10 Jahre FairPlayLiga - Eine Rückschau und eine Idee wie es weiter gehen "könnte".


  • Wie weit könnt ihr zurückschauen und wie habt ihr die Entwicklung der FPL erlebt?


    Da mich oft Anfragen bzl. der FPL erreichen habe ich meine Sichtweise in dieser Stellungnahme zusammengefasst.


    Sichtweise Ralf Klohr
    Kinderfußball ist keine heile Welt, ganz im Gegenteil!

    Wie wir mit den Kindern von heute umgehen, das wird die Welt von morgen prägen (Hans Jonas 1903-1993)

  • Die FPL Liga erlebe ich nun seit über 2 Jahren. Grundidee ist toll. Mit entsprechenden Trainerkollegen ohnehin kein Thema.
    Problem sind Erwartungshaltungen der Eltern an die Kids. Außerdem wird oft die -gut erzogene- Mannschaft, die Fairplay spielt,
    bei jeder kritischen Entscheidung benachteiligt. Man -ruft- eben nicht laut genug. Ergebnis sind nach einiger Zeit enttäuschte Kinder.
    Das Kinder das untereinander regeln mag bis in die F noch so sein. In der E Jugend entscheidet der, der laut genug ist.
    Natürlich ist man hier als Trainer gefragt dann auch einzuschreiten.
    Es scheint aber so, das manche Mannschaften den Fairplay Gedanken nahezu ausnutzen (indem Sie Ihn eben nicht verfolgen)
    Fazit: Nur wenn es von allen gleichermaßen gelebt wird, bringt es auch langfristig Erfolg, im Sinne von Wirksamkeit.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • @Ralf K.


    Zunächst einmal gratuliere ich dir herzlich zum 10-jährigen Bestehen der FPL. Vermutlich hast du selbst nicht daran gedacht, welche Kreise deine Ideen einmal ziehen werden? Ich bleibe dabei: die FPL ist für mich das Beste, was ich über den Kinderfussball gehört habe.


    Wenn Erwachsene die Feinde des Kinderfussballs sind, dann nur deshalb, weil sie falschen Idealen folgen und nicht, weil sie ihre Kinder wenig lieb haben als andere Eltern.


    Der DFB betreibt einen riesigen Aufwand bei der Nachwuchsentwicklung und der Trainerausbildung. Dennoch hat der Dachverband sein "Aushängeschild" im Fokus. Immer wieder landen gute Ideen in der Schublade, weil gerade eine wichtige EM oder WM ansteht.
    Mit der Akademie sollen die vielen Baustellen zukünftig besser organisiert werden. Kritiker behaupten jedoch, dass man sich erst dann wieder um den gesamten Nachwuchs incl. dem unteren Jugendfussball kümmert, wenn man sich nicht für eine EM oder WM qualifiziert oder in der Gruppenphase einer EM oder WM ohne Punktgewinn nach Hause fährt. Denn dann hat man ja Zeit zum Nachdenken! Eine bessere Unterstützung durch den DFB würde manches schon deshalb leichter machen, weil es uns Deutschen nicht an Obrigkeitshörigkeit fehlt und es deshalb immer darauf ankommt, wer etwas sagt, statt nach der Sinnhaftigkeit zu fragen.


    Aber auch ohne die DFB-Unterstützung hat sie die ersten 10 Jahre erfolgreich überstanden! Das macht die Idee eigentlich noch besser und einzigartiger!


    Ich finde es auch toll, dass es in manchen Gebieten bereits eine Fortsetzung der FPL im E- und D-Jugendbereich gibt. Es wäre zu schade, wenn man nach der FPL wieder zum alten Trott zurück kehrt. Aber du warst schon vor Jahren zuversichtlich, dass die Ideen eine Fortsetzung finden, wenn die Menschen die FPL in der Praxis ausprobieren konnten!


    Die Projekte heißen „Football for Peace“ und „Futbal por la Paz“ haben eine sehr lange Vergangenheit. Auch im 1. Weltkrieg beendeten für kurze Zeit Soldaten an der Front den Krieg um sich beim fairen Fussballspiel zu messen. Dort ihre Vorgesetzten unerbeiten eine Fortsetzung, weil man sich schon längst nicht mehr unter Gleicheen fühlte, um einen Streit zu beenden, sondern den Gegner als Untermenschen ansah, den es endgültig zu vernichten galt. So lassen sich Zeichen setzen, auch wenn sie damit nicht alle Menschen erreichen.



