Beiträge von Follkao

    Ich handhabe es immer so, dass ich zwar allgemeines Lob laut äußere, persönliches Lob den Kindern aber immer Vertraulich zustecke, etwa beim Schuhe binden.

    Handhabe ich ähnlich. Ggf. verteile ich öffentlich positionsbezogen Lob oder Kritik.

    "Wir sind auf den Außenpositionen mit viel Tempo in 1:1 gegangen." oder "Die Außenpositionen haben den Rückweg nicht immer mitgemacht." Da auf jeder Position mehrere gespielt haben, kann man das dann auf sich beziehen oder nicht. Intererssant finde ich dabei, dass diejenigen, die eigentlich gemeint sind, mich bei dieser Art Kritik oft direkt ansehen und einfach nur wissend nicken.

    Was ich immer wieder beobachte, dass es Probleme gibt beim Übertritt von E zur D-Jugend.

    Von der Blumenwiese in die Kinderschuhe des richtigen Fußballs.

    Ich weiß nicht, ob wir uns einen Gefallen tun, dass im Kleinfeld immer dafür gesorgt wird das jeder immer spielen darf ???

    Ich sehe da gar keinen Zusammenhang. Wenn auf dem Kleinfeld alle unabhängig von fußballerischen Fähigkeiten spielen, heißt das ja nicht, dass man mangelhaftes Sozialverhalten nicht sanktionieren kann. Das muss man sogar.

    Ich habe mir mit meiner D-Jugend mehrere Futsal-Regionalliga-Spiele angeschaut (um sie heiß darauf zu machen) und bin mit ihnen die existenziellen Eigenschaften der "Sportart" durchgegangen. Ich möchte in der Halle gerne echten "Futsal" spielen und keinen "Hallenfussball".

    Futsal ist eine tolle, interessante Sportart. Ja, und Spaß macht es auch.
    Der Futsalball verhält sich auf dem Hallenboden nicht so flummihaft, wie es der Fußball macht. Futsal ist für einen Fußballer eine bessere Überbrückung der Winterpause als es der klassische Hallenfußball ist.

    Ist es aber für eine Fußballmannschaft sinnvoll, Futsalspezifika zu trainieren, wie es Futsalspezielisten sicherlich tun?

    Nur mal zwei Beispiele: Ball totstoppen und Sohlenspiel. Beides liegt beim Futsal m.E. in der Natur der Sportart. Das Totstoppen wollen wir beim Fußball gar nicht sehen; das Sohlenspiel ist beim Fußball deutlich seltener sinnvoll.
    Ich bin der Ansicht, dass ich Fußballer ausbilde, die im Winter auch Futsal spielen. Deswegen trainiere ich auch in der Halle Schwerpunkte, die für den Fußball wichtig sind.

    Es handelt sich um Leistungsorientierten Sport, ist so schon lange kommuniziert worden.

    Ist denn auch abgestimmt worden, was jeder einzelne Beteiligte darunter versteht?

    Was verstehst Du / der JL / die Eltern / der Vorstand darunter?


    Warum sind die Jungs, für die es sportlich nicht reicht, zu dieser Saison in diese Mannschaft gekommen? Hast Du die Mannschaft zusammengestellt? Was waren die Kriterien? Wie war ihre Trainingsbeteiligung in der E-Jugend?
    Wussten sie, dass sie rausfliegen, wenn sich ihre Trainingsbeteiligung nicht ändert?

    Laut ihren Trainern ist sie die beste im Training. Habe sie gerade letzte Woche mal im Training gesehen und war überrascht. Im Spiel macht sie den Eindruck, als wenn sie irgend etwas blockiert.

    Grundsaätzlich: In nahezu jeder Sportart gibt es die sogenannten "Trainingsweltmeister", die im Trainng alles können, es im Wettkampf aber nicht zeigen (können).

    Nach allem, was Du uns hier so erzählst, läuft in dem Verein/in der Mannschaft aber doch so einiges suboptimal:
    Spieler werden früh auf feste Positionen genagelt.

    Zweifelhafte Äußerungen, wie diese:

    Der Trainer meinte sogar schon, dass sie fünfmal schlechter spielt, sobald sie ein Trikot anzieht.

    Druck von außen:

    Und wenn dann der Trainer sie dennoch spielen lässt und andere nicht, kommt schon mal ein Spruch am Spielfeldrand. Nicht von den Mitspielern, sondern von einigen Eltern.

