Beiträge von Don Quijote

    Danke für den Bericht. Wenn es sich so entwickelt, wie ihr es erwartet, dann hat sich die sicher stressige Suche nach dem "richtigen" verein gelohnt. Ich drücke Euch die Daumen!


    Grüße

    Oliver

    Im Handballverein meiner Kinder werden dafür immer die Eltern eingespannt, warum schließt du das von vorneherein aus?

    - Nudeln mit Tomatensoße -> Klassiker

    - Linsensuppe mit Fladenbrot -> kam erstaunlich gut an


    Auch Pizza gab es schonmal und auch vom Asiaten haben wir schonmal liefern lassen. Letzteres war aber ein Flop, das hat den Kids nicht so richtig geschmeckt.


    Grüße

    Oliver

    Aber technisch ist er von den anderen Kindern, die 2-3 Jahre früher angefangen haben, schon zu diesem frühen Zeitpunkt abgehängt.

    Es gehört nicht unmittelbar zum Thema, aber das will ich nicht unwidersprochen stehen lassen: Du sagst ernsthaft, dass ein F-ling technisch bereits abgehängt ist?! Das halte ich für Quatsch. bei entsprechender Begabung holt der das locker wieder auf. Es ist ja ein empirisches Ergebnis, dass es eher die Früheinsteiger im NLZ sind, die auch früh wieder raus fallen. Und die werden dann durch genau solche Spieler ersetzt. Siehe die Studie von Arne Güllich https://www.sportbund-pfalz.de…ball_-_Kaiserslautern.pdf

    Vollkommen nachvollziehbar. Unerfahren, wie man in dieser Situation sicherlich meistens ist, vermute ich, dass es schwierig ist, die Seriösen und die Unseriösen zu unterscheiden.

    Wäre das nicht auch ein Betätigungsfeld für die VDV?

    ich musste erst suchen, wofür VDV steht, Ich vermute, du meinst die Spielergewerkschaft https://www.spielergewerkschaft.de/de/VDV/Aufgaben.htm und nicht den Verband der Vermessungsingenieure =)


    Ja, das wäre eine gute Hilfe. Bei uns lief es über persönliche Kontakte, d.h. wir kennen Spieler/Familien, die bereits vom gleichen Team beraten werden und damit gute Erfahrungen gemacht haben und immer noch machen. Die Berater haben natürlich auch eigene Interessen, die aber hoffentlich oft deckungsgleich mit denen der Spieler sind. Entscheiden muss man immer noch selbst, aber die zusätzliche Meinung bzw. die Infos, die der Berater uns geben konnte, haben uns bei der Entscheidung geholfen.


    Jetzt nach dem Wechsel ist der Berater für unseren Sohn eine zusätzliche Anlaufstelle, gerade für sportliche Fragen/Probleme. Bisher läuft das gut. Wir haben übrigens mit dem Berater keinen formalen Vertrag, sondern uns lediglich mündlich vereinbart. Wir können die Zusammenarbeit jederzeit beenden, wenn uns etwas quer kommt. Für die Berater ist die Arbeit für die Jugendlichen quasi eine Geschäftsanbahnung in der Hoffnung, dass einer dabei ist, der auch mal einen Profi-Vertrag bekommt.


    Grüße

    Oliver

    Aber jetzt mal ehrlich: Jetzt ist er fast 14, aber mit fast 15 braucht er doch noch keinen Berater oder so ähnlich? Oder sind die in den Profi-NLZ so knallhart.? Denn das mit den Ablösesummen für Jugendspieler hat mich schon ein wenig geschockt.

