Spieler fällt deutlich ab.

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  • sorry wenn ich jetzt hier mal so krass reinplatze:


    Klingt vielleicht hart aber eure Diskussion dreht sich etwas im Kreis.

    Fred haben wir alle. Den motivierten "dicken Paul" haben wir auch alle. Die Frage die ihr Schlussendlich beantworten wollt:

    Wie können wir damit bestmöglich umgehen, so dass entwicklung statt findet, sodass diese Kinder das Training nicht "sabotieren", das wir als trainer nicht frustriert sind....etc etc etc.


    Und die ganz eifnache antwort ist doch die folgende: es gibt dafür keine Patentlösung.

    Die Situation frustriert euch immer mehr, weil ihr das Gefühl habt, dass das kind nicht so motiviert ist, wie es ein müsste um seine fußballerischen Defizite auszugleichen. Diese Motivation wird das Kind, wenn es sie nach drei jahren noch nicht hat, aber jetzt auch nicht aufbringen. vielleicht liegt das ja gar nicht in seinem naturell.

    Die Grundlegende frage ist was sidn eure Ziele (jetzt mal ohne Wertung, was im Kifu angesagt ist):

    1. wollt ihr Erfolg auf Ergebnisebene haben: Dann sagt halt den Freds klipp und klar, das sie in der Mannschaft keine Zukunft haben, weil nicht gut genug. Steht halt dazu und setzt das durch, das wird euch sicher keiner wegnehmen.

    2. Ihr woll Erfolg auf Etnwicklungsebene haben, dann passt euer Training so an, dass die Freds und auch die Messis entspechend gefördert werden. Das ist mega anstrengen ich weiß das, aber da führt kein weg daran vorbei. Übrigen halte ich es hier für falsch irgendeinem Kind mehr Aufmerksamekti zu schenken als dem anderen. Im Gegenteil, jedes Kind sollte individuell gleich viel aufmerksamkeit bekommen.

    3. Ihr wollt einfach nur Spaß haben und machen. dann ignorerit de Freds und arbeitet halt mit dem was ihr habt mit freude.


    Es gibt ncoh viele viele andere Möglichkeiten. Das problem ist wohl, dass ihr euch klar sein müsst was ihr wollt und dann auch danach zu handeln. Zu sagen ich mache mir sorgen, weil wir nächste Saison in ner starken Gruppe sind und ich habe einen Fred von dem ich denke ich muss den integrieren, will es aber nich wirklich, bringt nichts.

    Ich denke einige hier haben das Gegühl oder halten sich dafür moralisch verpflichtet, den Kifu Gedanken konseqeunt zu verfolgen, und eigentlich halte ich das für richtig. aber da muss man auch dann dahinter stehen. So wie es halt ist. Wenn Fred WIRKLICH spielen will, auch wenn er sich nicth bewegt oder what ever, dann ist es halt so. Wenn nicht dann gilt es das heraus zu finden und was zu ändern .

    Und by the Way: zu sagen, ja die ELtern und Fred sagen natürlcih das er spielen wll und spaß hat, ABER ich weiß das nicht so ist.....hmm das ist einfach sehr sehr schwierig...

    "Some people think football is a matter of life and death. I don't like that attitude. I can assure them it is much more serious than that." - Bill Shankly

  • SG-Nr8 ich überzeichne gerne, um zum nachdenken anzuregen. Im Troll-Beispiel wohnt z. B. Keine Ironie. Das ist so. Genauso beim Saboteur - die nennt man im Unternehmensalltag auch so.

    Allerdings handele ich im echten Leben deutlich geduldiger und nachsichtig als ich manchmal schreibe.

  • Viel wurde hier auf Breitensport abgezielt. Jeder hat das Recht, im Verein zu spielen. Allein diese Aussage widerspricht sich doch komplett mit der Realität. In allen Verbänden/Vereinen wird ergebnisorientiert gespielt und es ist meist ein Zwang, an den Pflichtspielen teilzunehmen.


    Dann braucht man sich doch über die Diskussionen hier nicht wundern. Solange es diese Vorgaben von oben gibt, wird sich auch nichts ändern.


    ==> wer diskutieren will, dass alle Kinder "durchgezogen" werden, muss sich eigentl. im gleichen Zuge gegen die heutige Pflichtspielpraxis wehren

  • Viel wurde hier auf Breitensport abgezielt. Jeder hat das Recht, im Verein zu spielen. Allein diese Aussage widerspricht sich doch komplett mit der Realität. In allen Verbänden/Vereinen wird ergebnisorientiert gespielt und es ist meist ein Zwang, an den Pflichtspielen teilzunehmen.


