Beiträge von TomGB

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    Gib eher um zu viel Ehrgeiz, spielteit zu laut usw. Hat sich aber gebessert und nichts mit den aktuellen Ereignissen zu tun.

    Hallo,

    hoffentlich hilft Dir das ein bischen:

    Mache Dir bitte keine Gedanken, was Du evtl. verbrochen haben könntest, oder auch nicht. Wenn die Chemie zum Vorstand oder der Jugendleitung nicht stimmt und Du keine Lobby im Verein hast, wird man, wie Du schon vermutest, Gründe finden.........

    kann ich so unterstreichen. Ich habe ein sehr schlechtes Standing zu unserem sportlichen Leiter, weil der vom 'alten Schrot und Korn' ist und ihm einfach ein spielformbasierter Ansatz in der Trainingsgestaltung mißfällt. Da werden dann auch immer wieder Kleinigkeiten für eine Kritik heran gezogen (etwa das die Orga von Testspielen nicht gut klappt mit der Schiedsrichteransetzung etc.pp), die man sich dann immer wieder anhören muss. Es geht aber nicht wirklich um diese Dinge, sondern grundsätzlich würde er mich lieber heute als morgen durch einen anderen Trainer ersetzen, der mehr isoliertes Lauftraining macht. An solchen Grundsätzlichkeiten kann man auch nicht wirklich was ändern, vielleicht liegt es bei Dir ja auch eher an einer Grundabneigung, aus welchen Gründen auch immer.

    Und als Trainer: die meisten wollen die Leidenschaft Fußball vermitteln.......


    Ganz allgemein: unser Leben wird nach Corona nicht mehr so sein wie vor Corona - und das wird nicht nur im Fußball so sein, sondern in allen Lebensbereichen. Es wird ein neues "normal" werden/geben........

    Finde ich ganz wichtig, sich soche Grundsätzlichkeiten mal deutlich vor Augen zu führen.

    Die Freude am Sport sollte doch der Ansporn und der Antrieb sein, nicht der Druck.

    wir haben das online Training in - zusammen etwas kochen - eingetauscht. Die Beteiligung War un einiges höher :-)


    Was wir schon gemacht haben: Crepes, toastsandwich, Nudelsalat.

    Nächste Woche kommt eine russische Spezialität ..bin schon gespannt.

    Richtig coole Idee !


    Wir haben auch erst mit guter Beteiligung angefangen, jetzt ist es sehr mau geworden. Aber ich werde den Teufel tun und in dieser Phase Druck ausüben. Sind doch alle genervt genug. Ich bin mir auch sicher, dass in der Mannschaftssportart Fußball eine mehrwöchige Vorbereitungsphase (die ja zugesichert ist) auf dem Platz immer ausreicht, eine ordentliche und aktive Mannschaft in den Wettbewerb zu bekommen, zumindest im Breitensport.

    Geplant war die 7'er Runde mit Hin- und Rückrunde und dann noch die Auf-/Abstiegsrunde. Also über 20 zu absolvierende Spiele. Zur Einsparung von Spielterminen kann man natürlich auch die 7'er Runde als Einfachrunde spielen und dann wie geplant eine Auf-/Abstiegsrunde, richtig. Die ersten Überlegungen gehen aber wohl eher nicht dahin. Vermutlich weil weiterhin ja völlig unklar ist, ob beide Staffeln rechtzeitig fertig sind um die weitere Runde zu beginnen vermute ich.

    Nochmal zum Post von mir ! Es ist klar das doch nicht alle so sind, sonder ich will damit aufzeigen wo die massiven Schwächen sind.

    Also meiner Meinung zeigst Du keine Schwächen im System auf. Was soll man mit einem Apell an die Moral von handelnden Personen anfangen ? Das ist einfach nur destruktiv ohne den geringsten Ansatz wie es besser gemacht werden könnte. Oder wie das derzeitige System umgestellt werden könnte, um negative Auswüchse (z.B. den sich im Erfolg sonnenden Meistertrainer im Nachwuchsbereich) einzudämmen.

    Ein konstruktiver Ansatz wäre z.B. wie in Beiträgen oben weiter erwähnt eine Struktur zu schaffen, wie ohne Tabellendruck eine bessere Ausbildung möglich ist im Vergleich zum gegenwärtigen System (U 19 Bundesliga etc.).

    Du schreibst sehr viel und sagst dann zum Abschluss auch noch dass sowieso nichts besser werden kann:

    Diese Strukturen auszubrechen sehe ich für unmöglich...

