Beiträge von Grätsche

    Es muss in der Ausschreibung zur Hallenrunde geregelt sein. Ansonsten gelten die allgemeinen Regelungen zum Einsatz von Spielern aus anderen Mannschaften des Vereins.

    In meinem Kreis dürfen Spieler bei der Hallenmeisterschaft nur in einer Mannschaft einer Altersklasse spielen. Finde ich persönlich auch gut so. Gab in der Vergangenheit den Fall, dass ein Trainer seine 3 besten in mehreren Teams spielen lies, um damit auf jeden Fall in die Endrunde zu kommen (Vorrundengruppen waren vom Niveau recht unterschiedlich). Wenn mehrere Teams gemeldet werden, dann müssen diese auch besetzt werden. Das überlegt man sich am besten bei der Meldung. Und aufgrund der Jahreszeit plant man immer Ausfälle wegen Krankheit oder Skiurlaub ein.

    Will damit sagen: Der rote Faden wird oft in den Übungen, Trainingsaufbau etc. gesehen, der rote Faden im Coaching dabei aber total vernachlässigt.

    Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen: das Coaching ist esentiell. Gerade Einsteiger stellen sich ihre Trainingseinheiten mit Übungen zu einem bestimmten Schwerpunkt zusammen, ziehen die Übungen unreflektiert durch und meinen dann einen bestimmten Schwerpunkt trainiert zu haben.

    Bestimmte Grundspielformen eignen sich doch für fast jeden Schwerpunkt. In einem anderen Thread wurde das 4+1 gg. 3 angesprochen, bei mir kommt dieser Rondo in jedem Schwerpunkt vor.

    Persönlich baue ich meine TE eher nach Typ 2 auf, hin und wieder aber auch Typ 1. Letztlich kommt es meiner Meinung nach darauf an, in welchen Abläufen sich der Trainer sicher und wohl fühlt und was von den Kindern angenommen wird. Das Coachen in komplexen Spielformen ist nicht jedermanns Sache und auch manche Kinder fühlen sich in klar strukturierten Übungsformen sicherer.

    macgyver Ergänzend zu den Fragen von Don Quijote würde mich noch interessieren, wie lang die Fahrzeit aktuell ist? Kann euer Sohn auf seiner bisherigen Schule bleiben oder ist ein Schulwechsel erforderlich?

    Das Profi-NLZ meinte, er müsse jetzt spätestens wechseln, da irgendwann der Zeitpunkt sonst verpasst wird.

    Solche Aussagen gefallen mir nicht. Zwar wechselten sehr viele Spieler, die inszwischen bei den Profis angekommen sind in diesem Alter und die Anzahl der Profis, die erst in späteren Jahren oder gar nicht in ein NLZ wechselten, ist doch recht überschaubar (geworden), aber es bedarf immer einer Einzelfallbetrachtung, welcher Weg am erfolgversprechensten erscheint.

    Wechsel in der Winterpause, mit der Begründung es müsse unbedingt sofort erfolgen, haben mitunter auch einen Beigeschmack. Bsp. ein ehemaliger Spieler von mir sollte auch unbedingt noch in der Winterpause wechseln. Hinterher kam heraus warum: der bisherige Stammspieler des NLZ auf "seiner" Position hatte sich schwer verletzt und fiel monatelang aus. Der Wechsel kam aus verschiedenen Gründen nicht zustande. Und was war im Sommer? Das NLZ wollte von einem Wechsel nichts mehr wissen.

    Wenn ernsthaftes Interesse des NLZ besteht, vereinbart doch regelmäßiges Trainings und Teilnahme an Leistungsvergleichen und Freundschaftsspielen. So lernt ihr das Team und das gesamte "Drumherum" besser kennen. Außerdem zeigt sich, ob euer Sohn das Niveau für das NLZ besitzt und wie er mit der höheren Belastung umgeht.

    let1612 Ich interpretiere es so:

    von den Kadern der U 19 der Profiklubs (für mich Liga 1-3!), haben es 3,5 % in die Topligen (heißt für mich 1Liga!) geschafft. Das relaviert die Zahl doch ziemlich. Denn für einen U 19 Spieler eines Drittligisten wäre doch der Sprung in die 3. Liga oder 2. Liga schon erstrebenswert. Aussagekräftiger wäre doch die Betrachtung wer aus den U19 Kadern einen Profivertrag erhalten hat (für mich Liga 1-3).

