Beiträge von SG-Nr8

    Da es um eine Mädchenmannschaft geht: Wie ist ihre soziale Stellung im Team? Mädchenmannschaften können ein fragiles Gebilde sein. Da müssen alle Maßnahmen (sowohl Bestrafung als auch Beförderung) wohl überlegt sein.

    Für mich als unwissenden bzw. unerfahrenen was Mädchen-/Damenmannschaften angeht, wodurch unterscheiden sich diese von Jungen-/Herrenmannschaften bzw. gemischten Mannschaften?

    Trainer E

    Ein Spiel in ohne Auswechselspieler oder in Unterzahl würde ich und habe ich (in meiner Anfangszeit) in kauf nehmen.

    Spielabsagen sollten natürlich vermieden werden, diese hängen nicht von einer Spielerin ab. Falls doch, so habe ich sicherlich auch noch weitere Baustellen in der Mannschaft die ich lösen muss.


    Die Spielerin auf der Bank zulassen und nur verkürzt einzusetzen finde ich gut. Ist sicherlich die sanftere Methode ihr zu signalisieren, dass man mit ihrem Verhalten nicht einverstanden ist.


    maider187

    Ich bin skeptisch, ob dein Fall mit dem von Spieler-Papa wirklich vergleichbar ist.


    Sicherlich kanntest/kennst du deinen Spieler gut genug um einschätzen zu können, dass dein Vorgehen Aussicht auf Erfolg hat.

    Möglicherweise fühlte er sich unterfordert während des Trainings und du hast ihn, durch zusätzliche Aufgaben/Verantwortung, diesen Gedanken vergessen lassen.

    Obwohl du deine Intention dem Spieler und der restlichen Mannschaft erklärt hast, hast du ihn zuerst für sein Verhalten belohnt und ihn in diesem bestärkt. Es hätte auch dazu führen, dass der Spieler sich nicht wie von dir gewünscht entwickelt.

    Du konntest jedoch auf ihn Einfluss nehmen und entsprechend in die richtige Richtung lenken.


    Wie macht man dies aber bei Kindern die gar nicht anwesend sind?

    Spieler-papa

    Wenn sie den Eindruck erhalten hat, dass sie für die Mannschaft unverzichtbar ist, dann wird sie an ihrem Verhalten nichts ändern.


    Sofern bei euch die Spielteilnahme an die Trainingsbeteiligung geknüpft ist, heißt es von eurer Seite konsequent zu sein und bei ausbleibender Teilnahme am Training ihr auch die Teilnahme am Spiel zu verwehren.


    Das sie eine gute Spielerin ist oder euer kleiner Kader, sollte keinen Einfluss auf diese Entscheidung haben.

    Das wollte ich ja nur verstehen. Wenn es eine Rolle spielt, ob Beim letzten Trainer chaos war, Du aber trotzdem Deine Regeln durchziehst, WELCHE Rolle spielt es denn dann?!?

    Es kann ein Grund sein um das Handeln eines Spielers zu erklären.


    Auch wenn das Resultat letztlich das gleiche ist: Spieler baut misst ---> Es folgt eine Strafe,

    so ist die Kommunikation mit dem Spieler eine andere als bspw. mit einem Spieler der seine Grenzen ausloten möchte und sich über sein Verhalten und die Konsequenzen bewusst ist. Zumindest ist dies mein Ansatz.


    Wir kommen aber vom eigentlich Thema ab.

    Sicherlich kann ich nur aufgrund der Beschreibung des Beitragserstellers urteilen, jedoch sehe nicht das die Kinder hier ausgefallene "Spezialwünsche" geäußert haben und bei nicht Erfüllung dieser mit dem Verlassen des Vereins gedroht haben.

    Das man dem Spieler dann nachgibt, weil ja andere es verschuldet haben, oder sein verhalten mitbewirkt haben?

    Habe ich an irgendeiner Stelle geschrieben, dass man die Fehler der Vorgänger wiederholen sollte?