    Deine Tochter ist offensichtlich ein Kopfmensch. Sie benutzt ihren Verstand, um Dinge, die sie um sich herum wahrnimmt, zu verstehen. Das ist ersteinmal nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil. Verstand zu haben und ihn auch benutzen zu können, ist absolut von Vorteil. Manch einem würde man diese Fähigkeit gönnen...;)

    Deine Tochter muss die Bedeutung des Fußballs in die richtige Relation bringen. Da sie über Verstand verfügt, kann sie das, wenn man ihr Denken in die richtige Richtung lenkt:

    • Was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn wir ein Spiel verlieren?
      Im Grunde passiert nix...
    • Wie viele Fehler haben die Offensivspieler in den letzten beiden Spiel gemacht?
      Garantiert mehr als 3
    • Warum bekomme ich trotz einiger Fehler mehr Spielzeiten als andere?
      Weil der Trainer mir vertraut. (Dürfte für Deine Tochter ein wichtiger Aspekt sein.)
    • Wer macht überhaupt keine Fehler im Spiel?
      Derjenige, der nicht mitspielt...
    • usw.

    Aber noch ein Aspekt:

    Wir haben zwei der letzten drei Spiele draußen verloren, sie spielt in der Abwehr und konnte drei Tore nicht verhindern.

    Drei Gegentore in zwei Spielen im 9er Fußball? Das ist doch ein Topwert.

    Auch im Norden bieten die Fußballschulen ein "Fördertraining" an, das sie sich gut bezahlen lassen.

    Ich komme aus einer Region mit geringer NLZ-Dichte. Bei uns gibt es solche Dinge nicht. Vor ein paar Jahren hat ein Ex-Profi versucht, mit einem Fördertraining seiner Fußballschule Fuß zu fassen. Die Leute haben sich berechtigterweise gefragt, warum sie für 10 Einheiten mehr als einen kompletten Jahresvereinsbeitrag zahlen sollen.
    Das regionale NLZ bietet hin und wieder in den Ferien ein Camp an. Da ist aber jedem klar, dass es nur um Spaß an der Freud geht und es wird auch nicht mit evtl. Probetrainings geworben.

    Aktuell tendiere ich in die Richtung diesem Modell zu folgen und ihn ab der neuen Runde fest in der Fussballschule anzumelden. Allerdings bin ich noch nicht ganz davon überzeugt, da er sich eigentlich sehr gut bei seinem aktuellen Verein entwickelt (und das ohne monatliche Kosten in Höhe von 40€!).

    Ich bin ja überrascht, wie viele Vereine im Süden dieses Geschäftsmodell anbieten. Und nichts anderes ist es: Ein Geschäftsmodell.
    Zur Ausgangsfrage:
    Er ist 5. Er kommt vermutlich nächstes Jahr erst zur Schule. Er ist zur Zeit jüngere G. Ich finde es höchst bedenklich, wenn ein Zweitligist 5-Jährige sichtet.

    Ist die Aussage von den Trainern beim DFB. Ich lasse sie da spielen weil sie die Mädels mag und gerne bei ihnen spielt.

    ...und das ist ein ganz wichtiger Punkt. Natürlich möchten talentierte Mädchen auch mal die Möglichkeit haben, mit Mädchen zu spielen und in der Kabine über Mädchenthemen zu reden. Das ist etwas, was wir bei aller berechtigter Sorge um fußballerische Ausbildung nicht außer Acht lassen dürfen.

    Die Pro-Argumente meiner Vorschreiber kann ich komplett unterschreiben. Diese Spiele auf dem Feld machen sie tatsächlich als TW besser. Sie lernt z.B., denn Ball unter Druck mit dem Fuß zu behaupten. Selbst im höherklassigen Damenfußball sieht man viel zu viele Torhüterinnen, die kaum den 5er verlassen und den 16er schonmal gar nicht.


    Abgesehen davon noch eine ganz persönliche und nicht repräsentative Beobachtung:
    Fast 50% der begeisterten Torhüter auf dem Kleinfeld spielen auf dem Großfeld nicht mehr im Tor.

    Aber die Erwartungen das sie alleine ein Spiel drehen kann ist völlig unrealistisch.

    Wurde diese Erwartung denn tatsächlich so geäußert?

    Bei uns ist es eher so, dass die "normale" Mädchenmannschaft zu 100 Prozent aus Spielerinnen besteht, die problemlos bei den Jungs spielen könnten.

