Beiträge von Grätsche

    Ich beobachte des öfteren meine Spieler (Jahrgang 2009 und 2010) beim Laufen und stelle fest, dass viele, wenn auch nicht alle, ziemlich ineffizient laufen. Oder es sieht zumindest "wild" aus. Manche laufen komplett nur auf den Fersen, manche total ohne Körperspannung (Hände, Arme, Kopf, alles wackelt wie wild hin und her).

    Ohne einen empirischen Nachweis zu haben, behaupte ich, dass die Anzahl der Kinder mit den von dir beschriebenen "Mängeln" zugenommen hat. Gründe dafür dürften hinlänglich bekannt sein: immer weniger freie Bewegung, kaum oder gar kein Sportunterricht (der den Namen verdient), zu viel sitzen, zu viel mit dem Auto gefahren werden, falsche Schuhe etc.

    Neben dem falschen Laufen können viele auch nicht auf einem Fuß stehen, demzufolge kommen dann auch keine saubere Pässe bzw. Schüsse raus. Verbessern sich die Laufbewegungen, verbessert sich auch die Schusstechnik.

    Die Idee mit dem Leichtathletikverein war gut. Wenn die dir nicht helfen, frage dich doch, was die in ihrem Training machen. Lauf ABC, Sprungübungen und Koordination, Basketball und Stabiübungen machen die in meinem Verein immer.

    Sprungübungen finde ich ganz wichtig, bei Sprungfolgen muss auf dem Vorderfuss gearbeitet werden, sonst wird es nix. Oder ganz einfach Seilspringen.

    Ich finde im Stationstraining lassen sich diese Elemente super zusammenfügen und wenn es mit kleinen Wettkämpfen verbunden wird, dann ist auch ordentlich Feuer drin.

    Vielleicht fällt es vielen Trainern schwer, in der wenigen Trainingszeit etwas nicht fußballspezifisches zu trainieren. Allerdings macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, Technik trainieren zu wollen, wenn die motorischen Voraussetzungen dafür nicht vorliegen.

    macgyver Dein Sohn ist einem sehr sensiblen Alter. Natürlich ist er und auch ihr als Eltern ungeduldig. Allerdings handelt es sich bei der geschilderten Verletzung um eine ernstzunehmende Diagnose. Solche Fragestellungen können nur von den behandelnden Ärzten eingeschätzt werden. Wenn du dir unsicher bist, dann hole eine Zweitmeinung von einem anderen Arzt ein. Ferndiagnosen in einem Forum helfen deinem Sohn nicht weiter.

    Jede Verletztung braucht ihre Zeit zum Auheilen. Wenn dein Sohn zu früh wieder anfängt, riskiert er möglicherweise Spätfolgen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine schwierige Situation für ihn und euch ist. Er steht vielleicht an der Schwelle zu einem entscheidenden Karrieresprung, hat womöglich Jahre darauf hin gearbeitet und nur kommt diese Verletztung. Dennoch, lass ihm die Zeit zum Ausheilen.

    Vielleicht kann der Arzt eine Positivliste mit Übungen erstellen, die er absolvieren darf.

    Wenn die angesprochenen Vereine ernsthaftes Interesse an deinem Sohn haben, dann werden sie ihn auch nach dem Ausheilen noch haben wollen.

    Ich tippe auf "gemischt" - allerdings Jahrgang

    Ich auch. Gemischt ist zwar im DFBnet einzugeben, erscheint aber nicht bei fussball.de . Altersgemischt macht Sinn, da es den übrigen Mannschaften zeigt, es handelt sich nicht um einen reinen Altjahrgang/Jungjahrgang. Bei überwiegend jahrgangsreinen Staffeln macht das natürlich Sinn.

    Ich habe mir mehrere Videos des Verfassers angeschaut. Aus meiner Sicht wird darin einiges durcheinander geworfen. Bspw. werden in einem anderen Video genau die, als nicht spielnah kritisierten, Bewegungen eingefordert. Ich habe dann versucht, auf der Homepage des Verfassers etwas über seine Erfahrungen als Trainer und ggfs. über seine Qualifikationen herauszufinden. Leider vergeblich.

    Die Heransgehenweise im Video finde ich ungewöhnlich: etwas falsch demonstrieren, kritisieren, aber nicht zeigen oder erklären, wie es richtig geht. Man sieht sich das Video an und weiß hinterher was falsch ist. Aha.

    Das Video nennt sich "Techniktraining falsch gemacht". Es beschränkt sich aber auf lediglich eine Technik, nämlich das Dribbling und dann auch nur auf eine Art des Dribblings.

