Beiträge von Sir Alex

    Habt ihr euch mal den Werdegang von Flavius Daniliuc angesehen? Da gehöre ich nicht zur Eltern-Zielgruppe ;)

    Die Vereinshistorie ist ja schon ziiiemlich lang.

    Aber, genau das sind die Spieler/Eltern, die man hier finden will.

    Witzig auch, dass man ihn nun auswählt, um zu werben, wenn ich das richtig sehe war er nur wenige Monate in der Fussballschule. Dass die allermeisten den wohl erst Googlen müssen ist dann das nächste.

    @ grätsche


    Diese offene Talentsichtung machen viele NLZs.

    Das ist ja auch Marketing. Vor allem Marketing.


    Ich habe diverse solcher jährlichen Talentsichtungen mitgemacht, da sind selten Spieler dabei, die ausreichend Talent für eine NLZ-Mannschaft haben. Es geht um Kinder, die so nah wohnen, dass sie nicht ins Internat müssen. Der gesamte Osten ist da für die U11 kein Faktor, auch wenn er beobachtet wird.

    Auf gar keinen Fall reicht diese Takentsichtung, um ein ganzes Team zu bilden.


    Versteh mich nicht falsch, da sind nicht nur unsportliche Kinder, aber - wie hier ja auch gefordert wird- macht es ja keinen Sinn und ist auch nicht das Ziel, schnell und einfach Mannschaften zu füllen, mit Spielern die man (fast) alle ein Jahr später wieder austauscht. Es reicht nicht überdurchschnittlich zu sein.

    Und dafür reicht das fussballspielende und sich in diesem Alter befindliche Einzugsgebiet bei Leipzig nicht aus. Nicht, wenn man in der Liga von Hertha, dem BVB, Leverkusen und co. agieren will.




    Zu dem Knowhow/Trainerausbildung bei kleineren Vereinen:

    Das klappt in Ballungsgebieten leider oft nicht so gut. Und das liegt nicht an den NLZs, die das schon versucht haben.

    Die "großen" Amateurvereine und/oder deren U9-U13 Trainer verfolgen da oft ihre eigenen Interessen. Teilweise sind deren Mannschaften ja sogar VereinimVerein.

    Die haben eine gute Mannschaft und sind darauf fokussiert dieses Team bis zur U13 und zur Landesmeisterschaft zu bringen. Die nehmen alle Vorteile, die die Kooperation mit NLZ bringt gerne an, aber wenn mal ein Spieler aus ihrem Team zum Probetraining oder gar per Gastspielgenehmigung zum NLZ kommen soll, dann wird extrem dagegen gearbeitet.


    Kooperation ist immer ein wechselseitiges Ding.

    Klingt immer so einfach. Aber gerade dort, wo in Ballungsgebieten viele - sich selbst auf Augenhöhe mit den NLZs sehende - Mannschaften/Vereine zugegen sind, ist das nicht so einfach.

    Ich glaube in weniger besiedelten Gebieten, wie bei Freiburg geht das einfacher.


    Mit den ganz kleinen Vereinen, klappt das dagegen super. Die Vereine, die ihre guten Spieler permanent an die besseren Amateurvereine verlieren - denn diese grasen zwischen U9 und U13 alles ab, da ist die Selektion/Fluktuation größer als in NLZs - geben ihre Spieler lieber in ein NLZ. Die kooperieren mit Gastspielgenehmigungen, etc. Die wessen eh, dass sie diese Spieler verlieren, sogar verlieren müssen, weil sie nicht die Trainingsgruppe bieten können, die dieses Talent benötigt. Die freuen sich dann für die Spieler.




    Thema Viele Wechsel in jungen Jahren/Elternehrgeiz


    Da bin ich voll bei dir. Gerade in Ballungsgebieten wechseln Spieler teilweise häufig, schon wenn der Trainer den Sohn nicht im zentralen Mittelfeld spielen lässt oder ab und an mal auswechselt.

    Es gibt zu viele ähnlich starke Vereine in erreichbarem Gebiet, so dass das nicht selten vorkommt.


