Beiträge von TomGB

    Vllt. gibt's da keine spezielle Vorgabe oder Training dazu, weil 2 ganz gute in der IV und als 6 er spielen, wo das dann so -klappt- irgendwie.

    Ich glaube man sollte von Bezirksliga und sogar Landesliga Truppen, die ganz gut in Ihren Ligen mitspielen, nicht automatisch auf gutes Training schließen. Zum Teil ist die Trainingsbeteiligung bei den Mannschaften grauenhaft, die es aber trotzdem schaffen mitzuhalten, weil es 2,3 Spieler gibt, auf die das Spiel zugeschnitten ist.

    Seit den letzten Beiträgen in diesem Thread ist einige Zeit vergangen, mittlerweile haben wir so einige Trainingseinheiten ohne Abstandsregelungen und zwei Testspiele absolviert. Ich dachte ich schreibe mal wie es bei uns weitergelaufen ist.

    Die Diskussion, ob jetzt mit 4'er Kette oder 3'er Abwehr gespielt werden soll haben wir auch ganz offen in der Mannschaft geführt. Mir persönlich hat die Buchempfehlung 'Der Schlüssel zum Spiel : Wie moderner Fußball funktioniert' von Tobias Escher sehr geholfen. War glaube ich auch von jemandem in diesem Thread empfohlen worden, war dann meine Urlaubslektüre. Ansonsten ist mir die Seite 'Viererkette.de', wo Tobias Escher mitarbeitet, oft zu verkopft.

    Der Schlüsselsatz des Buches lautet für mich: Die Bedeutung der Formation wird überschätzt, viel wichtiger ist die Anwendung des Positions- oder Zonenspiels innerhalb der Formation. Vereinfacht gesagt, welche Aufgabe hat jeder bei eigenem und bei fremden Ballbesitz, um die jeweiligen defensiven und offensiven Spielziele 'Tiefenstaffelung, Breite, Zentrum schützen' etc. zu erreichen. Als im heutigen Fußball gängige Positionen werden in einem Schaubild 16 Feldspielerpositionen gezeigt. Dass alleine legt schon dar, das es die eine Wahrheit (4'er Kette als Gold-Standart) nicht gibt.

    Ich habe mich für das 3-5-2 entschieden, da man hier ein starkes Zentrum bilden kann. Natürlich mitunter zulasten der Abdeckung der Breite. Aber jedes System trägt Vor- und Nachteile in sich, alles kann man nicht haben. Und was ein schwaches Zentrum bedeuten kann, haben mir letzte Saison insbesondere die Offensivstarken Mannschaften der Staffel gezeigt, als wir in den ersten 6,7 Spielen mit der Kette operiert haben.

    In den Testspielen haben wir als Bezirksliga-Truppe 7:2 gegen einen Kreisligisten gewonnen und 1:2 gegen einen Landesligisten verloren. Gegen den gleichen Landesligisten haben wir in der letzten Vorbereitung auch gespielt, da stand es bereits zur Halbzeit 0:4 ........


    Insofern werde ich das 3-5-2 weiter spielen lassen, und natürlich gibt es bei eigenem Ballbesitz keinen tiefen Libero, die Außen- und Innenverteidigung soll sich am Spielaufbau beteiligen.


    Hier muss man aber ganz klar aus Vereinssicht sehen: Der Kader ist zu groß im Vergleich zu der Mannschaft, die er schwächt. Hier muss im Sinne des Vereins eine Aufteilung der 08er in der C2 stattfinden.

    Exakt das ist der Punkt. Das man auch einen großen Kader zufriedenstellend führen kann (wenn die Situation nun mal so ist und nichts anderes her gibt) will ich gar nicht bestreiten. Ich gehe selbst diese Saison vermutlich mit ca. 22/23 Damen in den Spielbetrieb, was mir eigentlich zu viel ist. Z.Zt. haben wir für zwei Mannschaften ca. 45 Damen, eine dritte Mannschaft kann auf dieser Grundlage auch nicht gemeldet werden.


