Beiträge von WolfgangL

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    Man muss bei solchen Pressemeldungen immer mit einer gewissen Vorsicht urteilen. Im Gerichtssaal stellt sich die Sache meist etwas anders dar als es gewisse Zeitungen mit großen Überschriften darstellen. Da geht es z.B. um solche Fragen wie Vorstrafen, Geständnis, ehrliche Reue etc. etc., die bei einer Urteilsfindung einfließen. Interessant ist hierzu übrigens folgendes Experiment: Man hat bestimmte Fälle mit Hintergrundgeschichte aufgeschrieben und sowohl erfahrenen Richtern/Staatsanwälten als auch Laien zur Beurteilung vorgelegt. Die Frage war, welche Strafe man als Richter verhängen würde. Interessanterweise war die Durchschnittsstrafe, die die Laien verhängt haben, etwas GERINGER als die der erfahrenen Juristen. Der Laie urteilt also milder, wenn er alle Umstände des Falls kennt.


    Ich bin selbst Jurist, war auch jahrelang Schöffe am Strafgericht, habe Leute zu Geldstrafen, Freiheitsstrafen mit und ohne Bewährung verurteilt, kenne mich daher ein bisschen aus. Zunächst einmal muss man sagen, dass das deutsche Justizsystem Freiheitsstrafen ohne Bewährung als letzte Möglichkeit ansieht. Denn Gefängnis macht niemanden besser und hilft letztlich auch der Gemeinschaft nur bei dauerhaft Kriminellen. Daher ist bei nicht Vorbestraften in aller Regel - natürlich abhängig von der Art der Straftat und der Tatintensität - eine Geldstrafe oder eine Bewährungsstrafe durchaus angemessen. Gerade Freiheitsstrafen auf Bewährung sorgen in vielen Fällen für eine geringere Rückfallquote, da der Täter weiß, dass bei einer weiteren Straftat die Bewährung widerrufen werden kann. Das gibt den meisten schon zu denken.


    Letzte allgemeine Bemerkung: Alle die, die lautstark nach Strafe schreien, schreien meist genauso laut nach geringer Strafe, wenn sie selbst vor Gericht stehen. Und wenn hier jemand sagt, dass er nie vor Gericht stehen würde, weil er nie eine Straftat begangen hat: Mal ehrlich? Wer hat nicht mal im jugendlichen Übermut oder im besoffenen Kopf eine Dummheit begangen, bei der Steuererklärung gemogelt, im Straßenverkehr mal diesen notorischen Schnarchkopf auf der linken Spur massiv bedrängt, dem Typen, der die Freundin angemacht hat, eine gelangt, oder bei der Versicherung die runtergefallene Ming-Vase als Versicherungsfall gemeldet?


    Zurück zum Thema: Solche Taten gegen Schiris sind selbstverständlich ein No-go. Aber manchmal frage ich mich, wie sehr nicht gerade die Trainer zu solchen Taten beitragen, wenn sie lautstark beim Spiel den Schiri zurecht weisen oder nach dem Spiel der Mannschaft erklären, dass allein der doofe Schiri schuld an der 0:23 Pleite war. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, den Spielern zu sagen, dass wir immer alle Entscheidungen des Schiri akzeptieren, auch wenn sie mal falsch war. Und wenn einer meiner Spieler mosert, dann weise ich ihn zurecht und sage ihm, dass er gerne selbst Schiri werden kann - wollen sie meistens nicht.....

    Vielen Dank für Eure vielen Meinungen.


    Was mir deutlich geworden ist, dass es offenbar vollkommen unterschiedlichen Vereine gibt. Wenn man mal die Extreme nimmt: Auf der einen Seite hat man die "besseren" Vereine, die jede Menge Platz und Trainer haben und deren Jugendleitung bei allen Problemen Gewehr bei Fuß steht und Lösungen aus dem Hut zaubert. Auf der anderen Seite hat man den 08/15-"Dorfverein", der froh ist, überhaupt Trainer für alle Mannschaften zu bekommen, deren Trainingszeiten und Platz keine unbegrenzten Aufnahmen zulassen und der Jugendleiter faktisch nur auf dem Papier steht. Das sind die Extreme, dazwischen gibt es dann tausende Abstufungen.