    Es gelten meine Regeln für die Mannschaft und das Verhalten.

    Da sind wir einer Meinung.


    Es interessiert mich in der C z.b. überhaupt nicht, was frühere Trainer haben durchgehen lassen.

    Da geht unsere Meinung halt auseinander. Für mich spielt es eine Rolle, da es meiner Meinung nach einen Unterschied macht ob beim letzten Trainer Disziplin oder Anarchie herrschte.

    Spieler mit Spezialwünschen in den unteren Jugenden wechseln später häufig den Verein, da bei den Anderen alles viel besser ist.

    Wer sagt denn, dass es bei einem anderen Verein nicht auch tatsächlich besser für den Spieler ist?


    Ich tue mich einfach schwer, wenn ein Spieler kommt und etwas vom Verein verlangt und im gleichen Atemzug droht sich abzumelden.

    Damit würde ich mich auch schwer tun, habe bisher aber einen solchen Fall nicht aus erster Hand erlebt.

    Ich würde wahrscheinlich wie folgt reagieren und, sofern Gespräche mit dem Spieler bzw. dessen Eltern sich als fruchtlos erweisen, den Spieler bitten seine Drohung wahr zu machen.


    Nach meiner Beobachtung steigen die Spezialwünsche im Allgemeinen, Beispiel: ich muss in der 1. Mannschaft spielen oder ich muss unbedingt Stürmer spielen.

    Ich sehe an diesem Verhalten erstmal nichts verwerfliches. Jeder möchte für sich das beste rausholen. Mir sind nur wenige Kinder begegnet die von Natur aus soviel Empathie besitzen, dass sie ihre eigenen Wünsche hintenanstellen.

    Für mich stellt sich die Frage wie in der Vergangenheit mit diesen Wünschen des Kindes umgegangen wurde. Hat es zumeist seinen Willen durchsetzen können, so brauche ich mich nicht wundern, dass es mit einer Trotzreaktion antwortet falls man ihm nicht nachgibt.

    Da ist es mir zu kurz gedacht mit dem Finger auf betreffende Spieler zu zeigen und ihnen ein Fehlverhalten vorzuwerfen.

    Den Eltern und (sofern vorhanden) insbesondere frühere Trainern sollte man fragen ob sie zuvor konsequent genug gehandelt haben.

    Zieht man seinen Stiefel durch, hören Sie auf und ab der C-Jugend würde man genau diese Spieler brauchen.

    Man kann sich aber auch die Frage stellen, welche Forderungen stellen diese Spieler dann in der B oder A-Jugend?

    Sofern Verein und Spieler in der Vergangenheit fair miteinander umgegangen sind, nichts weiter als die Möglichkeit weiterhin Fußball spielen zu dürfen.



    Und noch was zum Thema "Trainer rausschmeissen", kann man machen.

    Aber nur, wenn eine Alternative bereit steht.

    Ansonsten stelle ich dann die Gegenfrage, wie soll es weitergehen?

    Bezieht sich das auch noch auf mich?

    Ich habe an keiner stelle etwas von Trainer rausschmeißen geschrieben.

    Na ja, einfach nur Preise rauf generiert halt noch keine (vermeintlich) höhere Ausbildungsqualität.

    Natürlich nicht. Aber um höhere Beiträge rechtfertigen zu können werden sich die Vereine auch anstrengen müssen sich aus dem Pool der günstigeren Vereinen hervorzuheben.


    Und die Toptrainer, die nur darauf warten, dass sie besser bezahlt werden um dann die Vereine mit ihren Bewerbungen zu bombardieren, sehe ich auch nicht.

    Wenn ich jemand anständig bezahle, dann kann ich auch eine anständige Leistung von ihm erwarten. Ggf. ihn dazu verpflichten sich in seinem Bereich weiterzubilden.

    Wenn mir das gebotene nicht reicht, heißt es: "der nächste bitte".

    Man sollte vielleicht an Schüler oder Stunden herantreten. Ich denke die hätten sicherlich mehr Spaß dran sich auf dem Fußballplatz was dazuzuverdienen anstelle von Supermarktkasse oder Prospekte austragen.


