Beiträge von TomGB

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    Die Argumentation, dass ein Geimpfter andere infizieren kann, während dies bei einer ungeimpften, aber getesteten Person nicht der Fall ist, hängt mir aber auch zum Hals raus (bin selber auf dem Ordnungsamt und habe gerade den örtlichen Weihnachtsmarkt unter 2 G Bedingungen durchgeführt und nicht unter 3 G Bedingungen mit entspr. Diskussionen).

    Es geht NICHT NICHT NICHT um die Infektionsübertragung, sondern um die Auslastung der Krankenhäuser mit Corona Patienten. Und der Verlauf ist nun mal im Regelfall signifikant milder bei Geimpften im Verhältnis zu Ungeimpften, was die eventuell notwendige Versorgung im Krankenhaus deutlich herabsenkt bei infizierten Geimpften im Verhältnis zu infizierten Ungeimpften. Insofern ist es völlig Richtig, dass 2 G zunehmend der neue Regelfall werden wird, damit eben kein Lockdown und ein völliges herunterfahren von Aktivitäten mehr droht.


    Zumal das Argument mit der Testung ja nur zieht, wenn ständig und immer vor jeder Aktivität getestet wird. Und das kann ja auch nicht die Zukunft sein auf Jahre hinaus.......

    Bei Marius Wolf war es so, dass er bei Hannover 96 schon aus dem Profikader aussortiert war und nur noch bei der Reserve bzw. Nachwuchsmannschaft gespielt hat. Dann ist er, einfach weil Verantwortliche zufällige Kontakte über drei Ecken zueinander hatten, von Eintracht Frankfurt angefragt worden. Heute ist er DFB-Pokalsieger mit der Eintracht und Spieler beim BVB. Einfach nur weil bei der Eintracht Leute waren, die ihn aus früheren U-Mannschaften kannten und ihm den Sprung in den Profibereich noch zutrauten. Sind jetzt alle Verantwortlichen bei Hannover 96 oder diverser anderer Mannschaften und deren Scouts blind ? Doch wohl kaum. Es geht einfach extrem eng zu im Flaschenhals, und der Anteil der Aussortierten ist naturgemäß um ein zigfaches höher als die Spieler die es schaffen. Es liegt in der Natur der Sache dass die Unterschiede und damit die Perspektiven auch für ausgewiesene Fachleute auf dem Niveau nicht mehr so deutlich erkennbar sind.

    Ich lese, nein ich verschlinge gerade das Sachbuch von Ronald Reng "Der große Traum - Drei Jungs wollen in die Bundesliga".
    Da wurde der Weg von drei Jugendspielern durch die NLZ Eliteschmieden sehr akribisch und unterhaltsam nachgezeichnet. Einer (Marius Wolf) ist heute tatsächlich Profi, die anderen beiden haben es nicht geschafft.

    In diesem jahrelangen Aussiebungsprozess kommt es massenhaft zu Härtefällen, denen natürlich auch subjetive Einschätzungen zu Grunde liegen, und vieles ist dem Zufall unterworfen.

    Danach kann man sich Diskussionen über die Verantwortung von NLZ oder anderen sog. "Azubi-Mannschaften" wie die U21/23 von Profimannschaften gegenüber den Spielern sparen. Eine Eliteschmiede hat nur eine Verantwortung: nach oben in den Profibereich abzuliefern. Nur dazu sind sie da, nur dazu sind sie geschaffen worden. Es geht ganz sicher nicht um eine verantwortungsvolle Förderung aller Spieler, die dort aufgenommen sind. Dafür ist der Flaschenhals nach oben auch viel zu dünn. Zudem wollen i.d.R. natürlich auch die Trainer auf sich aufmerksam machen und im System aufsteigen und brauchen dafür auch Ergebnisse. Schon brutal das Ganze. Wenn ich sehe, was da auch an Trainernamen auftaucht, die später im Profigeschäft coachen durften, dann wird es durchgehend auch nicht an der Qualität der Trainer liegen. Es ist einfach ein Geschäft, keine pädagogische Maßnahme ein NLZ zu unterhalten.
    Diese Ausrichtung kann man sich fügen oder es sein lassen.

