Beiträge von Follkao

    Auch verstehe ich nicht ganz warum es ein NoGo sein soll mitzuspielen?

    Ich habe ja noch einen Cotrainer mit dem ich mich oft genug auch abwechsle, sodass einer zusieht. Zu 50% spielen wir dann beide mit. Ich verstehe nicht was so schlimm daran sein soll, schließlich machen die Jungs eine Hammerentwicklung durch.

    Allein durch Deine Größe im Vergleich zu Deinen F-Spielern hast Du eine deutlich höhere Präsenz auf dem Platz als sie. Sie werden Dich immer wieder suchen und so wirst Du zum Spielgestalter.
    Du wirst Pässe spielen können, die von ihnen keiner spielen kann, da Du das Spielfeld aus einer ganz anderen Etage siehst. Damit siehst Du Räume, die sie nicht sehen können.

    Der Verband ist der NFV. Wie kann ich denn belegen, dass es nicht erlaubt ist? Das nächste Turnier wo besagte Mannschaft wieder dabei ist, ist kommendes Wochenende.

    Das findest Du in der Spiel- und Jugendordnung.

    https://www.nfv.de/fileadmin/u…ordnung-Stand-06-2017.pdf

    §5 (2) regelt, dass der Verband die Spielberechtigungen für Pflicht- und Freundschaftsspiele erteilt. Ein Einladungsturnier ist letzten Endes nichts anderes als ein Freundschaftsspiel.


    https://www.nfv.de/fileadmin/u…017_-_Austauschseiten.pdf

    In der Jugendordnung sind sogar mögliche Strafen bei Nichtvorlegen der Spielberechtigung geregelt.


    Auf der anderen Seite:
    Willst Du Dich darüber aufregen? Bist Du bereit, Dich für so einen Blödsinn in Streitereien zu begeben? Wäre es nicht viel lustiger, dem Heimatverein zu stecken, dass dieser Verein aktiv Abwerbung bei F-Kindern betreibt und sie in Spielen einsetzt?

    Seit gut einem halben Jahr bin ich Trainer einer F-Jugend eines Regionalligavereins

    Die Anlagen waren sicherlich vor meinem Kommen auch schon sehr gut, allerdings ist es mir durch meinen enormen Zeitaufwand gelungen, dass meine Mannschaft definitiv in den top 3 in ihrem Bundesland ist.

    Deinen Traum und Dein Engagement in allen Ehren...
    Aber schreibst Du es Dir tatsächlich auf die Visitenkarte, dass die F-Jugend eines höherklassigen Vereins, die Du seit einem halben Jahr trainierst, recht viel gewinnt?
    Ich finde das reichlich naiv.
    Ich hatte auch schon Mannschaften, die viel gewonnen haben und teilweise auf NLZ-Niveau mitspielen konnten. Aber zu sagen, "das liegt daran, dass ich so ein guter Trainer bin" ist gerade im Kleinfeldbereich eine sehr einseitige Sicht der Dinge.

    Formal umfasst ein NLZ ohnehin nur die Altersklassen ab U12. Die jüngeren Teams dienen eher der Imagepflege und dazu, Talente so früh zu binden, dass sie nicht beim Nachbar-NLZ landen.

    https://www.dfl.de/dfl/files/s…r-LO-2017-12-13-Stand.pdf

    Siehe Seite 2
    Inzwischen müssen die NLZ mindestens eine Mannschaft im Grundlagenbereich haben. Wenn ich mich recht erinnere, hat man diese Änderung eingeführt, als man die Pflichtanzahl der Mannschaften im Leistungsbereich reduziert hat.

    Pass 4: schwer aus der Perspektive zu sehen, aber er müsste eigentlich selber das Tor machen anstatt nochmal abzuspielen.

    Wenn ich die Markierungen am Rand richtig deute, ist er noch nicht in der Abschlusszone. Genau dieser Pass in den Raum ist es, den Du beim Funino immer wieder siehst. Denn dadurch, dass nur aus dieser Zone Tore geschossen werden dürfen, entwickelt sich das Verständnis für den Pass in den Raum.

