Beiträge von Sir Alex

    Worüber machst du dir denn Gedanken?

    Dass sie nicht fit sind? Ausdauer?

    Oder, dass taktisch vieles nicht passen wird?


    Ausdauer:

    Ich würde in der D-Jugend eh kein besonders spezielles Ausdauertraining machen. Ich würde aber sehr intensiv trainieren lassen, das tue ich aber grundsätzlich. Viele Spielformen, kleine Spielformen. Hohe Belastung.

    Klar, auf diese kurze Dauer wird das noch nicht den besonderen Reiz erzielen, aber in ein paar Wochen schon.

    Bei den wenigen Einheiten, werden die Jungs aber auch kaum völlig erschöpft am Spieltag sein, Regenerationszeit ist ja genug vorhanden.

    Ich würde die Testspiele aber mit möglichst langer Spielzeit vereinbaren. Du willst ja, dass sich alle deine Spieler viel bewegen. Wenn du da den ganzen Kader dabei hast, dann ist doch pro Nase bei normaler Spielzeit doch wenig.

    Grundsätzlich kannst du doch aber intensives (Punkt-) Spiel auch einfordern, nur musst du vllt häufiger, in kürzeren Zyklen wechseln. SO kannst du auch mit nicht voll austrainierten Spielern intensiv spielen lassen.


    Taktik:

    Da du die Mannschaft ja schon ewig trainierst, musst du bekanntes ja nur wieder auffrischen. Dazu reichen auch 1-2 Trainingseinheiten. Da würde ich viel Individualtaktik machen, viel 1gg1 Spielformen. Das ist intensiv und das ist die basale Taktik, die ein D-Jugendspieler draufhaben muss.



    Sehe hier tatsächlich nicht so ein großes Problem. Das ist eine D-Jugend, keine A-Jugend. Da braucht man diese riesige Vorbereitung mM nach nicht so nötig. Jedenfalls haben "fehlende" Ergebnisse mM nach ggffs nicht nur mit diesem Trainingsrückstand zu tun, gerade, weil du die Mannschaft ja nicht neu übernimmst.

    Ein hoher und wirklich gezielter Flugball ist um einiges schwerer, als ein flacher Pass.

    Ich bin kein Dogmatiker, der den hohen Flugball komplett verbietet - aus vielen Gründen - wenngleich ich den föachen Spielaufbau bevorzuge.

    Auf jeden Fall soll es ein kontrollierter Pass/Flugball sein.


    Mir stellt sich jetzt aber die Frage, ob der Flugball des Fängers wirklich so gezielt ist/war, oder ob er einfach nur weit genug kam, dass er hinter die aufgerückte Abwehr gespielt hat (dass die in der Regel weit aufrücken sagst du ja.) Der kann dann nämlich auch völlig ungenau kommen, der Angreifer hat beste Chancen ihn zu erlaufen.

    Das klappt aber nur, solange die Gegner so mies verteidigen, das wird sich irgendwann ändern und dann landen die meisten dieser Bälle auf dem Kopf eines Abwehrspielers.



    Nicht falsch verstehen, wenn der Gegner mit Mann und Maus presst, dann ist der kurze Spielaufbau als Dogma nicht die beste Wahl. Dann ist das aufgrund der Enge und der ja schon situativen Überzahl des Gegners in dem Raum ja sogar besonders schwer.

    Wenn der Gegner also so weit aufrückt, dann kann man mal! den langen Ball spielen. Dann wird der Gegner idR nicht mehr so hoch pressen, wenn man so einfach Chancen zulässt, so erhält man wieder Raum für den flachen Spielaufbau.



    Grundsätzlich gehört zum Spielaufbau für mich aber viel Bewegung, sich vom Gegner lösen, fluides Freilaufen.

    Das statische "Stehen" um dann vorhersehbar 3 Schritte entgegen zu kommen, ist in vieler Hinsicht schlecht.

    1) Man hat keine offene Stellung, wenn man den Ball bekommt, da man auf den eigenen Fänger zuläuft und meist nicht mit/vor Ballannahme aufdreht.

    2) Eine Lauffinte, um den Gegenspieler abzuschütteln, ist in nahezu allen Fällen keine echte Täuschung. Der "Ausfallschritt" täuscht niemanden. Da muss der ganze Körper mit, da muss man mehrere Schritte in eine andere Richtung laufen.

