Beiträge von Spieler-papa

    Wir hatten vor dieser Saison ernsthaft über einen wechsel in die eigentliche Altersklasse nachgedacht. Aber ein halbes Tor hat ihr nicht gereicht ;) . Aber mal im ernst , die meisten Mädchen die wir von der Landesauswahl kennen spielen in ihrer Altersklasse.

    Trainero Warum die Mädels ein Jahrgang drunter spielen ? Bei uns ist das ganz einfach . Beim Übergang zur F1 ( nach Alter ) hat der Trainer entschieden , das er lieber einen Jungen mit in die F1 nimmt als meine Tochter .Obwohl sie damals in der Saison 39 Tore gemacht hat . Sie sollte in einer F3 spielen mit all den Jungs die keiner in seiner Mannschaft haben wollte. Die F3 hatte damals nicht einmal einen eigenen Trainer und wurde bei jedem Spiel neu zusammengewürfelt.

    Der Trainer bei dem sie heute einen Jahrgang unter ihrem spielt , hat ihr Potential gesehen. Wenn das damals nicht so gekommen wäre , hätte sie aufgehört.


    Warum der Trainer sie damals nicht wollte ist nie geklärt worden. Bereits ein Jahr später und bis heute kommen Nachfragen ob sie nicht in den 07 Jahrgang wechseln möchte.

    Ich als nicht Trainer , frage mich woran erkennt ein Trainer das er einen guten Job macht. Gehören denn Erfolge wie ein Turniergewinn nicht auch dazu ? Wenn die Kits super ausgebildet werden und dann irgendwann vielleicht in einen größeren Club gehen. Ist das dann ein Erfolg für die Arbeit eines Trainers ? Was ist in diesem Fall mit den anderen Kindern die diese Chance nicht bekommen ? Sind diese wie hier im Forum schon manchmal erwähnt nur Mittel zum Zweck für die talentierteren Kinder. Braucht nicht die Mannschaft ab und zu auch Erfolgserlebnisse um sagen wir mal ....die Moral zu stärken.

    coach_grazy Ich finde es super das sie sich so für den Mädchenfußball engagieren. Inzwischen kenne ich einige Trainer die bei den Mädels ihren Ruhepunkt gefunden haben. Wie gesagt, leider ist dies die Ausnahme.


    Wenn ich unsere Vereine sowohl den der Junioren wie auch den der Mädels sehe. Ist bei den meisten Trainer eigentlich mehr Mitleid für den Trainer den es getroffen hat zu erkennen als Anerkennung.


    Bei uns ist es bei den Mädels wahrscheinlich auch ungleich schwieriger weil fast alles Anfänger sind. Die anzahl der Mädchen die wieder aufhören liegt bei fast 50 % . Einige kommen zwar regelmäßig sind aber eher dabei , weil sie wenigstens dort zu einer Gruppe gehören.


    Ich persönlich bin ja nur ein Elternteil und habe eher von außen den Blick auf die gesamten Situation. Inzwischen habe ich eher resigniert , obwohl ich bereit bin , Zeit und Mittel für die Mädchen zu investieren hat mann das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen.


    Die Mädels bekommen keine Hallen Zeiten auf dem Trainingsplatz dürfen sie erst wenn die Jungs fertig sind , trainieren sollen sie nur 1 mal die Woche , Turniere und Freundschaftsspiele werden nicht Organisiert.


    Ich würde mir nie anmassen die Mädels zu trainieren zu wollen , dafür fehlt mir einfach die Kompetenz.

    Ich kenne diesen Bericht auch schon , und stimme in allen Punkten @ totog zu. In den Ballungsräumen ist dies sicher ein guter Ansatz , der wahrscheinlich auch mehr Mädchen an den Sport ranführt.


    Unser Trainer ist generell dagegen das meine Tochter bei ihm ein Training ausfallen lässt um bei den Mädchen zu trainieren. selbst auf ein Training alle 14 Tage lässt er sich nicht ein. Seiner Meinung nach, muss der TW bei ihm immer anwesend sein.


