Beiträge von Trainer91

    Ich habe die gleichen Erfahrungen wie du gemacht. Die schwachen Spieler sind meistens so schnell wieder weg wie sie gekommen sind und stören dazu oft den Trainingsbetrieb. Wenn du ein Trainer bist der sportliche Ambitionen hat und auch ein ansprechendes Training für talentierte Jugendliche anbieten möchtest, solltest du auf jeden Fall nicht jeden annehmen.

    Ich bin momentan auch in der D-Jugend unterwegs und musste erst gestern einem Trainingsgast erläutern, dass es momentan nicht reicht bzw. dass wir bereits genug Spieler haben.

    Ich weiß das viele hier der Ansicht sind, dass man aus jedem Kind einen soliden Fußballer machen kann. Ich hab da allerdings andere Erfahrungen gemacht. Meistens geht das mangelnde Talent mit mangelnder Einstellung zum Sport einher, weswegen sich die bereits schwachen Kinder auch meist nicht weiterentwickeln.

    Im schlimmsten Fall sind die guten Kinder von den schwachen genervt weil die jede Übung kaputt machen und die schwachen Kinder hören dann auch oft nach ein paar Monaten wieder auf. Am Ende bist du dann der Depp der vor einem Trümmerhaufen steht und Dankbarkeit gibt es von keiner Seite.


    Ich würde daher immer versuchen eine möglichst homogene Mannschaft beisammen zu halten, die im Idealfall entwicklungsfähig ist und sportlich in Ihrer Liga zumindest mithalten kann.

    Stützpunktkoordinator hackt sich selbst nicht das Auge aus. Das ist keine externe Instanz. Sorry aber da sind wir nicht einer Meinung.Externe Instanz wären verschiede Vereine die das bewerten - nicht der DFB kontrolliert den DFB.

    Die Vereine in denen sich zumeist Papa-Trainer tummeln sollen also die Arbeit von ausgebildeten DFB-Trainer bewerten? Ok, dazu habe ich meine Meinung...



    https://www.dfb.de/fileadmin/_…n_2015_neu_0862899268.png
    Das stimmt einfach nicht bei diesen Stützpunkt . Für den Stützpunkt den ich spreche ist das nicht gegeben. Sorry!

    Was konkret soll ich jetzt mit dieser allseits bekannten Übersicht anfangen?

    In der Regel müssen Stützpunkttrainer die Elite-Jugend-Lizenz haben, in Ausnahemfällen kann auch die B-Lizenz mit 10 Punkten oder mehr vorliegen. Ohne Lizenz kommst du allerdings nicht an den Stützpunkt.


    Na ja. Das sehe ich einfach nicht so - warum eine Spieler sich plötzlich zurück entwickeln. Vorallem wenn Begründungen kommen die völlig aus den Haaren herbeigezogen sind. Das ist unglaubwürdig und genau deshalb haben nun auch noch ein paar andere Spieler aufgehört am Stützpunkt. Es ist nicht Transparent in der Bewertung. Nochmal ich spreche für diesen Stützpunkt. Was ich an Ihren Post merke ist, das sie wohl selber Stützpunkttrainer sind. Also es hat den Anschein.

    Vielleicht hat nicht er sich zurückentwickelt, sondern die anderen Spieler haben sich weiterentwickelt?

    Die Bewertungen der deutschlandweit durchgeführten Leistungstests sind doch z.b. sehr transparent. Da gibt es sogar eine Einordnung wo der Spieler deutschlandweit steht.

    Stützpunkte haben keine Kontrollmechanismen. Wie auch sie unterstehen keinem. Vielmehr wäre es sinnig hier Vereinsseitige kontrollen einzuführen. Wie gesagt - Stützpunkte können Spieler weiter bringen. Das will ich nicht abstreiten - doch meine Erfahrungen zu diesen Stützpunkt ist, das die Trainer meist irgendwelche Kreisligen trainieren und halt einen Trainerschein haben. Richtig gutes Training habe ich nur in einem Nachwuchsleistungszentrum oder Bundesligaverein gesehen. Mein Problem an den Stützpunkt hier ist einfach die Verschleierung und es wird einfach nicht tacheles geredet. So kommen irgendwelche Gerüchte auf. Auch die Spielerbewertung ist sehr sehr fraglich. Zum einrem wurde im Feedbackgespräch erzählt das der Spieler top ist und nach 6 Monaten fliegt er aus dem Kader. Das versteht kein Mensch.