    Die wichtigsten Ratgeber des Spielers sind sicher die Eltern. Dennoch muss ich hier auch mal eine Lanze für die "bösen" Berater brechen. Was uns in der Phase beim Wechsel ins NLZ-Internat komplett gefehlt hat, war ein unabhängiger Experte. Die Vereine verfolgen eigene Interessen, das muss man sich klar machen. Als Laie hat man keinen Einblick in die rechtlichen Rahmenbedingungen (Wechselbedingungen, Fördervertrag, Ablösen...). Und man weiß auch nicht, wie so ein Wechsel üblicherweise läuft und wie nicht. Unsere Familie hat sich in der Situation entschlossen, einen Berater hinzu zu ziehen. Das hat uns schon alleine geholfen, die Anfragen von Vereinen zu kanalisieren. Mit ein oder zwei Vereinen kann man sich als Familie auseinander setzen, aber wenn es mehr Anfragen gibt, muss man das vorfiltern. Oder man ist jedes Wochenende woanders in der Republik.

    Wir haben uns dann einen Berater gesucht, bei dem wir das Gefühl haben, dass er wirklich die langfristige Perspektive im Blick hat. Bisher klappt das gut. Für Berater sind Jugendspieler ohnehin immer nur eine Investition in die Zukunft, die bekommen erst Geld beim ersten Profi-Vertrag. Wenn man sich umhört, gibt es aber eine wirklich breite Palette von Beratern. Es lohnt sich daher, bei der Auswahl des Beraters umsichtig zu sein.


    Grüße

    Oliver

    Ich verstehe nicht warum die Vereine lieber ihre private Liga gründen, anstatt eine vernünftige Reform im Hamburger Gebiet anzustreben. Haben die Proficlubs da so wenig Einfluss? Stellt sich der Verband so quer?

    Wenn die Proficlubs davon überzeugt sind, dass eine Ligareform das beste für die Ausbildung ihrer Spieler ist, dann müssten sie doch eigentlich stark daran interessiert sein, diese Reform für alle Vereine durchzusetzen. Bekommen mehr Spieler eine bessere Ausbildung gibt es mehr Talente die man scouten kann und so steigt die Wahrscheinlichkeit ein echtes Juwel dabei zu haben. Schottet man sich hingegen ab, bleiben Spieler die evtl. später noch ein angemessenes Leistungsniveau erreicht hätten auf der Strecke und einem gehen potentielle Profispieler verloren, außer natürlich dieses Abschotten hat noch andere Gründe, wie z.B. Wechsel einfacher zu machen und sich anderen Kontrollen des Verbands zu entziehen, was mich ehrlich gesagt etwas misstrauisch macht.

    .

    U13 im NLZ ist ein kompliziertes Alter. Die Teams sind (durch Selektion) meist deutlich besser als alle nicht-NLZs. Das kann man in den kleinen Jahrgängen gut kompensieren, indem man die Teams ein Jahr höher meldet. In der U12 haben die NLZ-Teams meist in der höchsten U13-Liga gespielt, das passt ganz gut. Aber als U13 einen Jahrgang hoch zu gehen, passt ganz und gar nicht. Denn dort in der C-Jugend treffen die halt auf U15. Bei der einsetzenden Pubertät sind das körperlich Welten. Manche NLZs machen das dennoch, andere setzen in der U13 komplett vom Ligabetrieb aus und spielen nur Freundschaftsspiele. In West gibt es schon lange genau so eine elitäre "Freundschaftspielrunde", in der fast nur NLZs auftreten: http://www.fussball.de/spielta…000EVS5489B3VUOI54T7-G#!/ Die Bayern haben das ebenso http://www.fussball.de/spielta…005EVS5489B4VTN21JC6-G#!/ In Rhein-Main hab es das auch mal, das ist aber wieder eingeschlafen. In Hamburg wird genau so eine Liga offenbar jetzt eingeführt.


    Grüße

    Oliver

    Ein wirksamer Vertrag zwischen Verein und Spieler darf laut DFB erst ab dem 15. Geburtstag abgeschlossen werden, das ist also typisch erst am Ende oder sogar nach der U15. Vereinbarungen kann man natürlich vorher treffen, aber juristisch sind die nicht wirksam. Das Muster hatte ich hier schon mal verlinkt, Mindestvergütung sind 250 € pro Monat.