    Die teilweise doppel Belastung sehe ich auch. Der Trainer der Mädchen braucht sie , um wie er sagt Struktur in das Spiel zu bekommen. Der Trainer der Jungs weil sie Stamm TW ist. Wenn ich aber die Wahl hätte , würde sie in einer sehr guten Mädchenmannschaft spielen.


    Leider !! Ist der Job als Trainer einer reinen Mädchenmannschaft immer noch eher unbeliebt. Wenn die meisten Trainer die Wahl haben ,würden sie eher die Jungs nehmen. In einem Verein der von G - A alles Mädchen hat , ist dies wahrscheinlich noch anders.


    Durch dieses Denken wird auch die Qualität des Trainers bestimmt. Es gibt natürlich auch hier... viele Ausnahmen von sehr engagierten Trainern.

    Ich habe zu Thema ein ganz anderes Problem was sich zunehmend bei uns in der Gegend breit macht. Den Umständen dieser Zeit geschuldet finden immer wieder Kinder mit Migrationshintergrund den Weg in die Vereine. Da wir jeden Spieler egal woher er kommt gut gebrauchen können , finde ich diese Entwicklung eher positiv.


    Was mir missfällt , sind dann Äußerungen von einzelnen Eltern. Erst ganz vorsichtig dann aber immer offener. Wenn von dem Kindern gesprochen wird,wird nicht der Name sondern nur der gelbe oder der braune gesagt. Der nächste Schritt war dann, das gemeint wurde das eigene Kind musste selbstverständlich mehr spielen als das andere weil seine Eltern aus einem anderen Land kommen. Zum Glück reflektieren die Kinder der Mannschaft diese Äußerungen der Eltern nicht. Die neuen Spieler sind schnell und ohne Probleme integriert.


    Im Sport und bei Kindern sollte doch die Politik raus gehalten werden. Unser Trainer wirkt solchen Äußerungen Konsequent entgegen. Vor einiger Zeit , hat er Eltern die immer wieder in diese Richtung argumentiert haben , nahe gelegt den Verein zu wechseln.


    Doch eskaliert ist die Situation ausgerechnet bei unserer Mädchen Mannschaft. Bei einem der letzten Trainings sind drei neue Mädchen gekommen deren Eltern aus Kuba kommen. Schon beim Training war eine aggressive Stimmung, einige Spielerinnen haben die neuen Mädchen gezielt mit dem Ball beschossen. Der Trainer hat diese Mädchen dann aus der Halle geschickt. Nach 10 Minuten haben sie sich entschuldigt und konnten wieder mit trainieren. Nach dem Training hat es dann eine wilde Prügelei gegeben angeblich weil eines der Kubanischen Mädchen eines der unseren schief angeschaut hat. Da dies nicht der erste Vorfall in diese Richtung mit diesen Mädchen von uns war, wurden sofort Konsequenzen beschlossen.


    Der Verein hat die 2 Mädchen die den Konflikt ausgelöst haben, erst einmal vom Training ausgeschlossen.Hat aber deutlich gemacht , das sie bei der nächsten kleinen Aktion in diese Richtung aus der Mannschaft fliegen. Die Mädchen dachten , weil wir so wenige sind wird der Verein diesen Schritt nicht gehen. Doch der Verein hat deutlich gemacht , selbst wenn es dann keine Mannschaft mehr gibt , werden sie das durchziehen.


    Konflikte gibt es immer und überall einmal .Wenn aber immer das selbe Muster auftritt, halte ich es schon für Problematisch. Besonders wenn die Eltern der beteiligten Kinder den Vorfall herunterspielen und eher fordern das die " Opfer " gehen sollen.