    Man wird das immer nur im Einzelfall lösen können. Da haben es halt die "besseren" Vereine wesentlich einfacher. Für mich aus dem "Dorfverein" muss ich persönlich für mich und meine Mannschaft eine Lösung finden.

    Zum einen spreche ich mit meinem Co regelmäßig über die einzelnen Spieler. Das ergibt sich ganz normal beim Abschlussspiel, wenn man sowieso nebeneinander steht. Dann ergibt sich automatisch, ob man die einzelnen Spieler gleich einschätzt oder es unterschiedliche Bewertungen gibt.

    Und die Aufstellungen machen wir zusammen. Ich mache einen Vorschlag, er macht Änderungsvorschläge.

    Die Sache ist recht einfach: Entweder gefällt es deinem Sohn im Verein - egal, wer was wie trainiert - oder nicht. Wenn ja, bleibt er dabei. Wen nein, sollte er wechseln. Die ganzen "theoretischen" Fragen, nach welchem Konzept trainiert wird etc., interessieren letztlich keinen der kleinen Spieler, die wollen einfach nur Spaß haben.

    Erst mal danke für Eure Antworten. Ich habe mich schon gefragt, ob ich das was falsch mache oder sehe. Aber anscheinend bin ich mit diesem Problem nicht alleine.


    Die wesentliche Frage ist: WANN will ich mich unbeliebt machen. Wenn ich einen Spieler nach dem Probetraining nicht aufnehme oder ihn später bitten muss, zu gehen. Letzte Woche habe ich einem unserer schwächsten Spieler mitgeteilt, dass es nichts bringt (unregelmäßige Trainingsteilnahme ohne Abmeldung, schlechte Leistungen, keine Motivation, kein Beibringen der notwendigen Papiere nach 6 Monaten). Dafür durfte ich mich dann per WhatsApp übel von seiner Verwandtschaft beschimpfen lassen. Ich hatte ihn damals aufgenommen, obwohl eigentlich mein Kader voll war. Aber er hat mich so traurig angeschaut, dass ich mich erweichen ließ. Da wäre es einfacher gewesen, ihn nach den ersten 1-2 Malen zu sagen, dass es nichts bringt.

    Ja, mehr Mitglieder im Verein ;)

    Wie groß ist denn dein Kader?

    Ist den Kindern oder dem Trainer/Eltern der Kader zu groß?

    Mein Kader ist ca. 20 Spieler. Das ist machbar, aber mehr dürfen es auch nicht sein, zumal wir uns teilweise das Feld beim Training mit einer anderen Mannschaft teilen müssen (wir haben nur ein Feld).

    Eine zweite Mannschaft ist keine wirkliche Option. Dafür wären es dann vermutlich zu wenige Spieler, um im Spielbetrieb gesichert Mannschaften zusammen zu bekommen. Wir hatten das letztes Jahr versucht, mussten aber die D2 einstampfen, weil es einfach zu wenige waren. Wir hätten dann auch das Problem mit Trainern und Trainingszeiten.


    Ich habe auch schon mal Spieler gehabt, die sich überraschend positiv entwickelt haben. Das waren aber nie die schwächsten, sondern die, die wenigstens ein bisschen was konnten.


    Ich habe jetzt mit meinem Co besprochen, dass wir tatsächlich nach Probetrainings aussortieren. Das auch nicht zuletzt deswegen, weil in der D doch schon die meisten unserer Spieler mindestens 2 oder 3, manche schon 4 Jahre, im Verein gespielt haben. Kommt da der Neue erst in der D von außen dazu, gibt es da teilweise einfach zu große Qualitätsunterschiede.

    Hallo,


    ich trainiere derzeit eine D-Jugend in der Kreisliga. Unsere Mannschaft ist so gut besucht, dass ich nur am Anfang der Saison noch einzelne Spieler aufnehmen kann. Später hinzukommende muss ich abweisen.