    Andre

    Wenn Du Interesse hast: Falls bei Euch mal die Kurzschulung 16 (4:4 im Kinderfußball) angeboten wird, lohnt die sich für Dich. Funino ist zwar nicht expliziter Inhalt (ist ja auch 3:3), wird da aber oft mit angesprochen und man bekommt die Möglichkeit, es mal selbst auszuprobieren.
    Generell geht´s da um kleine Spielformen, die Spielintelligenz entwickeln.

    Auch bzgl. Funino teile ich die Erfahrungen von luibo weitestgehend, wenngleich ich da nur Erfahrungen mit U10/U11-Spielern habe.
    Die geringere Komplexität im 3:3 bei gleichzeit schnell wechselnden Spielsituationen führt oft zu guten Entscheidungen. Und das ganz ohne Brüllen und Drill.

    stelle hier mal den Link zu der wissenschaftlichen Studie ein, die dein Statement belegt....ich bin sehr gespannt.

    https://www.zukunft-mobilitaet…indigkeit-unfall-looming/

    edit: upps, der Link steht ja schon oben...8) 
    Ich habe einfach mal gegoogelt. Und das war der erste Treffer.
    Diese Studie kommt zu dem Schluss, dass Grundschulkinder Geschwindigkeiten bis max. 30km/h richtig einschätzen können. Ferner kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die Größe des Objektes Einfluss auf die Einschätzung der Entfernug hat.

    Meine Jungs machen das eigentlich kaum sondern gehen immer ins 1:1. Doch spätestens beim dritten 1:1 bleiben sie hängen

    Wer beim Dritten hängenbleibt, hat vorher zwei gewonnen. Eine Zweikampfquote von 66% ist in der Offensive ein toller Wert =). Man kann also überall das Positive sehen...
    Wenn Du sie jetzt dahin bringst, nach dem gewonnenen 1:1 den Kopf hochzunehmen und Alternativen zu checken, hast Du einen Riesenschritt nach vorne gemacht.

    Das ist ja auch die Kunst beim Dribbeln, eine so große Geschicklichkeit an den Tag zu legen, eine so enge Ballführung und große Beweglichkeit mit dem Ball zu entwickeln, dass der Gegner keine Chance hat, in einen Zweikampf um den Ball zu kommen.

    Ich glaube, wir haben ein unterschiedliches Verständnis darüber, was eigentlich ein Zweikampf ist. Nach Deiner Definition ist es ein "Infight" um den Ball, der in aller Regel körperlich gelöst wird. Sehe ich anders. Auch ein Dribbling, bei dem ich mit einer Finte am Gegenspieler vorbeikomme, ist ein gewonnener Offensivzweikampf. Auch in der defensiven Zweikampfführung ist die Körperlichkeit nicht das entscheidende Kriterium. Sonst hätte Lahm ja katastrophale Zweikampfwerte haben müssen... Zweikämpfe werden auch körperlich gelöst - aber nicht unbedingt.
    Gerade große Spieler verlassen sich in der Zweikampfführung gerne auf ihren Körper - sie werden dann oft eingeholt, weil das alleine später nicht mehr reicht.
    Ab März/April starte ich in der Regel mit dem Thema "Einführung ins defensive 1:1". Oft machen die kleinen Spieler da große Fortschritte, weil sie schneller zwischen Ball und Gegner kommen.

    Ich finde den Begriff 1:1 nicht so glücklich, auch wenn ich glaube zu wissen, was Follkao meint. Da schwingt für mich immer dieses schwierige Wort "Zweikampf" mit, wo man dann immer gleich an Hauen und Stechen und sich gegenseitig am Trikot zupfen denkt, obwohl das ja gar nicht gemeint ist. Ich finde den Begriff "Souveränität" als Zielformulierung viel schöner und angemessener. Souveränität ist immer angefochten und erweist sich in Drucksituationen. Es geht nicht um "1:1" oder "Zweikampf", sondern der ballführende Spieler wird unter Druck gesetzt und erweist sich unter diesem Druck als souverän oder eben nicht.

