Beiträge von Follkao

    Der Sinn jeglicher Festspielregelung ist, Wettbewerbsverzerrungen durch den Einsatz von Spielern aus höherklassigen Mannschaften zu verhindern. Auch in diesem Fall hätte z.B. Eure E3 oder E4 aushelfen dürfen.

    Eure Regelung lässt Euch übrigens viel Freiraum.

    Wie ist es bei Euch geregelt?

    Nach zwei Pflichtpielen nacheinander bist Du festgespielt. Nachdem man zwei aufeinanderfolgende Pflichtspiele nicht gespielt hat, ist man wieder frei. Ausnahmen gibt es nicht. Für die letzten 4 (?) Spieltage einer Saison ist die Regel noch verschärft. Man muss bereits am viertletzten Spieltag frei sein, um an den letzten vier Spieltagen auszuhelfen.

    Meine Tochter ist sehr dankbar in der Mannschaft spielen zu dürfen , aber dennoch ist das Niveau in der Landesauswahl bei den Mädchen höher .

    Das hängt ganz von der Qualität der Jungsmannschaft und des Jahrgangs der Verbandsauswahl ab. Mir hat eine Verbandsauswahlspielerin das Gegenteil erzählt und ich kenne auch Verbandsauswahlspielerinnen, die sich in der Jungsbezirksliga keinen Stammplatz erkämpfen konnten.

    Es ist gar nicht lange her (rund um die WM 2011), dass es seitens des DFB hieß, die Zukunft des Fußballs sei weiblich. Die Entwickung ist jetzt aber eine andere...
    Die Anmerkungen zu einigen vorherigen Kommentaren mache ich mit der Erfahrung mehrer talentierter Mädchen, die ich in starken Jungenmannschaften trainiert habe. Die jeweiligen Jungenmannschaften gehörten zu den Top 5-10 unseres Kreises

    Ist ja logisch, dass es keine gescheiten Mädchenmannschaften wenn alle halbwegs guten Mädchen bei den Jungs spielen, oder?

    Klingt zunächst logisch. Wenn Du Dir das Niveau von Mädchenkreisauswahlen ansiehst, stellst Du aber fest, dass das niemanden weiterbringt. Auch da ist die Schere oft unglaublich groß, obwohl man (anders als bei den Jungs) meistens über zwei Jahrgänge spielt.

    Ebenso verstehe ich nicht, warum Trainer/Jugendleiter von Jungenmannschaften überhaupt Mädchen aufnehmen? Was ist das Ziel dabei?

    Das ist ein Thema, das oftmals gar nicht genug honoriert wird. In meiner Region gibt es immer wieder Vereine, bei denen Mädchen ab der C-Jugend in der männlichen Bezirks- und sogar Landesliga spielen. Bei den meisten dieser Vereine spielen die Damen so tief, dass klar ist, hier für andere Vereine auszubilden. Da steckt also 'ne Menge Idealismus hinter.
    Der zweite Grund ist, dass Mädchen, die fußballerisch das Niveau der Jungs haben, das Klima verbessern. In aller Regel sind die Mädchen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung 2-3 Jahre weiter als gleichaltrige Jungs. Sie gehen also oft mit dem Beispiel voran, das sich Trainer wünschen. Das galt für ALLE Mädchen, die ich bislang trainiert habe und entsprechende Bestätigungen habe ich auch von anderen Trainern innerhalb meines Vereins.
    Auf der anderen Seite macht das den Mädchen aber auch oft das Leben schwerer. Da spielen dann junge Frauen mit Jungs oder jugendliche Mädchen mit Kindern. Diese Problematik sollte man nicht unterschätzen.

    Die Jungsmannschaften haben doch auch den Zweck Spieler für die Herrenmannschaften auszubilden, dies kann bei Mädchen ja schlecht der Fall sein. Selbst Bfv-NLZ haben teilweise Mädchen in ihren Mannschaften. Versuch man sich hier mit weiterentwickelten Mädchen Erfolge zu holen?

    Soweit, sich Erfolge zu holen, kann man wohl nicht gehen. Machen wir uns nix vor: Mit 1-2 sehr talentierten Mädchen auf dem Platz kommst Du in der C-Jugend Bezirksliga klar. Wenn es mehr wären, bekommt die Mannschaft körperliche Probleme. Ist also genauso, als hättest Du dieselbe Anzahl männlicher Zauberflöhe auf dem Platz. Wenn man will, kann man also durchaus sagen, dass bei Mädchen in der Mannschaft die Einsatzchancen spätgeborener Jungs sinken.