    Das hatten wir ja hier schon mal erörtert:

    WO - FINDET - MAN - TRAINER ??

    Finde dein Finanzierungsmodell wirklich toll. Wäre schön wen ein Verein es mal in der Form umsetzt.


    Deinem letzten Absatz kann ich nur zustimmen. Die NLZ werden sicherlich mehr damit zu kämpfen haben als die Breitensportvereine.

    Genauso falsch wäre es aber auch, sich von den Kindern / Eltern erpressen zu lassen.

    Dem widerspreche ich auch nicht.


    Ich sehe hier...

    Falls sie nicht freiwillig in die 1. gehen, müssen sie sich vom Verein abmelden. Die Entscheidung der Spieler steht jetzt schon fest, dass sie sich in dem Fall abmelden werden.

    ...jedoch keine Erpressung, sondern, dass sich die Spieler entschieden haben nachdem sie der Verein vor die Wahl gestellt hat.


    Dafür bräuchte es jedoch etwas Weitsicht und Engagement.

    Kriterien die in unserer Gegend vielen häufig fehlen.

    Vollkommen richtig. Und wenn ein Verein Maßgaben vorgibt und Entscheidungsträger, dann sind diese von den Mitgliedern zu respektieren oder zu monieren.

    Unter der Annahme, der Verein bzw. dessen Vertreter urteilt rational nach klar erkennbaren Kriterien, stimme ich dir uneingeschränkt zu.


    Meine Realität sieht jedoch anders aus, damit meine ich nicht nur meinen Verein sondern auch die umliegenden. Hier wird sehr häufig nach nicht nachvollziehbaren Maßstäben geurteilt.

    Da kann ich noch soviel monieren, Argumente vorbringen, Entscheidungen werden weder überdacht geschweige denn wird von ihnen abgewichen.

    Es tut mir leid das ich das hier sehr verallgemeinere, deine Erfahrung kann sicherlich gänzlich von meiner abweichen, jedoch wenn Trainer sich gegen Spieler entscheiden weil ihnen dessen Nase nicht passt, so müssen sich besagte Trainer (sowie der Verein) nicht wundern, dass sich die Spieler bzw. deren Eltern die Trainer nach gleichen Maßstäben aussuchen.

    Follkao

    Das meinte ich damit nicht.

    Eine Einteilung aufgrund der sportlichen Leistung sollte ich als Entscheidungsträger rational begründen können. So das auch der letzte diese nachvollziehen kann.


    Im vom TE beschriebenem Fall kommen soziale Komponenten zum Tragen die es nicht so einfach machen in schwarz und weiß einzuteilen.

    Unabhängig davon ob der Wechsel von unten nach oben oder von oben nach unten erfolgen soll.

    Die Haltung des Vereins "Ihr spielt in der euch zugeteilten Mannschaft oder gar nicht" halte ich unter Berücksichtigung des beschriebenen für schlichtweg falsch.

    Goodie


    Jetzt kann man sich natürlich darüber streiten wo das eigentliche Problem liegt:

    Zahlen Vereinsmitglieder nur niedrige Beiträge, weil die Vereine nur wenig bieten

    oder

    bieten Vereine nur so wenig weil die Vereinsmitglieder bereit sind so wenig zu zahlen.

    Um aus dieser Spirale auszubrechen, muss eine der Parteien bereit sein den ersten Schritt zu machen.


    Die PSG Academy hat den Schritt gewagt und erneut gezeigt, dass Eltern bereit sind für eine (vermeintlich) höhere Ausbildungsqualität tiefer in die Tasche zugreifen. Die DFA und andere Anbieter bestätigen dies seit Jahren.

    Die Vereine verschlafen diese Entwicklung jedoch vollständig aus Angst ihre Mitglieder mit höheren Beiträgen zu vergrauen.

