Frauen-EM schauen?

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  • Mich würde mal interessieren, ob Ihr die derzeitige Frauen-EM anschaut - ganz oder wenigstens die deutschen Spiele - und falls ja, welchen Eindruck Ihr davon habt.


    Ich habe jetzt mehrere Spiele angeschaut (meist die deutschen, aber auch andere) und muss sagen, dass ich damit nicht so richtig warm werde. Was ich vom Kopf her schade finde, denn ich fände es gut, wenn Mädchen/Frauen-Fußball die gleiche Aufmerksamkeit bekäme wie der Jungen/Männer-Fußball. Ich habe aber den Eindruck, dass die gebotene fußballerische Leistung, selbst der guten Mannschaften, kaum an ein Herrenturnier heranreicht und insofern sich das Spielniveau irgendwo bei "3. Liga" befindet.


    Liegt das an mir oder seht Ihr das ähnlich?

  • Ich habe ab und zu mal reingeschaut, unabhängig von deutscher Beteiligung.


    Und ich muss sagen, dass mich das langsamere Tempo und die technischen/taktischen Defizite (im Vergleich zum gewohnten Herrenfußball) wirklich stören. Klar gibt es spannende und knappe Spiele, bei England gegen Spanien habe ich richtig mitgefiebert. Aber das sagt mir so in der Gesamtheit nicht zu.


    Es ist wirklich schade, dass es so ist, aber ich finde da einfach keine Bindung zu. Ich kann mir vorstellen, dass jemand, der im Damenfußball aktiv oder auf Funktionärsebene unterwegs ist, sich damit viel mehr identifizieren kann. Ich als Herrenspieler und Trainer einer männlichen B-Jugend kann das leider nicht so sehr.


    Erzwingen kann man das - wie es momentan in der Öffentlichkeit versucht wird - leider nicht. Es ist einfach nicht das gleiche, auch wenn die gleichen Regeln und Umstände herrschen.

    "I like to see combination football and not long balls from the defense in de offense and then good luck for the striker"

    ~

    Lothar Matthäus

  • Meine Kinder und ich schauen die Spiele der deutschen Frauen. Ich bin beeindruckt, wie rasant der Frauenfußball aufholt. Taktisch sieht das bei den Spitzenteams gut bis sehr gut aus. Das Tempo ist gefühlt niedriger, die Spielintelligenz und der Einsatzwille erscheinen mir dafür höher.


    Panini Stickeralbum gibt's auch, nur keine Kinder zum Tauschen. Hier bedarf es noch mehr mediale Aufmerksamkeit, damit Sport nicht mehr Geschlechtern zugeschrieben wird.


    Vergessen darf man auch nicht, dass selbst Top Clubs wie Wolfsburg ihren Frauenmannschaften schlechtere Trainingsmöglichkeiten als den Männermannschaften bieten.

  • Edit: Dagegenhalten natürlich nicht gegen den Beitrag von ruffy85 , sondern den beiden davor...

    Da muss ich mal dagegen halten.
    Ich schaue zwar ehrlicherweise nur die deutschen Spiele (Ausnahme: ENG-ESP), bin aber mit dem Turnier, natürlich auch durch das positive Abschneiden der deutschen Mädels bisher sehr zufrieden.

    Natürlich ist im Spiel eine andere Dynamik, als bei den Männern. Das ist aber bei anderen Sportarten (Leichtathletik, Tennis, Basketball, Handball, Volleyball, Skifahren, Schwimmen etc. ).

    Es gibt nun einmal biologische Voraussetzungen, die sich nicht wegdiskutieren lassen. Dementsprechend sind die Unterschiede auch in der Weltspitze zwischen Frauen - und Männersportlern eben gewaltig, so auch im Fußball. Das ständige Vergleichen ist aber doch auch gar nicht Sinn der Sache, sondern es geht um den Sport Fußball, der je nachdem welches Geschlecht ihn ausübt eben unterschiedlich aussieht, was auch vollkommen OK ist. (bin aus dem Grund auch überhaupt kein Freund davon, dass Frauen in Männerteams mitspielen).

    In Sachen Taktik und Spielfluss finde ich einiges was ich bisher gesehen habe deutlich ansehnlicher als Drittliga- oder Regionalligafußball. Dass es weniger körperlich zugeht, ist manchmal gar nicht so schlecht.

