Beiträge von TomGB

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    Damen-Bezirksliga, Dorfverein. Für das Trainerteam gibt es einmalig im Jahr einen Umschlag mit 500,- €. Egal ob man es alleine oder zu dritt macht. Ich glaube damit sollten zumindest die Fahrtkosten einigermaßen wieder drin sein, aber mehr auch nicht. Aber wie einige schon geschrieben haben, es ist ein Hobby, und im Damen- Amateurbereich kann man sowieso mit kaum was rechnen, weder als Spieler noch als Trainer. Aber zumindest stimmt die Infrastruktur, Trainingsmöglichkeiten und -material und sonstige Unterstützung durch den Verein ist absolut o.k., das ist im Damenbereich nicht überall so.

    Nach Hamburg bricht auch Schleswig-Holstein die Fußballsaison ab. Kommt gerade auf Fupa


    Finde ich aber ganz vernünfig. Hoffe der NFV macht das auch. Besser Training und Testspiele - soweit vor Ort möglich - ohne großen Druck zum Wiedereinstieg als viel Streß weil unbedingt noch gewertet werden soll. Und man guckt dann wieder jeden Wochentag ob das Spiel am Wochenende stattfinden darf oder doch abgesagt wird. Kann mich noch gut erinnern an die Nerverei in der Hinrunde.

    Sehe ich genauso. Als Trainer für nur noch ein unmittelbar anstehendes Turnier kann er alle Personalentscheidungen dem möglichst erfolgreichen Abschneiden bei dem Turnier unterordnen, die Entwicklungen danach müssen ihn nicht mehr interessieren. Im Grunde doch eine absolute Luxussituation für einen Trainer, er kann doch jetzt sehr befreit agieren.

    Allerdings mussten wir als Mannschaft dem ein oder anderen Kollegen schon klar machen, dass diese Form von Training fürs Team nur dann erfolgreich ist, wenn jeder Mitspieler das Angebot sich zu bewegen und zu verausgaben auch aktiv annimmt ;)
    Dementsprechend ist es bei älteren Jahrgängen natürlich manchmal etwas einfacher mit isolierten Konditionseinheiten dafür zu sorgen, dass alle Spieler mit der nötigen Intensität dabei sind.


    Dieses Jahr hatte ich das erste Mal die Rückmeldung einer Mannschaft, die gerne mehr isoliert laufen würde, weil die Spielerinnen das Gefühl haben, nur mit Spielformen nicht ausreichend vorbereitet zu sein.

    Ich bin ja auch ein Freund davon, die Mannschaft in bestimmte Entscheidungen und Prozesse einzubeziehen. In diesem Punkt würde ich allerdings keine Kompromisse zulassen. Weil das ein Punkt ist, bei dem ich zu 100% überzeugt bin dass es einfach in jeder Hinsicht besser ist. Da kommen wir dann zu einer Eigenschaft die ein guter Trainer haben muss. Es reicht nicht, nur das Wissen zu besitzen. Man muss auch in der Lage sein, das Team für die eigenen Ideen zu begeistern. Mit meiner (ist ja eigentlich nicht meine) Trainingsphilosophie stieß ich auch meistens auf viel Skepsis, konnte aber zumindest die Spieler (ganz im Gegenteil vom Vorstand) innerhalb kürzester Zeit überzeugen.

    Ist ja etwas Off-Topic, geht hier ja um die Frage zieht man als Trainer zu 100 % seine Linie durch oder geht man Kompromisse ein und nicht speziell nur um die Form des Ausdauertrainings. Aber sehr interessant und für mich gerade sehr wichtig. Nach etlichen Jahren im Jugendbereich und Trainer der weniger ambitionierten 2. Mannschaft bin ich seit 2 Jahren Trainer der 1. Mannschaft, wo Spielerinnen und auch der Vorstand sich schon mehr damit auseinandersetzen was im Training gemacht wird. Ist ja auch schön, aber mitunter anstrengend. Bin immer noch dabei, meine Linie zu finden, die permantenten Corona-Pausen machen es nicht besser. Im Grunde ist ja in 2 Spielzeiten insgesamt 1 Halbserie gespielt worden an Pflichtspielen.......

