Fußball wird verkompliziert ! Warum ?

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  • Ganz ehrlich, er wir nach dem Matchplan gefragt und erklärt diesen.

    "Wir sind in einem 4-2-2-2 in Pressinglinie eins angelaufen, wollten nach Ballgewinn über den ballfernen Zehner umschalten, in Ballbesitz sind wir in eine Dreierkette abgekippt, mit einem asymmetrischen Linksverteidiger und einem breit ziehenden linken Zehner, dass wir in einem 3-4-3, respektive 3-1-5-1, je nachdem wo sich 'Dova' (Nikola Dovedan, Anm. d. Red.) aufreiht, abgekippt sind. Die Frage ist: Wie haben wir es umgesetzt?"

    Ich gehe davon aus, dass seine Spieler das verstehen. Muss es ein Journalist*in verstehen?

    Als Trainer finde ich mal schön, dass ein Trainer seinen Matchplan äußert und nicht irgendwelche Floskeln von sich gibt. Und von Symmetrie und Asymmetrie wird schon lange gesprochen (siehe hier abwehrkette.de; Mai 2011 oder konzeptfussballberlin.de; Mai 2016) - um mal 2 Beispiele zu nennen)

  • Also ein asymmetrischer Außenverteidiger ist mittlerweile ziemlich Basic. Wenn man weiß, was das ist, dann sieht man sowas mittlerweile in jedem zweiten BuLi-Spiel.


    Und die Sachen, die er erklärt, sind noch nichtmal sonderlich schwierig umzusetzen (mit Ausnahme der Fachbegriffe). Es geht ja hauptsächlich ums Positionsspiel bzw. die unterschiedlichen Grundordnungen mit und gegen den Ball. Mal abgesehen davon, dass es wenig Sinn machen würde, würden das meine U14 Jungs innerhalb von wenigen Trainingseinheiten kapiert haben, von Profis kaum zu sprechen.


    Ich finde die Diskussion zeigt mal wieder, wie wenig Bereitschaft teilweise bei Fans und Journalisten da ist, sich in der Tiefe mit dem Sport auseinanderzusetzen. Dass es weniger um das "Überfrachten der Spieler", sondern mehr um die Qualität das didaktisch zu vermitteln geht, sollte jedem klar sein. Statt dessen wird draufgehauen, weil man die Sachen selber nicht versteht und man die eigene Unwissenheit kaschieren will. Dann braucht man sich auch echt nicht mehr wundern, wenn dann von den Trainern nur noch Floskeln kommen.

  • Meine Meinung:

    Da sitzt ein Trainer, der gerade mit seiner Mannschaft ein ziemlich wichtiges "6-Punkte-Spiel" verloren hat. Er wird ziemlich gefrustet gewesen sein und dann kommt ein Journalist, der ihm mit seiner Frage unterschwellig unterstellt, er habe keinen Plan gehabt. Ich schätze er hat einfach eine mega Krawatte gehabt und wollte dem Journalisten eine rein würgen, ohne aber unverschämt zu werden. Ich fand die Antwort jedenfalls Klasse.

  • Die Frage nach dem warum, lässt sich mit einem "weils eben nötig ist" beantworten. Fußball auf Profiniveau ist einfach mal komplex. Sonst könnte es ja jeder Depp. Finde es gut wenn Trainer mal etwas technischer wird. Ganz ehrlich wenn einem die Fachkenntnis fehlt sollte man solche Frage nicht stellen. Wenn ich als Matchplanantwort nur ein "flach spielen hoch gewinnen" intelektuell verarbeiten kann bin ich falsch. Hier wären die sog. Experten gut, die komplexe Antworten dem Zuschauer verständlich zu machen. Allerdings wenn man die Experten reden hört kan man sich vorstellen warum die als Trainer i.d.R nicht besonders erfolgreich waren.