    Ich verstehe da aber die aufnehmenden Vereine/Trainer nicht. Wenn jemand in der U12 schon drei Wechsel hatte, dann sind wahrscheinlich die Eltern schwierig und das Kind eh bald wieder weg. Den hole ich gar nicht.

    Maximal, wenn er sich stetig "verbessert" hat. Von absoluten Dorfverein, der kaum den Jahrgang voll bekommt an der eigenen Haustür, zum nächst größeren Verein und dann zu einem Verein, der dann einen wirklich guten Jahrgang hat.

    Wer aber zwischen vergleichbaren Vereinen hin und her wechselt, den will ich in meinen Team nicht haben.

    Den hole ich mir auch nicht in mein NLZ Team.

    Kannst du die Studie mal benennen/verlinken - sonst finde ich den Verweis ziemlich fragwürdig in einem Diskurs.


    Ich kenne mich seit 20 Jahren aus erster Hand im Nachwuchsfussball der NLZs aus. Und ich habe auch Spieler deselektiert. Und da haben nicht mal annähernd 40% den Sport verlassen, nachdem ich ihnen sagen musste, dass es für mein NLZ nicht mehr reicht.

    Die allermeisten Spieler sind danach eine Niveauebene tiefer gegangen, anderes NLZ oder großer Amateurverein. Nahezu alle haben dann dort gespielt, bis es dort nicht mehr gereicht hat.


    Dazu ist ja die Frage, wann sie mit dem Sport aufgehört haben. Direkt nach der Deselektion? Innerhalb der ersetn 3 Jahre nach Deselektion? Überhaupt, also irgendwann zwischen U10 und Ü60?



    Das ist so pauschal, obwohl du maximal einen Verein (eine Mannschaft)als Refenrenz hast.

    Ich vermute ein NLZ, wie Hoffenheim; Leipzig oder Wolfsburg (wobei, die erst ab U15 deutlich austauschen), deren Einzugsgebiet klein ist.

    Da hast du auch recht, die haben eigentlich nicht genug Talent, um U10-U13 Teams aufzustellen. Jedenfalls nicht in der Breite, so dass ab U14/U15 zwar schon auch ausgesiebt und verstärkt wird, aber nicht so extrem.


    Aber trotzdem ist es vermessen zu behaupten, dass dort schlecht ausgebildet wird bzw. schlechter, als im Stadt- oder Dorfverein. (Hier findet auch Selektion statt, teilweise extreme, bei den "besseren Amateur-Stadtteams zB., aber auch einfach bei Vereinen, die eine dritte oder vierte Mannschaft haben. Außerdem spielen oft die Ersatzspieler quasi keine Minute).

    Finde deswegen das schwarz-weiß Bild, was bezüglich Selektion gezeichnet wird nicht gut. (wie eigentlich jedes Schwarz-weiß Denken, egal in welchem Thema.)



    Ich könnte jetzt zB behaupten, dass du genau jetzt frustriert bist, als dein Sohn "ausgemustert" wurde. Als er viele Spielanteile hatte, sah das anders aus.

    Keine Ahnung, ob dem so ist, ob das dein Hauptmotiv ist. Aber es fällt auf, dass das oft von den Leuten kommt, wenn man ausgemustert wird oder nicht genommen wird.



    In ein NLZ würde ich allerdings in sehr jungen Jahren auch nicht gehen, wenn die Wegstrecke weit ist. Wenn man <30 min braucht, sieht das anders aus.

    In Ballungsgebieten wechseln in den Jahren U10-U14 deutlich mehr Spieler bei den "großen" Amateurvereinen, als es in BL-NLZ passiert. Man muss mal so einen Kader analysieren, von einem U13-Landesmeister, wie der sich von U10 bis U13 verändert hat. Vereine, wie RW Essen, Wattenscheid 09, TeBe Berlin, Unterhaching, Hertha Zehlendorf, etc.

    ein ballorientiertes verteidigen setzt ein gewisses mass an Verständnis der individualtaktischen Verhaltensweisen voraus. Du hast ja recht. Allein ohne Spielidee und Prinzipien wird es nicht funktionieren

    Du sprichst Individualtaktik an. Sehr guter Punkt.

    Das ist so wichtig und die meisten Spieler sind so rudimentär geschult.