    Während mir die Meinung des Vorstands (der überwiegend spielformbasiertes Training eher kritisch sieht, alter Schlag) komplett am A.... vorbei geht, sieht das bei den Spielerinnnen und meinem Co. schon anders aus. Ich kann ja schlecht gegen die Mannschaft trainieren, gerade im unteren Amateurbereich wo es jeder nur als Hobby betreibt. Und ich will mich auch nicht komplett aufreiben und bin da diverse Kompromisse eingegangen, auch was z.B. die taktische Formation betrifft. Allerdings merke ich selber wie es mich in der Nachbetrachtung (jetzt ist ja viel Zeit) eher ärgert. Letztlich stehe ich ja als Trainer für den Auftritt der Mannschaft am Spieltag und dann sollten sich auch meine Ideen vom Fußball darin zu möglichst 100 % wiederfinden und nicht weichgespült sein. Aber wie sagt man: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, neben den Spielern sollte auch der Trainer eine Lernkurve haben.

    Spielformen beinhalten sehr häufig Intervalle und deswegen bin ich voll bei dir, eignen sie sich am besten. Ich habe meine Mannschaften noch nie ohne Ball laufen geschickt, wenn der Platz bespielbar war.

    Habe ich bislang auch so gehalten. Dieses Jahr hatte ich das erste Mal die Rückmeldung einer Mannschaft, die gerne mehr isoliert laufen würde, weil die Spielerinnen das Gefühl haben, nur mit Spielformen nicht ausreichend vorbereitet zu sein.

    Das kam für mich total überraschend, zu dem Zeitpunkt hatten wir eine sehr gute Vorbereitung gespielt und lagen nach den ersten Punktspielen (die wir damals noch machen durften) auch Punktemäßig im erwartbaren Plan, wir waren voll konkurrenzfähig und hatten ganz sicher keine körperlichen Probleme mitzuhalten.

    Ich kann mir das nur dadurch erklären, dass sie einfach anderes Training gewohnt waren in den Vorjahren und das einfach in den Köpfen festsitzt das zu einem gewissen Teil gelaufen werden muss.

    Naja, ich bin da anderer Meinung aber wir haben tatsächlich das Training etwas umgebaut mit solchen Anteilen. Fußball ist ja auch Kopfsache, wenn Spieler der Meinung sind es bringt sie weiter und sie brauchen es dann sollen sie es (zu einem gewissen Zeitanteil) auch haben (Erwachsenenmannschaft).

    Ich glaube Onlinetraining kann nur über einen sehr begrenzten Zeitraum funktionieren. Jedenfalls wenn es darum geht zumindest einen großen Teil der Mannschaft mitzunehmen. Nach sehr gutem Beginn zu Anfang des Lockdowns ist es bei uns mehr oder weniger eingeschlafen, wobei es einen harten Kern von 5-6 Spielerinnen gibt die komplett durchziehen. Aber die verstehen sich womöglich auch privat am Besten und wollen das auch als Kontakt nutzen denke ich.

    Wir haben in der letzten Woche einen Neuanfang gesetzt mit Trainingskontrolle, da jetzt schon lange nichts mehr passiert ist und wir irgendwo auch ein Signal senden wollen das es die Mannschaft noch gibt. Dabei ist es ein rein körperliches Training mit Stabis, Kräftigung, Dehnen, nichts mit Ball. Die Spielerinnen sollen jetzt zumindest einen von zwei Terminen in der Woche wahrnehmen und zusätzlich einmal für sich laufen, auch das soll dokumentiert werden mit Laufapp etc.

    Lässt sich erstmal wieder gut an, wobei wir natürlich auch alle hoffen dass man sich damit auf einen 'echten' Trainingsbeginn vorbereitet. Dauert das zu lange, dann glaube ich nicht dass sich der Schwung durchhalten lässt.

    Bei Profis wird denke ich zuwenig Plan eher der Grund für Mißerfolg sein als zuviel Plan. Dennoch stellt sich m.E. die Frage, wieviel Taktik ist vom Profibereich auf den Amateurbereich übertragbar, was kann man von Freizeit-/Hobbytruppen wirklich verlangen und wo wird es zuviel. Denn letztlich steht viel weniger Zeit für alles zur Verfügung, die Beteiligung ist auch nicht immer bei 100 % und und und. Da kann es schon eher mal überfrachtet werden.

