Beiträge von Skriwer

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    Ich habe im Breitensport immer lieber einen größeren Kader und stelle nach Trainingsbeteiligung auf. Bei (fast) gleicher Beteiligung kommt Trainingsleistung zum tragen. Trainingsleistung ist Konzentration und Einsatzbereitschaft, nicht ob jemand gut spielt. Jeder der im Kader ist bekommt am Spieltag mindestens die Hälfte der Spielzeit.

    Ich habe mit diesem System über die Jahre gute Erfahrungen gemacht, denn es führt dazu, dass du langfristig eh nach Leistungsprinzip aufstellst und die Spieler einen positiven Leistungswillen entwickeln. Wer immer da ist und mit vollem Einsatz dabei ist wird fast immer der bessere Spieler werden. Aber es wird nicht belohnt, dass er der bessere Spieler ist, sondern dass er sicch mehr reinhängt.

    Wer viel in den Verein und in die Mannschaft gibt sollte einfach auch viel rausbekommen, egal ob Breitensport oder nicht.

    Ich glaube der DFB schießt sich mit der Voraussetzung, in bestimmten Vereinen trainiert haben zu müssen selbst ins Knie. Wenn man an die Dokus denkt, bei denen Trainer im NLZ für 450€ einen Vollzeitjob oder mehr ausgefüllt haben nur für den Traum des Aufstiegs, schaudert es mir bei dem Gedanken, dass solche Jobs jetzt verpflichtend für die Lizenzen sein werden.

    Theoretisch könnte man es auch in Gruppen aufteilen, ist aber in der Praxis oft schwierig, da nicht so viele Trainer zur Verfügung stehen.

    Dadurch könnte man das Training spezifischer gestalten.

    Praktisch geht das auch mit einem oder sogar keinem Trainer.

    Mach deinen Spielern klar, dass dein Training ein Angebot an sie ist. Dieses Angebot können sie entweder wahrnehmen, oder halt nicht. In einer A-Jugend spielen (fast) Erwachsene, die sollten das schon auf die Reihe kriegen und besonders in einer Konditionsspielform brauchen sie ja auch nicht wirklich ständiges Detailcoaching.

    Solange da nichts von dir im DFBnet steht wird es schwierig dir da was nachzuweisen. Ist das Freundschaftsspiel umgemeldet interessiert sich niemand dafür. Sollte man dir jedoch was nachweisen können sind nach meinem Verständnis Geldstrafen für den Verein fällig, da ein Spieler ohne Spielberechtigung eingesetzt wurde. Ob es zu sperren kommt kann ich dir nicht sagen.

    Hier im Onlinseminar erklärt Paul Schomann was die einzelnen Begriffe für den DFB bedeuten.

    Die Prozentzahlen sind jedoch etwas anders.


    Edit:

    Ok, das Ausbildungskonzept scheint neuer zu sein deswegen könnte sich was geändert haben.

    Mit Laufen und Bewegen sind jedoch immer auch Spiele und Wettkämpfe gemeint, vom Fangspiel bist zur Staffel kann alles dabei sein.

    Freies Spiel heißt spielen ohne Coaching und eigenständiger Spielfortsetzung bei Torerfolg oder Aus.

    Dein 2 gegen 1 würde eher in den erwerb der Basistechniken fallen.

    So sehe ich das zumindest.

    Sir Alex Eine kurze knappe Ansage reicht, ohne irgendwelche Spielchen.

    Ich hätte gar nicht die Zeit oder Lust für so einen kram noch Termine zu machen.


    In dem Alter sind es meist nicht mehr die Eltern, die sowas anleiern. Wenn doch, kannst du den Eltern kurz sagen, dass sie sich aus dem Tagesgeschäft raushalten sollen.

    Meistens haben sich aber die Spieler bei ihren Eltern beschwert und die meinen sie müssten die Probleme, ihrer kleinen, für sie Lösen.

    Ich würde hier auch nochmal ins gespräch mit den Spielern gehen und nach ihren Wünschen und Erwartungen fragen.

    Es gibt da eigentlich keine festen Regeln, wenn es viele besonders Starke gibt kann auch ruhig mal einer mehr im Stützpunkt sein, oder es gibt Ausnahmen für jüngere bzw. ältere Spieler.

    Letztes Jahr gab es hier z.B. einen Jungen, der ein Jahr zu alt war und er war trotzdem im Stützpunkt. Der Junge hatte ein Trainingsalter von einem Jahr und war ein Spätentwickler. Dennoch war er einer der technisch besseren Spieler und wurde deshalb besonders gefördert.