    3) Räume, aus denen ein Spieler startet (und seinen Gegenspieler mitnimmt) werden frei und können dann bespielt werden. (ZB links vorne kommt über die Mitte entgegen, dann kann der LV im Raum vor ihm von TW flach in den Lauf angespielt werden.

    4) Mann kann beim eigenen Spielaufbau das Spielfeld "groß" machen. Selbst bei Mittellinienregel, kann ich meine Angreifer in den gegnerischen Strafraum schicken (auch alle 2-3 in die Mitte vor das Tor). Dann entsteht ein großer Raum zwischen eigener Defensive und Offensive (wenn der Gegner diese Spieler deckt, sonst spielt man sie mit einem langen Ball direkt an), den meine Spieler anlaufen können und wo sie den Ball zugespielt bekommen können.

    5) etc.


    Das ist jetzt für eine U9 vielleicht zu viel, aber eine U11 kann sich schon gut ohne Ball bewegen, wenn man es einfordert. Ich sage immer, lieber "nicht optimal laufen", als gar nicht laufen. Denn es entstehen Räume, etc.

    Gerade alle offensiven können sich beim Abschlag sehr fluide, schnell und weiträumig bewegen.

    Ich halte von einer Manndeckung im KiFu wenig, da es m.E. von großer Bedeutung ist, dass die Kinder die Bedeutung des Zentrums erfahren. Dies geht durch eine Mannorietierung aber vollkommen verloren. Viel zu oft sieht man bei älteren Spielern sowohl in der Offensive als auch in der Defensive eine Überbewertung des Flügels. Wenn man die Kinder in jungen Alter viel frei spielen lässt, lernen die meiner Erfahrung nach implizit die Bedeutung des Zentrums kennen. Genau das wird durch das praktizieren von Manndeckung verhindert.

    ...

    Hier bin ich bei dir.

    Dass das Tor in der Mitte steht und man deshalb am besten durch die Mitte spielt, das lehren viele Trainer falsch.

    Die wollen Flügelspiel als ersten Weg, nicht nur als Alternative, wenn das Zentrum zu ist.

    Außerdem bin ich der Meinung das die Bedeutung des 1gg1 in der Ausbildung überhöht wird. Im Zielspiel findet es fast nie statt.

    Das dagegen sehe ich anders.

    Welches Tor fällt denn ohne ein verlorenes 1gg1 eines Abwehrspielers im Herrenfussball? (grobe Schnitzer und eklatante Stellungsfehler mal ausgenommen.

    Auch Tore aus Standartsituationen sind ja de facto Folge eines verlorenen Zweikampfes, dem Foul. Selbst Ecken, sind immerhin kein wirklich gewonner Zweikampf, denn der Ball wurde nicht erobert.


    Guckt dir doch mal Barca in der Prime an. Iniesta oder Messi haben idR irgendwo ein 1gg1 gewonnen (oder 1gg2) und diese daraus entstandene Überzahl wurde dann genutzt. Und wenn es über 5 weitere Stationen war.

    Die 600 Pässe des Teams hin oder her.

    Bei Real, die 4 CL Titel in 5 Jahren gewonnen haben, war es auch Modric, Ronaldo, Isco oder Benzema, die ein 1gg1 gewonnen haben und daraus wurde es dann gefährlich.

    ManCity de Breuyne, Gündogan oder Silva.


    Wenn ein Team gut verteidigt, wirklich gut, dann kommst du nur mit Passspiel nicht mehr zu gefählichen Szenen. Dann braucht du irgendwo ein gewonnen 1gg1.

    Mal lösgelöst von den Vor- und Nachteilen, die die Manndeckung hat, finde ich das Video bzw. die Argumentation darin naja...

    Wirkt auf mich so, als wolle jemand die Manndeckung huldigen und präsentiert so sein Video:

    1) Manndeckung ist ein defensivtaktisches Mittel, aber er kritisiert vor allem die Mannschaft, die in Ballbesitz ist (zB den sichernden und inaktiven Verteidiger). Das macht keinen Sinn.

