• Eine Sache, hier angesprochen wurde, muss ich aber doch noch kommentieren.


    Einleitend möchte ich sagen, dass ich absolut mit der Meinung konform gehen, dass man dem Ergebnis nicht alles, schon gar nicht die Ausbildung unterordnen sollte. Das betrifft im Jugendbereich nahezu alle Mannschaften, d.h. im Kleinfeldberich sowohl den Leistungs- als auch den Breitensport, ledeglich in A-, B- und eventuell C-Jugend des Leistungssports kann man da die Prioritäten zugunstes des Ergebnisse ein wenig verschieben, ohne das zu extrem zu machen.
    D.h. alle Kinder, die Einsatzbereitschaft mitbringen sollen lohnende Spielzeit erhalten, die Taktik sollte nicht dem Ergebnisdenken untergeordnet werden, etc.
    Das ist auch meine Meinung und das handhabe ich auch stets so, auch bei meiner sehr leistungsorientierten Gruppe.


    So nun zu den oft erwähnten Worten, die man immer wieder ließt:
    Spaß/Freude und Gewinnen wollen (oder leistungsorientierter Fussball) werden hier gerne als gegensätzlich beschrieben! Ich finde das Schwachsinn und frage mich warum soll sich das widersprechen.
    Sicherlich, und das ist auch für mich unstreitbar, kann man auch Freude/Spaß haben ohne permanenten Erfolg in Form von Ergebnissen zu haben.
    Aber es wird ja immer so getan, als ob Spieler, die sich dem Leistungssport hingeben, kein (oder weniger) Spaß haben.
    Ich kann euch sagen, dass ist totaler Quatsch.
    Auch oder gerade bei leistungsorientierten Kleinfeldmannschaften wird enorm viel gelacht etc. Hospitiert doch mal bei einem Bundesliganachwuchsteam, dann werdet ihr sehen, dass diese trotz des nicht zu leugnenden Leistungsgedanken, extrem viel Spaß bei ihrem Sport emfinden. (Sicherlich gibt es auch hier, wie überall fragwürdige Trainer, die diesen Effekt eindämmen)


    Oder glaubt ihr, um mal ein extremes Beispiel aus dem Sport zu bringen, ein Ironman-Thriatlon-Sportler empfindet keine Freude an seinem Sport. Dieser Sport ist sicherlich mit immensen Qualen etc. verbunden, aber solche Sportler empfinden Freude beim Sport, sonst würden sie ihn sicherlich nicht ausüben.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • @ Sir Alex: ich fühle mich da jetzt ein wenig angesprochen 8) .


    Aber das sage ich doch gerade: guter Fußball, und der ist ja gerade das Ziel im professionellem Bereich, kann meiner Ansicht nach nur AUCH mit Spaß erreicht werden. Macht ja auch Sinn - kennt jeder von sich selbst: bin ich mit Spaß bei der Sache gelingt es einfach besser.


    Spaß sollte sowohl im Freizeit-, als auch im Profifußball dabei sein. Deshalb betrachte ich pers. das eben nicht als gegensätzlich. Der Spaß im Freizeitfußball kann aber schnell verloren gehen, wenn ein Trainer die Sache zu professionell ( gerade bei Kindern ) angeht und Dinge verlangt, die die Kinder nicht umsetzen können. Und ich habe da so den Eindruck, dass Freizeittrainer eventuell von der medialen Außendarstellung des Fußballs beeinflußt werden. Und das eben gar nicht mal bewußt.


    Ich wollte eigentlich auch nur verdeutlichen, dass der Antrieb der Kinder in erster Linie der Spaß ist. Und das sollte auch beim Trainer der Fall sein. Auch ihm muß es doch Spaß machen. Die meisten Trainer arbeiten schließlich ehrenamtlich und sind nicht davon abhängig.

    Wenn sie begriffen haben, daß zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät. Dann werden sie Trainer. (Luis Aragonés)

  • Hi Alex!



    Vielen Dank für diesen SEHR! guten Beitrag.