    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

  • Grundidee gut...ja klar..aber...!


    in E-Jugend und älter die FPL einzuführen ist nicht sinnvoll....wie oben von Trainer E beschrieben...der lauteste wird sich dann durchsetzen...
    ich bleibe bei meiner Meinung...Eltern hinter der Bande..Super Idee... Trainer zusammen in der Coachingzone..auch ok..aber auf dem Feld hat ein Schiedsrichter/Spielleiter oder wie immer Ihr das nennen wollt, zu stehen.
    Beispiel: letzte Woche..F-Jugend - Spiel... zwei ausgeglichene Mannschaften...ich hab meinem Neffen zugesehen.
    Spiel läuft ca 60 Sekunden...ein Spieler aus Mannschaft A setzt sich mit vehementem Körpereinsatz durch... der Gegner sagt Foul...beide Trainer sehen es genauso...der Spieler aus Mannschaft A sieht das ganz anders..spielt einfach weiter und schießt noch auf das Tor. Der Trainer ruft dann ins Feld hinein, das es ein Foul war, Freistoß für die andere Mannschaft. Da fängt der Spieler an zu motzen,meckern..Ende vom Lied war, der Trainer nimmt das Kind vom Platz,wechselt ihn aus...was ich total ok fand. Da marschiert der Vater mit Frau und Bruder im Schlepptau zum Trainer in der Coachingzone und fängt da an zu diskutieren..lauthals! Packt dann sein Kind...geht mit ihm in die Kabine zum Umziehen und düst nach HAuse...nach 60 Sekunden Spielzeit...
    Ein Schiedsrichter hätte da Freistoß gepfiffen...alle hätten drauf gehört und die Sache wäre erledigt gewesen!


    Nur mal eben so als Beispiel gegen...lasst die Kinder entscheiden!

  • Da marschiert der Vater mit Frau und Bruder im Schlepptau zum Trainer in der Coachingzone und fängt da an zu diskutieren..lauthals! Packt dann sein Kind...geht mit ihm in die Kabine zum Umziehen und düst nach HAuse...nach 60 Sekunden Spielzeit...
    Ein Schiedsrichter hätte da Freistoß gepfiffen...alle hätten drauf gehört und die Sache wäre erledigt gewesen!

    Das ist aber doch kein Gegenargument für die FPL sondern die Geschichte einer Familie, die sich nicht zu benehmen weiß. Solche Eltern sind die, die am Ende dem Schiri eins mit dem Schirm überbraten!
    Kinder und Trainer haben doch ALLES richtig gemacht!!!

  • Ich denke, das in der FPL diese Situation durchaus vermehrt auftreten...mal mehr mal weniger deutlich. Und da bin ich der Meinung, das mit einem Schiri das deutlich eleganter gelaufen wäre...da wäre ein Pfiff gewesen und keiner hätte was gesagt. Es ging ja nicht darum ob Foul oder nicht..sonder das das Kind deswegen nach 60 Sekunden runter mußte, da es sich aufgeregt hat.
    Ich kann die Beweihräucherung der FPL nicht mehr hören...es wird verkauft, als ob es nur noch Friede Freude Eierkuchen ist- das ist es garantiert nicht.

  • Ich denke, das in der FPL diese Situation durchaus vermehrt auftreten...mal mehr mal weniger deutlich. Und da bin ich der Meinung, das mit einem Schiri das deutlich eleganter gelaufen wäre...da wäre ein Pfiff gewesen und keiner hätte was gesagt. Es ging ja nicht darum ob Foul oder nicht..sonder das das Kind deswegen nach 60 Sekunden runter mußte, da es sich aufgeregt hat.
    Ich kann die Beweihräucherung der FPL nicht mehr hören...es wird verkauft, als ob es nur noch Friede Freude Eierkuchen ist- das ist es garantiert nicht.

    Nein, es geht darum, dass hier Eltern kein Benehmen und kein Vertrauen in den Trainer haben. Ich nehme die foulenden Kinder auch häufiger kurz runter denn dann will ich das Kind beruhigen und ihm kurz nochmal erklären wie er es besser machen kann. Das endet dann meist mit: "so, jetzt warte noch kurz, dann kommst du wieder rein". Mir ist da noch nie ein Elternteil krum gekommen.


