Gesellschaftliche Herausforderungen rund um unsere Kinder

  • Die Kinder heutzutage werden in Watte gepackt und beschützt wo es auch nur geht. In der Grundschulklasse meiner Tochter wurde ein Junge von einem anderen geärgert oder auch mal geschubst, aber wirklich nichts schlimmes. Ab dem nächsten Tag hockte die Mutter des Jungen hinter dem Zaun im Gebüsch und beobachtete die Kinder in der Pause, damit sie zu der anderen Mutter rennen konnte und persönlich bestätigen konnte, dass der Junge ihren Sohn ärgert.


    Oder der Trainer unser gegnerischen Mannschaft hat sich dermaßen darüber beschwert, dass unsere Co-Trainerin ihren Spielern zugerufen hat: "Das schafft ihr, die sind garnicht so gut!" Nicht um die anderen schlecht zu machen, sondern um ihrer Mannschaft Mut zuzusprechen. Er hat das fast so dargestellt als hätten seine Kinder jetzt einen lebenslangen seelischen Schaden davongetragen.


    Ich könnte noch einige dieser Beispiele nennen. Die Kinder werden vor jeder ach so kleinen negativen Erfahrung beschützt und sie müssen auch die allerkleinsten Probleme nicht selbst lösen. Das heißt sie bekommen nicht die Chance es zu lernen mit Problemen und negativen Erfahrungen umzugehen. Mit Mitte 20, wenn Mutti sie dann nicht mehr beschützen kann, kommen sie im Leben mit den negativen Dingen dann absolut nicht klar und werden in jungen Jahren schon psychologisch behandelt, haben Burnout, wechseln wegen Kleinigkeiten den Job usw.


    Ich verstehe absolut nicht wieso Eltern nicht sehen was sie ihren Kindern da antun und dass sie ihnen keinen Gefallen tun.

  • Kiriku Du hast Recht. Das Beispiel Deiner Co-Trainerin finde ich allerdings auch nicht gut. Woher soll ein Kind die Intention erkennen. Da bin ich anderer Meinung. Jeder Abwertende Kommentar gehört sich nicht. Das sind Kinder. Das hat nichts mit -in watte packen- zu tun. Außerdem was bringt es der eigenen MAnnschaft. Die anderen sind auch gut,

    aber Ihr könnt es vllt. besser gehört m.e. in eine Ansprache, wenn man überhaupt auf dn Gegner eingehen will.

    Am schlimmsten, wie schon öfter gesagt, das Gerufe: Der kann nix. Da reagiere ich echt allergisch drauf!!!

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Es war eine bisher ungeschlagene Mannschaft, bei der die Kinder vor dem Spiel nicht annähernd an einen Sieg geglaubt hatten. Nach einer Weile stellten die Trainer dann fest, dass wir evtl. sogar eine Chance haben und das wollte sie ihnen mitteilen, weil die Kinder ja quasi schon vorher das Spiel aufgegeben hatten. Sie wollte ihnen Mut machen, nicht aufzugeben. Aber ich verstehe, dass das evtl. nicht ganz so gelungen war und evtl. für meine obige Argumentation nicht das geeignete Beispiel war. ;)


    Ihr versteht aber hoffentlich trotzdem was ich oben sagen wollte.

  • sagte ich ja, das die Intention verstanden wurde: Weitermachen Ihr könnt auch guten FUßball spielen, käme da als zwischenruf, vllt. positiver rüber.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Mir ist das aber alles zu pauschal!

    Ja, wir haben eine Individualisierung in der Gesellschaft. Aber nochmal die Frage: auf wieviel % der Kinder, die wir betreuen trifft das denn zu? Und wieviele beachtet man gar nicht mehr weil sie das gewünschte Verhalten zeigen? (also Gruppentauglich sind)


    Und sind bei den Fällen nicht wie so häufig eher die Eltern das Problem?


    Nach dem Paretoprinzip sind nur 2-3 Dinge für 80% des Ärgers verantwortlich. Nach dem Prinzip sind es nur Einzelfälle, die uns immer wieder Fordern. Wir sollten daher den Blick schärfen auf die vielen Kinder, die normal ticken.



    Manchmal ist auch das, was wir fordern widersprüchlich.