    Am wichtigsten ist für mich aber das Argument der "Fairness". Wenn ein Mädchen das sportliche Niveau hat um in meiner Mannschaft zu spielen und sie sich aus Mangel an Alternativen dazu entscheidet bei mir spielen zu wollen, dann wird sie selbstverständlich auch die Chance dazu bekommen.

    Na ja... Mit dem Argument müssten ja auch untalentierte, kleine Jungs in Mädchenmannschaften spielen dürfen...;)


    Ich frage mich bei den bestehenden Strukturen in denen weibliche Talente gleichzeitig in Mädchenmannschaften, Jungsmannschaften, Mädchen-Stützpunkten, Jungs-Stützpunkten etc. etc. sind, ob es nicht sinnvoller wäre daraufhinzuarbeiten, eine Förderungsstruktur zu etablieren, bei denen Mädchen nicht mehr mit Jungs zusammenspielen "müssen" um optimal gefördert zu werden.

    Hier sprichst Du ein riesiges Problem an: Sinnfreie Kombination der Fördermöglichkeiten. Ich habe nicht den Eindruck, dass Mädchen- und Jungsstützpunkt sowie Verbandsauswahl sich abstimmen. Vielleicht werden weibliche Toptalente, die im Mädchenstützpunkt eigentlich unterfordert sind, auch mit dem Ziel guter Ergebnisse im Mädchenstützpunkt zwangsbeglückt...

    Solange es aber keine ausreichende Förderung gibt müssen Mädchen , die was reißen wollen bei den Jungs spielen .

    Ich habe bislang keine kennengelernt, die das als Zwang angesehen hat. Eigentlich haben alle das gerne gemacht. Ganz im Gegenteil habe ich aber Mütter von Mädchen kennengelernt, die ihre Tochter unbedingt bei den Jungs spielen lassen wollten. Schließlich hört man immer wieder, man solle die Mädchen "So lange wie möglich bei den Jungs spielen lassen." Das ist Bullshit. Den das gilt nur für tatsächlich überdurchschnittlich talentierten Mädchen. Den anderen tut man damit meistens keinen Gefallen.

    und da gibt es ausreichende Förderung!!!!!!. Es gibt auch Stützpunktmannschaften Mädchen, wo diese gefördert werden.

    Wenn Sie dann da unterfordert sind, ok. Gibt auch Jungs die da unterfordert sind.

    Extra Förderung für Mädchen gibt es nicht.

    Für Jungs auch nicht.

    Die Diskussion nervt langsam, sorry.

    Ganz im Gegenteil. Es gibt für die Mädchen über das Spielen bei den Jungs Förderungen, die es für Jungs nicht gibt. Ein Junge der heraussticht, muss entweder mit und gegen (deutlich) Ältere spielen oder den Verein wechseln. Mädchen gehen zu den Jungs und haben eine heimatnahe Förderung. Das Spielen bei den Jungs (ggf. auch jahrgangstiefer) ist eine spezielle Förderung des Mädchenfußballs. Das wird mir zu oft als selbstverständlich angesehen - ist es aber nicht. Erst recht nicht für Vereine, die selbst keine hochspielenden Damen haben.

    Kann es ja auch gar nicht, wenn wie gesagt jedes Mädchen das zweimal den Ball hochalten kann in eine Jungsmannschaft wechselt. Hier beisst sich irgendwie die Katz in den Schwanz. Erstrebenswert wäre es natürlich, wenn es irgendwann optimale Förderung für Mädchen geben würde, ohne dass sie in Jungsmannschaften spielen müssen. Aber ich habe den Eindruck, dass hierfür auch nichts getan wird.

    Das hätte einfach zur Folge, schon früh die Heimatregion zu verlassen.


    Wenn man im Stützpunkt unterfordert ist und völlig heraussticht wäre mmn der Wechsel in ein NLZ der nächste logische Schritt und nicht der Wechsel in das Fördersystems des anderen Geschlechts, was ja zwei der Mädchen bereits machen.

    Einerseits ja - andererseits: Wenn ich mir unsere niedersächsischen Erst- und Zweitligisten der Damen ansehe, lassen die ihre C-Mädchen alle bei den Jungs auf Kreisebene spielen. Da ist es nur verständlich, wenn Eltern sagen, dass sie das auch zu Hause haben können.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass es Mädchen gibt, die bei gleichaltrigen C-Junioren in der Verbandsliga mithalten können. Eventuell B-Juniorinnen, die bei den C-Junioren spielen, ja.

