Beiträge von Skriwer

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    Wie lernen Spieler in deinen Spielformen die richtige Technik für einen Flachpass? Woher wissen sie, wo das Standbein steht und wo sie den Ball treffen sollten

    Es gibt keine richtige Technik. Sie lernen wie sie gegen den Ball treten müssen anhand vom Ergebnis. Wenn der Ball flach, scharf und präzise ankommt, war die Technik richtig. Mit steigendem Raum-, Zeit- und Gegnerdruck werden die Anforderungen an die Technik höher.

    Die Definition von positionsspezifisch ist, dass dein Training auf die Anforderungen einer bestimmten Spielerrolle zugeschnitten ist, nicht dass man isoliertes Techniktraining oder so was in die Richtung macht. Das kann man zwar auch machen, aber es ist sicherlich nicht die Definition.

    Langfristig bildet man die Spieler nur wirklich gut positionsspezifisch aus, wenn sie immer wieder in Spielformen auf ihren Positionen zum Einsatz kommen. Die Spielform ist da nicht die Zusammenführung und das Anhängsel, sondern der wichtigste Teil.

    Gerade im Breitensportverein, in denen maximal 3-mal die Woche trainiert wird, halte ich es für sinnvoll, hauptsächlich auf ganzheitliche Trainingsmethoden zurückzugreifen. Dafür verwende ich Spielformen und spielgemäße Übungsformen bzw. Spielausschnittsformen.

    In einer C-Jugend sollte man auch berücksichtigen, dass die Positionsfindung noch nicht abgeschlossen ist und je nach Leistungsstand positionsspezifisches Training nicht wirklich sinnvoll ist. Wenn die meisten Spieler z. B. keinen Flugball über 30 m schlagen können, braucht man nicht damit Anfangen, nur die Innenverteidiger und zentralen Mittelfeldspieler in diagonalen Flugbällen zur Spieleröffnung zu schulen.

    Genauso sieht es im gruppentaktischen Verhalten aus. Die allermeisten Breitensportvereine können keine C-Jugend-Kader aufweisen, bei denen Spielsituationen in Kleingruppen erfolgsstabil gelöst werden. Das gilt sowohl für die Defensive als auch insbesondere für die Offensive.

    Also ich bereite 4 Stationen (1 pro Platzviertel) vor an denen die Jungs zu Zweit “Individualsport” machen. Insgesamt sind 8 auf dem Feld. Die Mannschaft bekommt die Einheit vorher als PDF und ich habe noch Ausdrücke an den Stationen.

    Ich stehe dann außerhalb des Feldes und rufe manchmal Hilfestellung rein oder sage an wenn die Stationen gewechselt werden.

    Ich weiß nicht ob das jetzt zu 100% den Verordnungen entspricht, aber bis jetzt war die Polizei noch nicht da.

    Ne, der Fußball steht nicht vor dem Aus. Das Spiel wird weiter gespielt werden.

    Ich glaube auch erst an die Superleague, wenn diese da ist.

    Die Uefa und FIFA werden in die Verhandlung gehen und evtl. Zugeständnisse machen, aber ich glaube nicht dass die kommen wird.


    Rein rechnerisch ist es auch absurd. Wenn ich das richtig mitbekommen habe werden 17 oder 18 Spiele plus Playoffs gemacht, sagen wir insgesamt 18 Spiele.

    Das würde in der Premiere League bedeuten: 38 Ligaspiele * 18 ESL Spiele sind 56 Spiele. Dann kommen noch FA-Cup + Leaguecup oben drauf und dazu noch Länderspiele.

    Pi mal Daumen gibt es dann nur noch Englische Wochen. Wie man sich da vernünftig auf einen Gegner einstellen will, weiß ich nicht und von Regeneration brauchen wir auch nicht reden.

    Das geht dann nur noch, wenn die Mannschaften praktisch 2 Kader haben und ihre Saison so planen, dass häufig die B-11 in der Liga spielt.

    Die werden das schon (finanziell) durchdacht haben, aber ich bin mir unsicher ob die Spieler und Trainer bock darauf haben.

    Ich hoffe das passt noch dazu. Die Übung kommt ja nicht aus anderen Sportarten.