    In der Vergangenheit (E-Jugend) habe ich jeden aufgenommen, egal welche Leistungen er im Probetraining gezeigt hat. Ich dachte mir, dass man jedem eine Chance geben soll und wir ja letztlich als Breitensportverein auch jeden aufnehmen sollten, der sich bewegen will. So langsam frage ich mich aber, ob das wirklich für den Verein und für mich sinnvoll ist. Meine Erfahrung ist, dass Spieler, die anfangs schwach sind, auch dauerhaft schwach bleiben. Das gilt selbst dann, wenn sie sich wirklich anstrengen, besser zu werden. Meist ist es aber so, dass gerade die schwachen Spieler im Training nach wenigen Wochen schon wenig Motivation zeigen, lieber quatschen und Blödsinn machen und im dümmsten Fall dadurch auch die anderen "anstecken". Im Ergebnis schleppt man dann über Jahre schwache Spieler mit, die nur Ärger machen. Gerade in den Übungen in Gruppen (z.B. Passspiel über mehrere Stationen) behindern sie das Training, weil halt ihre Leistungen deutlich unter dem Durchschnitt liegen und sie durch ihre Fehler die Übung kaputt machen. In den Punktspielen kann man sie logischerweise dann auch nicht sinnvoll einsetzen. Wenn ich die einsetze, spiele ich faktisch in Unterzahl (wir sind ohnehin nicht stark). Und eine Verbesserung kann ich da auch nicht erkennen.


    Das Blöde ist halt zusätzlich, dass ich andere Interessenten abweisen muss, weil die Mannschaft voll ist. Ich blockiere also mit sehr schwachen Spielern Plätze für möglicherweise wesentlich bessere. Unseren jetzigen Spielmacher habe ich Anfang der Saison gerade noch aufnehmen können, weil ich gerade noch einen Platz frei hatte. Wäre er jetzt gekommen, hätte ich ihn unbesehen abweisen müssen, weil wir voll sind.


    Inzwischen bin ich daher so weit, dass ich künftig nur noch Spieler aufnehmen will, die auch eine gewisse Basisleistung zeigen. Das würde aber bedeuten, dass ich nach 2-3 mal Probetrainings den Spielern sagen müsste, dass es einfach nicht reicht. Das ist aber auch keine schöne Situation.


    Wie macht Ihr das? Nehmt Ihr jeden auf oder wählt ihr bewusst aus?

    Wir (D-Jugend) spielen Kreisliga. Bei uns in M-V läuft normaler Spielbetrieb. Wir hatten bisher 5 Spiele. Mein Ziel (oder meine Hoffnung) war es, in der Tabelle irgendwo im Mittelfeld zu landen. Das hatten wir letztes Jahr geschafft und damit waren wir und ich zufrieden. Aber nun ist natürlich wieder eine neue Saison und die Hälfte der Spieler ist hoch gegangen und neue sind nachgekommen. Fängt man also ziemlich bei Null an.

    Erwartungsgemäß haben wir zwei Spiele gegen deutlich stärkere Mannschaften verloren - soweit okay. Und dann hatten wir bis jetzt noch 3 Spiele gegen in etwa gleichstarke bzw. sogar schwächere Mannschaften. Davon konnten wir nur eines gewinnen, mit einem 1:0. Da haben die Jungs richtig gekämpft und wir haben - mit viel Glück allerdings auch - gewonnen. Aber nun hatten wir zwei weitere Spiele und beide verloren, obwohl wir eigentlich die stärkere Mannschaft waren. Unser Problem: wir erspielen uns Chancen und vergeben jede einzelne davon. Heute z.B. läuft einer unser Spieler alleine auf den gegnerischen Torwart zu - und schießt mitten auf ihn. Dabei hatte ich ihnen in den letzten Trainings wiederholt eingeschärft, dass man in diesen Situationen sich die halbe Sekunde Zeit nehmen soll, um sich eine Ecke auszusuchen und dann locker reinspielen. Es geht ums Verrecken nicht. Wenn ein Torschuss kommt, dann geht er entweder vorbei oder genau auf den Torwart. Der Gegner hat dafür aus spitzem Winkel den Ball in unserem Tor untergebracht. 0:1 verloren. Wir sind jetzt kurz vor dem Tabellenende.

    Ach ja, obwohl wir Einwürfe geübt haben - heute wurden locker 75 Prozent falsch ausgeführt und der Gegner bekam den Ball. Ich meine, ich kann verstehen, dass man im Eifer des Gefechts mal einen Einwurf falsch macht. Aber bei ruhigen Situationen so viele falsche Einwürfe?