    Wie let1612 schreibt ist der Thread aus der letzten Saison. Meine Tochter spielt in der E1 2008er . Ursprünglich 2015 wollte der Trainer der 2007 meine Tochter nicht , deshalb blieb nur die 2008er Mannschaft. Der Wechsel zu den 2007er ist daran gescheitert das der Verein die D1 und D2 zu einer Mannschaft zusammengelegt hat. Damit sind in der D 22 Kinder. Es machte einfach keinen Sinn dorthin zu wechseln. Zumal Sie als 1. TW spielen wollte und sich nicht das Tor mit 3 TW teilen wollte. Trotzdem spielt sie immer mal wieder bei der D wenn der erste TW dort krank ist.

    "Was bringt es ihr dort zu Spielen."

    Spaß! Wenn sie keinen Spaß hat, kann sie es auch lassen.


    Ich könnte genauso gut fragen, was bringt ihr das Torwartspiel? Geld, Ruhm, Anerkennung?


    Oder was bringt das Fußballspielen überhaupt?


    Mir gefällt diese Frage nicht. Sie geht aus meiner Sicht am Kind vorbei.

    Ist die Aussage von den Trainern beim DFB. Ich lasse sie da spielen weil sie die Mädels mag und gerne bei ihnen spielt.

    Vorliegend sehe ich allerdings in der wahrscheinlich fehlenden Qualität der Mitspielerinnen das Problem. 1. Wird von der höherklassigen Spielerin erwartet, dass sie quasi das Spiel allein entscheidet. 2. Bedarf es für ein funktionierendes Zusammenspiel eben auch entsprechend ausgebildeter Mitspieler.

    So sehe ich das auch. Wenn jede Aktion ins leere läuft weil der andere den Pass nicht verwerten kann ist schon frustrierend.

    Die Pro-Argumente meiner Vorschreiber kann ich komplett unterschreiben. Diese Spiele auf dem Feld machen sie tatsächlich als TW besser. Sie lernt z.B., denn Ball unter Druck mit dem Fuß zu behaupten. Selbst im höherklassigen Damenfußball sieht man viel zu viele Torhüterinnen, die kaum den 5er verlassen und den 16er schonmal gar nicht.

    Sie hat vorher 4 Jahre als Verteidiger und hinten Mitte gespielt Ihr große stärke ist das sie viele Situationen schon vor dem Schuss klären kann , da merkt mann den Verteidiger.. Nach dem Spiel ist sie meistens heiser weil sie die Spieler von hinten dirigiert. Wenn sie bei den Mädchen aber ruft breit machen wissen diese oft gar nicht was sie meint. Auch lassen die Mädels die Gegner oft frei zu Schuss kommen obwohl sie schreit angreifen.

    Häufig ist es doch so, dass wenn Spieler von "oben" aushelfen, die Erwartungshaltung viel zu groß ist. Aus einem Innenverteidiger einer Landesligamannschaft wird nicht automatisch ein Spielmacher in der Kreisliga, um es einmal zu überzeichnen. Außerdem passen in den älteren Jahrgängen doch auch die taktischen Abstimmungen häufig nicht zusammen.

    Diese Bedenken haben auch die Trainer vom DFB geäußert. Anders gesagt " Was bringt es ihr dort zu Spielen "


    Ich werde morgen mal mit dem Trainer der Mädels reden. Vielleicht gibt es eine Regelung die allen Hilft.

    Morgen , ich schreibe mal in diesem Beitrag weiter weil es ja um die selbe Mannschaft geht.


    Meine Tochter ist ja TW bei den Junioren Landesliga und bei den Mädchen Landesauswahl. Wenn sie Zeit hat , spielt sie aber auch bei den Mädchen einer D in der Kreisklasse Junioren mit.


    Ich bin davon ausgegangen, das die Trainer der Mädchen sie wenn sie schon einmal mitspielt auch im Tor einsetzten. In den letzten beiden Spielen gab es aber widerstände von dem Mädchen was sonnst im Tor steht , als auch bedenken von den Trainern. Die Trainer hätten gerne das meine Tochter als Feldspieler spielt , weil sie Struktur in das Spiel der unerfahrene Mädchen Mannschaft bringt.


