Ich würde mir jedoch wünschen, dass die Funktionshirachien wieder geringer werden. Früher waren es Sportsfreunde, heute will jeder mit einem Titel (Präsident, Manager, Sportlicher Leiter, Cheftrainer, usw. angesprochen werden)!


    Es lohnt weitaus mehr, sich über Gemeinsamkeiten zu unterhalten, um das Trenende zu überwinden!

    Hechten und Fausten sind dabei überhaupt kein Thema...

    Wenn du das selbst gut kannst, dann besteht gar kein Grund, es ihnen nicht zu zeigen!


    Für alle anderen Interessierten nachfolgend ein paar Hinweise zum Abdrücken (Hechten):


    1. Abdrücken (Hechten) in 3 Schritten


    a. seitliches Abrollen aus der Sitzposition als Partnerübung
    - Traingsgruppe bildet einen Gasse (ca. 5 m Abstand)
    - pro Paar 1 Ball
    - Partner setzen sich und rollen sich gegenseitig den Ball seitlich neben dem Körper zu
    - dabei rollt sich der TW seitlich über die Hüfte ab und greift mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig den Ball vor dem Körper


    b. seitliches Abrollen aus dem Kniestand als Partnerübung
    - gleicher Abstand
    - Ball seitlich zurollen
    - dabei rollt sich der TW seitlich über Oberschenkel und Hüfte ab udn greift mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig den Ball vor dem Körper
    Hinweis: ein leichteres Abrollen gelingt, wenn das ballnahe Knie vor dem Abrollen ein wenig nach vorn genommen wird


    c. seitliches Abrollen aus (fast) Hocke
    - Abstand ca. 1,5 m
    - TW geht bis fast in die Hocke
    - Partner hält dem TW den Ball seitlich auf Hüfthöhe hin (dabei hält er 1 Hand unter und die andere Hand auf den Ball)
    - TW greift mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig den Ball und rollt über Oberschenkel, Hüfte und Schulter seitlich ab.


    Übung:
    1. TR positioniert sich ca. 8 m vor dem Tor
    2. TW positioniert sich mittig
    3. TW startet Übung, indem er zu einem Pfosten läuft, ihn kurz berührt und dann schräg nach vorn zur anderen Torseite läuft
    3. TR wirft Ball halbhoch, sobald der TW sene Laufrichtung (nach Torpfostenkontakt) ändert
    4. TW drückt sich (hechtet) über die Fußspitze des hinteren Beines ab und greift mit lang ausgestrecktem Körper, fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig zum Ball
    5. TW rollt über Oberschenkel, Hüfte und Schulter ab
    6. Seite wechseln, damit Bewegungsablauf rechts/links geübt werden kann


    Hinweise:
    - richtiges abdrücken (hechten) wird erleichert
    Diese Übung erleichtert das Abdrücken (hechten), weil durch die vorgegebene Laufrichtung ein seitliches Abspringen (Bogensprung) verhindert wird. Nur durch das Abdrücken über die Fußspitze kann die Richtung und Distanz kontrolliert werden. Wer es mal anders sehen will und sich über Hautabschürfungen im äußeren Wadenbereich wundert - diese Keeper haben es nicht besser gelernt!


    - der Keeper läuft schräg zur Torlinie, um die Torfläche zu verkleinern
    - der Keeper könnte mit dem Kopf oder Schultern gegen den Torpfosten prallen, wenn er auf der Torlinie läuft
    - der Oberkörper stabilisiert sich im Flug, weil lang ausgestreckt


    Typische TR- Fehler:
    - falsches Timing beim TR (TR wirft Ball zu früh oder zu spät)
    - falscher Balldruck beim TR (TR wirft ihn hohen Bogen oder gerade aus)
    - falsche Präzision beim TR (TR wirft zu tief, zu hoch, zu mittig)


    Typische TW-Fehler:
    - TW will sich mit einer Hand bei der Landung abstützen
    - Ball statt TW landet zuerst auf den Boden und TW kann ihn nicht festhalten



    Hört sich kompliziert an, ist es aber gar nicht! Aber ihr könnt evl. erkennen, dass der Keeper nur dann immer eine realistische Erfolgschance im Training hat, wenn sein TW-Trainer einen guten Job macht (hier: gutes Timing, richtigen Balldruck und ausreichende Präzision stimmen.)


    Das Fausten ist aber noch einfacher - aber dazu später mal!

    Am Ende wird der Gedanke dadurch konterkariert, deshalb müssen Lösungen geschaffen werden, wie dieses Model weiterentwickelt wird.

    Auch, wenn ich dir da recht geben kann, ändert es grundsätzlich nichts daran, als das:
    - der überwiegende Teil von Kindern, Eltern, Trainern ganz gut mit den fehlerhaften Leistungen von Laienschiedsrichtern in der F-Jugend klarkamen
    - eine stetig wachsende Zahl von Erwachsenen den Kindern ihr Spiel durch Hineinbrüllen kaputt machten (deshalb die 3 Regeln: ohne SR, Fanzone, Coachingzone)
    - die FPL allein es nicht schaffen kann, wenn sich trotzdem Erwachsene daneben benehmen und Dritte nicht eingreifen (sondern mit der Faust in der Tasche daneben stehen)
    - sicher manchmal erfahrene Lizenz-Schiedsrichter so eine Situation besser lösen könnten (aber die gibt es in der F-Jugend nicht)


    Gerade für die sozialen Brennpunkte gibt es schon länger die Vorschläge eines Spielbegleiters.


    Die FPL ist der kleinste gemeinsame Nenner, den Kindern ihren Fussball zurück zu geben. Denn den Bolzplatzfussball, so wie wir ihn ohne Erwachsene erleben durften, den gibt es nicht mehr! Der war zwar auch nicht immer gerecht, aber es gab wenigstens keine Brüllaffen, die uns fertig machen wollten, damit mir auch immer gewinnen!