    Ach mennö.

    Um die Fragen zu beantworten:

    Mein Kader besteht aus ca. 18 Spielern (wechselt immer was, es kommen noch welche dazu, manche hören auf, nicht jeder hat einen Spielerpass....)

    Ich trainiere Teile der Mannschaft seit über 2 Jahren. "Teile", weil wir jahrgangsübergreifend trainieren, d.h. derzeit eben die 2008er und 2009er in einem Team. Jedes Jahr wechselt ein Teil in die höhere Jugend. Letztlich kenne ich so die meisten seit mindestens einem Jahr, einige seit 2 Jahren.

    Danke für Eure Antworten, ich denke darüber nach.

    Moin,

    ich trainiere eine D-Jugend. Wir sind ein Wald- und Wiesenverein und spielen in der Kreisliga. Wir spielen 1:8 mit bis zu 5 Wechslern.

    Ich habe einen recht großen Kader, so dass ich genügend Spieler einschließlich Wechsler zusammen bekomme.


    Mein Problem: Ich habe ca. 7-8 gute Spieler, davon einen Spitzenspieler und der Rest (guter) Durchschnitt. Die kann ich im Spiel unbesorgt einsetzen, weil sie eine stabile Leistung bringen. Üblicherweise fehlen davon 1-2, also habe ich in der Praxis 6-7 gute Spieler auf dem Platz. Der Rest meines Kaders ist aber fußballmäßig minderbegabt (ich weiß nicht, wie man das anders ausdrücken kann). Teilweise trainieren sie seit Jahren, auch durchaus mit Freude und Einsatz - können aber wenig bis gar nichts, weil sie einfach kein Talent haben. Und ich übertreibe da nicht. Ich habe einen Spieler, der den Ball nicht trifft, einen anderen, der sich bei jedem Gegner wortwörtlich wegduckt, einen dritten, der die fatale Idee hat, den Ball mit der Hand zu stoppen, etc.


    Wie setze ich die sinnvoll in einem Punktspiel ein? Packe ich sie nach vorne, haben wir keinen sinnvollen Sturm mehr. Packe ich sie nach hinten, zittere ich bei jedem gegnerischen Angriff. Also bin ich versucht, sie irgendwo in der Mitte einzusetzen nach dem Motto "Da können sie wenigstens nicht viel kaputt machen." Ich will sie ja auch einsetzen und weiß vom Kopf her, dass alle spielen sollen. Aber es ist einfach schwierig. (Es ist übrigens auch nicht so, dass sie mit regelmäßigen Einsätzen besser werden.)


    Wie sehr Ihr das? Habt Ihr da Erfahrungen? Ich quäle mich jedes Mal mit der Aufstellung ab.

    Wir haben am Samstag das erste Vorbereitungsspiel und da bin ich mal gespannt, wie das auf dem extrem breiten Platz läuft. Beim Training hat sich alles in der Mitte geknubbelt und außen war 20 Meter kein einziger.

    Deshalb will ich wohl 3-4-1 spielen. Hinten nur drei Abwehrspieler, weil ich annehme, dass auch die anderen Mannschaften nicht wirklich über die Flügel gehen, da müssten also drei reichen. Im Mittelfeld will ich aber gerade, dass sie die Seiten nutzen und daher stelle ich da mal vier hin. Kommt es anders, kann ich noch umstellen.

    Keine Ahnung, ob das funktioniert.

    Ihr habt Sorgen !

    Ich komme aus einem der beiden Bundesländer, in denen noch nicht mal Testspiele ausgetragen werden dürfen.
    Die Politik hat kurzfristig entschieden, die für diese Woche geplanten Lockerungen doch nicht vorzunehmen und nun dürfen alle Mannschaften im Lande ihre Saisonvorbereitung mal eben "in die Tonne treten". Na ja, für morgen ist ein Gespräch des Landesfußballverbandes mit dem Innenministerium geplant, mal sehen was dabei rauskommt.