    Ich verstehe die ganze Dramatik nicht.


    Was soll uns das bringen, uns hier gegenseitig angebliche politische Standpunkte vorzuwerfen und über Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus zu streiten, als wenn auch nur irgend etwas dadurch an den Rahmenbedingungen geändert wird ?


    Natürlich hilft Dampf ablassen auch mal, aber ich denke in diesem Forum sollte man sich immer wieder auf das besinnen, zu was dieses Forum eigentlich existiert: Der Austausch unter Fußballtrainern, um sich gegenseitig zu unterstützen und Anregungen zu finden für die tägliche Arbeit auf dem Platz.


    Es geht nicht darum, hier heile Welt zu spielen. Ich höre schon die entsprechenden Vorwürfe kommen. Aber ob es uns gefällt oder nicht: realistisch betrachtet können wir uns hier nur mit den Auswirkungen der durch die Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen beschäftigen und versuchen, den Laden trotzdem irgendwie am laufen zu halten. Ich weiß nicht, was dieser ganze Eskalationszirkus in diesem Forum bringen soll. Frißt nur Zeit und Energie.


    Ach ja: Nachdem einige Ihren Austritt verkünden haben verkünde ich zur Abwechslung, das ich drinbleibe.

    Wenn es dem Ziel dient, überhaupt wieder ans Fußballspielen zu kommen, muss man vielleicht auch zeitlich befristet über ausschließlich kreisinterne Wettkämpfe nachdenken, bis wieder kreisübergreifend gespielt werden kann. Schon auf Bezirksebene sind mehrere Kreise vertreten, deren Inzidenzwert ja auch wieder auseinander liegen können. Und dann werden wieder Spiele abgesagt bei einem Inzidenzwert im eigenen Kreis von 30, während der Kreis des Spielgegners 85 hat oder so.

    Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass es als echte Alternative gehandelt wird, aber das wäre besser als null Perspektive für weitere x Monate. Wir haben z.B. bei den Frauen 5 Bezirksligisten und 2 Landesligisten im Kreis, die könnten eine eigene Kreismeisterschaft ausspielen und die Kreisklassisten und Kreisligisten auch eine (auch da sind bei den Frauen derzeit Kreise zusammen gefasst). So in Anlehnung an die Hallenkreismeisterschaften in der Jugend, ohne dass es um Aufstieg- und Abstieg geht.


    Wäre besser als nix.

    Nachdem der Stufenplan-Entwurf in NDS dem Breitensport ja wieder Hoffnungen machen konnte, ist das was nun der LSB NDS der Landesregierung vorschlagen will, ein echter Dolchstoß für den Amateursport......

    .....Frühester Einstieg für Training mit Kontakt, im freien, Ende Juli - kurz vor der Sommerferien in NDS.........

    ..........Der LSB scheint mit einer Inzidenz von unter 10 planen zu wollen, um ,,richtigen'' Sport wieder ermöglichen zu wollen. Wie ein Verband etwas vorschlagen kann, dass viele Sportarten und Vereine in seinem Landesverband quasi zerstört ist mir absolut schleierhaft......

    Der NFV hat auf diesen Vorschlag im übrigen mit Empörung reagiert.

    Das habe ich heute morgen auch gelesen. Das ist tatsächlich eine Katastrophe was der LSB Nds. da vorschlägt. Dann können wir die Tür am Sportplatz gleich dichtschließen, wo soll da noch Motivation herkommen.

    Es werden schon Alternativen gefunden werden müssen, trotz Inzidenzzahlen in einer gewissen Größenordnung unseren Sport ausüben zu können. Ganz verschwinden werden die Corona Viren nicht.

    2 Wochen Vorbereitungszeit ist schon fahrlässig. Da gibt es auch im Heimatsportteil der hiesigen Lokalzeitung genügend Trainerstimmen zu dem Thema, das das eigentlich nicht geht. Das sehe ich auch als zu kurz an, ich meinte das eher so dass ich -wenn es tatsächlich so kommt mit nur 2 Wochen zugelassener Trainingsarbeit am Platz vor einem Pflichtspielstart- davor ein paar Wochen schalten würde mit individualer Laufarbeit. Aber nicht jetzt monatelang ohne einen Ansatz wann es konkret wieder losgehen kann.