    Jedes System kann zu Fehlentwicklungen wie Machtmißbrauch, Befriedigung von Eitelkeiten etc. führen. Genau deswegen gilt es so gut wie möglich ein System zu schaffen, dass solche Dinge möglichst weit nach hinten rutschen zugunsten der Ausbildungsziele, die im Vordergrund stehen sollten. Und gleich mal zu erklären dass sowieso alles schlecht ist und nicht besser wird, was soll das bringen ?

    Bin auch NFV. Habe ich auch schon gehört, dass es in der Richtung erste Überlegungen gibt. Es haben sich ja viele Staffeln geteilt und wollten anschließend eine Aufstiegs- und Abstiegsrunde spielen. Wir sind jetzt in zwei 7'er Staffeln eingeteilt statt in einer 14'Gesamtstaffel.

    Ursprünglich sollten die jeweils ersten drei die Aufstiegs- und die jeweils letzten vier eine Abstiegsrunde spielen. Stattdessen wird wohl nur die 7'er Runde mit Hin- und Rückrunde zuende gespielt und danach spielen einfach die jeweils 1. den Meister und Aufsteiger auf, die jeweils letzten steigen ab und die Vorletzten machen ein Abstiegsspiel um den 3. Absteiger.

    Könnte ich aber auch gut mit leben, ist immerhin eine sportlich durchaus befriedigende Lösung. Alles ist besser als die Quotientenregelung.

    Und bei uns haben die Mannschaften zwischen 1 bis 4 Spiele absolviert aufgrund der zeitweise unterschiedlichen Kreisregelungen. D.h. jede Mannschaft hätte noch eine passable Anzahl an Spielen wie ich finde. Kann man mit leben, besser als ein wieder zu dicht gedrängter Kalender der dann wieder nicht gehalten werden kann.

    Ist jetzt sehr subjektiv, aber gerade in dieser Corona-Saison ist für mich dieser Gedanke immer stärker geworden. Wir haben mit Pokal gerade mal 5 Pflichtspiele gemacht, aber zusätzlich 8 Testspiele. Und ich kann mich an kein Testspiel erinnern dass nur den sog. 'Testspielcharakter' hatte, da ging es teilweise ganz schön ab. Ein Landesligist will sich gegen einen Bezirksligisten nicht blamieren, der Kreisligist will gegen den Bezirksligisten zeigen was er kann und Vergleiche gegen Bezirksligisten aus anderen Staffeln hatten auch ihren Reiz und sportlichen Stellenwert, und sei es nur für den Moment wo das Spiel läuft.

    Mitfiebern tu ich nur noch bei meinem Team und denen meiner Kinder.


    Gehts euch auch so oder seid ihr noch treu an der Seite eurer Vereine?

    Geht mir ähnlich. Der Anteil an Spielen die ich in voller Länge schaue (ob BL oder internationale Wettbewerbe) ist verschwindend gering geworden. Ich bin seit meiner Kindheit allerdings Bayern Fan und da hört es auch irgendwo auf, 'meiner' Mannschaft ernsthaft die Daumen drücken zu wollen dass sie die X'te Meisterschaft in Folge gewinnen.

    Ich habe jetzt aber mal wieder die nicht so wichtigen Spiele der NM geschaut, gerade weil derzeit so eine schwache Phase ist. Da kann man tatsächlich wieder anfangen die Daumen zu drücken und Fan zu sein, der hofft dass es besser wird.

    Bei dem Prozentsatz, der es tatsächlich zu den Profis und sogar in die Bundesliga schafft, glaube ich nicht, dass allzu viele talentierte Spieler übergangen wurden, weil sie wegen Ergebnisorientierung nicht gespielt haben. Ist natürlich nicht zu belegen, aber wer sich da nicht durchsetzt, der ist dann vielleicht auch nicht der richtige für Konkurrenzkampf bei den Profis.


    Ich glaube nicht, dass die Ausbildung mehr in die Breite gehen muss.

    Denke ich auch. Man sieht ja z.B. am Beispiel Island was bei gezielter Förderung von nur wenigen Toptalenten möglich ist. Zugegeben ist bei Island schon aufgrund der geringen Bevölkerungszahl nur wenig Masse gegeben, dennoch ein gutes Beispiel das es eine riesige Breite nicht braucht, um mit Elitemannschaften Spitzenleistungen zu bringen.