    Alle DFB-Stützpunkte werden von Stützpunktkoordinatoren überwacht und geführt. Welche wiederum vom DFB geführt werden. Deine erste These ist also entweder Unwissen oder eine Lüge.

    Trainer an Stützpunkten haben auch nicht nur irgendeinen Trainerschein sondern in der Regel die Elite-Jugend-Lizenz oder höher. Es mag sein und erscheint nur logisch, dass das Niveau in NLZs höher ist, trotzdem muss deswegen ein Stützpunkttraining nicht gleich schlecht sein.

    Genauso ist es logisch, dass sich ein Spieler innerhalb von 6 Monaten vom Stammspieler zum Bankspieler entwickeln kann gerade in den entsprechenden Jahrgängen und bei entsprechender Leistungsdichte...

    Rechtlicher Hinweis:

    Diese Vorlage für einen GbR-Vertrag wurde weder von einem Juristen erstelltoder geprüft, daher besteht kein Anspruch auf Rechtssicherheit!

    Ein Vertrag ohne Rechtssicherheit? Dann kann ich auch ein leeres Stück Klopapier unterschreiben...

    Mal abgesehen davon, dass die ganze Geschichte nichtse mehr mit Vereinsfußball zu tun hat.

    Wieso kann ich ein Kind dann nicht ins 1v1 schicken im Training? Es bekommt, ohne dass du als Trainer nur ein Wort sagst, die Rückkopplung, dass das Dribbling nicht gut ist. Nun schlägt deine Stunde als Trainer: Begleite das Kind und hilf ihm, dass es dribbeln kann.

    Durch die direkte Rückkopplung des Spieles, bspw. in Form eines Ballverlustes, lernt das Kind es ja implizit. So, wie es früher auf den Bolzplätzen dieser Republik auch war. Danach sind wir nach Hause gegangen, haben unsere Idole im TV gesehen und deren Tricks kopiert. Ich muss als Trainer ja nicht alles korrigieren und vorkauen. Das Spiel ist nun mal der beste Lehrmeister.

    Da sind wir dann halt einfach unterschiedlicher Meinung, was ja völlig ok ist :)

    Solange beim Kind bei der Ballmitnahme oder Pass jedes Mal der Ball verspringt oder 3m vorbei gespielt wird, weil es den Fuss falsch hält oder den Ball immer wieder an der falschen Stelle trifft, kann ich es mit einer isolierten Übung öfters wiederholen und erklären. Sobald es die Basics drauf hat und es ohne Gegnerdruck klappt, kann ich das Kind dem Gegnerdruck in einer Spielform aussetzen.

    Genau so sehe ich es auch. Verstehe nicht wie viele Trainer Ihre Jungs mit starken technischen Defiziten einfach in Übungsformen reinwerfen. Es muss zumindest mal eine gewisse Grobform der Technik erarbeitet werden, damit eine Spielform überhaupt Sinn macht.

    Wenn ein Kind absolut nicht mit dem Ball dribbeln kann (Was in frühem Alter ja meinetwegen in Ordnung ist), kann ich es doch schlecht in 1vs1 Situationen schicken und ihm Beibringen nach der Finte das Tempo explosionsartig zu steigern.

    Allerdings sehe ich die Verkaufserlöse bei Turnieren zugunsten der Mannschaftskasse sehr kritisch!

    Es ist zwar eher unwahrscheinlich, dass sich die Finanzämter mit diesen unversteuerten Kleinbeträgen befassen, aber wenn wir das Kind beim Namen nennen, dann ist das Schwarzgeld. Ein Thema das in den vergangenen 10 Jahren stetig Aufwind bekommen hat und auch berufliche Existenzen gefährden kann!

    Wir übergeben die Verkaufserlöse bei Turnieren stets dem Verein, dort wird dann - nach ordnungsgemäßer Buchführung - vom Vorstand unter Zuhilfenahme der Randnotizen entschieden für was, oder zugunsten welcher Mannschaft die Gelder verwendet werden.

    Okay, ein geselliger Saufabend ist dabei dann nicht drin, aber über neue Trikots oder ähnliches kann man dann reden.

    Ein wichtiger Nebeneffekt ist zudem: der Verein ist versichert! Wenn der selbstgemachte Eierlikörkuchen sich nach 3 Stunden in der prallen Sonne endlich doch verkauft hat, 10 Käufer aber eine Woche später Klagen einreichen, dann bedarf es schon einer sehr reichlich gefüllten Spendenkasse um da wieder raus zu kommen.

    Blöde Frage. Warst du schonmal in einem Verein als Trainer/Spieler/Funktionär aktiv?