    Dann sind diese Mädels in einer Jungenliga ja auch richtig aufgehoben. Bei dem Spiel, das ich gesehen habe, war es nicht so.

    Gerade wenn bei den Mädels auch nach der D ansonsten noch auf Kleinfeld gespielt wird.

    Diesen Einwand kann ich nachvollziehen.
    Bei uns in der Gegend ist es allerdings so, dass Du in der niedrigsten Jungenstaffel größtenteils auf 9er Mannschaften triffst.

    Einsatz in der gleichaltrigen Bezirksliga und höher: ich persönlich kenne zwar einige Mädels, die das als Stammspieler (und ohne Vatertrainer) geschafft haben. Diese waren aber sämtlich mindestens B-Juniorinnen Bundesligaspielerinnen oder sogar in der Mehrzahl Nationalspielerinnen oder doch wenigstens Teilnehmerinnen an Nationalmannschafts-Lehrgängen.

    Bezogen auf die Bezirksliga bin ich auch da bei Dir. Auch ich kenne nur eine Nicht-National- / B-Jun.-Bundesligaspielerin, die das geschafft hat.
    In der Kreisliga oder 1. Kreisklasse sieht das aber schon ganz anders aus.

    Nehmen wir einmal an, der Verein setzt die beschriebenen vier stärkeren Mädchen in eine Jungsmannschaft um. Was ist dann mit den anderen Mädchen? In einer Jungsstaffel werden sie sicher nicht mehr spielen können; in einer Mädchenstaffel treffen sie wiederum auf die von dir korrekt beschriebenen Einsammler-Vereine. Wer die Strategie fahrt, dass alle überdurchschnittlichen Spielerinnen nicht in Mädchenmannschaften spielen sollen, muss in der Konsequenz auf Mädchenmannschaften verzichten, wenn diese nicht von einer Abschlachtung zur nächsten geführt werden sollen.

    Na ja... Wenn man diese Top4 rausnimmt, bleibt eine ganz normale Mädchenmannschaft übrig. Es ist ja nicht so, dass jede Mädchenmannschaft Spielerinnen hat, die bei den Jungs klarkämen.
    Mir geht's dabei aber um etwas anderes: Man spielt in einer Klasse, die für 60% der Mannschaft zu hoch ist. Für diese 60% bringt das wenig. Hart ausgedrückt sind sie das Füllmaterial für die Ausbildung der 40%...

    20% meiner jetzigen Mannschaft werden in der Frühjahrsrunde eine Klasse zu hoch spielen; 20% werden meistens mithalten können. Die Top60% werden das vermutlich weitestgehend auffangen. Sie werden dieselben Spielzeiten bekommen wie die anderen. Trotzdem werden diese Spieler nur selten persönliche Erfolgserlebnisse haben. Das tut mir jetzt schon leid für die Jungs. Lässt sich aufgrund der Kadergrößen halt nicht anders darstellen. Wenn ich mir aber vorstelle, dass das für 60% der Mannschaft gilt,...

    Alter Sack

    Es gibt schon noch eine weitere Strategie:
    Alle werden aufgenommen. Den Stärksten gibt man die Möglichkeit, in Jungenmannschaften zu spielen.

    Gerade das

    Das ist eben die Struktur, die ganz viele Mädchenmannschaften haben - die Spanne reicht von richtig guten Spielerinnen bis hin zu absoluten Anfängerinnen (auch noch in C oder B) und Mädchen mit wenig Bewegungstalent.

    ist doch das große Problem im Mädchenfußball. Homogenität hast Du nur bei Vereinen, die die talentiertesten Mädchen einsammeln. Bei dem Spiel, von dem ich oben berichtete war es ungefähr so:

    Ca. 20% der Mädchen hätten auch in der KL oder 1. KK der Jungs mithalten können.

    Ca. 20% waren in der 2. KK der Jungs gut aufgehoben.

    Aber ca. 60% waren komplett überfordert.

    Natürlich sorgen die 40% dafür, dass es nicht all zu schlimm wird. Und vermutlich bringt es diesen Mädels auch etwas. Vermutlich haben sie auch realistische Chancen, irgendwann in der hochspielenden 1. Damen zu landen. Aber was bringt den 60% dieses Spiel? Werden die nicht verheizt, um die anderen 40% zu fördern?

    Diese prozentualen Gewichtungen habe ich übrigens anhand der Spielerinnen auf dem Platz gemacht. Bezogen auf den Gesamtkader waren mehr als 60% überfordert.

