Beiträge von Don Quijote

    Laut Webseite der Hoffenheimer gibt es 4 Mädchenteams:

    • U13 -> D-JUNIORINNEN LANDESLIGA ST.1 2019/20, derzeit Tabellenführer
    • U14 -> D-JUNIOREN KREISKLASSE A 2019/20, derzeit 2ter. Die U14 spielt also bei den Jungs, ist aber ein Jahr älter
    • U15 -> C-JUNIOREN KREISLIGA HD (U15) 2019/20, derzeit dritter. Also auch bei den Jungs, gleicher Jahrgang.
    • U17 -> B-JUNIORINNEN-BUNDESLIGA SÜD (U17) 2019/20, derzeit vierter.

    Also spielen U14 und U15 bei den Jungs.


    Grüße

    Oliver

    Hallo Holger,

    dumm gelaufen, das Kreisgericht hat alles richtig gemacht, so steht das nun mal in der Jugendordnung drin. Im idealen Fall hättet ihr das als Trainer eigentlich vorher wissen sollen.


    Nach dem Sinn dahinter darfst Du fragen - aber ob da eine Antwort kommt, wage ich zu bezweifeln. Das ist nicht der einzige Punkt in den Spielordnungen, der Fragen aufwirft. Du kannst das eigentlich nur zur Kenntnis nehmen und entsprechend Eure Einsätze planen. Nicht umsonst sieht die entsprechende Regelung in vielen Landesverbänden anders aus (aber auch nicht einheitlich anders). Da kocht jeder sein eigenes Süppchen.


    Wohl bekomm's!

    Oliver

    noch vergessen: Ausrüstung wird gestellt für Spiel und Training. Selbst kaufen müssen die Spieler oder deren Eltern die Fußballschuhe und Schienbeinschoner. Bei den Schuhen braucht unser Junge drei Paare, Stollen, Nocken und Halle. Wer da nicht immer ins unterste Regal greift, hat da schnell nochmal 500 Euro pro Jahr auf der Rechnung.

    Typisch ist nach meiner Wahrnehmung der Wechsel nach der U15, also zur U16. Bei uns sehe ich folgende Kostenblöcke. Ob das typisch ist, kann ich nicht sicher sagen, ich vermute es aber.

    • Ablöse bzw. Ausbildungsentschädigung beim Wechsel trägt der aufnehmende Verein.
    • Unterbringung und Verpflegung im Internat trägt der Verein.
    • Der Jugendspieler erhält einen Fördervertrag mit einer Mindestentlohnung von 250€ pro Monat (ist von der DFL so vorgeschrieben). Höhere Beträge kann man mit dem Verein aushandeln.
    • Die Eltern tragen die Kosten für die Fahrten zwischen Heimatwohnort und Internat. Hier kann man je nach Verein auch eine anteilige Kostenübernahme verhandeln. Das ist der Hauptkostenblock! In unserem Fall 200 km Entfernung einfach, ca. 50 Fahrten hin und rück im Jahr sind 20 Tsd. km im Jahr! Mal 0,30 € pro km sind 6000€ pro Jahr. Und mit den 30 Cent pro km kommt man vermutlich nicht hin. Vom Zorn Gretas will ich gar nicht reden :*
    • Manche Dinge werden doppelt benötigt, einmal im Internat und einmal weiterhin zuhause (Möbel, Zahnbürste, Computer, Kleidung), weil man die nicht ständig hin und her schleppen will. Einrichtung im Internat war bei uns knapp 2000€. Wir hätten auch Möbel gestellt bekommen, unser Sohn wollte aber lieber selbst einige Sachen aussuchen.

    Wie gesagt, entscheidend sind sicher die laufenden Fahrten zwischen Heimat und Internat.


    Grüße

    Oliver

    Wie oben bereits von anderen Usern dargestellt gibt es seitens des Verbands keine separate Sperre für das Zweitspielrecht.


    Marianne Oben sagst Du doch schon, dass die beteiligten Vereine sich auf Januar geeinigt haben. Insofern sind die Vereine auch dein Ansprechpartner, wenn Du das beschleunigen willst.

    Spannendes Projekt, auch wenn ich es noch nicht vollkommen durchschaut habe.

    Mein Bauch sagt mir, dass wir den Kader erweitern sollten, damit wir den Jahrgang auch mittelfristig halten können. Trainermäßig würde es funktionieren.

    Dann würde ich das auch so machen. Ihr werdet immer wieder Kinder verlieren, daher würde ich jetzt nicht ohne Not einen Zugangsstopp erlassen, wenn ihr das von der Betreuung her hinbekommt. Du sagst, ihr seid "sportlich ambitioniert". Was heißt das denn? Wenn ihr in den höheren Jugenden in höheren Ligen spielen wollt, dann wird es Euch helfen, nicht nur ein Team pro Jahrgang zu haben. Oder wollt ihr die nicht so talentierten Kinder dann aussortieren? Auch das spricht gegen einen Aufnahmestopp.