    Die U 19 Kader der NLZ sind mitunter auch größer als 20 Spieler. Statistisch würde es also aus jedem Kader (der Ligen 1-3) etwa ein Spieler in die 1. Liga schaffen. Wobei natürlich zu berücksichtigen ist, dass die allermeisten U19 Kader zwei Jahrgänge umfassen.

    Deshalb würde ein jahrgangsbezogener Vergleich vielleicht mehr Sinn machen.

    Die Bälle werden oft nur weit und hoch weggeschlagen, obwohl die ruhige Annahme die bessere Wahl wäre. Mir wirkt das immer ziemlich hektisch und die Ballverluste stören mich dann oft.

    Entsprechendes Verhalten beobachte ich immer wieder, vorallem bei Spielern oder Spielerinnen, die von klein auf als Abwehrspieler eingesetzt wurden. Hauptsache den Ball aus der Gefahrenzone gebracht, je weiter weg desto besser. Eltern und Trainer feiern das häufig noch.

    Dazu häufig noch Dribbelverbot am eigenen Strafraum, könnte ja schief gehen.

    Ich habe schon mehrfach solche Spieler von meinen Trainerkollegen geerbt.

    Meine Herangehensweise sieht so aus: viele Dribbelaufgaben und 1 gegen 1 Duelle offensiv, damit sie lernen Vertrauen in sich zu entwickeln und keine Angst mehr haben den Ball anzunehmen. In Spielformen bekommen sie Mindestkontakte, mit zwei beginnend, damit sie den Ball nicht direkt schlagen können. Dann auf 3 oder 4 Kontakte steigern. Schlagen sie direkt den Ball, bekommt der Gegner einen Punkt. Wegen dem Bolzen ein Spiel verlieren möchte niemand...

    Die Gründe warum Spieler es nicht schaffen sind so vielfältig wie es verschiedene Menschen gibt.

    Gegen diese Kernaussage ist erst einmal nichts einzuwenden. Für mich wäre es interessant, ob denn im Fußball im Vergleich zu anderen olympischen Sportarten etwa, die Quote auffällig abweicht. Im von let1612 verlinkten Artikel ist von 3,5% der Talente der "großen deutschen Klubs" zu lesen. Sind damit die NLZ allgemein gemeint oder nur bestimmte? Auf welche Alterklasse beziehen sich die 3,5 % ? Auf die U 19 oder auf die Kader der jüngsten Jahrgänge im NLZ? Ich meine, für fundierte Aussagen braucht es eine einheitliche Datengrundlage. Dann können auch Vergleiche zu anderen Sportarten herangezogen werden und schließlich kann geforscht werden, warum (sofern es denn tatsächlich so ist) die Quote im Fußball geringer ist.

    Unabhängig davon, würde ich gern mal ein-zwei Ideen in die Runde werfen und eure Meinungen dazu hören. Ich bin kein großer Freund von Verboten und Vorgaben. Anreize ziehen meiner Meinung nach oftmals mehr. Warum also sollte "gute" Nachwuchsausbildung nicht stärker honoriert werden? Die NLZ erhalten durch den DFB finanzielle Förderung. So weit ich weiß, hängt die Höhe der Förderung von der Anzahl der Sterne ab, die das NLZ bei der Zertifizierung erhalten hat. Es sollte doch dem DFB möglich sein, bei der Förderung zumindest auch den Aspekt der ausgebildeten Nachwuchsspieler in den Lizenzmannschaften (stärker) zu berücksichtigen. Schaffen es eigene Spieler vom NLZ in den Profikader gibt es Geld. Erreichen diese Spieler eine bestimmte Anzahl von Spielen gibt es einen Zuschlag. Die Höhe der Förderung könnte zudem nach der Verweildauer im NLZ gestaffelt werden, so dass ein Anreiz geschaffen wird, die vorhandenen Spieler nach Möglichkeit länger zu halten und nicht zur U17 den kompletten Kader auszutauschen. Die bereits bestehenden Vorgaben an die NLZ verhindern, dass in der U11 oder U 12 zu große Kader aufgebaut werden. So könnte es wirtschaftlich attraktiv werden, zunächst genauer hinzusehen, wer in das NLZ geholt wird und die geholten Spieler dann auch länger zu halten.