    Zum Beispiel sollen die Kinder alles alleine regeln, Eltern haben in der Kabine nichts verloren. Dann beschwert sich der Trainer, dass immer alles mögliche liegenbleibt. Ja was jetzt? ICH weiß, dass mein Kind ne Schlampe ist. Bekommt er es deshalb besser auf die Reihe? Nö. Arbeite ich privat daran? Ja. Es hilft mir aber wenig, wenn ich am Ende zig Sachen neu kaufen muss, weil sie weg sind. Da reicht mir persönlich schon die Schule als schwarzes Loch für Handschuhe, Mützen und Jacken.

    Gucke ich mir die Fundkisten so an, dann scheinen wir in guter Gesellschaft zu sein, denn sie quellen förmlich über.



    Die Kinder sollen Raum zum Raufen haben aber mal ehrlich? Wir Trainer achten doch ziemlich penibel auf die Einhaltung der üblichen Regeln. Raufen im Sport heißt ja was anderes als Raufen zum Austragen von Konflikten. Reihen wir uns also nicht ein in die, die keinen Raum lassen?

  • Goodie : Thema Sachen liegen lassen - hier 2 Lösungsmöglichkeiten: a) wenn alle Spieler die Kabine verlassen haben, muss man sie bei uns fegen - und das dürfen gerne die Eltern machen, wenn sie wissen wollen, ob etwas liegen geblieben ist ;) b) der letzte Spieler (oder ein ständig wechselnder) ist für die Sachen verantwortlich


    Und ja, ich Reihe mich in die Reihe ein, die Raufereien im Training einschränken bzw. den Raum für Regeln vorgeben. Und ja, es ist ein schmaler Grad auf dem ich mich bewege - da denke ich mir manchmal, zum Glück bist du alleine auf dem Trainingsplatz und damit musst du nicht alles sehen ;)


    Und bei meiner Berufsaufzählung habe ich einen wichtigen noch vergessen: Arzt - da sind die Reaktionen der Eltern auch immer interessant.

  • Oder der Trainer unser gegnerischen Mannschaft hat sich dermaßen darüber beschwert, dass unsere Co-Trainerin ihren Spielern zugerufen hat: "Das schafft ihr, die sind garnicht so gut!"

    Da würde ich mich auch aufregen. Die eigene Mannschaft motivieren ist okay, aber dafür braucht man den Gegner nicht schlecht reden.


    Gut, ist jetzt passiert; sie wird sich ja sicher hinterher entschuldigt haben, gut ist.

  • Zum Thema Kinder in Watte zu packen.

    Wir haben heute ein Meisterschaftsspiel um 10 Uhr morgens gehabt. Beide Mannschaften sind am Platz und wir g free hen gerade in die Kabine als der Trainer mich fragt ob wir spielen wollen?

    Als ich sagte: "Deswegen sind wir ja hier!" kommt die Antwort, dass seine Eltern lieber nicht antreten würden.

    Mein Unverständnis hat dann dazu geführt, dass wir trotzdem gespielt haben. Seine Mannschaft übrigens auch in voller Besetzung.


    Wetterbedingungen 8 Grad und Nieselregen.

  • Guten Morgen,


    die Diskussionen gehen ja hauptsächlich um die "Kleinen".


    Ich gehe jetzt mal einen Schritt weiter zur A-Jugend.

    Da wird mir für den Seniorenbereich Angst und Bange.

    Die Jungs sind da, wenn gerade alles passt.

    Des Weiteren ist es für die Jungs vollkommen unmöglich 3 Tage im voraus zu planen.

    Am Mittwoch die Aufstellung für das Wochenende fixieren ist einfach nicht möglich.

    Da brauchen wir schon noch 24 Whattsapp Nachrichten...


    Meine Prognose:

    Auch der Seniorenbereich wird in Zukunft mit Spielgemeinschaften arbeiten müssen.

    Die Einstellung der jungen Erwachsenen und die Anforderungen im Seniorenbereich passen einfach größtenteils nicht zusammen.

  • Meine Prognose:

    Auch der Seniorenbereich wird in Zukunft mit Spielgemeinschaften arbeiten müssen.

    Die Einstellung der jungen Erwachsenen und die Anforderungen im Seniorenbereich passen einfach größtenteils nicht zusammen.

    Na ja, Verein mit seinen aktuellen Strukturen ist ja kein Naturgesetz und darf sehr wohl Veränderungen unterliegen.

    So richtig gibts Vereine seit grob 150 Jahren. Seit dem hat sich viel verändert und ändert sich weiterhin. Die Vereine tun gut daran, sich anzupassen, sonst sind sie bald komplett außen vor.


