Beiträge von TomGB

    Das verdiente (denn das war ja nicht einmal unglücklich, sondern einfach schlecht) Vorrundenaus bei der WM 2018 war die logische Folge.

    Für mich eine Katastrophe, dass ein deutscher N11 Trainer nach einem WM-Vorrundenaus weder selbst zurücktritt, noch zu diesem gezwungen wird.

    Der DFB hat damals trotz der Ergebnisse fast darum gebettelt, dass Löw weiter macht. Da wurde Hilflosigkeit pur demonstriert nach dem Motto 'es gibt doch sonst keinen'. Bei einem Posten wie dem Trainer der NM in der Tat ein mehr als merkwürdiges Verhalten des DFB.


    Man denke mal daran wie ein Rudi Völler in die Position gekommen ist, das war ja im Prinzip nur Zufall weil er gerade mit in einer Gesprächsrunde saß und im Prinzip nur jemand ein Zeitraum überbrücken sollte, bis Daum frei ist. Zumindest wenn man den Anekdoten glauben darf.


    Damit will ich nur sagen, Deutschland hat eine Menge gut ausgebildeter und fähiger Trainer und da ja auch ein gutes Ausbildungssystem. Und einen internationalen Markt gibt es ja auch noch. Sich so auf eine Person fixieren die es unbedingt machen soll, auch das ist ein schwerer Fehler gewesen. Ich bin auch kein Freund von vorschnellen Trainerentlassungen, aber der Zeitpunkt war nach der WM 2018 definitiv gekommen darüber nachzudenken um einen unbelasteten Neubeginn zu starten.

    Bei uns (Niedersachsen, Bezirk Weser-Ems, auf Kreisebene Vechta/Cloppenburg/Delmenhorst/Oldenburg-Land) gibt es noch keine generelle Einschränkung durch eine neue Verordnung.


    Aber auf Kreisebene ist z.B. das kommende Wochenende, das im Frauenbereich als Pokalspieltag geplant war, durch den Staffelleiter abgesagt worden. Es gibt wohl so viele Mannschaften mit Aufstellungsproblemen (nicht unbedingt durch bestätigte Corona-Fälle, aber mit Sorgen wg. Spielerinnen im ärztlichen Pflegebereich etc. die nichts riskieren wollen) das der Staffelleiter die Reißleine gezogen hat.


    Auf Bezirksebene soll aber im Punktspielbetrieb gespielt werden. Aber einzelne Absetzungen ohne Hintergrundinfos gibt es schon. Hier waren die Cloppenburger Vereine ein paar Wochen per Landkreis-Verfügung gesperrt und dürfen seit dem 12.10.2020 wieder antreten. Während gleichzeitig die für das letzte Wochenende eigentlich freien Delmenhorster und Oldenburger Vereine vom Staffelleiter aus dem Spielbetrieb genommen wurden aufgrund der angestiegenen Infektionszahlen.


    Alles sehr verwirrend, kann man nur jeden Tag auf die Ansetzung gucken ob das eigene Spiel noch dabei ist.........Teilweise haben auch Vereine aus dem Landkreis Vechta im Herrenbereich ein Landkreis-Derby vorgezogen, da die eigentlichen Gegner aus anderen Landkreis nicht durften.


    Soll man dazu noch sagen, wird wohl nicht besser werden. Wir haben von 12 angesetzten Spielen in der Hinrunde immerhin 4 gemacht. Gibt Mannschaften in der Staffel die jetzt 1 Spiel haben (und kommendes Wochenende wieder nicht spielen). Unbefriedigend, aber für Corona kann keiner was und Vorsicht ist durchaus angebracht. Bin mal gespannt wie das alles irgendwann abgeschlossen wird, für die Rückrunden soll eine weitere Einteilung in Meister-/Abstiegsrunden folgen.


    Hallenbetrieb kann man sich angesichts der steigenden Infektionszahlen schenken. Da innerhalb geschlossener Räume gibt es dort noch einmal ganz andere Bedenken als beim Betrieb draußen.