    Die Zertifizierung hatte ich bereits angesprochen. Verschiedenes was ich darüber gelesen und auch von invollvierten Personen gehört habe, macht mich zumindest nachdenklich. Warum muss dies ausschließlich von einer belgischen Firma gemacht werden? Hätte es nicht mehrere Vorteile, wenn dies der DFB selbst macht? Aktuelle Entwicklungen und auch Zielstellungen des DFB könnten doch sehr viel besser in die Zertifizierung einfließen. Zumindest sollte aber bei der Zertifizierung die Verweildauer der Spieler in den NLZ und auch der Weg in die Lizenzmannschaften stärker berücksichtigt werden. Meiner Meinung nach sollte eine hohe Zahl von eigenen Spielern in der Lizenzmannschaft eine deutlich stärkere Gewichtung haben, als die Anzahl der angestellten Psychologen oder das Vorhandensein mehrerer Kunstrasenplätze.

    Aus einer solchen (modifizierten) Lizenzierung könnten auch Informationen für Spieler und Eltern abgeleitet werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass bspw. die durchschnittliche Verweildauer oder die durchschnittlich erreichte Spielklasse von ehemaligen NLZ-Spielern, bei der Entscheidung zwischen zwei NLZ eine Rolle spielen könnte. Schließlich kann auch eine Aussage zum durchschnittlichen Eintrittsalter in das NLZ von Lizenzspielern getroffen werden. So könnte dem "Jagen" von 8-jährigen Einhalt geboten werden, deren Eltern glauben, ihr Sohn hätte seine letzte Chance auf eine Profilaufbahn.

    Ich bin für einen offenen Umgang miteinander.

    Sofern es mit dem Nachbarverein nicht bereits ungute Erfahrungen gibt, würde ich von Jugendleiter zu Jugendleiter Kontakt aufnehmen (lassen). Tenor: wie sehen eure Planungen für die 2004er aus, wir haben Interesse den Jungs eine Perspektive zu geben, die bei euch den Sprung in die B2 nicht schaffen.

    Wenn der Nachbarverein gut geführt ist, dann wird dort ein Interesse bestehen, die Jungs weiter zu vermitteln. Ich finde es macht auch einen großen Unterschied, ob den Jungs von ihrem bisherigen Verein in den Kadergesprächen gesagt wird, tut uns Leid, wir sehen dich nächste Saison nicht in der B2, aber wir haben das Angebot eines Probetrainings bei xy, anstatt, dass man als Nachbarverein anklingelt und sagt, hey, du hast eh keine Zukunft, komm doch zu uns.

    Möglicherweise ergibt sich ja eine Art Kooperation, so dass der Leistungsverein immer mal wieder Spieler abgibt bzw. den Jungs die Tür offen hält, falls einer mit 15 oder 16 Jahren noch einmal einen Sprung macht.

    let1612 Selbst wenn der Einfluss gering ist, halte ich es allemal für besser, wenn die Trainer sich intensiv um die bereits vorhandenen Kinder kümmern, anstatt relativ planlos (so macht es auf mich nach den vorstehenden Ausführungen den Eindruck) einfach neue Jungs zu casten, die womöglich aktuell „besser“ erscheinen, als die vorhandenen.

    Es ist doch irgendwie logisch, dass "talentierte" Kinder gerne mit solchen Spielern zusammen spielen, die eine ähnliche Leidenschaft und Begeisterung für den Sport haben, wie sie selber. Kreative Prozesse sind für das Kind befriedigender wenn die eigene Idee aufgrund der Qualität der Mitspieler auch umsetzbar ist.