    Und was meiner Meinung nach niemand verleugnen kann, ist dass es deutlich weniger brutale Fouls, Showeinlagen, Schwalben und Diskussionen mit dem Schiedsrichter oder Rudelbildung gibt.

    Ich hoffe das bleibt auch dann noch erhalten, wenn die Spiele von Frauen vielleicht einmal mehr Aufmerksamkeit bekommt.

  • Ich schaue einige Spiele und ich muss sagen, das Niveau ist schon merklich gestiegen im Vergleich zu vor 10 Jahren oder so, als noch Nadine Angerer im Tor war. Technisch viel besser, athletischer und auch die Gegner sind besser geworden.


    Das einzige, was mich stört - und zwar sehr - sind die weiblichen Kommentatoren, die meines Eindruckes nach besonders maskulin daherkommen wollen.

  • Ich glaube, dass es grundsätzlich besser wäre, die Spielfeldgröße beim Frauenfußball anzupassen. Frauen sind im Schnitt 14cm kleiner als Männer. Dementsprechend sind glaube ich vieles, was gemeinhin als "geringeres Tempo" oder "technische Defizite" wahrgenommen wird, in Wahrheit dem relativ größeren Spielfeld geschuldet. Das Selbe gilt für viele Torwartfehler.

    Was die taktischen Lösungen auf dem Platz angeht sind die Topmannschaften im Frauenfußball den Männern mMn mind. ebenbürtig

  • Ich schaue ab und zu mal ganz gerne. Taktisch ist es in den letzten 5-10 Jahren deutlich besser geworden, vorher war das stellenweise ganz, ganz schwach (Turbine unter Bernd Schröder hat noch klassisch mit Ausputzer Meisterschaften und Europapokale gewonnen).


    Die fehlende Dynamik und Tempo sorgt dafür, dass der ganz große Funke bei mir aber nicht überspringt und ich steh dem wirklich positiv gegenüber.


    Die Vergleicherei tut den Frauen in der Tat nicht gut. Realistisch gesehen bewegt sich die Spitze des Frauenfußballs ungefähr auf dem Level der 7. oder 8. Ligastufe der Männer (lässt sich recht leicht belegen). Das kommt halt hauptsächlich durch die Athletik zustande und ist kein Alleinstellungsmerkmal des Fußballs, sondern in so gut wie allen anderen Sportarten, in denen es auf die Athletik ankommt, ähnlich.


    Technik ist immer auch davon abhängig, wie viel Zeit und Raum du zum Durchführen hast. Das ist im Männerfußball einfach wesentlich weniger, dadurch sieht das Spiel der Frauen oft eleganter aus.


    Trotzdem sind die Fortschritte in allen Bereichen beachtlich.

  • Ich denke das Niveau wird noch besser sobald es mehr Fußballakademien für Mädchen gibt. In Ö gab es lange Zeit nur die in St. Pölten. In Graz hat man erst vor kurzem nachgezogen. In den anderen Bundesländern sind die Gespräche am laufen.


    Beim SK Sturm Graz gibt es aktuell nur eine Profi Spielerin. Wenn man sich nicht ganz auf den Fußball konzentrieren kann, leidet das Niveau auch.

  • Meine Tochter und ich schauen alle Spiele, die wir im TV sehen können und zeitlich schaffen. Die Mädels aus unserer Mannschaft schauen mehrheitlich auch die Spiele der Deutschen Frauen. Es ist kein Problem, wenn jemand den Frauenfußball nicht mag. Mich wundert aber immer wieder, mit welcher Leidenschaft, die Argumente gegen den Frauenfußball vorgebracht werden, die in anderen Sportarten keine Rolle spielen. Was mir auffällt ist, dass in anderen Ländern einfach das Spiel wichtig ist und NICHT, was Männer und Frauenfußfall unterscheidet. Meine älteste Tochter lebt in den USA, wenn sie zum Frauenfußball geht. Wollen die Zuschauer nur die Show genießen!

  • Ich habe die meisten Spiele gesehen, den Großteil als Stream.


    Abgesehen vom langweiligen Eröffnungsspiel waren die Spiele zumeist gute Unterhaltung. Mitunter (England- Norwegen, Deutschland- Spanien, Frankreich- Niederlande, Deutschland- Österreich) sehr gute.