    Hallo, das ist eine gesellschaftliche Verantwortung. Sorry - absoluter .... was du da schreibst. Wir sprechen hier von KINDERN. Du findest eine ellenbogengesellschaft also gut. Genau das ist eben das Problem. Sorry diese Meinung finde ich einfach .... NICHT GUT!!!!

    Wo schreibe ich denn, das ich das gut finde ? Was liest Du denn da rein ? Meine Konsequenz wäre es sein zu lassen, bin absoluter Vertreter des Breitensports mit ensprechender Verteilung von Spielzeiten etc.

    Ich lese, nein ich verschlinge gerade das Sachbuch von Ronald Reng "Der große Traum - Drei Jungs wollen in die Bundesliga".
    Da wurde der Weg von drei Jugendspielern durch die NLZ Eliteschmieden sehr akribisch und unterhaltsam nachgezeichnet. Einer (Marius Wolf) ist heute tatsächlich Profi, die anderen beiden haben es nicht geschafft.

    In diesem jahrelangen Aussiebungsprozess kommt es massenhaft zu Härtefällen, denen natürlich auch subjetive Einschätzungen zu Grunde liegen, und vieles ist dem Zufall unterworfen.

    Danach kann man sich Diskussionen über die Verantwortung von NLZ oder anderen sog. "Azubi-Mannschaften" wie die U21/23 von Profimannschaften gegenüber den Spielern sparen. Eine Eliteschmiede hat nur eine Verantwortung: nach oben in den Profibereich abzuliefern. Nur dazu sind sie da, nur dazu sind sie geschaffen worden. Es geht ganz sicher nicht um eine verantwortungsvolle Förderung aller Spieler, die dort aufgenommen sind. Dafür ist der Flaschenhals nach oben auch viel zu dünn. Zudem wollen i.d.R. natürlich auch die Trainer auf sich aufmerksam machen und im System aufsteigen und brauchen dafür auch Ergebnisse. Schon brutal das Ganze. Wenn ich sehe, was da auch an Trainernamen auftaucht, die später im Profigeschäft coachen durften, dann wird es durchgehend auch nicht an der Qualität der Trainer liegen. Es ist einfach ein Geschäft, keine pädagogische Maßnahme ein NLZ zu unterhalten.
    Diese Ausrichtung kann man sich fügen oder es sein lassen.

    Ich war auch immer der Meinung, dass sich die Kondition in kleinen Spielformen mittrainiert und man da nichts spezifisches machen muss bzw. dafür wichtige Trainingszeit abgezwackt werden muss. In der D sowieso, aber auch bis hoch in den Erwachsenenbereich.


    Ein befreundeter Trainer, der bis hoch in die 2. Bundesliga aktiv gespielt hat (überwiegend aber 3. Liga/Regionalliga) und anschließend als Trainer von Kreisliga bis Landesliga gecoacht hat, ist der Meinung, dass er nach seinen Erfahrungen alleinig auf Spielformen erst so ab Regionalliga setzten würde. Vorher hätte man einfach das Problem, das in unteren Klassen bei vielen Spielern nicht die Motivation gegeben ist, alles zu geben in jeder Spielform und sich auch mal zu 'verstecken'. Und diese Spieler könnte er dann nur über reine Laufeinheiten mit entspr. Überwachung der Leistung fit bekommen.


    Da spricht er aber von Erwachsenenmannschaften und nicht von Jugendmannschaften, die hat er nie trainiert. Laufeinheiten würde ich auch bei Jugendmannschaften nie machen unterhalb leistungsorientierter A-Jugenden. Interessant ist der Gesichtspunkt trotzdem.

    Ich habe zwei sehr laufstarke und disziplinierte Spieler beide auf der rechten Seite. Ich würde den Flügel dann einfach in den Sturm schieben und den Aussenverteidiger in die Mittelfeldkette. Dann würden sich die restlichen drei, einfach zu einer dreier Abwehr bilden. Das ganze im Ballbesitz, defensiv müsste man dann wieder zurückschieben.