  • Bei Profis wird denke ich zuwenig Plan eher der Grund für Mißerfolg sein als zuviel Plan. Dennoch stellt sich m.E. die Frage, wieviel Taktik ist vom Profibereich auf den Amateurbereich übertragbar, was kann man von Freizeit-/Hobbytruppen wirklich verlangen und wo wird es zuviel. Denn letztlich steht viel weniger Zeit für alles zur Verfügung, die Beteiligung ist auch nicht immer bei 100 % und und und. Da kann es schon eher mal überfrachtet werden.

  • Bei Profis wird denke ich zuwenig Plan eher der Grund für Mißerfolg sein als zuviel Plan. Dennoch stellt sich m.E. die Frage, wieviel Taktik ist vom Profibereich auf den Amateurbereich übertragbar, was kann man von Freizeit-/Hobbytruppen wirklich verlangen und wo wird es zuviel. Denn letztlich steht viel weniger Zeit für alles zur Verfügung, die Beteiligung ist auch nicht immer bei 100 % und und und. Da kann es schon eher mal überfrachtet werden.

    Das ganze muss getrennt werden, definitiv!


    Bei den Profis treffen zwei perfekt ausgebildete Teams mit Spielern aufeinander, die kaum Fehler machen.

    Im Amateur- und Jugendbereich sind es niemals zwei perfekte Teams, in denen die Spieler auch fehleranfällig sind.


    Da auf dem hohen Niveau jeder Fehler sofort ausgenutzt wird und minimale Fehler im Stellungsspiel schon zu Gegentoren führen können, wird dort eben auf dem höchsten taktischen Niveau gearbeitet, um sowas zu verhindern.


    Im Amateur- und Jugendbereich kanns mal einen Spieler geben, der allen wegläuft. Da bringt dir auch das beste Stellungsspiel oder die Absicherung vom Libero (je nachdem, ob man das spielt) nichts.


    Die Spiele (und Ergebnisse) sind in beiden Bereichen eben von ganz anderen Dingen abhängig. Hat man eine Top-Mannschaft für die Kreisliga, hat jeden Gegner gescoutet und sich darauf einstellen, könnten die taktischen Anweisungen auch dort Sinn machen. Andernfalls gelten sie maximal als Leitlinien, die aber niemals in einzelnen Situationen über Spielausgänge entscheiden werden.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Man sollte allerdings auch den Nagelsmann Spruch berücksichtigen:

    "Seinen eigenen Einfluss aufs Spiel überschätzt Nagelsmann nicht: „Man wünscht sich viel mehr, der Einfluss eines Trainers ist während eines Spiels nicht so riesig. Das ist ein Players' Game, kein Coaches' Game.“ Ein Spiel, das Spieler entscheiden, nicht Trainer."

    Quelle: sportbuzzer.de

  • Wird der Fußball immer komplizierter oder warum wird immer mehr verkompliziert ?

    Wie der Trainer vom Club hier von einem "mit asymmetrischem Linksverteidiger" - kann kein Mensch mehr folgen was das sein soll ?!


    "Abgekippt, mit asymmetrischem Linksverteidiger": Nürnberg-Coach erklärt Matchplan - und keiner checkt's | TAG24

    Der Fußball wird nicht immer komplizierter. Solche taktischen Konzepte sind bestimmt seit mindestens Anfang der 2000er Jahre Standard im Profifußball.

    Klar, hier wird in kurzen knappen Sätzen viel Inhalt vermittelt. Wenn man das ganze allerdings mal aufschlüsselt und zu hause in aller Ruhe an der Taktiktafel durchgeht, sollte jeder ambitionierte Trainer schon verstehen was er damit meint.


    Taktik ist nunmal ein elementarer Baustein jedes Mannschaftssports. Insbesondere in älteren Jahrgängen und höherem Leistungsniveau.

    Ich kann allerdings auch jeden Vater- oder Bambinitrainer verstehen, der damit nichts anfangen kann. Das muss er aber auch nicht!

  • Man sollte allerdings auch den Nagelsmann Spruch berücksichtigen:

    "Seinen eigenen Einfluss aufs Spiel überschätzt Nagelsmann nicht: „Man wünscht sich viel mehr, der Einfluss eines Trainers ist während eines Spiels nicht so riesig. Das ist ein Players' Game, kein Coaches' Game.“ Ein Spiel, das Spieler entscheiden, nicht Trainer."