    Dann braucht man sich doch über die Diskussionen hier nicht wundern. Solange es diese Vorgaben von oben gibt, wird sich auch nichts ändern.


    ==> wer diskutieren will, dass alle Kinder "durchgezogen" werden, muss sich eigentl. im gleichen Zuge gegen die heutige Pflichtspielpraxis wehren

    Nicht wirklich, du musst das Pflichtspiel ja nicht so sehen, dass es um das ergenis geht, sondern du kannst es ja auch als erweiterung des Trainings betrachten und darin die entwicklung deiner Kinder, bzwe, die Umsetzung von gelernten beobachten.


    ein bisschen wahrheit steckt in deiner aussage schon, aber ich z.b. spreche nicht von durchziehen, sodnern eher von fördern und fordern nach Möglichkeiten des entsprechenden Kindes...

    "Some people think football is a matter of life and death. I don't like that attitude. I can assure them it is much more serious than that." - Bill Shankly

  • Wenn Eltern und Kind Vereinsfähig sind, das Kind Trainingsfähig und dann noch ein commitment zuverlässig eingehalten wird, dann ist das Kind solange willkommen, bis es wirklich triftige soziale Gründe gibt. Talent ist für mich da völlig unerheblich.

  • Goncare:


    Jein. Ich kann es so sehen, aber leider Eltern etc. nicht.


    Dann würde ich auch lieber aus dem Pflichtspielbetrieb aussteigen und FUNino spielen. Dies habe ich sogar gerade erst versucht (wollte mich für die Herbstsaison nicht für den Pflichtspielbetrieb anmelden und nur FUNino spielen), bin aber komplett an Eltern etc. gescheitert.

  • Goncare:


    Jein. Ich kann es so sehen, aber leider Eltern etc. nicht.


    Dann würde ich auch lieber aus dem Pflichtspielbetrieb aussteigen und FUNino spielen. Dies habe ich sogar gerade erst versucht (wollte mich für die Herbstsaison nicht für den Pflichtspielbetrieb anmelden und nur FUNino spielen), bin aber komplett an Eltern etc. gescheitert.

    Kann ich mir gut vorstellen.....obwohl deine Idee absolut sinnvoll war.

    "Some people think football is a matter of life and death. I don't like that attitude. I can assure them it is much more serious than that." - Bill Shankly

  • Die Eltern kennen die Alternativen. Wir sind öfter bei den St. Pauli Rabauken und spielen beim Training viel FUNino.


    Es wird halt als "Kinderfußball " angesehen .... und jetzt zählen wir mal 1+1 zusammen Kinder + Fußball = Kinderfußball... welch Ironie des Schicksals ;-)

  • Fred haben wir alle.

    Ich kann mit Gewissheit sagen, dass ich in meiner Mannschaft keinen "Fred" habe.


    Stattdessen fünf mal "Paule" in diversen Variationen.

    Alle haben jedoch Spaß am Fußball, oder wie Trainer E es so treffend formuliert hat "an dem was sie unter Fußball verstehen".


    Solange dieser Spaß gegeben ist kann ich über viele Dinge hinwegsehen und versuche den Spaß zu bewahren oder, im besten Fall, zu steigern.

    Ist dieser jedoch über längeren Zeitraum beim Spieler in keinster Weise zu erkennen, so macht es keinen Sinn diesen weiter durchzuziehen.

    Dies gilt unabhängig davon wie viel "Talent" der Spieler hat.


    Ansonsten stimme ich mit dir überein.

    Welchen der drei von dir beschriebenen Wege ich beschreite, ist abhängig davon wie ehrgeizig/erfolgsorientiert und leidensfähig ich als Trainerbin.

  • Ich greife da gerne auf das LOL2A-Prinzip von Rene Egli zurück - gibt es auch als Buch:

    LO = Loslassen

    L2 = Liebe

    A = Aktion/Reaktion


    Auch hilft mir weiter, dass mir bewusst ist, dass ich den anderen nicht verändern (entwickeln) kann -> nur meine Sichtweise auf ihn.

  • Die Eltern kennen die Alternativen. Wir sind öfter bei den St. Pauli Rabauken und spielen beim Training viel FUNino.