    Spielnah ist das Dribbling welches in dem Video dargeboten meiner Meinung nach auch nicht. Wobei ich "spielnah" bislang immer auf taktische Komponenten des Trainings angewandt habe. Stangendribbling, Jonglieren etc. ist per se auch nicht spielnah. Letztlich geht es um Bewegungserfahrungen mit und ohne Ball.

    Die abschließende Empfehlung im Video ist dann abwechslungsreich zu trainieren, "jeden Monat etwas Neues". Ich vermute, gemeint ist damit Training mit wechselnden Schwerpunkten.

    Wenn nahezu jeder zweite Satz "ähm, ich weiß auch nicht" lautet, wirkt das Video wenig professionell. Kala ich würde mich von so einem Video nicht von meinem Konzept abbringen lassen.

    Wegen sowas fällt man in Berlin durch den Eignungstest? Ist das nicht etwas was die Lizenz vermitteln soll?

    Ob es tatsächlich der Grund war, werden nur die Prüfer beantworten können. 1FabianS ich würde deshalb die Prüfer fragen. Alles andere ist doch stochern im Nebel.

    Eine Möglichkeit, warum es tatsächlich der Grund gewesen sein könnte (neben dem Grund, dass die Antwort inhaltlich falsch war), sehe ich gerade darin, dass das Spiel über den Dritten als gruppentaktisches Mittel Inhalt der B-Lizenz ist. Mglw. sahen die Prüfer hier ein "der redet von etwas, wovon er keine Ahnung hat". Ich habe persönlich schon Prüfer erlebt, die reagierten auf so etwas allergisch.

    Mit dem sportmotorischen Test soll versucht werden, verifizierbare Vergleichsgrundlagen zu ermitteln, um letztlich die Bewertung eines Talentes objektiver zu gestalten. Den Test gibt es ja schon seit vielen Jahren, er wurde zwischenzeitlich auch angepasst. Mittlerweile werden neben dem Test auch verschiedene andere Kriterien betrachtet, alles mit dem Ziel, eine möglichst genaue Prognose abgeben zu können. Das dies enorm schwierig ist, wissen wir alle.

    Gerade das Jonglieren hat für mich durchaus seine Berechtigung. Hier geht es natürlich um Ballgefühl, Rhythmusfähigkeit, aber genauso um Konzentrationsfähigkeit und Willenskraft, letztlich um Eigenschaften, die ein "Talent" braucht.

    Wie coulibaly bereits schrieb, lässt sich daraus sicher keine positive Aussagekraft ableiten, aber zumindest die Erkenntnis, dass es nach "oben" nicht reichen wird, wenn nicht zumindest eine gewisse Entwicklung bei den Ergebnissen zu verzeichnen ist.

    Ich frage mich, wie man in diesem Alter so trainieren kann, dass die besonderen Stärken eines Spielers nicht gefördert würden.

    Beispiele:

    stupide Passübungsformen, "verbieten" von Dribblings, feste Passfolgen vorgeben, Kinder auf festen Positionen einsetzen (Ergebnisorientierung)... da gibt es leider eine ganze Menge von Möglichkeiten...

    wird im NLZ/Profibereich als Vorhandensein einer "Waffe" bezeichnet.

    An diesen Ausspruch musste ich bei dem Thema auch direkt denken. Wenn man sich mit Scouts oder Trainern aus dem Leistungsbereich z.B. über bestimmte Spieler unterhält, kommt sehr häufig der Satz : nenn mir seine Waffe.

    Aus meiner Sicht wurde lange Zeit nach dem Ansatz gearbeitet, Schwächen zu beheben, statt Stärken zu fördern. Zwischenzeitlich, so zumindest meine Wahrnehmung dreht sich die Entwicklung. Nicht zuletzt die Diskussion um fehlenden Stürmer und zu wenige gute Dribbler führt zu einer zunehmenden Spezialisierung im Trainingsbetrieb. Mittlerweile gibt es nicht nur TW-Trainer, sondern auch Offensiv- und Defensiv-Trainer.

    Oder der Stürmer, der durch seine Laufwege und sein Tempo immer wieder in gefährliche Situationen kommt, allerdings nicht in der Lage ist, aus anspruchsvollen Situationen Torabschlüsse zu generieren.

    Warum wird der Stürmer dann nicht bewusst so eingesetzt, dass er der "Vorbereiter" für den "Abschlussspieler" wird? Ist es nicht typisch deutsch, zu sehen, was er nicht kann, anstatt sich darüber zu freuen, was er gut kann?