    Da ich eine Erwachsenenmannschaft trainiere und wir mit der 1. Damen auf Bezirksebene spielen (2. Damen Kreisklasse) gehe ich ohnehin davon aus dass die Damen der Ersten ein bisschen was für sich machen. Ich habe an sich eine läuferisch sehr fitte Truppe, ohne das da im Training große Schwerpunkte gesetzt werden.

    Viel offensichtlicher scheint mir, dass die Inzidenz mit der Jahreszeit und den herrschenden Temperaturen zusammenhängt als mit Lockerungen, die ein Vierteljahr zuvor stattfanden! Vielleicht sollte man einfach den Winter verbieten. :sleeping:

    Exakt so scheint es zu sein. Es wurde ja auch angeregt, in die Diskussionen nicht nur Virologen sondern auch z.B. praktische Kinderärzte, Hausärzte mit einzubeziehen. Nach deren Meinung ist eine Inzidenz von unter 50 in den kalten Monaten schlicht unrealistisch. Da muss es andere Wege geben um mit dem Virus zu leben. Hoffentlich ist das durch die sich verbessernden Impfmöglichkeiten irgendwann geregelt, sonst wäre regelmäßig in den kalten Monaten Schluss.

    und, so ehrlich muss ich sein, kann ich mich aktuell für das Thema nicht motivieren, wenn ich die Jungs erst wieder in 1-2-3-4 Monate sehe. Und dann ist schon wieder Sommerpause, und dann geht es in die nächste D-Jugend hoch...

    Ist bei mir ähnlich. Im Grunde kann ich mich immer mit Fußball beschäftigen, gedanklich ist man ja auch immer irgendwie dran. Aber bis wieder eine echte Perspektive zum Training draußen am Horizont erscheint, mag ich mich nicht mehr mit Skype- und ähnlichem Video Trainingsangeboten beschäfigten. Das machen die Mädels jetzt unter sich, bzw. der harte Kern der dabei geblieben ist, finde ich schon aus sozialen Gründen sehr sinnvoll. Aber Druck mache ich z.Zt. niemandem, gibt auch keine Teilnehmerlisten oder so. Auch das Verordnen von individuellen Laufeinheiten werde ich erst in Angriff nehmen, wenn ein Start draußen in Schlagdistanz kommt als Verletzungsprophylaxe etc. Ich glaube auch nicht, das die Mannschaften die jetzt Monate individuell 'durchlaufen' ohne echtes Ziel tatsächlich so einen großen Vorsprung haben vor Mannschaften, die ca. 4-6 Wochen vor einem Re-Start ins Training gehen. Wobei ich Erwachsene trainiere, dass muss ich dabei sagen.

    Gib eher um zu viel Ehrgeiz, spielteit zu laut usw. Hat sich aber gebessert und nichts mit den aktuellen Ereignissen zu tun.

    Hallo,

    hoffentlich hilft Dir das ein bischen:

    Mache Dir bitte keine Gedanken, was Du evtl. verbrochen haben könntest, oder auch nicht. Wenn die Chemie zum Vorstand oder der Jugendleitung nicht stimmt und Du keine Lobby im Verein hast, wird man, wie Du schon vermutest, Gründe finden.........

    kann ich so unterstreichen. Ich habe ein sehr schlechtes Standing zu unserem sportlichen Leiter, weil der vom 'alten Schrot und Korn' ist und ihm einfach ein spielformbasierter Ansatz in der Trainingsgestaltung mißfällt. Da werden dann auch immer wieder Kleinigkeiten für eine Kritik heran gezogen (etwa das die Orga von Testspielen nicht gut klappt mit der Schiedsrichteransetzung etc.pp), die man sich dann immer wieder anhören muss. Es geht aber nicht wirklich um diese Dinge, sondern grundsätzlich würde er mich lieber heute als morgen durch einen anderen Trainer ersetzen, der mehr isoliertes Lauftraining macht. An solchen Grundsätzlichkeiten kann man auch nicht wirklich was ändern, vielleicht liegt es bei Dir ja auch eher an einer Grundabneigung, aus welchen Gründen auch immer.