    Die FPL ist ja nicht wegen der Kinder sondern für die Kinder gemacht. Sie dient ja dafür, die Erwachsenen zu maßregeln. Und das scheint leider nötig, wie ja dein Beispiel eindrucksvoll geschildert hat.
    Ich meine das jetzt gar nicht polemisch aber wer darauf keine Lust hat, der kann sich ja als Trainer ne B-Jugend vornehmen... Wer jedoch im Anfängerbereich arbeitet, sollte auch die herrschenden Regeln einhalten und ja, auch unterstützen.


    Das einzige Problem, welches sich meines Erachtens nicht so ohneweiteres lösen lasst ist der Umstand, dass "brave" Teams in der Tat im Nachteil sind. Die rücken den Ball raus, wenn der Gegner nur entsprechend auftritt. Und das dürfte in den älteren Jahrgängen noch deutlicher werden als in der F-Jugend.


    Hier würde ich bei den anderen Sportarten gucken. Die Handballer haben bei der E-Jugend einen Schiri aufm Platz. Nach einem Pfiff geht er zu dem Spieler und erklärt ihm kurz, warum er jetzt pfeifen musste: "Du darfst mit dem Ball in der Hand nur drei Schritte machen. Das gerade waren sogar fünf".


    Die Volleyballkinder stellen das Schiedsgericht selber. Es finden immer kleine Turnier mit drei Teams statt. Zwei spielen, eins pfeift. Da machen die Kinder wirklich alles alleine: 1. + 2. Schiri, Anschreiber und Linienrichter -> 5 Kinder sind beschäftigt. Der Trainer der Schiritruppe geht umher und stärkt seine Kinder. Guckt ob richtig aufgeschrieben wird oder sitzt auch schon mal am Fuße seines 1. Schiris, wenn der das zum aller ersten Mal macht. Funktioniert echt prima.
    Diese Variante könnte ich mir beim Fußball ab der E-Jugend auch gut vorstellen. Spielfeste mit 5 Teams, vier spielen und die fünfte pfeift auf zwei Feldern. Mit Linienrichter und "viertem Offiziellen" bei den Trainern. Dann sind auch alle beschäftigt. :D 
    Mir gefällt das mit den Spielfesten eh sehr gut!

  • Ich habe nie gesagt, das ich mich nicht an die Regeln halte und unterstütze! Ich habe nur meinen Unmut über einige Sachen kundgetan, die mich stören.


    Vor allem, das es kein SR gibt. Aber das hast du ja auch geschrieben....ich finde die Idee mit den "Spielefesten" gar nicht verkehrt...wie genau müsste diskutiert werden.... aber dann mit Wertung..Tabelle..etc.. weil das wollen auch die Kinder!
    Ich bin auch völlig bei Dir, wenn ein Schiri bei den kleinsten hingeht und kurz erklärt, warum er gepfiffen hat...Hand..Foul..ab der E dann mit Abseits und Rückpassregel... das wäre Learning bei doing für die Kids.
    Man sollte mM nach nicht auf die SR verzichten, sondern sie stärken und auch früh ranführen...grade bei den Kleinsten kann ein 12,13,14 jähriger wunderbar pfeifen.

  • Die Volleyballkinder stellen das Schiedsgericht selber. Es finden immer kleine Turnier mit drei Teams statt. Zwei spielen, eins pfeift. Da machen die Kinder wirklich alles alleine: 1. + 2. Schiri, Anschreiber und Linienrichter -> 5 Kinder sind beschäftigt. Der Trainer der Schiritruppe geht umher und stärkt seine Kinder. Guckt ob richtig aufgeschrieben wird oder sitzt auch schon mal am Fuße seines 1. Schiris, wenn der das zum aller ersten Mal macht. Funktioniert echt prima.

    Wow. Das ist ja eine starke Lösung. Ab welcher Altersgruppe wird das so gemacht? Ich vermute mal, dass man im Volleyball älter ist, wenn man mit Wettkämpfen loslegt. Für 6- oder 7-Jährige dürfte diese Sportart zu anspruchsvoll sein.

  • Wow. Das ist ja eine starke Lösung. Ab welcher Altersgruppe wird das so gemacht? Ich vermute mal, dass man im Volleyball älter ist, wenn man mit Wettkämpfen loslegt. Für 6- oder 7-Jährige dürfte diese Sportart zu anspruchsvoll sein.