    Ich kenne ein paar Beispiele. Meistens handelte es sich um Juniorennationalspielerinnen - aber nicht ausschließlich.


    Follkao

    Die Kinder fragen immer, wo sie spielen sollen. Bin ich in der Verteidung oder im Sturm oder Mittelfeld?!

    Das ist mit Sicherheit auch noch von den vorherigen Jahren so drin, da hier entweder 2:3:1 oder 3:2:1 gespielt wurde.

    Wie meinst Du das genau, dass das Thema "System" auf dem Kleinfeld überbewertet wird?

    Wenn die Kinder eine einigermaßen grobe Formation einhalten tun sich die Kinder schon leichter, als wenn eine riesige Spielertraube sich mit Ball bewegt. :D

    Zunächst ist ein System deutlich mehr als die Anordnung der Spieler auf dem Feld.

    Ein System können Kinder auf dem Kleinfeld nicht ausfüllen.

    Ja, eine Grundformation ist auch auf dem Kleinfeld in Ordnung. Mehr aber auch nicht. Ob Du 3:3 oder 2:3:1 spielst, ist vollkommen egal.

    Wichtig ist, dass sich aus dieser Grundformation ALLE an Angriff und Verteidigung beteiligen.

    Letzten Endes wollen wir kreative Spieler ausbilden. Dafür ist es notwendig, dass die vorhandenen Positionen auch flexibel besetzt werden können.

    Heißt z.B.: Dein Rechtsverteidiger sieht einen Raum, in den er startet. Ein anderer Spieler übernimmt daraufhin die RV-Position. Idealerweise mit Kommando "Geh. Ich bleibe." Aber das noch nicht in der U9.

    Ein 3:3 ist da für die meisten Kinder leichter überschaubar.

    Mapfi

    Warum bist Du der Ansicht, dass eine Änderung der Grundformation das, was Du als Problem ausgemacht hast, löst?

    Die Defensivarbeit wird für die Kinder in einer anderen Grundformation nicht interessanter.

    Grundsätzlich wird dieses Thema auf dem Kleinfeld oft überbewertet.

    Für die Begabten gibt es das Sondertraining in den Stützpunkten oder NLZs, die für die Begabten-Förderung zuständig sind.

    Ja. Das ist Sinn und Zweck des Strützpunktes. Da bin ich bei Dir. Es gibt hier das Beispiel eines Vereins, der seine U12 jahrgangsrein zusammenlässt und dann mit mehreren Stützpunktspielern die Gegner in der untersten Klasse zweistellig weghaut. Der Großteil dieser Mannschaft ist in der untesten Klasse richtig aufgehoben.


    Dabei bekomme ich mit , dass der Stützpunkttrainer oder Landesauswahltrainer vom Heimtrainer oft als Konkurrenz gesehen wird .

    Ist das so? Nehme ich nicht so wahr. Eigentlich sollen Auswahlmaßnahmen ein Zusatzangebot zum Verein sein. Wenn ich mir die Frequenz ansehe, mit der talentierte Spieler zur Auswahl müssen, kommt es immer wieder vor, dass die Vereine zurückstecken, um die Spieler nicht zu überlasten. Für talentierte Mädchen, die ggf. die Doppelbelastung aus Jungs- und Mädchenstützpunkt haben, gilt das sogar noch mahr als für Jungs.

    Ich bin dafür besonders begabte Spieler im Heimatverein mehr zu fördern und nicht beweisen zu wollen , dass sie dann doch nicht do begabt sind .

    Davon hätte der Verein wesentlich mehr als so zu tun als wären alle gleich .

    Gibt es das, dass Vereine versuchen, das Talent ihrer Spieler kleinzureden?
    Als Verein kann ich Talente fördern, indem ich sie in einer Mannschaft und Spielklasse (!) spielen lasse, die zu ihrem Können passt. Das heißt natürlich auch, dass ein Verein, der eine solche Spielklasse nicht bieten kann, ehrlich zum Wechsel raten darf. Ja, das passiert selten - aber ich habe auch schon solche Beispiele mitbekommen.

    Müssen Die Spieler telefonisch absagen?