    Quelle: sportbuzzer.de

    Damit meint Nagelsmann seinen Einfluß (wie er auch sagt) WÄHREND des Spiels.

    Nagelsmann arbeitet, wahrscheinlich noch extrem viel mehr als andere Trainer, mit Prinzipien, die die Spieler umsetzen und

    die seine Idee vom Spiel unterstützen. Diese Prinzipien werden in der Trainingsarbeit immer wieder angesprochen, kein Spieler

    kann Sie alle auswendig, jedoch werden Sie intuitiv angewandt, weil die Spieler das verinnerlicht haben.

    Wie der Trainer vom Club hier von einem "mit asymmetrischem Linksverteidiger" - kann kein Mensch mehr folgen was das sein soll ?!

    Insofern ist es überhaupt nicht wichtig, das kaum ein Mensch mehr folgen kann, hauptsache seine Spieler verstehen das.

    Wobei das, was er sagt, m.e. bewußt komprimiert, überspitzt formuliert ist. Sein Matchplan wird sicher noch ausführlicher auf alle Phasen des Spiels ausgerichtet gewesen sein. Das die Umsetzung nicht so geklappt hat, wird an diversen Ursachen gelegen haben. Die wird er sicherlich analysieren.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Die heutigen Trainer haben durch die 5 Einwechslungen schon mehr Einfluss als durch die früheren 3 - war übrigens 2016 hier schon mal Diskussionsthema nachdem es T. Tuchel vorgeschlagen hatte (Regeländerung mehr Auswechslungen Tuchel für mehr taktischen Spielraum). Ich gehe auch davon aus, dass die leeren Stadien den Trainern beim Coaching entgegenkommen.

    Mir ging es aber auch um den Unterschied zwischen Amateure/Jugend und Profis - und da sprechen einige ehemalige Nachwuchstrainer auch von Players und Coaches Game - bei den Amateuren/Jugend kann ich als Trainer mehr Einfluss während des Spiels ausüben (Coaches Game) als bei den Profis (z.B. durch mehr Wechsel (Spieler rein und raus so oft ich möchte)) - hier werden übrigens auch oft die Namen Nagelsmann und Tuchel positiv erwähnt, die auch bemerkbaren Einfluss auf die Jugendspiele genommen haben.

    Interessant finde ich da auch das Zitat von Klinsmann aus der zeit.de (2008):

    "Bei Basketball, American Football und Baseball handelt es sich, wie die Amerikaner sagen, um coaches games, um Mannschaftsspiele, die wesentlich durch das Eingreifen des Trainers von außen bestimmt werden. Fußball hingegen ist ein klassisches players game, ein Spiel, das von den Spielern bestimmt wird. Die Amerikaner versuchen immer noch, Fußball zu spielen, als sei es ein coaches game. Dadurch entsteht eine irrsinnige Hektik, weil permanent alle Trainer von außen auf die Spieler einreden. Das ist einer der Gründe, warum der Fußball, so wie wir ihn kennen, in Amerika eigentlich noch gar nicht angekommen ist."

    Das von mir fettgedruckte assoziiere ich teilweise mit dem Kinderfußball - ja, der Trainer kann einen größeren Einfluss haben, sollte sich aber zurückhalten, dass die Spieler lernen selbst das Spiel zu beeinflussen, d.h. von Anfang an ein Players Game zu leben.