    Meine Mittlere (8 Jahre) spielt in einem Team von 12-14jährigen Mädchen mit. Diese Mädchen haben im letzten Jahr geschlossen die Volleyball-SR-Prüfung abgelegt. Bei den Spieltagen werden die jüngeren bereits eingebunden. Nicht als "Hauptschiedsrichter aber als Linienrichter, Schreiber usw.


    Ich denke das man übertragen auf Fußball ab der E-Jugend damit beginnen könnte. Natürlich mit Unterstützung, aber der Trainer ist ja auch bei VB als Hilfe anwesend.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • Ich möchte auch gerne etwas zur FPL schreiben. ich selbst finde den Gedanke der FPL schon Richtig, aber es ist nicht ausgereift. Ich finde nur eine Regel gut und das ist die Zuschauer-Regel. Da muss ich ehrlich sagen, das man schon ein Unterschied merkt ob die Zuschauer weiter weg stehen.


    Auch ein Shiri, oder von mir aus auch ein Spielleiter soltle dabei sein, aber auch nur dann eingreifen wenn es nicht anders geht. Coaching Zone, naja finde ich auch schwachsinnig.

  • Hallo zusammen,


    ich war vor einigen Jahren bereits F- und E-Jugend Trainer und habe nun ein Bambini Team übernommen. Die FPL ist für mich neu, finde das System aber super! Ich kenne die üblichen "Probleme" mit Eltern. Die Eltern meiner G- Jugend werden daher von Anfang an "erzogen"! Die Eltern dürfen auch schon beim Training keine Kommandos an die Sprößlinge geben. Nur positiv einwirken. Sonst nix! Ich starte bald mit Wettspieltagen und werden dort eine Fanzone einrichten! Wenn sich Eltern trotzdem an ein Spielfeld stellen, warten wir mit dem Weiterspielen bis wieder alle zurück in ihrem Bereich sind. Anders geht es nicht.


    Ich verstehe die ganze Diskussion nicht, warum denn ein Schiri notwendig sein soll? Könnt Ihr Euren Jungs nicht beibringen wann Aus ist und was ein Foul ist? Ehrlichkeit kann man seinen Jungs auch vermitteln! Ich werde die FPL wo ich kann durchsetzen und halte diese auch in der E-Jugend für sinnvoll. Wer wirklich glaubt, dass Kinder eine Tabelle brauchen, lügt sich in die eigene Tasche! Mein jetzt 17 jähriger Sohn wurde in der E- Jugend Meister. Hat unglaublich tolle Spiele gemacht und ziemlich viele Tore. Was meint Ihr an was er sich davon noch errinert? An gar nichts!!! Meisterschaften und Tabellen im Kinderfußball brauchen nur Trainer und Eltern!!

  • FPL....
    Viel ist drüber geschrieben worden, vieles auch wiederholt....


    Heute wieder ein top Beispiel erlebt, wie es nicht laufen sollte und was mich auch wirklich langsam fertig macht und mich am Kinderfussball zweifeln lässt :
    Vorab, die Zuschauerregel ist genial!
    Könnten gern noch 10 Meter weiter weg stehen
    Aber fehlende Schiri....


    Heute ein enges Spiel gehabt. F Jugend.
    Schnell haben wir geführt, dann Torwart Wechsel, Ordnung verloren.
    Gegner kommt ran, war ein tolles Spiel.
    Etliche Ecken (50:50 Entscheidungen) haben wir durch Fairness (meine Spieler und ich) dem Gegner zugesprochen, sogar ein Gegentor resultierte daraus... Egal, Spiel blieb klasse und spannend.
    Mein Bester wurde dann in Manndeckung genommen (völlig hirnrissig) und dementsprechend hart attackiert (im Wahn der aufholjagd des Gegners).
    Dann klares Foul, direkt vor Augen des brüllaffen...Keine Reaktion, obwohl fast alle Kinder stoppten und auf den Freistoß warteten.
    Brüllaffen schrie: weiter, war nix.
    Und aus dem Konter folgte der Ausgleich.