    Ich denke die fachlichen Kompetenzen von Löw stehen außer Frage. Er steht für den größten Erfolg überhaupt mit der Weltmeisterschaft, auch vorher die WM Turniere (schon bei der Heim-WM unter Klinsmann war er ja dabei und womöglich der eigentliche Kopf der strategischen und taktischen Entscheidungen) stehen für eine fantastische Entwicklung einer sehr dynamischen, immer stärker agierenden Mannschaft über Jahre hinweg bis zum Titel. Da steckt kein Zufall dahinter, sondern eine klare Strategie, die über die Jahre Früchte gezeigt hat, die mit dem WM-Titel geerntet werden konnten. Insofern ein Beispiel für mich für eine grandiose Trainerleistung.


    Weniger klasse hat er für mich bei der 'Entlassung' der erfahrenen Kräfte Boateng, Müller, Hummels gehandelt. Natürlich waren die zu dem Zeitpunkt nicht in der Form, in der sie sich jetzt wieder gespielt haben. Und natürlich muss er als Trainer auch irgendwann die Entscheidung treffen, die Mannschaft zu verjüngen (nicht zuletzt nach der enttäuschenden WM 2018, wo auch Deutschland die Erfahrung vorangegangener Titelträger machen musste, was passiert, wenn man zulange an einer Mannschaft festhält ohne einen Umbau einzuleiten).


    Aber die Endgültigkeit der Entscheidung und die fast überfallartige Art und Weise der Kommunikation war ein Riesenfehler. Da hätte er so agieren sollen, dass er ohne Gesichstverlust für alle Beteiligten eine Hintertür über Leistung offen läßt. Ich kann doch nicht als Trainer so endgültig agieren mit Entscheidungen. Ich muss doch Leute wieder berücksichtigen können, die Leistung abliefern. Ich denke das hätte er auch so kommunizieren können. Man stelle sich nur vor in den letzten Spielen der NM hätte man in der Innenverteidigung Boateng und Hummels aufgeboten, ich denke das hätte gut getan.

    Pressing im Fußball ist das einfachste in der Welt. Du hast immer die selben Abläufe, wenn Du ins Pressing gehst, du musst nur begrenzt auf das Verhalten der anderen Mannschaft reagieren und eigene Entscheidungen musst Du sowieso nicht treffen.

    Dein Ernst ? Pressing ist das Einfachste und kann ohne jede Übung und Vorbereitung durchgeführt werden, einfach alle Mann drauf, jeder sucht sich einen ? Mein Gott ich hatte ja keine Ahnung.........wissen die Bosse von Liverpool und Paris davon, die geben viel Geld für Klopp und Tuchel aus, was ne Verschwendung......

    Also ich würde vor Angriffspressing weiterhin warnen ohne ein genau abgestimmtes Verhalten aller Mannschaftsteile. Und bei Ballverlust nach Möglichkeit mit so vielen Spielern wie möglich erst mal hinter den Ball zu kommen bedeutet ja nun nicht, sich hinten rein zu stellen und Beton anzurühren.

    Moin,


    Pressing ist die hohe Kunst des Fußballs. Kann viel schiefgehen. Da muss der ganze Mannschaftsverbund mitarbeiten, es sind Abstände einzuhalten etc., komplexer Vorgang, ein hohes Maß an Abstimmung erforderlich.

    also mit einer relativen Anfängertruppe würde ich erst mal bei gegnerischem Ballbesitz gucken dass die Mannschaft immer wieder in eine stabile Grundformation 'gegen den Ball' kommt und nicht die Offensiven einfach da stehen bleiben wo sie gerade sind bzw. langsam zurück trotten. Dann ist schon viel gewonnen an Stabilität.

