Beiträge von Trainer91

    Ich finde es sehr erfrischend, dass trotz Corona auch mal wieder so ein Thema angeschnitten wird :)


    Ich muss aber auch gestehen, dass ich deine Aufstellung/dein System nicht so ganz verstehe.

    Du spielst mit einem IV, zwei AV, zwei? 6ern zwei? 8ern, einem 10er und zwei Stürmern? So hätte ich das jetzt gemäß deinem Text verstanden. Das wäre mir persönlich deutlich zu offensiv. Was ist z.b. wenn dein Gegner im 4-4-2 oder 4-3-3 spielt? Dann spielt ja deine Verteidigung in Gleich- bzw. sogar Unterzahl.

    Ich kenne die 3-5-2 Formation nur mit einer flexiblen 3/5 Abwehrreihe mit drei IVs und zwei pendelnden, laufstarken Außenspielern. Davor dann ein oder zwei 6er und ein oder zwei 8er.

    Ich verstehe auch nicht so ganz das mit dem freigezogenen Raum für die 8er durch die Stürmer. Da du ja ohne nominelle offensive Außenspieler spielst, werden sich die gegnerischen AVs zu deinen vorstoßenden 8ern orientieren. Wenn du auf Flügel nun Überzahl mithilfe deiner vorrückenden AVs herstellen möchtest, ist deine Abwehr aufgrund des einzelnen IV komplett blank und extrem anfällig für Konter. Falls deine 6er nun als IV spielen sollen, ist dein Zentrum komplett offen, da 8er auf dem Flügel und 6er in der letzten Reihe.


    Gerne kannst du mich korrigieren, wenn ich etwas falsch verstanden habe.

    Ich bevorzuge grundsätzlich (auch auf niedrigem Niveau) die Viererkette. Meiner Erfahrung nach lernen die Spieler mit genügend Trainingsarbeit die grundlegenden Prinzipien auch ziemlich schnell und setzen diese gewinnbringend ein.

    Was mir hier fehlt wären einfach größere Online-Anteile oder etwas wie der Junior Coach für Papa-Trainer.

    Aber dann ist doch der erwähnte "Kindertrainer" des bayerischen Fußballverbands genau das was du suchst.

    Ein Großteil davon ist online und er kostet nur 100€. Dein Argument, dass dir die 100€ zu viel sind verstehe ich auch nicht ganz.

    Ein gutes Fußball-Fachbuch kostet doch auch schnell 30-40 €. Zum Vergleich, die B-Lizenz kostet mittlerweile um die 1000 €.

    Da sind doch 100€ für den Kindertrainer sehr fair.

    Es wäre sehr wünschenswert wenn alle Trainer so reflektiert wären und sowohl Input von außen, als auch ihre eigene Arbeit ständig hinterfragen würden. Das was wir täglich von unseren Spielern fordern: hungrig sein!, sich ständig verbessern wollen! etc. müssen wir natürlich auch selber bei uns anwenden. Ich würde schon fast sagen, dass dies einen Großteil der Trainerqualität ausmacht.


    Ich kenn von den Trainerlehrgängen, aber auch außerhalb dieser, vor allem diesen Fall:


    Trainer xy, 45 Jahr alt, selber vor 20 Jahren Bezirksliga gespielt, seit 15 Jahren Trainer der U13-Mannschaft (Kreisklasse) seines Dorfvereins.

    Kommt zum Trainerlehrgang in die Sportschule "weil des der Verein unbedingt wollte!" aber die Lizenz "ehhh nur so a Stück Papier" ist und ist sowieso davon überzeugt, dass er bereits alles weiß und hier nichts mehr lernen kann. Er ist ja schließlich schon seit 15 Jahren Trainer!

    Die Theorieeinheiten über Saisonplanung, Belastungssteuerung und Spielsysteme sind für ihn nur "bla bla und haben nichts mit der Realität zu tun" und der Ausbilder ist sowieso "ein Theoretiker der den Kontakt zur Basis verloren hat".

    Die erste Einheit die er nun durchführen und vorstellen soll: Spielausschnitt falsch gewählt, keine klaren Anweisungen an die Spieler, schlechtes/zu wenig Coaching. Hierfür wird er zu Recht vom Ausbilder kritisiert und bekommt Verbesserungsvorschläge aufgezeigt.