    Standardspielform:


    Es wird in 2 Teams gegeneinander im Feldausschnitt gespielt.

    Spielfortsetzung ist immer eine Ecke (es gibt keinen Abstoß) oder ein Freistoß.

    Bei Toraus gibt es immer Ecke und beim Seitenaus (Schräge und 16er-Grenze bzw. Mittellinie) einen Freistoß aus der Position. Die Standards werden bei sortiertem Gegner nach taktischer Vorgabe ausgeführt, bei unsortiertem oder „schläfrigem“ Gegner werden die Standards schnell und kreativ ausgeführt.

    Nach einiger Zeit die Seiten tauschen.



    Ich hoffe man kann das Bild erkennen. Ich habe es am Handy erstellt. Es ist nur zur Veranschaulichung und keine echte Eckenvariante.

    Spielfeldgröße und Spielerzahl müssen angepasst werden:-)

    Du kannst Bonusaktionen außerhalb des Feldes machen. Ich habe oft Bonustore gemacht (Schuss auf Zielzonen in einem Tor oder auf Minitore)

    Genauso könnte ich mir vorstellen, dass man z.B. einen Flugball in eine Zielzone schlagen muss, oder aus spitzem Winkel eine Flanke in ein Tor bringt.

    Trifft der Spieler gibt es ein Extrator.

    So hast du Spaß und Motivation dabei und die Spieler können gleichzeitig die Technik trainieren.

    Währenddessen geht das Spiel für die Mannschaft, die gerade ein Tor geschossen hat, in Unterzahl weiter. Es gibt für den Bonuschützen also einen gewissen Zeitdruck.

    Charles De Goal

    Du bringst Argumente an, die ich nie vertreten habe. Mir ist es schlicht egal zu was mich der Schein am Ende berechtigt. Meinetwegen kann man da weiter an einem Elfenbeinturm bauen.

    Was mich stört ist, dass das Niveau der untersten Lizenz und der Fortbildungskurse einfach zu niedrig ist und es keine Möglichkeit gibt Übergänge zu gestalten. Warum muss ich drnn eine B-Lizenz machen, um tieferes taktisches Wissen vom Verband vermittelt zu bekommen?

    Ich glaube, dass es insgesamt mehr bessere Trainer geben würde, wenn das nicht so wäre.


    Was ein Praktikum bei einer Firma damit zu tun hat weiß ich nicht, aber die meisten Unis bieten Gasthörerschaften an.

    Ich glaube nicht, dass sich viele Top-Trainer-Talente mit einer “zweitklassigen” Lizenz abspeisen lassen wollen. Sie wollen schließlich in den Profibereich und dafür braucht man den Fußballlehrer. Der Schritt von NLZ in die 3 oberen Ligen wird von vielen einfach als realistischer angesehen, als sich aus der 5-7 Liga hochzuarbeiten. Vermutlich ist es auch realistischer, denn es kommt gefühlt öfter vor, dass ein Nachwuchstrainer den Schritt macht, als dass man einen Trainer mit Regionalligaerfahrung in der BuLi sieht. Vielleicht wurd da aber auch nur meine Wahrnehmung, durch u.A. Nagelsmann und Tuchel als sehr prominente Beispiele, getäuscht.

    Ich würde mir schon eine Reform des Lizenzsystems wünschen, aber auch gerade für die Basis. Für einen Papa/Mama der sein Kind bis zur D-begleitet ist eine C-Lizenz völlig ausreichend und Zeitlich auch ein hohes Investment.

    Engagierte Jugendtrainer die sich ständig verbessern möchten werden jedoch fast alleine gelassen denn der Schritt zur B-Lizenz wirkt sehr groß und abschreckend während die Inhalte von der C-Lizenz lediglich an der Oberfläche kratzen und die Fortbildungen, in dem Bereich, bestenfalls langweilig sind. Zumindest ist das in meinem Verband so.

    Ich werde anders an mein Training rangehen. Die Spieler sollen grundsätzlich entscheiden, was und wie viel sie Trainieren möchten. Es wird Angebote, in Form von Teambuildingspielen und Fußballspielen von mir geben, doch soll erstmal das Soziale und die Partizipation im Vordergrund stehen.