    Trotzdem stellt sich die Frage, wie fördert man seine Nachwuchstalente am Besten ? Durch ständigen Tabellenwettbewerb und Platzierungsdruck oder 'freiere' Spielmöglichkeiten in Turnieren, Leistungsvergleichen in Freundschafts-/Testspielen ?


    Denn tatsächlich ist doch jedes Spiel für sich ein Wettbewerb, oder geht irgend jemand in ein Testspiel und sagt sich: heute ist mir alles egal ? Wenn ein Spiel erst mal angefangen hat, will man doch einfach so gut wie möglich abschneiden bzw. das die gewünschten Spielziele auch umgesetzt werden (ist ja etwas anderes als nur 'irgendwie' zu gewinnen). Dennoch kann man ohne Tabellendruck doch etwas freier agieren. Ich halte daher den Ansatz den Tabellenwettbewerb etwas runterzubremsen für richtig.

    Musste erst mal googeln was das ist. Wir haben im Winter zum Ausgleich neben Spinning auch schon öfter Fitness-Workouts gemacht, da wurden die auch eingesetzt und andere Hilfsmittel. Allerdings nur unter Anleitung einer entsprechenden ausgebildeten Trainerin, die auch Korrekturen vornehmen kann. Und dann als komplette Extra-Einheit, nicht vor/während eines 'normalen' Fußballtrainings.


    Kann man natürlich einbauen bei Stabis/Kräftigung, aber ob sich der Aufwand lohnt ? Da gibt es doch genügend Übungen mit dem eigenen Körpergewicht ohne weitere Hilfsmittel. Ich versuche immer den Auf-/Umbauaufwand möglichst klein zu halten, da hat man ja dann noch ein paar Sachen mehr.

    TomGB : siehe bfv.de - Wechsel sind somit möglich.

    o.k., dann kann man das regeln. Wobei ich weiterhin finde das es völlig egal ist, ob man eine Saison über 2 Jahre streckt oder annulliert und bei Null anfängt. In diesen Zeiten geht es doch darum, möglichst oft auf auf den Rasen zu kommen wenn die Situation es zulässt. Ob ich dann eine Saison zuende spiele oder eine neue beginne ist doch völlig wumpe finde ich.

    Logo, man guckt sich ja immer um wo und wie man Spieler 'auftun' kann. Aber die Fragestellung hier war ja ob es innerhalt der gestreckten 2-Jahres-Saison überhaupt möglich ist.

    Ich war im Sommer froh, dass der BFV trotz aller Kritik das Konzept die Herrenligen nicht abzubrechen sondern bis 2021 zu verlängern durchgesetzt hat. Man hat die Entscheidung vom "Worst-Case" her gedacht und mit der zusätzlichen Option Ligapokal, die jederzeit gecancelt werden könnte eine Alternative für den "Best-Case" geschaffen. Vermutlich wird ab März die Saison 19/21 zu Ende gespielt und der Ligapokal verschwindet in der Versenkung, oder wird unter der Woche doch weitergespielt.
    Es war nicht ohne Risiko, weil man mit der Entscheidung im Vergleich zu anderen Verbänden alleine da stand.

    Wie hat man denn bei Euch das Problem von Spielerwechseln zwischen den Saisonphasen gelöst ? Immerhin läuft dann ja eine Saison über komplette 2 Kalenderjahre, hat man in dieser Zeit Spielerwechsel zugelassen ? Für mich war das immer das Hauptargument pro Beendigung der Saison und Neustart. Gerade im Erwachsenenbereich kann es sonst schwierig werden wenn Spieler den geplanten Abschied vom Sport wg. Alter, Beruf, Studium nicht wegen der Pandemie aufschieben sondern aufhören. Wie kann man die Lücken schließen ?

    Also soll man jetzt alles so schlucken wie es jetzt ist.

    Nö, aber man sollte da ansetzen wo es Sinn macht. Einfach zu sagen, seit Jahren kommen nur Spieler die nichts können aus der Nachwuchsförderung, also das ist deutlich etwas was nun so gar nichts zu einer lösungsorientierten Diskussion beiträgt. Sicher kann man über Schwerpunkte in der Ausbildung immer streiten, aber im Endeffekt dürfte jeder Spieler, der es in den Profibereich schafft, seine Qualitäten haben. Sonst würde er in dem umkämpften Markt kaum einen Club finden der sein horrendes Gehalt bezahlt.