    Ich teile die Meinung des Trainers das meine Tochter als Feldspieler Fußballerisch der Mannschaft nützt. Aber die Erwartungen das sie alleine ein Spiel drehen kann ist völlig unrealistisch. Sie kann Akzente setzen durch die Eroberung des Balls oder gezielte Pässe auf frei stehende Spielerinnen. Wenn diese aber technisch nicht in der Lage sind den Ball anzunehmen oder gezielt an eine sich frei laufende Spielerin weiter zu spielen verpuffen diese Aktionen sofort wieder. Nach 20 Minuten im Einsatz ist sie dann völlig fertig weil sie versucht so viel wie möglich zu erreichen.


    Mir ist klar das es dem TW gut tut , auch mal als Feldspieler zu spielen. Aber DFB und Landesauswahl halten dies für keine gute Idee


    Ich persönlich würde sie lieber nur im Tor sehen. Es würde mich aber Interessieren wie andere Trainer darüber denken.

    Ich möchte nochmal betonen wenn die Mädchen eine gewisse Spielerfahrung/Leistungsniveau erreicht haben ist ganz klar eine Junioren Liga in betracht zu ziehen. Wenn jedes Spiel gegen andere Mädchen zweistellig gewonnen wird,ist Zeit für andere Herausforderungen.


    Wir waren am Wochenende mal wieder bei unsern D Mädchen zu Gast. Nach 6 Pflichtspielen haben sie ein Torverhältnis von 1:115 0 Punkte Aber inzwischen bin ich davon überzeugt das nicht daran liegt das es Mädchen sind, sondern einfach daran das Grundlegende Kenntnisse über das Spiel und auch das fehlen von Fähigkeiten mit dem Ball dafür der Grund sind.


    Eine Junioren Mannschaft bei der alle Jungs noch nie Fußball gespielt haben, wäre wahrscheinlich nicht wesentlich besser.

    Ich kann nur von einem guten Bekannten berichten , der mit seinen Mädels letzte Saison erstmals in einer C Junioren Kreisklasse gespielt hat. Zuerst wurden die Mädchen von den Jungs nur belächelt. Die Mädels hatten auch das Pech die ersten Spiele gleich die besten der Staffel erwischt zu haben. Diese Spiele gingen deutlich verloren. Der Trainer sagte immer die Jungs wollten sich keine Blöße geben und sind deshalb besonders hart in Zweikämpfe gegangen. Im nachhinein waren die ersten Niederlagen wohl doch gut , weil die anderen Mannschaften sich hoffnungslos überlegen gefühlt haben. Nach einem unentschieden folgten die ersten Siege. Bis in einem Stadtderby ...die Jungs haben angesiecht einer drohenden Niederlage so unfair gespielt haben , das 5 Mädchen Verletzt waren. Der Schiedsrichter vom Verein der Jungs hat wohl auch nicht fair gepfiffen. Resultat war eine Torhüterin mit einem Beinbruch und Mädchen die nach dem Spiel total verunsichert waren. Ich hatte dem Trainer damals geraten , sowohl den Schiedsrichter wie die Vorkommnisse beim Spiel dem Staffelleiter zu melden. Aber er wollte darauf verzichten um Gerede unter den Trainern zu vermeiden. Übrigens das Rückspiel haben die Mädels deutlich gewonnen. Diese Saison spielen sie allerdings wieder in einer Juniorinnen Liga. Bei den Jungs wurde sie 6. von 12 Mannschaften.


    Ich möchte aber auch sagen , unsere D Mädels werden anders als befürchtet, sehr Fair von den Jungs behandelt. Natürlich gibt es nach dem Spiel Gerede bei den Jungs wie schlecht die Mädchen waren. Aber wahrscheinlich stellen die Mädchen keine Gefahr für ihr Ego dar weil, alle -samt Anfänger sind. Torverhältnis 1:102 nach 4 Spielen. Von einem Team sind die Mädchen immer noch weit entfernt und Zickenalarm gibt es mehr als genug, selbst eine Schlägerei hatten wir schon.