    2) Die beiden Vergleichswettkämpfe unterscheiden sich ja schon in der Spieleranzahl und Spielfeldgröße, somit sicherlich nicht die besten Beispiele, um etwas zu vergleichen. Und auf meinem Laienauge wirken die beiden Gruppen auch deutlich unterschiedlich im Niveau. Natürlich ist mehr Tempo bei den talentierteren, ob das die Flge der Manndeckung ist oder nur eine Korrelation, das kann das Video mM nach nicht aussagen.

    3) Wenn es keine Regel gibt, die Manndeckung vorschreibt - wie früher zB in der NBA - dann hat man null Einfluss auf den Gegner.

    Der Videomacher hat aber bei seiner Vergleichsgruppe die Taktik beider Teams festgelegt.



    Die Diskussion Manndeckung vs ballorientierter Deckung kann man ja führen, aber dieses Video ist mM nach keine geeignete Diskussionsgrundlage.

    Ich werde nochmal die Frage in den Raum, wie gut das TW-Training denn jeweils ist.

    Macht das irgendwer, damit man so etwas anbieten kann, aber die Qualität ist Mist, die Anzahl der Fänger hoch (da einmal TW Training die Woche fur alle Fänger des Vereins) oder ist das mehr als ein ehemaliger 4. Herren TW, der intensives und gutes TW Training in sehr kleinen Gruppen anbietet.


    Edit:

    Ich kann wirklich gutes TW- Training nicht anbieten, dafür fehlt mir die Fachkompetenz. Aber schlechtes kann ich durchaus erkennen. Und davon gibt es vieles in den Vereinen, nur damit man TW-Training anbieten kann als Verein.

    Das ist hier einfach nicht so üblich. Nach dem, was ich so höre, bin ich nicht sicher, ob ich verpflichtende Genehmigungen zum Training in einem anderen Verein für einen guten Weg halte. Ich habe schon öfter gehört, dass der alte Verein das dann teilweise einfach aus Prinzip verweigert.


    Ich weise immer jeden Spieler, der bei uns mittrainiert, darauf hin, dass er bitte mit seinem alten Trainer redet. Ich würde (und will) das als Trainer wissen, wenn mein Spieler woanders mittrainiert, da bin ich ganz bei dir. Ich habe aber auch schon einige Geschichten erlebt, wo Spieler erzählt haben, dass sie Druck bekommen/rausfliegen, wenn sie bei uns mittrainieren. Da bestehe ich dann nicht darauf, dass der alte Verein informiert wird.


    Versichern kann man die Probetrainingsspieler auch anders.

    Selbige Erfahrungen habe ich auch gemacht und handhabe das genauso, wie du.


    Ich glaube, wenn man in einem Verein Mitglied ist, dann ist man auch versichert Uber den Fußball-Verband, wenn man bei einem anderen Verein an einEm Probetraining teilnimmt.
    Jedenfalls sind Spieler im Probetraining bei uns ganz sicher versichert. Das Argument kommt immer wieder auf und das haben wir vor Jahren auch mal auf einer Sitzung gehabt und die Info bekommen, dass die Probespieler eben immer versichert sind über den Fußball-Verband ohne dass man eine Erlaubnis vom Heimatverein hat.

    Und eine Erlaubnis braucht es wie gesagt auch nicht bei Spielern, die man anspricht, da ist der seriöse Weg aber die Information an den Verein des Spielers. Das mache wir immer.

    Wenn ein Spieler eigeninitiativ kommt, dann bitten wir sie lediglich ihren Trainer zu informieren. Ob er es macht, ist dann dessen Sache.

    Manchmal ist das leider nicht ratsam, wie Chris beschreibt.

    Vollkommen ok. Nur weisst du ja auch, das wenn du einen spieler sichtest, das du den spieler im natürlichen umfeld beobachten willst( also möglichst ohne das er weiss da jetzt xy ihm zuguckt). Warum alsonicht andersrum wenn man schon bereit ist viel zeit zu investieren🤷‍♂️

    Jein.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich einen Spieler am treffendsten sichte, wenn ich ihn bei einem Wettkampf, am besten Turnier als Gastspieler dabei habe.
    Natürlich hat er davor schon einige Male über einen längeren Zeitraum bei uns mittrainiert und die Spieler, Trainer etc. Kennengelernt und damit auch die Scheu ein Stück weit abgelegt.