    Ich denke es ist mehr als offensichtlich dass der Verein in der älteren TW-Gruppe kein Mädchen dabei haben will. Ob das aus Prinzip so ist oder ob man befürchtet dass Niveau der Gruppe würde evtl. sinken wg. Anpassungen im Übungsablauf oder so ist dann schon egal.


    An solchen Einstellungen von Verantwortlichen wird man m.E. auch nichts ändern können, da arbeitet man sich nur dran ab. Bin selbst seit langen Jahren Mädchen- und Damentrainer. Sowas muss einem irgendwann egal werden, um sich nicht ständig aufzuregen.


    Da ist dann der Rat, einfach nicht mehr hinzugehen, leider wohl richtig. Würde mich überraschen wenn da Gespräche irgend etwas bringen.

    Hier mal eine weiterer Sachstandsbericht, das Thema lässt mich und die Mannschaft nicht los. Ist ja vielleicht auch für andere mit ähnlichen Problemen interessant.


    Wir haben wie beschrieben im 3-5-2 Stabilität gefunden. Dennoch hat sich im Spielbetrieb gezeigt, dass sich ein Muster sehr oft wiederholt: Wir fangen gut an, sind 25-30 Minuten dominant, haben einige Chancen und dann fängt es an nachzulassen. Dies liegt vermutlich daran, dass die beiden Außenspieler im Fünfermittelfeld ein hohes Laufpensum nach vorne und hinten absolvieren müssen und dies in dieser Form (als offensiv gespieltes 3-5-2) nicht durchhalten können. Selbst mit den Spielertypen die wir dafür haben, das sind wirklich spurtstarke Dauerläufer. Aber alleine die ganze Seite sichern und gleichzeitig offensiv sein ist schon eine Nummer. Mit dem Nachlassen der Außen geht es dann beim Zehner weiter, der anfängt in der Luft zu hängen, die AV/Sechser sehen sich zunehmendem Druck ausgesetzt etc.


    Da wir nicht einfach für 20 Minuten eine defensiv geprägte 'Spielpause' einlegen wollen, hatten wir jetzt seit Wochen im Training nochmal die Kette als Trainingsschwerpunkt und haben das letzte Spiel (ein Testspiel, da der eigentlich Gegner im Punktspiel Coronabedingt pausieren muss) komplett 90 Minuten als Bewegungserfahrung im 4-4-2 gespielt.


    Hat an sich sehr gut geklappt für das erste Mal, war sehr zufrieden. Ich sehe das 4-4-2 (oder andere Viererkettenformen) aber eher als Ergänzung zum 3-5-2, um im Spiel mal umzuschalten. Zum einen haben wir definitiv die richtigen Spielertypen für ein 3-5-2 (schnelle Außenläufer, echter Zehner/Spielmacher, eine IV die für sich eine eigene Klasse bei der Absicherung darstellt) und sollten diese Trümpfe dann auch ausspielen denke ich. Außerdem könnte ein Wechsel im Spiel von 3-5-2 auf 4-4-2 und zurück den Gegner aus dem Rythmus bringen. Wäre zumindest meine Intention. Heute abend ist eine extra Mannschaftsbesprechung über die künftige Ausrichtung. Danach ist freies Kicken. Bin mal gespannt wie das ausgeht. Gibt natürlich Mädels die lieber komplett im gewohnten 3-5-2 bleiben würden, andere würden lieber ausschließlich in der Kettenformation spielen. Rein Punkte- und Ergebnistechnisch liegen wir weit über unserem gewohnten Soll. Auch daher bin ich mal gespannt wie es sich entwickelt. Bei dem Testspiel waren die genannte IV und die Zehner'in' nicht dabei. Keine Frage was die lieber spielen.......Aber zumindest die Zehnerin merkt, dass sie im 3-5-2 Pausen braucht, weil zunehmend die Wege länger werden, wird dann trotz ihrer Klasse auch mal ausgewechselt (wir können bei den Damen ja aus- und rückwechseln), was ihr früher nicht passiert ist.