    Das sehe ich genauso. Zu beachten ist aus meiner Sicht das Alter der Kinder. Die Freude mit anderen talentierten Kindern zusammenspielen zu wollen entwickelt sich nach meiner Beobachtung erst im Laufe der Zeit und geht mit dem Verständnis über die Notwendigkeit des Zusammenspiels einher. Im G und F Alter sind die Kinder in aller Regel noch sehr auf sich bezogen und versuchen allein zu spielen. Erst mit dem Verständnis für das Zusammenspiel und die "Notwendigkeit" der Mitspieler entwickelt sie die Vorliebe mit anderen "talentierten" Kinder zusammenspielen zu wollen. Je nach persönlicher Entwicklung beobachte ich dieses Verhalten frühestens Ende F, Beginn E, häufig aber erst während der E. Und wiederum etwas später entwickelt sich nach meinen Beobachtungen aus der Vorliebe für das Spiel mit anderen Talenten der Wunsch ausschließlich mit diesen zusammenzuspielen. Erst zu diesem Zeitpunkt kommt aus meiner Sicht bei den Kindern selbst der Wunsch auf, ggf. zu einem leistungsstärkeren Team zu wechseln. Meine Schlussfolgerungen aus diesen Beobachtungen sind:

    1. Wechsel von Kindern in F und E zu "leistungsstärkeren Vereinen", um sich "besser zu entwickeln" sind sehr häufig von den Eltern initiert.

    2. "Leistungsstark" hat in Kinderaugen wenig bis gar nichts mit der Spielklasse zu tun, sondern hängt davon ab, ob in der Mannschaft viele Kinder sind, die sie als gut ansehen und mit denen sie gern spielen möchten.

    3. Aus 1. und 2. ergibt sich, dass vermutlich kaum ein 9- oder 10-jähriger auf die Idee käme, zu einem Sichtungstraining einer U 11 zu gehen, damit er in der U 15 höherklassig (was immer auch damit gemeint ist) spielen kann.


    Ein U 11 Sichtungstraining macht für mich insofern Sinn, als dass eine Mannschaft neu gebildet wird, der Verein sich vorstellt und Kinder und Eltern sich ein Bild davon machen können, ob der neue Verein etwas für sie wäre (Konzept, Trainer, Infrastruktur, andere Eltern, andere Kinder). Selbst bei den Sichtungen von den NLZ habe ich den Eindruck, dass meist die Eltern die treibenden Kräfte hinter den Anmeldungen sind. Und soweit ich es auf dem Schirm habe, führen die NLZ in den älteren Jahrgängen (ab U 14) kaum noch oder gar keine offenen Sichtungen mehr durch.

    Als Hinweis an Loddar2 nutzt die Zeit, die ihr 4 Trainer für das Sichtungstraining eingeplant habt, um eure bestehende Mannschaft zu trainieren. Mit 4 Trainern könnt ihr schön individuell mit den Kindern arbeiten und sie so "besser" machen. Versucht bis zur U 15 so viele Spieler wie möglich auf das angestrebte Niveau zu bringen und sucht ab der U 14 gezielt nach Jungs aus der Umgebung, deren Qualität euch dann fehlt.

    Es gilt bei den Einheiten zu unterscheiden, ob es sich um Trainingsformen von einem DFB-Infoabend handelt oder ob es Einheiten von der DFB-Seite handelt.

    Mit den TF von den Infoabenden habe ich gute Erfahrungen gemacht. Teilweise ohne Umbau ein ganzes Training. Die Einheiten von der DFB-Seite kann ich weniger empfehlen, häufig sehr Übungsform-lastig, umbauintensiv und (und das ist aus meiner Sicht sehr wichtig) sie "liefen" bei mir oft nicht gut, weil die Jungs wenig Spaß hatten. Dabei hatte ich die Einheiten auf das Niveau meiner Spieler abgewandelt. Ein Vereinskollege übernimmt die Einheiten häufig 1 zu 1 und wundert sich, dass es stockt.

    Bemerkenswert finde ich, dass mitunter die Trainingsvorschläge von Trainern des DFB kommen, die in Lehrgängen genau solche TF negativ bewerten. Bsp. statischer Aufbau, Einleitung durch gezielten Fehlpass, Ausblenden einer Abseitsstellung.