    Einen Spieler in seinem Verein zu sichten, reicht mir bei weitem nicht aus, um da ein klares Bild zu haben. Da sehe ich nur, ob es Sinn macht, diesen mehrmals - und unverbindlich für beide Seiten, was danach daraus wird - ins Training einzuladen.


    Aber klar, es ist nicht verkehrt, wenn sich der Spieler mal ein Spiel oder Turnier von uns von außen ansieht. Dazu lade ich auch ein, wenn wir zB ein gut besetztes Turnier in der Nähe haben.

    Ich finde immer relativ bemerkenswert das eltern, potentielle trainer oder aktuelle trainer zur Meinungsbildung beitragen. Der junge / mädelwird beobachtet. Drehts doch einfach um. Nehmt euch mal die zeit ein Training des potentiellen vereins zu beobachten. Ein spiel. Soziales gefüge. Trainingsphilosophie etc. Verstehe auch nicht warum die kids nicht selber darauf kommen. 🤷‍♂️

    Naja, ein Probetraining dient ja auch dem beidseitigen Kennenlernen.

    Ich zumindest kommuniziere das auch so.

    Im besten Fall gibt der Heimatverein ja sogar eine Gastspielgenehmigung, dann kann sich das Kind in einem Spie oder gar Turnier ein Bild davon machen, wie es so läuft.

    Habe auch schon Gastspieler auf eine Turnierreise mitgenommen, da bekommt er dann ein relativ ehrliches Bild, behaupte ich mal.

    Warum denn auch nicht, wenn er von sich aus kommt.


    Gesetz den Fall, die Eltern eines U7 Spielers stellen sich Eigeninitiativ vor undsagen, dass der Sohn noch vereinslos ist:

    Willst du das beim Verband prüfen lassen, denn es könnte ja auch gelogen sein (auch dazu brauchst du die genauen Daten des Spielers) und lässt ihn vorher nicht mit trainieren?

    Wie willst du diesen bürokratischen Aufwand finanzieren und rechtfertigen?

    Vor allem, da man ja keine Erlaubnis eines Vereins benötigt. Auch nicht, wenn man einen Spieler anspricht. Dann muss man den Heimatverein nur informieren.


    wie soll das bei Fussballferienschulen laufen, denn genau genommen ist das ja auch ein Training bei einem anderen Verein, wenn man das nicht beim Heimatverein macht.

    Wie bei großen Sichtungstagen der NLZ? Du müsstest dann ja alle Daten der Anmeldung prüfen und dann die jeweiligen Heimatvereine informieren. Prüfen kann das aber nur der Verband.

    Und noch schwerer wird das, wenn man noch in verschiedenen Landesverbänden prüfen lassen muss.

    Wie gesagt: das ist ja keine pauschale Aussage oder Verurteilung. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das so laufen KANN.


    "Ihm könne zwar noch kein Stammplatz garantiert werden, aber bei seinen Qualitäten spricht nichts dagegen, dass er den bis zum Saisonbeginn hat" ist natürlich so eine Sache... Man suggeriert eine tolle Chance, aber verspricht letztlich eigentlich gar nichts. Das soll keine Unterstellung sein, aber die Aussage kann jeder Verein gegenüber 20 Spielern treffen und die Hälfte hat halt Pech gehabt.

    Ist aber weit besser, als einenStammplatz zu versprechen.


    Man kann doch nur gutes Training uä versprechen.

    Wer mehr verspricht, der ist unserös mM.

    Du hast recht, dass das Vereine schnell erzählen bzw. Trainer.

    Das findet man aber in einem Gespräch ja raus, wenn die Trainer genau beschreiben, was das Kind kann, was es nicht kann, wo man Potential sieht. Auch, wann man ihn zB gesehen hast.


    Und hier hat ja zuerst sogar ein Gespräch stattgefunden, indem auch nicht das Blaue von Himmel versprochen wurde.
    Auch wurde der Spieler die Eltern nicht unter irgendeinen Druck gesetzt und man hat die Absage ja ohne weiteres akzeptiert.


    Das alles klingt mach der Schilderung jetzt auf mich doch erstmal ganz seriös.

    Das finde ich schwierig, als "neuer Verein". Ich gebe dir völlig recht, wenn der Verein den Spieler anspricht.


    Aber umgekehrt? Das ist doch einfach Sache der Eltern, oder soll der neue Verein da jedes Mal nachhaken und noch Kommunikation betreiben, die in diesem Fall definitiv von den Eltern kommen müsste.