    Die Stimmung in den Stadien stimmt auch- vor allem die isländischen Fans waren wieder Weltklasse.


    Viel Kampf und Einsatz, aber kaum böse Fouls, keine Rudelbildung, kein Neymar- Gewälze, keine auf Krawall gebürsteten Idioten im Publikum: Mir gefällt es.


    Die A-Jugend meines Sohnes spielt sicherlich schneller und härter. Dafür gibt es mehr Gegner dissen, Streit suchen, Schiri beschimpfen. Gefällt mir nicht.


    Als ob Herrenfußball immer was Feines wäre. Was hab ich schon für langweilige Spiele in der Bundesliga, 2. und 3. gesehen, als wir früher bei den Auswärtsspielen von Hansa Rostock in NRW unterwegs waren. Taktische Leckerbissen.


    Die Isländerinnen haben einen Pool von 20 000 Aktiven (Mädchen und Frauen), Deutschland 185 000. Die deutschen Herren 2 000 000. Daher, völlig abseits geschlechtsbedingter körperlicher Unterschiede, ist ein bisschen viel verlangt, bei so wenig Breite eine gleichwertige Spitze zu verlangen.

    Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestöcke.


    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

    Einmal editiert, zuletzt von Kröte ()

  • Als ob Herrenfußball immer was Feines wäre. Was hab ich schon für langweilige Spiele in der Bundesliga, 2. und 3. gesehen, als wir früher bei den Auswärtsspielen von Hansa Rostock in NRW unterwegs waren. Taktische Leckerbissen.

    Wir reden hier aber von einer Frauenfußball-EM, wo die besten Spielerinnen und Nationalmannschaften Europas gegeneinander spielen. Wenn man schon Spannung vergleichen will, sollte man dies auch auf dem Niveau tun. Und da reden wir (im Format bis 2012) von Deutschland - Portugal, Italien - Spanien oder England - Frankreich bei den Herren in der Vorrunde. Diese Spiele sind voller Weltstars und könnten genauso gut das Finale sein.


    Ich finde eigentlich, dass es andersherum für sich spricht, wenn du Spiele einer Frauenfußball-EM mit Abstiegsduellen der 3. Liga vergleichst.


    Ich meine das nicht abwertend, aber im Fußball (und anderen Mannschaftssportarten) sind die Herren im Vergleich einfach schneller. Oder schaut jemand von euch Eishockey, Basketball oder Handball der Damen? Letzteres wohl am ehesten. Aber der, der bei diesen Sportarten bei den Damen weiterguckt, aber bei den Herren weiterzappt, werfe den ersten Stein.

    "I like to see combination football and not long balls from the defense in de offense and then good luck for the striker"

    ~

    Lothar Matthäus

  • Oder schaut jemand von euch Eishockey, Basketball oder Handball der Damen? Letzteres wohl am ehesten. Aber der, der bei diesen Sportarten bei den Damen weiterguckt, aber bei den Herren weiterzappt, werfe den ersten Stein.

    Ich glaube, Frauensport ist immer dann attraktiv, wenn die Rahmenbedingungen an die Frauen angepasst sind. Beim Hockey ist es mir in der Tat wurscht, ob Männer oder Frauen spielen. Wenn es mal im TV kommt (Olympia oder so), gucke ich gerne, zumal mir die Details eh nicht auffallen.
    Beim Volleyball ist die Damenversion sogar attraktiver als das Gebolze der Männer. Verglichen mit den körperlichen Voraussetzungen spielen die Männer mit einem zu niedrigen Netz und einem zu kleinen Ball. Dadurch kommen kaum längere, attraktive Ballwechsel zu stande.

    Viele Individualsportarten sind "genderneutral": Leichtathletik, Ski, Schwimmen, Tennis. Stört es hier jemanden, dass Frauen langsamer sind?

    Das Paradebeispiel für "ganz schlecht" ist in meinen Augen Basektball. Bei Männern eine spannende und spektakuläre Sache, bei den Damen gähnend langweilig. Da passt nicht nur die Korbhöhe nicht, auch die Linie für die 3 Punktewürfe ist so weit außen, dass die Spielerinnen zumeist vollkommen unbedrängt zum Wurf kommen.