    Er fühlt sich in seinem Stolz angegriffen, vor den anderen Teilnehmern vorgeführt und macht ab jetzt komplett zu. "Ich bin ja ehh nur hier weil der Verein unbedingt wollte, dass ich diesen blöden Schein mach".


    Hier lässt sich für mich die Trainergemeinschaft in zwei Lager aufteilen:

    1. Diejenigen die die Verbesserungsvorschläge aufsagen, aber trotzdem hinterfragen und selber mitdenken und sich schlussendlich dadurch weiterentwickeln.

    2. Die beschriebenen Trainer die wie ein trotziges Kind komplett zu machen. Alles doof, alles blöd, Sportschule blöd, Ausbilder blöd, ich mach alles genau so wie ich es immer mach.


    Mir ist in den letzten Jahren einfach aufgefallen, wie schwer sich viele Erwachsene mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen tuen bzw. sich auch nicht eingestehen können, dass sie etwas jahrelang nicht optimal gemacht haben. Ich glaube daher rührt auch die Abneigung vieler Trainer, aber auch Teilnehmer hier im Forum, gegenüber Lizenzen, DFB-Leitlinien etc.

    Trainererfahrung im Nachwuchs wird bei uns im Seniorenbereich nicht gewertet.


    Wichtig ist bei uns, dass man als Spieler mal in einer Landesliga oder höher eingewechselt wurde.

    Ob Du da Stammspieler, Ergänzungsspieler oder was auch immer warst interessiert eigentlich nicht.

    Trainer kann man dann locker machen.

    Dazu kommt ja der klassische Kardinalsfehler, dass in diesen Bereichen die Trainer nur an den Ergebnissen gemessen werden. Somit wird sehr oft die schlechte Trainingsarbeit durch die individuelle Klasse der Spieler kaschiert.


    Sehe das momentan bei einem Kreisligaverein in unserer Stadt. Der Trainer ist zwar ein netter Kerl der tatsächlich auch ein bisschen Ahnung hat, allerdings ist das Training viel zu lasch, sprich viel zu wenig intensive Spielformen. Zudem wird die wertvolle Trainingszeit durch ewiges Aufbauen und Erklären verschenkt.

    Zusammenfassend: Gut gemeint, aber schlecht gemacht.

    Allerdings befinden sich in dieser Mannschaft zwei ehemalige Landesligaspieler (Stürmer und offensives Mittelfeld). Der Stürmer wird Jahr für Jahr Torschützenkönig und schiesst die Dorftruppen alleine ab.

    Folge: Der Trainer wird gelobt und sitzt fest im Sattel...

    Ich möchte da - losgelöst von der restlichen Diskussion - kurz einschieben, dass bspw. Steven Turek als A-Lizenz-Inhaber mehrere Online-Module und DVDs/Seminare anbietet. Letzteres bietet bspw. auch Fußballlehrer und Profitrainer Peter Hyballa an, der ja sogar (wenn auch nur sehr kurzzeitig) als EJ-Trainerausbilder gearbeitet hat. Auf Ralf Peter trifft das Ganze noch stärker zu.

    Hyballa und Ralf Peter sind aber auch Trainer die die Trainerausbildung im DFB entscheidend mitgeprägt haben. Also nichts für diejenigen die nichts von Lizenzen, Lehrgängen etc. hören wollen. Außerdem sind sie wie du selber sagst, als Ergänzung gedacht. Sie wollen und können keine Trainerausbildung ersetzen.

    In der B-Lizenz-Ausbildung in Barsinghausen waren übrigens drei von vier Verbandssportlehrern "nur" A-Lizenz-Inhaber.

    Ok, das kenne ich anders. In Bayern fangen die Verbandssportlehrer meist als A-Lizenz-Inhaber an, werden aber schnellstmöglich in die Fußball-Lehrer-Ausbildung geschickt.

    Ich glaube von momentan 6 Verbandstrainern sind 4 oder 5 Fußballlehrer.


    Ich glaube wir sind gar nicht so weit voneinander entfernt. Mir ist das ehrlich gesagt nur schon öfter hier im Forum aufgefallen, dass alles was vom DFB kommt verteufelt wird und jede andere Quelle als der heilige Gral angesehen wird.