    Meine Tochter hat da ganz andere Erfahrungen gemacht. Als sie noch in der Verteidigung gespielt hat kahmen da schnell mal derbe Sprüche wenn ein Junge immer wieder von ihr gestoppt wurde. Auch von den Mamas wenn ihr Junge nach Körpereinsatz gestürzt war, kahmen Rufe wie " hau sie um ist doch nur ein Mädchen " Jetzt als TW kommen eher anerkennende Äußerungen von den Gegnern.


    Grundsätzlich tendiere ich aber dazu , das nur sehr gute Juniorinnen sich in einer Junioren Liga begeben.

    Selbst nachdem meine Tochter sich gegen die Sportschule entschieden hat , ist das Thema bei uns noch nicht aufgearbeitet. Ich kann aber in allen Punkten Andre nur zustimmen. Viele Jahre waren wir bei Spielen und Turnieren der Bundesliga Frauen Mannschaften. Wenn die Sport Schülerinnen bei uns im Verein zum Pokalspiel gegen die B Jungs waren , hat meine Tochter schon mit 7 mit leuchtenden Augen am Rand gestanden. wenn sie bei einem Bundesliga Spiel die Spielerinnen getroffen hat war sie Tagelang glücklich. Erst in den letzten Monaten haben wir auch hinter die Kulissen des Leistungsport Fußball geschaut.


    Alle Mädchen bei uns im DFB Stützpunkt hatten den Wunsch, an die Sportschule zu gehen. Bei einer Sichtung vor 1 1/2 Jahren wurde meiner Tochter bewusst , das außerhalb von unserem kleinen Bereich in dem wir als Mannschaft unterwegs sind , es ganz andere Talente gibt. Erst nach dem wechsel zum Torwart konnte sie sich wirklich Hoffnung machen. Wir waren seid Juni bei 6 Sichtungen vom Verband und immer hat sie sich gegen andere Durchgesetzt.


    Und dann begann was Andre auch beschrieben hat. Plötzlich kahmen Fremde Leute und sagten Dinge wie ; ich habe noch nie eine solchen Torwart gesehen oder Du musst unbedingt zu Turbine Potsdam gehen. Als Vater ist mann erst einmal mächtig stolz und auch wenn es gegen die eigene Überzeugung ist... unterstützt mann das Kind. Weil mann möchte das das Kind macht , wobei es glücklich ist. Ich hätte nie gedacht das meine Tochter sich selbst gegen die Sportschule entscheidet. Ich bin immer davon ausgegangen das ich das entscheide und sie in eine Richtung lenken muss.


    Wer sich an ältere Beiträge von mir erinnert weiß , meine Tochter hatte vor 2 Jahren Probleme mit Lampenfieber vor Großen Turnieren. Das haben wir zum glück mit Professioneller Hilfe in den Griff bekommen. Aber schon das war sicher ein Hinweis das Druck nicht ihr Ding ist.


    Jetzt kämpfen wir eher mit Schadenfreude von Kindern und Eltern die Nie auch nur eine Chance auf so einen Schritt hatten. Wenn Eltern zu meiner Tochter Sagen . Du hast es doch ... nur nicht geschafft, finde ich sehr traurig. Wer nicht diese Entscheidung treffen musste kann leicht sagen ich hätte mein Kind geschickt.


    Dieses Thema wird uns Sicher noch oft beschäftigen. Schon jetzt fragt meine Tochter ob dieser Schritt richtig war. Ich meine ganz klar JA.

    Ich schreibe euch ja regelmäßig über Erfolgserlebnisse und Rückschläge. In den letzten Tagen haben wir dank der Ferien und der freundlichen Vermittlung einiger Eltern einige aktive Spielerinnen der Sportschule aber auch einige die die Schule wieder verlassen haben gesprochen.


