Beiträge von Don Quijote

    Tiberius Danke für deinen Vorschlag. Du hast Recht, da stehen viele Selbstverständlichkeiten drin und insofern hilft der Vertragsentwurf vielleicht denen, die sich erstmals Gedanken um die Einführung einer Mannschaftskasse machen. Aber aus den Reaktionen hier siehst du, dass Du wenig Erfolgsaussichten hast, so einen Vertrag tatsächlich zur Anwendung zu bringen. Auch ich als Spielervater würde so einen Vertrag nicht unterzeichnen, aus folgenden Gründen: Das ist mir schlicht zu hoch gehängt. In einer Mannschaftskasse will ich nur kleine Beträge verwaltet sehen. Wenn es um größere Beträge geht, wie z.B. gemeinsame Exkursionen, dann sollte das Geld bedarfsgerecht eingezogen werden, so wie Goodie das oben beschreibt. Für Bagatellbeträge will ich mich aber nicht mit einem Vertrag auseinandersetzen.


    Und vielleicht noch ein Kommentar zu deinem letzten Satz: Du hast Kritik bekommen,aber aus meiner Sicht war die sehr wohl konstruktiv - auch wenn sie nicht so ausfiel, wie Du sie erwartet oder gewünscht hast. Aber vielleicht bringt dich das Feedback dazu, dein Engagement anderweitig einzusetzen und nicht unnötig Zeit und Mühe in eine Vertragsversion 2.0 zu stecken.

    Hallo Ballaufpumper , einige kurze Antworten inline in rot, aber ich will den Thread hier nicht sprengen.

    Und ob eine homogene Trainingsgruppe ein besserer Nährboden für spätere Bestleistungen ist oder ob Verantwortung übernehmen/Spielergebnis ist von einem abhängig ein besserer ist? - dafür habe ich noch keine Untersuchungen gefunden.

    Das ist ein sehr interessanter Punkt, über den ich mir auch schon viele Gedanken gemacht habe, ohne eine eindeutige Lösung zu haben. Ich glaube, dass es für Kinder/Jugendliche am wichtigsten ist zu spielen. Sich in einer besseren Mannschaft auf die Bank zu setzen, bringt den Spieler in der Regel nicht weiter. Mit etwas Sorge sehe ich das jetzt bei meinem Sohn, der als Jungjahrgang in der U19 vermutlich nicht Stamm spielen wird.

    Wenn man es weiter aufdröselt, dann halte ich es für naheliegend, dass ein Spieler besser wird, wenn er eine Führungsrolle in seinem Team einnehmen kann, schon alleine weil er so Selbstbewusstsein tanken kann. Auf der anderen Seite ist es ebenso naheliegend, dass z.B. ein Stürmer sich verbessert, wenn er in jedem Training auf starke Verteidiger trifft und umgekehrt. Vermutlich gibt es hier keine eindeutige Lösung und welcher Weg besser gewesen wäre, weiß man erst hinterher oder nie.


    Grüße

    Oliver

    Libra Ein 11-jähriger wird (hoffentlich) nicht von "Perspektive" sprechen. Aber mein Sohn war drauf und dran, den Spaß am Vereinsfußball zu verlieren. Dafür haben wir als Eltern eine Lösung gesucht. Vermutlich sind wir da genau solche Eltern, wie du sie beschreibst.


    Aus meiner Sicht muss man beide Perspektiven zusammen bringen. Der Verein hat gewisse Interessen, aber der Spieler hat auch welche. Die sind halt nicht immer deckungsgleich, da ist dann ein Kompromiss angesagt. Schwarz-Weiß ist das selten.


    Grüße

    Oliver

    Libra Ich kenne die Hintergründe nicht und will das gar nicht bewerten. Aber aus Sicht der Spieler kann das dennoch sinnvoll sein. Die Jungs trainieren sich im Training gegenseitig. Und das neue Team könnte ja auch eine Altersklasse höher spielen oder Freundschaftsspiele gegen gute Teams machen. Bis zur C-Jugend gibt es ja oft ohnehin nicht viele reguläre Spiele (z.B. 10er Staffel => 18 Spiele), da sind Turniere und Freundschaftspiele oft in der Überzahl. Aber wie gesagt, vielleicht ist das auch ganz schmutzig gelaufen.


    Mir war nur wichtig, den Aspekt der Spielerperspektive reinzubringen, denn da schüttele ich schon immer wieder den Kopf. Da werden Sperren verhängt für gut begründete Vereinswechsel, da werden gute Spieler nicht zur Stützpunktsichtung geschickt, um sie im Verein zu halten...