    Dabei finde ich, dass man gerade bei Individualtaktik - selbst bei talentierten Spielern - noch riesige Sprünge machen kann, wenn man dies zum Schwerpunkt macht und gut schulen kann.


    Übernehme ich eine neue Mannschaft ist das immer der große Schwerpunkt. Egal, in welcher Altersklasse ich ein Team übernehme. Das ist erstens absolut basal, für eigentlich alles und zweitens kann man da in wenigen Wochen riesige Verbesserungen erzielen.


    Ich würde da ansetzten, bevor ich mir differenzierte Gedanken um Mannschafttaktik mache.

    In vielen 1gg1 Übungen kann man das auch super schulen und hat dazu eine sehr hohe Intensität.

    Richtig, als 8'er bezeichne ich die Spieler RM und LM. Da bin ich begrifflich wohl nicht konkret gewesen, dass sind bei mir keine zentral orientierten Spieler.


    Nicht ganz glücklich bin ich vor allem Dingen mit der 'starren' Abwehr (ein IV der immer absichert und zwei AV die immer an den Gegner gehen). Aber vermutlich werde ich das zu Saisonbeginn so weiter verfolgen in der Hoffnung, schneller in sicheren Tabellenregionen zu sein.

    Also eigentlich spielst du ein 3-5-2 mit zentralen, freiem Mann hinten, also Libero (Ausputzer), falls ich das richtig verstehe.


    Wie verteidigt ihr, wenn der Gegner mit 3 Stürmern spielt?

    Nimmt der zentrale Abwehrspieler dann einen Gegner auf oder bleibt er frei und ein 6er muss den aufnehmen?


    So oder so, klingt das für mich gegen den Ball schon sehr mannorierntiert, eher nicht ballorientiert.


    Wenn es um Taktik geht, ist vor jeder Formation eben erstmal dieses zu klären, ob man gegen den Ball eben ballorientiert verteidigt.

    Dann, wie genau man das bewerkstelligen will, was dann die Formation gegen den Ball quasi festlegt.



    Ballorientiert zu verteidigen hat so viele Vorteile, dass ich diese jetzt nicht alle aufzählen will. Und ich denke, dass man das auch in unteren Ligen und mit wenig talentierten Spielern umsetzten kann. Jedenfalls ausreichend gut, dass es einen Mehrwert hat.

    Wenn die Mannschaft - egal in welchem System - ballorientiert als gesamtes Team verteidigt, dann sind die Wege für die Außen auch nicht zwangsläufig so riesig, wie du es beschreibst. Dazu müssen aber eben die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen stimmen, also hat der Gegner den Ball sind dein vorderster Spieler und dein letzter Mann nur ca. 20-25 auseinander. Genauso, wie der LM nicht an der Seitenlinie verweilt, wenn der Gegner über die andere Seite angreift. Er rückt bis zur Mitte ein, wenn der Ball ganz außen ist.

    mal losgelöst davon, was dann am Ende der tatsächliche festgelegte Betrag ist, würde ich das mit dem aufnehmenden Verein mal diskutieren.

    Je nachdem, wie “grün” sich die Vereine sind, treffen diese eigeneVereinbarungen. Oft wechseln ja Spieler in beide Richtungen und die Vereine sprechen dann Uber das Gesamtpaket.

    Manchmal ist aber ein Verein auf einen speziellen auch ganz schlecht zu sprechen, und fordert dann zunächst den Maximalbetrag.

    Weiß denn der abgebeneVerein, wo es für deine Tochter hingehen soll?

    Taktiker_95 : ich habe das vor 2,5 Jahren mal so für mich definiert. Auf dein Beispiel zum 1 gegen 1 würde ich allerdings zwischen Spiel- und Übungsform folgendermaßen unterscheiden.

    Übungsform: Spieler läuft mit Ball von der Mittellinie auf den anderen zu und versucht ihn zu überdribbeln mit abschließendem Torschuß. Danach wechselt das Angriffsrecht (es können die gleichen 2 sein, müssen es aber nicht)

    Spielform: wie in der Übung, aber das Angriffsrecht wechselt nicht bei Torerfolg (es sind immer die gleichen 2 die für ein Spiel gegeneinander spielen). Spiel auf Zeit oder Torerfolge.