    Dann ist vielleicht doch das Auftreten des Neuen zu forsch ? Auch wenn er ordentlich was kann, dennoch empfiehlt ist sich immer mal am Anfang etwas defensiv aufzutreten und zu kucken wie die Gruppe so tickt. Wir haben dieses Jahr drei Neue, die alle das Potential haben die Mannschaft weiter zu bringen. Auch wir liebäugeln mit einem Platz ganz oben.

    Bei zweien ist die Integration kein Problem. Eine hat Probleme, das wurde auch schon durch die Kapitäne an mich heran getragen. Der Unterschied zu den anderen ist einfach die Art und Weise des Auftretens (....ich will hier ganz klar nen Stammplatz etc.....). Das kann man sich zwar denken, aber der schon länger bestehenden Gruppe gegenüber kommt das meist am Anfang nicht so gut, vor allem wenn man sich noch gar nicht richtig kennen gelernt hat.

    Zu Rondo:

    Erst hier im Forum kam ich auf die Idee, Rondo mit Torabschluss zu spielen. Damit kann ich die Jungs deutlich besser motivieren.

    Die Spieler in der Mitte dürfen nach Balleroberung einen Torabschluss machen, die Spieler außen z.B. nach 8-10 Pässen.

    Ich nehme mal an, dass beide Gruppen (sowohl die Innen als auch die Außen) ohne Gegnerdruck einen Torabschluss machen können, wenn sie ihre jeweiligen Aufgaben (innen: Balleroberung / außen: 8-10 Pässe ohne Ballverlust) erfüllt haben. Einfach als Motivation die Übung so gut wie möglich zu machen um einen Torschuß zu bekommen. Macht als Motivationsgrundlage an sich auch Sinn, obwohl ich das auch noch nie habe machen lassen. Der Zeitverlust bis zur Wiederaufnahme des Rondos wäre m.E. schon ein Problem.

    Vielleicht macht der Neue ja alles richtig als Leader, aber die Mannschaft will einfach nur ein bisschen kicken ohne großen Ehrgeiz auf spielerische Weiterentwicklung. Soll es ja geben in Reservemannschaften. Dann ist es eher die Frage ob der eigene Trainer- und Spielerehrgeiz zu so einer Mannschaft passt.


    Sind doch alles Erwachsene, ich würde da keine Zwei-Personen-Geschichte draus machen. Vielleicht einfach mal als Mannschaft einen Abend ansetzen statt Training und darüber unterhalten, was man eigentlich für gemeinsame sportliche Ziele verfolgt, wo die Reise hingehen soll.

    Hi,


    ein wenig Grundstruktur kann man ja mitgeben. Staffelung ist immer ganz wichtig. Bei einem 4:4 im Training lege ich z.B. immer Wert darauf dass eine Raute im 1-2-1 gebildet wird und nicht 2-2 gespielt wird. Einfach um die Zonen auf dem Platz besser zu bespielen und die Bindung zwischen Offensive und Defensive nicht abreißen zu lassen. Derzeit spielen wir auch bei den Abschlusspielen relativ unabhängig von der Teilnehmeranzahl immer mit 4'er Kette, einfach um deutlich werden zu lassen dass die Kettenspieler auch Anspielstationen nach vorne sein müssen, sonst sieht es z.B. im 7 vs. 7 nach vorne recht trübe aus.


    Gestern z.B. 12 Feldspieler, Angriff in 3-1-2 Staffelung gegen Verteidigung in 4-2 Staffelung. Relativ freies Spiel, nur die Grundordnung sollte immer wieder eingenommen werden bei Ballbesitzwechsel und nicht völlig verschütt gehen. Ich meine nur man kann es mit Bewegungsvorgaben so überfrachten, dass aus Angst vor Fehlern viel zuwenig Bewegung da ist. Dann lieber Fehler ausdrücklich zulassen, Aktivität ist erst mal alles.


    Schreib mal wie es gelaufen ist.