    Der ganze Sch.... schlägt sich auch auf die Motivation der Spieler nieder.
    Heute Trainingsauftakt meiner D-Jugend. Von 15 Spielern
    - 6 erschienen, davon 5 verspätet, beim Training dann "Grottenleistung"
    - 3 entschuldigt, davon 2: "zu warm"

    - 6 unentschuldigt
    DAS BRINGT ALLES SO KEINEN SPASS MEHR !

    Bei der Hitze waren auch bei mir die Ausfälle in der D-Jugend teils recht hoch - ich nehme an, weil die Eltern den Kindern gesagt haben, dass es zu heiß ist. (Dabei war es auf dem Platz gar nicht so heiß, weil Wind ging)


    Ich habe daraufhin noch mal allen per WhatsApp erklärt, dass ich und mein Sohn selbst auf dem Platz sind und ich großes Interesse habe, keine "Hitzetoten" zu bekommen und daher schon vorsichtig bin. Habe dargelegt, dass wir bei diesen Temperaturen ein lockeres Training mit vielen Pausen, auch im Schatten, machen und dass wir Abkühlmöglichkeiten (Wassereimer, Sprühflaschen mit Wasser) haben. Beim nächsten Fall waren alle(!) da. Ich glaube, manchmal ist es einfach die Kommunikation, die wichtig ist.

    Moin,


    ich muss dieses Jahr zum ersten Mal selbst den Spielbetrieb organisieren. Während die normalen Hinweise und Kommunikation über WhatsApp laufen, stellt sich mir jetzt die Frage, welche App ich für die konkrete Spielorganisation (insbesondere An- und Abmeldungen, Fahrgemeinschaften) nutze. In den letzten Jahren hatten unsere Mannschaften mal Teampunkt und mal SpielerPlus. Wenn ich es richtig sehe, kann man Fahrgemeinschaften nur bei SpielerPlus organisieren - das würde für diese App sprechen.


    Bevor ich mich aber entscheide, wüsste ich gerne, welche Erfahrungen und Hinweise zu den Vor- und Nachteilen dieser (und ggf. anderer) Apps Ihr habt.


    Vielen Dank!

    Ich finde diesen Thread insofern etwas lustig, weil ich meinen Leuten sage, dass es mir egal ist, warum sie nicht kommen. Von mir aus kann man mal auch nicht kommen, wenn man einfach mal keine Lust hat. Überprüfen kann ich die Gründe doch eh nicht (krank, verletzt, Geburtstag etc.). Wichtig ist mir nur, dass ich weiß, wenn welche nicht kommen, damit ich nicht unnütz 2 Trainer auf dem Platz habe, wenn dann im Extremfall nur 8 oder 10 Spieler komme. Ich sage auch mal ein Training ab, wenn das Wetter einfach zu schlecht ist (Dauerregen), da ich genau weiß, dass ansonsten viele von sich aus absagen werden.


    Die Spieltermine gebe ich direkt am Beginn der Saison durch und bitte, diese bei den Terminplanungen zu berücksichtigen. Insbesondere bitte ich, an diesen Tagen möglichst keine Kinder-Geburtstage zu feiern, weil dann immer gleich mehrere aus dem Team fehlen.


    Mit dieser "Taktik" fahre ich ganz gut. Im Schnitt sind drei Viertel der Mannschaft da und das reicht mir auch.

    Man muss doch ehrlich sagen, dass man in (fast) jedem Team 1-2-3 Störenfriede hat, die man am liebsten auf den Mond schießen würde. Allerdings ist es gerade bei den Kleinen so, dass man da durchaus noch Einflussmöglichkeiten hat und sich überraschend dann doch Störenfriede über 1-2 Jahre zu wertvollen Spielern wandeln können. Nach meiner Erfahrung sind die Störenfriede auch oft die Kinder, die halt von Zuhause schon ihren "Rucksack" mitbringen, ADHS haben o.ä. Sie meinen es also nicht unbedingt böse, sondern sind halt wie sie sind.


    Wenn Du das Team übernimmst, solltest Du klare Grenzen setzen. Ich habe bei mir dieses Jahr konsequent ein Dreifstufenmodell eingeführt: "Warnung" (mündliche Verwarnung), "Gelbe Karte" (Ausschluss vom Training für mehrere Minuten), "Rote Karte" (die Jungs können sich umziehen gehen). Das kann man durchaus auch mit den richtigen Karten machen wie im Spiel. In der Regel kommt man nur bis gelb, die rote Karte musste ich dieses Jahr genau ein einziges Mal ziehen.