    Der Lehrmeinung nach sollte sich das Verschieben der Positionen ja nach der Ballseite richten, d.h. nicht immer der gleiche Verteidiger sollte ins Mittelfeld aufrücken sondern welcher Verteidiger nach vorne schiebt (und dementsprechend der andere Außenverteidiger nach innen einrückt) richtet sich nach der Seite des Spielaufbaus.

    Ich bin aber durchaus der Meinung, das feste Anordnungen unabhängig von der Ballseite etc. im Amateurbereich abweichend von der Lehrmeinung Sinn machen können. Schließlich steht wesentlich weniger Trainingszeit zur Verfügung, nicht jeder Spieler hat die erforderliche Mentalität und Power zum Mitmachen und und und. Besser was Einfaches gut machen als etwas Schwieriges klappt nicht. Wie sagte Jürgen Klopp: Wir brauchen nicht den perfekten Plan, aber jeder sollte den gleichen Plan haben.


    Grundsätzlich finde ich das die Option auf Wechsel zwischen Spielsysthemen immer Sinn macht, ist ja auch etwas woran man als Trainer und Mannschaft viel lernen kann. Ob die Mannschaft es wirklich stemmt, bei jedem Ballbesitzwechsel zu verschieben und ob das Ganze stabil bleibt wirst Du dann schon sehen. Prinzipiell kann ich der Idee viel abgewinnen, einer der zentralen Mittelfeldspieler sollte aber dann auch bei Ballbesitz eher defensiv denken, falls der Außenläufer mal Probleme hat mit der Rückwärtsbewegung.

    Flick hat ja gerade erst bei Bayern bewiesen, was ein Trainerwechsel bei gleichem Kader bewirken kann. Ich denke auch dass wir uns von der Qualität der Spieler her nicht verstecken müssen, sie müssen nur halt richtig eingesetzt sein. Da kann man jetzt Hoffnungen haben, dass sich was tut.

    .........aber es braucht eben auch einen guten Trainer, eine sehr gute Taktik.

    Und auf der Trainerposition und damit in Spieltaktik war Deutschland halt echt nicht vorne mit dabei.

    Das muss man einfach so klar sagen.

    Sehe ich genauso, dass ist m. E. der entscheidende Faktor warum es nicht für weitere Runden gereicht hat. Löw hat anfangs mit Klinsmann und danach mit Flick zusammen zwischen 2004 - 2014 eine Riesenentwicklung der Nationalmannschaft angestoßen mit klaren Ideen und Vorstellungen in der Spielweise, die umgesetzt wurden.

    Aber er war über den Zenit, mehr und mehr konnte man den Eindruck gewinnen, dass nur noch verwaltet und nichts mehr entwickelt wird. Das deutlichste Zeichen ist das Festhalten bei dieser EM an der Dreierkette statt in die Viererkette zu wechseln, damit eine klare Entscheidung für mehr Sicherung und defensive Stabilität statt mehr Anschub im Aufbauspiel. Offenbar hat ihn der Mut verlassen und er war einfach über den Zenit oder wie man es ausdrücken will. Das hätte es doch in den Jahren 2004 - 2014 nicht gegeben. Auch die späten Wechsel kann man dafür als Zeichen nehmen. Ich denke ein Trainer mit Mut hätte den Musialla gegen die Engländer von Beginn an rangelassen oder zumindest frühzeitig gegen Werner gewechselt. Warum denn nicht, der Junge hat doch gesprüht vor Kreativität und Tatendrang in den paar Minuten die er ran durfte vorher. Wobei ich jetzt keine Personaldiskussion über einzelne Spieler führen will, einfach mal als Beispiel für die Wandlung Löws von einem innovativen, angriffslustigen Trainer zu einem Sicherheitstrainer.

    Aber man bekommt als Belohnung, die leichte setzthälfte.

    Spanien, Frankreich, Portugal, Italien, Spanien und Belgien können alle erst im Finale Gegner werden.