    Bei der damaligen Mannschaft von Hannover sieht die Quote nicht ganz so gut aus:

    Rehberg - 4. Liga

    Wolf - 4. Liga

    Hafiz - vereinslos, zuletzt 5. Liga

    Panagiotidis - 6. Liga

    Petrick - 5. Liga

    Wilton - 4. Liga

    Arkenberg - 3. Liga

    Sarenren-Bazee - 1. Bundesliga

    Serra - 4. Liga

    Anton - 1. Bundesliga

    Tuna - 4. Liga

    Grunert - 5. Liga

    Bahtiri - 7. Liga

    Krottke - 4. Liga

    Bahre - 3. Liga England

    Tvrtkovic - 6. Liga

    Wiesner - 7. Liga

    von der Ah - Kreisliga


    Dennoch haben es immerhin bislang zwei Spieler in die 1. Liga geschafft, was aus meiner Sicht vollkommen ok ist.

    Bin durch Zufall auf diese alte Diskussion gestoßen. Das Finale ist nun knapp 4,5 Jahre her, die Spieler inswischen 22/23 Jahre.

    Was läuft da falsch in den NLZ in Deutschland,da wird die A-Jugend Deutscher Meister von 1899 Hoffenheim und kein einziger Spieler bekommt ein Profivertrag.

    Im Kader des Finals standen:

    Schwäbe - 1. Dänische Liga

    Weippert - 5. Liga

    Rapp - 2. Bundesliga

    Nkansah - 3. Bundesliga

    Canouse - MLS (1. Liga)

    Özkan - 4.Liga

    Gimber - 2. Bundesliga

    Prömel - 2. Bundesliga

    Amiri - 1. Bundesliga

    Sessa - 3. Liga

    Trümner - 5. Liga

    Ochs - 1. Dänische Liga

    Atik - 2. Bundesliga

    Mees - 2. Bundesliga

    Öztürk - 2. Türkische Liga

    Draband - 4. Liga

    Rieble - 3. Liga

    Bruno - 4. Liga


    Bei Gimber, Prömel und Mees halt ich es für möglich, dass auch sie noch in der 1. Bundesliga ankommen. Die Quote der Mannschaft finde ich sehr gut. Man sieht einfach, dass der Übergang von der U19 Bundesliga in den Seniorenbereich etwas Zeit braucht.

    C und B Lizenz sind Sache der Landesverbände. Es kann daher zu unterschiedlichen Auslegungen kommen. Soweit mir bekannt ist, führen 20 LE aber überall zum Wiederaufleben der Lizenz, Gültigkeit ist dann aber unterschiedlich, habe von 1, 2 oder 3 Jahren gehört.

    Hier im ländlichen Bereich gibt es nur sehr sehr wenige Turniere, die mit Bande gespielt werden. Die allermeisten Turniere finden ohne Bande statt und lehnen sich eher an die "alten" Hallenregeln an, d.h. Kleinfeldtore, Abstoß nicht über die Mitte, Rückpass zum TW erlaubt. Die offiziellen Verbandsturnieren werden nach Futsalregeln gespielt. Bei der Einführung habe ich mir keine Gedanken gemacht, ob es den Kids schadet oder nützt, weil ich an der Vorgabe sowieso nix ändern kann. Ebenso mache ich mir keinen Kopf darüber, dass es nahezu bei jedem Turnier abweichende Regelungen gibt (Torgröße, Einkick vs. Eindribbeln, TW-Spiel etc.). Meine Erfahrung ist, je weniger der Trainer darüber lamentiert, um so weniger beschäftigt es auch die Kinder. Zum Turnierbeginn werden die Regeln erklärt und dann danach gespielt. Negativbeispiele, wo sich 9-jährige über die kleinen Handballtore oder den Futsalball aufregen, kommen zu 100% vom Trainer.