    Aber im vorliegenden Fall gibt es ja zwei sehr große Kader und einen zu kleinen Kader, das muss man wirklich anders lösen können.

    Meiner Erfahrung nach sind das Problem bei diesen Zuteilungen Trainer, die sich nun wirklich alle Optionen und Möglichkeiten offen halten wollen. So nach dem Motto: Spieler xy spielt zwar eigentlich nie in meinem tollen großen Kader, aber am 8. Spieltag könnten ja mal ein paar Stammspieler gleichzeitig fehlen und eventuell kann ich ihn dann brauchen. Und besser ich habe ihn dann zur Verfügung als dass der Junge jeden Spieltag in der Zweiten eingesetzt werden kann.

    Ich finde jeder Jugendtrainer sollte in der Lage sein, Abstriche im Tabellenziel zugunsten der Spielmöglichkeiten und Spielanteile aller Spieler zu machen. Ansonsten ist man einfach kein guter Jugendtrainer, egal was man sonst draufhat.

    Der zweite, für mich extremere Punkt, ist der neue Trainer, mit dem ich nicht so wirklich klar komme. Das liegt schon an unseren Vorstellungen vom Jugendfußball: Mein Ziel (und das meines Co's) ist es, dass die Kinder lernen, Fußball zu verstehen und eine gewisse Spielintelligenz entwickeln, weshalb ich in Spielen nicht viel reinrufe, sondern die Jungs ihre eigenen Entscheidungen treffen lasse. In meinem Training gibt es daher vor allem Spielformen, die diese Entscheidungsfindung fordern und weniger Übungen mit festen Abläufen. Der neue Trainer dagegen legt seinen Fokus vor allem aufs Konditionelle und einzelne Fähigkeiten, dh er trainiert teilweise den Torschuss 20 Minuten damit, dass die Jungs 10 Meter frei aufs Tor dribbeln und dann abschließen müssen. In jedem Trainingsspiel redet er permanent mit den Kindern ("Spiel jetzt ab", "Schieß"...).

    Auf gar keinen Fall solltest Du Dich auf eine Zusammenarbeit mit ihm einlassen. Kann nur schiefgehen. Ich habe in meinen Anfangsjahren viel zu lange gebraucht, mich von Mittrainern zu distanzieren, mit denen ich so gar nicht auf einer Linie lag. Nach meiner Erfahrung bringt alles Reden nichts, da so jemand von seiner Linie nicht abweichen wird und nicht zu überzeugen ist. Und es war dann auch eine Befreiung, das dann zu trennen. Nicht drauf einlassen !

    Was die Torwartkette betrifft, so finde ich wäre schon viel erreicht wenn der TW ganz selbstverständlich in den Spielaufbau 'hinten rum' mit einbezogen wird und Rück-/Querpässe auf den TW ganz selbstverständlich zum Repertoire der Hintermannschaft gehören. Ob der TW jetzt bis zum Mittelkreis mitaufrücken sollte, also da bin ich auch eher skeptisch.

    Alles über ein Jahrzehnt alt - welche neuen Bücher sollte man lesen?

    Trainer E : "Wissen - das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt." (Marie von Ebner Eschenbach)

    Meine letzte Neuerwerbung und aktuelle Lieblingslektüre im Fußballbereich ist z.Zt. "Trainer, wann spielen wir ? - Spielformen für den Fußball von Heute und Morgen" von Hyballa/te Poel/Schulze-Marmeling.

    Ich probiere da z.Zt. viel rum, wobei die Kunst sein wird das in einen vernünftigen Kontext zu kriegen, sprich erkennt man irgendwann auch einen konkreten Plan oder eine Handschrift wie die Mannschaft spielen soll. Ich hatte ja in einem anderen Thread schon mal beschrieben dass ich zur Mitte der letzten Hinrunde die Notbremse ziehen musste und von Viererkette auf eine Dreierabwehr nach traditionellem Muster mit Libero/Zwei Manndecker umgestiegen bin, weil uns die Ergebnisse weggelaufen sind und die Abstimmung einfach nicht gut hingehauen hat. Darf aber nicht der Weisheit letzter Schluß bleiben.