    Das ist in der Tat unglaublich, wenn wir nicht viel erreichen sollten dann liegt es jedenfalls nicht am Turnierbaum. Da ist - im Gegensatz zu vielen anderen Dingen - alles richtig gut gelaufen.


    Das uns offensiv vieles schwerfallen würde gegen die Ungarn und es mühsam wird, da konnte man mit rechnen. Aber das wir hinten derartig anfällig sind gegen eine offensiv doch recht beschränkte Mannschaft, das ist unheimlich schlecht. Das hat tatsächlich phasenweise an das Ausscheiden gegen Südkorea erinnert, das hätte ich vorher nicht für möglich gehalten das die Ungarn mit Kontern derartig einfach durchkommen. Und da reagiert Löw als Trainer viel zu spät finde ich, etwas das überhaupt nicht funktioniert kann man doch nicht 3/4 des Spiels durchlaufen lassen.

    Letztendlich hat Frankreich aufgrund der höheren Qualität verdient gewonnen. Deutschland hat es im Rahmen seiner Möglichkeiten gut gemacht und mit etwas Glück und günstigerem Spielverlauf wäre vielleicht mehr drin gewesen.

    Empfinde ich genauso. Man hofft ja immer auf ein gutes Spiel und einen Sieg der eigenen Mannschaft. Aber mal ganz ehrlich, befürchten konnte man doch angesichts der Qualität der Franzosen auf allen Positionen auch einen Rückschlag wie gegen Spanien, gesehen haben wir eher eine Fortschritt Richtung stabiles Spiel. Das offensiv nicht viel ging, na ja das liegt auch in der Natur der Sache bei dem Rückstand und der Spielanlage der Franzosen.

    Man sollte aber auch nicht unerwähnt lassen, dass dem 0:1 eine Fehlerkette von Kroos (zu passiv bzw. geistig abwesend), Rüdiger (zu ungestüm und von der falschen Seite her attackiert) und Kimmich (zu weit eingerückt und Gegenspieler laufen gelassen) vorausging, die man so in der französischen Defensive im ganzen Spiel nicht gesehen hat. (Übrigens wurde das Gegentor von Peter Hyballa im ZDF super analysiert.)

    Schade ist dabei vor allem, dass so ein Gegentor wegen "Abschalten" beim gegnerischen Einwurf erst gegen Lettland kassiert und anschließend von Löw klar angesprochen wurde. Warum sowas dann im ersten Spiel nach 20 Minuten passieren muss, verstehe ich beim besten willen nicht. An der Müdigkeit kann es ja nicht gelegen haben.

    Für mich ist bei der Analyse solcher Szenen (allgemein im Profibereich), wo die Zuordnung nicht stimmig ist, irgendwo eine Unwucht entsteht und ein Tor fällt, etwas ganz anderes interessant. Wenn man sieht, wie kleinste Unstimmigkeiten auf dem Niveau bestraft werden, müssten solche Spiele ja eigentlich 7:7 oder 6:4 ausgehen. Tun sie aber nicht, weil die Tür eben nur ganz selten mal aufgeht. An sich ja auch ein Zeichen dafür, auf welchem Niveau ansonsten verteidigt wird. Ein Gegner auf Profiniveau verzeiht da nichts. Gesehen wird aber immer nur die eine Szene wo die Tür mal aufgeht.

    Dem kann man folgen, aber wenn das Training gut war, wieso lässt sich der Vorstand dann derart überreden.

    Weil der Vorstand vermutlich gar nicht beurteilen, wie das Training ist und völlig andere Überlegungen im Vordergrund stehen. Ich kann mir jedenfalls aus meinen Erfahrungen im durchschnittlichen Dorfverein nicht vorstellen, dass sich der Vorstand die Mühe macht sich ein E-Jugend oder D-Jugend Training anzuschauen um anschließend Trainereinteilungen nach Qualität zu machen. Das läuft i.d.R. doch wirklich anders.

    Wie ist das wenn sich ein Spieler mit langem Bein in den Ball 'wirft' und blockt, zählt das als erster Kontakt ? Dann müsste der Ball anschl. direkt rüber gespielt werden ?