    Wenn Du also das Team übernehmen solltest, solltest Du so ein Modell von vorneherein gegenüber den Kindern wie den Eltern kommunizieren. Dann kann sich jeder drauf einstellen und das müsste dann auch wirken. Gegebenenfalls solltest Du Dich vorher beim Verein rückversichern, ob die das mittragen.

    Wir hatten gestern unser erstes E-Jugend-Training n.C. (nach Corona).

    Das lief ganz okay. Ich hatte nur die Hälfte der Mannschaft eingeladen, also 11 Jungs. Insofern hatten wir massig Platz, den ich dann beim Aufwärmen und im Technikteil genutzt habe. Meistens wurden dann auch die Abstände eingehalten. Eigentlich soll bei uns nur der Trainer die Ausrüstung mit der Hand anfassen (Bälle, Kleintore, Hütchen etc.) - das ließ sich nur teilweise verwirklichen. Einfach weil die Jungs gewohnt sind, z.B. nach den Übungsteilen alles vom Platz zu räumen.

    Abschlussspiel habe ich in zwei Gruppen gemacht. Einmal 2x2 auf 10 x 10 Meter, einmal 3x3 auf 14 x 10. Dabei dürfen die Spieler die Mittellinie nicht überqueren und müssen versuchen, aus der eigenen Hälfte Tore (Kleintor) zu erzielen. Das hat gut funktioniert, selbst mit den Abständen.

    Nachdem wir nun ja ab kommende Woche wieder auf den Platz dürfen, muss das Training natürlich anders konzipiert werden. Da - jedenfalls unser Landesverband - die Abstandsregelung von 1,5 Metern propagiert, fallen die typischen Abschluss-Spiele wie Fußball in unterschiedlichen Variationen faktisch weg. Da die Kids aber halt spielen wollen und sollen, braucht es jetzt Spiele oder Wettbewerbe, die man mit Abstand machen kann. Ich grübele jetzt, was man tun könnte.

    Eingefallen ist mir erstmal Fußballgolf. Da baue ich auf unterschiedlichen Distanzen Ziele auf mit ein paar Hindernissen (Ballsack, Mülleimer, mal schauen, was mir noch einfällt) und die Spieler müssen mit möglichst wenig Schüssen zum Ziel kommen. Gezählt wird die Gesamtzahl der Schüsse.

    Dann solche Wettbewerbe wie Elfmeterschießen, auch aus größeren Entfernungen.

    Oder Schießen aus größeren Entfernungen aufs ein Ziel (z.B. eben die Mülltonne oder den Ballsack) - jeder hat drei oder fünf Schuss und kann die Entfernung (10, 15, 20 Meter) selbst wählen. Trifft er, bekommt er so viel Punkte wie es Meter waren (10 Punkte bei 10 Meter, 15 bei 15 etc.) Der Spieler muss also überlegen, ob er die sichere oder die "lukrativere" nimmt.

    Ich überlege auch, ob man eine Art statisches Fußballspiel machen kann, wobei jeder Spieler in einem Quadrat steht, in dem er sich nur bewegen darf - weiß aber nicht, ob das wirklich funktioniert (und außerdem bewegt man sich nicht wirklich).


    Habt Ihr Ideen?

    Ich bin in einem kleinen Breitensportverein. Wir sind in der Kreis- und Kreisoberliga, mal besser, mal schlechter.

    Bei uns erhalten die Trainer 40 (Trainer)-20 (Co) Euro pro Monat als Aufwandsentschädigung. Das ist natürlich ein Tropfen auf dem heißen Stein, zumal wir in einem ländlichen Raum leben und ich für ein Spiel auch schon mal 60-70 Kilometer fahren muss. Ich persönlich habe auch darauf verzichtet, da ich genug verdiene.