    Die Entscheidungsfindung war für uns ein sehr schwieriger Prozess. Allein in der Familien gingen die Vorstellungen weit auseinander. Die Mutter meiner Tochter war immer gegen den Fußball , ihr wäre Ballet oder Tennis angenehm gewesen. Die Großeltern stehen hinter dem Sport , ohne Opa wäre vieles nicht möglich gewesen.


    Aber im Endeffekt ist das alles nur Nebensache. Das Kind muss entscheiden ob dieser Weg wirklich das richtige ist.


    Meine Tochter hat nun für mich ziemlich überraschend selbst entschieden nicht auf die Sportschule zu gehen. Nach ihren Worten ist sie nicht bereit sich dem ständigen Druck nach besseren Leistungen zu unterziehen. Ihr wurde erzählt das die Trainer eine Entwicklung der Leistung sehen wollen und das es normal ist , wenn diese nicht stattfindet das man dann nicht spielt. Ich persönlich denke das dieser Aspekt des nicht spielen dürfen den Ausschlag für ihre Entscheidung gegeben hat. Aber vielleicht auch das ihre Mutter so dagegen war.


    Es gab auch viele positive Rückmeldungen über Stolz , Freude und Erfolge. Aber von allen haben wir gehört , das man bereit sein muss sich zu quälen um besser zu werden.


    Ich möchte aber nicht verschweigen das es auch viele Tränen bei meiner Tochter gab weil sie im Moment nicht weiß ob oder wie es in 2 -3 Jahren weiter geht mit dem Fußball. Ich bin schon ein bisschen erleichtert, das sie nun nicht geht. Unser Opa ist aber sehr traurig.

    Aber das ist ja nicht das Ende nach Aussage der Trainer kann sie in den nächsten Jahren noch quer einsteigen. Da Torwartinnen immer gesucht werden. Aber auch dieser Weg ist nicht einfach da die Sport Schüler einen großen Trainings Vorsprung haben.

    Den Mädels die diesen Weg gehen ist klar das ihre Verdienstmöglichkeiten beim Fußball bescheiden sind. Deshalb kümmert sich die Schule auch intensiv im die Ausbildung . Die Mädchen die in der 1. und 2. Bundesliga spielen haben die Möglichkeit ihre Ausbildung zu strecken z.B. von 3 auf 5 Jahre.


    Meine möchte zum Bespiel im Moment Gymnasiallehrer werden. Die Schule hat schon signalisiert das Lehramtsstudium in Potsdam möglich wäre.


    Aber im Moment schwankt auch meine Tochter ob sie gehen möchte. Wie Andre schon geschrieben hat , so ein Einschnitt im Leben einer 12 jährigen muss gut überlegt sein.


    teejay Wir kennen jemand der in Magdeburg auf dem Sportgymnasium war. Leider ist dies eins der negativen Beispiele. Das Mädchen war 1 Jahr auf dieser Schule danach ist sie zurück an ihren Heimatort gegangen. Das Problem war , das sie trotz guter Sportlicher Leistungen nie eingesetzt wurde. Die Trainer haben wohl die Spielerinnen aus der näheren Umgebung bevorzugt.

    Auszug aus dem Anforderungsprofil für die Sportschule


    Vorausgesetzt wird: - Teamfähigkeit, Selbstständigkeit und Leistungswille
    - Verfügbarkeit am Wochenende bei Punktspielen sowie Abstellung
    für die Landesauswahl
    - 2 Trainingseinheiten pro Tag, bei einem Trainingsaufwand bis zu 9
    Einheiten pro Woche


    ( nach Aussage der Schule werden nur sehr sehr wenige Gründe akzeptiert um ein Training oder Spiel abzusagen )


    Mit einem normalen Training in einen kleineren Verein , ist dies nicht zu vergleichen. Wer sich dafür entscheidet , will !! den Weg wenn möglichst bis zum Profi gehen. Aber auch diese Ausbildung gibt keine Garantien.