    Bis irgendwann das böse erwachen kommt und keine Mitglieder mehr da sind die sich mit schlechten Ausbildern und schlechten Bedingungen zufrieden geben möchten. Egel wie günstig (billig) es auch ist.

    Stell es Dir mal umgekehrt vor:
    Spieler wird bei einer Einteilung nach Leistungsgesichtspunkten in die zweite oder dritte eingeteilt, will aber in die erste. Sollte man dem Spieler nachgeben?

    Ich stimme dir zu, das man in den Fällen unnachgiebig sein sollte. Jedoch halte ich beide Ausgangslagen nicht für vergleichbar.

    Und das ist ganz klar gegen Vereinsinteresse,

    Meiner Meinung nach existiert ein Verein nur durch seine Mitglieder, somit sollten die Interessen der einzelnen Mitglieder auch berücksichtigt und nicht immer nur dem "großen Ganzen" untergeordnet werden.

    Das dies natürlich ein Drahtseilakt ist, bleibt unbestritten.


    ...weil sie ein Riesenproblem mit dem neuen Trainer haben und die Chemie absolut nicht stimmt. Obwohl er das weiß, besteht er darauf.

    Das verstehe ich in keinster weise. Wieso beharrt er so darauf das sie bei ihm spielen.

    Es wäre mir nie in den Sinn gekommen ein Kind gegen seinen Willen bei uns oder irgendwo anders einzusetzen.

    Wenn unsere Spieler nicht in einer anderen Mannschaft aushelfen wollten, dann habe ich das akzeptiert und der andere Trainer hat dies auch zu tun. Genauso wie ich akzeptieren musste, das manche Spieler auch bei uns nicht aushelfen wollten.


    Wie bereits geschrieben wurde, kann man als Außenstehender die Situation nicht adäquat beurteilen, somit fällt es schwer dir eine konkreten Lösungsansatz vorzuschlagen.

    Es würde sicherlich helfen alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen und zu klären warum die Chemie nicht stimmt.

    Dabei solltest auch du dich hinterfragen ob du, aufgrund von eigenen Interessen, nicht zu sehr Partei für deine Spieler ergreifst.

    BerndTuS


    Ich kann deinen Frust gut nachvollziehen. Die Entscheidung alles hinzuschmeißen kann dir keiner abnehmen.

    Letztlich kann man nur das Positive gegen das Negative abwägen.

    Bei mir hat in letzer Zeit das Negative den eindeutig höheren Anteil ausgemacht, so dass ich meine Tätigkeit beim aktuellen Verein beendet habe.

    Es kommt drauf welchen Anspruch man an diesen Lehrgang hat.

    Wenn es um die reine Wissensvermittlung geht, so kann man sich den größten Teil sicherlich auch über frei erhältliche Literatur aneignen.

    Sicherlich wird man nicht alleine durch das Lesen von Büchern zu einem (guten) Trainer. Es benötigt vor allem Erfahrung um das gewonnene Wissen auch richtig umzusetzen.


    Das Feedback und die Kritik die man von den Ausbildern bekommt ist natürlich ein wichtiges Argument, das für die Teilnahme am Lehrgang spricht. Es ist jedoch abhängig von der Qualität und Ideologie der Ausbilder.


    Was für mich, im nachhinein, am meisten für den Lehrgang spricht, ist die Möglichkeit sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen und sich auch das ein oder andere von Ihnen abzuschauen.

    Dafür muss es eigentlich den Jugendvorstand/Jugendleiter geben, der die Marschrichtung vorgibt.

    Unschön wird es nur wenn gerade diese Personen eine Lösung wählen in der, ganz bewusst, einige Spieler hinten rüber fallen.

    Da kann man sich nicht einmal als Trainer gegen wehren. Als Elternteil noch weniger.


    Wieviele D-Jugendliche gibts denn nächste Saison insgesamt?

    Das ist die entscheidende Frage. Sobald die geklärt ist muss man eine Einteilung vornehmen, die ermöglicht, dass ALLE Kinder in Zukunft genügend Aufmerksamkeit und Spielzeit bekommen.