    Beim Anstoß gegen Spanien standen auf deutscher Seite 9 Profis mit CL-Erfahrung auf dem Platz. Also durchaus jede Menge internationaler Erfahrung. Was aber nicht auf dem Platz stand, war eine Mannschaft mit eingespielten Abläufen. Auch keine Mannschaft auf deren Qualitäten der eigene Matchplan ausgerichtet war. Vielleicht auch eine Mannschaft die in dieser Zusammensetzung einfach nicht gut zusammen passt. Mit einem Trainer der -zumindest nach außen- einen relativ ausgebrannten und lethargischen Eindruck gemacht hat und der womöglich selbst am zweifeln ist wie er die Mannschaft am besten auf den Platz kriegt und diesen traurigen Eindruck auch vermittelt, so spielen sie dann auch.


    Da sollte man ansetzen.

    Was die DFB Elite sucht sind einfach Zirkusspieler, die Tricks zaubern aber kaum ein taktisches Stellungsspiel beherrschen.

    Merkwürdig, ich lese immer das in der Nachwuchsausbildung der Stützpunkte, Leistungszentren etc. in der Vergangenheit zuviel auf taktisches Verhalten gesetzt worden ist und viel zuwenig auf individuelle Stärken und das uns deshalb die 1vs.1 Dribbler ausgegangen sind. Was stimmt denn jetzt ?


    Ausserdem kannst du auch taktisch kaum was reißen. Ob 4,4,3 oder 3,4,4 oder 5,3,2 - die Mannschaft hätte trotzdem haushoch verloren. Hört auf endlich mit diesen taktischen Sc*** wenn es die Spieler nicht umsetzen können. Pressingspiel sowie alles andere sind einfach nicht da. Das gehört aber zur Grundausbildung eines Spielers.

    Die Spieler, die sich nach Jahren in der Jugendförderung beim DFB und bei den Buli-Nachwuchsmannschaften letztlich durchsetzen und im Profibereich ankommen haben taktisch nichts drauf ? Es fehlen absolute Grundlagen um 4-4-3 oder 3-4-4 zu spielen oder zu pressen und da kann eben kein Trainer was dran machen ? Ist das Dein Ernst ?


    Sorry, liest sich für mich eher wie eine Generalabrechnung von jemanden dessen Spieler beim örtlichen Stützpunkt schlecht weggekommen sind.

    Ich bleibe dabei, gestern stand eine sehr gute Nationalmannschaft auf dem Platz die ihre PS nicht auf die Straße kriegt und das nicht zum ersten Mal.

    Sehe ich ähnlich. Ob jetzt sehr gut oder 'nur' gut, sei mal dahin gestellt. Aber in der fußballerischen Qualität sicherlich besser als viele NM früherer Zeiten, man erinnere sich mal an die Zeiten der sogenannten 'Rumpelfußballer', als spielerische Feinheiten nur von ganz wenigen Spielern erwartet werden konnten. Da ist in der Qualität jetzt genug auf dem Platz um es besser hinzukriegen, aber es passt etwas nicht. Ob es an der falschen Spielidee liegt, mangelnder Führung durch Leitspieler, falsche Mischung auf dem Platz oder oder oder.

    Sorry, philosophisch finde ich daran gar nichts. Das wirkte schlicht planlos auf mich. Im Interview nach dem Spiel kam gefühlte 20x das Wort "irgendwie". Und mit "irgendwie" würde sich der Matchplan von gestern ganz gut beschreiben lassen.

    Philosophisch ist auch schlechte Wortwahl. Er wirkt irgendwie den Dingen entrückt, wenig greifbar in den Ausführungen. Als wenn es ihm irgendwie lästig ist sich mit dem schnöden Tagesgeschäft zu beschäftigen auf dem Weg zum großen Ziel. Aber wenn er als Trainer nicht griffig rüber bringt was er will, ja wer denn sonst. Ist doch sein Job. Wenn er in der Kabine redet wie in den Interviews dann Prost Mahlzeit.

    Spanien ist definitiv auf dem Weg zurück zur Weltspitze. Trotzdem darf unsere NM so nicht dagegen untergehen. Das war eine richtige Blamage. Zumal unser Anspruch ja ähnlich ist.....

    Man kann nicht in eine EM gehen mit einer Mannschaft, in der einige Spieler internationalen Top-Ansprüchen nicht genügen, wenn man gleichzeitig Spieler zu Hause hat, die es besser können. Beim derzeitigen Stand kann man doch an einer Reaktivierung von Hummels und Müller gar nicht vorbei kommen. Kann man sich vorstellen, dass die beiden so eine Blamage einfach an sich vorbei ziehen lassen ?