    Grüße

    Oliver

    Da sich diese Akademien wohl eher mindestens auf Augenhöhe mit den NLZs sehen dürften, haben diese ja die zahlreichen Normalos nicht im Blick.

    Es ist halt die Frage, wen die privaten Schulen als zahlenden Kunden im Blick haben: Wenn es "nur" die talentiertesten Kinder sind (wie bei den NLZs), dann haben sie eine entsprechend kleine Basis an potenziellen Kunden. Für wahrscheinlicher halte ich, dass sie das "Talent" dann eher an der Zahlungsbereitschaft der Eltern messen...


    Aber egal ob das stimmt oder nicht, ich stimme dir zu, dass diese Fussballschulen eine vielleicht zeitgemäße Alternative zum traditionellen Verein sind.

    Danke für den Bericht. Wenn es sich so entwickelt, wie ihr es erwartet, dann hat sich die sicher stressige Suche nach dem "richtigen" verein gelohnt. Ich drücke Euch die Daumen!


    Grüße

    Oliver

    Im Handballverein meiner Kinder werden dafür immer die Eltern eingespannt, warum schließt du das von vorneherein aus?

    - Nudeln mit Tomatensoße -> Klassiker

    - Linsensuppe mit Fladenbrot -> kam erstaunlich gut an


    Auch Pizza gab es schonmal und auch vom Asiaten haben wir schonmal liefern lassen. Letzteres war aber ein Flop, das hat den Kids nicht so richtig geschmeckt.


    Grüße

    Oliver

    Aber technisch ist er von den anderen Kindern, die 2-3 Jahre früher angefangen haben, schon zu diesem frühen Zeitpunkt abgehängt.

    Es gehört nicht unmittelbar zum Thema, aber das will ich nicht unwidersprochen stehen lassen: Du sagst ernsthaft, dass ein F-ling technisch bereits abgehängt ist?! Das halte ich für Quatsch. bei entsprechender Begabung holt der das locker wieder auf. Es ist ja ein empirisches Ergebnis, dass es eher die Früheinsteiger im NLZ sind, die auch früh wieder raus fallen. Und die werden dann durch genau solche Spieler ersetzt. Siehe die Studie von Arne Güllich https://www.sportbund-pfalz.de…ball_-_Kaiserslautern.pdf

    Vollkommen nachvollziehbar. Unerfahren, wie man in dieser Situation sicherlich meistens ist, vermute ich, dass es schwierig ist, die Seriösen und die Unseriösen zu unterscheiden.

    Wäre das nicht auch ein Betätigungsfeld für die VDV?

    ich musste erst suchen, wofür VDV steht, Ich vermute, du meinst die Spielergewerkschaft https://www.spielergewerkschaft.de/de/VDV/Aufgaben.htm und nicht den Verband der Vermessungsingenieure =)


    Ja, das wäre eine gute Hilfe. Bei uns lief es über persönliche Kontakte, d.h. wir kennen Spieler/Familien, die bereits vom gleichen Team beraten werden und damit gute Erfahrungen gemacht haben und immer noch machen. Die Berater haben natürlich auch eigene Interessen, die aber hoffentlich oft deckungsgleich mit denen der Spieler sind. Entscheiden muss man immer noch selbst, aber die zusätzliche Meinung bzw. die Infos, die der Berater uns geben konnte, haben uns bei der Entscheidung geholfen.


    Jetzt nach dem Wechsel ist der Berater für unseren Sohn eine zusätzliche Anlaufstelle, gerade für sportliche Fragen/Probleme. Bisher läuft das gut. Wir haben übrigens mit dem Berater keinen formalen Vertrag, sondern uns lediglich mündlich vereinbart. Wir können die Zusammenarbeit jederzeit beenden, wenn uns etwas quer kommt. Für die Berater ist die Arbeit für die Jugendlichen quasi eine Geschäftsanbahnung in der Hoffnung, dass einer dabei ist, der auch mal einen Profi-Vertrag bekommt.


    Grüße

    Oliver

    Aber jetzt mal ehrlich: Jetzt ist er fast 14, aber mit fast 15 braucht er doch noch keinen Berater oder so ähnlich? Oder sind die in den Profi-NLZ so knallhart.? Denn das mit den Ablösesummen für Jugendspieler hat mich schon ein wenig geschockt.