    Wir haben pro Sommer im Verein sicher zwischen 100 und 200 Spieler im Probetraining, davon 80-90 %, die von sich aus sich vorstellen. Da müssten wir einen Kommunikationsberater abstellen, um all das zu managen.

    Sehe ich genauso.

    Wenn die Eltern proaktiv einen neuen Verein suchen, dann ist das deren Baustelle, den aktuellen Verein ggfs zu informieren.

    Das ist genau der Grund, warum ich Eltern/Spieler verstehe, die nicht vor Entscheidungsfindung offen ihre Gedanken zu einem Wechsel Kundtun.


    Bei euch hat der Trainer super agiert, hier ist es der Jugendleiter. Oft ist es aber der Trainer.

    Dass man euren Sohn mit moralischen Druck belegt hat, ist einfach nicht fair und nicht im Sinne deines Sohnes. Dies gar überMannschaftskameraden zu machen, die deinen Sohn ansprechen ist noch blöder.


    Es gibt immer zwei Seiten der Medaille und der “abwerbende Verein” wird gerne kritisiert, wenn er bestimmte Regularien nicht einhält.

    Dass das aber gar nicht so einfach ist, wirklich im Sinne des Kindes einen Weg zu finden, wenn beim Heimatverein Trainer oder Verantwortliche so agieren, das wird nie gesehen.


    Leider gibt es für mich da nicht die Lösung, die wirklich immer im Sonne des Kindes ist.

    Denn nur darum sollte es gehen.

    Habe gerade meine Zeit, aber mM nach hat ein Pass - auch über 20 Meter - wesentlich mehr mit Technik, als mit Kraft zu tun.


    Diese kurzen 5 Meterpässe, wo man teilweise den Fuß nur hinhält oder den Ball nur “hinlöffelt”, kommen halt an, gut bzw. technisch sauber/richtig sind die aber idR nicht gespielt.

    Fehlende Kraft wird dann als falsche Erklärung genommen, um zu erklären, dass Pässe Uber längere Distanz verhungern.


    edit: Dh, erst bei ausreichender Entfernung, bekommt der Spieler das passende Feedback, wenn die Technik nicht gut genug ist. (Und der Trainer auch).

    Ich finde zur Schulung der Passtechnik eine größere Distanz elementar.

    vllt. Nicht zu 100% am Thema, aber ich habe meine torhüter in f und e immer schon sehr hoch stehen lassen und mitspielen. Einer spielt mittlerweile auf dem feld auch am stp.

    Neben dem - mitspielen- war ein schöner Effekt das er die -rausklopp- bälle zuverlässig abgefangen hat und die Abwehrspieler immer schön mit aufrücken konnten... klar hat man sich dabei auch mal gg.tore gefangen, aber die sind mir lieber als solche, bei dener der tw auf der linie klebt und dadurch der stürmer blank ist....

    Ich sage meinem Fänger sogar, dass ein Gegentor von der Mittellinie oä, weil mein TW (zu) weit draußen war, mein “Fehler” ist. Das Ding geht dann auf den Trainer.

    Passiert aber auch eigentlich nie.

    1) Grundregeln sind ja bekannt für meine Spieler: 1. Tiefe vor Breite 2. Zug zum Tor. Wenn wir in Überzahl spielen, gibt es im 3vs 2 immer einen freien Anspieler (freie Räume erkennen und besetzen).
    2) Wir haben doch alle Philipp Lahm bewundert als Verteidiger. Er hat das Abkappen und Eindrehen perfektioniert auf höchstem Niveau. Das Abkappen oder Eindrehen ist für mich eine einfache Form (E-Jugend) an einem Gegenspieler vorbei zu kommen oder die Richtung zu wechseln. Natürlich braucht man an guten Antritt.

    Du sprichst es mM nach selbst an.

    Überzahlspiel, freie Räume erkennen, etc.


    ein Überzahlspiel eignet sich vor allem zur Schulung des Passspiels und mM nach weniger für das 1gg1.

    Im 3:2 ist der Pass zu oft die beste Option. Wenn man aber einen Dribblingschwerpunkt hat, dann muss man aufpassen, dass da nicht schnell von den Spielern die Finte zum Selbstzweck ausgeführt wird, statt die beste Option zum Torerfolg zu suchen.