    Über die Umsetzung im DFB möchte ich jetzt mal nichts sagen, da ich wenig auf deren Seiten unterwegs bin.


    Im Deutschen gibt es grammatikalisch das generische Maskulinum. Dieses steht formal für beide spezifischen Geschlechter, es wird aber in der Regel nicht so verwendet. Als Beispiel nehme ich gerne das Wort „Hase“.

    In der speziell weiblichen Form spricht man von einer Häsin und in der speziell männlichen Form von einem männlichen Hasen. Niemand benutzt das spezifische Maskulinum, sondern es wird einfach die generische Form verwendet, wenn man über einen männlichen Hasen redet. Die generische Form wird also zur spezifischen. Gleich oder ähnlich wird, meiner Erfahrung nach, in allen Zusammenhängen gesprochen.Die weibliche Form ist also immer das Besondere oder Spezielle, eben das andere Geschlecht. Das Männliche ist das Normale, das eine Geschlecht. Es erscheint mir als problematisch, wenn ca. die Hälfte der Bevölkerung als die Anderen bezeichnet werden. Es ist doch ebenso normal eine Frau zu sein, wie es normal ist ein Mann zu sein. Ich fände es fair wenn unsere Sprache das abbilden würde.

    Es ist ja auch kein großer Aufwand es kostet ein paar Anschläge auf der Tastatur oder eine kurze Pause im sprechen, also warum nicht?

    Ich würde gerne noch hinzufügen, dass Trainer im Breitensport auch nicht den Gesundheitssportaspekt außer acht lassen sollten.

    Wenn die Spieler bis ins hohe Alter die freude am Fußballspielen und Sport behalten hat man viel erreicht. Ein Grundpfeiler dafür ist , dass die Kinder und Jugendlichen ihren eigenen Körper kennen und selbst einschätzen können wie sie sich fühlen.

    Eine genaue Periodisierung ist im Breitensport oft einfach nicht machbar. Für genaue Messungen oder qualitative Beobachtungen mangelt es einfach an Personal, Zeit und Geld.

    Man sollte aus diesem Grund immer wieder auf die Spieler zugehen, sie fragen wie sie sich fühlen und ernsthaft zuhören und reagieren.

    Ich frage z.b. immer am Anfang des Trainings nach, ob sich jemand schlecht oder unfit fühlt. Merke ich beim Training, dass ein Spieler schnell Erschöpfungsanzeichen zeigt, nehme ich ihn mir beiseite und spreche mit ihm darüber. Themen dabei sind immer Ernährung, Schlaf und eben auch Belastung.

    Am Ende des Trainings frage ich dann immer wie Anstrengend die Mannschaft das Training fand.

    Ja, aber der Schritt vom U17 Nationalspieler zu einem Bundesligaprofi ist immernoch gewaltig. Viele schaffen das nicht.

    Da würde ich dann sagen: „Das ist dann halt so.“

    Man kann es ja auch mal aushalten, wenn das Training kurzfristig abgesagt wird weil sich der Trainer mit einer potentiell tödlichen Krankheit angesteckt hat.

    Es geht ja nicht um Effizienz , sondern darum den Spieler gut auszubilden. Für einen Stürmer gehört da insbesondere das dynamische Besetzen der richtigen Zonen im Strafraum dazu und die wichtigsten Zonen werden ja durch solche Statistiken abgebildet. Wenn ich ihn dahingegen coache, steigere ich nicht nur die Effizienz der Mannschaft sondern bilde bessere Stürmer aus und erhöhe somit die individuelle spielerische Qualität.


    Zum herausspielen von Torchancen eignet sich vor allem Zone 14.(zentral vor dem 16er) Die besten Teams sind diejenigen, die viele Ballkontakte in dieser Zone haben und vertikal Richtung Tor aus ihr herausspielen.

    Wenn ich meine Spieler dazu bringe sich dort immer wieder anzubieten und Tore aus dieser Zone vorzubereiten wird wieder nicht nur die Effizienz meiner Mannschaft besser, sondern auch die Qualität der einzelnen Entscheidungen in der Offensive, also erhöhe ich die spielerische Qualität.