    Ich habe für mich persönlich beschlossen, die Inhalte des DFB als das Grundgerüst für mein Trainerwissen anzusehen, und dieses punktuell mit verschiedenen anderen Einflüssen zu ergänzen. Grundsätzlich sollte man aber immer die Augen offen halten und bereits sein sich verschiedene Meinungen anzuhören. Denn überall kann man etwas mitnehmen.


    Nur fällt es mir auch schwer, wenn Papatrainer aus dem F-Jugend Bereich anfangen gestandene Bundesligatrainer und Fußballlehrer für Ihre Methoden zu kritisieren und selbst alles besser wissen...

    Weiterbildungen würde ich hier keine nennen wollen. Das kommt auf die persönliche Präferenz an.

    Es gibt auch Online Coaching module, wobei jeder sicherlich auch ein Produkt verkaufen will, aber die ja trotzdem durchaus interessant sein können.

    Warum soll jetzt ausgerechnet ein Online Coaching eines kommerziellen Anbieters besser sein als eine Trainerausbildung von DFB/Landesverband die von Fußballlehrern und vor allem auch auf dem Platz durchgeführt wird?


    Mir kommen hier die Lizenzen viel zu schlecht weg. Ich habe mich durch die Lizenzen enorm weiterentwickelt und dadurch erst den Überblick über die ganze Thematik bekommen.

    Vielleicht liegen unsere verschiedenen Ansichten auf einfach darin begründet, dass die Lizenzen ab B-Lizenz aufwärts für den älteren Jugendfußball bzw. Erwachsenenfußball vorgesehen sind und da erst ihre PS entfalten (Stichwort: Gruppentaktik/Mannschaftstaktik).

    Womit wir wieder beim Thema wären :D


    Jeder Verein sollte eigentlich froh sein, wenn ein Trainer von sich aus ne Lizenz machen will.

    1. Steigt die Trainingsqualität

    2. Können Fördergelder beantragt werden

    3. Ist der Trainer durch die Lizenz wahrscheinlich motivierter und bekommt Lust das alles in die Praxis umzusetzen und sich vielleicht sogar noch weiter fortzubilden


    Vereine die nicht mal für solch elementare Dinge wie die Trainerlizenzen Geld in die Hand nehmen, haben es dann aber auch nicht anders verdienen und sollen meinetwegen Mannschaften auflösen oder in JFGs aufgehen etc.

    Hauptsache der Trainer von der zweiten Mannschaft verdiente seine 500 Euro im Monat :thumbup:

    Ich finde man muss aber zwischen unmotivierten Spielern unterscheiden und denen die einfach nicht so viel Talent haben oder noch nicht soweit sind, aber ansonsten völlig motiviert und mit Freude dabei sind.


    Bei ersterem ist Frust eigentlich fast vorprogammiert. Eine Mannschaft in der mehrere Spieler vom zweiten Typus kann allerdings auch Spass machen, wenn man sieht wie sich manche entwickeln und mehr und mehr den Anschluss finden.

    Aber ja, die Realität sieht so aus, dass zweite Mannschaften in kleineren Vereinen meist die Resterampe sind, in der keiner spielen will und die keiner trainieren will...

    Jugendliche Trainer haben wir immer wieder, aber zu 95% immer mit dem gleichen Ergebnis.

    Die ersten 2-3 Wochen sind Sie in jedem Training und dann wird es schleichend weniger.

    Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Job des Trainers viel viel schwerer ist, als ihn sich die Leute vorstellen.

    Die meisten denken: "Ob ich jetzt zweimal die Woche selber kicke, oder den Trainer mache, ist doch fast das Gleiche"

    Aber wie wir alle Wissen ist das eine mehr als Naive Vorstellung. Ganz schlimm wird es, wenn diese jungen Trainer dann noch mit ihren Problemen alleine gelassen werden, da ist ein "Trainer-Dropout" vorprogammiert.

    Hallo Sechser5 :)


    Das Spieler angsprochen werden ist heutzutage nichts außergewöhnliches. Handynummern kann man von Klassenkollegen, Bekannten, Eltern der Spieler etc. etc. bekommen. Ist gibt immer jemanden der denjenigen um fünf Ecken kennt.