    Ich bin da auch bei Sir Alex : Stärken stärken, bewusst dazu ermuntern, diese Stärken ins Team einzubringen.

    Spieler-papa und betreuer72

    Das kommt in unserer Gegend auch immer mal wieder vor. Der von mir geschilderte Trainer war aber deutlich "cleverer": Er hat genau auf die Starteinsätze geachtet. Gerne wurden schwächere Spieler vom Start eingesetzt und nach 2 Minuten ausgwechselt. Die Stars spielten auch in der 2. und 3. von Anfang an, so dass die Frage festgespielt oder nicht schwer zu beantworten war. Außerdem wurden die Spiele so gelegt, dass die Wartefristen immer eingehalten werden konnten. Was die Spielverlegungen gekostet haben müssen...


    Aber: und damit komme ich zu deinem Einwand Spieler-papa , die Trainer, welche den Verlegungen anfangs noch ohne Vorbehalte zugestimmt haben, wurden mit der Zeit auch langsam munter und durchschauten das Treiben. Sie stimmten dann nicht mehr ohne weiteres zu. Und so verhält es sich in den mir bekannten Fällen auch mit den Mannschaften, die die Spieler der Nachbarvereine "aufsaugen". Mit der Zeit spricht es sich bei den Eltern, Trainern, etc. rum, wenn dort Spieler regelmäßig aussortiert werden.

    Ein solches Verhalten können sich eig. nur Vereine "erlauben", die eine gewisse Monopolstellung haben. Sei es aus wirtschaftlichen, infrastruktrurellen (einziger Verein mit Rasenplatz/Kunstrasen) oder sportlichen Gründen (höhere Ligen als Nachbarvereine, "bessere" Trainer).

    Selbst auf der ganz großen Bühne kann man solche Entwicklungen beobachten. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass es mittlerweile einige Berater von Jugendspielern gibt, die von einem Wechsel zu RB Leipzig abraten.

    Troete Die Zeit wird kommen, in der die Konsequenzen für ein solches Handeln offenbar werden. Ein benachbarter Verein hatte noch vor 3 Jahren in einer Altersklasse 3 Mannschaften. Die Leistungsträger aus Team 1 "durften" in Team 2 und Team 3 ran, regelmäßige 2 Spiele pro Woche, manchmal sogar 3. Die Spielpläne wurden so hin und her geschoben, dass es passte. Ergebnisse waren das allerwichtigste. Hauptsache war, Team 3 konnte in der Dorfliga auch noch zweistellig gewinnen. Bei Team 1 spielten die Leistungsträger auch dann durch, wenn es vom Ergebnis überhaupt keinen Sinn mehr machte. Der Trainer stellte danach sogar noch das Niveau der Gegner in Frage.

    Folge dieser Entwicklung: nach einem Jahr waren es schon nur noch zwei Mannschaften. Warum zum Training gehen, wenn am Wochenende sowieso nur die Stars aus dem Team 1 spielen. Ein paar Kinde hörten auf, andere wechselten. Dem Trainer von Team 1 schien es nicht ganz unrecht zu sein, musste er sich doch weniger um die untalentierten Spieler kümmern und seine Stars mussten nur noch in zwei Teams spielen. Die weiteren Auswirkungen waren absehbar, aber wurden ignoriert.

    Im zweiten Jahr änderte sich an der Herangehensweise gar nichts. Allerdings bekam der Trainer zunehmend Probleme Team 2 spielfähig zu bekommen. Zur neuen Saison wurde nur noch ein Team gemeldet. Nun müssen sogar Spieler vom jüngeren Jahrgang auffüllen.

    Im Kleinfeldbereich wurde immer nur auf die "besten" 6-8 Spieler gesetzt. Erkennbare charakterliche Schwächen einzelner Stars wurden in Kauf genommen, Hauptsache die Ergebnisse stimmten. Und "plötzlich" genügen 6-8 Spieler nicht mehr, sondern es braucht 11, doch die wurden nicht ausgebildet in den vergangenen Jahren, weil dann die Ergebnisse nicht so beeindruckend gewesen wären.

    Coach31 Natürlich gibt es auch die von dir beschriebenen Trainerkollegen. Ich habe doch auch nicht behauptet, dass die Lizenzen oder Hospitationen einen "guten" Trainer machen.

    Aber: derjenige, der Zeit und Geld opfert, um sich fortzubilden, bringt zumindest schon einmal die Erkenntnis mit, dass er noch nicht alles weiß.