    Warum nur ein Tor aufbauen?

    Lass doch den Verteidiger bei Balleroberung auch Tore erzielen können.

    Und von derMittellinie anzudribbeln ist auch nicht wirklich spielnah. Viel zu großes Spielfeld.

    Bei Technik "spielnah" zu vermitteln, unterhalten sich immer mein "Teufelchen und Engelchen", ob das noch "spielnah" ist (z.B. der Ball darf nur nach hinten gespielt werden, um mehr (Vorwärts)Dribblings zu bekommen oder Spiel nur mit dem linken Fuß, um mehr Ballkontakte für diesen zu bekommen -> das führt auch zu Verhaltensweisen, die nicht "spielnah" sind).

    Spielnah meint ja doch, dass der Zeit- und Gegnerdruck vorhanden ist - eben, wie es im Spiel ist.

    Andernfalls wäre ja alles, was nicht freies Spiel ist eben nicht spielnah.

    Durch die Provokationsregeln erreicht man nur, dass das gewünschte Verhalten/Schwerpunkt verstärkt eingesetzt wird.


    Deine beiden Beispiele kann man aber trotzdem eventuell kritisch sehen, weil hier eben Dinge verboten werden.

    Gerade, das spiele nur mit dem schwachen Fuß, würde ich so nie machen.

    Fur das Dribbling kann man einfach auch ein sehr kleines Spielfeld aufbauen oder 2 Drittellinien aufbauen, die nicht überspielt werden dürfen, sonst darf man aber nach vorne passen. Der Klassiker sind einfach 1gg1 Spielformen. Da gibt es so viele Möglichkeiten, da muss man Coerver und Co. MM nach wirklich nicht einbauen.



    willst du aber zB die Ballan-und Mitnahme Schulen sind 2-3 Pflichtkontakte zB eine sehr gute Spielform. Wenn die Feldgröße dann noch gut gewählt, nicht zu groß ist, dann kannst du diesen Schwerpunkt kaum besser trainieren.

    Mein Sohn gehört natürlich dann eher zu den introvertierten Spielern. Wenn ich ihn bei Spielen beobachte, läuft er schon neben dem Gegner her, er ist beim Laufen auch schnell genug, aber der Mut zum Angriff fehlt einfach. Wenn ich dann nachfrage, warum er sich den Ball nicht geholt und angegriffen hat, sagt er häufig das der Gegenspieler schneller war als er!!!? Beim Training sehe ich halt auch das Problem,dass alle Kinder gemeinsam trainieren. Es gibt keine Gruppenaufteilung. Auch das Abschlussspiel beim Training findet mit allen Kindern und nicht in kleineren Gruppen statt. Da kommt mein Sohn, sowie weitere "schwächere" Kinder einfach nicht zum Zug, da immer die 6/7 starken Spieler am Ball sind und diesen natürlich auch nicht abgeben wollen. Erfolgserlebnisse sind daher sehr rar. Beim Training sind es immer zwischen 18-21 Kinder und 3 Trainer, da könnte man schon mal mit kleineren Gruppen spielen und trainieren, aber ich möchte dem Trainer natürlich auch nichts reinreden, da ich selbst kein Fußballer bin, mein Sohn eher zu den schwächeren gehört und die Söhne der Trainer ebenfalls in der E trainieren und zu den besten Spielern gehören. Deshalb war mein Gedanke das zusätzliche Training in einer Fußballschule, was er auch sofort machen würde. Bin mir halt einfach sehr unsicher mit dieser Entscheidung, da es doch jede Menge Geld kostet und ich nicht sicher bin ob dies zur Lösung des Problemes bei uns führt!?!

    Gäbe es denn die Option einer anderen Mannschaft, wo Weniger Spieler sind und/oder dein Sohn nicht im letzten Drittel der Leistungsfähigkeit angesiedelt ist?

    Selbstvertrauen ist wichtig - nicht nur im Fußball - und ich sehe das Problem vor allem bei seinem Status (den er selbst sich gibt) im Team.

