Kopfball trainieren - ab wann ?

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  • Solange das Kopfballspiel im Spiel erlaubt ist, werden viele Trainer das weiterhin trainieren. Da bin ich Pessimist. Ich bin mittlerweile dafür, das Kopfballspiel im Kinderfußball zu verbieten. Absichtliches Kopfspiel gibt einen Freistoß und meinetwegen sogar Strafstoß. Damit fördert man nicht nur die Gesundheit, sondern auch das flache Spiel und die Ballkontrolle von hohen Bällen.

  • Grundsätzlich verzichte ich auf Kopfballtraining, jedoch habe ich wenn ich merkte die Kinder wollen mit dem Kopf zum Ball ihnen mit Light, Soft und Plastikbällen zumindest die richtige Technik vermittelt. Es gibt wenige Kinder die wirklich den Kontakt Kopfball suchen, wenn aber dann sollten sei zumindest fähig sein diesen „richtig“ auszuführen und nicht einfach irgendwie die Festplatte hinhalten… Anderseits finde ich es bei uns in AUT schon toll dass wir mit 3er und 4er Light Bällen (290g-355g) bis zur U14 spielen, so ist zumindest die Wucht schon eine ganz andere wenn es wirklich mal zum Kopfball oder Kopfschuss kommen sollte.

  • So halte ich es auch. Wenn ich mir aber so ansehe welche Ecken zum Teil schon in der F getreten werden, hart und auf Kopfhöhe... da ist schon klar wer was trainieren läßt. Schade um die Gehirnzellen.

    Wer im KiFu nur auf Ergebnis spielen läßt, liebt das Spiel nicht. Und seine Spieler werden es auch nicht lieben können.


    KiFu bedeutet nicht Wissen weiter zu geben, sondern ein Feuer zu entfachen.

  • So halte ich es auch. Wenn ich mir aber so ansehe welche Ecken zum Teil schon in der F getreten werden, hart und auf Kopfhöhe... da ist schon klar wer was trainieren läßt. Schade um die Gehirnzellen.

    Na ja, meine Mannschaft hat letztes Turnier die Ecken hart und hoch vors Tor geschossen.

    Ich trainiere mit denen aber weder Kopfball noch Ecken 8o

  • Zitat

    Aktuelle und künftige Trainer*innen sollen zudem dafür sensibilisiert werden, Symptome einer Gehirnerschütterung zu erkennen. Unter anderem bei Schwindel, Kopfschmerzen oder Unruhe - und nicht erst bei gravierenderen Problemen - sollen die Trainer*innen eine Trainings- und Spielpause aussprechen und ihren Spieler*innen dringend empfehlen, sich von einem Arzt untersuchen zu lassen.

    ja nee, is klar... da macht es sich der DFB aber mal schön einfach

  • Danke für den Hinweis! Im Artikel findet sich viel "sollte, könnte, wäre gut", aber wenig konkrete, verbindliche Vorgaben seitens des DFB.


    Grüße

    Oliver


    Ich bin E-Jugend-Trainer und für mich war Kopfballtraining noch überhaupt kein großes Thema.



    Sicherlich habe ich schon mal kleine kurze Übungen gemacht, die Jungen haben da teilweise Bock zu.


    Aber Kopfballtraining widerspricht ja eigentlich im Kinderbereich immer dem spielnahen Training, bzw. mir fällt keine spielnahe Übung dazu ein. Deshalb war es noch nie ein großes Thema bei mir.

    (Genau wie Einwürfe, die bei meiner Mannschaft gruselig sind, aber es wird trotzdem nicht trainiert)

  • Bei diesem sehr sensiblen und wichtigen Thema wäre mehr wissenschaftlicher Hintergrund schon sehr interessant.
    Bei unserer U11 spielt der Kopfball weder im Training noch im Spiel eine Rolle.
    Bewusst trainiert wird er gar nicht. Im Spiel kommt es gelegentlich vor, dass eine gegnerische Ecke, oder ein Abschlag vom gegnerischen Torwart, weggeköpft wird, wenn es keine andere Lösung gibt. Grundsätzlich führt die Spielweise unserer Jungs auch sehr selten dazu, dass Kopfballsituationen entstehen. (Kein Abschlag vom Torwart, Ecken werden flach gespielt, Funino im Training ...)