    So nun zu den oft erwähnten Worten, die man immer wieder ließt:
    Spaß/Freude und Gewinnen wollen (oder leistungsorientierter Fussball) werden hier gerne als gegensätzlich beschrieben! Ich finde das Schwachsinn und frage mich warum soll sich das widersprechen.
    Sicherlich, und das ist auch für mich unstreitbar, kann man auch Freude/Spaß haben ohne permanenten Erfolg in Form von Ergebnissen zu haben.
    Aber es wird ja immer so getan, als ob Spieler, die sich dem Leistungssport hingeben, kein (oder weniger) Spaß haben.
    Ich kann euch sagen, dass ist totaler Quatsch.
    Auch oder gerade bei leistungsorientierten Kleinfeldmannschaften wird enorm viel gelacht etc. Hospitiert doch mal bei einem Bundesliganachwuchsteam, dann werdet ihr sehen, dass diese trotz des nicht zu leugnenden Leistungsgedanken, extrem viel Spaß bei ihrem Sport emfinden. (Sicherlich gibt es auch hier, wie überall fragwürdige Trainer, die diesen Effekt eindämmen)

    Sehr genau. Jeder zieht Freude und Spaß aus anderen Dingen. Leistung und Erfolg kann sehr wohl Spaß machen. Meist sind es diejenigen, die schlicht nicht leistungsbereit/-willig sind, die das Gegenteil behaupten.


    Oder glaubt ihr, um mal ein extremes Beispiel aus dem Sport zu bringen, ein Ironman-Thriatlon-Sportler empfindet keine Freude an seinem Sport. Dieser Sport ist sicherlich mit immensen Qualen etc. verbunden, aber solche Sportler empfinden Freude beim Sport, sonst würden sie ihn sicherlich nicht ausüben.

    Ich kann Dir aus eigener Erfahrung berichten, dass dem genau so ist. Das ist ein Volltreffer was Du da schreibst.


    Wenn Du nahezu täglich 2x am Tage trainierst, wenn Du um 5 Uhr morgens im Rennradsattel sitzen musst, weil der Job das Training nicht anders zulässt, wenn Du im Winter Dein MTB durch den tiefen Schnee tragen musst, weil Du nicht mehr fahren kannst, so tief wie der ist, wenn Du bei Regen, Hagel, Kälte Deine Radeinheiten durchziehen musst, weil Du weißt, dass Du sonst beim WK einbrichst wenn Du im Training schluderst, wenn Du im Schwimmtraining eh schon nicht mehr kannst, Du kaum noch Luft kriegst in den intensiven Einheiten und die Arme schwer wie Blei sind aber die harten Intervalle einfach sein müssen, weil Du weißt wenn Du im 2000 Leute Massenstart am Anfang nicht hart anschwimmen kannst, dann bist Du geliefert, wenn nach 15km beim langen Lauf schon nix mehr geht, weil Du vorher bei der 4h Radfahrt im WK Tempo Ernährungsfehler gemacht hast usw. usw. - dann geht das nur mit tiefer, tiefer Liebe zum Sport, Willen, Charakter, Herz und viel, viel, viel Spaß an der Sache Triathlon.


    Und genau DAS ist im Fußball auch nicht anders. Nur dass es hier ne ganze Menge Nasen gibt, die meinen wenn Sie zweimal in der Woche in ner Mannschaft trainieren, sind sie die großen Sportler vor'm Herrn. Leider treten die dann in der Geisteshaltung auch vor den Kindern auf. Was denen fehlt ist Demut und Respekt vor der Leistung und der stetigen Verbesserung.


    So ein Kind agiert ja meist an seiner persönlichen (oder gefühlten) Leistungsgrenze. Wenn es ein Kind dann schafft sich zu verbessern - nur ein ganz kleines bisschen ... wenn der erste Übersteiger einigermaßen gelingt, der erste Vollspanstoß gut abgeht, der erste Pass ankommt... was weiß ich ... dann sieht man dem Kind an wie glücklich es ist. Und das muss man respektieren, man muss das Kind loben, man muss sich mit ihm freuen und dankbar sein, daran teilhaben zu dürfen. In Demut und Respekt vor dem Erreichten des kleinen Sportlers.