    Danke für Eure Rückmeldungen, die mir sehr weitergeholfen haben. Ich fühle mich jedenfalls bestätigt, dass ich Übungen zur Ballgewöhnung weiterhin dosiert in mein Training einbaue, um den Kindern vielfältige Ball- und Bewegungserfahrungen zu bieten. Zumal ich mich aktuell im Grundlagenbereich (G- bzw. F-Jugend bewege)

    So wie du das einordnest, passt das schon.


    Es geht dem Autor wahrscheinlich auch mehr um solche Trainingseinheiten, die 60 von 90 min solche Übungen beinhalten. Und das regelmäßig. Und das ist auch egal, dass da am Ende noch der Torabschluss an den Rundlauf gebaut wird.

    Mal losgelöst vom Video und der Tatsache, dass ich auch lieber wirklich konstruktive Kritik schätzte:


    Der Denkanstoß/These, das Training, auch Techniktraining möglichst spielnah sein sollte, den finde ich schon eine diskutable Grundthese.

    Diese isolierten Coerverübungen sollten mM nach keinen zu großen Teil im Training einnehmen.

    Wenn man sie eher als Warmup und/oder Koordinationsschulung (als Teil aller Koordinatoren Übungen) sieht, dann passt das schon.

    Vielfach ist mM nach aber der Anteil spielferner Übungen deutlich zu groß.

    In einem guten Training wird nicht grundsätzlich nur im Abschlusspiel gespielt bzw. Braucht es das nicht mal zwingend, weil genug Spielformen schon vorher im Training enthalten sind.

    Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch?

    Was ist denn die Intention deines Postings, für das du dich sogar extra angemeldet hast?

    Vor allem unterdrückst du damit ja quasi die Spielintelligenz, denn wenn Spieler einfachere/andere funktionierende Lösungen finden, als von dir erwartet, dann ist das kontraproduktiv diese mittels Verbot zu unterbinden, nur um den gesuchten Schwerpunkt zu treffen.

    Dann muss man entweder die Übung halbwegs verändern oder eine komplett neue suchen, jedenfalls ist das dann nicht die richtige Spielform für den gesuchten Schwerpunkt.

    Mal losgelöst von der Hauptfragestellung, finde ich es schon erstaunlich, dass ihr dem Trainer "taktische Verbesserungen" vorgeschlagen habt, die dieser jetzt zu eurem Entsetzen nicht umsetzt und ihr nennt du ihn deshalb beratungsresistent nennst.


    1) Der Trainer entscheidet über die Taktik, ich würde mir da von Eltern nie reinreden lassen, ich würde diesen Inhalt überhaupt nicht zulassen. Gerne kann man über die Entwicklung oä des Kindes sprechen, sicherlich aber nicht über Taktik.

    2) Vllt hat er sich aber sogar Gedanken gemacht über eure Anmerkungen, sie aber nach Abwägung aller Pros und Contras nicht für sinnvoll erachtet. Ist man schon beratungsresistent, wenn man es nicht so macht, wie andere es wollen? Beraten ist doch noch keine Vorgabe, oder?

    3) Was heißt denn kommunikatiiv sind die nicht? Die meisten Dinge sind ja vor allem für die Jungs bestimmt, taktische Überlegungen müssen (und sollten) nicht mit den Eltern ausgetauscht werden. Aus welchem Grund sollte dies denn geschehen?


    Lass doch deinen Sohn einfach kicken, bzw. selbst entscheiden, gehe am besten während des Trainings und des Spieles des Sohnes irgendwo einen Kaffee trinken oder einkaufen.

    Vllt ist dein Sohn nämlich gar nicht so unzufrieden, wie du meinst. Nur deine Unzufriedenheit scheinst du nicht zu verbergen und er nimmt sich diese dann an.

    Er ist D-Jugendspieler, da kann er selbst mit den Trainern sprechen, wenn ihm (nicht dir) wirklich was am Herzen liegt.

    Also ich glaube, die Begrifflichkeit "Spiel über den Dritten" war nicht das Problem.


    Ich sehe das, wie einige Vorredner:

    Du bringst mit deinem Spielzug den Spielern an den Ball, der eh schon zwei Gegner bindet. Dazu in eine Stellung, weg vom Tor und mit großem Zeit- und Gegnerdruck, wenn er den Ball bekommt.


    Die Frage ist WARUM?