    Natürlich interessiert sich das Finanzamt nicht für die Beträge aus irgendwelchen Kuchenverkäufen, im Gegenteil, jeder ist froh wenn die Sportvereine sich einigermaßen selbst über Wasser halten können und sich genug ehrenamtliche Mitarbeiter finden um den Sport in der Region am Leben zu halten.

    Ist doch dasselbe bei Aufwandsentschädigungen, Spendenquittungen für Trainer/Spieler etc. etc. Hier werden von öffentlicher Seite gerne mal beide Hühneraugen zugedrückt, hauptsache der Laden läuft irgendwie.


    Ebenso kommt kein Mensch auf die Idee einen Verein aufgrund eines nicht mehr ganz frischen Eierlikörkuchen zu verklagen und gleich zweimal kein Richter auf die Idee dieser Person auch noch recht zu geben.


    Du hast ja schonmal einen sehr langen Text geschrieben, in dem du dich in irgendeiner Form über die Führung einer Mannschaftskasse ausgelassen hast und dich wohl um zwei Mark fünfzig betrogen gefühlt hast. Deswegen muss man aber noch lange nicht aus der Führung einer Mannschaftskasse in einem Breitensportvereinen direkt einen Staatsakt machen und dies juristisch absichern.

    Wenn man bei jeder Tat im Fußballverein so denken würde wie du, würde überhaupt kein Fußball mehr gespielt werden:


    Kind wird vom Trainer angebrüllt -> Beleidung -> Klage

    Kind foult aus Versehen ein anderes Kind -> Körperverletzung -> Klage

    Den Trainern wird zum Saisonende ein Essen ausgegeben -> Steuerhinterziehung -> Klage

    Ein Kind hat aus Versehen die Schienbeinschoner von nem anderen Kind eingepackt -> Diebstahl -> Klage

    Ein Kind nimmt im Training einem anderen Kind seinen Ball weg -> Raub -> Klage

    Unsere Raumaufteilung ist definitiv schlecht, aber da stellt sich für mich sowieso die Frage nach Entwicklungszielen. Soll ich mit klaren Positionen in der F-Jugend spielen? Soll ich einem Spieler von uns, der ein unfassbares Aktivitätsniveau hat und eigentlich immer durchläuft und damit fast überall ist, verbieten, sich so viel zu bewegen, weil er damit die Raumaufteilung zerstört?


    Damit sind wir für mich an der Frage, ob das 7 gegen 7 aufgrund seiner Natur und der Spielweise nicht einfach konträr zu Entwicklungszielen von 6,7,8-jährigen ist. Wie siehst du das? Ich meine, genau darüber wird hier ja eigentlich ständig diskutiert. Aber ich sehe da keine Lösung. Raumaufteilung klingt erstmal schön, aber ist die wichtiger als die Aktivität von den Jungs hochzuhalten, was ihnen später sehr zugutekommen würde? Ich weiß es nicht.

    Es geht noch gar nicht um feste Position oder feste Laufwege sondern erstmal darum ein gewisses Verständnis für Raumaufteilung zu schaffen. Es reicht wenn die Jungs schonmal erkennen, dass es keinen Sinn macht auf den linken Flügel zu laufen, wenn da bereits zwei eigene Mitspieler stehen, sondern dann vielleicht lieber auf den rechten Flügel laufen auf dem noch keiner steht.

    Es hilft dabei natürlich den Jungs klar zu machen warum das sinnvoll ist (mehr Raum, weniger Gegnerdruck etc.).

    Hierzu gibt es viele schöne Spielformen mit abgesteckten Zonen.


    Ich weis, dass das in der F-Jugend noch schwer zu vermitteln ist, aber vielleicht schaffst du es ja schon ein erstes Verständnis bei deinen Jungs dafür zu schaffen :)

    Bei uns soll das Feld ca. 40x35 sein. Empfinde ich definitiv als zu klein. Außer man nimmt jeweils 2 Spieler raus für ein 5 vs. 5.

    Empfinde ich für eine F-Jugend auch eher als kompakt, aber definitiv nicht als viel zu klein, vor allem nicht ohne Abseits.


    Vielleicht ist eure Raumaufteilung auch einfach noch nicht so geschult und du musst daran etwas schrauben. Wenn 12 Kinder auf 5 Quadratmetern stehen, wirkt das Feld natürlich sehr klein auch wenn 90 % des Feldes in dem Moment nicht besetzt sind.

    ich hoffe nicht, dass die Übungsform-Trainer sich nicht trauen hier zu schreiben. Ich würde mich freuen gerne auch Meinungen aus diesem „Lager“ zu hören und warum die auch Übungsformen für sinnvoll erachten.

    erwischt ^^


    Ich bin zwar kein "Übungsform-Trainer" sondern lasse ebenso überwiegend in Spielformen trainieren, allerdings erachte ich es als sinnvoll manche Techniken auch in Übungsformen trainieren zu lassen.