    Ich bin wahrlich kein Ergebnistrainer aber als dann der picklige ca. 12 jährige Sohn des Brüllaffen (in der Coachingzone) stand und ständig was von Schwalben und Schauspielerei reinschrie, hatte ich die Schnauze voll!
    Es fing dann auch ein Vater an zu pöbelnde, es war abartig!
    Habe das Spiel eigenständig unterbrochen, den Nachwuchsschreibengel aus der Zone geworfen und mit dem brüllaffen diskutiert.


    Es ging dann weiter und.... Was soll ich sagen... Wir schossen das Siegtor und ICH HAB MICH INNERLICH TIERISCH DARÜBER GEFREUT, dass es doch noch Gerechtigkeit gab.


    Ich bin der Meinung, dass mit Schiri es wahrscheinlich gar nicht erst zu solchen unfairen und überharten Einsteigen des Gegners (F-jugend!!!!!!!) gekommen wäre.


    Auch mit FPL, die im Grundsatz top ist, ist nicht alles Gold was glänzt.

  • @Mittelfeldstratege


    wenn man ein vernünftiges Kinderfußballspiel als Trainer leiten möchte und daneben steht jemand der denkt er wäre Jürgen Klopp nur weil er einen Trainingsanzug anhat, dann ist das verständlicherweise anstrengend. Trotzdem gute Reaktion von Dir! Aber selbst wenn es mit dem Sieg nicht geklappt hätte, hast Du Deinen Jungs etwas beigebracht: FairPlay! Das ist wichtiger als ein Sieg in einem F- Jugend Spiel gegen ein Nachbardorf!


    Deinen Einwand mit dem Schiri kann ich jedoch nicht unterstützen. Bei uns ist ja so, dass im regulären Spiebetrieb F- und E- Jugend der Auswärtstrainer den Schiri stellt. Das bedeutet dass der Trainer oder Co des Auswärtsteams das Spiel leitet. Da bist Du in der Regel noch kein Stück weiter. Gestern erst wieder bei unserer F erlebt. Der junge Schiri hat auf dem Platz seinen Jungs Anweisungen gegeben! Geht gar nicht.


    Insgesamt eine anspruchsolle Aufgabe. Aber man muss einfach bei sich und seinem Team anfangen und FairPlay vorleben!

  • Ich glaube bei diesem Thema können wir endlos weiter diskutieren und kommen am Ende nie wirklich zu einer überzeugenden und einheitlichen Meinung. Ich bin ein absoluter Befürworter der FPL, halte es aber für besonders schwierig, wenn es wie so oft hier beschrieben nur von einem Trainer vorgelebt wird und der andere sich der Verantwortung entzieht und dann noch immer lamentiert, dass es ohne Schiedsrichter nicht geht.
    Dies ist mitunter auch absolut unbefriedigend für den fairen Trainer, den er ist vielmehr damit beschäftigt den gegnerischen Trainer zurecht zu weisen als seinem Team unterstützend zur Seite zur stehen. Die verschwendete Energie könnten die eigenen Spieler vielmehr gebrauchen.


    Außerdem kann sich keiner davon freisprechen, dass ein Trainer das Siel subjektiv miterlebt. Das ist auch absolut legitim, am Ende gibt es aber so oft im Fußball 50:50 Entscheidungen, die auch die Kinder nicht selbst lösen können.


    Das größte und in meinen Augen bisher ungelöste Problem ist es, dass wir noch keine Lösung gefunden haben, wie wir alle Trainer auf diese Lösung sensibilisieren sollen.

  • Ich habe gestern wieder Schiedsrichter bei einem E3-Punktspiel gemacht. Beide Mannschaften mit recht hartem Zweikampfverhalten, hab für beide Seiten je einen Strafstoß und viele Freistöße gepfiffen, wurde von Trainern wie Zuschauern heftig angegangen (was mich überhaupt nicht stört). Solche Spiele enden ohne Schiedsrichter in Kloppereien, da weder die Trainer willens sind, Niederlagen zu akzeptieren noch die Eltern. Das ist halt so. Natürlich nicht in der Welt des Ralf Klohr, der noch an das Gute in Trainern und Eltern glaubt. Da kann ich nur sagen: "Aufwachen!"

  • Die Probleme bestanden ja auch schon genau so, als noch mit Schiedsrichter gespielt wurde. Sie werden also nicht wegfallen, wenn wir wieder dazu zurück kehren.
    Das Problem sind die Trainer, die außerdem auch für das Verhalten ihrer Elternschaft verantwortlich sind. Hier muss angesetzt werden.