    Taktik - und das ist eine taktische Aufgabenstellung - unterliegt einem Ziel.

    Und welches Ziel hast du hier verfolgt?


    Es gibt viel zu viele Bewerber, für die geringe Platzkapazität, genauso, wie viele Lehrgangsleiter, da auch so ihre Vorlieben haben, wen sie gerne im Kurs hätten. Unstrittig.

    Aber du hast dich so wirklich nicht aufgedrängt. Es soll jetzt viel um Taktik gehen und du hast mit der Lösung irgendwie vermittelt, dass du noch nicht mitgenommen hast, was Taktik überhaupt bedeutet. Nicht die besten Vorraussetzungen um sich dann Detailfragen zu stellen.

    Dass du obendrein einen taktischen Begriff verwendet hast, mag dann obendrein noch den Eindruck erweckt haben, dass du nicht völlig unbelesen bist, aber das wesentliche - eben den Sinn und Zweck, das Ziel - nicht verstanden hast.



    Klingt jetzt vielleicht hart und ich sage nicht, dass man dir den Weg zu der Lizenz verbauen sollte, ich versuche nur nachzuvollziehen, wie dein Gegenüber von dir gedacht hat.

    ich glaube nicht dass das viele sind. Ich denke eher, das sind wenige, die aber sehr viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ich kenne eine handvoll Kinder, die besser sind als das Gros und davon ist eine Familie komplett bekloppt! Die anderen versuchen das ganze bestmöglich zu managen.


    Ausm Bauch raus würde ich sagen, dass nur Kinder, die von sich aus wollen auch in die Spitze kommen werden. Leider gibts eine Vielzahl von Geschichten, die belegen, dass es mit elterlichem Druck auch geht. :pinch: Britney Spears ist für mich das Paradebeispiel mit fatalem Ausgang.

    Doch, leider ist es meiner Erfahrung nach doch so, dass vielfach Eltern das Hobby des Kindes mit dem eigenen Hobby verwechseln und mittels des Hobbys des Kindes ihre eigene - nicht erfolgte - Laufbahn erleben wollen.

    Und das im Fußball auf fast jedem Talentniveau.

    Bei NLZ Spielern, extrem häufig bei den Spielern, die eine Niveaustufe darunter agieren, also sehr guter Amateurverein plus Stützpunktspieler, aber sogar in “Dorfvereinen” oder unteren E-Jugendteams.


    Das ist alles Mist, denn wenn die Jungs nur von außen, von den Eltern motiviert sind, dass passiert es irgendwann, dass die Jungs sich dem Hobby völlig abwenden und obendrauf gibt es ein sehr “unentspanntes” Vater-Sohn Verhältnis. Und das ist dann nicht mehr so leicht narbenfrei zu kitten.

    Die Kinder bei ihren Hobbys unterstützen ist etwas ganz anderes, als das, was manche wirklich mit ihrem Nachwuchs machen, weil es eben die Eltern wollen, nicht das Kind.

    Die Situation in der Dusche, eine Verständnisfrage:

    Wie bist du denn mit dem Spieler umgegangen, der offensichtlich ja unstreitbar der Anstifter war und überdies noch deine Bestätigung, dass das so abgelaufen ist?


    Nach deinen Schilderungen bin ich mir auch nicht so sicher, ob es nicht zu diesem speziellen Jungen, ein grundsätzliches Problem im sozialen Mannschaftsgefüge gibt. Gerade in der Alterklasse C-Jugend ist das auch alles nicht so einfach, da ein gut funktionierendes Mannschaftsgefüge zu händeln.

    das Einwurftraining kann man z.B. gut in Training Ballan-/mitnahme mit Torschuss integrieren.

    Findest du?

    Wenn man die Ballan- und -mitnahme vorn halbhohen oder hohen Bällen trainiert, dann eignet sich meiner Erfahrung nach ein von unten geworfener Ball wesentlich besser. Wir sprechen ja hier von vom Kinderfussball, oder?


    Ich sehe wirklich keinen Grund, Einwürfe ins Training einzubauen. Die Zeit sollte man anders, sinnvoller einsetzten.