    SGs sind ja nicht prizipiell schlecht. Stelle ich den Sport in den Vordergrund und suche nach Lösungen sind sie sicher sinnvoll. Lege ich wert auf Tradition, Identifikation und Verein, dann wird dieser Weg sicherlich kaum Freunde finden. In den kleineren Sportarten mussten sich viele Vereine gesundschrumpfen, es gab Zusammenlegungen etc... und dann gibts eben nur noch einen Ruderverein und zwei Basketballvereine in einer Stadt und nicht mehr sechs wie noch vor dreißig Jahren.

    Das finde ich eigentlich gar nicht soooo schlimm.


    Schlimm finde ich, dass viele Vereine inzwischen mit ihren Angeboten als angestaubt gelten und die Leute lieber in teure Muckibuden laufen. Man ist lieber Kunde als Mitglied. Vereine, die diesen Weg mitgehen und ihre Angebote zusätzlich als Kursangebote für Nichtmitglieder anbieten, machen damit gute Erfahrungen.

  • Ich habe zu Thema ein ganz anderes Problem was sich zunehmend bei uns in der Gegend breit macht. Den Umständen dieser Zeit geschuldet finden immer wieder Kinder mit Migrationshintergrund den Weg in die Vereine. Da wir jeden Spieler egal woher er kommt gut gebrauchen können , finde ich diese Entwicklung eher positiv.


    Was mir missfällt , sind dann Äußerungen von einzelnen Eltern. Erst ganz vorsichtig dann aber immer offener. Wenn von dem Kindern gesprochen wird,wird nicht der Name sondern nur der gelbe oder der braune gesagt. Der nächste Schritt war dann, das gemeint wurde das eigene Kind musste selbstverständlich mehr spielen als das andere weil seine Eltern aus einem anderen Land kommen. Zum Glück reflektieren die Kinder der Mannschaft diese Äußerungen der Eltern nicht. Die neuen Spieler sind schnell und ohne Probleme integriert.


    Im Sport und bei Kindern sollte doch die Politik raus gehalten werden. Unser Trainer wirkt solchen Äußerungen Konsequent entgegen. Vor einiger Zeit , hat er Eltern die immer wieder in diese Richtung argumentiert haben , nahe gelegt den Verein zu wechseln.


    Doch eskaliert ist die Situation ausgerechnet bei unserer Mädchen Mannschaft. Bei einem der letzten Trainings sind drei neue Mädchen gekommen deren Eltern aus Kuba kommen. Schon beim Training war eine aggressive Stimmung, einige Spielerinnen haben die neuen Mädchen gezielt mit dem Ball beschossen. Der Trainer hat diese Mädchen dann aus der Halle geschickt. Nach 10 Minuten haben sie sich entschuldigt und konnten wieder mit trainieren. Nach dem Training hat es dann eine wilde Prügelei gegeben angeblich weil eines der Kubanischen Mädchen eines der unseren schief angeschaut hat. Da dies nicht der erste Vorfall in diese Richtung mit diesen Mädchen von uns war, wurden sofort Konsequenzen beschlossen.


    Der Verein hat die 2 Mädchen die den Konflikt ausgelöst haben, erst einmal vom Training ausgeschlossen.Hat aber deutlich gemacht , das sie bei der nächsten kleinen Aktion in diese Richtung aus der Mannschaft fliegen. Die Mädchen dachten , weil wir so wenige sind wird der Verein diesen Schritt nicht gehen. Doch der Verein hat deutlich gemacht , selbst wenn es dann keine Mannschaft mehr gibt , werden sie das durchziehen.


    Konflikte gibt es immer und überall einmal .Wenn aber immer das selbe Muster auftritt, halte ich es schon für Problematisch. Besonders wenn die Eltern der beteiligten Kinder den Vorfall herunterspielen und eher fordern das die " Opfer " gehen sollen.

  • Nachdem im Thread Funino - Startschuss in Bayern jetzt auch noch der Teamgeist angesprochen wurde, frage ich mich, was der Fußball alles leisten soll?

    Ausbildung (Fußball und Soziale Kompetenzen), Integration, Unterhaltung, Gemeinschaftsgefühl, Fair Play und Inklusion(?) fallen mir spontan ein. Und ich frage mich auch, ob wir das alles leisten können - ja, ich spreche da von wir (genauso wie Christian Streich es im Interview anspricht - siehe fumsmagazin.de). Wir machen die Sozialisation unserer Kinder. Wir leben Kooperation und Wettbewerb vor.