  • Hinzu kommt dass der Coach seinen Plan in der Pressekonferenz vor Sportjournalisten erklärt hat. (nicht vor Fans)
    Wenn die dort anwesenden Zuhörer das gesagte nicht verstanden haben, dann sollten sie vielleicht mal die ein oder andere Fortbildungsveranstaltung zum Thema Taktik besuchen.
    Er hat das, was er mit seinem Team vorhatte ja wirklich komprimiert und auf "Basic"-Niveau erklärt. Der Job der "Fach"-Journalisten wäre es, dieses in Artikel umzumünzen, die auf der einen Seite den fachlich interessierten Fan in der Tiefe informieren, und auf der anderen Seite auch den "einfachen" Fan (sorry mir fiel keine bessere Formulierung ein) auf oberflächlicher Ebene abholen.
    Ich sehe es ähnlich wie let1612 und bin dankbar, dass ein Trainer offenen Einblicke in seine Arbeit und Sichtweise auf das Spiel gibt, statt mit reinem Mentalitätsgeschwafel zu kommen. - was nicht heißt, dass beim CLUB eine Mentalitätsdebatte aktuell total fehl am Platz wäre, die gehört nämlich genauso dazu wie der Matchplan.
    Aber grundsätzlich hat er gesagt: Wir hatten diesen Plan um zum Erfolg zu kommen, und das hat nicht funktioniert. Die Kunst wäre es dann vermutlich entweder den Plan durchzudrücken, oder auf das Nichtfunktionieren zu reagieren und einen Plan B zu starten, der erfolgsversprechender ist.
    Zur Aussage der Fußball wird immer komplizierter:
    Stimmt - und das ist auch gut so.
    Das Spiel entwickelt sich weiter. Es steckt hinter Erfolgt mittlerweile einfach mehr als der proletarische Ansatz von früher, wo Kämpfen und Rennen angesagt war, und der stärkere gewinnt halt. Das gehört immer noch dazu hat aber eben an Gewicht verloren, weil das Spiel einfach vielschichtiger und "wissenschaftlicher" geworden ist und damit die Balance aus vielen Einflussfaktoren der Schlüssel zum Erfolg ist.

    Man kann jetzt à la "unsere Kurve" sagen: das ist nicht mehr mein Fußball.
    Ich persönlich, der mit dem Fußball der 80er Jahre aufgewachsen ist, finde das viel spannender und inspirierender als den Fußball aus meiner Kindheit oder das oft so glorifizierte Gekicke der 60er und 70er Jahre.
    Die Meinung habe ich aber nur zum Spiel auf dem Rasen. Das ganze drum herum mit Insta-Selbstdarstellungs-Show smittelmäßiger Spieler und deren Anhang, horrenden Ablösesummen, Aktionstrikots zu Karneval, Oktoberfest etc. könnte gerne etwas weniger sein.
    Traurig finde ich, dass es genügend "Fans" gibt, die damit kein Problem haben, aber das taktische Drumherum um den Fußball too much finden.

  • Ich glaube trotzdem, dass auch diese Trainer nicht so mit ihren Spielern sprechen.

    Und auch ein Nagelsmann und Tuchel wird seine Spieler nicht komplett festnageln. Wenn ich z.B. Neymar und Mpappe in ein taktisches Korsett presse beschränke ich deren spielerische Genialität.

    Ich meine das Ancelotti mal sagte, dass er einigen Spielern fast gar keine Vorgaben macht, weil die viel besser wissen, was auf dem Platz zu tun ist. Wobei auch das sicherlich nicht die Wahrheit ist, sondern er wird auch diesen Spielern direkt oder indirekt eine Spielidee vermittelt haben.



    Und auch ein Trainer der auf einer Pressekonferenz so spricht, sagt seinem Linksverteidiger wohl eher "wenn" "dann" Sätze.

    "Wenn der Ball hier beim Gegenspieler ist, dann ziehst du rüber in den ungedeckten Raum" oder ähnliches.


    Solche Sätze machen beim Trainerschein Sinn, da dann alle verstehen was gemeint ist. Aber selbst beim Profi-Spieler brauche ich solche Sätze nicht (also ich schon mal gar nicht bei einer E-Mannschaft).


    Selbst Klopp hat bei Mainz damals anscheinend viele Stangen auf einem Fußballfeld verteilt und dann einige Tage mit allen Spielern trainiert, wer wann wohin verschieben muss. Das war die Taktik-Schulung, keine Taktik-Tafel, sondern live auf dem Feld.

    Und da fiel bestimmt nie ein Satz wie asymmetrischer Linksverteidiger.

  • Ich glaube trotzdem, dass auch diese Trainer nicht so mit ihren Spielern sprechen.

