Beiträge von Skriwer

    6-Wochen Dribbling am Stück habe ich eigentlich öfter im Training in der D-Jugend gemacht.

    Dazu muss ich sagen, das ich im Grunde ganzheitlich Trainiere (es wird immer alles trainiert) und ich taktische Schwerpunkte setze. In der D ist das die Individualtaktik.

    Wenn ich davon ausgehe, dass am Ende der D-Jugend alle folgenden 1 gegen 1 Situationen beherrscht werden sollen, komm ich gar nicht darum. (Und jeder Spieler, egal wie „Untalentiert“ sollte die defensive dieser Situationen beherrschen.)

    1. Zentrum kurze Distanz Frontal

    2. Flügel kurze Distanz Frontal

    3. Flügel lange Distanz Frontal

    4. Zentrum Verteidiger im Rücken, Angreifer mit Ball

    5. Zentrum Verteidiger im Rücken, Angreifer ist nicht am Ball

    6. Flügel, Vertreidiger im Rücken, Angreifer am Ball.

    (7. Verhalten im 1 gegen 2)

    Ich möchte vielleicht sogar, das meine Spieler für jede dieser Situationen mehrere Finten beherrschen und anwenden können.

    Selbst wenn ich den weniger vorkommenden Situationen nicht so viel Beachtung schenke ist der Trainingsaufwand doch erheblich.


    Edslavius Meintest du diesen Trainingsplan, aus diesem Thread?
    Der User @'Danielano' hatte die Datei jedoch nur als PDF hochgeladen.

    Mit einer kurzen Googlesuche findest du folgendes:

    https://fussballtraining.com/f…13_08_plan_d-junioren.pdf



    Hier wird in Blöcken trainiert und es ist sicherlich ein guter Start mit dem man arbeiten kann.

    Persönlich ist mir für einen 2008 Jahrgang zu wenig Dribbling drin und ich würde auf jeden Fall das Kopfballtraining streichen, bzw. verteilen und keinen extra Block dazu machen. Die grünen Zusammenspielblöcke sind auch eher was für ältere und ziemlich gute D-Jugendliche. Hier würde ich stattdessen weiter Individualtaktik machen.


    Also:

    - Kopfball streichen und durch einen anderen Technikblock ersetzen.

    - Grüne Blöcke durch Individualtaktik ersetzen

    Generell hast du hier erst mal ein Grundgerüst an dem du dein tägliches Training orientieren kannst und nichts vergisst. Du schaust auf den Plan, siehst was dran ist und entwirfst auf deine Mannschaft passende Trainingseinheiten.

    Für mich hatte sich das über die Zeit immer etwas verändert, aber eigentlich sah es immer so aus:
    E-Jugend: maximal 5 gegen 5 , also 4 gegen 4 auf dem Feld, oder Funino

    D-Jugend: maximal 7 gegen 7, meistens wurde 5 gegen 5 und parallel funino gespielt.
    Jetzt in der C lasse ich fast ausschließlich 7 gegen 7 im Doppelten 16er Spielen.


    Neben Turnieren auf verschiedenen Feldern habe ich noch einen Favoriten:
    Die Ergebnisse auf den Feldern werden zusammengezählt.
    Dazu ein Beispiel:

    E-Jugend, 13 Spieler sind im Training:

    Man teilt die Mannschaft in ein 7er und ein 6er Team
    Auf dem ersten Feld wird 5 gegen 5 gespielt. Die restlichen Spieler spielen 1 gegen 1 auf Dribbeltore. Nachdem jeder Spieler 3 offensive Aktionen hatte, wird gewechselt und neue Spieler kommen zum 1 gegen 1 raus. Weil ein Team in Unterzahl ist, wechselt es einfach öfter.
    Am Ende hat die Mannschaft gewonnen die insgesamt am meisten Punkte hat.

    Man kann als zweite Station jede Art von Wettkampf machen. Ich finde das gut, weil ich so die Jungs immer ihr freies Spiel haben, ich aber dennoch Akzente im Schlussteil setzen kann und die Ballkontaktzeiten erhöhe. Außerdem schult es sehr gut die Umstellungsfähigkeit.

    Ich mache das lieber als Turniere, da es weniger Organisation erfordert und ich so mein Team zum Funino überreden konnte. :-)

    Das klingt doch sehr professionell und gut bei euch. Ich glaube wenn es so läuft wie bei euch, also die Eltern suchen nach Hilfe/Unterstützung, und nicht umgekehrt, hat niemand was gegen Berater.