    Die wichtigsten Ratgeber des Spielers sind sicher die Eltern. Dennoch muss ich hier auch mal eine Lanze für die "bösen" Berater brechen. Was uns in der Phase beim Wechsel ins NLZ-Internat komplett gefehlt hat, war ein unabhängiger Experte. Die Vereine verfolgen eigene Interessen, das muss man sich klar machen. Als Laie hat man keinen Einblick in die rechtlichen Rahmenbedingungen (Wechselbedingungen, Fördervertrag, Ablösen...). Und man weiß auch nicht, wie so ein Wechsel üblicherweise läuft und wie nicht. Unsere Familie hat sich in der Situation entschlossen, einen Berater hinzu zu ziehen. Das hat uns schon alleine geholfen, die Anfragen von Vereinen zu kanalisieren. Mit ein oder zwei Vereinen kann man sich als Familie auseinander setzen, aber wenn es mehr Anfragen gibt, muss man das vorfiltern. Oder man ist jedes Wochenende woanders in der Republik.

    Wir haben uns dann einen Berater gesucht, bei dem wir das Gefühl haben, dass er wirklich die langfristige Perspektive im Blick hat. Bisher klappt das gut. Für Berater sind Jugendspieler ohnehin immer nur eine Investition in die Zukunft, die bekommen erst Geld beim ersten Profi-Vertrag. Wenn man sich umhört, gibt es aber eine wirklich breite Palette von Beratern. Es lohnt sich daher, bei der Auswahl des Beraters umsichtig zu sein.


    Grüße

    Oliver

    Ich verstehe nicht warum die Vereine lieber ihre private Liga gründen, anstatt eine vernünftige Reform im Hamburger Gebiet anzustreben. Haben die Proficlubs da so wenig Einfluss? Stellt sich der Verband so quer?

    Wenn die Proficlubs davon überzeugt sind, dass eine Ligareform das beste für die Ausbildung ihrer Spieler ist, dann müssten sie doch eigentlich stark daran interessiert sein, diese Reform für alle Vereine durchzusetzen. Bekommen mehr Spieler eine bessere Ausbildung gibt es mehr Talente die man scouten kann und so steigt die Wahrscheinlichkeit ein echtes Juwel dabei zu haben. Schottet man sich hingegen ab, bleiben Spieler die evtl. später noch ein angemessenes Leistungsniveau erreicht hätten auf der Strecke und einem gehen potentielle Profispieler verloren, außer natürlich dieses Abschotten hat noch andere Gründe, wie z.B. Wechsel einfacher zu machen und sich anderen Kontrollen des Verbands zu entziehen, was mich ehrlich gesagt etwas misstrauisch macht.

    .

    U13 im NLZ ist ein kompliziertes Alter. Die Teams sind (durch Selektion) meist deutlich besser als alle nicht-NLZs. Das kann man in den kleinen Jahrgängen gut kompensieren, indem man die Teams ein Jahr höher meldet. In der U12 haben die NLZ-Teams meist in der höchsten U13-Liga gespielt, das passt ganz gut. Aber als U13 einen Jahrgang hoch zu gehen, passt ganz und gar nicht. Denn dort in der C-Jugend treffen die halt auf U15. Bei der einsetzenden Pubertät sind das körperlich Welten. Manche NLZs machen das dennoch, andere setzen in der U13 komplett vom Ligabetrieb aus und spielen nur Freundschaftsspiele. In West gibt es schon lange genau so eine elitäre "Freundschaftspielrunde", in der fast nur NLZs auftreten: http://www.fussball.de/spielta…000EVS5489B3VUOI54T7-G#!/ Die Bayern haben das ebenso http://www.fussball.de/spielta…005EVS5489B4VTN21JC6-G#!/ In Rhein-Main hab es das auch mal, das ist aber wieder eingeschlafen. In Hamburg wird genau so eine Liga offenbar jetzt eingeführt.


    Grüße

    Oliver

    Ein wirksamer Vertrag zwischen Verein und Spieler darf laut DFB erst ab dem 15. Geburtstag abgeschlossen werden, das ist also typisch erst am Ende oder sogar nach der U15. Vereinbarungen kann man natürlich vorher treffen, aber juristisch sind die nicht wirksam. Das Muster hatte ich hier schon mal verlinkt, Mindestvergütung sind 250 € pro Monat.


    In den U15-Regionalligen spielen ja noch sehr viele "normale" Vereine, also nicht nur die Profi-NLZ. Daher muss man sich einen Wechsel in die U15 gut überlegen. Wird dein Sohn im Profi-NLZ Stammspieler werden? Oder wollen die Profi-NLZ ihn schnell noch holen, bevor es am Ende der U15 für den Verein teurer wird (wegen des Fördervertrages, siehe oben)? Überlegt Euch das gut.


    Grüße

    Oliver