    BTW.: Im Profifussball scheint es meist gar keinen falschen Einwurf im Regelwerk zu geben. Wie oft dort falsch eingeworfen wird ohne das zurückgepfiffen wird..

    Für mich haben folgende 3 Punkte sehr viel verändert.

    1. Ich fange jede Einheit mit einem Sprint / Wettkampf spiel an. Fangen in kleinen gruppen auf engen raum, balldiebe spiele usw. 3 Runden a 30 Sekunde dazwischen pausen. Die Kinder Pumpen danach.

    Gerade dies will ich nochmal hervorheben.

    Kinder haben einen großen Bewegungsdrang, da ist es wichtig, diesem möglichst sofort auch nachzukommen.

    Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, so dass das auch nie eintönig wird. Und man schult koordinative Fähigkeiten und/oder andere basale Fähigkeiten. "Stangenlaufen" ist nur ein Teil der Koordination, die Rhythmisierungsfähigkeit, was im Fussball leider vielfach vergessen/falsch gelehrt wird.

    Wie jemand schon geschrieben hat, sehe ich das Aufwärmen gerade unterhalb der C-Jugend vor allem als lohnende Trainingszeit.

    Und so versuche ich diese auch zu nutzen und möglichst alle technischen Basisanforderungen intensiv zu schulen, also hohe Wiederholungsanzahl.


    -die ersten wenigen Minuten können sich die Jungs in Paaren den Ball frei zuspielen. Dabei aber alles in Bewegung und nicht direkt (Ballverarbeitung).

    - dann mache ich ein einfaches Fangsppiel in einem kleinen Feld. Die Hälfe bekommt ein Leibchen und dann gibt es in beiden Teams einen Fänger, bis er einen anderen angeschlagen hat. Beide Gruppen agieren im selben Feld, agieren aber getrennt voneinander.
    - Während des freien Teils am Anfang baue ich auch 2-3 (je nach Spieleranzahl) einfache Pass-/Dribbelübungen auf. DH zwei Hütchen gegenüber ca. Knappe 15-20Meter auseinander. Nicht zu eng, oftmals muss ich mich selbst korrigieren und das größer machen.

    Je 2 Mann pro Hütchen, Ball rüber passen hinterherlaufen. Ball in die Bewegung verarbeiten.
    Ich coache hierbei auch die Technik, ich sehe es eben als Trainingszeit.


    -selber Aufbau, aber zwei Bälle. Aufeinander zudribbeln, Finte (ich gebe die Seite vor und wechsle sie bei Halbzeit) und dann mit kleiner Tempoverschärfung vorbei und den Ball zum gegenüber wartenden Spieler passen. Dieser verarbeitet den Ball in die Bewegung und das Ganze fortlaufend.


    - Jetzt unterteile ich die Gruppe.

    Ein Teil macht Torschüsse, aus dem Dribbling mit Finte. So bekommt der Fänger, der ja in jungen Jahren durchaus wechselt) auch mal den Ball an die Hand.

    Der andere Teil spielt 2gg2, 2gg2 plus 1 oder 3gg3 ( je nach Spieleranzahl) über Liniendribbeln in einem von mir abgesteckten Feld. Zwischen Strafraum und Seitenaus bieten sich immer gut an, wegen immerhin 3 vorhandener Linien. DieSpielfeldlänge kann man dann an die Spieleranzahl anpassen.


    Grundsätzlich finde ich, dass das gemeinsame Sporterlebnis zusammen in der Kabine beginnt und beendet wird. Im Wettkampf genauso, wie im Spiel und egal in welcher Altersklasse.
    Da können sich die Kinder beim Umziehen auch austauschen über den Tag, die Bundesliga oä.


    Edit:

    Zur Ansprache diese sollte kurz gehalten werden. Dauert eh bei fast allen dann länger, als man denkt.

    Ich mache die Startaufstellung - ziemlich am Anfang, denn sonst hören manche nur halb hin, weil diese Info für sie wichtig ist. Ging mir selbst als Männerspieler so.

    Dann erinnere ich an den Schwerpunkt, der im besten Fall eh schon Schwerpunkt der Trainibgswoche war.
    Coachen im Spiel sollte man dann auch vor allem den Schwerpunkt, wie jemand weiter oben schon schrieb.