    Das Beispiel, lieber Alex, das Du gebracht hast ist gut: Auf der IRONMAN Distanz lernt man nämlich Demut und Respekt - insbesondere an der Grenze der eigenen Leistungsfähigkeit ist sehr viel davon gefragt.


    peace Paul

  • die meisten Kinder "wollen" gewinnen und Leistungs bringen.
    ob beim Monopoly, Kartenspiel oder Fussball, sogar in der Schule.
    Ich finde das OK.


    das Problem liegt doch auf der Trainer und Elternseite, wenn die der Meinung sind, die Jungs "müssen" gewinnen, weil z.B. auch das Hinspiel gewonnen wurde, oder man bei einem Sieg an der Spitze steht.und das den Jungs und Mädels auch noch vermitteln, sehr oft schon im Elternhaus.


    Ich habe immer versucht das "Wollen" zu fördern, und das "Müssen" zu vermeiden.
    Ob es mir immer gelungen ist, wer weiss?


    Wir wollten, aber es hat halt nicht geklappt, ist doch dann in Ordnung.



    günter

  • Guten Morgen,


    möchte kurz was los werden, bin grad kurz davor in den Frust-Threat zu schreiben.


    Habe grade im Internet nach Trainingsformen gesucht, um das Lösen des Blickes vom Ball - das "Kopf hoch" - zu trainieren. Dabei bin ich natürlich dann auch schnell hier im Forum gelandet. Diesen Threat hier habe ich gefunden und auch, wenn der schon 8 Jahre alt ist, hab ich gedacht, dass ich mal lese...gute Übungen hat es bestimmt auch schon 2010 gegeben, wir waren ja immerhin WM-Dritter :):saint:;);)


    So dann mach ich mich ran und beginne zu lesen. Threatersteller:


    Kennt jemand ein paar einfache Übungen um den Spielern beizubrigen den Kopf oben zu halten, und nicht immer nur den Ball anzustarren.


    Danach gibt es zwei Beiträge, die auf die Frage eingehen.


    Ab der dritten Antwort bis zum Ende der 7!!! Seite - nicht 7ter Beitrag - wird dann darüber diskutiert, ob das altersgemäß ist etc. Ey da frag ich mich wirklich, wo ich hier gelandet bin. Weil es irgendwie typisch ist...Trainer fragen etwas und bekommen Oberlehrerhaft eins auf die Frexxe. Nur weil bei mir im Profil steht, dass ich eine C-Jugend trainiere, erfrage ich doch nicht zwangsläufig alles für die C-Jugend. Und so wird es bei anderen ja auch sein.

    Ich denke, dass jeder der hier angemeldet ist, sich viele Gedanken über sein Training, den Fußball, seine Entwicklung als Trainer etc. macht. Und jeder der eine B-Jugend trainiert, sieht die Mängel aufgrund von Fehlern aus dem Grundlagenbereich und überlegt, mit welchen Übungen kann man das besser machen. Ja dann überlege ich manchmal, nur für mich...ohne das in der E-Jugend anzuwenden, überlege ich, wie ich mit denen die bessere Ballmitnahme trainieren würde etc.

    Und manchmal....da mach ich das sogar. Da ist der Trainer im Urlaub, beruflich verhindert, krank oder was weiß ich, dann setze ich sowas um. Und dann frage ich manchmal hier nach einem Schwerpunkt bzw. einer Trainingsform dazu und das ist nicht für die C-Jugend, frech oder :saint: Und cool wäre, wenn man mir gerne Kritik gibt, weil man meint, dass wäre kein altersgemäßes Trainingsziel, aber man mir dennoch mitgibt, wie ich es dennoch trainieren könnte, wenn ich die Übungen in der "richtigen" Altersklasse machen würde. Das fänd ich gut und wollte das hier mal los werden!