    Erst wenn bei U12 Spielen irgendwelche Leute die Eltern ansprechen und Irgendwas versprechen, klingeln bei mir die Alarmglocken.

    Was du Geschäftsanbahnung nennst, ist aber natürlich kalkuliert. Kinder in dem Alter sind sehr formbar. Wenn nun schon in jungen Jahren ein gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, das ein Vertrag auch später unterschrieben wird. Das ist ja erstmal nicht schlimm, man sollte sich halt dessen bloß bewusst sein. Aber das seid ihr ja.

    Ich verstehe nicht warum die Vereine lieber ihre private Liga gründen, anstatt eine vernünftige Reform im Hamburger Gebiet anzustreben. Haben die Proficlubs da so wenig Einfluss? Stellt sich der Verband so quer?

    Wenn die Proficlubs davon überzeugt sind, dass eine Ligareform das beste für die Ausbildung ihrer Spieler ist, dann müssten sie doch eigentlich stark daran interessiert sein, diese Reform für alle Vereine durchzusetzen. Bekommen mehr Spieler eine bessere Ausbildung gibt es mehr Talente die man scouten kann und so steigt die Wahrscheinlichkeit ein echtes Juwel dabei zu haben. Schottet man sich hingegen ab, bleiben Spieler die evtl. später noch ein angemessenes Leistungsniveau erreicht hätten auf der Strecke und einem gehen potentielle Profispieler verloren, außer natürlich dieses Abschotten hat noch andere Gründe, wie z.B. Wechsel einfacher zu machen und sich anderen Kontrollen des Verbands zu entziehen, was mich ehrlich gesagt etwas misstrauisch macht.

    .

    Warum wird sowas gemacht? Kann ich mir irgendwo die Bestimmungen anschauen, nach denen lizensiert wird?

    Das sieht mir so erstmal nicht wirklich nach Talentförderung aus sondern man versucht einfach alle Spieler, die halbwegs kicken können, in diesen Vereinen zu sammeln um sie dann besser scouten zu können.

    Leider ist so etwas aber auch immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein, die Bemühungen von uns Europäern um Umweltschutz sind zwar nett, aber auch recht wirkungslos, solange das in anderen Ländern niemanden interessiert. In vielen (größeren) Schwellenländern ist das überhaupt kein Thema und die Amis verbrauchen Plastik in Mengen, dass würde man hier gar nicht glauben. Die benutzen oftmals nicht einmal normales Geschirr wie bei uns, sondern Wegwerf Plastikteller. Die EU sollte lieber erst einmal ihre Zeit darin investieren, weltweit für ein klimafreundlicheres Handeln zu sorgen. Bevor sie Entscheidungen treffen, mit Konsequenzen, von denen besonders die Mittel und Unterschicht, sowie kleine Unternehmen und Vereine in Europa betroffen sind, bzw. unter diesen Leiden! Vor allem wenn diese Entscheidungen nur minimalen Effekt haben

    Dein Argument ist also: Man soll nichts machen weil es woanders schlimmer ist? Was ist das bitte für ein Argument, dann kann man ja gar nichts mehr tun und dann wird auch nie was getan.

    Die hauptsächliche Alternative wäre es meines Wissens, statt Granulat künftig Sand zu benutzen, macht man Vielfach in Südeuropa. Das mag dann zwar für den Menschen nicht schädlich sein, ist es aber sehr wohl für die Umwelt. Denn die Sandgewinnung zerstört Lebensräume für Tiere

    Die beste Alternative ist wohl Kork, das ist halt sehr teuer.

    Es ist ja auch nicht nur eine frage des Umweltschutzen sondern auch der Gesundheit. Ich würde meine Kinder nur ungern auf alten geschredderten Autoreifen spielen lassen.


    Naja, die Granulatplätze sind aus Umweltschutz- und Gesundheitsaspekten mMn kritisch zu sehen. Ich kann mich noch erinnern, dass es vor ein paar Jahren einen Skandal gab, weil statt für Sportplätze geprüftes Granulat, flächendeckend billiges Granulat verwendet wurde. Es stellte sich raus, dass dieses gesundheitsgefährdende Substanzen absondert. Dass soetwas nicht mehr passiert glaube ich kaum, da viele Vereine nach wie vor am Hungertuch nagen und die Kontrollen lückenhaft sind.