    Allerdings kommt es trotzdem immer wieder zu Situationen, in denen es sich nicht vermeiden lässt. (Aktionen der Gegner, Freistöße, die verlockende Chance den Mitspieler mit einer hohen Flanke zu bedienen ...)
    Dass die Jungs in diesen Situationen dem Reflex erliegen den Kopf zu nehmen, wie sie es von ihren Vorbildern kennen, lässt sich nicht vermeiden oder verbieten und zieht hoffentlich auch keine bleibenden Schäden nach sich. (näheres diesbezüglich zu wissen wäre trotzdem von Vorteil.)

    Für dieses wichtige Thema wäre es meiner Meinung nach von Interesse, dass sich die Verbände weltweit zusammentun und untersuchen, ob der Kopfball per se gefährlich ist und deshalb ähnlich wie Handspiel verboten werden sollte oder ob die Gesundheitsgefährdung sich ausschließlich durch regelmäßige (zu häufige) Kopfbälle (z.B. Kopfballpendel, tägliches trainieren von Eckbällen etc.) ergibt. Gibt es eine Altersgrenze ab der Kopfbälle leichter "weggesteckt" werden?
    Je nachdem wie die Antwort auf die obige Frage ausfällt, wären dann Konsequenzen abzuleiten.
    z.B. Kopfbälle sind erst ab 16 Jahren erlaubt... => die Zahl und die Annahme ist willkürlich gewählt, weil ich medizinisch vollkommen ahnungslos bin.
    Grundsätzlich könnte ich mir Fußball auch ohne Kopfbälle vorstellen. Aus heutiger Sicht würde natürlich ein wesentliches Element des Spiels und ein Attraktivitätsfaktor fehlen, aber Veränderungen aus der Vergangenheit (Abseits, Rückpass, Annahme von Abstößen im 16er) haben in der Regel auch dazu geführt, dass das Spiel am Ende eher attraktiver wurde, weil die Spieler und Trainer neue Lösungen entwickeln mussten.
    Deshalb wäre es in meinen Augen wichtig mit seriösen Studien Transparenz und Klarheit über Auswirkungen von Kopfbällen im Fußball zu schaffen und diese - falls erforderlich - im Kinderbereich grundsätzlich zu verbieten oder im extremsten Fall bis zu den Erwachsenen.

  • Kopfballtraining habe ich erst in der D-Jugend angefangen und dann auch immer nur kurze Übungen, nur das die Jungs mal ein Gefühl dafür bekamen. Das wäre meine Empfehlung erstmal kurze Übungen und dann auch erst ab D-Jugend.

  • Ich stimme Coach zu, da gehört denke ich ein weltweites Interesse und Studien her!


    Bei American Footballern beispielsweise komtm es ja öfter vor, dass das Gehirn durch die ständigen Zusammenstöße leidet und die Spieler nach der Karriere geschädigt sind. Gibt da eine Krankheit (Quelle: Spiegel.de) namens CTE, die aggressiv macht. Ziemlich schlimm!


    Könnte mir gut vorstellen, dass das bei Profi-Fußballern (wie viele Kopfbälle macht z.B. ein Ramos in der Woche?!) auch vorkommt.

    Und gerade bei Kindern dürfte es noch schlimmer sein, immerhin ist der Körper noch im Wachstum.


    Was aber wiederrum sicher nicht schaden kann, ist es, wenn die Spieler wissen, wie die richtige Technik ist!

    Könnte Nackenproblemen und Kopfschmerzen vorbeugen...


    Auf jeden Fall ein wichtiges Thema!!