Kopfball trainieren - ab wann ?

  • Hallo,


    unser Bambinitrainer wollte beim letzten Training mit den Kindern Kopfball trainieren. Ich war etwas verwundert, ist das nicht zu früh ?
    Bei den Kindern hat das auch nicht sonderlich gut hingehauen. Beim letzten Spiel aber habe ich Kinder in der Altersklasse Kopfbälle machen sehen, die waren kleiner oder maximal so groß wie meine 5 Jährige (1,20m)

  • Bei Bambini würde ich das gar nicht machen, und wenn doch, dann maximal mit Luftballons. In der F habe ich begonnen, Kopfball aus dem Stand mit Schaumstoffbällen trainieren lassen. Ich habe das Team dann abgegeben, aber in der E hätte ich das mit Light-Bällen gemacht. Ab der D gehört es auch laut DFB zum Repertoir, siehe die Broschüre "TZraining des Kopfballspiels" unter http://talente.dfb.de/index.php?id=518941


    Immer wieder sieht man in G und F besonders "mutige" Kleine, die den weiten Abschlag des gegnerischen Torwarts mit dem Kopf nehmen. Davon habe ich meinem Team immer abgeraten, zumal meist ja genug Zeit und Platz ist, um den Ball mit einem anderen Körperteil (Brust, Knie) anzunehmen. Jetzt in der E sieht man gelegentlich schon Spieler, die Flanken gezielt mit dem Kopf verwerten können. Aber das ist die Ausnahme (schon die passende Flanke), insofern würde ich da lieber bis zur D warten.


    Grüße
    Oliver

  • Bambinis und Kopfballtraining?
    Dann müssen diese aber mit den Füssen sehr sehr gut sein. Diese kriegen bestimmt schon gewollt hohe Bälle und Flanken hin, so dass die Kopfballtechnik unentberlich ist... :thumbsup::thumbsup::thumbsup:


    Spass bei Seite...


    Bambinis können in der Regel, nicht mal gerade aus laufen und da macht Ihr Kopfballtraining?
    Wie währe es, wenn Ihr etwas Ballführen, Dribbling und später dann Pässe und Ballmitnahme macht?


    Gruss
    TRPietro

  • Als ich damals noch Bambinis "trainiert" habe hieß es immer das man kein Kopfballtraining machen soll da die Schädeldecke wohl nicht ganz ausgeprägt ist. Ka ob da was dran ist...


    Heute trainiere ich eine C-Jugend und mache noch immer kein explizietes Kopfballtraining da ich glaube ich nicht so viele habe die entsprechende Flanken schlagen können und somit das Kombinationsspiel bevorzuge.

  • @Don


    Die Broschüre ist nicht vollständig! Also bei den Frauen erst 25 mit dem Kopfballtraining beginnen, sonst schlechtes Timing beim hochspringen! Vorher schauen die nur zum TW-Trainer und/oder kneifen die Augen beim Kontakt zu! =)


    Allerdings können die Mädels auf allerhöchstem Niveau heutzutage schon auch Kopfball!

  • @Don


    Das würde meine Frau nie erlauben. Ausserdem besteht bei den Mädels und Frauen unter 25 zunächst einmal die TW-Trainer-Aufgabe darin, sie zu überreden, ihr Smartphone für die Dauer des Trainings auszuschalten, sonst richtet sich der Blick in Richtung Handy und einen Teil der Konzentration anhand des Klingeltons den Anrufer und die Wichtigkeit der Empfangsbereitschaft zu erkennen!


    Mich würde auch gar nicht wundert, wenn demnächst Bruce Darnell auf den Sportplatz kommt und einem Mädchen, dass gerade aufgrund totaler Ablenkung vom Handy gegen den Flutlichtmasten gerannt ist, sagt: "Baby, du braucht F..." (hab doch glatt diese Firma vergessen) :thumbsup:


    Nein, Mädchenfussball ist herrlich und nichts kann mich davon abhalten, diesen (h)ehr(r)lichen Geschöpfen weithin den Fussball mit Spaß zu vermitteln.

  • Hallo,


    unser Bambinitrainer wollte beim letzten Training mit den Kindern Kopfball trainieren. Ich war etwas verwundert, ist das nicht zu früh ?
    Bei den Kindern hat das auch nicht sonderlich gut hingehauen. Beim letzten Spiel aber habe ich Kinder in der Altersklasse Kopfbälle machen sehen, die waren kleiner oder maximal so groß wie meine 5 Jährige (1,20m)


    Daran erkennt der Kenner das diese Person keine Ahnung hat und davon jede Menge.