    Ich würde das auch nicht als Rückschritt empfinden. Bei Spanien spielt trotz der vielen jungen neuen Talente auch immer noch der Ramos. Sieht jetzt ein bisschen aus wie der Mann aus den Bergern, aber als Stabilisator offenbar immer noch wichtig zwischen den jüngeren Spielern. Und wenn unsere jungen teilweise noch nicht so weit sind, ist eine EM eine schlechte Bühne zum weiteren experimentieren. Zum Trainerdasein gehört auch, über seinen Schatten springen zu können. Finde ich. Wobei ich Löw's Argumentationen sowieso bisweilen zu philosophisch finde, man muss auch mal den Rehagelschen Pragmatismus rausholen.

    Der NFV hat gestern den Spielbetrieb bis zum 31.12.2020 ausgesetzt. Ich habe trotzdem immer noch die Hoffnung, das wir im Dezember zumindest die ein oder andere Einheit draußen machen dürfen. Aber das aktuelle Geschehen macht schon etwas mutlos. Bei uns im LK Vechta ist der Inzidenzwert heute 236 (Vechta ist übrigens nicht Süddeutschland).........war aber auch schon über 300 vor ein paar Tagen. Die Wirkungen des Lockdown Light können sich ja erst in der 2. Novemberhälfte richtig bemerkbar machen. Hoffen wir mal.

    Ich glaube jedenfalls nicht das die Politik oder sonstwer ein aktives Interesse oder Freude daran hat die Wirtschaft zu schwächen, den Sport zu unterbinden oder so etwas. Das geht für mich zu sehr in Richtung Verschwörungstheorien. Es gibt in Deutschland keinerlei Vergleichs- oder Erfahrungswerte, niemand kennt die einzig selig machen Antwort auf das Pandemiegeschehen. Und ich glaube das die Politik deutlich begriffen hat, das sie gut daran tut so viel wie möglich erscheint auch zuzulassen. Es kann doch kein Politiker mit einer harten Welle noch Punkten, ganz im Gegenteil.

    Ich denke schon das die Politik da mittlerweile ganz gut informiert ist. Ich glaube es geht beim derzeitigen Sachstand um die Signalwirkung, die von so einer Lockerung ausgehen würde, nicht so sehr um das tatsächliche Infektionsgeschehen was vom Sport treiben ausgeht. Und ich bin mittlerweile auch umgeschwenkt und befürworte die Einstellung. Nur mit solchen Maßnahmen kommt es in den Köpfen an, dass die Lage ernst ist. Und das ist sie zweifellos was die Kapazitäten in den Krankenhäusern angeht. Nach allem was man lesen kann ist die Auslastung derzeit weit bedenklicher als in der ersten Phase im Frühjahr.

    zum Thema Manndeckung: z.B. im Kinderbasketball ist das in den Regeln verankert. Ist es eine Kompetenz, die ich heute oder wie Charles De Goal fragt in ein paar Jahren im Fußball noch benötige? Falls nein, dann brauche ich es nicht zu forcieren. Falls ja, sollte es doch provoziert bzw. trainiert werden oder?

    Auch der Fußball mit Ball-/Raumorientierung statt Mannorientierung kommt phasenweise nicht ohne Manndeckung aus. Ich muss doch sehen dass ich, je näher der Gegner zu meinem Tor kommt, einzelne Spieler auch in Manndeckung markiere bzw. dazu überwechsle. Und die entsprechenden Zweikampffähigkeiten werden doch dann umso mehr benötigt, weil der Stürmer aufgrund der Nähe zum Tor das Aufdrehen und den Zweikampf viel eher suchen wird als in der Situation, wo er 25 Meter vor dem Tor als Wandspieler einen nachrückenden Mitspieler sucht.


    Meine Argumentation ist, warum soll ich als Verteidiger einen Spieler angreifen, der vom Tor sich abwendet? Und vom Angreifer wünsche ich mir eine Stellung in Tor bzw. Spielrichtung oder zumindest einen 1. Kontakt dort hin.

    Warum soll sich der Stürmer vom Tor abwenden, wenn er merkt dass er nicht gut verteidigt wird ? Dann kann er doch aufdrehen.


    Und die Stellung die ich mir vom Angreifer wünsche wird er nicht immer hinbekommen, oft genug wird er nur angespielt werden können wenn er sich der Verteidigung durch entgegenkommen entzieht und sich dann mit dem Rücken zum Tor befindet, ohne schnell genug wieder in eine offene Stellung zu kommen bzw. ein Verteidiger ist zu dicht dran.