    Ich denke das die Spieler alle in sehr schwierigen Situationen sind und sie neben der Bewegung vor allem einen sozialen Ausgleich brauchen. Da brauche ich als Trainer nicht von oben kommen und einem strengen Trainingsplan folgen oder viel vorgeben. Das haben sie schon genug in der Onlineschule, wo die vielen Formen des Miteinanders und Partizipationsmöglichkeiten einfach wegfallen.

    Ich denke die Jungs wissen ganz genau, was sie jetzt vom Training erwarten und brauchen, ich möchte das lediglich moderieren.


    Ich selber habe jetzt erst im Lockdown gelernt wie wichtig das Mitwirken für mein Selbstwertgefühl ist. Ich denke Partizipation wird einen viel höheren Stellenwert in den kommenden Jahren in meinem Training einnehmen.

    War ich auch, aber nur heute. Ansprache war, kein Querpass durch die Mitte. Erste beiden Gegentore: Pass quer in die Mitte. :rolleyes:.

    Das ist natürlich bitter.

    Meiner Erfahrung nach ist es immer besser die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was man sehen will.

    Also, du kannst Spielziele ausgeben, aber ich würde die immer Zählbar machen:

    Statt: „Heute geben wir uns Kommandos „ würde ich fordern: „Ich will heute 10 mal im Spiel das Kommando „Hintermann“ in angemessener Situation hören.

    Statt:“heute laufen wir uns frei“ würde ich eine spezifische Zahl an Auftaktbewegubgen fordern und statt: „heute lassen wir den Ball laufen“ forderst du eine Passzahl oder das Spiel über den Dritten oder gibst vor: „heute Will ich mindestens 10 mal sehen, das ihr in die Richtung spielt in die ihr schaut“.

    Was genau du da forderst hängt vom Schwerpunkt ab.


    So kannst du objektiv bewerten ob die Ziele erreicht wurden und die Spieler genau darauf ansprechen.

    Als Beispiel aus einem Spiel von meiner C:

    Ich hatte 10 Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte gefordert und die Mannschaft hatte das Ziel erreicht. Als ich sie darauf ansprach, haben sie gesagt, dass die Absicherung gut funktioniert hat und sie sich beim draufgehen auf ihre Hinterleute verlassen haben. Außerdem haben sie 2 Tore nach diesen Ballgewinnen erzielt und erkannt warum ich hoch pressen möchte. Um mich mal selbst zu loben: Durch diese zählbaren und erreichbaren Zielsetzungen habe ich genau das erreicht was ich wollte.


    Wenn sie die Ziele nicht erreicht haben kannst du sie fragen warum und direkt die Spieler ansprechen. („Wieso, hast du nach deinem Zuspiel, nachdem Max sich in den Gegner gedreht hatte, nicht ‚Hintermann’ gerufen?“) Dann erfährst du auch oft einen Grund warum die Spieler Probleme mit der Umsetzung haben.


    Zu der Mentalität: Ich glaube es ist heute so, dass den Kindern oft eine gewisse Sozialkompetenz und auch Ichkompetenz fehlt. Der Fehler wird oft bei anderen gesucht und statt sich reinzuhängen um es besser zu machen gibt man auf und meckert.

    Ist bei meinen Jungs auch so. Ich versuche der Mannschaft und den Jungs immer mehr Aufgaben und Verantwortungen zu geben. Das Teambuilding beginnt beim Tore tragen!

    Dazu probiere ich gerade aus wie sich „oldschool“ Kollektivstrafen (z.B. Einer meckert alle laufen) auf die Mannschaft auswirken. Ich bin positiv überrascht. Es scheinen sich klarere Hierachien rauszubilden und es werden mehr Ansagen gemacht. Besonders was Fehlverhalten im Team angeht.