    1. Sind Bambinis nicht in der Lage, Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen, deshalb werden sie die Sache mit dem Timing niemals richtig hinbekommen


    2. Das Thema Kopfball besteht aus einem gewissen Bewegungsablauf. Wer den kennt weiss, dass die in Nr. 1 benannte Sache schon allein deswegen für
    Personen die meist mit den eigenen Füßen noch nicht klar kommen, nicht machbar ist


    3. Wer das mit dieser Personengruppe praktiziert, könnte dafür sorgen, dass die Kinder genau deshalb große Angst vor dem Thema haben und es später
    dann auch nicht mehr lernen wollen und sich beim möglichen Kopfball dann zurückhalten.


    Eine Geschichte die hier als gutes Beispiel dafür dient, dass jemand der Willens ist ein Team zu trainieren dieses mit zu wenig Fachwissen praktiziert und das ohne jegliche Unterstützung z.B. durch einen Koordinator der ihm seine Fragen beantworten könnte bzw. das Training beobachtet und Anmerkungen dazu an den Adressaten steuern könnte, um derart mieses Training zu unterbinden.


    Dem Mann muß man einfach klar machen, dass Kopfballtraining bei den Minis ein NoGo ist. Die gleiche Zeit in andere koordinative Übungen investiert würde einen Schuh draus machen. Die Sache mit den Luftballonen die man z.B. einfach hochhalten muß...z.B. beim Hallentraining...wäre für mich eine lustige Koordinativübungen, die für mich mit dem Kopfball nichts zu tun hat und max. -so wie jede andere koordinative Übung- ein Vorarbeit hin zu auch anderen technischen Abläufen dient.


    Wie immer....es gibt vermutlich einen G Spieler auf dieser Welt, der doch einen Kopfball verwandelt...diese Ausnahme interessiert mich aber nicht, die ist für mich nicht die Legitimation deswegen dann für 99,9 Prozent der anderen Kinder nun Kopfballtraining bei den Minis anzubieten. Viel interessanter fände ich, wenn man seine G-Linge/Minis über Mut und Spielintelligenz dazu kriegen würde, mal einen mißratenen Kopfball aus dieser Intelligenz und dem Mut im Ansatz präsentieren zu wollen. Sei es dass der Ball im Abschluß eingeköpft werden sollte oder auch nur im Gewühl hochgeköpft wurde....egal wohin ;)

  • Nachdem @Ballaufpumper und @Sir Alex im Tread Vatertrainer, positiv oder negativ? ein "sinnlos" bei Kopfballtraining in der G-Jugend eingeworfen haben, möchte ich das Thema hier nochmals aufgreifen.


    a) als "sinnlos" in der G-Jugend wurde hier im Forum an verschiedenen Stellen schon das Training des Kopfballspiel, das Passen und des Torwart erwähnt. Sinn machen soll das Training von Dribbling und Torschuss (ohne Torwart?). Macht das wirklich Sinn? Man wird hier gefragt, wie viele Kopfbälle man in einem Spiel sieht - dann stellt sich mir die Frage, wie viele Tricks sehe ich? Und ich meine jetzt nicht einen Gegenspieler zu überlaufen. Mir stellt sich die Frage, ob Bambini/G-Jugendtraining überhaupt einen Sinn macht? Und einen positiven Aspekt kann ich herausziehen: den Kindern macht es Spaß! Und Flugkopfbälle auf der Weichbodenmatte mit einem sehr leichten Gymnastikball machten sowohl einer F- als auch einer G-Jugend im Training bei mir Spaß (das gleiche gilt für einen Fallrückzieher - sehe ich übrigens noch seltener als einen Kopfball).
    Wenn ich mal meine Skepsis gegenüber einem G-Jugendtraining bei Seite schiebe, macht es aus meiner Sicht durchaus Sinn, auch Kopfball in ein Training (nicht wöchentlich, aber vielleicht 1x im Quartal für 10-15 min.) einfließen zu lassen:
    - Angst vor dem Ball wird genommen
    - man kann es mal "gefahrlos" probieren (ohne Verletzungsgefahr) - hierzu mehr unter b)
    - koordinativ ist es sehr anspruchsvoll
    - es wird weitere Erfahrung gesammelt beim Abschätzen von Entfernungen und Geschwindigkeit
    - Kinder sind "stolz" wenn sie es hin bekommen - und wenn nicht, lernen sie zumindest fallen
    - ein weiterer Mosaikstein für Körperspannung - woher soll sie kommen, wenn ich sie nie trainiere?