    Im Sinne der Ausbildung finde ich es sogar gut, nahezu jede Woche unterschiedliche Rahmenbedinungen vorzufinden. Für die technische Entwicklung sehe ich die Hallenzeit als sehr förderlich an. Rückblickend kann ich einschätzen, dass in den zurückliegenden Jahren die Hallensaison für alle Spieler einen deutlichen Fortschritt gebracht hat, besonders Ballan- und mitnahme und das Dribbling verbessern sich durch die vielen Wiederholungen spürbar.

    Was mir beim Vergleich Hallenfußball vs. Futsal besonders aufgefallen ist: Hallenfußball mit Kleinfeldtoren begünstigt schussstarke Spieler/Mannschaften, während Futsal eher kombinationsstarken Mannschaften entgegenkommt. Interessanterweise spiegeln die Ausschreibungen zu den Turnieren häufig auch die Stärken/Schwächen des Ausrichters wider. Ich beobachte seit Jahren, dass Mannschaften, die im Freiluftspielbetrieb häufig von ihrer körperlichen Überlegenheit und Schussstärke profitieren, bei den Futsalturnieren ergebnistechnisch kaum eine Chance haben. Die entsprechenden Trainer schimpfen dann häufig über Futsal. Wenn diese Mannschaften bei Hallenturnieren nach alten Regeln mitmischen, sind sie "erfolgreicher".

    in der D Jugend z.b. ist es nicht erlaubt wenn ein Kind einer Höheren Mannschaft (Beispiel D1) innerhalb einer 10 Tages Frist in einer niedrigeren eingesetzt wird.

    Die Fristen variieren je nach Landes- bzw. Kreisverband.

    Hier bei mir beträgt die Frist nur 5 Tage. Bedeutet, wenn ein Spieler am Sonntag z.B. in der D1 gespielt hat, dann kann er am nächsten Samstag in der D2 spielen und am Sonntag wieder in der D1.

    Leider gibt es in der Nähe auch so ein "schwarzes Schaf". Kurz nach dem die Spielpläne raus sind, kommen dann sofort die Verlegungsanfragen. Die Spiele sollen dann so gelegt werden, damit die 5 Tage immer eingehalten werden.

    Sir Alex Du hast nicht geschrieben am Strafraum, das habe ich auch nicht behauptet. Tatsächlich kommt aber so eine Situation eher am eigenen Strafraum vor, als irgendwo anders.

    Ich habe nicht geschrieben, dass mir die Situation zu risikoreich ist, sondern dass mangels Optionen oft der lange Pass kommt. Unter Druck meist unkontrolliert, und genau das möchte ich im Spielaufbau nicht.

    Natürlich ist ein 1:1 zentral vor dem Tor risikoreich, aber die Kids sollen es doch lernen. Im Übrigen ist (wie oben geschrieben) häufig der tiefe Pass meist möglich und der kommt dann häufig genauer, als wenn der ballführende Spieler von 2 Gegnern angelaufen wird.

    Ich möchte so eine 3:2 Situation am eigenen Strafraum nicht haben. Warum? Der Torwart ist als Passoption beim Futsal raus. Wenn die 2 Angreifer meinen dribbelnden Verteidiger geschickt anlaufen, wird es für ihn verdammt schwer. Dazu noch der angesprochen asymmetrische Offensive und es gehen ganz schnell die Anspieloptionen aus. Und ich erlebe es immer wieder, dass es den 2 Angreifern gelingt, den ballführenden Verteidiger anzulaufen. Das lasse ich häufig gegen ein 2:2 so spielen. Ich habe zwei kleine, aber flinke Offensive, die den Ballführenden nach Möglichkeit doppeln. Da bleibt dann oft nur der lange Ball als Option.

    Bei eigenem Ballbesitz möchte ich meine beiden Mittelfeldspieler breit stehen haben, so dass der dribbelnde Verteidiger entweder das 1:1 sucht und dann mit dem Stürmer eine Überzahlsituation schafft oder dass der Ball tief gespielt werden kann und der Stürmer ein 1:1 hat oder auf einen nachrückenden Mittelfeldspieler ablegt. Werden alle Spieler vom Gegner manngedeckt, ist der Weg vom Spieler, der meinen Mittelfeldspieler deckt, zu weit, um seinen Verteidiger zu unterstützen.