    Da ich mit dieser Meinung allerdings hier im Forum zwischen den ganzen Horst-Wein-Jüngern ziemlich alleine dastehe und diese doch recht aggressiv versuchen jeden zu missionieren, habe ich Diskussionen hierüber sein lassen...

    Geht es hier noch um Amateurfußball im Verein? :/

    Echt? Da sagt mir meine persönliche Erfahrung aber anderes. Vllt. habe ich aber auch nur in den -Ausnahmen- hospitiert.

    Meiner Erfahrung nach ja. Ich spreche von verschiedenen NLZs aus dem Süden von Deutschland (die genauen Vereine kann ich dir gerne per pn mitteilen), in denen es mindestens einmal die Woche ein reines Techniktraining gibt.


    Wie gesagt, mit mehr Trainingszeit würde sich auch der Übungsteil erhöhen, denn als Technikschulung macht das durchaus Sinn, das spreche ich isolierten Übungen gar nicht ab. Nur in der zeitlichen Abwägung fällt die isolierte Übung hinten runter.

    Da bin ich voll bei dir. Je geringer die Trainingszeit desto mehr Aspekte muss ich in wenigen Übungen unterbringen, völlig klar.

    Hier im Forum herrscht aber die Meinung, dass isolierte Übungsformen überhaupt keinen Mehrwert liefern und dem widerspreche ich ganz klar.

    Sehr interessante Diskussion!


    Hier im Forum kommen die Übungsformen ja erfahrungsgemäß sehr schlecht weg und es mag ja sicher auch einige Bücher geben die dies bestätigen, allerdings frage ich mich dann warum nahezu jedes Bundesliga-NLZ teilweise ganze Trainingseinheiten aus isolierten Übungsformen abhält (verpackt als Techniktraining)?


    Dann müssten die ja alle auf dem Holzweg sein und Autoren wie Horst Wein etc. hätten eigentlich Bundesligatrainer werden müssen.


    Ich habe ein wenig den Eindruck, dass wir hier im Forum in einer Filterblase leben und uns laufend im Kreis drehen. Wenn nach Literaturtipps gefragt wird, kommt Sofort Horst Wein und FdF wie aus der Pistole geschossen. Selten werden andere Meinungen zugelassen, die nicht die Ansicht dieser Autoren vertreten.


    Deshalb freue ich mich umso mehr über dieses Thema und hoffe, dass auch abweichende Meinungen zugelassen werden und nicht sofort wieder dagegen geschossen wird.

    In doppelter Hinsicht, Spieler mittels Stützpunkt in den eigenen Verein holen und den potentiellen Wechsel in das NLZ zu verhindern (dabei soll der Stützpunkt den NLZs zuarbeiten, nicht sogar gegen diese arbeiten). Vor allem ist das so widersprüchlich, weil die Argumente, die man benutzt, um die Spieler in den eigenen Verein zu holen, die negiert man dann, wenn es eine Ebene höher zum NLZ gehen soll. Die selben Argumente.

    Wenn es mal rauskommt, dass Stützpunkttrainer den Wechseln in ein NLZ verhindern, werden diese aber recht schnell vom DFB gekickt. Das liegt alleine schon darinbegründet, dass deren Vorgesetzter (Stützpunktkoordinator) zu großen Teilen an der Anzahl der Wechsel von Stützpunkten zu NLZs gemessen wird.

    Da hat eben jeder seinen eigenen Umgang mit solchen Trainern.

    Ist ja völlig legitim, man muss ja auch nicht immer einer Meinung sein.

    Tja, nicht nicht meine Wortwahl. Fühlte sich allerdings tatsächlich nicht nach einem FREUNDSCHAFTSspiel an.

    Meine ehrliche Meinung: Ich würde dem gegnerischen Trainer nach den Assi-Aktionen die Niederlage noch ein wenig aufs Brot schmieren und sowas in der Art antworten:

    "Sorry, aber wir suchen als nächsten Gegner eher eine spielerisch starke Mannschaft, damit wir auch mal das Verhalten bei Rückstand üben können etc. Ich glaube nicht, dass das deine Mannschaft hergibt. Wünsche euch noch viel Erfolg"