    b) Körperverletzung? (Ich bin kein Arzt und deshalb könntet ihr mich in diesem Punkt überzeugen)
    „Muskeln und Knochen spielen beim Knochenaufbau zusammen. Durch Belastung werden Muskeln gefordert und fördern wiederum den Aufbau und die Festigung der Knochen – erfolgt keine Belastung, kommt es zu einem Knochenabbau.“
    „Neugeborene haben noch keine Kontrolle über ihre Muskeln, diese müssen sie erst erlernen und zwar von oben nach unten. Die Kontrolle der Muskulatur rund um den Kopf funktioniert zuerst: Mit etwa drei Monaten kann das Baby den Kopf schon selbst dauerhaft hochhalten, ein bis zwei Monate später hat das Kind die volle Kopfkontrolle, erklärt die deutsche Diplom-Pädagogin Melanie Lerch. Als nächstes folgen Arme, Schultern, Hände, dann Rücken, Hüften und Beine.“
    Quelle: https://www.kindaktuell.at/bab…wicklung-bei-kindern.html
    Das bedeutet doch, dass der Kopf und die Muskulatur um den Kopf herum bei einem Kind sehr weit fortgeschritten ist. Ein Arm und Bein ist auch noch im Wachstum -> kommt es da nicht auch zu Fehlentwicklungen durch das Fußball spielen?
    Weiterhin gibt es das absichtliche "Kopf anschlagen" der Kinder - so schwach und zerbrechlich kann dieser wohl nicht sein.
    "Wir haben ein Experiment gemacht. Insgesamt haben 91 Studierende teilgenommen. Eine Gruppe hat ein Kopfballtraining gemacht, eine Kontrollgruppe hat Passspiel geübt und eine andere hat sich gar nicht sportlich betätigt. Danach haben wir getestet, ob sich das visuell-räumliche Gedächtnis, die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und die Aufmerksamkeit verändert haben. Es gab keinen Unterschied zwischen den Gruppen." Quelle: spiegel.de (waren allerdings Studierende)


    gleiche Quelle andere Studie:


    "Da ging es um Langzeiteffekte von Kopfballspiel. Die Kollegen haben Veränderungen in der weißen Gehirnmasse entdeckt. Darüber hinaus haben sie festgestellt, dass Spieler, die mehr köpften, eine schlechtere Gedächtnisleistung hatten als Spieler, die weniger köpften. Interessanterweise fanden die Forscher, dass die Gedächtnisleistung erst ab einem Schwellenwert von 1800 Kopfbällen im Jahr abnahm, während die Hirnveränderungen bereits bei 885 bis 1550 Kopfbällen nachweisbar waren."


    Sollte man das Kopfballspiel im Fußball generell verbieten? (im Amateurboxen verschwand der Kopfschutz wieder - siehe sueddeutsche.de)



    c) DFB


    "Spielend den Kopfball lernen" auf Seite 5 wird hier die U12/13 genannt - DFB Fußball Abzeichen: Station 3 Kopfballkönig (aus den FAQs: "Frage: Wer kann mitmachen? Welche Altersklassen gibt es?
    Antwort: Das DFB-Fußball-Abzeichen ist ein sportliches Aktionsprogramm für Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche. Beim DFB-Fußball-Abzeichen kann jeder mitmachen ab 9 Jahre. Es gibt insgesamt fünf Al­ters­grup­pen: Ü9 (9 - 14 Jahre), Ü14 (14 - 16 Jahre), Ü17 (17 - 39 Jahre), Ü40 (40 - 49 Jahre), Ü50 (ab 50 Jahre).
    Das DFB-Paule-Schnupper-Abzeichen steht allen Kindern ab 5 Jahren offen."
    D.h. ab 9 Jahren wird hier ein Kopfball vorausgesetzt, aber erst mit 11 soll er trainiert werden - oder sehe ich da etwas falsch?