    Der Begriff Souveränität ist schon in Ordnung. Aber wie komme ich dahin? Können sie in F/E schon Souveränität haben oder sollte ich da die Grundlagen legen, um sie später zu erlangen?
    Fähigkeiten im 1:1 sowie Mut, ins 1:1 zu gehen, sind Voraussetzungen, um später unter Druck den Ball zu behaupten.
    Counterpressing91  
    Ich will jetzt gar nicht das Video zerpflücken. Wir sehen da ja auch einen hoffnungslos überforderten Gegner. Es sind gute und sinnvolle Pässe dabei. Es gibt aber auch Situationen in dem Video, in denen es eine Option wäre, mutig ins 1:1 zu gehen.

    Achtung, jetzt kommt Halbwissen:
    Irgendwo in meinem Hinterkopf schlummert die Info, dass in manchen Nationalverbänden eine begrenzte Anzahl von Spielern pro Mannschaft im letzten Quartal des Vorzeitraums geboren sein darf.
    Würde z.B. heißen, dass in einer aktuellen D-Jugend bis zu 3 Spieler in Okt.-Dez 2004 geboren sein dürfen. Könnte es sein, dass das in Dänemark so ist...?
    Das ist für mich ein guter Kompromiss, der die Nachteile des RAE verringert.

    Stimme ich dir voll und ganz zu.
    Aber nochmal: Die Annahme, dass eine F-Jugend, die viel passt, automatisch die anderen Sache wie 1gg1 vernachlässigt, ist schlichtweg falsch in meinen Augen.

    Aber ein Spieler, der bereits in jungem Alter etwas Spielintelligenz besitzt (wie bereits erwähnt: JA, das gibt es auch bei 8-Jährigen!), wird doch automatisch zumindest mal in 7/10 Situation den Pass wählen! Wieso sollte dieses Verhältnis lieber anders sein und er 7/10 Situation ins 1gg1 gehen?

    Meiner Meinung nach ist das Wichtigste für die Entwicklung KREATIVITÄT.

    Und um eine Kreativität zu entwickeln muss ein Kind auch verschiedene Lösungen kennenlernen!
    Klar, ist es wichtig, wenn ein Kind Stärken im 1gg1 entwickelt - aber die Fähigkeit, OHNE REINRUFEN VON DRAUßEN zu erkennen, dass er die Seite wechseln sollte, weil dort ein Mitspieler komplett frei ist, ist mMn ebenfalls ein wichtiger Baustein in der Entwicklung.

    Alles richtig. Aber:
    Ja, es gibt Kinder, die mit 8 Spielintelligenz entwickeln und (gute) Pässe spielen. Das ist ein wertvolles Talent und das dürfen wir ihnen nicht nehmen. Wenn wir im Kleinfeldbereich aber nicht dafür sorgen, dass sie auch Fähigkeiten im 1:1 entwickeln, werden sie von diesem Talent auf Dauer nicht viel haben. Solche Spieler, wie Du sie beschreibst, kenne ich auch. Ich stelle sie bewusst auf Positionen, auf denen sie ins 1:1 gezwungen werden und fordere auch 1:1-Situationen ein.
    Zur Entwicklung von Kreativität gehört nämlich nicht nur, die verschiedenen Varianten zu kennen, sondern auch sie zu beherrschen. Der Grat zwischen "tolle Pässe spielen" und "den Zweikampf scheuen" ist nämlich schmal.

    Zusammenspiel für F-Jugend trainieren?


    Im o.g. Thread geht es auch um dieses Thema. Ich habe ihn mal wieder rausgeholt, weil wir mit dem Abstand von nahezu 8 Jahren die Entwicklung betrachten können. In der damaligen Truppe konnten alle einen gescheiten Pass spielen. Das 1:1 konnte ich nicht allen beibringen. Es haperte an Geschwindigkeit, Selbstvertrauen oder Technik.
    Was ist aus den Jungs geworden? 40% Prozent der damaligen Mannschaft spielt heute in der B-Jugend höherklassig. Ratet mal, welche das sind... Nein, das sind nicht alles Flügelflitzer. Nur einer ist heute Offensivspieler. Es sind auch ein Innenverteidiger und ein Defensivallrounder "gewachsen".
    Für JEDE spätere Position im (höherklassigen) 11er-Fußball ist die Ausbildung des 1:1 grundlegende Voraussetzung.
    Ich übernehme oft Spieler, denen in der F das Passspiel "vermittelt" wurde. Inzwischen "treibe" ich die ins 1:1; und zwar gegen alle Widerstände der Experten. Sind meine Spieler damit dribbelgedrillt, wenn sie schon nicht passgedrillt sind? Natürlich nicht. Ich biete nämlich immer wieder Optionen.
    Ich kann nur an alle Trainer im Kleinfeldbereich apellieren: Legt Wert auf das 1:1. Vermittelt den Kindern das Selbstvertrauen, das 1:1 zu suchen. Wenn sich jemand beschwert, dass ein Spieler im 1:1 den Ball verloren hat, freut Euch darüber, dass er den Mut hatte, das 1:1 zu suchen.