    Wir haben tatsächlich erhebliche Schwierigkeiten, überhaupt alle Mannschaften mit Trainern zu versorgen. Dabei haben wir in fast allen Jugenden nur eine einzige Mannschaft. Selbst bei so wenigen Mannschaften ist es schwer, jemand zu finden. Mindestens die Hälfte sind Väter, die die Personalnot sehen und sich freiwillig gemeldet haben - wie ich.

    In diesem Jahr haben wir trotz aller Bemühungen auch nicht alle Jugenden besetzt bekommen. Ein Jahrgang trainiert nun übergangsweise bei einem benachbarten Verein. Bin mal gespannt, wie es dann nächste Saison weitergeht.

    Das Hauptproblem sehe ich einfach darin, dass es vielen zu viel Aufwand ist. Das fängt schon damit an, dass man halt gerade bei den jüngeren Mannschaften das Training nicht zu spät ansetzen kann (16 Uhr, 16:30 Uhr). Ich muss also einen Job haben, bei dem ich sicher sagen kann, dass ich um 15:30 Uhr / 16 Uhr pünktlich Feierabend machen kann. Diese Sicherheit haben viele einfach nicht.

    Hinzu kommt auch der zeitliche Aufwand. Zwei mal die Woche Training, Wochenende Spiel, teilweise auch zwei Spiele die Woche, Vorbereitung. Ich denke, das schreckt viele ab.

    Für diese Form der Vereine sehe ich ohnehin auch nur die Möglichkeit, aus den Spielerkader oder den Eltern Trainer zu gewinnen. Ganz selten hat man mal das Glück, dass sich jemand von außen meldet.

    Absagen fürs Training kommen von den Spielern gefühlt eine halbe Stunde vor Beginn und das in der E-Jugend:cursing::cursing:


    Nächstes Jahr mache ich entweder alleine oder nur mit jemand der 100% zuverlässig ist....

    Ich habe das aufgegeben, auf rechtzeitige Absagen zu bestehen. Wer kommt, kommt. Wer nicht, nicht. Dann ärgert man sich nicht und arbeitet einfach mit denen, die kommen. Nur bei den Spielen ist es natürlich wichtig, dass rechtzeitig abgemeldet wird - das funktioniert auch (ggf. mit Nachfragen bei einzelnen.)

    Allein trainieren hat seine Vorteile (keine Abstimmungen, kein Ärgern über unzuverlässige Mittrainer), aber kann bei größeren Teams echt anstrengend sein.

    Ich habe in meinem sehr großen Team auch stärkere und schwächere. Das ist eine Herausforderung, zumal ich alleine trainiere, also nicht aufteilen kann. Da ist es schwer, Übungen zu finden, die nicht zu schwer oder zu leicht sind.


    Bei zwei kompletten Mannschaften erschließt sich mir auch nicht ganz, warum zusammen trainiert werden soll. Dann müsstet Ihr doch 20+ Spieler auf dem Platz haben, das ist doch kaum handelbar.

    Wie viele Trainer habt Ihr denn bei wie viel Spielern? Kann man hier nicht teilweise zusammen trainieren und bei bestimmten Übungen bessere und schwächere Gruppen bilden?

    Bei unmotivierten, störenden Spielern müssen halt auch ggf. Konsequenzen gezogen werden, d.h. Verwarnung, Gelbe Karte (mehrere Minuten aussetzen), Rote Karte (Ausschluss vom Training).

    Teampunkt wird von uns genutzt und erfüllt seinen Zweck. Sehr hilfreich - im Gegensatz zu Whatsapp - ist die Möglichkeit, alle jeweils angemeldeten Spieler auf einen Blick zu sehen.

    Allerdings gibt es ein paar kleine Probleme gegenüber anderen vergleichbaren Apps:

    - Die Eltern beklagen sich bei uns öfters mal, dass die App nicht richtig funktioniert, dass sie sich plötzlich nicht mehr einloggen können u.ä. Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht Anwenderprobleme sind, bei mir funktioniert sie.

    - Einen Schwachpunkt sehe ich darin, dass man über die App keine Fahrgemeinschaften bilden kann - ist ja eine ständige Frage bei den Kleinen. Bei SpielerPlus konnte man immer zur Verfügung stehende und gesuchte Plätze in den Fahrzeugen anmelden und dann konnte man mit einem Klick die Suchenden in sein Auto "setzen".