    Grüße

    Oliver

    Hier wird sehr stark aus Sicht des Vereine argumentiert, denen "ihre Spieler weggenommen" werden. Aber wie sieht die Perspektive der betreffenden Spieler aus?


    Ein Jugendlicher, der sportlich weiter kommen will, der wird sich irgendwann überlegen, wo er sportlich am besten gefördert wird. Das ist für ambitionierte Spieler doch nicht in allen Fällen der Heimatverein, bei dem sie durch Zufall mal gelandet sind und der die Spieler jetzt quasi als Eigentum reklamiert ("mein Spieler"). Insofern gibt es automatisch einen gewissen Zug hin zu einzelnen Vereinen, die ab E oder D höhere Spielklassen und bessere Mitspieler im Training anbieten können. Und das ist auch gut so.


    Wäre unser Sohn nicht ans NLZ gewechselt, hätte er trotzdem seinen Heimatverein spätestens zur D-Jugend verlassen. Der war dort kreuz-unglücklich, rein aus sportlicher Sicht.


    Grüße

    Oliver

    Interessant, aber so rundum gut finde ich das nicht:

    - Scouting ab U8, die Spieler werden sehr früh zentral zusammen gezogen, das finde ich schwierig. Es ist ja eigentlich Konsens hier im Forum, dass das für eine Talentprognose eigentlich zu früh ist. Und so klein ist Luxemburg auch nicht, dass man da in 15 min von überall im Land zu einem zentralen Trainingsort anfahren könnte.

    - "Entscheidend ist der Trainer" -> das sehe ich anders

    Was mir aber sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass sie langfristig an den (einmal ausgewählten) Jungs festhalten. Er begründet das damit, dass sie nicht anders können, aber es scheint ja zu funktionieren.


    Grüße

    Oliver

    Das finde ich sehr sinnvoll, denn es gibt Situationen, in denen ein Verein einem Jugendlichen in seiner Alterklasse keine angemessene Spielpraxis bieten kann. Bei meinem Junior war das im Heimatverein ein großes Problem, weil es nur 3 Spieler im 02er Jahrgang gab, die auch noch körperlich und fussballerisch ziemlich hinter den 01ern hinterherhinkten. Mit den 03ern konnten die gut zusammen spielen, mit den 01ern nicht. Alle 2 Jahre hat man dann wieder dasselbe Dilemma...

    Es setzt aber voraus, dass es von den Trainern in diesem Sinne eingesetzt wird - und nicht, um durch herunterziehen Teams zu verstärken. Wobei dem ja ohnehin ein Riegel vorgeschoben ist durch Beschränkung auf den Kreis, und Kreismeister dürfen solche Teams auch nicht werden.


    Grüße

    Oliver

    Taktiker_79 Lass doch bitte diese "Abhandlungen", denn die haben hier im trainertalk nix verloren. Es geht hier um Fußball, du hast also klar das Thema verfehlt. Inhaltlich will ich zu deinen Thesen gar nichts sagen, da kann und sollte sich jeder seinen eigenen Reim drauf machen.


    Grüße

    Oliver

    Meines Wissens war dieser Termin 30.5. mal so in den Raum gestellt, ohne dass das fest vereinbart wäre. Aktuell gelten die Vorgaben vom 21.5.

    Hallo Chris, danke für die Frage. Lösung b halte ich für nicht durchhaltbar, das dauert schlicht zu lang. Das steckt ja auch hinter den aktuellen Lockerungsmaßnahmen, die werden ja auch gemacht, weil man den Zustand für nicht mehr aushaltbar hält, obwohl allen klar ist, dass das Infektionsgeschehen dadurch angefacht wird.


    Also bleibt Variante a. So richtig weiß ja auch niemand, wie groß die Ansteckungsgefahr im eigentlichen Spiel eigentlich ist. Ich vermute, dass die gar nicht so groß ist - aber natürlich ist das Risiko nicht Null. Das wäre ein Aspekt, den man sich bei einem Bundesliga-Neustart gut anschauen müsste. Zudem glaube ich, dass es für die Spiele eine Maskenpflicht geben wird, sofern es Belege gibt, dass das wirklich etwas nutzt. Ansonsten bleibt ja nicht viel Spielraum, um wieder spielen zu können.


    Grüße

    Oliver