    Bei meiner Übung wäre das Blocken ein Kontakt. Und wenn mit Direktspiel gespielt wird, wäre das dann ein Punkt für den Gegner. Das Empfehle ich aber ganz stark nur für höherklassige Teams oder Senioren. Wir haben das bislang nur mit zwei Kontakten gespielt (und der Ball durfte nicht gestoppt werden), das war damit ganz gut.


    Aber das Gute ist ja: aus der Idee kann sich jeder das basteln, was zu seiner Mannschaft und dem Können passt.

    Danke, werde ich einfach mal ausprobieren. Nicht zu fassen, nach x Monaten wieder auf Platz. Hoffen wir mal das die Impfungen eine Wiederaufebben im Herbst verhindern.

    Warum "Tennis"? Statt über ein Netz muss der Ball zwischen den Hütchen durch. Und statt einmal auf den Boden aufzukommen, darf der Ball nur ein (oder zweimal) berührt werden. Ziel ist es, den Gegner zu Fehlern zu zwingen und dadurch Punkte zu mac


    Vergangene Woche habe ich folgendes mit meinen Mädels gemacht: ich nenne es mal "Flach-Tennis" - kam so gut an, dass wir es 2/3 des Trainings gemacht haben und die Mädels sogar auf die abschließende Torschuss-Übung verzichtet haben, um noch eine Revanche austragen zu können.

    Wie ist das wenn sich ein Spieler mit langem Bein in den Ball 'wirft' und blockt, zählt das als erster Kontakt ? Dann müsste der Ball anschl. direkt rüber gespielt werden ?

    Klaro! Es waren E- und D- Mädels und das Feld war in etwa 8x16 m


    Würde mir als Mitglied der Frauenmannschaft aber sicherlich auch Spaß machen 🙃 besonders, wenn die Fähigkeiten für normales Fußballtennis limitiert sind 😆😆😆

    Danke ! Bin mal gespannt wie das ankommt, ich glaube ich probiere das aus. Gerade jetzt beim Wiedereinsteigen sind lockere Spielchen nicht verkehrt auch bei den 'älteren' Semestern:)

    Eine sehr amateurhafte Handskizze 😆


    Wir haben es am Ende so erweitert, dass man einen Punkt erzielt hat, wenn der Ball beim Gegner über die gelb markierte Linie ins Aus gespielt werden konnte.


    Nach dem Spielen in die gegnerische Hälfte kam der Sprint um das hintere Eckhütchen (rosa

    Kannst Du noch sagen welche Altersklasse das war und mit welchen Abmessen gespielt wurde ?

    Dürfen mit den Damen nächste Woche erstmalig wieder trainieren, LK Vechta endlich kein Hotspot mehr, und das verspricht Laune

    Ehrlich ! Was da abgeht ist eine Zerstörung des Fußballs komplett. Aus meinen Erfahrungen sage ich jetzt mal dass wir bald einen Vereinssport wohl so nicht mehr sehen werden, denn diese Auswirkungen werden sich bis in Vereine auswirken.

    Das glaube ich nicht. Da muss man den Profisport schon trennen vom Amateursport. Warum sollte z.B. ich als Trainer, der Bock hat 3 x die Woche auf dem Platz zu stehen, mein Engagement abhängig machen von solchen Entwicklungen in den obersten Profiebenen ?
    Und auch meinen Spielern, die Bock haben in der Kreis- oder Bezirksliga mitzumischen, dürfte das herzlich egal sein.

    Ich glaube auch, dass eine Europäische Liga auf Dauer kommen wird. Aber dann bitte mit ordentlichen Auf- und Abstiegsregelungen aus den 1. Ligen Europas. Das wird noch spannend genug, da einen vernünftigen Qualifikationsmodus zu finden. Aber bitte durch einen Verband, nicht durch die Top-Klubs selbst.