    Bitte den Post nicht falsch verstehen: ich bin kein Kopfballtraining Fan (auch nicht bei Älteren, weil ich weiß, wie einem da der Schädel brummt), aber das Kopfballspiel gehört (noch) zum Fußball und deshalb sollte es aus meiner Sicht auch im Training vorkommen (allerdings sehr dosiert und altersgerecht).

  • Ich weiß nicht, ich wäre vorsichtig. Ich hab mal gehört das ein Stoß im Kopfbereich für Kinder nur schlimmere folgen haben kann weil die Nackenmuskullatur noch nicht so weit ist diese Stöße abzufangen und eine Durchschütteln zu verhindern, stimmt das?


    Naja, man kann und sollte auch schon den Kopfball im G Trainieren. Ich würde aber auf schwere Bälle und zuspiele/zuwürfe verzichten.
    Ich würde lediglich den Kopfball mit Leichtbällen aus den eigenen Händen Trainieren. Es hat den Vorteil das Sie gleich die richtige Technik (Armbewegung, Bogenspannung, Ball mit der Stirn treffen) ausführen müssen.
    Ein Beispiel für eine solche Übung ist ein Fangspiel, bei dem mehrere Fänger die Gejagten in einem Bereich abköpfen müssen. Ist dies gelungen werden die Gejagten zu Fängern.
    Das reicht dann meiner Meinung aber schon für den gesammten F-Jugendbereich aus, bevor ich in der E das Thema vertiefe.

  • Es gibt bei meinem team so vieles zu üben ohne zu Köpfen, was mMn wichtiger ist.
    Dennoch kann man solche leichten Übungen wie ihr sie Beschreibt zur Auflockerung bestimmt einsetzen.
    Bei mir beschränkt sich das Kopfballtraining darauf, dass ich die Kinder beim Jonglieren dazu animiere sich den Ball auch mal auf den Kopf hochzuspielen.

  • "Da ging es um Langzeiteffekte von Kopfballspiel. Die Kollegen haben Veränderungen in der weißen Gehirnmasse entdeckt. Darüber hinaus haben sie festgestellt, dass Spieler, die mehr köpften, eine schlechtere Gedächtnisleistung hatten als Spieler, die weniger köpften. Interessanterweise fanden die Forscher, dass die Gedächtnisleistung erst ab einem Schwellenwert von 1800 Kopfbällen im Jahr abnahm, während die Hirnveränderungen bereits bei 885 bis 1550 Kopfbällen nachweisbar waren."


    Sollte man das Kopfballspiel im Fußball generell verbieten? (im Amateurboxen verschwand der Kopfschutz wieder - siehe sueddeutsche.de)


    Zum Tema Langzeiteffekte ....
    Das Nervenleiden CTE.
    Die Kinder werden erst bedanken können, wenn es zu spät ist.


    ""Die Forschung über CTE allgemein steht noch am Anfang", so Dodel. Obwohl auch im Fußball ähnliche Probleme auftreten könnten, würde kein Sportverein in Studien zu Gehirntraumata investieren. "Die wollen davon nichts wissen, da geht es eher um schnelle Heilung von Knien und Füßen", meint Dodel. Das sei kurzfristig gesehen wichtiger als der Kopf."
    http://www.morgenpost.de/web-w…liches-Beben-im-Kopf.html

  • Für Kopfbälle braucht man Timing, einen harten, entwickelten Schädel inklusive Inhalt und Mut. Den Bewegungsablauf kann man auch in der U13/14 noch gut lernen. Ich kann mich an kaum ein Spiel erinnern, wo in der U12 und niedriger mal ein Spiel durch ein Kopfballtor alleine entschieden wurde. 1-2 pro Saison. Da gibt es andere Prioritäten.

  • Ich habe meine Trainerprüfung zum Thema "Spielend den Kopfball erlernen" abgeleistet und hierzu die DFB-Broschüre genutzt.


    Nach der Prüfung habe ich im Training einer D - Jugend das neue Wissen genutzt und mit LEICHTbällen hingeleitet ...letztlich zum getimten "Klappmesser" und dieses auch jeweils vorgeführt.