    Der von mir beschriebene Kollege, ist ja der Meinung, keine Fortbildung mehr zu brauchen, weil er das schon zig Jahre macht.

    Der Fußball entwickelt sich ständig weiter, so ist es aus meiner Sicht notwendig, dass auch wir Trainer immer offen für Neuerungen sind.

    Die von dir beschriebenen Lizenztrainer, welche der Meinung sind, nach einem Lehrgang alles zu wissen, durfte ich auch kennenlernen. Häufig junge Trainer, meist Sport- oder Lehramtsstudenten, die selbst kaum oder gar nicht im Seniorenbereich als Spieler aktiv waren, folglich das "Innenleben" einer Mannschaft kaum kennen und dann mit dem Wunsch antreten, Hauptamtliche in einem NLZ zu werden. Ich durfte echte Trainertalente kennenlernen, aber auch solche, die ohne Empathie oder Menschenführung einfach einen Plan abarbeitete.

    Der TE hat aber all dies vielleicht noch vor sich, deshalb die Empfehlungen. Ich finde es von Carly7 jedenfalls super, dass er sich im Vorfeld Gedanken macht.

    Ich kann dir sagen, dass Erfahrung als Trainer das wichtigste ist.

    10 Jahre etwas zu machen, heißt nicht, 10 Jahre etwas richtig zu machen.

    Ein Trainerkollege ist schon länger im "Geschäft". Regelmäßig wiederholt sich die Situation, dass seine Mannschaften zu klein werden, weil er Spieler verliert. An Fortbildungen nimmt er nicht teil, weil "er das ja schon lange genug macht", einen Lizenzlehrgang hat er nie besucht, braucht er auch nicht, weil "er das ja schon lange genug macht".

    Inhaltlich macht er genau das Training, was er als Seniorenspieler schon gemacht hat.

    Die Lizenzen sind sicher keine Garantie ein guter Trainer zu werden. Wer die Lehrgänge aber bewusst absolviert, wird definitiv viel Neues lernen. Ich kann auch nur empfehlen, alle Lehrgänge der Reihe nach zu besuchen, vielleicht mit 2 Jahren Abstand dazwischen. Ein Überspringen der C-Lizenz ist zwar möglich, aber die Inhalte der B-Lizenz bauen teilweise darauf auf. Hospitationen sind natürlich hilfreich. Allerdings muss es auch Trainer geben, die dies ermöglichen bzw. bei denen die Hospitationen etwas bringen.

    Neben den Lizenzen gibt es auch immer wieder Fortbildungen, bei denen man viel Neues mitnehmen kann, z.B. bieten Hoffenheim oder auch Schalke Trainerfortbildungen an, da kann man sicher auch mit 15 Jahren teilnehmen.

    Bussfallgott Im Gegensatz zu einigen Anderen hier, finde ich es gut, dass du dich mit dem Jungen beschäftigst und auch überlegst ein sicher heikles Thema anzugehen. Es mag sicher Gründe dafür geben, sich nicht zu tief in diese Materie zu begeben, allerdings habe ich meine Aufgabe als Trainer immer so verstanden, den Kindern auch ein Stück weit etwas für´s Leben mitzugeben. Natürlich kann man da auch wieder sagen, "das ist nicht meine Aufgabe", ich mach es aber trotzdem. Teilweise haben die Kinder ein schwieriges Elternhaus und sind später einmal "dankbar", dass sich jemand um sie gekümmert hat.

    Ich hatte vor nicht allzulanger Zeit auch einen dicken Jungen. Er hatte ein sehr gutes Spielverständnis, war technisch nicht schlecht, hatte es aber aufgrund seines Gewichts aber ganz schwer, im doppelten Sinn.

    Ich habe zunächst das Gespräch mit ihm gesucht (11 Jahre). Dabei habe ich ihm erst einmal die Dinge aufgezählt, die mir positiv an ihm aufgefallen sind. Dann kam ich aber auch zu seinem Gewicht. Ich habe ihm gesagt, dass er sich selbst im Weg steht und aus seinem "Talent" nichts machen wird, wenn er nicht von seine Gewicht runter kommt. Fußball ist für den Jungen das Wichtigste überhaupt, er ist einer der wenigen Kinder, welche tatsächlich noch auf dem Bolsplatz spielen. Er erzählte mir, dass er schon auf die Ernährung achtet. Ich nahm dann die Eltern dazu und sie berichteten, dass er eig. nur Wasser trinkt, wenig Süßigkeiten ißt. So richtig konnten sie sich auch nicht erklären, warum er (besonders in den letzten beiden Jahren) so zu genommen hat. Möglicherweise gibt es ein medizinischen Problem und das soll nun abgeklärt werden. Sollte tatsächlich etwas sein, wäre es möglicherweise ohne meine Intervention erst in einigen Jahren herausgekommen.