    Bleibt spannend.

    - Provokationsregeln sollen auch zum Mitdenken anregen und die Spieler flexibler (im Kopf und Verhalten) machen

    Exakt. Genau darum geht es. Dass sollte der Sinn jeder Spielform sein. Es ist ja auch nicht meine Intention, mit Provokationsregeln 'ernsten Fußball' zu spielen und den 'freien Fußball' ohne einschränkende Regeln dagegen zu stellen. Beides sollte in einer Art und Weise passieren, die mit Spaß am Fußball zu tun hat.

    Zudem würde ich als Spieler der verteidigenden Mannschaft bei den ersten beiden Pässen gar nicht mehr die Seite verschieben, da ja eh noch ein Pass folgen muss, damit das Tor zählt.

    Ganz so ist es ja nicht. Es macht schon Sinn, auch den ersten oder zweiten Pass zu verteidigen und nicht nur den letzten Querpass. Je weniger die Mitte überspielt wurde desto weniger Gefahr besteht für das eigene Tor. Sich da nur auf den letzten Pass zu verlassen wird schnell gefährlich.

    Aber richtig sind natürlich die Hinweise darauf, dass am Ende die Provo-Regeln die Spieler möglicherweise daran hindern, dass in der tatsächlichen Situation eigentlich richtige zu tun (z.B. nach Balleroberung schnell nach vorne zu spielen, bringt in dieser Spielform tatsächlich erst mal nichts).

    Provokationsregeln gehören auch eher in Spielformen ohne Spielrichtung und Tore (Positionsspielformen wie el rondo etc.). Dort kann man das Spiel zu einem gewissen Grad "verfälschen", um bestimmte Prinzipien zu fokussieren. Über Rückpassverbote (nach Pass zu einem Mitspieler darf dieser nicht direkt zum Passgeber zurückspielen) vermittle ich etwa das Spiel über den Dritten. Oder ich baue ein Feld mit sechs Zonen auf, die bespielt werden müssen ("bespielt" heißt, dass innerhalb einer Zone ein Pass zu einem Mitspieler gelangt), um Punkte zu machen. Damit schule ich Strukturbildung in engen Räumen und Stressresistenz.


    Das, was ich in diesen Positionsspielformen mache, will ich dann in einer freien Spielform ohne Provokationsregeln (X vs. X auf Tore) sehen.

    Interessanter Gedanke. Hatte für das nächste Training an eine Spielform mit einer oder mehreren One-Touch Zonen gedacht. Könnte man tatsächlich mal ohne Tore als Ballhaltespiel vorschalten und dann in einer Spielform mit Toren einfordern, soweit es die Situation hergibt. Ansonsten darf 'normal' gespielt werden. Mal gucken wie das läuft.

    Genau deswegen bin ich dazu übergegangen, mit solchen „Bonuspunkten„ vorsichtig zu sein.

    Ich will ja kein „Verhalten“ in der F- oder E-Jugend antrainieren sondern nach Möglichkeit die richtige Entscheidungsfindung schulen!


    Was ich damit sagen möchte:

    Das Abkappen oder auch sonst jede Art von Finte soll ja nicht Zweck zum Selbstzweck sein sondern mir einen Vorteil bringen und die Spielsituation ändern...

    Die Frage, inwieweit Spielprovokationen sinnvoll sind oder sogar kontraproduktiv sein könnten treibt mich momentan auch sehr um. Insbesondere da ich für meine (Erwachsenen)Mannschaft beschlossen habe, für diese Vorbereitung fast ausschließlich auf Spielformen zu setzen.

    Gestern habe ich zwei Spielformen gemacht, einmal mit einer 'Torabschlussbox' (d.h. ein Tor zählt nur bei vorherigem Pass auf einen mitgelaufenen Spieler in eine bestimmte Zone vor dem Tor), das lief sehr gut, vermutlich da es dem 'normalen' Fußballspiel sehr nahe ist.