    Heute dann die Info, dass sie bis zum 17.09. unter Quarantäne steht. Wie gesagt trotz negativem Testergebnis.


    Das soll jemand verstehen ...

    Ich kenne das so, dass nach einem negativen Testergebnis durchaus noch ein paar Tage gewartet werden soll in Quarantäne. Hat was damit zu tun, dass man infiziert sein kann und trotzdem möglicherweise im Rachen die Bakteriensättigung nicht hoch genug ist oder wie der Fachbegriff heißt. Unser Gesundheitsamt gibt aber die Empfehlung max ein paar Tage (Wochenende). Gleich bis zum 17. noch mal raus, heute ist der 8., oh je da brauche ich ja gar keinen Test kann ich ja so zwei Wochen zuhause bleiben......

    Wir haben ein absolut überragendes Mädchen im Verein, die bis zur C bei den Jungs (und jeweils 1. E, 1. D, 1. C mit Stammplatz gespielt hat. In der C fing es dann an dass sie nur noch eine 'normale' Rolle dort spielte und auch viel draußen gesessen hat. Wobei ihre fußballerischen Qualitäten die Gleichen waren wie vorher, aber die Körperlichkeit spielte dann einfach zunehmend eine größere Rolle. Sie ist dann in der B zu den Mädchen gewechselt, wo sie aber ehrlich gesagt in der Mädchen-Kreisliga unterfordert war und dann zum nächstgelegenen Niedersachsenligisten gewechselt ist. Da macht ein Vereinswechsel zu einem höherklassigen Mädchenteam dann schon mehr Sinn als zu lange bei den Jungs zu bleiben.

    Natürlich sind einem manche Menschen symphatischer als andere, das ist im Trainer-Spieler Verhältnis nicht anders wie sonst im Leben.


    Dennoch möchte ich ja als Trainer ein gutes Spiel meiner Mannschaft sehen, das wird wohl allen Verantwortlichen so gehen. Von daher kann ich mir auch kaum vorstellen das systhematisch ein guter Spieler, der die Mannschaft weiter bringen kann, benachteiligt und nicht eingesetzt wird und dauerhaft schwächere dafür spielen. Also alle Mannschaften die ich so kenne bringen ihre starken Spieler auf den Platz.

    Warum? Ich würde mit mehr Trainingszeit den Iso Anteil auf keinen Fall erhöhen. siehe unten:

    (

    Da fällt mir in erster Linie wirklich das Torschusstraining ein, einfach weil die Spielerinnen da auch Bock drauf haben. Und so Sachen wie Annahme hoher Bälle nach Flugbällen oder z.B. auch nach Einwürfen, gerne danach auch mit Torabschluss. Das kommt immer mal ganz gut an, alleine schon deswegen. Ob sich durch ein solches sehr lückenhaft angebotenes Üben wirklich was verbessert sei mal dahingestellt. Ich mach das auch gerne mal als Mannschaftswettbewerb (Flanke von der Seite, Tor zählt nur bei Direktabnahme, dann die andere Mannschaft oder alternativ Flugball über ein Minitor, auf der anderen Seite muss direkt abgenommen werden und bei der anderen Seite wieder anstellen etc.). Passchleifen sind dagegen fast schon tabu. Höchstens mal als Warmmachübung/Trainingseinstieg, direkt ne Spielform wähle ich da eher nicht.

    Von den Variationen im Passdreieck zum reinen Spielformentraining.

    und mal abgesehen von der Schulung, wobei lerne ich mehr (Passchleife oder Spielform), stelle ich mir immer die Frage, wie bekomme ich Dynamik und Leben in die Mannschaft ? Ich glaube die Art und Weise wie man Spielfreude im Training vermittelt hat auch immer Auswirkungen darauf wie die Mannschaft sich an den Spieltagen präsentiert. Auch unter diesem Gesichtspunkt ziehe ich immer die Spielform vor. Allerdings bin ich auch im reinen Breitensport unterwegs und mein Ziel ist daher nicht die bestmögliche individuelle technische Ausbildung einzelner Spieler. Das muss ich aber in Kauf nehmen in der Abwägung. Man kann das nicht alles gleichzeitig leisten im unterklassigen Bereich ohne Unterstützung eines Teams (ein zuverlässiger Co-Trainer wäre ja schon nett.......). Das habe ich jedenfalls irgendwann für mich erkannt und setze meinen Schwerpunkt entsprechend, sonst würde ich mich verrückt machen.