    In den U15-Regionalligen spielen ja noch sehr viele "normale" Vereine, also nicht nur die Profi-NLZ. Daher muss man sich einen Wechsel in die U15 gut überlegen. Wird dein Sohn im Profi-NLZ Stammspieler werden? Oder wollen die Profi-NLZ ihn schnell noch holen, bevor es am Ende der U15 für den Verein teurer wird (wegen des Fördervertrages, siehe oben)? Überlegt Euch das gut.


    Grüße

    Oliver

    leviedelstein

    Ich habe mir deinen Link angeschaut - bei Gefährdungspotential steht doch eindeutig , das keine Gefährdung vorliegt ... hast du dir die Studie auch wirklich angeschaut ?


    mdg

    Hallo Enno, ich lese das anders: Für die Sportler gibt es in der Tat kein unmittelbares Risiko. Das Problem sind die Partikel, die nicht auf dem Platz verbleiben, sondern in die Umwelt eingebracht werden. Um das damit verbundene Risiko geht es. Wobei es mich verblüfft, dass die Kunstrasenplätze so viel beitragen. Aber ok, auf jedem Platz sind etliche Tonnen Granulat.


    Grüße

    Oliver

    Offenbar liefern die Kunstrasenplätze einen signifikanten Beitrag zur Freisetzung von Mikroplastik. Daher ist es sinnvoll, sich Alternativen zu überlegen. Wie sieht denn eine Umrüstung eines existierenden Kunstrasens aus? Granulat raus und Kork oder Sand rein? Geht das überhaupt?


    Grüße

    Oliver

    Die DFB-Statuten kennen keine U11, sondern das ist eine E-Jugend. Wenn die Spieler da spielberechtigt sind (und als U10 sind sie das), dann kann die Mannschaft so gemeldet werden.


    Oder worum geht es konkret? D.h. wozu benötigst Du die Kennzeichnung als "U11"?


    Grüße

    Oliver

    Coach31

    Du hast es richtig erkannt, den NLZ-Leitern und Trainern geht es in erster Linie um gute Ergebnisse. Aber die Idee ist ja gerade, dass man über die Saison hinweg sogar bessere Ergebnisse erzielt, wenn man den Spielern ausreichende Pausen einräumt. Man wird vielleicht die ersten Spieltage schlecht aussehen, weil die anderen Teams dann schon weiter sind. Aber die Saison dauert ja lang.


    Grüße

    Oliver

    Chris

    Ja, da stimme ich zu. Ich bin sicher, dass eine vierwöchige Pause den Jungs gut tun würde. Das sieht der Zeitplan aber nicht vor. Die Saison ist ja gerade erst zu Ende. Und die neue Junioren BuLi Saison beginnt wie oben geschrieben schon 10. oder 11. 8. Da hat der Verein offenbar den Eindruck, dass 4 Wochen Pause nicht rein passen. Eigentlich müsste man die Pause jetzt machen, aber da sind die Jungs ja ohnehin noch in der Schule. D.h. man könnte jetzt Pause machen und startet dann mit den Ferien in die Vorbereitung - da geht dann gar kein Familienurlaub mehr.


    Wobei mein Junior sich über die kurze Pause nicht beklagt, d.h. der empfindet das nicht als Stress. Aber besser wäre eine längere Pause bestimmt. Nach meiner Wahrnehmung ist es allerdings durchaus möglich und üblich, individuelle Absprachen zu treffen. Ich kenne einige Beispiele, wo ein NLZ-Spieler sogar den Saisonbeginn wegen Urlaub verpasst hat. Das kann aber natürlich dazu führen, dass er erstmal keinen Stammplatz im Team hat. Insofern ist da ein gewisser Druck schon da. Auch deshalb wollen die Jungs das nicht. Und wir werden unseren Sohn nicht zur Zwangspause verdonnern, das würde auch nichts bringen.