    Bei einer zweiten Spielform wird mit Hütchen eine Längslinie von einem Tor zum anderen abgetrennt. Ein Tor darf nur erzielt werden, wenn die Mannschaft, die in Ballbesitz ist vorher diese Linie 3 x mit Pässen überspielt hat. Ziel des Spiels ist die mehrmalige Verlagerung, was am besten durch eine Spielberuhigung (hinten rum....) erreicht werden kann.

    Während einige das Ziel sehr gut umsetzen haben, hatte ich bei anderen den Eindruck, das solche Provokationen nur 'nerven' und die Frage kommt auf, ob wir auch noch 'richtig' spielen.


    Ich habe auch schon früher mal in einer Jugendmannschaft bei einer sehr dominanten Spielerin die dann ja beliebte Provokation ausgegeben, das diese Spielerin selbst kein Tor erzielen darf. Nur war leider die Gegnermannschaft so clever, diese Spielerin gar nicht mehr anzugreifen, da die ja eh auf eigene Faust nichts machen konnte. Im Ergebnis konnte ich die Provokationsregel wieder kassieren. War dann ein einmaliges Experiment.


    Der Hinweis das die Provokationsregel kein Selbstzweck sein darf, sondern die Auswirkung auf das Spielgeschehen von allen nachvollziehbar sein muss, ist extrem wichtig. Das muss auch immer mitkommuniziert werden.

    Quelle?


    Auf der Pressekonferenz eben gerade heißt es: Feste Kleingruppen, also NUR Training. Und die neue Verordnung gilt wohl auch erst ab 13.07.


    Ich bin gerade schon wieder bedient...:thumbdown:

    Moin, leider komme ich oft erst in der Woche wieder dazu, mich im Forum zu beteiligen. Die Quelle war leider nur ein kurzer Bericht in den Sportseiten der Lokalzeitung. Wenn ich den Text oben richtig deute dann dürfte es sich tatsächlich nur um Training handeln '.....feste Kleingruppen von nicht mehr als 30 Personen.......'. Immerhin Training ohne Kontaktbegrenzung, ist ja auch schon mal was.

    Bei uns im Verein sind erste Testspiele der Ersten Herren und Ersten Damen in der Platzbelegung gemeldet, aber klar ist das vorher die Öffnung für Freundschafts-/Testspiele per Verordnung eindeutig zugelassen sein muss. Das ist lt. unserem Verein noch nicht so, die Termine werden nur vornotiert.

    In Niedersachsen soll es jetzt ganz schnell gehen. Heute waren die ersten Veröffentlichungen in der Zeitung. Ab Montag alles wieder erlaubt in Gruppen bis max. 30 Personen. Auch Testspiele. Dürfte bedeuten dass pro Mannschaft 15 Spieler dabei sein können. Mal schauen was in der Landesverordnung ab Montag steht. Zuschauer sind kein Problem, solange Abstände eingehalten werden.

    Also ich finde Flanken im Fußball samt Abnahmen sind mit das technisch Anspruchsvollste was man beim Torabschluss trainieren kann. Insofern finde ich, das es immer mal zum Trainingsprogramm gehören sollte, schon aus technischen Gesichtspunkten.


    Ob es im Spiel häufig zu Toren kommt nach Flanken ist mir da eher egal. Und bei den Damen dürfte die Art der Torerzielung noch viel seltener sein als bei den Herren.

    Bezirksliga Damen Team, Nds.

    Wir hoffen aktuell auf Testspielmöglichkeiten, angeblich ist das was in Planung. Punktspielstart ist nicht gesetzt.


    Wir trainieren aktuell 2 x die Woche. Da ich selber ab dem 16.7.2020 Urlaub habe werde ich vermutlich 1 oder 2 Wochen nicht trainieren im Sommer, schon alleine um häuslichen Ärger zu vermeiden, meine Frau meint Urlaub musss auch mal richtig Urlaub sein, wie immer hat sie Recht.