    Dass ich ohnehin ein Verfechter davon bin immer alles zu trainieren und wenig zu isolieren, habe ich an vielen Stellen kundgetan, dafür darf mich gerne jeder kritisieren und wer mir seine entgegengesetzte Meinung vernünftig begründen kann ist mir sogar lieber, als jemand der mir zustimmt. Den von anderen, begründeten Meinungen kann ich lernen! Und um zu lernen bin ich hier angemeldet!


    Sorry, ich musste das aber mal los werden, nachdem ich die 7 Seiten -für nichts bzw. meiner Meinung nach OffTopic- gelesen habe!



    So zum Thema (ich hoffe hier lesen noch welche....:rolleyes:):

    Wie schult ihr das Kopf heben bzw. das Lösen des Blickes vom Ball?

    Hat jemand dazu gute Übungs- oder gar Spielformen?

    Wie in einem anderen Threat geschrieben, habe ich aktuell "Entscheidungstraining Passen oder Gehen" auf meiner Agenda stehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es doch eklatante Unterschiede zwischen dem Großteil der Mannschaft und 2 Spielern gibt. Diese 2 Jungs gehören sonst zu den "Stärkeren", aber sie treffen vermeintlich oft die falsche Entscheidung. Wichtig ist das Wort vermeintlich, denn nach meiner Beobachtung und auch aus Gesprächen mit den beiden (nicht zusammen) ergibt sich, dass sie gar nicht dazu kommen, sich zwischen Pass oder Dribbling zu entscheiden. Sie gucken zu sehr auf den Ball und nehmen gar nicht "alle" oder zumindest "mehrere" Optionen wahr, sondern meist nur die eine, die dann auch gewählt wird.

    Ich wäre dankbar, wenn mir jemand mit Variationen weiterhelfen könnte.

    Ich habe jetzt 2 vs. 1 auf ein Tor spielen lassen. Habe selber den Verteidiger gespielt und mich so verhalten, dass man mir ganz klar ansehen konnte, ob ich auf ein Dribbling oder einen Pass spekuliere. Nach einer Zeit merkte man wirklich Fortschritte. Das Problem ist auch nicht die Technik "Ballführung", sondern, dass etwas gewohntes "Blick zum Ball" abgewöhnt werden muss. Ich habe verschiedene Hütchen aufgebaut und immer ein paar Farben auf einmal gerufen. In der Reihenfolge sollte zu diesen Hütchen gedribbelt werden und ganz bewusst der Ball so wenig wie möglich angeguckt werden. Das hat gut geklappt, ich habe das gemacht, um zu sehen, ob die Technik auch ausreichend gefestigt ist, wenn der Blick weg vom Ball geht.

  • Effzeh hahahaha war gerade bei der 4 Antwort und dachte puhhh das wird zach :) dann habe ich mal den letzten genommen und danke dir dafür das du mir das erspart hast.


    Blick lösen vom Ball geht eigentlich ganz einfach, dauert zwar etwas aber wenn man das in jedem Training mit einbaut kein Thema. Mache das schon beim Aufwärmen.


    Zwei optische unterschiedliche Bälle im Kreis hin und her passen.

    roter ball --> Schuhfarbe der Anspielperson laut sagen

    blauer ball --> Hosen oder Leibchenfarbe


    zweiten Ball kann dann noch mit der Hand geworfen werden, so muss man ständig das ganze Umfeld im Auge haben und nicht nur den Boden.

    Alternativ den Namen laut rufen und zusätzlich dann die Positionen tauschen. Dann wird es nicht eintönig und sie müssen noch mehr mitdenken.


    Übung zum aufdrehen mache ich pass in den linken oder rechten Fuß, beide Seiten Farblich markiert. Empfänger muss mit dem Entsprechenden Fuß aufdrehen und währenddessen die Farbe sagen.


    Prallen lassen, offene Stellung und Abschluss aufs Tor (auch hier die ecken mit Farben markieren und vo dem Abschluss die Farbe rufen).


    bei der Anspielstation immer zwei Spieler. Der erste Spieler bekommt den Ball und lässt prallen, bevor der Ball aber prallen gelassen wird muss er einen Schulterblick machen und die Farbe oder Zahl ansagen (Uno-Karte).