    Grüße

    Oliver

    Nein, die Eltern sind eigentlich komplett außen vor, die Jungs sind ja schon groß...Zum Thema Rechte: Unser Sohn hat ja einen Fördervertrag nach offiziellem Muster. Da steht drin, dass der Verein die trainingsfreie Zeit bestimmt und dass der Urlaub in dieser zeit genommen werden muss.


    Aber juristisch will ich da ja gar nichts machen. Unser Sohn könnte sich entscheiden, vom Trainingslager fern zu bleiben, das könnten wir schon mit dem Verein absprechen. Aber er will das ja gar nicht, sondern er will ins Trainingslager und auch die Vorbereitungsturniere spielen.


    Grüße

    Oliver

    Kurzes Update zum Saisonende: Sportlich hat es sich sehr gut entwickelt, unser Sohn hat seine Einsätze bekommen und auch sehr positives Feedback, von daher alles grün. Auch mit der Schule und dem Leben im Internat kommt er weiterhin gut zurecht. Jetzt steht der Wechsel an, kommende Saison spielt er U17 in seinem Jahrgang (er war letzte Saison ja Jungjahrgang). Es werden wohl einige Spieler aus der jetzigen U16 gehen und neue kommen, aber das weiß ich noch nicht genau. Auch der Trainer der U17 ist neu, d.h. die neue Mannschaft muss sich jetzt sortieren. Sie starten kommende Woche schon mit der Vorbereitung (weil noch Schule ist) und Turnieren. Dann sind in den Ferien satte 10 Tage "frei" (mit individuellem Plan), dann geht's direkt weiter. Die Saison in der U17 Bundesliga startet offenbar schon am 10./11.8.


    Was uns als Familie gerade ziemlich nervt: Ursprünglich angekündigt waren 2 freie Wochen am Beginn der Ferien. Jetzt sind es nur 10 Tage und die starten erst in der zweiten Ferienwoche. Das kollidiert leider mit unserer Urlaubsplanung, die wir jetzt so fix auch nicht mehr umgeplant bekommen. Unser Sohn könnte jetzt das Trainingslager schwänzen, aber das will er natürlich nicht. Vermutlich wird er daher nachreisen müssen und hat dann entsprechend weniger Zeit gemeinsam mit uns. Dumm gelaufen. Was mich aber wirklich ärgert, ist die späte Kommunikation seitens des Vereins. Den NLZ-Leitern und den Trainern muss doch klar sein, dass man als Familie nicht bis Mitte Juni warten kann, um den Urlaub fest zu legen. Aber darauf wird leider keine Rücksicht genommen.


    Grüße

    Oliver

    Ich sehe das wie Goodie . In aller Regel ist es sinnvoll, dass die Kinder in ihrem Jahrgang spielen. Es gibt aber Ausnahmen, die im Einzelfall betrachtet werden müssen. Spieler, die deutlich nach oben rausgucken, werden in ihrem Jahrgang in einer normalen Mannschaft nicht glücklich. Da ist der Sprung in einen höheren Jahrgang ein Segen für alle Beteiligten. Daher halte ich nichts von dem oben von let1612 vorgeschlagenen Verbot. Man forciert dann nur, dass solche Spieler noch früher in Leistungsvereine/NLZs wechseln. Man muss im Verein aber sicher kritisch drauf gucken, wieviele dieser Ausnahmen es tatsächlich gibt. Das gehört für mich zur individuellen Förderung, die es leider zu wenig gibt.

    Genauso gibt es Spieler, die eigentlich in eine jüngeren Jahrgang gehören, z.B. weil sie körperlich noch zurück hängen. Ich finde es fatal, dass es dafür im DFB keine Möglichkeit gibt. Natürlich gäbe es sicher Trainer, die das ausnutzen würden, um ihre Bambinitruppe mit einigen F-lingen zu verstärken. Aber andererseits verpasst man so die Chance, diese Spieler dabei zu halten.


    Grüße

    Oliver