    Was Sadic da beschreibt, ist die andere Vorgehensweise: Man gibt sehr talentierten Mädchen die Möglichkeit, in starken Jungenmannschaften zu spielen und/oder zu trainieren. Der Unterschied ist, dass sie im Spiel und Training Mitspieler und Gegner haben, die auch ein hohes taktisches und technisches Niveau haben.
    In der untersten Jungenklasse findet man das nicht. In der Regel gewinnt da (besonders bei 9er Mannschaften) die Mannschaft mit dem schnellsten Einzelspieler. Technisch und individualtaktisch sind die Gegenspieler da doch eher limitiert...

    Ich bin da weitestgehend bei Andre

    Ich kann mir schon vorstellen, wie diese Spiele bei Euch aussehen. DerGegner steht ab 15m vor'm eigenen Tor und Ihr findet kein Durchkommen.
    Eigentlich hab ich's nicht so mit den Vergleichen zum Profifußball. Aber hier passt's einfach: Guardiola lässt Pässe spielen bis zum Abwinken. Aber wenn er mal ein Tor erzielen will, braucht(e) er trotzdem Messi, Ribéry, Robben oder Sané. Mit Passspiel kann man ein Spiel kontrollieren. Wenn man ein Spiel aber gewinnen will, braucht man gewonnene 1:1-Situationen.
    Deine Aufgabe in dieser Altersgruppe ist es, einen technischen, individualtaktischen und spielintelligenten Bauchladen zur Lösung unterschiedlicher Spielsituationen zu vermitteln. Auch wenn Gruppentaktik nicht Dein Ziel ist, wird die Vermittlung von Spielintelligenz oft zu gruppentaktischem Verhalten führen. Kinder, die Funino spielen, entdecken z.B. oft den Gassenpass und das Hinterlaufen, ohne die Begriffe jemals gehört zu haben.
    Ein weiterer Tipp ist:
    Frag die Kinder, wie man das lösen kann. Frag sie welches Verhalten Eurerseits, es dem Gegner erleichtert, auf diese Weise gegen Euch zu verteidigen. Simuliere diese Situationen im Training und frag die verteidigende Mannschaft, warum es leicht war, so zu verteidigen. Wenn Du gezielt fragst, kommen sie auf die richtigen Antworten. Und dann kommst Du zum 2. Schritt und fragst, die angreifende Mannschaft, was sie anders machen kann.

    Und jetzt noch etwas aus der Praxis: Bei solchen Spielen ist ein Standard oft der Eisbrecher, denn Du bekommst Ecken in rauhen Mengen. Nein, Du musst deswegen noch keine Ecken trainieren. Aber Du kannst auch da die Kreativität der Kinder ausnutzen.

    kidda

    o.k. - dann habe ich auch 'ne Meinung;):

    Hätte ich eine D-Jugend mit zwei Torhütern, würden sie entweder in der Halbzeitpause tauschen, sich von Spiel zu Spiel abwechseln oder abwechselnd im Tor und auf dem Feld spielen. Das würde ich den Torhütern sogar freistellen, sie aber darauf hinweisen, dass die letzte Variante die meiste Spielzeit brächte.
    Wenn sie sich für die Variante entscheiden würden, sich von Spiel zu Spiel abzuwechseln, würde ich mir aber trotzdem wünschen, dass der jeweils andere zum Spiel kommt. Das würde ich auch nicht mit den Eltern besprechen, sondern nur mit den Jungs.
    Was die zwei Hobbies angeht, die sich nahezu überschneiden: Hilft nix - irgendwann muss er sich entscheiden.

    kidda

    Wichtige Fragen bevor ich mir eine Meinung bilde:
    Um welche Altersklasse geht es?

    Um welche Spielklasse geht es?

    Gibt es einen Grund dafür, dass er selten eingesetzt wir?


    Was mich etwas stutzig macht, ist das:

    Unser Sohn hat eh sehr wenig Freizeit und "knapst" sich die Zeit , die er zum Training und zu den Spielen kommt mit Müh und Not ab, .....

    Wie muss ich mir das vorstellen? Wie ist seine Trainingsbeteiligung?