    Danach in die offene Stellung kommen Ball mitnehmen und Torschuss. Kann man dann noch it Anshluß0aktion 1vs1 abschließen usw.

    Variante.

    ungerade zahlen links weggehen

    gerade zahlen rechts weggehen.

    bestimmte Farbe direkt Aufdrehen ohne prallen zu lassen --> blau und grün rechts, rot und gelb links - aufdrehen.


    usw...

    in Spielformen zb 4vs4 auf 4 Tore. Ein ball am Boden normales spiel zweiter Ball in der Hand. Nur der Spieler mit dem Ball in der Hand darf das Tor machen. Ball in der Hand kann ohne Vorgabe unter den Teammitgliedern genauso gepasst werden.


    sobald der Ball zur Nebensache wird löst sich der Blick von selbst vom Ball. Einfach das Hirn fordern, egal ob beim Dribbling, Passen, Abschluss oder Koordinationsübungen. Rechenaufgaben, Farbe ansagen, Tennisball den Körper kreisen lassen, Tennisball versuchen in der Hand leicht in die höhe zu schupfen usw.. das alles und viel mehr in die einzelnen Übungen mit einbauen und es wird ganz von alleine

  • Effzeh das ist nicht altersgerecht ;-)

    ich trainiere das vom Aufwärmen weg mal z.b. so. Pass unten, wurf oben(2 Bälle pro Pärchen).

    Da Fußballer beim Fangen meist mehr probleme haben, zwinge ich Sie so quasi, den pass -blind- zu spielen.

    In Spielform habe ich das Glück der Exerlights, so das ich Umblickverhalten ohnehin schule.

    Umblickverhalten auch immer in jeder Spielform über ein StoppSignal. Spieler halten sich Augen zu. Zu einem Spieler

    gehen und die Augenzuhalten, der dann möglichst viele Spieler und Gegenspieler und Ihre Positionen benennt.

    Das trainiere ich nicht mehr gesondert, sondern nehme das in die Spielformen mit rein. Kids haben Spaß dran und

    -Angst- das Sie dran kommen, sodaß Umblickverhalten vor Ballaktion, in der Ballaktion und nach der Ballaktion geschult wird...

    Andere Spielformen hatten wir schon mal in einem anderen Thread. Gibt da einige Möglichkeiten.

    Interessant by the Way, es muß immer irgendwie zum Team passen. Manches Funktioniert grad bei mir nicht so gut,

    obwohl ICH die Spielform, Übung, Variation etc. total gut und passend finde.... Bei manchem denke ich -zu früh zu schwer- geht dann aber wunderbar

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Wichtig über Monate durchzuziehen und nicht glauben das nach 2-3 Wochen schon ein Erfolg ersichtlich ist.

    Ja eine -Philosophie- sollte man schon entwickeln. Ohne dabei zu glauben aus Ackergäulen Rennpferde machen zu können. (nicht despektierlich gemeint).

    Guter Kommentar eines Jugendtrainers: Habe die letzten 2 Wochen Funino gemacht. Bißchen sieht man ja,

    aber SOVIEL besser sind die nicht geworden:D:D:D...

    Habe meinem Sohn die letzten 2 Wochen nur Körnerbrot zu essen gegeben. Komisch der ist kaum gewachsen;)

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • ...dass sie gar nicht dazu kommen, sich zwischen Pass oder Dribbling zu entscheiden. Sie gucken zu sehr auf den Ball

    ...das Problem könnte schon beim ersten Kontakt entstehen, im Moment der Ballannahme.

    Ich habe z.B. einen ansonsten sehr schnellen Spieler, dem der zugespielte Ball oft zu nah am (unter) Körper "hängen bleibt".

    Das Resultat daraus ist, dass der Blick senkrecht nach unten geht um nicht den Ball zu verstolpern. Die Zeit, den Ball wieder zurecht zu legen und den Blick zu heben hat er dann unter Gegnerdruck meist nicht mehr.