    Und wenn ich bei Wettbewerb bin, frage ich, ob wir den richtig vorleben. Zum einen frage ich mich, ob ich heutzutage noch eine Rivalität wie Bayern/1860 oder BVB/Schalke (oder andere) benötige und für was? Das dies dann "Hochsicherheitsspiele" sind, ist für mich nicht nachvollziehbar (und ja, hoffentlich wird die DFL und die Vereine an den Kosten beteiligt, wie es gerade in der Diskussion ist - das fördert aus meiner Sicht das Umdenken). Leider zieht sich das bis in die unteren Ligen. Ich bin nicht gegen Wettbewerb, aber man kann sich auf dem Feld bekämpfen und nach Abpfiff ist es vorbei und man trinkt gemeinsam etwas (z.B. gibt es beim Tennis ein anschließendes Essen). Auch macht ein Spiel, in dem ich weit überlegen bin, keinen Spaß. Also muss ich Möglichkeiten suchen, um es als Wettbewerb für beide zu gestalten - machen viele im Urlaub automatisch (der Schlechtere bekommt den besseren Schläger; man versucht gleich starke Teams zu formen usw.). Warum wird das im Alltag nicht gemacht?

    Wir sprechen bei der Spieleranzahl oft von 6-10 jährigen Kindern. Hier wird gerade 7 gegen 7 gespielt. Die Erwachsenen halten eine Gruppe von 5 für das Optimum (siehe z.B. "Etwa 90% aller Gruppen, denen Menschen angehören, umfassen nur 5 und weniger Personen." (Personalführung 9/96; S. 744; www.leuphana.de). Ja, die Zahl ist über 20 Jahre alt. Neuere Untersuchungen sprechen von 8-9 Personen (siehe wiwo.de) - sind für ein 7 gegen 7 meistens auch zu wenige Spieler in einer Mannschaft. Warum muss ich dann einen Teamgeist bei 18 Spielern haben bzw. als Kind lernen? Wir fordern von Kindern oftmals mehr als wir selbst leisten können bzw. wollen. Was soll das?

  • let1612 Du hast recht. Ich versuche ständig, bei den Kids zu vermitteln, das man ruhig Fan sein darf,

    aber die andere Mannschaft genauso respekt verdient. Nicht nach dem Motto BVB Super, Bayern alle Mist.

    Für bestimmte Beispiele nehme ich konsequent Spieler beider Mannschaften (alaba/Ribery genau wie BVB gegenparts etc.). Am Samstag hatten wir ein Spiel gegen eine 7er MAnnschaft. Ich hatte also einige starke auch nicht nominiert.

    Die kamen ohne Auswechselspieler (einer kam dann noch zur 2ten HZ:/). Dann fiel noch jemand aus, und natürlich nehme ich dann sofort einen von uns auch runter. Das ist für meine Kids aber auch normal.

    Auch sonst habe ich die stärksten 4 immer erst in der zweiten hälfte der HZten gebracht, war besser so für alle....

    Da bedanken sich dann sogar Eltern und Trainer von denen, weil das ja nicht normal sei. DOCH das muß normal sein.

    Das ist nur ein Beispiel, wie wir Kids sozialisieren können/sollten meine ich. Das ist zwar für die meisten selbstverständlich, aber ich denke nicht bei allen.

    Respekt vor dem Gegner, schiri, Mitspieler etc. ist der kleine Beitrag, den wir da leisten können.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Und wenn ich bei Wettbewerb bin, frage ich, ob wir den richtig vorleben. Zum einen frage ich mich, ob ich heutzutage noch eine Rivalität wie Bayern/1860 oder BVB/Schalke (oder andere) benötige und für was?

    Ich finde, wir sind hier aber schon auf einem richtigen Weg. Noch nicht angekommen aber aufm Weg. Ich will das nicht glorifizieren aber wenn früher Schalke auswärts war, dann wurden die Geschäfte verrammelt, bevor die Sonnderzüge anhielten.

    Heutzutage sind ein Großteil der Spiele "normal" und man kann mit Kindern ohne blöde Gefühle ins Stadion. Zumindest zu den meisten Spielen.

    Dass man zu ein oder zwei Ligakonkurrenten eine gepflegte Fanfeindschaft pflegt, finde ich solange nicht schlimm, wie es friedlich bleibt.