    Per WhatsApp ist es ja sehr leicht und nicht mal unangenehm.

    Es soll ja auch gar nicht unangenehm sein. Ich fände es schrecklich, wenn es den Kindern unangenehm wäre, mit mir zu kommunizieren.
    Gerade Termine, die sie lange im voraus wissen (Klassenfahrten z.B.), sagen sie persönlich beim Training ab.
    Ansonsten passen meine Arbeitszeiten nicht zu dem Zeiten, in denen ein Schüler telefonieren kann. Deshalb ist WhatsApp vollkommen in Ordnung.
    Worum es mir dabei geht: Eltern sagen oft für ihre Kinder ab, weil es ihnen besser passt, ohne dass die Kinder davon etwas wissen. Wenn die Kinder das machen, setzen sie sich damit auseinander und finden oft Lösungen, dass sie gar nicht verzichten müssen.

    Ich möchte es also den Eltern schwieriger machen, für ihre Kinder zu entscheiden.

    Habe ich doch schon geschrieben: Rasenmähereltern. Bevor er Stress bekommt, machst Du es lieber.


    Das ist Dein gutes Recht. Kann jeder für sich selbst entscheiden, wie er Selbständigkeit vermittelt.

    So nun sage mir mal bitte wie es bei uns zuhause zugeht ????

    Das hängt davon ab, wie alt Dein Sohn ist.
    Ab der E-Jugend können sich Kinder mit Unterstützung der Eltern (z.B. "denk daran, Dich abzumelden") selbst um diese Dinge kümmern. Ab der D sollte es schon alleine klappen und in der C auf jeden Fall.


    Um Deine Frage zu beantworten:
    Wenn Dein Sohn also D und älter ist, lernt er nicht Verantwortung für SEINE Bereiche zu übernehmen. Er kann sich darauf verlassen, dass Du das für ihn übernimmst und muss sich erst gar keinen Kopf darum machen.
    Verantwortung zu übernehmen, lernt man nicht von heute auf morgen. Das ist ein Prozess, bei dem im Laufe der Zeit immer mehr Verantwortlichkeit beim Kind/Jugendlichen liegen muss.


    Ich habe als E-Trainer den Deal mit den Eltern wie oben gehabt. Z.Zt. trainiere ich eine D. Abmeldungen durch Eltern machen für mich nur Sinn, wenn das Kind so krank ist, dass es nicht mehr sprechen und auch kein Smartphone bedienen kann.


    Manchmal fragen Eltern, ob sich ein Kind schon abgemeldet hat. Das ist genau der Deal wie oben beschrieben, dass die Eltern das kontrollieren und ihr Kind dabei unterstützen.


    Ich nehme immer mehr das Phänomen der Rasenmähereltern wahr, die alle Probleme ihrer Kinder präventiv wegmähen, so dass das Kind damit gar nicht erst konfrontiert wird. Und genau das machst Du auch:

    Um aber unnötigen Stress vorzubeugen, sage ich dann lieber schnell ab.

    Charles De Goal  
    Dein eigentliches Problem ist, diese Jugendlichen sich offensichtlich nicht selbst um ihre Termine kümmern können. Wenn 13/14-Jährige sich nicht selbst bei Dir abmelden können, lässt das schon tief blicken, wie es da zu Hause zugeht...

    Ich bin im Grundlagenbereich auf jeden Fall für konsequente Einteilung nach Jahrgang. Das ist eine klare Linie. Die Leistungsschere innerhalb eines Jahrgangs ist in dem Bereich normalerweise nicht so groß, als dass das ein erfahrener Trainer nicht händeln könnte.

    Mit der Erfahrung von 10 aufeinanderfolgenden Jahrgängen als Trainer im Grundlagenbereich, kann ich Dir sagen, dass Du da falsch liegst. Ich habe es in der Zeit häufiger erlebt, dass die Top 3 des jüngeren Jahrgangs deutlicher stärker als das Mittelfeld des älteren Jahrgangs waren. 2-3 Mal waren die Top 3 des jüngeren Jahrgangs sogar die stärksten der Mannschaft.
    Wir hatten auch schon Mannschaften, die zu 80% aus dem älteren Jahrgang bestanden, und in Staffeln gg. mittelmäßige Jungjahrgänge gut aufgehoben waren.
    Jahrgänge zu mischen, um eine starke Erste zu haben, ist eine Sache. Macht man es, um ALLE auf dem für sie passenden Niveau Fußball spielen zu lassen, ist es etwas anderes.