    Ansonsten ist es gut, wenn die Kids nicht in jeder kleinen Spielform automatisch mit Leibchen farbig gekennzeichnet werden. Sie müssen dann ihre Mitspieler am Gesicht erkennen und somit den Kopf heben. Ideal wäre, wenn alle Spieler einheitliche Trainingsklamotten/-Schuhe hätten, da dann ein Erkennen an selbigen auszuschließen wäre.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • ...das Problem könnte schon beim ersten Kontakt entstehen, im Moment der Ballannahme.

    Ich habe z.B. einen ansonsten sehr schnellen Spieler, dem der zugespielte Ball oft zu nah am (unter) Körper "hängen bleibt".

    Das Resultat daraus ist, dass der Blick senkrecht nach unten geht um nicht den Ball zu verstolpern. Die Zeit, den Ball wieder zurecht zu legen und den Blick zu heben hat er dann unter Gegnerdruck meist nicht mehr.

    Ansonsten ist es gut, wenn die Kids nicht in jeder kleinen Spielform automatisch mit Leibchen farbig gekennzeichnet werden. Sie müssen dann ihre Mitspieler am Gesicht erkennen und somit den Kopf heben. Ideal wäre, wenn alle Spieler einheitliche Trainingsklamotten/-Schuhe hätten, da dann ein Erkennen an selbigen auszuschließen wäre.

    Für mich entsteht das -Problem- vorher. Wie geschrieben beim Umblickverhalten. Die Orientierung erfolgt nach Ballannahme, Blick auf den Ball und Umblickverhalten startet erst dann. Ist m.e. nicht durch fehlende Leibchen etc.

    zu verbessern. Dadurch das Mitspieler ohne LEibchen schwerer zu erkennen sind, oder erst am Gesicht,

    findt keine schnellere Orientierung statt. Im Spiel tragen die Spieler ja auch verschiedenfarbige Trikots die grade die schnelle ORientierung erleichtern.

    Im Gegenteil führt für mich diese ERschwerung dazu, das es länger dauert, und schnelle (vor)orientierung unnötig erschwert wird

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

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  • Hallo Maider!

    Interessante Ausführungen!

    Wie machst du das, wenn die Kinder schon beim 2. Durchgang die Farben auswendig kennen und nicht mehr nach den Hütchen schauen?

    Hast du da auch einen "Trick" parat?


    Exerlights wäre schon cool, wenn da der Preis nicht wäre.... :-(


    Danke & Grüße

    Martin


  • das ganze ist auf 2-4 Stationen mit unterschiedlichen Hütchen für rund 10-20 Kinder aufgebaut, so kann ich eine Rundlauf machen und dazwischen Technikübungen einbauen. Manchmal lege ich neue Hütchen oben drauf, erweitere die Farben --> Bayern-Ajax-Feuer-Apfel für rot, Schalke-Hertha-Wasser-Pflaume für blau usw. oder Zahlen zum multiplizieren die auch auf den Hütchen stehen :whistling:, da kannst ewig dran basteln ;)

  • Für mich entsteht das -Problem- vorher.

    kann sein, aber in deinem Alter wird´s schwierig noch was zu verbessern :D!

    Spaß beiseite!

    Ich denke man sollte individuell betrachten wann bei welchem Spieler welche Dinge zu verbessern sind.

    Auf alle Fälle gebe ich dir schon Recht, dass alles mit der Vororientierung beginnt und alles nachfolgende erleichtert.:thumbup:


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Das Problem ist auch nicht die Technik "Ballführung", sondern, dass etwas gewohntes "Blick zum Ball" abgewöhnt werden muss.

    deswegen war die Idee ohne Leibchen zu spielen.

    Da es sich ja in o.g. Situation um ansonsten starke Spieler handelt, zwingen die fehlenden Kennzeichnungen zum Aufbrechen alter Gewohnheitsmuster.

    Der allseits so gelobte Straßenfußball hatte ebenfalls nichts dergleichen!


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.