    Und als Trainer: die meisten wollen die Leidenschaft Fußball vermitteln.......


    Ganz allgemein: unser Leben wird nach Corona nicht mehr so sein wie vor Corona - und das wird nicht nur im Fußball so sein, sondern in allen Lebensbereichen. Es wird ein neues "normal" werden/geben........

    Finde ich ganz wichtig, sich soche Grundsätzlichkeiten mal deutlich vor Augen zu führen.

    Die Freude am Sport sollte doch der Ansporn und der Antrieb sein, nicht der Druck.

    wir haben das online Training in - zusammen etwas kochen - eingetauscht. Die Beteiligung War un einiges höher :-)


    Was wir schon gemacht haben: Crepes, toastsandwich, Nudelsalat.

    Nächste Woche kommt eine russische Spezialität ..bin schon gespannt.

    Richtig coole Idee !


    Wir haben auch erst mit guter Beteiligung angefangen, jetzt ist es sehr mau geworden. Aber ich werde den Teufel tun und in dieser Phase Druck ausüben. Sind doch alle genervt genug. Ich bin mir auch sicher, dass in der Mannschaftssportart Fußball eine mehrwöchige Vorbereitungsphase (die ja zugesichert ist) auf dem Platz immer ausreicht, eine ordentliche und aktive Mannschaft in den Wettbewerb zu bekommen, zumindest im Breitensport.

    Geplant war die 7'er Runde mit Hin- und Rückrunde und dann noch die Auf-/Abstiegsrunde. Also über 20 zu absolvierende Spiele. Zur Einsparung von Spielterminen kann man natürlich auch die 7'er Runde als Einfachrunde spielen und dann wie geplant eine Auf-/Abstiegsrunde, richtig. Die ersten Überlegungen gehen aber wohl eher nicht dahin. Vermutlich weil weiterhin ja völlig unklar ist, ob beide Staffeln rechtzeitig fertig sind um die weitere Runde zu beginnen vermute ich.

    Nochmal zum Post von mir ! Es ist klar das doch nicht alle so sind, sonder ich will damit aufzeigen wo die massiven Schwächen sind.

    Also meiner Meinung zeigst Du keine Schwächen im System auf. Was soll man mit einem Apell an die Moral von handelnden Personen anfangen ? Das ist einfach nur destruktiv ohne den geringsten Ansatz wie es besser gemacht werden könnte. Oder wie das derzeitige System umgestellt werden könnte, um negative Auswüchse (z.B. den sich im Erfolg sonnenden Meistertrainer im Nachwuchsbereich) einzudämmen.

    Ein konstruktiver Ansatz wäre z.B. wie in Beiträgen oben weiter erwähnt eine Struktur zu schaffen, wie ohne Tabellendruck eine bessere Ausbildung möglich ist im Vergleich zum gegenwärtigen System (U 19 Bundesliga etc.).

    Du schreibst sehr viel und sagst dann zum Abschluss auch noch dass sowieso nichts besser werden kann:

    Diese Strukturen auszubrechen sehe ich für unmöglich...

    Jedes System kann zu Fehlentwicklungen wie Machtmißbrauch, Befriedigung von Eitelkeiten etc. führen. Genau deswegen gilt es so gut wie möglich ein System zu schaffen, dass solche Dinge möglichst weit nach hinten rutschen zugunsten der Ausbildungsziele, die im Vordergrund stehen sollten. Und gleich mal zu erklären dass sowieso alles schlecht ist und nicht besser wird, was soll das bringen ?

    Bin auch NFV. Habe ich auch schon gehört, dass es in der Richtung erste Überlegungen gibt. Es haben sich ja viele Staffeln geteilt und wollten anschließend eine Aufstiegs- und Abstiegsrunde spielen. Wir sind jetzt in zwei 7'er Staffeln eingeteilt statt in einer 14'Gesamtstaffel.

    Ursprünglich sollten die jeweils ersten drei die Aufstiegs- und die jeweils letzten vier eine Abstiegsrunde spielen. Stattdessen wird wohl nur die 7'er Runde mit Hin- und Rückrunde zuende gespielt und danach spielen einfach die jeweils 1. den Meister und Aufsteiger auf, die jeweils letzten steigen ab und die Vorletzten machen ein Abstiegsspiel um den 3. Absteiger.