    Aber ansonsten möchte eigentlich ungern weitere Trainingseinheiten und Testspielmöglichkeiten ausfallen lassen. Die Corona-Pause war lang genug, da möchte ich jetzt mitnehmen was geht. Wer weiß wie lange es anhält. Die Urlaubsplanung ist bei den Spielern ja auch nicht so wie sonst, und die Lust auf Fußball ist nach der langen Zwangspause auch da, jetzt muss ja keine lange Saison 'verkraftet' werden.

    Eine schöne Schnellübersicht. Werde ich in der Tat unserem Obmann schicken, mit dem hatte ich gestern Abend ein längeres Telefonat. Es ist für einige sehr irritierend, wenn man ausdrücklich erklärt in der Vorbereitung auf Ausdauerläufe zu verzichten. Da ruft dann auch schon mal jemand vom Vorstand an.

    Natürlich kann man Ausdauerziele auch durch reine Laufeinheiten erzielen, dass steht ja nun nicht in Frage. Aber warum nicht was nutzen was

    a) auch Fußballtaktisch schult

    b) Bock macht

    warum alle U19 und U17 Bundesliga Teams einen oder mehrere Athletik-Trainer haben?


    Ich glaube dass hier viel aneinander vorbei geredet wird. Wenn ich z.B. schreibe dass es bei mir keine 'Turnschuh-Laufeinheiten' gibt dann meine ich damit nicht, dass ich nicht auch dem Thema Stabilisationsübungen eine gewisse Zeit widme, und wenn es nur 10-15 Minuten in einem Training ist. Oder das mal ein Block Intervallläufe durchgeführt wird oder eine andere Form des HIT-Trainings ohne Ball.

    Gerade im Bereich der Athletik/Stabilisation ist ja auch der Effekt der Verletzungsvorbeugung nicht hoch genug zu einzuschätzen und immer sinnvoll.


    Aber die eigentliche Grundlagenausdauer muss bei mir aus den Spielformen kommen (oder sie kommt eben nicht.....), weil eine andere Arte des Grundlagentrainings betreibe ich nicht. Und das war ja mal die Ausgangsfrage, wie erziele ich Fußballspezifische Grundlagenausdauer bzw. kann man auf isolierte Lauf-/Grundlageneinheiten verzichten. Und das glaube ich nach allem was ich so lese und trainiere ganz sicher.


    Ich rede dabei von einer Trainingstaktung von 2 x die Woche 1,5 Stunden plus einem Testspiel in der Vorbereitung. Mehr als 3 Einheiten die Woche würde ich auch auf Bezirksebene aus verschiedenen Gründen nicht ansetzen wollen. Und da halte ich intensive Spielformen für das effektivste Mittel, da mehrere Ziele gleichzeitig erreicht werden können.

    Der NFV hat am Samstag, 27.6.20, den Saisonabbruch beschlossen. Im Rahmen der Pressemitteilung wurde, wie ich finde in einer sehr bemerkenswerten Weise, auf die Infektionsgefahr beim Fußball eingegangen:

    ..."verwies der NFV-Präsident auf Studien aus den Niederlanden und der Schweiz, die belegen, dass beim Fußballspielen im Freien eine Übertragung relativ unwahrscheinlich ist. Unterfüttert wurden diese Aussagen durch Erhebungen zur Kontakthäufigkeit bei einem Fußballspiel unter freiem Himmel. .....Untersuchungn weisen darauf hin, dass Fussball, anders als Boxen oder Ringen zum Beispiel, keine Kontaktsportart im Sinne langanhaltender, statischer Ganzkörperkontakte mit hohem Infektionsrisiko ist. Vielmehr ist Fußball eine Sportart mit Kontakt über wenige Sekunden mit geringer Kontaktfläche. Vor diesem Hintergrund scheint es vertretbar, die Einschränkungen des Fussballspielens im Freien komplett aufzuheben."