    Mich nervt der vorauseilende Gehorsam. Die Maßnahmen gelten ab Montag, aber bereits jetzt ist alles abgesagt. Wir hätten noch ein Spiel gehabt am Samstag. Es gibt meines Erachtens keinen Grund, diese bereits alle abzusagen.

    Doch, es gibt einen Grund: um den Ernst der Lage klar zu machen. Wir stehen kurz davor, völlig die Kontrolle über die Pandemie zu verlieren.


    Das muss in die Köpfe, auch wenn dabei Dinge mit unter die Räder kommen, die vom Infektionsgeschehen eher unbedenklich sind. Entweder, der 4-Wochen-QuasiLockdown bringt die Zahlen wieder auf eine Größenordnung das die Nachverfolgung von Ansteckungswegen möglich macht oder es wird noch viel schlimmer kommen.


    Teilweise gelten schon jetzt 40% - 70% der Infektionswege als nicht zu klären, je nach Bezirk und Auslastung der Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung.


    Daher wird erst die Reduzierung der Zahlen dazu führen können, sich mit Erleichterungen zu befassen. Der Inzidenzwert von 50 wird als Größenordnung angesehen, in dem ein Gesundheitsamt noch einigermaßen zufriedenstellend nachverfolgen kann. Jeder kann sich die Werte für die Landkreise Deutschlandweit ziehen, da weiß man eigentlich was los ist.

    Natürlich geht es der Regierung darum, ein massives Zeichen zu setzen. Die Gesundheitsämter sind vielerorts kurz vor dem Kontrollverlust bei der Nachverfolgung und darüber hinaus.


    Und zumindest ich habe in meinem Umfeld bemerken können, das die Zulassung des Trainings- und Spielbetriebes durchaus zu dem Nebeneffekt führt, das die Sichtweise von vielen ist 'dann kann es ja nicht mehr so schlimm sein'. Habe auch mitbekommen das die Spieler sich dann noch für hinterher zu einem Treffen verabreden etc. Mit den jetzigem Verbot des Sports (was ich angesichts der Erkenntnisse zu den Infektionswegen sachlich auch nicht richtig finde) wird eben auch deutlich gemacht, das die Situation total ernst ist und es so nicht weiter gehen kann. Das zeigt durchaus Wirkung und führt gleichzeitig zu einer Reduzierung von privaten Treffen neben dem Sport, weil vielen erst durch das Verbot der Ernst der Lage bewußt wird (oder zumindest einigen oder zumindest deren Eltern). Insofern macht es schon Sinn, dieses Zeichen zu setzen.

    Und wie will man die Mannschaft entwickeln, wenn man nicht einmal trainieren darf?

    Natürlich nicht in den Phasen, in denen kein Training möglich ist. Ich hoffe, dass wir ab Dezember zumindest wieder trainieren dürfen. Der Spielbetrieb in Niedersachsen ist mittlerweile per NFV Mitteilung auch auf Bezirksebene bis Jahresende ausgesetzt. Aber eine Perspektive in einigen Wochen evtl. wieder Training und zu Jahresbeginn evtl. das ein- oder andere Testspiel wäre ja auch schon was. Was ich nicht mehr abkann ist das ständige Lamentieren nach dem Mott0 'wieder eine verlorene Saison' oder 'wie soll die Tabelle gewertet werden' etc. Da gibt es wichtigeres, und die Freude und der Sinn am Sport und Fußball sollte nicht nur im Blick auf Tabellen bestehen.

    Ich denke auch dass man optimistisch bleiben sollte. Es wird immer wieder, wenn die Zahlen es zulassen, aufgelockert werden.


    Man muss vielleicht lernen nicht in den üblichen Kategorien wie Tabellenplätze und Saisonabschlussplatzierungen zu denken, sondern man sollte jede Zeitspanne in der man trainiern und spielen kann als Entwicklungsphase betrachten. Wir haben nur 4 Punktspiele gemacht bisher, was enttäuschend ist. Insgesamt mit Testspielen haben wir aber 13 mal gespielt und damit konnten wir schon eine Menge probieren und gucken wie wir am besten auf den Platz kommen. Vielleicht ist es ja auch mal ganz gut von der Fixierung auf Punkte in der Meisterschaft wegzukommen und die Entwicklung der Mannschaft verstärkt in den Fokus zu nehmen. Insofern liegt in der Pandemie-Krise auch die Chance, die Dinge ein wenig anders zu betrachten.