    Hat jemand Ideen wie sich dieses Gespräch sinnvoll strukturieren lässt?

    Ich habe bewusst das Wort "dick" vermieden, von Fitness, Kondition etc. gesprochen. Beginne doch mit den Stärken des Jungen und was aus ihm werden könnte, wenn...

    Wenn Eltern hören, was ihr Kind gut kann, hören sie dir eher zu.

    Viel Erfolg.

    U12 letzte Saison knapp 70 %.

    3 Spieler mit unter 60 %, davon einer mit gerade 40 %.

    Selbst der Trainingsfleißigste kam nur auf 85 %. Allerdings gab es in paar Sonderfälle (4 wöchige Kur = 8 Trainings, Stützpunktspieler, 2. Sportart).

    Bei den Dreien unter 60 % lag es aber ganz klar an den Eltern, teilweise mit kuriosen Gründen...

    Viererkette ist schon ziemlich komplex und wer spielt 4er Kette in der D -Jugend, dann bleiben nur 4 für die Offensive.

    Ich lasse im 2-4-2 spielen, gegen den Ball 4er Kette, bei Ballbesitz habe ich dann 8 Offensive;)

    Das einzige was ich in der E gemacht habe war das verschieben in der Abwehr, da habe ich bereits mit einer sehr offensiv ausgerichteten 3er Kette gespielt

    Spielt ihr mit Abseits in der E? Andernfalls macht eine Kette keine Sinn.


    3er Kette vermittele ich erst, wenn die 4er-Kette einigermaßen verstanden wurde, d.h. wenn die Grundzüge des ballorientierten Verteidigens sitzen.

    Häufig sehe ich das klassische Abwehrverhalten 2 Manndecker + Libero. Der Libero spielt dann auf Höhe der Manndecker und das ganze wird dann als 3er-Kette bezeichnet.

    ist bei uns ein eigener Zweig

    Das ist der Unterschied zu Deutschland. Hier müssen alle Trainer, die die A-Lizenz erwerben wollen, die E-J mit Mindestpunktzahl absolvieren.

    D.h. B-Lizenz mit Mindestpunktzahl,1 Jahr Trainertätigkeit, E-J mit Mindestpunktzahl, 1 Jahr Trainertätigkeit und dann kann die A-Lizenz absolviert werden.

    Besser wäre gewesen statt die Anzahl der Spieler zu reduzieren, bei Bedarf die Anzahl der Stützpunkttrainer zu erhöhen.

    Dafür scheint der DFB kein Geld zu haben/ausgeben zu wollen. Wenn doch jetzt schon an den Prämien gespart wird....

    So werden bei uns diesen Samstag 136 Kinder gesichtet für erstmal12 Plätze!

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Anzahl von 8+4 verbindlich vorgegeben wird. Wie topplaenz schrieb, muss es immer möglich sein, 1-2 Spieler mehr aufzunehmen, wenn das Talent vorhanden ist.

    Handelt es sich bei den 136 schon um Spieler, die von ihren Vereinstrainer empfohlen werden oder sind das alle Spieler des Einzugsbereiches eures Stützpunktes in diesem Jahrgang? Rd. 10 % wäre von der Gesamtanzahl schon eine realistische Größenordnung finde ich.

    Unser Torwart Trainerin sagt immer , dass sind Fußballtrainer und keine Torwart Trainer deshalb könnte ich nicht erwarten das sie das TW Spiel verstehen. Die Trainer würden immer aus Sicht eines Feldspielers agieren.

    Mich an die eigene Nase fassend: das ist so. Wenn die Torspieler ein best. Niveau erreicht haben, bedarf zur weiteren Verbesserung aus meiner Sicht Spezialisten, d.h. ausgebildete TW-Trainer. Und wenn die am Stützpunkt nicht vorhanden sind, dann macht es in der Tat wenig Sinn dort zu bleiben. Einzige Frage wäre halt noch, ob der zeitliche Aufwand den fußballerischen Zugewinn rechtfertigt. Wenn das nicht der Fall ist, dann würde ich die Zeit auch eher in gezieltes TW-Training investieren.