    Dass einige Vereine bzw. deren Anhängerschaft den Schuss noch immer nicht gehört haben, ist definitiv schlimm genug!


    Dramatischer finde ich aber, dass in den unterklassigen Ligen immer wieder Spielabbrüche nach Prügelein vorkommen. Da sind es dann nicht irgendwelche besoffenen Mittvierziger sondern junge Burschen, Spieler! Da fragt man sich in der Tat was in deren Köpfen vorgeht. Jeder Gegner ist ein Spielpartner. Ohne ihn wäre es fad.

    Was haben diese Spieler in ihrer Kindheit/Jugend gelernt?

  • Ausbildung (Fußball und Soziale Kompetenzen), Integration, Unterhaltung, Gemeinschaftsgefühl, Fair Play und Inklusion(?) fallen mir spontan ein. Und ich frage mich auch, ob wir das alles leisten können

    Ich ziehe mir als Fußballtrainer nicht jeden Schuh an, den die Gesellschaft irgendwo rumliegen lässt.

    2 x Training und 1 x Spiel pro Woche - das sind die Zeiten, die in meinem Einflussbereich liegen. Mehr nicht. In dieser Zeit bin ich Fußballtrainer. Kein Erzieher, kein Sozialarbeiter, kein Entertainer... Ich mache alles, was notwendig ist, um in diesen ca. 6 Stunden pro Woche eine in sich funktionierende Gruppe zu haben, die ich fußballerisch weiterentwickle.
    Habe ich früher andes gesehen. Je mehr ich in den letzten Jahren jedoch das Phänomen der Rasenmähereltern wahrnehme, dest weniger Lust habe ich, dagegen anzuarbeiten.

  • Ich ziehe mir als Fußballtrainer nicht jeden Schuh an, den die Gesellschaft irgendwo rumliegen lässt.

    2 x Training und 1 x Spiel pro Woche - das sind die Zeiten, die in meinem Einflussbereich liegen. Mehr nicht. In dieser Zeit bin ich Fußballtrainer. Kein Erzieher, kein Sozialarbeiter, kein Entertainer...

    Das stimmt. Und doch bist Du ja irgendwie ein kleines bißchen Erzieher, Sozialarbeiter und Entertainer nämlich um zu erreichen, was Du möchtest:

    Ich mache alles, was notwendig ist, um in diesen ca. 6 Stunden pro Woche eine in sich funktionierende Gruppe zu haben, die ich fußballerisch weiterentwickle.

    Den Idealismus noch -mehr- zu tun, oder zu sein, habe ich mir auch abgewöhnt....

    Habe ich früher andes gesehen. Je mehr ich in den letzten Jahren jedoch das Phänomen der Rasenmähereltern wahrnehme, dest weniger Lust habe ich, dagegen anzuarbeiten.

    genau deshalb

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Das stimmt. Und doch bist Du ja irgendwie ein kleines bißchen Erzieher, Sozialarbeiter und Entertainer nämlich um zu erreichen, was Du möchtest:

    100% bei dir... Wenn du das nicht bist hast ein Horde um dich die macht was sie will.


    Ich mache alles, was notwendig ist, um in diesen ca. 6 Stunden pro Woche eine in sich funktionierende Gruppe zu haben, die ich fußballerisch weiterentwickle.

    Und schon kommt oben angesprochenes wieder zu tragen.


    Jeder der versucht sein Team als Team auftreten zu lassen hat die oben genannten Eigenschaften schon und jeder der das abstreitet trainiert kein Team ;).


    Wenn ich Regel aufstelle bin ich Erzieher

    sobald ich mir Gedanken mache wie ich einen Spieler besser integriere oder Gruppenbildung vermeide bin ich Sozialarbeiter

    und sobald ich mir Gedanken darüber mache ob mein Training gut genug ist bin ich Entertainer..


    Alls das sind Eigenschaften eines Trainers der sich selbst reflektiert und sein handeln hinterfragt..

    SRY Jungs aber ihr seid durch und durch das oben genannte :P:*.

    Ich kann mir bei euch beiden nicht vorstellen das ich nicht vom Telefon abheben würdet wenn ein Spieler außerhalb der Trainingszeit anruft und fragt ob Ihr ein Ohr für ihn habt.


    Und wir als Trainer haben weit mehr Einfluss als so mancher Erziehungsberechtigte auf die Charakterbildung der Kinder als ihr glaubt!!!