    Andre

    Ein paar Erfahrungen dazu aus unterschiedlichen Blickwinkeln:

    In unserer Gegend machen das am ehesten Vereine, die mit den B-Juniorinnen höher spielen. Für die C-Juniorinnen gibt es keinen vergleichbaren Spielbetrieb - insofern gehen sie in die unterste Klasse der Jungs. Ich bin mir gar nicht sicher, ob das immer eine so gute Idee ist... Duie gegnerischen Jungs haben damit gar nicht unbedingt ein Problem. Denen ist schon klar, warum die das machen und das ist für die auch in Ordnung.

    1. Mädchen benehmen sich immer zu jeder Zeit, sie sind miteinander herzlicher, Mobbing oder Zickenalarm gibt's bis Dato nicht.

    Du hast keine Tochter, richtig? Wenn es diese Dinge in der Mannschaft gibt, wird es der Trainer definitiv als Letzter erfahren.
    Die Mädchen sind zu anderen Mädchen, die sie mögen und akzeptieren, tatsächlich herzlich. Aber wehe, das ist nicht so.
    Gerade im Jugendleistungsfußball sagen Jungs "Wir müssen nicht 11 Freunde sein, wir müssen nur zusammen Fußball spielen."

    2. Sie sind gelehriger im direkten Vergleich mit gleichaltrigen Jungen, versuchen erkennbar Dinge umzusetzen, auch wenn es oft nicht klappt.

    Mädchen sind in ihrer Persönlichkeitsentwicklung meistens weiter als gleichaltrige Jungs. Ich habe schon häufiger sehr talentierte Mädchen in Jungenmannschaften trainiert. Insofern kann ich Deine Beobachtung voll unterstreichen. Nicht selten kommt es vor, dass Mädchen Themen aus dem letzten Training im nächsten Spiel anwenden.

    3. Sie kämpfen mehr, sind überwiegend aber auch wehleidiger!

    Ich habe nur Erfahrungen mit Mädchen in Jungenmannschaften. Kämpferisch gehen sie oft voran; ein wehleidiges Mädchen habe ich noch nicht kennengelernt.

    Gehe ich recht in der Annahme, dass die meisten Deiner Spielerinnen bislang nicht in Jungenmannschaften gespielt haben? Im Jungsfußball geht es körperlich anders zur Sache als im Mädchenfußball. Das gilt auch (vielleicht sogar gerade) in der untersten Klasse, in der fußballerisch viele limitiert sind... Das dürfte dann für viele neu sein.


    Meine Beobachtung ist, dass Vereine mit der Möglichkeit, eine Mädchenmannschaft in einer Jungenstaffel zu melden, nicht immer verantwortlich umgehen. Das Dilemma ist mir schon klar. Meistens wären diese Mannschaften in einer Mädchenstaffel in 80% der Spiele unterfordert. Gilt das aber auch für jede einzelne Spielerin? Ich konnte mir vor ein paar Wochen ein solches Spiel ansehen. Der Umgang miteinander auf dem Platz war von beiden Seiten vollkommen o.k. und respektvoll.

    Mit fiel aber auf, dass von den 11 Mädchen auf dem Platz ca. 7 stark gefordert bis überfordert waren. Die anderen 4 waren in der richtigen Klasse und haben dazu beigetragen, das Ergebnis im Rahmen zu halten. Wäre es da nicht sinnvoller, wenn diese 4 Mädchen in einer Jungenmannschaft spielen und die anderen in einer Mädchenstaffel? Natürlich weiß ich, dass manche Mädchen das nicht wollen. Die wirklich talentierten Mädchen in unserem Verein wollten das bislang aber immer...

    Was mich schon immer störte, war das Anspruchdenken von Eltern, deren Kinder aus dem Ort kommen. Warum spielt mein Sohn nicht in der Ersten ?

    Kenne ich exakt so auch.
    Gerade von Eltern, die keine Ahnung haben, in welcher Klasse die jeweilige Erste spielt. Es geht nur darum, dass die 1 hinter dem Buchstaben steht. Das Kind soll schließlich zu den Erfolgreichen gehören.
    Wenn man dann aber feststellt, dass eine überkreisliche Klasse auf dem Großfeld hohen Aufwand bedeutet und bei der Verteilung der Spielzeiten ein Leistungsprinzip angewandt wird, sollen sie doch "nur Spaß haben". Ich mag ja auch das Argument, diese Kinder hätten jahrelang für den Verein "die Knochen hingehalten"... Was heißt das eigentlich...?


    In einem anderen Thread habe ich von Rasenmähereltern gelesen. In den letzten Jahren nehme ich diese Thematik auch verschärft wahr. Für mich ist noch nicht klar, ob es in der nächsten Saison weitergeht.