    Es wird halt als "Kinderfußball " angesehen .... und jetzt zählen wir mal 1+1 zusammen Kinder + Fußball = Kinderfußball... welch Ironie des Schicksals ;-)

    Das ist einfach unter wieder unfassbar... :-(

  • Ich kann mit Gewissheit sagen, dass ich in meiner Mannschaft keinen "Fred" habe.


    .....

    Ansonsten stimme ich mit dir überein.

    Welchen der drei von dir beschriebenen Wege ich beschreite, ist abhängig davon wie ehrgeizig/erfolgsorientiert und leidensfähig ich als Trainerbin.

    Das ist richtig. Ich glaube auch kaum, das es in jeder Mannschaft einen -Fred- gibt. Ganz bestimmt nicht.

    Goncare du beschreibst es im Prinzip richtig. Ich für mich bin entwicklungsorientiert. Ansonsten würde ich die -schwachen- nicht genauso einsetzen bei Spielen. Alles was die Entwicklung , guter oder -noch- nicht so guter hemmt, stört mich irgendwie und ich will es

    verstehen, um es dann zu beheben. Eine Aufteilung mit entsprechenden lösbaren Inhalten mache ich ohnehin.

    Aber wir drehen uns im Kreis, da gebe ich Dir recht. Zumal hier die Definition von -Fred- gar nicht eindeutig sein kann, da jeder individuelle -Freds- hat. Wenn man die aus der Mannschaft ekeln wollte, hat man im Kifu eh nichts verloren, aber man versucht etwas herauszukitzeln, was evt. gar nicht vorhanden ist, und ist damit von vorneherein zum Scheitern verurteilt. was widerrum frustriert.

    Zusatztrainings zu bieten, damit man die -schwachen- fördert bringt auch nichts. Diese können nämlich nie, weil Freibad oder ähnliches. Die starken hingegen sind da, wenn man es für alle offen läßt. Wenn nicht, beschweren sich die starken noch, das die anderen mehr trainieren dürfen. Nur gehört für mich z.b. ein -kostenfreies- Zusatztraining zu etwas, was man annehmen könnte. Man stelle sich das in einer Musikschule oder Tennisschule vor, bei der der LEhrer kostenfreien Zusatzunterricht anbietet um das Kind besser zu machen und man würde es nicht annehmen. Undenkbar.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Sorry, aber ich kann dem Fred nicht die gleiche Aufmerksamkeit geben wie allen anderen. Wenn der Fred nur bockt, frech ist und keine Lust hat, dann frag ich mich schon was ich da mache?


    Ich investiere ehrenamtlich mehrere Stunden pro Woche und die Eltern die ihre Kinder abgeben um 2 Stunden Ruhe zu haben danken es einem nicht mal...

  • Ich investiere ehrenamtlich mehrere Stunden pro Woche und die Eltern die ihre Kinder abgeben um 2 Stunden Ruhe zu haben danken es einem nicht mal...

    :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    Eine endlose Diskussion. Die ich auch gerne mit meinen Eltern beim Elternabend bespreche :)

    "Some people think football is a matter of life and death. I don't like that attitude. I can assure them it is much more serious than that." - Bill Shankly

  • Was macht menn denn mit einem Fred, der im Training nicht wirklich stört, aber häufig unaufmerksam ist? Einer, der in der Freizeit nie den Ball in die Hand nimmt und dessen Eltern von ihm sagen, dass man ihn zum Training immer zwingen muss. In seiner Freizeit interessiert er sich auch nicht fuer Fußball und das sieht man deutlich. Im Training möchte nie jemand mit ihm zusammenspielen. Wir würden ihm gerne helfen, die Gefahr ist jedoch groß, dass die anderen Jungs bald murren werden?

  • Was macht menn denn mit einem Fred, der im Training nicht wirklich stört, aber häufig unaufmerksam ist? Einer, der in der Freizeit nie den Ball in die Hand nimmt und dessen Eltern von ihm sagen, dass man ihn zum Training immer zwingen muss. In seiner Freizeit interessiert er sich auch nicht fuer Fußball und das sieht man deutlich. Im Training möchte nie jemand mit ihm zusammenspielen. Wir würden ihm gerne helfen, die Gefahr ist jedoch groß, dass die anderen Jungs bald murren werden?