    1. Körpergröße.


    Es gab genau einen Spieler der ca. 1,75m war, alle anderen Gardemaß oder darüber.

    Dafür musst Du Dir gar nicht ein A-Jugend Bundesligaspiel ansehen. Eine ähnliche Verteilung findest Du oft schon in der B-Jugend auf Kreis- und Bezirksebene. Das liegt aber auch daran, dass die Menschen einfach größer werden.
    Trotzdem gebe ich Dir Recht, dass viele NLZ körperlich starke Spieler bevorzugen. Deutlicher wird das vermutlich, wenn Du Dir die Geburtsdaten der Spieler ansiehst. Ich vermute mal. dass Du Dir HSV gg. Werder angesehen hast. 50% des HSV-U19-Kaders sind im ersten Quartal geboren... Werder veröffentlicht die Geburtsdaten nicht auf der Website.

    2. Grundschnelligkeit.

    Absolutes Muss, immer alles mit Top-Speed und über 90 Minuten.

    Das ist so. Du hast Dir ein Spiel auf höchstem U19-Niveau angesehen. Tempo und Taktik sind die wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Spielklassen im Fußball.

    3. Verrückte Eltern

    Wenn man sich die Kennzeichen der Autos anschaut, dann wird einem erst bewusst was diese Spieler wöchentlich auf sich nehmen.

    Das ganze Familienleben hat nur noch einen Mittelpunkt.

    Na ja... U19 auf höchstem Niveau... Je älter, desto größer der Umkreis, in dem die Vereine suchen. Ich finde es viel erschreckender, wenn ich in der U11 Kinder sehe, die über 100 km zum Training haben.

    Kleine Randnotiz: Von den ca. 40 Spielern die dabei waren, hat genau 1 einen Profivertrag erhalten....

    Von den 40 waren sicherlich ca. die Hälfte jüngerer Jahrgang.
    Wenn es HSV gg. Werder war, spielte einer aber auch in der Startelf des Profiteams...
    Aber abgesehen davon: Ganz realistisch betrachtet haben wir unter Einbeziehung der Drittligisten 56 Mannschaften in D, bei denen man als Vollprofi Fußball spielen kann. Grob über den Daumen geschätzt gibt es also 1.200 - 1.400 Profis mit reellen Einsatzchancen. Wieviele Plätze werden da pro Jahr frei? 150 vielleicht...? Das nur mal, um zu zeigen, wie die Chancen auf einen Profivertrag so stehen...
    Trotzdem ist der Traum für diese Jungs ja noch nicht ausgeträumt. Einerseits haben wir erst November und andererseits haben beide Vereine eine U23 (Werder sogar -noch- in der 3. Liga). Es ist also gar nicht so unwahrscheinlich, dass einige dieser Jungs (evtl. über den Umweg U23) noch bei Zweit- oder Drittligisten landen.
    Und wenn nicht: Ober- und Regionalliga sind ja nu auch keine Würstchenligen. Geld kann ma da auch ganz ordetlich verdienen. Wenn man sein Studium mit Fußball in der 4. oder 5. Klasse verdienen kann, ist das doch auch nicht schlecht. Andere gehen kellnern oder schleppen irgendwo im Lager Kisten...

    Mein Fazit:

    Ich muss vorsichtiger werden, bei der Talentbeurteilung für die Eltern.

    Oder vielleicht immer mit dem Hinweis, Mama und Papa sind nicht groß, könnte sein das dies später mal ein Problem wird.