    Könnte ich aber auch gut mit leben, ist immerhin eine sportlich durchaus befriedigende Lösung. Alles ist besser als die Quotientenregelung.

    Und bei uns haben die Mannschaften zwischen 1 bis 4 Spiele absolviert aufgrund der zeitweise unterschiedlichen Kreisregelungen. D.h. jede Mannschaft hätte noch eine passable Anzahl an Spielen wie ich finde. Kann man mit leben, besser als ein wieder zu dicht gedrängter Kalender der dann wieder nicht gehalten werden kann.

    Ist jetzt sehr subjektiv, aber gerade in dieser Corona-Saison ist für mich dieser Gedanke immer stärker geworden. Wir haben mit Pokal gerade mal 5 Pflichtspiele gemacht, aber zusätzlich 8 Testspiele. Und ich kann mich an kein Testspiel erinnern dass nur den sog. 'Testspielcharakter' hatte, da ging es teilweise ganz schön ab. Ein Landesligist will sich gegen einen Bezirksligisten nicht blamieren, der Kreisligist will gegen den Bezirksligisten zeigen was er kann und Vergleiche gegen Bezirksligisten aus anderen Staffeln hatten auch ihren Reiz und sportlichen Stellenwert, und sei es nur für den Moment wo das Spiel läuft.

    Mitfiebern tu ich nur noch bei meinem Team und denen meiner Kinder.


    Gehts euch auch so oder seid ihr noch treu an der Seite eurer Vereine?

    Geht mir ähnlich. Der Anteil an Spielen die ich in voller Länge schaue (ob BL oder internationale Wettbewerbe) ist verschwindend gering geworden. Ich bin seit meiner Kindheit allerdings Bayern Fan und da hört es auch irgendwo auf, 'meiner' Mannschaft ernsthaft die Daumen drücken zu wollen dass sie die X'te Meisterschaft in Folge gewinnen.

    Ich habe jetzt aber mal wieder die nicht so wichtigen Spiele der NM geschaut, gerade weil derzeit so eine schwache Phase ist. Da kann man tatsächlich wieder anfangen die Daumen zu drücken und Fan zu sein, der hofft dass es besser wird.

    Bei dem Prozentsatz, der es tatsächlich zu den Profis und sogar in die Bundesliga schafft, glaube ich nicht, dass allzu viele talentierte Spieler übergangen wurden, weil sie wegen Ergebnisorientierung nicht gespielt haben. Ist natürlich nicht zu belegen, aber wer sich da nicht durchsetzt, der ist dann vielleicht auch nicht der richtige für Konkurrenzkampf bei den Profis.


    Ich glaube nicht, dass die Ausbildung mehr in die Breite gehen muss.

    Denke ich auch. Man sieht ja z.B. am Beispiel Island was bei gezielter Förderung von nur wenigen Toptalenten möglich ist. Zugegeben ist bei Island schon aufgrund der geringen Bevölkerungszahl nur wenig Masse gegeben, dennoch ein gutes Beispiel das es eine riesige Breite nicht braucht, um mit Elitemannschaften Spitzenleistungen zu bringen.

    Trotzdem stellt sich die Frage, wie fördert man seine Nachwuchstalente am Besten ? Durch ständigen Tabellenwettbewerb und Platzierungsdruck oder 'freiere' Spielmöglichkeiten in Turnieren, Leistungsvergleichen in Freundschafts-/Testspielen ?


    Denn tatsächlich ist doch jedes Spiel für sich ein Wettbewerb, oder geht irgend jemand in ein Testspiel und sagt sich: heute ist mir alles egal ? Wenn ein Spiel erst mal angefangen hat, will man doch einfach so gut wie möglich abschneiden bzw. das die gewünschten Spielziele auch umgesetzt werden (ist ja etwas anderes als nur 'irgendwie' zu gewinnen). Dennoch kann man ohne Tabellendruck doch etwas freier agieren. Ich halte daher den Ansatz den Tabellenwettbewerb etwas runterzubremsen für richtig.