    Hierbei ist mir richtig übles passiert. Ich setzt an zu einem simplen Klappmesser und Köpfe mit Schwung den Ball.
    DANACH war die Welt für mich eine andere. Ich hatte abrupten Schwindel, sackte peinlich auf den Boden, mußte mich zeitnah vor dem Team übergeben und unter Gehhilfe an die 50Meter entfernte Bande bringen lassen. Danach übernahm mein Trainerkollege und ich hangelte mich zur Kabine, restlos unter übelstem dauerhaften Schwindel. In der Kabine kotzte ich nocheinmal und dann ließ ich mich abholen. Das endete mit Verdacht auf Schlaganfall im Krankenhaus, wo man dann aber feststellte, dass mein Gehörorgan durcheinander war. Da sind kleine feinste Art Härchen drin mit so "Kristallen" oben drauf. Durch die seltsame schwungvolle Bewegung des Kopfes gerieten die durcheinander. Es dauerte drei Tage und ich war wieder fit und eine Erfahrung reicher. Im Spiel (ich spiele einmal wöchentlich in der Halle) kommt es selten zu Kopfbällen...ich meide sie seit damals.


    Ein weiterer Gedanke:


    Geschwindigkeit multipliziert mit der Masse gleich Kraft? Ich war nur auf der Hauptschule...stimmt die Formel? Wieviel wiegt ein Ball für die jeweilige Jugend...hier die F Jugend? Frontal geköpft...aus dem Lauf mit Klappmesser im "gewaltigsten" Fall...wieviel Druck erhält der Kopf...der Nacken? Ist das gefährlich und nicht?


    noch ein Gedanke:


    F-Linge ....so stellte ich ich Thema "Passen" für mich fest, ...haben für mich und mein Wissen...zu 99 Prozent der Altersgruppe haben auf Grund ihrer körperlichen Entwicklung nicht die Möglichkeit Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen und schaffen es auch aus gleichem Grund nicht im Raum und das bei eigener Bewegung zu schauen...was mich zu dem Ergebnis kommen ließ, dass hier kein Trainingseffekt zu erzielen ist und deswegen wenig Sinn macht (was nicht bedeutet, das ein Pass verboten ist!). Wenn diese These nur ansatzweise zutrifft, soll das nun mit dem Kopfball gelingen? (F-Jugend).


    In der Gesamtheit der Gedanken und des derzeitigen Wissens in Verbindung mit meiner Einstellung als Kifu-Trainer komme ich zu dem Ergebnis (für mich), das der Kopfball für mich nicht wichtig und erstrebenswert ist.


    Sollten meine Gedankengänge und Eindrücke nur ansatzweise richtig sein, könnte mir sogar in den Sinn kommen, dass es ein Thema sein könnte, den Kopfball zu verbieten.

  • man kann es mal "gefahrlos" probieren (ohne Verletzungsgefahr)

    Das und die Klappmesser-Schauergeschichte von @Andre sprechen dafür das man Kopfballtraining frühzeitig anbieten sollte. Als präventive Massnahme sozusagen.
    Ich habe noch kein explizites Kopfballtechnik-Training mit meiner Truppe gemacht. Die einzigen Kopfball-Spiele die ich mache, sind:


    - Hand-Fuß-Ball (eigene Spielhälfte Hand, Angriffshälte Fuß oder umgekehrt)
    - Head & Catch
    - Handball (wo nur Kopfballtore zählen)


    Ich mache die mit einem leichten Plastikball, den man oft als Werbegeschenk oder im Baumarkt bekommt. Den Kids machen die Spiele Spaß und ich mag sie koordinativ und gehirntechnisch (Fachwort?) auch gerne.


    In meiner E machen bzw. versuchen einige Spieler in den Spielen Kopfbälle zu machen. Dabei ist mir aufgefallen, das sie es zum einen technisch falsch machen und danach oftmals auch Schmerzen haben. Was spricht nun eigentlich dagegen, ab einem gewissen Alter - ich schmeiße hier mal F-Jugend in die Diskussion - die Kopfballtechnik mit sehr leichten Bällen kennenzulernen? Dann kennen die Kinder die Theorie und bekommen praktisch vermittelt wie man Gefahren oder schlechten Erfahrungen aus dem Weg geht.


    Natürlich gibt es wichtigere Dinge als den Kopfball aber mal rein aus der präventiven Sicht, würde es doch Sinn machen. Und zum Thema Verbot: Bitte nicht! Lasst den Fußball so wie er ist.
    Bei unserer Herrenmannschaft hör ich regelmäßig nach Kopfbällen "Ah, bei dem kannste eh nix mehr kaputtmachen."


    sb

  • Solange es kein Verbot gibt ist es erlaubt.
    Wir kennen di eProbleme und die Schmerzen.
    Davor müssen wir die Kinder bewahren.
    Also ist es doch sogar unsere Pflicht Kopfball zu trainieren.
    Oder nicht?