    Sehr interessante Diskussion!


    Hier im Forum kommen die Übungsformen ja erfahrungsgemäß sehr schlecht weg und es mag ja sicher auch einige Bücher geben die dies bestätigen, allerdings frage ich mich dann warum nahezu jedes Bundesliga-NLZ teilweise ganze Trainingseinheiten aus isolierten Übungsformen abhält (verpackt als Techniktraining)?





    Meiner Meinung nach ganz einfach: weil die jede Menge Zeit haben und es im zeitlichen Rahmen von Leistungsorientierten Mannschaften dann auch Sinn macht. Wenn ich aber als Trainer im Amateurbereich den zeitlichen Mangel verwalte und auswählen muss, für was ich Zeit finde in den wöchentlich 2 x 90 Minuten bei auch noch schwankender Trainingsbeteiligung dann würde ich auch immer die Spielform wählen. Ergo würde ich auch meinen Anteil an Spielformen auf ca. 80 % des Trainings beziffern.


    Das sehe ich völlig unabhängig davon, ob ich eine C-Jugend oder eine Erwachsenenmannschaft betreue, und ich habe von E-Jugend bis Seniorinnenmannschaft schon alles betreut und persönlich gute Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise gemacht. Wobei es bei den ganz Kleinen natürlich wenig Sinn macht, direkt zuviel in Spielformen zu machen, wenn noch kein Ball gerade aus gespielt wird.


    Aktuell habe ich z.B. bei einigen Verantwortlichen im Verein ein Verständnisproblem, warum ich so gut wie kein Torschußtraining in der Vorbereitung mache (Damen Bezirksliga). Das würde doch unbedingt dazu gehören, um im Spiel gute Abschlüsse zu haben etc. Nach meiner Theorie werden wir dagegen viele gute Abschlüsse haben, wenn wir ein so gutes quirliges Spiel zeigen im Mannschaftsverhalten, dass wir uns in viele Abschlussituationen spielen. Und dabei helfen uns Torschussübungen überhaupt nicht, sondern Spielformen. Nur mal so als ein Beispiel. Wie gesagt, mit mehr Trainingszeit würde sich auch der Übungsteil erhöhen, denn als Technikschulung macht das durchaus Sinn, das spreche ich isolierten Übungen gar nicht ab. Nur in der zeitlichen Abwägung fällt die isolierte Übung hinten runter.

    Kleiner Nachtrag: Wir hatten am Wochenende ein sehr interessantes Testspiel gegen einen Bezirksligisten aus einer anderen Staffel. Interessant deshalb, weil die im 4-4-2 gespielt haben und unser 3-5-2 da nicht sehr passend war. In den ersten drei Testspielen gab es diese Probleme nicht. Die waren immer bemüht ihr Spiel über außen aufzubauen, haben sie auch gut gemacht. Wir sind dann im Mittelfeld etwas ins schwimmen gekommen, weil die 8'er logischerweise keine Laufarbeit gegen zwei Leute machen können. Wir sind dann zur Halbzeit auch in die 4'er Abwehr gewechselt, um das besser abzufangen. Ohne dass ich jetzt Kette dazu sagen würde. Aber defensiv hat es seinen Zweck erfüllt, am Ende stand ein mühsames 1:0. Im Ergebnis muss ich festhalten, dass eine zweite Lösung nicht so verkehrt ist, ich hatte mich doch sehr auf das 3-5-2 versteift, ist aber keine Lösung für alles......