    Ich bin tatsächlich für ein Verbot. Es muss aber eine entsprechende Förderung geben, die dabei hilft bestehende Plätze umzubauen.

    Das kann doch nicht ganz ernst gemeint sein...


    Haben Deine Kinder denn neben Fußball/Sport keine anderen Hobbies?

    Keine Freunde außerhalb der Mannschaft?


    Bei 3-4x Training die Woche brauchen wir uns über die Gründe für Drop Out ab der D-Jugend aufwärts nicht weiter unterhalten.

    Ja die Kinder haben andere Hobbys, die haben aber eher mit Bildschirmen zu tun oder sind Musikinstrumente, also nichts mit Sport. Gleichzeitig muss ich sehen, dass es 11-12-Jährige gibt die keine Rückwärtsrolle oder ein Rad können.
    Dropout liegt aus meiner Sicht nicht am Umfang des Trainings, sondern an der Art und weise wie trainiert wird und ob Druck entsteht. Ist der Leistungsdruck hoch, kommt es zu Stress. Gerade im Breitensport kann man aber ein Training anbieten, das vor allem Spaß macht und vielseitig ist. Zudem kommen die Kinder dann sogar sehr gerne.

    Ich finde 2 x 1, 5 Std. ist vollkommen ausreichend im Breitensportbereich. Ich empfehle meinen Jungs immer in ihrer Freizeit soviel wie möglich zu kicken oder selbst im Garten mit dem Ball jonglieren in jeder freien Minute. Das sieht man auch im Training, wer fleissig nebenbei kickt.

    Ich empfinde das mittlerweile nicht mehr als ausreichend. Bei uns in der Stadt geht die athletische Tendenz der Kinder soweit in den Keller, dass man Sport eigentlich per Arzt verschreiben müsste. 3 mal Training sind gut um hier viel auszugleichen und man kann dann noch viel vielseitiger Trainieren. Für optimal halte ich eine zusätzliche Hallenzeit (draußen geht natürlich auch, jedoch nicht so viel) in der man Blockweise in verschiedenen Sportarten ist. z.B. : 6 Wochen Handball; 4 Wochen Volleyball, 6 Wochen Basketball, 4 Wochen Turnen, 8 Wochen Flagfootball usw..

    Natürlich muss auch hier das allgemeine Trainingskonzept stimmen und der Spaß im Vordergrund stehen.

    Nein, woher sollen die Leute aus dem NLZ das wissen? Talent ist einfach nicht messbar. Was messbar ist, ist die aktuelle Leistung, aber für eine gute Prognose von zukünftiger Leistung gibt es zu viele unsichere Faktoren.
    "Derartige Vorraussetzungen" sind die aktuelle Leistung. Nichts Anderes. Stimmt diese dann irgendwann nicht mehr, sinken die Einsatzzeiten und meist pendelt sich dann ein Ausstieg ein. Das ist die NLZ-Karriere der Meisten. Die Wenigsten schaffen es sich immer wieder zurückzukämpfen, um dann am Ende mit einem Profivertrag belohnt zu werden.
    Ob sich die Zeit und der Aufwand in einem NLZ lohnt sollte man immer unabhängig von einer Karriere als Spieler betrachten. Wenn man richtig bock drauf hat wird's schon ne gute Zeit. Wenn der Spieler nicht wirklich weiß ob er das möchte, sollte man es lieber lassen.

    Ich weiß jetzt gerade nicht, ob Spieler bei uns in letzter Zeit zu einem Bundesligisten gewechselt sind, aber zu Regionalligisten ganz sicher.

    Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass es eigentlich schwachsinnig ist, die Freigabe zu verweigern. Wenn gezahlt wird, kommt das Geld von den Eltern... Meist wird jedoch nicht gezahlt und die Sperre einfach hingenommen. Der Spieler wird dann nur in Freundschaftsspielen eingesetzt und diese finden in der Regel sehr oft statt. Je nachdem wie der Verein arbeitet, sogar jede Woche.

    Man legt eigentlich dem Spieler nur Steine in den Weg ohne was gutes für seinen Verein zu tun.