    Beim Fußball würde ich den Frauen am liebsten andere Bälle verordnen. Ich sehe, dass viele Schüsse, Flanken, lange Pässe von vielen (nicht allen) mit sichtbar viel Krafteinsatz gespielt werden. Hier könnte ein Leicht-Ball sicher Abhilfe schaffen. Und die Ballgröße 4 dürfte den meisten Frauen auch eher gerecht werden - kommen diese doch eher mit Schuhgröße 39 daher während die Männer mit 45 rumlaufen.
    Und anders als das Feld kürzer zu machen oder das Tor niedriger, wäre diese Änderung fix umgesetzt.

    Mich stört das niedrigere Tempo nicht. Ich bin sowieso dafür, dass Frauen auch im Fußball ihre eigene DNA entwickeln! Fußball der Damen sieht dann eben anders aus als Fußball der Männer. Und ich finde, hier sind die Damen auf einem guten Weg. Schaut man sich Fotos von 2003 an und vergleicht man das mit heute, dann ist der Frauenfußball weiblicher geworden. Frisuren, Makeup, Trikots... die Frauen präsentieren sich aktuell auf eine sehr weibliche Art.

    Und genau das muss ja passieren: Mädchen - auch die girly girls - sollen und dürfen sich angesprochen fühlen!

  • Charles De Goal : Bei den Männern ist Fußball in letzter Zeit immer schneller geworden. Das war durchaus nicht immer so.


    Mal abgesehen davon, daß Hansa zu besten Erstligazeiten Nationalspieler in seinen Reihen hatte und durchaus auch guten Fußball spielen konnte., hat es, um auf höchsten Niveau zu bleiben, Herren-EMs gegeben, mit grauenvollem Wettbewerb im Catenacchio, das man als Zuschauer einfach nur brechen mochte.


    Der Spruch mit dem "Taktischen Leckerbissen" stammt ja nicht von ungefähr von Berti Vogts. Reiner Ergebnisfußball.


    Oder diese Scheißspiele der Bayern in den 90ern, wo der Gegner 80 Minuten rennt, aber nicht trifft, weil Bayern mauert, nur Querpässe spielt, bis der Gegner schließlich müde ist und man dann 1:0 gewinnt.


    Diese Spiele waren oft absolut nicht schnell. (Da denke ich gerade an einen Nowotny in der Innenverteidigung der Nati...)


    Die übrigen von Dir genannten Sportarten, außer Volleyball, interessieren mich übrigens auch bei den Männern nicht. 8o


    Goodie:

    Die Sache mit den Bällen müßte ich mal im Training ausprobieren, was die Spielerinnen zu kleineren/ leichteren Bällen sagen.

    Ich habe welche, die Torhüterin voran, da sehe ich hinsichtlich der Power, mit der die Bälle kommen, keinen Unterschied zu den Jungs. Ich muss mal nach deren Schuhgröße schauen.

    Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestöcke.


    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • Ich stimme Goodie in so ziemlich allen Punkten zu. Ich bin mir nur nicht sicher, ob leichtere Bälle härtere und weitere Schüsse ermöglichen. Also ich kann mit den regulären Bällen weiter und härter schießen als mit den Junioren-Bällen. Ich denke, eine Reduzierung auf ein 9er-Feld wäre der richtige Weg. Was da allerdings gegenspricht, ist dass die Gesamtlaufleistung bei Damen und Herren ähnlich ist.


    Der größte Fehler ist meiner Meinung nach, dass Frauen- und Herrenfußball immer miteinander verglichen wird. Das gilt für die Equal-Pay-Debatte wie auch die Testspiele von Damen- gegen Juniorenmannschaften.

  • Also ich kann mit den regulären Bällen weiter und härter schießen als mit den Junioren-Bällen.

    Davon gehe ich aus denn der Ball ist auf die Kraftwerte von Männern abgestimmt.

    Aber gilt das auch für schwächere und kleinere Frauen? Das wäre schnell rauszufinden, dafür haben wir hübsche Sporthochschulen, die so was sicher ermitteln könnten.

    Ich denke, eine Reduzierung auf ein 9er-Feld wäre der richtige Weg.

    Taktische Defizite werden sich sicher in den nächste Jahren immer weiter reduzieren, je mehr der Sport professionalisiert wird. Wo siehst du hier einen Vorteil?