    Aber wie? --> Dazu haben wir hier im Thread einige schöne softe Einstiege.


    Und ab wann: eigentlich ab dann, wenn die Kinder den Ball vom Boden hoch bekommen. Eigentlich also F; jedoch: Sollte sich funino in der Breite als Spielform durchsetzen und die 4 kleinen Tore gespielt werden, dann ab der E. Denn beim Funiño gibt es eigentlichkeinen hohen Bälle - es gibt auch keinen Abschlag vom Tormann, keinen Einwurf etc.
    Ergänzend könnte dann jedoch trotz allem für alle Altersklassen Unterhalb der "Kopfballeinführungsklasse" der Kopfball verboten werden.

  • Ich bin der Meinung, dass ...so lange ein Zweifel bezüglich der Gesundheit von Kindern besteht (und wir sprechen von einem zirka ...ich weiss es nicht mehr genau...350 Gramm Ball...der mit beispielsweise 15 km/h durch Kinderschuss beschleunigt wird...von mehreren Kilogramm die auf den Kopf eines F-Lings treffen könnte!!!!)....Kopfbälle nicht in den Kifu gehören und ...verboten gehören.

  • 350 Gramm Ball

    Absolut bei dir. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf wenn die Kids mit den schweren Bällen zum Kopfball hochgehen. Wir benutzen die 5er mit 290gr. und selbst bei denen sehe ich nicht gerne Kopfbälle bei meinen Kids. Eckstöße fordere ich z.B. auch flach und scharf in den Strafraum oder auf einen freien Mitspieler ein. Gerade weil sie die Kopfballtechnik nicht beherrschen. Wie gesagt, Ich benutze für die Spiele nur den Plastikball. Weiß bloß nicht ob es sinnvoll ist mit so einem Ball die Technik kennenzulernen. Alternative wäre noch der 4er Ball. Mit dem spielen bei uns die G-Junioren. Aber derzeit ist alles was härter als der Plastikball ist, für mich persönlich nicht zu verantworten. Präventiv daran zu gehen finde ich aber trotzdem interessant.


    Bei Kindern die ins Tor gehen ist es ja auch empfehlenswert ihnen die Dinge zu zeigen, damit sie sich nicht verletzen. Ok, der Vergleich hinkt. Aber bin da ganz bei Torsten. Ich sehe es sogar als unsere Pflicht frühzeitig auf korrekte Technik zu achten um Verletzungen zu vermeiden, GERADE weil sie ja von sich aus zu Kopfbällen hochgehen UND es derzeit KEIN Verbot gibt.

    Ergänzend könnte dann jedoch trotz allem für alle Altersklassen Unterhalb der "Kopfballeinführungsklasse" der Kopfball verboten werden.

    Solch ein Verbot könnte ich mir vorstellen, wenn bis Übergang F --> E nur Funino gespielt wird. Obwohl ich von Verboten per se nicht viel halte.
    Bis F-Jugend trichtert man den Kindern ein: NICHT mit dem Kopf. Später fordert man es dann wieder ein. Mmh, schwierige Sache...


    sb

  • Solch ein Verbot könnte ich mir vorstellen, wenn bis Übergang F --> E nur Funino gespielt wird. Obwohl ich von Verboten per se nicht viel halte.Bis F-Jugend trichtert man den Kindern ein: NICHT mit dem Kopf. Später fordert man es dann wieder ein. Mmh, schwierige Sache...


    sb

    Also beim Funiño muss man das gar nicht besprechen - Das kommt schlichtweg von alleine nicht vor.
    Wir kämen also komplett ohne ein derartiges Verbot aus, wenn wir dieses fantastische Spielsystem überall einführen und uns vom 7:7 abwenden. Damit muss man auch nichts eintrichtern was dann wieder "ausgetrichtert" werden muss. Je länge rich trainiere, desto sicherer bin ich, dass wir alle umdenken müssen und das 7:/ begraben in diesen Alterstufen. Dann könnte man auch den Übergang zum 7:7 mit einem 5:5-System wie H.Wein es empfiehlt anstreben und es wird nochmal alles schlüssiger! Es wird einfach Zeit!