    Wenn ein Kind sich überhaupt nicht für Fußball interessiert und wenn ihm der Fußball keinen Spaß macht, dann sollte es nicht Fußball spielen (müssen). Ich habe in einem solchen Fall in der Vergangenheit das Gespräch mit den Eltern gesucht und sie gefragt, ob sie es für sinnvoll halten, dass ihr Kind weiterhin zu uns kommt. Ich habe erklärt, warum ich ihnen diese Frage stelle und deutlich gemacht, dass ich dabei nur ihr Kind betrachte, dass ich mich nur frage, wie es ihm dabei geht. Dabei halte ich es für hilfreich, sich nur auf die Interessen des Kindes zu konzentrieren und nicht etwa auf andere Kinder abzuschweifen oder über die von dir genannte Gefahr, dass andere Kinder murren könnten, zu sprechen, denn das könnte den elterlichen Schutzreflex und damit einhergehend eine Widerstandshaltung erzeugen. Mir war es wichtig, dass ich das Kind nicht aus der Mannschaft schmeißen wollte, wie es ja schnell genannt wird, sondern dass die Eltern einsehen, dass Fußball eben nicht sein Ding ist.

    Was die sozialen Probleme deines Jungen anbelangt, die sich darin äußern, dass niemand mit ihm zusammen spielen möchte: ich sehe es als deine Aufgabe an, die Gruppe möglichst zusammen zu halten und dabei ausdrücklich auch die Außenseiter möglichst gut zu integrieren. Das gehört IMHO zur Rolle des Kinder- und Jugend-Trainers unbedingt dazu.

  • Der besagte Spieler hört übrigens jetzt auf und wechselt zum Handball.

    Ich bezweifle, dass es da "leistungtechnisch" besser wird, aber wenn es ihm Spaß macht, kann ich ja nur Alles Gute wünschen. :)

    Mich würde interessieren, ob der Junge nun nach gut einem Jahr immer noch beim Handball ist oder evtl. wieder zum Fussball gewechselt ist - oder ganz woanders hin.


    Wir haben in unserer Mannschaft nämlich genau dasselbe Problem.

    Es handelt sich um einen jungen D-Jahrgang mit 4 Spielern, die noch F spielen dürfen, weil sonst keine D zusammengeht. Und das in einer SG aus zwei Stammvereinen.

    Es ist alles in allem keine gute D-Jugend. Die können nicht mal drei Stationen mit Pässen bespielen, ohne dass der Gegner an den Ball kommt. Passen und Schiessen haben sie wirklich und nicht übertrieben nie gelernt.

    Die beiden Trainer sind von sich derart überzeugt, dass auch der Gang zum Abteilungsleiter keine Früchte trägt.

    Nun sind da zwei Jungs dabei, die leistungsmäßig nochmal abfallen - obwohl das Team nicht das Allerbeste ist (s.o.).

    Diese müssen bei Laufübungen voranlaufen, sodass sie regelmäßig nach 2-3 Runden zum Weinen anfangen, weil sie nicht mehr können - und anschliessend von den Trainern zum Trinken geschickt werden. Einsatzzeiten sind Mangelware. Gewechselt werden nur immer diese zwei.

    Die Folge ist nun, dass sich die Eltern nach anderen Sportarten umschauen.

    Bravo, Fussballdeutschland. Ich lasse mir das schon einreden mit Ergebnisfussball - aber in der untersten Klasse im Dorf sollte m.M.n. immer noch der Spass am Fussball an vorderster Stelle stehen. So leider bei uns in einem bayerischen Dorf nicht.


    => Wie gesagt, mich würde interessieren, ob der Junge von vor einem Jahr heuer noch beim Handball ist oder nicht...

  • Es handelt sich um einen jungen D-Jahrgang mit 4 Spielern, die noch F spielen dürfen, weil sonst keine D zusammengeht. Und das in einer SG aus zwei Stammvereinen.

    Es ist alles in allem keine gute D-Jugend. Die können nicht mal drei Stationen mit Pässen bespielen, ohne dass der Gegner an den Ball kommt. Passen und Schiessen haben sie wirklich und nicht übertrieben nie gelernt.

    Sorry, aber da fehlen mir echt die Worte =O

    Da ist es doch kein Wunder, dass die Kids die Lust am Fußball verlieren.

    Gab es nicht die Möglichkeit, die Mannschaft als 7er Team zu melden? Gibt es keine E-Jugend?

    Bei Funktionären mit so wenig Weitblick ist es, so denke ich, tatsächlich die bessere Option, das mit dem Fußball sein zu lassen. Und in ein paar Jahren (könnten bei der Konstellation auch Monate / Wochen sein) sitzen alle beisammen und fragen sich, woran es liegt, dass so ganz plötzlich so viele Kinder aufhören...