  • Ich habe mir einige Spiele angesehen und aus meiner Sicht hat sich der Frauenfußball in den letzten Jahren enorm weiter entwickelt. Bin mal gespannt, wo das noch hinführt - ist übrigens beim Herrenfußball auch eine interessante Frage, wenn man sich mal Spiele aus den 70iger, 90iger und jetzt ansieht. Und da kommt der Frauenfußball dem Herrenfußball aus meiner Sicht immer näher - erreichen wird er ihn nie, aber das dürfte auch klar sein.

    Wenn ich dann sehe, dass die heutigen U17-Nationalspielerinnen teilweise in der Bayernliga/Regionalliga der Jungs mitspielen (Bundesliga ist mir niemand bekannt - ansonsten bitte ich um Aufklärung), dann haben die schon ein gehobenes Niveau, das viele Jungs/Männer nicht erreichen, die das fehlende Tempo/Härte beim Frauenfußball bemängeln.

  • Interessant, dass Jungs mit 13 Jahren bereit sein sollen auf dem Großfeld und mit "normalem" Ball spielen zu können aber erwachsene Frauen das nicht, bzw nur unzureichend umsetzen können?!


    Die Abstufung aufs 9er Feld wäre für mich ein Grund die Kickschuhe an den Nagel zu hängen und ich spiele jetzt nicht hochklassig professionell 🤷🏼‍♀️

  • 9er-Feld finde ich auch den falschen Weg.

    Das Thema Bälle wäre zumindest mal eine Studie wert.

    Andererseits wird der "Standard"-Spielball bei den Jungs ab der U14 empfohlen. Dementsprechend sollte das auch für Frauen passen.
    Mir fiel bei den bisherigen Spielen besonders auf, dass die Torhüterinnen bei hohen Bällen (egal ob Flanken oder Torschüsse) eher unsicher wirkten und grundsätzlich in Sachen Fangtechnik und Strafraumbeherrschung nicht immer den sichersten Eindruck hinterlassen.
    Da spielen sicher anatomische Ursachen (Körpergröße, - masse) eine Rolle, die sich bei Weiterentwicklung des Sports etwas relativieren, weil dann vielleicht wieder ein größerer Pool an Spielerinnen zur Verfügung steht, aus dem dann eben die talentierten Spielerinnen ausgewählt werden, die zusätzlich die besten anatomischen Voraussetzungen für die Position mitbringen.
    Trotzdem soll es ja nicht das Ziel sein Spitzensport bei Frauen und Männern zu vergleichen. Fußball ist grundsätzlich ein attraktiver Sport und Frauenfußball auf Europäischem Spitzenniveau kann man sich definitiv gut ansehen.
    Da sind die Vorrundenspiele in der CL-, EL-, oder Conference League-Qualifikation z.T. deutlich langatmiger.

  • Nach Turnen und Schwimmen ist Fußball bei Mädchen sehr angesagt und somit die beliebteste Mannschaftssportart. Quelle


    Somit gilt es, den Mädchen und Frauen die gleichen Bedingungen zu schaffen, die Jungs und Männer aktuell haben.


    Die Frauen EM zeigt doch recht deutlich, in welchen Ländern sich die Bedingungen in den letzten 10 bis 15 Jahren deutlich verbessert haben und in welchen nicht.


    Mehr mediale Aufmerksamkeit und ein offener, respektvoller Umgang mit Mädchen und Frauen im Sport allgemein und im Fußball im speziellen sind sehr wichtig. Dennoch überwiegt immer noch rückständiges, "männer-dominiertes" Denken und Handeln.

  • Nach Turnen und Schwimmen ist Fußball bei Mädchen sehr angesagt und somit die beliebteste Mannschaftssportart. Quelle

    Schwimmen für mich bei den Jungs enttäuschend.

    Aber liegt auch an den Möglichkeiten ( Halle etc.)


    Zitat von ruffy85

    Somit gilt es, den Mädchen und Frauen die gleichen Bedingungen zu schaffen, die Jungs und Männer aktuell haben

    Wie soll das denn möglich sein?

    Zitat: Durchschnittlich sieben Millionen Euro pro Jahr für ein NLZ bezeichnet der eine Club-Manager als „realistisch“. Ein anderer sieht das durchschnittliche Jahresbudget eines NLZs eher „zwischen vier und sechs Millionen Euro pro Saison“.


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