    Und auch ein Nagelsmann und Tuchel wird seine Spieler nicht komplett festnageln. Wenn ich z.B. Neymar und Mpappe in ein taktisches Korsett presse beschränke ich deren spielerische Genialität.

    Er nagelt seine Spieler doch auch nicht fest, oder habe ich die Antwort falsch verstanden???

    Es ging lediglich um eine, fachliche, Erklärung seines -Matchplans-. Das er da Fachbegriffe verwendet, macht es eigentlich nur einfacher für die, die die Fachbegriffe verstehen. Oder soll er erläutern was -Asymetrie- bedeutet? Das war ja nicht als Schulung für fachfremde gedacht, sondern als fachliche, stark verkürzte, Aussage.


    Das er seinen Spielern das vermutlich anders vermittelt, ist Ihm doch auch nicht zum Vorwurf zu machen.


    Der Trainer, der sagt: 'Heute wollten wir schnell in die Zweikämpfe kommen, und möglichst frühen Ballgewinn' wird das hoffentlich auch anders vermitteln. Und hat hoffentlich, neben den Plattitüden, einen Matchplan.

    Das Spiel entwickelt sich weiter. Es steckt hinter Erfolgt mittlerweile einfach mehr als der proletarische Ansatz von früher, wo Kämpfen und Rennen angesagt war, und der stärkere gewinnt halt. Das gehört immer noch dazu hat aber eben an Gewicht verloren, weil das Spiel einfach vielschichtiger und "wissenschaftlicher" geworden ist und damit die Balance aus vielen Einflussfaktoren der Schlüssel zum Erfolg ist.

    Das steckt viel Wahrheit drin. Nur sind die Medien im Gegensatz dazu eher weniger an wirklichen fachlichen Auseinandersetzungen mit dem Fußball interessiert.

    Das sich eigentlich, in diesem Beispiel, allgemein nur noch mit der Ausdrucksweise, als vielmehr mit dem Inhalt beschäftigt wird, ist schon bezeichnend. Aber über simplere Dinge können meist wesentlich mehr Menschen diskutieren.


    Im Jahr 1998 erklärte mal ein Ulmer Trainer die 4er Kette. Da war aber der Aufschrei groß, das der meinte, er müsse den Oberlehrer machen. War genauso ungewohnt.

    Manch einer wird sich erinnern....

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Das Spiel entwickelt sich weiter. Es steckt hinter Erfolgt mittlerweile einfach mehr als der proletarische Ansatz von früher, wo Kämpfen und Rennen angesagt war, und der stärkere gewinnt halt. Das gehört immer noch dazu hat aber eben an Gewicht verloren, weil das Spiel einfach vielschichtiger und "wissenschaftlicher" geworden ist und damit die Balance aus vielen Einflussfaktoren der Schlüssel zum Erfolg ist.

    Das steckt viel Wahrheit drin. Nur sind die Medien im Gegensatz dazu eher weniger an wirklichen fachlichen Auseinandersetzungen mit dem Fußball interessiert.

    Das sich eigentlich, in diesem Beispiel, allgemein nur noch mit der Ausdrucksweise, als vielmehr mit dem Inhalt beschäftigt wird, ist schon bezeichnend. Aber über simplere Dinge können meist wesentlich mehr Menschen diskutieren.

    ...

    Hier liegt leider das Problem.
    Wahrscheinlich ist das einfach der Preis, den eine Sache bezahlen muss, wenn sie das Interesse einer breiten Masse weckt.
    Die Diskussion wird oberflächlicher um möglichst viele Menschen mit einer Nachricht zu erreichen. Das geht dann zu lasten des Niveaus.
    Vermutlich muss ich noch ein Medium finden, das die Informationen in dem Maß verteilt wie es meinen inhaltlichen Bedürfnissen entspricht und mich möglichst ausschließlich daran halten.
    Am nächsten kommt mit da aktuell noch der KICKER (ich hoffe das ist keine verboten Werbung)
    Sport1, Spox, Goal, Sky & Co. sind mir einfach zu sehr boulevardorientiert und Spielverlagerung.de ist mir fast schon eine Spur zu "nerdig" ...