Beiträge von Don Quijote

    Meiner Meinung nach kann man auch niemanden verbieten, mal woanders mitzutrainiere, ich wüßte jedenfalls nicht, wie.

    Zustimmung zu deinem Posting, aber einen Hinweis zu diesem zitierten Satz: Es gibt Landesverbände, die ein unangemeldetes Probetraining verbieten. D.h. der Verein, der einen Spieler probehalber mittrainieren lässt, muss sich von diesem die schriftliche Genehmigung des Stammvereins des Spielers geben lassen, da sonst Sanktionen vom Verband drohen. Vollkommener Humbug in meinen Augen, zumal im Nachwuchs. Aber leider Realität....

    Das ist ein Punkt, der mich auch immer wieder verblüfft hat: Woher haben diese Leute eigentlich die Kontaktdaten? Mich haben mehrere Spielerberater und Scouts auf dem Handy angerufen, ohne dass ich die vorher kannte. In einem Fall hat sogar ein NLZ-Leiter meinen damals 14-jährigen Sohn mehrmals auf dem Handy angerufen, um ihn für sein NLZ zu werben! "Datenschutz" sieht anders aus...


    Tenor in diesem Thread ist ja, dass die Anfrage eher unseriös war und offenbar hat sich das ja ohnehin erledigt. Trotzdem gibt es hier gefühlt ganz schön Feuer für Kiriku , weil die die Anfrage nicht gleich in die Tonne gekloppt hat. Ich würde den Ball hier flach halten, weil ich weiß, wie es ist, wenn plötzlich Anfragen auf einen einströmen, mit denen man sich vorher nie auseinandergesetzt hat. Man will als Eltern ja auch nix falsch machen. Insofern kann ich Kiriku s Unsicherheit nachvollziehen. Die geballte Intelligenz aus dem trainertalk wird ihr sicher helfen, in derartigen Dingen ihren Weg zu finden.


    Schönes Wochenende

    Oliver

    Bei mir gehen da alle Alarmglocken an: Wieso meldet ein Spielervermittler Eure Tochter bei einem Verein zum Probetraining an ohne das vorher mit Euch abgesprochen zu haben? Wenn das ein Scout des Vereins wäre, ok. Oder wenn die Initiative für einen möglichen Wechsel von Euch ausginge, dann auch ok. Aber so klingt es dubios.


    Grüße

    Oliver

    Danke für die Einblicke! Einige Punkte würde ich gerne auch in D sehen (keine Spieler ohne Einsatzzeiten, keine Sperrfristen für Kleine), andere eher nicht (Spielbetrieb 7:7 oder 8:8 für U7?). Eine Rückfrage zur Kaderbesetzung: Du beschreibst, dass viele Spieler Wechsel nach oben anstreben. Wie sieht es denn dann in den Vereinen "oben" aus? Die müssen doch dann zwangsläufig permanent Kinder nach ein oder zwei Saisons wieder wegschicken, um Platz für die Nachrücker zu haben. Oder wie geht das?


    Grüße

    Oliver

    Ja, prinzipiell geht das. Ein Beispiel hier in der Region ist der SC Dortelweil, die derzeit in der B-Juniorinnen Bundesliga gegen den Abstieg kämpfen. Bad Vilbel ist quasi ein Vorort vom Frankfurt, d.h. es gibt zwei weitere Bundesligisten (FFC, Eintracht) in unmittelbarer Umgebung. Trotzdem haben die ein Team beisammen und sind nicht mal komplett chancenlos, die Klasse zu halten.


    Ich sehe das nur von außen, daher kann ich nicht beurteilen, was alles in Bewegung gesetzt werden musste, bis die Mannschaft tatsächlich in der Bundesliga mitspielen durfte. Und natürlich habe ich auch Zweifel, ob der Erfolg nachhaltig ist.


    Grüße

    Oliver

    Du hast Recht, das habe ich unsauber formuliert. Es kann überall da funktionieren, wo das Einzugsgebiet für die Bildung einer Staffel nicht zu groß wird. Berlin will wohl starten, wenn es 10 Teams gibt, wobei Spielgemeinschaften zulässig sind.


    Aus dem Bericht kann ich nicht ablesen, ob es da unterschiedliche Klassen geben soll. Es ist ja wenig sinnvoll, alle in einen Topf zu werfen.

    Hallo Stefan, dann vielleicht eher so etwas wie das DFB Fussballabzeichen?


    Prinzipiell halte ich das für eine sehr gute Idee, da so ein Belohnungssystem die Motivation der Kinder anspornt. Wenn du aber alle Kinder einmal pro Monat testen willst, ist das ein ganz schöner Aufwand - da bin ich unsicher, ob sich das lohnt.


    Grüße

    Oliver

    Den Pokal reihum zu geben, ist doch schon mal gut. Bei uns im Team haben wir am Ende der Saison die Pokale und andere Trophäen (T-Shirts, Urkunden) verteilt - aber das setzt voraus, dass ihr für jeden etwas habt. Wenn es nur ein oder zwei Pokale sind, dann würde ich die als Trainer einsammeln und evtl. nach pädagogischen Gesichtspunkten weiter geben. Das kann dann aber auch Neid geben.


    Grüße

    Oliver

    Zitat

    Man kann nur andere coachen, wenn man sich selbst coachen kann...Emotionen müssen gezielt eingesetzt werden. Wäre ich zu emotional, könnte ich keine klaren Entscheidungen treffen. Ich muss in der Lage sein zu erkennen, was die Mannschaft braucht.

    Quelle und Auflösung

    So, die Vorrunde ist rum, mal wieder Zeit für ein kurzes Update: Sportlich läuft es bei meinem Sohn aktuell optimal, er spielt Stamm in der U17 Bundesliga und kann sich daher im Gegensatz zum Vorjahr über mangelnde Einsatzzeiten nicht beklagen. Zum Glück ist er bisher auch von Verletzungen fast komplett verschont geblieben. Es sind einige Spieler in seiner Mannschaft, die schon etliche Monate pausieren mussten, das ist ziemlich bitter für die.


    Seitens des Vereins wird ein riesiger Aufwand für die Mannschaft betrieben. Jedes Spiel wird gefilmt und jeder Spieler bekommt individuelle Sequenzen von 30-90 sec Dauer zusammengestellt, zu denen die Trainer dann kurze Kommentare notieren ("gute Aktion", "schlampig", "Chipball wäre besser gewesen"). Diese kommentierten Sequenzen können die Jungs per Computer oder Smartphone abrufen. Mein Sohn saugt das sehr stark auf, er findet das prima, auf diese Weise Rückmeldung zu bekommen.


    Es sind ja jetzt knapp 1,5 Jahre, dass unser Sohn ins Internat gezogen ist. Bisher geht es ganz gut auf mit den Besuchen am Wochenende. Mittlerweile gibt es aber einige Wochenenden, wo er zwar eigentlich Zeit hätte, mit nach Hause zu kommen, wo er aber über's Wochenende lieber im Internat bleibt und sich mit seinen Jungs (und vereinzelt auch Mädels) trifft oder ausgeht. Ich sehe das als Vater mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber das ist wohl der normale Ablösungsprozess, er wird bald ja 17. Durch die räumliche Entfernung fällt das nur stärker auf.

    Grüße

    Oliver