    Wir handhaben es so, dass wir uns ein Schreiben geben lassen auf dem steht, dass dem Spieler jederzeit eine Freigabe erteilt wird, sollte der Spieler zu uns zurückwechseln wollen. (Keine Ahnung ob das Standhalten würde, aber hier hält sich eigentlich Jeder daran)

    Es kam schon öfter vor, dass Spieler nach 1 bis 2 Jahren wieder bei uns gelandet sind, weil sie im Leistungsverein aus der ersten Mannschaft geflogen sind oder keine Lust mehr auf das Trainingspensum hatten. Wir freuen uns dann über z.B. B-Jugendliche die Regionalligaerfahrung haben und bei uns absolute Leistungsträger sind.


    PS. Ich bin zwar nicht im FLVW aber bei uns gelten fast die gleichen Bestimmungen

    Für die Spieler recht gut, da sie insgesamt mehr verschiedene Reize erhalten. Sie durchlaufen mehr Trainer (hoffentlich alle gut) und lernen so mehr Persönlichkeiten und Trainingsansätze kennen. Es besteht weniger Gefahr, das sich das Training abnutzt und durch ein einheitliches Konzept kann trotzdem ein (jahrelang ) aufeinander aufbauendes Training gewährleistet werden. Außerdem sieht jeder Trainer jeden Spieler anders und jeder Trainer hat seine Lieblingsspieler. Vielleicht kann durch den öfteren Trainerwechsel ja immer mal wer anders Lieblingsspieler sein und neue Stärken erkannt, bzw. andere Schwächen aufgedeckt werden.

    Andererseits könnte es für den ein oder anderen Jugendtrainer, der zum 5ten mal in Folge den D-Jugendlichen die Individualtaktik im 1 gegen 1 "einhämmert" schon zur Abnutzung kommen. Das muss jeder Trainer dann halt für sich entscheiden.


    Selbst wenn es kein einheitliches Konzept gibt, halte ich einen Trainerwechsel nach spätestens 2 Jahren, aus den oben genannten Gründen für sinnvoll.

    Dann kann man mMn aber gleich noch anfügen:

    U12: 8vs8

    U13: 9vs9, abseits

    U14: 9vs9, abseits

    U15: 11vs11

    Ich verstehe sowieso nicht, warum der jetzige Großfeldbereich unangetastet bleibt.

    Warum muss ich bei uns eine Großfeldmannschaft für die C melden und kann sonnst nur 7vs7 als Alternative melden. Die meisten Jungs die ich hatte sind für das "richtige" Großfeld nach der D noch nicht bereit, aber auf ein 7vs7 zu gehen würde sich wie ein Rückschritt (für die Jungs) anfühlen. Könnte ich im jungen Jahrgang eine 9er Mannschaft (mit Abseits) melden, wäre das ein Segen und der logische nächste Schritt in der Ausbildung.

    Bei uns wird zur Zeit 8vs8, ohne Abseits, in der D gespielt.

    Ich gebe jetzt meine Mannschaft zum Ende der D-Jugend als Staffelsieger ab.

    Ich hatte die Mannschaft als komplette "Nieten" in der E Jugend übernommen und konnte sehen wie sie sich gut entwickelten. Besondere Freude habe ich daran, dass noch alle dabei sind.

    Mannschaften die die uns sehr überlegen waren konnten wir nun deutlich schlagen und das alles mit einem Training fast nur in Spielformen, faire Einsatzzeiten für alle und ganz ohne Brüllen. Lediglich einen "Übungsformblock" gab es, um nochmals neue Reize zu setzen und die Jungs auf andere Trainer, die mehr üben lassen, vorzubereiten.

    Ich sehe die Mittellinienregel weiter als wichtig an um eine kurze Spieleröffnung zu provozieren. Die Regeländerung fördert dies weiter, da sie ein Zustellen und Spekulieren auf zu schwache Pässe/Stoppfehler verhindert.

    Welches Problem meinst du? Kurz spielen evtl. klatschen lassen und dann weit schlagen gab es auch so schon.

    Mal OT:


    Warum sollte man (wenn die entsprechende Qualifikation da ist) Stützpunkttrainer werden wollen? Ich finde die Vorstellung total unattraktiv. Auf der einen Seite kann man mit den Spielern nicht gescheit arbeiten, weil man sie nur einmal in der Woche sieht, gleichzeitig sind die Jungs meistens noch nichteinmal richtig überragend. Viele Vereine (wenn sie 3×Training anbieten) verbieten ihren Spielern die Teilnahme am Stützpunkttraining.

    Man bekommt eine nicht unerhebliche Aufwandsentschädigung für 1 mal Training die Woche und alle paar Wochen Stützpunktvergleich.