    Verschiedene Schwerpunkte in Spielformen zu Schulen und den Schwerpunkt zu treffen, ist kein Kinderspiel.

    Ganz im Gegenteil.

    Da muss man regelmäßig die Regeln/Feldgröße oä ändern, weil man merkt, dass es bessere und einfachere Wege zum Torerfolg gibt und der Schwerpunkt eigentlich nicht getroffen wird.


    Und über das Coaching - Lob oder Handlungsanweisung - den Schwerpunkt zu treffen, ist mM nach gegen das übergeordnete Ziel, der Spielintelligenz, etc.

    Aber ich muss zugeben, ich habe schon mit dem Inhalt Abkappen als Fintentraining meine Probleme.

    Das ist ja eher eine Technik, die eher auf Ballsicherung zielt.

    Ballsicherung ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Ausbildung, aber ganz klar, dass man nicht körperlos spielt, sondern den Oberkörper aktiv nutzt, sich stabil zwischen Ball und Gegner positioniert.

    Das trainiere und coache ich viel, aber da ist der Tannenbaum noch ungeeigneter, als ich den Einsatz dieser Übungsform eh schon finde und da ist mein Fokus nicht auf dem Fuß und derBallfuhrung, sondern eben auf dem aktiven Einsatz des Körpers.

    1. Wir wollen ja Tore erzielen. Meine Grundregeln sind: Tiefe vor Breite und Zug zum Tor + freie Räume besetzen. Wenn ein Spieler entscheidet vom Tor wegzugehen , weil Passwege zugestellt sind und er in einen freien Raum mehr Möglichkeiten sieht und dieses umsetzt gibt es den Bonuspunkt. Wenn man sich ein Vorteil verschafft mit der Aktion für sich und sein Team.

    1. Natürlich, wir trainieren ja nicht isoliert Abkappen mit Richtungswechsel, jedoch beschränke ich bei der Hinführung meist auf 2-3 Finten. in der Aktivierungsphase soll es in Spielformen umgesetzt werden. Fokussiert bleiben die ganze Zeit für mich als Trainer als auch für die Spieler.

    Hmm,
    ich bin ein ganz klarer Verfechter davon, in der Ausbildung bis einschließlich E- Jugend auf jeden Fall, vor allem den individuellen Vorwärtsdrang zu schulen und zu provozieren.

    Auch, wenn das des Öfteren zu einenBallverlust führt.

    Ich will auf gar keinen Fall Spieler haben, die vie den Ball wegspielen (ich differenziere hier deutlich zwischen Wegspielen und einem Abspiel).


    Das Abkappen von Tor weg, mit dem Ziel eher den Ball zu halten - bloß nicht zu verlieren - sehe ich dabei auch sehr zweispältig.

    Einfach, weil es schnell dazu führt, dass die Jungs wenig in echte 1gg1 Situationen gehen. In echte 1gg1, die dazu einen wirklichen Raumvorteil bringen.


    Ich sehe da nicht zwingend, wie du es beschreibst einen Vorteil, wenn man in einen freien Raum dribbelt, der weg von gegnerischen Tor ist.

    Überspitzt formuliert, ist der Weg zur eigenen Eckfahne dann der beste, um Punkte zu machen.

    Auch als "Stammspieler" ist das Kind dann für 40 Minuten, ich gehe davon aus, dass die Topleute selbstverständlich durchspielen, etwa 2 bis 4 Stunden unterwegs. Da stimmt die Relation einfach nicht mehr.


    Dummheit hält sich trotz Evolution erstaunlich gut.

    Nicht falsch verstehen, ich will das nicht schön reden.

    (Über-)ehrgeizige Eltern und Trainer findest du überall.


    Das Argument mit 2-4 Stunden am Wochenende für 40 Minuten Spielzeit, ist aber nur halbwegs haltbar.

    Erstens kann man ja die Spielzeit bei einem Freundschaftsspiel durchaus auch auf drei Drittel oä verlängern und viel wertiger, wie es denn das Verhältnis Spielzeit zu Zeiteinsatz bei einem Hallenturbier idR? Kaum viel besser, als 40 Minuten Spielzeit bei 2-4 Stunden Zeiteinsatz.