    2.Sperren, die gegen Spieler verhängt werden, beziehen sich auf den Spielbetrieb des Verbandes.


    und


    § 14SpielersperreDie Spielersperre bewirkt, dass der Spieler während der Dauer der Sperre nicht spielen darf. Sie kann als Sperre auf Zeit und/oder für eine Anzahl von Spielen ausgesprochen werden. Ein Spieler gilt bis zum Ablauf der Sperre als zu der Mannschaft gehörend, bei der der Feldverweis ausgesprochen wurde. Wechselt ein Spieler innerhalb der Wechselperioden den Verein, so gilt der Spieler bis zum Ablauf der Sperre als zu der höchstklassig spielenden Mannschaft seines neuen Vereins in der Altersklasse, in der die Sperre ausgesprochen wurde, gehörend.Die Sperren gelten auch für die Spielberechtigung eines möglichen Zweitspielrechts wie auch Sperren eines Zweitspielrechtes die gleichen Auswirkungen auf das Erstspielrecht entfalten.

    Das Höchtsmaß einer Spielersperre gegen Junioren/Juniorinnen beträgt zwölf Monate


    Ja, in der Regel wird das dann so gehandhabt. Tritt der Spieler aus, ist er weiterhin für 5 Spieltage gesperrt. Eigentlich würde auch die unterste Mannschaft abgemeldet werden und nicht die D1. Eure D2 würde also D1 weiter antreten und die D2 würde abgemeldet werden. (so kenne ich das aus anderen Verbänden)

    Im zweifel solltest du bei Verantwortlichen nachfragen.

    Flanken müssen, auch wenn sie nicht zum Torerfolg führen, immer eine Option bleiben. Besonders im Profibereich, in dem man sich gezielt auf jedes Spiel vorbereitet.

    So bleibt die Offensive unberechenbar.

    Wenn nie auch nur der Versuch einer Flanke gemacht wird, brauche ich Stürmer nicht so sehr im Strafraum verfolgen und kann meine vertikale Kompaktheit aufrecht erhalten und bekomme so gegen flache Verlagerungen mehr Druck auf den Ball oder kann einfacher flache Hereingaben ins Zentrum abfangen.

    Man verlangt dem Gegner einfachere, oder sogar weniger Entscheidungen ab und dieser hat so auch weniger Möglichkeiten, Fehler zu machen.
    Flanken als Hauptmerkmal einer Mannschaft funktionieren sicherlich nur mit außergewöhnlichen Abnehmern und sehr Guter Strafraumbesetzung, aber auch nur bis die Gegner sich darauf eingestellt haben.

    Eine Offensive auf Topniveau beherrscht ein variantenreiches Abgriffsspiel. So findet man auch leichter Lücken.

    Ja, das ist Verbandssache.

    Bei uns wird ab der F 6+1 gespielt und in der D 7+1.

    Ich war auch schon in Kreisen, auf Turnieren, wo in der D 8+1 mit Abseits gespielt wird.

    Es findet erst langsam das Umdenken statt, das 6+1 für durchschnittliche F-Jugendspieler zu kompliziert ist. Wenn’s nach mir ginge würde man so spielen:

    G: Funino-Festival

    F: Festival mit Funino und 4+1

    E: 5+1

    D: 6+1

    C: 8+1 mit Abseits

    B: 11 gegen 11


    Eventuell würde ich mich auch auf noch kleinere Abstufungen einlassen .?

    Habe mir gerade nochmals den ganzen Thread durchgelesen. Eine Regeländerung mit kleinerem Spielfeld und weniger Spielern ist aus meiner Sicht der kleinste gemeinsame Nenner hier im Forum.

    Das glaube ich auch und man muss auch sagen, dass das teilweise in den Verbänden umgesetzt wird (Funino, 5 gegen 5 usw.).

    Was ich mir noch wünschen würde, wäre eine Vorgabe ähnlich der, die gerade neu im Minibasketball eingeführt wurde:


    Es werden 8 mal 5 Minuten gespielt (U10).

    Jedes Kind muss mindestens 2 Perioden spielen und 2 Perioden aussetzen.

    Gewechselt werden darf nur zwischen den Perioden.


    Es ist also so, dass kein Kind weniger als 1/4 der Spielzeit haben kann und kein Kind durchspielen darf.


    Ich bin mir sicher, dass Trainer im Minibasketball schon kreative Wege gefunden haben, diese Regeln zu umgehen oder auszuhebeln; Dennoch würde ich eine Umsetzung in abgewandelter Form für den Kinderfußball begrüßen.