    Dieser Weg ist sicher nicht für jeden etwas. Deshalb versuche ich ja neben den vielen positiven Erfahrungen die wir von Spielerinnen die auf der Schule sind hören , auch die andere Seite zu beleuchten.


    Noch vor einem Jahr nachdem meine Tochter an der Achillessehne verletzt war, hatten wir uns damit abgefunden das sie nie so weit kommen wird.


    Jetzt haben wir nach 4 erfolgreichen Sichtungen die Chance und meine Tochter möchte sie nicht leichtfertig ausschlagen.


    Noch etwas . Ich persönlich möchte sie zu Hause behalten !! Die Gründe dafür , wurde von Euch ausführlich dargestellt.

    Aber wenn sich alles zu Hause beim eigenen Kind um Fußball dreht , muss mann zumindest in Betracht ziehen sie gehen zu lassen.


    Wie schon gesagt , im Umkreis von 100 Km gibt es keine Alternative wo sie später spielen könnte.


    Alter Sack Danke für den Artikel :) Einige von den genannten Spielerinnen kennen wir persönlich.


    Milchschnitte wir haben ähnliche Erfahrungen mit Verletzungen gemacht. Wer denkt ! Das die Talentförderung ein Kuschelkurs ist , liegt Komplet falsch. Es ist knallhart , wer nicht funktioniert ist raus. Ging uns voriges Jahr auch so. Meine Tochter hatte gehofft sie bekommt einen Termin zur Nachsichtung weil sie eine Verletzung an der Achillessehne hatte. Aber nichts kam.


    Für einige ist die Sportschule die einzige Möglichkeit , ihren Traum näher zu kommen. Wenn im Umreis von 100 Km keine Möglichkeit besteht eine Mannschaft zu finden in der die Mädchen gefördert werden und auch über die C ( bei Junioren ) hinaus spielen können. Werden sie irgendwann aufhören oder vielleicht ab 16 in einer Kreisklasse Frauenmannschaft landen. Bei uns ist das so !!


    Wir sind mit den Umständen an der Sportschule Friedrich Jahn in Potsdam gut vertraut. Schon oft waren wir auf dem Gelände und kennen auch Spielerinnen die dort trainieren.


    Mir ging es darum , auch einmal eine negative Erfahrung zu hören. Einfach im sich ein komplettes Bild zu machen.

    Im Moment hören wir von allen Seiten sie sollte es probieren sie hat so viel Potential . Aber was ist wenn sich ihr Potential nicht in der weise steigern lässt wie von den Trainern erwartet ?


    Einiges werde ich demnächst mit Betreuern und Trainer der Schule selbst besprechen. Aber das ist nicht das selbe wie Erfahrungen von ehemaligen Spielerinnen / Schülern.


    Ganz wichtig ... ob sie überhaupt gut genug für diese Art der Förderung ist , wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

    Hat jemand von Euch Erfahrungen wenn das Kind auf ein Sportinternat gehen möchte ? Meine Tochter 11 3/4 Jahre ist jetzt bei der Sichtung für die Sportschule von Turbine Potsdam gewesen. Es ist zu früh um abzuschätzen wie ihre Chancen stehen , um wirklich angenommen zu werden. Aber es wird ernster und ich möchte mich über andere Erfahrungen Informieren. Der Wechsel würde zum Schuljahr 19/20 erfolgen. Dann wäre sie fast 13 Jahre. Ich tue mich mit der Vorstellung das sie ganz alleine im Internat ist sehr schwer. Wenn es aber wirklich ihr Wunsch ist , stehe ich diesem nicht im Wege.


    Bitte nur Persönliche Erfahrungen schildern von den eigenen Kindern. Gerne auch per Persönlicher Nachricht.

    Das ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Bei uns in Brandenburg dürfen die Mädchen ein Jahr unter ihrem Geburtsjahr spielen Beispiel: ein 2007 geborenes Mädchen dürfte regulär bei den 2008er spielen. Ich habe aber auch schon gehört das 2 Jahre drunter möglich sind.