    Wir müssen dabei gar nicht immer nur an die Förderung der Talente des jüngeren Jahrgangs denken. Auch den weniger talentierten Spielern des älteren Jahrgangs bietet man ggf. die Möglichkeit, auf dem für sie passenden Niveau zu trainieren und zu spielen.

    Wir hören oft das Argument, die Stärkeren verlören den Spaß. Das gilt für die Schwächeren bei permanenter Überforderung auch.
    Im Beispiel des Threaderstellers spielen die beiden Mannschaften allerdings in derselben Staffel. Im Grunde würde man lediglich die später schwächere Mannschaft zum Abschuss freigeben. Gäbe es eine Neueinteilung nach ein paar Spielen, wäre es aber auch in diesem Fall o.k.

    Grundsätzlich: Vereine, mit einer gewissen Größe fordern so die talentierten und fördern die weniger talentierten Spieler.

    Ich gebe auch noch zu bedenken, das man als faire Mannschaft, wo der Schiri schon vorher weiß, mit denen gibt's eh keine Probleme, gewiß nicht benachteiligt wird. Außer der SChiri läßt sich von ständig rufenden Trainern und Eltern beeinflußen. Dann ist es ärgerlich.

    Da stimme ich weitestgehend zu. Erfahrene Schiris lassen sich da nicht beeinflussen. Sehr junge Schiris werden von einem Hampelmann sehr wohl beeinflusst.

    kein Kind braucht einen hampelnden Clown am Spielfeldrand, der sich über den Schiri aufregt. Oft genug erlebt, aber nie, das eine Mannschaft danach auf einmal besseren Fußball spielte. Eher wurde dann alles angezweifelt, so deutlich es auch war.

    Ganz im Gegenteil. Man liefert den Spielern damit Ausreden. Plötzlich ist der Schiri für alles verantwortlich - sogar für die eigenen Fehler.

    Aber warum sollten die helfen wenn unsere Mannschaft nicht beteiligt ist, oder eine andere Veranstaltung gemacht wird. Verstehe da voll die Eltern.

    Man sollte helfen, weil ein Verein nicht nur aus einer Mannschaft besteht. Es gibt auch Veranstaltungen, die für den ganzen Verein sind und deren Erträge vielleicht sogar Dinge finanzieren, die allen zugute kommen.

    Vereinsleben funktioniert nicht, wenn ich nur mich sehe.

    Grundsätzlich finde ich es richtig, wenn jeder die Möglichkeit bekommt, auf seinem persönlichen Niveau zu spielen und zu trainieren. Insofern bin ich auch ein Freund von Mannschaftseinteilungen unter Jahrgangsmischung mit dem Ziel der Leistungshomogenität.
    Dafür sind allerdings ein paar Voraussetzungen notwendig:

    • Es gibt die Möglichkeit, jede Mannschaft in der für sie passenden Spielklasse zu melden.
    • Der Verein hat über alle Jahrgänge eine gewisse Mindestgröße (min. 3 Mannschaften pro Altersklasse im Kleinfeld)

    Das Wichtigste ist für mich aber: Die Vereinsführung (Jugendleiter, Jugendvorstand, Abteilungsvorstand oder wer auch immer) entscheidet das und er entscheidet es nicht jedes Jahr neu, sondern bleibt bei dieser Linie. Es darf dabei nicht um einen Doppeljahrgang gehen, sondern um die generelle Ausrichtung.
    Dass Eltern das mit Blick auf einen Doppeljahrgang anders sehen, mag vorkommen. Davon darf man die Entscheidung aber auf keinen Fall abhängig machen.

    Wenn Du in einer Jungenmannschaft einen guten Fußballer für schlechtes Verhalten sanktionierst, setzt Du für alle ein Zeichen. Wow - auch DER darf sich nicht alles erlauben. Auch seine Kumpels würden das vielleicht nicht äußern - aber es wäre in ihren Augen trotzdem richtig.
    Machst Du dasselbe bei einem Mädchen, hast Du schlimmstenfalls die ganze Clique gegen Dich. Wahrscheinlich erfährst Du das erst gar nicht - aber es kann sich immer weiter hochschaukeln.


    Jungs sagen oft "Wir müssen nicht 11 Freunde sein. Wir spielen nur zusammen Fußball." So oberflächlich sind Mädchen nicht. Da gibt's immer Allianzen.