    Zweite Möglichkeit: das Kind ist ein Topdribbler, allerdings nur der zweitschnellste im Team. Auch da könnte es schwierig werden.

    Ich denke, wir alle sollten beim Thema Talentbeurteilung nicht den Profibereich im Kopf haben. Wenn wir ein bis zwei Nummern kleiner denken, bleiben wir in unserem Kompetenzbereich.
    Nach 10 Jahren im Kleinfeldbereich, kann ich halbwegs beurteilen, wer Chancen auf den U12-Stützpunkt hat und wer vermutlich eine Anfrage vom benachbarten NLZ bekommt. Mehr nicht. Alles, was darüber hinausgeht, ist für die meisten von uns Kaffeesatzleserei.

    Meiner Erfahrung nach bekommen die Kinder die rotatorischen Wechsel nach jedem Tor recht schnell sehr gut hin.

    Ich finde sehr interessant, wie einige Kinder diesen Wechsel schnell zum Umschalten nutzen. Die stellen sich mit einem Ball bereit und gehen sofort volles Rohr ins Tempodribbling.

    Ich glaube, dass alles was spieltaktisch instruiert wird ...mist ist.


    Ich bin überzeugt, das die 97 Prozent der Fussballkinder dieser Altersklasse in diesem Alter auch nicht über Stimmulierung hier dazu gebracht werden können.

    Das hat nichts mit instruieren zu tun.
    Wenn Du im Training viel 1:1 machst, muss nunmal auch immer einer den defensiven Part spielen. Obwohl man natürlich die speziellen individualtaktischen Aspekte in der F-Jugend weglässt, wird den pfiffigen Kindern dennoch klar, dass es besser ist, das 1:1 möglichst weit weg vom eigenen Tor zu suchen. Und daraus resultiert Zustellen in Gegners Hälfte.
    Ich finde das gar nicht verwerflich. Wichtig ist, dass man daraus wieder lernt. Das hohe Zustellen hat ja auch Gefahren und Nachteile, wenn man mit einem langen Ball ausgehebelt wird.
    Wichtig: Hohes Zustellen im Kinderfußball muss keine Instruktion des Trainers sein. Es kann auch ein Lerneffekt aus dem altersgerechten Training des 1 gg. 1 sein.

    Natürlich kann zustellen und Manndeckung irgendwann ein Thema sein, für mich und mein Team kam das eben überraschend.(früh)

    Grundsätzlich sehe ich hohes Zustellen als normales, kindgerechtes Verhalten an. Wer in der G/F/E altergerecht trainiert, provoziert damit sogar das hohe Zustellen. Ist das 1 gg. 1 regelmäßiges Trainingsthema, werden pfiffige Kinder bald erkennen, wie sie ihre Ausgangsposition im 1 gg. 1 verbessern.

    Zustellen ist für mich Pressing.

    Pressing ist strukturiert und aufeinander abgestimmt. Natürlich können das F/E-Kinder nicht.
    Hohes Zustellen ist evtl. sogar das Ergebnis altersgerechten Trainings.

    Ich verbiete meinen G Jugend Torhütern den Ball lang nach vorne zu hauen. Man darf nur den Ball hinlegen und passen oder zu einem Mitspieler rollen.

    Du beraubst sie damit einer Option. Wenn Du (evtl. soger erfolgversprechende) Optionen durch Anweisungen oder gar Verbote ausschließt, verhinderst Du langfristig die Entwicklung von Spielintelligenz.


    In F und E ist die Vermittlung einfacher taktischer Tipps ein explizites Ausbildungsthema. Wie man auf hohes Zustellen (ohne Mittellinienregel und ohne Abseits) reagieren kann, ist ein einfacher taktischer Tipp, auf den die Kinder bei geschickter Fragestellung selbst kommen. Wenn eine Mannschaft dann mit ein paar langen Bälle ihre Tore macht und der Gegner nicht durch "einfache taktische Tipps" darauf reagiert, sagt der Gegner oft "die spielen ja nur lange Bälle". Aber genau diese Bälle provoziere ich ja mit hohem Zustellen.
    Genauso kommen die Kinder auf die Lösung bei Gegnern, die permanent jeden Ball lang spielen. Ein paar gezielte Fragen reichen schon.