    Mal abgesehen von der positiven Botschaft, die davon ausgeht (und die hoffentlich zu erheblichen Lockerungen in Nds. führt, womöglich sogar wieder zu Testspielmöglichkeiten etc.), ist denke ich der differenzierte Ansatz sehr wichtig. Wo infiziert man sich, wo eher nicht. Nach neueren Pressemitteilungen soll ja z.B. die Häufigkeit von Infektionen in der Fleischverarbeitung erheblich mit der Steuerung der Klimaanlagen zu tun haben. Wenn ich es richtig verstanden habe wird die abgesaugte Luft nicht nach außen geführt, sondern gekühlt wieder 'eingeblasen', so dass die Viren munter zirkulieren können.

    vangaalsnase


    Ich rede von Leistungsfußball. Da gehört die Kreisliga nicht dazu.

    Ich habe im Pokal schon gegen "Spitzenteams" der Kreisliga gespielt, die holten das Triple ( Meisterschaft in ihrer 10 Mannschaften-Liga, Kreispokalsieg und Hallenmeisterschaft) und haben von meiner B-Elf in 90 Minuten ein 8:0 bekommen. Sie kamen kaum über die Mittellinie und meine Jungs haben mit 60-80% gespielt.

    Aber doch wohl eher nicht weil Deine Jungs in der Grundlagenausdauer besseres Training gemacht haben, sondern weil sie ohnehin als Leistungsmannschaft individuell (athletische und fußballerische Anlagen) ganz anders aufgestellt sind. Da kann man doch schon die Auswahl der Spieler nicht mit einer Dorfmannschaft vergleichen, die mit einem sehr guten Jahrgang mal im Kreis ganz oben ist.


    Also ehrlich gesagt überrascht mich Dein vehementes Eintreten für Grundlagenausdauer-Training ohne Ball. Ich habe letztens nochmal ein Interview von Arrigo Sacci gelesen, der schon in den 80'er Jahren Ausdauer über Spielformen trainiert hat und einer der Vorreiter dieser Sichtweise war. Prämisse ist dabei natürlich eine hohe Intensität, die der Belastung in den Spielen sehr nahe kommen soll.


    Ich für meinen Teil plane keinerlei Trainingseinheiten als Laufeinheiten, die Turnschuh-Einheiten gibt es bei mir nicht. Und ich behaupte mal im Rückblick über die letzten 2 Jahre auf Bezirksebene, das wir kein einziges Spiel wg. mangelnder Physis verloren haben. Eher wg. Dinge, die wir noch mehr in Spielformen (Stichwort konkrete Spielziele) angehen müssen.  

    Ich bin Trainer einer Damenmannschaft (Dorf-SG, 1. Damen Bezirksliga u. 2. Damen Kreisklasse) und seit langem im weiblichen Zweig des Fußballs tätig von E-Juniorinnen bis rauf zu den Damen. Von daher ist mir die Geringschätzung, die dem Damen- und Mädchenfußball entgegen gebracht wird, sehr bekannt. Ist meiner Meinung nach hauptsächlich ein kulturelles Ding, da wird von vielen der Fußball als letztes Refugium der Männlichkeit verteidigt, wo Frauen und Mädchen als Aktive nichts zu suchen haben (.......ist doch kein richtiger Fußball......)


    Aber selbst als Damentrainer kann ich verstehen, dass sich zu hochklassiger und damit auch finanziell aufwändiger Damenfußball für die Vereine einfach nicht rentiert. Dafür ist das Zuschauerinteresse und damit die Möglichkeit, das Einnahmen und Sponsoren generiert werden, einfach zu gering. Warum auch immer, es ist müßig darüber nachzudenken. Es gibt ja auch Länder wo Damenfußball stärker nachgefragt wird, aber hier ist es z.Zt. nunmal so.


    Der o.g. Verein sollte sich schämen. Eine Entscheidung, nicht weiter hochklassig spielen zu wollen, weil es zu sehr ins Geld geht (das dürfte der wahre Grund der Abmeldung sein), ist ja eine Sache. Aber gleich auch die 2. Damen mitabzumelden und die U 17 ist m.E. wirklich ein Skandal. Jedem Vereinsmitglied, auch den weiblichen, sollte die Möglichkeit der Ausübung ihres Sports geboten werden. Welche Aufgabe hat ein gemeinnütziger Verein denn sonst ?