    Ich gebe dir recht, dass es ein sehr viel höheres Niveau ist. Vielleicht kommt mein Eindruck auch nur daher, dass ich jetzt lange bei einem Verein bin, der in dem Bereich immer zwischen den Liegen pendelt. Zu gut für die Landesliga zu schwach für die Verbandsliga. Wir haben eigentlich kaum Probleme die Spieler zu halten, selbst wenn wir absteigen. Natürlich gehen dann 1-2, aber der Großteil bleibt. Meine Grundaussage war ja auch eher nach dem Motto: Eventuell würden uns diese Spieler dann den Aufstieg sichern nur damit wir ein Jahr später wieder absteigen. Es läuft langfristig halt aufs gleiche raus und durch die gute Arbeit steigt man dann halt später wieder auf, denn es kommen immer gute Spieler nach. Man kann es dann auch locker sehen, denn für den Verein als ganzes ändert sich nichts. Die Spieler die dir in der C-Jugend gehen würden, verlassen den Verein sowieso zur B oder A, wenn du da nicht die entsprechenden Spielklassen hältst. Ich unterstelle jedem Verein auch erstmal, das er das nicht tut, wenn es Abstiegssorgen in der C-Jugend gibt. ;-)

    Muss es wirklich in der U15, U16 soviel Absteiger geben ?

    Es liegt auch einfach an der Ligapyramide. Meist gibt es bei uns nur eine Verbandsligastaffel in der U15, 2 Landesligastaffeln und 4 Bezirksligastaffeln und da drunter noch so einiges an Ligen.
    Man sollte in der Verbandsliga schon 4 Absteiger haben, um zu gewährleisten, das der Aufstieg aus den Landesligen für mehr Teams möglich bleibt und weil sonnst immer die gleichen wieder absteigen würden. Bei uns sind in der Verbandsliga 2-4 immer Teams deutlich schwächer als der Rest des Feldes. Wenn man nun nur 2 Abstiegsplätze hätte, bräuchte man kein Ligasystem. Man könnte dann die Ligazugehörigkeit nach Mitgliederzahl der Vereine vergeben oder sowas. Es würde immer auf die gleiche Ligazusammensetzung rauskommen. Den Druck nicht wieder abzusteigen, machen dann die Vereine. Man kann es auch locker sehen, denn wenn man gute Arbeit macht, bleiben 95% der Spieler auch, wenn sie nicht Verbandsliga spielen. Es sei denn, sie sind nur wegen dieser Perspektive in den Verein gekommen, dann ist der Druck aber wieder hausgemacht, da man vermutlich von klein auf nur mit Leistung wirbt.


    Zum Thema: Ich glaube viele hier überschätzen den Einfluss, den ein bis zwei schwächere Spieler in der C-Jugend auf das Spiel haben. Meiner Erfahrung nach ist das Leistungsgefälle außerhalb des oberen Verbandsligadrittels eh sehr hoch. Solange man auf den zentralen Positionen gut besetzt ist, kann man seinen Kader schmal halten und auch mal Positionen rotieren.
    Man sollte eh u15(+Frühentwickler) und u14(+Spätentwickler) zusammendenken.

    Solange die Kader durchlässig sind kann man mit 16-17 Feldspielern pro Team und 3-4 Torhütern klarkommen.

    Da das meistens nicht der Fall ist und viele Trainer sich sträuben Spieler zu tauschen würde ich aber auch auf 18-20 Spieler inklusive 2 Torhüter setzen. Im besten Fall hat man noch einen Alleskönner, der im Notfall dann auch ins Tor gehen kann.

    Ja, klare Regeln und Konsequenzen.

    Das muss nicht unbedingt ein Rausschmiss sein, doch die Jugendlichen müssen wissen, das ihre Handlungen Folgen haben.

    Auch wenn der andere Beleidigt oder angespuckt oder was auch immer gemacht hat, ist man für die eigenen Handlungen verantwortlich. Es gibt natürlich mildernde Umstände, aber oft habe ich sowas einfach als Ausrede gesehen. Wenn es klare Verhaltensregeln gibt die konsequent umgesetzt werden hat das durchaus erzieherische Effekte. Am besten man entwickelt mit den Spielern gemeinsam einen Verhaltenskodex. Wenn es Lebensnahe Regeln sind an denen sie selbst mitgewirkt haben, werden sie sich auch vermehrt daran halten. Ein Ansatz könnte z.B. sein, was bei entsprechendem Verhalten in der Schule oder Zuhause passieren würde.


    Der zweite Punkt ist das Trainerverhalten. Für diesen gelten natürlich die gleichen Regeln.

    Trainer die oft auffällig sind haben auch mehr Platzverweise(aus meiner subjektiven Erfahrung heraus zumindest) Sie Lamentieren und Meckern, aber es halte sich ja alles noch im Rahmen. Die Spieler tun es ihnen dann gleich.