    Falls man dann mal doch nicht an die Handynummer kommt, schreibt man den Spieler eben auf fb oder instagram an, finde das aber eher unprofessionel bis unseriös.


    Für mich sollte es so sein, dass der abwerbende Verein beim Verein des Spielers vorstellig wird und diesem über das Interesse in Kenntniss setzt.

    @Charles De Goal


    Habe das bisher noch nicht so extrem erlebt, also das für eine Liga Unterschied kompromisslos alles stehen und liegen gelassen wird.

    Typische Wechsel von guten Spielern im Jugendbereich sehen meiner Erfahrung nach ligentechnisch so aus:


    Gruppe -> Kreisliga

    Kreisliga/Bezirksliga -> Oberliga

    Oberliga -> Bundesliga


    Kaum jemand reisst sich ein Bein aus, um von nem guten Kreisligisten zu nem schlechten Bezirksligisten zu gehen. Macht meiner Meinung nach auch nicht viel Sinn.

    Aus welchen Vereinen kommen die Jungs die bei dir in der Mannschaft spielen? Sind das tatsächlich Eigengewächse?

    Ich denke mit 200€ pro Monat kann man schon richtig gute Jugendtrainer bekommen.

    Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben in meinen Augen junge Sportstudenten, da kriegst du für wenig Geld richtig viel Qualität und Wissen in deinen Verein. Wenn die älter und erfahrener werden sind sie halt irgendwann nicht mehr zu halten (wie die meisten ambitionierten Trainer) aber bis dahin können sie euch gut vorranbringen. Vielleicht könnt ihr euch ja als eine Art "Trainer-Ausbildungsverein" platzieren und somit noch eher unerfahrene, aber sehr engagierte, junge Trainer anlocken.


    Das Problem mit dem Geld ist mir bewusst, andererseits hab ich überhaupt kein Mitleid mit den Vereinen, wenn ich dann höre was deren Herrentrainer (du hast es ja auch erwähnt) verdienen. Die stehen dann mit dicker Plautze, verschränkten Armen und zum Teil noch nem Seidla am Spielfeldrand, bekommen dafür 600€, und der Jugendtrainer mit Spielererfahrung, Sportstudium und Trainerlizenz soll es für lau machen?
    Verstehe auch nicht wie sich das einbürgern konnte. Wenn ein Regionalligatrainer 600€ oder mehr bekommt verstehe ichs ja noch. Aber jeder Hans und Frantz in der A-Klasse? Was haben die Vereine davon? Was haben die Sponsoren davon??

    Naja, glaube das ist ein Thema für sich :D

    Stimme Taktiker_95 in allen Punkten zu.


    Habe auch die B-Lizenz und wäre auch raus, wenn es heißen würde es gibt kein Geld. Ich glaube keiner von uns möchte als Fußballtrainer reich werden oder sich damit den kompletten Lebensunterhalt finanzieren, aber alles in dieser Gesellschaft kostet Geld und warum sollten da gerade die Fußballtrainer leer ausgehen? Ein Trainer der nichts von euch bekommt, bringt im Endeffekt noch Zeit und Geld mit. Eine B-Lizenz kostet in Bayern momentan so um die 1000 €, wenn ich nicht ganz falsch liege. Warum sollte jemand diesen Betrag investieren um dann von euch nichts zurückzubekommen? Scheinbar ja nicht mal die Fördermittel die ihr sogar vom Bundesland für den Trainer erhaltet?

    Mal ganz abgesehen von dem Aufwand und Stress den eine solche Lizenz beinhaltet.


    Kurzum. Gute Trainer, oder zumindest lizenzierte Trainer, sind sehr stark gefragt und haben auch selbst gewisse Ansprüche an den Verein. Daher werden hier Vereine die mehr bieten (Geld, höhere Liga, bessere Infrastruktur etc.) immer die Nase vorne haben. Daher bleiben euch wohl nur (wie den meisten Dorfvereinen) die Papatrainer. Da kommt es dann natürlich zu den entsprechenden Problemen. Selbst Papatrainer als Co-Trainer sehe ich schon sehr kritisch, weil es da auch schnell mit dem Engagement vorbei ist, wenn der Sohnemann nicht Stammspieler und Kapitän ist.