    Ich denke auch nicht, dass die beteiligten Mannschaften dann noch parallel in den nationalen Ligen spielen sollten und die Meisterschaften dann teilweise im Vorbeigehen abgrasen wie momentan der FC Bayern. Die Schere zwischen den Top-Vereinen und den Mannschaften, die in den jeweiligen nationalen Ligen verbleiben, wird vermutlich nicht eben kleiner werden. Dafür ist es ein Schritt dahin, dass in den nationalen Ligen wieder ein echter Kampf um Platz 1 möglich wäre. Natürlich wird man dann auch damit leben müssen, dass durch eine europäische Top-Liga die weiteren europäischen Wettbewerbe entwertet werden. Aber mal ehrlich, z.Zt. kann man sich die CL ja bis zum Viertelfinale auch fast schon sparen.

    Ich glaube so langsam würde es dem Fussball richtig gut tun wenn einige der so genannten "großen" Clubs mal richtig für Ihre teilweise katastrophale und oft auf endlose Schulden basierende Finanzpolitik auch grade stehen müssten.

    Exakt. Das wäre mal ein Schritt in die richtige Richtung. Von Rechts wegen müsste z.B. Real Madrid vermutlich längst Insolvenz anmelden oder zumindest kleinere Brötchen backen bei Ablösesummen, Spielergehältern etc., statt dessen sind sie einer der Haupttreiber in Richtung mehr, mehr, mehr. Da passt überhaupt nichts mehr zusammen.

    Ganz im Ernst, wir lassen uns seit Jahren von den Verantwortlichen immer mehr aufzwingen. Fußball am Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag. Und dann auch noch zu unterschiedlichen Zeiten. Und dann auch noch bei unterschiedlichen Anbietern. Aber der Kunde wünscht das ja. Merkt ihr was? Wir sind keine Fußballfans mehr, wir sind Kunden geworden. Und hier wird referiert über Top-Wirtschaftsunternehmen à la FC Bayern, Real Madrid und PSG. Wieso akzeptiert ihr das so mir nichts, dir nichts?

    Weil den Entscheidern dieser Wirtschaftsunternehmen die Meinung von Fans am Arsch vorbei geht. Generiert ein Projekt Geld, wird es gemacht. Schon die Einführung der CL war doch eine Konzession an die großen Vereine, damit durch mehr Spiele mehr Geld eingenommen werden kann. Erst recht die Aufblähungsreformen. Da ist die Super Legaue nur ein letzter konsequenter Schritt, dann ist man mit dem Elend durch.

    Da kann ich für mich nur die Entscheidung treffen, 0,- € für Sport-Bezahlsender zu investieren und auf den Hochglanzfußball zu verzichten. Nur mangelnde Nachfrage wird da was ändern, keine Proteste. Oder meinst Du in der JPMorgenBank oder wie der künftige Sponsor heißt interessiert das jemanden wenn in Liverpool vorm Stadion Trikots verbrannt und Banner aufgehängt werden ?

    Die Großklubs sind zunehmend international fokussiert, haben längst mehr Interesse an Fans in Asien und Afrika als in der eigenen Stadt.

    Ich fürchte, diese Entwicklung wird nicht aufzuhalten sein. Die Formel 1 funktioniert ja auch als globale 'Zirkusveranstaltung', womöglich wird es mit einer Liga der stärksten Fußballteams nicht anders sein. Was das mit dem nationalen höherklassigen Fußball macht, keine Ahnung. Aber ich bin auch schon in einem Stadium, das mich das nicht mehr wirklich interessiert.

    Der Fußball steht meiner Meinung nach in 10 Jahren vor dem aus.

    Der Fußball als Sport steht nicht vor dem aus. Eher die Frage, ob das eine oder andere Geschäftsmodell im Profisport wieder eingedampft wird, umstrukturiert werden muss oder sonst was. Aber was hat die Begeisterung, selbst dem Ball nachzujagen und auf dem Platz zu stehen, mit diesem ganzen Profigedöns zu tun ? Der Amateursport ist da völlig von unbeleckt, zumindest werden hier vor Ort keine Spieler im Dorfverein aufhören weil sich da jetzt eine Super Liga gründet oder auch nicht.