    Die richtige Einstellung muss aber sein: “Konzentrier dich auf das was du ändern kannst, nicht auf das worüber du keine Kontrolle hast.”

    Als Jugendtrainer muss man Schiedsrichterentscheidungen, fouls usw. einfach ignorieren. Sie sind nicht Teil der Menge an Faktoren die man positiv beeinflussen kann. Das heißt nicht das man im Extremfall nicht angemessen Reagieren soll (z.B. gemeinsam vom Platz gehen bei rassistischen Beleidigungen), aber ständiges kommentieren aller möglichen Ungerechtigkeiten sollte man unterlassen.

    Wer in seiner Jugendmannschaft Platzverweise öfter kassiert, macht so einiges falsch.


    Einmal ist es bei mir in den letzten 2 Jahren passiert, da hat ein besonders "hitziger" Spieler den Ball weggeschossen, weil er sich ungerecht behandelt fühlte und dann kurze Zeit später im Zweikampf den Ellenbogen ausgefahren. Vielleicht war es auch anders herum.

    Bei uns gibt es jedoch erst mal eine 5-Minuten Strafe.

    Spieler, die sich unsportlich verhalten oder beleidigen, werden sofort ausgewechselt und kommen nicht wieder rein. Wer von sich aus eine Tätlichkeit begeht, kann sich gerne eine andere Mannschaft suchen. Da gibts auch keine ausnahmen. Das Gleiche gilt bei mir auch für Eltern. Ist vielleicht etwas unfair gegenüber den Kindern, aber bei mir haften Kinder für ihre Eltern.

    Früher habe ich das etwas lockerer gesehen, doch nach Jahren als Trainer, in denen ich von Anspucken bis Schlägereien alles gesehen habe, habe ich meine Meinung geändert.

    Ich thematisiere das bei jedem Elternabend und habe diese Kompetenz auch als eine der wenigen Bedingungen dafür, dass ich eine Mannschaft übernehme.

    Wie lernen Spieler in deinen Spielformen die richtige Technik für einen Flachpass? Woher wissen sie, wo das Standbein steht und wo sie den Ball treffen sollten

    Es gibt keine richtige Technik. Sie lernen wie sie gegen den Ball treten müssen anhand vom Ergebnis. Wenn der Ball flach, scharf und präzise ankommt, war die Technik richtig. Mit steigendem Raum-, Zeit- und Gegnerdruck werden die Anforderungen an die Technik höher.

    Charles De Goal

    Du haste es richtig erfasst. Es ist eine Grundsatzentscheidung. Es läuft dann wieder auf Zergliederungsmethode gegen ganzheitlichen Ansatz hinaus. Auf diese Diskussion habe ich aber keine Lust, da sie hier über die Jahre immer wieder breitgetreten wurde.

    Die Definition von positionsspezifisch ist, dass dein Training auf die Anforderungen einer bestimmten Spielerrolle zugeschnitten ist, nicht dass man isoliertes Techniktraining oder so was in die Richtung macht. Das kann man zwar auch machen, aber es ist sicherlich nicht die Definition.

    Langfristig bildet man die Spieler nur wirklich gut positionsspezifisch aus, wenn sie immer wieder in Spielformen auf ihren Positionen zum Einsatz kommen. Die Spielform ist da nicht die Zusammenführung und das Anhängsel, sondern der wichtigste Teil.

    Gerade im Breitensportverein, in denen maximal 3-mal die Woche trainiert wird, halte ich es für sinnvoll, hauptsächlich auf ganzheitliche Trainingsmethoden zurückzugreifen. Dafür verwende ich Spielformen und spielgemäße Übungsformen bzw. Spielausschnittsformen.

    In einer C-Jugend sollte man auch berücksichtigen, dass die Positionsfindung noch nicht abgeschlossen ist und je nach Leistungsstand positionsspezifisches Training nicht wirklich sinnvoll ist. Wenn die meisten Spieler z. B. keinen Flugball über 30 m schlagen können, braucht man nicht damit Anfangen, nur die Innenverteidiger und zentralen Mittelfeldspieler in diagonalen Flugbällen zur Spieleröffnung zu schulen.

    Genauso sieht es im gruppentaktischen Verhalten aus. Die allermeisten Breitensportvereine können keine C-Jugend-Kader aufweisen, bei denen Spielsituationen in Kleingruppen erfolgsstabil gelöst werden. Das gilt sowohl für die Defensive als auch insbesondere für die Offensive.