    Meine Tipps an euch:

    - Zahlt jedem Trainer zumindest eine Aufwandsentschädigung (mindestens Sprit + 100 €)

    - Lasst alle Kontakte spielen

    - Geht aktiv auf potenzielle Kandidaten zu

    - und natürlich alles weitere was im vorigen Beitrag genannt wurde...

    Kann es sein, dass sich hinter dem "Coerverfan" vielleicht nicht eher ein "Coerverangestellter" verbirgt? ;)

    Wüsste jetzt auch nicht, was bei den Coervervideos sonderlich innovativ sein soll. Ein bisschen Koordination/Technik eben.

    Ist natürlich besser als nichts, aber auch weit entfernt von spielnahem Fußballtraining.

    Kirsche92


    Für wen genau ist diese Sammlung denn gedacht? Höchstwahrscheinlich für andere Trainer im eigenen Verein, oder?

    Ich finde es ja grundsätzlich schön, dass du dir so einen großen Aufwand machst, aber ich glaube ein Trainer der sich vorher mit diesen Themen noch nicht so detailiert befasst hat, wird von dieser Masse an Text erstmal erschlagen und hat keine Lust weiterzulesen.

    Trainer91 Dann müssten alle Kinder aufhören die nicht Profi werden wollen. Die Mädchen spielen ja trotzdem weiter in der Landesauswahl und haben mit der Entscheidung gegen ein wechsel an ein Fussballinternat noch nicht beschlossen diesen weg nicht zu gehen !! Den Jungs die nicht auf eine Sportschule ( gilt nur bei uns in der Provinz weil es die einzige Möglichkeit der intensiven Förderung ist ) gehen wurde das nicht nahe gelegt. Die spielen weiter munter in der Kreisauswahl und höher !

    Kein Grund jetzt emotional zu werden. Ich habe nur versucht dir das momentane System zu erklären :)

    Das einschätzen von Spielern/innen ist aus meiner Sicht sowieso nicht immer optimal . Ich würde dafür plädieren das die Sichtung zum Potential von völlig fremden Trainern gemacht werden . Die weder den Verein noch sonnst Informationen haben, was den Spieler/in betrifft und am besten völlig unerkannt bei einigen Spielen/Turnieren zuschaut. ( ist natürlich völlig unrealistisch) In unserem Stützpunkt hat man schon eine kleinere Chance wenn mann nicht aus dem richtigen Verein kommt. Obwohl alle vier Mädchen vom DFB Stützpunkt in der Landesauswahl sind wurde ihnen ..nachdem sie nicht auf das Sportinternat von Turbiene konnten/wollten nahe gelegt den Stützpunkt zu verlassen. Offiziell natürlich nicht , aber wenn der Trainer immer wieder Bemerkungen macht wie z.B Warum trainierst du noch hier .....

    Naja, DFB Stützpunkte und Landesauswahlen sollen dazu dienen Profifußballer-/innen hervorzubringen. Wenn sich ein Junge/Mädchen bewusst gegen diesen Weg entscheidet, muss er/sie eben Platz für jemand anderen machen, der vielleicht bis ganz nach oben durchziehen will.

    Es handelt sich bei diesen Strukturen einfach um Selektionsmaschinen bei denen vor allem natürlich auch die aussortiert werden, die selber nicht wollen. Mal abgesehen davon, dass Stützpunktrainer/-leiter daran gemessen werden wieviele Spieler sie in NLZs und Auswahlmannschaften unterbringen. Wenn man als Elternteil einen Wechsel seinen Zöglings in ein NLZ verhindert, verhindert man auch eine gute Bewertung des Stützpunktkoordinators gegenüber dem Stützpunkt. Ich finde das auch alles nicht optimal, aber das ist eben die Realität im momentanen System...

    Deshalb bin ich absolut bei Constantin . warum soll ich überhaupt isoliert trainieren?

    Viele Pluspunkte fallen mir da nicht ein.

    Wie würdest du dann F-Jugend Spielern die absolute Neulinge sind, das Schiessen beibringen?

    Ich finde gerade beim Technikneuerwerb machen isolierte Übungsformen mit vielen Wiederholungen und klarem Coaching durchaus Sinn. Um dies zu festigen werden dann natürlich später Spielformen angewendet.